Titel der Präsentation Multiresistente Erreger

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Multiresistente Erreger
Titel der Präsentation
Medizinischer Nutzen und ökonomische
• Potentiale
Untertitel der
Präsentation
von Screening
• am XX.XX.2050
30. Deutscher Krankenhaustag
Fachforum VII
„Nicht der Wind, sondern das
Düsseldorf, 16.November 2007
Segel bestimmt die
• Dr. med. Michael
Wilke
Richtung…“
Dr. Wilke GmbH i.G.
Wilke MH, Fink C, Maerz A, Resch A
Inhalt
MRSA - Screening
Vorstellung
Kosten / Nutzenbetrachtung
Kosten von MRSA im Krankenhaus
Zum Thema
2. November 2007
Inspiration für die
Gesundheitswirtschaft
• Das Gesundheitswesen ist ein
anspruchsvolles Gewässer
–
–
–
Die See wird rauer
Aufgrund stetiger Veränderungen weht
ein frischer Wind mit gelegentlichen
Sturmböen
Die Verschmelzung der Sektoren, der
anhaltende wirtschaftliche Druck und der
Anspruch hohe Qualität mit maximaler
Effizienz in der Leistungserbringung zu
paaren sind die bestimmenden Faktoren
für die Großwetterlage
• Wir möchten Sie inspirieren
–
–
2. November 2007
Finden Sie mit uns gemeinsam den
optimalen Kurs zur Synergie von Medizin
& Ökonomie
Wir gehen bei Ihnen mit an Bord und
begleiten Sie auf dem Weg der
Kursfindung sowie dabei, Ihre Mannschaft
für neue Winde zu trainieren
Dr. med. Michael Wilke
•
Beruflicher Werdegang
–
–
–
–
•
Geschäftsführer der Dr. Wilke GmbH
Business Manager bei Rambøll Management
Leiter DRG-Competence Center im KH München
Schwabing
Ärztl. Tätigkeit in Chirurgie, Anästhesie, Intensiv- &
Notfallmedizin
Wissenschaftliche Tätigkeit
–
–
–
–
2. November 2007
Wissenschaftlicher Beirat in der „Patient
Classifications International“ (PCS/I)
Mitglied der Deutschen Gesellschaft für
Medizincontrolling (DGfM)
Mitglied des DRG – Expertenbeirates im BMG 20022004
Lehrtätigkeit an der FH Coburg, MBA-Lehrstuhl
Dr. med. Michael Wilke
Projekte
•
•
1. Europäischer OP-Vergleichsring seit 10/2006
Klinisch-ökonomische Forschungsprojekte
–
–
–
•
Klinisch-ökonomische Optimierungsprojekte
–
–
•
•
Antibiotikatherapiestrategien unter DRG –
Gesichtspunkten, 2007
Repräsentation der Mehrkosten von MRSA im GDRG –System, 2005
Weitere Projekte in den Bereichen Angiologie,
Nephrologie, Radiologie, Diagnostika, 2001-2004
Planung & Einführung von Systemen zur
Verbesserung von Arzneimittelsicherheit und
Senkung der Kosten, 2005-2006
Kosteneinsparungen durch optimiertes MRSA
Management, 2007
OP-Reorganisation und IT-Einführung, 1994-2007
OP-Prozessanalyse, Optimierung und
Unterstützung Neubauplanung, 2007
• Optimierung von DRG – Prozessen (Kodierung,
Abrechnung, Forderung, Controlling), 2000 - 2007
• Begleitung von > 15 Budgetverhandlungen, 2002
– 2007
2. November 2007
inspiring.strategy
• Strategiefindung systematisieren
– DRG Portfolio – Analyse
– Markt- und Umfeldstudien
– Key performance indicators ermitteln
• Strategie operationalisieren
– Veränderungsprojekte sinnvoll
priorisieren
– Budgetverhandlungen optimal
vorbereiten und durchführen
– Prozessoptimierung bei der DRGDokumentation & Abrechnung
– Aussagekräftige Kennzahlensysteme
implementieren
– Stellenbesetzung am Portfolio
