VWL 2. Teil - Alumni HWZ

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Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 18 – Arbeitsmarktökonomik Produktionsfaktoren • Märkte für die Produktionsfaktoren sind Inputs (Arbeit, Kapital, Boden), die zur Produktion von Endprodukten verwendet werden. Bsp. Mitarbeiter, Bohnen, Feld-­‐>Industriemaschine = Transformation in fertige Kaffeebohnen • Die Nachfrage nach Produktionsfaktoren ist eine abgeleitete Nachfrage. Nämlich davon, wie viel Output produziert wird. Produktionsfunktion • Zeigt den funktionalen Zusammenhang zwischen der Inputmenge (eingesetzten Produktions-­‐
faktoren) und der Outputmenge in einem Produktionsprozess. Arbeitsnachfrage (von Unternehmen) • Ist eine abgeleitete Nachfrage, weil der Gütermarkt mit dem Arbeitsmarkt verbunden ist. Un-­‐
ternehmungen fragen Dienste von Arbeitskräfte nach. • Der grösste Teil der Arbeitsleistung wird nicht als Endprodukt konsumiert, sondern als Input in der Produktion anderer Güter verwendet. Grenzprodukt • Beschriebt den Anstieg des Outputs, der durch den Einsatz einer zusätzlichen Arbeitseinheit entsteht. • Bsp. 1 Arbeiter –> 100 Kisten Äpfel und 2 Arbeiter –> 180 Kisten Äpfel. Das Grenzprodukt der Arbeit liegt bei 80 Kisten Äpfel. Abnehmendes Grenzprodukt der Arbeit • Das Grenzprodukt der Arbeit sinkt mit zunehmender Zahl der Arbeitnehmer. Jeder zusätzli-­‐
che Arbeitnehmer trägt weniger als der vor ihm eingestellte zur Gesamtproduktion bei. • Die Produktionsfunktion wird umso „flacher“, je mehr Arbeitskräfte eingesetzt werden. Wertgrenzprodukt • Wertgrenzprodukt = Grenzprodukt x Preis • Entspricht dem Wert des Outputs, den eine zusätzliche Arbeitseinheit produziert. • Die Gewinne fallen an, wenn das Wertgrenzprodukt gleich dem Lohn ist oder höher. Solange es den Lohn übersteigt, lohnt es sich, zusätzliche Arbeitskräfte zu beschäftigen. Grenzprodukt x Preis der Kiste Äpfel (10.-­‐) BKO-­‐B13 1 Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 24 – Die Messung der Lebenshaltungskosten LIK = Landesindex der Konsumentenpreise à Teilmenge des BIP-­‐Deflators Bigmac LIK BIP-­‐Deflator Index Definition: -­‐ Misst Teuerung der Konsumgüter in der Schweiz -­‐ Vergleicht Konsumgüter gegenüber einem früheren Zeitpunkt (Vormonat, Vorjahr, etc.), um wie viel es teurer geworden ist à1993: CHF 100.-­‐ / 2015: CHF 119.-­‐ -­‐ Teuerung von einzelnen Produkten fällt sehr unterschiedlich aus, LIK fasst alles zusammen Einsatz des LIK (wozu hilft es): -­‐ Preisentwicklung beobachten -­‐ Indexierte Tarife anpasse (Löhne, Renten, Mieten) -­‐ Daten preisbereinigen (=vergleichbar, unter Berücksichtigung der Preisentwicklung) -­‐ Entscheidungsgrundlage für NB BFS (Bundesamt für Statistik): -­‐ Berechnet monatlich den Landesindex -­‐ Erhebt monatlich 50‘000 Preise Warenkorb: -­‐ Grundlage zur Bemessung des LIK -­‐ Eines durchschnittlichen privaten Haushaltes -­‐ Enthält eine Auswahl von P/DL (repräsentativ für durchschnittliche Haushalte) -­‐ Unterteilt in 12 Ausgabenbereiche (Gruppen) -­‐ HABE (Haushalts-­‐ und Budgeterhebung): erfasst per Stichprobe, wie viel der durchschnittli-­‐
che Haushalt während 1 Jahr für die verschiedenen Aufgabenbereiche aufwendet Nomenklatur: -­‐ COICOP (Classification of Individual Consumption by Purpose) = Konsumgruppen, was bewusst und individuell ausgegeben wird -­‐ Bsp. Gliederung der Konsumgruppen: Hauptgruppe, Warengruppe, Indexposition, Erhe-­‐
bungsposition àdie einzelnen Gruppen sind international vergleichbar, die Warenkörbe (alle Gruppen zu-­‐
sammen) nicht mehr Nomenklatur: für bestimmte Bereiche verbindliche Sammlung aus einem Themengebiet BKO-­‐B13 2 Unternehmensführung 3. Semester Monatliche Erhebung: -­‐ Monatlich Preiserhebung der Waren in ausgewählten Geschäften in der ganzen Schweiz -­‐ Direkter Vergleich mit den Preisen von gleichen Produkten zum Basiszeitpunkt (Bsp. Preis 1Liter Milch Juni 2014 zum Preis 1Liter Milch 2010) àDiese Preisentwicklung (Vergleich zum Basiszeitpunkt) fliesst dem Warenkorb als Teilindex in den Totalindex -­‐ Landesindex (Totalindex) besteht aus 220 Teilindizes Auswertung des Warenkorbes: -­‐ Nach Art der P/DL und der Herkunft (Ausland, Inland) -­‐ Zusammenfassung von Produkten mit gemeinsamen Merkmalen è LIK zeigt auf, wie viel ganzer Warenkorb (Totalindex) oder bestimmte Waren (Teilindex) ge-­‐
