E f

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Elektrisch leitfähige, keramische
Werkstoffe
K. Conder
Lab. für Neutronenstreuung ETH/PSI
Villigen PSI
1
=j/E
E [V/m]
Ohmsches Verhalten
In der Regel bestimmt das
ohmsche
Gesetz
die
Leitfähigkeit im Volumen des
Materials
J [A/m2]
J [A/m2]
Elektrische Leitfähigkeit I
=j/E
E [V/m]
Nichtlineares Verhalten
Elektrische Phänomene an den
Grenzflächen zeigen häufig nicht
lineare
Strom-SpannungsAbhängigkeit.
Leitfähigkeit
S/m=-1/m
2
-1
Elektrische Leitfähigkeit (/ Sm )
Elektrische Leitfähigkeit II
1x10
12
1x10
8
1x10
4
1x10
0
1x10
-4
1x10
-8
1x10
-12
1x10
-16
Metalle
Halbleiter
~1022 freie Elektronen pro cm3
1013-1017 freie Elektronen pro cm3
Isolatoren
0
500
1000
Temperatur [K]
3
Elektrische Leitfähigkeit III
7
1x10
5
Cu
1x10
1
La0.75Ca0.25MnO3
1x10
-1
1x10
-3
1x10
-5
1x10
-7
1x10
-9
Pb
Graphit
Na2O*11Al2O3
Ge
Glas
-11
10
100
Temperatur [K]
Isolatoren
Si
1
Supraleitung: beim Abkühlen fällt
der Widerstand sprungartig auf
Null.
Die elektrische Leitfähigkeit von
Metallen nimmt mit der Temperatur
ab
Halbleiter
3
-1
1x10
YBa2Cu3O7
10
23
Metalle
1x10
-1
elektrische Leitfähigkeit [ cm ]
Supraleiter >10
Die Leitfähigkeit von Isolatoren und
Halbleitern nimmt mit der
Temperatur zu
1000
4
Metalle, Halbleiter,
Isolatoren
Metall
Die elektrische Leitfähigkeit von Halbleitern
entsteht aufgrund der thermischen Anregung
von Elektronen oder Löcher (intrinsisch). Die
Elektronen werden über die Bandlücke
angeregt und besetzen die Zustände im
Leitungsband (es bilden sich Löcher im
Valenzband). Der Prozess ist thermisch
aktieviert und die Leitfähigkeit nimmt mit der
Temperatur zu.
Log 
Halbleiter:
intrinsischer
extrinsischer
Isolator
1/T
T
Die Leitfähigkeit von Halbleiter kann durch eine
Dotierung (extrinsisch) erhöht werden. Durch die
Dotierung werden Energieniveaus innerhalb der
Bandlücke gebildet und besetzt.
Ein Material mit einer Bandlücke von >2.5 eV ist ein Isolator.
5
Die Bandlücke
Metalle
0
Halbleiter
1
Isolatoren
2
TiO
Ge Si GaAs
CdS
VO
farbig
schwarz grau
Die Metalle sind
schwarz oder nicht
durchsichtig, weil
praktisch ein Licht mit
jeder Wellenlänge
absorbiert werden kann.
3
4
ZnS
Die Halbleiter sind
farbig, weil ein Licht mit
bestimmter Farbe (und
deshalb Energie)
absorbiert werden kann
(die Valenzelektronen
über die Bandlücke
anregen)
5
Bandlücke
E [eV]
C (Diamant)
weiss
(farblos)
NaCl
SiO2
In Isolatoren die Bandlücke
ist so gross das ein Licht
die Elektronen nicht
anregen kann. Das Licht
wird nicht absorbiert und
die Isolatoren sind
meistens durchsichtig oder
weiss (Korngrenzen)
6
Übersicht
Metallische Leiter
Z.B. Rutheniumoxid (RuO2), Wolframbronzen W(Na)O3) und bestimmte Perowskite
(z.B. (La,Sr)CoO3). Bei keramischen Werkstoffen selten.
Ionische Leiter und Mischleiter
Ionenleitung erfolgt dank der gerichteten Bewegung von Ionen aufgrund eines
chemischen oder elektrischen Potentialgradienten. Die Ionen sind meist
Gitterbausteine des Festkörpers (manchmal aber auch Zwischengitterionen). Für die
Fortbewegung sind die Gitter-Leerstellen (Gitterdefekte) erforderlich. Die können
intrinsisch oder durch einer Dotierung entstehen.
Mischleiter: eine Mischleitung von Ionenleitung und Elektronenleitung.
Halbleiter
Oberflächen- und Grenzflächenphänomene
Elektrische Eigenschaften sind von Grenzflächenphänomenen abhängig.
Z.B in
Varistoren der Widerstand nimmt plötzlich beim Anlegen einer bestimmten Spannung
ab. Der p-n-Übergang in Halbleitern
7
Was ist Strom mikroskopisch?
vt
Leiterstück des Querschnitts A
Legt man dem Leiter eine Spannung U an,
so werden elektrische Ladungen mit der
Geschwindigkeit v transportiert. Der
Ladungstransport pro Zeiteinheit wird
Strom genannt. Es gilt:
Strom I=
z - Ladungszahl (Ionen können mehrfach geladen
sein !)
q –Elementarladung
n - ist die Anzahl der Ladungsträger, die sich mit
der Geschwindigkeit v im Leiter fortbewegen
Ladungstransport durch A
Zeitintervall t
Volumen
A•v•t•z • q •n
t
8
Was ist Strom mikroskopisch?
vt
Stromdichte:
j=I/A=v•z • q •n
Leitfähigkeit
(Ohmsches Gesetz):
Leiterstück des Querschnitts A
Werden
die
Ladungsträger
einem
Potentialgradienten
ausgesetzt,
so
erfahren sie eine Kraft, durch welche sie
beschleunigt
werden.
Wegen
Wechselwirkung mit thermisch angeregten
Gitterbausteinen werden die Ladungsträger
nicht unendlich schnell. Die Kraft, mit der
sie am Gitter „reiben“ ist proportional zu
ihrer Geschwindigkeit. Sie driften deshalb
mit einer Driftgeschwindigkeit v, die durch
die Wechselwirkung mit dem Gitter
bestimmt wird.

