Die Welt, der Schmerz, die Erde,
die Mutter, die Menschen, die Wüste,
die Ehre, das Elend, der Sommer,
das Meer.
auf den Weg gegeben. Wörter, die viel­
leicht das Wesen dieser Stücke streifen.
Schließlich haben unsere LieblingsTheater-AutorInnen aufgeschrieben,
was sie mit diesen Wörtern verbinden.
Albert Camus hat in den Tagebüchern
von 1951 bis 1958 seine zehn bevorzugten
Lieblingswörter notiert. Kann man eine
Welt oder einen Menschen zusammen­
ziehen auf zehn Wörter? Natürlich nicht,
aber sie geben eine Ahnung und öffnen
gleich­zeitig ein Feld des unbestimmten
Fragens und Weiterdenkens.
Mit Albert Camus verbinden wir die
eigensinnig glückliche Hoffungslosigkeit
eben­­­­so wie den leidenschaftlichen,
un­einverstandenen, hungrigen Lebens­
einsatz, Intensität und Widerstand. Bewe­
gungen und Empfindungen, die für
unser Theaterverständnis wesentlich sind.
Wir haben den zehn Stücken, die in der
nächsten Spielzeit im Deutschen Theater
Premiere haben, Schlüssel­wörter mit
2
Es sind sehr unterschiedliche Texte ent­
standen: Gleichnisse, fern unserer Reali­tät,
Kindheitserfahrungen, die schmerz­haft
an eigene erinnern. Es wird introvertiert,
dann ganz zugespitzt erzählt, Gefühle
werden seziert, transformiert und infrage
gestellt. Realitätsverschiebungen verwir­ren. Es gibt die Frage nach kollektiven
Em­pfindungen, die Welt als Ich-Gefängnis,
Gott als Ärgernis, die Forderung nach
Gemeinschaft, Gerechtigkeit und Liebe.
Die Dramen dieser Spielzeit zeichnen sich
durch Fragen nach Veränderbarkeit von
Realität aus. Sie zeigen Menschen in Real­
situationen, die sich wegsehnen, die
ihre Wirklichkeit befragen oder für etwas
Visionäres kämpfen. Was brauchen wir,
3
um der Welt etwas entgegenzusetzen?
Um den inneren Schweinehund zu be­
siegen? Wieviel Mut, Fantasie oder Gemein­
schaft? Die Texte unserer Autor­Innen
konzentrieren und weiten unseren Blick.
Gemeinsam mit Ihnen, unseren Besucher­
Innen, sind wir gespannt, welche über­
raschenden Deutungen unsere Schauspie­
lerInnen und RegisseurInnen diesen
Gefühls- und Gedankenwelten hinzufügen.
Ulrich Khuon
Roland Schimmelpfennig ZEIT Warten
auf Godot. Rebekka Kricheldorf
WIDERSPRUCH Tabula rasa: Gruppentanz und Klassenkampf. Nis-Momme
Stockmann SCHMERZ Woyzeck.
Mario Salazar FREMDE Die Frau vom
Meer. Lukas Bärfuss TAUMEL Das
weite Land. Nino Haratischwili
MUTTER Herbstsonate. Dea Loher
BEGEHREN Was Ihr wollt. Wolfram
Lotz ANGST Macbeth. Philipp Löhle
FREIHEIT Winter­sonnenwende.
Nuran David Calis GOTT Amphitryon.
4
5
Warten auf Godot Premieren
14 – 15
von Samuel Beckett, Regie: Ivan Panteleev
Berlin-Premiere am 5. September 2014 im Deutschen Theater
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Tabula rasa: Gruppentanz und Klassenkampf nach Carl Sternheim, Regie: Tom Kühnel /Jürgen Kuttner
Premiere am 11. September 2014 im Deutschen Theater
Der Geizige von Molière, Regie: Martin Laberenz
Premiere am 25. September 2014 in den Kammerspielen
Transit von Anna Seghers, Regie: Alexander Riemenschneider
Premiere am 28. September 2014 in der Box
Woyzeck von Georg Büchner, Regie: Sebastian Hartmann
Premiere am 3. Oktober 2014 im Deutschen Theater
Monster von David Greig, Regie: Simon Solberg
Premiere am 24. Oktober 2014 in der Box
Die Schönheit von Ost-Berlin Eine Ronald-Schernikau-Collage, Regie: Bastian Kraft
Uraufführung am 7. November 2014 in den Kammerspielen
Land der ersten Dinge / Bludička von Nino Haratischwili, Regie: Brit Bartkowiak
Uraufführung am 14. November 2014 in der Box
Koproduktion mit dem Slowakischen Nationaltheater Bratislava
6
7
Die Frau vom Meer Was ihr wollt Baal Unerträglich innige Umarmungen Das weite Land Macbeth Die lächerliche Finsternis Romeo und Julia Constellations Wintersonnenwende Gaunerstück Jede Stadt braucht ihren Helden von Henrik Ibsen, Regie: Stephan Kimmig
Premiere am 28. November 2014 im Deutschen Theater
von William Shakespeare, Regie: Stefan Pucher
Premiere am 27. Februar 2015 im Deutschen Theater
von Bertolt Brecht, Regie: Stefan Pucher
Premiere am 29. November 2014 in den Kammerspielen
von Iwan Wyrypajew, Regie: Andrea Moses
Uraufführung am 5. März 2015 in den Kammerspielen
von Arthur Schnitzler, Regie: Jette Steckel
Premiere am 12. Dezember 2014 im Deutschen Theater
von William Shakespeare, Regie: Tilmann Köhler
Premiere am 19. März 2015 im Deutschen Theater
von Wolfram Lotz, Regie: Daniela Löffner
Premiere am 14. Dezember 2014 in den Kammerspielen
von William Shakespeare, Regie: Christopher Rüping
Premiere am 28. März 2015 in den Kammerspielen
von Nick Payne, Regie: Hüseyin Michael Cirpici
Premiere am 8. Januar 2015 in der Box
von Roland Schimmelpfennig, Regie: Stephan Kimmig
Deutsche Erstaufführung am 30. April 2015 im Deutschen Theater
von Dea Loher, Regie: Alize Zandwijk
Uraufführung am 15. Januar 2015 in den Kammerspielen
von Philipp Löhle, Regie: Daniela Löffner
Uraufführung am 8. Mai 2015 in der Box
Koproduktion mit dem Ro-Theater Rotterdam
Amphitryon Herbstsonate von Heinrich von Kleist, Regie: Andreas Kriegenburg
Premiere am 29. Mai 2015 im Deutschen Theater
von Ingmar Bergman, Regie: Jan Bosse
Berlin-Premiere am 23. Januar 2015 im Deutschen Theater
Autorentheatertage 2015 Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart
Juni 2015
Alice im Wunderland weitere Inszenierungen von Lilja Rupprecht und Frank Abt
Eine Inszenierung des Jungen DT
nach Lewis Caroll, Regie: Nora Schlocker
Premiere am 8. Februar 2015 in den Kammerspielen
8
9
Deutsches Theater
Repertoire
14 – 15
Aus der Zeit fallen von David Grossman, Das Himbeerreich
von Andres Veiel, Das Spiel ist aus von Jean-Paul Sartre,
Demokratie von Michael Frayn, Der Besuch der alten Dame
von Friedrich Dürrenmatt, Der Löwe im Winter von James
Goldman, Diebe von Dea Loher, Die Jungfrau von Orleans
von Friedrich Schiller, Die Möwe von Anton Tschechow, Die Perser
von Aischylos, Die schmutzigen Hände von Jean-Paul Sartre,
Elektra von Sophokles, Geschichten aus dem Wiener Wald
von Ödön von Horváth, Gift von Lot Vekemans, Hedda Gabler
von Henrik Ibsen, Idomeneus von Roland Schimmelpfennig, In
Zeiten des ab­nehmenden Lichts von Eugen Ruge, Kinder der
Sonne von Maxim Gorki, Kleinbürger von Maxim Gorki, Kleist.
Geschichte einer Seele Szenische Lesung, Krankenzimmer
Nr. 6 von Anton Tschechow, Ödipus Stadt von Sophokles,
Aischylos, Euripides, Onkel Wanja von Anton Tschechow, Wassa
Schelesnowa von Maxim Gorki
Kammerspiele
Alltag & Ekstase von Rebekka Kricheldorf, Biografie: Ein
Spiel von Max Frisch, Capitalista, Baby! nach Ayn Rand
Der Heiler von Oliver Bukowski, Der Freund krank von NisMomme Stockmann, Der talentierte Mr. Ripley von Patricia
Highsmith, Die Sorgen und die Macht nach Peter Hacks,
Endspiel von Samuel Beckett, Geschichten von hier IV: Was
uns bleibt Ein Projekt von Frank Abt, Ihre Version des Spiels
von Yasmina Reza, Ismene, Schwester von von Lot Vekemans,
Jochen Schanotta von Georg Seidel, Jugend ohne Gott von
Ödön von Horváth, Kaminski ON AIR: Es kam von oben
von Stefan Kaminski, Muttersprache Mameloschn von Marianna
Salzmann, Sklaven Einakter von Georges Courteline, Tagebuch
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11
eines Wahnsinnigen von Nikolai Gogol, Tag der weißen
Blume von Farid Nagim, Tape von Stephen Belber, Tee im
Harem des Archimedes nach Mehdi Charef, Tod. Sünde. 7
Eine Stückentwicklung des Jungen DT, Tschick von Wolfgang
Herrndorf, Verbrecher aus verlorener Ehre nach Friedrich
Schiller, Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft
mit Argonauten / Mommsens Block von Heiner Müller,
Wastwater von Simon Stephens
Box und Bar
Antwort aus der Stille nach Max Frisch, Brandung von
Maria Milisavljevic, Die Legende vom 60/40-Gemisch
Liederabend Dieses Kind von Joël Pommerat, er nicht als
er von Elfriede Jelinek, Fahr doch allein Karussell Lieder
vom Leben, Geschichten von hier I: Glaube Liebe
Hoffnung Ein Projekt von Frank Abt, Hans Schleif Eine
Spurensuche, Home is where the Heart is Musik vom Land,
Jules und Jim von Henri-Pierre Roché, Lenz von Georg
Büchner, Moritz Grove präsentiert Casablanca
Ein Liederabend, Yellow Line von Charlotte Roos / Juli Zeh
12
13
Harald Baumgartner
Judith Hofmann
Elias Arens
Benjamin Lillie
Warten
auf Godot
Zeit
Roland Schimmelpfennig
Draußen: Felsen, Steine, Sträucher.
Ziegen mit Glocken um den Hals.
von Samuel Beckett
Regie: Ivan Panteleev
Für Dimiter Gotscheff
Berlin-Premiere: 5. September 2014
Deutsches Theater
Die Uhr ist stehengeblieben. Der Fernseher läuft ohne Ton. Eher
Schatten als Bilder. Gleichzeitig ist das Radio an. Es ist 11 Uhr. Es
ist 11 Uhr 30. Es ist zwölf Uhr. Die Nachrichten.
Mit einem Blick aus dem Fenster:
Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
– Sieh mich an, sagte sie. Was siehst du? Wie alt bin ich? Wie alt
bist du?
Landstraße. Ein Baum. Abend. Zwei Akte, zweimal zwei
Personen: Wladimir und Estragon, Pozzo und Lucky.
Manchmal geht ein Junge vorbei. Nichts geschieht. Und
es ist, wie gleich die erste Replik von Becketts Text sagt,
auch „nichts zu machen“. Was bleibt, ist das Warten.
Und das Sprechen. Als ob es keine andere Möglichkeit
gäbe, sich seiner selbst zu versichern. Als ob die sich
wiederholenden Rituale der Rede zugleich dazu dienten,
das Leiden an der Leere der Welt, den puren Zeit-Vertreib,
erträglich zu machen. Mit ihm zu spielen. Sich zu retten.
Während der Vorarbeiten zu seiner Warten auf GodotInszenierung ist Dimiter Gotscheff – der große bulgarische
Regisseur, der dem europäischen Theater seinen unverwechselbaren Stempel aus Lakonie, Witz, Poesie und Abgründigkeit aufgedrückt hat – im Oktober 2013 gestorben.
