Kultur in Wien 2016/17

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Kultur in Wien 2016/17
AKADEMIETHEATER | ALBERTINA | BANK AUSTRIA KUNSTFORUM WIEN | BELVEDERE | BURGTHEATER | KUNSTHISTORISCHES MUSEUM | LEOPOLD MUSEUM
MAK | MUMOK | NATURHISTORISCHES MUSEUM | ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK | RAIMUND THEATER | RONACHER | TECHNISCHES MUSEUM WIEN
THEATER AN DER WIEN | THEATER IN DER JOSEFSTADT | VOLKSOPER WIEN | VOLKSTHEATER | WIEN MUSEUM | WIENER STAATSOPER
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03
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Foto © Dieter Steinbach
EIN (HALB-)RUNDES KULTUR-JUBILÄUM
WIENS BESTE HÄUSER feiert heuer den 5. Geburtstag. Und
das Kulturjahr in Wien bringt uns zahlreiche Kultur-Geschenke.
Schön, dass Sie wieder mit uns feiern.
Wer hätte das gedacht? Sie halten hier bereits die fünfte Ausgabe von WIENS BESTE HÄUSER in Ihren
Händen. Unser jährlicher Kultur-Führer ist somit endgültig erwachsen geworden. Seit September 2012 liefern
wir Ihnen nun alle Highlights des Wiener Theater- und Museumsbetriebs für eine ganze Spielzeit frei Haus.
Der Grundgedanke dieses Kulturjahrbuchs war von Anfang an recht einfach: Wir wollen die unendliche
Vielfalt der Kulturszene unserer Hauptstadt in ein kompaktes Heft packen. Damit Sie als Leser auf einen Blick
Ihr Kulturprogramm der kommenden Monate vorplanen können. Denn: Nichts ist schwieriger, als aus einem
so großen Angebot genau das Richtige zu finden.
Und dass Wien auch heuer wieder ein großes Kulturjahr bevorsteht, können Sie auf den folgenden Seiten in
aller Pracht und Vielfalt bewundern. Es macht uns jetzt schon Lust auf viele weitere Ausgaben.
In Farbe und Vielfalt. So, wie wir Wien lieben.
Mit diesem Vorwort wollen wir aber vor allem Ihnen als LeserInnen für Ihre langjährige Treue danken. Das
Wiener Kulturpublikum ist auch als Leserschaft weltweit einzigartig!
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Inspiration
Ihr Rudi Kobza
Ihr Nikolaus Pelinka
IMPRESSUM
Medieninhaber | Kobza Media Beratungs GmbH, Mariahilfer Straße 27/10, 1060 Wien | Herausgeber | Rudi Kobza und Nikolaus
Pelinka | Redaktion | Heike Kossdorff | Verlagsmanagement | Verena Säckl | Gestaltung | Cornelia Neidhardt, Ulrich Fuchs | Lithografie |
Lindenau Productions GmbH | Lektorat | Christina Gaal | Alle Rechte vorbehalten. Das Magazin und alle enthaltenen Text- und Bildbeiträge
sind urheberrechtlich geschützt und geistiges Eigentum der jeweiligen Autoren und Gestalter. Für unverlangt eingeschicktes Text- und Bildmaterial wird eine Haftung übernommen. Druckfehler und Irrtümer vorbehalten. | © Kobza Media Beratungs GmbH | UID Nummer
ATU67936077 – FN 395911 y – Gerichtsstand Wien
WIENS
BESTE HÄUSER
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AUSBLICK AUF DAS
WIENER KULTURJAHR
AKADEMIETHEATER
Über das Haus | Nicholas Ofczarek im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps …
BURGTHEATER
Über das Haus | Christine Nöstlinger
im Porträt
THEATER AN DER WIEN
Über das Haus | Erwin Schrott
im Porträt
RAIMUND THEATER
Über das Haus | Highlights
RONACHER
Über das Haus | Highlights
THEATER IN DER JOSEFSTADT
Über das Haus | Florian Teichtmeister im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
VOLKSOPER WIEN
Über das Haus | Davide Dato im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
VOLKSTHEATER
Über das Haus | Dušan David Pařízek im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
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WIENER STAATSOPER
Über das Haus | Plácido Domingo im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
ALBERTINA
Über das Haus | Jim Dine im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
BANK AUSTRIA KUNSTFORUM WIEN
Über das Haus | Georgia O'Keeffe im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
BELVEDERE
Über das Haus | Ai Weiwei im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
KUNSTHISTORISCHES MUSEUM
Über das Haus | Edmund de Waal im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
LEOPOLD MUSEUM
Über das Haus | Hans-Peter Wipplinger im Interview
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
MAK
Über das Haus | Christoph Thun-Hohenstein
im Interview | Highlights | Und noch mehr Tipps ...
MUMOK
Über das Haus | Werner Hofmann im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
NATURHISTORISCHES MUSEUM
Über das Haus | Claudiosaurus und Barasaurus
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
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ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK
Über das Haus | Positionen aktuellen Schreibens
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
TECHNISCHES MUSEUM WIEN
Über das Haus | Dr. Gabriele Zuna-Kratky im Interview
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
WIEN MUSEUM
Über das Haus | Robert Haas im Porträt
Highlights | Und noch mehr Tipps ...
STIMMEN ZUM
KULTURJAHR 2016/17
KONZERTE & FESTIVALS
66
74
Wiener Stadthalle
Wiener Musikverein
Wiener Konzerthaus
Bank Austria Halle Gasometer
Jazz Fest Wien
ViennaJazzFloor
ImPulsTanz Wien
Vienna Blues Spring
Viennale
Wiener Festwochen
Vienna Art Week
ZUM ABSCHLUSS ...
Dr. Andreas Mailath-Pokorny im Interview
07
EXQUISITE
KULTUR-HAPPEN
Es gibt sie – diese ganz besonderen Delikatessen, auf die man
sich schon lange freut und deren Genuss man dann auch zelebriert.
Ähnlich ist es mit spektakulären Inszenierungen oder meisterhaften
Ausstellungen – und von beidem hat Wien diese Saison viel zu bieten!
08
Fotos © v.l.n.r.:Albertina / Hugo Maertens, Naturhistorisches Museum / Michael Benson - Kinetikon Pictures,
Burgtheater / Reinhard Maximilian Werner, mumok / Brigitte Prachensky, mumok / Pixelstorm Vienna, Volksoper / Johannes Ifkovits
Hübsch und übersichtlich angerichtet präsentiert
Autorinnen aus sechs Ländern verfasst. Thema: Das
sich das Wiener Kulturjahr 2016/17. Die nächsten
heutige Europa aus Sicht von Frauen.
74 Seiten sind voll mit ganz besonderen Highlights,
Zeitgeschichte
arbeitet
Elfriede
Jelinek
wohl überlegten Empfehlungen, interessanten
mit ihrem Stück Rechnitz (Der Würgeengel) im
Porträts und Interviews auf dem Punkt. So können
Volkstheater auf. Es geht um das Massaker von
Sie erst gustieren, dann auswählen und schließlich
Rechnitz, bei dem im März 1945 vermutlich an die
genießen …
200 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter ermordet
wurden. Mit einer ungewöhnlichen Entdeckung wird
Mit ganz besonders attraktiven Stücken, großartigen
Schauspielern,
Sängern
und
Musikern
sowie
namhaften Regisseuren locken die Spielpläne der
die Spielzeit des Theaters in der Josefstadt eröffnet:
Dem bislang unbekannten Stück Niemand von Ödön
von Horváth.
größten Wiener Bühnen. Das Burgtheater etwa
setzt in dieser Saison die großen Themen unserer
Den Superstar der Klassik KS Plácido Domingo feiert
Zeit – wie Kriege und Vertreibungen, Rechtsruck und
heuer die Wiener Staatsoper – anlässlich seines
Radikalisierung – auf der Bühne um. Ein Beispiel dafür
50-jährigen Bühnenjubiläums mit einem hochkarätig
ist Geächtet von Ayad Akhtar, in dem es um religiöse
besetzen Galakonzert. Auch einem ganz Großen
Identität, Integration und Alltagsrassismus geht
setzt das Theater an der Wien einen Schwerpunkt.
und das 2013 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet
Vierhundert Jahre nach William Shakespeares Tod
wurde. Ähnlich aktuell ist das Akademietheater. Das
werden fünf Opernwerke aufgeführt, die mit dem
Stück Ein europäisches Abendmahl wurde von sechs
Schaffen des bedeutenden Dramatikers und seiner
09
In diesem Moment
geht in Wien einiges
über die Bühne. Oder
besser gesagt über
mehr als 120 Bühnen.
Das dürfen Sie nicht
verpassen!
WWW.WIEN.INFO
Wiener Staatsballett, Erste Solotänzerinnen, Maria Yakovleva, Nina Poláková und Olga Esina, ©WienTourismus/Peter Rigaud
Fotos © v.l.n.r.: MAK / Lucas Breuer, Staatsoper / Michael Poeh, Belvedere / Waldmüller - Der Abschied der Patin
Zeit eng in Verbindung stehen.
Wien Werke eines wahrhaftigen Meisters ausstellt:
Richtig schwungvoll wird der Saisonauftakt der
das umfassende und sensationelle Repertoire des
Volksoper Wien mit Ralph Benatzkys Erfolgsoperette
berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens.
Axel an der Himmelstür und auch das Publikum des
Auch mit einem Superlativ lässt sich Georgia O’Keeffe
Raimund Theaters wird gewiss mit Mit-Sing-Melodien
benennen, deren Werke im Bank Austria Kunstforum
verwöhnt – nämlich bei der Welturaufführung des
Wien ausgestellt werden: Gilt die Kunstikone doch als
Musicals Schikaneder. Schon erprobt und noch
teuerste Künstlerin der Welt.
immer hervorragend ist die Wiederaufnahme des
Welterfolgs Evita im Ronacher mit der großartigen
Besonders ist auch die Ausstellung Fremde Götter –
Partitur von Tim Rice und Andrew Lloyd Webber.
Faszination Afrika und Ozeanien im Leopold Museum.
Sie präsentiert die zum ersten Mal umfassend gezeigte
Unvergleichlich schön und sicher ein echter Höhepunkt
Sammlung
der Ausstellungs-Saison ist die Pointillismus-Schau in
Museumsgründers Rudolf Leopold. Von Afrika nach
der Albertina. Werke von Seurat, Signac und Van
Japan führt die Kunst-Reise weiter ins MAK. Dieses
Gogh schicken Helligkeit und Farbkraft in den doch
zeigt sogenannte Shungas, also erotische Malereien
oft recht trüben Herbst.
sogenannter
„Stammeskunst“
des
und Graphiken. Diese sind Teil der hoch entwickelten
Populärkultur Japans. Die Ausstellung präsentiert
Einem der wesentlichen modernen Maler Österreichs
150 der erotischen Farbholzschnitte. Sex ist auch das
widmet sich das Belvedere mit der Werkschau Hubert
Herbst-Thema im Wien Museum. Vom „ersten Blick“
Scheibl, während das Kunsthistorische Museum
bis zur „Zigarette danach“ dreht sich in der Ausstellung
11
Fotos © v.l.n.r.: Albertina, Wien / Ludwig Heinrich Jungnickel, Schnitter, 1903
Österreichische Nationalbibliothek / Theresa Präauer, Raimand Theater / Rafaela Pröll
alles um Lust, Kontrolle und Ungehorsam.
der aktuellen Ausstellungssaison. Anlässlich ihres
Mit einem Teil seiner Geschichte setzt sich das mumok
300. Geburtstags rückt Maria Theresia in den Fokus,
in Wir Wegbereiter auseinander. Gezeigt werden zwei
schon einige Monate zuvor ist es Kaiser Franz Joseph I.
wichtige Impulsgeber im Wien der Nachkriegszeit,
die beide eng mit dem mumok verbunden sind:
In die kommende Zeit schaut hingegen das
Gründungsdirektor Werner Hofmann und Sammler
Technische Museum Wien. So steht die Stadt
Viktor Matejka.
als Lebensraum der Zukunft im Mittelpunkt einer
großangelegten Ausstellungs-Serie, für die extra
Das Naturhistorische Museum Wien geht noch
ein Stahleinbau entworfen wurde, der neue Schau-
viel weiter auf Spurensuche und zwar über 13
Fläche schafft. Forschung und Entwicklung rücken
Milliarden Jahre zurück in die Vergangenheit, zum
damit in den nächsten Jahren ins Zentrum.
Ursprung des Universums. Neben Fragen nach dem
Bestehen des Universums werden auch die neuesten
An dieser Stelle kann man getrost einen Blick in die
wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Teilchenphysik
Zukunft wagen: Nämlich dass diese Kultur-Saison
und der Kosmologie veranschaulicht.
das Publikum begeistern wird und die Spannung und
Vorfreude auf das kommende Wiener Kultur-Jahr
Einen oder besser gesagt gleich zwei Blicke wirft
die Österreichische Nationalbibliothek in unsere
Vergangenheit: So sind das Habsburgerreich und
seine wohl bekanntesten Herrscher zentrale Figuren
12
noch steigt …
Artothek © ww.stefanjoham.com
MUSA-Führung © MUSA
DIE ARTOTHEK IM MUSA
DIE 80er-JAHRE IN DER SAMMLUNG DES MUSA
EINE STADT VOLLER
KUNST UND WISSEN
Die Kulturhauptstadt Wien bietet im Bereich zeitgenössischer
Kunst Interessierten ein ganz besonderes Juwel: Das MUSA Museum
Startgalerie Artothek, das 2017 sein 10-jähriges Jubiläum feiert.
Das Konzept des MUSA ist ungewöhnlich und
auf die Wiener Szene realisiert. Diese sind für die
spannend. Ist es doch sowohl eine Ausstellungshalle als
ZuschauerInnen bei freiem Eintritt zu besuchen.
auch eine Startgalerie für junge Wiener Kunstschaffende
So ist beispielsweise von 25.10.2016 - 04.02.2017
am Beginn ihrer Karriere sowie eine Artothek, die
die Fotoausstellung LOOKING FOR THE CLOUDS.
grafische Arbeiten an Wiener Privatpersonen verleiht.
Contemporary Photography in Times of Conflict zu
Bereits seit 1951 werden zeitgenössische Werke von der
sehen. Dazu vertiefen Begleitveranstaltungen wie
Kulturabteilung der Stadt Wien erworben, im MUSA
Lesungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionen die
werden diese seit 2007 in Form von Ausstellungen
jeweils aktuelle Ausstellungs-Thematik.
präsentiert. Mittlerweile umfasst die Sammlung rund
40.000 Objekte aus sämtlichen Kunstsparten von etwa
Auf das 10-jährige Jubiläum des MUSA sollte man
4.500 Künstlerinnen und Künstlern. Das präsentiert
anstoßen – am besten mit dem heurigen Salonsieger,
auch einen großartigen Querschnitt durch die Wiener
dem Pinot Noir 2012 Bellevue Reserve vom Weingut
Kunstentwicklung der letzten Jahrzehnte.
Cobenzl. Damit hat zum ersten Mal in der fast
30-jährigen Geschichte des Weinwettbewerbes SALON
Auf einer Schaufläche von 600 Quadratmetern
Österreich Wein ein Tropfen aus Wien die Rotwein-
inklusive einem 300 Quadratmeter großen Innenhof,
Trophäe gewonnen. Gleich noch ein Grund zu feiern!
überspannt
von
einer
freitragenden
Glasdecke,
werden jährlich mehrere Ausstellungen mit Fokus
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www.musa.at
www.weingutcobenzl.at
13
Foto © Reinhard Werner
„Tu dies, tu das,
und ich tu’s.
Ich weigere mich nie.
Warum?“
Endspiel
AKADEMIETHEATER
2489 Jahre liegen zwischen dem ältesten Stück dieser Saison
und dem aktuellsten. Und doch sind beide zeitgemäß. Während es
in Aischylos Die Perser um Krieg und Größenwahn geht, setzt sich
Ein europäisches Abendmahl mit dem heutigen Europa auseinander.
Gleich sechs Autorinnen aus sechs Ländern – eine
Endspiel, das apokalyptische Komödie und Tragödie
davon Elfriede Jelinek
zugleich ist. In der Koproduktion mit den Salzburger
– wurden für ein Projekt
beauftragt, das sich mit dem heutigen Europa
Festspielen spielt Nicholas Ofczarek.
aus der Sicht von Frauen beschäftigt: Jede der
Cornelius Obonya gibt unter der Regie seiner
Schriftstellerinnen
verfasste
eine
Frauenfigur,
Barbara Frey stellt daraus ein „europäisches
Frau Carolin Pienkos Coriolan, dessen Figur
schon
vielfältig
interpretiert
wurde
–
vom
Abendmahl“ zusammen. Regie-Kollege Michael
tyrannischen Antihelden bis hin zum Garanten der
Thalheimer zeigt seine Inszenierung von Die Perser
Ordnung. Gegen Ende der Spielzeit setzt René
als Teil eines Schwerpunkts Antike, der auch im
Pollesch seine bühnentaugliche Verbindung von
Burgtheater Station macht.
Fernsehunterhaltung und akademischen Diskursen
Zuvor steht am Anfang der Saison Becketts Drama
mit Carol Reed fort.
14
Foto © Reinhard Werner
HIGHLIGHT 2016/ 2017
04. 09.
2016
Endspiel
Premiere | Samuel Beckett
Die vier handelnden Personen in einem leeren und düsteren Raum
sind defekt und die Welt außerhalb des Raumes offenbar „tot“. Die vier
Personen könnten die einzigen Überlebenden einer globalen Katastrophe sein. Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen.
HIGHLIGHT 2016/ 2017
2016
Coriolan
Premiere | William Shakespeare
Shakespeare bearbeitete in seinem selten gespielten Stück eine
Biographie des Plutarch. Der Aufstieg und Fall des mutigen und hochmütigen Kriegers für Vaterland und Ehre erfuhr zahlreiche Interpretationen. Hier dargestellt von Cornelius Obonya.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Jänner
2017
Ein europäisches
Abendmahl
Uraufführung | Elfriede Jelinek &
5 weitere Autorinnen
Sechs Autorinnen aus sechs Ländern (Elfriede Jelinek, Jenny Erpenbeck, Nino Haratischwili, Terézia Mora, Sofi Oksanen, Biljana Srbljanović)
schrieben das Projekt, das sich mit unserer heutigen Lage in Europa aus
weiblicher Perspektive auseinandersetzt.
Eine gewaltige Bandbreite hat der Wiener Mime drauf. So glänzte er beispielsweise von 2010 bis 2012 als Jedermann der Salzburger
Festspiele ebenso wie er als „böser Friederich“ im Tatort das Fürchten
lehrte. Als Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters arbeitete er mit
Regisseuren wie Andrea Breth, Claus Peymann, Sven-Eric Bechtolf
oder Jan Bosse in Inszenierungen von Schiller bis Shakespeare,
während er im Fernsehen gerne als Parade-Ungustl besetzt wird –
etwa in Serien wie Braunschlag oder Altes Geld.
Gelernt hat Nicholas Ofczarek, dessen Eltern beide Opernsänger
waren, sein Handwerk am Konservatorium in Wien. Für seine vielseitigen und stets hochwertigen Leistungen wurde der 45-jährige
regelrecht mit Preisen überhäuft: So erhielt er beispielsweise 1999 die
Kainz-Medaille, seit 2003 ist er Träger des Wiener Schauspielerringes,
2005 und 2006 folgte ein Nestroy-Theaterpreis als Bester Schauspieler, 2009 der 3sat-Theaterpreis oder 2012 die Romy als Beliebtester
Schauspieler.
Ofczarek ist mit der Schauspielerin und Dozentin Tamara Metelka
verheiratet, mit der er Tochter Maeve hat. Sie leben in Wien.
Termin: In Samuel Becketts Endspiel (Premiere: 04. 09.) spielt Nicholas
Ofczarek Hamm, den Herrn, blind und gelähmt. In dieser Koproduktion
mit den Salzburger Festspielen führt Dieter Dorn Regie.
Foto © Burgtheater
16. 09.
Nicholas Ofczarek –
kann Jedermann und Ungustl
UND NOCH
MEHR TIPPS …
08. 10. 2016 | der herzerlfresser | Ferdinand Schmalz |
Österreichische Erstaufführung
Der Autor erinnert an eine grausame Mordserie aus dem steirischen Mürztal vor fast 250 Jahren und holt diese düstere Überlieferung in eine heutige
Klein .
AKADEMIETHEATER
Lisztstraße 1 | 1030 Wien
Tel. +43 1 514 444 140 | www.burgtheater.at
Dezember 2016 | Ludwig II. | Nach dem Film von Luchino Visconti
Viscontis dunkel-schimmerndes Gesamtkunstwerk über die Antithese von
Ideal und Wirklichkeit sowie das problematische Verhältnis von Kunst, Geld
und Politik.
Februar 2017 | Bouvard und Pécuchet | Gustave Flaubert
Gustave Flauberts letzter Roman ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung und Abrechnung mit den Denk- und Wissenschaftssystemen des
19. Jahrhunderts.
Kartenverkauf
ab dem 20. des Vormonats an allen Vorverkaufsstellen
Online unter www.burgtheater.at
Telefonisch mit Kreditkarte: +43 1 513 15 13
Per Fax aus den Bundesländern und Ausland:
+43 1 514 44-41 47
Info: Servicecenter des Burgtheaters, Universitätsring 2,
1010 Wien. [email protected]
Infos über Abos auf www.burgtheater.at
15
Foto © Reinhard Werner
„Sie ist schuld
an aller
meiner Galle.“
Der eingebildete Kranke,
Molière
BURGTHEATER
„Ja es umgibt uns eine neue Welt!“ – Dieser Ausruf Leonores in
Goethes Torquato Tasso ist das Motto des heurigen Spielplans. So
zeigt die nächste Saison wichtige Themen unserer Zeit – wie Kriege
und Vertreibungen, Rechtsruck und Radikalisierung – auf.
Brisante Themen im heutigen Kontext sind ein
Politik und Macht. Und Antú Romero Nunes wird
wichtiges Standbein des aktuellen Programms.
mit Die Orestie von Aischylos die Grundlagen der
So wird etwa religiöser Wahn und Bigotterie in
Demokratie überprüfen.
