Kennzahlen aus den Erhebungsbögen: Besprechung Ihrer Fragen

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Kennzahlen aus den
Erhebungsbögen:
Besprechung Ihrer Fragen
Monika Klinkhammer-Schalke, Simone Wesselmann, Sebastian Dieng
22.09.2015
Brustkrebszentren
Kennzahldefinition
11
Möglichst häufig endokrine
Endokrine Therapie Therapie als First-linebei Metastasierung Therapie bei
Metastasierung
Zähler
Pat., bei denen mit einer
endokrinen Therapie im
metastasierten Stadium als Firstline-Therapie begonnen wurde
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Pat. mit steroidrez. pos. inv.
Mammakarzinom mit 1.
Fernmetastasierung (incl. Primär M1 Pat.)
Frage:
Antwort:
Wann ist eine endokrine Therapie eine „First-Line-Therapie?“
Die endokrine Therapie muss als 1. Systemische Therapie
bei primärer oder sekundärer Metastasierung durchgeführt
worden sein. Sie kann jedoch mit OP oder Radiatio
verbunden sein.
Kennzahldefinition
25
Kennzahlenziel
Kennzahlenziel
Angabe von
Möglichst häufig Angabe
Resektionsrand und von Resektionsrand und
Sicherheitsabstand Sicherheitsabstand
Zähler
Angabe von Resektionsrand und
Sicherheitsabstand durch
Pathologen
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Operierte Primärfälle
Frage:
Antwort:
Es gibt ab und zu Fälle, bei denen in der Operation nach
neoadjuvanter Therapie kein Tumor mehr vorhanden ist, da er
sich durch die Therapie vollständig zurückgebildet hat. Können
diese Fälle mit ypT0 aus dem Nenner ausgeschlossen werden?
Nein, im Nenner sind alle operierten Fälle unabhängig vom
Tumorstadium.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition
1
Prätherapeutische
Fallvorstellung
Kennzahlenziel
Prätherapeutische Vorstellung
aller Patienten mit einem
Rektumkarzinom u.
Kolonkarzinom UICC Stad. IV
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten, die prätherapeutisch in
Patienten mit RK und alle Patienten
einer interdisziplinären
mit KK Stad. IV
Tumorkonferenz vorgestellt wurden
Frage:
Antwort:
Werden Notfälle im Nenner mitberücksichtigt?
Nein, nur elektiv therapierte Patienten.
Auf welcher Grundlage wird bei dieser Kennzahl das UICC Stadium
berechnet, cTNM oder pTNM?
Für alle Patienten dient das cTNM als Grundlage.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition
2
Prätherapeutische
Fallvorstellung Rezidiv /
metachrone Metastasen
Kennzahlenziel
Zähler
Prätherapeutische
Vorstellung aller Patienten
mit Rezidiv / metachronen
Metastasen
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten mit Rezidiv bzw.
neuaufgetretenen Metastasen, die in Patienten mit Rezidiv bzw.
der prätherapeutischen Konferenz
neuaufgetretenen Metastasen
vorgestellt wurden
Frage:
Antwort:
Ist mit neu aufgetretenen Fernmetastasen die 1. Fernmetastasierung oder
auch das Auftreten einer neuen Metastasenlokalisation gemeint?
Zählen auch Patienten, die keine Primärfälle des Zentrums waren (z.B.
Diagnose vor Zertifizierung oder direkte Zuweisung zur Metastasentherapie
über Arzt oder anderes Krankenhaus?
In einem großen Zentrum müssten dann alle zugewiesenen Pat. mit metast.
KRK in die Tuko, auch bei eindeutiger Indikation (multiple Mts.) oder
eindeutige Zuweisung zur RFA oder SIRT?
Pat. wird 1x im Zähler und 1x im Nenner erfasst, aber
nur für die ERST-metastasierung.
Alle Patienten, die mit Rezidiv oder ERSTMetastasierung kommen.
Werden Notfälle im Nenner mitberücksichtigt?
Kennzahldefinition
3
Postoperative
Fallvorstellung
Kennzahlenziel
Postoperative Vorstellung
aller Primärfallpatienten
Nachdokumentation der Fälle (Erstdiagnose,
Primärtherapie) wird empfohlen, Kennzahl kann
aber auch händisch eingetragen werden)
Ja.
