promotion management

Werbung
CS VISION
White Paper
PROMOTION
MANAGEMENT
Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
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Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
„Marketing ist die Kunst Chancen aufzuspüren,
sie zu entwickeln und davon zu profitieren.“
Philip Kotler, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler
Geschrieben von
hh Armin Dressler, CEO, CS Vision GmbH Rohrbach, Deutschland
Mit besonderem Dank an
hh Patricia Kastner, CEO, CONTENTSERV GmbH Rohrbach, Deutschland
CS Vision GmbH | White Paper
Einleitung
Der stationäre Einzelhandel lebt wie kein anderes Handelssegment von der unmittelbaren, tagesaktuellen
Kommunikation mit seinen Kunden. Doch hier prallen inzwischen Welten aufeinander: Klassische PromotionMedien wie Prospekt und Handzettel sind vielerorts in den Wettbewerb mit den mannigfaltigen Spielarten
der modernen, vom digitalen Wandel geprägten Werbewelt getreten. Dabei liegt das Geheimnis einer
erfolgreichen Kundenansprache nicht in den scheinbaren Widersprüchen, sondern in der optimalen Verzahnung unterschiedlichster Formate, Kanäle und Technologien. Chancen aufspüren, sie entwickeln und davon
profitieren – ein durchdachtes Promotion Management verbindet Bewährtes mit Innovation und schafft so
neues Potenzial für erfolgreiche Werbestrategien. Nah am Kunden, Tag für Tag.
Inhaltsverzeichnis
Stand der Dinge:
Promotion im Einzelhandel4
Die Herausforderung:
Schnelle Ergebnisse bei hoher Komplexität
8
Die Lösung:
Promotion Management vernetzt Inhalt und Abläufe
12
Die Vorteile:
Nah am Kunden dank integrierter Strukturen
14
3.
4
Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
Stand der Dinge:
Promotion im Einzelhandel
Während vielerorts die digitalen One-to-one-Kanäle als universeller Marketing-Motor
gehandelt werden, kommt im Einzelhandel der klassischen Promotion-Aktion über
Plakat, Handzettel und Prospekt nach wie vor ein hoher Stellenwert zu. Sie ist aktuell,
direkt und trifft den Konsumenten genau dort, wo er am empfänglichsten ist: in
seinem Geldbeutel.
Zwar ist ein klarer Trend weg vom „geilen Geiz" hin zum
Prinzip „Qualität statt Schnäppchen“ zu verzeichnen,
dennoch ist die Magie von Sonderangeboten auch in
Zeiten eines erstarkenden Qualitätsbewusstseins ungebrochen. Attraktive Aktionspreise, das richtige Timing und
eine kreative Ausgestaltung gehören laut POS-MarketingReport 20151 neben dem guten Namen eines Produktes
zu den Stellschrauben einer erfolgreichen PromotionMaßnahme. Traditionelle Print-Produkte liefern in ihrer
Funktion als Werbeträger ein im wahrsten Sinne des
Wortes fassbares Medium, auf das der Kunde nach wie
vor nicht verzichten möchte.
1
Die drei Stellschrauben einer
gelungenen Promotion-Aktion:
hh Frequenzbringer: Attraktives (Marken-)
Produkt zu unschlagbar günstigem Preis
hh Timing: Begrenzter Aktionszeitraum
„just in time“
hh Ausgestaltung: zielgruppengerechtes
Design mit Format
https://www.about-drinks.com; http://www.lebensmittelzeitung.net/shop/handelsmarketing/pos-marketing-report-2015,4120.html
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Enorme Umsatzrelevanz
Der Dreiklang aus optimalem Preis-Leistungsverhältnis,
Timing und einem Design, das sein Publikum tatsächlich
erreicht, ist gerade im Print-Segment mit einem großen
Produktionsaufwand und vergleichsweise hohen Kosten
verbunden – und lohnt sich trotz allem. Der zusätzliche
Kaufanreiz, der durch zeitlich befristete Aktionen, tagesaktuelle Prospekte und Handzettelwerbung geschaffen
wird, wirkt sich unmittelbar auf die Geschäftszahlen aus:
Laut Statista lag der Umsatzanteil von Preis-Promotions
bei FMCG (Fast Moving Consumer Goods) im Einzelhandel
im Jahr 2014 bei satten 19,5 Prozent2.
