CMS Datenübertragung - GI

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CMS Datenübertragung
T2
T1
T3
12V-Signal
Vom Computer braucht man 8 parallele Leitungen für dean
Adress/Datenbus und zwei Steuerleitungen für den
Adressdekoder. Ob die 8 Leitungen als Adressen oder
Daten behandelt werden, wird über die Steuerleitungen und
den Adressdekoder entschieden.
Zum Testen der Signalübertragung dient das Fenster
"Interface" bzw. "Drucker", das Ergebnis kann an den LED
abgelesen werden.
Vom Computer (Interfacekarte oder Druckerport)
werden 8-16 Adress/Daten-Bits + 2 Steuerbits
parallel übertragen. Der obere Teil der Schaltung
muß also für jeden Anschluß vorhanden sein. Mit
T1 wird das Signal verstärkt, um einen Optokoppler
zu treiben. Der Optokoppler trennt den Computer
galvanisch von der Steuerung, so daß keine
höheren Spannungen von außen den Computer
beschädigen können. Die Masse des Computers
wird hier mit GND bezeichnet und ist von der Masse
der Steuerung getrennt.
T2 verstärkt das übertragene Signal, das mit der
LED angezeigt wird.
High am Port steuert T1 durch, wodurch die
Optokoppler-LED leuchtet. Durch das Licht wird der
Transistor des Optokopplers geöffnet und die
Spannung an der Basis des Transistors T2 liegt bei
0 Volt. Der Transistor bleibt daher geschlossen, am
Ausgang liegt High und die Anzeige-LED leuchtet
nicht. Bei Low am Port ergeben sich die umgekehrten Verhältnisse.
Die Ports werden durch den Widerstand 47k am
Ausgang/Eingang auf High gespannt. Der
Transistor des unteren Optokopplers zieht den
Eingang auf Low, wenn T3 durch High am
Sensorbus geöffnet wird, wobei auch die untere
Anzeige-LED leuchtet. Von den Sensorkarten kann
ein High nur bei einer Abfrage kommen, durch die
Software wird dabei der Port auf Eingang geschaltet.
Beschädigung des Ports durch Softwarefehler
wurden nicht beobachtet, offenbar sind die Ports
kurzschlußsicher.
Daten/Adressen
Zu den Adresseingängen
der Speicherendstufen
und Sensorkarten
Mit den Steuerbits kann der Speicherinhalt
und der Zustand der Ausgänge des Adressdekoders (Multiplexer) gesteuert werden.
Die Transistoren dienen nur zur Ansteuerung
der Anzeige-LED.
CMS Speicherendstufen
Allen Ausgabekarten ist ein Speicher vorgeschaltet, in dem die ausgegebenen Daten abgelegt werden. Aktiviert wird der Speicher durch die
Adresseingänge, an die die Ausgänge von bis zu 3 Adressdekodern in fester
Verdrahtung geschaltet werden können.
Das RC-Glied stellt den Speicher bei Anlegen der Betriebsspannung auf
Null.
Rv
47k
Für Lichtsignale reichen 200mA-Transistoren und für den Wechsel RotGrün ein Bit. Deshalb wird auch das negierte Signal benutzt.
BC 547
1
+R +R +R
4001
Mit 200mA-Transistoren können auch kleine Relais geschaltet
werden. Zum Schutz der Transistoren werden die Relais mit
Dioden in Sperrrichtung überbrückt. Eine LED-Anzeige am
Griffende der Karte ist recht nützlich.
1k
47k
12-16 V Weichenschaltspannung
BC 547
grün
8x22k
Für stärkere Verbraucher werden 5A-DarlingtonTransistoren benutzt. Bei induktiven Lasten werden
wieder Schutzdioden angeordnet. Für die bei
Weichenantrieben üblichen Doppelspulen-Relais
werden zwei Bit gebraucht.