genüber einem früherer Zeitpunkt teurer geworden sind Qualitätsanpassungen: -­‐ Zusammensetzung des Warenkorbs darf für die Erfassung der Preisentwicklung für eine be-­‐
stimmte Zeit nicht geändert werden à ist jedoch nicht korrekt, nicht möglich: o Qualitätsveränderung (technologische Veränderung, Bsp. Preisentwicklung PC) o Neue Güter o Substitutionseffekt (wenn ein Preis eines Guts steigt, weich man auf ein anderes aus) -­‐ In solchen Fällen wird nach vergleichbaren Produkten gesucht und diese werden eingestuft in Qualitäts-­‐ und Preisunterschiede Revisionen: -­‐ Dienen dazu um Veränderungen im Markt, Sortiment und Konsum Rechnung zu tragen -­‐ Bsp. im Vergleich zum Warenkorb 2010, wird im 2014 mehr in Verkehr investiert, dafür we-­‐
niger in Haushalte. Diese Veränderung wird durch die Revision neu gewichtet. Ergänzende Module: -­‐ Aufteilung des Landesindexes in mehrere Bausteine: o Konsumentenpreisindex (steht im Zentrum) o Krankenversicherungsprämien Index o Spezifische Bevölkerungsgruppen Indizes o Verbraucherpreisindex Berechnung Inflationsrate: 1. Preisberechnung des Warenkorbes: Preis x Anzahl Produkt (pro Jahr) 2010: CHF 2.00 x 2 Hamburger = CHF 4.00 2011: CHF 3.00 x 2 Hamburger = CHF 6.00 2. Auswahl Basisjahr und Berechnung VPI (Verbraucherpreisindex): 2010: (Warenkorb Jahr 1 / Warenkorb Jahr 1) x 100 = VPI Jahr 1 (4.00 / 4.00) x 100 = 100 2011: (Warenkorb Jahr 2 / Warenkorb Jahr 1) x 100 = VPI Jahr 2 (6.00 / 4.00) x 100 = 150 3. 3. Berechnung Inflationsrate: (VPI Jahr 2 – VPI Jahr 1) / VPI Jahr 1 x 100 = % (150 – 100) / 100 x 100 = 50% BKO-­‐B13 3 Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 25 – Produktion und Wachstum Der Lebensstandard, gemessen am realen BIP pro Kopf der Bevölkerung, ist bestimmt durch die Pro-­‐
duktivität. Diese Produktivität ist die Menge der pro Arbeitsstunde hergestellten Waren und DL. Die Unterschiede im Lebensstandard der Länder erklären sich somit durch unterschiedliche Produktivität. Die Produktivität hängt davon ab von der Art und Menge der Produktionsfaktoren, welche einem Ar-­‐
beitnehmer zur Verfügung stehen. •
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Realkapital Sachanlagen, welche für die Produktion und Verteilung von Güter/DL verwendet werden wie: Maschinen, Infrastruktur, Software, Fahrzeuge und Gebäude Humankapital Wissen & Fähigkeiten, welche Arbeitskräfte durch Ausbildung und Berufserfahrung erwerben Natürliche Ressourcen Alles, was in der Natur vorhanden ist: regenerierbar (Wälder) und nicht regenerierbar (Erdöl) Technologisches Wissen Fähigkeit, diese Ressourcen effektiv und effizient einzusetzen Produktionsfunktion = Zusammenhang zwischen den Mengen Input und Mengen Output. Einfluss der Regierung auf die gesamtwirtschaftliche Produktivität Förderungen von: …Ersparnisbildung und Investitionen …Investitionen aus dem Ausland …Bildung und Ausbildung (Humankapital) …Freihandel und Forschung und Entwicklung Schaffung von: …sicherer Eigentumsrechte und politischer Stabilität Durch vermehrte Spar-­‐ und Investitionstätigkeit kann die Produktivität in der Zukunft gesteigert wer-­‐
den. Dieser künftige Kapitalstock wächst und kann zur Produktion einer grösseren Menge von Wa-­‐
ren/DL genutzt werden. Je mehr investiert wird, desto höher ist die Wachstumsrate eines Landes. Ausbildung Die Ausbildung ist mindestens genauso wichtig für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Landes wie Investitionen in Realkapital. Es handelt sich um eine Investition, weil Ausbildung für die betreffenden Wirtschaftssubjekte mit Real-­‐ und Opportunitätskosten verbunden ist, die einen zu-­‐