Frequenzbringer gegen Werbeplatz
Wie bereits festgestellt, ist ein attraktives Produkt
die unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche
Promotion-Aktion. Ein derartiger Frequenzbringer muss
nach Möglichkeit zu einem konkurrenzlos günstigen Preis
angeboten werden, damit er seine Wirkung nicht verfehlt.
Der Angebotsgestaltung gehen allerdings nicht selten
Zugeständnisse gegenüber dem Lieferanten voraus,
der gegen einen Preisvorteil eine für ihn nutzbringende
Platzierung in fokussierten Werbemaßnahmen garantiert
haben möchte. Prinzipiell ein faires Geschäft für beide
Seiten, das allerdings für den Lieferanten erst dann wirklich zufriedenstellend ist, wenn er die Wirksamkeit einer
Promotion-Aktion Schwarz auf Weiß zu sehen bekommt.
Zudem will er sichergehen, dass der Einzelhändler seinen
Werbeverpflichtungen auch tatsächlich nachgekommen
ist. Mit dem wachsenden Selbstbewusstsein, das derzeit
vor allem im Bereich der Markenlieferanten zu verzeichnen ist, stehen Promotion-treibende Händler zusehends
vor der Aufgabe, ein professionelles Controlling zu etablieren und damit die geforderte Transparenz zu schaffen.
UMSATZANTEIL VON PREISPROMOTIONS BEI FMCG IM LEBENSMITTELEINZELHANDEL IN DEUTSCHLAND2
25%
20%
19,0%
19,3%
19,5%
2011
2013
2014
Umsatzanteil
17,2%
15%
14,4%
10,9%
10%
12,2%
8,7%
5%
0%
2001
2003
2005
2007
2009
Hinweis: Deutschland; ohne Frische; Quelle: GfK; ID 205714, Consumer Index 12|2014, S. 4
2
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/205714/umfrage/anteil-der-preispromotions-am-umsatz-im-bereich-fmcg/
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Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
Hochdruck in den Marketingbüros
Sind Produkt und Preis definiert, geht es an die Umsetzung
- nun kommen Timing und Design ins Spiel. Hier haben
sich bei vielen Einzelhändlern im Laufe der Jahre die
verschlungensten Prozessketten etabliert. Diverse Teams
und Abteilungen produzieren wöchentlich eine Vielzahl
von Handzetteln, Coupons und Sonderwerbung. Die Reibungsverluste sind dabei nicht selten ebenso umfangreich
wie die Zahl der Schnittstellen, die ein einzelnes Werbeprodukt bis zu seiner Fertigstellung passieren muss. Oft
arbeiten die zuständigen Mitarbeiter nicht miteinander,
sondern nebeneinander her – ein Umstand, der weniger
mangelnder Motivation oder Expertise geschuldet ist,
sondern vielmehr das Ergebnis einer unzulänglichen
Infrastruktur darstellt. Diese ohnehin schon wenig belastbare Arbeitsumgebung wird nun, in Zeiten modernster
Technologien und Marketing-Methoden, durch zusätzliche
Faktoren wie einem hohen Regionalisierungsdruck, Micro
Targeting-Konzepten oder auch kontextoptimierten Kommunikationsmaßnahmen auf den Prüfstand gestellt. Gerade die Planung und Ausgestaltung einzelner Varianten
verlangt unter diesen Gesichtspunkten ein hohes Maß an
Prozesskonformität, um die nötige, inhaltliche Konsistenz
über alle möglichen Dimensionen (vgl. Textkasten Dimensionen im kontextuellen Marketing Seite 12) hinweg
sicherzustellen. Doch wie schon zu Anfangs festgestellt:
Mag mit der Bandbreite an Methoden und Maßnahmen
auch die Komplexität der Werbestrategien steigen, so
steht über allem doch das enorme Potenzial, das ein zukunftsorientiertes Umdenken im Promotion Management
mit sich bringt.