Arthur Millers Hexenjagd behandelt, das heute
Es darf aber auch gelacht werden und so steht jede
wieder eine ganz neue Relevanz hat. Religiöse
Menge Gesellschaftskritik, humorvoll verpackt, am
Identität, Integration und Alltagsrassismus sind
Spielplan. Regisseur Andreas Kriegenburg inszeniert
Thema in Geächtet von Ayad Akhtar, das 2013 mit
die Pension Schöller und verspricht die nötige
dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde. Goethes
spielerische Anarchie. Slapstick pur garantiert
Künstlerdrama Torquato Tasso stellt die auch für
Herbert Fritsch, der bei Shakespeares Die Komödie
die Burg relevante Frage nach dem Stellenwert und
der Irrungen Schein und Sein nicht auseinander
der Überlebensfähigkeit von Kunst zwischen Geld,
halten wird.
16
Foto © Cornelia Hladej
HIGHLIGHT 2016 / 2017
24. 09.
2016
Torquato Tasso
Premiere | Johann Wolfgang Goethe
Goethes vielleicht persönlichstes Stück. Es erzählt in meisterhaftstrenger Versform von der „Disproportion des Talents mit dem Leben“,
von Kunst und Markt, Genies und Staatsmännern, Macht und Ohnmacht.
Mit Ignaz Kirchner als Alfons der Zweite, Herzog von Ferrara.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Hexenjagd
Premiere | Arthur Miller
Millers Drama ist eine Parabel auf die Kommunistenverfolgungen
der McCarthy-Ära. Es schildert eine historische Begebenheit aus den
Anfangsjahren der US-amerikanischen Geschichte: In der Stadt Salem
kam es 1692 zu einer Jagd auf vermeintliche Hexen.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
November
2016
Geächtet
Österreichische Erstaufführung |
Ayad Akhtar
Das 2013 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Stück des US-Amerikaners behandelt so komplexe Themen wie religiöse Identität und Alltagsrassismus, Integration und Selbsthass. Wie viel Weltoffenheit darf
man sich in Zeiten islamistischen Terrors überhaupt noch gestatten?
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Christine Nöstlinger –
die „Ein-Mann-Buchstabenfabrik“
Eine Kindheit ohne ihre Bücher – kaum vorstellbar! Mehr als
100 Kinder- und Jugendbücher hat die österreichische Schriftstellerin verfasst, viele davon längst Klassiker. Ihr Erstling Die
feuerrote Friederike (1970) etwa, Konrad aus der Konservenbüchse oder die Serie Geschichten vom Franz.
Christine Nöstlinger beschäftigt sich in ihren Geschichten mit
den Bedürfnissen und Alltagsproblemen von Kindern, behandelt
Themen wie Einsamkeit oder Identitätssuche. Aber auch
politische und gesellschaftskritische Aspekte finden Platz in
ihren Werken.
Die bald 80-jährige erhielt u.a. mehrmals den Kinderbuchpreis
der Stadt Wien, den Österreichischen Staatspreis für Kinderund Jugendliteratur und 2003 den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis – einen Nobelpreis für Kinderliteratur. Ihre Bücher
wurden in über 20 Sprachen übersetzt und teilweise verfilmt.
Die zweifache Mutter hat aber nicht nur für Kinder geschrieben,
sie verfasste auch Drehbücher, Hörspiele und Theaterstücke
und arbeitete für den Rundfunk und diverse Zeitungen
und Magazine. Sie selbst bezeichnet sich gerne als höchst
produktive „Ein-Mann-Buchstabenfabrik“.
Termin: Das Familienstück Lumpenloretta wird im Oktober im
Kasino uraufgeführt. Das Buch zum Stück ist im Überreuter
Verlag erschienen.
Foto © Georg Soulek
Dezember
2016
07. 09. 2016 | Der eingebildete Kranke | Molière
Argan ist ein Hypochonder: er zieht Ärzte zu Rate, die ihm geduldig
und gerne überflüssige Behandlungen gegen überteuerte Rechnungen
verschreiben.
Oktober 2016 | Lumpenloretta | Christine Nöstlinger | Uraufführung
Von A wie Anderssein und allererste Liebe bis Z wie Zirkusprinzessin –
das neue Familienstück (ab 8 Jahren) zum 80. Geburtstag von Christine
Nöstlinger.
22. 10. 2016 | Pension Schöller | Carl Laufs, Wilhelm Jacoby
Pension Schöller variiert mit dem „Bürger in Nöten“ – ein Lieblingsthema
des Genres Bühnenschwank.
Jänner 2017 | Die Komödie der Irrungen | William Shakespeare
Der typische Herbert Fritsch-Abend kommt grell, hoch stilisiert, hyperformal und sehr lustig daher. Nur eines ist er garantiert nicht: realistisch.
BURGTHEATER WIEN
Universitätsring 2 | 1010 Wien
Tel. +43 1 514 444 140 | www.burgtheater.at
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1010 Wien. [email protected]
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17
BURGTHEATER WIEN
KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN
EIN RAHMEN FÜR EINE
KULTUR OHNE GRENZEN
Casinos Austria und die Österreichischen Lotterien zählen zu
den größten Kulturförderern in Österreich. Ob bildende oder
darstellende Kunst, Musik oder Literatur - die Unternehmensgruppe
engagiert sich in allen Bereichen nachhaltig.
Kultur, so definiert es der Duden, ist die Gesamtheit
zunächst ihre kreativen und inspirierten Köpfe. Sie
der geistigen, künstlerischen und wissenschaft-
brauchen ein Umfeld, welches eine Entfaltung ohne
lichen Leistungen, die ein Volk und/oder eine
jedwede Zensuren, Barrieren und Einschränkungen
Epoche charakterisieren. Sie umfasst demnach nicht
gewährleistet.
nur die momentanen Ergebnisse kulturellen Schaffens,
wirtschaftlichen Basis, die ohne Einflussnahme auf
Sie
bedürfen
aber
auch
einer
sondern meint viel mehr auch den Freiraum, den die
den kreativen Inhalt fördert, unterstützt, ermöglicht.
Gesellschaft diesem Schaffensprozess gibt und den
Die öffentliche Hand ist längst nicht mehr im Stande,
Umgang mit dessen Ergebnissen.
diese Rolle im vollen Umfang wahrzunehmen. Private
Unterstützung von Mäzenen, vor allem aber auch von
Die Gesamtheit des künstlerischen und kulturellen
erfolgreichen Unternehmen, die über Sponsorings
Schaffens ist das Spiegelbild eines Landes und
gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen,
seiner Gesellschaft. Kunst und Kultur brauchen
ist unerlässlich.
18
BEZAHLTE ANZEIGE
Fotos © v.l.n.r.: Reinhard Werner (1), KHM mit MVK und ÖTM (2), Christoph Sebastian (3),Rupert Steiner (4)
VOLKSTHEATER WIEN
RONACHER
Die Casinos Austria und Österreichische Lotterien Gruppe,
ebenfalls bestens etablierter, Veranstaltungen
eine der weltweit führenden Anbieter von Glücksspiel
wie dem Grafenegg Festival, dem Kultursommer
und hochwertigem Entertainment, präsentiert sich
Laxenburg oder dem Wiener Kabarettfestival.
als einer der wichtigsten und nachhaltigsten Partner
der österreichischen Kulturszene. Eine Nachhaltigkeit,
Auch
die sich teils schon über mehrere Jahrzehnte, im Fall
seit vielen Jahren initiiert, organisiert und finanziell
lokal
werden
zahlreiche
Veranstaltungen
der Wiener Festwochen gar über 49 Jahre, erstreckt.
unterstützt: Events, von Vernissagen bis hin zu
Denn nur diese solide Basis und Verlässlichkeit
Literaturabenden, sollen Künstlern eine Plattform
können Bestehendes erhalten und Raum für Neues
bieten, um auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich
schaffen.
hat Casinos Austria selbst Akzente gesetzt, etwa
durch die Initiierung des Literaturpreises Alpha oder
das musikalische Pendant dazu, den „Casinos Austria
„UNS GEHT ES DARUM,
KUNST ZU ERMÖGLICHEN
UND DAS KULTURELLE ERBE
ZU ERHALTEN.“
GD Dr. Karl Stoss
Rising Star Award“. Die Österreichischen Lotterien
wiederum machen Museen und Theater über ihren
„Lotterien Tag“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
Genau in dieser Verbindung von alt und neu liegt
die Besonderheit im Kultursponsoring von Casinos
Austria und den Österreichischen Lotterien, wie
Generaldirektor Dr. Karl Stoss betont: „Unser Kunst-
Die langjährige Unterstützung durch Casinos Austria
und Kultursponsoring soll helfen, die bestehenden
und die Österreichischen Lotterien geben zum
Schätze des Landes zu bewahren und zugleich eine
Beispiel den Wiener Festwochen und den Bregenzer
Basis schaffen, auf der Neues entstehen kann.“
Festspielen seit Jahrzehnten ein solides Fundament.
Sie sind aber auch Partner jüngerer, mittlerweile
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www.casinos.at www.lotterien.at
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Foto © Erik Berg
„Ich habe dich
um das Leben
nicht gebeten.“
Gespenster
THEATER
AN DER WIEN
14 Premieren vom Barock bis zur Moderne, ein bombastisches
Finale des Jubiläumsjahres des Opernhauses sowie der Fokus
auf einen weiteren Jubilar – den englischen Dramatiker William
Shakespeare – sorgen für eine aufregende neue Saison.
Vierhundert Jahre nach William Shakespeares
Merry Wives of Windsor entstand, fortgeführt. Es
Tod (1616) setzt das Theater an der Wien einen
folgt die düstere Tragödie Macbeth – Giuseppe Verdi
Schwerpunkt mit fünf Opernwerken, die mit dem
war ein Bewunderer von Shakespeares Werken –
Schaffen des bedeutenden Dramatikers und seiner
sowie die Semi-Opera The Fairy Queen von Henry
Zeit eng in Verbindung stehen. Eröffnet wird die neue
Purcell, die auf der weltbekannten Komödie Ein
Spielzeit denn auch mit Hamlet – und zwar ganz neu.
Sommernachtstraum basiert. Ein weiterer Höhepunkt
So wurde extra eine eigene Musiktheaterversion
ist die Neueinstudierung der hochgelobten Don
des Stoffes für das 21. Jahrhundert beim deutschen
Giovanni-Inszenierung von Keith Warner aus dem
Komponisten Anno Schreier in Auftrag gegeben. Der
Jahr 2006. Diese ist der krönende Abschluss des
Shakespeare-Schwerpunkt wird mit Antonio Salieris
sjahres 10 Jahre Theater an der Wien. Auf die
originellster Oper Falstaff, die nach der Komödie The
nächsten 10 darf man gespannt sein!
20
Foto © Armin Bardel
HIGHLIGHT 2016 / 2017
14. 09.
2016
Hamlet
Neuproduktion | Anno Schreier
Für das Shakespearejahr 2016 hat das Theater an der Wien einen
neuen Hamlet in Auftrag gegeben: Schriftsteller Thomas Jonigk hat
eine Version des Stoffes fürs 21. Jahrhunderts geschaffen, die Musik
kommt vom jungen, aber bereits etablierten Komponisten Anno Schreier.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
12. 10.
2016
Falstaff
Neuproduktion | Antonio Salieri
Und noch mehr Shakespeare: Die Oper nach der Komödie The Merry
Wives of Windsor bietet Sex-and-Crime in Windsor, Ehebruch und Eifersucht. Ausgangspunkt des Dramas: Zwei identische Liebesbriefe sorgen
auf einer Society-Party bei Mr und Mrs Slender für einen Skandal.
Erwin Schrott –
Opern-Star aus Montevideo
HIGHLIGHT 2016 / 2017
03. 04.
2017
Ballett
Gespenster | Nils Petter Molvaer
Das Ballett nach dem Drama von Henrik Ibsen ist ein Gastspiel des
Norwegischen Nationalballetts Oslo. Die berühmte Geschichte wird
als getanztes Theater ausdrucksstark auf die Bühne gebracht. Am 08.
04. ist ein weiteres Ballett der gleichen Formation zu sehen: Aus der
Oper Carmen, 2. Suite L´Arlesiene.
UND NOCH
MEHR TIPPS …
11. 11. 2016 | Macbeth | Giuseppe Verdi | Neuproduktion
Die erste Auseinandersetzung Verdis mit einem Drama von Shakespeare ist an verschiedenen Tagen in unterschiedlichen Fassungen zu
hören. Placido Domingo als Macbeth tritt am 13., 17. und 20. 11. auf.
19. 01. 2017 | The Fairy Queen | Henry Purcell | Neuproduktion
Die Variante von Shakespeares Sommernachtstraum enthält viel
von Purcells bester Musik, melancholische Liebesklagen, satirische
Nummern und differenzierte, farbenreiche Instrumentalpassagen.
17. 02. 2017 | Peer Gynt | Werner Egk | Neuproduktion
Henrik Ibsens fantastisches Stück über die Suche eines verstiegenen
Egomanen nach dem Sinn des Lebens in einer Inszenierung von Peter
Konwitschny.
Geht es um einen männlichen Mozart-Interpreten, ist Erwin Schrott
stets erste Wahl. Hat sich doch der 43-Jährige als einer der wichtigsten
Sänger von Rollen wie Don Giovanni, Leporello und Figaro etabliert.
Ganz nebenbei sieht er auch hervorragend aus, was bei Rollen wie dem
Schwerenöter Don Giovanni auch kein Fehler ist. Bereits mit 22 Jahren
debütierte Schrott, der in Montevideo in Uruguay geboren wurde, als
Roucher in Andrea Chénier. Kurz darauf erlangte er internationalen
Ruhm und trat in zahlreichen großen Opernhäusern auf. So sang er u.a.
im Teatro all Scala, der MET in New York, der Opéra National de Paris,
der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden oder
bei den Salzburger Festspielen.
2012 erhielt der Bassbariton den „ECHO“ Klassik Preis für sein Album
Rojotango. Zukünftige Projekte des 43-Jährigen beinhalten Mefistofele
in München, Don Giovanni an der New Yorker Met und Tosca in Berlin.
Termin: Am Theater an der Wien war der Ex-Lebensgefährte von Anna
Netrebko, mit der er den gemeinsamen Sohn Tiago hat, zuletzt 2009
als Don Giovanni zu erleben. Heuer spielt er diese Partie anlässlich des
10-Jahre-Jubiläums in einer Neueinstudierung am 28. + 31. 12. 2016.
THEATER AN DER WIEN
Linke Wienzeile 6
1060 Wien
Tel. +43 1 588 30 1010
www.theater-wien.at
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 588 85
online unter www.theater-wien.at/index.php/de/tickets
Infos über Abos unter der Hotline +43 1 588 30 2903
GRATIS
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17. 03. 2017 | Elisabetta | Gioachino Rossini | Neuproduktion
Das Drama um die englische Königin Elisabetta, ihre unglückliche Liebe
zum Feldherrn Leicester und die Intrigen dessen Widersachers Norfolc.
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21
Evita
RONACHER &
RAIMUND THEATER
Die Liebesgeschichte eines der wohl schillerndsten Theater-Ehepaare, der Aufstieg Eva Peróns zur First Lady sowie ein Wiedersehen
mit den charmanten Charakteren Don Camillo und Peppone unterhalten mit schönen Melodien und mitreißenden Songs.
Das Wiener Publikum darf mal wieder das
Theaterdirektors Emanuel Schikaneder schlüpfen.
Erste sein, das eine Welturaufführung zu sehen
Schon ein erprobter Erfolg ist das Kultmusical
bekommt. Ist doch das Musical Schikaneder,
Evita,
das ab Herbst mit der Geschichte des größten
bis Ende Dezember 2016 in die Verlängerung
das
aufgrund
des
großen
Triumphes
Theatermanns des 18. Jahrhunderts bezaubert, eine
geht. Anschließend wird die Bühne frei für Don
Eigenproduktion und die bereits zwölfte Musical-
Camillo & Peppone (Buch: Michael Kunze, Musik:
Uraufführung
Wien.
Dario Farina). Der beliebte Klassiker – bekannt
Publikumsliebling Mark Seibert, der Zuschauern
der
Vereinigten
Bühnen
durch die Romane von Giovannino Guareschi
durch zahlreiche Hauptrollen in großen Musical-
und die Verfilmungen mit Fernandel und Gino
Produktionen ein Begriff ist, wird in die Rolle des
Cervi – wird im Wiener Ronacher im Frühjahr 2017
Schauspielers, Sängers, Regisseurs, Dichters und
österreichische Erstaufführung feiern.
22
Foto © Deen van Meer
„Wein’ nicht
um mich,
Argentinien.“
Foto © Rafaela Pröll
Foto © Deen van Meer
| HIGHLIGHT 2016/ 2017
RAIMUND THEATER | HIGHLIGHT 2016 / 2017
Evita
15. 09. 2016 bis
31. 12. 2016
ab
30. 09. 2016
Wiederaufnahme
Foto © Paul Ott
Die turbulente Liebesgeschichte hinter der Zauberflöte ist eine
romantische Musical-Komödie über eines der wohl schillerndsten
Theater-Ehepaare des 18. Jahrhunderts. Der junge, vielfach begabte
Schauspieler, Sänger, Dichter, Regisseur und Theaterdirektor Emanuel Schikaneder begeistert von Anfang an sein Publikum. Seine Strahlkraft auf der Bühne steht seinem Charme abseits des Theaters in nichts
nach – vor allem die Frauen liegen ihm reihenweise zu Füßen. Sein Herz
erobert aber nur Eleonore. Den steilen Aufstieg von Emanuel und Eleonore Schikaneder scheint nichts aufhalten zu können. Der gemeinsame
Zauber wird jedoch durch eines getrübt: Die rastlose Untreue Schikaneders. Ihre einstige große Liebe wird auf die Probe gestellt. Eine Gratwanderung zwischen Vergeben und Vertrauen beginnt.
Foto © Paul Ott
Der Welterfolg mit der großartigen Partitur von Tim Rice und Andrew
Lloyd Webber findet so viele Fans, dass Evita auch im Herbst noch
weiter singen darf. So erfüllen bis Jahresende einige der besten Musicalsongs aller Zeiten wie Wein’ nicht um mich, Argentinien und der Oscargekrönte Welthit You Must Love Me den Saal des Ronacher.
Das beliebte Musical erzählt die unvergessliche Geschichte von Eva
Perón, vom Volk liebevoll „Evita“ genannt, von ihrem gesellschaftlichen
und politischen Aufstieg, vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse in Argentinien zwischen 1934 und 1952. Evitas Weg nach ganz oben
wird von etlichen Liebhabern gesäumt, bis sie schließlich auf den Militärattaché Perón trifft. Sie unterstützt ihn tatkräftig bei seinen Aufstiegsplänen zum Präsidenten und wird selbst zur First Lady.
Schikaneder
Weltpremiere
RONACHER
RAIMUND THEATER
Seilerstätte 9
1010 Wien
Wallgasse 18–20
1060 Wien
www.musicalvienna.at
www.musicalvienna.at
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 588 85 oder online unter
www.musicalvienna.at
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 588 85 oder online unter
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23
Foto © Jan Frankl
„Man hat halt oft
so eine Sehnsucht
in sich.“
Ödön von Horváth
THEATER IN
DER JOSEFSTADT
Mit einer ungewöhnlichen Entdeckung wird die kommende
Spielzeit eröffnet: Auf abenteuerliche Weise tauchte bei einer
Auktion ein bislang unbekanntes Stück von Ödön von Horváth auf.
Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger wird das Drama uraufführen.
Niemand – so der Titel – des expressionistischen
Bombenattentat verhindert werden soll. Peter
„Miethausdramas“ galt als verschollen und ist
Turrini wird sich in Sieben Sekunden Ewigkeit mit
ein Frühwerk des österreichisch-ungarischen
der Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr
Schriftstellers. In der Uraufführung des Theaters
auseinandersetzen und Felix Mitterer beschäftigt sich
in der Josefstadt sind Gerti Drassl und Florian
in Galápagos mit Aussteigerfantasien.
Teichtmeister in tragenden Rollen zu sehen.
Aber auch Klassiker stehen am Programm: So sind
Aber auch die weiteren vier Uraufführungen der
Hofmannsthals Schwierige und Ibsens Wildente zu
Saison 2016/17 können sich sehen lassen – darunter
sehen. Ein Wiedersehen gibt es mit dem ehemaligen
Stücke von Peter Turrini, Felix Mitterer und Daniel
Volkstheater-Intendant
Kehlmann. Kehlmanns Drama Heilig Abend handelt
dieser wird mit Nestroys Das Mädl aus der Vorstadt
von einem Verhör, bei dem ein mutmaßliches
sein Debüt als Regisseur an der Josefstadt feiern.
24
Michael
Schottenberg
–
Foto © Jan Frankl
HIGHLIGHT 2016 / 2017
01. 09.
2016
Niemand
Uraufführung | Ödön von Horváth
Das bis dato unbekannte Horváth-Stück spielt im Mietshaus des
Wucherers Fürchtegott Lehmann. Hier leben Menschen, die durch die
Wirtschaftskrise am Existenzminimum leben. So trifft man etwa auf den
Musiker Klein, der vor der Delogierung steht oder den Zuhälter Wladimir.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
12. 01.
2017
Sieben Sekunden
Ewigkeit
Uraufführung | Peter Turrini
Der Titel des Stücks bezieht sich auf den skandalumwitterten Nacktauftritt der Schauspielerin Hedy Lamarr (1914−2000) im Film Ekstase. Die Gedankenwelt des späteren Stars erkundet Peter Turrini in
einem Monolog, der von Sandra Cervik wiedergegeben wird.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
02. 02.
2017
Heilig Abend
Uraufführung | Daniel Kehlmann
Es ist halb elf. 24. Dezember. Eine Frau, ein Mann, ein Verhör. Der
Mann behauptet, dass die Frau um Mitternacht einen geplanten terroristischen Anschlag in die Tat umsetzen will. Die Zeit läuft. Kehlmanns gar
nicht besinnliches Weihnachtsstück: spannend und hochpolitisch.