ausrichten
2. November 2007
inspiring.op
• Situation visualisieren:
– 1.Europäischer OP-Vergleichsring
– Workflowanalysen
– Potentiale aufzeigen
• Optimierung implementieren
– Ergebniskennzahlen definieren
– Prozessorientierte Planung
etablieren
– Ressourceneinsatz harmonisieren
– Veränderung aktiv begleiten
2. November 2007
inspiring.medication
• Arzneimittelprozesse analysieren
– Risiken identifizieren
• Medizinische Qualität
• Ökonomische Verluste
– Potenziale quantifizieren
• Patientensicherheit
• Ökonomische Verbesserungen
• Optimierung operationalisieren
– Planung und Umsetzungsbegleitung
der Veränderungen
– Nachhaltigkeit implementieren
• Controlling
• Laufende Verbesserung
2. November 2007
inspiring.clinics
• Klinisches Handeln optimieren:
–
–
–
–
Prozesse beschreiben
Qualitätsmerkmale definieren
Kosten planen
Veränderung umsetzen
• Effiziente Abläufe etablieren
– Behandlungspfade
– Ergebniscontrolling
2. November 2007
inspiring.knowledge
• Fortbildung optimieren
– Planung und Durchführung von
Veranstaltungen
– Zielgruppengenaue Themenauswahl
– Teilnehmeridentifikation und
-akquise
• Wissen transportieren
– Hochkarätiger Referentenpool aus
den Feldern:
•
•
•
•
•
•
2. November 2007
Infektiologie
Antibiotikatherapie
Mikrobiologie
Intensivmedizin
Medizinökonomie
Medizinmanagement
inspiring.drg
• Wissen transportieren:
– Ausbildung Kodierfachkräfte
– Klinisch – ökonomische
Fallbesprechungen
– Inhouse Schulungen
• Systeme optimieren
–
–
–
–
2. November 2007
Kodier Audits „Der MDK ist da!“
Prozessoptimierung
Erlösmanagement
Klinisch-ökonomische
Forschungsprojekte
inspiring.industry
• Klinikvertrieb flexibilisieren
– auf neue Herausforderungen
adäquat reagieren
– Sales Trainings
• Innovative Therapien finanzieren
– Möglichkeiten nutzen
– Wissen transferieren
• Medizin & Ökonomie fusionieren
– Forschungsprojekt, die den Nutzen
beweisen
– Orientierung an gesetzlichen und
finanziellen Rahmenbedingungen
der Kliniken
2. November 2007
Kompetenzen
Die Experten bei Dr. Wilke
•
haben seit 1997 Erfahrungen in der
Vergleichsringarbeit (DRG-Benchmarking,
Kodierbenchmarking, …)
•
sind Organisations- und Prozessexperten im
Krankenhaus (OP – Analyse, Reorganisation,
Planung, IT-Einführung seit 1995)
•
sind ausgebildete Moderatoren und haben
jeweils > 100 Workshops & Trainings
durchgeführt
•
haben seit 2000 medizinisch-ökonomische
Studien zur Optimierung der DRGs durchgeführt
•
sind Experten für KH-Kostenrechnung
•
kommen selbst aus dem Krankenhaus und haben
langjährige klinische Erfahrung ☺
2. November 2007
Unsere Kunden
2. November 2007
Unsere Partner
2. November 2007
Inhalt
MRSA - Screening
Vorstellung
Kosten / Nutzenbetrachtung
Kosten von MRSA im Krankenhaus
Zum Thema
2. November 2007
Zum Thema
• Nosokomiale Infektionen stellen bekanntermassen
ein Qualitäts-, Outcome- und Kostenproblem dar
• MRSA im Fokus zahlreicher Untersuchungen
• MRSA Inzidenz weltweit steigend
• Anspruchsvolle Antibiotikatherapie wegen
Resistenzlage
Quellen: Wernitz et. al, 2005; Herr CEW et.al, 2004; Kim T et.al, 2001; Chaix C. et.al, 1999
2. November 2007
MRSA – ein „wachsendes“
Problem!
