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blaupause*
Das junge Magazin der mhplus: blaupause* 1_2016
Wahrheit: Wie unser Gedächtnis und das Lernen funktioniert.
Täuschung: Was unser Gehirn sieht und nicht sieht.
Diebstahl: Warum Albert Einsteins Gehirn gestohlen wurde.
+
riesen
Poster
Alles über
oben.
Das Magazin über
Gehirn und Denken.
Die oberen
G
ehirngeschichte
Unser Gehirn ist ein unglaublich
komplexes System. Es hat sich
ja auch über 500 Millionen Jahre
entwickelt. Bei den ersten Lebewesen
war es noch viel kleiner. Es bestand nur
aus dem Stamm- und dem Kleinhirn.
Das Kleinhirn kümmert sich um den
Bewegungsapparat und das Gleichgewicht,
das Stammhirn regelt alle lebenswichtigen
Bereiche wie die Atmung, die Regulation
des Herzschlages, der Nahrungsaufnahme
und die Darmtätigkeit. Bei den ersten
Wirbeltieren wie den Reptilien machte
dieser Bereich fast das gesamte Gehirn
aus. Deshalb nennt man das Stammhirn
auch „Reptiliengehirn“.
I
st unser Gehirn trainierbar?
Unser Gehirn ist genügsam. Wird es mit ausreichend Sauerstoff und Zucker versorgt, funktioniert
es 80 Jahre oder noch länger. Wird es nicht von
Krankheiten geplagt oder von Drogen vergiftet, bleibt
seine Leistungsfähigkeit fast unverändert erhalten.
Doch nutzen wir es oft nicht ausreichend und zu viel
Ruhe macht es träge. Für unsere Nervenzellen trifft
beim Training also dasselbe zu wie für die Muskeln:
Nicht die kurzfristige Höchstleistung erhält die
Gesundheit bis ins Alter, sondern ausdauernde und
regelmäßige Betätigung. Wir gehen Joggen für Herz und
Kreislauf und lesen ein Sachbuch fürs Gehirn. Geistiger
Input verschiedener Art ist hilfreich. Die Zeit für
Hirnjogging am Computer können wir uns damit sparen.
D
H
ormone und Gefühle
Während der evolutionsbiologischen Entwicklung
zu Säugetieren und später zu Primaten kamen
das Zwischen- und das Großhirn dazu. Das
Zwischenhirn setzt sich aus dem Thalamus und dem
Hypothalamus zusammen. Das erste ist eine wichtige
Schaltzentrale für die Informationsverarbeitung, das
zweite regelt die Hormonausschüttung und die Balance
der Körperfunktionen wie Schmerz- oder Temperaturempfinden. Beim Menschen, einer hochspezialisierten Unterart
der Primaten, und einigen höheren Säugetieren verarbeitet
das Zwischenhirn auch Gefühle wie Freude oder Trauer.
S
prache und Logik
Das Großhirn ist der jüngste Teil unseres
Gehirns und besteht aus zwei großen Hälften,
die über den Balken mit dem Zwischenhirn
verbunden sind. In der rechten Hälfte sitzen die Kreativität und der Orientierungssinn, in der linken Sprache und
Logik. Das Gehirn der Menschen besitzt zusätzlich noch
ein Stirnhirn. Hier sitzen unsere Persönlichkeit und unser
Sozialverhalten, hier bewerten wir unsere emotionalen
Erinnerungen, was zu rationalen Entscheidungen führt. In
der Großhirnrinde werden unsere Erinnerungen gespeichert, sie wurde früher „Organ der Seele“ genannt.
rei Gehirne übereinander
Richtig kompliziert macht, dass sich in unserem
Kopf diese drei unterschiedlichen Systeme
sozusagen übereinander stapeln. Im menschlichen
Gehirn regiert also kein König, sondern ein Parlament,
dessen Vertreter unterschiedliche Interessen verfolgen. Das
führt zum Beispiel dazu, dass wir dank unseres Großhirns
zwar bedachte Entscheidungen treffen könnten, diese
aber aufgrund der emotionalen Kraft des vorgeschalteten
Zwischenhirns nicht immer umsetzen. Grob gesagt: Das
Stammhirn kümmert sich um den Instinkt, das Zwischenhirn
um die Emotion und das Großhirn um die Rationalität.
