polaris 87 - Sternwarte Lübeck

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Nr. 87
1/2013
Mitteilungen des
Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.
Kometenjagd am 12. März 2013
Titelbild
Von der Südhalbkugel kommend flog der Komet C/2011 L4 (PANSTARRS) am 10.03.2013
durch sein Perihel (sonnennächster Punkt) und war ab dem Zeitpunkt auch von uns aus
sichtbar – wenn es denn klar gewesen wäre. Erst am 12. klarte es mächtig auf. Eine Schar
von über 30 Beobachtern postierte sich entlang der Wakenitz beim Drägerpark, genoss
den Sonnenuntergang und die nur wenige Stunden alte Mondsichel, um dann erstmals den
Kometen zu erspähen. Das wunderschöne Titelbild mit der Marienkirche im Vordergrund
gelang Torsten Brinker. Weitere Aufnahmen von ASL-Mitgliedern sehen wir auf der linken
Seite.
Wer entdeckt den Kometen zuerst? An der Wakenitz hatte man bei traumhaftem Wetter
einen grandiosen Blick auf das Stadtpanorama mit Komet und sehr schmaler Mondsichel.
Ralf Biegel
Stephan Brügger
Dirk Zachow
Tim und Christoph Quandt
Marco Ludwig
––
Inhaltsverzeichnis
S. 2
S. 4
S. 4
S. 4
S. 5
S. 5
S. 5
S. 5
S. 5
S. 6
S. 7
S. 7
S. 8
S. 10
S. 11
S. 17
S. 18
S. 22
S. 22
S. 23
S. 26
S. 32
S. 32
S. 40
S. 41
S. 42
S. 43
S. 44
Kometenjagd am 12. März 2013
Titelbild
Aus der Redaktion
Die Redaktion von 1984 bis 2012
Beiträge an die POLARIS-Redaktion einreichen
Aus dem Verein
Astro-Abende in der Sternwarte
Neue Mitglieder
Vereinsjubiläen
Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Terminkalender
Vereinsausflug zum Teleskoptreffen nach Lohmen
Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 23.02.2013
Geschäftsbericht 2012
Jahresberichte 2012
• Sternwartenleitung • Vereinsbericht ASL e.V. • Fachgruppe Digitale
Astrofotografie • POLARIS-Redaktion • Fachgruppe Internetpräsentation
• Presereferent • Gerätewart
Der Wegweiser zur Sternwarte
Astro Aktuell
Berichte
Eine spanische Nacht und ein weißer Zwerg (Oliver Paulien)
Frust, Hoffnung, Alarm und die Erlösung (Oliver Paulien)
Erste Erfahrungen mit dem MGEN-Autoguider von Lacereta (Torsten Brinker)
Serien
Das Sternbild Lupus – Herkunft, Mythologie, Beobachtungshinweise
(E.-Günter Bröckels)
Planeten-Sudoko
Impressum
Neues von der „Außensternwarte Neumünster“
Mondgesichter
Bildimpressionen von Ralf Biegel
––
Beiträge an die POLARIS-Redaktion einreichen
Aus der Redaktion
Nach zwei Jahren Mitarbeit hat unser
Redakteur Joachim Gripp leider die Redaktion verlassen. Zu diesem Schritt haben ihn
hauptsächlich berufliche Gründe veranlaßt,
aber auch die Tatsache, daß er aufgrund
seines Wohnortes in der Nähe von Kiel zu
wenig persönlichen Kontakt zu den Vereinsmitgliedern – also auch zu den Autoren der
POLARIS – hatte.
Damit die Beiträge für die POLARIS den richtigen
Weg zur Redaktion finden, gibt es folgende
Möglichkeiten:
1. per E-Mail an [email protected],
2. Übergabe an ein Redaktionsmitglied,
3. Einwurf in das neue Postfach im Arbeitsraum
der Sternwarte (siehe Bild links).
Wir sind auf Eure Beiträge gespannt.
Im Namen der Redaktion und des Vorstandes bedanke ich mich ganz herzlich bei
Joachim Gripp für seinen Einsatz, die geleistete Arbeit und seine Verläßlichkeit.
Danken möchte ich an dieser Stelle auch
Torsten Lohf, der die Aufgaben Satz und
Layout ab Januar 2013 übernommen hat.
Willkommen im Team. 
Felicitas Rose
Euer POLARIS-Redaktions-Team
Die Redaktion von 1984 bis 2012
Aus dem Verein
Der neuerliche Wechsel in der Redaktion hatte mich neugierig gemacht: wieviele und
welche Vereinsmitglieder waren eigentlich seit Ausgabe 1 in der Redaktion und an wievielen
Ausgaben haben sie mitgearbeitet? Meine Recherchen haben folgendes ergeben:
Michael Möller
Stephan Brügger
Ausgaben 1 – 18 / Sept. 1984 – Mai 1990 zwei ASL-Specials (Okt. 1983 und April 1985)
Ausgaben 19 – 40 / Sept. 1990 – Aug. 1997
6 Jahre
7 Jahre
Astro-Abende in der Sternwarte
Der Verein trifft sich regelmäßig an den Astro-Abenden, die immer am ersten Mittwoch
eines Monats um 19:00 Uhr im Seminarraum der Sternwarte Lübeck beginnen. Die nächsten
4 Termine lauten:
8. Mai, 5. Juni, 3. Juli und 7. August 2013
Seit Ausgabe 41 gibt es ein Redaktions-Team, das aus zwei bis vier Mitgliedern besteht:
Felicitas Rose
Uwe Begier
Dennis Boller
Norbert Kordts
Carolin Liefke
Sebastian Becker
Reinhard Albert
Joachim Gripp
Torsten Lohf
Ausgaben 41 – 86 / Sept. 1997 – Dez. 2012
Ausgaben 41 – 44 / Sept. 1997 – Dez. 1998
Ausgaben 41 – 62 / Sept 1997 – Dez. 2004
Ausgaben 46 – 56 / Aug. 1999 – Dez. 2002
Ausgaben 59 – 77 / Dez. 2003 – Dez. 2009
Ausgaben 69 – 73 / März 2007 – Aug. 2008
Ausgaben 69 – 86 / März 2007 – Dez. 2012
Ausgaben 79 – 86 / Aug. 2010 – Dez. 2012
Ausgaben 87 – ? / ab Januar 2013
15 Jahre
1 Jahr
7 Jahre
3 Jahre († 2003)
6 Jahre
1 Jahr
5 Jahre
2 Jahre
Derzeit besteht das Redaktionsteam aus Reinhard Albert, Torsten Lohf und mir selbst.
Als ich sah, wie lange ich schon dabei bin, war ich echt erschrocken und konnte es kaum
fassen. Was habe ich in diesen Jahren nicht alles in der Redaktion erlebt! Ich habe auch schon
daran gedacht aufzuhören (nach 15 Jahren sei dieser Gedanke erlaubt) und Platz für eine/n
Andere/n bzw. Jüngere/n zu machen. Allerdings hat sich in der Vergangenheit gezeigt, daß
Nachfolger für einen Redaktionsposten nicht gerade leicht zu finden sind. Die Resonanz auf
entsprechende Aufrufe (z. B. Ersatz für Carolin Liefke) ist immer recht mager ausgefallen.
Also werdet Ihr wohl noch ein Weilchen mit mir vorlieb nehmen müssen. 
Felicitas Rose
––
Neue Mitglieder
Als neue Mitglieder begrüßen wir recht herzlich:
Hans-Peter Distler, Frank Pultar, Thomas Rieck, Frank Szemkus und Jürgen Wenck
Vereinsjubiläen
5 Jahre:
10 Jahre:
15 Jahre:
20 Jahre:
25 Jahre:
30 Jahre:
Karsten Dykow, Stefan Goerigk, Ute Goerigk, Uwe Goerigk,
Dr. Joachim Gripp, Holger C. Hermann und Marcus-T. Maier
Bjarne Gau
Andreas Kauschke und Dr. Carolin Liefke
Heike Klenz, Dr. Wolfgang Rothballer, Annelie von Wiegen,
Dr. Björn Voß und André Wulff
Volkmar Andres
Ernst-Günter Bröckels
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Vielen Dank für die Rückmeldungen!
Liebes POLARIS-Redaktionsteam,
solange Dinge gut laufen, gibt es meistens keine Rückmeldungen. So ist wohl auch der Umstand
zu erklären, dass es – wie gestern auf der Mitgliederversammlung (23.02.2013) zu hören war
– während der letzten 15 Jahre praktisch keine Rückmeldungen zu unserer Vereinszeitschrift
an die Redaktion gegeben hat.
Ich, als ziemlicher ASL-Jungspund (nicht an Lebens- aber an Mitgliedsjahren), habe diesen
Hinweis mal aufgegriffen und mir die wenigen Exemplare, die sich bei mir inzwischen angesammelt haben, noch einmal angeschaut. Tja, wenn man Dinge rückmelden soll, die einem
nicht gefallen, hätte ich hier jetzt nichts zu melden.
Aber ich möchte an dieser Stelle mal kundtun, dass unsere Vereinszeitschrift meiner Meinung
nach toll gemacht und inhaltlich sehr anspruchsvoll ist. Hut ab vor dem Redaktionsteam und
den Beiträgeschreibern!
Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe.
Gruß
Klaus Ammann
Moinsen,
das sehe ich auch so. Die Polaris ist sehr ordentlich gemacht und braucht inhaltlich den Vergleich
mit professionellen Magazinen wohl nicht zu scheuen, soweit ich das beurteilen kann %-). Vielen
Dank an die Redaktion und die Autoren
Gruß
Florian Kay
Moin,Moin lieber Klaus,lieber Florian, Hallo Redaktionsteam
als einer der Mitautoren der Polaris sage ich Euch recht herzlich „DANKESCHOEN“ für Eure
Leserzuschriften. Als Autor ist mir bekannt, welche Arbeit ich der Redaktion aufbuerde, meine
Artikel passgerecht fuer die Polaris zu gestalten. Wenn ich so an unsere ersten Ausgaben denke,
ich besitze sie alle bis auf die Ausgabe 83, dann hat sich unsere Vereinszeitschrift immens verbessert. Das ist aber nur moeglich, wenn ein sehr engagiertes und fachkundiges Team an der
Fertigstellung arbeitet.
Alles bisherigen Redaktionsmitarbeitern meinen herzlichen Dank für ihre Arbeit und den zukünftigen viel Mut und Erfolg
Euer Schreiberling Guenter
Lieber Guenter, lieber Florian, lieber Klaus,
Herzlichen Dank für eure netten Zuschriften ! Es tut richtig gut, das zu lesen.
Viele Grüße
Joachim Gripp
ehem. Redaktionsmitglied POLARIS
––
Terminkalender
April
Mittwoch, 03.04.
Freitag, 19.04.
Donnerstag, 25.04.
Sonnabend, 27.04.
Mai
Mittwoch, 08.05.
Freitag, 17.05.
Juni
Mittwoch, 05.06.
Sonnabend, 15.06.
Freitag, 21.06.
Juli
Mittwoch, 03.07.
Mittwoch, 03.07.
Freitag, 19.07.
August
Mittwoch, 07.08.
Sonnabend, 24.08.
Freitag, 30.08.
September
Mittwoch, 04.09.
Fr.-So., 06.-08.09.
Sonnabend, 14.09.
Oktober
Mittwoch, 02.10.
Sonntag, 20.10.
Sonntag, 27.10.
November
Mittwoch, 06.11.
Mittwoch, 06.11.
Dezember
Mittwoch, 04.12.
Sonntag, 22.12.
19:00 Uhr
21:00-23:00 Uhr
20:007-00:13 Uhr
ab 11:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
öffentliche Abendbeobachtung
partielle Mondfinsternis (siehe Seite 19)
Norddeutsches Astrofototreffen (NAFT) in der Sternwarte Lübeck
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
21:00-23:00 Uhr öffentliche Abendbeobachtung
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
3. Norddeutsches Sternwartentreffen in Braunschweig
16:00-18:00 Uhr öffentliche Sonnenbeobachtung
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
Redaktionsschluss für die POLARIS Nr. 88
16:00-18:00 Uhr öffentliche Sonnenbeobachtung
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
16:00 Uhr
ASL-Sommerfest
21:00-23:00 Uhr öffentliche Abendbeobachtung
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
Vereinsausflug zum 4. Mecklenburger Teleskoptreffen (MTT)
in Lohmen bei Güstrow
18:00-24:00 Uhr Lübecker Sternenabend zu Beginn der Vortragssaison
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
10:00-18:00 Uhr Lübecker Staffelmarathon
03:00 Uhr
Zeitumstellung auf Winterzeit
19:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
Redaktionsschluss für die POLARIS Nr. 89
19:00 Uhr
16:00 Uhr
Astro-Abend in der Sternwarte Lübeck
Adventskaffeetrinken
Vereinsausflug zum Teleskoptreffen nach Lohmen
Vom 06.-08.09.2013 findet in Lohmen bei Güstrow das 4. Mecklenburger Teleskoptreffen
(MTT) statt. Beobachtet wird auf einem Campingplatz, dessen Infrastruktur wir nutzen
können. Der exzellente Himmel ist ein Erlebnis der besonderen Art. Wir wollen Fahrgemeinschaften bilden. Wer daran teilnehmen möchte, möge sich bitte an Oliver Paulien wenden.
Die Teilnahme ist kostenlos, bis auf die üblichen Campinggebühren (Nebensaison).
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Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung
vom 23.02.2013
Die Versammlung fand am 23.02.2013 um
16:00 Uhr im Vortragssaal der Sternwarte
Lübeck, Am Ährenfeld 2, 23564 Lübeck,
statt.
Tagesordnung:
1. Begrüßung der Mitglieder und Feststellung
der Beschlußfähigkeit
2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls vom 25.02.2012
3. Jahresberichte
3. 1. Bericht der Sternwartenleitung
3. 2. Vereinsbericht
3. 3. Bericht der FG Digitale Astrofotografie
3. 4. Bericht der POLARIS-Redaktion
3. 5. Bericht über die Internet-Präsentation
3. 6. Bericht des Pressereferenten
3. 7. Bericht des Gerätewartes
3. 8. Geschäftsbericht inkl. Jahresabschluß 2012
4. Kassenbericht durch die Kassenprüfer
5. Entlastung des Vorstandes
6. Haushaltsplan 2013
7. Verschiedenes
TOP 1
Der Vorsitzende Oliver Paulien eröffnete
die ordentliche Mitglieder­versammlung
um 16:07 Uhr und begrüßte 29 anwesende
Mitglieder, die alle stimmberechtigt waren
sowie zwei Gäste. Er begrüßte besonders
die Herren Wilfried Pogede, Ulrich Kruse,
Daniel Gehrke und Tim Sverre Quandt als
neue Mitglieder im Verein.
