MY FAIR LADY

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F. Loewe
MY FAIR LADY J. Strauss
EINE NACHT IN VENEDIG
Marie-Louise Tochev Sopran • Bettina Schneebeli Mezzosopran
Raimund Wiederkehr Tenor • ROBERTO ORTIZ Tenor
Wolf Latzel Bariton • Armin Waschke Piano
Canto Classico Konzertchor Bern • Voces ILLIANDE
Willi Derungs Leitung
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Jeden Mittwoch im Anzeiger Region Bern
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Grusswort
Geschätzte Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher,
Liebe Freundinnen und Freunde von Canto Classico
Der Berner Konzertchor Canto Classico feiert dieses Jahr sein
10-jähriges Bestehen und blickt dabei auf ein äusserst intensives und erfolgreiches Jahrzehnt mit vielen Highlights zurück.
Dieses Jubiläum begehen wir Ende Jahr mit unserem Jubiläumskonzert in der Französischen Kirche Bern.
Es ist uns eine besondere Freude, unsere Frühjahrskonzerte zusammen mit unserem musikalischen Partner, dem Bündner Vokalensemble Voces Illiande, bestreiten zu dürfen.
Heute entführen wir Sie, geschätzte Konzertbesucherinnen und
Konzertbesucher, für einmal in die Welt der Operette und des
Musicals. Die Operette Eine Nacht in Venedig von Johann
Strauss Sohn spielt, wie der Name verrät, in der Musik- und Karnevalsstadt Venedig. Zauberhafte Melodien und Walzerklänge
lassen nicht nur die Mitwirkenden zur Hochform auflaufen, sondern werden bestimmt auch Sie in ihren Bann ziehen.
Ähnlich dürfte es Ihnen auch mit den Highlights aus dem Musical My Fair Lady von Frederik Loewe gehen. Wer lässt sich
schon nicht von schmissigen Rhythmen und einer BroadwayAtmosphäre anstecken?
Für das heutige Konzert kann die Chorgemeinschaft von Canto Classico und Voces Illiande auf ein hochkarätiges Solistinnen- und Solistenquintett und den Pianisten Armin Waschke
zählen.
Allen Mitwirkenden, Geldgeberinnen, Spendern und Partnerinnen sowie den Helferinnen und Helfern hinter den Kulissen danken wir für Ihre grosse Unterstützung, ohne die solche Konzerte nicht realisierbar wären.
Ihnen, geschätztes Konzertpublikum, wünschen wir einen unterhaltsamen und beschwingten Konzertabend.
Willi Derungs, künstlerischer Leiter Canto Classico
Willi Derungs,
künstlerischer Leiter
Eine Nacht in Venedig (Highlights)
JohanN Strauss Sohn
Annina (Sopran), Ciboletta (Mezzo), Herzog (Tenor), Caramello (Tenor), Pappacoda & Delaqua (Bariton)
1. Akt
• Introduktion und Couplet (Chor, Pappacoda): Wenn vom Lido …
• Auftrittslied der Annina (Annina, Chor): Seht, o seht …
• Auftritt des Caramello (Chor, Caramello): Evviva Caramello …
• Duett (Annina, Caramello): Annina!