künftigen Ertrag abwerfen. BKO-­‐B13 4 Unternehmensführung 3. Semester Gesundheit und Ernährung Gesündere Arbeitskräfte sind produktiver. Durch die richtigen Investitionen in die Gesundheit der Bevölkerung kann zu einer höheren Produktivität gelangen. Teufelskreis in armen Ländern, weil die Bevölkerung einen schlechten Gesundheitszustand aufweist. Deswegen bleibt die Produktivität nied-­‐
rig und die Länder bleiben arm. Zusammenfassung Der wirtschaftliche Wohlstand hängt von der Produktivität ab. Die Produktivität hängt von der Men-­‐
ge des Realkapitals, des Humankapitals, natürlicher Ressourcen und dem technischen Wissen ab. Die staatlichen Massnahmen können die Wachstumsrate der VW auf vielerlei Weise beeinflussen. Die Akkumulation von Kapital ist mit abnehmenden Grenzerträge bedeuten, dass ein höheres Er-­‐
sparnis vorübergehend die Wachstumsrate erhöht, zu mehr Wachstum führt, aber dass sich die Wachstumsrate längerfristig wieder verlangsamt. Abnehmende Grenzerträge führen auch dazu, dass die Kapitalerträge in armen Ländern besonders hoch sind. BKO-­‐B13 5 Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 26 – Sparen, Investieren und das Finanzsystem Das Finanzsystem besteht aus Institutionen, welche Ersparnisse von Sparen zu Schuldnern kanalisie-­‐
ren. In Finanzmärkten (Anleihemarkt und Aktienmarkt) sind Institutionen, wo Sparer und Kreditneh-­‐
mer direkt aufeinander treffen. Anleihemarkt • Eine Anleihe = Schuldverschreibung, mit der ein Schuldner verspricht, eine Summe Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt (Fälligkeit) zu zahlen. Zudem entrichtet er während der Laufzeit einen bestimmten Zins. • Zugang haben: öffentliche Haushalte und grosse Unternehmen Aktienmarkt • Eine Aktie ist ein Eigentumsanteil an einem Unternehmen. Die Ausgabe wird Eigenkapitalfi-­‐
nanzierung genannt. • Der Preis der Aktien ergibt sich durch den Handel an Aktienbörsen und wird beispielsweise von Gewinnerwartungen beeinflusst. Finanzintermediäre vermitteln zwischen Sparern und Kreditnehmern. Die wichtigsten sind Banken: Sie nehmen Einlagen von Sparern an und zahlen dafür Zinsen. Des Weiteren vergeben sie Kredite und erhalten dafür etwas höhere Zinsen. Dieses Zinsdifferenzgeschäft deckt die Kosten der Banken. • Weitere Finanzintermediäre: Pensionsfonds, Versicherungen, Investmentgesellschaften, Investmentfonds Kreditmarkt Alle Sparer legen auf diesem Markt ihre Ersparnisse an (Angebot an Krediten). Alle Schuldner erhal-­‐
ten auf diesem Markt ihre Kredite (Nachfrage an Kredite). Der reale Zinssatz ist der Preis für Kredite. LIBOR London Interbank Offered Rate ist der täglich festgelegte Referenzzinssatz im Interbankgeschäft. Er ist der Zinssatz, zu dem jene Banken am Markt Gelder von anderen Banken aufnehmen bzw. angebo-­‐
ten bekommen -­‐> Angebotszinsen. Unter anderem steuern auch manche Zentralbanken ihre Geldpolitik durch ein Libor-­‐Zwischenziel; beispielsweise steuert die Schweizerische Nationalbank ihre Geldpolitik mittels eines 3-­‐Monats-­‐Libor-­‐
Zielbands. Einflüsse staatlicher Massnahmen auf Spar-­‐ und Investitionstätigkeit 1. Steuern und Ersparnis Steuern auf Zinsen verringern die zukünftigen Erträge von Ersparnissen und damit der Anreiz zum Sparen. Damit können weniger Investitionen finanziert werden. Dies hat wiederum Rückwirklungen auf Produktivität und Lebensstandard. Eine Verringerung der Steuern auf Zinserträge erhöht die Spar-­‐ und Investitionstätigkeit (Bsp. 3 Säule). Wenn die Steuergesetzgebung Ersparnisbildung jedoch fördert, werden in der Folge Zinsen tendenziell fallen und Investitionen tendenziell zunehmen. BKO-­‐B13 6 Unternehmensführung 3. Semester 2. Steuern und Investitionen Investitionssteuerfreibeträge erhöhen die Nachfrage nach Kredite, verschieben die Nachfragekurve nach rechts (erhöht sich), folglich werden Zinssätze und der Anreiz zu Sparen höher. 3. Staatliche Budgetdefizite und -­‐überschüsse Y (BIP) = C (Konsum) + I (Investition) + G (Staatsausgaben Umwandeln: Y – C – G = I S (Staatsersparnisse) = I (Investitionen des Staates) Für die VW S = Y – C-­‐ G S = (Y – T – C) + (T – G) (T – G > 0) -­‐> Budgetüberschuss (T – G < 0) -­‐> Budgetdefizit • Budgetdefizit Wenn die Regierung ihr Haushaltdefizit über Kredite finanziert, stehen weniger Mittel für pri-­‐
