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THEATER journal
THEATER OSNABRÜCK
5. Ausgabe | Spielzeit 2015/2016 | 1. März 2016 bis 12. April 2016 | Verlagsbeilage
LEITARTIKEL
LOHENGRIN
DIE PHYSIKER
Ralf Waldschmidt über
die Faszination
der Dunklen Materie
Richard Wagners
romantische Oper im
Theater am Domhof
Gustav Rueb
inszeniert
Dürrenmatts Komödie
Seite 2
TRI_ANGLE
Seite 3
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Seite 2 | Dienstag, 1. März 2016
EIN FENSTER IN DIE DUNKLE MATERIE
Dürrenmatt, Einstein und was die Welt zusammenhält
„Eines der schönsten kosmischen Objekte ist der Krebsnebel, ein zartes blaues nebelhaftes
Gebilde, rot umrandet und von
weiß-rötlichen Bändern umschlungen. Es sind die Überreste
einer Supernova, die sich mit einer Geschwindigkeit von 1100
Kilometern in der Sekunde ausbreiten, die Sonne, die explodierte, ist zu einem Neutronenstern zusammengefallen mit einem Durchmesser von etwa 20
Kilometern, sie enthält immer
noch mehr als eineinhalb Sonnenmassen und dreht sich dreißigmal in der Sekunde um sich
selber. Wir sehen den Krebsnebel von außen, 5000 Lichtjahre
von uns entfernt, ein märchenhaftes Gespinst; wären wir in
ihm, wären wir nicht mehr.“
Diese poetische Beschreibung kosmischer Vorgänge stammt nicht
von einem Wissenschaftler mit
dichterischer Ader, sondern von
einem Schriftsteller, der sich in einem seiner bekanntesten und erfolgreichsten Werke mit den politischen Folgen der Physik auseinandersetzte. In seiner Komödie DIE
PHYSIKER brachte Friedrich
Dürrenmatt (1921-1990) mit Albert Einstein den wohl populärsten Wissenschaftler aller Zeiten
auf die Bühne. Die Uraufführung
im Februar 1962 in Zürich wurde
zum Sensationserfolg, das Stück
eroberte rasch die Bühnen Europas und 1964 auch den Broadway.
Und auch bei Sternenforschern
scheint Friedrich Dürrenmatt großen Eindruck hinterlassen zu haben, denn der 1995 neu entdeckte
Asteroid 14041 wurde nach ihm
benannt.
Dass Albert Einstein mit all seinen
theoretischen Überlegungen zum
Kosmos und zur Welt Recht hatte,
beherrschte erst kürzlich wieder
alle Medien: Mit dem Nachweis
der von ihm vorhergesagten Gravitationswellen manifestierte sich
in den Messgeräten in den USA
(übrigens mit niedersächsischer
Technik ausgestattet) ein kosmisches Ereignis, das in einer Entfernung von 1,3 Milliarden Lichtjahren stattgefunden hatte. Verglichen damit befindet sich der
Krebsnebel, den Dürrenmatt in
seinem 1991 postum erschienenen
ABSCHIED VOM THEATER beschreibt, quasi um die Ecke.
Der Krebsnebel am südlichen Horn des Sternbildes Stier ist der farbenprächtige Überrest einer Supernova aus dem Jahr 1054.
Trotz aller Fortschritte in der
Wissenschaft macht jede neue
Entdeckung im Grunde immer
wieder klar, dass wir fast nichts
über uns wissen. Die Gravitationswellen stoßen vielleicht ein
kleines Fenster auf in die sogenannte „Dunkle Materie“ und
die „Dunkle Energie“, die angeblich 95 Prozent des Universums
ausmachen. So faszinierend das
klingen mag, so ratlos macht es
auch. Wir drängeln uns also in
den verbleibenden 5 Prozent und
sind meist damit beschäftigt, uns
das Leben darin so schwer wie
möglich zu machen und an unserer Vernichtung zu arbeiten. Als
Dürrenmatt DIE PHYSIKER
schrieb, war die Gefahr eines
Atomkriegs dramatische Realität.
Dass er die Form einer Komödie
wählte, war der Versuch, der
Groteske der menschlichen Existenz mit theatralen Mitteln gerecht zu werden.
Heute, über 50 Jahre später, ist
nichts besser geworden. Schien in
den letzten Jahren die atomare
Bedrohung in den Hintergrund
zu treten, so spielt sie seit den
letzten nordkoreanischen Bomben- und Raketentests wieder eine wichtige Rolle im Weltgeschehen. Was nützt es also, dass die
Dichter, die seit der Antike den
Wahnsinn der Politik, den
Wahnsinn der Gier nach Macht
und Herrschaft immer wieder
beklemmend beschreiben (man
denke nur an den OREST des
Euripides, der derzeit im emma-
Intendant Ralf Waldschmidt
theater eindringlich zu erleben
ist), uns den Spiegel vorhalten,
wenn am Ende, wie in den PHYSIKERN, eine wahnsinnige Irrenärztin die Leitung des Weltkonzerns übernimmt? Vielleicht
wird das Leben gerade darin
sinnvoll, nicht die Augen zu verschließen, nicht zu resignieren,
sondern immer wieder zu versuchen, einen anderen Weg einzuschlagen und sich mit denen, die
ähnlich denken, zu verbünden.
„Der Inhalt der Physik geht die
Physiker an, die Auswirkungen
alle Menschen. Was alle angeht,
können nur alle lösen. Jeder Versuch eines Einzelnen, für sich zu
lösen, was alle angeht, muss
scheitern“. So lauten drei der 21
Punkte, die Dürrenmatt zu seiner
Komödie formulierte. War die
antike Tragödie der Versuch, die
politische und religiöse Gemeinschaft zu beschwören und ihr
Ausdruck zu verleihen, so verweist uns Dürrenmatt in seinem
ABSCHIED VOM THEATER auf
uns selbst: „Der wissenschaftliche
Mensch gleicht einem, der alles
über Krebs weiß und ihn hat. Die
heutige Wissenschaft hat den Tod
zwar ins Leben integriert, ohne
Tod keine Evolution. [...] Aber es
gibt nichts Schwereres, als unser
Wissen in unsere Existenz zu integrieren. Gelingt uns das, entdecken wir, dass es kein anderes
Wunder gibt als uns selber, das
Resultat nicht nur unzähliger toter Lebewesen vor uns, sondern
auch explodierender Supernovae
wie die im Krebsnebel, welche die
Ursonne, die Planeten und uns
mit jenen schweren Elementen
verschmutzte, ohne die kein Leben möglich ist. Und es ist nicht
abwegig zu denken, dass der Urknall, mit dem unser Weltall begann, vielleicht das Ende eines
zusammenstürzenden Weltalls
war, das vor unserem existierte.
[...] Die alten Fluchtwege des
Menschen sind verschüttet, er beginnt sich selber zu stellen. Er
war sein eigener Feind. Er muss
sein eigener Freund werden.“
Ralf Waldschmidt
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„EIN SELTSAM WUNDER“
LOHENGRIN zum ersten Mal seit über 50 Jahren im Theater am Domhof
Andrea Baker (Ortrud), Chris Lysack (Lohengrin) und Lina Liu (Elsa).
Erst 1861, elf Jahre nach der
Weimarer Uraufführung, war es
Richard Wagner vergönnt, seine
Oper LOHENGRIN während
eines Aufenthalts in Wien zu
hören und zu sehen. Am 28.
August 1850, als unter dem Dirigat von Franz Liszt die berühmten leisen Anfangsklänge
des Vorspiels vom LOHENGRIN auf der Weimarer Theaterbühne zum ersten Mal erklangen, konnte der Komponist
sein Werk mit der Uhr in der
Hand nur im Geiste in seinem
Züricher Exil erleben. 1861 sah
auch König Ludwig II. von Bayern die Oper zum ersten Mal.
Sowohl von dieser Oper, als
auch vom Komponisten begeistert, ließ er Wagner zurück
nach Deutschland holen, förderte ihn und hielt ihn finanziell aus. Ludwig II. sah in Wagner nicht nur einen großartigen
Komponisten, sondern auch einen politischen Berater. Er hat
sämtliche Schriften Wagners,
die er während und nach der
Revolution Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb, gelesen und
verinnerlicht. Wagner zählte in
den 1840er Jahren in Dresden,
wo er zu jener Zeit KöniglichSächsischer Kapellmeister war,
zu den revolutionären Köpfen.
Die Sehnsucht nach einer Einigung zu einem Nationalstaat
machte sich in den deutschen
Kleinstaaten breit. Die Revolution von 1848/49 war schon im
Geiste zu spüren. Wagner veröffentlichte seine politischen
Ansichten in Flugblättern und
wurde während der Dresdner
Maiaufstände 1849 zum Revolutionär, der anschließend
steckbrieflich gesucht wurde.