• Auftritt des Herzogs (Herzog): Sei mir gegrüsst …
• Intro (Pappacoda, Ciboletta, Herzog): Hast du mir ein Kostüm gebracht …
• Gondellied (Caramello): Ho a ho – Komm in die Gondel …
• Zur Serenade (Chor) – Du, den wir hoch verehren … (Chor)
• Walzer: Mit der Würde … (Chor)
2. Akt
• Lied (Herzog): Treu sein …
• Duettino (Annina, Herzog): Sie sagten …
• Quartett: Ninana (Herzog, Annina, Ciboletta, Delaqua)
• Marcia: Jetzt ist Zeit zur Lustbarkeit – Horch von San Marco die Glocken –
Marcia: Wer sich will der Freude weih’n (Chor, Soli) - Jetzt gebietet nur Humor
(Annina, Herzog) - Alle maskiert (Chor, Soli)
3. Akt
• Lagunen-Walzer (Herzog): Ach wie so herrlich …
• Duettino: (Pappacoda, Ciboletta): Take, take tak
• Finale: Alle maskiert (Chor, Soli)
Pause
My Fair Lady (Highlights)
Frederik Loewe
Eliza Doolittle (Mezzo), Freddy (Tenor), Prof. Higgins & Mr. Doolittle (Bassbariton)
• Sehn Sie sie - Kann denn die Kinder keiner lehren (Higgins)
• Ik hab die Stadt hier satt – Nur en Zimmerchen (Eliza, Chor)
• Der Herrgott schuf - Mit 'nem kleenen Stückchen Glück (Doolittle, Chor)
• Warts nur ab! Henry Higgins (Eliza)
• Es grünt so grün (Eliza, Higgins)
• Bett! Bett! - Ich hätt' getanzt heut Nacht (Eliza und Frauen)
• Ascot Gavotte: Jeder Duke und Earl und Peer (Chor)
• Ach wie oft ging ich schon hinunter hier (Freddy)
• Hei! Heute morgen mach ich Hochzeit –
Nur bringt mich pünktlich zum Altar (Doolittle, Chor)
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4– 5
Zum Programm
EINE NACHT IN VENEDIG
Johann Strauss Sohn (1825-1899) trat nach dem
Tod des berühmten und genialen Vaters Johann
Strauss in dessen Fussstapfen und übernahm,
nachdem er zuvor vergeblich versucht hatte, dem
Vater mit einem Projekt Konkurrenz zu machen,
ein global ausgerichtetes Musikimperium, das
sich höchst erfolgreich auf dem Gebiet der Unterhaltungsmusik spezialisiert hatte. Der junge
Strauss war ein begnadeter Melodienerfinder.
Ohne die Unterstützung seiner diversen Ehefrauen und die allzuoft stillschweigende Mithilfe seiner zahlreichen Arrangeure wären seine Werke
jedoch undenkbar und der grosse Erfolg nicht
möglich gewesen. Auf seinen Konzertreisen wurde Johann Strauss II von seinen Fans wie ein echter König empfangen, so auch in Venedig im Jahre 1874. Nicht ganz zehn Jahre später, am 3. Oktober 1883, wurde Eine Nacht in Venedig im Neuen Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater in
Berlin uraufgeführt. Da die zweite Ehefrau von
Johann Strauss II ein Verhältnis mit dem Direktor des Theaters an der Wien, Franz Steiner, begonnen hatte, wollte Strauss II die Operette dort
nicht uraufführen lassen. Das ursprüngliche Libretto stammt von F. Zell (d.h. Camillo Walzel)
und Richard Genée. Die dürftige Textqualität
führte dazu, dass der Komponist Erich Wolfgang
Korngold – im Zusammenhang mit der Debatte
um den angeblichen Niedergang der Wiener
Operette – das Werk 1923 für eine Aufführung
am Theater an der Wien grundlegend überarbeitete und auch einzelne Nummern anderer Operetten von Strauss II einarbeitete. Eine Bearbeitung von Walter Felsenstein aus dem Jahr 1952
konnte sich nur im östlichen Teil Europas durchsetzen. In Westeuropa bildet die Fassung von
Korngold bis heute die Grundlage für Aufführungen, so auch für dieses Konzert.
Fasziniert von der unvergleichlichen Lage
der einstigen Serenissima, ihren reichen Kunstschätzen, dem frivolen Karnevalstreiben, der
Pracht der Paläste und dem atmosphärischen Zusammenspiel von Architektur, Licht und Wasser
brach in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
in Wien eine Venedig-Begeisterung aus. Der
Charme der Lagunenstadt inspirierte eine ganze
Reihe von Theatermachern, die Handlung ihrer
Bühnenstücke an diesen Sehnsuchtsort zu verlegen, darunter auch Johann Strauss II.
Der Herzog Guido von Urbino (Tenor) unternimmt gewagte Verführungsabenteuer, die ihn
bei seinen Senatoren, deren Gattinnen er ausspannen möchte, in die Bredouille bringen. Zusammen mit dem übrigen, nicht ganz standesgemässen, Personal – u. a. seinem Barbier Caramello (Tenor), dem Makkaronikoch Pappacoda (Bariton) – taumelt der Herzog durch Maskeraden,
Gondelfahrten und Verwirrspiele auf ein Ende zu,
bei dem niemand das Gesicht verlieren muss.