Zähler
Operative und endoskopische
Primärfälle, die in der
postoperativen Konferenz
vorgestellt wurden
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Operative und endoskopische Primärfälle
Frage:
Antwort:
Was ist mit postoperativ bei
endoskopischen Primärfällen
gemeint?
Der Begriff postoperativ bezieht auch die posttherapeutisch nach endoskopischem Eingriff
vorgestellten Patienten ein. Patienten, die nach einer neoadjuvant geplanten
Radiochemotherapie keine Operation mehr erhalten, sind hier nicht gemeint!
Darmkrebszentren
4
5
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
Zähler
Adäquate Rate an
Psychoonkologische
psychoonkologischer
Betreuung
Betreuung
Patienten, die stationär oder
ambulant psychoonkologisch
Primärfälle Gesamt + Patienten mit Rezidiv
betreut wurden (Gesprächsdauer ≥ bzw. neuaufgetretetenen Metastasen
25 Min.)
Beratung
Sozialdienst
Möglichst hohe Rate an
Patienten, die durch den
Sozialdienst beraten
wurden
Patienten, die stationär oder
ambulant durch den Sozialdienst
beraten wurden
Primärfälle Gesamt + Patienten mit Rezidiv
bzw. neuaufgetretetenen Metastasen
Frage:
Antwort:
Was ist mit peri- und postoperativ verstorbenen
Patienten?
Es gibt keine Einschränkung des Nenners.
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
6
Studienteilnahme
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten des DZ, die in eine Studie
Einbringen von möglichst
oder kolorektale Präventionsstudie Primärfälle gesamt
vielen Patienten in Studien
eingebracht wurden
Frage:
Antwort:
Zählen hier Patienten im Zähler, die sich im Follow-up
der Studie befinden?
Nein, Follow-Up Patienten dürfen für die Studienquote nicht gezählt
werden.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
7b
KRK-Patienten mit
Erfassung
Familienanamnese
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Zähler
Primärfälle mit einem KRK und ausgefüllten
Pat.fragebogen
(http://www.krebsgesellschaft.de/deutscheMöglichst häufig Erfassung
krebsgesellschaft-wtrl/deutschePrmärfälle gesamt
der Familienanamnese
krebsgesellschaft/zertifizierung/erhebungsboe
gen/organkrebszentren.html unter dem Punkt
Darmkrebs)
Frage:
Antwort:
Muss der Fragebogen der DKG genutzt werden?
Ja, das Risiko für erblichen Darmkrebs (Fragen 2-7 des Fragebogens) muss
mittels des Fragebogens der DKG ermittelt werden.
Kennzahldefinition
9
Kennzahlenziel
Möglichst hohe Rate an
Immunhistochemische immunhistochemischer
Bestimmung der MMR- Bestimmung d. MMRProteine
Proteine bei Patienten mit
KRK < 50 Jahre
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten mit
immunhistochemischer
Bestimmung d. MMRProteine
Patienten mit der Erstdiagnose KRK < 50
Jahre
Frage:
Antwort:
Ist die Bestimmung an der PE oder am Präparat
gemeint?
Die Bestimmung ist sowohl an der PE als auch am Präparat möglich.
Darmkrebszentren
12
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
Zähler
Angabe Abstand
mesorektale Faszie
bei RK im unteren
und mittleren
Drittel
Patienten mit Angabe des Abstands Patienten mit RK im unteren und mittleren
zur mesorektalen Faszie im
Drittel und MRT oder Dünnschicht-CT des
Befundbericht
Beckens
Möglichst häufig Angabe
im Befundbericht
Frage:
Antwort:
Wie muss die Erfassung des Abstandes erfolgen, als
mm Angabe?
Ja, die Angabe muss in mm erfolgen.
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
15
Revisions-OP's
Kolon
16
Revisions-OP's
Rektum
Zähler
Revisionsoperationen infolge von
Möglichst niedrige Rate an
perioperativen Komplikationen
Revisionsoperationen nach
innerhalb von 30 d nach elektiver
elektiven Operationen
OP
Revisionsoperationen infolge von
Möglichst niedrige Rate an
perioperativen Komplikationen
Revisionsoperationen nach
innerhalb von 30 d nach elektiver
elektiven Operationen
OP
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Elektive Kolon-Eingriffe
Elektive Rektum-Eingriffe
Frage:
Antwort:
Welche Zählweise ist die richtige: pro Patient oder
Anzahl der Operationen.
