Tipps zu Pflanzenschutzmittelanwendung

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Allgemein nützliche Tipps
Pflanzenschutzmittel sind als Konzentrat wesentlich günstiger als Fertigprodukte.
Erst das Schadbild genau bestimmen und dann das geeignete Mittel wählen. Zur Sicherheit im
Fachgeschäft beraten lassen.
Nicht mehr Mittel ansetzen als benötigt und Reste nicht in die Kanalisation schütten.
Dosierungsangaben der Hersteller beachten.
Pulverisierte Produkte vor dem Einfüllen ins Sprühgerät vollständig auflösen, damit keine
Verstopfungen in Leitung und Düse entstehen.
Pflanzenschutz-Behandlungen nie bei Hitze und starker Sonnenstrahlung ausführen, da sonst die
Blätter Verbrennungsschäden erleiden.
Die Sprühlösung am wirksamsten mit feinem Düsenstrahl auf und unter das Blattwerk verteilen, damit
sich eine gleichmässige Taubildung mit langsamer Trocknung ergibt.
Holzschutz- und Imprägnierungsmittel wie z.B. für Gartenzäune lassen sich auf einfachste Art mit
einem speziell beständigen Sprühgerät verarbeiten, das wie Birchmeier's Profi Star mit VitonDichtungen ausgerüstet ist.
Nach der Anwendung Sprühgerät immer gründlich reinigen.
Die Fachausdrücke
Insektizid: Gegen Insekten (6-beinig)
Fungizid: Gegen Pilzkrankheiten
Akarizid: Gegen Milben (8-beinig)
Herbizid: Gegen Unkraut. Totalunkrautvernichter auf Kies und Plattenwege. Selektivherbizide für
gezielte Anwendung im Rasen.
Echter Mehltau: Weisser, mehlartiger Belag, der sich flächenartig auf der ganzen Pflanze ausbreitet.
Falscher Mehltau: Tritt immer nur auf der Blattunterseite auf. Weissgrauer bis mausgrauer
Schimmelrasen in kompakten Flächen. Auf der Blattoberseite erkennbar an der zuerst gelblichen
Fleckenbildung, später orange- bis purpurrot. Häufig auch starker Blattfall.
Zimmerpflanzen
Zimmerpflanzen gedeihen besonders gut, wenn sie regelmässig mit lauem Wasser besprüht werden.
Herrlich grüne und kräftige Blätter erhalten Sie durch Besprühen mit verdünntem Flüssigdünger. Der
Fachhandel nennt Ihnen den geeigneten Dünger dafür. Bei Auftreten von schädlichen Insekten,
Wollläusen und Spinnmilben hilft ein Insektizid bzw. Milbenmittel.
Wählen Sie Konzentrate für den gezielten Einsatz mit einem Sprühgerät. Das ist sparsamer,
preiswerter und ökologisch sinnvoller. Achten Sie dabei genau auf die Dosierungsangaben!
Behandlung 3- bis 4-mal in Abständen von 10 Tagen wiederholen.
Rosen
Im Frühjahr, von der Knospenbildung an, bis Ende September ist eine regelmässige Behandlung in
Abständen von 14 Tagen mit Insektiziden und Fungiziden unerlässlich. Zur Vorbeugung von
Pilzkrankheiten, wie z.B. echter und falscher Mehltau, Rost oder Sternrusstau, die Rosenstöcke
frühzeitig und gründlich mit einem Fungizid besprühen. Im Spätherbst erfolgt die letzte Behandlung,
um die Überwinterung von schädlichen Pilzsporen zu verhindern. Sollten Sie schon Pilzbefall
festgestellt haben, schneiden Sie die abgeblühten Rosenblüten rechtzeitig ab, um ein weiteres
Ausbreiten zu verhindern. Blattläuse sowie alle fressenden und saugenden Schadinsekten sofort mit
einem Insektizid besprühen. Bei Spinnmilben ist ein Akarizid besonders geeignet. Die Wiederholung
der Behandlung erfolgt in Abständen von max. 14 Tagen, bis keinerlei Schädlinge mehr vorhanden
sind. Die benutzten Konzentrate immer mit der vorgeschriebenen Wassermenge verdünnen. Bereits
verdünnte Mittel innerhalb von 24 Stunden verbrauchen – danach baut sich die Wirksamkeit ab.
Übrigens: Rosen lieben Bananenschalen, weil diese viele Mineralstoffe und Spurenelemente
enthalten. Für die Blatt- und Blütenbildung also einfach Bananenschalen zerkleinern.