Zahlreiche unvergessene Hits dieser Operette
sind u.a. Anninas Lied Frutti di mare, Caramellos Einzug Evviva Caramello, sein Gondellied
Komm in die Gondel, der Lagunen-Walzer des
Herzogs Ach wie so herrlich zu schau'n sowie die
Chornummern Carneval ruft euch zum Ball und
Alles maskiert.
MY FAIR LADY
Frederik Loewe (1901-1988), Sohn eines Operettentenors, genoss eine fundierte musikalische
Ausbildung – u.a. war er Schüler von Eugen
d’Albert und Feruccio Busoni – und musizierte
mit zehn Jahren als jüngster Konzertpianist mit
den Berliner Philharmonikern. Mit Johann
Strauss Sohn verbindet ihn seine Herkunft aus
der Stadt Wien und aus einer Musikerfamilie.
1924 begleitete Loewe den Vater auf eine
Konzert­reise in die USA. Dort versuchte er sich
anschliessend, eine Existenz als Künstler aufzubauen. Der Durchbruch gelang ihm jedoch erst
1956 mit dem Welterfolg My Fair Lady und dank
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6 –77
der Zusammenarbeit mit dem Librettisten Alan
Jay Lerner. Die Vorlage für das Musical lieferte
George Bernard Shaws Komödie Pygmalion. Die
Uraufführung fand am 15. März 1956 in New
York (Mark Hellinger Theatre) statt. Die am heutigen Konzert gesungene deutsche Fassung von
Robert Gilbert hatte am 25. Oktober 1961 im
Theater des Westens in Berlin Premiere. Bereits
vor der Premiere in New York gelangten einige
Hits aus dem Musical an die Spitze der Charts.
Bis heute unvergessen sind u. a. Bin ein Mann wie
jeder Mann, Wart’s nur ab! Henry Higgins, oder
Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühn.
Die Musical Comedy My Fair Lady spielt in
London um das Jahr 1912. Die beiden Protagonisten der Story, in der es um Standesdifferenzen
und um die Anforderungen für den Eintritt in die
Londoner High Society handelt, sind Prof. Higgins und das Blumenmädchen Eliza Doolittle.
Prof. Higgins, Sprachwissenschaftler und eingefleischter Junggeselle von aristokratischer Herkunft, wettet selbstsicher und öffentlich mit seinem Fachkollegen Oberst Pickering, dass er quasi aus jedem «Waschweib» eine Dame der High
Society machen könne, da (gemäss seiner Theorie) nicht die Herkunft, sondern die Sprache den
Menschen macht. Auf der Gegenseite steht das
nicht aufs Maul gefallene Blumenmädchen Eliza
Doolittle. Sie, die dem Arbeitermilieu entstammt,
verkauft vor Londons berühmten Opernhaus Covent Garden Blumen und träumt vom eigenen
Blumenladen. Sie sagt dem noblen Professor, der
sie auf dem Markt anrempelt und beleidigt, gehörig alle Schande und wirft ihm allerlei Derbheiten in ihrem ungepflegten und ordinären Slang
hinterher. Heute würde man sie als „freche Göre“
oder „Schlampe“ ohne Anstand und Manieren titulieren. Eliza, die zufällig die Wette der beiden
noblen Herren mitbekommt, und die tagtäglich
die feinen Damen und Herren dieser noblen Gesellschaft bei Ihren Opernbesuchen an ihr vorbeiziehen sieht, entschliesst sich kurzerhand –
trotz der atmosphärisch schlechten Ausgangslage –, sich auf das Sprachexperiment einzulassen
und sucht deshalb den verdutzten Linguisten und
Phonetiker Higgins auf. Higgins’ Arroganz und
seine Wette lassen es nicht zu, dass er das ordinäre Geschöpf abweist. Die eigensinnige Eliza ist
in der Folge äusserst lernwillig und macht letztendlich erstaunliche Fortschritte, so dass Prof.