MRSA/S.aureus (%)
40%
35%
30%
25%
20%
15%
10%
5%
0%
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
Quelle: KISS – Daten, P.Gastmeier
2. November 2007
Inhalt
MRSA - Screening
Vorstellung
Kosten / Nutzenbetrachtung
Kosten von MRSA im Krankenhaus
Zum Thema
2. November 2007
Kosten von MRSA im
Krankenhaus
• Neuer Ansatz: Vergleich von Kosten im G-DRG – System
unter Verwendung von:
– Routinedaten (=§21-Datensatz)
– Kosten gemäß Kalkulationshandbuch
– Bewertung gemäß G-DRG System Version 2005
• Ziele der Studie:
– Überprüfung der Kodierqualität (ICD10-GM Kodes:U80.0! und U81!)
– Identifikation der inkrementellen Kosten von MRSA vs. Non-MRSA im
G-DRG System (= Kostenunterschied bei gleicher DRG)
– Überprüfung, in wie weit die Kosten im DRG System reflektiert
werden
– Entwicklung einer innovativen Vergleichsmethodik
2. November 2007
Material & Methoden
• Datensammlung im Deutschen §21-Standardformat
–
–
–
–
Falldaten (inkl. Intensiv, und Beatmungsstunden)
ICD
OPS
Kosten
• 11 Krankenhäuser (2 Uni, 5 Maximal, 2 Grundvers., 2
Fachkliniken)
• Gruppierung mit dem G-DRG System Version 2005
(3M FileInspector 3.0)
2. November 2007
Material & Methoden
Übersicht der gelieferten Datenmengen:
• 395.217 Falldatensätze aus 11 Häusern
• Nach Plausibilisierung (Fallfilter & fehlerhafte
Kostendaten) 313.388 Falldatensätze in Studie
aufgenommen
• Aus der Mikrobiologie 1.443 MRSA – positive
Befunde (keine Unterscheidung, ob Besiedelung
oder Infektion!)
2. November 2007
Vorgehensweise
Folgendes Vorgehen wurde gewählt:
• Zählung aller MRSA – Fälle
– Anhand Kodierung
– Anhand Mikrobiologie
• Ermittlung der Kodierqualität
• Ermittlung der MRSA-Inzidenz in der Studienpopulation
• Identifikation aller DRGs in der Studienpopulation, wo mindestens 1
MRSA – Fall enthalten ist
• Vergleich von VwD, Kosten, Mortalität und Beatmungs- bzw.
Transplantationsfälle (Pre-MDC) für folgende Kollektive:
– MRSA – Fälle in den gefundenen DRGs
– Non-MRSA in den gefundenen DRGs
– Fälle in der Kalkulationsstichprobe des Instituts für das Entgeltsystem im
Krankenhaus gGmbH (InEK), aus dem G-DRG Browser 2005, in den
gefundenen DRGs (soweit für die jew. Analyse verfügbar)
2. November 2007
TOP DRGs
(mind. 1 MRSA – Fall)
BasisDRG
Fälle in
Studie
Text
A09
E77
A13
K01
F21
A11
L63
F28
Total
Beatmung > 499 und < 1000 Stunden
Andere Infektionen der Atmungsorgane
Beatmung > 95 und < 250 Stunden
Diabetischer Fuß
Andere OPs Kreislauferkrankungen
Beatmung > 249 und < 500 Stunden
Infektionen der Harnorgane
Amputationen Kreislauferkrankungen
MRSA in 357 von 845 DRGs aufgetreten
512
1.996
806
352
323
281
773
162
168.057
Anteil
Fälle in
MRSA
InEK
(in %)
Kollektiv
16,21%
870
2,71%
8.996
5,21%
2.563
10,80%
645
9,91%
798
8,19%
726
2,98%
2.167
12,96%
1.051
0,86%
912.519
Über alle 313.388 Fälle war die Inzidenz von MRSA 0,41%