Es war insbesondere ein Wunsch seiner Schauspieler, das
Stück auf die Bühne zu bringen: als liebe­volle Hommage.
18
Das Geräusch eines Motors in der Ferne.
– Worauf warten? Nicht warten. Man darf nicht warten. Wartest
Du? Du musst aufhören zu warten, sagte sie.
Es ist 12 Uhr 30.
– Die sagen im Radio immer die Uhrzeit, den ganzen Tag, damit
wir denken, dass etwas weitergeht, aber die Zeit, was soll das
sein? Wer hat sich das ausgedacht? Komplizierte Sache, ich habe
darüber nachgedacht. Es gibt keine Zeit. Es gibt nur den Anfang
und das Ende von etwas, und das Ende ist gleichzeitig der Anfang
von etwas und der Anfang ein Ende. Alles dreht sich im Kreis.
Die Ziegen mit den Glocken. Sie ruft etwas aus dem Fenster.
– Es gibt keine Zeit. Es gibt nur den Stillstand und die Veränderung.
19
Michael Goldberg
Ulrich Matthes
Widerspruch
Rebekka Kricheldorf
Die Gänsemagd und der König Es war einmal ein junger König.
Er war von milder Natur und regierte mit Güte und Nachsicht,
aber er hatte eine schwierige Eigenschaft: Sobald sein Ohr einen
Widerspruch vernahm, erboste er, ergriff sein Schwert und hieb
den Widersprechenden mitten entzwei. So verschliss er et­liche
Kammerdiener, Köche und Verwandte. Eine Frau hatte er nicht,
denn keine wagte es, sich mit ihm zu vermählen, obwohl er doch
so jung und schön war und ein goldenes Herz hatte. Im Hof lebte
eine Gänsemagd, die wollte Königin werden. Sie fragte den Gevatter Tod, was sie tun könne. „Ganz einfach“, sprach der Gevatter, „du musst nur alles, was der König sagt, bestätigend wiederholen, was es auch sei.“ Die Gänsemagd heiratete den König,
und als sie am Morgen nach der Hochzeit am Frühstückstisch saßen, sprach der König: „Gott ist tot, sagt Nietzsche. Das stimmt.“
„Das stimmt“, wiederholte die Königin, und der König herzte sie
und lachte. Am zweiten Morgen sprach der König: „Die Hölle, das
sind die Anderen, sagt Sartre. Das stimmt.“ „Das stimmt,“ wiederholte die Königin, und der König herzte sie und lachte. Am dritten
Morgen sprach der König: „Eigentum ist Diebstahl, sagt Proudhon. Das stimmt nicht.” „Das stimmt nicht“, wiederholte die Königin. „Was, das stimmt nicht?“ schrie der König erbost, ergriff sein
Schwert und hieb sie mitten entzwei. Und wenn er nicht gestorben ist, so lebt er noch heute einsam in dem großen Schloss und
hat seinen Irrtum noch immer nicht bemerkt.
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Tabula rasa:
Gruppentanz
und
Klassenkampf
nach Carl Sternheim
Ein Projekt von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner
Premiere: 11. September 2014
Deutsches Theater
Dass Carl Sternheim die deutsche Sozialdemokratie ver­
abschiedete, ist fast 100 Jahre her: Seine Komödie Tabula
rasa (1916) zeigt einen Protagonisten, der so lange zwischen Klassenbewusstsein und Renditeerwartung, Arbeiter­
solidarität und Aktionärsinteresse hin und her laviert,
bis er seinem radikalen Egoismus freie Bahn und sämtliche
Widersprüche hinter sich lässt.
Was war das eigentlich nochmal: links zu sein? In Zeiten
von Postdemokratie, politischer Output-Orientierung
und Alternativlosigkeit eine fast verschüttete Frage. Tom
Kühnel und Jürgen Kuttner nehmen die Schaufel in die
Hand, tragen die Sedimente ab und machen sich auf zu
den ideologischen Kontinenten der Vergangenheit – auf
der Suche nach Spuren der Zukunft.
23
Peter Vorname
Moltzen Nachname
Felix Goeser
Natali Seelig
Lisa Hrdina
Der Geizige
„Aus gegebenem
Anlass mache
ich einen kurzen
Ausflug zu
meinem Geld.“
von Molière
Regie: Martin Laberenz
Premiere: 25. September 2014
Kammerspiele
Harpagons Geiz trägt pathologische Züge – aus Angst vor
Dieben hat er sein Vermögen im Garten vergraben und
bekommt Panikattacken bei dem Gedanken, dass jemand
dieses Versteck aufspürt. Sein Sozialverhalten ist durchtränkt von Misstrauen, und das Liebesglück seiner konsum­
freudigen Kinder Élise und Cléante durchkreuzt er mit
eigenen lukrativ erscheinenden Hochzeitsplänen. Doch im
Geflecht aus Abhängigkeiten, egoistischen Manipulationen
und Begehrlichkeiten laufen die Dinge anders als von
Harpagon gewünscht und selbst im Taumel des unvermeid­
lichen Happy-Ends bleibt sein Blick nur auf eines ge­richtet:
seine Geldkassette.
Bei der Uraufführung 1668 fiel Molières frühkapitalis­
tischer Titelheld beim Publikum durch: In den gesellschaftlichen Umbrüchen des 17. Jahrhunderts wird Geiz nicht
länger als etwas Lächerliches, als Todsünde betrachtet,
sondern die Kapitalanhäufung etabliert sich als Baustein
einer neuen politischen Ökonomie.
29
Maren Eggert
Wolfram koch
Woyzeck
Schmerz
Nis-Momme Stockmann
von Georg Büchner
Regie: Sebastian Hartmann
Premiere: 3. Oktober 2014
Deutsches Theater
Georg Büchners Stück über die Liebe eines armen Stadtsoldaten zu seiner Marie und seinem Kind, über Verzweiflung und Tod, ist in vier ganz unterschiedlichen Fragmenten
erhalten. Das radikale Drama, in kraftvoller Sprache geschrieben, resultierend aus der Verbindung von Jugend
und Genie, lässt die Figur Woyzeck und seine Geschichte
bis zuletzt ein Geheimnis bleiben. Ist Woyzeck Opfer oder
Täter? Stellt er sich bewusst außerhalb der Gesellschaft?
Er fühlt doch ganz richtig die „Hohlheit der Fundamente“.
Ist Woyzeck wahnsinnig oder ein Prophet? Dass Woyzeck
nicht nur als betrogener Liebender und missbrauchter
Mensch, sondern auch als Mörder das Interesse Büchners
fand, steht außer Frage, aber ob der schwer erkrankte
Autor eine Verurteilung, das Ertrinken im Teich oder etwa
ein offenes Ende plante, ist ungewiss. Sicher ist: Wenn
Woyzeck seine große Liebe Marie ersticht, endet alles in
Erstarrung.
32
Ich erinnere mich sehr genau an die erste meine Duldungsgrenzen übersteigende Körpererfahrung, die ich ganz im Reinen mit
mir und dem Begriff so nennen wollte, ja, nur so nennen konnte:
„Schmerz“
Es war Sommer. Ich fuhr mit einem viel zu großen Fahrrad, dass ich
von meinem Vater unerlaubterweise geliehen hatte (als er betrunken auf der Couch eingeschlafen war).
Es war so sehr zu groß, dass ich die Pedale gerade eben mit meinen Zehenspitzen erreichen konnte – allerdings nur, wenn ich nicht
auf dem Sattel saß, sondern eine Etage tiefer auf der Stange, dessen Metall mir beim schnellen Radeln angenehm links und rechts
und wieder links den Hoden kühlte.
Angestachelt von einem heißen Sommertag, einem krachschlagenden Hormonhaushalt, einer noch nicht hinreichend durch die
Kräfte der Physik gestutzten Vorstellung von mir selbst als Typ,
der ohne jegliche Übung wilde Stunts ausführen kann – und zugegebenermaßen von einer Prise Peerpressure – geschah es, dass
ich mich entschied eine zwar nicht steile, eher flache, mit circa einem Meter langen Stufen ausgelegete Promenadentreppe herunterzufahren. Das Unternehmen klingt erstmal harmlos.
Aber die spezifische Stellung der Sterne, Monde und Planeten
wollte, dass sechs Ereignisse akkumulierten (räusper):
1. glitten meine Füße schon beim ersten Aufprall des Vorderrads
von den Pedalen und mein gesamtes Gewicht knallte nun auf die
mit holländischem Geschick und einem Ewigkeitsanspruch in den
Rahmen verschweißten Stange.
2. erwies sich der Ausdruck „Stabilitätsfahrzeug“ als verbindlicher
als ich es mir jemals erträumt hatte. Denn obwohl ich vor Schmerzen
wild auf dem Fahrrad zappelte, setzte es seine Fahrt unbeirrbar,
ja boshaft stur, fort.
33
3. bewirkte der ungewöhnliche Stufenabstand, dass jedes Mal,
wenn das Vorderrad wieder eine Stufe herunterkrachte, das Hinterrad kurz darauf dasselbe tat. Ein burleskes Aufschaukeln des
Vehikels war die Folge.
4. war es mir unmöglich (mit diesem Kontinent des Schmerzes in
mir, der bei jeder Stufe einen noch unglaublicheren Gipfel gebar)
die weiterdrehenden Pedale zu fangen.
5. entschieden sich meine beistehenden „Freunde“ dagegen,
mich anzuhalten oder zumindest rettend vom Rad zu stoßen.
Stattdessen machten sie das, was man von Kumpels in dieser Altersklasse in so einer Situation erwartet: Sie zeigten mit dem Finger
auf mich und hielten sich die Bäuche vor Lachen.
6. verwandelte die (eben noch mit der Konnotation angenehm
kühlend auf meine Hoden einzuwirken versehene) Metallstange
in der Summe dieser Ereignisse meinen Hoden (ja – jetzt bleib
ich bei diesem dummen Begriff) in einen Hyperriesen, einen unfassbar hell leuchtenden Superstern, der in den letzten Zügen seiner Lebensdauer in einer wunderschönen und grausamen Supernova die Welt, die ich kannte, verschlang.
Egal was die radikalen Dekonstruktivisten sagen: Seit diesem Ereignis bin ich mir ziemlich sicher, dass ich einen Körper habe.
Und ich bin mir einer anderen Sache sicher: Seelischer Schmerz
ist unangenehm und schrecklich, ja, und er kann auch unerträglich sein, aber wenn er es ist, dann immer im übertragenen Sinne –
transponiert und deriviert von unserer Vorstellung von körperlichem Schmerz, den wir aus unserer Kindheit und Jugend kennen
und den wir bei Krankheit und im Alter fürchten.
Denn körperlicher Schmerz, das ist das eine auf unserer Welt, in
das Gott (oder wen auch immer man dafür verantwortlich machen
möchte) keine verdammte Obergrenze verbaut hat. Und dafür
möchte ich dir Gott (oder whoever) sagen:
Häh?
Und: Danke für gar nichts, du Arsch.
34
Helmut Mooshammer
Christoph Franken
Anita Vulesica
Die Schönheit
von Ost-Berlin
„ich habe angst.
bin weiblich,
bin männlich,
doppelt.”
aus Kleinstadtnovelle
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Eine Ronald-Schernikau-Collage
Regie: Bastian Kraft
Uraufführung: 7. November 2014
Kammerspiele
Der Titel seines Lebenswerks ist legende – legendär ist
Ronald Schernikau selbst: Geboren in Magdeburg ein Jahr
vor dem Bau der Mauer wird er mit sechs zum Republikflüchtling wider Willen, als sich seine Mutter mit ihm im
Kofferraum über die deutsch-deutsche Grenze schmuggeln
lässt – der Liebe wegen. Doch der Vater, der sie nach­holt, führt ein Doppelleben, politisch wie familiär. Mutter
und Sohn bleiben im Westen fremd und wurzellos.
Es verschlägt sie nach Lehrte bei Hannover, wo Ronald
Schernikau als Flüchtlingskind, als Andersdenkender,
Andersliebender und Andersträumender überall aneckt.
