USB-Temperatur- Feuchte-Messgerät

Werbung
Bau- und Bedienungsanleitung
Best.-Nr.: 56049
Version 1.0
Stand: Dezember 2003
USB-TemperaturFeuchte-Messgerät
Technischer Kundendienst
Für Fragen und Auskünfte stehen Ihnen unsere qualifizierten technischen
Mitarbeiter gerne zur Verfügung.
ELV • Technischer Kundendienst • Postfach 1000 • D - 26787 Leer
Reparaturservice
Für Geräte, die aus ELV-Bausätzen hergestellt wurden, bieten wir unseren
Kunden einen Reparaturservice an. Selbstverständlich wird Ihr Gerät so
kostengünstig wie möglich instand gesetzt. Im Sinne einer schnellen Abwicklung führen wir die Reparatur sofort durch, wenn die Reparaturkosten den
halben Komplettbausatzpreis nicht überschreiten. Sollte der Defekt größer
sein, erhalten Sie zunächst einen unverbindlichen Kostenvoranschlag. Bitte
senden Sie Ihr Gerät an:
ELV • Reparaturservice • Postfach 1000 • D - 26787 Leer
ELV Elektronik AG • Postfach 1000 • D-26787 Leer
• Telefon 04 91/600 888 • Telefax 04 91/6008-244
ELVjournal 5/03
1
USB-TemperaturFeuchte-Messgerät
Das TFM 100 dient als transportables Gerät zur genauen Messung der Temperatur
und der relativen Luftfeuchte sowie zur Speicherung von Messdaten. Es erfasst
Temperaturen im Bereich von -40 °C bis +120 °C und die rel. Feuchte im
Bereich von 0 bis 99,5 % mit der Auflösung von 0,1 k bzw. 0,5 %.
Daneben bietet das TFM 100 eine Min.-/Max.-Wert-Anzeige und eine Hold-Funktion.
Zusätzlich lässt sich das Gerät als Datenlogger mit einstellbarem Aufzeichnungsintervall
(Kapazität 2000 Messungen, Intervall 1 Sek. bis 1 Std.) einsetzen. Die gespeicherten Werte sind
mit der zugehörigen Windows-Software über die USB-Schnittstelle des TFM 100 auslesbar.
Der Temperatur-Feuchte-Sensor ist zur besseren Platzierung am Messobjekt
vom Gerät abgesetzt.
Datensammler mit HightechSensor
Das „Temperatur-Feuchte-Messgerät“
(TFM 100) ist ein funktionales Handmessgerät, das wahlweise zur Anzeige von Temperatur oder relativer Luftfeuchte dient.
Der abgesetzte Sensor ermöglicht das direkte Messen an oder in der Nähe von
Messobjekten. Doch nicht nur die direkte
Messung und Datenanzeige ist möglich,
das TFM 100 lässt sich auch als Datenlogger für das Erfassen und Speichern von
Daten über längere Zeiträume einsetzen.
Dazu besitzt das Gerät einen FRAM-Spei2
cher, in dem etwa 2000 Messungen aufgezeichnet werden können. Jede Messung
besteht aus Temperatur-Messwert und zugehörigem Luftfeuchtemesswert. Da das
Aufzeichnungsintervall zwischen 1 Sek.
und 1 Std. einstellbar ist, kann man sowohl
Kurzzeitmessungen zur Erfassung und Auswertung von schnellen Messwertschwankungen als auch Langzeitmessungen bis zu
mehreren Tagen vornehmen.
Die gespeicherten Daten können mit der
zugehörigen TFM-100-Windows-Software
über die USB-Schnittstelle des Gerätes auf
einen USB-fähigen Windows-PC übertragen werden.
Für das Temperatur-Feuchte-Messgerät
mit dieser Ausstattung lassen sich unzählige Anwendungsfälle finden. Es kann beispielsweise schnell und einfach die aktuelTechnische Daten:
Temperaturbereich: ..... -40 – +120 °C
Temperaturabweichung: ........ ±0,5 °C
Feuchtebereich: .................. 0–99,5 %
Feuchteabweichung: .............. ± 3,5 %
Datenspeicher: ... ca. 2000 Messungen
Aufzeichnungsintervallzeit:
1 Sek. bis 1 Std.
Schnittstelle: ............................... USB
Spannungsversorgung: ...... 9-V-Block
Abmessungen: ...... 71 x 171 x 28 mm
ELVjournal 5/03
Bild 1: Das Blockschaltbild des
TFM 100
TFM 100
Bedientasten
Temperatur Feuchte Sensor
Mikro controller
FRAM
le Temperatur oder Feuchte im heimischen
Gewächshaus oder in der Sauna messen.
Mit der implementierten DatenloggerFunktion lassen sich einfach, zeitlich ausgelöst durch die vorher eingestellte Intervallzeit, die Temperatur- und FeuchteWerte aufzeichnen und später auf einem
PC auswerten. Hiermit kann man beispielsweise unnötige, tageszeitbedingte Heizspitzen aufspüren, an denen die Wärme in
der Wohnung nicht gebraucht wird. Oder
es ist möglich, Lüftungs- und Klimatisierungsvorgänge zu optimieren, Wärmelecks
aufzuspüren, und, und …
Selbst abgleichender
Mikroprozessor-Sensor
Das sicher interessanteste Bauteil der
Schaltung ist der kombinierte TemperaturFeuchte-Sensor. Denn die sonst üblichen
Temperatur- und Feuchte-Sensoren sucht
man hier vergeblich. Dieser Sensor hat
den großen Vorteil, dass er vor der Erstinbetriebnahme nicht abgeglichen werden
muss. Er verfügt intern über einen Mikrocontroller, der die bereits herstellerseitig
implementierten Abgleichdaten in den
Messwert einbezieht, so dass über die
2-Draht-Schnittstelle stets und ohne mühsamen Erst- oder Service-Abgleich der
reale Messwert ausgelesen wird – ein
ziemlich perfekter Sensor! Dieser Wert
wird mit der Auflösung von 0,1 k (Temperatur) bzw. 0,5 % (Luftfeuchte) auf dem
LC-Display dargestellt.