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Florian Teichtmeister –
ausgezeichneter Publikumsliebling
Einseitigkeit kann man dem Wiener Schauspieler nicht zum Vorwurf
machen. So wechselt der 36-jährige scheinbar permanent zwischen
verschiedenen Bühnen und Drehorten. Regelmäßig glänzt Florian
Teichtmeister als fixes Ensemblemitglied auf der Bühne des Theaters
in der Josefstadt, ist aber ebenfalls regelmäßiger Gast bei österreichischen und internationalen Festivals wie etwa bei den Salzburger Festspielen in Matthias Hartmanns Nestroy-Inszenierung Lumpazivagabundus. Neben dieser Theatertätigkeit steht er auch immer wieder vor der
Kamera, wo er im Jahr 2000 in Arthur Schnitzlers Spiel im Morgengrauen von Götz Spielmann debütierte. Später spielte er unter anderem
im Tatort, SOKO Kitzbühel, Spuren des Bösen, Die Chefin oder in Altes
Geld. Im Kino war er zuletzt in Das Tagebuch der Anne Frank zu sehen
und demnächst im Fernsehfilm Costa Concordia.
Diese Vielfalt bei gleich guter Qualität wird vom Publikum belohnt –
so war Teichtmeister 2004 als Shootingstar für die „Romy“ nominiert,
2013 und 2015 gewann er den „Nestroy Publikumspreis“ und 2014 den
„Deutschen Schauspielerpreis“.
Termin: Zum Saisonauftakt inszeniert Herbert Föttinger Ödön von
Horváths bisher unbekanntes und erst im Vorjahr von der Wienbibliothek ersteigertes Stück Niemand mit Florian Teichtmeister (Premiere:
1. September).
03. 11. 2016 | Winter Wonderettes | Roger Bean | Kammerspiele |
Europäische Erstaufführung
Ein Stück über vier Freundinnen, die bei einer Firmenweihnachtsfeier
auftreten. Dazu kommt ein fehlender Weihnachtsmann, sein Sack und
ein Weihnachtswunder.
Foto © Moritz Schell
08. 09. 2016 | Monsieur Claude und seine Töchter |
Philippe de Chauveron & Guy Laurent | Kammerspiele | Uraufführung
Die Hochzeiten ihrer drei Töchter mit Männern aus anderen Kulturkreisen setzen Monsieur Claude und seine Frau Marie gehörig unter Anpassungsdruck.
THEATER
IN DER JOSEFSTADT KAMMERSPIELE
DER JOSEFSTADT
Josefstädter Straße 26
1080 Wien
Rotenturmstraße 20
1010 Wien
15. 12. 2016 | Die Kehrseite der Medaille | Florian Zeller |
Kammerspiele | Österreichische Erstaufführung
Zwei Paare kennen sich schon ewig. Dann trennt sich Patrick von Laurence,
weil er sich in eine andere verliebt hat – es folgt ein Essen mit der Neuen…
Tel. +43 1 42 700
www.josefstadt.org
16. 03. 2017 | Galápagos | Felix Mitterer | Uraufführung
Die Vorgänge rund um einige Aussteiger, die sich mitten in der Weltwirtschaftskrise auf einer Insel im Galápagos-Archipel niedergelassen haben.
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 42 700 300
online unter
www.josefstadt.org/Theater/Karten/Onlineverkauf.html
25
Foto © Barbara Pàlffy / Volksoper Wien
„Ich bin ein Star,
ein großer Star,
mit allen Launen.“
Axel an der
Himmelstür
VOLKSOPER WIEN
Ein Karriereratgeber als Musicalhit, ein Musikstück, in dem sich
alles um einen exzentrischen Star dreht und das neue Genre „BaRockOper“ sind die aufregenden Zutaten des aktuellen VolksopernSpielplans. Gespickt mit jeder Menge weiterer Highlights.
Den
garantiert
und Angelika Messner. Jacques Offenbachs Oper
Ralph Benatzkys Erfolgsoperette Axel an der
schwungvollen
Saisonauftakt
Hoffmanns Erzählungen und Emmerich Kálmáns
Himmelstür. Weitere Premieren sind Frank Loessers
Operette Die Zirkusprinzessin kehren in neuem
Musical Wie man Karriere macht, ohne sich
Gewand auf die Bühne zurück und im Kasino am
anzustrengen, Catalanis Opernrarität La Wally und
Schwarzenbergplatz glänzt das Ensemble erstmals
die konzertante Aufführung von Erich Wolfgang
in einer zeitgenössischen Opernproduktion – in
Korngolds Meisterwerk Das Wunder der Heliane mit
Manfred Trojahns Limonen aus Sizilien.
Meagan Miller in der Titelrolle.
Das Ballett zeigt mit der preisgekrönten Choreo-
Mit der Uraufführung von Vivaldi – Die fünfte
graphie von Cendrillon und dem dreiteiligen Ballett-
Jahreszeit präsentiert die Volksoper bereits zum
abend Der Feuervogel, Petruschka und Movements
zweiten Mal ein Werk von Christian Kolonovits
to Stravinsky spannende zeitgenössische Arbeiten.
26
Foto © Johannes Ifkovits
HIGHLIGHT 2016 / 2017
17. 09.
2016
Axel an der
Himmelstür
Premiere | Ralph Benatzky
Ralph Benatzkys 77. Operette wurde 1936 uraufgeführt und machte
die junge Zarah Leander über Nacht zum Star. Mit dem untypischen
Kontra-Alt der Diva, Hollywood als Spielort und Schlagern wie „Kinostar,
du Abgott dieses Jahrhunderts“ oder „Gebundene Hände“ kam noch einmal frischer Wind in das Genre der Operette.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
13. 11.
Davide Dato –
vom Salsa- zum Solotänzer
Premiere | Ballett
In der Choreographie von Thierry Malandain wandelt sich die Geschichte von Aschenputtel zu einem Nachdenken über den Werdegang eines
Tanzstars: Der Weg an die Spitze ist mühevoll und voller Zweifel. Er führt
erst nach Widrigkeiten, Schmerz und Hoffnung zum Erfolg.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Wie man Karriere
25. 02. macht, ohne sich
2017
anzustrengen
Premiere | Frank Loesser
Sieben Tony Awards und der begehrte Pulitzer-Preis – das war die
stolze Ausbeute für das 1961 uraufgeführte Musical, das eine brillante
Parodie auf den amerikanischen Traum ist. Das Stück basiert auf dem
gleichnamigen Karriere-Ratgeber.
Das Ausnahmetalent begeistere sich schon früh für den Tanz.
Gemeinsam mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Greta trainierte der Italiener Jazztanz, Hip-Hop, Salsa und auch Mambo. Die beiden
waren gut und ehrgeizig und stellten ihr Können bei zahlreichen Wettbewerben unter Beweis.
Als Davide Dato mit 16 Jahren ein Stipendium für die Ballettschule der
Wiener Staatsoper bekam, trennten sich ihre Wege (die Schwester tanzt
immer noch, allerdings in Italien). Nach seiner Ausbildung wurde Dato
Mitglied des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper. Seine weitere Karriere absolvierte er in Riesenschritten – oder vielleicht eher Spagatsprüngen. 2011 avancierte er zum Halbsolisten des Wiener Staatsballetts, 2013 wurde er zum Solotänzer ernannt und im Mai 2016 stieg er
mit gerade mal 25 Jahren zum Ersten Solotänzer auf. Am Abend seiner
Ernennung war der Tänzer in der vom Publikum umjubelten und mit
Standing Ovations bedachten Wiederaufnahme von Nurejews Ballettklassiker als Basil zu erleben.
Termin: Am 28. 04. 2017 ist Davide Dato in der Premiere von Der Feuervogel / Petruschka / Movements to Stravinsky zu erleben. Dieser Abend
des Wiener Staatsballetts ist drei bedeutenden Bühnenwerken des 20.
Jahrhunderts gewidmet. Die Choreographen stellen sich der Herausforderung, diese Legenden der Ballettkunst neu zu interpretieren.
Foto © Dimo Dimov
2016
Cendrillon
(Aschenputtel)
UND NOCH
MEHR TIPPS …
15. 10. 2016 | Hoffmanns Erzählungen | Jacques Offenbach | Premiere
Der Dichter E. T. A. Hoffmann als Hauptfigur erzählt seinen Freunden in einer
Kneipe drei Liebesgeschichten, die er selber erlebt haben will.
VOLKSOPER WIEN
28. 01. 2017 | Das Wunder der Heliane | E. W. Korngold | Premiere
Zum 120. Geburtstag des Komponisten und 90 Jahre nach der Uraufführung nimmt sich die Volksoper Wien erstmals dieses Meisterwerks an.
Tel. +43 1 514 44-36 70
www.volksoper.at
03. 06. 2017 | Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit |
Christian Kolonovits | Premiere
Die „BaRock-Oper“ erzählt das aufregende, skandalträchtige und dramatische Leben des „roten Priesters“, Antonio Vivaldi, dem Superstar
der Barockmusik schlechthin.
Währinger Straße 78
1090 Wien
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 513 1 513
per Fax an +43 1 514 44 3669
per Mail an [email protected]
online unter www.volksoper.at
oder schriftlich an Volksoper Wien, Stadtbüro
Goethegasse 1, 1010 Wien
27
Foto © Robert Polster
„I am a
passenger on
that ship.“
Das Narrenschiff
VOLKSTHEATER
Theater handelt immer von Gemeinschaft – und von jenen, die aus
dieser ausgeschlossen sind, den Fremden, den Anderen. Von diesen
Mechanismen des Zusammenlebens, den Interaktionen zwischen
„drinnen“ und „draußen“, handeln die aktuellen Produktionen.
Damit wird das Langzeitprojekt der künstlerischen
Eröffnet wird die Spielzeit mit der Bühnenfassung
Direktorin Anna Badora das Volkstheater „zu einem
von Katherine Anne Porters Roman Das Narrenschiff,
Ort zu machen, in dem gesellschaftlicher Diskurs
der durch die Verfilmung mit Oskar Werner berühmt
stattfindet“ weiter gefördert, denn auch in ihrer
wurde. Mit der Übernahme von Yael Ronens
zweiten Spielzeit will sie polarisieren und Besucher wie
Niemandsland aus Graz, einer Medea-Inszenierung
Kritiker dazu bringen Haltung zu beziehen.
der Intendantin, Elfriede Jelineks Rechnitz (Der
Auf dem dazugehörigen Programm stehen neben
Würgeengel), Nikolaus Habjans Inszenierung von
Klassikern der Dramenliteratur neun Uraufführungen,
Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise für
eine deutschsprachige und eine österreichische
Puppen und Menschen oder Ödön von Horváths
Erstaufführung – und wieder internationale Festivals
Kasimir und Karoline, sollen virulente heutige Themen
und Projekte, die sich der Stadtrealität in Wien widmen.
von Krise, Fremdheit und Toleranz behandelt werden.
28
Foto © Reportér magazín/Johana Pošová
HIGHLIGHT 2016 / 2017
09. 09.
2016
Das Narrenschiff
Uraufführung | Katherine Anne Porter
Vor allem Deutsche, Spanier und Amerikaner sind auf jenem „Narrenschiff“, das 1931 von Mexiko nach Deutschland unterwegs ist. Viele
haben leidvolle Erfahrungen hinter und eine ungewisse Zukunft in Europa
vor sich. In gereizter Atmosphäre lassen sie voreinander die Masken fallen.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
20. 11.
2016
Medea
Premiere | Franz Grillparzer
Die Ehetragödie Medea bildet den Schwerpunkt der Grillparzer Trilogie
Das Goldene Vlies und erzählt von der Rückkehr des Argonautenführers
Jason mit seiner Frau Medea und deren beiden Kindern nach Korinth sowie
deren tragischem Ende.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
11. 12.
2016
Rechnitz
(Der Würgeengel)
Premiere | Elfriede Jelinek
Beim Massaker von Rechnitz wurden im März 1945 vermutlich an die
200 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter ermordet. Jelinek lässt Zeugen eines jener „Endphaseverbrechen“ berichten, in denen angesichts
der bevorstehenden Niederlage des NS-Regimes das Morden noch einmal exzessiv vollzogen wurde.
Dušan David Parízek –
erfolgreiches Multi-Talent
Das Theater ist Dušan David Pařízeks Welt – und die kennt er auch
aus vielen Perspektiven: So ist der gebürtige Tscheche Theaterregisseur, -gründer und –leiter, verfasst Bühnenfassungen von Texten
und entwirft Bühnenbilder. Geboren in Brünn, studierte der heute
45-jährige Komparatistik und Theaterwissenschaften an der Universität
München sowie Schauspiel und Regie an der Akademie für Darstellende
Künste in Prag.
Noch während seines Studiums gründete er 1998 das Prager Kammertheater. Bis 2012 war Pařízek Leiter des Ensembles, welches mehrfach
als tschechisches „Theater des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Der
Schwerpunkt lag dabei auf Uraufführungen tschechischer Autoren
sowie auf tschechischen Erstaufführungen deutscher und österreichischer Stücke. So widmete sich Pařízek mehrfach dem Werk Thomas
Bernhards und Elfriede Jelineks, er inszenierte Stücke von Robert Musil
und Roland Schimmelpfennig.
Seit 2002 arbeitet er als Regisseur an den großen Häusern in Deutschland und der Schweiz, die er meist auch als Bühnenbildner ausstattet. In
Wien arbeitete er erstmals 2014 (am Akademietheater). Hier fand auch
seine Inszenierung von „Die lächerliche Finsternis“ statt, die mehrfach
als Beste Inszenierung ausgezeichnet wurde.
Termin: Das Narrenschiff: Bühnenfassung, Regie und Bühne Dušan
David Pařízek. Ab 09. 09. 2016.
25. 09. 2016 | Niemandsland | Yael Ronen und Ensemble | Uraufführung
Osama ist Palästinenser, Jasmin Israelin. Gemeinsam landen sie in Wien:
Ein Geflecht von Geschichten über Krieg, Traumata und die Macht des
Grenzregimes.
Dezember 2016 | Mugshots | Thomas Glavinic | Uraufführung
Thomas Glavinic inszeniert sein erstes Theaterstück: ein modernes Großstadtmärchen um eine bedrohte Frau und ihren scheinbaren Retter.
Foto © Christoph Sebastian
UND NOCH
MEHR TIPPS …
VOLKSTHEATER
Neustiftgasse 1
1070 Wien
Tel. +43 1 52 111-0
www.volkstheater.at
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 52 111-400
per Mail an [email protected]
online unter www.volkstheater.at/karten
29
Giuseppe Verdi,
Komponist
Macbeth
WIENER
STAATSOPER
275 Jahre Operngeschichte umfasst die Saison des Hauses am Ring.
Diese reicht von Alcina von 1735 bis Medea von 2010 und bietet
Drama und Emotionen pur. So geht es um Kränkung und Rache,
amouröse Irrfahrten oder das Seelendrama einer Femme fatale.
Vom oft gesehenen Klassiker über selten aufgeführte
und gleich zwei Verdi-Opern – nämlich Falstaff
Geheimtipps bis zur eigens geschriebenen Urauf-
und Il trovatore – Premiere feiern. Für das jüngste
führung reicht die unglaubliche Bandbreite des
Opernpublikum gibt es einen neuen Aufführungsort.
aktuellen Spielplans: Fans von großen Tragödien
Die Agrana Studiobühne in der Walfischgasse wird so
werden ebenso beglückt wie Freunde der fröhlich
u. a. von Tristan Schulzes Patchwork, einem Auftrags-
italienischen Oper oder Wagner-Liebhaber. Ganze
werk der Wiener , bespielt.
54 verschiedene Opernwerke – darunter fünf Opern-
Ein ganz besonderes Galakonzert ist das Topping
premieren – sowie drei Kinderopern und 10 ver-
auf dem reichhaltigen Aufführungskalender: Am 19.
schiedene Ballettprogramme stehen heuer am
Mai 2017 feiert KS Plácido Domingo sein 50-jähriges
Programm. So werden beispielsweise Christoph
Bühnenjubiläum an der Wiener Staatsoper mit einem
Willibald Glucks Armide, Richard Wagners Parsifal
hochkarätig besetzten Galakonzert.
30
Foto © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
„Ich glaube,
dass diese Oper
unserer Musik
eine neue Richtung
geben kann.“
Foto © José Zakany
HIGHLIGHT 2016 / 2017
04. 12.
2016
Falstaff
Premiere | Giuseppe Verdi
Verdis heitere italienische Oper, die mit doppelbödigem Witz und in
höchster Virtuosität die amourösen Irrfahrten Falstaffs abhandelt, um
schließlich fulminant in der Schlussfuge zu enden, die lautet: Tutto nel
mondo è burla. – Alles in der Welt ist ein Scherz!
HIGHLIGHT 2016 / 2017
05. 02.
2017
Il trovatore
Premiere | Giuseppe Verdi
HIGHLIGHT 2016 / 2017
30. 03.
2017
Parsifal
Premiere | Richard Wagner
Wagner bezeichnete sein letztes Bühnenwerk als Bühnenweihfestspiel. Mit diesem Musikdrama wollte er „den Kern der Religion retten“.
Traditionsgemäß wird Parsifal gern in der Osterzeit aufgeführt (der 3.
Akt spielt an einem Karfreitag). Regie: Alvis Hermanis.
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Plácido Domingo –
die lebende Legende
In punkto Bühnenpräsenz und Ausstrahlung gibt es wohl kaum einen,
der ihn übertreffen kann. Er füllt all seine Rollen mit Leben – und das
mehr als jeder andere Tenor zuvor. Umfasst das Gesangsrepertoire des
spanischen Opernsängers doch 134 verschiedene Rollen – eine Anzahl,
die bislang von keinem Tenor je erreicht worden ist. Aber auch als Dirigent (er leitete weltweit über 450 Opern- und Konzertaufführungen)
und Operndirektor (Los Angeles Opera und Washington National Opera) machte sich Plácido Domingo einen Namen und so gilt er völlig zu
Recht als einer der bedeutendsten Künstler des 20./21. Jahrhunderts.
Ihm gelang es auch – gemeinsam mit Luciano Pavarotti und José
Carreras – das Genre Oper massentauglich populär zu machen: Die Drei
Tenöre wurden zweifelsfrei zu einer Art musikalischem Mythos.
An der Wiener Staatsoper – deren Ehrenmitglied er ist – trat Domingo seit seinem Debüt 1967 (Don Carlo) an mehr als 220 Abenden auf
(davon 34 Mal als Dirigent).
Termin: Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums gibt es am 19. Mai 2017 ein
Galakonzert unter Dirigent Marco Armiliato mit: KS Plácido Domingo,
Ana María Martínez, Sonya Yoncheva, Aida Garifullina, KS Ramón Vargas, Rolando Villazón, Kwangchul Youn, Marco Caria.
Foto © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Und noch mal Verdi. Sein Il trovatore gehört zu den bekanntesten und
beliebtesten Werken der Opernliteratur. Nach 16 langen Jahren der
Absenz kehrt der Publikumsrenner an die Wiener Staatsoper zurück.
Und das in Top-Besetzung: Mit Anna Netrebko als Leonora!
Ab 08. 12. 2016 | Macbeth | Giuseppe Verdi
Mit dieser Vertonung eines Shakespeare-Dramas wagte Verdi ein StilExperiment: Für Lady Macbeth gab es keinen Schöngesang, sondern
intensiven Ausdruck, der ihr Streben nach Macht zeigen soll.
Ab 16. 10. 2016 | Armide | Christoph Willibald Gluck | Premiere
Im Zentrum steht die Zauberin Armide, die sich in verzweifelter Liebe nach Renaud verzehrt. Glucks facettenreiches Seelendrama dieser
zugleich liebenden und hassenden Frau.
WIENER STAATSOPER
Opernring 2
1010 Wien
Ab 18. 06. 2017 | Pelléas et Mélisande | Claude Debussy | Premiere
Die Oper rund um die rätselhafte Mélisande und deren Beziehung zu den
beiden ungleichen Brüdern Pelléas und Golaud.
19. 02. 2017 | Le Pavillon d‘Armide | Le Sacre | Premiere
Choreograf John Neumeier zeigt in dieser eindrucksvollen BallettPremiere seine Fassung von Nikolai Tscherepnins Le Pavillon d’Armide
sowie von Igor Strawinskis Le Sacre du printemps.
Tel. +43 1 51444-22 50
www.wiener-staatsoper.at
Kartenverkauf
telefonisch unter +43 1 513 1 513
per Fax an +43 1 51444 2969
online unter https://www.culturall.com/ticket/isto/
oder schriftlich an das Bestellbüro
der Wiener Staatsoper, Hanuschgasse 3, 1010 Wien
31
v.l.n.r.: Mag. Robert Gulla © LUKOIL
25 Jahre LUKOIL
im Wiener Konzerthaus
In der einzigartigen Atmosphäre des Wiener Konzerthauses
fand im April dieses Jahres das 25-jährige Jubiläum von LUKOIL
mit dem Tschaikowski-Symphonieorchester einen klangvollen
Höhepunkt. Im Interview spricht Robert Gulla (Geschäftsführer
LUKOIL Holding) über die Hintergründe des Konzerts und über
sein ganz persönliches Kulturverständnis.
Warum fiel die Wahl für die Jubiläums-Feierlichkeiten
Für LUKOIL ist Wien nicht nur eine herausragende Kulturstadt,
ausgerechnet auf Wien?
sondern aus wirtschaftlicher Sicht auch ein wichtiger Dreh-
Wir haben ganz gezielt Wien als Schauplatz unseres
und Angelpunkt für internationale Aktivitäten. Mit dem
25-Jahre-Jubiläums gewählt und das bedeutendste
fortlaufenden Ausbau unseres unternehmerischen und
Orchester Russlands, das Tschaikowski-Symphonieorchester,
gesellschaftlichen Engagements geben wir ein deutliches
für diesen besonderen Abend nach Österreich geholt. Für
Bekenntnis für den Wirtschaftsstandort Österreich und das
die zahlreichen heimischen und internationalen Partner
Wiener Headquarter ab.
wurde mit Werken von Tschaikowski, Ravel und Prokofiew
ein unvergesslicher musikalischer Abend im Ambiente eines
Internationale Unternehmen bekennen sich immer mehr
Fin-de-Siècle-Festsaals inszeniert.
zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung – Stichwort
CSR. Inwiefern stehen bei LUKOIL Kultur und soziales
Was
bedeuten
Kultur
und
Tradition
für
Sie
Engagement miteinander in Verbindung?
ganz persönlich?