vate Investitionen zur Verfügung. Der Rückgang wird als Crowding-­‐out (Verdrängungseffekt) bezeichnet. Das staatliche Haushaltsdefizit hat private Investitionen verdrängt. Das Angebot an Geld (Kreditmittel) verringert sich, der Zinssatz erhöht sich und Investitionstätigkeiten nehmen ab. Dies verringert den Wachstum einer Volkswirtschaft. • Das Budgetüberschuss Erhöht das Angebot an Geld (Kreditmittel) zum Investieren und verringert somit den Zinssatz. BKO-­‐B13 7 Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 28 – Arbeitslosigkeit Arbeitslosenquote • Das Verhältnis zwischen den Arbeitslosen und der Erwerbsbevölkerung. Sie misst den Anteil der arbeitswilligen Personen, die keine Stelle finden. Erwerbsquote • Das Verhältnis zwischen der Erwerbsbevölkerung, also allen Arbeitswilligen, und der Ge-­‐
samtheit der 15-­‐ bis 64-­‐Jährigen. Sie zeigt, welcher Anteil der potenziell Beschäftigten tat-­‐
sächlich einer bezahlten Arbeit nachgehen möchte. Erwerbstätigenquote • Ist das Verhältnis zwischen den tatsächlich Beschäftigten und der Gesamtheit der 15-­‐ bis 64-­‐
Jährigen. Im Gegensatz der Erwerbsquote werden hier nur diejenigen berücksichtigt, welche auch tatsächlich einer bezahlten Arbeit nachgehen. Die Grösse und Entwicklung ist für das langfristige Wirtschaftswachstum eines Landes von grundlegender Bedeutung. Konjunkturelle Arbeitslosigkeit • Arbeitslosigkeit, die in einer konjunkturellen Schwächephase entsteht, da aufgrund der be-­‐
schränkten gesamtwirtschaftlichen Nachfrage mehr Arbeitslose als offene Stellen vorhanden sind. In einer Abschwungs-­‐Phase stellen die Firmen weniger Personal ein. Die Wirtschaft „verlangsamt“ sich. Bsp. 3 suchende Coiffeur – aber nur 1 Stelle offen Sockelarbeitslosigkeit • Die Anzahl freier Stellen entspricht der Anzahl Arbeitsloser. Die Arbeitslosigkeit ist dann vor-­‐
handen, wenn die Arbeitslosen und die vorhandenen Stellen nicht zusammenpassen, oder die Stellen erst einmal gefunden werden müssen. Bsp. 3 suchende Coiffeur – 3 Mauer Stellen • Entscheidend ist: es gibt hier genügend offene Stellen! (vgl. konjunkturelle Arbeitslosigkeit) Beveridge-­‐Kurve • Grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen der Anzahl Arbeitsloser und der Anzahl offener Stellen. Auf vertikaler Achse: offene Stellen und auf horizontaler Achse: Zahl der Ar-­‐
beitslose 1 = Sockelarbeitslosigkeit Für alle Arbeitslosen wäre eine Stelle vorhanden. 2 = Konjunkturelle Arbeitslosigkeit Zahl der Arbeitslosen ist grösser, als die Zahl der offenen Stellen. BKO-­‐B13 8 Unternehmensführung 3. Semester Zwei Formen der Sockelarbeitslosigkeit • Strukturelle Arbeitslosigkeit: Es sind genügend Stellen vorhanden, doch die Qualifikation der arbeitslosen Personen entsprechen nicht den Anforderungsprofilen der vorhandenen Stellen. Ursache: strukturellem Wandel einer Volkswirtschaft, also vom Niedergang gewisser Branche und dem gleichzeitigen Aufbau anderer Wirtschaftszweige. Sprich neu geschaffene Stellen in den wachsenden Branchen verlangen neue/andere Qualifikationen. • Friktionelle Arbeitslosigkeit / Sucharbeitslosigkeit: Genügend Stellen sind vorhanden und stimmen mit den Qualifikationsprofilen der Arbeitslosen überein. Das Problem ist aber, dass sie die Stellen zuerst finden müssen. Dies kann durch die Transparenz des Arbeitsmarktes verbessert werden –> Stellenanzeiger in Medien, Internet und Arbeitsvermittler. Unternehmen Bruttoerwerbsquote Anteil der Erwerbspersonen an der ständigen Wohnbevölkerung Standardisierte Erwerbsquote Anteil Erwerbspersonen an der Wohnbevölkerung im erwerbs-­‐