Beispiele für
Promotion-Varianten
hh Schrippe oder Rundstück? Ein Beispiel
für eine klassische Content-Variante kommt
aus dem Backwarensegment: Während das
Brötchen in weiten Teilen der Republik zum
alltäglichen Sprachgebrauch gehört, freut
sich der Hamburger über ein Rundstück, der
Münchner über eine Semmel und der Berliner
über seine Schrippe.
hh Bio oder Hausmannskost? Auch bei der
Produktion von Handzetteln können Besonderheiten zum Tragen kommen, bei denen die
Zielgruppenansprache häufig an die Region
gekoppelt ist: So erreicht eine Werbeaktion,
die ein ausgewähltes Sortiment hochwertiger
Bio-Produkte promoted, in Berlin-Prenzlauer
Berg vermutlich eine recht große Käuferschaft, während die Bewohner einer oberbayrischen 1.000-Seelen-Gemeinde vermutlich
eher die „Wies’n & Wuaschd“-Sonderbeilage
begrüßen dürften.
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Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
Die Herausforderung:
Schnelle Ergebnisse bei hoher Komplexität
Ein zentrales Charakteristikum von Promotion-Aktionen im Einzelhandel ist ihre
begrenzte Laufzeit. Folgerichtig stellt die Geschwindigkeit, mit der sie entwickelt,
produziert und in mannigfaltigen Varianten über die passenden Kanäle an die Kunden
gebracht werden müssen, eine überaus erfolgskritische Größe dar.
Zusätzlich verschärft wird die ohnehin schon anspruchsvolle Situation in den Vertriebs- und Marketing-Abteilungen von Kaufhäusern und Märkten durch den Paradigmenwechsel, den der zusehends von digitalen Formaten
und Medien geprägte Werbealltag mit sich bringt. Der
Kunde erwartet eine über alle Kanäle hinweg konsistente
Ansprache, während Inhalte immer vielschichtiger
werden. Der Content der Zukunft wird auch für den Einzelhandel zusehends mehrdimensional: Regionen, Sprachen,
Channels, Zielgruppen sowie Medientypen müssen vor
allem im Hinblick auf die unterschiedliche Vorlaufzeiten
einzelner Warengruppen optimal orchestriert werden, um
bei der Werbemittelproduktion eine maximale Wirksamkeit bei hoher Effizienz zu erreichen. In Anbetracht dieser
neuen Anforderungen und der ohnehin schon komplexen
Marketing-Prozesse, mit denen zahlreiche Einzelhändler zu
kämpfen haben, wird das Timing einer Promotion-Aktion
zu einer echten Herausforderung.