Die Einladung erfolgte rechtzeitig durch
Abdruck in der Vereinszeitschrift POLARIS Nr. 86. Die Versammlung war somit
beschlußfähig.
TOP 2
Das Protokoll der Mitglieder­versammlung
vom 25.02.2012 war durch Abdruck in POLARIS 84 allen Mitgliedern bekannt und
lag schriftlich vor. Der Antrag von Volkmar
Andres, auf die Verlesung zu verzichten, wurde einstimmig angenommen. Das Protokoll
wurde ohne Einwände als sachlich und inhaltlich richtig einstimmig genehmigt.
Während des TOP 2 erschien ein weiteres
stimmberechtigtes Vereinsmitglied.
TOP 3
3.1 Der Wissenschaftliche Leiter der Sternwarte, Dr. David Walker, trug den Bericht
der Sternwartenleitung vor.
3.2. Oliver Paulien verlas den Vereinsbericht
mit den Aktivitäten des ASL e. V. im vergangenen Jahr.
Während des TOP 3.2. erschien ein weiteres
stimmberechtigtes Vereinsmitglied.
3.3. Torsten Brinker berichtete über die Aktivitäten der FG Digitale Astrofotografie.
3.4. Felicitas Rose trug den Bericht der POLARIS-Redaktion vor.
3.5. Stephan Brügger berichtete über die
Internet-Präsentation. Sein Bericht wurde hinsichtlich der Nutzung von Facebook
und Google+ von Frank Thannhäuser, der
Herrn Brügger in seiner Arbeit unterstützt,
ergänzt.
3.6. Über die Arbeit des Pressereferenten
informierte Dr. Ulrich Bayer.
3.7. Johannes Kühnel verlas den Bericht des
Gerätewartes und teilte mit, daß er sein Amt
aus beruflichen Gründen abgeben muß. Sein
Nachfolger ist Christoph Quandt.
3.8. Den Geschäftsbericht für das Jahr 2012 trug
der Geschäftsführer Michael Kremin vor.
Die einzelnen Tätigkeitsberichte werden in
der nächsten Ausgabe der Vereinszeitschrift
POLARIS abgedruckt.
TOP 4
Am 17.02.2013 erfolgte die Prüfung der Kasse durch die Kassenprüfer Fabian Rose und
Dennis Wilken. Herr Wilken verlas den Prüfungsbericht und stellte fest, daß alle Kassen
––
und Konten mit großer Sorgfalt geführt wurden. Alle Belege waren vollständig, Einnahmen und Ausgaben ordentlich verbucht. Es
gab keinerlei Anlaß für Beanstandungen.
TOP 5
Der Kassenprüfer Dennis Wilken stellte den
Antrag, dem Vorstand Entlastung zu erteilen.
Der Antrag wurde mit 28 Ja-Stimmen bei 3
Enthaltungen angenommen.
TOP 6
Der Geschäftsführer Michael Kremin erläuterte den Haushaltsplan für das Geschäftsjahr
2013 mit den zu erwartenden Einnahmen
und den geplanten Ausgaben. Fragen zum
Haushaltsplan konnten zufriedenstellend beantwortet werden. Herr Kremin beantragte
daraufhin, dem vorliegenden Haushaltsplan
zuzustimmen. Der Antrag wurde einstimmig
angenommen.
TOP 7
Herr Paulien berichtete über die folgenden
Veranstaltungen, die in 2013 geplant sind:
- Der bundesweite “Tag der Astronomie”,
findet in diesem Jahr am Sonnabend, dem
16. März statt. Die Sternwarte wird von 18:00
Uhr bis ca. Mitternacht geöffnet sein. Es wird
wieder Kurzvorträge für Erwachsene und
Kinder geben, auf dem Schulhof werden
Vereinsmitglieder mit ihren Fernrohren
stehen. Sollte der Himmel klar sein, besteht
die Möglichkeit, den Besuchern in geringer
Entfernung von der Sternwarte auch den
Kometen „Panstars” zu zeigen.
• Vom 6. bis 8. September 2013 ist ein Vereinsausflug zum Teleskoptreffen in Lohmen
bei Güstrow geplant. Für Interessenten liegt
eine Teilnehmerliste aus.
• Die Sternwarte bzw. der ASL e. V. wird im
Herbst erneut am Mannschafts-Marathon
im Rahmen des Lübecker Staffel-Marathons
am 20.10.2013 teilnehmen, diesmal – wenn
möglich – mit zwei Mannschaften. Das erste
Training ist für Sonnabend, den 9. März, 9:30
Uhr, angesetzt.
• Das erste NAFT (Norddeutsches AstrofotoTreffen) in diesem Jahr findet am 27. April in
den Räumen der Sternwarte Lübeck statt.
• Das ASL-Sommerfest wird voraussichtlich
am Sonnabend, dem 24. August 2013, gefeiert.
Nach kurzer Aussprache waren sich die Anwesenden einig, frühzeitig festzulegen, wer beim
Aufbau und Abbau bzw. Aufräumen mithilft.
Auch wurde angeregt, den Teilnehmerbeitrag
für Gäste etwas anzuheben. Dieser Vorschlag
wurde allgemein begrüßt.
• Daniel Gehrke teilte mit, daß er das Vortragsprogramm der Sternwarte u. a. im
Holstentormuseum, in der Königpassage,
in der Geschichtswerkstatt Herrenwyk und
in der Uni ausgelegt hat. Es sollte versucht
werden, auch jüngere Leute zu erreichen.
• Der Vorschlag von Tobias Meyer, im Rahmen von Vereinsausflügen andere Sternwarten
zu besuchen, wurde positiv aufgenommen.
Da keine weiteren Wortmeldungen, Anträge
oder Eingaben vorlagen, wurde die Mitgliederversammlung um 17:56 Uhr vom Vorsitzenden geschlossen.
Für die Richtigkeit:
Felicitas Rose, Schriftführerin
Die Kraterladschaft des Mondes (Ralf Biegel)
––
Geschäftsbericht 2012
Das Geschäftsjahr 2012 ist für den ASL e.V. Veranstaltungen Glück gehabt. Wir konnten
sehr erfolgreich verlaufen. Trotz des gefühlt im Jahre 2012 elf neue Mitglieder gewinnen.
schlechten Wetters hatten wir mit unseren Im Folgenden die Mitgliederentwicklung:
Anzahl der Vereinsmitglieder am 01.01.2012: 88
+ Eintritte in 2012:
11
– Mitglieder in 2012 verstorben:
1
– Mitglieder in 2012 unbekannt verzogen:
3
– Austritte in 2012:
2
Anzahl der Vereinsmitglieder am 01.01.2013: 93
Von den insgesamt 93 Vereinsmitgliedern
sind 80 männlichen und 13 weiblichen Geschlechts. Wir haben ein Ehrenmitglied und
zwei Fördermitglieder in unserem Verein.
Im vergangenen Jahr wurden 3 Ausgaben
der Vereinszeitschrift POLARIS verteilt bzw.
versandt.
Im Austausch mit unserer Vereinszeitschrift erhalten wir diverse Zeitschriften von
anderen astronomischen Vereinigungen. Im
einzelnen sind das „Andromeda“, „Astrokurier“, „Mitteilungen astronomischer Vereinigungen Rhein-Main-Nahe“, „Nachrichten
der Olbers-Gesellschaft“, „Sternkieker“, „Telescopium“, „Uranus“ und „Urknall“. Darüber
hinaus erhalten wir von der ESO den „Messenger“. Desweiteren hat der ASL folgende
Zeitschriften abonniert: „interstellarum“
inklusive der Sonderhefte und „SONNE“.
Die Zeitschrift „SuW“ wird uns dankenswerterweise von unserem Vereinsmitglied
Herrn Dr. Rothballer gesponsert.
Unsere Bibliothek wurde um das Buch
„Abriß der Astronomie“, das uns Dr. Walker
gestiftet hat und um das „Kosmos Himmelsjahr 2013“ erweitert.
Seit Juni 2012 haben wir nun auch endlich Internetzugang.
Im Jahre 2012 wurde erstmals in die
Sternwarte Lübeck eingebrochen. Offenbar war aber nicht die Sternwarte, sondern
die Schule Ziel des Einbruchs. Glücklicher-
weise kam es zu keinen größeren Schäden
und Verlusten. Der uns dennoch entstandene
Schaden wurde von unserer Versicherung
vollständig beglichen.
Das auf Initiative von Herrn Dr. Bayer
anläßlich des Jahres „Stadt der Wissenschaft
2012“ begonnene Projekt „Fotoausstellung“
konnte erfolgreich abgeschlossen werden.
Wir können uns über gut 40 hochwertige
Bilder freuen, die uns praktisch nichts gekostet haben und die wir jetzt abwechselnd in
der Sternwarte aushängen wollen.
Ebenso konnte unser Projekt „Modernisierung der EDV und der Vortragstechnik“
abgeschlossen werden. Ohne die Unterstützung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung
zu Lübeck, die dieses Projekt mit 7.000,00
Euro gefördert hat, stünde uns jetzt nicht
eine moderne und leistungsfähige EDV und
Vortragstechnik zur Verfügung.
Ich möchte an dieser Stelle allen danken,
die unseren gemeinnützigen Verein bzw. die
Sternwarte Lübeck durch ihr großes Engagement und durch Spenden unterstützt haben.
Im Übrigen verweise ich auf die anderen
Jahresberichte.
(Der detaillierte Jahresabschluß wurde
den Vereinsmitgliedern auf der Mitgliederversammlung vorgestellt. Da es sich um Vereinsinterna handelt, werden an dieser Stelle
keinerlei weiteren Zahlen veröffentlicht.)
Michael Kremin, Geschäftsführer
– 10 –
Jahresberichte 2012
Sternwartenleitung
Technik Im letzten Geschäftsjahr hat sich
erfreulicherweise nichts Besonderes ereignet. Das Teleskop und die Montierung befinden sich in einem einwandfreien Zustand.
Anschaffungen in Boebachtungstechnik wurden nicht getätigt. Es wird nochmals darauf
hingewiesen, die Motoren der Montierung
nicht mit Höchstgeschwindigkeit laufen zu
lassen. Für den Goto-Betrieb bitte nur die
Stufe 600fache Sternengeschwindigkeit benutzen.
Freitagsvorträge Der Kreis der Referenten konnte erweitert werden. Der Chemiker Dr. Ulrich Steinmann, Mitarbeiter
der Sternwarte, wurde gewonnen. Hinzugewonnen wurde auch Herr Carsten Busch
aus Hamburg, der von Hause aus Elementarteilchenphysiker ist. Beide sind bereit, sich
regelmäßig an unserem Vortragsprogramm
zu beteiligen, und so eröffnen sich uns mit
ihnen weitere interessante Felder, was Vortragsthemen angeht.
Das Interesse, einen Freitagsvortrag zu
halten, ist groß: für die Zeit von Januar bis
März 2013 gab es mehr potentielle Referentan als freie Termine.
Der Teil unseres Vortragsprogrammes
mit eher astrophysikalischen Themen läßt
sich vom Niveau her durchaus mit dem in
Bergedorf angebotenen vergleichen. Der
Austausch von Referenten trägt natürlich
stark hierzu bei. Dieser Austausch findet jetzt
in beiden Richtungen statt: am 21. August
wird einer von uns (D. W.) in Bergedorf
einen Vortrag über Supernovae halten. Im
Lübecker Programm liegt allerdings ein größeres Gewicht auf populären Themen, als
im Bergedorfer, was für eine Amateur- und
Vereinssternwarte auch angemessen ist. Was
aber die Qualität unserer Vorträge insgesamt
angeht, so brauchen unsere Referenten den
Vergleich mit Bergedorf nicht zu scheuen.
Ist unsere Sternwarte auch kein Universitätsinstitut, so haben unsere Vorträge dennoch
ein hohes Niveau.
Ohne die geringste Übertreibung läßt
sich sagen, daß es keine Sternwarte in der
weiteren Umgebung gibt, die so ein umfangreiches Vortragsprogramm anbietet, wie die
Sternwarte Lübeck. (In Bergedorf etwa gibt
es in der Regel nur einen öffentlichen Vortrag
pro Monat [als Universitätsinstitut sind die
Prioritäten dort natürlich andere]; Tornesch
und Neumünster bieten gar keine regelmäßigen Vorträge an.)
Kindervorträge Leider schaut es in diesem Bereich nicht so gut aus: es wird zunehmend schwierig, Referenten für Kindervorträge zu finden. Immerhin konnte Eileen
Hoßfeld, Schülerin der Kepler-Schule, für
einen Kindervortrag gewonnen werden. Wir
hoffen, daß sie auch in Zukunft bereit ist,
weitere solcher Vorträge anzubieten.
In der POLARIS wurde ein Appell veröffentlicht, der an dieser Stelle wiederholt
werden soll: daß sich Interessenten aus dem
ASL für Kindervorträge bitte bei der Sternwartenleitung melden mögen.
Die Kindervorträge sind in der Regel sehr
gut besucht. So konnte am 21. IX. 2012 das
tausendste Besucherkind begrüßt werden.
Konatakt nach Bergedorf Im Verlaufe
des Jahres 2012 wurde ein freundschaftlicher
Kontakt mit dem Förderverein der Hamburger Sternwarte in Bergedorf hergestellt. Der
Förderverein organisiert das öffentliche Vortragsprogramm der Sternwarte. Einer von
uns (D. W.) besucht regelmäßig die Bergedorfer Vorträge und hält so, nebenbei, diesen
Kontakt aufrecht. Ein gegenseitiges Interesse,
Vorträge und Referenten auszutauschen, ist
durchaus vorhanden, und dessen Umsetzung
nimmt zur Zeit konkrete Formen an. Neben
– 11 –
den Bergedorfer Professoren werden wir
zukünftig auch Referenten aus den Reihen
des Fördervereins in Lübeck haben, und wir
werden, umgekehrt, Vorträge in Bergedorf
anbieten. Carsten Buschs Vortrag über das
Higgs-Teilchen, hier in Lübeck, machte in
dieser Beziehung den Anfang.