Funktion/Blockschaltbild
Ein vereinfachtes Blockschaltbild (Abbildung 1) veranschaulicht das Zusammenwirken der einzelnen Baugruppen
des TFM 100, die wir im Folgenden einzeln betrachten wollen.
Zentrales Bauelement, bei dem alle Informationen zusammenlaufen, ist der
Single-Chip-Mikrocontroller des Typs
ELV 03329.
Bedientasten
Das TFM 100 befindet sich in einem
Handgehäuse, in das eine passende Folientastatur mit 8 Tasten integriert ist:
ELVjournal 5/03
Display
USB Schnittstelle
Taste
On
Off
Hold
Funktion
Einschalten
Ausschalten
„Einfrieren“ der aktuellen
Anzeige im Display
°C/%
Umschaltung
Temperatur/Feuchte
Max (RUN) Anzeige des gespeicherten
+
Max.-Wertes/Datenlogger
starten/Menü +
Min (STOP) Anzeige des gespeicherten
Min.-Wertes/Datenlogger
stoppen/Menü Reset
Zurücksetzen
Mode
Einstellungen für die
Datenlogger-Funktion
LC-Display
Das LC-Display ist ein Universal-Display, mechanisch passend für das Handgehäuse, es weist somit eine Vielzahl verschiedener Symbole und Anzeigemöglichkeiten auf. Das TFM 100 nutzt die folgenden Symbole (siehe auch Abbildung 2):
- Die Symbol-Anzeigen „°C“ und „%“
dienen jeweils als Einheiten-Anzeige für
die einzelnen Mess- bzw. Anzeigearten.
- Die Schriftzüge „Min“ und „Max“
kennzeichnen die Anzeige der gespeicherten Min.-/Max.-Werte.
- Die Anzeige „Hold“ signalisiert ein „Einfrieren“ der Anzeige, das heißt, dass der
beim Betätigen der Taste „Hold“ ermittelte aktuelle Messwert permanent angezeigt wird. Erst wenn die Taste „Hold“
erneut betätigt wird, erfolgt wieder die
Anzeige der laufenden Messwerte.
- Die Anzeige „Bat“ signalisiert eine
erschöpfte Batterie (Batterieüberwachung).
- Die Bargraph-Anzeige dient zur Restspeicher-Information, um bei Datenlogger-Betrieb einen Überblick über den
noch verfügbaren Speicherplatz zu erhalten.
Temperatur-Feuchte-Sensor
Der Temperatur-Feuchte-Sensor besteht
aus einem Chip, der gleichzeitig einen
Temperatur- und einen Feuchte-Sensor
beinhaltet. Der Sensor beherbergt auch einen kleinen Mikrocontroller, der werksseitig alle Abgleichwerte der beiden Sensoren enthält. Somit besticht dieser digitale Feuchte- und Temperatur-Sensor dank
vollständiger interner Kalibration und digitalem Output durch exzellente Langzeitstabilität und Anwenderfreundlichkeit. Ein
komplizierter Abgleich des Sensors vor
der ersten Inbetriebnahme und auch später
als Servicemaßnahme ist nicht notwendig.
Weiterhin bietet der Sensor eine schnelle
Ansprechzeit bei der Messung, so dass sich
Temperatur- und Feuchteschwankungen
schnell im Messergebnis widerspiegeln.
Dieser Sensor ist praxisfreundlich über ein
abgeschirmtes Anschlusskabel im externen „Griffelgehäuse“ untergebracht.
FRAM
Das implementierte FRAM (IC3) vom
Typ „FM24C64“ bietet einen Speicherplatz von 8192 Byte. Es dient zum Abspeichern der Temperatur- und FeuchteMesswerte bei Betrieb als Datenlogger.
Die Beschaltung des FRAMs ist die gleiche wie die Beschaltung eines üblichen
EEPROMs. Der große Vorteil eines
FRAMs gegenüber dem EEPROM ist
der, dass es unbegrenzt oft gelesen und
beschrieben werden kann.
USB-Schnittstelle
Die USB-Schnittstelle bildet die Verbindung zwischen der TFM-100-Hardware und einem USB-fähigem PC. Über
diese Schnittstelle können die beim Datenlogger-Betrieb aufgezeichneten Temperatur- und Feuchte-Daten zu einem PC
übertragen werden. Die dem Bausatz beiliegende TFM-100-Windows-Software
speichert die Daten in einem Format ab,
das die Weiterverarbeitung der Daten
in einem Tabellenkalkulationsprogramm
erlaubt.
°C
%
Min Max Hold Bat
Bild 2: Alle für das TFM 100 verwendeten LCD-Segmente auf einen Blick –
sie erscheinen beim Einschalten als
Displaytest.
Bedienung
Das Temperatur-Feuchte-Messgerät
(TFM 100) wird mit den Tasten „On“
bzw. „Off“ der Folientastatur ein- bzw.
ausgeschaltet. Nach dem Einschalten startet das Gerät nach einem kurzen Displaytest mit den Messungen und zeigt den aktuellen Temperatur-Wert auf dem Display
an (Abbildung 3). Die Taste „On“ ist bis
3
Bau- und Bedienungsanleitung
°C
Bild 3: Die Temperaturanzeige des
TFM 100
zur Anzeige des ersten Messwertes gedrückt zu halten.
