Einführung analog

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Studiengang Software Engineering
- Signalverarbeitung 1 -
Prof. Dr. Jürgen Doneit
Signalverarbeitung 1
Vorlesungsnummer 261013
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Studiengang Software Engineering
- Signalverarbeitung 1 -
Prof. Dr. Jürgen Doneit
Prof. Dr.-Ing.
Jürgen Doneit
Zimmer E209
Tel.:07131 504 455
[email protected]
http://mitarbeiter.hsheilbronn.de/~doneit/
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Quelle der Comics: Der Computer Comic von Larry Gonick, 1984, Rowohlt Taschenbuch
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Literatur und Quellen
Übersicht
http://mitarbeiter.hs-heilbronn.de/~doneit
Bücher zum Beispiel
•
Technische Informatik 1
Grundlagen der digitalen Elektronik, 5.Auflage, 2003
Wolfram Schiffmann, Robert Schmitz
Springer Verlag, ISBN 3-540-40418-X
•
Elektrotechnik und Elektronik für
Informatiker
Band1: Grundgebiete der Elektrotechnik, 1999
Reinhold Paul, Teubner Verlag, ISBN 3-519-12126-3
Digitaltechnik
Frike, Klaus
Vieweg Verlag Fachbücher der Technik
ISBN 3-528-03861-6
Internet
•
http://www.elektronik-kompendium.de/
•
http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/kapitel/Digitalseminar.html
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Inhalt Signalverarbeitung 1
1. Elektrotechnik
{Grundlagen: Spannung, Strom, Leistung, Energie
{Zweipole: elektrischer Widerstand, Quellen
{Netzwerke von Zweipolen
{Lineare Gleichungssysteme
{Netzwerkanalyse
2. Elektronik
{Halbleiter
{Diode
{Transistor
{C-MOS Technik
3. Einführung in die Digitaltechnik
{Dualsystem
{Schaltalgebra
{Grundverknüpfungen
{einfache Digitalschaltungen
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Technische Informatik 2
•
{
{
{
{
4. Entwurf digitaler Schaltnetze
Boolsche Algebra
Disjunktive- / Konjuktive Normalform
Karnaughtafeln
rechnergestützter Entwurf (CAD)
•
{
{
6. Synchrone Automaten
Grundstruktur
Entwurf
•
•
{
{
{
{
5. Speicher
Flipflop
RAM, ROM, EPROM, EEPROM
optische Speicher
magnetische Speicher
{
{
{
7. Laborübung: Programmierbare
Logik
Aufbau von GAL`s
Einsatzmöglichkeiten
Programmierung im Labor
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Labor
• Umfang
- Einarbeitung in versch. Simulationstools und Lösen von Aufgaben
- Einarbeitung in den Aufbau von GAL‘s
- Durchführung eines kleinen Übungsbeispiels
- Bearbeitung einer gestellten Laboraufgabe
- Erstellung eines Teamlogbuches
• Dauer / Termin
- Dauer hängt von der Fertigstellung der Laborarbeit ab
•
Laborbericht und Teamlog werden mit max. 10 Punkten bewertet (Klausur 30
Punkte - bestanden ab ca. 20 Punkte)
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Grundlagen der Analog-Elektronik
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Elektrotechnik
Energietechnik
Informationstechnik
Energieerzeugung
Energieverteilung
Antriebstechnik
Wärmewirtschaft
Telekommuniktion
Unterhaltungselektronik
Datenverarbeitung
Automatisierungstechnik
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Atomistik
Teilchen
Masse/g
Ladung/As
Proton
1,6*10-24
+1,6*10-19
Elektron
9,1*10-28
-1,6*10-19
Neutron
1,6*10-24
keine
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Energie - Bändermodell
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Ladung, Feld, Spannung
Kleinste Ladungsmenge e = -1,602*10-19 As
Q= n*e-
Ladungsmenge
Einheit [As] oder [Coulomb] = [C]
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Elektrisches Feld , elektrische Spannung
Zwischen zwei unterschiedlichen Ladungen
verändert sich die Eigenschaft des Raumes.
Auf weitere in diesem Raumgebiet befindlichen
Ladungen wirken Kräfte. Es wirkt das
Elektrische Feld E
[V/m]
F=q*E [N]
E*d = U [V]
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Energie
Wird elektrische Ladung von einem Punkt zu einem
anderen bewegt und besteht zwischen diesen Punkten eine
Spannung U so wird bei der Bewegung Energie umgesetzt.
