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MARKETING WORKSHOP
Public Relation
&
Direct Mailing
Dipl.Wirt.Ing. Olaf Meyer
[email protected]
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AGENDA
1. Vorstellung der Teilnehmer
2. Produktthema bestimmen
3. Grundlagen Public Relation
4. Grundlagen Direct Mailing
5. Aufteilung in zwei Gruppen
6. Formulierung einer
Pressemitteilung bzw. Mailings
7. Präsentation der Ergebnisse
8. Diskussion / Fragen
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Public Relation
1. Ziel einer Pressemitteilung
Eine Pressemeldung dient der Einflussnahme auf Inhalte von Medien. Sie erfüllt
verschiedene Funktionen und soll unterschiedliche Zielgruppen erreichen:
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Informationsweitergabe
Kompetenz zeigen
Aufmerksamkeit erreichen
Ansprechpartner etablieren
Bei jeder Pressemitteilung sollte die Funktion neu definiert und der Text
dementsprechend verfasst werden.
Mögliche Anlässe sind:
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Ein ungewöhnlicher Geschäftserfolg
Ein neues Produkt oder Service
Ein neuer Vertriebspartner
Ein besonderes Preisangebot
etc.
2. Aufbau einer Pressemitteilung
Das Wichtigste kommt immer zuerst. Mit der Überschrift und in den ersten drei
Sätzen sollte klar erkennbar sein, um was es geht. Die nachfolgenden Abschnitte
und Sätze dienen der Erläuterung und Vertiefung. Wenn Sie von unten nach oben
Sätze streichen können, ohne die Kernbotschaft verloren geht, dann stimmt der
Aufbau.
Jede Pressemitteilung muss die W-Fragen des Journalisten beantworten:
• Wer
• Was
• Wo
• Wann
• Warum (Ursache, Grund)
• Wozu (Ziel, Nutzen, Sinn)
• Für wen
• Wie teuer
• Welche Quelle
Dipl.Wirt.Ing. Olaf Meyer
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3. Stil einer Pressemitteilung
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Kurze Texte
Kurze Sätze
Verständliche Wörter
Wenig Adjektive
Erläuterungen für schwierige Begriffe und Abkürzungen
Erhellen Sie Zusammenhänge
Schreiben Sie im Aktiv, nicht im Passiv
Nennen Sie konkrete Daten
Vermeiden Sie abstrakte Formulierungen
Verzichten Sie auf Modewörter, Sprachklischees und Slang
Verzichten Sie auf Bewertungen und Übertreibungen
Achten Sie auf korrekte Schreibweise und Interpunktion
Namen (Vor- und Zunahme) und Zahlen müssen immer stimmen
Folgende Stilmittel empfehlen sich für eine Pressemitteilung:
• Metapher
Metaphern eignen sich besonders in Überschriften, denn sie sind meist kurz und
prägnant.
Beispiel: Mondscheintarif statt Sonderrabatt für Schwachlastzeiten
• These und Antithese
These und Antithese eignen sich für den Beginn der Pressemeldung oder eines
Absatzes.
Beispiel: Auch wir kennen billige Hotels an der Costa Brava. Aber wir empfehlen
sie Ihnen nicht.
• Rhetorische Frage
Rhetorische Fragen sind wirkungsvoll in der Mitte der Pressemitteilung zu
platzieren, um die Aufmerksamkeit des Lesers erneut zu fesseln und ihn
neugierig zu machen.
Beispiel: Lieben Sie Ihren Mann genug, um seine Ernährung zu verändern?
Jede Pressemitteilung ist neu und einzigartig. Deshalb sollten Sie bei jedem
einzelnen Text wieder Zeit und Mühe investieren. Was zählt ist Originalität.
4. Umfang einer Pressemitteilung
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40-50 Anschläge pro Zeile
mindestens 1,5-zeiliger Abstand und 30 Zeilen pro Seite.
Es bleibt ein breiter Rand für Notizen.
Seiten einseitig beschreiben und mit Seitenzahlen versehen
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5. Besonderheiten
Die wenigsten Pressemeldungen werden ohne Nachfragen abgedruckt. Sie
denen hauptsächlich zur Information und um Redaktion auf Termine oder
Aktionen aufmerksam zu machen. Wicht ist, dass Ihre Meldung gelesen wird,
nicht dass sie in ihrem Originalwortlaut erscheint. Sie sollten daher immer
deutlich in Kopf und Fußzeile vermerken, von wem die Pressemeldung stammt
und wer weitere Auskünfte dazu geben kann. Auf jeden Fall Fax, Telefon E-Mail.