Weiterhin bestehen die Kontakte zu den
Bergedorfer Professoren Hauschildt, Reimers und Schmitt, die uns sehr freundlich
verbunden sind und regelmäßig zu Vorträgen
zu uns kommen. Der Wert dieser direkten
Verbindung zur professionellen Astronomie
für uns kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Schließlich sind wir nicht
nur ein Verein von Amateurastronomen,
sondern haben es uns, als Betreiber dieser
Sternwarte, zur Aufgabe gemacht, Öffentlichkeitsarbeit, die auf dem aktuellen Stand
der astronomischen Forschung ist, zu leisten.
Private Führungen In diesem Bereich
war es 2012 deutlich ruhiger, als im Jahr zuvor. Dennoch waren es 21 Führungen, von
denen 14 für Kinder und Jugendliche und 7
für Erwachsene stattfanden. Dieser Rückgang ist als eine Konsolidierung anzusehen.
Im Jahr zuvor hatten wir nämlich 35 dieser
Führungen, was uns an die Grenze der Leistungsfähigkeit brachte.
An dieser Stelle möchte die Sternwartenleitung den Mitarbeitern und allen anderen, die
sich im Jahr 2012 für die Arbeit der Sternwarte
engagiert haben, von Herzen danken!
Andreas Goerigk, David Walker
Vereinsbericht ASL e.V.
Im Jahr 2012 fanden erstmals 13 Astroabende statt. Der 13. Astroabend fand statt,
weil der Astroabend im Oktober auf einen
Feiertag fiel. Da nicht alle Mitglieder online
sind und die Verschiebung um eine Woche
nicht mitbekommen haben, kamen am ersten Mittwoch des Monats doch 7 Mitglieder
zum Astroabend am 3. Oktober. Insgesamt
wurden 41 Beiträge von Mitgliedern vor
getragen. Die Themen umfassten unter
anderem die Gebiete Astrofotografie, Beobachtungsberichte, Reiseberichte zu Teleskoptreffen und Neuanschaffungen von
Teleskopen und Zubehör. Folgende Veranstaltungen führten unsere Mitglieder im
vergangenen Jahr durch:
Im Januar wurde die Fotoausstellung
fertig gestellt. Sie war der erste Beitrag der
Sternwarte Lübeck zum Jahr der Wissenschaft. Die Ausstellung wurde am 1. Februar bei der KWL eröffnet und endete am
26. April.
Am 25. Februar fand die ordentliche
Mitgliederveranstaltung statt. Es nahmen
30 Mitglieder teil.
Am 3. März nahm der Verein am Stadtteilfest teil. Diese Veranstaltung war ein weiterer Beitrag zum Jahr der Wissenschaft. 6
Vereinsmitglieder präsentierten den vielen
Besuchern die Arbeit und das Programm
der Sternwarte.
Am 10. März war das erste offizielle Training für den Lübeck Staffelmarathon am 21.
Oktober. 7 Läufer nahmen teil. Das Laufergebnis war für einige Läufer ernüchternd.
Härteres Training war die Folge.
Am 24. März von 15:00-24:00 Uhr war
der Astronomietag. Gut 300 Besucher fanden den Weg zur Sternwarte. In einigen Vorträgen wurde den Besuchern das Universum
näher gebracht. An der Aktion nahmen über
20 Mitglieder teil. Das Wetter an diesem Tag
war perfekt.
Am 15. Mai wurde die zweite Fotoausstellung eröffnet. Sie fand im Flughafen
Blankensee statt und lief bis zum 22. Juli.
Am 2. Juni wurde das 2. Norddeutsche
Sternwarten Treffen auf der Sternwarte
durchgeführt.
Am 6. Juni gab es eine Vereinsbeobachtung der besonderen Art. Um 01:00 Uhr
– 12 –
in der Nacht trafen sich Mitglieder in der
Sternwarte zur letzten Lagebesprechung. Um
01:30 Uhr ging es dann an die Ostseeküste.
Dort wurde der letzte Venustransit in diesem
Jahrhundert gemeinsam beobachtet.
Am 1.September fand das Sommerfest des Vereins statt. Über 40 Mitglieder
erfreuten sich an dem schönen Wetter,
geselligen Stunden und einem Spanferkel.
Natürlich gewann die Mannschaft des Vorsitzenden bei dem traditionellen Fußballspiel
mit 7 zu 1.
Zum Auftakt der Herbstsaison wurde der
Lübecker Sternenabend durchgeführt. Viele
Besucher kamen wieder bei klarem Himmel
zur Sternwarte.
Am 4. Oktober wurde die Ferienpassaktion für die Schulen durchgeführt. Drei
Mitglieder gestalteten den Abend.
Am 20. Oktober fand zum letzten mal die
Veranstaltung Nightlife für Kinder statt.
Am 22. Oktober eröffnete der Verein die
dritte und letzte Fotoausstellung in den Räumen der VHS. Sie endete am 14. Dezember.
Am 21. Oktober fand der 5. Lübecker
Staffelmarathon, an dem 108 Mannschaften
teilnahmen. Unser Verein ging mit 10 top
trainierten Läufern an den Start. Sie holten
den 82. Platz. Ein großer Erfog.
Am 3. November fuhr der Verein zum
NAFT nach Neumünster.
Das Jahr endete mit der Adventsfeier
am 16. Dezember. Bei Kaffee und Kuchen
ließen 40 Teilnehmer das erfolgreiche Jahr
2012 ausklingen.
Oliver Paulien,
Vorsitzender ASL e.V.
Fachgruppe Digitale Astrofotografie
Auch im zweiten Jahr seit Bestehen der
Fachgruppe gab es ein monatliches Treffen. In der Regel jeweils donnerstags zwei
Wochen nach dem Astroabend trafen sich
Interessierte in der Sternwarte, um sich über
Astrofotografie auszutauschen. In lockerer
Runde wurden aktuelle Bilder vorgestellt und
diese zum Teil auch gemeinsam bearbeitet.
Programme für das Stacking und die Bearbeitung von Astrobildern wurden besprochen
und Tipps und Tricks ausgetauscht. Viele
dieser Anregungen wurden auch über den
E-Mailverteiler der Fachgruppe versandt,
so dass auch Mitglieder, die nicht dabei sein
konnten, informiert waren. Mittlerweile haben weitere Mitglieder ihre DSLR-Kameras astromodifizieren lassen, um sie in der
Deepsky-Fotografie einzusetzen und haben
erste Ergebnisse vorgestellt.
Ende Oktober gab Holger Hermann seine bisherige Fachgruppenleitung an mich
ab, da Holger beruflich zu sehr in Hamburg
eingebunden ist.
Es ist wie immer jeder gerne willkommen, der Interesse hat. Vorkenntnisse sind
nicht erforderlich. Alle Termine sind auf
unserer Homepage veröffentlicht. Jeder darf
auch gerne einfach mal „reinschnuppern“
oder bei Fragen zu Fotografie und Bildern
Rat einholen.
Torsten Brinker
POLARIS-Redaktion
Wieder einmal hat es personelle Veränderungen gegeben: nach zwei Jahren hat Joachim Gripp die Redaktion verlassen. Für sein
Engagement und die geleistete Arbeit danke
ich ihm ganz herzlich. Glücklicherweise haben wir auch schon einen Nachfolger. Torsten Lohf, der ja schon im Jahr zuvor seine
Bereitschaft zur Mitarbeit in der Redaktion
erklärt hatte, wird bereits an der kommenden Ausgabe maßgeblich beteiligt sein.
In der April-Ausgabe (Nr. 84) gab es
erstmals das „Planeten-Sudoku” von Ulrich
Steinmann. Ob es den Lesern gefällt und
wieviele von ihnen sich daran gemacht haben es zu lösen, ist der Redaktion leider nicht
bekannt. An dieser Stelle möchte ich ganz
– 13 –
generell eine große Bitte äußern: schickt uns
Kommentare, Anregungen und Kritik z. B.
in Form von Leserbriefen. Rückmeldungen
sind für die Redaktionsarbeit nicht unwichtig – nur hat es leider so gut wie nie welche
gegeben, seit ich dabei bin.
Zum Schluß wie immer ein paar Zahlen:
die April- und die August-Ausgabe hatten jeweils 40 Seiten, die vom Dezember leider nur
36. In Nr. 84, in der auch das Protokoll der Mitgliederversammlung und alle Jahresberichte
abgedruckt waren, betrug der Anteil an Textund Bildbeiträgen von Mitgliedern 50%, in Nr.
85 75% und in der Dezember-Ausgabe immerhin noch 72%. So kann es gerne weitergehen!
Herzlichen Dank an alle Autoren. Die Kosten
für die POLARIS lagen im vergangenen Jahr
unverändert bei etwas unter 1,-- € pro Heft.
Felicitas Rose
Fachgruppe Internetpräsentation
Im Jahre 2012 wurde die Internetpräsentation rund 10.600 Mal aufgerufen, das
ist eine Steigerung um 10% gegenüber dem
Vorjahr. Pro Tag sind es also rund 29 Besuche. Dabei wurden insgesamt etwa 48.000
Einzelseiten, das ist eine Steigerung von 26%
gegenüber dem Vorjahr übertragen.
Mit Abstand die meisten Besucher an
einem Tag fanden mit 205 zum Venustransit
am 6. Juni zu uns.
Ansonsten wurde vor allem die Seiten
über Veranstaltungen, die Fotogalerie und
„Über uns“ besucht.
Die allermeisten Besucher, rund 80%,
rufen unsere Seite direkt auf. Kamen sie von
anderen Seiten, dann von Astronomie-Nord.
de oder Facebook mit jeweils 3%.
Auf Facebook hat die Sternwarte mittlerweile fast 130 Fans, doppelt so viele wie
im vergangenen Jahr, die über unsere Veranstaltungen und aktuelle Himmelsereignisse
informiert werden. Die Facebookseite der
Sternwarte und auch die Präsenz auf Goo-
gle-Plus werden weiterhin von Frank Thannhäuser betreut.
Stephan Brügger
Facebook & Google+
Nutzung Facebook (Fb) und Google+ (G+)
====== 2012 ======
Beste Wochen
03.-09.06.
289 Zugriffe
14.-20.07. 1075 Zugriffe <<<
09.-15.08.
579 Zugriffe
07.-13.12.
511 Zugriffe
Höchste Zugriffszahlen auf einzelne Beiträge
03.06.: Bericht 2. Treffen der norddt. Stw = 79
15.07.: Jupiterbedeckung = 247 <<<
12.08.: Bericht Perseiden = 239
09.08.: Ankündigung Perseiden = 134
06.08.: Marslandung Curiosity = 95
13.08.: Saturn + Mars Konjunktion = 98
104 Postings 26.02.2012 - 23.02.2013 (2/Woche)
Inhalt: Veranstaltungen Stw und Beobachtungshinweise für Jedermann (Bloße Auge,
in Ausnahmefällen für Feldstecher)
====== 2013 ======
Beste Wochen
04.-10.01.
442 Zugriffe
Höchste Zugriffszahlen auf einzelne Postings
08.01.: Programm 2013-1 = 91
23.02. aktuell:
124x Fans Fb – etwa verdoppelt
16x ASL (keine Postings als ASL, alle als Stw
412 erreichte Personen (15.-21.02.2013)
53x in den Kreisen anderer bei G+
39 Menschen davon 5 ASL/Stw, 14 Seiten
Frank Thannhäuser
Pressereferent
Die Aufgaben 2012 waren im wesentlichen die selben wie die Jahre zuvor.
Regelmäßige Aufgaben des Pressereferenten, wie im Vorjahr.
In erster Linie werden die Veranstaltungstermine, Vorträge und Kinderveranstal-
– 14 –
tungen, so wie Sondertermine regelmäßig in
den Veranstaltungskalendern der Lübecker
Nachrichten, im Wochenspiegel sowie HLlive veröffentlicht. Dies geschieht von Seiten
der Zeitungen sehr zuverlässig.
Der Offene Kanal und das Fernsehen des
NDR und SAT1 werden jeweils zu Beginn
der Saison mit dem gesamten Programm informiert. Kann nicht kontrolliert werden,
ob und wann unsere Termine veröffentlicht
werden, da ich die Sender nicht regelmäßig
abhören kann.
Bisher brachten wir in der Online-Ausgabe „Meinwochenspiegel.de“ eine ausführliche Ankündigung der Vorträge. Wir
stellten jedoch fest, dass in der Regel nur
2 bis 3 Klicks auf diese Artikel kamen. Der
Aufwand steht in keinem Verhältnis zum „Erfolg“. Deshalb habe ich die Ankündigung an
dieser Stelle eingestellt.
In der vierteljährlichen Broschüre der
Bürgerakademie werden unsere Termine
regelmäßig eingetragen.
Präsenz in der lokalen Presse
Unsere Präsenz in den LN ist durch die
ganze Seite über Astronomie pro Monat sehr
gestiegen (Verantwortlich dafür Andreas
Goerigk und Dr. David Walker). Dies ist eine
positive Konsequenz aus den gemeinsamen
Aktivitäten.
An dieser Stelle an alle, die sich für die
Sternwarte einsetzen, einmal ein herzliches
Dankeschön. Der Erfolg wäre undenkbar
ohne die ständige und hervorragende Unterstützung durch die aktiven Mitarbeiter.
Sonderveranstaltungen und einzelne Außentermine
Oktober 2012
Tag der Wissenschaft
Die Sternwarte nahm 2012 nicht am Tag
der Wissenschaft in der Petrikirche teil.
Grund: zuviele andere Aktivitäten.
Die Fotoausstellung (unser Highlight
des Jahres)
Ursprünglich war geplant, die Ausstellung vom 1. bis 26. Februar in den Räumen
der KWL zu zeigen. Wir haben aber die Ausstellung bis 26. April 2012 verlängert.
Der zweite Ort für die Ausstellung war
im Flughafenrestaurant,
vom 15. Mai bis 22. Juli 2013.