S
chlafen und Angst
Die Zirbeldrüse ist nach der
Zapfenform der Zirbelkiefer
benannt. Nachts wird hier
das Hormon Melatonin produziert. Es
steuert unseren Schlafrhythmus. Ein
zu niedriger Melatoninspiegel führt
zu Schlafstörungen, ein zu hoher zu
Müdigkeit und Winterdepression (weil
zu wenig Sonnenlicht). Melatonin wird
als Mittel gegen Jetlag eingesetzt.
Die Amygdala wird auch Mandelkern
genannt. Sie ist das Zentrum unserer
Angst und spielt eine wichtige Rolle bei
der Bewertung und Wiedererkennung
von Gefahren. Zudem ist sie vermutlich
am Sexualtreib beteiligt, da sie lustbetonte Empfindungen wahrnimmt.
HÄlften
Die
dominante
Hand
Wir Menschen sind Einhänder. Die
wichtigsten Aufgaben erledigen wir mit
einer „dominanten“ Hand. 80 bis 85
Prozent aller Deutschen verwenden dafür
die rechte Hand, zum Schreiben etwa. Und
sind deshalb Rechtshänder. Das funktioniert kulturübergreifend. Weltweit gibt es
deutlich mehr Rechts- als Linkshänder.
Selbst die Neandertaler bevorzugten
schon ihre rechte als Funktionshand.
Unsere starke Hand hat also nichts mit
unserer geografischen Herkunft zu tun,
sondern basiert auf einer vererbbaren
Genmutation. Die dominante Hand kann
schneller, exakter und stärker handeln.
Jede Hirnhälfte ist über Hauptnervenstränge mit der jeweils gegenseitigen
Körperhälfte verbunden und steuert diese.
Bei Linkshändern kann also oft von einer
führenden Rolle der rechten Hirnhälfte
ausgegangen werden, in der Kreativität
und Orientierungssinn zu Hause sind. Man
vermutet, dass Linkshänder durch ihre
abweichende Wahrnehmung anders an
Dinge herangehen, was von der rechtshändischen Mehrheit als kreativ wahrgenommen wird. Wurden Linkshänder
früher umgeschult, werden mittlerweile
Gebrauchsgegenstände wie Federhalter,
Scheren oder Reißverschlüsse auf ihre
Bedürfnisse angepasst.
Können wir uns schlauer essen?
Ganz so einfach ist es leider nicht. Aber es gibt verschiedene Lebensmittel,
die die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns unterstützen.
Was?
Was genau?
Warum?
Flüssigkeit
Wasser, ungesüßte
Tees, besonders grüner
Tee
regt die Gehirnaktivität an
Kohlenhydrate
Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln
Produktion von Serotonin
zur Stimmungsaufhellung
und Stressvorbeuge
Omega-3-Fettsäuren
Fette Fischsorten, z.B.
Lachs oder Tunfisch
Kommunikation zwischen
Gehirnzellen, verbesserte
Erinnerungsfähigkeit,
erleichterte Aufnahme
von Lerninhalten
Walnüsse
Cashew- und Paranüsse
lindern Nervosität
wirken stresshemmend
gesättigte Fettsäuren
Eier, Butter, Sahne oder
Milch
steigern Erinnerungsvermögen
Vitamine
Orangen, Kiwis, Wassermelonen, Kirschen, besonders aber Avocados
fördern die Durchblutung
unseres Gehirns, schnellerer Zugriff auf gespeicherte Informationen
Eisen
Rind oder Wild, Gemüse wie Spinat, Möhren
oder Schwarzwurzel
regt die Sauerstoffversorgung an, Konzentrationssteigerung
Für Notfälle
Banane
stärkt die Nerven,
schnelle Produktion von
Serotonin: sorgt für gute
Laune, Gelassenheit, innere Ruhe und Zufriedenheit
Das Gehirn
Das Gehirn ist eine weiche Masse, das an der
Oberfläche reliefartige Windungen aufweist. Es liegt im
Schädel und bildet mit dem Rückenmark das zentrale
Nervensystem des Menschen.