Die Zählweise ist Revisionsoperation pro operativen Primärfall.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
17
18
Postoperative
Wundinfektion
Möglichst niedrige Rate an
postoperativen
Wundinfektionen mit
Notwendigkeit der
chirurgischen
Wundrevision (Spülung,
Spreizung, VAC-Verband)
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Zähler
Postoperative Wundinfektionen
innerhalb von 30 d nach elektiver
OP mit Notwendigkeit der
Operative Eingriffe des DZ
chirurgischen Wundrevision
(Spülung, Spreizung, VAC-Verband)
Frage:
Antwort:
Werden hier auch konservative Maßnahmen gezählt?
Nein, konservative Maßnahmen zählen hier nicht.
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Möglichst niedrige Rate an
AnastomosenAnastomoseninsuff. nach
insuffizienzen Kolon elektiven Eingriffen am
Kolon
Re-Interventionsbedürftige
Anastomoseninsuffizienzen Kolon
nach elektiven Eingriffen
Patienten mit KK, bei denen in einer
elektiven Tumorresektion eine
Anastomose angelegt wurde
Frage:
Antwort:
Werden hier auch konservative Maßnahmen gezählt?
Nein, konservative Maßnahmen zählen hier nicht.
Zählen CT-gesteuerte Abszeßpunktionen als Re-Intervention?
Ja, CT-gesteuerte Abszeßpunktionen zählen auch.
Gibt es einen Zeitraum, in welchem die
Innerhalb von 30 Tagen.
Anastomoseinsuffizienzen eintreten müssen, damit sie gezählt
werden?
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition
19
Anastomoseninsuffizienzen
Rektum
Kennzahlenziel
Möglichst niedrige Rate an
Anastomoseninsuff. nach
elektiven Eingriffen am
Rektum
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Zähler
Patienten mit
Anastomoseninsuffizienz Grad B
(mit Antibiotikagabe o.
interventioneller Drainage o.
transanaler Lavage / Drainage)
oder C ((Re-) Laparotomie)
Patienten mit RK, bei denen in einer
elektiven Tumorresektion eine
Anastomose angelegt wurde
Frage:
Antwort:
Gibt es einen Zeitraum, in welchem die Anastomoseinsuffizienzen
eintreten müssen, damit sie gezählt werden?
Innerhalb von 30 Tagen.
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
20
Mortalität
postoperativ
Möglichst niedrige Rate an
postoperativ verstorbenen
Patienten nach elektiven
Eingriffen
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Postoperativ verstorbene Patienten
nach elektiven Eingriffen innerhalb Elektiv operierte Patienten
von 30d
Frage:
Antwort:
Sind Notfallpatienten im Nenner auch zu
berücksichtigen?
Nein, es werden nur elektive Eingriffe gezählt.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition
21
22
Lokale R0Resektionen Kolon
Lokale R0Resektionen
Rektum
Kennzahlenziel
Möglichst hohe Rate an
lokalen R0-Resektionen
Möglichst hohe Rate an
lokalen R0-Resektionen
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Lokale R0-Resektionen Kolon nach Operative Kolon-OP's gemäß
Abschluss der operativen Therapie Primärfalldefinition (operativ)
Lokale R0-Resektionen Rektum
Operative Rektum-OP's gemäß
nach Abschluss der operativen
Primärfalldefinition (operativ)
Therapie
Zähler
Frage:
Antwort:
Sind Notfallpatienten im Nenner auch zu berücksichtigen?
Nein, es werden nur elektive Eingriffe gezählt.
Wenn der Tumor trotz palliativer Gesamtsituation reseziert wurde (z.B.
Tumorstenose bei Peritonealkarzinose oder diffuser
Lebermetastasierung), muss dieser Patient hier gezählt werden?
Ja, auch Resektion bei palliativer Gesamtsituation wird für
den Nenner gezählt.
Kennzahldefinition
23
Anzeichnung
Stomaposition
Kennzahlenziel
Möglichst häufig
präoperative Anzeichnung
Stomaposition
Zähler
Patienten mit präoperativer
Anzeichnung der Stomaposition
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten mit RK, bei denen eine
Operation mit Stomaanlage durchgeführt
wurde
Frage:
Antwort:
Werden hier alle Stomaanlagen gezählt?
Es werden nur vorhersehbare Stomaanlagen berücksichtigt. Dies gilt für alle
elektiven Operation.
Muss die Stomaanlage während der Tumorresektion
erfolgen?
