chronische Wunde

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Zeitgemäße Versorgung
chronischer Wunden
Produkte, Indikationen, Anwendung
und
Besonderheiten in der ambulanten Versorgung
Begriffsbestimmung
„chronische Wunde“
Von chronischen Wunden spricht man immer
dann, wenn eine Wunde bei:
1. kausaler Therapie,
2. sachgerechter lokaler Therapie und
3. über einen Zeitraum von 8 Wochen
keine Heilungstendenz zeigt.
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Konzept der zeitgemäßen
Wundversorgung
• Erkennen und Behandeln der Ursachen
– adäquate Druckentlastung beim Dekubitus
– Kompression, Entstauung bei venöser Insuffizienz
u. Lymphödem
– Blutzuckereinstellung
–…
• Optimierung von Lebensgewohnheiten
– Ernährung, pers. Hygiene, Hautpflege, Kleidung
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Konzept der zeitgemäßen
Wundversorgung
• Alternative Therapieansätze prüfen
– Biochirurgie (Madentherapie)
– Vakuumtherapie (V.A.C.)
– Plastische Chirurgie
• Zeitgemäße Lokaltherapie
–
–
–
–
Beachtung ökonomischer Kriterien
feuchtwarme Okklusion
zügige und weniger häufige Verbandwechsel
indikationsgerechter Einsatz lokaltherapeutischer
Substanzen
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Konzept der zeitgemäßen
Wundversorgung
• Die Verbandstoffauswahl berücksichtigt
–
–
–
–
Wundheilungsphase
Wundstatus
Wundumgebung
Unverträglichkeiten u. Allergien
das Austrocknen der Wunden mit textilen Verbandmaterialien,
die andauernde und polypragmatische Behandlung mit
Lokaltherapeutika, der häufige Verbandwechsel und der
Irrglauben, die „atmende“ Wunde würde schneller heilen gelten in
der modernen Wundversorgung als obsolet.
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Ablauf der Wundheilung
Trauma
Entzündung
Exsudationsphase
Granulationsphase
Einteilung nach der Entstehungsursache
z.B. exogen (Einwirkung äußerer
Einflüsse), vasculär, neurogen,
mikrobiell, neoplastisch, …
Entzündung (inflammatorische Phase)
als typische Körperreaktion mit den
Symptomen
Hitze, Schwellung, Rötung, Schmerz
Epithelisierungsphase
Der Begriff „Entzündung“ meint nicht eine durch
Mikroorganismen hervorgerufene Infektion.
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Ablauf der Wundheilung
Infektabwehr / Wundreinigung
Trauma
Entzündung
Leukozyten gelangen in das Wundgebiet. Durch
Phagozytose und Freisetzung von Proteinasen
(eiwießspaltende Enzyme) beseitigen sie körperfremde
Materialien, Keime sowie avitale Bestandteile der
Zellmatrix.
Exsudationsphase
Granulationsphase
Epithelisierungsphase
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Ablauf der Wundheilung
Gewebeneubildung
Trauma
Entzündung
Exsudationsphase
Neubildung von Gefäßen, Fibroblasten initiieren die
Defektauffüllung durch Granulationsgewebe u. bilden
Kollagen als Grundsubstanz der extrazellulären Matrix
u. zur Stabilisierung des Gewebes. Hämatome,
nekrotisches Gewebe, Fremdkörper u. Bakterien
behindern die Einwanderung von Fibroblasten.
Granulationsphase
Epithelisierungsphase
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Ablauf der Wundheilung
Hautdeckung
Trauma
Entzündung
Vom Wundrand aus schiebt sich ein Hautepithelschicht über die Wunde. Die Wunde verschließt sich,
die Epithelschicht differenziert zu kollagenösem
Bindegewebe aus und erlangt nach Wochen bis
Monaten mechanische Stabilität und Reißfestigkeit.