Sein Ausweg: das Exil, zunächst
in der Schweiz.
Seinen LOHENGRIN komponierte er 1845 in Dresden, die
Ideen dazu sind jedoch bereits
Ende der 1830er Jahre während
Wagners Pariser Zeit entstanden. In Dresden entwickelte er
die Pläne zu den meisten seiner
späteren Werke, baute Gerüste
zu den Stücken, die erst viel
später komponiert wurden, wie
DER RING DES NIBELUNGEN. In Dresden wurden drei
seiner Werke zu jener Zeit uraufgeführt: RIENZI, DER FLIEGENDE HOLLÄNDER und
TANNHÄUSER.
Die Sehnsucht jener Jahre
nach einem deutschen Nationalstaat spiegelt sich auch in
der mittelalterlichen Handlung
des LOHENGRIN wider. König Heinrich I. kommt nach
Brabant, um ein Heer zum
Kampf gegen die Ungarn aufzustellen. Sachsen und Brabanter müssen sich zusammenschließen. Hier erreicht
Heinrich die Klage Friedrichs
von Telramund, der Elsa, Herzogin von Brabant, des Brudermordes bezichtigt. Elsa be-
richtet von ihrem Traum von
einem Ritter, der sie befreien
würde; er würde vor dem
„Gottesgericht“ für sie gegen
Telramund kämpfen. In dem
Augenblick, in dem alles Hoffen vergebens scheint, passiert
„ein seltsam Wunder“: Lohengrin erscheint, „welcher auf einem Nachen, von einem
Schwan gezogen, auf dem
Flusse in der Ferne sichtbar
wird“, um mit Telramund zu
kämpfen – und ihn schließlich
auch zu besiegen. Dem Retter
LOHENGRIN
Romantische Oper von Richard Wagner
PREMIERE:
SONNTAG, 19. MÄRZ 2016,
17 UHR, THEATER AM DOMHOF
Musikalische Leitung:
Andreas Hotz
Inszenierung:
Yona Kim
Bühne/Kostüme :
Margrit Flagner, Hugo Holger Schneider
Choreinstudierung:
Markus Lafleur
Dramaturgie:
Ralf Waldschmidt, Alexander Wunderlich
Mit:
Andrea Baker, Lina Liu; Genadijus
Bergorulko, José Gallisa, Mark Hamman,
Silvio Heil, Rhys Jenkins, Chris Lysack,
Dennis Sörös, Daniel Wagner;
Osnabrücker Symphonieorchester
Opernchor des Theaters Osnabrück
Extrachor des Theaters Osnabrück
Herren des coruso Opernchor e. V.
Mit freundlicher Unterstützung der Liselotte Stockmeyer-Stiftung.
sei Elsa zur Frau versprochen.
Der geheimnisvolle Ritter erlegt ihr jedoch ein Gebot auf:
Sie dürfe niemals nach seinem
Namen und seiner Herkunft
fragen. Der geschlagene Telramund wird von seiner Frau
Ortrud überzeugt, die Erniedrigung nicht zuzulassen und
sich zu rächen. Gemeinsam
wollen sie Elsa dazu bringen,
ihrem Helden die Frage nach
„Nam’ und Art“ zu stellen.
Letztlich wird es so kommen,
Elsa wird die verbotene Frage
stellen und Lohengrin wird
Namen und Herkunft preisgeben. Er wird sie verlassen müssen und Elsa wird „schuldlos
schuldig“ werden.
LOHENGRIN wird zum ersten
Mal seit 1964 auf der Bühne des
Theaters am Domhof zu erleben sein. Yona Kim inszeniert
damit nach TRISTAN UND
ISOLDE und PARSIFAL nicht
nur ihre dritte Wagner-Oper,
sondern führt auch zum dritten
Mal Regie auf der Osnabrücker
Bühne. Zuletzt inszenierte sie
Giuseppe Verdis AIDA und
Walter Braunfels’ DIE VÖGEL
im Theater am Domhof. (AW)
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DER ABERWITZ DER WIRKLICHKEIT
Friedrich Dürrenmatts DIE PHYSIKER im Theater am Domhof
Los Alamos, USA, 6. August
1945: In der Forschungsstadt
in der Wüste New Mexicos, eigens errichtet zum Bau der
Atombombe, herrscht große
Aufregung. Der Atomphysiker
Otto Frisch hört gellende
Schreie und Fußgetrappel auf
den Gängen des Labors, jemand reißt die Tür seines Zimmers auf und ruft: „Hiroshima
ist zerstört worden!“ Frisch,
der sich später ganz von der
Atomphysik verabschieden und
Biologie studieren wird, wird
Zeuge, wie alle zum Telefon
stürzen – um zur Feier des Tages die besten Plätze im Restaurant des La-Fonda-Hotels in
Santa Fé zu buchen.
Zürich, Schweiz, 1962: Uraufführung von Friedrich Dürrenmatts DIE PHYSIKER. Ort der
Handlung: ein gehobenes Sanatorium in der Westschweiz.
Doch das Idyll zeigt bereits jetzt
Risse: Ein Patient, der sich für
den berühmten Physiker Albert
Einstein hält, hat eine Krankenschwester ermordet – wie der
Patient, der sich für Isaac Newton hält, einige Monate zuvor.
Der ermittelnde Inspektor gerät
schnell selbst in Verwirrung
über seinen eigenen Geisteszustand: Der Täter darf nicht verhört werden, weil er sich zuerst
durch Geigenspiel beruhigen
muss, die Leiterin der Anstalt,
Fräulein Doktor Mathilde von
Zahnd, kann nicht befragt werden, weil sie den Patienten begleitet, Newton hält sich in
Wirklichkeit auch für Einstein
und das Schlimmste: Rauchen
dürfen hier nur die Patienten.
Dass der Staatsanwalt angesichts des erneuten „Todesfalles“ tobt, wird da zum geringsten Problem. Verkehrte Welt?
Nicht ganz: Es stellt sich heraus,
dass die drei Physiker – der dritte im Bunde ist der geniale Möbius – vielleicht weniger verrückt sind, als sie vorgeben, eine
Erfindung die Menschheit bedroht und dass am Ende alles
noch viel schlimmer kommt –
begründet durch die Tatsache,
dass alles Denkbare auch möglich ist (Adorno) und alles, was
einmal gedacht wurde, nicht
mehr zurückgenommen werden
kann (Möbius) – und darin,
dass Fräulein Doktor Mathilde
„Ich bin eigentlich nur Physiker aus Ordnungsliebe geworden“ – Einstein (Oliver Meskendahl) und Newton (Thomas Kienast).
von Zahnd – je nach Sichtweise
– viel verrückter oder eben viel
weniger verrückt ist, als den
Physikern und der Menschheit
lieb sein kann.
DIE PHYSIKER werden zu einem der größten Theatererfolge der Nachkriegszeit und stehen bis heute in vielen Schulen
auf dem Lehrplan. Doch der
Erfolg des Stückes beruht auf
mehr, als die zur Zeit des Kalten Krieges ganz real drohende
Gefahr einer Auslöschung der
Menschheit einfach als eine
Komödie im Irrenhaus – und
das Irrenhaus als Chiffre einer
aus den Fugen geratenen Welt
– zu zeigen. Die blitzsauber
konstruierte Dramaturgie des
Stückes und Dürrenmatts berühmtes Bonmot im Nachwort:
„Eine Geschichte ist dann zu
Ende gedacht, wenn sie die
schlimmstmögliche Wendung
genommen hat“, verstellen den
Blick darauf, dass diese Groteske nicht nur moralisierende
Warnung vor einer übermäch-
tig gewordenen Technik ist,
sondern sehr viel unbequemere
Fragen stellt: Wenn einmal Gedachtes nicht zurückgenommen werden kann, müssten wir
dann nicht aufhören zu denken? Steht seit der Erfindung
des Faustkeils die Atombombe
am Horizont? Und wenn der
Erfinder des Faustkeils sein
Wissen zurückgenommen hätte – wäre es nicht nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ein anderer ihn erfunden hätte? Und
vor allem: Liegt das Erfinden,
das Denken des Möglichen und
Unmöglichen, nicht in der Natur des Menschen?
Dürrenmatt führt die Zweischneidigkeit des Wissens vor,
die vielleicht existiert, seit wir
vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Er führt die Abgründe und gleichzeitig die Lust
des Menschen am Erfinden vor,
indem er DIE PHYSIKER
schreibt. Das Theaterstück als
Paralleluniversum, in dem der
Gott-Autor fröhlich mit Figuren, selbsterdachten Zufällen
DIE PHYSIKER
Von Friedrich Dürrenmatt
PREMIERE:
SAMSTAG, 9. APRIL 2016,
19.30 UHR, THEATER AM
DOMHOF
Inszenierung:
Gustav Rueb
Bühne:
Peter Lehmann
Kostüme:
Dorothee Joisten
Dramaturgie:
Marie Senf
Mit:
Anne Hoffmann, Anke Stedingk, Monika
Vivell; Niklas Bruhn, Stefan Haschke,
Thomas Kienast, Oliver Meskendahl,
Martin Schwartengräber
und
„schlimmstmöglichen“
Wendungen spielt.