2. November 2007
MRSA – Rate
Pre - MDCs
BasisDRG
A01
A03
A04
A06
A07
A09
A11
A13
A15
A60
Text
Lebertransplantation
Lungentransplantation
Knochenmarktransplantation allogen
Beatmung > 1799 Stunden
Beatmung > 999 und < 1800 Stunden
Beatmung > 499 und < 1000 Stunden
Beatmung > 249 und < 500 Stunden
Beatmung > 95 und < 250 Stunden
Knochenmarktransplantation autogen
Transplantatabstossung oder -versagen
Gesamtergebnis
2. November 2007
Fälle in
Studie
4
2
43
17
100
512
697
1186
57
79
2697
Inzidenz
MRSA
25,0%
50,0%
2,3%
35,3%
26,0%
16,2%
8,5%
6,0%
1,8%
2,5%
9,3%
Mortalität
Mortalität nach Krankenhäusern und MRSA bzw. Non-MRSA
30,0%
Mortalität-MRSA
28,0%
Mortalität Non-MRSA
Mortalität in der jeweiligen Population (%)
ø Mortalität MRSA (19,9%)
ø Mortalität Non-MRSA (2,5%)
25,0%
23,0%
21,4%
21,1%
20,0%
20,0%
19,8%
17,6%
18,0%
16,8%
15,4%
15,0%
13,7%
13,0%
10,0%
5,0%
2,9%
2,4%
1,8%
2,9%
2,7%
2,9%
2,1%
2,9%
1,9%
0,0%
0,0%
KH-A
KH-B
KH-C
KH-D
KH-E
KH-F
KH-G
Krankenhaus
- ID
2. November
2007
KH-H
KH-J
KH-K
KH-L
Exkurs – DRG Kalkulation
DRG - Verteilung
Kurzlieger
uGVD
70
mVD
Langlieger
oGVD
Normallieger = Basis für die Kalkulation
der DRG Bewertungsrelation
60
Anzahl Fälle
50
40
30
20
10
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32
VwD (in Tagen)
2. November 2007
Verweildauervergleich
Verteilung Kurz-, Normal- und Langlieger in den Populationen
MRSA (n = 1.443)
Population
Kurzlieger
Normallieger
Langlieger
Non - MRSA (n = 166.614)
InEK (n = 912.519)
0%
10%
20%
30%2.
40%
50%
November
2007
60%
Anteil Liegertyp (in %)
70%
80%
90%
100%
Kostenvergleiche
Vergleich der mittleren Fallkosten für MRSA, Non-MRSA & InEK-Kollektiv
(Alle DRGs, in denen mindestens 1 MRSA - Fall gefunden wurde, nur Normallieger!)
14.219,98 €
Kollektiv
MRSA (n = 901)
Fazit: Erhebliche Mehrkosten von € 10.054,33
(Ø MRSA – Ø Non-MRSA), die im DRG System
2005 nicht ausreichend reflektiert sind!
4.165,55 €
Non - MRSA (n = 122.925)
InEK (n = 700.137)
3.592,97 €
ø Gesamtkosten/Fall
-
€
2.000,00 €
4.000,00 €
6.000,00 €
8.000,00 €
2. November
2007
Kosten (€)
10.000,00 €
12.000,00 €
14.000,00 €
16.000,00 €
Kostenvergleiche II
Verteilung der Kosten nach Kostenartengruppen (KArtGr.), Kalkulationshandbuch Ver. 2.0 in
den Kollektiven
(nur Normallieger!)
7.571,16 €
4.115,56 €
MRSA (n = 901)
1.338,15 €
1.195,11 €
Kollektiv
1.970,95 €
Non - MRSA (n = 122.925)
1.350,92 €
Personal- und Infrastrukturen
dominieren die Kosten!
630,67 €
213,00 €
Personalkosten (KArtGr. 1-3)
1.818,67 €
Kosten der med. und nicht med. Infrastruktur (KArtGr. 7,8)
1.116,16 €
InEK (n = 700.137)
Sachmittelkosten (KArtGr. 5a, 5b, 6)
455,79 €
Arzneimittelkosten (KArtGr. 4a, 4b)
202,35 €
-
€
1.000,00 €
2.000,00 €
3.000,00 €
4.000,00 €
2. November
2007
Kosten (€)
5.000,00 €
6.000,00 €
7.000,00 €
8.000,00 €
Verweildauer mehr als
doppelt so hoch!