8x1k
schwarz
8x100k
rot
z.B. Roco-N-Antrieb
BD 677
+ 12 V
10k
17
+Ub
+Ub
+Ub
Betriebsspannung für Antriebe
12- 36 V
4k7
+ 12 V
47k
2
5
2030
10k
1
7
4
+
1
3
47k
47k
+ 12 V
220n
+Ub
4k7
+Ub
M
10k
47k
5
2
2030
47k
1
4k7
8
4
+
1
3
+Ub
z.B. Pilz-Antrieb
220n
+Ub
Motor 1
Wenn Motore gesteuert werden
sollen, wirken OV-Brücken wie
elektrische Bremsen, was für
genaue Positionen wichtig sein
kann.
Wichtig für die Funktion ist, dafür
Sorge zu tragen, daß die positiven
Eingangs-spannungen unterhalb
der OV-Betriebsspannungen
bleiben. Im Beispiel wird das durch
Spannungsteiler gewährleistet.
Die Schaltung wird mit zwei Bit
betrieben. Bei unterschiedlichen
Eingangspegeln dreht sich der
Motor vorwärts bzw. rückwärts, bei
gleichen Pegeln wird er gestoppt.
CMS Sensoren
Adresse
Sensorbus
&
4025
Alle Sensor-Ereignisse werden über
Torschaltungen abgefragt, die von der Adresse
aktiviert werden. Wichtig ist die Entkoppelung
der Ausngänge zum Sensorbus, an den alle
Sensorkarten angeschlossen werden, mit
Dioden.
4081
Sensor
+
Über Gatter mit Eingangstriggern können auch
"schleichende" Kontakte gegen Masse erfaßt
werden, die durch Transistoren, mechanische
Kontakte oder C-MOS-Ausgänge gegeben werden. Durch ein Monoflop können flackernde
Kontakte unterdrückt werden.
1k
8
9
+
10
Monoflop
&
4093
Mit den angegebenen RC-Werten hat das Monoflop
eine Laufzeit von ca. 1s. Der Kontakt des
Sensoreingangs gegen Masse schaltet das
Monoflop auf High Erst wenn der Sensoreingang
länger als 1s auf High bleibt, kippt das Monoflop auf
Low zurück.
+
+
+
1k
1k
+
1k
1k
1
2
+
3
1M
6
S
2
T
4
49k
7
D
3
O5
4
R 555 K
1µ*
5
10n
6
Monoflop
7
8
9
Wenn nur ein Eingang Kontakt geben
kann, können durch Vorschaltung
einer Diodenmatrix Sensorbits
gespart werden
10
11
12
13
14
Empfänger
470k
+
+
2(5)
330k
10k
e
+
+
+
15k
100n
1M
10k
8
-
47k
1(7)
CA 3240
3(6)
+
4
15
7
6
S
2
T
4
D
3
O5
R 555 K
a
1µ*
4093
1µ*
10n
330k
15k
10µ
Verstärker
*Tantalkondensator
Trigger
+
100k
6
S
2
T
4
7
D
3
O
5
10k
10k
4x 1k
R 555 K
10n
Sender
+
10n
Die Wechsellichtschranke arbeitet mit moduliertem Infrarotlicht. Der Sender erzeugt
mit einem Timer Rechteckimulse, mit denen die Infrarot-LED betrieben werden.
Durch einen Fototransistor
wird das Wechsellicht im Empfänger in
Rechteckimpulse zurückverwandelt und im NF-Verstärker auf einen Pegel
gebracht, der in der Lage ist, das Schmitt-Trigger-Gatter, das in Ruhe am High liegt,
umzuschalten. Das nachgeschaltete Monoflop hält den Ausgang auf High, solange
ein Signal eintrifft.
CMS Sensoren: Gleisbesetztmeldung
Bei der bekannten Stromfühlerschaltung mit Optokopplern
werden zwei in Reihe geschaltete Dioden benötigt, um ein en für
den Betrieb des Optokopplers ausreichenden Spannungsabfall
zu erzeugen. Die Spannung am Gleis vermindert sich entsprechend. Außerdem muß der Fahrstromschalter mit ein em
kleineren Widerstand überbrückt werden, damit auch stehende
Fahrzeuge erfaßt werden, was bei leichtläufigen Fahrzeugen mit
Faulhaber-Motor zu Problemen führt.