Gegenwärtige Herausforderungen in der Werbeplanung
und -produktion:
hh Aufwändige Variantenplanung: Die
Planung von Inhalt und Kosten ist unübersichtlich
hh Kurzfristige Werbeabsprachen: Oft nicht
genügend Planungsüberblick für optimale
Platzierungen
hh Isolierte Einzellösungen: Systeme und
Anwendungen sind voneinander entkoppelt
hh Mangelnde Prozessstringenz: Zahlreiche
manuelle Prozesse führen zu hohen Reibungsverlusten
hh Kaum zu bewältigende Komplexität:
Hoher Aufwand und Zeitdruck zu Lasten der
Qualität
hh Lückenhaftes Controlling: Dezentrale Prozesse erschweren Auswertung und Reporting
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Aufwändige Variantenplanung
Kurzfristige Werbeabsprachen
Ein zeit- und kostenkritischer Aspekt im Promotion
Management, der mit einem gewissen Konfliktpotenzial
behaftet ist, ist die Steuerung unterschiedlicher Varianten
eines einzelnen Promotion-Produkts. Steht beispielsweise
ein attraktiver Frequenzbringer fest, der zentral in allen
Werbemitteausgaben platziert werden soll, so kann es
dennoch sein, dass dieser Artikel nicht in jeder Region
oder für jede Filiale verfügbar ist. In diesem Fall ist eine
„neutrale Variante“ erforderlich, die als alternatives
Angebot den Platz des universellen Frequenzbringers
einnehmen kann. Darüber hinaus kann es aus vertrieblicher als auch aus Werbesicht schlicht sinnvoll sein, in
unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Varianten
zu platzieren – und das sowohl bei einzelnen ContentBausteinen (Schrippe vs. Rundstück) als auch bei der kompletten redaktionellen Konzeption eines Werbemittels (Bio
vs. Hausmannskost). Neben der inhaltlichen Konzeption
ergeben sich bei der Variantenplanung weitere Probleme
bei der Kostenplanung einzelner Varianten: Welcher
Mehraufwand entsteht durch das Layout und den Druck
zusätzlicher Seiten? Welche finanziellen Auswirkungen
haben weitere Varianten auf die Logistik?
Ähnlich wie bei den Varianten sind im Einzelhandel auch
bei den Werbeabsprachen nicht immer lange Vorlaufzeiten
gegeben. Oft muss während der laufenden Werbemittelproduktion überprüft werden, ob weitere Werbeabsprachen noch angenommen werden können oder ob
eine Verschiebung in ein später erscheinendes Medium
möglich ist. Informationen über bestimmte Präferenzen,
also bevorzugte Warengruppen oder auch Erscheinungstermine, gehen im täglichen Planungsgeschäft häufig
unter. Erschwerend kommt hinzu, dass Warengruppen teils
sehr unterschiedliche Vorlaufzeiten haben: Frischeartikel
weisen naturgemäß eine deutlich höhere Lifecycle-Geschwindigkeit und dafür mehr Ab-sprache- und Planungsdruck auf als Produkte aus dem Nonfood-Bereich. Denn
während Obst, Gemüse oder auch Fleisch- und Fischwaren
teilweise tagesaktuell eingekauft und oftmals erst vor
Redaktionsschluss platziert werden, können und müssen
Produkte wie Geschirr, Fahrräder oder auch Dekoartikel
schon Wochen vorher disponiert und in die Logistikkette
eingebunden werden.
9.
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Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
Isolierte Einzellösungen
Gegenwärtig haben die Infrastrukturen zahlreicher Unternehmen ihre Leistungsgrenze erreicht, wenn es um die
Bewältigung der oben geschilderten Herausforderungen
geht. Bis dato setzen viele Händler auf eine Sammlung
von hausgemachten Einzellösungen, über die sämtliche
Prozesse von der Werbeabsprache bis hin zur Verwaltung
von Aktionsprodukten und -preisen gesteuert werden.
Häufig sind diese Systeme dezentral im Einkauf angesiedelt und nicht mit anderen für die Werbeproduktion
relevanten Anwendungen vernetzt. Branchenübliche
redaktionelle Lösungen sind entkoppelt von Vorsystemen
und arbeiten komplett autark – ein Abgleich von Daten
und Inhalten kann unter diesen Umständen nicht erfolgen.
Die Isolation einzelner Lösungen findet sich auch in den
organisatorischen Brüchen zwischen gezieltem CRM –
zum Beispiel der 1:1-Ansprache von Bestandskunden über
Newsletter – und der Neukundengewinnung, die üblicherweise über Werbung läuft, wieder. Hier sind weder
die Abteilungen, noch die Anwendungen, mit denen die
einzelnen Mitarbeiter arbeiten, miteinander verbunden.
Ähnliches gilt oft ebenso für digitale Kommunikationsund Vertriebskanäle wie den Online-Shop oder die Unternehmenswebsite.