Die Vernissage erfolgte in Gegenwart des
Flughafenchefs Prof. Dr. Jürgen Friedel.
Von der Bürgerschaft war Frau Astrid
Stadthaus-Panissié von der Fraktion „Bürger
für Lübeck Bf L“ anwesend. Sie zeigte sich
sehr beeindruckt und sicherte der Sternwarte
die Untersützung ihrer Fraktion zu.
Im NDR wurde die Ausstellung als Kulturtipp der Woche erwähnt.
Der dritte Ort der Ausstellung war die
VHS vom 22. Oktober bis 15. Dezember
2013 Vernissage erfolgte im Beisein der
Leiterin der VHS Christiane Wiebe. Leider waren wir trotz Benachrichtigung der
Presse und entsprechender Ankündigung
weitgehend unter uns. Die Ausstellung war
zu den üblichen Öffnungszeiten zugänglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHS berichteten von zahlreichen
Besuchern.
Wenn wir auch über die Zahl der Besucher wenig aussagen können, die Qualität
der Rückmeldungen war ausschließlich begeistert. Mit diesem Beitrag zum Jahr der
Wissenschaft können wir zufrieden sein.
Die Zukunft der Ausstellung:
Die Bilder sind derzeit in der Sternwarte eingelagert. Einige der Bilder werden in
der Sternwarte aufgehängt und über das Jahr
ausgewechselt.
Von den Stadtteilkoordinatoren aus Travemünde wurde Interesse an der Ausstellung,
zumindest an Teilen gezeigt. Vorbereitungen
laufen, einen Teil der Bilder möglicherweise
in der Alten Vogtei auszustellen.
– 15 –
Juniorcampus
Der Juniorcampus der Fachhochschule
veranstaltet 2013 einen Wettbewerb in einer
großen Zahl von Kitas zum Thema „Sonne,
Mond und Sterne“.
Volkmar Andres schulte die Erzieherinnen an 2 Terminen. Danke dafür.
Frau Mahncke, Koordinatorin des Juniorcampus berichtet von einer regelrechten
Welle in den Kitas. Ganze Kitas wurden zum
Universum erklärt.
Der Wettbewerb, in dem die verschiedensten Aktivitäten der Kitas prämiiert werden,
findet seinen Abschluß am 22. März 2013. Die
Sternwarte beteiligt sich an den Preisen. Wir
stellen 2 kostenlose Führungen zur Verfügung.
Ich werde diesen Part wahrnehmen. Ebenso
werde ich mich an der Jury beteiligen, die am
7. und 8. März die Preisträger auswählt.
Ulrich Bayer
Pressereferent der Sternwarte Lübeck
Gerätewart
Im vergangenen Jahr wurde die Vortrags­
technik weiter ergänzt. Dazu wurde eine
drahtlose Mikrofonanlage und ein BluRay-Player beschafft. Außerdem wurde
eine Videokamera gekauft, um Vorträge im
Vorwege zu analysieren und gegebenenfalls
zu verbessern.
Die Fernrohrtechnik wurde um ein Filterrad und verschiedene Filter ergänzt.
Nach wie vor gibt es die Möglichkeit gebrauchte Fototechnik aus dem Vereinsbestand zu erwerben. Interessenten können
sich an den Gerätewart wenden.
Aus beruflichen Gründen werde ich ab
sofort das Amt an Christoph Quandt abgeben. Für seine zukünftige Tätigkeit wünsche
ich ihm alles Gute.
Johannes Kühnel
Gerätewart
Fachgruppe Digitale Astrofotografie
Forum für digitale Astrofotografie
Die Treffen stehen jedem Astro-Foto-Interessierten – gleich welchen Kenntnisstandes –
offen. Ziel dieser Gruppe soll es sein, ein regelmäßiges und festes, vereinsinternes Forum
für digitale Astrofotografie und den entsprechenden Verarbeitungstechniken zu bilden.
Nicht jeder muss das gleiche Rad für sich selbst neu erfinden, die Themen und Anwendungen
der einzelnen Programme sind komplex genug. Wir setzen daher auf Zusammenarbeit,
Arbeitsteilung, Austausch von Erfahrungen und gegenseitige Hilfestellungen sowie auf das
Einbringen erworbenem Wissens.
Aufgabenbereiche der Gruppe sind:
• DSLR- und Videoastronomie, CCD oder CMOS
• Autoguiding
• digitale Aufnahmetechniken
• digitale Verarbeitungstechniken von Aufnahmen
Die Gruppe trifft sich jeweils donnerstags, zwei Wochen nach dem Astro-Abend.
Kontakt: Torsten Brinker • [email protected]
Der Wegweiser zur Sternwarte
Pferdekopfnebel vom 02.02.2013 in Kühlungsborn, 2x 2min, 1x 3min, 2x 4min bei ISO 800 (Ralf Biegel)
– 16 –
Wie man leicht erkennen kann, befindet sich im Wegweiser zur Sternwarte eine
Schneewehe. Der große Vorteil ist, dass die
Schrift Sternwarte durch den hellen Hintergrund wieder lesbar ist. Der Vorstand erkannte sofort das Potential und beschloss,
den Wegweiser wieder zu reaktivieren. Besucher brauchen dann nicht mehr zu befürchten, an der Sternwarte vorbeizulaufen.
Um den schönen Schnee-Kontrast dauerhaft beizubehalten, wird noch vor Ende
der Frostperiode ein Kühlaggregat installiert, damit der Schnee im Sommer nicht
wegschmilzt.
Torsten Lohf
– 17 –
Astro Aktuell
Auf- und Untergangszeiten für Sonne und Mond sind für Lübeck gerechnet.
Internet: www.sternwarte-luebeck.de/himmel/auf-und-untergang.html
Die Kürzel hinter den Planetennamen beziehen sich auf die angegebene Uhrzeit:
Aufgang – Planet im Osten; Kulmination – Planet im Süden; Untergang – Planet im Westen
Alle Uhrzeiten beziehen sich auf die aktuell gültige Ortszeit.
Mai 2013
Sonne, Mond und Planeten
Datum
10.05.
Aufgang
05:23
Untergang
21:05
20.05.
05:07
21:21
31.05.
04:54
21:37
02.05.
10.05.
18.05.
25.05.
31.05.
Merkur
Venus
Jupiter
Saturn
Sonne
Mittag
Zeit
Höhe
13:14
53,9°
13:14
56,2°
Dämmerung
Morgen
Abend
01:54
00:44
immer
immer
13:15
58,1°
immer
immer
Mond
Aufgang
Untergang
Transit
Höhe
Phase
02:24
12:16
07:15
23,1°
Letztes Viertel
05:37
21:41
13:35
54,4°
Neumond
13:01
02:01
19:48
41,4°
Erstes Viertel
21:55
05:16
01:02
17,1°
Vollmond
01:20
12:37
06:52
30,3°
Letztes Viertel
Planetensichtbarkeit
am
um
am
um
Helligkeit (mag)
U
23.05. 22:31 31.05. 23:10
-0,4
U
01.05. 21:25 15.05. 22:45
-3,9
U
01.05. 23:50 15.05. 23:09
-1,9
U
01.05. 06:16 15.05. 05:15
0,3
Mars, Uranus und Neptun sind im Mai nachts unbeobachtbar
Ereignisse, Meteorströme
04.05.
10.05.
11.05.
11.05.
12.05.
16.05.
20.05.
24.05.
26.05.
28.05.
02:00
21:00
04:00
00:0005:00
22:00
22:00
22:00
Maximum der Eta-Aquariden, es werden ca. 40 Objekte pro Stunde erwartet, sehr
schnelle Meteore (ca. 60 km/s) mit auffallend langen Leuchtspuren. Der Radiant liegt
horizontnah, daher schwierig zu beobachten.
Ringförmige Sonnenfinsternis, von Europa aus unbeobachtbar, Möglichkeiten dazu
bestehen in Australien und Melanesien.
Merkur in oberer Konjunktion mit der Sonne
Mond 1,4° südlich von Venus
Mond 4,0° südlich von Jupiter
Merkur im Perihel
1. Maximum der Scorpius-Sagittarius-Meteore, mittelschnelle Objekt (ca. 30 km/s) beste
Beobachtungszeit von Mitternacht bis gegen 05:00 Uhr.
Merkur 1,4° nördlich von Venus
Merkur 2,5° nördlich von Jupiter
Venus 1,0° nördlich von Jupiter
– 18 –
Juni 2013
Sonne, Mond und Planeten
Datum
10.06.
20.06.
30.06.
Aufgang
04:47
04:45
04:50
08.06.
16.06.
23.06.
30.06.
Aufgang
04:53
13:08
21:34
00:53
Merkur
Venus
Saturn
Uranus
Neptun
U
U
U
A
A
Sonne
Mittag
Dämmerung
Untergang
Zeit
Höhe
Morgen
Abend
21:47
13:17
59,2°
immer
immer
21:52
13:19
59,6°
immer
immer
21:52
13:21
59,3°
immer
immer
Mond
Untergang
Transit
Höhe
Phase
21:24
13:08
56,3°
Neumond
—
19:14
34,2°
Erstes Viertel
04:56
—
—
Vollmond
14:04
07:11
42,4°
Letztes Viertel
Planetensichtbarkeit
am
um
am
um
Helligkeit (mag)
01.06. 23:13 14.06. 23:11
0,5
01.06. 22:46 30.06. 23:02
-3,8
01.06. 04:09 15.06. 02:02
0,5
15.06. 02:08 30.06. 01:10
5,8
15.06. 01:02 30.06. 23:59
7,9
Mars und Jupiter sind im Juni unbeobachtbar
– 19 –
August 2013
Ereignisse, Meteorströme
12.06
13.06.
14.06.
19.06.
19.06.
19:00
18:00
22:00
Merkur in größter östlicher Elongation
Venus im Perihel mit einem Abstand zur Sonne von 107 Millionen Kilometern
2. Maximum der Scorpius-Sagittarius-Meteore, relativ langsame Objekte mit ca. 26 km/s
Jupiter in Konjunktion mit der Sonne
Mond 3,6° südlich von Saturn
20.06.
22:00
Merkur 1,9° südlich von Venus
21.06.
07:04
Sommeranfang; Sonne im Sommerpunkt; Sommersonnenwende
Juli 2013
Sonne, Mond und Planeten
Datum
10.07.
20.07.
31.07.
Aufgang
04:59
05:12
05:29
08.07.
16.07.
22.07.
29.07.
Aufgang
05:25
14:36
20:50
23:48
Merkur
Venus
Mars
Jupiter
Saturn
Uranus
Neptun
A
U
A
A
U
A
A
Sonne
Mittag
Untergang
Zeit
Höhe
21:45
13:23
58,3°
21:34
13:24
56,7°
21:16
13:24
54,3°
Mond
Untergang
Transit
Höhe
21:20
13:28
53,8°
00:26
19:35
23,0°
05:01
—
—
14:09
06:39
48,7°
Planetensichtbarkeit
am
um
am
um
30.07. 04:14
01.07. 23:02 31.07. 22:19
20.07. 03:35 31.07. 03:26
15.07. 03:59 31.07. 03:12
01.07. 02:08 15.07. 01:13
01.07. 01:06 15.07. 00:07
01.07. 23:55 15.07. 22:59
Dämmerung
Morgen
Abend
immer
immer
immer
immer
immer
immer
Phase
Neumond
Erstes Viertel
Vollmond
Letztes Viertel
Helligkeit (mag)
0,1
-3,9
1,6
-1,9
0,6
5,8
7,8
Ereignisse, Meteorströme
02.07.
05.07.
09.07.
17.07.
22.07.
28.07.
28.07.
30.07.
30.07.
31.07.
02:00
17:00
21:00
00:00
22:00
00:00
Pluto in Opposition zur Sonne
Erde im Aphel, Abstand von der Sonne ca. 152 Millionen Kilometer
Merkur in unterer Konjunktion mit der Sonne
Mond 4,3° südlich von Saturn
Mars 0,8° nördlich von Jupiter
Mond 3,4° nördlich von Uranus
Maximum der Delta-Aquariden, ca 20 Sternschnuppen pro Stunde
Maximum der Alpha-Capricorniden, nur ca. 10 Objekte pro Stunde, relativ langsam mit 25 km/s
Merkur in größter westlicher Elongation
Mars hat erst 26° westliche Elongation erreicht
– 20 –
Sonne, Mond und Planeten
Datum
10.08.
20.08.
31.08.
Aufgang
05:47
06:04
06:24
06.08.
14.08.
21.08.
28.08.
Aufgang
05:23
14:52
20:14
23:33
Merkur
Venus
Mars
Jupiter
Saturn
Uranus
Neptun
A
U
A
A
U
A
A
Sonne
Mittag
Untergang
Zeit
Höhe
20:57
13:22
51.6°
20:36
13:20
48,4°
20:10
13:17
44,6°
Mond
Untergang
Transit
Höhe
20:19
12:57
49,3°
23:39
19:18
18,2°
06:04
01:08
28,0°
15:04
06:56
54,9°
Planetensichtbarkeit
am
um
am
um
01.08. 04:14 13.08. 04:55
01.08. 22:17 15.08. 21:49
01.08. 03:25 15.08. 03:16
01.08. 03:09 15.08. 02:28
15.08. 23:09 31.08. 22:08
01.08. 23:00 15.08. 22:05
26.08. 20:08
Dämmerung
Morgen
Abend
02:52
23:59
03:32
23:05
04:07
22:25
Phase
Neumond
Erstes Viertel
Vollmond
Letztes Viertel
Helligkeit (mag)
-0,2
-3,9
1,6
-2,0
0,7
5,8
7,8
Ereignisse, Meteorströme
04.08.
05.08.
09.08.
12.08.
04:00
05:00
21:00
03:00
12./13.08.
21.08.
24.08.
27.08.
31.08.
17:00
23:00
04:00
19:00
Mond 5,4° südlich von Jupiter
Mond 4,9° südlich von Merkur
Mond 6,0° südlich von Venus
Merkur im Perihel
Maximum der Perseiden, bis zu 100 Meteore pro Stunde, auch helle Objekt mit 0,0
mag und heller, sogenannte Feuerkugeln oder Boliden können erwartet werden. Recht
schnelle Objekte mit ca. 60 km/s. Ursprungskomet ist 109P/Swift-Tuttle.