Kultur kann einen wichtigen Beitrag zum Ausbau
Kultur bedeutet für mich Lebensqualität. Wien bietet ein
zwischenmenschlicher
Beziehungen
leisten.
Wir
enormes kulturelles Angebot und ist vermutlich auch
haben beim Event im Konzerthaus auch zahlreiche
deswegen bereits mehrmals zur lebenswertesten Stadt
Partnerorganisationen eingeladen, die wir seit Jahren
gekürt worden. Das Erfolgsrezept: Wiener Schnitzel trifft
unterstützen und mit denen wir gemeinsam Projekte
auf Kulinarik aus aller Welt, Hochkultur geht Hand in Hand
umsetzen. Denn mit Tochtergesellschaften in über 40
mit moderner Pop-Kultur, und Menschen aus unzähligen
Ländern sind kulturelles und soziales Engagement
Nationen arbeiten und leben zusammen. Unser 25-jähriges
wichtige Eckpfeiler der LUKOIL-Unternehmensphilosophie.
Jubiläum im besonderen, traditionellen Rahmen des Wiener
Wir haben vor kurzem auch einen Verein gegründet,
Konzerthauses feiern zu dürfen, verdeutlicht für mich auch
der jungen Menschen aus ökonomisch und sozial
die Symbiose zweier Welten und Kulturen.
benachteiligten Verhältnissen sowie Jugendlichen mit
Migrationshintergrund beim Einstieg ins Berufsleben unter
LUKOIL als größtes russisches Mineralölunternehmen
die Arme greift. Das ist ein Projekt, das mir persönlich
in privater Hand investiert seit Jahren in den
sehr am Herzen liegt und wo es vielfach auch um eine
Wirtschaftsstandort Wien. Welche Rolle spielt die
sehr wichtige Form von Kultur geht – nämlich um den
Bundeshauptstadt für LUKOIL?
interkulturellen Dialog.
32
Foto © Udo Leitner
Tim Fischer, „Häuptling Abendwind“ , Andrea Eckert, Ornella Vanoni
Gino Paoli, Stermann & Grissemann
THEATER AKZENT
So kann der Herbst kommen! Ein Feuerwerk spannender
Unterhaltung im Theater Akzent.
Bekannt für seinen vielfältigen und abwechslungs-
Gast, entwickelt sich zum Dauerbrenner (7.10.), Lady
reichen Spielplan bietet das Theater Akzent auch
Sunshine & Mister Moon alias Elisabeth Heller und
im Herbst 2016 Premieren und präsentiert neue und
Oliver Timpe präsentieren die lang ersehnte erste CD
gern gesehene KünstlerInnen.
ihrer Revue mit den schönsten Melodien der 20er- bis
Im Mittelpunkt der kommenden Monate stehen zwei
50er-Jahre (22.10.), zwei ganz große Bühnenstars, in
Premieren mit hohem Unterhaltungswert: Das Team
der ORF-Serie Winzerkönig bereits liiert, Wolfgang
(u.a. mit Stefano Bernardin) um Regisseur Hubsi
Hübsch und Christine Ostermayer debütieren in
Kramar macht bei „Häuptling Abendwind“ von
Wien mit schwarzem Humor vom Feinsten, von
Johann Nestroy (ab 4. 11.) den Weltuntergang zu
Lida Winiewicz (ab 19.9.) und die Neue Oper Wien
einem äußerst vergnüglichen Abend und Stermann &
transferiert die „Staatsoperette“ von Otto M. Zykan
Grissemann präsentieren exklusiv das neue Programm
von Bregenz nach Wien (ab 13.9.). Und natürlich
„Das Ei ist hart!“ von Loriot (ab 19.10.). Erstmals in
kommen mehr als 7000 Kinder und Jugendliche bei
Österreich gastieren die beiden Ausnahmekünstler der
den beliebten Abos voll auf ihre Kosten.
italienischen Musikszene: Ornella Vanoni (14.10.) und
Gino Paoli (5.11.). Dazu gesellen sich gern gesehene
THEATER AKZENT
Gäste wie Tim Fischer, der seine neue Bühnenshow am
Theresianumgasse 18
1040 Wien
25. November präsentieren wird, Andrea Eckert bringt
ihre Lieblingslieder am 24. September und Topsy
Küppers feiert ihren 80er am 30. September. Die
Montag bis Samstag 13.00–18.00 Uhr
Tel. +43 1 501 65-3306 | Fax +43 1 501 65-3366
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33
Théo van Rysselberghe / Im Juli, Familie im Obstgarten, 1890 Otterlo © Kröller-Müller MuseumVelde
„Es ist
keine Frage von
Talent, sondern
von Technik.“
Paul Signac,
einer der Begründer
des Pointillismus
ALBERTINA
Punkt um Punkt fügt sich Farbe aneinander und garantiert ein
unvergleichliches Leuchten. Strahlen werden auch die Zuschauer
der wunderbaren Pointillismus-Ausstellung, mit der die Albertina
mit Helligkeit und Farbkraft herbstlichem Grau entgegentritt.
Rund ein Jahr brauchte Georges Seurat, der
auf dem Ausstellungskalender der Albertina. Rund
Erfinder des Pointillismus, für ein Gemälde.
80
Mit dieser zeitaufwendigen Technik schufen er
künstlerische Produktion und veranschaulichen die
und seine Kollegen Bilder, in denen sich Punkt,
komplexen parallelen Strömungen der vergangenen
Farbe
Jahrzehnte.
und
Licht
verselbstständigten.
Vincent
van Gogh, der neben Seurat maßgeblich auf die
Meisterwerke
illustrieren
die
facettenreiche
Das Rad der Zeit wird bei der Schau Kunst für Alle
jüngere Künstlergeneration einwirkte, indem er
hingegen rückwärts gedreht – steht doch der
den Pointillismus unsystematisch aufgriff und ihm
Farbholzschnitt, eines der ältesten Druckverfahren der
Ausdruck und Leidenschaft hinzufügte, kommt in der
Welt, im Mittelpunkt. Zu sehen sind vor allem Werke
Schau eine Sonderposition zu.
der zweiten Hochblüte in Wien um 1900, etwa von Kolo
Zeitgenössische Positionen stehen bis ins Frühjahr
Moser. Gezeigt werden 120 wunderbare Werke.
34
Albertina, Wien © 2016 Jim Dine
HIGHLIGHT 201 6/ 2017
Bis
19. 03. 2017
Albertina
Contemporary
Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Kunst der zweiten Hälfte des
20.Jahrhunderts und zeigt sowohl die Stars als auch die Vielfalt der
Postmoderne: Bilder von Gerhard Richter, Arnulf Rainer, Georg Baselitz,
Alex Katz und Maria Lassnig sind nur einige der rund 80 Meisterwerke.
HIGHLIGHT 201 6/ 2017
16. 09. 2016 bis
08. 01. 2017
Seurat, Signac,
Van Gogh
Jim Dine –
ein halbes Jahrhundert Selbstporträts
Wege des Pointillismus
100 ausgewählte Werke beleuchten die bahnbrechende Punktmethode des Pointillismus von 1886 bis 1930 . Meisterwerke von großer Helligkeit und Farbenvielfalt von Georges Seurat und Paul Signac bilden den
Auftakt der großen Herbstschau.
HIGHLIGHT 201 6/ 2017
19. 10. 2016 bis
22. 01. 2017
Kunst für Alle
Der Farbholzschnitt in Wien um 1900
Die Schau dreht sich um eines der ältesten Druckverfahren der Welt,
das im späten 19. Jahrhundert wiederentdeckt wurde. Besonderen
Anteil daran hatten Künstler der Wiener Secession wie Carl Moll, Emil
Orlik und Kolo Moser, die der Technik zu neuen Höhen verhalfen.
„Ich bin nicht wichtig“, meinte der Künstler anlässlich der Eröffnung
seiner aktuellen Ausstellung, die immerhin gleich 60 Porträts von ihm
selbst zeigt. Dass die Porträts, die einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren abdecken, nicht inszeniert wirken, beeindruckt. Albertina-Direktor
Klaus Albrecht Schröder spricht von „einer starken Position in einer
immer rascher wandelnden Kunstwelt“.
Stark ist Jim Dine allemal, hat sich der heute 81-jährige US-amerikanische
Künstler doch in vielen Genres erfolgreich durchgesetzt. So widmet
er sich neben der Malerei, Grafik und Skulptur auch der Lyrik und der
Fotografie, ebenso entwirft er Bühnenbilder und Theaterkostüme.
Diejenigen, die gerne zuordnen, beschreiben ihn als Pop Art-Künstler,
weil er in den späten 1950-er Jahren mit Claes Oldenburg und anderen
eine neue Sichtweise etablierte. Viel eher kann man Dines Arbeit in
künstlerische Phasen unterteilen, die von bestimmten, wiederkehrenden
Sujets definiert waren. Dazu zählten beispielsweise der Bademantel als
durchgehendes Motiv oder der Herzen-Zyklus.
Termin: Wer sich selbst eine Meinung über Jim Dine bilden will: Die
Ausstellung der Selbstbildnisse erlaubt einen eigenständigen, intensiven
und überraschenden Dialog mit Künstler und Werk. Jim Dine. I never
look away noch bis 02. 10. 2016.
ALBERTINA
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Bis 02. 10. 2016 | Jim Dine. I never look away | Selbstporträts
Jim Dine zählt neben Andy Warhol und Roy Lichtenstein zu den
gefeierten Stars der amerikanischen Pop Art. Die Albertina zeigt 60
faszinierende Selbstporträts und präsentiert Dine facettenreich.
11. 11. 2016 bis 26. 02. 2017 | Film-Stills.
150 Film-Stills der 1910er bis 1970er Jahre zeigen einen Querschnitt
durch unterschiedliche Strömungen der Foto- und Filmgeschichte, wie
Piktorialismus, Expressionismus oder Neorealismus.
Albertinaplatz 1
1010 Wien
An 365 Tagen im Jahr geöffnet
Täglich 10.00–18.00 Uhr, Mittwoch 10.00–21.00 Uhr
www.albertina.at
Eintrittspreise
Erwachsene 12,90 Euro | Studenten mit Ausweis
8,50 Euro | Kinder und Jugendliche frei
Tickets
online unter www.wien-ticket.at oder
http://klassik.oeticket.com
per Handy-Ticket SMS mit „Albertina“ an 0828 20 200
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GRATIS
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22. 02. 2016 bis 18. 06. 2017 | Egon Schiele
Zum Auftakt des Gedenkens an den 1918 verstorbenen Künstler Egon
Schiele zeigt die Albertina einen einmaligen Überblick über die Entwicklung Schieles als Zeichner und Aquarellist.
@HOME
Tickets
kostenlos
zu Hause
drucken.
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WIR HABEN
DIE BESSEREN
KARTEN.
35
O’Keeffe © Bildrecht, Wien, 2015
„Einzelheiten sind
verwirrend. Nur durch
Auswahl, Weglassung
und Betonung
stoßen wir zur
wahren Bedeutung
der Dinge vor.“
Georgia O´Keeffe
BANK AUSTRIA
KUNSTFORUM WIEN
Wer wissen will, worin er seine nächsten Millionen investieren
könnte, kann sich ab Dezember im Ausstellungshaus auf der
Freyung schlau machen – da sind nämlich erstmals die umfassenden
Werke der weltweit teuersten Künstlerin zu sehen.
Georgia
der
„Bürgerschreck“ tituliert wird. Dennoch ist er ganz klar
berühmtesten und gilt – vor allem in den USA –
O’Keeffe
ist
aber
auch
eine
einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
als Kunstikone. In Kooperation mit der Tate Modern,
Sein Werk wird ab Herbst zu sehen sein und
London, und der Art Gallery of Ontario, Toronto, richtet
damit auch ein Einblick in die außergewöhnliche
das Bank Austria Kunstforum Wien ab Jahresende die
Persönlichkeit des Künstlers. Dieser hat, noch vor dem
bisher größte O’Keeffe-Ausstellungstournee aus. Diese
Anbruch des Internet- und Selfie-Zeitalters, bereits mit
Schau gibt erstmals in Österreich einen umfassenden
dem eigenen Konterfei operiert und virtuos auf dem
Einblick in das sieben Jahrzehnte umfassende
breiten Klavier öffentlicher Aufmerksamkeit gespielt.
malerische Werk der Ausnahmekünstlerin.
Die dritte große Schau widmet sich schließlich ganz
Umstrittener ist Martin Kippenberger, der gerne
der zeitgenössischen Fotografie und mit James
auch mal als „enfant terrible“, „Kunst-Punk“ oder
Welling, einer zentralen Figur.
36
O’Keeffe © Myron Wood. Courtesy of the Pikes Peak Library District
HIGHLIGHT 2016 / 2017
08. 09. 2016
bis
27. 11. 2016
Martin
Kippenberger
T.ü. (Titel überflüssig)
Das umfangreiche Werk des deutschen Malers, Installations- und
Performancekünstlers, Bildhauers und Fotografen entzieht sich
der Einordbarkeit der Kunstgeschichte. Komplexe Zitatführungen,
Wortwitz und -wahn, Institutionskritik, Selbstironie, Multimedialität und
Netzwerkcharakter – so könnte man Kippenbergers Mitte der 1970erJahre einsetzendes Werk beschreiben, lange bevor diese Schlagworte
fixer Bestandteil des zeitgenössischen kunst- und kulturtheoretischen
Vokabulars wurden. Die Ausstellung trägt diesem richtungsweisenden
Charakter von Kippenbergers Werk Rechnung, will dessen Bedeutung
aus Sicht der nächsten Generation herausstellen und legt dabei einen
besonderen Fokus auf Sprache.
Georgia O´Keeffe – die teuerste
Malerin der Kunstgeschichte
HIGHLIGHT 2016 / 2017
07. 12. 2016
bis
26. 03. 2017
Georgia O´Keeffe
Foto © oreste.cc
Die Gelegenheiten, Georgia O’Keeffe (1887–1986), die neben Frida
Kahlo wohl berühmteste Künstlerin des 20. Jahrhunderts, in Europa
zu sehen, sind rar. O’Keeffes Werke sind auf die wichtigsten US-Museen und Sammlungen verteilt und nehmen dort den Status von Ikonen
ein. In der bis dato größten europäischen O’Keeffe-Ausstellung steht
das malerische Œuvre von den künstlerischen Anfängen um 1915 bis
zum Spätwerk der 1970er-Jahre im Fokus. Daneben wird eine Auswahl
von Fotografien präsentiert, die ihr Mann Alfred Stieglitz, aber auch
andere Fotografen wie Ansel Adams und Paul Strand von ihr machten
und die die nicht immer unproblematische, nachgerade mythische Verschmelzung von Werk und Person vorantrieben.
Georgia O’Keeffe (1887-1986) zählt zu den bekanntesten amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Motive ihrer Malerei sind
häufig Blumen und Flammen, in späteren Jahren auch Stadtansichten, Wüstenlandschaften oder überdimensionale Wolkenlandschaften.
O’Keeffes monumentale Blumenbilder der 1920er-Jahre, die stark sexualisierende Interpretationen hervorriefen, zählen zu den populärsten
Sujets ihres gesamten Œuvres – und werden teilweise sehr hoch gehandelt. So wurde ihr 1932 entstandenes Gemälde Jimson Weed/White
Flower No. 1 2014 für 44,4 Millionen Dollar versteigert – damit ist sie die
teuerste Malerin der Kunstgeschichte.
Aufgewachsen ist die Künstlerin als Farmerstochter mit vielen
Geschwistern. Sie wollte schon früh Malerin werden, studierte in Chicago und New York und schlug sich als Entwurfszeichnerin und Kunstlehrerin durch. Ihren künstlerischen Durchbruch verdankte sie dem
Fotografen und Besitzer der Avantgarde-Galerie „291“, Alfred Stieglitz,
der 1917 ihre erste Ausstellung organisierte. Er wurde ihr Förderer und
Manager – und später ihr Ehemann.
Georgia O’Keeffe starb mit 98 Jahren am 6. März 1986 in Santa Fe und
hinterließ über 2000 Arbeiten.
Termin: Vom 07.12.2016 – 26.03.2017 sind Werke von 1915 bis zu den
1970er-Jahren zu sehen.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
04. 05. bis
16. 07. 2017
James Welling:
Metamorphosis
Der
1951
geborene
Amerikaner
gilt
als
einer der wegweisenden Vertreter der internationalen zeitgenössischen Fotografie. Seine von Experiment und radikaler Stilvielfalt
geprägte Arbeit entfaltet sich in den Grenzbereichen zwischen Fotografie und Malerei, Film, Architektur, Bildhauerei und Tanz. Während
James Wellings Arbeiten durch die wichtigsten Museen der USA touren, war er in Europa bislang selten zu sehen. Die Ausstellung Metamorphosis setzt in den 1970er-Jahren an und präsentiert eine Auswahl von
Bildserien, die den fundamentalen Wandel der Fotografie in den letzten
Jahrzehnten reflektieren.
T WIEN
Freyung 8
1010 Wien
Täglich 10.00–19.00 Uhr, Freitag 10.00–21.00 Uhr
www.bankaustria-kunstforum.at
www.facebook.com/KunstforumWien
Tickets
online unter www.culturall.com/ticket/kunstforum/
bei Ö-Ticket, Ticket online und in allen Filialen der
Bank Austria über den Club Bank Austria
37
Hubert Scheibl, Minds and Mushrooms, 2008, Öl auf Leinwand, 240 cm x 440 cm © Hubert Scheibl Foto: © Franz Schachinger
„Bilder
sind für mich
Löcher
in die Realität.“
Hubert Scheibl
BELVEDERE
Österreichische Kunst in vielen Facetten dominiert die kommenden
Monate: Von detailgetreuen Landschafts- und Porträtbildern rund
um die Epoche Biedermeier über moderne abstrakte Malerei bis hin
zu skulpturalen Arbeiten reicht das Spektrum.
In Ist das Biedermeier? wird anhand von drei
dialogischen Nebeneinander sowohl großformatige
Jahrzehnten die Entwicklung der Malerei jener
Gemälde als auch beeindruckende Rauminstallationen
Zeit aufgezeigt, die sich durchaus eigenständig
unterschiedlicher Dimension zu sehen.
herausbildete und nicht an die historische Epoche
Die Ausstellung Franz West & Co folgt Wests
Biedermeier gebunden war. Im Zentrum steht
Auffassung von Kunst als partizipatorischem Akt
Ferdinand Georg Waldmüller, der oft fälschlicher-
und seinem Interesse an Gegenüberstellungen
weise als „Maler der Biedermeierzeit“ bezeichnet
verschiedener künstlerischer Standpunkte. Im Laufe
wird, obwohl seine bekanntesten Arbeiten in den
seines Lebens schuf West aus der Kombination von
Jahren nach 1848 entstanden sind.
Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen, oft auch
In der Werkschau Hubert Scheibl, einem der wesent-
unter Einbeziehung von Werken anderer Künstlerinnen
lichen modernen Maler Österreichs, sind in einem
und Künstler, immer wieder neue Lesarten.
38
Foto © Belvedere Wien
HIGHLIGHT 2016 / 2017
21. 10. 2016 bis
12. 02. 2017
Unteres
Belvedere
Ist das
Biedermeier?
Amerling, Waldmüller und mehr
Die Ausstellung widmet sich der Malerei zwischen 1830 und 1860,
also einer Zeitspanne, die noch im Biedermeier beginnt, aber weit über
diese Epoche hinausreicht. Im Zentrum steht Ferdinand Georg Waldmüller, dessen bekanntesten Arbeiten in den Jahren nach 1848 entstanden sind.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
09. 11. 2016 bis
05. 02. 2017
Orangerie,
Unteres
Belvedere
Hubert Scheibl
Scheibl gilt unter den österreichischen Künstlerinnen und Künstlern seiner Generation als herausragender Vertreter einer abstraktsensiblen, gestenreichen Malerei sowie als gewissenhafter Zeichner
und Fotograf. Gezeigt wird eine seiner neuesten Werkserien.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
08. 12. 2016 bis
26. 03. 2017
21er Haus
Franz West & Co.
Erstmals in Österreich werden Arbeiten des bedeutenden österreichischen Künstlers Franz West ins Zentrum gerückt, die in Kooperation mit anderen großen Künstlern entstanden sind, darunter Marina
Faust, Douglas Gordon, Michelangelo Pistoletto oder Heimo Zobernig
u.a.m.
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Die Sprache der Dinge | Materialgeschichten aus der Sammlung
Bis 22. 01. 2017 | 21er Haus
Die Sammlungsausstellung zeigt Einblicke in die aktuelle künstlerische
Produktion in Österreich und verknüpft diese mit internationalen Arbeiten.
INSPIRATION FOTOGRAFIE | Von Makart bis Klimt | Bis 30. 10. 2016
Orangerie, Unteres Belvedere
Der Einfluss der Erfindung der Fotografie 1839 auf Künstler: Von Reproduktionen über Erinnerungsstützen bis zu eigenständigen Kunstwerken.
Tina Blau | Meisterwerke im Fokus | Von 04. 11. 2016 bis 15. 01. 2017
Oberes Belvedere
Einhundert Jahre nach ihrem Tod zeigt die Ausstellung Hauptwerke aus
allen Phasen der österreichischen Landschaftsmalerin.
Ai Weiwei –
Regimekritiker und Künstler
Der 59-jährige gehört zu den bekanntesten und kritischsten Künstlern aus China. Spätestens seit er 2011 von der chinesischen Polizei
inhaftiert wurde, ist er auch der breiten Weltöffentlichkeit bekannt – als
Social-Media-Star, politischer Aktivist und Künstler, der für das Recht
auf freie Meinungsäußerung in China kämpft.
Das Multi-Talent – er ist Konzeptkünstler, Maler, Bildhauer, Architekt,
Fotograf, Filmemacher und Musiker – hat in den letzten Jahren in zahlreichen Einzelausstellungen sein Werk gezeigt, u. a. im Haus der Kunst,
München (2009), im Mori Art Museum, Tokio (2009), in der Turbine Hall
der Tate Modern, London (2010), im Martin-Gropius-Bau, Berlin (2014),
und in der Royal Academy of Arts, London (2015).