Arbeit
W=Q*U
[V A s] = [W s] = [ Joule ]
einsetzen von Q= I * t ergibt:
Umrechnung von Energieeinheiten
1kWh = 3,6 *106 Ws
W=U*I*t
1 Ws = 0,239 cal
1kWh= 860 kcal
1l Öl = 10 kWh = 8600kcal
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Leistung
Leistung ist definiert als Arbeit pro Zeiteinheit
P= W / t
[VA]=[W]
für Gleichstrom ergibt sich somit:
P=U*I
bei zeitabhängigen Größen ergibt sich:
p(t) = u(t) i(t)
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Der elektrische Widerstand
U12 = ρ ∗ l / A * I
ohmsches
Gesetz
U12 = R * I
ρ = 1 / κ [Ω m]
R = ρ ∗ l / A [Ω]
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Temperaturabhängigkeit des
ohmschen Widerstandes
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Widerstandstabelle
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Übung
Ein Aluminiumdraht (d=1mm) hat bei
Zimmertemperatur einen Widerstand von 10Ω.
a) Wie lang ist er?
b) Welchen Widerstand hat er bei 200°?
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Lösung
A) l = 275 m
B) R= 17,2 Ω
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Elektrische Spannung U
Unter elektrischer Spannung versteht man das Ladungsgefälle zwischen
zwei elektrischen Pole.
Dabei gilt:
•
Spannungsquellen besitzen immer zwei Pole, mit unterschiedlicher Ladung.
•
Der Pluspol hat einem Mangel an Elektronen, der Minuspol einen Überschuss.
•
Entsteht eine Verbindung zwischen den Polen, kommt es zu einer Entladung.
Bei diesem Vorgang fließt ein elektrischer Strom.
•
Formelzeichen für die elektrische Spannung: U
•
Maßeinheit:
MV(Megavolt), kV(Kilovolt), V (Volt), mV(Millivolt), µV(Mikrovolt)
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Spannungsberechnung
Zur Berechnung der elektrischen Spannung werden die folgenden Formeln
verwendet:
Spannung U =
Leistung P
Strom I
Spannung U =
Widerstand R x Strom I
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Spannungspotenzial
Das Potenzial eines Punktes ist gleich der Spannung dieses Punktes
gegenüber dem Bezugspunkt 0 V (Masse).
Dabei gilt:
•
Die Messung eines Potenzials bezieht sich
immer auf einen Bezugspunkt. Dieser hat 0 V
und wird im allgemeinen als Masse bezeichnet.
+
+
•
Bei der Messung eines positiven Wertes, ist
das Potenzial positiver als der Bezugspunkt.
+
•
Bei der Messung eines negativen Wertes, ist
das Potenzial negativer als der Bezugspunkt.
+
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Spannungsmessung
•
Ein Spannungsmessgerät wird immer parallel zum Verbraucher,
Bauelement oder zur Spannungsquelle angeschlossen.
•
Bei der Messung an der Spannungsquelle wird der
momentane Spannungswert gemessen.
•
•
Am Verbraucher wird der Spannungsabfall
gemessen. Dieser ist eine Teilspannung der Gesamtspannung
der Spannungsquelle.
+
Um die zu messende Schaltung
nicht zu beeinflussen, sollte
der Innenwiderstand des
Spannungsmessgerätes
möglichst hochohmig sein.
U
_
_
+
U
+
U Lampe
U Batt
-
UR
_
+
U
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Elektrischer Strom / Stromstärke I
Unter elektrischem Strom versteht man die gerichtete Bewegung von
Ladungsträgern (Elektronen/Ionen) in einem elektrischen Leiter.
Dabei gilt:
•
Ein elektrischer Strom kann nur fließen, wenn Ladungsträger in genügender
Anzahl vorhanden und frei beweglich sind.
•
Zur zahlenmäßigen Beschreibung des elektrischen Stromes dient die elektrische
Stromstärke.
•
Je mehr Ladungsträger in einer Sekunde durch einen Leiter fließen, um so
größer ist die Stromstärke.
•
Formelzeichen für die Stromstärke: I
•
Maßeinheit:
kA(Kiloampere), A(Ampere), mA(Milliampere), µA(Mikroampere), nA(Nanoampere)
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Berechnung der Stromstärke I
Zur Berechnung des elektrischen Stromes bzw. der Stromstärke werden
die folgenden Formeln verwendet:
Strom I =
Elektrizitätsmenge Q
Zeit t
Strom I =
Spannung U
Widerstand R
Strom I =
Leistung P
Spannung U
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Stromrichtung
Physikalische Stromrichtung
(Elektronenstrom):
Da die negativen Ladungsträger
den Stromfluss tragen, fließen
die Elektronen von
Minus (-) nach Plus (+)
physik. Stromrichtung
+
_
techn. Stromrichtung
Technische
Stromrichtung
(historische
Festlegung):
Die Stromrichtung innerhalb einer
Schaltung wird auch heute noch von
Plus(+) nach Minus(-) definiert
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Strommessung
•
Das Strommessgerät wird immer in Reihe zum
Verbraucher angeschlossen. Dazu muss die
Leitung des Stromkreises aufgetrennt werden
um das Messgerät in den Stromkreis
einzufügen.
•
Der Innenwiderstand des Messgerätes sollte
möglichst niederohmig sein, um den
Stromkreis nicht zu beeinflussen.
+
I ges
-
I ges
I ges
+ I ges
_
I
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Beispiel : Anlasser im Auto
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