Higgins sie beim berühmten Pferderennen von
Ascot in die feine noble Gesellschaft einführen
kann. Es gelingt ihr also, durch eine aussergewöhnliche sprachliche Anpassung und Integrationsleistung, sich das Eintrittsticket in die Welt
der High Society zu erwerben. Auf dem Diplomatenball glänzt sie dabei nicht nur durch ihre
vollendete Aussprache, sondern gleichermassen
durch vornehmes Benehmen und ihr bezauberndes Aussehen. Higgins triumphiert und vergisst
dabei, dass Elizas Wandlung nicht allein das Ergebnis seines Sprachdrills ist. Verletzt verlässt die
liebende Eliza das Haus des Professors, der sich
eingestehen muss, wie sehr er sich an die junge
Frau gewöhnt hatte und sie nun vermisst. Am
Schluss bleibt die Liebesstory offen und ist unklar, für wen Eliza sich letztlich entscheidet, ob
für den reichen jungen Dandy Freddy, dem sie
beim Rennen in Ascot begegnet ist, oder für ihren Mentor und Gönner Prof. Higgins.
Interpretinnen & Interpreten
Bettina Schneebeli,
Mezzosopran
Die Zürcherin Bettina
Schneebeli begann ihre musikalische Ausbildung mit der
Violine und studierte danach
Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bei
Jane Thorner. Sie besuchte
u.a. Liedklassen bei Daniel
Fueter, Hans Adolfsen und
Jens Fuhr sowie Meisterklassen bei Francisco Araiza und
Luana DeVol. Im Rahmen eines Austauschprogramms
studierte sie während eines
Jahres Schauspiel an der Theaterhochschule der Zürcher
Hochschule der Künste und
war Stipendiatin der Armin
Weltner-Stiftung. Sie trat als
Solistin im In- und Ausland
auf, so u.a. am internationalen
Musikfestival Rüttihubeliade
mit Werken von Brahms und
Schumann. Weiter sang sie
Pergolesis Stabat Mater mit
dem Orchester La Scintilla,
Schumanns Das Paradies und
die Peri unter Fabio
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Luisi sowie J. Haydns Kantate
Arianna a Naxos, F. Hidas‘
Requiem und Saint-Saëns‘
Oratoire de Noël mit dem
ZKO-Orchester. Mit der Aufführung von Pierre Boulez‘ Le
Marteau sans Maître mit dem
Ensemble Opus Novum am
Opernhaus Zürich setzte sie
sich auch mit zeitgenössischer
Musik auseinander. Als Mitglied des Internationalen
Opernstudios am Opernhaus
Zürich war Schneebeli u.a. in
Heinz Spoerlis Bach-Ballett,
als Rossweisse/Flosshilde in
Der Ring für Kinder, Wowkle
in Puccinis Oper La Fanciulla
del West (Ltg: M. Zanetti/C.
Rizzi), Coryphée in Le Comte
Ory (mit Cecilia Bartoli, Javier
Camarena) und als Tebaldo in
Verdis Don Carlo (u.a. mit
Vesselina Kasarova als Eboli)
unter der Leitung von Zubin
Mehta zu erleben. An den
Salzburger Festspielen wirkte
Schneebeli mit in Mendelssohns Sommernachtstraum
(Henry Mason/Ivor Bolton).
Weiter gastierte sie als
Marguerite in Boieldieus La
Dame Blanche mit der Free
Opera Company am Theater
Rigiblick. Zuletzt war sie am
Musikfestival Boswiler Sommer in der Schweizer Erstaufführung der neu entdeckten
Hochzeits-Kantate von Telemann zu hören. 2015 erwarb
Schneebeli den Master in Kulturmanagement und betätigt
sich seitdem auch als Kulturmanagerin.
Marie Louise Tochev,
Sopran
Die aus einer Musikerfamilie
stammende, schweizerischbulgarische Doppelbürgerin
Marie-Louise Tochev erhielt
ab dem sechsten Lebensjahr
Klavierunterricht bei Malgorzata Dybek, von der sie auch
ihre ersten Gesangsstunden
erhielt. Ihre frühesten Bühnenerfahrungen machte Tochev als Vierjährige, als sie
den Jungen der Cio-Cio-San in
Puccinis Madame Butterfly
am Stadttheater Bern spielte.