Noch auf der Schule schreibt er seinen ersten Roman
Kleinstadtnovelle. Die Geschichte eines schwulen Coming
Outs in einem Provinzstädtchen wird zu einem Über­
raschungserfolg. Schernikau zieht nach West-Berlin, wird
Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins
(SEW) und eine der schillerndsten Figuren einer selbst­
bewussten Schwulenszene. Doch der Kampf ums
Über­leben als Schriftsteller, um die Veröffentlichung und
39
Honorierung seiner Texte in Berlin Anfang der 80er wird
immer härter. Unter erheblichen Schwierigkeiten erhält
Schernikau einen Studienplatz am Leipziger Institut für
Literatur und beschreibt die Kluft zwischen DDR und BRD
unter dem Titel die tage in l. Schernikau wird immer mehr
zu einem Heimatlosen, einem Unbehausten zwischen
den Systemen. Als ihm sein Mentor Peter Hacks rät, in
die DDR überzusiedeln, sofern er ein großer Dichter
werden wolle, erlangt Schernikau gegen große Widerstände schließlich die Staatsbürgerschaft der DDR.
Er siedelt am 1. September 1989 nach Berlin-Hellersdorf
über – gegen den Strom derer, die in Scharen das Land
verlas­­sen. Knapp zwei Jahre nach dem Fall der Mauer
stirbt er an den Folgen von AIDS.
Gegen die Erinnerungsseligkeit des 25. Mauerfall­
jubiläums geht der Regisseur Bastian Kraft in einer
Collage von Ronald Schernikaus Texten dieser widersprüchlichen und widerständigen Figur nach: einem
Don Quichotte der Wendejahre, dessen Kapitalismus­kritik und literarische Unbestechlichkeit heute eine
größere Chance haben, verstanden zu werden als noch
zu Leb­zeiten.
40
Susanne Wolff
Barbara Schnitzler
Simone von Zglinicki
Die Frau
vom Meer
Fremde
Mario Salazar
von Henrik Ibsen
Regie: Stephan Kimmig
Premiere: 28. November 2014
Deutsches Theater
Ellida ist unglücklich in ihrer Ehe mit Dr. Wangel. Sie fühlt
sich unfrei, in einem falschen Leben gefangen und sehnt
sich fort. Als ihr ehemaliger Verlobter in der engen Kleinstadt am Meer auftaucht und sie holen will, stellt sie ihr
gesamtes Dasein infrage. Auch Wangels Töchter aus erster Ehe sind voller sehnsüchtiger Hoffnungen nach
einem anderen Leben, sie träumen von großen Gefühlen,
einer aufregenden Zukunft – die derzeit zur Verfügung
stehenden Verehrer werden ihnen dies alles allerdings
kaum bieten. Und dann fehlt vielleicht auch der Mut, das
Sichere, Bekannte aufzugeben, hinaus in die Welt zu
gehen. Ibsens Menschenzeichung ist frappierend: Seine
Figuren wissen nicht mehr über sich als wir über uns.
Sie tragen Welten in sich, Möglichkeiten zur Freiheit, zu
Veränderung – und bleiben gefangen in ihrer verlogenen
Wirklichkeit. Zu groß sind Angst und Pragmatismus, zu
sehr sind sie gewohnt, ihre Träume und Phantasien nicht
zu leben. Bis selbst diese irgendwann verschwinden.
44
Get Away Ich sitze im Wartezimmer meiner Zahnärztin, die an
meinem Backenzahn eine Wurzelbehandlung vornehmen wird.
Nummer 6 rechts unten muss geopfert werden für übertriebenen
Coca-Cola Konsum in den letzten Jahren, der mich fürs Schreiben in den Abendstunden wach und nervös hält. Ich blättere
durch die Super Illu, ein DDRwardochauchschönmagazin. Da ist
Walter Womackas Am Strand (1962). Ein Paar aus blondem Junge
und brünettem Mädchen in roten Hemden am Ostseestrand.
Das Meer im Rücken. Ihr Blick ins Landesinnere gerichtet. Sie
scheint der sehnsuchtsvolle Blick in die Ferne über das Meer ein
Jahr nach dem Mauerbau nicht ergriffen zu haben. Als ich das
erste Mal am Ostseestrand bin, tobt mein Vater mit mir im Wasser,
baut Kleckerburgen und hilft mir, meine ältere Schwester einzubuddeln, so erzählen es die Fotos. Ich habe keine Erinnerungen
daran. Ein Jahr später, ich bin fünf Jahre alt, stehe ich nur mit mir
selbst bekleidet am Strand, das Land im Rücken, schaue auf die
Ostsee und frage meine Mutter: „Warum wohnt Papa jetzt auf der
anderen Seite des Wassers?“ Und zu meiner Schwester sage ich:
„Wir paddeln mit der Luftmatratze übers Meer zu Papa. Er wartet
bestimmt auf uns.“ Das Wasser und die Mauer sind mein Welten­
ende, eine Welt, in der man sich für goldene Hausnummern verausgabt und am Sonntag am Trabi herumklebt. Der Blick übers
Meer in die Fremde wird zur Suche nach dem Vater. „Herr Salazar
bitte!“ Ein letzter Blick auf Womackas Am Strand und ich denke,
oh Womacka, oh Womacka, hast nicht auch du einmal übers
Meer geschaut. Ich lege die Super Illu zur Seite. Die Zahnärztin
wird mich jetzt von meinen Schmerzen befreien.
45
Wiebke Mollenhauer
Ole Lagerpusch
„Als im weißen
Mutterschoße
aufwuchs Baal /
War der Himmel
schon so groß
und still und fahl /
Jung und nackt
und ungeheuer
wundersam /
Wie ihn Baal dann
liebte, als Baal kam.“
Baal
von Bertolt Brecht
Regie: Stefan Pucher
Premiere: 29. November 2014
Kammerspiele
Trinken. Singen. Vögeln. Schreiben. Fressen. Immer mehr
und immer mehr über Sich hinaus. Sich alles nehmen.
Weiter und weiter, hin zu den Frauen, in die Wälder, in den
Rausch. Sich jeder Ordnung entziehen. Aus jeder Ordnung
hinausfallen. Tiefer und tiefer. Bis zum Mord, zur Einsamkeit und zum Tod. Baal, der schrankenlose Egoist. Baal,
dessen Glücksverlangen nicht vereinbar ist mit der Gesellschaft, in der er lebt. Baal, der das Versprechen des Kommunismus schon vor Zeiten zu verwirklichen sucht. Baal,
ein Aufschrei. Zeit seines Lebens ist Bertolt Brecht nicht mit
dem Stoff fertig geworden. Die erste Fassung des Baal
entstand 1918, die letzte 1955.
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Bernd Stempel
Margit Bendokat
Das weite
Land
Taumel
Lukas Bärfuss
von Arthur Schnitzler
Regie: Jette Steckel
Premiere: 12. Dezember 2014
Deutsches Theater
Ein vielversprechender junger Pianist begeht Selbstmord.
Seinen letzten Abend hat er in Gesellschaft des Industriellen
Friedrich Hofreiter verbracht. Dessen Frau Genia ist im
Besitz eines Abschiedsbriefes, aus dem hervorgeht, dass
sie sich einer Affäre mit dem Pianisten verweigert hatte
und dieser sich aus unglücklicher Liebe zu ihr erschoss.
Genias Verzicht und ihr Festhalten an der ehelichen Treue
veranlassen den notorischen Fremdgeher Hofreiter zu einer
überstürzten Abreise in die Berge, wo er eine neue Liebschaft beginnt. Während seiner Abwesenheit lässt sich
Genia mit Otto ein, dem Sohn einer Bekannten. Als Hofreiter zurückkehrt und von der Affäre seiner Frau erfährt,
fordert er Otto zum Duell und erschießt ihn.
Arthur Schnitzlers Blick richtet sich auf Menschen
und Lebensentwürfe, in denen wir uns erkannt fühlen. Wir
kennen die ratlose Erschöpfung in Anbetracht zu vieler
Möglichkeiten, und auch für uns hat das Prinzip des ewig
Neuen an Glanz verloren, wir trauern um unsere Jugend
und schwören uns Treue, die wir nicht halten.
52
Eben ist es wieder passiert. Ich habe das Goldene Horn überquert,
als unter mir die Galata-Brücke ins Wanken kam und die Süleymaniye ihre Form verlor, die Minarette sich wie junge Eschen im Wind
wogen und ich nach einem Halt suchte und ihn nur in der knochigen
Schulter eines Fischers fand, der sich von seiner am Brückengeländer festgezurrten Rute nach mir umdrehte, das heißt, nach seiner
Styroporbox, deren Deckel ich mit meinem Fuss verschoben hatte.
Einen Augenblick fanden wir uns im Staunen über den handlangen Fisch, der im schwappenden Wasser nach Luft schnappte. Der
Lärm um uns verebbte, löste sich von den Ursachen; von den Autos,
den Fähren auf ihrem Weg nach Asien, hinüber nach Kadıköy und
Üsküdar, er löste sich von der Klingel am Handkarren des Müllsammlers, der mich anglotzte mit der Frage im Gesicht, ob der
Tag gekommen war und sich die Spannung an der anatomischen
Verwerfung löste, wie damals, am dritten Tag des Zuckerfestes, als
eine Dame Sultan Ahmeds des Dritten aus dem Fenster ihres Pavillons schaute und sah, wie nicht die Luft, sondern die Stadt selbst
zu einem Flimmern wurde. Aber es ist nur mein Innenohr, das mit
einer Schwingung nicht klarkommt und eine Reminiszenz an einen
Sommerabend erlebt, an ein Haus am Fusse einer Senke, unweit
der Eisenbahngleise, deren Geruch und Sirren hinüber in den geschmückten Garten drang, wo es Musik und blutrote Bowle gab
und irgendwann, spät, als alles ausgetrunken und verstummt war,
ein langes Brett mit Rollen, die ächzten wie die Rollen in den Widerlagern der Galata-Brücke, während die Fahrt den Hügel hinunter
immer schneller ging bis zum Moment, da der Mund sich füllte mit
rauem und warmen Asphalt und sich die Dame versicherte, ob
jener Riss, der sich vom Granatapfelbaum zur Glyzinie gezogen
hatte, grösser wurde. Sie würde nun jede Stunde jenes Schwarz
fixieren und sich davon überzeugen, dass meine Pupillen eine
53
Reaktion zeigen, und obwohl der Riss unterhalb der Mauer, über
die der Gang der Geister führte, stehenblieb, waren weite Teile
Konstantinopels nicht mehr, die Pendentife der Hagia Sophia vermochten den schwebenden Himmel nicht mehr zu tragen, die
Süleymaniye löste sich nun ganz aus ihren Fundamenten, und ein
Röhren und ein Brummen, ein Stöhnen und ein Seufzen erhob sich
aus der Tiefe, ein Pochen, das sich fortsetzte in den Schläfen, während ich in dieses Licht starrte und Übelkeit mich überkam, der
Hintergrund ganz plan wurde, ohne Tiefe, bevor ich mich für eine
weitere Stunde hinlegen durfte, in aller Ruhe, und das Tuten den
Weg zurück in die Schiffssirene fand, die Süleymaniye sich wieder
in ihre Fundamente senkte, der Fischer mich losließ und die Kalzitkristalle an ihren Platz zurückgekehrten, die Flimmerhärchen in
meinem Innenohr sich beruhigten und das Wippen der Galata­
brücke nicht mehr dramatisierten. Die anatomische Verwerfung
war überwunden, die anatolische hatte der Stadt einen weiteren
Moment gestundet, aber die Erde stürzte weiter auf die Sonne zu,
von der Fliehkraft nur gehalten in einem kreisenden Fall, einem
ewigen Taumel.
54
Gabriele Heinz
Meike Droste
Katharina Marie Schubert
Die lächerliche
Finsternis
von Wolfram Lotz
Regie: Daniela Löffner
Premiere: 14. Dezember 2014
Kammerspiele
Zwei Soldaten sind in Afghanistan auf der Suche nach
einem Oberstleutnant, der seine Kameraden im Wahn
ermordet hat. Auf ihrer Reise in die Dunkelheit begegnen sie Figuren, die rätselhaft bis irrsinnig sind: Einem
somalischen Fischer, dessen Fischgründe von wohl­
habenden Nationen leer gefischt wurden und der nun
als diplomierter Pirat sein Leben finanziert, italienischen
Blauhelmsoldaten, die für die Produktion von Handys
den Abbau von Coltan überwachen und einem Bürgerkriegsflüchtling vom Balkan, der auf einem Kanu lebt
und mit Nudeln, Spannbetttüchern und Investmentfonds
handelt.