Exsudationsphase
Granulationsphase
Epithelisierungsphase
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Wundgraduierung n. Daniel
Grad 1 - Intraepidermale Läsion
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Grad 2 - dermale Läsion
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Wundgraduierung n. Daniel
Grad 3 - subkutane Läsion
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Grad 4 - muskuläre Läsion
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Wundgraduierung n. Daniel
Grad 5 – Läsion bis zu ossären Strukturen
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Wundstadien n. Seiler
Stadium – A
Wunde sauber, Granulationsgewebe,
keine Nekrosen
Stadium – B
Wunde schmierig belegt,
Restnekrosen, keine Infiltration des
umliegenden Gewebes
Stadium – C
Wunde wie B, mit Infiltration des
umliegenden Gewebes und / oder
Allgemeininfektion
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Wundbeschreibung
• Wundheilungsphase
– Exsudationsphase
– Granulationsphase
– Epithelisierungsphase
• Wundgraduierung (Tiefenausdehnung der Wunde)
angelehnt an die Dekubitusgraduierung n. Daniel
•
•
•
•
Grad 1 – 5
Stadieneinteilung n. Seiler
Stadium A, B, C
Wundgröße (präzise Angaben zu Länge, Breite, Tiefe)
Wundränder / Wundumgebung
Exsudation (Art und Menge)
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Schritte der Wundversorgung
Behandlung der
Ursache
Wundverschluss
Behandlung
Wundumgebung
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Wundreinigung
Wundspülung
Wundantiseptik
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Wundreinigung,
Entfernung von avitalem Gewebe
• Chir. Debridement
• Enzymatische Wundreinigung
– Iruxol® N, Varidase® N
• Autolytische Wundreinigung
– okkludierende Verbände
– bei trockenen Wunden in Verbindung mit
Hydrogelen z.B. Suprasorb® G, …
– Prontosan® Wundgel, Repithel®
– bei Verbandwechsel mech. Wundreinigung bzw. Entfernung
aufgequollener und loser Gewebereste
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Wundspülung
Ziel der Wundspülung ist es Sekret sowie lose
Gewebe- u. Zelltrümmer (Detritus) aus der Wunde
herauszuwaschen sowie Biofilm zu reduzieren.
Biofilm ist definiert als
„Bakterienzellen, die an einem Substrat (Oberfläche,
Grenzschicht) anhaften u. vollst. in eine von den Organismen
selbst produzierte polymere, organische Masse eingebettet sind“ .
Biofilm als spezifische bakterielle Organisationsform
bietet einen besonderen Schutz vor der Wirkung
reinigender, antiseptischer oder antibakterieller
Substanzen.
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Wundspülung
Anforderung an die Wundspüllösung:
physiologisch, steril, nicht resorbierbar, farblos,
nicht reizend od. schmerzerzeugend.
In jedem Fall geeignet sind
• Isotone Kochsalzlösung 0,9%
• Ringerlösung
• Wirkstoffhaltige Lösungen
– Octenisept
– Prontosan® WW-Lösung, LavanidLavanid-Lösung
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Wundspülung
• Leitungswasser
– fehlender Nachweis der mikrobiellen Qualität
– fehlende Sterilfilter (0,2 µm)
– fehlende Praktikabilität im häuslichen Umfeld
In jedem Fall sollte nach der Anwendung von
Leitungswasser in Form einer Dusche eine
anschließende Spülung mit einer antiseptischen
Lösung erfolgen.
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Wundspülung
Als völlig ungeeignet gelten:
• Aqua dest (aggressiv)
• Wasserstoffsuperoxyd (aggressiv)
• Ethanol (Schmerz)
• Glucoselösung (Resorbtion)
• Ethacridinlactatlösung (Verfärbung)
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Durchführung der Wundspülung
• Die Spüllösung wird mittels einer durchtränkten
Kompresse (vorzugsweise Vliesstoff) durch Auflegen
bzw. Austamponieren in Kontakt mit der Wundfläche
gebracht.
• Durch Kapillarwirkung werden Sekret und
Zelltrümmer in die Kompresse aufgenommen.
• Beim Wechsel der Kompressen erfolgt eine behutsame
Reinigung durch wischen u. ggf. die mech. Entfernung
loser Gewebsfragmente.
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Wundantiseptik
Grundsätze der Wundantiseptik
• Mikrobielle Kontamination bzw. Kolonisation
chronischer Wunden ist der Regelfall.
Keine Therapie von Gelegenheitskeimen.
• Anwendung lokaler Wundantiseptika nur nach
sorgfältiger Indikationsstellung.
• Antiseptische Behandlung bei
– mikrobiell verunreinigten traumatischen Wunden
– infizierten Wunden
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Wundantiseptik
Behandlungsgrundsätze bei Wundinfektionen
• Lokal begrenzte Infektionen werden mit Antiseptika
behandelt.
• Wundinfektionen mit beginnender Allgemeininfektion
sowie manifester systemischer Infektion (Sepsis)
werden systemisch u. ggf. in Kombination mit
Antiseptika behandelt.