Später hatte Tochev immer
wieder die Möglichkeit, als
Mitglied des Berner Kinderchors auf der Bühne zu
stehen. Unter anderem sang
sie den 1. Knaben in Die Zauberflöte von W. A. Mozart unter der Leitung von Srboljub
Dinic. 2011–2013 besuchte
die Sopranistin das Musikgymnasium an der National
School of Arts Vesselin Stoyanov in Rousse (Bulgarien) und
studierte nebenbei Gesang in
8–9
der Klasse von Katrin Emilova. 2013–2015 erwarb Tochev
den Bachelor of Arts in Gesang bei Prof. Christian Hilz
an der Hochschule der Künste
(HKB) in Bern, wo sie
ab
Herbst 2015 ihr Studium im
Master Music Pedagogy fortsetzt. Im Jahr 2013 debütierte
Tochev unter Nayden Todorov auf einer Tournee in Spanien in der Rolle der Frasquita in Bizets Carmen. Im Jahr
2015 sang sie die Lisa in Emerich Kálmáns Gräfin Mariza
unter der Leitung von Bruno
Leuschner. Bei der 10. International Franz Schubert Competition in Russe gewann die
Sopranistin im Jahr 2015 den
Preis für die beste SchubertInterpretation, was zur Folge
hatte, dass ihr als besondere
Auszeichnung eine Einladung
vom Dirigenten Ivo Venkov
für ein Konzert in Antwerpen
ausgesprochen wurde. Derzeit
singt Tochev Konzerte in Bulgarien und der Schweiz.
Roberto Ortiz, Tenor
Der mexikanische Tenor Roberto Ortiz erhielt seinen Bachelor in Gesang in Mexiko.
Seinen Master erwarb er an
der Royal Academy of Music
in London. Anschliessend war
er von 2011–2012 Mitglied
des Opernstudios der Staatsoper Stuttgart, wo er mit
Francisco Araiza studierte.
Von 2012–2014 gehörte Ortiz
dem Opernstudio des Opernhauses Zürich an, wo er mit
Scot Weir arbeitete. Ortiz gewann 2009 den ersten Preis
der Royal Academy of Music
Chicago sang er unter Valery
Gergiev und Cristian Macelaru. Im Juni 2013 führte
er das
Stabat Mater von Agostino
Steffani zusammen mit Cecilia Bartoli am Versailles Festival auf. Es folgten Aufführungen von Mozarts Requiem in
Bukarest, Schumanns Dichterliebe in Mexiko und Orffs
Carmina Burana in Wil.
in London und den Preis der
Georg Solti Foundation. Er
besuchte Meisterklassen u.a.
bei Dennis O‘Neil, Ubaldo
Fab­bri, Jonathan Miller und
Audrey Hyland. Er sang Jupiter in Semele von G. F. Händel
unter Sir Charles Mackerras,
Egeo in Il Giasone von F. Cavalli, Ferrando in Così fan tutte von Mozart, Orfeo in Monteverdis Orfeo unter L. Cummings. An der Staatsoper
Stuttgart sang er Don Curzio
in Mozarts Le nozze di Figaro
und Flavio in Norma von Bellini. Am Opernhaus Zürich
sang er Araldo in Händels Rinaldo, den Zweiten Vorarbeiter in Lady Macbeth von
Mzensk von Schostakowitsch,
Melito in Telemanns Der geduldige Sokrates sowie Rememdado in Bizets Carmen.
Es folgten Auftritte am Verbier Festival als Nemorino in
L’elisir d’amore, am Musiktheater Wil als Alfredo
in La Traviata, im Schloss Hallwyl als
Tamino in Die Zauberflöte.
Als Konzertsänger bestritt er
diverse Konzerte und Operngalas zusammen mit der So­
pranistin Kiri Te Kanawa. In
Raimund Wiederkehr,
Tenor
Nach der Matura studierte
der Zürcher Raimund Wiederkehr Klavier, Komposition
und Gesang in Zürich, Schaffhausen, Bern, London und
Kopenhagen und war Mitglied des Schweizer Opern-
studios. Er debütierte in Kurt
Weills Street Scene in einer Inszenierung des Altmeisters
Werner Düggelin in Zürich.