Ai Weiweis Werke sind stets Ausdruck seiner kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte, Kultur und Politik seiner Heimat und reflektieren auch seine eigene Biografie. Sein Leitsatz lautet: „Alles ist Kunst –
alles ist Politik.“
Termin: Vertreibung, Migration und gewollter Ortswechsel als Auslöser transformativer Prozesse in Menschen und an Objekten ist das
entscheidende Thema, das im Zentrum seiner ersten monumentalen
Einzelpräsentation in Wien steht. Die Ausstellung translocation – transformation ist noch bis 20. November 2016 im 21er Haus zu sehen.
OBERES BELVEDERE UNTERES BELVEDERE
Ständige Sammlung
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien
Sonderausstellungen
Rennweg 6
1030 Wien
Täglich 10.00–18.00 Uhr
Unteres Belvedere: Mittwoch 10.00–21.00 Uhr
www.belvedere.at
Tickets online unter www.belvedere.at/de/tickets
21ER HAUS
Quartier Belvedere
Arsenalstraße 1
1030 Wien
Di, Do–So: 11–18 Uhr
Mittwoch: 11–21 Uhr
Tickets online unter www.21erhaus.at
39
Peter Paul Rubens, „Die vier Flüsse des Paradieses“ um 1615 © KHM-Museumsverband
„Ich bin kein Prinz,
sondern jemand,
der von seiner
Hände Arbeit lebt.”
Peter Paul Rubens
KUNSTHISTORISCHES
MUSEUM WIEN
Werke eines wahrhaftigen Meisters sind garantierter Publikumsmagnet für 2017: Hauseigene Werke kombiniert mit spektakulären
internationalen Leihgaben zeigen das umfassende und betörende
Repertoire des berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens.
Inhaltlich steht die Kreativität des Malers im
Museum an ein Novum – die erste Gruppenausstellung
Mittelpunkt. Rubens verstand es wie kaum ein Zweiter
moderner Kunst. Der Titel der Ausstellung The Shape
für sein eigenes Schaffen die Werke anderer Künstler
of Time wurde vom gleichnamigen Essay des Kunst-
zu nutzen. Jener Dialog mit Kunstwerken seiner
historikers Georg Kubler entnommen, der darin ein
berühmten Vorgänger und Zeitgenossen beschäftigte
Modell einer Geschichtsschreibung von Kunst entwik-
Rubens zeitlebens und prägte sein fünfzigjähriges
kelte, das die kulturellen, zeitlichen und objektbezo-
Schaffen. Stets unterzog der Maler die eigenen
genen Einschränkungen und Hierarchisierungen der
Kompositionen immer neuen Wandlungen. Gerade
bisherigen Kunstgeschichte in Frage stellte und
solchen Rückgriffen aber verdanken Rubens Werke
zu überwinden versprach. Für die Besucher eine
häufig ihre moderne und dynamische Erscheinung.
besondere Gelegenheit einen Mix aus Alt und Neu
Im Frühjahr 2017, wagt sich das Kunsthistorische
zu erleben.
40
Foto © Steven Joyce 2012
HIGHLIGHT 2016 / 2017
24. 04. bis
27. 08. 2017
The Shape of Time
Für diese Gruppenausstellung werden rund 20 moderne und zeitgenössische Arbeiten in die permanente Ausstellung integriert.
Dadurch soll Vergangenheit und Gegenwart verknüpft werden und
Besucher die Option erhalten, Kunstwerke, die einen langen Zeitraum
auseinanderliegen, zu betrachten und so in der Zeit vor- und rückwärts
zu schauen. Zu sehen ist also eine Geschichte der Kunst von 1800 bis in
die Gegenwart – allerdings nur für einige Monate.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Rubens
Metamorphosen
Bereits zu Lebzeiten war Peter Paul Rubens (1577-1640) hochberühmt.
Das Kunsthistorische Museum besitzt etwa vierzig Gemälde des bedeutendsten flämischen Barockmalers und seiner Werkstatt. Bei dieser
prachtvollen Ausstellung wird der Wiener Bestand mit zahlreichen
internationalen Leihgaben zu einem spektakulären Ensemble vereint.
Das einzigartige Vorhaben macht Rubens‘ Werk in Zeichnungen, Ölskizzen, Tafelbildern sowie großformatigen Leinwänden erfahrbar.
UND NOCH
MEHR TIPPS …
during the night / Des Nachts | Edmund de Waal im KHM
Von 11. 10. 2016 bis 29. 01. 2017
Künstler und Autor Edmund de Waal wählt Werke aus dem KHM: Seine
Auswahl beginnt mit der bildlichen Wiedergabe eines Alptraums von
Albrecht Dürer (siehe Bild unten).
Edmund de Waal – Bestseller-Autor
und namhafter Künstler
Der 51-jährige Brite hat es geschafft gleich in zwei Kulturbereichen
extrem erfolgreich zu sein. Als Autor hat er weltweit millionenfach verkauft, als Künstler ist er einer der international renommiertesten.
De Waal, in Nottingham geboren, hat nach seinem Studium in
Cambridge das Töpferhandwerk in England und Japan erlernt und wird in
bedeutenden internationalen Ausstellungen präsentiert. Bekannt wurde
er durch seine großangelegten Installationen von Porzellangefäßen, die
von Museen auf der ganzen Welt gesammelt und ausgestellt werden,
darunter das Los Angeles County Museum of Art, das Museum of Arts
and Design in New York, das Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt
oder das Victoria & Albert Museum in London.
Seine Karriere als Autor begann ungeplant, da er sich eigentlich nur mit
seiner Familiengeschichte beschäftigen wollte. Heraus kam eine Erzählung, die sich mittlerweile millionenfach verkaufte. Der Hase mit den
Bernsteinaugen erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie von ihren
bürgerlichen Anfängen in Odessa, ihrem gesellschaftlichen Aufstieg
in Paris und Wien bis zu ihrer Vertreibung und Enteignung durch die
Nationalsozialisten.
Termin: Edmund De Waal during the night ist von 11. 10. 2016
bis 29. 01. 2017 zu sehen.
Foto © KHM Museumsverband
17. 10. 2017 bis
21. 01. 2018
Das Gold des Kaisers | Bis 05. 03. 2017
Das KHM Münzkabinett präsentiert in einer Sonderausstellung die hochkarätigsten Goldstücke seiner ehemals kaiserlichen Münzsammlung.
Albrecht Dürer, “Traumgesicht”, 1525
Foto © KHM Museumsverband
KUNSTHISTORISCHES MUSEUM WIEN
Maria-Theresien-Platz
1010 Wien
Dienstag bis Sonntag 10.00–18.00 Uhr
Donnerstag 10.00–21.00 Uhr
(Münzkabinett schließt um 18.00 Uhr)
Juni bis August täglich geöffnet!
Tel. +43 1 525 240
www.khm.at
41
Martin Parr © Eva Ketely
WIEN HOLDING –
DAS MUSEUMS-KLEEBLATT
Zu den Kulturbetrieben der Wien Holding gehören vier Schmuckstücke in der Wiener Museenlandschaft: das Mozarthaus Vienna,
das Kunst Haus Wien, das Jüdische Museum Wien und das Haus der
Musik. Sie machen Kunst und Kultur auf eine ganz besondere Art
und Weise erlebbar.
Im heutigen Mozarthaus Vienna befindet sich
Das vom österreichischen Künstler Friedensreich
die einzige Wiener Wohnung Mozarts, die bis
Hundertwasser gestaltete Kunst Haus Wien be-
heute erhalten ist. Dort erwartet Mozartfans jeder
herbergt das einzigartige Museum Hundertwasser.
Altersstufe eine umfassende Präsentation der Zeit, in
Gezeigt wird ein Querschnitt durch Hundertwassers
der Mozart lebte und der wichtigsten seiner Arbeiten.
Schaffen. Außerdem wird auch zeitgenössische
Im Mittelpunkt stehen Mozarts Wiener Jahre, die den
Kunst mit dem Schwerpunkt auf Fotografie in Form
Höhepunkt seines Schaffens darstellen.
von Wechselausstellungen präsentiert.
Das Haus der Musik ist ein modernes, interaktives
Tickets für die Kulturbetriebe der Wien Holding sind
Erlebnismuseum und zugleich die Gründungsstätte
an den Museumskassen sowie bei Wien-Ticket, einem
der Wiener Philharmoniker, denen hier ein eigenes
Unternehmen der Wien Holding, erhältlich: Im Wien-
Museum gewidmet ist. Hier präsentiert sich auf
Ticket-Callcenter (01/588 85, täglich von 8.00 - 20.00
fünf Etagen die faszinierende Welt der Musik und
Uhr), im Wien-Ticket-Pavillon bei der Staatsoper
Klänge.
(Herbert von Karajan Platz, 1010 Wien, täglich von
10.00 - 19.00 Uhr), online unter www.wien-ticket.at
Das Jüdische Museum Wien bietet Ausstellungen
sowie in allen weiteren Wien-Ticket-Vorverkaufsstellen.
zur österreichisch-jüdischen Geschichte, zu Religion
und Tradition. Am zweiten Standort am Juden-
Wien Holding GmbH | Universitätsstraße 11 | 1010 Wien
platz können BesucherInnen die beeindruckenden
Fundamente der mittelalterlichen Synagoge und eine
www.wienholding.at
Ausstellung über jüdisches Leben im mittelalterlichen
www.facebook.com/WienHolding
Wien entdecken.
www.twitter.com/wienholding
42
BEZAHLTE ANZEIGE
Martin Parr © Eva Ketely
Ausstellungsansicht © Eva Kelety / MHV
HIGHLIGHT MOZARTHAUS VIENNA
Bis
15. 01. 2017
Mozart im Mozarthaus.
Highlights im
Komponistenalltag
HIGHLIGHT KUNST HAUS WIEN
Bis
02. 11. 2016
Eine Ausstellung des Archivs der Gesellschaft
der Musikfreunde in Wien
Mehr als zweieinhalb Jahre – 1784 bis 1787 – hat Mozart im Haus Domgasse 5 gewohnt. Es ist die einzige bis heute erhaltene Wohnung des Musikgenies in Wien. In diesen Jahren hat er in Wien seine künstlerische und gesellschaftliche Anerkennung gefunden. Das Ziel der Ausstellung ist es, Mozarts
künstlerisches Leben und kompositorisches Schaffen während dieses für ihn
so wichtigen Zeitraums anhand von hochkarätigen Exponaten wie Originalhandschriften, Erstausgaben etc. den BesucherInnen nahezubringen.
Martin Parr –
A photographic
journey
Martin Parr lenkt den Blick bewusst auf die kuriosen und absurden
Seiten des Alltags. Die Ausstellung ist die erste große Retrospektive des berühmten Magnum-Fotografen in Österreich und gewährt
mit 13 großen Werkkomplexen einen umfangreichen Einblick in
Parrs OEuvre. Speziell für die Ausstellung hat Parr unter dem Titel
„Cakes and Balls“ einen neuen Fotozyklus über Wien geschaffen, der
sich mit Klischees und Klassikern der österreichischen Hauptstadt
beschäftigt.
KUNST HAUS WIEN
MUSEUM HUNDERTWASSER
Domgasse 5, 1010 Wien
Tel. +43 1 512 17 91 | [email protected]
Täglich 10:00–19:00 Uhr | Eintritt 11 EUR
www.mozarthausvienna.at
Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien
Tel. +43 1 712 04 95 | [email protected]
Täglich 10:00–18:00 Uhr | Eintritt 9 EUR (mit Hundertwasser-Ausstellung 12 EUR) | www.kunsthauswien.com
Stairplay © Rudi Froese
Stars of David © www.wulz.cc
MOZARTHAUS VIENNA
MIT WIEN MUSEUM MOZARTWOHNUNG
HIGHLIGHT JÜDISCHES MUSEUM WIEN
Bis
02. 10. 2016
Stars of David. Der Sound
des 20. Jahrhunderts
Museum Dorotheergasse
Jüdische MusikerInnen wie Barbra Streisand, Bob Dylan, Amy Winehouse oder
Leonard Cohen prägten das Musik-Business des 20. und 21. Jahrhunderts und
leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Unterhaltungskultur. „Stars of David“
thematisiert unterschiedliche Genres, porträtiert wesentliche Exponenten und
geht zurück bis in die Zeit der k.u.k.-Monarchie, wo wesentliche Wurzeln dieser
(Musik-) Geschichte zu finden sind. Neben den internationalen Stars wird auch
die israelische, französische und Wiener Szene beleuchtet.
JÜDISCHES
MUSEUM WIEN MUSEUM
JUDENPLATZ
Dorotheerg. 11, 1010 Wien
So–Fr 10:00–18:00 Uhr
Tel. +43 1 535 04 31
Eintritt 10 EUR
Judenplatz 8, 1010 Wien
So–Do 10:00–18:00 Uhr
Fr 10:00-17:00 Uhr
[email protected] | www.jmw.at
BEZAHLTE ANZEIGE
HIGHLIGHT HAUS DER MUSIK
Dauerinstallation
„STAIRPLAY“ –
Music step by step
Das Haus der Musik ist ein interaktives Erlebnismuseum und zugleich die
Gründungsstätte der Wiener Philharmoniker, denen hier ein eigenes Museum gewidmet ist. Hier präsentiert sich auf fünf Etagen die faszinierende Welt
der Musik und Klänge. Auch die neueste musikalische Installation ist einen
Besuch wert: „STAIRPLAY“ verwandelt die Feststiege des Klangmuseums in
ein interaktives Piano, das mit einem musikpädagogischen Lernspiel verbunden ist. So lässt sich Schritt für Schritt die Welt der Musiknotation erlernen!
HAUS DER MUSIK
Seilerstätte 30, 1010 Wien
Tel. +43 1 513 48 50 | [email protected]
Täglich 10:00–22:00 Uhr
Eintritt 13 EUR
www.hdm.at
43
M. Pechstein, Stillleben m. Negerstatuen, 1918, Privatbes./DLG Stiftg. Schlesw.-Holst. Landesmus. Schloss Gottorf
© Pechstein Hamburg/Tökendorf/Bildrecht, Wien, 2016
„Mein alter Wunsch
… die Gefilde der
Seligen in Palau
zu suchen.“
Max Pechstein
LEOPOLD MUSEUM
Wer Lust auf eine Fernreise hat, sollte sich eine Eintrittskarte für
die große Herbstausstellung kaufen. Hier entführt beeindruckende
traditionelle Kunst aus Afrika und Ozeanien wie geschnitzte
Ahnenfiguren oder Tanzmasken in eine andere Welt.
Von einem Schatz sprechen die Kuratoren der
was es in der Malerei wirklich geht“ über Werke der
Ausstellung Fremde Götter – Faszination Afrika
expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“ bis zu
und Ozeanien. Gemeint ist die zum ersten Mal
Arbeiten der Surrealisten die Rezeption der Kunst
umfassend
Afrikas und Ozeaniens dargelegt.
gezeigte
„Stammeskunst“
des
Sammlung
sogenannter
Rudolf
Gefolgt wird diese faszinierende Schau von einer
Leopold. Der Ethnologe Erwin Melchardt, der die
Museumsgründers
spannenden Gruppenausstellung junger heimischer
Objekte wissenschaftlich bearbeitet hat, setzt
Zeitgenossen: Sechs in Wien lebende Künstlerinnen
gemeinsam mit Kunsthistoriker Ivan Ristić diese
und Künstler präsentieren ihre Poetiken des Materials
Meisterwerke „primitiver“ Kunst in einen Bezug mit
und werden mit skulpturalen beziehungsweise
Werken der klassischen Moderne. So wird von Picasso,
installativen Arbeiten mehrere Räume des Leopold
der angesichts afrikanischer Masken erkannte „um
Museum bespielen.
44
Foto © stefan Joham
HIGHLIGHT 2016/ 2017
23.09. 2016 bis
09. 01. 2017
Fremde Götter
Faszination Afrika und Ozeanien
Rudolf Leopold war der Ansicht, die Kunst sogenannter „primitiver“
Ethnien sei gewissermaßen eine a priori expressionistische. Seine
Sammlung von über 200 seltenen Ahnenfiguren, Tanzmasken, Waffen
und anderen Werken der Schnitzer aus Afrika und Ozeanien wird nun
erstmals präsentiert. Gleichzeitig tritt sie in einen Dialog mit den Werken bedeutender Vertreter der Moderne wie Pablo Picasso, Ernst Ludwig
Kirchner oder Max Ernst.
HIGHLIGHT 2016/ 2017
21. 10. 2016 bis
30. 01. 2017
Poetiken
des Materials
Ausstellungsansicht Christian Kosmas Mayer
© Bildrecht, Wien, 2016, Foto: Georg Petermichl
Diese Ausstellung versammelt sechs in Wien lebende Künstlerinnen
und Künstler. Ihre Werke zeichnen sich nicht nur durch die Breite der
in ihnen aufscheinenden Bezüge zu unterschiedlichen kulturellen Diskursen, Formen der Narration und Repräsentationen von Geschichte(n)
aus, sondern ebenso durch die Auffächerung der von ihnen verwendeten Medien und Materialien.
Benjamin Hirte, Sonia Leimer, Christian Kosmas Mayer, Mathias Pöschl,
Anne Schneider, Misha Stroj
„Der „primitivistische“ Blick
der Moderne – postkolonial hinterfragt“
Direktor Hans-Peter Wipplinger
im Interview
Die Ausstellung „Fremde Götter“ zeigt den hochkarätigen Bestand
von sogenannter „Stammeskunst“ aus der hauseigenen Sammlung.
Was hat Rudolf Leopold daran so fasziniert?
Rudolf Leopold verstand die geschnitzten Kultgegenstände aus Afrika
und Ozeanien als „a priori expressionistisch“ und teilte die Begeisterung,
welche die Künstler der Moderne für die Objekte hegten. Diese wird nun
im Dialog der Masken und Figuren mit Werken von Pablo Picasso, Constantin Brâncuși, Emil Nolde oder Max Ernst in der Ausstellung erfahrbar.
Gleichzeitig wird der „primitivistische“ Blick der Moderne auf Afrika und
Ozeanien thematisiert und aus postkolonialer Perspektive hinterfragt.
Die Ausstellung „Poetiken des Materials“ zeigt Werke von sechs
KünstlerInnen. Wodurch zeichnen sich diese aus?
Benjamin Hirte, Sonia Leimer, Christian Kosmas Mayer, Mathias Pöschl,
Anne Schneider und Misha Stroj – sechs in Wien lebende KünstlerInnen
– hinterfragen in ihren Arbeiten diverse Materialien aber auch vorgefundene Objekte und Alltagsgegenstände als Träger kultureller Bedeutungsgehalte. Ihre Werke gleichen daher einer Reflexion auf die materielle Kultur, ihre Ästhetik und Geschichtsträchtigkeit und ihre Funktion
als Spiegel gesellschaftlicher Narrative.
LEOPOLD MUSEUM
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Egon Schiele | Dauerausstellung
Das Leopold Museum verfügt mit 42 Gemälden und 186 Arbeiten auf
Papier über die weltweit größte und bedeutendste Sammlung an Werken
von Egon Schiele. Dazu beherbergt es auch noch das Egon-SchieleDokumentationszentrum.
Wien 1900. Sammlung Leopold | Dauerausstellung
Meisterwerke der Wiener Secession, von Gustav Klimt bis Oskar
Kokoschka und der Kunst der Zeit zwischen den Kriegen sowie interessante Beispiele des Designs der Wiener Werkstätte.
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
1070 Wien
Täglich außer Dienstag 10.00–18.00 Uhr
Im Juni, Juli und August auch dienstags geöffnet
Donnerstag 10.00–21.00 Uhr
www.leopoldmuseum.org
GRATIS
GRATIS
GRATIS
PRINT HINTER MOBILE
@HOME
Tickets
kostenlos
zu Hause
drucken.
LEGUNG TICKETS
in den
WIENTICKET
Centern.
Tickets
direkt
auf das
Smartphone.
WIR HABEN
DIE BESSEREN
KARTEN.
45
SHUNGA © MAK
Shunga heißt
Frühlingsbilder.
Sie werden auch
Kopfkissenbilder
genannt.
MAK
Erotische Farbholzschnitte werden in Japan meist heimlich verkauft.
Im MAK gibt es sie ab Herbst ganz offiziell zu sehen. Ein Schwerpunkt
widmet sich dann ab Dezember dem österreichischen Handwerk:
Gezeigt werden meisterliche Werkstücke und neueste Trends.
Shunga sind erotische Malereien, Grafiken und
handWERK. Tradiertes Können in der digitalen
Drucke, die in Ostasien seit langem verbreitet sind
Welt will zu einer gesellschaftlichen Reflexion zur
und von einer anderen Einstellung zu Sexualität und
Bedeutung und Wertschätzung des Handwerks
Erotik zeugen, als unserer europäischen. Alle großen
anstoßen. Sie spannt den Bogen von der Historie zu
japanischen Ukiyo-e-Künstler haben solche Bilder
aktuellen europäischen Perspektiven des Handwerks.
geschaffen, die zwar von der Regierung verboten
Glaskunst ist das Thema der Ausstellung Das Glas der
waren, jedoch unter der Hand verkauft wurden. Eine
Architekten. Wien 1900–1937, die Glasarbeiten aus
beeindruckende Auswahl ist ab Herbst zu sehen.
der MAK-Sammlung sowie aus privaten Sammlungen
Im Dezember und Jänner findet dann das
von den letzten Jahrzehnten der österreichisch-
europäische Kunsthandwerk seinen prominenten
ungarischen Monarchie bis zum Ende der Ersten
Platz im Ausstellungskalender des MAK: Die Schau
Republik zeigt. 46
Foto © Aleksandra Pawloff / MAK
HIGHLIGHT 2016/ 2017
12. 10. 2016 bis
29. 01. 2017
Shunga
Erotische Kunst aus Japan
Shunga ist der traditionelle japanische Begriff für erotische Malereien und Graphiken. Diese sind Teil der hoch entwickelten Populärkultur
Japans. Die Ausstellung präsentiert 150 erotische Farbholzschnitte –
Leihgaben der Leopold Privatsammlung, ergänzt durch Drucke aus der
Sammlung des MAK.
14. 12. 2016 bis
09. 04. 2017
handWERK
Tradiertes Können in der digitalen Welt
Die Ausstellung beleuchtet das nachhaltige, ressourcenschonende
Potenzial des Handwerks, zeigt neue Entwicklungen an der Schnittstelle
zu digitalen Technologien und präsentiert meisterliche Werkstücke aus
verschiedenen Sparten. In einer Live-Werkstatt zeigen 20 Handwerker
vor Publikum täglich ihr Können.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
18. 01. bis
16. 04. 2017
Das Glas der
Architekten.