Es ist Redakteuren nicht zu verdenken, Pressemitteilung von unbekannten
Unternehmen oder Personen mit Skepsis zu betrachten. Es gilt daher:
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Persönlichen Kontakt zum Redakteur herstellen
Einen Presseverteiler aufzubauen
Sich als kompetenter Ansprechpartner auf seinem Gebiet zu platzieren
Die Arbeit der Redaktion zu erleichtern
Die richtige Form einzuhalten
Regelmäßig ohne den Empfänger zu langweilen, überfordern oder zu
verärgern
6. Fehlerquellen
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
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•
•
Der Pressemitteilung ein Anschreiben und eine Bitte um Abdruck
voranzustellen oder anzufügen
Die Empfänger zu bitten, bei Abdrucke Belegexemplare zu senden
Hinweise auf geschaltete oder zu schaltenden Anzeigen zu geben
Einen Druckkostenzuschlag anzubieten
Nachzufragen, ob Ihre Pressemitteilung auch angekommen ist
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Direct Mailing
1. Ziel eines Mailings
Mit einem Mailing erklären Sie Ihren potentiellen Kunden schnell und plausibel,
warum Ihr Produkt bei Ihnen gekauft werden soll.
Im Gegensatz zum persönlichen Gespräch können mit dem schriftlichen Dialog in
kurzer Zeit eine Vielzahl von Kontakten aufgebaut werden.
Folgende Zielsetzungen eines Mailings sind möglich:
• Direkter Verkauf an neue Kunden
• Adressen von tatsächlichen Interessenten sammeln
• Neukundengewinnung und Bedarfsbestimmung
Der Erfolg eines Mailing hängt im wesentlichen von der richtigen Ansprache einer
genau definierten Zielgruppe ab. Je detaillierter die verfügbaren Information über die
Zielgruppe sind, desto genauer kann das Mailing bedarfsgerecht formuliert werden.
2. Aufbau eines Mailings
Anschrift
Jedes Mailing sollte direkt eine Person mit dem korrekten Namen ansprechen. Sind
die Adressen der potentiellen Zielgruppe nicht bereits bekannt, können diese von
Adressverlagen (z.B. Schober) bezogen werden.
Datum
Geben Sie beim Datum nicht nur Monat und Jahr an. Der Verweis auf einen
bestimmten Tag erhöht die Glaubwürdigkeit des Mailings und mindert den Eindruck
einer Massensendung.
A (Attention / Aufmerksamkeit)
In der Überschrift bzw. dem ersten Absatz gilt es, die Aufmerksamkeit des Lesers
sofort zu erreichen. Der Leser entscheidet hier sofort, ob er weiter liest oder das
Mailing in den Papierkorb wirft. Um die Lesbarkeit zu erhöhen, sollten die
Kernaussagen optisch hervorgehoben werden.
I (Interest / Interesse)
Wenn sich der Leser entschlossen hat, weiter zu lesen, gilt es sein Interesse zu
wecken. Hier beschreiben Sie kurz und treffend den Nutzen (rationale Gründe) Ihres
Produktes oder Ihrer Dienstleistung.
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D (Desire / Verlagen)
Werden die rationalen Gründe vom Leser akzeptiert, gilt es durch eine Beschreibung
des Vorteils (emotionale Gründe) die Kaufbereitschaft zu maximieren.
A (Action / Tätigkeit)
An dieser Stelle erleichtern Sie dem Leser die nächsten Handlungen einzuleiten.
Dies kann beispielsweise durch ein Bestellformular, eine Rückantwortkarte oder die
Angabe einer Servicenummer erreicht werden.
Unterschrift
Wenn möglich sollte ein Mailing immer per Hand unterschrieben werden.
P.S.
Meist wird es noch vor allen anderen Hervorhebungen gelesen. Hier können Vorteile
auf den Punkt gebracht werden, auf besondere Fristen hingewiesen werden, etc.
3. Stil eines Mailings
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Schreiben wie man spricht
Kurze Sätze (bis ca. 15 Wörter) und Absätze
Verben verwenden
Aktiv formulieren
Direkt formulieren
Positiv formulieren
Verständlich und anschaulich formulieren
Fragen fördern den Dialog
4. Umfang eines Mailings
Ein Mailing sollte immer nur aus einer, maximal aus zwei Seiten bestehen. Zusätzlich
kommt ggf. eine Seite für die Rückantwortformular dazu. Um die Portokosten so
gering wie möglich zu halten, sind die Gewichtsgrenzen genau einzuhalten.
Die Aufmerksamkeit kann durch ein mehrstufiges Mailing erhöht werden.
5. Fehlerquellen
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Fehlende oder falsche persönliche Ansprache
Hohe Streuverluste durch nicht optimierte Zielgruppenauswahl
Falsche oder doppelte Adressen
Fehlendes oder unvollständiges Antwortmedium
Keine Nutzen- und Vorteilsargumente im Text
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