Balkonpflanzen
wie Geranien, Petunien, Lantanen
Geschützte Balkone sind meist trocken und warm und bieten dadurch ein ideales Klima für Blattläuse,
Spinnmilben und weisse Fliegen. Deswegen empfiehlt sich eine genaue Beobachtung, damit Sie
schon bei der geringsten Ansammlung von Schädlingen mit einem geeigneten Mittel reagieren
können. Gegen Blattläuse und weisse Fliegen erhalten Sie im Fachhandel geeignete InsektizidKonzentrate. Besprühen Sie die Pflanzen gründlich, vor allem an der Blattunterseite. Wichtig ist eine
gut 4-malige Wiederholung mit 10 bis 14 Tagen Abstand.
Spinnmilben sind nicht mit herkömmlichen Insektiziden zu behandeln. In diesem Fall wirken nur
spezielle Konzentrate wie Akarizide.
Auch hier gilt die mehrmalige Behandlung. Übrigens: Beachten Sie, dass die Samenbildung immer
das Hauptziel einer Sommerblume ist. Deshalb verblühte Blätter sofort abschneiden, damit die Pflanze
noch mehr Blüten hervorbringt und die Blütezeit sich auf diese Weise verlängert.
Gemüse, Tomaten, Kräuter etc.
Blattläuse, Raupen etc. werden mit handelsüblichen Insektiziden behandelt, deren natürliche
Wirkstoffe von den Pflanzen schon nach kurzer Zeit abgebaut werden. Nach einer entsprechenden
Wartefrist kann das Gemüse gut gewaschen ohne Bedenken genossen werden. Bei Tomaten ist man
auch heute noch gut beraten, die Pflanzen nach der Bildung von acht Fruchtständen zu stutzen. Wenn
Sie an Ihren Tomaten erste Ansätze von Krautfäule feststellen, verwenden Sie ein geeignetes
Fungizid. Spinnmilben sind nicht mit herkömmlichen Insektiziden zu behandeln. In diesem Fall wirken
nur spezielle Konzentrate wie Akarizide. Auch hier gilt die mehrmalige Behandlung.
Obstbäume, Beeren, Reben
Wer will schon «wurmstichiges» Obst? Um das zu verhindern, sind Obstbäume frühzeitig und
regelmässig mit Insektiziden zu behandeln. Rechtzeitige Behandlung ist auch die richtige Massnahme
gegen Schorf und Mehltau. Um das Auftreten von Manila-Fruchtfäule an Apfelbäumen zu verhindern,
sprühen Sie beim Schwellen der Knospen mit einem Kupferpräparat. Bei Blühbeginn und beim
Abblühen mit einem Fungizid. Als Vorbeugungsmassnahme entfernen und vernichten – auf keinen
Fall kompostieren – Sie nach der Ernte im Herbst alle auf dem Baum verbliebenen faulen Früchte. Ein
unwillkommener Gast der Himbeere ist die Raupe des Himbeerkäfers. Sprühen Sie einfach ein
geeignetes Mittel nach der Vollblüte. Brombeeren sind zwar recht robuste Pflanzen, können aber
durch die Brombeermilbe unangenehm geschädigt werden: Die Beeren reifen nicht aus,
Missbildungen entstehen, und die Steinfrüchte bleiben teilweise rot. Dann helfen nur durchgreifende
Massnahmen. Verbrennen Sie die Ruten der befallenen Früchte sofort nach der Ernte und besprühen
Sie die verbleibenen Ruten in der nächsten Saison vor Sommerbeginn mit einem
Schwefelbrühepräparat. Bei den Reben treten besonders an der Spalierrebe häufig Schildläuse auf.
Sie entziehen der Rebe wertvolle Nährstoffe und sondern honigartige Ausscheidungen aus. Dadurch
entwickeln sich verschiedene Russtaupilze, die Trauben und Blätter schwärzen. Eine
Winterbehandlung mit entsprechenden Sprühmitteln hilft. Dickmaulrüssler-Larven und Engerlinge
können den Wurzeln erhebliche Schäden zufügen. Ein geeignetes Sprühmittel empfiehlt sich.
Unkrautvertilgung
Behandlungen mit Herbiziden erzielen die beste Wirkung, wenn sie bei «wüchsigem» Wetter
ausgebracht und nicht innerhalb von 24 Stunden wieder abgespült werden. Im Gegensatz zur
Giesskanne hat Sprühen den Vorteil, dass die feinen Tropfen auf dem Unkraut haften bleiben und
dadurch sicher einwirken. Ausserdem wird dadurch eine ungewollte Bodenbelastung vermieden.
BIO
Sprühgeräte sind sehr gut zur biologischen Pflanzenpflege geeignet. Dafür sind im Handel
Konzentrate, Brennesselblätter und Schachtelhalm erhältlich. Neben der Schädlingsbehandlung
erzielen Sie damit auch eine allgemeine Stärkung der Pflanzen.
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