Mit der Taste „Hold“ wird der aktuelle
Messwert eingefroren, um beispielsweise
die Messung zu unterbrechen und den Messwert in Ruhe notieren zu können, etwa
wenn man sich auf die Anzeige nicht konzentrieren konnte, weil man an einem
schwer zugänglichen Ort gemessen hat.
Weiterhin lässt sich im „Hold-Mode“ durch
Betätigung der Taste „Reset“ die AutoPower-off-Funktion ausschalten. Eine kurze Display-Meldung bestätigt diesen Vorgang.
Mit der Taste „°C/%“ schaltet man die
Anzeige zwischen Temperatur-Messwert und
Feuchte-Messwert um. Der Feuchte-Messwert wird wie in Abbildung 4 angezeigt.
Mit den Tasten „Max“ und „Min“ werden die seit dem letzten Start gemessenen
Min.- und Max.-Werte angezeigt. Mit der
Taste „Reset“ lässt sich der angezeigte
„Min.-“ oder „Max.-Wert“ zurücksetzen.
%
Bild 4: Die Luftfeuchteanzeige des
TFM 100
Temperatur-Feuchte-Logger
Mit der Taste „Mode“ startet man das
Einstellungsmenü des Temperatur-Feuchte-Loggers.
Nach dem Starten des Loggers ist die
Intervallzeit einzustellen. Diese lässt sich
mit den Tasten + (Taste „Max“) und
- (Taste „Min“) im Bereich von einer
Sekunde bis zu einer Stunde einstellen. In
der Abbildung 5 ist die Intervallzeit beispielhaft auf 1 Minute eingestellt, d. h.
Bild 5: Hier ist das Aufzeichnungsintervall des Datenloggers auf eine
Minute eingestellt.
4
°C
Bild 6: Die Anzeige während des
Datenlogger-Betriebs. Die BargraphAnzeige signalisiert den bereits
belegten Speicherraum, in der Digitalanzeige erscheint der aktuelle
Temperaturmesswert.
dass der Logger nach dem Starten jede
Minute einen neuen Messwert-Satz, bestehend aus Temperatur- und Luftfeuchtewert, aufnimmt.
Durch nochmaliges Betätigen der Taste
„Mode“ gelangt man in einen weiteren
Menüpunkt (LOG OK). Hier lässt sich die
Aufzeichnung mit der Taste + starten oder
man kann mit der Taste „Mode“ den LogMode verlassen.
Während der Aufzeichnung (siehe Abbildung 6) wird der zuletzt aufgezeichnete
Messwert im Display angezeigt. Die Bargraph-Anzeige gibt an, wie weit der interne Log-Speicher gefüllt ist. Das letzte
Segment der Bargraph-Anzeige blinkt bei
jeder Messung kurz auf. Durch Betätigung
der Taste - kann man die Aufzeichnung
stoppen und durch eine weitere Betätigung
der Taste „Mode“ die Betriebsart „Datenlogger“ verlassen. Beim Ausschalten des
TFM 100 bleiben die im FRAM gespeicherten Daten erhalten. Diese werden erst
bei erneutem Start des Datenloggers überschrieben.
Die aufgezeichneten Daten lassen sich
anschließend mit der TFM-100-WindowsSoftware auslesen. Durch Verbinden der
TFM-100-Hardware mit einem PC über
ein USB-Kabel wechselt diese automatisch in den USB-Mode, wobei die Messungen unterbrochen und die USB-Schnittstelle freigeschaltet werden. Die genauere
Beschreibung der TFM-100-WindowsSoftware erfolgt später im Kapitel „Windows-Software”.
Schaltung
Die gesamte Schaltung des TFM 100 ist
in zwei Teilen (Sensor-/Hauptschaltung)
in Abbildung 7 und 8 dargestellt.
Das zentrale Element des TFM 100 bildet der Mikrocontroller IC 5. Dieser wertet
die Sensor-Daten aus und übernimmt die
Ansteuerung des Displays. Weiterhin organisiert er die Auswertung der Bedientaster, die Abspeicherung der Log-Daten und
die Ansteuerung des USB-Moduls.
Der interne Haupt-Oszillator wird durch
den Quarz Q 3 und die Kondensatoren
C 27 und C 28 auf 4,194 MHz stabilisiert.
Des Weiteren besitzt die Schaltung einen
Sub-Oszillator, der durch den Quarz Q 2
und die Kondensatoren C 25 und C 26 auf
32,768 kHz stabilisiert wird. Zwischen den
Messungen schaltet der Mikrocontroller
softwaremäßig auf den Sub-Oszillator-Takt
um, weil die Schaltung mit einem geringeren Takt weniger Strom verbraucht.
Der Kondensator C 24 sorgt für einen
definierten Reset-Impuls beim Zuschalten
der Betriebsspannung und damit für definierte Verhältnisse beim Einschalten oder
nach einem Spannungsausfall. Der Programmierstecker PRG 1 und der Widerstand R 17 dienen zur Programmierung des
Mikrocontrollers in der Serienproduktion.
Das Display verfügt über 32 Segmentleitungen (SEG 0 bis SEG 31) und vier
Ebenen (COM 0 bis COM 4), die direkt mit
den entsprechenden Ports des Controllers
verbunden sind. Die Anpassung des Display-Kontrastes erfolgt mit Hilfe der Widerstände R 18 bis R 21.