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Wundantiseptik
Anforderungen an Wundantiseptika:
• farblos
• keine Resistenzentwicklung
• keine Hautreaktionen u. Kontaktallergien
• geringe oder fehlende Wundheilungshemmung
• keine Lücken im Spektrum
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Relevante Wundantiseptika
• Polyhexanid (Prontosan®, Lavasept®)
–
–
–
–
–
wirkt nicht viruzid, sporozid
Daueranwendung auch unter okklusiven Verbänden
äußerst hohe Gewebeverträglichkeit
nicht auf hyalinem Knorpel u. im Bereich des ZNS
nicht in Kombination mit PVPPVP-Jod u. wundreinigenden Seifen, Salben,
Ölen, Enzymen
• Octenidinhydrochlorid (Octenisept®)
– wirkt nicht sporozid, eingeschränkt viruzid
– zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung
– nicht zur Spülung der Bauchhöhle, Harnblase u. am Trommelfell
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Relevante Wundantiseptika
• Polyvidon
Polyvidon--Jod (Betaisodona®, Braunol®)
–
–
–
–
–
breites Wirkungsspektrum
zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung
hohe Gewebeverträglichkeit
inaktivierung gewebezerstörender Enzyme
nicht bei Hyperthyreose, vor u. nach Radiojodtherapie
• Silber (Aquacel® AG, Urgotüll® -S AG, …)
– In der Regel Wundauflagen wie Gazen, Alginate, PUPU-Schäume, die Silber
in form gelöster Salze oder winziger Kristalle in die Wunde abgeben.
– Derzeit finden sich in der Literatur allgemeingültige Aussage,
neutrale Vergleichsstudien und klare Indikationen fehlen.
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Obsolete Wundantiseptika
• Lokalantibiotika (Gentamycin, Neomycin, …)
–
–
–
–
zu schmales Wirkungsspektrum
Risiko der Entwicklung von Resistenzen
hohes Allergiepotential
ungenügende Konzentration am Wirkort
• Alte Wundantiseptika
Kaliumpermanganat, Rivanol, Mercurocrome, Silbersulfadiazin, H2O2
– Auslösen von Wundheilungsstörungen
– hohes Allergiepotential
– unzureichende Wirkung
– Zytotoxisch
– Verfärbung von Wunde u. Wäsche
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Behandlung der Wundumgebung
Die Behandlung der Wundränder u. der weiteren
Wundumgebung sind Bestandteil einer
zeitgemäßen Versorgung.
• Schutz der Wundränder vor
– Mazeration
– Irritationen durch Sekret oder Lokaltherapeutika
• Schutz der weiteren Wundumgebung vor
– Riss, - Defektbildung
– Infektionen
– Allergien
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Behandlung der Wundumgebung
• Wundrandschutz
– Zinksalbe - weiche KonsistenzKonsistenz- z.B. dd-Line ZinkCream P, ZinkCream N
– 3M Cavilon®
– Hydrofasern z.B. Aquacel®
bei stark sezernierenden Wunden unter okkludierenden Verbänden
• Pflege der weiteren Wundumgebung
– Waschung mit pHpH-Neutralen od. seifenfreien Lotionen
– bei meist trockener Haut eincremen mit mäßig bis sehr fetten Cremen (W/O(W/O-Produkte)
d-Line NutrientCream, Linola Fett N
d-Line LipoLotion, Bepanthen Creme
d-Line HydroLotion, Menalind Körperlotion
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sehr fett
fett
weniger fett
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Therapieoptionen
Nekrose
Grad: >3
Exsudation: keine
Infektion: keine
Ränder: o.B., Nekrose gedeckt
a)
b)
c)
Keine spezifische Therapie (trockener Verband) - Beobachten
Chir. Debridement
Autolytische Nekroselösung
Oberfläche anrizen, Hydrogel, okklusiver Sekundärverband aus
Kompresse u. PUPU-Folie.
Infektionszeichen Hydrogel  Repithel® od. Prontosan®
Wundgel.
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Therapieoptionen
Nekrose
Grad: 4/B
Exsudation: gering bis mäßig
Infektion: keine
Ränder: teilweise mazeriert
a)
b)
Autolytisch-mechanische Nekroselösung, Spülung mit
AutolytischProntosanW, Alginat + ProntosanW, Wundrandschutz mit
Cavilon, Kompressen u. PUPU-Folie
Spülung mit ProntosanW, Alginat od. Prontosan Wundgel,
Hydrokolloidverband.
Druckentlastung durch Vorfußentlastungsschuh, Rollstuhlverordnung
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Therapieoptionen
Nekrose/Fibrinbelag
Grad: 4/C
Exsudation: mäßig
Infektion: ja
Ränder: gerötet / trocken
a)
b)
c)
Autolytisch-mechanische Nekroselösung, Spülung mit Ringer
AutolytischRinger-Lösung, Repithel®, PUPU-Schaum ohne Kleberand, mit
Mullbinde fixiert.
Spülung mit ProntosanW, Prontosan Gel alternativ Alginat mit
Prontosan getränkt, Kompressen u. PUPU-Folie.
Spülung mit ProntosanW, Silvercell (Alginat mit gebunden
Silberionen), Kompresssen u. PUPU-Folie.