Nein, es kann auch eine separat OP vor/nach der Tumorresektion erfolgen.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition
24
Kennzahlenziel
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Zähler
≥15% primäre
Primärfälle mit KRK UICC Stad.
Primäre LeberLebermetastasenresektio IV, die eine
Primärfälle mit ausschließlich
metastasenresektion (KRK
n bei Patienten mit KRK Lebermetastasenresektion
Lebermetastasen bei KRK UICC Stad. IV
UICC Stad. IV)
UICC Stad. IV
erhalten
Frage:
Antwort:
Zählen PE´s?
Nein.
Ist eine kurative Intention Voraussetzung?
Nein.
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
25
Sekundäre Lebermetastasenresektio
nen (KRK UICC Stad.
IV)
Zähler
Primärfälle mit KRK im UICC Stad.
≥ 10% sekundäre
IV, bei denen nach Chemotherapie
Lebermetastasenresektion
eine sekundäre
bei Patienten mit KRK UICC
Lebermetastasenresektion
Stad. IV
durchgeführt wurde
Frage:
Antwort:
Ist eine kurative Intention Voraussetzung?
Nein.
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Primärfälle mit KRK UICC Stad. IV mit
primär nicht resektablen, ausschließlichen
Lebermetastasen, die eine Chemotherapie
erhalten haben
Darmkrebszentren
28
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Kennzahldefinition
Kennzahlenziel
Qualität des TMERektumpräparates
(Angabe Pathologie)
Patienten mit guter o. moderater
Möglichst viele Patienten mit
Qualität (Grad 1: Mesorektale
Patienten mit radikal operiertem
TME-Rektumpräparaten mit
Faszie erhalten o. Grad 2:
RK
guter o. moderater Qualität
Intramesorektale Einrisse) der TME
Frage:
Antwort:
Was ist die Definition von TME (offenbar nur unteres
und mittleres Drittel gemeint)?
Muss das Präparat unfixiert sein?
Bei Tumoren des mittleren und unteren Rektumdrittels erfolgt die totale
Mesorektumexzision (TME) bis zum Beckenboden unter Schonung des
Plexus hypogastricus superior, der Nn. hypogastrici und der Plexus
hypogastrici inferiores. (LL-update 2012).
Präparat kann fixiert oder unfixiert sein.
Ist die Beurteilung des Pathologens hier entscheidend?
Ja, die Angabe muss im Pathologiebefund dokumentiert sein.
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
29
Angabe
Resektionsrand
Möglichst häufig
Angabe
Resektionsrand
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Zähler
Patienten, bei denen der Abstand des aboralen
Tumorrandes zur aboralen Resektionsgrenze in mm Patienten mit RK, bei denen der
und der Abstand des Tumors zur zirkumferentiellen Primärtumor in Form einer TME
mesorektalen Resektionsebene in mm
oder PME reseziert wurde
dokumentiert wurden
Frage:
Antwort:
Zählen hier auch Notfallpatienten?
Nein, es zählen nur elektive Eingriffe.
Muss das Präparat unfixiert sein?
Präparat kann fixiert oder unfixiert sein.
Ist die Beurteilung des Pathologens hier entscheidend?
Ja, die Angabe muss im Pathologiebefund dokumentiert sein.
Darmkrebszentren
Kennzahldefinition Kennzahlenziel
30
Lymphknotenuntersuchung
Zähler
Bei ≥ 95% der Patienten
mit Lymphadenektomie
Patienten mit ≥ 12 pathologisch
werden ≥ 12 Lymphknoten untersuchten Lymphknoten
pathologisch untersucht
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten mit KRK, die eine
Lymphadenektomie erhalten
Frage:
Antwort:
Zählen hier auch Notfallpatienten?
Nein, es zählen nur elektive Eingriffe.
Muss das Präparat unfixiert sein?
Präparat kann fixiert oder unfixiert sein.
Ist die Beurteilung des Pathologens hier entscheidend?
Ja, die Angabe muss im Pathologiebefund dokumentiert sein.
Werden neoadjuvant vorbehandelte Patienten im
Nenner berücksichtigt?
Ja, das werden sie.
Lungenkrebszentren
Primärfälle
Lungenkarzinom
IA
IB
IIA
IIB
IIIA
IIIB
IV
Gesamt
Primärfälle
Operative
Primärfälle
anatomische
Lungenresektionen
Nicht-operative
Primärfälle
Frage:
Antwort:
Dürfen atypische Resektionen (≠ anatomische
Resektionen, somit nicht als operative PF zählbar) zu
den nicht operativen PF hinzugezählt werden?