Ja, die Welt ist ein Irrenhaus –
doch das ist nicht nur negativ,
sondern immer auch lustvoll,
besonders im Theater. Und in
dieser Lust am Spiel, selbst mit
der eigenen Abschaffung, liegen
die Tragödie und die Hoffnung
der Menschheit – das Spiel im
Theater hat aber den Vorteil,
dass die Toten spätestens zum
Schlussapplaus wieder aufstehen. Und deshalb kann man im
Theater vielleicht besser mit der
Tatsache leben, dass der Baum
der Erkenntnis sowohl die
Kunst als auch die Atombombe
hervorgebracht hat.
(MS)
MATINEE
Am Sonntag, 3. April 2016, gibt
das Produktionsteam um 11.30
Uhr im Rahmen einer Matinee
im Oberen Foyer im Theater am
Domhof erste Einblicke in die
Produktion. Der Eintritt ist frei.
Dienstag, 1. März 2016 | Seite 5
3. FRIEDENSLABOR
VOM 14. BIS
17. APRIL 2016
Inszenierungen und
Auseinandersetzungen
Autorin Katja Brunner wurde für VON DEN BEINEN ZU KURZ 2013 zur Nachwuchsautorin des
Jahres gewählt.
„ES SOLL SICH EINMAL
DIE SICHTWEISE ÄNDERN“
emma-theater: VON DEN BEINEN ZU KURZ
Eine junge Frau liegt im OP. Während sie versucht zu verstehen,
was mit ihr passiert, merkt sie,
dass ihr die Stimme versagt bleibt:
Sie kann nicht sprechen. Stattdessen beginnen ganz unterschiedliche Stimmen, über sie zu sprechen, über die Frau – oder das
Mädchen? – die sie reflexhaft beurteilen, bewerten, bemitleiden.
Alles umkreist das Thema, das ihr
Leben beherrscht: den Missbrauch durch den Vater. Die Stimmen sprechen vom Schweigen der
Mutter, von Liebe und Schuld und
dem Weg in die Katastrophe, die
sich unerbittlich abzeichnet. Sprechen sie von innen? Von außen?
Die Grenzen verschwimmen. Die
Spannung scheint die junge Frau
endgültig zu zerreißen.
Katja Brunners Stück über
Machtmissbrauch, Gewalt und
Selbstschutz untersucht, wie Sprache, wie Theater sich einem gesellschaftlich nach wie vor tabuisiertem Thema annähern kann. VON
DEN BEINEN ZU KURZ gerät
dabei gerade nicht in die Falle des
von Mitleid kaschierten Voyeurismus, der Sensationslüsternheit,
der stummen Fassungslosigkeit,
die das Thema des sexuellen Missbrauchs häufig auslöst. Aus dem
Blickwinkel des Theaters collagiert
das Stück verschiedenste Perspektiven: „Es soll sich einmal die
Sichtweise ändern“, wird in einer
Textpassage gefordert. Die von einer häufig unterkomplex informierten öffentlichen Meinung
gern vertretene, aber traumathe-
VON DEN BEINEN ZU KURZ
Von Katja Brunner
PREMIERE:
SAMSTAG, 2. APRIL 2016,
19.30 UHR, EMMA-THEATER
Inszenierung:
Laura Linnenbaum
Bühne/Kostüme:
David Gonter
Musik:
Christoph Iacono
Dramaturgie:
Maria Schneider
Mit:
Stephanie Schadeweg, Paula Thielecke;
Dennis Pörtner
PUBLIKUMSGESPRÄCHE
Am 27.4. und 7.6. finden im
Anschluss an die Vorstellung
von VON DEN BEINEN ZU
KURZ Publikumsgespräche mit
Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes Osnabrück e. V.
und der Frauenberatungsstelle
Frauen helfen Frauen e. V. statt.
Wie belastbar sind die Verabredungen, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist? Wie
schnell kippen aufgeklärte Haltungen und warum? Ist die
Möglichkeit für langfristigen
Frieden in uns angelegt? Oder
zieht es uns unwiderruflich zum
äußersten Konflikt? Das FRIEDENSLABOR bündelt Inszenierungen und theatrale Formate
zum aktuellen Thema im Rahmen eines verlängerten Wochenendes am Theater Osnabrück.
Vom 14. bis 17. April stehen
verschiedene Produktionen auf
dem Spielplan, die sich mit den
Fragestellungen des FRIEDENSLABORS beschäftigen und zu
diesem Anlass von speziellen
Einführungen oder Nachgesprächen gerahmt sind: OWEN
WINGRAVE (14. April, 19.30
Uhr) und LOHENGRIN (17.
April, 15 Uhr) im Musiktheater
sowie DIE PHYSIKER (16. April
19.30 Uhr) und OREST (17.
April, 19.30 Uhr) im Schauspiel.
Als einmaliges Gastspiel ist der
Monolog POL POTS LÄCHELN,
den Schauspielerin Anne Hoff-
mann basierend auf dem gleichnamigen Buch von Peter Fröberg Idling 2015 erarbeitete, auf
der Probebühne 1 zu sehen (17.
April, 20 Uhr). Die SPIELTRIEBE-Produktion
DSCHIHAD
EXPRESS präsentiert sich in einer öffentlichen Leseprobe mit
Diskussion im Oberen Foyer
(15. April, 19.30 Uhr), die im
Entstehen begriffenen Produktionen OSHI-DEUTSCH und
BIOGRAFIE DES KÖRPERS
stellen sich im World Café dem
Publikum vor (16. April, 18
Uhr, Orchesterstudio). Aktiv
mitmachen können Interessierte beim Arabisch-Kurs für Einsteiger (16. April, 14.30 Uhr,
Chorsaal), beim Tanz-Workshop zu BIOGRAFIE DES
KÖRPERS (16. April, 16 Uhr,
Tanzsaal) oder beim Improtheater-Workshop am Tag der
Theaterpädagogik am 15. April,
17.30 bis 19.30 Uhr, auf der
Probebühne 1. Musikalisch wird
es bei der Jam-Session im Oberen Foyer mit Elemotho (OSHI-DEUTSCH) und vielen anderen (16. April, 22 Uhr).
rapeutisch nicht mehr haltbare
These, dass ein Trauma zwingend
entäußert, nacherlebt, in eine logische Erzählung gepackt und erst
dadurch verarbeitet werden könne, jagt das Stück lustvoll zum
Teufel. Es verhandelt vielmehr
verschiedenste
gesellschaftliche
und psychologische Sachverhalte,
die zusammengesetzt den Nährboden für sexuellen Missbrauch
in Familien legen. Dabei sucht das
Stück eindrücklich, Opfer sexuellen Missbrauchs aus dem stigmatisierenden Opfer-Status heraus
zu ermächtigen.
Die Schweizer Autorin, geboren
1991, gewann mit VON DEN BEINEN ZU KURZ 2013 den Mülheimer Dramatikerpreis und wurde von der Kritiker-Jury der Fachzeitschrift Theater heute zur Nachwuchsautorin des Jahres 2013 gewählt. 2014/15 war Katja Brunner
Hausautorin am Luzerner Theater.
Laura Linnenbaum inszeniert nach
der OSKAR-Produktion ROBINSON CRUSOE zum zweiten Mal Als öffentliche Leseprobe im Rahmen des Friedenslabors zu erleam Theater Osnabrück.
(MSC) ben: DSCHIHAD EXPRESS.
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OSNABRÜCK
Inhaber: Harald Helmers
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UNGESCHMINKT!