fähigen Alter (ü. 15 J.) Erwerbstätigenquote Anteil der Erwerbstätigen an der ständigen Wohnbevölkerung Erwerbslosenquote Anteil Erwerbslose an Erwerbspersonen Arbeitslosenquote Anteil Ende Monat bei einem RAV eingeschriebene Arbeitslose an Erwerbspersonen gemäss Volkszählung Definition Erwerbslose Nicht erwerbstätig, in den letzten 4 Wochen Arbeit gesucht und in der Lage, in den nächsten 4 Wochen bereit wären, eine Arbeit zu beginnen BKO-­‐B13 9 Unternehmensführung 3. Semester Fortsetzung Arbeitsmarkt Asymmetrische Informationen – das Ungleichgewicht zieht sich über die gesamte Wirtschaft. Bsp. Politik, Börse, Arbeitgeber und –nehmer, Verkaufsbranche Principal Agent Theorie Agent hält ein Partialinteresse(hauptsächlich an Geld interessiert, Endprodukt ist ihm egal): Jemand, der für einen anderen tätig wird (Arbeitnehmer, Management, Arbeitnehmer) Principal hält das Hauptinteresse: Jemand, für den ein anderer agiert (Arbeitgeber, Eigentümer, Auftraggeber) Zielkonflikt: Arbeitgeber will Kosten tief halten und Gewinne erzielen (Return on Investment). Einen Stellenabbau führt zu härteren Arbeitsbedingungen für die verbliebenen Arbeitnehmer -­‐> Unzufrie-­‐
denheit bei Mitarbeiter und Reputationsschaden für die Firma. Zielkonflikt: Eigentümer – Management E. will Gewinne und die Kosten gering halten. Er setzt darum das M. auf die Mangelhaltung (gibt nur das, was sie brauchen und den Rest müssen sie sich verdienen). Bei der Vollfütterung bekommt das M. normalen Fixlohn. Moral Hazard Definition: Der Agent neigt zu unerwünschtem Verhalten, wenn dieses zu wenig überwacht wird. Es entsteht dann als ein Problem, wenn ein Agent für einen Principal tätig wird. Sofern der Agent Mechanismen: bessere Überwachung (Babysitten mit Kamera) / höhere Entlohnung / verzögerte Ent-­‐
lohnung (Bonus). Die Kombination von allen ist möglich. Problem = Ausnutzung vom Agent Lösungen dafür: Vorschriften und Regelwerke Adverse Selektion (Negative Auslesung) Eine Partei weiss mehr als die Andere. Bsp. Gebrauchswagen mit versteckten Mängel, Arbeitsmarkt mit zu niedrigem Lohn, Versicherungen Prämien für gesunde Menschen sind zu hoch, weil diese an-­‐
hand der Kranken festgelegt werden. Signaling Private Informationen gegenüber unwissender Partei aufdecken. •
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Axe Deo -­‐> kein Schwitzen mehr, gut duftend und begehrenswert. Autowaschanlagen -­‐> keine Kratzer, besser als die anderen Digitec -­‐> schnelle Lieferung, Qualität und Quantität Monetäre Geschenke können missverstanden werden. Von Eltern zu Kinder ist es okay. Hingegen bei einer Partnerschaft kann es falsch ankommen (weiss mein Mann gar nicht, was ich will?) BKO-­‐B13 10 Unternehmensführung 3. Semester Screening Eine uninformierte Partei wird aktiv, um die informierte Partei zur Preisgabe privater Informationen zu veranlassen. Bewusstes Vorgehen: Occasionsauto wird durch Automechaniker geprüft, Mieter will Mietzins vom Vormieter erfahren, Bewerber will sein Strafregisterauszug nicht einreichen. Unbewusstes Vorgehen: Autoversicherung bietet zwei unterschiedliche Policen an. Eine mit hohen Prämie und eine mit tiefen Prämien aber hohem Selbstbehalt was der Kunde (wissende Partei) wählt, weist auf die Unfallwahrscheinlichkeit. Handynutzer muss sich für ein Abo entscheiden Swisscom kennt seinen Nutzungsverhalten. BKO-­‐B13 11 Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 29 – Das monetäre System Geld = wirtschaftliches Gut, befriedigt Bedürfnisse und hat 3 Funktionen: • Zahlungsmittel/Tauschmittel • Recheneinheit • Wertaufbewahrungsmittel Tauschmittel • Universelles Zahlungsmittel (Monopol) • Alternative: Naturaltausch (Äpfel vom Bauern gegen Zeitung vom Pöstler) Recheneinheit • Wertmassstab (Werte messen und vergleichen) Wertaufbewahrungsmittel • Kaufkraft von der Gegenwart in die Zukunft verlagern (Geld für Zukunft aufbewahren, um es dann auszugeben) Liquidität • „Wie flüssig sind wir?“ • Leichtigkeit der Umwandlung eines Aktivum in ein Tauschmittel (Sparkonto vs. Anleihe vs. Immobilie) àAnlagevermöge ist fixiert und somit verlochtes Geld, da es nicht mehr für die Liquidität verfügbar ist Geldarten • Warengeld: nimmt die Form einer Ware an = intrinsischen Wert (es hat in sich selber schon einen Wert und braucht keinen externen, Bsp. Gold, Silber, Salz, Zigaretten) • Geld ohne intrinsischen Wert: Banknote, Münzen (es ist von Gesetzen wegen ein Zahlungs-­‐