Ja.
Interventionelle bronchologische Eingriffe (Thermische
Verfahren u. Stenteinlage)
Interventionelle Eingriffe (Thermische Verfahren u.
Stenteinlage) je Leistungserbringer
Frage:
Antwort:
Dürfen bei den interventionellen bronchologischen Eingriffen
(Thermische Verfahren u. Stenteinlage) auch die Kryotherapie
(Tumorabtragung mit Kryo-Sonde) hinzugezählt werden.
Ja; jedoch keine Kryobiopsien, da diese keine
interventionellen Verfahren sind.
Kopf-Hals-Tumor-Zentren
Frage:
Antwort:
Zählen alle Patienten mit einem Karzinom im Kopf als
Primärfall?
Nein, es zählen nur Tumoren in der anatomischen Mundhöhle, im Rachen
und im Kehlkopf, also kein Lippenrot, keine Nasennebenhöhlen, keine
Speicheldrüsen, keine Stirnhöhle, keine Parotis (Ohrspeicheldrüse).
Zu welchen Karzinomen zählen die Karzinome am
Zungengrund?
Zungengrund gehört zu den Oropharynxkarzinomen, die vorderen 2/3 d.
Zunge zu den Mundhöhlen-Ca.
Zählen Patienten mit Lymphome und/oder Sarkome
auch KHT-Primärfall?
Nein, Lymphome, Sarkome zählen nicht, da es sich hierbei um
eigenständige Schwerpunkte handelt.
7
Kennzahldefinition
Kennzahlenziel
Zähler
Zweittumore bei
Mundhöhlenkarzinom
Möglichst hohe Rate an
HNO-Untersuchungen
Patienten mit Hals-NasenOhrenärztlicher Untersuchung zum
Ausschluss synchroner Zweittumore
Frage:
Antwort:
Dürfen wir davon ausgehen, dass "zum Ausschluss
synchroner Zweittumore" auf die Indikation der
Untersuchung zu beziehen ist und nicht auf deren
Ergebnis
Hier geht es um die HNO-Untersuchung
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Patienten mit
Primärdiagnostik eines
Mundhöhlenkarzinoms
Kopf-Hals-Tumor-Zentren
Kennzahldefinition
9
Kennzahlenziel
Zähler
Thorax-CT zum Ausschluss
Leitliniengerechte Indikation
pulmonale Filiae bei
Thorax CT
Mundhöhlenkarzinom
Patienten mit Thorax CT zum
Ausschluss pulmonalen Tumorbefalls
(Filia, Zweitkarzinom)
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Primärfall-Patienten mit
Mundhöhlenkarzinom
Stadium III + IV
Frage:
Antwort:
Wie ist die korrekte Zählweise bei dieser Kennzahl?
Zahl der Patienten, die ein Thorax CT erhalten haben.
Kennzahldefinition
10
Histologischer Befund
bei
Mundhöhlenkarzinom
Kennzahlenziel
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Möglichst häufig
vollständiger
Befundbericht
Patienten, bei denen der histopathologische
Befund wie folgt dokumentiert ist:
Tumorlokalisation, makroskopische
Tumorgröße, histologischer Tumortyp nach
WHO, histologischer Tumorgrad, Invasionstiefe,
Lymphgefäßinvasion, Blutgefäßinvasion und
perineurale Invasion, lokal infiltrierte
Strukturen, Klassifikation pT, Angaben
befallener Bezirke und infiltrierter Strukturen,
R-Status
Primärfall-Patienten mit
Mundhöhlenkarzinom und
Operation
Frage:
Antwort:
Wie müssen diese Angaben vorliegen?
Als Sammelangabe. Die Vorlage des Pathologieberichts
muss die Angaben vollständig enthalten
Kopf-Hals-Tumor-Zentren
11
Kennzahldefinition
Kennzahlenziel
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Vorstellung TK
Mundhöhlenkarzinom
Möglichst häufig Vorstellung
im Tumorboard
Patienten mit interdisziplinärer
Behandlung nach Abstimmung in
Tumorboards
Primärfall-Patienten mit
Mundhöhlenkarzinom
Frage:
Antwort:
Muss hier die interdisziplinäre Behandlung tatsächlich erfasst werden
(sprich unterschiedliche Behandler/Operateure aus unterschiedlichen
Fachrichtungen, MKG, HNO, Radiologie usw. dokumentiert), oder reicht
die Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz (analog anderen
Krebszentren) aus?