  j/E
Für die mittlere
Geschwindigkeit gilt
(- Beweglichkeit
der Ladungsträger):

vE
    z qn 
1
9
Treibende Kräfte
Beispiel: Ag+
Die Ionen können zwei unterschiedlichen Kräften ausgeliefert werden. Als
chemische Spezies werden sie durch Konzentrationsgradienten, als elektrisch
geladene Teilchen durch Gradienten des elektrischen Potentials bewegt.
E
jel
jch
Elektrochemisches
Potential
~    z  q  
Chemisches
Potential
~
d
d
d

 zq
0
dx dx
dx
d
jel  n   
dx
dn
jch   DT 
dx
Potential
gradient
Konzentrationsgradient
Elektrisches
Potential
im Gleichgewicht
jel  jch
10
Treibende Kräfte II
d
jel  n   
dx
dn
jch   DT 
dx
Das chemische Potential ist
konzentrationsabhängig.
Der Konzentrationsgradient
wird in den chemischen
Potentialgradient umgewandelt
  k  T  ln n d  k  T  1 dn
dx
n dx
DT  n d
jch  

k  T dx
11
Nernst-Einstein Gleichung
DT  n d
d
jch  jel  

 n 
k  T dx
dx
d
d
 z  q 
dx
dx
zq

 DT
k T
d~ d
d

 zq
0
dx dx
dx
Die Beweglichkeit der Ionen ist über die Nernst-Einstein
Beziehung mit dem Diffusionskoeffizient verknüpft
12
Bändermodell.
Energiebänder
Energie
Atomorbitale
Energielücke
Gitterabstand
Die Energieniveaus der
Elektronen im Gitter bilden die
Energiebänder.
Atomabstand
Wenn kein Gitter gebildet wird, die
Elektronen in den Atomen nehmen die
gleichen Energieniveaus an.
13
Bändermodell. Fermieenergie
Die Grenzenergie zwischen den
am
absoluten
Nullpunkt
besetzten und nicht besetzten
Zuständen wird als FermiEnergie, Ef bezeichnet.
Mit steigender Temperatur können die Elektronen
auch die höhere Energiezustände annehmen. Die
Fermi-Energie bleibt dabei konstant. Die Lage des
Ferminiveaus
bezüglich
der
Valenzund
Leitungsbandkante bestimmt ob es sich um einen
Metall, Halbleiter oder Isolator handelt.
14
Bändermodell. Metalle
Ef - Fermieenergie.
Die Grenzenergie zwischen
den besetzten und
unbesetzten
Energiezuständen (bei 0 K).
LBEin Metal
mitBandüberlapung
LB
LB
VB
Energie
Ef
VB
VB
F()
Ein Metal mit
unvollständig besetzten
Leitungsband
Ein Metal mit
Bandüberlappung
Ein Isolator (EG>2.5eV)
15
Bändermodell- Halbleiter
LB
Ein Halbleiter kT<EG
Energie
Ef
VB
Ein Halbleiter kTEG
F()
nil  e  h
,


K g  [e ]  [h ]
,
Für Si. EG=1.14 EV
Massenwirkungsgesetz
K g  0.9 10
12
 EG
 T  exp
kT
3
16
Metallisch leitende Keramiken
Material
Anwendung
BaPb1-xBixO3
Supraleiter
RuO2
Dickschicht-Elektroden
TiO
extrem
nicht
stöchiometrische Verbindung
LaNiO3
La1-xSrxCoO3
La1-xSrxCrO3
Brennstoffzellen-Elektroden
und Interkonnektoren
SnO2-In2O3
transparente Elektroden
(ITO)
17
Defektchemie
Punktdefekte die in Festkörpern existieren haben eine grosse Bedeutung für
die elektrischen Eigenschaften von Halbleitern und den ionischen Leitern.
Defektchemie - Thermodynamik der Punktdefekten im Kristallgitter
18
Kristallfehler
Schottky- und Frenkel-Defekte in einem kovalenten Kristall
Schottky-Defekte:
Kristallvolumen wird vergrössert
Frenkel-Defekte:
Kristallvolumen bleibt konstant
L/L
Dilatometrie
Schottky-Defekte in Al
Temperatur
19
Fehlordnungsarten im Kristallgitter
Frenkel-Fehlordnung
Schottky-Fehlordnung
Anti-Frenkel-Fehlordnung
Anti-Schottky-Fehlordnung
Elektroneutralität- Ladungen von den Kationen- und AnionenUntergitter müssen sich gegenseitig kompensieren
20
Fehlordnungsarten im Kristallgitter II
Anionendefizit
Kationendefizit
Kationenüberschuss
Anionenüberschuss
Elektroneutralität- meist durch höhere oder tiefere
Oxidationsstufen der Kationen
21
Defektkonzentration n/N0 bei verschiedenen
Temperaturen
n
  EV 
 exp 