mittel mit einem gewissen Wert àBargeld und Bankeinlagen (hohe Liquidität) Masse für Geldmenge • M1: Bargeldumlauf + Einlagen der Banken bei EZB/SNB Geldbasis • M2: M1 + Einlagen mit Laufzeit bis 2 Jahre, Kündigungsfrist bis 3 Monate, Bsp. Sparkonto • M3: M2 + Repogeschäfte (Wertpapiere), Geldmarktfonds, Geldmarktpapiere, Schuldver-­‐
schreibung mit Laufzeit über 2 Jahre (längerfristig nicht kündbar) Warenstrom = BIP Geldstrom = M (ist unterteilt nach Fristigkeit) BKO-­‐B13 12 Unternehmensführung 3. Semester Rechnungsbeispiel 1 M1: Sofort Cash 100 – M2: Kurzfristige Einlagen 100 – M3: Langfristige Einlagen 100 Fall: 8 Jahre Obligation Wert: 10.— wird aufgelöst und geht auf das Konto M1 = 100 -­‐> wird 110 (weil die 10.— aufgelöst und in M1 fliessen) M2 = 200 -­‐> wird 210 (weil M1 automatisch ins M2 fliesst) M3 = 300 -­‐> bleibt gleich (weil M1+M2=210 + Restbetrag in M3=90 ergibt immer noch 300) Rechnungsbeispiel 2 M1: Sofort Cash 100 – M2: Kurzfristige Einlagen 100 – M3: Langfristige Einlagen 100 Fall: Termineinlage >2 Jahre, umwandeln in Sparkonto Wert: 20.— M1: 100 -­‐> bleibt gleich (weil der Transfer M1 nicht betrifft) M2: 200 -­‐> wird 220 (weil M1=100 + M2=120) M3: 300 -­‐> bleibt gleich (weil M1+M2=220 + Restbetrag in M3=80 ergibt immer noch 300) Rechnungsbeispiel 3 M1: Sofort Cash 100 – M2: Kurzfristige Einlagen 100 – M3: Langfristige Einlagen 100 Fall: Obligation für 5 Jahre werden gekauft, Wert 5.— M1: 100 -­‐> 95 M2: 200 -­‐> 195 (95 + 100) M3: 300 -­‐> bleibt gleich (weil M1+M2=195 + Restbetrag in M3=105 ergibt immer noch 300) BIP x Preisniveau = Geldmenge x Umlaufsgeschwindigkeit (Y x P = M x V) • Wenn M steigt, steigt auch P = Inflation (Leute haben mehr Geld und geben aus, Geldwert ist tief, hohe Umlaufsgeschwindigkeit und Beginn Zinserhöhungszyklus) • Wenn M stinkt, sinkt auch P = Deflation (Leute kaufen nicht mehr ein, sie sparen, Geldwert ist hoch, Umlaufsgeschwindigkeit und Beginn Zinssenkungszyklus) • Bargeld macht nur einen kleiner Teil des Geldumlaufes aus –> Das Buchgeld (Zahlungen, Kon-­‐
toüberweisung) machen den grössten Teil aus Aufgaben der ZB • Sicherung Preisstabilität (LIK) • Unterstützung der Wirtschaftspolitik • Durchführung Devisengeschäfte • Verwaltung der Währungsreserven • Sicherung der Zahlungssysteme Reserven System • Reserven = Einlagen, welche Banken nicht weiterverliehen haben • Partielles Reservesystem: bestimmter Prozentsatz der Einlagen bleiben als Reserven, Rest wird ausgeliehen (Kredite) • Reservesatz: Verhältnis Bankreserven zu Einlagen Bsp. Bankeinlagen: 100‘000 Reserven 10%: 10‘000 BKO-­‐B13 13 Unternehmensführung 3. Semester Kredite: 90‘000 (werden weiter ausgeliehen9 Geldschöpfung der Banken • Eine Bank leiht Geld als Kredit aus, dieser wird bei einer anderen Bank als Einlagen einbezahlt àbei jeder Bank werden so Reserven geschaffen àGeldschöpfungsmultiplikator (Bank A à Bank B à Bank C): Geldmenge, welche das Ban-­‐
kensystem mit einem Euro Reserven generiert (Summe aller Einlagen abzgl. Reserven) • Bedingung für das Funktionieren des Multiplikators: Geld muss im Bankensystem verbleiben, darf nicht vom Kreditnehmer selbst aufbewahrt werden = ist abhängig von der Bargeldhal-­‐
tung der Öffentlichkeit und der Kreditvergabe der Banken • Geldschöpfungsmultiplikator ist Kehrwert des Reservesatzes (R)=1/R • Wie viel Geld geschaffen wird, hängt vom Reservesatz ab. Steigt der Reservesatz, sinken die Mittel für die Kreditvergaben • Banken haben eine Mindestreservepflicht (Partielle Reserven). Je nach Kreditart variiert der Zinssatz. Instrumente der ZB zur Beeinflussung der Geldmenge • Of-­‐
fenmarktgeschäft: beeinflusst die verfügbare Geldmenge, Verkauf von Wertpapieren verkleinert die Wirt-­‐ ZB Geldmenge schaft Geld Wertpapiere •