19.30 Uhr | Theater am Domhof/Tanzsaal
VIS-À-VIS
Treffpunkt Bühnenpforte 19.15 Uhr, Eintritt frei
Drei Fragen an Rhys Jenkins
Der walisische Bariton Rhys Jenkins ist seit dieser Spielzeit Teil
des Musiktheaterensembles am
Theater Osnabrück. Nach einem
Fremdsprachenstudium in Edinburgh und Wien, studierte er zunächst Gesang am Royal
Northern College of Music and
Drama. Im Anschluss besuchte
er die Opernschule des Royal
Scottish Conservatory in Glasgow. Mit der Titelpartie in Verdis
SIMON BOCCANEGRA stellte
er sich erstmals dem Osnabrücker Publikum vor. Aktuell ist er
als Spencer Coyle in Benjamin
Brittens OWEN WINGRAVE zu Sänger Rhys Jenkins
erleben. Ab dem 19. März singt
er den Telramund in Richard Schönerweise kann ich sagen,
Wagners LOHENGRIN.
dass mein Gesangslehrer John
Treleaven ein großes Vorbild für
Was ist Ihr liebstes Reiseziel? mich ist. Besonders schätze ich
Rhys Jenkins: Das Bergwan- an ihm, dass er immer und ohdern in den Nationalparks von ne zu zögern bereit ist, sich voll
Wales liebe ich sehr. Es gibt und ganz in unsere gemeinsame
fast keine Ecke dieses Landes, Arbeit hineinzuwerfen! Manchdie nicht von Hügeln und Ber- mal ist das mir wichtiger als die
gen bedeckt ist. Die drei Natio- Tatsache, dass er ein großartiger
nalparks sind sicher nicht die Techniker ist.
sonnigsten und wärmsten ReiWelchen Beruf würden Sie erseziele der Welt, haben aber in
greifen, wenn Sie noch einmal
ihrer Einsamkeit eine sehr
zur Welt kämen?
kraftvolle und einzigartige At- Tatsächlich gefällt mir die Vormosphäre. Die Asche meines stellung, als Lehrer zu arbeiten.
Großvaters ist auf dem Pen y Obwohl einige Aspekte diese
Fan, dem höchsten Gipfel der Berufes eine ziemliche HerausBrecon Beacons, verstreut. forderung darstellen können,
Dorthin zu wandern ist also finde ich diese Arbeit sehr spanwie ein Familienbesuch für nend: Kinder formulieren ihre
mich.
Fragen oft sehr viel interessanVerraten Sie uns, wer Ihr Vor- ter und direkter als Erwachsene
bild ist und was Sie an – das empfinde ich als sehr erihm/ihr besonders schätzen?
frischend und inspirierend!
2. LIEDERABEND:
Allvergessen, eingedenken!
Susann Vent-Wunderlich
Ganz im Zeichen der Neuinszenierung von Richard Wagners
LOHENGRIN steht der zweite
Liederabend der Spielzeit, ein
Abend voller Poesie und romantischer Atmosphäre. Neben Wagners
berühmtem
WESENDONCK-ZYKLUS erklingen seltener zu hörende Lieder des berühmtesten
Künstlerehepaares
des 19. Jahrhunderts, Clara und
Robert Schumann. Sopranistin
Susann Vent-Wunderlich und 2.
Kapellmeister An-Hoon Song am
Klavier sind am Montag, 4. April,
19.30 Uhr, im Oberen Foyer im
Theater am Domhof zu erleben.
GASTRONOMIE-EINRICHTUNGEN
DIE MÖWE
Horst-Hubertus Ohntrup
Kälteanlagenbaumeister
Sa | 05.03.2016 | 19.30-20.30 Uhr | emma-theater
Indiv. Thekenbau
Bestuhlung
Schankanlagenbau
Kälte-/Klimatechnik
Technischer Bedarf
DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS
Spielplan
Schauspiel nach Johann Wolfgang Goethe für alle ab
14 Jahren, f. V., PK E5
19.30-22.45 Uhr | Theater am Domhof
Zum letzten Mal DON CARLOS
Schauspiel von Friedrich Schiller, Wo 1/ VB
weiß, f. V., PK T7,
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
März
19.30-21 Uhr | emma-theater
Di | 01.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr | emma-theater
OREST
DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHERS
Schauspiel
nach Euripides, VB EAN 1, f. V., PK E3
Schauspiel nach Johann Wolfgang Goethe für alle ab
14 Jahren, f. V., PK E6
Mo | 07.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr |
19.30-21.30 Uhr | Theater am Domhof
emma-theater
TRI_ANGLE
VOM FISCHER UND SEINER FRAU (UA)
Choreografien von Stephan Thoss, Marco Goecke
Märchen nach den Gebrüdern Grimm für alle 19.30 Uhr | Theater am Domhof
OWEN WINGRAVE
und Mauro de Candia, Di 1/ VB or, f. V, PK T8
ab 8 Jahren, f. V., PK E6
Oper
von Benjamin Britten, Ju 1/ Ju 3, f. V., PK T5
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Di | 08.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr |
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Mi | 02.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr | emma-theater
emma-theater
So | 13.03.2016 | 15-17 Uhr |
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
Theater am Domhof
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
TRI_ANGLE
Stück von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren, f. V., Stück von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren,
Choreografien
von Stephan Thoss, Marco Goecke
PK E6
f. V., PK E6
und
Mauro
de
Candia, SoNa 2/Fam, f. V., PK T7
15.30 Uhr | Theater am Domhof/Oberes Foyer
Do | 03.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr | emma-theater
14.30 Uhr Einführung, Oberes Foyer
STROLCHKONZERT: Tolle tiefe Töne
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
19.30
Uhr | emma-theater
Für alle ab 3 Jahren, f. V., 5 Euro
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
PREMIERE WIE ES EUCH GEFÄLLT
Stück von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren, f. V., 19.30-21 Uhr | emma-theater
Gastspiel
des Instituts für Musik der HochOREST
PK E6
Schauspiel nach Euripides, VB SSP, f. V., PK E4 schule Osnabrück nach der Komödie von Wil19-20 Uhr | Theater am Domhof/Tanzsaal
liam Shakespeare, fr. V., PK E5
OFFENES TANZTRAINING 60+
Mi | 09.03.2016 | 19.30-21.30 Uhr |
19.30 Uhr | Theater am Domhof/Oberes Foyer
Treffpunkt 18.45 Uhr, Bühnenpforte, Eintritt frei
Theater am Domhof
KAMMERKONZERT SPEZIAL: Jazz & more
19.30-22.30 Uhr | Theater am Domhof
TRI_ANGLE
Jazzstandards,
f. V., 14 Euro
MY FAIR LADY
Choreografien von Stephan Thoss, Marco Goecke
Musical von Frederick Loewe, Do 2, f. V., PK T4
und Mauro de Candia, Mi 1/ VB Alt. 1, f. V., PK T8 Mo | 14.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr |
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
emma-theater
Fr | 04.03.2016 | 19.30-21.15 Uhr | emma-theater
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
DAS ABSCHIEDSDINNER
Do | 10.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr |
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de emma-theater
Stück
von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren,
la Patellière, GEW und f. V., PK E1
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
f.
V.,
PK
E6
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
OREST
Stück von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren,
Di | 15.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr |
f. V., PK E6
emma-theater
19.30-20.30 Uhr | emma-theater
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
DER FINSTERE PLAN DER
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
VINTILA RADULEZCU (DSE)
Stück von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren,
Kammerspiel von Martín Zapata, VB Alt. 2, f. f. V., PK E6
V., PK E4
Mi | 16.03.2016 | 9.30 + 11.30 Uhr |
Fr | 11.03.2016 | 19.30-21.30 Uhr |
emma-theater
Theater am Domhof
WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF
TRI_ANGLE
DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE
Choreografien von Stephan Thoss, Marco Goe- Stück von Jens Raschke, für alle ab 10 Jahren,
cke und Mauro de Candia, Fr 2, f. V., PK T7 f. V., PK E6
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
17-18.15 Uhr | Theater am Domhof
Sa | 12.03.2016 | 11 Uhr | Theater am Domhof REFUGEES WELCOME: Theaterführung
in arabischer Sprache