Als Gast des Theaters Biel-Solothurn sang er u.a. in Mozarts Zaide, Traettas Antigone, Rossinis Otello und Cenerentola sowie der zeitgenössischen Robert Walser-Oper
Jakob von Gunten. Am Opernhaus Zürich trat er in Janaceks Aus einem Totenhaus
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und Rossinis La scala di seta
auf. An der Oper Köln sang er
in Mozarts La finta giardiniera. Mit dem Bieler Sinfonie
Orchester interpretierte Wiederkehr die Titelrolle in
Glucks Orphée. Mit der Produktion Cenerentola für Kinder tourte er in Stuttgart,
Darmstadt und Berlin. Bei der
Sommeroper Selzach sang er
die Hauptpartien in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen
und Gounods Faust. Weiter
sang er in zahlreichen Operetten: Die Fledermaus, Wiener
Blut, Eine Nacht in Venedig,
Der Vogelhändler, Der Graf
von Luxemburg, Die Czardasfürstin, Im weissen Rössl, Der
fidele Bauer, Die Herzogin von
Chicago oder Banditenstreiche. Wiederkehr ist auch als
Lieder- und Oratoriensänger
sowie Komponist aktiv. Seine
Kompositionen wurden in
Schaffhausen, Chur, Zürich,
London und Wien uraufgeführt. Bekannt ist er auch als
Theatermusiker und Mitglied
seiner Salontruppe I musichieri. Er arbeitet als Kirchenmusiker, Chorleiter und Kantonsschullehrer in Zürich.
Wolf Latzel, Bariton
Der Bariton Wolf H. Latzel
wurde im sächsischen Riesa
geboren. An der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf absolvierte er sein Gesangsstudium bei Kammersänger Peter Christoph Runge. Mehrere Meisterkurse u.a.
bei Brigitte Fassbaender, Sylvia Geszty und Krisztina Laki
rundeten seine Ausbildung ab.
Erste Engagements führten
ihn an die Kammeroper Köln,
die Deutsche Oper am Rhein
Düsseldorf, die Bühnen Wup-
pertal, das Allee-Theater
Hamburg, das Theater Dortmund und ans Festspielhaus
Baden-Baden. Zu seinem Rollenspektrum gehören Partien
wie Mozarts Papageno in
Die
Zauberflöte, Graf Almaviva in
Le nozze di Figaro, Leporello
in Don Giovanni, Falke in Die
Fledermaus, Danilo in Die
lustige Witwe, Pluto in Orpheus in der Unterwelt sowie
Eugen Onegin von Peter I.
Tschaikowski oder Faust
von
Wolfgang Rihm. Latzel ist
ebenso
im Musicalgenre
tätig.
So sang er
die Partie des
Higgins aus My
Fair Lady in
den
letzten
Jahren in Winterthur und Köln. Am Theater
Biel-Solothurn stand er im
Musical Mammamia auf der
Bühne. Neben der Oper widmet er sich auch intensiv dem
Konzertfach und dem Unterrichten.
Armin Waschke, Piano
Der Pianist Armin Waschke
absolvierte sein Klavierstudium am Konservatorium für
Musik und Theater in Bern
und schloss es mit dem Lehrdiplom ab. Weitere Studien
folgten in Luzern bei Patrizio
Mazzola. Seither pflegt
Waschke eine rege Konzerttätigkeit als Solist und Begleiter
im In- und Ausland. Als Begleiter namhafter Interpreten
korrepetierte er unter anderem für Künstler wie die Sängerin Edita Gruberova oder
den Dirigenten Yehudi Menuhin. Weitere Engagements
folgten bei internationalen
Opern- und Operettenproduktionen. Von 1997–2006
war Waschke Dozent am
Opernstudio der Hochschule
der Künste Bern (HKB). Der
Pianist ist zudem mit dem
Gesangsensemble Edelvoice
und dem Trio Ragufeng in
Konzerten zu hören. Weiter
wirkt Waschke als Komponist
und Leiter der Studiobühne
Bern. Er ist ebenfalls als Organist in der Gemeinde Köniz
tätig. Neben seiner privaten
Unterrichts- und Korrepetitortätigkeit pflegt Waschke
eine rege Konzerttätigkeit als
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Chöre & Musikalische Leitung
Canto Classico Konzertchor Bern
Willi Derungs, künstlerische Leitung
Canto Classico wurde Ende 2006 gegründet.