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BKO-­‐B13 Änderung der Zinsen Änderung der Mindestreserveanforderung: ist nicht genau, ZB kann nur ZB-­‐Geld (Geldbasis M1) steuern, nicht erweiterte Geldmengen (M3). Bei M3 kann die ZB die Gelmengen nicht vollständig kontrollieren 14 Unternehmensführung 3. Semester Banken sind verpflichtet bei der SNB ein Konto zu haben (Girokonto) Wenn die SNB die Menge des Umlaufgeldes steuern möchte, muss sie dies über die Girokonten tun. Pink: SNB kauft bei der Bank B Gold. Somit erhält Bank B mehr Buchgeld und ihr Girokonto steigt. Der Bank B wird ermöglicht, weitere Kredite auszusprechen Orange: SNB verkauft 50‘000 Euro (Devisen) an Bank A und bekommt dafür ein Geldmenge. Da das Geld von der Bank A weg geht, ist weniger Geld im Umlauf. BKO-­‐B13 15 Unternehmensführung 3. Semester Kapitel 30 – Geldmengenwachstum und Inflation Inflation ist eine Preissteigerung von Güter/DL und gleichzeitig eine Geldentwertung. Wenn der Geldwert (M) steigt, steigt auch das Preisniveau (P). Die SNB setzt die Geldmenge durch Offenmarkt-­‐
geschäfte fest. Transaktionen (Zahlungen) bestimmen unsere Nachfrage nach Geld. Langfristig wird das Preisniveau durch die Nachfrage (Wirtschaftskreislauf) und das Angebot (SNB und Bandensys-­‐
tem) an Geld bestimmt. Das Geldangebot ist unelastisch, da das Angebot von keinen Mechanismen abhängig ist. Reales BIP x Preisniveau = Geldmenge x Umlaufsgeschwindigkeit (Y x P = M x V) • Wenn M steigt, steigt auch P = Inflation (Leute haben mehr Geld und geben aus, Geldwert ist tief, hohe Umlaufsgeschwindigkeit und Beginn Zinserhöhungszyklus) • Wenn M stinkt, sinkt auch P = Deflation (Leute kaufen nicht mehr ein, sie sparen, Geldwert ist hoch, Umlaufsgeschwindigkeit und Beginn Zinssenkungszyklus) • Inflation: Ein Anstieg des Geldangebots (NB bringt mehr Geld ins System) verringert den Geldwert und erhöht das Preisniveau. Ursachen einer Inflation Quantitätstheorie • Die verfügbare Geldmenge bestimmt das Preisniveau. Je mehr Geld im Umlauf desto höher Preisniveau. -­‐> Y x P = M x V -­‐ Wenn M steigt, steigt auch P • Wachstumsrate von M bestimmt Inflationsrate Klassische Dichotomie und die Neutralität des Geldes Klassische Dichotomie = Wenn mehr Geld im Umlauf ist, heisst das nicht, dass auch mehr Güter im Umlauf sind • Nominelle Variablen: Wert der Güter in Geldbeträgen gemessen (inkl Abschreibungen) zB. 1 Hellraumprojektor im Wert von CHF 2500.00 • Reale Variablen: Physische Einheiten (in Stk) zB. 50 Hellraumprojektoren. Die reale Variablen werden durch Veränderungen von M nicht beeinflusst. zB wir haben immer noch 50 Stk Hell-­‐
raumprojektoren (klassische Dichotomie) • Geld ist (langfristig) neutral. Es verändert den realen Geldfluss nicht. • Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ist langfristig relativ stabil, da man täglich Essen kaufen, Rechnungen zahlen und allgemein Bedürfnisse befriedigen muss. Hyperinflation • Das Geld hat überhaupt kein Wert mehr. Siehe Beispiel Währungsreform vom Deutschen Reich. Da gab es Noten im Wert von 300 000 000 Mark oder Zehn Milliarden Mark etc. Da kostete 1 Liter Bier 300 Tausend Mark. Inflationssteuer • Die SNB kann Geld drucken, damit der Staat seine Ausgaben finanzieren kann. • Die Einnahmen aus dem Drucken von Geld nennt man Inflationssteuer. -­‐> die Wertunter-­‐
schiede zahlt der Konsument. • Wenn der Staat Geld druckt (Geldvermehrung) erhöht sich als Folge das Preisniveau. Das Geld (CHF oder Euro) im Portemonnaie verlieren an Geld. BKO-­‐B13 16 Unternehmensführung 3. Semester •
Damit wird eine Steuer auf das Besitzen von Geld erhoben. Fisher – Effekt • Zwischen der Inflationsrate und dem Nominalzinssatz. Bei der Inflation wird der Geldverlust in den zurückzuzahlenden Zins mit eingerechnet und so der Wertunterschied weiterverrech-­‐
net. • Der Nominalzinssatz passt sich 1 zu1 an die Änderungen der Inflationsrate an. • Dabei bleibt der Realzinssatz unberührt. Inflationsrate: Differenz zwischen Nominalen und Realem Zinssatz Nominalzinssatz: Der für einen Kredit vereinbarte oder bezahlte Zinssatz. Realzinssatz: Ist der Zinssatz nach Abzug der Inflationsrate. Inflationsrate Nominalzinssatz Realzinssatz •
Wenn die Zentralbank das Geldmengenwachstum erhöht und die Inflationsrate steigt, hat das keine Konsequenzen für den Realzinssatz. -­‐> sondern für den Nominalzinssatz. Kosten von Inflation • Steigen Preise der Güter und die Löhne gleichmässig, bleib die Kaufkraft der Nominalein-­‐