N0
 kT 
Temperatur
100
Aktivierungsenergie eV
1
2
8
2·10-7
3·10-14 1·10-54
500
6·10-4
3·10-7
8·10-27
1000
1·10-2
1·10-5
1·10-16
1500
4·10-2
1·10-4
4·10-12
2000
8·10-2
6·10-3
1·10-9
[oC]
22
Kröger-Vink Notation
Die Gitterionen in Kristallen besitzen eine dem Element und der
Kristallstruktur entsprechende Ladung. In der Notation wird die
jeweilige Ladungsdifferenz zum ideal besetzten Gitterplatz betrachtet.
Elektroneutralität
Der gesamte Körper muss elektrisch neutral bleiben
Massenerhaltung
Die gesamte Masse der an der Reaktion beteiligten Atome/Ionen
bleibt konstant
Platzverhältnis
Die Anzahl an Kationenplätzen (K) einer Verbindung KxAy muss immer
im richtigen Verhältnis zur Anzahl der Anionenplätze (A) stehen
23
Kröger-Vink Notation
Bedeutung
Symbol
x
K
K
V,K
x
A
Kation oder Anion auf eigenem Gitterplatz.
A Gegenüber dem idealen Gitter neutral (x)
x
x
Na Na
Cl Cl
V A
NaCl-Gitter
Kationen- oder Anionenleerstelle mit
,
der effektiven Ladung 1- ( ) oder 1+ ()
,
V Na
VCl
24
Kröger-Vink Notation II
Bedeutung
Symbol
Interstitielles Kation mit der effektiven
Ladung 1+ ()
Nai
Ki
,
NaCl-Gitter
Interstitielles Anion mit der effektiven
,
Ladung 1- ( )
Ai
,
Cl i
CaNa
Substituiertes Ca-Kation (2+) auf Na-Platz
mit der effektiven Ladung 1+ ()
BrxCl
Substituiertes Br-Anion (2+) auf Cl-Platz
mit der effektiven Ladung 0 (x)
,
e
h
Elektron
Loch
25
Defektgleichungen. Allgemeine Regeln für eine
Substitution
Ionenradien Der Ionenradius des Substituenten sollte innerhalb von
15% vom ursprünglichen Ion sein. Bei kleineren oder grösseren Ionen
ist die Löslichkeit gering. Sehr kleine Ionen werden meistens
interstitiell eingebaut.
Ionisierungsgrad Viele Ionen (Kationen) können verschiedene
Wertigkeiten und somit sehr unterschiedliche Ionenradien besitzen.
Die Wertigkeit hängt von der Temperatur, Zusammensetzung und
von der Kristallstruktur (Koordinationszahl) des Wirtsgitters ab.
Chemische Ähnlichkeit
Weist der Substituent chemische
Verwandtschaft (innerhalb von Gruppen und Perioden des Perioden
Systems) zum ersetzenden Ion auf, ist die Löslichkeit eher hoch.
26
Cu+1
II 0.46
IV 0.60 VI 0.77
Cu+2
V 0.65
IV 0.57
VI 0.73
Cu+3 VI 0.54
27
Einbau von CaCl2 in KCl
x
CaCl2 KCl

 CaK  VK'  2ClCl
KCl

i
'
k
CaCl 2 
Ca  2V  2Cl
x
Cl
28
Massenwirkungsgesetz
Produkte
K(T)=
[C] [D]
A+B  C+D
[A] [B]
Ausgangsstoffe
2H2+O2  2H2O
K=
p2H2O
p2H2 •pO2
29
Massenwirkungsgesetz II
H2O  H+ + OH-
K=
[H+] [OH-]
1
=10-14
[mol2/L2]
Dissoziationskonstante
Reines Wasser: [OH-]=[H+]=10-7
AgCl 
Ag+
+
Cl-
K=
pH=-log[H+]=7
[Ag+] •[Cl-]
1
=1.6•10-10
Löslichkeitsprodukt
nil  e‘ + h•
K=
[e‘] •[h•]
1
30
Einbau von Y2O3 in ZrO2
Y2O3
ZrO2
,
2Y
Zr
+ 3OxO + VO
+ Y2O3
,
[VO]= [Y
Zr]/2
31
Partielle Reduktion von Ceroxid
2Cex
Ce
+Ox
CeO2
O
,
2Ce
Ce
+ VO + 1/2 O2
+1/2O2
32
Reduktion von Ceroxid – das Gleichgewicht
2Cex
Ce
K
+Ox
CeO2
,
2Ce
O
Ce
2
0.5
aCe

a

a
'
O2
V 
Ce
aO0.25  pO0.25
O
2
aCe
x a x
O
Ce
+ VO + 1/2 O2
Idealgas
 

'
aV   0.5  aCe'  VO  0.5  CeCe
O
O
Ce

aCe x  aO x  1
Ce

 p
' .3
Ce
K  0.5  Ce
0.5
O2
  p
 .3
O
K  4 V
0.5
O2
O
•Das Elektron in Ce3+ ist schwach
gebunden.
•Elektronische Leitfähigkeit - die
Elektronen sind beweglicher im
Vergleich mit Sauerstoffleerstellen
33
Reduktion von Ceroxid (CeOn). Gleichgewichtskonstante
600
800
 
1E-4
.3
o
Temperatur [ oC]
1E-6
1E-8
1E-10
1E-12
1E-14
[VO]=(2-n)/2
p=1atm
1E-16
1E-18
373
473
573
673 773873
600
400
Temperatur [ C]
K  4  VO  pO0.25
K
400
200
200
0
1.99
1.98
02.00
2.00 1.95 1.90 1.85
Sauerstoffgehalt
Sauerstoffgehalt
1.97
1.80
Phase Diagrams for Ceramists, 1964
Temperature [K]
Arrhenius-Diagramm
34
Reduktion von Ceroxid (CeOn). Leitfähigkeit
Ce

+Ox
O
 p
' .3
Ce
K  0.5  Ce
Ce   2K 
'
Ce
CeO2
1/ 3
0.5
O2
1 / 6
O2
p
Elektrische Leitfähigkeit
ist proportional zu:
pO12 / 6
in reinem CeO2
Konzentration [mol/mol]
2Cex
,
2Ce
Ce
+ VO + 1/2 O2
o
150 C
1E-4
'
Ce Ce
1E-5
V
1E-6
1E-6
1E-5
1E-4
1E-3
0.01
0.1
..
O
1
10
100
Sauerstoffpartialdruck [atm]
Ce,Ce Konzentration ist sehr klein (in CeO2-x
x<0.001). Verunreinigungen sind meistens
Ca2+
35
Dotierung von CeO2 mit CaO
CeO2
CaO
2Cex
Wenn :
Ce
+Ox
Ce
dann :
'
Ce

Elektrische Leitfähigkeit
ist proportional zu:
in verunreinigtem
CeO2
+ OxO + VO
,
2Ce
O
Ce
+ VO + 1/2 O2
V   Ca   0.5  Ce 