An die Stiftleiste ST 1 wird der abgesetzte Sensor angeschlossen. Der Widerstand R 4 dient als Pull-up-Widerstand für
die Datenleitung. Die Spulen L 2 und L 3
dienen zur Störungsunterdrückung auf den
Datenleitungen zum Sensor.
Die I2C-Leitungen des FRAMs (IC 3)
sind mit dem Port 3.0 bis 3.2 verbunden.
Die Spannungsversorgung des TFM 100
ist mit dem Spannungsregler IC 4 (HT 7150)
realisiert. Dieser Spannungsregler hat einen Eingangsspannungsbereich von 5 bis
24 V/DC. Die Kondensatoren C 19 und
C 20 dienen zur Stör- und Schwingneigungsunterdrückung. Nach der Pufferung
der Batterie-Spannung durch den Elko C 18
gelangt die Spannung direkt auf den Emitter des Transistors T 3. Dieser Transistor
kann über den Taster TA 1 „On“ oder den
Transistor T 2 in den leitenden Zustand
versetzt werden. Sobald die Taste betätigt
wird, erhält der Spannungsregler und somit auch der Mikrocontroller seine Betriebsspannung. Dieser wiederum gibt sofort an Port 2.0 ein „High-Signal“ aus und
steuert über R 12 den Transistor T 2 durch,
der wiederum den „Ein-Zustand“ des Gerätes hält.
Zum Ausschalten des TFM 100 ist der
Transistor T 2 und somit auch T 3 über den
Prozessorport wieder in den Sperrzustand
zu versetzen. Dadurch ist auf einfache
Weise eine Auto-Power-off-Funktion realisiert, die das Gerät ausschaltet, wenn längere Zeit keine Tastaturbetätigung erfolgt.
Solange die Datenaufzeichnung im Datenlogger-Modus läuft, ist die Auto-Poweroff-Funktion deaktiviert. Darüber hinaus
lässt sich die Auto-Power-off-Funktion
auch komplett deaktivieren. Dazu ist wie
beschrieben die „Hold-Taste“ und anschließend die „Reset-Taste“ zu betätigen.
Der Transistor T 1 und die Widerstände
ELVjournal 5/03
BU1
USB-Buchse
BAT
SCLK
1
2
3
4
L2
L3
+5V
15u
15u
C1
R4
4
3
2
1
1n
SMD
+5V
C4
C6
1n
SMD
USB_VCC
C5
100n
SMD
330K
+9V
R5
1M
L1
22uH
T1
BC858C
Low
Batt.
Erkennung
R6
R3
22R
R9
2K2
IC1
ELV03346
IC3
5
SDA
6
SCL
24C64
R1
C8
33p
SMD
Q1
C32
6 MHz
33p
SMD
TA1
TA1
TA1
TA1
TA1
TA1
TA1
Folientastatur
1K5
22R
33n
SMD
C7
R2
USB_VCC
+5V
Off
Hold
Max
Min
Reset
Mode
Range
8
1
CS
Vcc
7
2
SK
NC
6
3
Din
NC
5
4
GND Dout
R7
10K
100K
R8
1
2
3
7
EEPROM
+5V
BAT43
+
1u
100V
+5V
USB_VCC
D5
C21
100n
SMD
C23
USB-EEPROM
USB_VCC
100n
SMD
1n
SMD
Spannungsstabilisierung
IC4
OUT
C20
8
IC3
100n
SMD
33K
C3
100n
SMD
ST1
D4
100n
SMD
IN
GND
HT-7150
C22
100n
SMD
+9V
C19
12
IC5
C15 C16
1n
SMD
+
BAT43
100n
SMD
C13 C14
1n
SMD
Einschalttransistor
T3
C18
BC858C
BAT43
R16
100K
R11
+ C2
10u
16V
33K
Stiftleiste
100n
SMD
D3
C11 C12
H_ON
R14
100K
Sensor-Anschluß
IC2 30 3 13 26
1n
SMD
29 9 17 FT245BM
C17
AVCC
AGND
VCC
GND
VCC
GND
VCC
DATA
USB_VCC
C9 C10
100n
SMD
On
BAT43
D2
LL4148
T2
BC848C
4
24CL64
6
8
7
5
4
32
1
2
27
28
31
IC2
D0
3V3OUT
D1
USBDM
D2
USBDP
D3
RSTOUT
D4
/RESET
D5
D6
EECS
D7
EESK
EEDATA
/RD
WR
XIN
/TXE
/RXF
SI/WU
/PWREN
XOUT
FT245BM
TEST
USB_VCC
25
24
23
22
21
20
19
18
16
15
14
12
11
10
USB-Umsetzung
PRG1
Vpp
VDD
SDAT
SCLK
Reset
Vss
+5V
ProgrammierAdapter
R17
22K
C24
470n
SMD
BAT
H_ON
VCL0
VCL1
VCL2
BIAS
XOUT
XIN
4
5
6
7
3
2
1
80
79
78
77
76
75
74
73
72
71
70
69
68
67
66
65
64
63
62
61
60
59
58
57
56
55
54
53
52
9
10
11
8
14
15
LCD1
LC-Display
SEG0
SEG1
SEG2
SEG3
SEG4
SEG5
SEG6
SEG7
SEG8
SEG9
SEG10
SEG11
SEG12
SEG13
SEG14
SEG15
SEG16
SEG17
SEG18
SEG19
SEG20
SEG21
SEG22
SEG23
SEG24
SEG25
SEG26
SEG27
SEG28
SEG29
SEG30
SEG31
1
COM0
2
COM1
3
COM2
4
COM3
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
32
33
34
35
36
0R
R21
R20
R19
C31
10K
100n
SMD
10K
C29 C30
100n
SMD
100n
SMD
Bild 7: Hauptschaltung des Temperatur-Feuchte-Messgerätes
sowie die Induktivität L 1 dienen zur Stabilisierung dieser Spannung bzw. zur Unterdrückung hochfrequenter Störungen. Des
Weiteren wird die gesamte Schaltung beim
Anschluss über die USB-Schnittstelle und
somit beim Auslesen der geloggten Daten
über den USB-Anschluss versorgt.