Das Volumen eines menschlichen Gehirns liegt bei
einem Mann bei durchschnittlich etwa 1,27 Litern, bei
einer Frau bei etwa 1,13 Litern.
Das Gehirn besitzt rund 100 Milliarden Nervenzellen
und wiegt ungefähr zwei Kilo.
Knapp sechs Millionen Kilometer lang sind die Nervenbahnen im Kopf eines erwachsenen Menschen, das
entspricht dem 145-fachen Erdumfang.
Das Gehirn ist Zentrum für Assoziationen, Instinkte,
Gedächtnis, das Lernen und Sitz des Bewusstseins.
Großhirn
Zwischenhirn
Mittelhirn
Kleinhirn
Rückenmark
Was ist
Denken?
Buddha sagte: „Wir sind das, was wir denken. Alles
was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit
unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.“
Jeder denkt
anders
Umgangssprachlich ist „Denken“ ein sehr
umfangreicher und ungenauer Begriff. Er
umfasst alle intellektuellen, geistigen Tätigkeiten und wird meist mit „Verstand“ und
„Vernunft“ synonym verwendet. Er fasst
alle Vorgänge zusammen, die aus einer
inneren Beschäftigung mit Vorstellungen,
Erinnerungen und Begriffen eine Erkenntnis
zu formen versuchen. Denken bezeichnet
entweder einen einzelnen Gedankengang
(Denkweise) oder einen regelmäßig in
Reaktion auf eine Situation erfolgenden
Gedankengang (Denkmuster). Wie viel
oder auch wie frei wir denken, hängt von
unserer Veranlagung, unserer Erziehung
und unserem Bildungsgrad, von unseren
gesammelten Erfahrungen im Umgang mit
Anderen und der Art unserer sozialen Beziehungen ab.
Wo denken
wir?
Das Großhirn mit seiner Großhirnrinde
ist für die höheren psychischen Prozesse
wie Wahrnehmung, Gedächtnis, Lernen,
Denken und Sprache unentbehrlich. Doch
seit einiger Zeit vermuten Wissenschaftler,
dass das Gehirn nicht hierarchisch organisiert ist, sondern dass es eher einem
Netzwerk mit verteilten Knoten entspricht,
das nur in komplexer Zusammenarbeit
richtig funktioniert. Im Großhirn jedoch
entwickeln wir ein Modell von der Welt,
auch von uns selbst, und interpretieren
unseren ständigen Wahrnehmungsfluss.
Hier entwickeln wir Szenarien, Alternativen
und Pläne. Hier kommt auch die Sorge ins
Leben, die Angst vor der Zukunft.
Denkarten
diskursiv
logisch erörtern, urteilen,
arbeiten mit Begriffen
intuitiv
unmittelbare Erfassung
eines Gegenstandes, zum
Beispiel eine plötzlich
auftretende Problemlösung
reproduktiv
Verwendung bereits erworbener Kenntnisse
produktiv
Erarbeitung schöpferisch
neuer Ergebnisse
reflektierend
bringt den Zusammenhang
der Gedanken zum
Bewusstsein
Bewusstes und
unbewusstes
Denken
Es gibt zwei unterschiedliche Arten
des Denkens: einmal das unbewusste,
absichtslose, unwillkürliche und mühelose
Denken – wenn vor uns auf der Straße
ein Auto überraschend bremst und wir
reagieren, bevor uns die Gefahr überhaupt
richtig bewusst geworden ist. Und dann
das kontrollierte Denken, das bewusst,
absichtlich, freiwillig und aufwendig ist.
Anhand unserer Erfahrungen und deren
Bewertung können wir abwägen, was die
angemessene Reaktion auf eine vorliegende Situation ist.
Nichts denken
Wir denken immer. Selbst wenn wir an
„nichts“ denken wollen, denken wir schon
wieder, nämlich, dass wir nichts denken
wollen, und dann kommen innere Bilder
hervor oder wir denken sofort über Reize
aus unserer Umgebung nach.
