Versorgung von Analogschaltungen

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Analoge
CMOS-Schaltungen
Versorgung von Analogschaltungen
Roland Pfeiffer
4. Vorlesung
Rückblick
-Einfluß der Versorgungsspannung
-Beispiel: MOS-R-Inverter
-PSPICE-Simulationen
-Lösung: differentieller Aufbau
-zusätzliche Spezifikationen: PSRRVDD, PSRRVSS
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 2
Roland Pfeiffer
Versorgung von Analogschaltungen
Eingangsspannungsteiler
Störend: hochohmiger Eingangsspannungsteiler
Grund: hochohmige Widerstände verbrauchen sehr viel Chipfläche,
außerdem Matching-Problem
störend
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 3
störend
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Versorgung von Analogschaltungen
Eingangsspannungsteiler
Wie hoch ist der Chipflächenverbrauch bei dem Eingangsspannungteiler des MOS-R-Inverters bei Realisierung als n-Diffusionswiderstand mit
10kΩ/, Mindestbreite 5µm und vergleichen Sie diesen Wert mit einem
NMOS-Transistor W/L= 10µm/ 1µm, Source/Drainüberlapp 2µm !
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 4
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Versorgung von Analogschaltungen
Referenzspannungsquelle
Auf Analogschaltungen meist vorhanden:
Bandgap-Referenzspannungquelle erzeugt eine temperaturstabile Spannung
(typischer Wert 1,25 V). Diese Spannung wird über eine off-chip Präzisionswiderstand in einen temperaturstabilen Biasstrom umgewandelt (sehr
genaue Analogschaltungen) oder der Strom wird aus der Bandgap-Referenzspannungsquelle direkt entnommen, wobei der Strom leicht temperaturabhängig ist (allgemeine Analogschaltungen). Dieser sog. „Biasstrom“ dient
als Versorgung für die Analogschaltungen.
BandgapReferenzspannungsquelle
Biasstrom
Präzisions-R
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 5
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Versorgung von Analogschaltungen
Geeignete Schaltung: Stromspiegel
Geben Sie mit eigenen Worten die Funktionsweise eines Stromspiegels an!
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 6
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Versorgung von Analogschaltungen
Geeignete Schaltung: Stromspiegel
Geben Sie mit eigenen Worten die Funktionsweise eines Stromspiegel an!
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 7
Roland Pfeiffer
Versorgung von Analogschaltungen
PSPICE-Simulation
Wie heißt die Schaltung von MB1A auch, bei der ein Kurzschluß
zwischen Gate und Drain herrscht ?
analog6VI
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 8
analog6IV
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Versorgung von Analogschaltungen
Geeignete Schaltung: Stromspiegel
Leiten Sie eine Beziehung zwischen den W/L's von MB1A und
MB1B und den Biasstrom und den durch die Stromsenke fließenden
Strom ab! Annahme: MB1B in Sättigung
Was schließen Sie für die Abhängigkeit von der Drain-Source-Spannung?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 9
Roland Pfeiffer
Versorgung von Analogschaltungen
Geeignete Schaltung: Stromspiegel
Leiten Sie eine Beziehung zwischen den W/L's von MB1A und
MB1B und den Biasstrom und den durch die Stromsenke fließenden
Strom ab! Annahme: MB1B in Sättigung (ohne Kanallängenmodulation)
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 10
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Versorgung von Analogschaltungen
Geeignete Schaltung: Stromspiegel
Bis zu welcher minimalen UDS,SAT befindet sich MB1B in Sättigung
(UDS,SAT als Funktion von IDS)
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 11
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PSPICE-Simulation
UDS,SAT besser aus Output-File, da genauere Gleichungen!!
z. Bsp. analog4: Ausschnitt aus Output-File:
UDS < UDS,SAT ⇒ Widerstandsbereich
UDS > UDS,SAT ⇒ Sättigungsbereich
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 12
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Schaltung: ideale Stromquelle
Mit Eingangskondensatoren CKA und CKB keine DC-Spannung
an den Gates von M1A und M1B !!
Ausweg: CKA und CKB entfernen, DC-Spannung (1,8V) an die AC-Quellen
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 13
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Versorgung von Analogschaltungen
Schaltung: ideale Stromquelle
Stimmen die Ergebnisse mit denen aus analog5 überein? Wie ist
die Spannung an der Stromquelle?
analog6ideal
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 14
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Versorgung von Analogschaltungen
Schaltung: reale Stromquelle
Dimensionieren Sie MB1B mit IBias=100µA und W/L(MB1A)
=100µm/1µm für einen Strom durch MB1B für 4,46 mA und Gatelänge
von 1 µm (ohne Kanallängenmodulation)?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 15
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Versorgung von Analogschaltungen
Schaltung: reale Stromquelle
Wie ist die Spannung und der Strom durch MB1B? Haben Sie dafür
eine Erklärung?