ÖFFENTLICHE PROBE: Lohengrin
Eintritt frei, Treffpunkt Haupteingang
Oper von Richard Wagner, Eintritt frei
10.45 Uhr Einführung, Oberes Foyer
19.30-21 Uhr | emma-theater
OREST
19.30-21 Uhr | emma-theater
Schauspiel nach Euripides, SSP Mi 2 und f. V.,
OREST
Schauspiel n. Euripides, VB EAN 2, f. V., PK E3 PK E4
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Do | 17.03.2016 | 19.30-21 Uhr |
emma-theater
OREST
Schauspiel nach Euripides, ZA und f. V., PK E4
20 Uhr | Lortzinghaus
LESEREISE – MEISTER UND MARGARITA
4. Station – Margarita, f. V., 5 Euro
Fr | 18.03.2016 | 14-17 Uhr |
Theater am Domhof/Probebühne 1
REFUGEES WELCOME: Stomp-Workshop
Rhythmus-Workshop für alle ab 12 Jahren,
Eintritt frei, Treffpunkt Haupteingang
19-20 Uhr | Theater am Domhof/Tanzsaal
OFFENES TANZTRAINING 60+
Treffpunkt 18.45 Uhr Bühnenpforte, Eintritt frei
19.30-22.10 Uhr | Theater am Domhof
DIE MÖWE
Schauspiel von Anton Tschechow, Fr 1/ VB
grün + DGB/ Giro-Live und f. V., PK T8
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Sa | 19.03.2016 | 10-11.30 Uhr |
Theater am Domhof/Tanzsaal
OFFENES TANZTRAINING 16+
Eintritt frei, Treffpunkt 9.45 Uhr Bühnenpforte
17 Uhr-ca. 21.30| Theater am Domhof
PREMIERE LOHENGRIN
Oper von Richard Wagner, Pr 1/ Pr 3, f. V., PK T1
16.30 Uhr Einführung, Oberes Foyer
19.30 Uhr | emma-theater
WIE ES EUCH GEFÄLLT
Gastspiel des Instituts für Musik der Hochschule Osnabrück nach der Komödie von William Shakespeare, fr. V., PK E5
So | 20.03.2016 | 19.30-21.15 Uhr |
emma-theater
DAS ABSCHIEDSDINNER
Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière, f. V., PK E1
19.30-21.30 Uhr | Theater am Domhof
TRI_ANGLE
Choreografien von Stephan Thoss, Marco Goecke und Mauro de Candia, Tanz 1+2, f. V., PK T7
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Fortsetzung auf Seite 8
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Seite 8 | Dienstag, 1. März 2016
Mo | 21.03.2016 | 19.30-20.30 Uhr |
Theater am Domhof/Oberes Foyer
THE TRIP (UA)
Stück von Anis Hamdoun, mit Publikumsgespräch, f. V., PK E5
VOM FISCHER UND SEINER FRAU
Mi | 23.03.2016 | 19.30-21 Uhr | emma-theater
EXTREM LAUT UND UNGLAUBLICH NAH (UA)
Roman-Adaption n. J. Safran Foer, f. V., PK E3
19.30-21.30 Uhr | Theater am Domhof
TRI_ANGLE
Choreografien von Stephan Thoss, Marco Goecke und Mauro de Candia, Mi 2, f. V., PK T8
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Do | 24.03.2016 | 19.30-20.50 Uhr | emma-theater
27 MONATE (UA)
Komödie von Tobias Steinfeld, f. V., PK E2
Fr | 25.03.2016 | 17-ca. 21.30Uhr |
Theater am Domhof
LOHENGRIN
Oper v. R. Wagner, Fr M/ VB blau und f. V., PK T1
16.30 Uhr Einführung, Oberes Foyer
April
Mi | 06.04.2016 | 19.30-21 Uhr | emma-theater
Fr | 01.04.2016 | 19.30 Uhr | emma-theater
OREST
WIE ES EUCH GEFÄLLT
Schauspiel nach Euripides, VB Alt 1, f. V., PK E4
Gastspiel des Instituts für Musik der Hochschu- Do | 07.04.2016 | 19-20 Uhr |
le Osnabrück nach der Komödie von William
Theater am Domhof/Tanzsaal
Sa | 26.03.2016 | 19.30-22.30 Uhr |
Shakespeare, f. V., PK E5
OFFENES TANZTRAINING 60+
Theater am Domhof
19.30-22.10 Uhr | Theater am Domhof
Treffpunkt 18.45 Uhr Bühnenpforte, Eintritt frei
Wiederaufnahme DIE COMEDIAN
DIE MÖWE
19.30-21.15 Uhr | Theater am Domhof
HARMONISTS
Schauspiel von Anton Tschechow, Fr 2, f. V., PK T8
OWEN WINGRAVE
Musical von Gottfried Greiffenhagen und Franz 19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Oper
v. Benjamin Britten, CDU Classic, f. V., PK T6
Wittenbrink, f. V., PK T4
Sa | 02.04.2016 | 19.30 Uhr | emma-theater
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Mo | 28.03.2016 | 16-ca. 20.30 Uhr |
PREMIERE VON DEN BEINEN ZU KURZ
20 Uhr | Bergkirche
Theater am Domhof
Schauspiel von Katja Brunner, f. V., PK E4
LESEREISE – MEISTER UND MARGARITA
LOHENGRIN
5. Station – Im Schein der Kerzen, f. V., 5 Euro
19.30-22.30 Uhr | Theater am Domhof
Oper von Richard Wagner, VB gelb plus/ TuK/
MY FAIR LADY
Sa | 09.04.2016 | 10-11.30 Uhr |
VB gelb und f. V., PK T1
Musical von Frederick Loewe, Wo 1/ CDU-Spe- Theater am Domhof/Tanzsaal
15.30 Uhr Einführung, Oberes Foyer
zial/ VB weiß, f. V., PK T 3
OFFENES TANZTRAINING 16+
19.30-21.15 Uhr | emma-theater
So
|
03.04.2016
|
11.30
Uhr
|
Treffpunkt
9.45 Uhr Bühnenpforte, Eintritt frei
DAS ABSCHIEDSDINNER
19.30-21 Uhr | emma-theater
Komödie von Matthieu Delaporte und Alexan- Theater am Domhof/Oberes Foyer
EINFÜHRUNGSMATINEE:
Die
Physiker
OREST
dre de la Patellière, f. V., PK E1
Eintritt frei
Schauspiel nach Euripides, f. V., PK E3
Mi | 30.03.2016 | 19.30-22.10 Uhr |
15-16.45 Uhr | Theater am Domhof
19.30 Uhr | Theater am Domhof
Theater am Domhof
OWEN WINGRAVE
PREMIERE DIE PHYSIKER
DIE MÖWE
Oper v. Benjamin Britten, SoNa 2, f. V., PK T5
Komödie von Friedrich Dürrenmatt, Pr 1/ Pr 3,
Schauspiel von Anton Tschechow, Mi 1/ SSP Mi 1, 14.30 Uhr Einführung, Oberes Foyer
f. V., PK T6
f. V., PK T9
19.30 Uhr | emma-theater
19 Uhr Einführung, Oberes Foyer
So | 10.04.2016 | 11.30 Uhr |
WIE ES EUCH GEFÄLLT
Gastspiel des Instituts für Musik der Hochschu- Theater am Domhof/Orchesterstudio
OWEN
le Osnabrück nach der Komödie von William 3. KAMMERKONZERT: Cantabile
WINGRAVE
KaKo, 14 Euro
Shakespeare, f. V., PK E5
15-18 Uhr | Theater am Domhof
Mo | 04.04.2016 | 19.30 Uhr |
DIE COMEDIAN HARMONISTS
Theater am Domhof/Oberes Foyer
Musical von Gottfried Greiffenhagen und Franz
LIEDERABEND: Allvergessen, eingedenken!
Wittenbrink, f. V., PK T4
F. V., 16 Euro
19.30-21 Uhr | emma-theater
Di | 05.04.2016 | 18-ca. 22.30 Uhr |
OREST
Theater am Domhof
Schauspiel nach Euripides, TuM 1+2, f. V., PK E3
LOHENGRIN
Oper von Richard Wagner, Di 2, f. V., PK T2 Mo | 11.04.2016 | 20 Uhr | Theater am Domhof
7. SINFONIEKONZERT: Aus alter Zeit
17.30 Uhr Einführung, Oberes Foyer
Konz So plus/ Konz Mo, f. V., PK S2
19.30 Uhr | emma-theater
19.15 Uhr Einführung, Oberes Foyer
VON DEN BEINEN ZU KURZ
Schauspiel v. Katja Brunner, SSP Di 2, f. V., PK E5 Di | 12.04.2016 | 19.30 Uhr | emma-theater
VON DEN BEINEN ZU KURZ
19.30 Uhr | Theater am Domhof/Tanzsaal
Schauspiel v. Katja Brunner, SSP Di 2, f. V., PK E5
VIS-À-VIS
Treffpunkt Bühnenpforte 19.15 Uhr, Eintritt frei
(Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten!)
Dienstag, 1. März 2016 | Seite 9
OSKAR FEIERT GEBURTSTAG!
Das Kinder- und Jugendtheater feiert sein 10-jähriges Bestehen
Das Kinder- und Jugendtheater
OSKAR feiert 2016 sein zehnjähriges Jubiläum: Am 26. März
2006 fand die erste Premiere
FINDUS UND PETTERSSON
von OSKAR – Junges Theater in
Stadt und Landkreis Osnabrück
statt.
Nach über zehnjähriger Pause
gab es damals endlich wieder
ein eigenständiges Kinder- und
Jugendtheater für Osnabrück,
ermöglicht durch ein herausragendes, bürgerschaftliches Engagement: Dank der Initiative
des damaligen Intendanten
Holger Schultze und des Engagements der Bürgerstiftung Osnabrück sowie des Initiativkreises Region Osnabrück wurde
der Förderverein Freunde des
Kinder- und Jugendtheaters in
Stadt und Landkreis Osnabrück
e. V. (OSKARs Freunde) mit
dem Ziel gegründet, die notwendigen finanziellen Mittel für
das dreiköpfige OSKAR-Ensemble zur Verfügung zu stellen.
Dieses Vorgehen wurde vom
Niedersächsischen Ministerium
für Wissenschaft und Kultur
aufgrund seiner Einzigartigkeit
zum „Modellprojekt Niedersachsen“ erklärt. So war es nun
möglich, für Kinder und Jugendliche ganzjährig ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Theaterprogramm anzubieten.