Wien 1900–1937
Die Schau thematisiert den Einfluss, den junge Architekten der Wiener
Moderne auf die Entwicklung des Kunstglases ausübten. 300 Werke,
darunter Entwürfe von Josef Hoffmann oder Adolf Loos, geben Einblick
in die Anfänge der modernen Glaskunst in Österreich. Kooperation des
MAK Wien und der LE STANZE DEL VETRO in Venedig.
„Befruchtendes Zusammenspiel
von Tradition und Avantgarde“
Direktor Christoph Thun-Hohenstein
im Interview
Die Ausstellung handWERK nimmt auch aktuellen Bezug. Welche
Bedeutung hat Handwerk in der modernen Welt?
Einerseits setzt die Auseinandersetzung mit handwerklicher Fertigung dem
Turbo-Kapitalismus einen entschleunigten, sinnlichen Blick auf die materielle Kultur entgegen. Andererseits ergeben sich aus der Verknüpfung
von handwerklicher Fertigung und technischen Innovationen völlig neue
Möglichkeiten für den kreativen und künstlerischen Prozess. Die MAKAusstellung wird verdeutlichen, wie befruchtend das Zusammenspiel von
Tradition und Avantgarde auch im Bereich Handwerk sein kann.
Ein noch Mehr an Kunsthandwerk zeigt die Ausstellung zum Thema
Glaskunst. Zu sehen sind auch Entwürfe berühmter Vertreter der
Wiener Werkstätten. Auf was genau darf man sich freuen?
Das Glas der Architekten. Wien 1900–1937 gibt einen spektakulären
Einblick in die Qualität der MAK-Sammlung Glas und Keramik, die ihre
interne Bedeutung insbesondere dem Reichtum an Glasarbeiten um die
Jahrhundertwende und dem herausragenden Bestand an JugendstilGläsern verdankt. Gemeinsam mit LE STANZE DEL VETRO und privaten
Leihgebern ist eine beeindruckende Schau entstanden, die im MAK
parallel zur Ausstellung handWERK ein faszinierendes Kapitel des österreichischen Kunsthandwerks aufrollt.
Foto © MAK / Katrin Wißkirchen
HIGHLIGHT 2016 / 2017
UND NOCH
MEHR TIPPS …
26. 10. 2016 bis 11. 12. 2016
Firma Goldscheider | Wiener Keramik 1885 – 1938
Die 1885 gegründete Firma Friedrich Goldscheider hat über drei Generationen hinweg mehr als 10 000 verschiedene Keramikmodelle hervorgebracht. Das MAK zeigt Figuren, Masken und Kunstkeramiken.
21. 06 bis 01. 10. 2017 | Vienna Biennale 2017
Die Biennale 2017 wird sich zwei großen, miteinander eng verknüpften
Themenkreisen widmen: Robotern und ihren Auswirkungen auf unser
Leben sowie der Zukunft menschlicher Arbeit im digitalen Zeitalter.
19. 10. 2016 bis 19. 02. 2017 | Angewandte Kunst. Heute Patrycja Domanska
Die Designerin beobachtet den sozialen Wandel, zieht Inspiration aus
kulturellen Hintergründen und Fragen, Konventionen und Tabus.
MAK – ÖSTERREICHISCHES MUSEUM FÜR
ANGEWANDTE KUNST / GEGENWARTSKUNST
Stubenring 5
1010 Wien
Dienstag 10.00–22.00 Uhr (18.00–22.00 Eintritt frei)
Mittwoch bis Sonntag 10.00–18.00 Uhr
www.MAK.at
Eintrittspreise
Erwachsene 9,90 Euro | Ermäßigt 7,50 Euro |
Familienkarte 13 Euro | Eintritt frei für Kinder
und Jugendliche bis 19
47
Wegbereiter Kokoschka © Bildrecht Wien, 2016
„Die wahre Kunst
ist eine Kunst
des Weglassens.“
Oskar Kokoschka
MUMOK
Einen Blick in die eigene Vergangenheit und einen in die Zeit des
Aufbruchs in den 70er-Jahren wirft das mumok diese Saison. Der
doppelte Nutzen für die Betrachter: Man sieht nicht nur spannende
Kunstwerke, sondern erlebt auch die Gesellschaft im Wandel.
Wir Wegbereiter zeigt zwei wichtige Impulsgeber
Künstler wie Expressionismus (Richard Gerstl, Ernst
im Wien der Nachkriegszeit, die beide eng mit dem
Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka), Kubismus
mumok verbunden sind: Hat Gründungsdirektor
und Futurismus (Giacomo Balla, Henri Laurens)
Werner Hofmann den Grundstock der Sammlung
oder konstruktive Tendenzen und Bauhaus (László
angelegt, verdankt das mumok Sammler Viktor
Moholy-Nagy, Piet Mondrian). Dada und Surrealismus
Matejka eines seiner Archive. In der Ausstellung
sind mit Max Ernst oder René Magritte vertreten.
ist unter anderem jener Basisbestand des Hauses
Um Frauenpower geht es in der Schau Woman. Die
zu sehen, den Hofmann anlegte. Dieser war ein
ausgestellten Künstlerinnen der „Feministischen
konsequenter Vertreter der Idee der Moderne.
Avantgarde“ emanzipierten sich endgültig von der
Seine
Rolle als Muse und Modell, um die Frau in Kunst und
seit
1960
aufgebaute
Lehrsammlung
beinhaltet die wesentlichsten Richtungen und
48
Gesellschaft als aktives Subjekt zu etablieren.
Porträt Werner Hofmann © mumok Archiv
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Bis
05. 03. 2017
Wir Wegbereiter
Pioniere der Nachkriegsmoderne
Diese Sammlungspräsentation richtet den Fokus auf zwei Persönlichkeiten des Kunst- und Kulturlebens nach 1945: Den Gründungsdirektor des ehemaligen Museums des 20. Jahrhunderts Werner Hofmann, der den Basisbestand des Hauses anlegte und Kulturpolitiker
und Sammler Viktor Matejka.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Werke aus der Sammlung Gertraud &
Dieter Bogner im mumok
Gertraud und Dieter Bogner übergaben dem mumok eine der kompromisslosesten Schenkungen des Hauses – mit mehr als 100 Bildern,
Skulpturen und Objekten. Aus diesem Fundus schöpfend entwickelten
sie diese Schau, die einen spezifisch inhaltlich orientierten Blick auf die
Werke wirft.
HIGHLIGHT 2016 / 2017
05. 05. bis
10. 09. 2017
Woman
Feministische Avantgarde der 1970erJahre aus der SAMMLUNG VERBUND
Die Ausstellung widmet sich einem der wichtigsten kunstgeschichtlichen Phänomene der 1970er-Jahre: dem Aufbruch weiblicher Künstlerinnen, die dem Blick einer männerdominierten Kunstwelt ein selbstbestimmtes Bild der Frau entgegensetzen.
Werner Hofmann –
Pionier der Kunstgeschichte
Der 1928 geborene Wiener Kunsthistoriker war Gründungsdirektor
des heutigen mumok. Direktorin Karola Kraus beschrieb ihn anlässlich
seines Todes 2013 als „einen versierten Grenzgänger zwischen Praxis
und Theorie der Kunst und einen genialen Vermittler zwischen Kunst
und Öffentlichkeit”. Als das mumok, damals noch Museum des 20.
Jahrhunderts, 1962 eröffnete, wurde Werner Hofmann mit der ebenso
chancenreichen wie problematischen Aufgabe betraut, eine Sammlung
moderner Kunst aufzubauen. In nur wenigen Jahren gelang es ihm,
bedeutende Arbeiten der klassischen Moderne zu erwerben und die
Sammlung gezielt auszubauen. Damit erhielt die österreichische Kunstszene in den 1960er-Jahren einen Raum für die Kunst der Moderne und
einen Schub der Internationalisierung.
Hofmann, der das mumok bis 1969 leitete, wurde anschließend für mehr
als 20 Jahre Direktor der Hamburger Kunsthalle. Seine dortigen Ausstellungen gelten laut dem Kunstmagazin art als „Meilensteine in der
Ausstellungsgeschichte der Hamburger Kunsthalle und für die deutschen Kunstmuseen“.
Termin: In der Ausstellung Wir Wegbereiter (bis 05. 03. 2017) ist jener
Basisbestand in seiner Gesamtheit zu sehen, den Hofmann einst anlegte.
Foto Mumok Haus © mumok
25. 11. 2016 bis
17. 04. 2017
Konstruktion_
Reflexion
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Bis 06.11. 2016 | Painting 2.0: Malerei im Informationszeitalter
Mit über 200 Kunstwerken von mehr als 100 Künstlern erzählt Painting
2.0 die facettenreiche Geschichte der Malerei von den 1960er-Jahren
bis in die Gegenwart.
MUMOK
MuseumsQuartier
Museumsplatz 1
1070 Wien
25. 11. 2016 bis 17. 04. 2017 | Július Koller | One Man Anti Show
Die bisher umfangreichste Retrospektive des slowakischen Künstlers Július
Koller. Sie umfasst sein gesamtes Schaffen seit den frühen 1960er-Jahren.
Montag 14.00–19.00 Uhr
Dienstag bis Sonntag 10.00–19.00 Uhr
Donnerstag 10.00–21.00 Uhr
[email protected]
www.mumok.at
05. 05. bis 10. 09. 2017 | Martin Beck | rumors and murmurs
Eine umfassende Personale des in New York und Wien lebenden Künstlers Martin Beck: Präsentiert werden Werke in unterschiedlichen Medien.
Eintrittspreise
Erwachsene 11 Euro | Studenten 7 Euro |
Kinder und Jugendliche frei
49
Foto © NHM Wien, Kriemhild Repp
Der Urknall ist
in der modernen
Kosmologie
der Beginn des
Universums.
NATURHISTORISCHES
MUSEUM WIEN
Eine Spurensuche zurück zum Ursprung des Universums und
spektakuläre Bilder unseres Sonnensystems entführen uns im
Herbst auf eine Zeit- und Sternenreise. Wieder zurück auf der Erde
können wir ab Ende November alles über Artenvielfalt erfahren.
Wer schon immer mal selbst neue Quarks entstehen
bisher allen Erklärungsversuchen. Genauso wenig
lassen oder mit Protonen Fußball spielen wollte,
wie den Anfang kennen wir das Ende des Universums.
muss nicht Kernforscher werden, sondern bloß
Daher können Besucher am Ende der Ausstellung in
eine Eintrittskarte für das Naturhistorische Museum
einer begehbaren Installation dieses Finale selbst
lösen. In der groß angelegten und besonders
bestimmen, indem sie zwischen Big Crunch, Big
eindrucksvollen Ausstellung Wie alles begann. Von
Bounce, Big Rip oder Big Freeze wählen.
Galaxien, Quarks und Kollisionen erfährt man die
Die Biodiversitätsforschung untersucht die Zusam-
aktuellsten Forschungsergebnisse und -ansätze rund
menhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten in
um das Universum. Unbeantwortet im Zentrum steht
Ökosystemen. Mit der Ausstellung Vielfalt zählt! führt
jedoch die entscheidende Frage nach dem Urknall
eine spannende Expedition durch das Geschehen in
selbst. Was damals genau passiert ist, entzieht sich
unseren Ökosystemen.
50
Foto © NHM Wien, Alice Schumacher
HIGHLIGHT 2016/ 2017
19. 10. 2016 bis
20. 08. 2017
Wie alles begann.
Von Galaxien,
Quarks und
Kollisionen
Claudiosaurus und Barasaurus –
zwei neue Saurier
Foto © Barbara Frommann
Die Blütezeit der Reptilien begann vor mehr als 270 Millionen
Jahren im Perm (die letzte Periode im Erdzeitalter Paläozoikum).
Im Gebiet des heutigen Madagaskar bildete sich damals ein Grabenbruch, in dem sich Seen ausbreiteten und ein flaches Meer eindrang.
Hier lebte vor 260 Millionen Jahren das Reptil Claudiosaurus germaini
entlang der Küsten. Die Tiere erreichten etwa 60 cm Körperlänge,
hatten einen verlängerten Hals mit kleinem Kopf, einen langen
Schwanz und kräftige Hinterbeine. Sie waren zumindest teilweise an
ein Leben im Wasser angepasst und erinnern entfernt an die schwimmenden Leguane von Galapagos.
Zur selben Zeit lebte in diesem Gebiet auch Barasaurus besairiei,
ein robust gebautes, etwa 50 cm langes Reptil mit paddelförmigen
Füßen. Wie Claudiosaurus lebte er amphibisch. Gegen den Auftrieb
des Wassers schluckten die Tiere Steine, die in den Mägen einiger
Fossilien gefunden wurden.
Während Claudiosaurus zu einem völlig erloschenen Zweig der Reptilien gehört, könnte Barasaurus ein entfernter Verwandter der Schildkröten sein.
Zwei Fossilien dieser Ur-Reptilien bzw. Saurier sind ganz aktuell im
Saal 7 des Naturhistorischen Museums zu sehen. Sie sind als Skelette
auf Original-Sediment erhalten und perfekt freigelegt.
Michael Benson’s Otherworlds. Reise durch das Sonnensystem
Bis 18. 09. 2016
Mit spektakulären Bildern werden die Zuschauer auf eine einzigartige
fotografische Tour durch unser Sonnensystem mitgenommen. Neben
jüngsten Arbeiten von Michael Benson, die unter anderem Mars, Jupiter,
Saturn und Pluto zeigen, präsentiert die Ausstellung außergewöhnlich
große und detaillierte neue Ansichten der Erde.
Vielfalt zählt | Von 23. 11. 2016 bis 17.04. 2017
Schätzungen zufolge leben etwa 11 Millionen verschiedene Arten von
Lebewesen auf unserem Planeten. Diese biologische Vielfalt, auch Biodiversität genannt, ist extrem wichtig. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen den Lebewesen und gegenseitigen Abhängigkeiten in
Ökosystemen zeigt diese spannende Ausstellung multimedial, interaktiv und multisensorisch.
Foto © NHM Wien, Kurt Kracher
UND NOCH
MEHR TIPPS …
NATURHISTORISCHES MUSEUM WIEN
Maria-Theresien-Platz
1010 Wien
Täglich (außer Dienstag) 09.00–18.30 Uhr,
Mittwoch 09.00–21.00 Uhr
Information unter +43 1 52177-0
oder [email protected]; [email protected]
www.nhm-wien.ac.at
Eintrittspreise
Erwachsene 10 Euro | ermäßigt 8 Euro | Studenten 5 Euro |
bis 19 Jahre Eintritt frei | Jahreskarte 27 Euro
51
Kaiserfamilie © Österreichische Nationalbibliothek
„Es war sehr
schön, es hat mich
sehr gefreut.“
Kaiser Franz Joseph I.
ÖSTERREICHISCHE
NATIONALBIBLIOTHEK
Das Habsburgerreich und seine wohl bekanntesten Herrscher
sind zentrale Figuren der aktuellen Ausstellungssaison. Anlässlich
ihres 300. Geburtstags rückt Maria Theresia in den Fokus, schon
einige Monate zuvor ist es Kaiser Franz Joseph I.
Kaiser Franz Joseph I. war eine öffentliche Figur
zahlreiche Briefe und Fotos werden dabei erstmals
von Kindheit an und wurde bis zu seinem Tod
öffentlich gezeigt – etwa die erst 2015 entdeckten
zur wohl am meisten abgebildeten Person des
originalen Abschiedsbriefe von Mary Vetsera aus
19. Jahrhunderts.
Sein Tod nach unglaublichen
Mayerling mit dem Kuvert des Kronprinzen Rudolf.
68 Regierungsjahren mitten im Ersten Weltkrieg
Ab Mitte Februar 2017 steht dann Maria Theresia,
und der auf der ganzen Welt wahrgenommene
Habsburgs
mächtigste
Frau,
im
Mittelpunkt.
Begräbniszug durch das winterliche Wien wurden
Anlässlich ihres 300. Geburtstags am 13. Mai 2017
zum untrüglichen Zeichen für das Ende einer
wird die „Landesmutter“, auf die wichtige Reformen
Epoche. Zum 100. Todestag von Kaiser Franz
zurückgehen, anhand zahlreicher Highlights aus
Joseph I. wird eine Fülle an Original-Dokumenten
den
dieses außergewöhnlichen Monarchen präsentiert,
Nationalbibliothek näher beleuchtet.
52
reichen
Beständen
der
Österreichischen
Setz© Katharina Weiß
HIGHLIGHT 2016 / 2017
11. 03. 2016 bis
27. 11. 2016
Der ewige Kaiser
Franz Joseph I. 1830–1916
2016 jährt sich zum 100. Mal der Todestag von Franz Joseph I.
Anhand einer Vielzahl von bislang unveröffentlichten Original-Dokumenten aus der Privatbibliothek des Kaisers zeichnet diese Ausstellung
sein privates und öffentliches Leben in Bildern nach.
Im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
HIGHLIGHT 2016 / 2017
07. 12. 2016 bis
15. 01. 2017
Unter Bethlehems
Stern
Bleistift, Heft & Laptop –
10 Positionen aktuellen Schreibens
24 Prachthandschriften aus dem Mittelalter
HIGHLIGHT 2016 / 2017
17. 02. 2017 bis
05. 06. 2017
Maria Theresia
Habsburgs mächtigste Frau
Die „Landesmutter“ gilt bis heute als Symbol ihrer Dynastie und
als bedeutendste Herrscherin des Habsburgerreiches. Zahlreiche
Reformen gehen auf ihre Zeit zurück. Anlässlich ihres 300. Geburtstags
am 13. Mai 2017 präsentiert die Ausstellung Highlights aus den reichen
Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek.
Im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Hieroglyphen und Alphabete | Noch bis 08. 01. 2017
Im Ägypten der Pharaonen war Wissen Macht und das Schreiben und
Rechnen eine elitäre Angelegenheit. Die neue Sonderausstellung zeigt
bemerkenswerte Objekte aus 2500 Jahren antiker Schul- und Unterrichtsgeschichte. Im Papyrusmuseum
ÖSTERREICHISCHE NATIONALBIBLIOTHEK
Prunksaal: Josefsplatz 1, 1010 Wien
Sondermuseen: Adressen siehe www.onb.ac.at
Objekte des Esperantomuseums | Permanent
Von Esperanto bis Klingonisch: Die wichtigsten Plansprachen der Welt
werden in diesem einmaligen Museum multimedial erlebbar.
Dienstag–Sonntag: 10.00–18.00 Uhr
Donnerstag: 10.00–21.00 Uhr
(Juni–September auch Mo: 10.00-18.00 Uhr)
Tel.: +43 1 534 10-0
www.onb.ac.at | www.facebook.com/nationalbibliothek
Objekte des Globenmuseums | Permanent
Vom Hosentaschenglobus bis zur ältesten Weltkugel Österreichs: Erdund Himmelsgloben sind im weltweit einzigen Globenmuseum zu sehen.
Eintrittspreise (Erwachsene)
Prunksaal und Literaturmuseum je 7 Euro
Kombiticket für Globen-, Esperanto- und
Papyrusmuseum 4 Euro
53
Foto © Hejduk / Österreichische Nationalbibliothek
Die Geburt Christi ist ein zentrales Thema der abendländischen Buchkunst.
Gemeinsam mit der Verkündigung und der Flucht nach Ägypten wurde sie in
zahlreichen Werken auch bildlich festgehalten. Diese Ausstellung präsentiert
die Weihnachtsgeschichte in 24 Prachthandschriften des Mittelalters.
Im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek
Die erste Sonderausstellung im Literaturmuseum der Österreichischen
Nationalbibliothek vermittelt ein lebendiges und ungemein vielfältiges Bild der österreichischen Gegenwartsliteratur. Zehn österreichische
Schriftsteller und Schriftstellerinnen – fünf Frauen und fünf Männer, die
zwischen 1953 und 1984 in Österreich geboren wurden – waren eingeladen, sich, ihr Werk und ihre Zugänge zum Schreiben zu präsentieren.
Ihre individuellen Positionen gehen dabei weit über das Medium der
Sprache hinaus: Bildnerische, grafische und darstellende Arbeiten werden
ebenso gezeigt wie künstlerische Kooperationen. Bleistift, Heft & Laptop illustriert damit, wie sich die Literatur im 21. Jahrhundert unter dem
Eindruck der Medien und der Globalisierung, in Konfrontation mit einer
allgegenwärtigen Flut an Bildern, Zitaten, Fotografien und Tönen verändert. Die Autoren nähern sich den Phänomenen Intuition und Inspiration,
sie fragen danach, wie wichtig Recherche und Lektüre für das Schreiben
sind, wodurch Schreibprozesse ausgelöst und wie Ideen und Konzepte in
Literatur umgesetzt werden. All ihre Objekte und Installationen vermitteln
überraschende Einblicke in das Entstehen von Texten, in Schreibbiografien und die „Werkstätten“ von Gegenwartsautoren.
Termin: Die Ausstellung Bleistift, Heft & Laptop im Literaturmuseum gibt noch bis 12. 02. 2017 Einblicke in das Schaffen österreichischer
Schriftsteller.
Einbau weiter_gedacht_ © Hertha Hurnaus
„Städte sind
der stärkste Antrieb
für Forschung und
Entwicklung.“
Dr. Gabriele Zuna-Kratky
TECHNISCHES
MUSEUM WIEN
Die Stadt als Lebensraum der Zukunft steht im Mittelpunkt einer
großangelegten Ausstellungs-Serie, für die extra ein Stahleinbau
entworfen wurde, der neue Schau-Fläche schafft. Forschung und
Entwicklung rücken damit in den nächsten Jahren ins Zentrum.
