Frostige Überlebenskünstler - Advent

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FÜR KINDER
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Frostige Überlebenskünstler
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enn wir Menschen an kalten Wintertagen frieren,
wissen wir uns zu helfen. Wir ziehen dicke Wollsachen an und heizen unsere Wohnung. Was machen
aber die Tiere in der frostigen Jahreszeit? Wie hat
Gott sie ausgerüstet, damit sie die Kälte überstehen
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können?
Viele Tiere ziehen sich eben auch wärmere Sachen an, d. h. ihnen wächst
ein dickes Winterfell mit
weicher Unterwolle. So
haben z. B. Rehe, Füchse,
Eichhörnchen, Hasen
und Marder kein Problem im Winter. Und
sollte es einmal sehr
kalt sein, dann richtet
ein
Muskelreflex
(automatisch)
die
Fellhaare auf und die
wärmende Luftschicht
im „Pelzmantel“ wird
noch dicker und verhilft zu
einer fast dreifachen Wärmedämmung.
Auch bei den winterfesten
Vögeln hat das Wintergefieder zehn Prozent mehr Federn. Bei extremer Kälte plustern sie
sich auf, vergrößern dadurch die isolierende Luftschicht im Federkleid und können so die Körpertemperatur von etwa 38 Grad auch bei
Frost halten.
Anderen Vögeln hat der Schöpfer so
starke Flugmuskeln gegeben, dass sie –
wie z. B. die Störche, Schwalben und
Singdrosseln – tausende Kilometer
weit in den sonnigen Süden fliegen
können, um dort zu überwintern.
Viele Säugetiere fressen sich im
Herbst eine dicke Fettschicht an und
ziehen sich in eine Höhle zurück. Fett
schützt so gut vor Kälte, dass z. B. Eisbären
erst bei minus 44 Grad zu frieren anfangen.
Andere Tiere, wie die Haselmaus, der
Siebenschläfer, das Murmeltier und der Feldhamster, halten in ihren Höhlen einen echten Winterschlaf, bei dem sie nichts fressen. Um Energie (Fett) zu
sparen, hat Gott ihnen die Fähigkeit gegeben, ihren Lebensrhythmus zu verändern. So schlägt das Herz des Siebenschläfers
während des Winterschlafs nur noch zehnmal pro Minute (im
Sommer 400mal!); die Körpertemperatur von normal 36 Grad sinkt
auf 8 bis 1 Grad ab und er atmet nur noch einmal pro Stunde. Das
spart Energie!
Da Insekten sich keine Fettschicht anfressen und auch keine
eigene Körperwärme erzeugen können, hat der Schöpfer ihnen
andere Möglichkeiten des Überlebens gegeben. Die meisten
Insekten sind kurzlebig und sterben bei Frost. Allerdings
überlebt ihre Art in den kältefesten Eiern (die Eier
der Gallmücke halten minus 70 Grad aus), den
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Larven (Raupen) und den Puppen.
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Und es gibt Ausnahmen: Die
Winterlibelle setzt sich an einen
Pflanzenstängel und lässt sich einfrieren, d. h. sie hat zwar Eiskristalle
auf den Flügeln, aber die Körpersäfte
sind immer noch flüssig. Wieso?
Normalerweise müsste bei Frost das
Wasser in ihren Körperzellen doch zu
Eis werden. Das wäre aber ihr sicherer
Tod, denn Wasser bildet beim Gefrieren
spitze Eiskristalle, dehnt sich aus und
zerreißt die Zellen. Diese ungewöhnliche
Eigenschaft des Wassers ist von Gott aber
gewollt. Dadurch, dass Wasser bei 0 Grad in Eis
übergeht, sich ausdehnt und auf dem See
schwimmt, schützt es das Leben unter dem
Eis während der Frostperiode. Diese
gute Eigenschaft ist jedoch für
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Insekten, die Frost erleben,
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tödlich, weil das Wasser in
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ihrem Blut ja dann
ebenfalls bei 0 Grad zu
Eis wird. Gott hat eine
geniale Lösung: Im
Herbst bildet sich im
Insektenblut
Glyzerin, eine Art
Alkohol, der wie ein
Frostschutzmittel
wirkt. Die Körperflüssigkeit gefriert nicht
und die Zellen bleiben
heil. Nach diesem Prinzip
können auch die Polarfische
überleben.
Welch einen genialen Schöpfer haben
wir! Da, wo gute Eigenschaften (Wasser) in anderen
Bereichen schädlich wären, schafft er Schutzmöglichkeiten vor den
negativen „Nebenwirkungen“.
Harald Weigt
12/2007
ADVENTECHO
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