O
''
Ce

O
'
Ce
V   0.5  Ce 
  V  p
' 2
Ce
K  Ce
pO12 / 4
,,
CeO2
Ca   Ce 
''
Ce
Ca

O
0.5
O2
 K
 
''
Ca
Ce

e  ~ Ce  
'
'
Ce
'
Ce
0.5


  pO12 / 4

36
Dotierung von CeO2 mit CaO II
o
Konzentration [mol/mol]
150 C
100 ppm Ca
1E-4
[Ca‘‘Ce]; [VO]
Rein CeO2
1E-5
[Ce‘Ce] [VO]
100 ppm Ca
1E-6
1E-6 1E-5 1E-4 1E-3
0.01
0.1
1
10
100
[Ce‘Ce]
Sauerstoffpartialdruck [atm]
37
Fe1-xO (FeO1+x) Halbleiter Typ p
2Fex
Fe
+ 0.5 O2
FeFe
FeO
FeO
,,
Fe
2FeFe + OxO + V
FexFe + h
LB
Ef
Energie
Akzeptorniveau
VB
Ein FeFe Ion kann
ein Elektron aus dem
Valenzband
einfangen. Im VB
entsteht ein Loch.
F()
38
TiO2-x Halbleiter Typ n
2TixTi + OxO
Ti4+
Ti‘Ti
TiO2
TiO2
2Ti‘Ti + VO + 0.5 O2
TixTi + e‘
Das Donatorenniveau
liegt dabei knapp unter
dem Leitungsbandniveau.
LB
Energie
Ef
Donatorniveau
VB
Das Donatorion Ti‘Ti
(Ti3+) kann ein Elektron
an das Leitungsband
abgeben.
F()
39
Dotierung von ZrO2 mit Y2O3 I
Tiefe
Mittlere
HoheSauerstoffpartialdrücke
Sauerstoffpartialdrücke
Sauerstoffpartialdrücke
h
40
Dotierung von ZrO2 mit Y2O3 II
Tiefe Sauerstoffpartialdrücke
ZrO


2 V    3O  2Zr'  1 O 
2Zr  4O  

Zr
O
O
O
Zr 2 2
ZrO


2 V    2Zr'  1 O 
2Zr  O  

Zr
O
O
Zr 2 2
K Re duktion
V   0.5  Zr 
Zr   1 O   1

Zr   V  p

Zr   O 
' 2
Zr
x 2
Zr

O
Reduktion von ZrO2

O
1/ 2
O2
x
O
'
Zr

O

Zr
  p
' 3
Zr
KRe duktion  0.5  Zr
e  ~ p(O )
'
2
1/ 2
O2
e  ~ Zr 
'
'
Zr
-1/6
41
Dotierung von ZrO2 mit Y2O3 III
Mittlere Sauerstoffpartialdrücke
Y2O3 ZrO

2  2YZr'  3OO  VO
ZrO


2 V    2Zr'  1 O 
2Zr  O  

Zr
O
O
Zr 2 2
K Re duktion
'
Zr

O
x 2
Zr
V   0.5  Y 
Zr   1 O   1

O

Zr   V  p

Zr   O 
2
1/ 2
O2
e  ~ Zr 
  Y  p
K Re duktion  0.5  Zr

O

Zr
x
O
' 2
Zr
'
Zr
'
Zr
'
1/ 2
O2
e  ~ p
'
O2
'
Zr
-1/4
42
Dotierung von ZrO2 mit Y2O3 IV
Hohe Sauerstoffpartialdrücke
Hier werden durch Dotierung mit Y3+ entstandene Sauerstoffleerstellen
wieder mit Sauerstoff aufgefüllt.
ZrO2
VO + 0.5O2
   V 
Kp  h
 2
 1
O
1 / 2
O2
p
OxO + 2h
h   K  V 

p
 1/ 2
O
 pO1/24
43
44
Patterson-Diagramm
-1/6
1/4
-1/4
[h]
[Yzr‘]
log[ ]
[VO ]
[e‘]
Log pO
2
45
YSZ-Leitfähigkeit
1.2
Ionenleiter
1000
0.6
0.4
0.2
-40
n
-30
p
-20
-10
0
10
log po
2
2000
3000
4000
5000
elektrische Leitfähigkeit [S/m]
0.8
Temperatur [K]
1000/T
1.0
16
o
1000 C
o
12
950 C
8
900 C
4
850 C
o
o
o
800 C
o
750 C
0
-20
-10
log po
46
0
2
47
Verunreinigungen: Al‘Ti
48
Ce0.8Sm0.2O1.9-x
Bei hohen pO2 ist die Leitfähigkeit
konstant und v.a. ionisch.
Bei tiefen pO2 wird das Material
teilweise reduziert und zeigt die
n-Typ
Halbleitung.
Die
Leitfähigkeit ist proportional zur
Konzentration der Elektronen und
damit zur [Ce3+] die wiederum
proportional zu pO2-1/6 ist.
1073 K
tot [S/m]
10
973 K
873 K
1
-1/6
28
24
20
16
12
8
4
0
-log (pO /atm)
2
Die elektrische Leitfähigkeit von Ce0.8Sm0.2O1.9-x
als Funktion des pO2 bei verschiedenen
Temperaturen.
53
Ionische Leiter und Mischleiter
54
Ionenleitende Werkstoffe
1
873 673
473
-AgI
0
Verbindung
bewegliche
Ionen
AaCl
AgI
CuCl
Na2O·11Al2O3
BaCl2
ZrO2 (Y2O3)
CaF2
BaCeO3
Ag+
Ag+
Cu+
Na+
ClO2FH+, O2-
RbAg4I5
-1
-1
log  [ cm ]
[K]
273
-2
-1
Na2O*11Al2O3
-3
ZrO2
-4
-5
CaF2
Na3Zr2PSi2O12
AgCl
-AgI
-6
0.5
1.0
1.5
2.0
2.5
3.0
3.5
4.0
-1
1000/T [K ]
Ionenleitern:
•Intrinsische
•Extrinsische
•Intrinsische superionische
55
Intrinsische Ionenleiter. NaCl
Nax
Cl
Na
Na
NaCl
Na
+Clx
Cl
Na
Cl
Na
Na
Cl
Na
Cl
Cl
Cl
Na
Cl
Na
Na
Cl
Na
Na
Cl
Na
Cl
Na
Cl
Cl
Na
Cl
Na
Cl
Na
Na
Cl
Na
Cl
Na
Cl
0.95Å Na
1.85Å Cl
V
,
Schottky-Defekte

