Raue Wände – ruhige Pausen

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Raue Wände – ruhige Pausen
Riteno 4
Eichendorff-Realschule Reutlingen
Referenzobjekt der Holcim (Süddeutschland) GmbH
Betonbau verbindet Alt und Neu
Der Neubau der Reutlinger Eichendorff-Realschule liegt direkt an einer überaus stark befahrenen Bundesstraße und
musste zudem mit den bereits bestehenden Schulgebäuden harmonieren. Diese anspruchsvolle Aufgabe wurde
höchst vorteilhaft gelöst. Die modernen Proportionen des Neubaus schaffen eine gelungene Verbindung zu den
Altbauten, und seine Wirkung als Schallriegel lässt einen neuen Innenhof entstehen.
Die Reutlinger Eichendorff-Realschule feierte kürzlich ihr
Gebäude zugleich einen baulichen Schallschutz für den
100-jähriges Jubiläum – und setzt mit einem Neubau für
neuen Hofbereich, einen geschützten Schulhof, der
eine Ganztagesbetreuung ein Zeichen für die Zukunft.
zwischen dem alten Schulgebäude und dem Neubau
Nicht nur, was das fachlich pädagogische Konzept der
der Ganztagesbetreuung entstanden ist.
Ganztagesbetreuung betrifft; auch die Architektur
spricht eine klare Sprache und erzielt mit wenig ausge-
Innenhof dank Schallriegel
wählten Materialien große Wirkung. Mauerwerk, Wände
Das zweigeschossige Gebäude der Ganztagesbetreuung
und Treppen entstanden aus Sichtbeton, während Kunst-
öffnet sich nach Süden zum Schulhof hin mit großen Ver-
steinböden, Holz und Glas das Betonbauwerk insgesamt
glasungen, Fenstertüren und Öffnungen. Ob Sonnen-
prägen.
schein oder Regen: Die Schüler können die Pausen draußen verbringen. Der Gebäudezugang liegt mittig in der
Am Bau Beteiligte
Bauträgerschaft
Schwieriges Umfeld
Fassade unter einem schützenden Dachvorsprung, der
Der Platz, an dem der Neubau entstanden ist, entspricht
weit über den Schulhof auskragt.
nicht unbedingt den Idealvorstellungen eines Planers:
Wie in einem Stummfilm kommt man sich vor, sitzt man
unmittelbar an der Haupteinfahrts-Achse ins Reutlinger
auf der großen, breiten Holz-Fensterbank an der gegen-
Zentrum – mit täglich rund 70 000 Autos eine der meist
überliegenden Nordseite des Gebäudes. Einem Bild
befahrenen Bundesstraßen überhaupt – und einge-
gleich rahmt das große rechteckige Fenster die Kulisse
grenzt durch die bestehende Sporthalle und das 100 Jah-
der Altstadt ein, der Verkehr ist nicht zu übersehen – und
re alte Schulgebäude. Diese Herausforderung wurde sehr
dennoch ist nichts zu hören. Aus Schallschutz- und kli-
kreativ angegangen. Der Neubau nimmt die stadt-
matischen Gründen zeigt sich das Gebäude zur nörd-
räumliche Situation auf und schließt direkt an die Sport-
lichen Straßenseite hin verschlossener. Die Außenfassade
halle an. Der neue längliche Baukörper fällt auf den
ist in normalformatigem Sichtbeton und in Mauerwerk
ersten Blick in der Gebäudezeile gar nicht auf, weil er mit
gestaltet. Diese höhere Investition rechtfertigt sich auf
seiner Höhe und Ausdehnung die Proportionen der
lange Sicht durch finanzielle Vorteile bei Reinigung und
bestehenden Sporthalle übernimmt. Damit bildet das
Gebäudeunterhalt.
Stadt Reutlingen
Planung und Bauleitung
Bamberg Architektur,
Pfullingen
Statik
Löffler Ingenieur Consult
GmbH, Reutlingen
Rohbau
Adolf List GmbH + Co KG,
Reutlingen
Beton
FBW GmbH & Co KG,
Reutlingen
Betonfertigteile
Peter Heinzmann,
Engstingen
Blick auf Altstadt und Bundesstraße auf der
Nordseite
Auf der Südseite begrenzt der Neubau den neu geschaffenen schallgeschützten Innenhof
Unter dem Aufenthaltsraum der Ganztagesbetreuung liegt ein neuer Mehrzweckraum
Sorgfältige Materialisierung
Die Innenräume prägen Stein und Sichtbeton, kombiniert mit warmen Holztönen. Die Materialien schaffen
nicht nur eine behagliche Atmosphäre, sondern bestechen auch durch pflegeleichte Oberflächen, die unempfindlich und abriebfest sind. Der Architekt fand, dass
»Beton lebe und wie jedes andere Material aus der Natur
nicht immer gleichmäßig daherkommen müsse«. Er
schätzt den Beton »brut« und nahm deshalb bewusst in
Kauf, dass auch die Sichtbetonflächen Arbeits- und
Schalspuren haben. Nur bei wenigen Wänden wurden
neue Großflächenschalungen verwendet; alles andere
entstand mit mehrfach benutzten Schaltafeln. Bauherr
und Architekt standen von Anfang an konsequent zum
»rauen Beton« und wandten sich gegen ein Nachspachteln. Selbstverständlich aber wurde die Schaleinteilung
bis ins Detail besprochen, um ein geordnetes Schalungsbild zu erzielen.
Verbindung von Alt und Neu
Trotz aller Modernität ist es gelungen, Alt und Neu auf
harmonische Weise zu verbinden. Elemente der alten
Fassade wurden in die moderne Architektur aufgenom-
Innenräume, geprägt
von Glas, Holz und
Sichtbeton in Kombination
men, beispielsweise farbige Sockelbänder oder der gelb
gesprenkelte Beton im Außenbereich.
Betonrezeptur (Sichtbeton):
Lieferant:
FBW GmbH & Co KG, Reutlingen
Qualität:
C20/25; XC3; Dmax 16; F3
gemäß DIN EN 206-1 und DIN 1045-2
Zusammensetzung:
Riteno 4 (CEM II/B-T 42,5 N)
270 kg/m3
Betonwerte:
kg/m3
Steinkohlenflugasche
60
Betonverflüssiger Liquol BV 18
0,4%
Rohdichte
2364 kg/m3
Druckfestigkeit nach 28 Tagen
33 MPa
Holcim (Süddeutschland) GmbH
Safa
Degussa
Holcim (Süddeutschland) GmbH
72359 Dotternhausen
Deutschland
info-sueddeutschland@holcim.com
www.holcim.de/sued
Telefon +49 (0) 7427 79-300
Telefax +49 (0) 7427 79-248
© 2008 Holcim (Süddeutschland) GmbH
Jan./1,5 O
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