Funktion:
Die Fahrspannung wird den zu überwachenden Gleisen über
antiparallel geschaltete Dioden zugeführt. Dabei fällt bei
Stromfluß über den Lokmotor oder die Wagenbeleuchtung eine
Spannung von ca. 0,7 V ab.
Im abgeschalteten Zustand wird ein kleiner, für den Lokmotor zu
geringer Strom aufrecht erhalten, indem einer der Gleisschalter mit einem Widerstand von ca. 5k überbrückt wird.
Oftmals ist es nützlich, nur Teile eines Gleises zu überwachen,
z.B. die Gleisenden. Dann kann man das Gleis und das
Gleisende mit demselben Schalter schalten und nur das
Gleisende wird über die GBM geschleift.
Wenn auf dem nicht überwachten Gleisabschnitt aber beleuchtete Wagen stehen, funktioniert die GBM nur bei eingeschalteten
Gleis. Der Hilfsstrom fließt über den niedrigen Widerstand
(Lampen sind Kaltleiter) ab, ohne die GBM zu erregen.Wenn
auch die nicht überwachten Gleise über Dioden angeschlossen
werden,bleibt ein Spannungsabfall von 0,7V am Verteilerpunkt
und die GBM funktioniert wieder.
Die an den Dioden abgegriffenen Spannungen liegen in der
Nähe der Fahrspannung, die üblicherweise bis zu 16 V betragen
kann. Als Eingangsspannung für den mit +/- 12 V betriebenen
Differenzverstärker sind diese Spannungen zu hoch, deshalb
werden sie über hochohmige Spannungsteiler (1:2) verringert.
Die nachgeschalteten Operationsverstärker als Spannungs-
folger stellen diese Spannungen dem Differenzverstärker
niederohm ig zur Verfügung. Die Verstärkung des Differenzverstärkers wird über die Gegenkopplungswiderstände so
eingestellt, daß die Ausgangsspannung bei Stromfluß die
Sperrspannung der Z-Dioden positiv oder negativ überschreitet.
Ohne Stromfluß liegt die Ausgangsspannung bei 0 V, die ZDioden unterdrücken Offset-Probleme.
Die Optokoppler steuern ein retriggerbares Monoflop an. Die
Laufzeit des Monoflops liegt bei einer Sekunde, damit wird eine
flackernde Anzeige bei Kontaktproblemen vermieden. Der
Ausgang wird über ein Gatter abgefragt. Durch die Diode am
Ausgang werden parallel geschaltete Ausgänge am Sensorbus
entkoppelt.
Auf der Leiterplatte ist diese Schaltung vierfach vorhanden. Die
Platte kann auch ohne Computersteuerung benutzt werden.
Dabei wird das Abfragegatter auf High gelegt und ist somit
freigeschaltet. Die Ausgangssignale haben einen Pegel von 12 V,
sollen aber nur maximal bis 10 mA belastet werden, d.h . zur
Ansteuerung von LED, Lampen, Relais u.a. sind Verstärker
vorzuschalten.
Bei CMS wird der Sensorbus per Software periodisch abgefragt.
Bei Verwendung des Druckerports hat der Sensorbus eine Breite
von 4 Bit. Bei Verwendung einer Interface-Karte können es 8 Bit
oder gar 16 Bit sein. Dann können mehrere Karten mittels einer
Adresse abgefragt werden. Die Abfragewerte können per
Software auf vielfältige Weise verarbeitet werden.
Die Schaltung funktioniert bei herkömmlichem Gleichstrombetrieb ebenso wie bei Impulsbreitensteuerung.
