130 Pilotprojekt Wildvergrämung

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Presseinformation
Wölfe im Fokus – Bahnprojekt optimiert Schutz von
Wildtieren an der Ausbaustrecke Knappenrode-HorkaGrenze Deutschland/Polen
In Kooperation mit den Wildtierexperten der TU Dresden geht die
Deutsche Bahn neue Wege beim Naturschutz an Bahnstrecken
Die 55 Kilometer lange Ausbaustrecke
Knappenrode–Horka–Grenze Deutschland/Polen tangiert einige sehr wertvolle
Schutzgebiete, darunter das UNESCO Biosphärenreservat Oberlausitzer
Heide- und Teichlandschaft. „ Die Deutsche Bahn hat ein großes Interesse
daran, Natur und Umwelt beim Streckenausbau zu schonen und Wildkollisionen
im späteren Bahnbetrieb möglichst gering zu halten“, unterstreicht Ulrich Mölke,
Projektleiter der Deutschen Bahn für den Ausbau und die Elektrifizierung der
Bahnstrecke Knappenrode–Horka–Grenze D/PL.
(Moritzburg, 17. November 2015)
In enger Zusammenarbeit mit den Wildtierexperten der TU Dresden hat man
dazu einen innovativen Lösungsansatz gewählt und vom EisenbahnBundesamt bestätigt bekommen. Die Wissenschaftler suchen nun nach den
wirkungsvollsten Schutzmaßnahmen, um in Streckenabschnitten mit besonders
vielen Wildquerungen, Kollisionen der Tiere mit Zügen zu vermeiden.
Hierzu fanden unter wissenschaftlicher Leitung bereits eine Reihe von
Versuchen zur Verhaltenssteuerung von Rotwild, Rehen, Wildschweinen und
gesondert von Wölfen mittels spezieller Zäune sowie optischer und akustischer
Warnreize statt.
Außerdem wird auf Basis eines Monitorings der Kollisionssituation nach
Wiederinbetriebnahme der ausgebauten Bahnstrecke bestimmt, an welchen
Stellen Schutzmaßnahmen besonders sinnvoll sind. Dort sollen dann kurze,
streckenparallele Zäune (1-2 Kilometer) und darin eingelagerte rund 60 Meter
breite Lücken installiert werden. An diesen Zaundurchlässen können die Tiere
die Strecke queren. Bei einer Zugdurchfahrt allerdings sollen die oben
genannten Warnreize die Tiere kurzzeitig von einer Querung abhalten.
Damit ist zukünftig in großen Bereichen entlang der Strecke eine weitgehend
barrierefreie Lebensraumnutzung der Wildtiere möglich. Da es bisher zwar
bereits Vergrämungstechnik für Rot-, Reh- bzw. Schalenwild gibt, jedoch noch
keine wissenschaftlichen Untersuchungen zu wirksamen Warnmethoden beim
Wolf, wurde hierfür im Wildgehege Moritzburg eine spezielle Versuchsanlage
errichtet. Die bisherigen Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchungen
zeigen, dass laute und nicht natürliche Geräusche eine gute Wirksamkeit
aufweisen. Ein bereits in Polen, dem Baltikum und Russland erfolgreich
eingesetztes System, welches auf natürliche Warn-, Flucht- und Schmerzlaute
verschiedener Tiere setzt, soll nun ebenfalls auf seine Wirksamkeit speziell bei
Wölfen untersucht werden.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
Verantwortlich für den Inhalt:
Leiter Kommunikation und Marketing
Oliver Schumacher
Ressort Infrastruktur
Sprecher Martin Walden
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Kommunikation Großprojekte
Tel. +49 (0)30 297-62722
Fax +49 (0)30 297-61715
michael.baufeld@deutschebahn.
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www.deutschebahn.com/presse
130/2015 AB/MB SN
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Daten & Fakten
Das Projekt „Ausbau und Elektrifizierung der Bahnstrecke KnappenrodeHorka-Grenze Deutschland/Polen
Streckenlänge:
55 Kilometer
Gesamtinvestition des Projektes:
ca. 520 Mio. EUR
aus Mitteln des Bundes, der Deutschen
Bahn, der EU und des Freistaates
Sachsen
Geplante Inbetriebnahme
(2-gleisig und elektrisch)
von Knappenrode bis zur Grenze:
12/2018
Geschwindigkeit:
Knappenrode – Abzweig Särichen
Abzweig Särichen – Grenze D/PL
160 km/h (für Personenverkehr)
120 km/h (nur Güterverkehr)
Weitere Informationen zu diesem und anderen Bauprojekten der Deutschen
Bahn finden Sie im BauInfoPortal unter www.deutschebahn.com/bauprojekte
Mehr Informationen über die DB auf dem Weg zum Umwelt- Vorreiter:
www.deutschebahn.com/gruen
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