Beste Beobachtungszeit zwischen 23:00 und 05:00 Uhr.
Mond 5,6° nördlich von Neptun
Merkur in oberer Konjunktion mit der Sonne
Neptun in Opposition zur Sonne
Mond 4,5° südlich von Jupiter
Nur von Mai bis Juli können Nachtleuchtende Wolken beobachtet werden (Oliver Paulien)
– 21 –
Berichte
Eine spanische Nacht und ein weißer Zwerg
von Oliver Paulien
Der 16. August 2012 war ein Sommertag wie er im Buche stand. Tagsüber hatten
wir +33 Grad Celsius im Schatten und einen stahlblauen Himmel. Und so freuten
wir uns auf eine kühle und klare Nacht in
unserer Sternwarte Lübeck. Die Sonne ging
um 20:47 Uhr grell am Horizont unter. Um
21:30 Uhr traf Christoph Quandt ein und
wir wollten die Deep-Sky Objekte des Sommerhimmels beobachten. Bei der Beobachtung der hellen Sterne mit dem bloßen Auge
stellten wir fest, das typische flackern der
Sterne war nicht mehr da. Das war nach so
einem heißen Tag sehr ungewöhnlich. In der
Kuppel zeigte das Thermometer um 22:30
Uhr immer noch +25 Grad an. Das Band der
Milchstraße war bis hin zum Horizont zu
sehen. Der Lagunennebel M8 im Sternbild
Schütze war mit dem bloßen Auge zu sehen.
Das geht nur bei extrem trockener Luft aus
der Stadt heraus.
Genau im Zenit stand gegen Mitternacht
das Sternbild Leier. In der Leier findet man
den berühmten Planetarischen Nebel M57.
Er ist 1800 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Mit einer Helligkeit von 8.8 Mag. ist er recht
hell. Wir stellten im CDK 20 den M57 ein.
Bei 250x Vergrößerung stand ein großer,
heller Ring im Okular.
Das Bild war brillant scharf und so
steigerten wir die Vergrößerung nach und
nach immer höher. Mit unserem 5mm Nagler Okular erreichten wir schließlich eine
691fache Vergrößerung. Das Bild war immer
noch perfekt! Und dann passierte es, wie ein
Leuchtturm im All blinkte der Weiße Zwerg
von M57 mit einer Helligkeit von 14.7 Mag.
durch. Im Ringnebel waren deutliche Schattierungen zu sehen. Noch nie hatten wir den
Zentralstern aus der Lichtglocke heraus gesehen. Christoph bestätigte die Sichtung.
Uns war irgendwie klar, das war eine ganz
besondere Nacht. Um 02:00 Uhr beendeten
wir dann unsere spanische Nacht und fuhren heim. Schließlich sollte um 05:30 Uhr
der Wecker den neuen Arbeitstag einläuten.
Den Rest der Nacht träumten wir dann von
Leuchttürmen im All…
Frust, Hoffnung, Alarm und die Erlösung
von Oliver Paulien
Nachdem die letzte Herbst / Wintersaison 2012 so gut wie keine vernünftige
Beobachtung zuließ, machte sich bei vielen
visuellen Beobachtern und Photonensammlern im Verein großer Frust breit. Seit Ende
August 2012 war kein klares Wochenende
mehr da gewesen. Woche für Woche wurden
diverse Satellitenbilder, Wetterprognosen
usw. ausgewertet. Im Januar 2013 konnten
wir dann tatsächlich bei minus 15 Grad eine
halbe Nacht den Wintersternhimmel genießen. Von den Frostschäden an den Füßen
mal abgesehen war das schon mal ein kleiner Hoffnungsschimmer. Aber dann verließ
uns wieder das Glück. Nebel, Regen, Sturm
und Graupelschauer gaben sich die Ehre,
Woche für Woche. Aber dann kam der 2. Fe-
bruar 2013. Morgens um 09:30 Uhr trafen
sich unsere Marathonläufer des Vereins im
Wald zum gemeinsamen Lauftraining. Ans
Beobachten hat da noch niemand gedacht.
Gegen 13:00 Uhr wurde zu Hause erneut ein
aktuelles Satellitenbild aufgerufen. Was war
das denn? Von Norwegen zog eine Kaltfront
direkt auf Schleswig-Holstein zu. Eine Zone
von gut 600 Kilometern Länge und 200 Kilometern Breite, glasklarer und trockener
Polarluft machte sich auf den Weg zu uns.
Alarm! Schnell wurde der ASL per Mail und
Telefon informiert. Bei einigen Vereinsmitgliedern löste dieser Alarm allerdings gewisses Kopfschütteln aus. Nun ja, als Wetterprophet im Verein sollte ich mal wieder
Recht haben.
Der Planetarische Ringnebel M57 im Sternbild Leier.
Orion-Nebel M42 , 300 Sek. belichtet nit CLS Filter bei ISO 800 durch einen 3 Zoll APO von Williams,
Fokal mit 0,8 Reducer und Flatner. Die Brennweite der Aufnahme beträgt dann 697 mm. (Oliver Paulien)
– 22 –
– 23 –
Und das war auch gut so. Und so trafen
am frühen Abend immer mehr Sternfreunde
an unserem Beobachtungsplatz in Utecht ein.
Die Dämmerungsfarben waren irgendwie
nicht von dieser Welt. So kam es uns jedenfalls nach so einer langen Durststrecke vor.
Die Erlösung war endlich da und eine super
klare Nacht folgte.
Mit Christoph Quandts 12 Zoll Dobson
wurden Details sichtbar, die wir so visuell
in vielen Deep-Sky Objekten noch nie gesehen hatten. Bei den Galaxien M51 und
M33 wurden deutlich die Spiralarme gesehen. Der Hammer dieser ungewöhnlich
klaren Nacht war dann die Beobachtung von
M42. Beim Blick durch ein 41mm Panoptikokular in Verbindung mit einem O3 Filter
erschien der Orionnebel als riesige helle
geschlossene Blase. Im Zentrum leuchtete die Zentralregion in einem grünlichen
Licht. Staubwolken und gewaltige Gasmassen waberten durchs Fernrohr. Das war ein
grandioser Anblick, der verzauberte. Die
Schlange am Dobson wurde und wurde
nicht kürzer. Und schnell kam der geheime
Wunsch nach noch mehr Öffnung auf. Wir
dachten im Verlauf der Nacht über 20 bis 28
Zoll nach. Ach können Träume nicht schön
sein, und so verflog der Frust der letzten 20
Wochen wie von selbst.
Im Verlauf der Nacht wurden dann noch
viele weitere Objekte des Universums beobachtet. Um 01:45 Uhr bauten wir dann
überglücklich ab. Mit 60054327487,5 Photonen auf der Netzhaut und dem Sensorchip
unserer Canon Kameras fuhren wir nach
Hause. Mal sehen, wann wir wieder Alarm
schlagen können. Hoffentlich nicht erst wieder in 20 Wochen.
Die Gürtelregion des Orion (Tim Sverre Quandt)
– 24 –
– 25 –
Erste Erfahrungen mit dem MGEN-Autoguider von Lacereta
von Torsten Brinker
Des Astrofotografen Last
– Die Vorgeschichte –
Wie oft habe ich mich schon gefragt,
warum ich mir das eigentlich antue. So viel
Aufwand für so wenig Bilder. Klar wird mir
das vor allem bei gemeinsamen Beobachtungen in Utecht. Während die visuell beobachtenden Kollegen entspannt und in
kurzer Zeit ihr Teleskop, am besten einen
Dobson, samt Köfferchen mit Edelokularen
aufgebaut haben, komme ich mir vor wie ein
Umzugsunternehmer.
Deepskyfotografie erfordert nicht nur
eine parallaktische, auf die Erdachse ausgerichtete Montierung, man muss auch
für eine punktgenaue Nachführung mittels
Nachführkamera an einem zweiten Teleskop, dem Leitrohr, sorgen. Also heißt es
jedes Mal die parallaktische Montierung
aufbauen und einnorden, Gegengewichte
ran, Doppelaufnahme samt Teleskop und
Leitrohr drauf, dann das Ganze ausbalancieren. Stromversorgung aufbauen. GOTOSteuerung initialisieren und Montierung an
2-3 Sternen ausrichten. Spiegelreflexkamera
(DSLR) und Nachführkamera einsetzen und
grob scharfstellen. Laptop auf separatem
Tischchen aufbauen und hochfahren, dann
die Kabel für die Kameras als Stolperleine
zur Montierung spannen. Beide Kameras an
einem hellen Stern sauber fokussieren und
sich ärgern, wenn man den Stern nicht im
Leitrohr sieht, weil man in der Nacht davor
die Leitrohrschellen zu sehr verstellen musste, um einen brauchbaren Stern zu finden.
Jetzt wird das Zielobjekt angefahren und der
Kameraausschnitt eingestellt, ein Leitstern
im Leitrohr gesucht und die Nachführung
über den Laptop kalibriert. Nachdem dann
noch die Aufnahmeserie für die DSLR programmiert wurde, kann es endlich mit dem
ersten Foto losgehen. Um überhaupt so
weit zu kommen, musste vorher natürlich
die ganze oben genannte Ausrüstung ins
Auto verladen werden. Sie muss auch wieder komplett abgebaut, ins Auto verladen
und zuhause wieder an ihren Platz getragen
werden. Welch ein Wahnsinn…
Währenddessen sind von der Dobsonfront schon die lange die ersten „Ooohs“ und
„Aaahs“ zu hören und „Das musst Du Dir
unbedingt mal anschauen…“. Man diskutiert,
ob noch die letzte Schraube zur Vermeidung
von Reflexen mit schwarzem Lack zu versehen ist und philosophiert über Verbesserungen der Friktionslager, die das schwere
Edelokular im Edeldobson in Horizontnähe
halten müssen (keine Sorge Christoph, ich
nenne hier keine Namen :-). Um ehrlich zu
sein, manchmal beneide ich unsere visuellen
Beobachter darum. Sie haben einfach mehr
Zeit für das Wesentliche. Manchmal möchte ich meine ganze Ausrüstung gegen einen
Dobson tauschen und mir die Schlepperei
und Zeit beim Auf- und Abbauen ersparen.
Selbst zuhause, wo ich auf meiner Terrasse
fotografieren kann, habe ich mir so manche
Gelegenheit entgehen lassen, weil mir der
Aufwand einfach zu hoch war.
Ganz und gar nicht lustig fand ich es
dann, als im Dezember bei ca. -15° Außentemperatur mein Computer den Dienst versagte und mir die kaum begonnene Aufnahmeserie ruinierte. Zum Glück passierte das
zuhause und ich konnte nach einer Stunde
im Warmen den Computer wieder benutzen. Also von vorne: Rechner hochfahren,
ausrichten, kalibrieren, weiterfotografieren.
Doch obwohl mein Rechner in eine Decke
gehüllt war, stieg er wieder aus und ich baute
schließlich frustriert ab. Als sich dasselbe
in der nächsten Nacht wiederholte, war das
– 26 –
Maß voll. So konnte es nicht weitergehen,
eine andere Lösung musste her.
Ich erinnerte mich an Berichte über sogenannte Standalone-Autoguider, also Nachführsysteme, die ohne Rechner auskommen
und die Montierung punktgenau nachführen
sollten. Nach einiger Recherche fiel meine
Wahl auf den MGEN-Autoguider von Lacerta, der die besten Ergebnisse versprach.
Kleines Kästchen – Große Wirkung
– Der MGEN-Autoguider in der Praxis –
Der MGEN-Autoguider besteht aus einer
kleinen Nachführkamera mit T2-Anschluss
und einem lichtempfindlichen CCD-Chip
von Sony sowie einer kleinen Handsteuerbox, die alle Aufgaben des Computers übernimmt [1]. Er wird wie die Montierung über
den 12V-Akku mit Strom versorgt und findet
auf der Ablage der Montierung Platz oder
kann mit einer fest angebauten Schlaufe an
die Montierung gehängt werden. Mit etwa
2W Leistung braucht er weit weniger Strom
als mein gefräßiger Laptop. Die Kabel laufen
auf kurzen Wegen von der Handsteuerbox
zur Montierung und der Nachführkamera,
Stolperleinen werden vermieden. Alle Montierungen mit gebräuchlicher ST4-Schnittstelle können verwendet werden, andere
Protokolle werden nicht unterstützt. Der
MGEN übernimmt sogar die komplette Aufnahmesteuerung meiner DSLR einschließlich Spiegelvorauslösung, es ist kein separater Timer nötig. Mit der aktuellen Firmware
V 2.03 stehen jetzt 4 individuell einstellbare
Programme zur Aufnahmesteuerung zur Verfügung, die auch noch miteinander kombiniert werden können.
Sechs Tasten mit LED und ein orangefarbenes Display bieten Zugriff auf alle Funktionen, die in übersichtlichen Menüs angeordnet sind. Kein Laptopbildschirm stört die
Dunkeladaption der Augen. Alle Begriffe im
Display sind zwar englischsprachig und häu-
fig abgekürzt, aber eine deutschsprachige,
gut gegliederte Bedienungsanleitung mit
vielen ‚Screenshots‘ (neudeutsch für Bildschirmfoto) macht den Umgang mit dem
MGEN verständlich. Das Display zeigt auch
ein Livebild der Kamera, über das fokussiert
wird, Fokussierokulare wie bei Konkurrenzprodukten sind nicht notwendig. Statt dessen
bietet der MGEN eine Feinfokussierhilfe in
Form einer Glockenkurve, die anzeigt, dass
der beste Fokus erreicht ist, sobald die Kurve
am schmalsten und der Ausschlag am größten ist (ähnlich FWHM-Wert in MaximDL
und anderen Programmen).
Ein Leitstern kann manuell oder automatisch gesucht werden. Hierzu werden die
Kameraempfindlichkeit und die Belichtungszeit im Bereich von 0,1 bis 4,0 Sekunden
angepasst und Hotpixel automatisch ausgeschlossen. Auf alle Nachführparameter wie
Aggressivität, Toleranzen und Nachführmodus hat der Nutzer vollen Zugriff, und zwar
getrennt für R.A.- und DEC- Achse. Alle Einstellungen lassen sich in sogenannten Profilen speichern. So kann man z.B. in einem
Testprofil neue Einstellungen austesten ohne
alte Einstellungen verwerfen zu müssen oder
man erstellt sich ein Profil für sein Leitrohr,
ein Zweites für einen Off-Axis-Guider am
Hauptrohr und ein Drittes für die Nachführung am TEC-Refraktor in der Kuppel.