Wolfram Lotz beschreibt in seinem Stück, das sowohl an Joseph Conrads Herz der Finsternis als auch an
Francis Ford Coppolas Apocalypse Now angelehnt ist,
eine Welt, in der Zeit und Raum außer Kraft gesetzt zu
sein scheinen. Die Fahrt auf dem Fluss führt immer tiefer
ins „Herz der Apokalypse“, in der der West-Europäer
um Orientierung ringt.
58
„Warum kann
ich nicht
freundlich sein,
warum
kann ich nicht
ein wenig offen
sein zu den
an­deren
Krea­turen?“
59
Almut Zilcher
Heidrun Perdelwitz
Natalia Belitski
Andreas Döhler
Gaunerstück
von Dea Loher
Regie: Alize Zandwijk
Uraufführung: 15. Januar 2015
Kammerspiele
„Meine Zukunft
ist jetzt
oder sie ist
gar nicht – “
64
Koproduktion mit dem Ro-Theater Rotterdam
Maria und Jesus Maria sind Zwillinge. Ihr Vater, ein Spanier,
dem sie ihre ungewöhnlichen Namen verdanken, ver­lässt ihre Mutter sehr früh. Sie wird Alkoholikerin im freien
sozialen Fall. Irgendwann verlassen auch die Kinder ihre
Mutter, fest entschlossen, die Chance, die sie nicht haben,
zu nutzen und sich auf eigene Faust ihren Teil vom Leben
zu ergattern – zu ergaunern, wenn es sein muss. Die beiden
landen in einem kuriosen Umfeld, als Nachbarn von
Madame Bonafide, der transsexuellen Wahrsagerin, und
einem geräuschvollen Sex-Filmer. So groß wie der Lebens­hunger von Maria und Jesus Maria ist auch ihr Lebens­mut.
Beide träumen sie von dem großen Coup. Als Maria das
Terrain für einen Einbruch in einem Juwelier-Laden sondiert,
bietet ihnen der Besitzer Herr Wunder ein Geschäft an:
Sie rauben ihn aus, er kassiert die Versicherungssumme,
bekommt die Beute wieder und sie ihren Anteil. Ein wasser­
dichter Plan. Gaunerstück ist ein Auftragswerk für das
Deutsche Theater: Ausgehend von einem wahren Fall erzählt Dea Loher eine Geschichte zwischen sozialer Tristesse und krimineller Unbedenklichkeit, Lebensbejahung
und Tod.
65
Katrin Wichmann
Katrin Klein
Mutter
Nino Haratischwili
Ich möchte der erste Mensch sein, den du nach einem Jahrhundert besuchst. Ich möchte, dass ich der erste Mensch bin, dem
du eine Badewanne, voll mit deinen Tränen, einlaufen lässt, ich
möchte, dass du meine Muttermale zählst, ich möchte, dass du
mir von deiner Wüste erzählst. Ich, deine Kartographin, zeichne
die Wege nach und vielleicht gehe ich dorthin, wo du warst. Und
vielleicht fange ich dort an. Am Ende.
Ich trinke Tee und er schmeckt nach Kindheit. Der Kindheit bleiben wir unser Leben lang schuldig. Uns, unsere Träume und unsere
Liebe. Hast du gesagt.
Erzähl du mir meine Kindheit. Ich beschwöre dich, erzähl mir eine
Geschichte. Eine Neue. Eine Andere. Meine. Unsere. Nicht die,
von der Welt. Denn meine Welt will nichts mehr. Meine Welt ist
ein alter Greis und stöhnt bei jedem Schritt. Meine Welt ist gespalten. In Grau und Gräulich. Formen sind die Mode und Mode
ist die Welt. Die Mode der Rettung der Welt. Meine Welt ist ein
Ich-Gefängnis. Eine durch Kaiserschnitt herbeigeführte Katharsis.
Meine Welt ist ein Nachlass aus Kriegen, die waren und dem Andenken an Kriege, die kommen werden. Meine Welt ist entkorkt.
Der Korken ist weg – den hat man abgeschossen vor langer Zeit
und kennt schon den faden Geschmack, der kommen wird, wenn
man sie kostet. Meine Welt ist gleichgültig und leichtlebig –
meine Welt verachtet Leidenschaften, weil sie dem Teint schaden.
Die Zukunft ist lungenkrank geworden und jeder Atemzug tut ihr
weh. Meine Welt ... ja, was ist sie? Sie ist sich selbst genug und
trotz aller Müdigkeit – will sie sich noch nicht schlafen legen und
wach werden will sie auch nicht. Meine Welt ist ein Spiegel, in
dem sich alle ansehen und in dem sich alle gefallen.
68
Herbstsonate
von Ingmar Bergman
Regie: Jan Bosse
Premiere: 23. Januar 2015
Deutsches Theater
Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart
Sieben Jahre nach der Trennung von ihrer Familie besucht
die weltweit gefeierte Pianistin Charlotte Andergast
ihre Tochter Eva, die mit ihrem Ehemann Viktor auf dem
norwegischen Land lebt. Sowohl Charlotte, die ihre familiären Beziehungen zugunsten ihrer Karriere immer vernachlässigt hat, als auch Eva hoffen auf eine Wiederannäherung. Charlottes zweite Tochter Helena wurde Jahre
zuvor wegen einer unheilbaren Erkrankung in eine Privatklinik eingewiesen. Als Charlotte bei ihrer Familie ankommt, wartet auf sie die Überraschung, dass Helena inzwischen bei Eva wohnt und von ihr gepflegt wird.
Charlotte überspielt ihren Ärger über die unerwünschte
Konfrontation mit Helena. Als sie mit Eva beim Klavierspiel in Streit über die Interpretation einer Chopin-Sonate
gerät und ihre Tochter durch ihre herablassende Art
erneut verletzt, beginnt das Eis, das die Gefühle beider
umschließt, zu brechen.
69
Christian Grashof
Moritz Grove
Vorname Nachname
„Wer bist du?“
fragte die Raupe.
Das war kein
sehr ermutigender
Anfang einer
Unterhaltung.
72
Alice im
Wunderland
nach Lewis Carroll
Regie: Nora Schlocker
Premiere am 8. Februar 2015
Kammerspiele
Eine Inszenierung des Jungen DT
Ein heißer Sommertag. Langeweile. Alice folgt einem
weißen Kaninchen mit Taschenuhr und ohne Zeit. Sie
stürzt sich kopfüber in einen Kaninchenbau und fällt und
fällt und fällt. Mehrfach ändert sie ihre Größe und gelangt
in ein absurdes Wunderland mit sonderbaren Kreaturen
und nimmt an einer verrückten Teeparty teil. Im Schloss
trifft sie auf einen Hofstaat voller Spielkarten, der der
grausamen Herzkönigin untersteht, die ihren Untergebenen
nach Lust und Laune den Kopf abschlagen lässt. Plötzlich
findet sich Alice auf der Anklagebank wieder, erhebt lautstark Einspruch und wächst und wächst und wächst.
Mit diesem Klassiker der Weltliteratur begeben
sich Nora Schlocker und ihr junges Ensemble in ein elternfernes und undurchschaubares Paralleluniversum, in
dem die Sicherheit von Raum und Zeit aufgehoben sind.
Konfrontiert mit irrsinnigen Ordnungsprinzipien, wird
das Konzept der Normalität existentiell in Frage gestellt.
Was ist Iden­tität und wie lässt sie sich hier behaupten?
73
Markwart Müller-Elmau
Samuel Finzi
Begehren
Dea Loher
Schon nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht fragten sie sich,
was mit ihnen geschehen würde, wenn ihr Begehren eines Tages
verschwunden wäre. Sie waren realistisch und hatten Erfahrung.
– Wir werden andere sein, zufrieden mit dem, was wir haben,
sagte die Frau.
– Wir werden in der Vergangenheit leben, meinte der Mann, die
Erinnerung daran, wie wir waren, und was wir füreinander sein
konnten, wird uns verzehren.
– Vielleicht werde ich dich verlassen, sagte die Frau.
– Um mit jemand anderem dieses Gespräch zu führen, bald nach
der ersten Nacht, und zu wissen, es handelt sich um eine hoffnungslose und unlösbare Angelegenheit. Warum immer den gleichen Fehler wiederholen?
Sie beobachteten einander genau und merkten, wie das Begehren aus dem Bett hüpfte und in der Wohnung umhersprang.
– Wie gefräßig, sagte die Frau, schau nur den riesigen Schlund,
den unersättlichen Magen, und dazu das Hungergeschrei –
– Besser, wir stopfen ihm gleich das Maul, sagte der Mann, ein
für allemal.
– Ja, besser wir machen der Sache ein Ende, jetzt und für immer,
sagte die Frau, packte ihren Gefährten und verschlang ihn.
76
Was ihr wollt
von William Shakespeare
Regie: Stefan Pucher
Premiere: 27. Februar 2015
Deutsches Theater
Viola landet nach einem Schiffbruch am Strand des selt­
samen Illyriens. Voller Trauer um ihren vermeintlich ertrunkenen Zwillingsbruder schlüpft sie, um sich allein als
Frau in einem unbekannten Land zu schützen, in Männer­
kleidung und heuert als Bote beim Grafen Orsino an.
Viola wird nun, als Cesario, der von Orsino verehrten Olivia
Liebesschwüre überbringen: Olivia lehnt die Avancen
des Grafen ab und verliebt sich stattdessen in den Boten.
Viola wiederum ist in Orsino verliebt und um das Chaos
perfekt zu machen glaubt der Diener Malvolio nach einem
bösen Streich, dass seine Herrin Olivia in ihn verliebt ist.
Alle sind verliebt, alle haben Sehnsüchte, die un­
erfüllbar scheinen. Die Handlung hat viele Seitenstränge
und doch bleibt immer die Frage: Wer bin ich? Und vor
allem: Wer bin ich ohne den Anderen. Das von Shake­s­
peare als „Festkomödie“ bezeichnete Stück steckt voller
Irrsinn und Gewalt, grandioser Komik und abgrundtiefer
Traurigkeit.
77
Timo Weisschnur
Daniel Hoevels
Unerträglich
innige
Umarmungen
Arbeitstitel
von Iwan Wyrypajew
Regie: Andrea Moses
Uraufführung: 5. März 2015
Kammerspiele
Iwan Wyrypajew, 1974 in Sibirien geboren und einer der
spannendsten zeitgenössischen russischen Dramatiker,
verhandelt in seinen Stücken elementare Themen wie Tod,
Leben und Mitgefühl sowie die Frage nach individuellen
und gesellschaftlichen Werten und deren Wandel. In seinen
letzten Theatertexten hat er das Begriffspaar Wahrheit
/ Lüge und dessen Ungreifbarkeit thematisiert, in Betrun­
kene lässt er Berauschte, Enthemmte aufeinander treffen.
Formbewusst, sprachgewaltig und poetisch zugleich
spielt Wyrypajew, zwischen Tragik und Komik pendelnd,
mit der Auflösung sämtlicher Gewissheiten. Die Opernund Schauspielregisseurin Andrea Moses inszeniert Iwan
Wyrypajews Auftragswerk für das Deutsche Theater.
80
„Die Welt
ist eine Perle
in einem
Scheißhaufen,
Lore.“
aus Betrunkene
81
Alexander khuon
Michael Schweighöfer
Macbeth
Angst
Wolfram Lotz
Eine Tragödie von William Shakespeare
Regie: Tilmann Köhler
Premiere 19. März 2015
Deutsches Theater
Hier der kurze Text für das Spielzeitheft, wie gewünscht zum Begriff Angst.
Nach gewonnener Schlacht begegnen die schottischen
Feldherren Macbeth und Banquo auf dem Heimweg drei
Hexen. Diese prophezeien: Macbeth wird König und
Banquo Stammvater eines Königsgeschlechts. Für die
Erfüllung dieser Weissagung sorgt Macbeth selbst, unterstützt und ermutigt von seiner Frau: Er tötet König Duncan
im Schlaf. Dieser erste Mord zieht zwanghaft weitere
Morde nach sich. Von Untat zu Untat getrieben mutiert der
anfangs hadernde Mann zum skrupellosen Mörder, der
hilflos versucht der Entdeckung seiner Tat zu entgehen
und seine Macht zu erhalten.