Was die Klugen übers
Denken denken
»Ich denke, also bin ich.«
René Descartes (französischer Philosoph)
»Wir lieben die Menschen, die frisch heraus sagen,
was sie denken – vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir.«
Mark Twain (amerikanischer Schriftsteller)
»Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele.«
Platon (altgriechischer Philosoph)
»Gedanken ohne Inhalt sind leer,
Anschauungen ohne Begriffe sind blind.«
Immanuel Kant (deutscher Philosoph)
Merkfähig.
Wie unser Gedächtnis funktioniert und wir lernen.
Drei Gedächtnisse
Lernen über Gefühle
Das Gehirn wächst
Wäre es nicht toll, wenn wir uns alles
merken könnten, was wir sehen und
hören? Eher nicht. Denn dann wären
wir überfordert von zu viel Information.
Wir wären nicht mehr handlungsfähig.
Also entscheidet unser Gehirn und
speichert nur das für uns Wichtige ab.
Unser Gehirn hat einen mehrstufigen
Speichermechanismus entwickelt:
Bei Lerninhalten, die Emotionen
ansprechen, werden sehr viele Hirnbereiche einbezogen. Eine Geschichte
etwa, die unser Herz berührt, brauchen
wir nur einmal zu lesen und schon
haben wir sie uns gemerkt. Einen
historischen Zeitstrahl dagegen, der
keine Gefühle bei uns auslöst, müssen
wir sehr oft wiederholen, wenn wir in
Geschichte bestehen wollen.
Unser Gehirn ist flexibel. Ständig
laufen Umbauprozesse ab, Nervenzellen wachsen, bilden neue Verzweigungen, sodass nach einem intensiven
Lernprozess die Großhirnrinde dicker
wird. Diese dauerhaften Veränderungen benötigen sehr viel Zeit und
dauern viele Stunden, sogar Tage. Das
eigentliche Einspeichern beginnt also
erst, wenn wir selbst aufgehört haben,
uns mit den Lerninhalten bewusst zu
befassen.
Sehr kurz: Informationen gelangen
über unsere Sinnesorgane zuerst
in das sensorische Register, auch
Ultrakurzzeitgedächtnis genannt.
Dort verbleiben sie nur ein paar
Zehntelsekunden, bis das Gehirn
entschieden hat, ob sie weitergeleitet
werden. Es ist ein für uns unterbewusster Vorgang, der im Alltag ganz
praktisch ist. Die Fähigkeit, in einem
Gespräch etwas zuvor Gesagtes zu
wiederholen, obwohl wir gerade nicht
hingehört haben, ist ein Beispiel für
die Funktionsweise dieses sehr kurzen
Speichers.
Kurz: Bewusst werden wir uns der
Informationsaufnahme erst im
Kurzzeitgedächtnis, auch Arbeitsspeicher genannt. Hier merken wir
uns neuen Inhalt nahezu unverändert
mit allen wichtigen und unwichtigen
Details. Wie ein Foto, also vor allem
visuell. Allerdings nur ungefähr eine
Minute lang und für ungefähr sieben
Sinneinheiten (Wie heißen die neuen
Bundesländer?). Dann müssen wir
entscheiden, was wir uns länger
merken, also auch verstehen wollen.
Lang bis sehr lang: Im Langzeitgedächtnis bleibt nicht alles erhalten. Wir
merken uns Informationen manchmal
nur ein paar Minuten, andere unser
ganzes Leben. Üben fördert, zum
Beispiel durch das Abrufen und
Überdenken von Information. Letztlich
entscheidet die Nützlichkeit des neuen
Wissens über seine Speichertiefe.
Wenn die Information eine große emotionale Bedeutung für uns hat, werden
wir sie uns länger merken. Auch, wenn
wir sie mit vielen anderen gespeicherten Inhalten verknüpfen können.
Im Schlaf lernen
Am besten speichern wir Informationen im Langzeitgedächtnis, wenn
wir nach dem Lernen nichts tun oder
eben ins Bett gehen. Wenn wir uns
also die schwierigsten Aufgaben für
zuletzt aufheben, ist die Chance am
größten, dass wir sie am nächsten
Morgen in der Klausur noch abrufen
können.