Mangelnde Prozessstringenz
Ein weiteres Defizit bestehender Marketing-Strukturen
im Einzelhandel ist die mangelnde Stringenz in den
Prozessketten. Letztlich spiegelt dieser Umstand den
systemseitigen Mangel an einer integrativen und damit
übergreifenden Kollaborationsstrategie wider. Die Folge
ist eine enorme Anzahl an händischen Abläufen, die in
digitalisierter oder sogar automatisierter Form deutlich
an Effizienz gewinnen würden. So werden heute noch
Aktionspläne häufig im Vertrieb via Whiteboard auf
elektronischem Wege bearbeitet, anschließend allerdings
ausgedruckt und in Papierform an interne und externe
Produktionsteams verteilt. Hier liegt ein klarer Organisationsbruch zwischen der digitalen und klassischen Bear-
beitung von Kampagneninhalten vor. Da die redaktionelle
Flugblattproduktion ebenso wie die ihr zugrunde liegenden
Anwendungen von vorangehenden Prozessen isoliert ist,
kommt es auch hier zu deutlichen Mehraufwänden durch
manuelle Arbeiten, die mit jeder Korrektur, Veränderung
und Variante größer werden. Organisationsbrüche entstehen zudem häufig.
Die finale Frage: Geschwindigkeit
oder Qualität?
Vor diesem Hintergrund wird der Aufwand, mit dem
einzelne Promotion- und Marketing-Aktionen und die
dazugehörigen Formate in den internen Teams produziert
werden, deutlich. Die Vernetzung von Einkauf und
Vertrieb, die gemeinsame Erstellung und Auswahl von
Content und Grafiken sowie der Austausch und Abgleich
der Inhalte nehmen viel Zeit in Anspruch – eine wertvolle
Ressource, die vielerorts nicht ausreichend vorhanden
ist. Die Folge: Die dezentral angelegten Systeme und ein
Mangel an stringenten Prozessen und Übergaben führen
zu Reibungsverlusten und Verzögerungen, die nicht selten
zu Lasten der Qualität gehen. Was dabei letzten Endes auf
der Strecke bleibt, ist die dritte Stellschraube einer erfolgreichen Promotion-Aktion: die kreative Ausgestaltung.
Ein kontextuelles und damit optimal auf die Zielgruppe
abgestimmtes Marketing ist unter diesen Umständen
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kaum realisierbar; der rote Faden, der eine aus vielen
Content-Bausteinen zusammengesetzte Broschüre erst zu
einem ansprechenden Werbemittel macht, geht verloren.
Ein Phänomen, das sich letzten Endes auf ganze Aktionen
und Kampagnen ausdehnen kann.
Lückenhaftes Controlling
Die dezentrale Organisation von Kampagnen und Aktionen
über isolierte Systeme und verschlungene Prozessketten
hinweg bringt einen weiteren Nachteil mit sich: Eine
übergreifende und zugleich detaillierte Auswertung der
Werbewirksamkeit und das dazugehörige Reporting sind
nur schwer zu realisieren – insbesondere dann, wenn
Quereffekte zwischen diversen Channels, Medien und Formate vom Kundenclub über die Handzettelaktion bis hin
zur Werbung in Rundfunk und Print berücksichtigt werden
müssen. Hinzu kommen zusätzliche One-to-one-Kanäle
wie Newsletter oder auch die gezielte Ansprache über
digitale Medien wie App und Internet. Wo kein Controlling
stattfindet, dort können weder stichhaltige Kennzahlen
zur Absatzrelevanz vorangegangener Aktionen noch Prognosen für künftige Maßnahmen getätigt werden. Die von
den Lieferanten geforderte Transparenz ist unter diesen
Umständen ebenfalls nicht gegeben. Dabei würde eine
Auswertung von Kampagnen und Einzelaktionen nicht nur
die Einhaltung von Werbeverpflichtungen belegen, sondern zugleich Platzierungsempfehlungen ermöglichen, die
schon im Vorfeld für zufriedene Handelspartner sorgen.