In Shakespeares Tragödie verlieren sämtliche mora­
lische Kategorien ihren Boden. Nichts ist mehr sicher,
ein Blick ins diffuse Dunkel menschlicher Abgründe tut sich
auf: Hemmungslose Begierde und Abgestumpftheit
brechen heraus; Wahnsinn, Machtgier, panischer Ehrgeiz.
Letztlich bestimmt die zutiefst menschliche Angst das
tyrannische Handeln, den Aufstieg und Fall des Macbeth.
Die Ameise hat Angst vor der Maus, die Maus hat Angst vor dem
Bussard, der Bussard hat Angst vor dem Fuchs, der Fuchs hat
(wie er so durch die Felder schnürt) Angst vor dem Mähdrescher,
der Mähdrescher hat Angst vor dem Bauern, der Bauer hat Angst
vor der EU, die EU hat Angst vor dem „mündigen Bürger”, der
„mündige Bürger” hat Angst vor dem Fernsehen, das Fernsehen
hat Angst vor dem Islamismus, der Islamismus hat Angst vor den
Schwulen, die Schwulen haben Angst vor dem Hass, der Hass hat
Angst vor niemandem, niemand hat Angst vor dem Theater (viele
interessiert es nur einfach nicht), das Theater hat Angst, nichts zu
bedeuten, so wie auch ich immer wieder in mir die Angst spüre,
das von mir Geschriebene würde nicht genug bedeuten, das Bedeuten hat Angst vor dem Läuten, das Läuten hat Angst vor den
Alëuten, die Alëuten haben Angst vor den Schnuten, und die
Schnuten haben Angst vor dem Tuten, soviel ist sicher.
Ehrlich gesagt ist der Text nicht ganz wahr, es gibt einen Fehler
(das ist mir selbst erst nach dem Schreiben aufgefallen): das Fernsehen hat nämlich eigentlich keine Angst vor dem Islamismus,
dem Fernsehen selbst ist der Islamismus sogar völlig egal. Das
Fernsehen geht eigentlich nur mit der Angst der Menschen vor
dem Islamismus um. Ich habe es jetzt aber trotzdem so gelassen,
können die Leute ja selbst drauf kommen.
Herzliche Grüße
Wolfram Lotz
84
85
Matthias Neukirch
Matthias Neukirch
Franziska Machens
Romeo und
Julia
von William Shakespeare
Regie: Christopher Rüping
Premiere: 28. März 2015
Kammerspiele
Wir alle kennen die Geschichte: Zwei junge Menschen
aus zwei verfeindeten Häusern entbrennen in Liebe zueinander, werden von den Schatten der Familienfehde ein­
geholt und enden im gemeinsamen Selbstmord. Romeo
und Julia wissen von Anfang an um die Unmöglichkeit ihrer
Liebe und ahnen das tragische Ende voraus: „Mein Herz
erbangt, und ahndet ein Verhängnis, welches, noch verborgen in den Sternen, das Ziel des läst’gen Lebens mir
kürzen wird durch irgendeinen Frevel frühen Todes“, sagt
Romeo, kurz bevor er Julia zum ersten Mal begegnet. Und
trotzdem entscheiden sie sich für einander. Wie Romeo
und Julia wissen auch wir, dass Liebesgeschichten solcher
Intensität selten gut ausgehen – im Theater wie Leben –
und trotzdem hören wir nicht auf uns nach ihnen zu sehnen.
Woher kommt sie, diese Sehnsucht?
88
„Ich biet’ euch
Trotz, ihr Sterne!“
89
Jürgen Huth
Thorsten Hierse
Freiheit
Philipp Löhle
10 Schritte, die unweigerlich in die Freiheit führen (sollten Sie besorgt sein, dass Sie auf dem Weg in die Freiheit der
Mut verlassen könnte, dann schließen Sie sich am Besten in größeren Gruppen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen.)
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Verlassen Sie Ihr Haus/Ihre Wohnung und verschenken Sie
den Schlüssel
Nehmen Sie nichts mit
Verbrennen Sie Ihren Personalausweis und Ihr Sparbuch
Seien Sie nutzlos
Tun Sie auf keinen Fall etwas, dass Sie als ARBEIT
bezeichnen würden
Gehen Sie da hin, wo Sie schon immer mal hingehen wollten (dafür brauchen Sie Geld und Ihren Ausweis?
Dafür brauchen Sie kein Geld und keinen Ausweis!)
Nehmen Sie Ihre Freunde mit an diesen Ort
Bleiben Sie nur so lange, wie Sie Lust haben
Tun Sie all die Dinge, von denen Sie immer gesagt haben:
Das kann man leider nicht bringen.
Sie sind angekommen? Dann geben Sie diese zehn Punkte
an alle Unfreien weiter.
92
Winter­sonnenwende
von Roland Schimmelpfennig
Regie: Stephan Kimmig
Deutsche Erstaufführung: 30. April 2015
Deutsches Theater
„Ein großbürgerliches Wohnzimmer unserer Zeit. Die
Leute, die hier wohnen, haben Geschmack, sie verbinden
gekonnt Modernes mit Altem, sie haben genug Geld, aber
es muss auch nicht alles perfekt sein. Ikea trifft Bieder­
meier und Charles Eames und Flohmarkt. Sie lesen Bücher,
sie haben studiert.“ Kurz vor Weihnachten. Albert und
Bettina, ein gutsituiertes Ehepaar, Eltern eines Kindes,
sind „mehr als gereizt“: Die Mutter von Bettina, Corinna,
kommt zu Besuch. Das Verhältnis zwischen Mutter und
Tochter ist angespannt, die Konflikte schwelen. Nicht nur,
dass Corinna bis Silvester bleiben möchte, sie hat auch
eine Zufallsbekanntschaft aus dem Zug mitgebracht
und zum Fest eingeladen. Jener Rudolph entpuppt sich
als Schöngeist voller Ambivalenz und Abgründigkeit.
Schimmelpfennigs neuestes Stück kreist um die
Fragen nach privater und politischer Abgrenzung und
um den Punkt, an dem man Verantwortung über­nehmen
könnte.
93
Jörg Pose
Vorname Nachname
Michael Gerber
Amphitryon
von Heinrich von Kleist
Regie: Andreas Kriegenburg
Premiere: 29. Mai 2015
Deutsches Theater
„Ach!“ – Heinrich von Kleists Identitäts-Komödie aus dem
Jahr 1807 endet mit dem wahrscheinlich berühmtesten
Seufzer der Theatergeschichte. Was soll man auch sagen,
wenn sich einem wie Alkmene der Kopf dreht? Wenn man
der eigenen Wahrnehmung nicht mehr traut – und das
zu Recht? Denn wer war es, der einen da gerade des
Nachts heimgesucht hatte: Amphitryon, der eigene, eben
aus dem Krieg zurückgekehrte Ehemann? Oder doch
Jupiter, der allmächtige Gott? Und wenn es Letzterer war,
sie ihn aber für Ersteren hielt, war es dann nicht vielleicht
doch Amphitryon, obwohl er es möglicherweise nicht
war? Die Kategorien sind in der schändlichsten Verwirrung.
Indem Kleist sich jede finale Aufklärung versagt, eröffnet
er Perspektiven auf Träume, Räusche und Mehrdeutig­
keiten, die unserer Leistungsgesellschaft abhanden gekommen sind.
96
Gott
Nuran David Calis
In den Welt-Religionen ist das Bild der Frau, das sich der Mann
machen soll, bizarr. So heißt es im Islam, die Frau solle ihre Reize
verdecken, die Haare, die Arme, die Beine, das Gesicht. All das
diene nicht dazu, sie zu demütigen, sondern zu schützen: vor
dem Tier, dem Mann, der nicht anders könne, als sie ständig zu
begehren. Und alles Mögliche dafür anstelle. Dieser Ansatz findet
sich nicht nur im Islam, sondern auch in den anderen Religionen.
Wie ein roter Faden zieht er sich durch alle Kulturen. Im christlichen Glauben ist die Frau die Versuchung schlechthin. Adam wäre
heute noch im Paradies, hätte Eva ihm nicht die verbotene Frucht
vor die Nase gehalten. Der orthodoxe jüdische Glaube steht den
zwei anderen Weltreligionen in keiner Weise nach. Und alle berufen sich auf Gott. Der die Frau geschaffen, aber die Kontrolle über
sie verloren hat. Lyrik, Prosa, Songs, Bands, Filme, Gemälde. Es
gibt kein Medium, dass sich nicht die Kraft der Frau zum Thema
gemacht hat. Entweder hat sie einen angetrieben oder zerstört.
Kriege. Die Versuche des Mannes, sich dem zu entziehen, sind
hoffnungslos. Gott sagt: Der Mann ist das Tier, und die Frau muss
sich schützen. Tut sie das nicht, ist sie an allem schuld. Die Vertreibung aus dem Paradies. Bizarr. Ich glaube bis heute nicht an
Gott, aber ich fürchte ihn, für die Gedanken, die er in uns Menschen in Gang setzt.
97
Kathleen Morgeneyer
Bernd Moss
Transit
Box
von Anna Seghers
Regie: Alexander Riemenschneider
Premiere: 28. September 2014
Marseille im Sommer 1940: Am Rande des Kontinents stauen
sich die Flüchtlingsströme. Tausende suchen einen Weg heraus
aus Europa, hetzen nach Visa und Transits und hoffen verzweifelt eine der wenigen Passagen nach Übersee zu ergattern. Unter ihnen ein junger Deutscher: Aus einem Arbeitslager bei
Rouen geflohen und ausgestattet mit falschen Papieren strandet
auch er in der überfüllten Hafenstadt. Hier verliebt er sich in
Marie. Doch sie ist auf der Suche nach ihrem Mann, von dem sie
beim Einmarsch der Deutschen in Paris getrennt wurde. Eindrücklich schildert Anna Seghers das Chaos, das Warten, die
Hoffnung und die Ver­zweiflung der Flüchtenden – den menschenunwürdigen Tran­sitzustand, der auch heute für Millionen
von Menschen bittere Realität ist.
Monster
von David Greig
Regie: Simon Solberg
Premiere: 24. Oktober 2014
Seit ihre Mutter bei einem Motorradunfall gestorben ist, lebt die
16-jährige Duck mit ihrem Vater zusammen. Bisher sind sie gut
über die Runden gekommen, nun aber steht das Jugendamt vor
der Tür, in der Wohnung herrscht Chaos und die Dinge drohen
komplett aus dem Ruder zu laufen. Und das nicht nur, weil im
Flur ein Monster lauert, Ducks Vater ein kiffender Chaot ist und
sich eine anarchistische norwegische Internetbekanntschaft und
ein etwas aufdringlicher Schulfreund einmischen. Ducks Vater
ist schwer krank und die Kleinstfamilie steht vor der Katastrophe
100
101
Constellations
– der Trennung. Das Stück des britischen Autors David Greig ist
komisch und schnell, mal Action- und mal Verwechslungs­
komödie, mal Musical, mal Familiendrama, aber nie das, was
es gerade zu sein scheint.
Land der ersten Dinge / Bludička
von Nino Haratischwili
Regie: Brit Bartkowiak
Uraufführung: 14. November 2014 in Berlin
Koproduktion mit dem Slowakischen Nationaltheater Bratislava
Die deutsch-georgische Autorin Nino Haratischwili lässt zwei
Frauen aufeinandertreffen: Lara, eine ehemals erfolgreiche Richterin aus dem Westen, und ihre aus Osteuropa stammende
Pflegekraft Natalia. Während die beiden Frauen trotz kultureller
und persönlicher Differenzen versuchen, ihren Alltag zu bestreiten, werden sie von ihren Erinnerungen eingeholt und sind
gezwungen, sich den Schatten der Vergangenheit zu stellen.