Wie können Sie Abhilfe schaffen?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 16
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Versorgung von Analogschaltungen
„Differenzverstärker“
Überführung in „Differenzverstärker“
(genau: „differentieller NMOS-Differenzverstärker mit Widerstand und
Kondensatorlast“)
analog6real
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 17
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„Differenzverstärker“
Zeichnen Sie das Kleinsignalersatzschaltbild von
unteren Differenzverstärker!
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 18
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„Differenzverstärker“
Kleinsignalersatzschaltbild von Differenzverstärker
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 19
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„Differenzverstärker“
Wie kann man das Kleinsignalersatzschaltbild von Differenzverstärker noch vereinfachen?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 20
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Differenzverstärkung
Vergleichen Sie die Kleinsignalersatzschaltbilder vom „einfachen“
Verstärker und Differenzverstärker ! Was schließen daraus für die Differenzverstärkung?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 21
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Großsignalschaltbild zum Kleinsignalersatzschaltbild
PSPICE-Simulation: Differenz-Verstärker
Am besten 0,5 Volt/Ampere für VACP und VACN ⇒ Differenz 1 V !
Vorteilhaft bei dB-Ablesung bei Differenz-Verstärkern !
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 22
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Versorgung von Analogschaltungen
Differenzverstärkung:
Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse durch Simulation !! Stimmen die
berechneten Ergebnisse?
analog6real
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 23
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Versorgung von Analogschaltungen
Differenzverstärkung:
Frage: Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse durch Simulation !! Stimmen die
berechneten Ergebnisse?
Antwort: Ja !!
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 24
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Eingangsspannungsbereich:
MB1B in Sättigung, M1A/M1B in Sättigung ⇒ Drainspannung „frei“ ab
UDS,SAT ⇒ erlaubter DC-Eingangspannungsbereich „input common mode
range“ an den Gates von M1A und M1B
Sättigung
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 25
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Eingangsspannungsbereich:
MB1B in Sättigung, M1A/M1B in Sättigung ⇒ Drainspannung „frei“ ab
UDS,SAT ⇒ erlaubter DC-Eingangspannungsbereich „input common mode
range“ an den Gates von M1A und M1B
Sättigung
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 26
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DC-Eingangsspannungsbereich:
Prinzip: der Eingangsbereich zwischen minimaler und maximaler Eingangsspannung gibt den Bereich an, in dem sich alle Transistoren im gewünschten
Bereich befinden und die berechneten Werte z.Bsp. für die Verstärkung
gelten. Da sich CMOS-Verstärkerschaltungen meist im Sättigungsbereich
betrieben werden, ist die Sättigungsspannung der einzelnen Transistoren
für den Eingangsspannungsbereich hier entscheidend.
DC-Eingangsspannungsbereich
+
+
-
DC-Eingangsspannungsbereich
⇒ Verstärkung etc.
gültig
-
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 27
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Minimale Eingangsspannung:
Geben Sie eine Formel für VINPUT,MIN an !
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Maximale Eingangsspannung:
Geben Sie eine Formel für VINPUT,MAX an !
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Eingangsspannungsbereich:
Berechnen Sie VINPUT,MIN und VINPUT,MAX für unteren Differenzverstärker aus dem Output-File !
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 30
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Versorgung von Analogschaltungen
Minimale Eingangsspannung:
Maximale Eingangsspannung:
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 31
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Eingangsspannungsbereich:
Frage: Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse durch Simulation, indem Sie den
DC-Wert der Eingangsspannungen verändern und mit den Diagramm vergleichen !! Stimmen die berechneten Ergebnisse?
Differenzverstärkung
DC-Wert der Eingangsspannungen
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 32
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Eingangsspannungsbereich:
keine klare Grenze für VINPUT,MIN und VINPUT,MAX, da sanfter Übergang
zwischen Sättigungs-und Widerstandsbereich
A
VINPUT,MAX
VINPUT,MIN
VDC
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 33
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Versorgung von Analogschaltungen
Rückblick Differenzverstärker:
differentielle
Ansteuerung
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 34
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Rückblick Differenzverstärker:
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 35
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Versorgung von Analogschaltungen
Rückblick Differenzverstärker:
z. Bsp. Verstärkung von Sensor-Signalen (differentielles Signal)
in einer verrauschten Umgebung („common mode noise“)
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 36
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Versorgung von Analogschaltungen
Gleichtaktverstärkung:
Bei Störungen kann die Spannung an den Gates von M1A und M1B
gleichtaktigmäßig schwanken, diese wird mit der Gleichtaktverstärkung
verstärkt. Da dies der Differenzverstärkung überlagert ist, sollte
die Gleichtaktverstärkung unterdrückt werden.
