Haydn, Haydn über alles

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Haydn, Haydn über alles
Von Peter Wehle
Ein Lesebuch zum Nachschlagen
– Kurztext –
224 Seiten, sw-Illustrationen
Format 13,5 x 21,5 cm
Efalin, Schutzumschlag
ISBN 978-3-218-00788-7
€ (A, D) 21,90; SFr 38,50
ET: 29. September 2008
K&S
Alles dreht sich um Joseph Haydn – um sein Leben, seine Frauen, seinen Charakter, seine Zeit
und seine Musik. Trockene Fakten-Auftürmung ist dabei Wehles Sache nicht. Sowohl in der
Schilderung von Haydns Leben als auch in dem in Stichworte gegliederten Nachschlageteil
präsentiert er die Informationen – stets musikwissenschaftlich korrekt – in pointierter,
unterhaltsamer Form.
Haydns Leben gleicht der berühmten „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichte. Erst
armselig in einer Dachkammer hausend, wurde er 1761 zum Hofkapellmeister der Fürsten
Esterházy ernannt – eine wohldotierte Lebensposition. Es folgten Jahre und Jahrzehnte der
Abgeschiedenheit, in denen sein Genie reifte. Der Triumph seines Lebens sollte erst kommen:
Mit 58 Jahren ging er nach London – und wurde gefeiert wie ein Rockstar: In den wenigen
Wochen seines Aufenthalts verdiente er so viel wie in vierundzwanzig Jahren als
Esterházy’scher Hofkapellmeister.
Erst spät entstehen seine größten Werke, u. a. die Oratorien „Die Schöpfung“ und „Die
Jahreszeiten“. Und das vielleicht bekannteste Werk Haydns – das einzige Werk weltweit, das
es geschafft hat, zur Hymne zweier Länder zu werden: In Österreich die „geheime
Nationalhymne“, in Deutschland die offizielle – die Kaiserhymne.
Haydn starb am 31. Mai 1809 … und fand lange keine Ruhe. Denn sein Schädel wurde aus dem
Grab gestohlen. Einer der skurrilsten Kriminalfälle der Musikgeschichte kam erst 1954 zu
einem guten Ende: Nach einer Odyssee von 145 Jahren wurde in einem noch nie da
gewesenen Festumzug der Totenkopf Haydns endlich mit den restlichen Knochen in Eisenstadt
vereint.
Damit ist dieses Buch jedoch noch nicht zu Ende: Es folgt ein detaillierter, in Stichworte
gegliederter Nachschlageteil, in dem die Leser alles Wissenswerte über Haydn, seine Musik
und seine Zeit von A bis Z erfahren können. Ein Beispiel: Unter „Soir, Le (Der Abend);
Symphonie in G-Dur, Hob. I:8; 1761“, erfährt man u. a. „Im Finale muss man aufpassen, denn
Haydn hat hier eine ,Tempesta’, ein Gewitter, hineinkomponiert. Suchen Sie einen sicheren
Konzertsaal-Unterstand auf, denn die gezackten Blitzfiguren der Flöte sowie die donnernden
Tonleitern verheißen nichts Gutes … oder doch, weil sie wunderbar klingen. Solche
komponierten Unwetter waren im Barock typisch.“
Von Abschiedsymphonie bis Schöpfung, von Divertimento bis Metastasio, von Gluck bis
Paukenmesse: Klassikfans finden hier ebenso wie Neulinge viel Wissenswertes, amüsant und
unterhaltsam serviert. „Haydn, Haydn über alles“ ist ein humorvolles Kompendium zum
Vorlesen und Nachschlagen, oder auch zum Nachlesen und Vorschlagen …
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