Vorstellung inkl. TK-Protokoll reicht aus.
Pankreaskarzinom
Kennzahldefinition
7
Endoskopie
Komplikationen
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Kennzahlenziel
Zähler
Möglichst niedrige Rate an
endoskopiespezifischen
Komplikationen
Patienten mit endoskopiespezifischen Komplikationen
Pankreatitis nach ERCP
(EB 2.1)
Per ERCP untersuchte
Patienten
Frage:
Antwort:
Wie ist die Zählweise bei dieser Kennzahl: Die Anzahl an
tatsächlichen Untersuchungen oder die Anzahl an Patienten oder
die Anzahl an Fällen?
Die Zählweise ist auf die Anzahl der Untersuchungen bezogen.
Kennzahldefinition
16
Inhalt
Pathologieberichte
Kennzahlenziel
Zähler
Grundgesamtheit
(= Nenner)
Möglichst häufig vollständige
Pathologieberichte
Befundberichte von operativen
Primärfällen mit Angabe von: pT, pN,
M; Tumorgrading; Verhältnis von
befallenen zu entfernten LK
Befundberichte von
operativen Primärfällen
Frage:
Antwort:
Wie ist die Zählweise bei dieser Kennzahl: Die Anzahl an
Befundeberichten (gesamt) oder die Anzahl an Patienten mit mind. einem
Befundbericht oder die Anzahl an Fällen mit mind. einem Befundbericht
Operative Primärfälle mit dem finalen Befundbericht,
der die aufgeführten Angaben enthalten soll.
Allgemeine Fragestellungen
•
•
•
•
•
Zeitige Kommunikation der Änderungen für 2016
Bearbeitbare Version der Excel-Tabellenblätter für eigene Bearbeitungsvermerke
Benachrichtigungsdienst für Veröffentlichungen auf der website
Einheitlichkeit der Anforderungen
Leitlinien-Indikatoren
Bei der Übernahme von Qualitätsindikatoren wünschen wir uns, dass nur Parameter
in die Pflichtanforderungen aufgenommen werden, die mit vertretbarem Aufwand im
Rahmen der etablierten Logistik der Zentren / der Klinischen Krebsregister aus
elektronischen Daten des KIS zu erheben sind. Andernfalls wird das Führen paralleler
Excel-Tabellen in den Zentren begünstigt und es besteht die Gefahr, dass diese
Parameter nur lückenhaft oder mit eingeschränkter Qualität verfügbar sind, was am
Ende ihre Aussage mindert. Das betrifft sowohl die OnkoZert-Anforderungen als auch
die Module des ADT/GEKID-Datensatzes.
Allgemeine Fragestellungen
• Bestimmung Primärfälle bei Einschluss im VerlaufBei der Bestimmung der Primärfälle
•
•
gibt es immer wieder Probleme, wenn das zum Einschluss führende Ereignis erst im
Verlauf der Erkrankung stattfindet. (Für das Prostatazentrum gibt es bereits
umfangreiche Regeln um den Umgang mit diesen Fällen zu erleichtern). Wir wünschen
uns daher eine Empfehlung, wie mit solchen Fällen verfahren werden soll, z.B.
„Stichtag“ für den Einschluss solcher Patienten (sollte ein Datum aus der
Basisdokumentation sein, das für alle Fälle einfach erhoben und geprüft werden
kann). z.B. Klärung, ob diese Fälle z.B. in den Folgejahren in der Matrix berücksichtigt
werden sollen.
Bestimmung der Rezidive
Es gibt immer wieder kontroverse Aussagen, ob hierbei eine Einschränkung auf die im
Zentrum gesehenen Rezidive der Primärfälle aus den vorangegangenen ZentrumsJahrgängen erfolgen kann oder ob alle Rezidive gemeint sind, die in den
Zentrumseinrichtungen im Kennzahljahr gesehen worden sind, unabhängig von der
Primärfalleigenschaft.
Kennzahl „Studienteilnahme“ Es sollte für alle Zentren einheitlich und klar
beschreiben sein, dass der Zähler für diese Kennzahlen unabhängig vom Nenner
gehandhabt wird, d.h. dass im Zähler auch Nicht-Primärfälle berücksichtigt werden
dürfen.
Vielen Dank !
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