Das Vergessen
Vergessen scheint kein Kapazitätsproblem unseres Langzeitgedächtnisses, sondern ein Schutz vor zu
viel Wissen zu sein. Vergessen findet
vermutlich weniger durch Informationsverlust statt, so wie in den anderen,
kurzzeitigen Gedächtnisformen,
sondern durch löschenden oder
verfälschenden Einfluss von anderen
Inhalten, die unser Wissen sozusagen
aktualisieren. Demenz heißt die psychiatrische Erkrankung, bei der vor allem
das Kurzzeitgedächtnis versagt, ferner
das Denkvermögen, die Sprache und
die Motorik. Die häufigste Form einer
Demenz ist die Alzheimer-Demenz,
die häufig bei Personen über dem 65.
Lebensjahr auftritt.
Sechs Lern-Tipps
1. Unterstreichen und farbig
markieren: hilft, das Wichtigste im
Text schnell zu erkennen
2. Zusammenfassen: ein paar Worte
oder Stichpunkte nach jedem
Absatz helfen, den Zusammenhang
zu verstehen
3. Beschreiben: probiere aus, ob du
anderen in einem Satz erklären
kannst, worum es geht
4. Zeichnen: Optisches hilft beim
Einprägen
5.Über den Text sprechen: es hilft dir
beim Merken, wenn du es anderen
erklärst
6.Lernen mit Karteikarten: schreib
Vokabeln oder Regeln jeweils auf
eine Karteikarte, die du immer
wieder mischen kannst – zum
Abfragen oder auch allein Lernen
Gehirnjogging
Kannst du das lesen?
Das
Penrose-Dreieck
D1353 M17731LUNG
D13N7 4L5 B3W315
D4FU3R, W45 FU3R
3R574UNL1CH3 D1NG3
UN53R V3R57AND
L31573N K4NN!
B331NDRUCK3ND!
4M 4NFANG W4R‘S
SCH0N SCHW3R, 4B3R
J3727, 1N D1353R
Z31L3 L1357 35 D31N
G3H1RN 4U70M4715CH
0HN3 D4RU3B3R N4CHZUD3NK3N,
531 570LZ D4R4UF!
Veralbert!
Wusstest du, dass das das Gehirn
überflüssige Sachen ausblendet?
Wie zum Beispiel das zweite das
im ersten Satz.
Vier Mal knobeln
1. Peters Mutter hat drei Söhne: Tick, Trick und .... ? Antwort: ...............
2. Was ist klein, grün und dreieckig? Antwort: ...............
3. Was steht hinter der Freiheitsstatue? Antwort: ...............
Immer schön langsam.
Steht. Hinter. Jedem. Wort. Ein.
Punkt. Dann. Macht. Das. Gehirn.
Automatisch. Pausen. Nach. Jedem.
Einzelnen. Wort.
Die
T e u f el s ga b el
4. Du bist Kapitän eines Schiffes. Das Schiff ist 130 Meter lang, 20
Meter breit und bietet Platz für 1200 Passagiere und 270 Autos.
Es fährt mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten auf der Nordsee.
Wie alt ist der Kapitän? Antwort: ...............
Kannst du das lesen II?
Afugrnud enier Sduite an enier Elingshcen Unvirestiät ist es eagl, in
wlehcer rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg
wcihitge dbaei ist, dsas der estre und lzete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz
snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und du kasnnt es torztedm
onhe Porbelme lseen. Das ghet dseahlb, wiel wir nchit Bcuhtsbae für
Bcuhtsbae enizlen lseen, snodren Wröetr als Gnaezs.
Der Bauer am Fluss
Ein Bauer steht am Fluss.
Der hat keine Brücke. Er will
mit seinem Ruderboot einen
Wolf, eine Ziege und einen
Kohlkopf rüberbringen. Er
kann aber pro Fahrt nur eine
Sache mitnehmen. UND: Bei
Abwesenheit des Bauern kann
der Wolf die Ziege fressen und
die Ziege den Kohlkopf. Wie
bringt der Bauer alles sicher auf
die andere Seite?
Was ist das?
Dieses Rätsel wurde an Kindergärten und Universitäten gestellt.
85 Prozent der Kindergartenkinder
wussten die Antwort sofort. Von den
Studenten 17 Prozent.
} Was ist größer als Gott?
} Was ist bösartiger als der Teufel?