Auf nur 2 Prozent der Weltoberfläche beherbergen
gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr,
die Städte rund die Hälfte der Weltbevölkerung –
Innovation und Technologie entwickelt wurde, nach.
bis zum Jahr 2050 wahrscheinlich sogar mehr als
Mit den Aspekten „urban innovations“, „urban
zwei Drittel. Die globale Entwicklung wirft etliche
mobility“, „urban energy“ und „urban life“ sollen
Fragen auf: Wie wollen wir in Zukunft leben? Wie
aktuelle inhaltliche Brücken zu den umliegenden
wollen wir wohnen, wie können wir bauen, uns
Dauerausstellungen geboten werden und die Besucher
fortbewegen und uns mit Energie versorgen? Wie
über Innovatives zu Architektur, Verkehrsplanung und
wollen wir uns ernähren? Wie werden wir unsere
Gesundheitsmanagement erfahren. Damit setzt das
Städte organisieren? Und wem wird die Stadt gehören?
Technische Museum Wien wesentliche Impulse für
All diesen Fragen geht die erste von drei geplanten
die weitere Entwicklung urbaner Räume – schließlich
Ausstellungen der neuen Serie weiter_gedacht_, die
beginnt die Zukunft der Stadt genau jetzt.
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Foto © Lois Lammerhuber
HIGHLIGHT 2016 / 2017
Seit
09. 06. 2016
Die Zukunft
der Stadt
weiter_gedacht_
Auf ca. 1.000 m² lädt die Ausstellung dazu ein, in das Thema „Zukunft
der Stadt“ aus unterschiedlichen Perspektiven einzutauchen.
Sie legt den Fokus auf die moderne Stadt als Motor von Forschung,
Innovation und Technologieentwicklung. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie dem
Bundesministerium für Kunst und Kultur setzt das Technische Museum
Wien wesentliche Impulse für die weitere Entwicklung urbaner Räume –
schließlich beginnt die Zukunft der Stadt genau jetzt.
Aktuell
Inventarnummer
1938
“Russenbriefe “
© Technisches Museum Wien
Autos, Radios und Durchlauferhitzer – der Raubzug der Nazis machte
auch vor Alltagsgegenständen nicht halt. Seit 1998 sucht das Technische
Museum Wien nach NS-Raubgut in seiner Sammlung und nach den rechtmäßigen Eigentümern. Die Ausstellung zeigt die alltägliche Praxis des
NS-Raubzugs, rekonstruiert die Lebensgeschichten der Beraubten und
dokumentiert die Suche nach den heute in aller Welt verstreut lebenden
Erben. Eine Datenbank zum NS-KFZ-Raub gibt den Besuchern die Möglichkeit selbst zu recherchieren.
„Die Stadt als der
Lebensraum der Zukunft“
Interview mit Direktorin
Dr. Gabriele Zuna-Kratky
Die neue Ausstellung beschäftigt sich mit der „Zukunft der Stadt“. Inwieweit kann das TMW da Einblicke bringen?
Die „Zukunft der Stadt“ lädt dazu ein, den Innovationsprozess in der Stadt
der Gegenwart und der Zukunft hautnah mitzuerleben. Die Ausstellung stellt
die Stadt als den Lebensraum der Zukunft vor und zeigt wie Menschen in den
nächsten Jahrzehnten bauen und wohnen werden, wie die Energieversorgung
funktionieren kann oder wie die Versorgung von Mega Citys bewältigt wird.
Die „Zukunft der Stadt“ ist Auftakt einer Serie, die „weiter_gedacht_“
heißt. Was wird die Besucher da erwarten?
In der modernen Stadt treffen auf engstem Raum Millionen Menschen und
damit genauso viele unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Gerade deshalb sind Städte der stärkste Antrieb für Forschung und Entwicklung. Das
ständige Wechselspiel von Wachstum, gesellschaftlichen Visionen und realer Stadtentwicklung braucht immer wieder Innovationen, um die Zukunft
der Stadt zu formen. Diesem Innovationsprozess in der Stadt der Gegenwart
und der Zukunft widmet sich das Technische Museum Wien – gemeinsam
mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie –
in drei Ausstellungen der Serie „weiter_gedacht_“.
Foto © Museum Wien
HIGHLIGHT 2016 / 2017
UND NOCH
MEHR TIPPS …
medien.welten | Permanent
Wir telefonieren Tag für Tag, sehen Fernsehbilder aus aller Welt, fotografieren mit Handy-Kameras, surfen in den Weiten des Internets …
Schön ist die neue Medienwelt, aber wie ist sie entstanden?
Natur und Erkenntnis | Permanent
Wie gewinnt man aus der Natur Erkenntnisse? Wer nutzt sie und wie?
Die Ausstellung erlaubt einen teils experimentellen Einstieg in das
Thema und schildert grundlegende Konzepte und ihre Anwendung.
Musikinstrumente | Permanent
Um Musik zu machen, braucht man Instrumente. Wie sie hergestellt
werden, wie sie funktionieren und welche Experimente und Spitzfindigkeiten nötig waren, um zum heutigen Standard zu kommen.
TECHNISCHES MUSEUM WIEN
Mariahilfer Straße 212
1140 Wien
Montag–Freitag: 09.00–18.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag: 10.00–18.00 Uhr
Tel. +43 1 89 99 80
www.technischesmuseum.at
Eintrittspreise
Erwachsene 12 Euro | Kinder & Jugendliche unter
19 Jahren Eintritt frei | Studenten 10 Euro |
Jahreskarte 29 Euro
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Ansichtskarte „Maxim“, 1903 © Wien Museum
„Da geh ich zu Maxim,
Dort bin ich sehr intim“
Die lustige Witwe,
Franz Lehar
WIEN MUSEUM
Sex in Wien ist das knackige Thema, mit dem etwaiger
Herbst-Tristesse entgegengewirkt wird. Vom „ersten Blick“ bis
zur „Zigarette danach“ dreht sich alles um Lust, Kontrolle und
Ungehorsam. Anschaulich, spannend, aber freilich hochseriös …
Wer durfte wen auf welche Weise anschauen?
Das zweite Programm-Highlight widmet sich der
Welche Formen von sexuellem Begehren konnten
eindrucksvollen Fotografie eines – völlig zu Unrecht
offen ausgelebt werden, welche nur im Verborgenen,
– in Vergessenheit Geratenen: Robert Haas war
und welche Konsequenzen galt es abzuwägen?
angesehen und gut im Geschäft, als er 1938 als Jude
Beim Ausstellungs-Opener wird deutlich, dass
aus Wien fliehen musste. Er wanderte nach New York
es weder moralische Predigt, wissenschaftliche
aus, wo er seine Karriere fortführte. Sein Fotonachlass
Systematisierung noch polizeiliche Kontrolle es
setzt ihm ein würdiges Denkmal.
je geschafft haben, zu reglementieren, was in
den Schlafzimmern, in geheimen Räumen und in
Hut ab nicht nur vor diesen beiden Ausstellungen,
dunklen Ecken der Stadt seinen uneinsehbaren
sondern auch vor jener, in der sich alles um die
Platz gefunden hat.
Kopfbedeckung dreht. Der passende Titel: Chapeau!
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Foto © Wien Museum
HIGHLIGHT 2016 / 2017
15. 09. 2016 bis
22. 01. 2017
Sex in Wien
Lust. Kontrolle. Ungehorsam.
Die Menschen haben es schon immer getan. Aber Formen, Darstellungen und die Bewertung von Sex haben sich im Laufe der
Geschichte geändert – und nie nachhaltiger als im Prozess der Urbanisierung. Die moderne Großstadt schuf Freiräume, die neue Formen der Sexualität erst möglich gemacht haben. Gleichzeitig wurden
neue Möglichkeiten der Überwachung und Disziplinierung geschaffen. Die Ausstellung erzählt anhand zahlreicher Fallbeispiele aus dem
19., 20. und 21. Jahrhundert, wie dieses stete Ringen um Verbot und
Freiheit jeden Moment einer sexuellen Begegnung prägte und prägt.
HIGHLIGHT 2016/ 2017
Robert Haas
Der Blick auf zwei Welten
Robert Haas (1898 Wien – 1997 New York) gehört zu den wichtigsten
Vertretern des Fotojournalismus im Österreich der Zwischenkriegszeit. In Wien entstanden berührende Alltags- und Sozialreportagen,
aber auch Porträts, Sachaufnahmen, Werbung, Landschafts- und Architekturaufnahmen sowie technische Dokumentationen. Das Wien Museum konnte kürzlich den Fotonachlass von Robert Haas erwerben. In dieser Ausstellung werden seine Fotografien erstmals im großen Umfang
einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
UND NOCH
MEHR TIPPS …
Chapeau – Eine Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes
Bis 30. 10. 2016
Kleider machen Leute – und die Kopfbedeckung ist das sichtbarste
visuelle Zeichen von Identität. Sie kann religiöse und politische Überzeugung oder geschlechtliche und kulturelle Zugehörigkeit vermitteln,
ist aber ebenso modisches Statement.
Erst kam die Technik, dann die Kunst und schließlich die Fotografie
– so die knapp gehaltene Ausbildungsbiografie des später international
tätigen Fotografen. 1925 gründete Robert Haas zusammen mit dem
Künstler Carry Hauser in Wien das grafische Atelier und die künstlerische Druckerei „Officina Vindobonensis“, in der er künstlerische Drucke,
Plakate und Bücher herstellte und vertrieb. Seit Ende der 1920er-Jahre
wandte er sich verstärkt der Fotografie zu. In den darauf folgenden
30er-Jahren arbeitete er als international erfolgreicher Fotograf und
Fotojournalist für österreichische und internationale Medien. Zudem
war Haas mehrere Jahre lang offizieller Pressefotograf der Salzburger
Festspiele. Nach seiner Flucht aus Wien fand Haas in New York eine
zweite Heimat. Ab 1939 dokumentierte er in beeindruckenden Aufnahmen den amerikanischen Alltag, die Stadt New York City, daneben war
er auch als einfühlsamer Porträtfotograf tätig. In New York gründete er
1941 unter dem Namen „Ram Press“ erneut eine künstlerische Druckerei, die er jahrelang erfolgreich führte. Unter anderem arbeitete er mit
dem Museum of Modern Art und dem Guggenheim Museum zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterrichtete Haas an mehreren
renommierten amerikanischen Universitäten Grafik und Drucktechnik.
Er starb am 05. Dezember 1997 in Valhalla/New York.
Termin: Der kürzlich erworbene Fotonachlass von Robert Haas ist ab
24. 11. 2016 im Wien Museum zu sehen.
Foto © Hertha Hurnaus / 24. 11. 2016 bis
26. 02. 2017
Robert Haas –
Fotograf zwischen Wien und New York
WIEN MUSEUM KARLSPLATZ
Brennen für den Glauben. Wien nach Luther | 16. 02. bis 14. 05. 2017
Die Reformationszeit war eine wichtige Schlüsselepoche in der Stadtgeschichte. Thematisiert werden politische, soziale und kulturelle Auswirkungen und römisch-katholische Gegenreformationsmaßnahmen.
Karlsplatz 8 | 1040 Wien
Dienstag bis Sonntag & Feiertag 10.00–18.00 Uhr
24. 12. und 31. 12. 10.00-14.00 Uhr
Geschlossen: 01. 01., 01. 05. und 25. 12.
www.wienmuseum.at
Wien von oben – Die Stadt auf einen Blick | 23. 03. bis 17. 09. 2017
Wie können wir Wien als Ganzes fassen? Die Stadt ist groß und wird größer.
Der Versuch ihr visuell beizukommen fasziniert dementsprechend seit Jahrhunderten, ob in der Form von Panoramen, Vogelschauen oder Stadtplänen.
Eintrittspreise
Erwachsene 10 Euro | Unter 19 Jahren Eintritt frei |
Studenten 7 Euro | Jeden ersten Sonntag im Monat frei |
Preise für andere Standorte auf Homepage
www.wienmuseum.at
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Foto © ZOOMVP.AT
WIENER CITY MEETS
PARK AVENUE
Der Traum vom modernen Wohnen gepaart mit luxuriösem Service
und historischem Kolorit kann erfüllt werden: Mitten in der Wiener
Innenstadt entstehen in einzigartiger Architektur Wohnungen vom
Feinsten – und das kombiniert mit einem Hauch New Yorker Flair.
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Fotos © ZOOMVP.AT
Luxus pur verspricht das Leben in einem der erst-
um den perfekten Rahmen für private Dinnerparties
klassigen Appartementhäuser an der Park Avenue
mit Freunden oder Geschäftspartnern zu bieten. So
in New York City. Begrüßt wird man hier vom soge-
gibt es einen langen Esstisch, elegante Stühle, eine
nannten Doorman, der einen charmant und stets
angeschlossene
hilfsbereit bei alltäglichen Erledigungen unterstützt und
Musikanlage und Bibliothek. Die Reservierung dieser
Küche,
Bar,
Großbild-Fernseher,
ein Höchstmaß an Sicherheit bietet. Diesen perfekten
höchst repräsentativen Räumlichkeit findet über den
Service kombiniert mit dem Park Avenue Flair gibt es
Doorman statt, der auch die Vorbereitung an Ort und
nun auch in Wien. Mitten im historischen Kern der inneren
Stelle übernimmt. Die Reinigung erfolgt später über den
Stadt, wenige Meter von der Freyung, Am Hof, Graben,
Putzdienst des Hauses. Für glanzvolle und unbeschwerte
Kohlmarkt und dem Stephansplatz entfernt, entsteht ein
Abende ist auf No10 also bis ins Detail gesorgt.
Wohngebäude der Extraklasse. Das von Grund auf neu
errichtete Appartementhaus in der Renngasse 10, 1010
Auch für das Fitnessprogramm müssen die Bewohner
Wien wurde von dem international Akzente setzenden
von No10 nicht vor die Tür. Im hauseigenen, mit modernen
sowie mehrfach international ausgezeichneten dänischen
Kraft- und Kardiogeräten ausgestatteten Gym können
Architekturbüro 3XN entworfen. So einzigartig wie das
sich diese unabhängig von der Wetterlage sportlich
Gebäude selbst – so besonders auch der Name dieses
verausgaben. Geschosshohe Fenster und der Blick auf
Wohntraums: No10.
den Hofgarten garantieren Helligkeit und sorgen für eine
wohl einzigartige Atmosphäre des Gyms. Umkleideraum,
Auf 7 Stockwerken und einem Dachgeschoss verteilt,
Dusche und Toilette sind natürlich angeschlossen.
entstehen hier 73 Wohnungen zwischen 40 und
240 Quadratmeter, wobei der Großteil der Wohnungen
Das Plus an Komfort ruht in den Händen des Doorman,
über Balkone, Loggien oder Terrassen verfügt. Beim
der No10 darüber hinaus eine persönliche und zugleich
Entwurf wurde ganz besonderes Augenmerk auf
besondere Note verleiht. Charmant werden Bewohner
klare Formen, optimale Grundrisse, hochqualitative
und Gäste tagsüber von ihm im Haus willkommen
Ausstattung und völlig neuartigen Komfort gelegt.
geheißen. An seinem geschwungenen Empfangspult
Verbunden mit Add-on-Räumen zugeschnitten auf
im Eingangsbereich nimmt er Post und Lieferungen von
persönliche Wünsche. Eine eigene Parkgarage im
Botendiensten entgegen, kommuniziert Neuigkeiten
Untergeschoss ist ein besonderer Luxus für Autofahrer
und verwaltet die direkt bei ihm oder auch online
im Zentrum von Wien.
eingegangenen Reservierungen von Salon, Gym,
Unvergleichlichen Komfort und ein ganz spezielles
als wäre man in einem der besten New Yorker
Wohnambiente auf höchstem Niveau bieten darüber
Appartementhäuser zuhause.
Massage- und Yogaraum. Ein Traum-Service – ganz
hinaus die umfassenden Facilities und Zusatzangebote
wie Salon und Bibliothek, Gym und Yogaraum, die
Exklusivvermarktung durch JP IMMOBILIEN
alle beim Doorman reserviert werden können. Der
Tel: +43 1 596 60 20 | [email protected]
hauseigene Salon wurde eingerichtet und ausgestattet,
www.no10.at
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STIMMEN ZUM
KULTURJAHR 2016/17
Österreichische Unternehmer fördern und präsentieren Kunst
und Kultur in Wien. Hier ihre Meinung zum Wiener Kulturangebot
und ihre persönlichen Kultur-Tipps.
Foto © ORF / Thomas Ramstorfer
DR. ALEXANDER WRABETZ
über das Engagement des ORF
im Bereich der Kultur
ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Die Vermittlung von Kultur ist ein wesentlicher Bestandteil öffentlichrechtlicher Mehrwertproduktion. Wir investieren jährlich
100 Millionen Euro in den Bereich Kultur und sind damit der
größte Kulturproduzent des Landes. Und der ORF ist der
größte Kultur-Distributor Österreichs. Denn wir machen Kultur erfahr- und erlebbar: mit den Kulturhighlights in ORF 2,
dem Kulturspartenkanal ORF III, mit Ö1 und FM4, mit ORF.at,
dem umfassenden Kulturangebot der Landesstudios, dem
ORF-Radio-Symphonieorchester Wien und vielem mehr.
Darauf bin ich stolz, und dafür engagiere ich mich.“
KOMM.-RAT PETER HANKE
über Wien als Kulturstadt und die
kommende Kultursaison 2016/2017
„Das Kulturleben in Wien hat eine lange Tradition: Hier finden
sich Museen, Theater, Opernhäuser und Event-Locations
von Weltrang. Gleichzeitig ist Wien eine sehr moderne
Metropole mit einer lebendigen Kulturszene. Gerade diese Verschmelzung aus alt und neu, Tradition und Moderne
macht Wien so besonders. Diese gelungene Mischung zeigt
auch das neue Musical ‚Schikaneder‘ im Raimund Theater.
Es erzählt die Liebesgeschichte hinter Mozarts ‚Zauberflöte‘
und ist für mich das Highlight des Kulturjahres 2016.“
Komm.-Rat Peter Hanke,
Geschäftsführer Wien Holding
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Foto © Barbara Nidetzky
Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Generaldirektor
Foto © Stephan Huger
DR. KARL STOSS
über die Rolle der Wirtschaft
im Bereich Kunst und Kultur
„Kunst war schon immer von Förderern abhängig. Erfolgreiche Unternehmen werden künftig noch stärker gefordert
sein, mittels Sponsoring die gesellschaftspolitische Verantwortung im Bereich Kunst und Kultur zu übernehmen, was
wir mittlerweile seit fast 50 Jahren tun.“
Foto © Peter Rigaud
Dr. Karl Stoss,
Generaldirektor Casinos Austria
und Vorstands­vorsitzender der
Österreichischen Lotterien
NORBERT KETTNER
über Wien als Kulturstadt
„Wien besticht durch seine Vielfalt an Kunst- und Kulturangeboten. Institutionen von Weltrang vermitteln Einheimischen
wie Gästen auf beeindruckende Weise Klassisches und Kontemporäres. Dieser spannenden Symbiose aus historischen
und zeitgenössischen Facetten der Stadt widmet der WienTourismus auch sein Jahresthema 2017, das unter dem Motto
„Im Rhythmus von Wien“ einmal mehr das umtriebige Kulturleben der Stadt auf eine globale Bühne stellt und zugleich
Wiens Rolle als „Weltmusikhauptstadt“ thematisiert.“
Foto © Katharina Schiffl
Norbert Kettner, Direktor WienTourismus
RUDI KASKE
über das Verhältnis der Arbeiterkammer
zu Kunst und Kultur
„Kunst ist ebenso Spiegel der Gesellschaft wie Kritik an ihr.
Wiens beste Häuser schaffen es, diesen Anspruch zu erfüllen und gleichzeitig das größtmögliche Publikum anzuziehen. Das ist auch das Ziel der Kunst- und Kulturförderung
der Arbeiterkammer: allen voran schafft es das Theater
Akzent mit seinem Angebot in allen Sprachen Wiens hier ein
breites Angebot zu setzen und Unterhaltung und Anspruch
zu vereinen.“
Rudi Kaske,
Präsident der Arbeiterkammer Wien
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Ya s m i n a G r a b n e r
Fine art ConsultinG
Private and CorPorate Clients
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Foto © Stephan Huger
„Ein reiches, vielfältiges Kulturleben
ist ein wichtiger gesellschaftlicher
Wert. Wir sehen es als Teil unserer
gesellschaftlichen Verantwortung
diese Vielfalt zu fördern.“
PROF. MAG. DIETMAR HOSCHER
über das Engagement von Casinos Austria
im Bereich Kunst und Kultur
„Gesellschaftliche Verantwortung nimmt eine zentrale Rolle im unternehmerischen Selbstverständnis der Casinos Austria
Gruppe ein. Ein wichtiger und in der Satzung des Unternehmens festgeschriebener Teil dieser Verantwortung ist die Unterstützung von Kunst und Kultur. Die Sponsoring-Philosophie von Casinos Austria zielt daher nicht nur auf den Werbewert
eines Kulturprojekts, vielmehr steht die Förderung der Vielfalt im Vordergrund. Wir unterstützen große Ereignisse ebenso
wie kleine Initiativen, die abseits des Mainstreams noch kein, oder niemals ein Massenpublikum erreichen. Zudem legen wir
Wert auf langfristige Partnerschaften, denn unser Engagement soll nachhaltig Wirkung zeigen.“
Prof. Mag. Dietmar Hoscher, Vorstandsdirektor Casinos Austria AG
Foto © Alek Kawka
MAG. MARCIN KOTLOWSKI
über das Engagement von Wien Holding
Mediencluster im Bereich Kultur
„Wien gilt als Weltstadt der Kunst und Kultur. Das große
Angebot an Kulturgütern aller Art ist ein wertvoller Teil
der großartigen Lebensqualität, die unsere Stadt auszeichnet. Kultur spielt für die Wien Holding neben dem
Kulturcluster auch im Medienbereich eine wichtige Rolle.
Mit dem TV-Magazin „ÖsterreichBlick“ stellt R9 Austria,
der Verbund der größten Regionalsender Österreichs, das
kulturelle Erbe der Regionen in den Mittelpunkt.“
Foto © Bucherer / Doris Kucera
Mag. Marcin Kotlowski,
Geschäftsführer Wien Holding Mediencluster
HANS-PETER JUCKER
über Wien als Kulturstadt
„Wien ist eine beeindruckende Stadt. Wien ist eine Marke.
Wien ist aber vor allem Kultur. Und das kommt besonders in den Kunst- und Kulturinstitutionen zur Geltung.