Neben den beiden Leitungen für die
Betriebsspannung besteht der USB aus zwei
Datenleitungen (D+, D-). Diese sind jeweils
über einen Widerstand zum Leitungsabschluss (R 2, R 3) mit dem USB-Controller
(IC 2) verbunden. Der Widerstand R 1
dient als Pull-up-Widerstand für die D+Datenleitung. Über den definierten „High“Pegel erkennt der PC, dass die TFM-100Hardware angeschlossen wurde.
Der externe Sensor wird über ein abgeschirmtes Kabel mit dem TFM 100 verbunden.
Nachbau
Im TFM 100 kommen vorwiegend SMD5
IC5
ELV03329
22p
SMD
10K
19 ¯¯¯¯¯¯
RESET
20
P0.0/INT4
COM0
21
¯¯¯¯
P0.1/SCK
COM1
22
P0.2/SO
COM2
23
P0.3/SI
COM3
24
P1.0/INT0
SEG0
25
P1.1/INT1
SEG1
26
P1.2/INT2
SEG2
27
P1.3/TCL0
SEG3
SEG4
28
P2.0/TCLO0
SEG5
29
P2.1
SEG6
30
P2.2/CL0
SEG7
31
P2.3/BUZ
SEG8
SEG9
32
P3.0/LCDCK
SEG10
33
P3.1/SCDSY
SEG11
34
P3.2
SEG12
35
P3.3
SEG13
SEG14
36
P4.0
SEG15
37
P4.1
SEG16
38
P4.2
SEG17
39
P4.3
SEG18
SEG19
40
P5.0
SEG20
41
P5.1
SEG21
42
P5.2
SEG22
43
P5.3
SEG23
P8.0/SEG24
44
P6.0/KS0
P8.1/SEG25
45
P6.1/KS1
P8.2/SEG26
46
P6.2/KS2
P8.3/SEG27
47
P6.3/KS3
P8.4/SEG28
P8.5/SEG29
P8.6/SEG30
P8.7/SEG31
TEST
XTIN
XTOUT
Q3
C28
4.194304
MHz
Mikrocontroller
C27
22p
SMD
48
P7.0/KS4
49
P7.1/KS5
50
P7.2/KS6
51
P7.3/KS7
16
17
18
22p
SMD
R18
On
DATA
SCLK
Q2
32.768 kHz
C25 C26
22p
SMD
ELVjournal 5/03
R15
220K
100n
SMD
Bild 8: Sensorschaltung des Temperatur-Feuchte-Messgerätes
13
100n
SMD
ELV03329
Sensor
1u
100V
SHT
C1
9V Blockclip
Stiftleiste
5
1
+UB
PROG
4
CLK
3
DATA
2
GND
R12
220K
BAT1
4
3
2
1
R13
100K
100n
SMD
FS1
ST1
D1
TA1
On
On
R 5 und R 6 realisieren eine „Low-BatErkennung“. Eine für den ordnungsgemäßen Betrieb zu niedrige Batteriespannung
wird im Display mit dem „Bat“-Symbol
dargestellt.
Der USB-Controller vom Typ FT245BM
realisiert die Schnittstelle zwischen der
TFM-100-Hardware und einem PC. Die
Ports P 4 und P 5 des Mikrocontrollers
(IC 5) bilden den Datenbus zwischen USBController (IC 2) und Mikrocontroller IC 5.
Die Ansteuerung ist über zwei Statusleitungen (TXE, RXF) und über zwei Steuerleitungen (RD, WR) realisiert.
Das zentrale Element der USB-Umsetzung bildet der USB-Controller, welcher
speziell für die Konvertierung zwischen
USB und einem parallelen FIFO-Speicher
(First In First Out) entwickelt wurde. Der
USB-Controller signalisiert empfangene
Daten über „Low“-Pegel auf der RXFLeitung. Der Mikrocontroller erkennt dies
und liest die Daten durch Takten der RDLeitung über den Datenbus aus dem FIFOSpeicher aus. Das Schreiben von Daten
geschieht ähnlich. Die Daten sind auf den
Datenbus zu legen und über die WR-Leitung in den FIFO-Speicher zu übertragen.
Die Übertragung der Daten übernimmt der
USB-Controller eigenständig und signalisiert dies über einen „High“-Pegel an der
TXE-Leitung.
Der USB-Controller beinhaltet eine Art
Mikrocontroller, so dass eine Taktversorgung gewährleistet sein muss. Dafür wird
der interne Oszillator mit dem Quarz Q 1
und den Kondensatoren C 7 und C 8 auf
eine Frequenz von 6 MHz stabilisiert. Ein
definiertes Starten des USB-Controllers
wird durch Beschalten des Reset-Pins auf
VCC sichergestellt.
Zur Speicherung der Erkennungsdaten
(Vendor-ID, Product-ID, Seriennummer
etc.) des TFM 100 ist an die „Microwire“Schnittstelle des USB-Controllers ein
EEPROM vom Typ ELV03346 (IC 1) angeschlossen. Damit erkennt ein PC mit
USB-Funktionalität das TFM 100 als
USB-Gerät.