} Die Armen haben es!
} Die Glücklichen brauchen es!
} Und wenn man es isst, stirbt man!
Verrückt!
Siehst du,
was alle
sehen?
1 Sieh 30-45 Sekunden auf die
vier kleinen Punkte im Bild!
2 Sieh nun langsam auf eine Wand,
die einfarbig ist, zum Beispiel
weiss!
3 Es bildet sich ein heller Fleck
(lange genug hinsehen!).
4 Ein paar mal blinzeln und du
siehst etwas. Was siehst du?
Schau auf die Wörter, aber lies nicht. Sage nun die Farbe der Worte laut!
Die rechte Gehirnhälfte versucht das Wort zu sagen, aber die linke Gehirnhälfte stört
durch das Lesen des Wortes.
Schweres Rätsel
Wer sitzt im Dschungel und schummelt?
Vier Mal Knobeln: 1. Peter. 2.
Ein kleines, grünes Dreieck. 3.
Ein Fragezeichen. 4. So alt wie du.
Siehst du, was alle sehen: Jesus.
Was ist das: Nichts. Nichts ist
größer als Gott. Nichts ist bösartiger
als der Teufel. Die Armen haben
nichts. Die Glücklichen brauchen
nichts. Und wenn man nichts isst,
stirbt man. Der Bauer am Fluss:
Zuerst bringt der Bauer die Ziege
rüber. Dann den Wolf, nimmt aber
die Ziege wieder mit zurück. Jetzt
fährt er mit dem Kohlkopf. Fährt
dann wieder zurück und holt die
Ziege. Schweres Rätsel: Mogli.
Gelb Blau Orange
S c h w a r z Ro t G r ü n
P u r p u r G e l b Ro t
Orange Grün Schwarz
B l a u Ro t P u r p u r
Grün Blau Orange
Auflösung:
Impressum: blaupause*, das Jugendmagazin der mhplus Betriebskrankenkasse, erscheint zur Förderung der Gesundheit von Jugendlichen im Rahmen der gesetzlichen Aufklärungspflicht
der BKK. Redaktion der mhplus: Doris Radau, E-Mail: doris.radau@mhplus.de, Fax: 07141 9790-246, Anschrift: Franckstr. 8, 71636 Ludwigsburg. Herausgeber: mhplus Betriebskrankenkasse,
redaktionelle Umsetzung: jungvornweg – Verlag für Kinder- und Jugendkommunikation, Loschwitzer Str. 13, 01309 Dresden, Robert Kaak, Jörg Flachowsky, Julia Karnahl, Juliane Hanka,
Lilli-Marie Kästner, Layout jungvornweg: Maik Wankmüller, Ronny Pietsch, Bildnachweise: Titelbild: Schneekind / photocase.de; Poster: TothGaborGyula / istockphoto.com; Sonstige:
Schneekind / photocase.de, IvanC7 / shutterstock.com, Leigh Prather / shutterstock.com, shopplaywood / shutterstock.com, Tobias R. – Metoc - Eigenes Werk, Viorika / istockphoto.com
idcde / istockphoto.com,
Dieses Poster ist auf FSC zertifiziertem
Papier gedruckt und trägt damit zu
nachhaltiger Forstwirtschaft bei.
G ehirn
k r ass!
G eh i r n he i z t
G l ü h b i r n e?
Mit dem täglichen Energieverbrauch
des menschlichen Gehirns könnte
man eine 20-Watt-Glühbirne zum
Leuchten bringen. Obwohl das
Gehirn nur zwei bis drei Prozent
des Körpergewichts ausmacht,
benötigt es zwanzig Prozent unserer
täglichen Energie.