Diese wundervolle Tradition
wird auch von Intendant Ralf
Waldschmidt seit der Spielzeit
2011/12 fortgeführt und genießt glücklicherweise nach
wie vor die Unterstützung des
Fördervereins
unter
der
Schirmherrschaft von Christiane Wulff.
Seit 2006 leistet OSKAR einen
großen Beitrag zur kulturellen
Bildung junger Menschen in
Stadt und Land Osnabrück
und erreicht mit seinen Schulaufführungen alle sozialen
Schichten einer Altersgruppe:
Pro Spielzeit ermöglicht OSKAR mit rund 200 Vorstellungen im emma-theater und im
Theater am Domhof über
33 000 jungen Menschen den
Zugang zum Theater. OSKAR
geht mit seinen mobilen Produktionen auch auf Reisen an
Schulen und Kindergärten sowie sonstigen Treffpunkte in
Stadt und Land.
Dank der Unterstützung von
OSKARs Freunden und dem
Engagement vieler Spender und
Förderer, ohne die das Kinderund Jugendtheater nicht bestehen könnte, haben mittlerweile
in den zehn Jahren viele großartige Premieren und Vorstellungen stattgefunden, die nicht nur
das junge Publikum, sondern
gleichermaßen immer mehr
auch die Älteren in ihren Bann
ziehen: OSKAR kann mit 56
Premieren und zahlreichen
Wiederaufnahmen in jeder
Spielzeit sowie mit über 350 000
Besuchern auf eine stolze Bilanz
in den letzten zehn Jahren zurückblicken.
Wer OSKAR hautnah und live
erleben möchte, ist herzlich
zum OSKAR-Geburtstag am 24.
April 2016 ab 11.30 Uhr ins emma-theater eingeladen – der
Heimat der OSKARs – zu einem
bunten Programm für Groß
und Klein.
Oder schauen Sie bei einer der
nächsten Vorstellungen oder bei
einer Premiere vorbei: WAS
DAS NASHORN SAH, ALS ES
AUF DIE ANDERE SEITE DES
ZAUNS SCHAUTE von Jens
Raschke (für alle ab 10 Jahren)
z. B. am 2. März 2016, 9.30 und
11.30 Uhr, und bei der Premiere
SUPERHERO von Anthony
McCarten (für alle ab 14 Jahren) am 16. April 2016, 19.30
Uhr, jeweils im emma-theater.
(FD)
STROLCHKONZERT: Tolle tiefe Töne
Die STROLCHKONZERTE richten sich an Kinder im Vorschulalter mit ihren Begleitern. Gemeinsam mit Strolch erleben Kinder
und Familien eine musikalische
Entdeckungstour im Oberen Foyer des Theaters. In der letzten
Spielzeit gab es schon einmal den
musikalischen Wettstreit bei
TOLLE TIEFE TÖNE, und weil es
so viel Spaß gemacht hat, treten
die Tuba und das Kontrafagott
noch einmal gegeneinander an.
Sie sind die größten Vertreter der
Holz- und Blechblasinstrumente
und im Konzert findet Strolch
mit den Kindern heraus, wer tiefer, schneller oder leiser spielen
kann und wie beides zusammen
klingt.
Mit Tuba und Kontrafagott
Für Kinder ab 3 Jahren mit ihren Begleitern
8.3.2016, 15.30 Uhr, Theater
am Domhof/Oberes Foyer
Seite 10 | Dienstag, 1. März 2016
Konzerte ERSTER UNTER GLEICHEN
und mehr Orchesterleitung vom ersten Pult aus
Von Andreas Hotz
Liebes
Konzertpublikum,
Maestro di
capella,
Konzertmeister, Generalmusikdirektor,
Kapellmeister, Pultgott,
Schamane,
Scharlatan
– vielfältig
sind die Bezeichnungen
des Dirigenten, die von
seinem
Andreas Hotz
zwiespältigen Ansehen
zwischen Musik verwaltendem
Funktionsträger und suspektem
Verführer zeugen. Sie alle beschreiben das energetische Zentrum einer Aufführung, das in
den früheren Epochen unserer
Geschichte noch keinerlei Rolle
spielte, da es damals schlichtweg
keine Dirigenten gab. Erst mit
Felix
Mendelssohn-Bartholdy
entstand im Zuge der zunehmenden Komplexität symphonischer
Werke eine Berufsgattung, die
heute zur gewohnten Konzertpraxis gehört. Wir begeben uns deshalb in unserem nächsten Sinfoniekonzert einen musikgeschichtlichen Schritt zurück und beleben
eine barocke Orchesterpraxis, die
keinen Dirigenten kennt, sondern
lediglich einen Konzertmeister,
der die Musiker als Primus inter
pares vom ersten Pult der ersten
Violinen leitet.
Um dem historischen Geist und
der überlieferten Aufführungspraxis dieser Zeit möglichst nahe
zu kommen, übernimmt die Barockspezialistin Swantje Hoffmann diese dreifache Herausforderung zwischen Solistin, Konzertmeisterin und musikalischer
Leiterin. Als ausgesprochene Expertin führt sie uns auf einen
Streifzug durch die überaus farbige und abwechslungsreiche
Klangpracht des Barock: Ein kleines Juwel im Rahmen unserer
Sinfoniekonzertreihe, das auch
ich mir in keinem Falle entgehen
lassen werde!“
Herzlichst,
Ihr Andreas Hotz
Der Dirigent, der vor einem Orchester steht und es mit einem
Taktstock leitet, ist in der Musikgeschichte eine jüngere Erfindung, die
sich erst im 19. Jahrhundert in ihrer
heutigen Form etablierte. Lange
Zeit war es üblich, dass der musikalische Leiter eines Orchesters auch
instrumental mitwirkte, entweder
vom Cembalo aus, oder auch mit
der Geige als Konzertmeister. Das
Interesse an der Musik des Barock
sowie an der historischen Aufführungspraxis in den vergangenen
Jahrzehnten hat dazu geführt, dass
sich vermehrt wieder Spezialen-
sembles bilden, die diese Tradition
pflegen.
Seit einigen Jahren setzt sich das
Osnabrücker Symphonieorchester
in unterschiedlichen Formen mit
der Musik des Barock auseinander.
Unter anderem sind die Opern Telemanns ein fester Bestandteil des
Spielplans geworden. Mit der Barockspezialistin Swantje Hoffmann,
die das 7. Sinfoniekonzert von der
Konzertmeisterposition aus leitet,
wird ein weiterer Schritt in der Auseinandersetzung mit der Musik des
17. und frühen 18. Jahrhunderts ge- Swantje Hoffmann
tan. Dem Orchester ist sie keine
Unbekannte: Anlässlich der Telemann-Produktionen der vergange7. SINFONIEKONZERT
nen Jahre (SIEG DER SCHÖNAUS ALTER ZEIT
HEIT, GERMANICUS) hat sie bePietro Locatelli Introduzione teatrale op. 4 Nr. 4
reits mehrfach Workshops für baJean-Marie Leclair Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo
D-Dur op. 7, Nr.2
rocke Spieltechnik in Osnabrück
Johann Gottlieb Graun Sinfonie B-Dur für Streicher und Basso continuo
gegeben.
Johann Sebastian Bach Doppelkonzert für zwei Violinen und Basso
Swantje Hoffmann studierte bei
Continuo d-Moll BWV 1043
Walter Forchert und Nora Chastain
Georg Friedrich Händel Concerto grosso op. 3 Nr. 1 HWV 312
(Solistenklasse), sowie BarockvioliCarl Philipp Emanuel Bach Sinfonie D-Dur Wq, H 651
ne bei Petra Müllejans. Sie ist FinaMontag, 11. April 2016, 20 Uhr,
listin, Preisträgerin und GewinneTheater am Domhof
Einführung um 19.15 Uhr im Oberen Foyer
rin zahlreicher Wettbewerbe, darMusikalische Leitung:
Swantje Hoffmann
unter Leipziger Bachwettbewerb,
Solisten:
Swantje Hoffmann/Michal Majersky,
Musica Antiqua Brügge und PreVioline
mio Bonporti (Italien). In regelmäMit:
Osnabrücker Symphonieorchester
ßiger Zusammenarbeit konzertiert
sie mit den Cembalisten Torsten Johann (Freiburger Barockorchester)
und Florian Heyerick (Gent) in
großen und kleinen Besetzungen.
Aber auch Ensembles, wie La Stagione Frankfurt, Les Agréements
(Namur), Ensemble Oltremontano
(Wim Becu), Collegium Cartusianum (Köln) oder Le Concert Lorrain (Metz) laden sie als Solistin
und Konzertmeisterin ein. An der
Musikhochschule Frankfurt/Main
hatte sie über 10 Jahre lang einen
Lehrauftrag für Violine und Barockvioline und leitet dort jetzt regelmäßig Workshops im Bereich
Alte Musik.