Die Spannungsversorgung der gesamten USB-Umsetzung erfolgt über den USB,
der eine Spannung von 5 V zur Verfügung
stellt. Diese Betriebsspannung gelangt über
die USB-Buchse (Pin 1 und Pin 4) auf die
Schaltung. Die Kondensatoren C 1 bis C 5
R10
470R
Teilausschnitt der
Basisplatine von der
Bestückungsseite mit
zugehörigem
Bestückungsplan
Komponenten für die Oberflächenmontage zum Einsatz. Die Verarbeitung von SMD-Bauteilen setzt jedoch Löterfahrung und eine besonders sorgfältige Arbeitsweise voraus. Weiterhin ist ein Minimum an Spezialwerkzeugen für die Verarbeitung der
winzigen Bauteile Voraussetzung. So sind
ein Lötkolben mit sehr feiner Lötspitze
und eine gute Pinzette zum Fassen und
Positionieren der kleinen Teile erforderlich. Außerdem sollten dünnes SMD-Lötzinn und Entlötsauglitze nicht fehlen.
Schließlich leistet eine starke und möglichst beleuchtbare Standlupe hier gute
Dienste, um die nicht einfache Positionierung der kleinen Bauteile zu erleichtern.
Wir beginnen die Bestückungsarbeiten mit dem neben dem Display
einzigen Bauelement auf der Bestückungsseite (BS), dem Single-ChipMikrocontroller IC 5. Aufgrund der
insgesamt 80 Anschlusspins und dem
damit verbundenen geringen Pinabstand ist der Verarbeitung dieses
Bauteils besondere Sorgfalt zu widmen. Ganz wichtig ist hier, wie bei
allen gepolten Bauelementen, die Beachtung der korrekten Einbaulage.
Denn es ist nahezu unmöglich, einen
versehentlich mit falscher Polarität
eingebauten Mikrocontroller ohne
Beschädigung wieder von der Leiterplatte zu entfernen.
Zuerst wird an einer beliebigen
Gehäuseecke ein Lötpad der Leiterplatte vorverzinnt und dann der Prozessor polaritätsrichtig exakt positioniert. Nach dem Verlöten dieses
Anschlusspins ist sorgfältig zu überprüfen, ob alle weiteren Anschlüsse
exakt mittig auf den zugehörigen Lötpads
aufliegen. Bereits eine geringe Verschiebung hat die Folge, dass sich die übrigen
Pins in der Reihe nicht ordnungsgemäß
verlöten lassen. Weiterhin ist die Gefahr
von Lötzinnbrücken sehr groß. Wenn der
Prozessor exakt positioniert ist, werden
alle weiteren Anschlusspins verlötet.
Zweckmäßigerweise beginnt man hier mit
dem Pin, welches dem zuerst verlöteten
Pin diagonal gegenüberliegt, um eine sichere Fixierung zu gewährleisten. Sollte
dabei versehentlich Lötzinn zwischen die
Prozessoranschlüsse laufen, so ist dieses
überschüssige Lötzinn mit Entlötlitze abzusaugen. Nach einer gründlichen Überprüfung mit einer Lupe oder Lupenleuchte
auf ordnungsgemäße Lötstellen und eventuelle Schlüsse zwischen den Pins wenden
wir uns der zweiten Platinenseite, der Lötseite (LS), zu.
Auf der Lötseite werden im nächsten
Arbeitsschritt alle ICs in der gleichen Weise wie der Prozessor aufgelötet. Die kor-
rekte Polarität ist bei SMD-ICs daran zu
erkennen, dass die Pin 1 zugeordnete Gehäuseseite leicht angeschrägt oder mit einer Vertiefung markiert ist. Diese Gehäuseseite muss mit der entsprechenden
Markierung im Bestückungsdruck übereinstimmen. Überschüssiges Lötzinn ist
auch hier am einfachsten mit Entlötlitze
wieder zu entfernen.
Danach erfolgt das Bestücken der SMDTransistoren und des Spannungsreglers
Ansicht der fertig bestückten
Basisplatine des TFM 100 mit
zugehörigem Bestückungsplan von
der Lötseite
6
ELVjournal 5/03
Stückliste: TemperaturFeuchte-Messgerät
Ansicht der fertig bestückten Sensorplatine mit zugehörigem Bestückungsplan
(IC 4). Durch die Pinkonstruktion und die
entsprechende Lage der Lötpads ist ein
verpoltes Bestücken eigentlich nicht möglich. Die Bauteile sind so zu bestücken,
dass ihre Beschriftung auch nach dem
Auflöten lesbar bleibt.
Weiter geht es dann mit den SMDWiderständen, deren Wert direkt auf dem
Gehäuse aufgedruckt ist. Auch hier ist zunächst ein Anschluss zu verlöten und nach
Kontrolle der exakten Lage der zweite
Anschluss.
Vorsicht ist bei der Verarbeitung der
nun folgenden SMD-Kondensatoren geboten. Diese Bauteile besitzen keinerlei
Bild 9: Zuordnung der Adernfarbe
Kennzeichnung und sind daher leicht zu
verwechseln. SMD-Kondensatoren sollten
deshalb erst direkt vor der Verarbeitung
einzeln aus der Verpackung entnommen
werden.
Jetzt sind die SMD-Dioden zu bestücken. Diese sind an der Katodenseite durch
einen Ring gekennzeichnet, der mit der
Markierung im Bestückungsdruck korrespondieren muss.
Abschließend erfolgt die Bestückung der
SMD-Spulen.
Damit sind dann alle SMD-Komponenten bestückt. Eine grundsätzliche Sicht-
3
2
kontrolle hinsichtlich Löt- und Bestückungsfehlern sollte bereits an dieser Stelle erfolgen.