Na + V Cl (Leerstellen)
•Die Kationenleerstellen können sich
leicht bewegen. Die Anionenleerstellen sind weniger beweglich
•Die Anzahl der intrinsischen
Leerstellen in reinen NaCl Kristallen
ist sehr klein (0.02% bei ~800oC)
Hohe Aktivierungsenergie der
Beweglichkeit
Cl
Na
Cl
 0.45Å
Cl
Na
A/2=2.82Å
Cl
Cl
Cl
 0.59Å
Na
Na
Cl
Cl
56
Diffusion in einem Potentialgradienten
a
1
2
3
2
1
Potentialgradient

N a
- Chem. Potentialdifferenz
N- Anzahl der Gitterplätze pro mol
a- Gitterkonstante

N
3
Eg
Aktivierungs
energie
a
57
Intrinsische Ionenleiter. AgCl, AgBr
AgCl
AgxAg
Ag
Cl
Ag
Cl
Cl
Ag
V
,
Ag
Cl
Ag
Cl
Ag
Cl
Ag
Ag
Ag
Ag
Ag
Cl
Ag
Cl
Ag
Cl
Ag
Ag
Cl
Ag
Cl
Cl
Cl
Ag
Ag
Ag
+ Agi Frenkel-
Defekte
Cl
Ag
Ag
Ag
Cl
Ag
Cl
Cl
Cl
Cl
Ag
Cl
Der Sprung in die nächste
Zwischengitterposition
Stossmechanismus
•Die Anzahl der intrinsischen Ladungsträger (Agi) ist gross: in
AgBr 1% bei 432oC
•Sehr hohe Beweglichkeit der Agi Kationen
58
Intrinsische Ionenleiter. Erdalkalifluoride: CaF2
Anionenleiter
CaxCa + FxF
CaF2
,
F i + VF+ CaxCa
Anti-Frenkel-Defekte
Anionen in den
Zwischengitterplätzen
Einen grossen Teil der Gitterenergie übernehmen im CaF2-Gitter
die Kationen, d.h. Kationenuntergitter ist sehr stabil. Die
Migrationsenthalpie für ein Anion beträgt nur etwa 1/4 derjenigen
des Kations. Dies ist ein Grund für die hohe Beweglichkeit der
Anionen,
die
verhältnismässig
leicht
in
benachbarte
Anionenleerstellen gelangen können.
59
Zunehmende Dotierung
Extrinsische Ionenleiter
intrinsich
Log 
extrinsich
Erhöhung der
Leitfähigkeit
(Anionenleiter!) durch
Dotierung.
Ce
O
1/T
Oxide mit Fluoritstruktur (ZrO2, ThO2, CeO2
dotiert mit CaO, MgO, Y2O3, Sc2O3 und Ln2O3
Gd2O3
CeO2
,
2Gd Ce + 3OxO + VO
Fluoritstruktur (CaF2-Typ)
60
Extrinsische Ionenleiter II
Die höchsten Leitfähigkeiten liegen bei
1000°C im Bereich von i = 10 bis 20 S/m
Bei höherer Dotierung nimmt die
Leitfähigkeit aufgrund der Wechselwirkung
der Sauerstoffleerstellen untereinander
wieder ab
Ionische Leitfähigkeit
verschiedener Oxide mit
Fluorit-Struktur
Die Dotierungen im Bereich von ~10mol%
61
Intrinsische Superionische Leiter. AgI
Grosse Konzentration beweglicher Teilchen und kleine Aktivierungsenergie für
die Ionenwanderung. Ionenleitfähigkeiten 0.1-10 -1cm-1.
Phasenumwandlung. Silberionenuntergitter wird in
einem „quasi-geschmolzenen“ Zustand
-AgI (T>146oC)
-1
-1
log  [ cm ]
•innenzentrierte kubische
Anordnung von I—Ionen
•Ag+-Ionen können sich frei
Bewegen (der Diffusionskoeffizient 10-5 cm2/s - wie für
Ionen im Wasser).
1
973 773
0
573
373
[K]
-AgI
-1
AgBr
-2
-3
-4
-5
AgCl
-AgI
NaCl
-6
Ag2S, Ag2HgI4, RbAg4I5
-7
1.0
1.5
2.0
2.5
3.0
-1
1000/T [K ]
62
Intrinsische Superionische Leiter. -Aluminiumoxid
Al
O
Na
-Aluminiumoxid Na2O11Al2O3
P63/mmc, a=5.596Å, c=22.52Å
Die Schichtenstruktur in
-Aluminiumoxid
63
-Aluminiumoxid II
1
-1
-1
Widerstand [ cm ]
Leitfähigkeit
0.1
0.01
1E-3
1E-4
1E-5
1E-6
K
Na
Ag
Tl
1E-7
173
373573
Temperatur [K]
Grundfläche der hexagonalen
Elementarzelle
Mit zunehmender
Kationengrösse (K+, Tl+) wird
die Leitung schwierieger.
64
Festelektrolyt-Brennstoffzellen.
Solid Oxide Fuel Cells (SOFC)
Direkte Umwandlung der chemischen Energie in elektrische Energie
½ O2 + H2  H2O
Temperaturbereich: 800-1000oC
Kathode
0.5O2
O2O2-
Anode
O2-
O2-
H2O
O2-
2eU
2e-
H2
65
Elektromotorische Kraft der Brennstoffzelle
½ O2 + H2  H2O
Kathode: ½ O2 + 2e-  O2-
Anode: O2- + H2  H2O + 2e-
G  GH 2O  GH 2  0.5GO2
Gi  G  RT ln ai
o
i
G  G  RT ln
o
aH 2O
aH 2  aO2
Go- die freie Enthalpie im
Standartzustand: bei 1 Bar
Elektromotorische
Kraft der
galvanischen Zelle:
 G
E
zF
p H 2O
RT
EE 
ln
zF
pH 2  pO0.25
o
G- die Freie Enthalpie
(Gibbs Energie)
z- die Anzahl der Ladungen pro
Formelumsatz
F- Faraday-Konstante
Eo-Standart-EMK (bezogen auf Go)
66
Festelektrolyt-Brennstoffzellen. Wirkungsgrad
Wirkungsgrad,  limitiert durch
die Differenz der Enthalpie, H
(Wärme
der
chemischen
Reaktion)
und
die
freie
Enthalpie, G, die die maximal zu
gewinnende elektrische Energie
definiert:
G