A l b e r t E i ns te i ns
G eh i r n ges to hle n
Albert Einstein ist am 18. April
1955 im Alter von 76 Jahren
gestorben. Sein Gehirn wurde
entnommen, genaugenommen:
gestohlen. Denn der Pathologe
Thomas Harvey entnahm es
eigenmächtig und legte es in zwei
Einweggläser, um es anschließend
untersuchen zu lassen. Es gibt viele
Theorien, warum der berühmte
Physiker und Nobelpreisträger
so intelligent war. Einige haben
mit dem Bau seines Gehirns zu
tun: Die zwei Gehirnhälften waren
außergewöhnlich stark miteinander
verbunden, was ein gutes Zusammenspiel zwischen Emotionen und
Rationalem ermöglicht. Außerdem
hatte Einstein überdurchschnittlich
große Scheitellappen, die wichtig
für das räumliche Vorstellungsvermögen und das mathematische
Denken sind. Einsteins Gehirn war
besonders leicht. Eine „Beule“ im
rechten motorischen Cortex soll
vom frühen Geigenüben stammen.
Das G röSSte
Das größte und schwerste Gehirn
aller Lebewesen hat der Pottwal.
Es kann mehr als neun Kilogramm
schwer werden und hilft dem
Säugetier, sich unter Wasser zu
orientieren.
H i r n ko r alle
o h n e G eh i r n
Die Hirnkorallen bilden eine Familie
der Steinkorallen, die in tropischen Gewässern leben. Ihr Name
kommt daher, dass ihre Oberfläche
genauso wie die des Großhirns in
wulstigen Falten liegt. Ein Gehirn
hat die Hirnkoralle nicht.
G eh i r n - O P i m
Wac h zus ta n d
Am Gehirn empfinden wir keinen
Schmerz. Daher gibt es Gehirnoperationen, bei denen der Patient
wach ist. So kann er während der OP
befragt und das Risiko des Eingriffs
verringert werden. Dies wird etwa bei
der Entfernung von Tumoren in der
Nähe vom Sprachzentrum genutzt.
Zeh n Badewa n n e n
Bl u t
Jeden Tag fließen fast zehn volle
Badewannen Blut durch unser
Gehirn. Damit es arbeiten kann, wird
daraus der Sauerstoff gefiltert.
W i e v i el Spe i c he r­
kapa z i tät b esi t z t
das G eh i r n?
Diese Frage wird oft gestellt, aber
nie eindeutig beantwortet. Während
ein Computer nach dem Prinzip
„Null“ oder „Eins“ funktioniert,
arbeitet das Gehirn mit Intensitäten.
Also nicht nach dem Prinzip „gespeichert“ oder „nicht gespeichert“,
sondern „tief“ oder „lose“ gespeichert. Man nimmt an, dass die
Untergrenze der Speicherkapazität
des Gehirns etwa 1000 Gigabyte
sind. Heutige Notebooks oder PCs
haben etwa eine 100 bis 1000
Gigabyte große Festplatte. Auf einer
DVD sind knapp 5 Gigabyte.
G eh i r n wäsc he
Bei einer Gehirnwäsche wird
versucht, die Einstellung, Meinung
oder Urteilskraft eines Menschen
zu verändern. Durch psychische
Überbelastung wird das Nervensystem einer Person so überreizt,
dass sie weniger psychischen
Widersand leistet und ihre
Einstellung beeinflusst werden kann.
B r a i ns to r m i n g
Brainstorming ist eine Methode, ein
Problem zu lösen, indem möglichst
viele spontane Einfälle und Ideen
dazu gesammelt werden. Beim
Brainstorming in einer Gruppe kann
man sich gegenseitig neue Denkanstöße geben und so zu mehr Ergebnissen kommen.
D É jÀ -V u
Wir alle kennen dieses Gefühl,
dass wir eine neue Situation schon
einmal erlebt haben und alles
vertraut wirkt. Dieses Phänomen
nennt man Déjà-vu, das bedeutet
übersetzt „schon einmal gesehen“,
wobei diese Bezeichnung eigentlich
unkorrekt ist, denn auch blinde
Menschen können Déjà-vus haben.
B r a i n fo o d
Das perfekte Essen, um unsere
Konzentration zu verbessern, ist
Käse. Denn die darin enthaltenen
Aminosäuren machen die Informationsweitergabe leichter. Dass
Traubenzucker uns bei der Konzentration hilft, ist übrigens nicht ganz
richtig, denn er liefert unserem
Körper zwar schnell Energie,
entzieht sie aber auch genauso
schnell wieder. So ist es auch mit
Süßigkeiten. Wir können uns so also
nur kurze Zeit besser konzentrieren.
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