Der Chor trat in den letzten Jahren ausserhalb
von Bern mehrmals in Zürich (Tonhalle, Kirche St. Peter), im KKL, im Casino Basel, in der
Victoria Hall Genf sowie in Chur und Ilanz
auf. Zu den besonderen Erfolgen gehören die
Konzertreise nach Italien und die Schweizer
Konzerttournee mit der weltbekannten Mezzosopranistin Vesselina Kasarova und der Philharmonie Baden Baden. Im September 2015
brachte der Chor im Rahmen des Musikfestivals Bern eine Auftragskomposition des Berner Komponisten Oliver Waespi zur Uraufführung. Das Repertoire von Canto Classico
reicht von der Musik Monteverdis bis zu zeitgenössischer Musik. Neben Wiener Klassik
und Barock kommt gelegentlich auch Musik
aus Oper und Operette zur Aufführung. Immer wieder widmet sich Canto Classico zeitgenössischer Musik, darunter auch Werke von
Schweizer Komponisten, u.a. Gion Antoni Derungs, Paul Huber und Oliver Waespi.
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Willi Derungs,
in Vignogn, in
der Nähe von
Ilanz aufgewachsen, absolvierte nach der
Matura in Chur
seine praktischen Musikstudien (Dirigieren,
Trompete, Klavier, Gesang,
Komposition)
am Konservatorium Biel und
an der Hochschule der
Künste in Bern
(HKB). Es folgten Studien in Musikwissenschaft, Geschichte, Pädagogik und Germanistik an den Universitäten Bern und Zürich. In
Chor- und Orchesterleitung bildete er sich in
intensiven Studien bei Dr. h.c. Ewald Körner
weiter. Derungs leitet diverse Chöre und Ensembles
und arbeitet regelmässig mit namhaften Interpreten und Orchestern
im In- und
Ausland zusammen,
so zum Beispiel mit dem
Sinfonie Orchester Biel oder dem Barockorchester Capriccio Basel. Derungs gründete sowohl den Konzertchor Canto Classico (2006)
als auch
dessen Vokalensemble (2008) sowie
das Orchestra Classica (2009). Ebenso war er
Mitbegründer und Leiter der Singwochen von
Musica vocalis (2007–2011). Seit 2012 leitet er
die ebenfalls von ihm begründeten Singprojekte von Voces Illiande in Ilanz GR. Anfang
2016 gründete er das professionelle Vokalsolistenensemble NOVOCANTO. Mit diesen Formationen bestreitet er eine rege und erfolgreiche Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent und Kulturmanager ist Derungs als wissenschaftlicher
Mitarbeiter an der Hochschule der Künste in
Zürich (ZHdK) tätig.
Vokalensemble Voces Illiande, Ilanz
Das Vokalensemble Voces Illiande wurde
2012 auf Initiative seines Leiters Willi Derungs
gegründet und formiert sich hauptsächlich aus
Sängerinnen und Sängern aus dem Kanton
Graubünden. Sie kommen aus dem Raum
Chur und dem Bündner Oberland. Mehrmals
jährlich treffen sie sich zu IntensivwochenendProben in Ilanz, Chur oder Bern. Mindestens
einmal jährlich findet auch eine Singwoche in
Ilanz statt. Das Vokalensemble bestreitet seine
Konzerte im Raum Ilanz und in Chur sowie
zusammen mit dem Konzertchor Canto Classico an Grossprojekten im KKL, in der Tonhalle Zürich und in Bern. Der Name Voces Illiande lehnt sich an den mittelalterlichen Stadtnamen von Ilanz (Illiande) an. Damit dokumentiert das Gesangsensemble seine Verbun­den­heit mit der rätoromanischen Region Surselva.
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Hauptsponsoren
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Co-Sponsoren
Impressum
Canto Classico
Konzertchor Bern
Schlossstr. 118
3008 Bern
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Texte
Willi Derungs
Grafik & Design
Nina Seiler
Gestaltung & Produktion
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© 2016 by Canto Classico
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JUBILÄUMSKONZERT – 10 Jahre Canto Classico Konzertchor Bern
Sonntag, 11. Dezember 2016, 16 Uhr, Französische Kirche Bern
Johann Sebastian Bach: Kantate Bereitet die Wege, bereitet die Bahn BWV 132; Konzert d-Moll
für zwei Violinen und Orchester; Buxtehude: Magnificat D-Dur, Albinoni: Magnificat g-Moll,
Corelli: Concerto grosso op. 6 nr. 8 (Weihnachtskonzert), Vivaldi: Gloria RV 589
Laurence Guillod, Sopran; Judith Lüpold, Alt; Jan-Martin Mächler, Tenor; Wolf Latzel, Bariton;
Daniel Meller und Romain Hürzeler, Violine
CURA E NUA
CHE VUS VULAIS
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