CMS Fahrstrom-System: Gleiskarten
Das Impulsbreiten-Prinzip der Fahrstromsteuerung bietet
neben den guten Langsamfahreigenschaften noch den
Vorteil, daß es sich leicht vom Computer steuern läßt und
keine mechani schen und elektro mechani schen Bauelemente braucht, die bekanntermaßen störanfällig sind.
Der Im pulsb reite nfahr regle r best eht au s eine r vom
Computer einstellbaren Zählschaltung, die Impulse im
CMOS-Format erzeugt. Die Gleisschalterkarten haben für
jedes Gleis eine eigene Endstufe, die die Impulse verstärkt
und an die Gleisabschnitte schaltet. Da die Information der
Fahrregler nur aus der Impulsbreite besteht, wird bei der
Umschaltung nur diese Information im CMOS-Format
umgeschaltet, was wiederum problemlos per Computer
geschehe n kann.
Die Gleisschalterkarten brauchen neben der Geschwindigkeitsinformation noch die Fahrtrichtung, die gesondert als
CMOS-Pegel abgespeichert wird, dazu ist eine Signalkarte
gut geeignet.
+
13
12
11
Freigabe
1, 2
9
10
47k
1k
&
4023
8
Fahrspannung +
BC 557
1k
+
Richtung
Impuls
5
3
4
6
BD 677
47k
Gleis
1k
&
1k
BC 557
BD 678
Fahrspannung -
Die Fahrstromendstufen schalten die gegenüber der NullSchiene positive oder negative Fahrspannung im Impulstakt an
das Gleis. Der Fahrstrom ist gegenüber der CMOSBetriebsspannung durch Optokoppler galvanisch getrennt.
Bei einer einfachen Gleiskarte, mit der Gleise nur abgeschaltet
werden, wird nur die Freigabe im Eingangsspricher abgelegt.
Die Impulse kommen vom durch die Verdrahtung vorgegebenen Fahrregler, die Richtung wird in einem System einer
Signalkarte gespeichert.
Bei einer Umschaltkarte entscheiden pro Gleis 2 oder 3 Bit,
welche Impulse zusammen mit welcher Richtung dem Gleis
zugeordnet werden. Mit 2 Bit kann zwischen 4 Möglichkeiten
umgeschaltet werden, mit 3 Bit zwischen 8. Dazu eignen sich
Multiplexer 4052 bzw. 4051.
2
3
A
B
21
C
22
D
Daten
Adresse
Impuls
1
3
4
5
4514
EL
6
1
23
EN
IC 1
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
A
B
C
D
E
F
11
9
10
8
7
6
9
EB
10
EA
1
E12
5
E22
2
E32
4
E42
12
E11
14
E21
15
E31
11
E41
6
EN
7
UEE
Freigabe
Impuls
Richtung
3
MUX
1
6
4
5
9
2
3
Q2
8
1
1
4025
Q1
13
13
11
12
4052
10
1
Manchmal, z.B. bei Schattenbahnhöfen, braucht nur ein Gleis und
nur in einer Fahrtrichtung eingeschaltet werden.
Mit 4 Bit kann ein Impuls über einen Dekoder 4514, der gleichzeitig
als Eingangsspeicher dient, auf 16 einfache Endstufen umgeschaltet werden. Das inverse Signal der Stellung 0 kann zur Steuerung
einer Wendeschleife benutzt werden.