H
max. Wirkungsgrad [%]
100
SOFC
80
60
Carnot-Zyklus
Tob-Tunt
40
Tob
20
0
0
500
1000
Temperatur [K]
1500
Maximaler Wirkungsgrad für eine
Felstelektrolyt-Brennstoffzelle bei
der vollständigen Verbrennung von
Methan zu Kohlendioxid und für den
Carnot-Zyklus mit einem unterem
Temperaturniveau von 300 K
67
Transport von Ionen und Elektronen
Die Sauerstoffionen sind chemische Spezies und Ladungsträger, die werden
sowohl durch ein chemisches und ein elektrisches Feld getrieben. Das heisst
sie bewegen sich in einem elektrochemischen Potential:
 
˜ (O )   (O )  2F
2
Elektrochemisches
Potential
2
Chemisches Potential
Der Gradient des elektrochemischen Potentials
zwischen Anode und Kathode ist die treibende
Kraft für den Transport des ionischen Stroms:
Elektrisches Potential
ji  
i
2F

˜(O )
Der ionische Strom verschwindet, sobald die
2
Differenz des elektrochemischen Potential null
ist und damit:
OCV-open
circuit
voltage
(elektr.
Potentialdifferenz wird durch das chemische
Potential aufgebaut)
2
 (O )  2 F
68
Festelektrolyt-Brennstoffzellen.
Schematischer Aufbau
einer FestelektrolytBrennstoffzelle
Rasterelektronenmikroskopische
Aufnahme einer Einzelzelle
69
SOFC. Festelektrolyte
3
900 800
2
2O
3 -b
as
ed
t
0
-1
intermediate
temperature
SOFC
-2
-3
0.8
•hohe ionischer Leitfähigkeit
•hohe Beständigkeit gegenüber Luft
und auch stark reduzierende
Atmosphären
400
Bi
1
log( ) [S/m]
T [°C]
600
500
700
0.9
1.0
GaO
3 -base
d
CeO
2 -bas
ed
ZrO
2 -b
as
ed
1.1 1.2 1.3
103/T [K-1]
1.4
1.5
Tetragonal oder kubisch stabilisiertes
Zirkonoxid (3, resp. 8 mol% Y2O3
stabilisiertes ZrO2). Die Dicke des
Elektrolyten ca. 200m.
1.6
Die Stabilität anderer Materialien (z.B.
dotiertes
CeO2)
in
reduzierender
Umgebung ist gering. Partielle Reduktion
verursacht
eine
elektronische
Leitfähigkeit!
70
SOFC. Die Kathode und Anode
Die Kathode: Elektrode an
der die Reduktion der
Ionen stattfindet

2
2
1/2O  2e  O
Die Anode: Elektrode an der
das Ion (O2-) oxidiert wird.
2-
O + H 2  H 2 O + 2e
-
Gute elektrische Leiter
Porosität von 40 bis 60%,
Korngrösse von 0.3 bis 2 m
Schichtdicke von 5 bis 50 m.
Perowskite (ABO3)
La1-xSrxMnO3 (sog. LSM), p-Typ
Halbleiter
Leitfähigkeit von >104 S/m bei
800°C.
Mischungen aus Metallen und
Oxiden (sogenannte Cermets):
meist Mischungen aus ca. 50% Ni
und 50% Zirkonoxid.
71
SOFC. Die Kenndaten
0.5
Strom/Spannungskennlinie
1.0
0.8
Leistung [W/cm ]
0.3
0.6
0.2
0.4
2
Zellspannung [V]
0.4
0.1
0.2
0.0
0.0
900°C
in Luft/Wasserstoff
0.5
1.0
1.5
2
Stromdichte [A/cm ]
Power-Output
0.0
2.0
Die Spannung nimmt aufgrund der inneren Wiederstände ab:
•ohmsche: Kathode und Anode (meist sehr klein), Elektrolyt
•Polarisation (Überspannung) an der Anode und Kathode (Grenzübergang
zum Elektrolyten)
72
Elektromotorische Kraft
der Sauerstoffkonzentrationszelle
Kathode: O2 + 4e-  2O2-
Anode: 2O2-  O2 + 4e-
O2 (pII)  O2 (pI)
G  G
I
O2
 G
II
O2
G  RT ln
GO2  G  RT ln aO2
o
aOI 2
aOII2
 G
E
zF
pOII2
RT
E
ln I
4 F pO2
73
Elektromotorische Kraft
der Sauerstoffkonzentrationszelle II
1.5
pOII2
RT
E
ln I
4 F pO2
1000K
EMK [V]
1.0
0.5
E
0.0
8.311000
0.2  J  K  mol 
ln
4  9.65 104 pOI 2  mol  K  C 
-0.5
1E-30
1E-20
1E-10
log pO
1
2
1E10
V  C