Ich bin jedes Jahr aufs Neue von diesem vielfältigen
Angebot beeindruckt. Besonders freue ich mich auf
TOSCA in der Staatsoper.“
Hans-Peter Jucker,
Geschäftsführer Bucherer
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präsentiert
Ausstrahlungszeiten
Fr. 20.00 Uhr
Sa., So. 10.00 Uhr
Österreichweit:
Satellit HD ASTRA 19,2° Ost
Transponder 1.005
Frequenz 11273 MHz
www.w24.at
Auf allen Sendern im R9 Senderverbund und auf Satellit ASTRA
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Foto © Eva Kelety
Foto © Wien Ticket
MAG. MATTHÄUS ZELENKA
DR. KURT GOLLOWITZER
über das Engagement von WIEN-TICKET
im Kulturbereich
über das Kulturjahr 2016/17 in Wien
„Als Full-Service-Ticketdienstleister dürfen wir Teil der Wiener Kunst- und Kulturbranche sein. Jedes Jahr aufs Neue
begeistert uns das vielfältige Angebot für nationale und
internationale Besucher. Ich persönlich freue mich schon auf
SCHIKANEDER im Raimund Theater.“
„Zigtausende Fans haben in den vergangenen Monaten
bereits Tickets für die Konzerte von Justin Bieber, Placebo, Red Hot Chili Peppers oder auch die Erste Bank Open
gekauft und zählen zu den mehr als 65 Mio. Gästen aus dem
In- und Ausland, die die Wiener Stadthalle bereits besucht
haben. Durch den laufenden Betrieb, die Investitionen sowie
die Besucherinnen und Besucher der Wiener Stadthalle –
eines der erfolg- und traditionsreichsten Kultur- und Entertainmentzentren Europas – werden in Österreich über 100
Mio. Euro an Wertschöpfung und rund 1.720 Arbeitsplätze
gesichert. Das betrifft sowohl den Bereich Hotellerie und
Gastronomie, den Handel und auch die zahlreichen Zulieferfirmen der Wiener Stadthalle.“
„Wien ist aufgrund der
Tradition von Kunst und Kultur
unverwechselbar und einzigartig – eine Vorzeigestadt.“
Mag. Matthäus Zelenka,
Geschäftsführer WIEN-TICKET
Dr. Kurt Gollowitzer,
Geschäftsführer Wiener Stadthalle
Foto © Tina Herzl
„Wiens Kunst- und
Kulturlandschaft bietet eine
unglaubliche Bandbreite,
für die uns die Welt zu Recht
bewundert.“
ARCHITEKT
DI DIPL. TP ALBERT WIMMER
über die Verbindung zwischen Kunst
und Architektur
„Stetig steigende BesucherInnenzahlen zeugen von der hohen Attraktivität unserer Stadt. Dabei zählen das Kulturgeschehen
und die Architektur gemeinsam mit der Geschichte zu den Hauptgründen, warum sich Menschen für einen Besuch in Wien
entscheiden. So schön und erfreulich das ist, noch wichtiger ist, dass auch die Wienerinnen und Wiener diese kulturellen und
künstlerischen Highlights er- und miterleben können. Die schier unglaubliche Vielfalt an Events lassen die Stadt immer wieder
großartig neu erleben. Diese urbane Dynamik verbindet Kunst, Kultur und Architektur, denn auch das Wiener Architekturschaffen leistet entscheidendste Beiträge zum Wohlfühlen in der Stadt und schafft Räume zum Er- und Miterleben. Einige
Bauten gehen noch darüber hinaus und fungieren als wichtige neue „landmarks“. Der neue Wiener Hauptbahnhof ist so ein
Beispiel, denn er ist nicht nur ein Identitfikationsort und eine Visitenkarte für die Stadt Wien, sondern weist zudem auch das
Potential auf, Teil einer Kunst- und Kulturachse zu werden.“
Architekt DI Dipl. TP Albert Wimmer
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Foto © Steve Keros
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„Coming out to
the light of day“
Dark Necessities, RHCP
Red Hot Chili Peppers
WIENER
STADTHALLE
In Wiens wichtigster Veranstaltungsarena tummeln sich die Stars –
egal ob Pop, Rock oder HipHop! So rocken die Red Hot Chili Peppers
und The Who, während Justin Bieber für tosende Teenies sorgt und
Die Fantastischen Vier mit ihrem Best Of-Album begeistern.
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Foto © Doug Sonders
Foto © Marie Isabel Mora
Foto © Thomas Unterberger
Anett Louisan
Foto © Joseph Ilanes
Rod Stewart
Foto © Skalar Music Entertainment GbmH
Seiler & Speer
Elton John
Placebo
WIENER STADTHALLE
Herbstzeit ist Konzertzeit – und so füllt sich Österreichs größte
des Sängers aber um nichts kleiner: So wird Rod Stewart am
Veranstaltungshalle gleich ab September mit Superstars aus allen
09.11. mit Klassikern aus fünf Jahrzehnten begeistern. 20 years
Genres: Rockmusik in Reinkultur liefern The Who am 14.09. ab.
of Placebo wird am 13.11. gefeiert. Wenige Tage später, am
Pete Townshend, mittlerweile 71 Jahre alt, rockt immer noch jene
17.11., tritt der „Godfather of Electronic Music“ Jean-Michel
Songs, die zu Hymnen für Generationen wurden. Am 29.10.
Jarre auf. Am 21.11. rocken die Red Hot Chili Peppers und am
wird Wien Dank Max Raabe und seinem Palast Orchester Eine
24.11. sorgt Elton John für eine Wonderful Crazy Night. Weitere
Nacht in Berlin. Kreischalarm gibt’s am 08.11., wenn Justin Bieber
Highlights im Winter: Parov Stelar am 07.12., Seiler & Speer am
mit seiner Purpose World Tour in der Stadthalle Stopp macht. Tags
09.12. und Die Fantastischen Vier am 24.01. Frühlingsbeginn
darauf ist wahrscheinlich das Publikum etwas älter, die Strahlkraft
wird dann mit Anett Louisan am 27.03. eingeläutet.
Infos zum Programm auf www.stadthalle.com
GRATIS
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Tickets
kostenlos zu
Hause drucken.
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LEGUNG
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Centern.
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Foto © Werner Kmetitsch
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Foto © Anne Dokter
Foto © Stefan Höderath
Königliches
Concertgebouworchester Amsterdam
Anne-Sophie Mutter
Andrés Orozco-Estrada
WIENER MUSIKVEREIN
Wo treffen sich die Koryphäen der klassischen
Denis Matsuev am Klavier zu hören. Das Königliche
Musik? Definitiv in einem der Säle mit der besten
Concertgebouworchester
Akustik weltweit! So spielt am 25. 09. Rudolf
Dirigent Semyon Bychkoy spielt am 18. 11. und
Buchbinder Klavier, Zubin Mehta dirigiert dazu
Stargeigerin Anne-Sophie Mutter, die mit ihrem
die Wiener Philharmoniker. Zu hören sind Johannes
Album The Club Album - Live from Yellow Lounge
Brahms und Claude Debussy. Zwei Wochen
2015 (Deutsche Grammophon) gezeigt hat, dass
Amsterdam
unter
später, am 11.10., ist Buchbinder nochmals zu
sie alte Musik verjüngen kann, tritt am 24. 11. auf.
hören. Diesmal unter Georges Prêtre. Am 29. 10.
Weitere Höhepunkte des Jahres: Andrés Orozco-
spielen die Wiener Philharmoniker unter Ricardo
Estrada dirigiert die Wiener Symphoniker am
Muti Franz Schuberts Symphonie, Tragische, am
14. 12., Gustavo Dudamel das Neujahrskonzert
03. 11. sind Julian Rachlin an der Violine und
am 01. 01. 2017.
Infos zum Programm auf www.musikverein.at
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Foto © Jesse Kitt
Die Zeitung,
beliebtes Druckerzeugnis
um sich über das Welt- und
Stadtgeschehen zu
informieren, das im Gegensatz zu digitalen Medien
auch als Regenschutz,
Sitzunterlage oder
Verpackungsmaterial
genutzt werden kann.
Heute.
Und morgen?
Foto © Lang Lang Foundation
Lizz Wright
Lang Lang
WIENER KONZERTHAUS
Ein musikalisches Highlight nach dem anderen verspricht
das Programm des Wiener Konzerthauses: Die Grande
Dame des französischen Chansons Juliette Gréco versüßt
am 26. 09. mit ihren zeitlos schönen Liedern den Start
in den Herbst. Unter dem schlichten Motto „Merci“ steht
die Farewell-Tour der Französin mit dem dunklen Timbre.
Das Konzert zum Nationalfeiertag am 25. 10. verspricht
mit Renaud Capuçon an der Violine Erstklassiges: Dem
berühmten
ersten
Violinkonzert
des
konservativen
Rheinländers Max Bruch folgt Bruckners Sechste. Auch
der Klavierabend mit Lang Lang am 09. 11. garantiert
Begeisterung. Der „Zauberkünstler der Tasten“ spielt Werke
von Albéniz, Debussy und Granados. Bariton Thomas
Hampson gibt am 05. 12. ausdrucksstarke Vokalkunst von
Beethoven bis in das 20. Jahrhundert wieder, während die
US-amerikanische Jazz-Sängerin Lizz Wright am 14. 02.
mit ihrer dunklen, sonoren Altstimme ihrem gesamten
Repertoire eine ureigene Prägung zu geben vermag, die
fasziniert und zugleich berührt. Beglücken wird gewiss auch
Elīna Garanča, die am 17.02. auftritt. Mit einer Auswahl
von vokalen Perlen aus dem Schaffen Massenets, Verdis
und Berlioz’ wird sie – orchestral umrahmt vom Wiener
KammerOrchester – das hiesige Publikum in Atem halten.
Infos zum Programm auf https://konzerthaus.at
Hauptsponsoren
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Foto © 2015 Propeller Music & Event GmbH
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Foto © Tina Tyrell
Billy Talent
BANK AUSTRIA HALLE GASOMETER
Eine geballte Ladung laute Gitarrenmusik bringt die Wände
der Halle auch diesen Herbst zum Beben, doch vor dem RockGewitter lockt Passenger am 01.10. mit Folk. Der britische
Singer-Songwriter Mike Rosenberg aka Passenger begibt sich
mit seinem mittlerweile achten Studioalbum zum ersten Mal seit
langem wieder mit Live Band auf Tour. Mehr als erprobt in punkto
Live-Konzerte sind Status Quo. Sie wollen mit ihrer The Last Night
Of The Electrics Tour ein letztes Mal mit ihren Stromgitarren durch
Europa führen und machen dafür am 12. 10. Halt in Wien. Weiter
gerockt wird am 21.10. von den heißen Schotten Biffy Clyro und
am 26.11. von den nicht minder begehrten Billy Talent, die ihr
Foto © 2015 Propeller Music & Event GmbH
aktuelles Album Afraid Of Heights im Gepäck haben.
Keith Jarett
JAZZ FEST WIEN
Ende Juni bis Mitte Juli 2017 macht Wien seine schönsten
Locations für die Stars des Jazz frei. Renommierte Superstars
wie etwa Jamie Cullum oder Keith Jarett im Vorjahr planen
einen Tour-Stopp in Wien ein – vor allem wegen der unglaublich
schönen und ungewöhnlichen Locations wie etwa der Wiener
Staatsoper oder dem idyllischen Arkadenhof des Wiener
Passenger
Infos zum Programm auf www.planet.tt
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Rathauses. Auch die Summerstage, das Porgy & Bess und das
Jazzland sind beliebte Spielstätten für die Künstler.
Infos zum Programm auf www.viennajazz.org
Perndl+Co
Foto © Dietmar Hoscher
Popa Chubby
ViennaJazzFloor
Neun der wichtigsten Jazz-Clubs Wiens vom Jazzland bis
zum Reigen bringen es zwischen dem 01. bis 30. 11. 2016 auf
weit mehr als 100 Konzerte der Spitzenklasse. Von den Clubs
werden besondere Schwerpunkte gesetzt und die Topformate
vom traditionellen Jazz über Blues-Rock bis hin zum Free-Jazz
engagiert. Einige Höhepunkte: Am ersten Tag spielt im Jazzland
das Wayne Darling Trio, im Reigen gibt Popa Chubby Vollgas
und am 24.11. kommen Oregon in die Sargfabrik.
Infos zum Programm auf www.ig-jazz.at
IMPULSTANZ
Das größte Tanz-Festival Europas bietet auch heuer wieder
von Mitte Juli bis Mitte August Weltstars der Choreografie,
die mit ihren Inszenierungen und internationalen Tanzgrößen
locken. Geboten wird genreübergreifendes Programm aus
den Bereichen Moderne Dance, Ausdruckstanz oder Ballett
mit nationalen und internationalen Künstlern – und so wird
in diesen vier Wochen ein beeindruckender Querschnitt der
zeitgenössischen Tanzszene in all ihrer Vielfalt gezeigt. Neben
Performances laden mehr als 200 Workshops & Research
Projekte Anfänger sowie Profis zum Tanz ins Wiener Arsenal.
Für den richtigen Rahmen sorgen Spielstätten wie das
MuseumsQuartier oder das Burgtheater.
Foto © 2016 Chris Haring
Infos zum Programm auf www.impulstanz.com
Chris Haring
Design: eoos
MAK – Österreichisches MuseuM für
AngewAndte Kunst / gegenwArtsKunst
Stubenring 5, 1010
71 Wien
Di 10:00–22:00 uhr, Mi–So 10:00–18:00 uhr
JeDen DienStag 18:00–22:00 uhr eintritt frei
MAK.At
Foto © Alexi Pelekanos
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Foto © Dietmar Hoscher
VIENNALE
JP. Soars & The Red Hots
VIENNA BLUES SPRING
Das Festival vom 20. 03. bis 30. 04. 2017 bietet 50 Konzerte u.a.
im Reigen und dem Radio Kulturhaus, die das ganze Spektrum
vom traditionellen Blues über den Boogie Woogie bis zu
aktuellen Einflüssen bringen. Große Namen der internationalen
wie heimischen Szene stehen ebenso auf dem Programm wie
Newcomer wie JP. Soars & The Hots (Foto). Denn mittlerweile
ist das längste Blues-Festival der Welt beinahe schon ein
Auch heuer hat sich jeder Film-Fan garantiert die zwei Wochen
vom 20.10. bis 02.11.2016 in seinem Kalender geblockt.
Schließlich gilt es möglichst viele der rund 300 Spiel-,
Dokumentar- und Kurzfilme anzusehen, die auf Top-Niveau
in punkto Ästhetik und gesellschaftspolitischem Auftrag sind
und dennoch für die breite, kinointeressierte Öffentlichkeit
spannend sind. Dazu gibt’s Diskussionen, Publikumsgespräche
und Special Events. Das vollständige Programm für alle
Cineasten gibt’s ab Mitte Oktober.
Infos zum Programm auf www.viennale.at.
Pflichttermin im Tour-Programm.
VIENNA ART WEEK
Die Vienna Art Week vom 14. – 20.11. 2016 findet heuer
bereits zum zwölften Mal statt – diesmal unter dem Motto
Seeking Beauty. Vom Dorotheum ins Leben gerufen, um Wien
als Kunststandort stärker in den Fokus der internationalen
Kunstwelt zu rücken, ist die Vienna Art Week längst zu einer
Die Passagierin (2016)
WIENER FESTWOCHEN
Institution angewachsen, die rund 80 Programmpartner
zusammenbringt. Mit einem vielseitigen Festivalkalender für
Kunstexperten und Kunstinteressierte.
© Sissa Micheli
Foto © Oper Frankfurt / Barbara Aumüller
Infos zum Programm auf www.viennabluesspring.org
Vom 12. 05. bis 18. 06. 2017 finden die Wiener Festwochen zum
ersten Mal unter der neuen Intendanz von Tomas ZierhoferKin, dem früheren Intendanten des Donaufestival in Krems,
statt. Ein erstes Highlight ist sicher die Parsifal-Inszenierung
des deutschen Künstlers Jonathan Meese. Aber auch das
weitere Programm garantiert internationale Opern- und
Theaterhighlights der Sonderklasse. Das detaillierte Programm
Vienna Art Week 2015
wird im Dezember 2017 veröffentlicht.
Infos zum Programm auf www.festwochen.at
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Infos zum Programm auf www.viennaartweek.at
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WIEN-TICKET
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altstadterhaltunginwien
Wien.
Die Stadt
fürs Leben.
Gründerzeitliche Zinshäuser, barocke Palais und Kirchen, aber auch Architektur der
Moderne, Denkmäler und Geschäftsportale: Der Wiener Altstadterhaltungsfonds unter­
stützt seit 1972 die Restaurierung und Konservierung historischer Bauten und leistet
damit einen wesentlichen Beitrag, das Stadtbild auch für die kommenden Generationen
langfristig zu bewahren. Die Broschüre „Altstadt­
erhaltung in Wien“ kann man bestellen bzw.
downloaden unter:
www.kultur.wien.at
73
ZUM
ABSCHLUSS ...
Foto © Sabine Hauswirth
Dr. Andreas Mailath-Pokorny
Stadtrat für Kultur, Wissenschaft
und Sport der Stadt Wien
Auch heuer gibt es wieder viele spannende
Premieren
und
Ausstellungs-Eröffnungen.
Welches
Kultur-Event
werden
Sie
diese Saison sicher nicht versäumen?
Auf keinen Fall möchte ich „Niemand“ versäumen, ein bis
dato unbekanntes Stück von Ödön von Horváth, einem der
meistgespielten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Es feiert
in der Regie des Hausherrn Herbert Föttinger seine Welt-Uraufführung in der Josefstadt. Die Viennale mit ihrem Mix aus
nationalen und internationalen Spielfilmen und Dokus zählt zu
den kulturellen Fixpunkten im Herbst. Neugierig macht auch
die erste große Ausstellung von Matti Bunzl im Wien Museum: „Sex in Wien. Lust. Kontrolle. Ungehorsam“ behandelt ein
Tabu-Thema, man darf gespannt sein.
Im Belvedere stellt aktuell der chinesische Regimekritiker
und Künstler Ai Weiwei aus. Sein Schwerpunkt: Vertreibung und Migration. Auch Daniel Kehlmann setzt sich in
seinem neuen Stück an der Josefstadt mit einem brandaktuellen Thema auseinander: Es geht um das Verhindern
eines mutmaßlichen Bombenattentats. Wie wichtig ist
Ihrer Meinung nach die künstlerische Aufarbeitung gesellschaftspolitischer Themen? Wie aktuell und politisch soll
Kunst eigentlich sein?
Ich denke das besondere an der Kunst ist, dass sie nichts sein
„soll“, aber alles sein darf. Persönlich finde ich es bereichernd,
wenn sich Künstlerinnen und Künstler mit der Welt auseinandersetzen, in der wir heute leben. Und die Beschäftigung mit
diesem Leben bedeutet eben auch Politisch-Sein. Es wird sie
nicht wundern, dass ich als Politiker das überaus begrüße.
Heuer stehen Schenkungen von Künstlern (wie Jim Dine
an die Albertina) oder von Sammlern (Gertraud und Dieter Bogner an das mumok) im Ausstellungs-Kalender. Wie
sehr sind Museen auf solche Schenkungen angewiesen?
Schenkungen von KünstlerInnen oder SammlerInnen an öffentliche Museen sind sehr wichtige Ereignisse und bringen
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beiden Seiten große Vorteile:
Der/die Schenkende kann dadurch sicherstellen, dass die Arbeiten fachgerecht verwahrt, aufgearbeitet und im Rahmen
von Ausstellungen entsprechend präsentiert werden und im
öffentlichen Diskurs lebendig bleiben. Darüber hinaus hat
man gerade bei öffentlichen Sammlungen die Gewissheit,
dass die Schenkung nicht veräußert wird. Das Museum kann
durch Schenkungen die Bedeutung der Sammlung punktuell
und auch generell steigern – die Sammlung wird bereichert
durch Neuzugänge, Lücken werden geschlossen und Arbeiten, die am Markt nicht (mehr) erhältlich sind, finden Eingang.
Das MUSA, Ausstellungshaus der Stadt Wien für ihre zeitgenössische Kunstsammlung, hat durch Schenkungen wertvolle Arbeiten u. a. von Liselott Beschorner, Margot Pilz, Robert
Adrian X, Eva Choung-Fux und von Zelko Wiener erhalten, die
in Form von Ausstellungen und Katalogen der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden. Gerade das Werk von Zelko
Wiener, des großen Pioniers der neuen Medien, ist ein gutes
Beispiel für einen solchen Vorgang. Die Familie des Künstlers
schenkte 2012 das Oeuvre der Sammlung der Stadt Wien.
Dort wurde es in Zusammenarbeit mit dem Zelko WienerArchiv aufgearbeitet und ist aktuell in den Räumen des MUSA
in einer ersten Museumsausstellung zu besichtigen.
Viele Theaterstücke, die diese Saison gezeigt werden, basieren auf erfolgreichen Filmen und Romanen, wie etwa
Ludwig II., Monsieur Claude und seine Töchter oder Das
Narrenschiff. Macht es Sinn Kunst so zu recyceln?
Ich sehe das nicht als Recycling, sondern vielmehr als Auseinandersetzung mit aktuellen Stoffen in unterschiedlichen Medien. Und das ist so alt wie das Theater selber. Gleichzeitig gibt
es ein Streben nach dem Immer-Neuen und mehr Uraufführungen als in vielen anderen Saisonen. Ein schöner Mix also.
Das junge Publikum wird auch heuer wieder mit tollen Inszenierungen beglückt. Etwa Christine Nöstlingers Lumpenloretta im Kasino oder Tristan Schulzes Patchwork in
der Wiener Staatsoper. Wie wichtig ist es, Kinder schon
von klein auf mit Kunst und Kultur vertraut zu machen?
Das sind wunderbare Projekte! Wir haben in Wien im Bereich
des Theaters für junges Publikum in den letzten Jahren eine
enorme Entwicklung gemacht. Und da habe auch ich etwas
ganz wesentliches gelernt: Kunst für junge Menschen ist nicht
da, um die jungen Menschen an die „erwachsene Kunst“ heranzuführen, sondern muss schlicht und einfach gute Kunst
für junge Menschen sein. Dann werden diese ganz von alleine
auch als Erwachsene Kunst als bereichernd erleben.
ORF. WIE WIR.
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Tel 01 596 60 20
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Lilienberggasse 10
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