Mittlere Verweildauer (nur Normallieger)
19,7
Population
MRSA (n = 901)
8,6
Non - MRSA (n = 122.925)
InEK (n = 700.137)
9,0
Ø VwD
0,0
5,0
10,0
2. November
2007
Verweildauer (in Tagen)
15,0
20,0
Inhalt
MRSA - Screening
Vorstellung
Kosten / Nutzenbetrachtung
Kosten von MRSA im Krankenhaus
Zum Thema
2. November 2007
MRSA - Screening
Die prophylaktische Untersuchung, ob Patienten mit
MRSA besiedelt sind oder eine MRSA – Infektion
vorliegt stellt ein Möglichkeit dar, Infektionen zu
verhindern*
• Patientenselektion
• Management der Patienten
• Methoden des Screening
*Quellen:
•
Gastmeier et.al., Workshop der DGHM zu Methoden des MRSA-Screenings, in epidemiol. BulletinNo. 42, RKI, 24.10.2005
•
Wernitz M, Swidsinski S, Weist K, et al. Effectiveness of a hospital-wide selective screening programme for methiccillin-resistant Staphylococcus
aureus (MRSA) carriers at hospital admission to prevent hospital-acquired MRSAinfections. Clin Microbiol Infect 2005; 11: 457–65.
2. November 2007
MRSA - Screening
Welche Patienten sollten prophylaktisch untersucht
werden?
• Radikal präventiver Ansatz (Niederlande,
Skandinavien):
– Alle Patienten
– Isolierung bis zur Vorlage des Testergebnisses
• Risikoadjustierter Ansatz:
– Patienten mit besonderem Risiko
– Aufnahme auf bestimmte Station/zur elektiven OP
– Isolierung …
2. November 2007
MRSA - Screening
Was ist ein besonderes Risiko?
• Klinische Faktoren*
–
–
–
–
–
–
–
Diabetiker mit Gefäßkomplikationen
Offene Wunden
MRSA – Anamnese
Hämodialyse
Liegende Katheter (Blase, Magen, ZVK)
Brandwunden
Geplante, große elektive OP (Abdominal, Koronar, Orthopädie)
• Umfeldfaktoren*
– Aufnahme aus:
• Pflegeeinrichtungen
• Anderen Intensivstationen
– Kontakt zu MRSA – Patienten (z.B. im selben Zimmer)
*Quellen:
•
Mitteilung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention und des RKI, Kommentar zu den „Empfehlungen zur Prävention und
Kontrolle von Methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-Stämmen in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen“, Epidemiol.
Bulletin No. 46, 12.11.2004, RKI
2. November 2007
MRSA - Screening
Wie soll das Management der Patienten aussehen?
• Prophylaktische Isolation gilt als Goldstandard
• Manche Kliniken praktizieren – meist aus
Kostengründen – reduzierte Schutzmassnahmen
(z.B. nur bei Kontakt, „roter Streifen am Boden“)
• In den Niederlanden und Skandinavien gilt eine preemptive Quarantäne bis zum Vorliegen des
Screeningergebnisses
2. November 2007
MRSA - Screening
Wie kann Screening durchgeführt werden?
• Klassische Mikrobiologie:
– Plattenbasiert, min. 24h Dauer, oft bis 48h
– Hohe Sicherheit
– Niedrige Testkosten
• PCR – basierte „Schnelltests“ (z.B. GeneOhmTM MRSA
Test)
– Ergebnis in 2-4h
– Hohe Sicherheit, insbesondere neg. Vorhersagewert
– Vergleichsweise teuer
2. November 2007
MRSA - Screening
Welchen klinischen Nutzen haben PCR-basierte Screening
Methoden?