Während der obligatorischen Kalibrierungsphase testet der Autoguider, in welche
Richtung sich der Leitstern bewegt, wenn
er die Motoren der Montierung ansteuert.
Danach beginnt die Nachführung und es werden sofort Korrekturbefehle an die Montierung gegeben, sobald der Leitstern versucht,
aus seiner Sollposition auszubrechen. Sollte
sich eine Wolke vor den Leitstern schieben,
bleiben die Korrekturen solange aus, bis der
Leitstern wieder auftaucht.
Für eine aktive Hot- und Coldpixel-Beseitigung (helle oder dunkle kaputte Pixel
– 27 –
auf dem Kamerachip der DSLR) gibt es ein
zuschaltbares sogenanntes Dithering. Diese
Funktion verschiebt nach jeder Aufnahme
den Leitstern um eine einstellbare Pixelweite.
Damit verschieben sich die Sterne auf jedem
Bild um einen kleinen Betrag. Aktuelle Stackingprogramme erkennen das problemlos
bei der Bildbearbeitung und legen die Einzelaufnahmen exakt übereinander zu einer
Gesamtaufnahme. Die Hot- und Coldpixel
liegen bei diesem Prozess aber immer an anderen Stellen und lassen sich als Ausreißer
erkennen und beseitigen.
Kurz, aber Oho?
– Ein Sucher als Leitrohr –
Mein altes, klassisches Leitrohrsystem
besteht aus einem 80mm-Refraktor mit
f=560mm Brennweite, einer ALCCD5-Kamera von Astrolumina und der kostenfreien
Software PHD von Stark Labs [2]. Beworben
wird aber der MGEN u.a. damit, dass man
kein massives Leitrohr mehr braucht, sondern ein normaler 9x50-Sucher mit nur etwa
180mm Brennweite ausreichen soll, um bis
zu 2000mm Hauptrohrbrennweite nachzuführen! Ein spezieller Adapter wird hierfür
angeboten. Ich war skeptisch, ist doch häufig
in der Literatur und Internetforen zu lesen,
dass die Nachführbrennweite mindestens
die halbe Hauptrohrbrennweite betragen
soll. Hier wäre die Nachführbrennweite
Lacerta MGEN Handsteuerbox
mit Kamera am 9x50-Sucher
mehr als 10x so klein! Allerdings hätte die
Nachführung über einen Sucher eine Reihe
bemerkenswerter Vorteile:
• Hohe Lichtstärke: Ein Sucher mit
f=180mm Brennweite und 50mm Öffnung
hat mit f/3,6 ein ausgesprochen lichtstarkes
Öffnungsverhältnis. Es ist im Vergleich mit
meinem f/7 Leitrohr mehr als 3x so lichtstark. Auch schwächere Sterne werden
nutzbar.
• Großes Gesichtsfeld: Die kurze Sucherbrennweite ermöglicht der Nachführkamera ein großes Gesichtsfeld. Im Vergleich zu meinem Leitrohr mit f=560mm
ist es etwa 9x größer. Die Chance, einen
brauchbaren Leitstern zu finden, ist damit
entsprechend höher. Die mühsame Suche
über das Verstellen der Leitrohrschellen
entfällt meistens. Bei Bedarf kann die Lage
des Suchers in der Sucherhalterung aber
ebenfalls angepasst werden.
• Kostenersparnis: Ein Sucherteleskop wird
in den meisten Fällen mit dem Hauptteleskop mitgeliefert. Die Kosten für Doppelaufnahme, separatem Leitrohr mit Leitrohrschellen und eigener Nachführkamera
können ebenso entfallen wie der Laptop
und ein meist notwendig gewordenes zusätzliches Gegengewicht. Das kompensiert
meistens die recht hohen Anschaffungskosten für den MGEN. Das trifft natürlich nur
zu, wenn man sein System von Anfang an
so plant und nicht wie ich erst hinterher
klug wird!
• Gewichtsersparnis: Es entfallen die
Doppelaufnahme, das Leitrohr, die Leitrohrschellen und ein zusätzliches Gegengewicht. Bei mir beträgt die Gewichtsersparnis zusammen mit dem entfallenen
Rechner und Tisch satte 15kg!
• Zeitersparnis: Es muss nicht mehr die
Leitrohrausrüstung transportiert und
montiert werden. Einfach den Sucher mit
fest montierter Nachführkamera in den
– 28 –
Sucherschuh gesteckt – fertig! Das Fokussieren der Nachführkamera entfällt, weil
die Kamera am Sucher montiert bleiben
kann. Die Leitsternsuche geht aufgrund
des großen Gesichtsfeldes schneller. Für
mich ist die Zeitersparnis das wichtigste
Argument!
• Höhere Stabilität der Montierung: Wer
fotografiert, sollte die Tragkraft seiner
Montierung nicht ausreizen. Wegen der
fehlenden Leitrohrausrüstung muss die
Montierung deutlich weniger Gewicht tragen. Andersherum muss man sich nicht
mehr nur wegen der Nachführkontrolle
eine größere Montierung zulegen. Das
System ist weniger windanfällig als mit
einem großen Leitrohr. Weniger windanfällig auch, da wegen der entfallenen
Doppelaufnahme das Hauptrohr näher an
der R.A.-Achse sitzt und damit der „Hebel“ kürzer wird.
Stellt sich aber die Frage, ob eine Nachführkamera an einer derart kurzen Brennweite von f=180mm Positionsabweichungen
feinfühlig genug erkennen kann. Abweichungen von der Sollposition werden dadurch erkannt, dass sich die Helligkeitsverteilung eines Leitsterns, der auf mehreren
Kamerapixeln abgebildet wird, auf eben
diesen Pixeln verschiebt. Immerhin hat die
MGEN-Kamera sehr kleine Pixel mit einer
Kantenlänge von p=4,85 µm. Im Vergleich
dazu ist die Kantenlänge meiner alten ALCCD5 mit 5,2 µm ein wenig länger. Die Winkel α, der am Himmel auf einem Pixel der
MGEN-Kamera abgebildet wird, ist:
[3]
(Anm.: Einheiten p in [µm], f in [mm], α in Bogensekunden [“];1“ = 1 Bogensekunde ist der 3600ste Teil eines
Winkelgrades).
Wenn die Luftunruhe nun ein fast punktförmiges Sternchen auf typischerweise etwa
3“ verschmiert, passt dieses Sternchen locker
auf ein einziges Pixel. Feine Positionsverschiebungen würden auf Kosten der Nachführgenauigkeit evtl. nicht mehr erkannt
werden. Selbst wenn man in Betracht zieht,
dass die Sucheroptik technisch nicht perfekt
ist und außerdem nicht farbrein sein dürfte (Höfe um die Sterne), sollte der weitaus
größte Teil des Sternenlichts auf nur einem
Pixel zu liegen kommen. Tatsächlich empfiehlt der Hersteller zur Vorbeugung eine
leichte Defokussierung des Suchers. Das soll
sicher stellen, dass ein Leitstern immer auf
mehreren Pixeln abgebildet wird. Fokussiert
wird der Sucher, der ja über keinen Okularauszug verfügt, über das aufgeschraubte
und mit einem Ring gekonterte Objektiv.
Das ist in der Praxis ein bisschen kniffelig,
aber dafür braucht man es nur ein einziges
Mal zu machen.
Das Konzept scheint aufzugehen. Bei
ersten Testfotos (so viel Gelegenheit hatte ich in dieser trüben Saison ja nicht) mit
einer Hauptrohrbrennweite von 710mm
bzw. 1000mm war die Nachführleistung mit
MGEN und Sucher keineswegs schlechter
als die meines alten Nachführsystems – im
Gegenteil (s. Beispielfoto auf Seite 30). Ich
war sofort begeistert. Leitrohr aufstecken,
Leitstern wählen (und nicht suchen!), kalibrieren – fertig! Ich konnte die Vorteile
nutzen, ohne erkennbare Nachteile in Kauf
nehmen zu müssen.
Bei allen Testaufnahmen hatte ich auf
Anhieb jeweils mehrere Leitsterne zur
Auswahl, unabhängig davon, ob das Objekt
innerhalb oder außerhalb der sternreichen
Milchstraße lag – bei einer Belichtungszeit
von max. 1s. Mein Altsystem lieferte hier
maximal einen brauchbaren Stern, oft genug
auch gar keinen. Allerdings ist die Sucherlinse anfällig für Tau. Hier steht bei mir noch
– 29 –
der Bau einer kleinen Tauschutzkappe auf
dem Programm.
Der Montierung auf den Zahn gefühlt
– Analyse von Nachführgenauigkeit und
Getriebefehler –
Der Autoguider bietet weiterhin die
Möglichkeit, alle Nachführaktionen während der Nacht in eigenen Dateien zu protokollieren, um später die Nachführgenauigkeit und Montierungsfehler analysieren zu
können. Ausgelesen werden diese Dateien
mit einem kostenlosen Programm, das von
der Homepage des Herstellers herunterzuladen ist [4]. Dieses Programm dient auch
für Firmware-Updates – die Software des
MGEN wird ständig weiterentwickelt – welche kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung
gestellt werden. Die Protokolldateien werden im Textformt (.csv-Format) vom Autoguider geladen und können mit Program-
men wie Excel gelesen werden. Weiterhin
stellt das Programm fertige Auswertungen
in Diagrammform im HTML-Format zur
Verfügung, die von jedem Internetbrowser
geöffnet werden können. Außerdem gibt es
für die weitere Analyse ist das kostenfreie
Programm von Thomas Tuchan [5].
Diese Programme bieten die Möglichkeit,
Abweichungen beider Montierungsachsen
von der Sollposition grafisch darzustellen.
Ist die Nachführbrennweite bekannt, werden
alle Fehler absolut in Bogensekunden ausgegeben. Mit diesem Programm kann man
wunderbar die Auswirkungen verschiedener
Nachführparameter messen und optimieren,
die im fertigen Bild nur schwer auszumachen
sind. Oder man kann den periodischen Fehler
seiner Montierung ermitteln. Dazu zieht man
einfach das ST4-Steuerkabel zur Montierung
ab und protokolliert die periodische Abweichung des Getriebefehlers in der R.A.-Achse.
MGEN-Nachführprotokoll. Je Aufnahme wird die Abweichung in Pixeln (der Nachführkamera)
und der addierte Fehler, der ohne Nachführung aufgetreten wäre, angezeigt
Der dabei ebenfalls protokollierte Fehler der
DEC-Achse zeigt die Deklinationsdrift infolge unsauberer Einnordung. Eine schöne
Aufgabe für Vollmondnächte, in denen man
eh nicht fotografieren kann. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass natürlich auch
alle anderen klassischen Nachführlösungen
derartige Analysemöglichkeiten bieten.
Summa Summarum
– Mein Fazit –
Dieser Bericht sollte meine ersten Eindrücke schildern. Er ist kein vollständiger Test
aller Belange automatisierter Nachführung
geschweige denn ein objektiver Vergleich
mit anderen etablierten Nachführsystemen.
Meiner Meinung nach hat sich der Lacerta
MGEN-Autoguider zu einer brauchbaren Alternative gegenüber Standardlösungen mit
Rosettennebel NGC 2244, 8x 5 Min., 10“ Newton-Astrograph 710mm / f/2,8,
Canon 1000 Da, Nachführung Lacerta MGEN Autoguider
– 30 –
Laptop gemausert. Er hat die Nachführung
nicht neu erfunden, konnte sich aber problemlos gegenüber meiner Altlösung behaupten.
Vor allem die Nachführung über einen Sucher
statt Leitrohr ist eine echte Vereinfachung.
Der MGEN ist besonders interessant für die
Deepsky-Fotografie mit DSLR. Für Kollegen
mit CCD-Kamera oder Webcam, die ohnehin einen Computer benötigen, ist er eher
uninteressant. Mit einem Preis von z.Zt. ca.
550,-€ ist er kein Schnäppchen, verglichen mit
den Kosten für ein komplettes Nachführsystem mit Leitrohr usw. aber eine interessante
Alternative. Mir – [Selbstmitleidsmodus an]
stressgeplagtem, berufstätigen Familienvater mit entsprechend geringem Freizeitkonto
[Selbstmitleidsmodus aus] – schenkt er vor
allem eins: mehr Zeit für das Wesentliche
meines Hobbys – den Sternenhimmel.
Literaturhinweise und Weblinks:
[1] www.teleskop-austria.at
[2] www.stark-labs.com/phdguiding.html
[3] A. Martin, B. Koch, Digitale Astrofotografie, Oculum-Verlag 2009, 1. Auflage, Formel 5, S. 42
[4] www.teleskop-austria.at/information/ccd-standalone-hu/pdf/
[5] www.sternhimmel-ueber-ulm.de/scratch/Lacerta.zip
– 31 –
Serien
Das Sternbild Lupus
Herkunft, Mythologie, Beobachtungshinweise
von E.-Günter Bröckels
Das Sternbild Lupus – Wolf – fristet heute ein kaum beachtetes Dasein am Sternenhimmel. Nordeuropäern ist es aus mehreren
Gründen fast unbekannt. Zum ersten gehört
es dem Südsternhimmel an und besteht zum
anderen aus einer nicht besonders auffälligen
Sternenkonstellation. Nur drei Sterne sind heller als 3ter Größe. Noch vor 2000 Jahren war
das Sternbild Wolf auch von Südeuropa aus
vollständig sichtbar. Bedingt durch die Auswirkungen der Präzession ist der Wolf nach
Süden abgewandert. Im südlichen Europa,
Südspanien, Balearen, Stiefelspitze Italien und
Griechenland ist der Wolf jedoch auch heute
noch teilweise sichtbar. Erst unterhalb von
35° nördlicher Breite, das entspricht der Lage
der Insel Kreta, kommt dieses Sternbild voll
über den Horizont, ist dann aber ab 60° Süd
zirkumpolar. Um Letzteres zu erleben muss
man sich allerdings auf die Süd-Shetland-Inseln nahe dem Südpolarkreis begeben.