kommen unberührt. Nominaleinkommen = Einkommen inkl. Teuerungsangleich. Probleme einer Inflation Schuhsohlenkosten • Verwendung von Geld, da man aufgrund der Inflation weniger spart und mehr und schneller Geld ausgibt. (Kassenhaltung verringert sich = Wenn ich Geld erhalte ist es weniger lang in meinem Geldbeutel, bis ich es wieder ausgebe) • Inflation verringert den Wert des Geldes (Die Kaufkraft) • Sparen (Geldhaltung) wird unattraktiv, es gibt keinen Anreiz, weil die Zinsen tief sind. -­‐> man kauft mehr (= Geldhaltung verringert sich) Grafik für Zinsregulation Zinserhöhung als Reaktion auf die Inflation, damit mehr gespart wird. Zinssenkung als Reaktion auf die Deflation, damit der Anreiz zu sparen verringert wird und die Kon-­‐
sumenten mehr ausgeben. (Dann hat es wieder mehr Geld im Umlauf) BKO-­‐B13 17 Unternehmensführung 3. Semester Speisekarten – Kosten • Sind die Kosten, die bei Unternehmungen anfallen. • Bei Inflation müssen die Preise permanent angepasst werden -­‐> auf Preislisten. Die Änderun-­‐
gen verursachen Kosten für die Unternehmungen. zB. Bratwurst Stand Heute kostet 1x Bratwurst CHF 3.50 = ich schreibe das auf meiner Preisliste so an. Die Woche darauf kostet 1x Bratwurst CHF 4.00 = ich ändere die Preise auf der Preisliste (Speisekarte) ab. Unternehmungen müssen das jedoch bei ca. 1000 Artikel machen. = verursacht Kosten für Arbeit und Material etc. Variabilität der relativen Preisen • Variabilität = „Veränderlichsein“ • Relativer Preis = Preis eines Gutes, ausgedrückt im Preis eines anderen Gutes. Z.B. ein Ku-­‐
gelschreiber hat so viel Wert wie zwei Filzstifte. • Beispiel: Ohne Inflation sind die relativen Preise des Restaurants im Verlauf des Jahres rela-­‐
tiv konstant. Bei einer Inflation sind die Preise des Restaurants zu Beginn des Jahres, nach-­‐
dem die neue Preisliste gedruckt wurde, relativ hoch. Später im Jahr sind die Preise dann relativ niedrig. Mi zunehmender Inflationsrate steigt die Variabilität der relativen Preise. (Preiserhöhung wird darum als sehr hoch angesehen.) Inflationsbedingte Steuerverzerrung • Bei einer Inflation hat man eine erhöhte Steuerbelastung von Ersparnissen. zB Vermögenssteuern = Wir haben mehr Kosten. • Eine höhere Inflationsrate verringert darum den Sparanreiz, da je mehr ich gespart habe, desto mehr Steuern muss ich auf mein Guthaben bezahlen. Anpassungskosten • Preisvergleiche werden schwerer, wenn sich die Preise stark verändern. zB Budgetierung wird schwieriger, da man nicht weiss, wie sich die Preise im Verlauf des Jahres verändern. • Die Berechnung von Kosten und Erträge und auch die Berechnung des Realeinkommens der Arbeitnehmer wird erschwert. Willkürliche Vermögensumverteilung • Beispiel: Sandra gibt Andi Geld, CHF 100. Es gibt eine Inflation. Somit haben die ausgeliehe-­‐
nen CHF 100 nur noch CHF 80 Wert. Wenn Andi Sandra nun die CHF 100 zurückgibt, hat das Geld für Sandra nur noch CHF 80 Wert. Sie macht Verluste, da sie Wertminderung tragen muss. Wenn sie nun einen Radio für ursprünglich CHF 80 kaufen will, muss sie CHF 100 be-­‐
zahlen (Preisanstieg) • Bei Inflation hat ausgeliehenes Geld von der Bank (Kredit) weniger Wert, somit bin ich im Vorteil. • Bei Deflation hat das ausgeliehene Geld mehr Wert, somit ist die Bank im Vorteil. BKO-­‐B13 18 Unternehmensführung 3. Semester Hyperinflation und Rückkehr zur Naturalwirtschaft • Bei einer Hyperinflation hat das Geld sehr wenig Wert und das Preisniveau erhöht sich schnell. Sie ist unkontrolliert. Hyperinflationen enden in einer Währungsreform. Darum wird oft zur Naturalwirtschaft zurückgekehrt. • Naturalwirtschaft bedeutet, dass man Güter mit Güter bezahlt = Tauschhandel • Beispiel Deutschland 1923 = Die Zeitung konnte mit Butter, Eiern, Kartoffeln etc. gekauft werden, da der Preis für die Zeitung aufgrund der Herstellungskosten fast nicht bezahlbar sind. BKO-­‐B13 19 
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