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Therapieoptionen
Fibrinbelag
Grad: 3/B
Exsudation: mäßig bis stark
Infektion: keine
Ränder: rot, gereizt
a)
Spülung und mech. Reinigung mit ProntosanW, Alginat,
Wundrandschutz mit Cavilon, Hydrokolloidverband.
b)
Wie a) Wundverschluss mit PUPU-Schaumverband, hierunter
Wundrandschutz mit ZinkZink-Salbe möglich.
c)
Bei starker Sekretion wie a), anstelle von Alginat – Hydrofaser
(Aquacel®) jedoch über die Wundränder hinaus legen.
Wegen CVI u. Lymphödemen konsequente Kompressionstherapie mit kurzzugelastischen Binden
(RosidalK). Im weiteren Verlauf BZBZ-Einstellung (Insulin) u. Optimierung der Ernährung +
Vitamin C + Zink
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Therapieoptionen
Fibrinbelag/Granulation
Grad: 3/B
Exsudation: gering
Infektion: nein
Ränder: o.B.
a)
b)
Wundspülung u. Reinigung mit ProntosanW, Alginat +
Prontosan W, Hydrokolloidverband dünn
Bei zurückgehender Exsudation Wie a)
Alginat + ProntosanW  Hydrogel
Bei CVI u. rez. Ulcus cruris Kompressionstherapie mit Mittelzugbinden.
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Therapieoptionen
Granulation/Epithelisierung
Grad: 2/A
Exsudation: trocken
Infektion: nein
Ränder: Hyperkeratose
a)
Reinigung u. Spülung mit ProntosanW, Hydrogel,
Kompressen, PUPU-Folie
Durch Hydrogel u. okkludierenden Verband hervorgerufene
Mazeration der Wundränder zur mechanischen Entfernung
der Hyperkeratosen genutzt.
Lymphödemen Grad III, konsequente Kompressionstherapie mit kurzzugelastischen Binden
Rosidal sys). Optimierung der Körperhygiene, Hautpflege mit dd-line NutrientCreamP
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Therapieoptionen
Epidermisschädigung
Grad: 2
Exsudation: trocken
Infektion: beg. Erysipel ??
Ränder: gerötet
a)
Mechanische Reinigung u. Spülung mit NaCL 0,9%, PVPPVP-JodJodSalbe, Kompressen, PUPU-Folie
Lymphödemen Grad III, konsequente Kompressionstherapie mit kurzzugelastischen Binden
Rosidal sys). Optimierung der Körperhygiene, Hautpflege mit dd-line NutrientCreamP
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Therapieoptionen
Epithelisierung
Grad: 2/A
Exsudation: gering
Infektion: nein
Ränder: o.B.
a)
b)
c)
Wundspülung u. Reinigung mit ProntosanW,
Hydrokolloidverband dünn
Wie a) Hydrokolloidverband  PU
PU--Folienverband, HydrogelHydrogelPlatten
Bei zurückgehender Exsudation Wie a) ggf. Hydrogel
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Therapieoptionen
Exsudation
Grad: 5/C
Exsudation: stark
Infektion: ja
Ränder: exzematös, mazeriert
a)
V.A.C.-Therapie (Granufoam
V.A.C.(Granufoam--Schwamm), Spülung mit ProntosanW,
mechanische Reinigung mit abtragen loser Gewebefragmente.
Wundrandschutz mit Cavilon + HydrokolloidverbandHydrokolloidverband-dünn.
Druckentlastung durch Wechseldruckmatratze + manueller Lagerung. Ausreichende Analgesierung
vor Verbandwechsel. Wenn möglich Optimierung der Ernährung mit Eiweißkonzentrat.
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Unsere Versorgungslogistik
Verbandstoffe
ProdukteVerbandstoffe
für die ent./parent. Ernährung, Inkontinenz,
Tracheostoma- u. Wundversorgung
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Rezept
Freie Mitarbeiter der
Apotheke
Fresenius Kabi
Deutschland GmbH
apothekenpflichtige Präparate
Apotheke / Sanitätshaus
HomeCare Versorgung
Selbstversorgung Patient / Angehörige
für die Region Holzminden / Höxter
Lager
Verbandstoffe
Notlager
ent. Ernährung
Medak Medizintechnik
Bovenden
Beratung Patient/Arzt/Pflegeeinrichtung,
Patient
Rezeptmanagement, Bestellung, Lieferung
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Fresenius Kabi
Deutschland GmbH
Patient
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Vorteile unserer Versorgungslogistik
• schnellst mögliche Versorgung auch außerhalb
normaler Geschäftszeiten.
• minimaler Aufwand für Patient u. Angehörige.
• Auswahl der Bestandsprodukte nach QualitätsQualitäts- u.
Kostengesichtspunkten.
• kostengünstige Versorgung, da Abrechnung mit GKV
zu Großhandelspreisen oder spez. Rahmenverträgen
mit einzelnen Krankenkassen erfolgt.
• Kostentransparenz für Arztpraxis.
Patientenbezogene Kostenaufstellung ist auf Wunsch
möglich.
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