Das Sternbild Wolf ist eines der ältesten
Sternbilder und wird schon im 48 Sternbilder
umfassenden Katalog des Ptolemäus beschrieben. Für den nordeuropäischen Raum kam
das Sternbild erst um 1690 in die Sternatlanten. Einer der Ersten war Johannes Hevelius,
der dieses Sternbild, neben einigen anderen
südlichen Sternbildern, in seinen Sternatlas
übernommen hat. In diesem Atlas sind die
Sternbilder alle, wie es zu Hevelius Zeiten
üblich war, seitenverkehrt gezeichnet, so wie
man sie von der anderen Seite der Himmelsphäre, quasi aus „Gottes Sicht“ sehen würde.
So sind sie auch zu sehen auf den im Dresdener Zwinger ausgestellten Himmelsgloben. Auch im Internet wird dieses Sternbild
beschrieben, wobei in sehr vielen Beiträgen
einfach Textpassagen anderer Autoren kopiert
und ohne Quellenangaben veröffentlicht wurden. Wer da bei wem abgekupfert hat, lässt
sich dabei nur noch sehr schwer ermitteln.
– 32 –
Die klassische griechische Mythologie
übermittelt nach dem von 276 bis 194 vor
Christus in Alexandria lebenden Griechen
Eratostenes folgende Geschichte zum Sternbild Wolf:
Lykáon, ein Sohn des Pelasgos und der
Oceanide Meliboia, ist König von Arkadien.
Als Vater von 50 Söhnen und mindestens
einer Tochter führt er ein gefürchtetes blutrünstiges Regime. Zeus verliebt sich ausgerechnet in diese schöne Königstochter und
sie gebiert ihm einen Sohn mit Namen Arkas.
Als Zeus wieder einmal in Menschengestalt
nach Lykosura kommt um seine Geliebte
zu besuchen, gibt er den Bewohnern ein
Zeichen, woran sie ihn erkennen und sie
verehren ihn kniend. Lykáon verweigert
hochmütig Zeus die Huldigung und macht
sich über die Verehrung des Zeus durch das
Volk noch lustig. Um zu prüfen, ob es sich
tatsächlich um den Göttervater handelt, lädt
er Zeus zum Mahl in den Palast. Er tötet und
zerstückelt seinen Enkel Arkas und lässt diesen als Mahlzeit zubereitet dem Zeus vorsetzen. Dieser müsse ja als Gott die Speisen
erkennen. Zeus erkennt sofort das Fleisch
seines Sohnes. Außer sich vor Zorn zerstört
Zeus den Palast, legt ihn mit seinen Blitzen
in Schutt und Asche und tötet die Söhne des
Lykáon ebenfalls mit seinen Blitzen.
Lykáon aber verwandelt er in einen Wolf.
Dann setzt er die Teile seines Sohnes wieder
zusammen und übergibt ihn der Plejade Maja
die ihn liebevoll aufzieht. Den Wolf hingegen
gibt er unter die Aufsicht des Centauren Chiron, der ihn von nun an bis in alle Ewigkeit mit
spitzer Lanze zur Abschreckung aller Übeltäter bewacht. Chiron und der Wolf wurden als
sichtbare Zeichen unter die Sterne versetzt.
Nach einer weiteren griechischen Sage
wird dieser Wolf mit Therion, also einem
nicht genauer bezeichneten wilden oder reißenden Tier bezeichnet und von den Centauren den Göttern geopfert. In der figürlichen
– 33 –
Lupus
Centaurus, Lupus & Crux
Ea (Babilonian) − EnKi (Sumerian)
Sternendarstellung dieser Version ersticht
der Zentaur gerade den zu opfernden Wolf
mit seinem efeuumwundenen Speer, dem
Thyrsos. Zu dieser Zeit wurden Zentaur und
Therion auch schon mal als gemeinsames
Sternbild gesehen zusammen mit dem
Sternbild Altar, auf dem dieses Tier geopfert
werden sollte. Einen Hinweis hierauf liefert
Hygin, der den Wolf in seiner Beschreibung
einfach „Opfer“ nennt.
Im Internet habe ich Hinweise auf Mythologien anderer Völker gefunden, die teilweise
aber sehr mit Vorsicht zu genießen sind.
Die nordischen Völker hatten auch mehrere Beziehungen zum Wolf. Allerdings sahen sie den Wolf bzw. seinen riesigen Rachen
am nördlichen Sternenhimmel. So kennen
nordische Himmelsatlanten einen Kleinen
Wolfsrachen und einen Großen Wolfsrachen. Der Große Wolfsrachen berührte mit
seiner aufgerissenen Schnauze den Himmel
und die Erde gleichzeitig. Sein Sternbild bestand aus den Flügelsternen des Schwans,
also fast beim Kopf des Drachen hoch im
Norden, den Vorderbeinen und dem Bauch
des Pegasus und der Sternenkette der Andromeda und endete im Süden beim Sternbild Perseus. Der Kleine Wolfsrachen wurde
von den Sternen der Hyaden gebildet. Die
hierzu gehörenden Mythologien ranken sich
um den zerstörerischen Wolf Fenrir, einem
Sohn des Tricksters Loki, der, seiner Fesseln befreit, den Untergang der Welt, das
Ragnarök, einleitet. Dies zu verhindern ist
Odins größtes Anliegen. Odin nahm keine
festen Speisen zu sich. Wenn er mit den anderern Göttern in Gladsheim oder mit den
toten Helden in Walhalla feierte, gab er seine
Mahlzeit den beiden Wölfen Geri und Freki,
die ihn ständig begleiteten und beim Mahl
zu seinen Füßen saßen.
Die nordische Wolfsmythologie hat also
auch nichts mit unserem Sternbild Lupus =
Wolf zu tun.
Die Römer hingegen sehen in diesem
Sternbild den Wolf bzw. die Wölfin, welche
die Brüder Remus und Romulus säugte. Und
das kam so:
In Alba longa regierte König Numitor,
der von seinem Bruder Amulius zur Abdankung gezwungen wurde. Als Rea Silvia, die
Tochter des Numitor, von Mars schwanger
wird, fürchtet Amulius um seine Herrschaft
und befiehlt, die gerade geborenen Zwillinge
Remus und Romulus in eine Kiste zu sperren
und im Hochwasser führenden Tiber zu ertränken. Die Fluten gingen zurück und die
geborstene Kiste blieb mit den Zwillingen auf
dem Trockenen liegen. Eine Wölfin säugte
die Kinder bis sie von dem Hirten Faustulus
auf Weisung des Gottes Mars gefunden und
von ihm gemeinsam mit seiner Freundin, der
Prostituierten Acca Larentia aufgezogen wurden. (Hinweis aus der Internetgeschichte: im
lateinischen steht das Wort „Lupa“ für Wölfin
und für Prostituierte) Beide Kinder werden
Hirten und geraten bald mit den Hirten des
Amulius in Streit. So kommen sie an den Hof,
finden und erkennen hier ihren Großvater Numitor. Sie töten Amulius und setzen Numitor
in seine alten Rechte als König ein. Zum Dank
bekommt jeder ein Areal geschenkt auf dem
sie eine neue Stadt gründen dürfen. Remus
beginnt auf dem Aventin und Romulus auf
dem Palatin. Zur Entscheidung, wer der späteren Stadt den Namen geben darf holen beide Auspizien, göttliche Vogelzeichen ein, die
12:6 für Romulus ausfallen. Als Romulus sein
Areal mit einer Mauer umgibt, springt Remus zum Spott darüber hinweg. Romulus ist
darüber so wütend, daß er Remus erschlägt.
Die neue Stadt wird Rom genannt. Um die
Stadt zu bevölkern erwirkt Romulus ein Asyl
für Vertriebene und Landflüchtige. Um den
Frauenmangel zu beheben, lädt Romulus die
Nachbarstädte zu festlichen Spielen ein und
zahlreiche Sabiner, die unter dem Wappen des
Wolfes kämpfen, erscheinen mit ihren Frauen
– 34 –
und Töchtern. Während des Festes überfallen
die Römer ihre Gäste und rauben die Sabinerinnen. König Titus Tatius versammelt sein
„Wolfsheer“ zu einem Rachefeldzug gegen
Rom. Unmittelbar vor der Schlacht auf dem
Platz, der später zum Forum Romanum wird,
treten die Sabinerinnen zwischen die kriegsbereiten Heere und erwirken eine Versöhnung.
Die Sabiner erhalten Bürgerrecht im Rom und
Titus Tatus wird Mitregent des Romulus. Der
Wolf wird als Zeichen der Versöhnung vom
Kriegsgott Mars an den Himmel versetzt.
Schon den Sumerern und Assyrern war
das Sternbild als Ur-idim bekannt. Es stellte
dort die Verkörperung des Gottes Kusu dar,
der seinerseits wieder den 12 Himmelsobjekten des Wasser- und Fruchtbarkeitsgottes
Enki zugeordnet wird.
Auch die Babylonier benannten dieses
Sternbild mit Ur-idim in der Bedeutung
„wilder Hund“.
Das Sternbild Lupus, lat.: Lupus, Abk.:
Lup, Genitiv: Lupi, dt.: Wolf
Dieses Sternbild gehört zum südlichen
Sternenhimmel und ist für Nordeuropäer
nicht sichtbar. Erst ab dem 30sten Breitengrad kommen die ersten Sterne des Sternbildes Wolf bei klarer Horizontsicht unterhalb des Sternbildes Waage an dem Himmel.
Erste Figur bildende Sterne kommen etwa
ab 35° nördlicher Breite an den Himmel
und bei Kulmination ist das Sternbild hier
vollständig sichtbar. Wie eingangs schon
erwähnt ist ab 60° südlicher Breite dieses
Sternbild voll zirkumpolar, das heißt es geht
dann nicht mehr unter den Horizont. Weitere
Nachbarsternbilder sind im Uhrzeigersinn
Centaur, Zirkel, Winkelmaß und Scorpion.
Die Wasserschlange (Hydra) trifft nur mit
einer Ecke ihrer Sternbildgrenzen zusammen mit der Waage und dem Centaur an die
Grenzen des Sternbildes Wolf. Das Areal des
– 35 –
Wolfes belegt 334 Quadratgrad, die sich in
Rektaszension von 14h 17m 48s bis 16h 08m
37s und in Deklination von -55°34´48“ bis
-29°50´16“ erstrecken. Die scheinbare Diskrepanz des Flächeninhaltes rührt daher, daß
man hier nicht einfach Länge mal Breite nehmen kann, da auch dieses Sternbild mehrere
„Einbuchtungen“ aufweist. Der südliche Teil
dieses Sternbildes liegt auf der Milchstraße;
ein Grund, warum wir im Wolf zahlreiche
NGC-Objekte für die Fernrohrbeobachtung finden. Für das bloße Auge hat dieses
Sternbild leider keine Objekte zu bieten vergleichbar etwa M13 oder M44. Das Sternbild
hat seinen Höchststand (Kulmination) im
Frühling am 9ten Mai.
In diesem Sternbild sind nur 3 Sterne heller als 3m0 und nur 12 Sterne übersteigen die
4te Größenklasse. Wegen der hohen allgemeinen Luftverschmutzung sind wir hier an
der Grenze der mit bloßem Auge sichtbaren
Sterne angekommen. Bei guter Durchsicht
und dunkler Umgebung sind allerdings rund
40 Sterne, alle heller als 6te Größe, in diesem
Sternbild sichtbar.
α Lup ist mit 2m3 der hellste Stern und
hat die Eigennamen Men und Kakkab und
steht am Hinterlauf des Wolfes. Die Entfernungsangaben schwanken zwischen 430 und
548 Lichtjahren*. Er strahlt bläulich-weiss.
Sein Spektrum verrät uns einen B1III-Ty* Zitat aus Sternbilder von A-Z: Die Entfernung naher
Sterne bestimmt man anhand der Größe ihrer parallaktischen Verschiebungen vor dem Hintergrund entfernter
Sterne. Je weiter ein Stern von uns entfernt ist, desto
kleiner sind die Winkel zwischen den Richtungen, die
von verschiedenen Stellen der Erdumlaufbahn um die
Sonne auf den Stern gefällt werden. Bei größeren Entfernungen, die Hunderte und Tausende von Lichtjahren
betragen können, versagt diese trigonometrische Methode, die Entfernungen zwischen den Himmelskörpern
werden durch weit weniger genaue indirekte Methoden
bestimmt. Deshalb darf man sich über die unterschiedlichen Entfernungsangaben bei einem und demselben
Objekt in verschiedenen Quellen nicht wundern.
pen mit 10 facher Sonnenmasse einer über
25000 K heißen Sternoberfläche und einem
Durchmesser 10mal so groß wie unsere
Sonne. Er gehört zu den Beta-Cepheiden
und verändert seine Helligkeit nur um 0m03
mit einer Periode von nur 6 Stunden und
14 Minuten.
Ein lichtschwacher Begleiter mit nur
13m4 macht Alpha Lupi zu einem Doppelstern.
β Lup hat eine Helligkeit von 2m68 und
den Eigennamen Kekouan. Sein blauweisses
Licht kommt auch von einer über 25000 K
heißen Sternoberfläche und braucht bis zu
uns 500 Jahre. Sein Spektrum zeigt uns einen
B2IV-Typ ohne Emissionslinien. Beta Lupi
markiert einen hinteren Fuß des Wolfs.
γ Lup ist der dritthellste Stern mit 2m8
und markiert die Schulter vom Wolf. Auch
Gamma Lupi gehört der Spektralklasse B2IV
an und ist demzufolge auch über 25000 K
heiß und sein blauweisses Licht ist 400 Jahre zu uns unterwegs. Sein Eigenname ist
Thusia.
δ Lup markiert die Brust beim Wolf und
hat den Eigennamen Hilasmus. Sein blauweisses Licht ist für uns 3m22 hell und sein
Spektrum gehört der Klasse B2IV an. Somit
ist auch die Sternoberfläche von Delta Lupi
25000 K heiß. Diese Botschaft brauchte bis
zu uns 600 Jahre.
Leider konnte ich für die Eigennamen
der vorgenannten Sterne keine Übersetzung
bzw. Deutung finden.