Die Quintessenz: Händler, die ihre Werbe- und
Promotion-Maßnahmen effizient über alle Dimensionen hinweg im Sinne einer optimalen Variantengestaltung orchestrieren wollen, sind auf völlig
neue technologische Ansätze angewiesen. Eine
systemseitige Unterstützung ist für das PromotionMarketing der Zukunft unverzichtbar!
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Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
Die Lösung:
Promotion Management vernetzt Inhalt und Abläufe
Eines steht vor dem Hintergrund dieser tiefgreifenden Herausforderungen fest: Die
Einzelaspekte der Werbeplanung und -produktion können nicht mehr dezentral und
damit isoliert betrachtet werden.
System-, Daten- und Prozesskonsistenz, ein tragfähiges
Variantenmanagement sowie die Umsetzung übergreifender Controlling-Mechanismen werden künftig zentrale
Voraussetzungen für erfolgreiche Promotion-Maßnahmen
sein. Ein intelligentes Promotion Management macht
sich State-of-the-Art-Technologien zunutze und sorgt für
eine Werbeplanung und -produktion, deren treibender
Erfolgsmotor die Integration aller beteiligten Systeme,
inhaltlichen Dimensionen und Prozesse ist.
DIMENSIONEN IM KONTEXTUELLEN MARKETING
Dimensionen, die bei der Definition von Varianten und damit zugleich bei der optimalen Orchestrierung
einer Promotion-Aktion ins Gewicht fallen:
Dimension
Berücksichtigung
Region
Lokale
Besonderheiten
Sprache
Sprachliche
Anforderungen
Zielgruppe
Alle relevanten
Targeting-Botschaften
Channel /
Medium
Kommunikationsund Vertriebswege
Beispiele
Unterschiedliche Produktportfolios je nach kulturell oder
demografisch bedingter Nachfrage

Beispiel: großes Sortiment an Bio-Artikeln bei starker Präsenz
junger Familien
Anpassung einzelner Produktbezeichnungen an den Lokalkolorit
der jeweiligen Vertriebsregion

Beispiel: Schrippe in Berlin, Rundstück in Hamburg und
Semmel in München
Maßgeschneiderte Ansprache über zielgruppenkonforme
Channel und Medien

Beispiel: klassisches Handzettel-Design für Zielgruppe 50+
vs. Content-reduzierter Flyer mit QR-Code für Zielgruppe der
18- bis 39-Jährigen
Flexible Multichannel-Inhalte für kombinierte Vertriebsstrategien

Beispiel: Handzettel wurde in enger Abstimmung mit OnlineRedaktion entwickelt und beinhaltet Gewinncode für das
Gewinnspiel auf der Unternehmens-Website
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Leistungsmerkmale integriertes Promotion Management
Was eine integrierte Promotion Management-Lösung leistet:
hh Integration in die bestehende Systemlandschaft
 Einbindung bestehender Systeme wie CRM, CMS, MDM oder ERP und damit Schutz
bestehender Investitionen.
 Zentrale Steuerung verteilter Systeme.
 Zentrale Kollaborationsplattform.
 Integration aller relevanten Datenquellen.
hh Übergreifend gemanagetes Verantwortlichkeitenmodell über alle Abteilungen und
verteilte Standorte hinweg
 Bündelung von Mitarbeiter- und Team-Kompetenzen.
 Zuverlässige Abbildung von planerischen, gestalterischen und redaktionellen Aufgaben.
 Klare Rollen- und Rechtezuweisung für alle beteiligten Mitarbeiter.
 Ad-hoc-Meldungen zu Erstellungs-, Freigabe- und Publishing-Prozessen.
hh Hoher Standardisierungsgrad
 Unternehmensweite Einhaltung von Format-, Struktur-, und Design-Vorgaben.
 Vereinheitlichte Abläufe durch Format-Vorlagen.
hh Durchgehende Versionierung und übergreifendes Lifecycle-Management
 Lückenlose, effiziente Freigabeprozesse.