• Durch die Zeitersparnis und den früheren Start spezifischer
Maßnahmen (z.B. Antibiotikatherapie) kann die Rate der
Übertragungen um bis zu 65% gesenkt werden
• Die Dauer der präventiven Isolation bzw. der
Infektionsschutzmaßnahmen wird signifikant verkürzt
*Quellen:
•
Cunningham et.al., Effect on MRSA transmission of rapid PCR testing of patients admitted to critical care, J Hosp Inf (2007)
65, 24-28
2. November 2007
Inhalt
MRSA - Screening
Vorstellung
Kosten / Nutzenbetrachtung
Kosten von MRSA im Krankenhaus
Zum Thema
2. November 2007
Kosten / Nutzenbetrachtung
Folgende Fakten sind bekannt:
• MRSA – Infektionen stellen für Krankenhäuser ein relevantes
Problem dar
• Jede MRSA – Infektion kostet das Krankenhaus mehr als es
unter DRG – Bedingungen erlöst
• Die Mehrkosten betragen im Mittel € 10.000.• Die DRG 2007 federn das Problem nur zu 1/3 ab
• Screening ist eine bewährte Methode, um die Inzidenz von
Infektionen und die Kosten der Therapie früh erkannter
Infektionen zu senken
• PCR – basierte Methoden sind schneller als die klassischer
Mikrobiologie
2. November 2007
Kosten / Nutzenbetrachtung
Wenn Nutzen > Kosten, kann eine investive Maßnahme
durchgeführt werden, Methoden:
• Kosteneffektivitätsanalyse
– Ursprung Pharma
– HTA
– Parameter häufig QUALY = Was kostet ein (qualitätsadjustiertes)
gewonnenes Lebensjahr?
• Amortisationsrechnung, return-on-invest (ROI)
– Kosten der Einführung eines Verfahrens
– Profitsteigerung (= Senkung von Mehrkosten) bei Anwendung
– Dauer bis zum Erreichen des break-even (= Profit > Kosten) ist die
Amortisationszeit
Beide Methoden verwenden Modelle!
2. November 2007
Kosten / Nutzenbetrachtung
Für die Kosten/Nutzenbewertung des PCR-basierten MRSA –
Screening kann eine modifizierte ROI – Kalkulation
herangezogen werden
• Basis:
– Ausgangslage des KH Bisher Screening oder nicht?
– DRG – Datensatz (§21)
• Detektion MRSA IST-Status (MRSAI)
• Wenn Daten nach §21, Abs. 4: Tatsächliche Mehrkosten pro MRSA-DRG
(KDRG)
• Identifikation einer Menge von Screeningpatienten nach den definierten
Kriterien (PS)
– Kosten des Screenings (KS)
– Kosten Präventivisolation (KP)
2. November 2007
Kosten / Nutzenbetrachtung
Kalkulation:
• Kosten heute (bisher kein Screening):
– Kosten heute (KH) = MRSAI x KDRG
• Zukünftig (Reduktion der MRSA – Infektionen um
∆MRSAI):
– Kosten morgen (KM) = KH + (KS+KP)*PS - ∆MRSAI x KDRG
• Wenn KM < KH, werden Kosten eingespart
• Der Profit ergibt sich aus der Differenz von
Einsparung & Mehrkosten
• Profit / eingesetztes Kapital = Rendite
2. November 2007
Kosten / Nutzenbetrachtung
Beispiel:
• 25.000 Patienten im Jahr, MRSA – Inzidenz 0,4%
• Mehrkosten/Fall: € 10.000.-, Kosten/Jahr = € 1.000.000.• Kosten PCR-Test: € 25.-, Kosten Isolation (für 4h): € 50.-,
Screening-relevante Fälle: 10% = € 187.500.• Reduktion der MRSA – Fälle: -50% (Literatur: bis 65%)
• Ergebnis:
– Das Screening macht sich nach 11,25 vermiedenen Infektionen
bezahlt!
– Im ganzen Jahr spart das Haus € 500.000.- ein, weil weniger MRSA
behandelt wird
– Das Haus macht einen Profit von: € 312.500.– Kapitalrendite: 167% Bank: 5% ☺
2. November 2007
Titel der Präsentation
;-)
Vielen Dank für• Ihre
Untertitel der Präsentation
• am XX.XX.2050
Aufmerksamkeit!
Dr. Wilke GmbH
• Dr. med. Michael
Wilke
http://www.inspiring-health.de
Dr. Wilke GmbH i.G.
Kontakt
Dr. med. Michael Wilke
Mobil +49 (0)172 868 4572
Tel +49 (0)89 18 90 83 76-1
[email protected]
Dr. Wilke GmbH
Wamslerstr. 4
81829 München
Tel +49 (0)89 18 90 83 76-0
Fax +49 (0)89 18 90 83 76-9
http://www.inspiring-health.de
2. November 2007
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