Gebrauchsinformation: Information für den Anwender Amisulprid Sandoz 50 mg Tabletten Amisulprid Sandoz 100 mg Tabletten Amisulprid Sandoz 200 mg Tabletten Amisulprid Sandoz 400 mg Filmtabletten Amisulprid Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie. Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Diese Packungsbeilage beinhaltet: 1. Was ist Amisulprid Sandoz und wofür wird es angewendet? 2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Amisulprid Sandoz beachten? 3. Wie ist Amisulprid Sandoz einzunehmen? 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich? 5. Wie ist Amisulprid Sandoz aufzubewahren? 6. Weitere Informationen 1. WAS IST AMISULPRID SANDOZ UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET? Amisulprid Sandoz gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Antipsychotika. Amisulprid Sandoz wird angewendet zur Behandlung von Schizophrenie, sowohl wenn diese beginnt als auch als Langzeitbehandlung. Symptome dieser Erkrankung umfassen: • sogenannte positive Symptome: - Halluzinationen, wie Dinge fühlen, sehen oder hören, die nicht existieren - seltsame und/oder beängstigende Gedanken - Veränderungen Ihres Verhaltens, das aggressiv sein kann • sogenannte negative Symptome: - zurückgezogen und still werden 1 2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON AMISULPRID SANDOZ BEACHTEN? Amisulprid Sandoz darf nicht eingenommen werden, - wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amisulprid oder einen der unter „6. Weitere Informationen“ angeführten sonstigen Bestandteile sind. - wenn Sie Brustkrebs oder einen sogenannten „prolaktinabhängigen Tumor“ haben. - wenn Sie einen Tumor der Nebenniere haben. - wenn Sie jünger als 15 Jahre sind. - wenn Sie stillen. - wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: Levodopa: ein Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit. - Arzneimittel, die schwere Herzrhythmusstörungen verursachen können siehe unten unter „Bei Einnahme von Amisulprid Sandoz mit anderen Arzneimittel“, erster Punkt. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amisulprid Sandoz ist erforderlich Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, - wenn Sie Fieber bekommen, schneller atmen, übermäßig schwitzen, ein herabgesetztes Bewusstsein oder steife Muskeln bekommen Siehe auch Kapitel 4, erster Absatz. - wenn sich bei Ihnen hohe Blutzuckerwerte entwickeln - Diabetes mellitus - oder die Gefahr dafür besteht. Wenn das der Fall ist, wird Ihr Arzt möglicherweise Ihre Blutzuckerwerte kontrollieren, während Sie Amisulprid Sandoz einnehmen. - wenn Sie Nierenfunktionsstörungen haben Siehe Kapitel „3. Wie ist Amisulprid Sandoz einzunehmen?“ - wenn Sie jemals an Krampfanfällen gelitten haben Wenn Sie Epilepsie haben, bekommen Sie während der Behandlung mit Amisulprid Sandoz möglicherweise häufiger Anfälle. Ihr Arzt wird Sie genauer beobachten müssen. - wenn Sie älter als 65 Jahre sind Ältere Patienten bekommen während der Behandlung mit Amisulprid Sandoz mit höherer Wahrscheinlichkeit niedrigen Blutdruck und können sich schläfrig fühlen. - wenn Sie an Parkinson-Krankheit leiden - wenn Sie während der Einnahme dieses Arzneimittels unwillkürliche oder abnormale Bewegungen feststellen, insbesondere von Zunge, Mund und Gesicht. - wenn Sie eine Herzerkrankung haben oder in Ihrer Familie Herzprobleme bekannt sind, beispielsweise Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen, insbesondere eine Abweichung, sogenannte „Verlängerung der QT-Zeit“. - wenn Sie einen Herzschlag von weniger als 55 Schlägen pro Minute haben. - wenn Sie einen gestörten Elektrolythaushalt haben, insbesondere einen niedrigen Kaliumspiegel in Ihrem Blut. - wenn Sie schon einen Schlaganfall gehabt haben oder dieses Risiko besteht. - wenn Sie oder Verwandte in der Vergangenheit Blutgerinnsel hatten, da Arzneimittel wie diese mit der Bildung von Blutgerinnseln in Zusammenhang gebracht wurden. 