 Maximale Nachvollziehbarkeit.
 Compliance-konforme Prozess- und Kommunikationsdokumentation.
 Die Content-Infrastruktur wird im geschlossenen Optimierungskreislauf zum „Lernenden System“.
Das technologische Herzstück einer übergreifenden Promotion Management-Lösung ist die zentrale Content Engine. Sie schafft die nötigen Voraussetzungen zur Erfassung
sämtlicher Ressourcen und Prozesse, die an der Werbemittelproduktion beteiligt sind. Hierzu ist es wichtig, jeden
einzelnen Handgriff zu identifizieren, zu standardisieren
und nach Möglichkeit automatisch bereitzustellen – damit
sich die Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen auf die
wirklich wichtigen Aufgaben konzentrieren können. Als
Schaltzentrale sorgt die Content Engine dafür, dass alle
definierten Arbeitsabläufe und die hierzu erforderlichen
Anwendungen reibungslos ineinander greifen. Sie stellt
jedem einzelnen Teammitglied genau die Funktionen zur
Verfügung, die für seine individuelle Rolle im Gesamtprozess erforderlich sind.
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Promotion Management – Integrierte Werbeplanung und -produktion für erfolgreiches Retail-Marketing
Die Vorteile:
Nah am Kunden dank integrierter Strukturen
Die Standardisierung, Strukturierung und Zusammenführung vorhandener Ressourcen
und ihre zentrale Steuerung über eine zukunftssichere Technologie bringen vor allem
eine Straffung von Prozessen mit sich. Der daraus resultierende optimierte Einsatz von
zeitlichen und personellen Ressourcen ist alleine aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein Gewinn.
Für die gleichbleibend hohe Qualität geplanter PromotionAktionen wird eine integrierte Werbeplanung und -produktion künftig unabdingbar sind. Denn die steigende
Komplexität der Werbe-, Medien- und Kommunikationslandschaft verlangt nach klugen Lösungen, die eine gleichermaßen schnelle wie hochwertige und zielgruppengerechte Produktion einzelner Kampagnen erst möglich
machen.
integriertes Promotion Management-System zahlreiche
operative Vorteile:
hh Umfassende Planungsfunktionen: Jahresplanung
(„Grobplanung”), Aktionsplanung („Feinplanung”),
Aktionsbestückung („Whiteboard”) und die crossmediale Ausgabe laufen in einem integrierten Prozess
und System. Medienbrüche und manuelle Doppelarbeit entfallen. Statusberichte zur Erfüllung von
Planungszielen können jederzeit auf Knopf abgerufen
und ausgegeben werden (siehe Darstellung unten).
Neben diesen strategischen Gesichtspunkten bietet ein
CONTENT-ENGINE
MARKETING
MANAGEMENT
MARKETING
OUTPUT MANAGEMENT
Die Content Engine unterstützt Marketing-Prozesse und Output-Management.
Whiteboard
Formatbriefing
DTP Modul
Formatlayout
Formatfreigabe
Formatausgabe
Multi-/
OmnichannelManagement
AktionsManagement
Filial-/LänderManagement
CONTEXT-WHITEBOARD
Dashboard
Analyse
Organisation/
Planung
Produktion
Reporting &
Controlling
BudgetManagement
Reporting &
AnalyseManagement
KampagnenManagement
elivery Se
rv
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Con ntent Engin er
e
Co
Contentboard
Region
Daten
Sammlung
Daten
Management
Daten
Anreicherung
Channel
Marketing
Assets
Daten
Modellierung
t
ntex
Co
Cont
ex
t
MANAGEMENT-DASHBOARD
MARKETING
CONTENT BASIS
14
Target
Group
C o nte xt
CONTENT-COCKPIT
CS Vision GmbH | White Paper
hh Transparenz und Flexibilität in den Werbeabsprachen: Werbeabsprachen mit Lieferanten
werden systematisch erfasst, deren Erfüllung überwacht und in Form übersichtlicher Reports für diese
bereitgestellt. Über Mengenplausibilisierung kann
jederzeit geprüft werden, ob Verpflichtungen für bestimmte Produktgruppen, Regionen, Marken, Kanäle
und Zeiträume zeitnah eingegangen werden können
oder ob Verschiebungen in später erscheinende Medien möglich sind. Dadurch können Lieferanten eine
Auswahl möglicher Produkte definieren, während der
Vertrieb das für den jeweiligen inhaltlichen Kontext
passendste Produkt unter Berücksichtigung vorab
erfolgter Prognosen selektieren kann.
