Dr. med. Christian Pessenlehner

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„Strecksehnenverletzungen der Finger“
Die Streckung der Finger und des Daumens entsteht aus dem komplexen Zusammenspiel von
insgesamt 18 Muskel-Sehnen-Einheiten. Unterschieden werden sogenannte intrinsische (Muskeln
der Hand) und extrinsische Muskeln (Muskeln des Unterarmes). Die Gleitamplitude beträgt am
Handrücken 3-5 Zentimeter, an den Fingern nur wenige Millimeter woraus bereits bei minimaler
Verlängerung erhebliche Streckbeeinträchtigungen resultieren.
Strecksehnenverletzungen sind häufige Verletzungen der Finger. Sie können sowohl durch stumpfe
als auch scharfe Gewalteinwirkung entstehen. Die Einteilung der Verletzungslokalisation erfolgt nach
den Zonen 1-8 nach Verdan. Die Behandlung richtet sich nach der Lokalisation und Art der
Verletzung. Im körpernahen Bereich ist eine Naht der Sehne bei Durchtrennung wie bei den
Beugesehnen durch Naht und Frühmobilisierung möglich. Im körperfernen Bereich bei subkutaner
Ruptur ist eine konservativ-statische Nachbehandlung die Regel. Knöcherne Verletzungen an den
Fingerendgelenken sind häufige Sportverletzungen. Die Behandlung richtet sich nach der
Verschiebung der Fragmente und erfolgt meist operativ. Während die Verletzungen körpernah häufig
ohne Beeinträchtigung der Funktion ausheilen, bleiben bei den Verletzungen am Finger häufig
Bewegungsstörungen erhalten. Eine frühe korrekte Einschätzung und Behandlung von manchmal
unbedeutend wirkenden Verletzungen ist essentiell für eine zeitnahe Behandlung um somit
erhebliche Störungen der Handfunktion zu vermeiden.
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