Wüstenlichter / Bludička ist eine von fünf Produktionen, die im
Rahmen der europäischen Theaterkooperation ‚The Art of
Ageing / Die Kunst des Alterns’ entstehen. Entwickelt wurde das
Projekt von der European Theatre Convention (ETC), gefördert
aus Mitteln der Europäischen Kommission.
von Nick Payne
Regie: Hüseyin Michael Cirpici
Premiere: 8. Januar 2015
Marianne ist Quantenphysikerin, Roland ist Imker. Ihre Liebesgeschichte könnte eine ganz gewöhnliche sein, doch Mariannes
Beruf bestimmt auf überraschende Weise den Fortgang des
Stücks. Ihrer Theorie folgend, dass „im Quantenmultiversum
jede Entscheidung, die du getroffen hast, in einem unvorstellbar riesigen Ensemble von Paralleluniversen existiert“, entwirft
Nick Payne seine Dramaturgie. Unterschiedlichste Konstella­
tionen der Beziehung werden durchgespielt: Es gibt Versionen,
in denen die beiden es nicht einmal bis zum ersten Kuss schaffen, solche, in denen sie sich trennen, einander betrügen
oder treu sind. Payne gelingt es, die existentiellen Fragen nach
dem Sinn des Lebens, dem freien Willen und dem Schicksal
zu stellen.
Jede Stadt braucht ihren Helden
von Philipp Löhle
Regie: Daniela Löffner
Uraufführung: 8. Mai 2015
Im Zentrum stehen Daniel und Jörg, zwei Mitarbeiter einer
Sicherheitsfirma, die nicht nur sichern, sondern gerne auch aufbrechen. Während ihre Kollegin Alma sich aus Angst vor Ge­walt und Verbrechen in ihre vier Wände zurückzieht, ködert
die Galeristin Ella die beiden kleinkriminellen Männer mit einem
diamantenbesetzten Hühnerei. Philipp Löhle gelingt eine
humorvolle und rasante Kriminalgeschichte, die Fragen nach
Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit stellt. Ein irrwitziges Spiel
um den Wunsch nach einem Helden, der rettet, was nicht
mehr zu retten ist.
102
103
Wahn – Sinn
Woran sollen wir glauben? Was ist wahr? Was ist echt? Was
stimmt? Meine Realität oder deine? Welche Sicherheiten gibt
es? Wo liegt die Grenze zwischen Panikmache und Aufklärung,
zwischen Wahn und Sinn? Verändern sich die Dinge oder nur
mein Blick darauf? Gibt es noch irgendetwas jenseits der neuen
Mitte? Was ist Original, was ist Kopie? Wovor hast du Angst?
Im Jungen DT geht es um unterschiedliche Perspektiven auf die
Dinge. Wirklichkeit ist eine Frage von Wahrnehmung und Wahrheit eine Frage des Kontextes. ‚Woran sollen wir glauben?‘
beschreibt eine Verlorenheit, aber auch die unendliche Zahl der
Möglichkeiten. Das Junge DT möchte eine Spielzeit lang mit
Projekten und Inszenierungen einen Raum des Umdenkens und
Neu-Sehens eröffnen.
Simon Solberg erzählt mit Monster die Geschichte der 16-jährigen Duck Macatarsney und natürlich auch die von Ducks
Monstern. Die Geschichte ist mal Märchen, mal Computerspiel,
mal Action. (S. 101)
Nora Schlocker begibt sich mit Alice im Wunderland mit
Jugendlichen auf der Bühne der Kammerspiele in eine abgründige Traumwelt mit unbegreiflichen Regeln. (S. 71)
Mit jugendlichen Spielern inszeniert Miriam Tscholl in der Box
eine musikalische Version von Kafkas Verwandlung. Die Erzählung
wird als „Pubertätsoperette“ auf jugendliche und erwachsenbürgerliche Parallelwelten blicken.
Im Klassenzimmer kommt eine Adaption des Romans Und auch
so bitterkalt von Lara Schützsack zur Premiere (Regie: Jenke
Nordalm). Es geht um Lucinda, die in einer ganz eigenen,
gefährlich faszinierenden Welt lebt: Tenebrien, ein Reich für all
104
die Dünnhäutigen, die Gläsernen, die zu viel wünschen und zu
viel wagen. Ein Land ganz ohne den Zwang zu essen…
Auch mit unseren Jugendclubs begeben wir uns in fremde
Welten, kooperieren mit dem Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI und werden Sachen machen, an die wir jetzt noch nicht
glauben.
Wir reisen aber auch in fremde Länder: Unter der künstler­ischen Leitung der Theatermacher Wojtek Klemm und Willem
Wassenaar machen sich 36 Jugendliche aus Berlin, Wolgograd
und Krakau bei dem Projekt JugendErinnerung auf eine reale
und eine künstlerische Forschungsreise. In Polen, Russland
und Deutschland erkunden sie die Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft der komplizierten Beziehungen dieser drei
Länder anhand konkreter Orte, historischer Ereignisse und
individueller Schicksale.
Mit dem Kooperationsprojekt Räume erobern geht das Junge
DT gemeinsam mit ALBA Berlin und der Senatsverwaltung
für Bildung, Jugend und Wissenschaft in die Schulen. In einem
Pilotprojekt sollen in der Sekundarstufe Theater, Sport und
künstlerische Fächer gemeinsam unterrichtet werden.
Eröffnet wird die Spielzeit mit dem traditionellen Herbstcamp,
wieder zusammen mit ALBA Berlin. Alle 12-25-jährigen
sind eingeladen ihre Herbstferien mit Künstlern und Trainern
und unserem Lieblingskoch im Kunst-Sport-Camp im DT
zu verbringen.
www.jungesdt.de
105
Autoren
thEateRtage
berlin
Nach Innehalten bei den Autorentheatertagen 2014 geht es mit
einem Neustart weiter – im Zeichen von konzeptionellen
Veränderungen und Weiterentwicklungen, die Fragestellungen
und Erkenntnissen der vergangenen Autorentheatertage
Rechnung tragen. Fest steht: Die Beschäftigung mit Gegenwartsdramatik, neuen Texten und Textformen steht weiterhin im
Zentrum des Interesses. Nicht aus Dogmatismus und in ideologischer Abgrenzung zu anderen projekthaften, dokumentarischen
und sonstigen Theaterformen, die für eine lebendige kritische
Auseinandersetzung mit unserer Gegenwart ebenso wichtig sind,
sondern aus Leidenschaft für Autorentheater als einem Zusammenwirken verschiedenster Kräfte und Qualitäten, zu denen
AutorInnen ihre Sprache, ihr Eigensinn und ihr spezifischer Blick
auf unsere Zeit gehören. Mit dieser Offenheit und Neugier
werden wir auch 2015 auf Entdeckungsreise gehen: für ein vielstimmiges Festivalprogramm und für neue Stimmen und Stücke,
denen die Autorentheatertage eine besondere Plattform bieten.
Details zur Ausschreibung und Neukonzeption der Autorentheatertage 2015
finden Sie ab Ende Juni 2014 unter www.autorentheatertage.de
Mit freundlicher finanzieller Unterstützung der
European Theatre Convention
1988 gegründet, hat sich die European Theatre Convention
(ETC) zum größten europäischen Theater-Netzwerk entwickelt,
mit 40 Mitgliedstheatern in 23 Ländern. Seit 2009 gehört das
Deutsche Theater dazu. Auch 2014/15 sind unterschiedliche
Projekte, Kooperationen und Begegnungen geplant. An erster
Stelle steht das vom Kulturprogramm der EU geförderte Pro­jekt The Art of Ageing / Die Kunst des Alterns. Acht ETCMitgliedstheater aus Deutschland, Kroatien, Rumänien und
der Slowakei widmen sich in unterschiedlichen Konstellationen
und Formaten diesem Thema. Im rumänischen Timisoara ist
im April 2015 ein Festival geplant, das die fünf entstehenden
Produktionen präsentieren wird, u. a. Nino Haratischwilis bilinguales Stück Land der ersten Dinge / Bludička.
www.etc-cte.org
Für alle DT Abonnenten / DT-Card Inhaber freier Eintritt in den ETC-Theatern
Kartenreservierung über Besucherservice: Telefon 030.284 42-221
mitos21
Das internationale Theaternetzwerk wurde 2008 ins Leben
gerufen mit dem Ziel, über Länder- und Sprachgrenzen hinweg
Gelegenheiten für einen professionellen Austausch und künst­
lerische Zusammenarbeit zu schaffen und zu außergewöhnlichen
Projekten anzuregen. Neben dem Deutschen Theater Berlin gehören 14 führende europäische Theaterinstitutionen zu den
Mitgliedern. The Future of Religion / Die Zukunst der Religion
ist der Titel des nächsten Projekts, an dem das Deutsche Theater
beteiligt ist. Im Frühjahr 2015 treffen sich zehn junge europäische
Regisseure in Salzburg um mit Studierenden des Mozarteums
Stücke und Performances zu erarbeiten.
www.mitos21.com
106
107
Ensemble
Elias Arens
Harald Baumgartner
Natalia Belitski
Margit Bendokat
Andreas Döhler
Meike Droste*
Maren Eggert
Samuel Finzi*
Christoph Franken
Michael Gerber
Felix Goeser
Michael Goldberg
Christian Grashof*
Moritz Grove
Corinna Harfouch*
Gabriele Heinz
Thorsten Hierse
Daniel Hoevels
Judith Hofmann
Lisa Hrdina
Jürgen Huth
Alexander Khuon
Katrin Klein
Wolfram Koch*
Ole Lagerpusch
Benjamin Lillie
Franziska Machens
Ulrich Matthes
Wiebke Mollenhauer
Peter Moltzen
Helmut Mooshammer
Kathleen Morgeneyer
Bernd Moss
Markwart Müller-Elmau
Matthias Neukirch
Heidrun Perdelwitz
Jörg Pose
Barbara Schnitzler
Katharina Marie Schubert*
Michael Schweighöfer
Natali Seelig
Bernd Stempel
Anita Vulesica
Timo Weisschnur
Katrin Wichmann
Susanne Wolff
Simone von Zglinicki
Almut Zilcher
*feste Gäste
108
109
Gäste
Manfred Andrae, Constanze Becker, Tabea Bettin,
Joachim Bißmeier, Simon Brusis, Rahul Chakraborty,
Anna Drexler, Sven Fricke, Olivia Gräser, Markus
Graf, Sebastian Grünewald, Jörg Gudzuhn, Fritzi
Haberlandt, Jens Harzer, Barbara Heynen, Nina
Hoss, Dušan Jamrich, Peter Jordan, Stefan Kaminski,
Özgür Karadeniz, Inge Keller, Marcel Kohler, Niklas
Kohrt, Sebastian Kowski, Jürgen Kuttner, Georgia
Lautner, Andreas Leupold, Hans Löw, Heike
Makatsch, Dagmar Manzel, Katharina Matz, Angela
Meyer, Elisabeth Müller, Gijs Naber, Martin Otting,
Peter Pagel, Jannek Petri, Christoph Pütthoff,
Janina Sachau, Katharina Schmalenberg, Katharina
Schenk, Stefan Schieß­leder, Christine Schorn,
Myriam Schröder, Katharina Schüttler, Thomas
Schumacher, Naemi Simon, Faria Sorel, Valery
Tscheplanowa, Emília Vášáryová, Henning Vogt,
Kathrin Wehlisch, Susanne-Marie Wrage, Jirka Zett
110
111
Mitarbeiter
Intendant: Ulrich Khuon; Chefdramaturgin und
stellv. Intendantin: Sonja Anders; Haus­regisseur: Stephan
Kimmig; Künstlerischer Betriebsdirektor: Michael de Vivie;
Atel­ier­l­eiterin: Anne Ehrlich; Pers. Referentin des Intendanten,
Sponsoring: Lona Wulff; Leiterin Kommunikation: Gaby Schweer;
Leiterin Junges DT: Birgit Lengers
Intendanz Intendant: Ulrich Khuon; Pers. Referentin, Sponsoring:
Lona Wulff; Mitarbeiterin und DT Freunde: Friederike Ludewig
Geschäftsführende Direktion Geschäftsführender Direktor und
stellv. Intendant: Klaus Steppat; Pers. Mitarbeiterin: Selma Ilhan;
Assistent: Karl Sand
Dramaturgie und Junges DT Chefdramaturgin: Sonja Anders; Dramaturginnen und Dramaturgen: Ulrich Beck, Claus Caesar,
John von Düffel, Juliane Koepp, Anika Steinhoff; Dramatur­gie­
assistent: Hannes Oppermann; Internationale Kontakte,
Autorentheatertage: Christa Müller; Gäste: Malin Nagel, Meike
Schmitz; Leitung Junges DT: Birgit Lengers; Dramaturgin
Junges DT: Kristina Stang; Mitarbeiter Junges DT: Peter Kolb,
Lasse Scheiba; FSJ: Katharina Müller
Künstlerisches Betriebsbüro Künstlerischer Betriebsdirektor: Michael
de Vivie; Mitarbeiter, Leiter Statisterie: Andreas Däscher;
Mitarbeiterin Gastspiele und Sonderveranstaltungen: Christine
Drawer; Mitarbeiterin: Simone Pasemann
Technische Direktion Technischer Direktor: Olaf Grambow; Stellv.