2 Bei Einnahme von Amisulprid Sandoz mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Die folgenden Arzneimittel können Amisulprid Sandoz besonders beeinflussen oder dadurch beeinflusst werden: - Arzneimittel, die schwere Herzrhythmusstörungen verursachen können, dürfen nicht gleichzeitig mit Amisulprid Sandoz angewendet werden. Dazu gehören: - Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, wie Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Flecainid, Propafenon, Amiodaron, Sotalol und Bepridil - Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, wie Erythromycin als Injektion, Sparfloxacin und Pentamidin - Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen mit Wirkstoffen, die auf „-azol“ enden - Arzneimittel zur Behandlung von Malaria, wie Halofantrin - Cisaprid: ein Arzneimittel zur Behandlung von Magen- und/oder Darmproblemen - Thioridazin: ein Arzneimittel zur Behandlung von Geisteskrankheiten - Vincamin als Injektion: ein Arzneimittel zur Förderung der Durchblutung des Gehirns - Methadon, ein Arzneimittel zur Behandlung von starken Schmerzen oder beim Drogenentzug - Sultoprid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Geisteskrankheiten - Levodopa: ein Arzneimittel zur Behandlung von Parkinson-Krankheit - Arzneimittel, die Ihren Herzschlag verlangsamen können, wie: - Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzerkrankung oder anderen Erkrankungen, sogenannte Betablocker, mit Wirkstoffen, die auf „-olol“ enden - Diltiazem, Verapamil, Guanfacin: Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen - Clonidin: ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und erhöhtem Augeninnendruck - Digitalis: ein Arzneimittel zur Steigerung der Pumpleistung des Herzens - Arzneimittel, die die Kaliumspiegel in Ihrem Blut senken können, wie: - Wassertabletten (Diuretika), wie Hydrochlorothiazid oder Bendrofluazid - bestimmte Laxanzien - Glukokortikoide: Arzneimittel zur Behandlung von schwerem Asthma und anderen entzündlichen Erkrankungen und zur Vermeidung der Abstoßung eines transplantierten Organs - Tetracosactid: ein Arzneimittel für diagnostische Zwecke und zur Behandlung einer schweren Form von Epilepsie - Amphotericin B als Injektion: ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen - andere Arzneimittel zur Behandlung von Geisteskrankheiten oder Angststörungen, die zur selben Arzneimittelgruppe wie Amisulprid Sandoz gehören, wie Pimozid und Haloperidol - Arzneimittel zur Behandlung von Depression, wie Imipramin und Lithium - Arzneimittel, die auf Gehirn oder Rückenmark wirken, wie: - Narkotika und Anästhetika 3 - Schmerzmittel bestimmte Antihistaminika: Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, wie Astemizol und Terfenadin Barbiturate und Benzodiazepine: Arzneimittel, die beruhigen, einschläfernd wirken oder die Muskeln entspannen Arzneimittel zur Regulierung Ihres Blutdrucks Bei Einnahme von Amisulprid Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Sie dürfen während der Behandlung keinen Alkohol trinken, da dies die Wirkungsweise von Amisulprid Sandoz beeinflussen kann. Schwangerschaft und Stillzeit - Schwangerschaft Sie dürfen Amisulprid Sandoz nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen gesagt. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie eine Schwangerschaft vermuten. Die folgenden Symptome können bei Neugeborenen vorkommen, deren Mutter Amisulprid Sandoz im letzten Quartal (in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft) angewendet hat: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Agitiertheit, Atemprobleme und Schwierigkeiten beim Trinken. Wenn Ihr Baby irgendeines dieser Symptome bekommt, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. - Stillzeit Sie dürfen Amisulprid Sandoz während der Stillzeit nicht einnehmen. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen Sie dürfen nur dann Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen, wenn Ihnen Ihr Arzt das erlaubt hat. Das wird von Ihrer Reaktion auf die Therapie abhängen, da Amisulprid Sandoz möglicherweise Ihre geistige Aufmerksamkeit beeinträchtigt und Sie schläfrig macht. Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Amisulprid Sandoz Amisulprid Sandoz enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Amisulprid Sandoz erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunverträglichkeit leiden. 3. WIE IST AMISULPRID SANDOZ EINZUNEHMEN? Nehmen Sie Amisulprid Sandoz immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie viele Amisulprid Sandoz Tabletten/Filmtabletten Sie einnehmen müssen und wie lange Sie das tun müssen. Erwachsene (und Jugendliche ab 15 Jahren, wenn eine Behandlung unerlässlich ist) 4 Wenn Sie an positiven Symptomen leiden, beträgt die übliche Dosis zwischen 400 mg und 800 mg Amisulprid täglich. Je nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung wird die Dosis durch Ihren Arzt individuell auf Sie abgestimmt. Die Tageshöchstdosis beträgt 1.200 mg. Wenn Sie sowohl an positiven als auch an negativen Symptomen leiden, wird Ihr Arzt Ihre Dosis individuell abstimmen, sodass die positiven Symptome adäquat unter Kontrolle sind. Als Erhaltungsdosis wird Ihr Arzt die möglichst niedrige Dosis auswählen, die für Sie wirksam ist. Wenn Sie an negativen Symptomen leiden, beträgt die übliche Dosis zwischen 50 mg und 300 mg Amisulprid täglich. Je nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung wird die Dosis durch Ihren Arzt individuell auf Sie abgestimmt. Kinder und Jugendliche Die Wirksamkeit und die Unbedenklichkeit von Amisulprid bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht nachgewiesen. Wenn bei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren eine Behandlung unerlässlich ist, muss diese durch einen Arzt eingeleitet und überwacht werden, der mit der Behandlung von Schizophrenie in dieser Altersgruppe Erfahrung hat. Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren dürfen Amisulprid Sandoz nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2 „Amisulprid Sandoz darf nicht eingenommen werden“). Patienten mit Nierenfunktionsstörungen Ihr Arzt wird Sie mit einer niedrigeren Dosis behandeln. Je nach Schwere Ihrer Nierenfunktionsstörung wird das die Hälfte oder ein Drittel der üblichen Tagesdosis sein. Patienten mit Leberfunktionsstörungen Die übliche Tagesdosis muss nicht verändert werden. Art der Verabreichung • Schlucken Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser. • Sie können sie während oder außerhalb der Mahlzeiten einnehmen. • Dosen bis zu 300 mg Amisulprid täglich können als Einzeldosis eingenommen werden, vorzugsweise immer zur selben Tageszeit. • Dosen über 300 mg Amisulprid müssen zur Hälfte morgens und zur Hälfte abends eingenommen werden. Wenn Sie eine größere Menge von Amisulprid Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, Apotheker, der Giftnotrufzentrale (070/245.245) oder ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Tabletten/Filmtabletten, die Packungsbeilage und/oder den Umkarton immer mit, damit der Arzt weiß, was Sie eingenommen haben. Sofortige ärztliche Behandlung ist notwendig, wenn folgende Anzeichen auftreten: Schläfrigkeit, Sedierung, Ohnmacht, unübliche Körperbewegungen, steife Muskeln und niedriger Blutdruck. 5 Wenn Sie die Einnahme von Amisulprid Sandoz vergessen haben Setzen Sie die Behandlung fort, indem Sie Ihre nächste Dosis zum normalen Zeitpunkt einnehmen. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme von Amisulprid Sandoz abbrechen Brechen Sie die Einnahme von Amisulprid Sandoz nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt hat Ihnen dazu geraten. Sie könnten dadurch nämlich den Erfolg der Therapie einschränken. Ein abrupter Abbruch der Behandlung verursacht möglicherweise Entzugserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schlaflosigkeit, steife Muskeln, unübliche Körperbewegungen und das erneute Auftreten der Symptome Ihrer Erkrankung. Um solche Symptome zu vermeiden, ist es wichtig, die Dosis schrittweise nach Anweisung Ihres Arztes abzubauen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH? Wie alle Arzneimittel kann Amisulprid Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Brechen Sie die Einnahme von Amisulprid Sandoz ab und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder an die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken: - Kombination von Fieber, schnellerer Atmung, Schwitzen, Muskelsteifheit und herabgesetztem Bewusstsein Das könnten Symptome einer schweren Erkrankung, sogenanntes „malignes neuroleptisches Syndrom“, sein. - unregelmäßiger Herzschlag, sehr schnelle Herzfrequenz oder Schmerzen in der Brustgegend Das könnte zu einem Herzanfall oder einer lebensbedrohlichen Herzerkrankung führen. - schwere allergische Reaktion mit: Atembeschwerden niedrigem Blutdruck Schwellung in Mund, Rachen oder Gesicht Hautausschlag Juckreiz - Anfälle Beobachtete Nebenwirkungen, aufgelistet nach ihrem Häufigkeitsgrad, sind: Sehr häufig, tritt bei mehr als 1 von 10 Anwendern auf: - Zittern - Muskelsteifheit oder -spasmus - langsame Bewegung - stärkerer Speichelfluss als üblich - Ruhelosigkeit Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt. Diese Symptome sind im Allgemeinen mild und können durch eine Senkung Ihrer Dosis von Amisulprid Sandoz oder durch Behandlung mit einem zusätzlichen Arzneimittel gelindert werden. Häufig, tritt bei mehr als 1 bis 10 von 100 Anwendern auf: 6 - - Muskelkrämpfe, vor allem an Nacken, Augen und Kiefern Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt. Diese Wirkungen sind durch adäquate Behandlung mit einem zusätzlichen Arzneimittel umkehrbar. Schläfrigkeit Schlafstörungen Angst oder Ruhelosigkeit Orgasmusstörungen Verstopfung Übelkeit und Erbrechen Mundtrockenheit erhöhte Werte eines Hormons, sogenanntes Prolaktin in Ihrem Blut, was zu folgenden Erscheinungen führen kann: unübliche Milchproduktion bei Frauen und Männern Ausbleiben der Monatsblutung oder unregelmäßige Monatsblutungen Vergrößerung der Brüste beim Mann Schmerzen in den Brüsten oder Vergrößerung der Brüste prolaktinabhängiger Tumor Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, oder beim Samenerguss Diese Symptome verschwinden nach Beendigung der Behandlung mit Amisulprid Sandoz. niedriger Blutdruck Gewichtszunahme Gelegentlich, tritt bei 1 bis 10 von 1.000 Anwendern auf: - Bewegungsstörungen, einschließlich unkontrollierbarer Zungen-, Mund- und Gesichtsbewegungen Dies kann während oder nach einer längeren Behandlung auftreten: - Anfälle - hoher Blutzuckerspiegel - langsamerer Herzschlag - erhöhte Werte spezifischer Leberenzyme im Blut - allergische Reaktion Sehr selten, tritt bei weniger als 1 von 10.000 Anwendern auf: - Entzugserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Schlaflosigkeit erneutes Auftreten der Symptome Ihrer Erkrankung unwillkürliche oder abnormale Bewegungen, insbesondere von Zunge, Mund und Gesicht Diese treten auf, wenn Sie die Einnahme von Amisulprid Sandoz plötzlich absetzen, vor allem wenn Sie hohe Dosen dieses Arzneimittels eingenommen haben. Nicht bekannt nach den vorliegenden Daten - sogenanntes „malignes neuroleptisches Syndrom“, siehe auch den ersten Absatz dieses Kapitels. - Herzstillstand, spezifische Herzrhythmusstörungen, unerklärter plötzlicher Tod - Blutgerinnsel in den Venen, insbesondere in den Beinen (Symptome umfassen Schwellung, Schmerzen und Rötung im Bein), die über Blutgefäße in die Lunge wandern können, was Schmerzen in der Brustgegend und Atembeschwerden verursacht. 7 - Wenn Sie eines dieser Symptome feststellen, wenden Sie sich sofort an einen Arzt. bei älteren Personen mit Demenz wurde bei Patienten, die Antipsychotika einnahmen - verglichen mit Patienten, die keine Antipsychotika bekamen – über einen geringen Anstieg der Anzahl der Todesfälle berichtet. Schwellung der Haut mit Schmerzen, Rötung und Juckreiz. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. 5. WIE IST AMISULPRID SANDOZ AUFZUBEWAHREN? Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Sie dürfen Amisulprid Sandoz nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen. 6. WEITERE INFORMATIONEN Was Amisulprid Sandoz enthält Der Wirkstoff ist Amisulprid. Amisulprid Sandoz 50 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 50 mg Amisulprid. Amisulprid Sandoz 100 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 100 mg Amisulprid. Amisulprid Sandoz 200 mg Tabletten: Jede Tablette enthält 200 mg Amisulprid. Amisulprid Sandoz 400 mg Filmtabletten: Jede Filmtablette enthält 400 mg Amisulprid. Die sonstigen Bestandteile sind: Amisulprid Sandoz 50 mg Tabletten: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Methylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Natriumstärkeglykolat (Typ A). Amisulprid Sandoz 100 mg Tabletten: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Methylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Natriumstärkeglykolat (Typ A). 8 Amisulprid Sandoz 200 mg Tabletten: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Methylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Natriumstärkeglykolat (Typ A). Amisulprid Sandoz 400 mg Filmtabletten: - Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Methylcellulose, mikrokristalline Cellulose, Natriumstärkeglykolat (Typ A). - Tablettenfilm: Macrogol 6000, Magnesiumstearat, Methacrylat-Copolymer (Eudragit E 100), Talk, Titandioxid (E 171). Wie Amisulprid Sandoz aussieht und Inhalt der Packung Amisulprid Sandoz 50 mg Tabletten sind weiß, rund und auf der oberen und unteren Seite abgerundet und haben einen Durchmesser von 6 mm. Sie haben eine Bruchkerbe und können in gleiche Hälften geteilt werden. Amisulprid Sandoz 100 mg Tabletten sind weiß, rund und flach und haben einen Durchmesser von 8 mm. Sie haben eine Bruchkerbe und können in gleiche Hälften geteilt werden. Amisulprid Sandoz 200 mg Tabletten sind weiß, rund und flach und haben einen Durchmesser von 11 mm. Sie haben eine Bruchkerbe und können in gleiche Hälften geteilt werden. Amisulprid Sandoz 400 mg Filmtabletten sind weiß bis gebrochen weiß, 18 mm lang und 8 mm breit. Sie haben eine Bruchkerbe und können in gleiche Hälften geteilt werden. Amisulprid Sandoz ist erhältlich in Blisterpackungen mit 10, 12, 14, 20, 21, 30, 42, 50, 60, 98, 100, 150 und 198 Tabletten/Filmtabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Pharmazeutischer Unternehmer Sandoz NV, Telecom Gardens, Medialaan 40, B-1800 Vilvoorde Hersteller Salutas Pharma GmbH Otto-von-Guericke-Allee 1 39179 Barleben Deutschland Salutas Pharma GmbH Dieselstraße 5 70839 Gerlingen Deutschland 9 Lek S.A. Ul. Podlipie 16 C 95 010 Strykow Polen Lek Pharmaceuticals d.d. Verovskova 57 1526 Ljubljana Slowenien Zulassungsnummer 50 mg: BE373511 100 mg: BE373527 200 mg: BE373536 400 mg: BE373545 Art der Abgabe Verschreibungspflichtig Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen: Belgien: Amisulprid Sandoz 50 mg tabletten Amisulprid Sandoz 100 mg tabletten Amisulprid Sandoz 200 mg tabletten Amisulprid Sandoz 400 mg filmomhulde tabletten Deutschland: Amisulpisan 50 mg Tabletten Amisulpisan 100 mg Tabletten; Amisulpisan 200 mg Tabletten; Amisulpisan 400 mg Filmtabletten Griechenland: ANIMESYL Italien: Amisulpride Sandoz 50 mg compresse Amisulpride Sandoz200 mg compresse Amisulpride Sandoz400 mg compresse rivestite con film Portugal: Amissulprida Sandoz Rumänien: PRIDOSIL 200 mg PRIDOSIL 400 mg Slowakei: Sanamisul 200 mg tablety 10 Sanamisul400 mg filmom obalené tablety Vereinigtes Königreich: Amisulpride 50 mg Tablets Amisulpride 100 mg Tablets Amisulpride 200 mg Tablets Amisulpride 400 mg Film-coated Tablets Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 05/2012. 11