Spannung
schwankt
gleichtaktig
mäßig
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 37
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Gleichtaktverstärkung:
Diese Schwankung wird mit der Gleichtaktverstärkung ACM („common
mode gain“) an die Ausgänge geführt.
VACCM1=VACCM2=1 Volt Amplitude, da gleichphasig !!
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 38
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Gleichtaktverstärkung:
Es gilt das Kleinsignalersatzschaltbild mit veränderten AC-Quellen.
Wie kann man das Kleinsignalersatzschaltbild von Differenzverstärker bei Gleichtaktverstärkung noch vereinfachen?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 39
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Gleichtaktverstärkung:
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 40
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Gleichtaktverstärkung:
Leiten Sie einen Ausdruck ab für die „DC“-Gleichtaktverstärkung
ACMDC von unteren Differenzverstärker (Drainleitwert M1 vernächlässigbar)!
Was muß man schaltungstechnisch tun, um die „DC“-Gleichtaktverstärkung
zu erniedrigen?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 41
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Gleichtaktverstärkung:
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 42
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PSPICE-Simulation
Berechnen Sie ACMDC aus dem Output-File !
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 43
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Gleichtaktverstärkung:
Leiten Sie einen Ausdruck ab für den Frequenzgang der Gleichtaktverstärkung ACM in der Form:
ACM = ACMDC ⋅
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 44
1
j ⋅ 2 ⋅π ⋅ f
1+
Pol
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Gleichtaktverstärkung:
Berechnen Sie den Frequenzgang von ACM aus dem Output-File !
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 45
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Gleichtaktverstärkung:
Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse durch Simulation !! Stimmen die
berechneten Ergebnisse?
analog6real3cm
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 46
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Gleichtaktverstärkung:
Durch welche Effekte ist der Frequenzgang anders?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 47
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Gleichtaktverstärkung:
aber….
VACP
VACN
VR1A
VR1B
VR1A - VR1B
Gleichtaktverstärkung für
Differenzausgangsignal
bei vollkommener
Symmetrie
egal !!
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 48
mit idealer
Stromquelle
mit realer
Stromquelle
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Gleichtaktverstärkung:
erst bei Mismatch (Asymmetrien)
Gleichtakt-Eingangsignal
zum Differenz-Ausgangssignal !!!
+ΔR
Mismatch
VACP
VACN
VR1A
VR1B
VR1A - VR1B
mit realer
Gleichtaktverstärkung
Stromquelle
bei Mismatch der Schaltung: ACM-DM
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 49
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Versorgung von Analogschaltungen
Gleichtaktverstärkung:
Bei Störungen kann die Spannung an den Gates von M1A und M1B
gleichtaktigmäßig schwanken, diese wird mit der Gleichtaktverstärkung
verstärkt. Da dies der Differenzverstärkung überlagert ist, sollte
die Gleichtaktverstärkung bei Mismatch der Schaltung ACM-DM
unterdrückt werden.
Spannung
schwankt
gleichtaktig
mäßig
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 50
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Versorgung von Analogschaltungen
Gleichtaktunterdrückung:
Gleichtaktunterdrückungsverhältnis
(„common mode rejection ratio (CMRR)“):
Verhältnis von gewünschter Differenzverstärkung zu Gleichtaktverstärkung
bei Mismatch der Schaltung ACM-DM
linear
dB
ADIFF
CMRR =
⇒ CMRR [dB] = ADIFF [dB] − ACM − DM [dB]
ACM − DM
Achtung: Differenzverstärkung 180°, VACP/VACN: 0,5 V Amplitude
Gleichtaktverstärkung 0°, VACDC1/VACDC2: 1 V Amplitude
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 51
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Zusammenfassung
-Versorgung von Analogschaltungen
-Beispiel: differentieller MOS-R-Inverter
⇒ Differenzverstärker
-PSPICE-Simulationen
-zusätzliche Spezifikationen: input common mode range,
CMRR
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 52
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Spezifikationsliste
Spezifikationsliste
Spezifikation:
Wunsch:
Versorgungsspannungsbereich
Differenzverstärkung
PSRR VDD
PSRR VSS
CMRR
input common mode range
minimales VDD -VSS
hoch
hoch
hoch
hoch
hoch
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 53
Einheit:
Volt
dB
dB
dB
dB
Volt
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Versorgung von Analogschaltungen
Schaltung: MOS-R-Inverter
Wieso ist untere Schaltung nicht zur Verstärkung geeignet ?
idealer Stromquelle
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 54
realer Stromquelle
Roland Pfeiffer
Versorgung von Analogschaltungen
Schaltung: MOS-R-Inverter
Alternative: Gate-Bias von M1 Ankopplung der AC-Quelle über Koppel-C
Zu welcher Zweck dient der hochohmige Widerstand RK ?
Analoge CMOS-Schaltungen Folie 55
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