Technischer Direktor: Marco Fanke; Mitarbeiterin: Susann Rakowski
Kommunikation Leiterin Kommunikation, Pressesprecherin: Gaby
Schweer; Marketing: Friederike Busch; Mitarbeiterin Presse,
Onlineredaktion: Helena Huguet; Mitarbeiterin: Angela Modest,
Grafik: Sabine Meyer, Julia Kuon; Fotograf: Arno Declair
DT-Besucherservice Vertriebsleiter: Jörg Freckmann; Mitarbeiter:
Philip Mario Jakobs, Hasan Sahbaz, Peter Schmeißer, Sarah
Wierzbinski; Abenddienstleiter: Thomas Koch; Mitarbeiterin:
Maria Dinkel; Kassenleiter: Olaf Grolmes; Kassiererinnen
Künstlerische Leitung
112
113
und Kassierer: Antje Hollstein, Ursula Iwanow, Florian Jahn,
Michael Schenk, Barbara Schmidt
Archiv und Bibliothek Karl Sand
Regie Frank Abt, Brit Bartkowiak, Henning Bock, Jan Bosse,
Felicitas Brucker, Nuran David Calis, Hüseyin Michael Cirpici,
Piet Drescher, Jürgen Gosch, Dimiter Gotscheff, Sebastian
Hartmann, Stefan Kaminski, Stephan Kimmig, Julian Klein,
Wojtek Klemm, Tilmann Köhler, Bastian Kraft, Andreas
Kriegenburg, Tom Kühnel, Jürgen Kuttner, Martin Laberenz,
Daniela Löffner, Ulrich Matthes, Andrea Moses, Jenke Nordalm,
Ivan Panteleev, Milan Peschel, Stefan Pucher, Alexander
Riemenschneider, Hanna Rudolph, Christopher Rüping,
Lilja Rupprecht, Nora Schlocker, Christian Schwochow, Simon
Solberg, Jette Steckel, Lily Sykes, Michael Thalheimer, Antje
Thoms, Miriam Tscholl, Andres Veiel, Willem Wassenaar,
Alize Zandwijk
Regieassistenz Yannik Böhmer, Josua Rösing, Anna Töws, Lena
Brasch; Gäste: Dennis Blumendeller, Adrian Figueroa-Suarez,
Anna Carolina Freiheit, Linda Kerstin, Marike Moiteaux,
Maxie Oehrlein, Theresa Schütz
Bühne und Kostüme Atelierleiterin: Anne Ehrlich; Olaf Altmann,
Geraldine Arnold, Dagmar Bald, Nele Balkhausen, Michaela
Barth, Eva Maria Bauer, Ben Baur, Peter Baur, Victoria Behr,
Tine Becker, Katrin Brack, Adriana Braga Peretzki, Sigi Colpe,
Camilla Daemen, Rufus Didwiszus, Barbara Drosihn, Barbara
Ehnes, Anne Ehrlich, Nikolaus Frinke, Sebastian Hartmann,
Katja Haß, Volker Hintermeier, Pauline Hüners, Claudia Kalinski,
Julia Kaschlinski, Sophie Klenk-Wulff, Katharina Kownatzki,
Mareile Krettek, Andreas Kriegenburg, Aino Laberenz,
Stéphane Laimé, Mark Lammert, Florian Lösche, Simeon Meier,
Jonathan Mertz, Moritz Müller, Jelena Nagorny, Hans-Jürgen
Nikulka, Johanna Pfau, Kathrin Plath, Anja Rabes, Karoly Risz,
Karin Rosemann, Marie Roth, Thomas Ruppert, Irina Schicketanz,
Carolin Schogs, Andrea Schraad, Jo Schramm, Johannes Schütz,
114
Lene Schwind, Daniela Selig, Rimma Starodubzeva, Katrin Lea
Tag, Harald Thor, Sabine Thoss, Linda Tiebel, Inga Timm, Nicole
Timm, Susanne Uhl, Olga Ventosa Quintana, Merle Vierck, Annabelle Witt, Steffi Wurster
Ausstattungsassistenz Ulrich Belaschk, Julia Dietrich, Sabine Eckert,
Juliane Grebin, Nurel Kestel, Sophie Leybold, Linda Tiebel,
Veronika Witlandt; Gäste: Asli Bakkallar, Anika Schmitz, Janja
Valjarevic
Musik Mark Badur, Ketan Bhatti, Vivan Bhatti, Bepe Costa, Björn
SC Deigner, Romain Frequency, Christoph Hart, Philipp Haagen,
Immanuel Heidrich, Sebastian Hilken, Uwe Hilprecht, Markus
Hübner, Arne Jansen, Micha Kaplan, Arno P. Jiri Kraehahn,
Michael Letz, Thies Mynther, Nackt, Martin Person, Ingo Schröder,
Jacob Suske,
The Notwist, Christopher Uhe, Michael Verhovec, Jörg-Martin
Wagner, Bert Wrede, Volker Wendisch
Bühnenmusiker Jo Ambros, Mark Badur, Friederike Bernhardt,
Ketan Bhatti, Vivan Bhatti, Stefan Brandenburg, Philipp Haagen,
Ch. Maecki Hamann, Christoph Hart, Sebastian Hilken, Arne
Jansen, Sven Kaiser, Micha Kaplan, Michael Letz, Michael Mühlhaus, Thies Mynther, Nackt, Nikolai Orloff, Masha Qrella, Simon
Pauli, Ingo Schröder, Thonaci, Tobias Vethake, Jörg Wähner,
Björn Werra
Video Peter Baur, Marlene Blumert, Bernadette Knoller-Buck,
Alexander Bunge, Meika Dresenkamp, Moritz Grewenig,
Etienne Heinrich, Stephan Komitsch, Chris Kondek,
Felix Johannes Lange, Anja Läufer, Jonas Link, Ane NicolásRodriguez, Anna Pawlicki, Jo Schramm, Transforma
(Simon Krahl, Luke Bennett, Baris Hasselbach), Claudia Trost,
Pierce Warnecke, Bert Zander, Ayca Nina Zuch
Choreografie Efrat Stempler
Chorleitung Stefan Streich, Karl-Ludwig Hecht
Stimmbildung Caroline Scholz-Ott
Gesangsunterricht Katharina Debus
115
Inspizienz Kathrin Bergel, Erika Kurth-Luxath, Gabriela Schütz,
Frank Ulbig; Gast: Maria Berger
Souffleusen Regina Greiser, Martina Jonigk, Marion Rommel,
Gabriela Schütz, Simona Wanko; Gäste: Dorothea Bartelmann,
Clara Probst
Maske Chefmaskenbildner: Andreas Müller; Stellvertreter:
Günther Trümpelmann; Maskenbildner: Ursula Asare, Franziska
Becker, Julia Berten, Franziska Hartmann, Meike Hildebrand,
Grischa Hörmann, Vanessa Müller, Susanne Rothert, Mike
Schmiedel, Karen Schulze, Monika Stahl; Auszubildende: Tobias
Büttner, Julia Halewat, Maj Paulick
Produktionsleitung Produktionsleiter: Herbert Lines-Weber;
Konstrukteur: Nico Hoppe
Betriebs- und Gebäudemanagement Abteilungsleiterin: Katrin Dywicki;
Leiter Betriebstechnik: Siegbert Braatz; Hausinspektion:
Alexander Sengpiel; Horst Fischbeck, Rolf Heyne, Burkhard
Jastram, Reinhard Kania, Andreas Keyser, Dirk Kirchhof,
Frank Mohaupt, Frank Schmidt, Gerhard Schultz, Harald Sporn,
Roland Ziegle; Poststelle: Jana Looks, Christine Wohlatz
Bühnentechnik Leiter: Jörg Luxath; Theaterobermeister: Thomas
Lachmann, Dirk Salchow, Boris Helmdach, Enrico Knorr,
Steffen Labahn; Bühnenmeister: Denny Petrick; Thomas
Ahrend, Mark Aust, Ralf Diel, Andreas Dietrich, Karsten Franz,
Michael Graßmann, Detlef Haase, Ralf Haase, Jörn Herold,
Michael Höhn, Jean Hofer, Jan Hoffmann, Jörg Hoffmann,
Patrick Janicke, Karl-Heinz Karow, Ulrich Kehm, Heiko Keller,
Hans-Joachim Klemme, Stefan Klost, Daniel Koch, Stefan
Koch, Hans-Martin Kolasinski, Jochen Kolasinski, Michael
Kroker, Philipp Kurth, Steffen Labahn, Frank Lehmann, Lars
Lehmann, Rainer Marx, Oliver Mende, Martin Merker, Michael
Mett, Jörn Prawitz, Roland Perl, Carsten Raatzsch, Karsten
Rahnenführer, Stefan Schlegel, Frank Schulz, Michael Schulz,
Guido Sentek, Horst Strohmann, Jörg Tiepelmann, Martin
Vorwald, Olaf Wachlin, Swen Wagner, Hendrik Wendt, Jens
116
Weihrauch, Martin Ziehbart, Arne Zimmermann
Beleuchtung Lichtgestaltung und Abteilungsleiter: Matthias Vogel;
Abteilungsleiter: Robert Grauel; Beleuchtungsobermeister:
Heimhart von Bültzingslöwen; Beleuchtungsmeister:
Cornelia Gloth, Ingo Greiser, Thomas Langguth, Marco Scherle;
Erste Beleuchter: Frank Kuhnert, Ralf Reckmann; Bodo
Ahlenstorf, Helmuth Esch, Peter Grahn, Mike Herrford, Peter
Heymann, Dirk Hilgenhof, Margit Jacob, Wolfgang Johannsen,
Bernd Krakowski, Bella Kühne, Daniel Kuhn, David Kusche,
Udo Merker, Ronald Mühlnikel, Thorsten Nickstat, Peter Radtke,
Andreas Ripperger, Holger Sand, Mike Schmitz, Peter
Schnie­geler, Maria Schreiber, Heiko Thomas, Lothar Urban,
Kay Welz, Olaf Winter, Linus Zahn
Ton und Video Leiter: Marek Sawitza, Stellv. Leiter: Matthias
Lunow; Tonmeister: Marcel Braun, Detlef Feiertag, Lothar Kampf,
Richard Nürnberg, Martin Person, Wolfgang Ritter, Bernd
Schindler; Ton- und Videotechniker: Jens Kuffel, Ulrich Schröder;
Videotechniker: Robert Hanisch, Max Hohendahl, Lennart Löttker
Auszubildende der Veranstaltungstechnik Martin Grzesko, Daniel Stiller,
Peter Stoltz
Ankleidedienst Leiterin: Sabine Reinfeldt; Stellv. Leiterin: Bärbel
Krepp; Doris Müller-Gehrcke, Undine Heydenbluth, Kordula
Horn, Sandra Luber, Jessika Reichel, Kathrin Rünger, Ines
Scheminowski, Katja Tausch, Christina Tscharntke, Gabriele Wax,
Maike Wiehle
Requisite Leiter: Jens Thomas Günther; 1. Requisiteur und
stellv. Leiter: Klaus Kaminski; Sabine Balkow, Manfred Bertram,
Ines Duckert, Andreas Heider, Regina Heinrich, Karsten Klein,
Dietmar Lebus, Lotte Linnenbrügger, Bodo Orejuela, Frank
Papist, Jan Quaiser, Frank Schulz
Personal, Recht und Organisation Leiter: Markus Ritter; Manuela Bernt,
Sandra Förster, Christine Hoffmann, Semra Ilhan, Kerstin Lau,
Martina Stark, Julia Waleczek
IT-Management Leiter: Andreas Rutenberg; Christian Birzle,
117
Hardy Dittmar, Jürgen Schrock
Haushaltswirtschaft und Controlling Leiterin: Beate Katzenbach;
Ingrid Döll, Anke Flemme, Corina Golditzsch, Jeanette Krause,
Kristiane Lindner, Irena Pella, Gisela Tenor; Einkauf und
Materialwirtschaft: Cornelia Schulze
Personalrat Vorsitzender: Frank Kuhnert, stellv. Vorsitzender:
Michael Graßmann; Peter Grahn, Jean Hofer, Stefan Koch,
David Kusche, Frank Lehmann, Susann Rakowski,
Barbara Schmidt
Schwerbehindertenvertretung Stefan Koch
Frauenvertretung Friederike Busch
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Kunststadt Berlin
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118
119
Service und
Abonnements
Besucherservice
Montag bis Freitag
11.00 – 18.30 Uhr
Telefon: 030.28 441-221
Fax: 030.28 241-17
Adresse:
DT Besucherservice
Postfach 04 02 09
10061 Berlin
[email protected]
Serviceleistungen
­
w Kartenbuchungen für
DT Freu­n­de
­
w Reservierung für Schüler und Besucher-Gruppen
­
w Verkauf der DT Cards und
Abonnements
w Reservierung von Eintritts­karten
­
w Informationen über den
Spielplan und die Aktivitäten
des Theaters
­
w Unterstützung bei der
Gestaltung Ihres Theater­ besuchs vor und nach der
Vorstellung
­
w Sonderarrangements für
Gruppen
­
w Vermittlung von Gesprächen
mit Schauspielern,
Regisseuren und Dramaturgen
­
w Vermittlung von Führungen
120
121
durch das Deutsche Theater
­
w Verkauf von Programmheften
und anderen Publikationen
Kasse
Tageskasse im Foyer des DT
Montag bis Samstag:
11.00 – 18.30 Uhr
Sonn- und Feiertage:
15.00 – 18.30 Uhr
Telefon: 030.28 441-225
Die Abendkasse öffnet eine
Stunde vor Vorstellungsbeginn.