ε Lup steht im Bauch vom Wolf und
strahlt dort in bläulichweissem Licht mit einer Helligkeit von 3m37. Bei einer Entfernung
von 140 Parsec entspricht das einer absoluten
Helligkeit von -2.3M. Das Spektrum von Epsilon Lupi weist ihn als einen B3IV-Typen
aus mit Oberflächentemperaturen von rund
22000 K, keinen Emissionslinien jedoch zahlreichen Absorbtionslinien von Wasserstoff
und einigen Heliumlinien.
– 36 –
ζ Lup leuchtet gelb aus 125 Lichtjahren
Entfernung. In der figürlichen Darstellung
markiert er das Hinterteil des Wolfes. Zeta
Lupi kann schon in einem guten Feldstecher als leicht zu trennender Doppelstern
gesehen werden. Seine Komponenten sind
3,4 und 6,7 mag hell und 71“ voneinander
entfernt. Ihren Spektren entsprechend werden sie den Klassen G8 im Übergang vom
Hauptreihen- zum Zwergstern und F8 mit
deutlichen Calciumlinien und etwa 8000 K
Oberflächentemperatur zugeordnet.
η Lup markiert den Nacken, und mit
zwei weiteren Sternen θ und χ als spitzes
Dreieck den Kopf beim Wolf und leuchtet
bläulichweiss mit Helligkeit von 3m42 aus
einer Entfernung von 180 Parsec. Eta Lupi
gehört der Spektralklasse B2IV an und hat
eine Oberflächentemperatur von etwa 24000
Kelvin. Er hat auch einen Begleiter in 15“ Abstand der eine Helligkeit von 7m8 aufweist.
θ Lup ist 4m22 hell und steht nordöstlich
von Eta Lupi. Theta Lupi leuchtet bläulich
aus 200 pc Entfernung und ist ein B3-Typ.
χ Lup ist der nördlichste Figurstern, 3m97
hell und gehört der Spektralklasse B9 an. Sein
Licht braucht bis zu uns rund 220 Jahre.
ι Lup stellt als Wolfsschwanz den westlichsten Figur bildenden Stern. Jota Lupi ist
3m55 hell, gehört der Spektralklasse B3IV
an und ist an der Oberfläche 19000 K heiß.
Nach Secchis Katalog dürften Sterne der
Klasse IV nicht heller als 5te Größe sein
und haben auffällige Kohlenstofflinien im
Spektrum. Dieses System wurde aber später
an der Harvard-Sternwarte überarbeitet und
erweitert. Jota Lupi ist 400 Lichtjahre von
der Sonne entfernt. In 1pc wäre er ein Stern
mit der Helligkeit -1.7M.
ϕ1 Lup leuchtet orange mit 3m57 aus
200 Lichtjahren Entfernung. Er gehört der
Spektralklasse K5III an mit starken Metalllinien. Seine Position in der Wolfsfigur ist
der Vorderlauf.
κ Lup steht ungefähr an der Hüfte des
Wolfes und sendet uns sein 3m7 helles, blauweisses Gesamtlicht aus einer Entfernung
von rund 220 Lichtjahren. Kappa Lupi ist ein
Doppelstern, der auch schon mit kleineren
Teleskopen aufgelöst werden kann. Der gegenseitige Abstand der beiden Komponenten beträgt 27“ und ihre Einzelhelligkeiten
sind 3m88 und 5m7. Ihre Spektralklassen sind
sehr nahe beieinander mit B9 und A2. Beide
Sterne haben eine Oberflächentemperatur
um die 10000 K.
GQ Lup ist eine Besonderheit in 400
Lichtjahren Entfernung. Bei ihm wurde
2005 von Jenaer Forschern ein Exoplanet
entdeckt, der leider bis heute nicht sicher
bestätigt ist.
Im Sternbild Wolf befinden sich mehrere
Objekte für Feldstecher und kleines Fernrohr, unter anderem die offenen Sternhaufen
NGC 5593, NGC 5722, NGC 5749 8m8 und
NGC 5822, die Kugelsternhaufen NGC 5824
9m0, NGC 5927 8m0 und NGC 5986, die planetarischen Nebel IC4406, NGC 5873, NGC
5882 10m5 und NGC 6026 sowie die Galaxien
IC 4444, NGC 5530 und NGC 5643.
NGC 5822 hat eine Flächenhelligkeit von
6m5, rund 100 Mitglieder bei einem Durchmesser von 40 Bogenminuten und ist 2200
Lichtjahre entfernt. Schon im Feldstecher
präsentiert sich ein ausgedehnter nebeliger
– 37 –
NGC 5822
Fleck. Vor dem Hintergrund der südlichen
Milchstrasse ist aber eine genaue Kenntnis
seiner Position notwendig. Hier ist sie: RA
15h 04m und Dec -54°24`.
NGC 6026 ist ein höchst ungewöhnlicher
Planetarischer Nebel. Sein rötlicher Zentralstern ist in Wirklichkeit ein Binärsystem, das
aus einem Roten Riesen und einem Weißen
Zwerg besteht. Letzterer umkreist seinen
Partner einmal in 12 Stunden und knapp
41 Minuten und ist auch für die Ionisierung
der von ihm abgestoßenen Gaswolke verantwortlich, die hauptsächlich in der türkisen
Sauerstofflinie leuchtet. Von diesem Weißen
Zwerg sieht man auf der Aufnahme freilich
nichts, denn er wird vom Hauptstern dieses
Systems hoffnungslos überstrahlt. Über seine
Entfernung zu uns scheint man nichts zu wissen, wohl aber seine Relativbewegung zu uns:
NGC 6026 nähert sich mit 100-150 km/s.
Direktkopie dieses Textes aus: Astrofotografie.homann-edv.
de Das dazugehörige Foto zeigt keine interessanten Details.
ten. Seine Einzelsterne haben Helligkeit von
13 bis 15 mag. Schon ab 15cm Öffnung sind
die Randpartien in Einzelsterne auflösbar.
Dieser Kugelsternhaufen wurde am 10. Mai
1826 von James Dunlop 4° nordwestlich von
Gamma Lupi entdeckt. Das Foto wurde in
San Sebastian, Chile, gefertigt.
NGC 5986
IC 4406, ein planetarischer Nebel, wird
auch Retina-Nebel genannt. Er steht auf Position RA 14h 22m 26s und Dec -44°09´. Im
Teleskop bzw. auf Fotos zeigt ein torusformiger Ring, den man von der Erde aus von
der Seite sieht. Die Ausmaße von 0,25 x 0,9
Lichtjahre haben einen großen Winkeldurchmesser von 30“. Der Nebelring ist durchsetzt
von feinen schwarzen Linien, wegen derer
der Nebel den Namen Retina erhielt und den
Grenzbereich zwischen den im sichtbaren
NGC 6026
NGC5986, ein Kugelsternhaufen, der
auch unter der Bezeichnung Bennett 70 geführt wird, steht im Halo unserer Galaxis, ist
ca. 35000 Lichtjahre entfernt und 7m1 hell
bei einen Durchmesser von 9,8 Bogenminu– 38 –
IC 4406 (HST)
NGC 5882 (HST)
−7,5 mag und war vom
nördlichen Europa nicht
zu sehen. SN 1006 dürfte
das hellste punktförmige
Himmelsobjekt gewesen sein, welches in der
überlieferten Geschichte
der Menschheit zu sehen
war. Berichte von dieser
Supernova sind aus China, Japan, Irak, Ägypten
und sogar aus Italien und
der Schweiz überliefert.
Die präziseste zeitgenössische Observation
überlieferte der ägyptische Astrologe Ali ibn
Ridwan. Heute befindet
sich an dieser Stelle der
rund 2000 pc entfernten
Supernova ein Nebelrest
mit einer Winkelausdehnung von 30 Bogenminuten, der als Radioquelle PKS 1459-41 katalogisiert ist.
Ein Lichtjahr ist die Strecke die das
Licht in einem Jahr zurücklegt und das sind
9,46 x 1012 km entsprechend annähernd
9,5 Billionen Kilometer. 1 Parsec (pc) ist
die Entfernung, aus der eine AE unter dem
Winkel von einer Bogensekunde erscheint.
1 pc = 3,26 Lichtjahre.
Die Serie der Sternbildbeschreibungen
wird fortgesetzt.
Licht und im Radiobereich emittierenden
Gas- und Staubwolken bilden. Das Gebilde
ist 1900 Lichtjahre von uns entfernt.
IC4444 ist eine Galaxie hat nur eine Flächenhelligkeit von 11m4 bei einer Winkelausdehnung von 1,7´x 1,4´. Seine Position ist
RA 15h 04m und Dec -54° 24´.
NGC5530 ist eine Balkenspiralgalaxie
vom Typ SBbc und hat eine Ausdehnung
von 4,2`x 1,9`. Auf dieser Fläche verteilt
sich ihre Helligkeit von 11m0. Diese Galaxie
wurde am 7. April 1837 von John
Literatur-Quellenhinweise:
Herschel auf der Position RA 14h
Neuer großer Weltatlas, Südwest Verlag München
18m 27s und Dec -43° 23´19“ für
Lexikon der griech. u. röm. Mythologie, Hunger, Herbert
die Epoche 2000 entdeckt.
Sternbilder von A bis Z, Rükl, A. Dausien Verlag
Lexikon der Mythologie, Bellinger, Gerhard
SN 1006 war eine im Mai 1006
Sternkarte Südl. Sternenhimmel, RNDr. Hlad,Oldrich @ al 1985
in diesem Sternbild an der Grenze
Internet, u.a. Wikipedia, astroInfo,
zum Zentaur aufgetretene galakDie großen Sternbilder, Ridpath, Ian
tische Supernova bei RA 15h02m22s
Sternbilder und ihre Legenden, Perry, Werner
Mythologie Götter, Helden, Mythen, Cotterell, Arthur @ all
und Dec -42°05,8´. Sie erreichte
Guinness Buch der Sterne, Moore, P. Zimmer, H.
damals eine Helligkeit von
– 39 –
Planeten-Sudoku
Man fülle die Felder so aus, dass
jede waagerechte Zeile, jede senkrechte Spalte und jedes Quadrat
aus 3 mal 3 Kästchen die neun
Planetensymbole jeweils nur
einmal enthält.
ASL – Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.
Der Jahresbeitrag beträgt 30€. Schüler, Auszubildende, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende
bis zum 25. Lebensjahr sowie Rentner zahlen einen ermäßigten Beitrag von 15€. Für Familien wird
ein Familienrabatt gewährt. Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben. Der Beitrag ist innerhalb
der ersten zwei Monate eines Jahres unaufgefordert zu entrichten; eine Beitragsrechnung wird nicht
zugesandt. Ein entsprechender Hinweis findet sich in der letzten POLARIS-Ausgabe des jeweiligen
Vorjahres. Die Zahlung soll über das Vereinskonto erfolgen. Aber auch Barzahlung bei einem Vorstandsmitglied ist im Rahmen von Veranstaltungen des Vereins oder der Sternwarte Lübeck möglich.
Mitglieder, die mit der Beitragszahlung in Verzug geraten sind, haben keinen Anspruch auf Leistungen
des Vereins. Ein Austritt aus dem Verein ist nur zum Ende eines Kalenderjahres möglich und mit einer
Kündigungsfrist von drei Monaten schriftlich zu beantragen.
Impressum
POLARIS – Mitteilungen des Arbeitskreis Sternfreunde Lübeck e.V.
ISSN 0930-4916
Redaktionsteam:
E-Mail:
An dieser POLARIS
haben mitgewirkt
Ralf Biegel, Torsten Brinker, E.-Günter Bröckels, Stephan Brügger, Marco Ludwig, Christoph Quandt, Tim Sverre Quandt, Felicitas
Rose, Ulrich Steinmann und Dirk Zachow
Herzlichen Dank!
Redaktion
Felicitas Rose
Reinhard Albert
Torsten Lohf
[email protected]
Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung des Vorstandes bzw. der
Redaktion wieder. Nachdruck, Vervielfältigung oder sonstige Verarbeitung, auch auszugsweise, nur
mit schriftlicher Genehmigung des Vorstandes. Das Copyright verbleibt bei den einzelnen Autoren.
Verantwortlicher Herausgeber:
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Sparkasse zu Lübeck AG, Kto.-Nr. 2-209 500, BLZ 230 501 01
Der Vorstand
Vorsitzender: Oliver Paulien
Geschäftsführer: Michael Kremin
Schriftführerin: Felicitas Rose
Fachwarte des ASL
Bibliothek: Michael Kremin
Geräte: Christoph Quandt
Redaktionsschluß für die nächste POLARIS ist der
3. Juli 2013.
Sonnenuntergang (Felicitas Rose)
– 40 –
Neues von der „Außensternwarte Neumünster“
Hallo Außensternwarte Lübeck,
gestern Abend (20.02.2013, Anmerkung der
Redaktion) ergab sich doch tatsächlich die
Möglichkeit durch dünne Wolken hindurch
einen Blick auf den Mond zu werfen. Dort
erspähte ich ein Himmelsereignis, welches
mir schon lange nicht mehr gegönnt war:
Den goldenen Henkel!
Trotz des Fluches der offenbar von Astronomen einer gewissen Hansestadt im Südosten Neumünsters gegen mich ausgesprochen wurde gelang mir noch eine Aufnahme.
Danach verwehrten mir die Wolken wieder
den Blick auf den Erdtrabanten.
Im Anhang sende ich euch nun zwei Versionen des goldenen Henkels. Entscheidet
selbst welche ihr besser findet ;)
Viele Grüße und clear skies
Marco
– 42 –
Mondgesichter
von Marco Ludwig
– 43 –
Bildimpressionen von Ralf Biegel
Die Bilder sind alle durch einen 80mm Astro Professional ED Refraktor auf einer LXD
75 Montierung entstanden. Die Montierung wurde nur genau eingenordet, es fand keine
Nachführkontrolle statt (einfache Astrofotografie). Die Brennweite des Refraktors ist mit
einem 0.8x Reducer und Korrektor auf 448mm verkürzt. Als Kamera wurde eine astromodifizierte Canon EOS 450D verwendet. Die Bildbearbeitung erfolgte mit Deep Sky Stacker
und Canon DPP.
Californianebel vom 04.03.2013 in Utecht, 3 x 4min bei ISO 800
Herznebel vom 04.03.2013 in Utecht, 6 x 4min bei ISO 800
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