Deutscher Tierschutzbund ruft Autofahrer zur Vorsicht auf

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Pressemeldung
29.03.2016
Krötenwanderung in vollem Gange:
Deutscher Tierschutzbund ruft Autofahrer zur Vorsicht auf
Da sich Amphibien bei den milden Temperaturen auf Wanderschaft zu
ihren Laichplätzen begeben, bittet der Deutsche Tierschutzbund Autound
Motorradfahrer
um
Rücksicht
und
entsprechende
Vorsichtsmaßnahmen. Die Tierschützer empfehlen, auf Hinweisschilder
zu achten und vor allem in der Dämmerung und nachts auf Strecken
mit Amphibienwanderungen nicht schneller als Tempo 30 zu fahren.
Ehrenamtliche Helfer, welche Fangzäune aufbauen, die Tiere
einsammeln und sicher über die Straßen bringen, leisten überall einen
wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz.
Millionen Amphibien, darunter Kröten, Frösche und Molche, wandern
aktuell von den Winterquartieren zu den Laichgewässern. Auf dem Weg
müssen sie oftmals Landstraßen überwinden. Das immer dichter
werdende Straßennetz wird vielen wandernden Tieren zum Verhängnis.
Gerade bei schnell fahrenden Fahrzeugen gibt es keine Chance für die
Tiere – und auch der Fahrer hat keine Chance zu regieren. Unzählige der
Amphibien werden deshalb jedes Jahr Opfer des Verkehrs. Auch wenn die
Tiere nicht direkt überfahren werden, kann sie der Strömungsdruck der
Fahrzeuge töten.
In hohem Maße betroffen sind Frösche und Kröten, insbesondere
Erdkröten, die mit steigenden Temperaturen ihre Wanderungen
aufnehmen. Sie verlassen meist zeitgleich ihre Winterquartiere, um sich
geeignete Gebiete zum Ablaichen zu suchen. Für ein paar Wochen kommt
es dann zu sogenannten Massenwanderungen. Während vereinzelt auf
Massenwanderungen von Kröten mit der Sperrung besonders betroffener
Straßen oder der Errichtung von Krötentunneln oder –brücken reagiert
wird, sind andernorts Tierschützer im Einsatz.
Einsatz für den Krötenschutz
Hunderttausende Kröten, Frösche und Molche verdanken ihr Weiterleben
und die Chance, für Nachwuchs zu sorgen, den ehrenamtlichen
Tierfreunden, die Fangzäune aufstellen, die Tiere einsammeln und sie über
die Straße bringen. Wer seinen Teil zum Schutz der Amphibien beitragen
möchte, kann sich beispielsweise beim örtlichen Tierschutzverein oder
einer Naturschutzgruppe melden, um beim Errichten von Krötenzäunen
und der Kontrolle von Zäunen und Auffangeimern zu helfen. Auch
Gartenbesitzer können aktiv werden, indem sie den Amphibien mit
Komposthaufen, Steinhügeln und Altholzhaufen sichere Schutzquartiere
bieten. Ein kleiner Tümpel im Garten bietet Lurchen Laichmöglichkeiten.
Tierfreunde sollten Keller und Kellerschächte mit einem Schutzgitter
abdichten oder sie regelmäßig auf Lurche kontrollieren, die hinab gestürzt
sein könnten.
Bundesgeschäftsstelle
Presseabteilung
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53129 Bonn
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Seite 2
Bildmaterial Erdkröte:
Bildunterschrift: Amphibien, wie diese Erdkröte, sind aktuell zu ihren
Laichplätzen unterwegs.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Weiteres Bildmaterial senden wir Ihnen gerne zu.
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