(DS)
3. KAMMERKONZERT: Cantabile
Beim dritten Kammerkonzert
wird es mit vier Werken für
Klarinette, Klavier und Sopran
liedhaft-romantisch. Mozarts
Oper LA CLEMENZA DI TITO
wurde am 6. September 1791
im Prager Ständetheater uraufgeführt. Die Arie PARTO, MA
TU BEN MIO schrieb Mozart
für Anton Stadler, einen
Freund, für den er kurz zuvor
sein Klarinettenkonzert KV 622
komponierte. Die Arie mit einer
obligaten Bassklarinette ist eine
spektakuläre dramatische Szene
besagter Oper, in der Sesto zustimmt, Vitellias Bitte zu erhören, deren Liebe der römische
Kaiser Tito verschmäht hat. Obwohl Sestos eigene Liebe zu Vitellia unerwidert bleibt, plant er,
ihre Rache gegen Tito auszuführen. Sesto zeigt seine Bereitschaft, Vitellias Liebe durch den
Mord an Tito zu gewinnen.
Wie der von ihm verehrte Mo-
zart, so schätzte auch Spohr das
warme Timbre der Klarinette.
Er komponierte die SECHS
DEUTSCHEN LIEDER op. 103
im Jahre 1837. Mit echt romantischer Musizierlust fügt hier
Spohr der Klavierbegleitung in
einem oft konzertant gehaltenen Klarinettenpart einen expressiven klanglichen Hintergrund hinzu. Von den Liedern
mit obligaten Instrumenten haben sich gerade die Gesänge op.
103 mit Klarinette in das heutige Konzertleben hinüberretten
können und werden so auch
beim 3. Kammerkonzert von
Mitgliedern des Osnabrücker
Symphonieorchesters und Musiktheaterensembles interpretiert.
Das einaktige Singspiel DIE
VERSCHWORENEN von Franz
Schubert erlebte seine konzertante Uraufführung am 1. März
1861 durch den Wiener Singver-
ein, die szenische am 29. August
1861 in Frankfurt am Main. Die
Romanze der Helene ICH
SCHLEICHE BANG UND
STILL HERUM, ursprünglich als
strophische Arie für Klarinette,
Sopran und Streicher geschrieben, wurde 1889 von Fritz Spiegl
für Klarinette, Sopran und Klavier arrangiert und veröffentlicht. Der Wechsel innerhalb jedes Verses vom melancholischen
a-Moll zu A-Dur betont die eindringliche Intensität und auch
Schmerzlichkeit der Arie.
Spaeth, selbst auch Klarinettist,
komponierte für die Klarinette
ein Konzert, ein Konzertino, Salonstücke und, mit größtem Erfolg, eine Symphonie concertante für zwei Klarinetten und
Orchester. Das ALPENLIED
wurde als Anhang zu den
SECHS SCHWEIZER LIEDERN
Op. 167 kurz nach Spaeths
Rückkehr nach Coburg veröf-
fentlicht. Diese Lieder sind dem
Hofmusik- und Theaterintendanten Baron von Hanstein gewidmet. Da der Text keinem
Dichter zugeschrieben ist, ist
anzunehmen, dass eine Sammlung Schweizer Volksdichtungen als Quelle für den Text gedient hat.
(JK)
3. KAMMERKONZERT
CANTABILE
Wolfgang Amadeus Mozart
„Parto! Ma tu ben mio.“
Louis Spohr Sechs deutsche Lieder
op. 103
Franz Schubert Romanze der Helene aus DIE VERSCHWORE-
NEN
Andreas Spaeth Alpenlied op. 167
Nr. 7
Sonntag, 10. April 2016,
11.30 Uhr, Theater am
Domhof
Mit: Marian Ghisa, Klarinette;
Erika Simons, Sopran; Peter
Florian, Klavier
Dienstag, 1. März 2016 | Seite 11
OSTERN IM THEATER
Das Theater bietet dieses Jahr ein
durchweg musikalisches Osterprogramm: Der Karfreitag leitet
die Feiertage mit Richard Wagners
romantischer
Oper
LOHENGRIN ein – ein musikdramatischer Hochgenuss rund
um die mittelalterliche Legende
des Schwanenritters. Nur einen
Tag später, am Ostersamstag, ist
THEATER OSNABRÜCK
das mitreißende Musical DIE
COMEDIAN HARMONISTS zu
sehen. Beschlossen wird das Osterfest am 28. März von einer weiteren Vorstellung LOHENGRIN.
WIE ES EUCH GEFÄLLT
Gastspiel: IfM der Hochschule Osnabrück
Die Luft am Hof ist kalt und ungemütlich geworden. Die Herzogin
wurde von ihrer Schwester Frederike abgesetzt und vom Hof verbannt. Die Spione der neuen Herzogin sind überall. Aber deren
Tochter Celia ist die beste Freundin
von Rosalinde, der Tochter der alten Herzogin. Daher darf Rosalinde am Hof bleiben.
Orlando, jüngster Sohn des verstorbenen Sir Rowland de Boys,
wird von seinem Bruder um sein
Erbe gebracht und mit dem Tode
bedroht. Aus Überdruss kämpft er
gegen Charline, die Preisringerin
der neuen Herzogin, und damit
gegen das ganze Regime. Durch
seinen Sieg gewinnt Orlando Ro-
salindes Herz
und zieht den
Zorn der neuen
Herzogin auf
sich. Er ist gezwungen
zu
fliehen.
Auch Rosalinde
wird schließlich
verbannt. Verkleidet als junger Mann Ganymed und nur
begleitet von
Celia und dem
scharfzüngigen WIE ES EUCH GEFÄLLT
Narr Probstein,
flieht sie in den Wald von Arden.
Flüchtlinge Schutz. Dort treffen
Im Wald von Arden finden alle Schäfer und Ziegenhirten auf Verbannte, Aussteiger und Philosophen. Dieser Wald ist zum einen
WIE ES EUCH GEFÄLLT
beschwerliche Natur und zum anRomantische Komödie mit Musik von William Shakespeare
deren ein Ort der Utopie; der idylSchauspielstück des 4. Semesters Musical Sommersemester 2016
lische Gegensatz zum diktatoriund Studierender des Fachs Kunst/Kunstpädagogik der Universität
Osnabrück. In einer Fassung des IfM der Hochschule Osnabrück
schen Hofleben, ein machtpolitiPREMIERE:
SONNTAG, 13. MÄRZ 2016,
scher Freiraum. Jenseits von Hier19.30 UHR, EMMA-THEATER
archien singt und debattiert man
Spielleitung:
Dirk Engler
hier im Wald, Gegensätze lösen
Musik:
Philipp Zenker
sich auf und Verlorene, Suchende,
Musikalische Einstudierung: Eberhard Schneider
Liebende kommen sich jenseits der
Dramaturgie:
Sara Taimouri
Konventionen näher. Doch wohin
Mit:
Karina Kettenis, Myriam Küppers, Marit
führt der Ausnahmezustand? Alles
Loick, Romina Markmann, Sara
Taimouri; Andre Kuhmann, Anton
scheint möglich, keine Identität ist
Schweizer, Jendrik Sigwart, Simon
mehr sicher, bis sich nicht nur OrStaiger; Iwan Carranza, Sebastian Rieß,
lando fragt: Woher weiß ich eiPhilipp Zenker (Band)
gentlich, wer ich bin?
Domhof 10/11 | 49074 Osnabrück | Intendant: Dr. Ralf Waldschmidt
ANFAHRT/BUS Theater am Domhof,
Domhof 10/11 (Haltestelle Theater):
Erreichbar vom Hbf mit den Linien 81, 82
und vom Altstadtbahnhof mit der Linie 41
emma-theater,
Lotter Str. 6/Ecke Arndtstraße (Haltestelle Heger Tor):
Erreichbar vom Hauptbahnhof mit den Linien 31, 32, 33
und vom Altstadtbahnhof mit den Linien 51, 52, 53 –
umsteigen am Neumarkt: Linien 11, R11
OsnabrückHalle,
Schloßwall 1-9 (Haltestelle OsnabrückHalle):
Erreichbar mit den Linien 51, 52, 91, 92, 491
PARKHÄUSER Theater am Domhof: Nikolaizentrum oder L+T-Parkhaus
emma-theater: Nikolaizentrum oder Stadthaus
OsnabrückHalle: Ledenhof (www.parken-os.de)
KARTENVORVERKAUF
Der Vorverkauf beginnt, sobald die Termine veröffentlicht sind,
und zwar am ersten möglichen Werktag, an dem die Theaterkasse geöffnet ist. Seit dem 25.8.2015 sind alle Vorstellungen im
Theater am Domhof sowie die Sinfoniekonzerte in der
OsnabrückHalle für die gesamte Spielzeit 2015/16 buchbar.