5
4
18
17
20
19
14
B
0
1-15
A
D1
S
13
16
15
C
- FS
0
Abstellanlage mit Wendeschleife
D2
CMS Fahrstrom-System: Fahrregler
14
Zehner
BCD-Code
12
11
7
14 x 1k
a3
b4
c 5
d 6
a
b
c
d
13
7
1
2
6
+
ED1
9
ED2
1
EN1
2
EN2
15
R
13
Einer
BCD-Code
12
11
7
EN
5
RB I
+
10
9
15
14
4558 RBO
4076
7
a3
b 45
c
6
d
a
b
c
d
1
2
6
A
B
C
D
DC a
b
c
d
e
f
g
3
T
+
ED1
9
ED2
1
EN1
2
EN2
15
R
EN
5
RB I
+
4076
4
12
13
Adresse
b
c
d
e
f
g
13
12
11
Displays mit
gemeinsamer
Kathode
10
11
12
13
DC a
3
T
10
14
A
B
C
D
3
10
15
1
4025
+
a
b
c
d
13
12
11
10
9
15
14
4558 RBO
CT
10
a
b
c
d
Ü
T
7
EP
5
EEN
10
EVR
9
R
+
4510
47k
10n
3,4
4
12 V
12
1000µ
13
3
15
a
b
c
d
CT
10
a
b
c
d
5
8
7
EP
5
EEN
10
EVR
9
R
9
&
4023
1
+
1k
4023
1,2
Ü
T
6
&
Impuls
47k
+
47k
4510
1k
4
+
12
13
3
10k
15
T
1
EP
5
EEN
10
+
EVR
9
R
100k
6
Frequenzumschaltung
IT
OD
IS
4
7
3
2
R
555
5
4
K
13
10n
3n3
3
150p
15
1
3
C=
2*R*f
CT
10
a
b
c
d
Ü
11
12,13 & 10
4023
7
47k
Impuls
4510
O
12
6n8
a
b
c
d
3
f=
2*R*C
Der Fahrregler erzeugt Impulse mit einem Flipflop, das durch
eine einstellbare Zählschaltung und einen Taktgenerator
betrieben wird. Der Computer legt die aktuelle Geschwindigkeitsinformation im Eingangsspeicher ab. Damit wird die
Zählschaltung voreingestellt und verändert entsprechend
das Tastverhältnis des Flipflops ohne Änderung der
Frequenz. Die aktuelle Impulsbreite, die sich zwischen 0,5%
und 99,5% stellen läßt, wird auf einem LED-Display zur
Funktionskontrolle auf der Karte angezeigt.
+
a
b
c
d
CT
10
a
b
c
d
Ü
T
7
EP
5
EEN
10
EVR
9
R
47k
4510
Die Geschwi ndigkei tsinform ation läßt sich durch die
Software beliebig steuern, wodurch der Fahrregler für
automatische Prozesse besonders geeignet ist.
Die Impulse werden direkt und invertiert ausgegeben, so wie
man sie zur Ansteuerung der jeweiligen Gleiskarte gerade
braucht.
CMS Fahrstrom-System: Sicherung
+
Bei Kurzschlüssen auf den Gleisen ist eine elektronische
Sicherung unerläßlich. Sie schützt vor allem die Endstufentransistoren der Gleiskarten.
Ein erhöhter Strom ruft einen Spannungsabfall an den
1Ohm-Widerständen hervor. Mit dem Einstellregler kann
ein Teil davon abgegriffen werden, der über Optkoppler
ein Flipflop setzt. Das Flipflop sperrt den Längstransistor
und löscht die LED-Anzeige.
C=1µ
1R
BC 557
+U B
100R
1k
BD 176
BC 557
+
A usgang
5
1
10k
2
1
2
4
3 12
13
&
+
1
5
2
4
11
&
47k
1k
6
+
3
+
5
6
1µ
5
&
4 8
9
10 4
&
S
T
D
2
47k
R
C=1µ
1R
BC 547
Sensor
BC 547
47k
-
10k
100R
Das Flipflop kann nur über die Rückstelltaste wieder
zurückgesetzt werden. Die Schaltung funktioniert also wie
der gute alte magnetische Auslöser, nur viel schneller.
Wenn viele Fahrzeuge gleichzeitig eingesetzt werden
sollen, ist es ratsam, einige Gleisbereiche in Gruppen mit
einer eigenen Sicherung auszustatten.
Der Zustand der Sicherung läßt sich auch über eine
Sensorkarte abfragen und somit im Programm verarbeiten.