V
 C

74
-Sonde
CmHn + (m+n/4)O2  mCO2 + n/2H2O
=
 pOLuft

RT
2
E
 ln  Abgas 
 pO

4F
 2 
zugeführte Luftmenge
theoretischer Luftbedarf
<1
Brennstoffüberschuss
=1
stöchiometrische Verbrennung
>1
Sauerstoffüberschuss
75
Sauerstoffkonzentrationszelle
1.5
1000K
1V
EMK [V]
1.0
0.5
+
-
0.0
0.2 atm O2
O210-21 atm O2
-0.5
1E-30
1E-20
1E-10
log pO
1
Sauerstoffzelle (chemisches Potential)
1E10
2
1.45 V
+
-
0.2 atm O2
O210-30 atm O2
„Sauerstoffpumpe“ (elektrisches Potential)
76
Halbleiter
Intrinsische Halbleiter
Die Energielücke ist kleiner als 2.5eV.
Log 
Bei T>>0 und bei Anwesenheit eines elektrischen
Feldes befindet sich ein Teil der Elektronen im
Leitungsband (und Löcher im Valenzband)
Halbleiter:
intrinsischer
extrinsischer
Extrinsische Halbleiter
Dotierte Materialien.
Defekthalbleiter
„Intrinsische“ Defekte in Chemischen
Verbindungen
1/T
T
77
Extrinsische Halbleiter
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
B
Si
Si
As
Si
Si
Si
Si
B
Si
Si
Si
Si
Si
Si
As
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
Si
p-Typ
n-Typ
78
Defekthalbleiter. NiO
In NiO können Nickelleerstellen gebildet werden (Sauerstoff wird
eingebaut), die durch Ni3+ kompensiert werden. Die Kristalle gewinnen an
Volumen.
Ni3+ wirkt als Akzeptor.
NiO
O2
Ni
NiO
Ni
2NiNi + 2OxO + V‘‘Ni
Nix
Ni
+
h
p
79
n
Defekthalbleiter. ZnO1-
Die Zn-Ionen werden in die Zwischengitterplätzen verschoben. Das
Kristallvolumen nimmt ab.
Die Zwischengitterionen wirken als Donatoren.
Znx
+
Zn
Ox
Znx
ZnO
O
ZnO
i
Znxi + 0.5 O2
Zni + e‘
Sauerstoffleerstellen
werden zu Donatordefekten.
Znx
Zn
+
Ox
Vx
Energiebänder der
Punktdefekte in der verbotenen
Zone der ZnO.
O
O
ZnO
ZnO
ZnxZn + VxO + 0.5 O2
VO + e‘
80
Anwendungen von keramischen Halbleiter.
Heissleiter
Die Leitfähigkeit von Halbleitern ist thermisch aktiviert.
NTC-Widerstände (Negative Temperature Coefficient)
B
 T    0 exp  
T 
Die Steigung der
WiderstandsTemperatur-Kurve
B  EA / k
d ln  
B
R 
 2
dT
T
R = 3-5%
81
Heissleiter. Valenzaustausch
•Die Übergangsmetalle können verschiedene Oxidationsstuffen
aufweisen
•Die Kationen mit verschiedenen Valenzen können miteinander Elektronen
austauschen
82
Spinellstruktur AB2O4
2+
Spinelle
A
3+
Inverse Spinelle
50% B
NiMn2O4, CoFe2O4
Mn2+Mn3+2O4
3+
2+
B
A +50% B3+
83
Heissleiter. Thermistoren
Heissleiterkennlinien
Bis ca. 300oC Spinelle:
Mn3O4
NiMn2O4
CoFe2O4
Bis ca. 1000oC Mischoxide der
Seltenen Erden:
70%Sm2O3 30%Tb2O3
Sauerstoffnichtstöchiometrie
•Temperatursensoren
•Einschaltstrom-Begrenzer
•Spannungsstabilisatoren
84
Heizelemente
Werkstoffe mit Widerstandswerten
0.001-1m
•Kohlenstoff bis 2300 (reduzierte, inerte
Atmosphären und Vakuum)
•Siliziumkarbid SiC. Bis 1600oC in
oxidierenden Atmosphären. SiO2
Schutzschicht
•Molibdändisilizid MoSi2. Superkanthal.
Bis 1800oC in oxidierenden Atmosphären
(z.B. Luft)
•Zinnoxid SnO2 . Grosse Bandlücke3.7eV. Aufgrund der Nichtstöchiometrie
(oder Sb5+ Dotierung) –Donatorniveau.
Elektroden- und Tiegelmaterial.
85
Oberflächen- und
Grenzflächenphänomene
86
Der p-n Kontakt
p-Typ
(Löcher)
n-Typ
(Elektronen)
Solange die beiden Halbleiter nicht in
Kontakt sind, liegt das Fermi-Niveau
auf unterschiedlichen Niveaus.
Sind die beiden Halbleiter in Kontakt:
fliessen die Löcher in den n-Typ
Halbleiter und Elektronen in pHalbleiter bis sich die Fermi-Niveaus
auf dem gleichen Niveaus befinden.
Es entsteht eine Raumladung
Im Gleichgewicht:
Feldstrom = Diffusionsstrom
(drift current= diffusion current)
Elektrisches Potential
Chemisches Potential
87
Der p-n Kontakt. Die Raumladung
p
n
n-Neutralgebiet
p-Neutralgebiet
Konzentratio
n
Das Raumladungsfeld
verhindert, dass alle
Elektronen und Löcher
zur anderen Seite
diffundieren und
rekombinieren. Sonst
breitet sich die
Verarmungszone über
den ganzen Kristall aus.
[h]
[e‘]
Verarmungszone
V(x)
E(x)
VD
Verlauf des
elektrostatischen
Potentials V(x) und des
elektrischen Feldes E(x)
am p-n Kontakt.
VD- Diffusionsspannung
88
Der p-n Kontakt. Sperrichtung, Durchlassrichtung
p
n
Konzentration
p-Neutralgebiet
[h]
n-Neutralgebiet
[e‘]
Verarmungszone
Sperrrichtung:
n-Seite Pluspol
p-Seite Minuspol.
Auf der p-Seite drängen die
ausserhalb der Verarmungszone
noch beweglichen Elektronen in
die Richtung Grenzschicht. Sie
rekombinieren mit Löcher. So
wird auf der p-Seite die
Verarmungszone verbreitet und
die Raumladung vergrössert.
Durchlassrichtung:
n-Seite Minusspol
p-Seite Pluspol.
Die Löcher drängen im p-Teil vom Pluspol weg in die Verarmungszone
hinein. Auf der p-Seite wird die Verarmungszone verkleinert.
89
Der p-n Kontakt. Die Raumladung in polarisierten Zustand
90
Der p-n Kontakt. Erzeugungsstrom. Rekombinationsstrom
•Durch die thermische Anregung werden Elektron-Loch Paare auf beiden Seiten
des Übergangs gebildet. Ein Löcherstrom (sog. Erzeugungsstrom) fliesst auch
im Gleichgewicht von der n- zur p-Seite. Sobald ein solches Loch in den Bereich
der Doppelschicht des Übergangs gelangt, wird es auf die p-Seite abgetrieben.