THEATERKASSE/KASSENZEITEN
Dienstag bis Freitag: 10.30 bis 18.30 Uhr
Samstag: 10.30 bis 14 Uhr, Montag geschlossen
(24 Stunden tägl. unter www.theater-osnabrueck.de)
KARTENRESERVIERUNG
Dienstag bis Freitag: 11 bis 18 Uhr
Samstag: 11 bis 14 Uhr
Karten-Telefon: 05 41/7 60 00 76
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THEATERJOURNAL
Verlagsbeilage
Herausgeber: Verlag Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG,
Breiter Gang 10-16, 49074 Osnabrück, Telefon 05 41/310-0
Redaktion: Neue Osnabrücker Zeitung GmbH & Co. KG,
Verantwortlich i.S.d.P.: Ralf Geisenhanslüke
Konzeption und Umsetzung: NOW-Medien GmbH & Co. KG,
Große Straße 17-19, 49074 Osnabrück, Jürgen Wallenhorst
Redaktionelle Mitarbeit: Nadine Brandhorst, Sven Kleine, Julia Kohlmeier, Laura Nerbl,
Dorit Schleissing, Maria Schneider, Ulrike Schumann, Marie Senf, Patricia Stöckemann,
Nora Vogt, Dr. Ralf Waldschmidt, Alexander Wunderlich, Elisabeth Zimmermann
Fotos: Karin Hofer, Jochen Klenk, Nils Klinger, Marek Kruszewski, Jörg Landsberg,
Uwe Lewandowski, Marius Maasewerd, Eva Radünzel
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Er stEht nicht auf shakEspEarE,
abEr viEllEicht gEradE vor
ihrEr haustür.
WIEDERAUFNAHME
DIE COMEDIAN HARMONISTS
Vom Gottfried Greiffenhagen
und Franz Wittenbrink
Samstag, 26. März 2016, 19.30
Uhr, Theater am Domhof
„Begeistert hat das Publikum die
Premiere von ‚Die Comedian Harmonists‘ im Osnabrücker Theater
am Domhof aufgenommen. Für
den ,Kleinen grünen Kaktus‘, die
,Schöne Isabella aus Kastilien‘ oder
,Wochenend und Sonnenschein‘ gab
es donnernden Zwischenapplaus.“
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(Neue Osnabrücker Zeitung)
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Seite 12 | Dienstag, 1. März 2016
AKTUELLES
THEATERPREIS DES BUNDES
IN BERLIN VERLIEHEN
Am 29. Januar 2016 nahm das
Theater Osnabrück als eines
von zwölf prämierten Häusern
den von Kulturstaatsministerin
Monika Grütters erstmals ausgelobten Theaterpreis des Bundes in der Berliner Akademie
der Künste entgegen. Der mit
80 000 Euro dotierte Preis soll
dazu ermutigen, die erfolgreiche
und in die Stadtgesellschaft wirkende Kulturarbeit fortzuführen. So heißt es in der Jury-Begründung: „Den Städtischen
Bühnen Osnabrück gelingt es
auf beeindruckende Weise, mit
allen Sparten gleichermaßen ein
qualitativ bemerkenswertes und
stringentes Programm zu gestalten.“
KAMMERKONZERT „SPEZIAL“:
JAZZ & MORE
Musiker des Osnabrücker Symphonieorchesters verlassen klassische Pfade und begeben sich
auf eine Reise durch die Geschichte des Jazz unter dem
Motto „Jazzstandards“. Dabei erhalten sie Unterstützung von
Kolleginnen und Kollegen des
Sänger- und Schauspielensembles – am Sonntag, 13.3.2016, um
19.30 Uhr im Theater am Domhof/Oberes Foyer. Mit dabei sind
Marian Ghisa (Klarinette/Saxophon), Matthias Wernecke
(Kontrabass), Marco Liechti
(Drumset), Wladimir Krasmann
(Klavier), Erika Simons (Sopran)
sowie Stefan Haschke (Sprecher).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Musikverein Osnabrück e.V..
LESEREISE: MEISTER UND
MARGARITA
4. Station: Margarita
Im stimmungsdichten Ambiente des Lortzinghauses geht die
LESEREISE mindestens zwei
weiteren Höhepunkten entgegen: Nicht allein die VarietéVorstellung des Schwarzmagiers
Voland, in der Menschen kurz-
Preisvergabe in Berlin: Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit Ralf Waldschmidt, Patricia Stöckemann und Matthias Köhn.
fristig enthauptet und Geldscheine in Flaschenetikette verwandelt werden, auch die tragische Liebesgeschichte des Meisters zu Margarita und was das
mit dem Roman über Pontius
Pilatus zu tun hat, erfährt so
manche klärende Darstellung.
Steigen Sie auf, wenn es im
Schweinsgalopp durch das vom
Teufel heimgesuchte Moskau
der 30er Jahre geht – am Donnerstag, 17.3., 20 Uhr, Lortzinghaus/Freimaurerloge „Zum goldenen Rade“, An der Katharinenkirche 3.
5. Station: Im Schein der Kerzen
Während der satanische Woland die Moskowiter in den kollektiven Wahnsinn treibt und
sich die Nervenheilanstalt mit
immer mehr Patienten füllt, begibt sich die unglückliche Margarita auf die Suche nach ihrem
geliebten „Meister“, der über
Nacht verschwunden ist. Wie
kann sie ahnen, dass gerade der
Chaosstifter Woland der einzige
ist, der die beiden wieder zusammenbringen kann? Doch
die Wiedervereinigung des Liebespaares hat ihren Preis: Eine
Walpurgisnacht steht an, auf
der Margaritas Anwesenheit
dringend erwünscht wird – seitens der finsteren Mächte. Für
ihre fünfte Station macht die
LESEREISE am Donnerstag,
7.4., 19.30 Uhr, in der Bergkirche, Bergstraße 16, halt.
VIS-À-VIS und OFFENE
TANZTRAININGS
Das Theater Osnabrück kann
auf eine lange Tradition des
Tanzes zurückblicken. Im Gespräch mit der Osnabrücker
Ballettpädagogin Bettina Escaño geht der Blick zurück auf
Choreografen und Tanzdirekto-
ren, die nach dem Zweiten
Weltkrieg in dieser Stadt bestimmend waren – am 4.3.,
19.30 Uhr.
Flucht und Fluchtbewegungen
bestimmen derzeit die tägliche
politische Debatte. Im VIS-ÀVIS am 5.4., 19.30 Uhr, geht es
um Tänzer-Choreografen, die
ihre Heimatländer verlassen
mussten und an ihren Zufluchtsorten für neue Impulse in der
Tanzgeschichte sorgten. Beispielsweise der Russe George Balanchine, der in New York das
New York City Ballet gründete
oder der Tscheche Jiri Kylián, der
in den Niederlanden dem NDT
zu Weltruf verhalf. Treffpunkt
für beide Veranstaltungen ist um
19.15 Uhr am Bühneneingang;
der Eintritt ist frei.
Die nächsten Termine für das
OFFENE TANZTRAINING sind:
60+ am 3.3., 18.3. und 7.4., je-
weils 19-20 Uhr; 16+ am 19.3.
und 9.4., 10-11.30 Uhr (Treffpunkt jeweils 15 Minuten vor
Beginn am Bühneneingang).
REFUGEES WELCOME
Das Theater Osnabrück lädt
„Newcomer“, die als Geflüchtete
nach Deutschland kommen, mit
vielen Aktionen ein, das Haus
kennenzulernen. Halbjährlich
erscheint ein Flyer, der verschiedene Angebote bündelt. Am
Mittwoch, 16.3., 17-18.15 Uhr,
gibt es eine Führung in arabischer Sprache, Treffpunkt Theater am Domhof, Haupteingang.
Am Freitag, 18.3., 14-17 Uhr
bietet das Theater einen
Stomp-Rhythmus-Workshop
für Newcomer ab 12 Jahren an
(keine Vorerfahrung nötig), Anmeldung unter [email protected] oder 0541 /
76 00 169.
AUSBLICK: Nächstes THEATERjournal am 12.4.2016
KRIMINALISTISCH
TAUSEND MAL IST NIX
PASSIERT, Die Theatermäuse
Premiere am Sonntag, 24. April
2016
ABENTEUERLUSTIG
DON QUICHOTTE AUF DER
HOCHZEIT DES COMACHO
Von Georg Philipp Telemann
Premiere Freitag, 29. April 2016
FEURIG
CLIVIA
Von Nico Dostal
Premiere am Samstag, 30. April
2016
UNVERWECHSELBAR
RACHEDURSTIG
OPEN WINDOWS IV
ELEKTRA
Junge Choreografen
Von Richard Strauss
Premiere am Freitag, 13. Mai Premiere am Samstag, 21. Mai
2016
2016
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