An der Abendkasse nur eingeschränkter Vorverkauf.
Vorverkauf
Der Vorverkauf beginnt am
zweiten Samstag im Monat für
den Folgemonat. DT Freunde
können bereits vier Tage vorher
ihre Karten buchen (ab Dienstag). Für Gruppen, DT CardBesitzer und Abonnenten ist
dies drei Tage vor Beginn des
­offiziellen Vorverkaufs möglich.
Telefon­ischer und
Online-Kartenvorverkauf
(www.deutschestheater.de) mit
Kreditkarte (Visa, Master­card,
American Express). Online gebuchte Karten können Sie zu
Hause auch selbst ausdrucken!
Deutsches Theater
 Preisgruppe I
 Preisgruppe II
 Preisgruppe III
 Preisgruppe IV
 Preisgruppe V
 Preisgruppe VI
A
48 €
39 €
30 €
21 €
12 €
5 €
Parkett
Links
1. Rang
Rechts
2. Rang
Links
­
w
122
C
35 €
28 €
21 €
14 €
8 €
5 €
Bühne
Eintrittspreise
und Ermäßigungen
Die für die jeweilige Vor­ stellung geltenden Eintritts preise entnehmen Sie bitte
dem Monatsspielplan
­
w Einheitspreis von 9 € für
Schüler, Studierende, Aus zubildende und Empfänger
von Arbeitslosen­geld I
B
42 €
34 €
26 €
18 €
10 €
5 €
1. Rang
Tickets zum Preis von 3 €
bei Vorlage des berlinpass
Schriftliche Bestellungen
­
w Sonderkonditionen für
(per Post, Fax, E-Mail) richten
Sie bitte an den Besucher­
Gruppen und Schulklassen
service. Bestellungen sind ab
bitte im Besucherservice
Veröffent­lichung des Spielplans erfragen
im Internet ­möglich und werden Ermäßigungen werden auch
mit Beginn des Vorverkaufs in
im Vorverkauf (nach Verfügbarder Reihenfolge des Eingangs keit) gewährt. Sie gelten nicht
bearbeitet.
für ­Premieren und Sonder­
Reservierungen über unsere
veranstaltungen. Bitte bringen
Internetseite sind ab VorverSie Ihre Ermäßigungsberechtikaufsbeginn möglich.
gung mit.
­Telefonische Karten­bestellung
über die Kasse und den
Geschenk-Gutscheine
Be­sucher­service.
Eine besondere Geschenkidee
sind die DT Gutscheine, die
für ­einen Vorstellungsbesuch
Buchung
Ihrer Wahl innerhalb eines
Klassenzimmerstück und
Jahres eingelöst werden
Theaterpädagogik
können. Gutscheine können
Junges DT: 030.28 441-220
auch auf ­unserer Internetseite
[email protected]
gekauft (aber nicht eingelöst!)
[email protected]
werden.
­
w
2. Rang
Kartenbestellungen
Mitte
Rechts
Kammerspiele
Preisgruppe I
Preisgruppe II
A
30 €
23 €
B
25 €
19 €
C
19 €
14 €
Box/Bar/Saal
Preisgruppe
Ermäßigt
A
16 €
6 €
B
12 €
6 €
C
8 €
6 €
123
D
6 €
4 €
Abonnements
Premieren-Abonnement
Zehn Premieren im DT
­
wEin­­ladungen zu exklusiven Veranstaltungen im DT
­
wFester Platz in der gewählten Kategorie; Tauschmöglichkeit auf andere Wunschtermine
­
wPG I: 525 € / PG II: 435 € / ­
PG III: 345 €
­
w
B-Premieren-Abonnement
Zehn B-Premieren im DT,
fast 40 % Rabatt im Vergleich zum Einzelkauf
­
wZusätzliche Karten für die
zweite Vorstellung können mit 10 % Rabatt erworben werden.
­
wFeste Plätze in der gewähl-
ten Kategorie (Termin­­än d­erung gegen 4 € Gebühr)
­
wPG I: 308 € / PG II: 254 € / PG III: 200 €
(ermäßigt: 70 €)
ermäßigte Karte pro
Vorstellung
­
wDie DT Partner-Card für 80 €: zwei ermäßigte Karten pro Vorstellung
­
wDie DT Familien-Card für 90 €: zwei ermäßigte Karten für zwei Erwachsene und bis zu drei Karten für jeweils 3 € für Kinder und Jugend­liche bis 18 Jahre
­
w
Für DT Card-Besitzer und
Abonnenten beginnt der Vorverkauf am Mittwoch vor Beginn des offiziellen Vorverkaufs.
Preisvorteile für alle DT-Abonnenten: Gegen Vorlage Ihrer
Abo-Card erhalten Sie in der
Deutschen Oper 10 % Ermäßigung für zwei Eintrittskarten.
ETC Europa Abo
Alle DT-Abonnenten können
die Vorstellungen ­aller Mit40 % Ermäßigung in den Preis- gliedstheater der Eurpean Theatre Convention im Ausland
gruppen I bis IV. Die DT Card
ist personengebunden und gilt kostenlos besuchen, die deutschen Mitgliedstheater gewäh12 Monate.
ren Ermäßigungen.
Sie haben die Wahl:
­
wDie DT Card für 50 €: eine
Mehr Infos: www.etc-cte.org
DT Card
124
Angebote
für Studierende
Ermäßigte Karten
Karten für Studierende kosten
9 € bzw. 6 € in der Box, auch
im Vorverkauf (ausge­nommen
Premieren und Sonderver­
anstaltungen).
Studentenfutter
Einmal im Monat gibt es Studententickets für 6 € anstelle
von 9 €. Vor den Vorstellungen
wird eine kostenlose Führung
durch das DT angeboten.
DT Campus
Im November und April finden
die zehntägigen Studententage DT Campus statt.
Während dieser Zeit kosten
alle ­Tickets nur 6 €. Regisseure,
Dramaturgen, Schauspieler
und Mitarbeiter des DT bieten
kosten­lose Workshops,
Gespräche und F
­ ührungen an.
Theaterscouts
Die Theaterscouts sind eine
junge Gruppe von Studier­
enden aus Berlin, die sich
regelmäßig trifft. Neben
125
gemeinsamen Theater­
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beträgt die Mitgliedschaft bei
den DT Freunden nur einen
Euro pro Lebensjahr. Weitere
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DT Freunde Hinweise zur Barrierefreiheit
Schwerbehinderte, die auf
eine Begleitperson ange­ wiesen sind, ­erhalten zwei
Karten zum halben Preis.
Nutzen Sie die M
­ öglichkeit des schriftlichen Vorverkaufs.
Ihre Kartenwünsche werden vorrangig bearbeitet.
­
wBarrierefreiheit:
Das Deutsche Theater und die Kammerspiele verfügen über Rollstuhlfahrerplätze.
Rollstuhlfahrer bitten wir,
ihren Besuch bis einen Tag vor der Vorstellung anzumel
den. ­Zugang zu den Spielstät­-
ten über die Rampe und den Hublift am Eingang zum Deutschen Theater.
Die behindertengerechte
Sanitäranlagen befinden sich im F
­ oyer des DT.
­
wSchwerhörigenanlage:
Das Deutsche Theater und die Kammer­spiele verfügen im mittleren Parkett über
eine Schwerhörigenanlage.
­
w
Förderer, TheaterPaten, Exklusivbesucher „Noch näher dran am Deutschen Theater” sind Sie als ­­DT Freund
oder bis einschließlich 30 Jahre als Junger DT Freund: Gemeinsam mit Mitgliedern des Hauses werfen Sie Blicke hinter die
Kulissen, besuchen Proben oder exklusive Sonderveranstaltungen, treffen RegisseurInnen, DramaturgInnen, Schauspieler­Innen, ermög­lichen als TheaterPaten ­Theaterbesuche mit und
für Jugendliche, können bevorzugte Reservierungen von Premierenkarten in Anspruch nehmen und über den ­Besucherservice
bereits vier Tage vor dem offiziellen Vorverkauf Karten bestellen.
Doch das Wichtigste ist, dass Sie als DT Freund Ihre Verbundenheit zum Deutschen Theater durch ihre ideelle und finanzielle
Unterstützung ausdrücken und damit im Rahmen des Vereins
dazu beitragen, künstlerische Spielräume zu ermöglichen und zu
sichern.
Weitere Informationen rund um die DT Freunde und die Jungen
DT Freunde finden Sie unter: www.dtfreunde.de
Ihr DT Freunde-Kontakt im Deutschen Theater:
Friederike Ludewig
Schumannstr. 13a
10117 Berlin
E-Mail: [email protected]
Telefon 030.28 441-229
Fax 030.28 441-410
Geschäftsbedingungen
Die AGB können an der
Theaterkasse und unter
www.deutschestheater.de
eingesehen werden.
126
127
Den Spielplan, Eintrittkarten, ergänzende Informationen,
Biografien des Ensembles und der Regisseure, Videotrailer,
Audio-Einführungen, Podcasts, Programmhefte und
vieles mehr unter
Verkehrsanbindungen
Ch
www.deutschestheater.de
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Schumannstr.
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Wilhelmstraße
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Friedrichstraße
Luisenstraße
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Reinhardtstraße
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Impressum
S-/U-Bahn: Bahnhof Friedrichstraße
U-Bahn: Oranienburger Tor
Bus: Linie 147: Haltestelle Deutsches Theater
TXL: Haltestelle Karlplatz
Straßenbahn: M1, 12
Haltestelle Oranienburger Tor
Herausgeber: Deutsches Theater Berlin
Intendant: Ulrich Khuon
Geschäfts­führender Direktor: Klaus Steppat
Redaktion: Sonja Anders, Gaby Schweer
Gestaltung: Sabine Meyer, Leila Tabassomi
Umschlagseiten: velvet.ch
Fotos: Andy Kania c/o Brigitta Horvat
Druck und Herstellung: agit-druck Berlin
Redaktionsschluss: 11. Juni 2014
132. Spielzeit 2014/15
Medienpartner:
Berlin
128
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DT Spielzeitbuch 2014/15 - Antje Sievert Anzeigen