arztpraxis limmatplatz Die Impfung gegen Windpocken ........................................................ 1 Varizella (Windpocken, Wilde Blasen) Verursacht werden Windpocken durch das Varizella-Zoster-Virus, das zur Familie der Herpes-Viren gehört. Typische Krankheitszeichen der Windpocken sind unangenehm juckende Hautausschläge, die etwa 11 bis 22 Tage nach der Ansteckung auftreten. Bei harmlosem Verlauf bleiben sie ohne weitere Folgen und heilen relativ schnell wieder ab. Bereits zwei Tage vor Auftreten der Symptome ist der Patient infektiös und bleibt dies bis zum Verkrusten der letzten Bläschen. Daher können erkrankte Kinder bis zu 3 Wochen weder Kindergarten noch Schule besuchen, so dass für berufstätige oder alleinerziehende Eltern große Betreuungsprobleme entstehen können. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr bekommt man die Windpocken in aller Regel schon im Kindesalter. Treten sie bei älteren Kindern auf, können sie ausgeprägter und komplikationsreicher verlaufen. generell ist nicht auszuschliessen, dassdie harmlose Kinderkrankheit in Komplikationen umschlägt. Mögliche Folgen sind zum Beispiel Mittelohrentzündung, Lungenentzündung oder Hepatitis. Häufige Komplikationen können durch Aufkratzen der juckenden Hautausschläge entstehen. Dies kann Entzündungen und Vernarbungen zur Folge haben. Die Impfung gegen Windpocken Mit der Impfung werden dem Körper abgeschwächte, nicht ansteckungsfähige Varizella- Zoster-Viren zugeführt. Der Körper produziert nun gezielt Abwehrstoffe und wird auf diese Weise Teil-immun. Generell muss sehr selten geimpft werden, weil die meisten Menschen Varizellen schon durchgemacht haben als Kind. (d.h. die Durchseuchung ist hoch). Geimpft werden können gesunde Kinder ab 9 Monaten bis zum vollendeten 6. Lebensjahr. Personen, für die eine Windpockeninfektion ein besonderes Gesundheitsrisiko darstellt und deren Kontaktpersonen können auch über das 6. Lebensjahr hinaus geimpft werden. Für diese Risikopatienten empfiehlt man die Schutzimpfung, soweit sie die Krankheit noch nicht durchgemacht haben: § § § § § § Kinder mit schwerer Neurodermitis. Kinder mit Leukämie. Kinder mit soliden bösartigen Tumoren. Kinder bei geplanter Immunsuppression wegen schwerer Autoimmunerkrankungen vor Organtransplantationen bzw. schwerer Niereninsuffienz Geschwister und Eltern dieser vorstehend genannten sogenannten "Risikopersonen". Frauen mit Kinderwunsch (eine Ansteckung während der Schwangerschaft kann zu Schädigungen des Neugeborenen führen). http://www.arztpraxis-limmatplatz.ch/ V_01 Varizella.docx Seite 2 von 2 § Auch enge Kontaktpersonen ohne Windpocken-Antikörper (z.B. Familienmitglieder) sollten in diesem Fall zur Sicherheit geimpft werden. In Erwägung zu ziehen wäre darüber hinaus die Schutzimpfung bei Kindern von allein- erziehenden und berufstätigen Eltern wegen der langwierigen Krankheitsdauer und der notwendigen Isolation. Mit zunehmendem Lebensalter ist ausserdem jeder einem erhöhten Risiko ausgesetzt, der noch keine Windpocken durchgemacht hat. Denn je später die Infektion erfolgt, desto schwerer ist in der Regel der Krankheitsverlauf. http://www.arztpraxis-limmatplatz.ch/ V_01 Varizella.docx