hh Zielgerichtetes Content Management: Die zentrale Content Engine verwaltet Produkte, Medienobjekte
und redaktionelle Informationen zentral und gibt
Inhalte für jede Dimension und Variante in optimaler
Variation aus.
hh Unkomplizierte Variantenplanung: Unterschiedliche Werbemittelvarianten können bereits vom Vertrieb systematisch geplant werden. Für klassische,
seitenbasierte Ausgaben erfolgt die Bestückung
im Whiteboard. Effekte wie Mehrkosten oder die
Potenzierung von Seiten- oder Publikationsvarianten
werden direkt angezeigt.
hh Teilautomatisiertes Layouting: Die Medienproduktion erfolgt teilautomatisch mit permanenten
Synchronisationsprozessen. So können Layout und
Bestückung parallelisiert werden, da Änderungen
systemgestützt an das Layout-Team übertragen werden.
hh Regelbasierte Bereitstellung von Inhalten: Für
digitale Ausgaben erfolgt die Bereitstellung von redaktionellen Inhalten wahlweise vollautomatisch und
regelbasiert über einen Content Delivery-Server, oder
interaktiv über einen Composer, wenn redaktionell
gestaltet werden soll. Dadurch wird die Integration
und inhaltliche Harmonisierung von team- und abteilungsübergreifenden CRM- und Werbeaktionen sowie
1:1-Kundenansprachen zum Beispiel über Newsletter
sichergestellt.
hh Tiefgreifende Analytics-Funktionen: Über
Schnittstellen zu Marketing Analytics-Systemen und
ins Data Warehouse können sowohl die Analyse
bereits erhobener Daten als auch Zukunftsprognosen
jederzeit in Echtzeit abgerufen werden. So erhalten
Marketing-Verantwortliche wertvolle Entscheidungshilfen während der Produktion und im laufenden
Betrieb einer Promotion-Aktion. Hierzu zählen unter
anderem das Reporting zur Zielerreichung, der Budgetstand oder Aussagen zur Werbeintensität.
hh Aufbau eines lernenden Systems: Die Auswertung von Controlling-Kennzahlen wie der Anzahl
von Abrufen, den konkreten Kundenreaktionen auf
bestimmte Inhalte oder auch Absatzsteigerungen
in spezifischen Regionen und Zielgruppen werden
Aktionserfolge messbar. Anhand dieser Ergebnisse
kann ein „lernendes System” aufgebaut werden: Es
versetzt die Content-Redakteure in die Lage, Inhalte
differenzierter zu erfassen, und steuert verfügbare
Inhalte optimiert in die einzelnen Kanäle aus.
Verbinden Sie Bewährtes mit Innovation, indem Sie Ressourcen und Prozesse durch die Unterstützung
moderner State-of-the-Art-Technologien zusammenführen. Der Schlüssel für eine schnelle, effiziente und
hochwertige Werbeplanung und -produktion liegt in einer klugen Promotion Management-Lösung. So
schaffen Sie in für Ihr Handelsunternehmen die nötigen Voraussetzungen für das Promotion Marketing der
Zukunft – damit Sie Tag für Tag nah an Ihren Kunden sind.
15.
CS VISION
CS Vision GmbH
Werner-von-Siemens-Str. 1
85296 Rohrbach/Ilm, Deutschland
T +49 8442 9253 800
F +49 8442 2044
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