Die jetzt noch fehlenden bedrahteten
Bauelemente sind wesentlich einfacher zu
verarbeiten. Sie werden von der Lötseite
aus bestückt und auf der Bestückungsseite
verlötet.
Nach dem Einlöten der Quarze Q 1, Q 2
und Q 3 sind die Elektrolyt-Kondensatoren
an der Reihe. Wichtig ist bei den üblicherweise am Minuspol gekennzeichneten Elkos das polrichtige Einsetzen. Auf der Bestückungsseite werden danach alle überstehenden Drahtenden abgeschnitten, ohne
die Lötstelle selbst dabei zu beschädigen.
Die USB-Buchse BU 1 und die Buchse für
die Folientastatur müssen vor dem Verlöten der Anschlusspins plan auf der Leiterplattenoberfläche aufliegen.
Verdrahtung
Die Anschlussleitungen des 9-V-Batterieclips sind vor dem Verlöten zur Zugentlastung durch die zugehörigen Bohrungen
der Leiterplatte zu fädeln, wie es auf dem
Platinenfoto zu sehen ist. Das Gleiche gilt
für den Anschluss des komplett vormontiert gelieferten Temperatur-Feuchte-Sensors (TFM 100S). Vor dem Einfädeln der
Sensorleitung ist das Sensorkabel durch
die Abschlussplatte des Gehäuses (Richtung beachten!) hindurch zu führen, die
das Gehäuse unten verschließt. Weiterhin
ist beim Anschluss des Sensors auf die
Einhaltung der Zuordnung der Adernfarben zu achten. An dem mit einem Punkt
markierten Pad der Stiftleiste 1 (ST 1) ist
die braune Leitung des Sensors anzuschließen. Weiter geht es mit der grünen
Leitung, dann der weißen Leitung und abschließend dem Schirm, wie es auch aus
dem Bestückungsdruck und dem Detailfoto (Abbildung 9) ersichtlich ist. Die
Schirmleitungen der
einzelnen Adern sind
zu einer Leitung zu verdrillen, sie werden gemeinsam am Lötpad
1
„Schirm“ verlötet.
4
Bild 10: Montage
des Displays
ELVjournal 5/03
Widerstände:
0 Ω/SMD ...................................... R20
22 Ω/SMD ............................... R2, R3
470 Ω/SMD .................................. R10
1,5 kΩ/SMD ................................... R1
2,2 kΩ/SMD ................................... R9
10 kΩ/SMD .......... R7, R18, R19, R21
22 kΩ/SMD .................................. R17
33 kΩ/SMD ........................... R4, R11
100 kΩ/SMD ........ R8, R13, R14, R16
220 kΩ/SMD ....................... R12, R15
330 kΩ/SMD .................................. R5
1 MΩ/SMD .................................... R6
Kondensatoren:
22 pF/SMD .......................... C25–C28
33 pF/SMD .............................. C7, C8
1 nF/SMD C3, C5, C10, C12, C14, C16
33 nF/SMD ................................... C32
100 nF/SMD .............. C2, C4, C6, C9,
C11, C13, C15, C17, C19,
C20, C22, C23, C29–C31
470 nF/SMD ................................. C24
1 μF/100V ........................... C18, C21
10 μF/16V ...................................... C1
Halbleiter:
ELV03346/SMD ........................... IC1
FT245BM ...................................... IC2
FM24C64/SMD ............................. IC3
HT7150/SMD ................................ IC4
ELV03329 ..................................... IC5
BC858C .................................... T1, T3
BC848C .......................................... T2
BAT43/SMD ..................... D1, D3-D5
LL4148 ........................................... D2
LC-Display ................................ LCD1
Sonstiges:
Quarz, 6 MHz, HC49U4 ................ Q1
Quarz, 32,768 kHz ......................... Q2
Quarz, 4,194304 MHz, HC49U4 ... Q3
SMD-Induktivität, 22 μH ............... L1
SMD-Induktivität, 15 μH ......... L2, L3
USB-B-Buchse, winkelprint ....... BU1
Folientastatur, 8 Tasten,
selbstklebend ............................ TA1
9-V-Batterieclip ......................... BAT1
1 Temperatur-Feuchte-Sensor
TFM100S, komplett
1 3,5"-Diskette TFM-100-Treiber
1 3,5"-Diskette TFM-100-Programm
1 Gehäuse, komplett, bearbeitet und
bedruckt
Displaymontage
Nun wenden wir uns wieder der Prozessorseite der Leiterplatte zu, wo noch
das Display zu montieren ist. Dazu wird
dieses so in den Klarsicht-Halterahmen
gelegt, dass die Glasverschweißung an
der linken Displayseite (Abbildung 10) in
die zugehörige Aussparung des Rahmens
ragt. Dann ist der Befestigungsrahmen
von der rechten Seite her aufzuschieben
und mit zwei Leitgummistreifen zu bestü7
Bild 11: Das Grundmenü der
TFM-100-Windows-Software
cken. Die Montage der zusammengebauten Displayeinheit auf der Leiterplatte erfolgt durch vorsichtiges und gleichmäßiges Verschrauben mit sechs Knippingschrauben der Größe 2,0 x 6 mm. Nach der
Montage befindet sich der Mikrocontroller
unter dem Display.
Gehäusemontage
Jetzt ist die Folientastatur mit eingelegter Tastaturbeschriftung auf die richtige
Position auf der Außenseite der Gehäuseoberschale zu kleben und an die zugehörige Buchse (TA 1) der Leiterplatte anzuschließen. Die Leiterplatte wird nun lagerichtig in die Gehäuseoberschale eingelegt, Stirn- und Abschlussplatte werden
positioniert. Sechs Knippingschrauben
(2,2 x 5 mm) dienen nun zur Befestigung
der komplett fertig gestellten und verkabelten Leiterplattenkonstruktion. Daraufhin ist die Gehäuseunterschale aufzulegen
und mit der Oberschale zu verschrauben.