Von der p-Seite zur n-Seite fliesst ein Erzeugungsstrom von Elektronen.
Die Bildung von Elektron/Loch Paaren ist thermisch aktiviert, d.h. der
Erzeugungsstrom ist nicht von einer angelegten Spannung abhängig!
V(x)
Erzeugungsstrom Löcher
p
n
VD
Erzeugungsstrom Elektronen
•Rekombinationsstrom fliesst in die gegengesetzte Richtung: Elektronen (n -> p),
Löcher (p -> n). Elektronen- und Löcherströme müssen genügend hohe Energie
haben um die Potenzialbarriere zu überwinden und auf der anderen Seite mit den
Löchern oder Elektronen rekombinieren. Der Rekombinationsstron hängt von der
91
Höhe der Potentialbarriere ab.
Der p-n Kontakt im Gleichgewicht
p-Typ
(Löcher)
n-Typ
(Elektronen)
Rekombinationsstrom
Elektronen und Löcher
Erzeugungsströme
sind nicht von
angelegten Spannung
abhängig (thermisch
aktiviert)
Erzeugungsstrom und Rekombinationsstrom
sind gleich gross.
92
Der p-n Kontakt in Durchlassrichtung
p-Typ
(Löcher)
n-Typ
(Elektronen)
Der Rekombinationsstrom nimmt zu, der Erzeugungsstrom
bleibt gleich gross.
93
Der p-n Kontakt in Sperrrichtung
p-Typ
(Löcher)
n-Typ
(Elektronen)
Der Rekombinationsstrom
0
94
Kaltleiter. Positive Temperature Coefficient
Leitfähigkeit nimmt mit steigender Temperatur ab. Dieser Effekt tritt
im Bereich einer Phasenumwandlung auf.
Sr
Pb
TC -Curietemperatur
Der PTC-Effekt ist ein
Korngrenzeneffekt, gekoppelt
mit einer Phasenumwandlung.
Bei Bariumtitanat: der
tetragonal-kubisch Übergang.
Substitution von Barium durch
Blei führt zu einem Anstieg,
Zusatz von Strontium zu einer
Erniedrigung der TC und somit
des PTC-Effekts.
In Einkristallen tritt der Effekt nicht auf.
95
Kaltleiter P TC. Bändermodell
Schottky-Barriere
EF
Metall Halbleiter
Vakuum
Kontakt
Der Kontakt im
Gleichgewicht
KG
KG(0)
LB
Ein Teil der Elektronen vom
Halbleiter geht in den Metall
über.
Es entsteht eine Raumladung.
Potentialverlauf an einer Korngrenze
eines Halbleiters. Die Korngrenze wirkt
in diesem Modell als Akzeptor. Das
Innere der Körner ist ein Donator.
 KG (0) 
VB
d
dKG
qN D d 2
2 0
ND- Dichte der Donatoren im Inneren der
Körner
- relative Dielektrizitätskonstante96
T/103
SP/cm
Temperaturabhängige Potentialbarrieren an
Korngrenzen in BaTiO3
Tetragonal.
Ferroelektrisch
1
TC
KG ~ T ~ T  TC
KG(0)
KG(0)
Kubisch.
Paraelektrisch
 sp ~ e
 KG
kT
97
P TC. BaTiO3 - Dotierung
Bariumtitanat besitzt im reinen Zustand aufgrund seiner Bandlücke von ca. 3 eV
eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit. Meist wird ein Donator-dotiertes
BaTiO3 verwendet mit Y und La auf Ba-Plätzen und Nb oder Ta auf Ti-Plätzen
Um
den
PTC-Effekt
zu
erreichen,
müssen
Akzeptorzustände an der Korngrenzen eingebracht
werden. Dies geschieht durch Sintern im Sauerstoff,
wobei sich im Material Ba und Ti-Leerstellen bilden.
Die Konzentration der Kationleerstellen ist in der
Randzone der Körner am höchsten. Die Leerstellen
wirken als Akzeptoren und kompensieren die durch
Dotierung eingebrachten Donatoren.
98
P TC- Material Engineering
99
P TC- Anwendungen
100
Varistoren- variable resistor
Die elektrische Leitfähigkeit eines Varistors ist
unterhalb einer bestimmten Spannung (~3.2V pro
Korngrenze bei ZnO) sehr klein. Wird die Spannung
überschritten, nimmt die Leitfähigkeit um
Grössenordnungen zu.
Der Varistor-effekt beruht wie der PTC-Effekt auf
Potentialbarrieren an den Korngrenzen. Das elektrische
Feld wird verwendet, um die Potentialbarrieren an den
Korngrenzen zu überwinden.
101
Varistoren- das Bändermodell
KG
eU
LB
Ef
VB
KG
eU
Ef
e-
LB
VB
In der Nähe des Gleichgewichtszustands kleine angelegte äussere Spannung.
Das Fermi-Niveau auf der rechten Seite
liegt etwas höher als das Maximum der
Valenzbandkante. Die Wahrscheinlichkeit
für das Tunneln von Elektronen durch die
Potentialbarriere an der Korngrenze ist
klein.
Bei weiterer Erhöhung des Potentials nimmt
die Wahrscheinlichkeit für das Tunneln von
Elektronen zu.
Hoche Spannung: die Fermikante auf der rechten
Seite wird unterhalb der Valenzbandkante des
Korns auf der linken Seite liegen. Die
Potentialbarriere wird vollständig abgebaut.
Elektronen können ungehindert fliessen.
102
Varistoren. Strom-Spannungs-Kennlinie
•Ohmscher Widerstand =1
•Siliziumkarbid SiC (p-Typ mit AlDotierung) =5-7
•Zinkoxid ZnO (n-Typ dotiert mit
Bi2O3, Sb2O3, NiO, CoO, MnO.....)
=30-70
103
Varistoren. Gefüge
Typische Zusammensetzung eines ZnOVaristors (Mol%):
96.5 ZnO, 0.5 Bi2O3, 1 CoO, 0.5 MnO, 1
Sb2O3, 0.5 Cr2O3.
Sinterung bei 1250oC. Wismutoxid wird
bei dieser Temperatur flüssig: die
Keramik wird dicht gesintert mit grossen
Körner.
Gefüge eines ZnO-Varistors. Die Körner (1050m, 10-2 m) bestehen aus ZnO. Die Phase an
den Korngrenzen (1 m) besteht hauptsächlich
aus Phasen die wismutreich sind mit gelösten
Dotierungselementen, die z.T. wieder eigene
Phasen bilden (v.a. Spinelle und Pyrochlore). Der
Korngrenzbereich hat einen hohen Wiederstand
von 106m.
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Überspannungsableiter
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