Zum Schutz der empfindlichen Spulen von Weichenantrieben kann die Impulslänge per Software begrenzt
werden, dazu wird nicht unbedingt eine Hardware
gebraucht.
1k
+
2
BD 175 BC 547
5
A usgang
10k
1
4
+
1
8
9
&
10 5
6
4
1k
8
+
11
+
1µ
9
1
47k
&
5
2
&
47k
2
4
3 12
13
11 10
&
S
BC 547
T
D
R
12
47k
10k
Sensor
CMS Fahrstrom-System: Walk-Around-Fahrregler
Im Prinzip kann man eine Zählschaltung auch in einem
Fernbedienungsgehäuse unterbringen und ich habe das für
den ersten Rangierregler auch gemacht. Er hat zusätzliche
Bedienelemente:
- eine Taste für die Fahrtrichtung
- eine Taste zum Auslösen einer Hupe bzw. einer
Dampfpfeife
- eine Quittier-Taste zur Aufhebung der Fahrstraße
- einen dreistufigen Schalter zur Vorwahl der
Beschleunigung
- einen dreistufigen Schalter zur Vorwahl der Frequenz
(Traktionsart)
- LED-Display zur Anzeige der Geschwindigkeit
- je 3 LED zur Anzeige der Traktionsart und der Beschleunigung
- LED zur Anzeige eines Fahrauftrags
- 2 LED zur Anzeige der Richtung
Allerdings geht die Übertragung der Signale zur Steuerung
über Kabel. Für eine drahtlose Übertragung erscheint Funk
am geeignetsten, zumal es bei Conrad fertige Sende- und
Empfangsmodule (433MHz) gibt. Allerdings muß die
Übertragung als Impulsfolge organisiert werden. Deshalb
werden hier statt diskreter Logik Ein-Chip-Rechner (PIC)
benutzt. Des Strombedarfes halber wird beim batteriebetriebenen Sender ein LCD-Moul benutzt.
Der Sender-PIC fragt die Tasten ab, zeigt die aktuellen Werte
im Anzeigedisplay und gibt die Sendeimpulsfolgen an den
Sender aus. Der Empfänger-PIC wertet die eingehenden
Impulse aus, zeigt die Daten zur Kontrolle am Kartengriffende
an und stellt sie der Steuerung zur Verfügung.
Der Sender wird also in einem Fernsteuerungsgehäuse
untergebracht, der Empfänger ist aber eine normale
Eurokarte.
Die Traktionsart und die Beschleunigung werden im SenderPIC bei der Zählersimulation verwendet und angezeigt, aber
der Zählerstand wird noch nicht in einen Fahrreglerimpuls
umgewandelt.
Der Empfänger-PIC zeigt den Zählerstand an und erzeugt
daraus die Impulse für die Gleiskarten. Die Richtungsinformation muß nicht in einer Signalkarte zwischengespeichert werden und geht, wie auch beim Handregler mit
Kabelübertragung, direkt an die Gleiskarten.
Die übertragenen Signale der Quittiertaste und der
Hupentaste werden mit zwei Eingängen einer Sensor-1-Karte
verbunden und über die Sensorauswertung wird die
Fahrstraße aufgehoben bzw. ein Hup- oder Pfeifsignal
ausgelöst.
Lediglich die grüne Lampe, die bei der Kabelübertragung
einen Fahrauftrag anzeigt, läßt sich nicht mehr realisieren, da
die Datenübertragung nur in einer Richtung funktioniert. Das
muß dann eben "fernmündlich" geschehen.
Beide PIC können direkt in der Schaltung gebrannt werden.
CMS Lichtspiele mit Microprozessor
Auch für diverse Lichteffekte kann man einen PIC
vorteilhaft einsetzen. Ich steuere damit zunächst das
Lagerfeuer von Conrad. Angeschlossen sind zwei
Lämpchen und 3 Mini-LED. Per Zufallsgenerator werden
die Ausgänge heller oder dunkler gestellt, so daß sich das
typische Feuerflackern ergibt.