Hierfür werden die 4 selbstschneidenden
Schrauben der Größe 2,5 x 8 mm benötigt.
Erster Test
Nach Anschluss einer 9-V-Blockbatterie kann ein erster Funktionstest des Gerätes erfolgen. Das TFM 100 ist einzuschalten, es zeigt daraufhin die aktuell gemessene Temperatur an. Die Anzeige „Err“ signalisiert einen fehlerhaften Anschluss des
Temperatur-Feuchte-Sensors.
Installation
Vor dem Starten der TFM-100-Installations-Software ist das Messgerät über ein
normales USB-Verbindungskabel an eine
freie USB-Schnittstelle des PCs oder eines
USB-Hubs anzuschließen.
Das Messgerät startet, und auf dem Display wird „On USB“ angezeigt. Zur gleichen
Zeit erkennt der PC das angeschlossene
TFM 100 und verlangt nach kurzer Zeit einen
USB-Treiber. Dieser Treiber (ftd2xx.inf)
befindet sich auf der mitgelieferten Treiber-Diskette.
Anschließend ist von der Programm-Diskette die Installationsroutine (setup.exe) zu
starten. Ein Installationsmanager führt durch
die gesamte Installation der TFM-100-Windows-Software. Die Readme.txt-Datei auf
der Diskette erklärt die Setup-Bedienung
für das jeweilige Betriebssystem.
Bedienung
Nach erfolgreicher Installation der
TFM-100-Windows-Software startet diese automatisch. Es erscheint das Grundmenü der TFM-100-Windows-Software (Abbildung 11). Beim Starten der Software
erfolgt automatisch die Konfiguration der
USB-Schnittstelle. Eine fehlerhafte Konfiguration wird durch eine Fehlermeldung
signalisiert. In diesem Fall ist die USBVerbindung erneut herzustellen und die
Konfiguration der USB-Schnittstelle über
den Button „Connect“ zu starten.
Wie bereits erwähnt, können die aufgezeichneten Logger-Daten mit Hilfe der
TFM-100-Windows-Software ausgelesen
und abgespeichert werden. Über den Button „Zielordner“ lässt sich ein Zielordner
auswählen und ein Name für die Datei
vergeben.
Durch Betätigung des Buttons „Start“
wird die Übertragung gestartet. Ein dar-
aufhin erscheinender Fortschrittsbalken
gibt den Stand der Übertragung an. Nach
der Daten-Übertragung ist die TFM-100Windows-Software zu schließen. Die gesammelten Daten können dann mit einem
Tabellenkalkulationsprogramm bearbeitet
werden. In der Abbildung 12 ist ein mit
dem Tabellenkalkulationsprogramm „Excel“ geöffneter Datensatz dargestellt. In
der Spalte „A“ ist die laufende Nummer zu
sehen. Die Spalte „B“ zeigt die fortlaufende Intervallzeit an, die im abgebildeten
Beispiel auf 1 Minute eingestellt ist. In den
Spalten „C“ und „D“ steht der jeweilige
Messwert (Temperatur/Feuchte).
Zur Ermittlung der realen Aufzeichnungszeit, beispielsweise um den Messwert von 09:46 Uhr zu ermitteln, ist in die
Spalte „F“ die Logger-Startzeit einzugeben (Hinweis: Startzeit des Datenloggers
bitte notieren!). Zuvor formatiert man die
Zellen der Spalten „E“ und „F“ unter dem
Menüpunkt „Zellen formatieren/Zahlen/
Benutzerdefiniert“ auf hh:mm:ss (Stunden:Minuten:Sekunden). Die Startzeit ist
auf alle Zeilen der Spalte „F“ zu kopieren.
Daraufhin erfolgt die Addition der Spalte
„Startzeit“ (Spalte „F“) und der Spalte „Intervallzeit“ (Spalte „B“) sowie das Schreiben des Ergebnisses in Spalte „E“. Hier
steht jetzt die Uhrzeit, an der die Messwerte aufgezeichnet wurden. Weiterhin lassen
sich die Werte über die üblichen „ExcelFunktionen“ in Kennlinien umsetzen.
Abschließend bleibt festzustellen, dass
mit dem Temperatur-Feuchte-Messgerät
TFM 100 sowie der zugehörigen Software
ein leistungsfähiges, präzises und dennoch
handliches Mess-System für Temperaturen und Luftfeuchtewerte zur Verfügung
steht, das insbesondere durch die integrierte Datenlogger-Funktion hervorsticht und
so auch Langzeitaufzeichnungen an einem
Messobjekt erlaubt.
Windows-Software
Für die Datenlogger-Funktion des TFM 100
steht eine Windows-Software zum Auslesen der mit dem TFM 100 aufgezeichneten
Log-Daten zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Software erfolgt die Übertragung der
aufgezeichneten Temperatur- und Feuchte-Messwerte zu einem über die USBSchnittstelle angeschlossenen WindowsPC. Die Daten werden in einem Dateiformat (*.slk) abgespeichert, das mit einem
Tabellenkalkulationsprogramm weiter verarbeitet werden kann. Somit ist es möglich,
die gesammelten Daten zu speichern, auszudrucken oder in eine Kennlinie umzusetzen. Die Windows-Software befindet sich
auf der dem Bausatz beiliegenden Diskette.
8
Bild 12: Ein mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Excel
geöffneter Temperatur-Feuchte Datensatz
ELVjournal 5/03
Herunterladen