Die Hardware ist für die verschiedenen Anwendungszwecke immer dieselbe. Ebenso können damit Lichterketten an Karussells, Straßenampeln, Baustellenblitze,
Radarfallen, Schweißlicht und anderes gesteuert werden,
unter Umständen sogar mehrere Dinge gleichzeitig.
Hier wird nur ein kleiner PIC eingesetzt. Für umfangreichere Dinge kann auch ein größerer Typ mit mehr I/OPins benutzt werden.
Die Ausgänge können hier Lasten bis 200 mA steuern, zur
Ansteuerung kleiner Relais müssen die Transistoren
wieder mit Dioden in Sperrichtung geschützt werden. Mit
externen Leistungstransistoren können auch größere
Lasten geschaltet werden.
Das Programm wird dem jeweiligen Zweck angepaßt und
kann jederzeit geändert werden. Der Prozessor kann in der
Schaltung gebrannt werden.
Wie programmiert man einen PIC?
Das Programm MPLAB IDE bekommen Sie im Internet unter
http://www.microchip.com
Hier finden Sie auch Anleitungen und Beispiele.
Auf der Website www.sprut.de wird der Einstieg auch für Anfänger
erleichtert.
Wenn Sie die .asm-Files meiner Projekte
interessieren, bitte per e-Mail melden.
CMS digital oder konventionell?
Kann man mit CMS auch digitale Anlagen steuern?
Wer diese Frage stellt, hat wahrscheinlich die vielfältigen
Möglichkeiten der freien Gestaltung der Bedienoberfläche in Visual Basic gegenüber den fertigen Steueranwendungen vor Augen.
Sie können CMS mit einer beliebigen Programmiersprache programmieren, vom C64-Basic bis Turbo-C.
Visual Basic habe ich gewählt, weil Basic mir schon vom
C64 her etwas geläufig war. Ähnlich wäre es in Delphi,
auch die Billig-Programmiersprache Profan ist, von Basic
her kommend, leicht zu beherrschen. Es soll sogar Leute
geben, die sich lieber mit den Unzulänglichkeiten und
Fehlern von Profan herumärgern, nur weil es nicht von
Microsoft ist!
In Visual Basic können Sie auch die Impulsfolgen für den
Booster eines digitalen Steuerungssystems generieren
oder eine sogenannte Intellibox ansteuern. Doch dazu
müssen Sie ausreichend Informationen über diese
Systeme sammeln.
Die Ausführungen und Beispiele in VB werden Ihnen
dabei auch nützlich sein, anders läuft nur die
Ausgaberoutine bzw. die Sensorauswertung.
CMS steht also nur für das Leiterplattensystem, das zur
Steuerung normaler Modellbahnartikel und ähnlicher
Bauteile ohne Lokdekoder konzipiert ist. Die Steuerung
arbeitet intern digital, aber statt an Lok- und Weichendekoder werden die digitalen Informationen an die
Ausgabe- oder Sensorkarten geleitet.
Dabei können durchaus auch in Einzelfällen Dekoder im
Spiel sein, wenn z.B. mehrere Funktionen für ein
Spezialfahrzeug über die beiden Schienen übertragen
werden sollen.
Hierzu könnte man ein übliches Digitalsystem benutzen,
aber man kann auch einen "maßgeschne iderten"
Dekoder mit einem Einchiprechner aufbauen. Man ist bei
der technischen Ausführung nicht an einen bestimmten
Übertragungscode gebunden und braucht auch keinen
Booster.
Die Steuerinformationen für den PIC können per Funk
oder Infrarot übertragen werden oder man puffert die PICBetriebsspannung und kann dann die Steuerbefehle
seriell über die Gleiskarte übertragen.
Bei solchen Dingen im Fahrzeug ist immer der
Platzbedarf kritisch. Man sollte weitgehend SMDBauteile verwenden und die Schaltung so gestalten, das
der Baustein in einem speziell dafür ausgelegten Brenner
programmiert werden kann.
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