EBM - Dermatologische Praxis und Haarcenter Professor Trüeb

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Neuste trichologische
Erkenntnisse für die
Praxis
Prof. Dr. med. Ralph M. Trüeb
Dermatologische Praxis und Haarcenter
Professor Trüeb
Zentrum Wallisellen
Bahnhofplatz 1a
8304 Wallisellen – Zürich
www.derma-haarcenter.ch
Fachliche
Kompetenz
Publikumsmedien
Patient
Kosmetische
Forschung
Frisör
Kommunikative
Kompetenz
Arzt
Weiter- und
Fortbildung
Medizinische
Forschung
EBM
Fachliche
Kompetenz
Publikumsmedien
Patient
Kosmetische
Forschung
Frisör
Kommunikative
Kompetenz
Arzt
Weiter- und
Fortbildung
Medizinische
Forschung
EBM
Der Patient: „Herr Doktor, mir fallen die Haare aus...“
Die Klage über Haarausfall ist häufig
Haarausfall verursacht hohen Leidensdruck
Effektive Therapiemöglichkeiten sind
vorhanden, obwohl mit Einschränkungen
bezogen auf die Indikationen und die
Wirksamkeit
Die Behandlung ist an die Erwartungen der
Patientinnen anzupassen, wo dies nur
eingeschränkt möglich ist, sind Patientinnen
aufzuklären
Der Erfolg hängt neben Kenntnissen der
Biologie des Haarwachstums, Ursachen von
Haarausfall und ihrer Behandlung von einer
einfühlsamen Patientenführung ab
Der „schwierige Patient“
Neben Patienten mit schwierigen medizinische Problemen
finden sich in der Sprechstunde „schwierige Patienten“
Damit sind Patienten gemeint, die beim Arzt negative
Gefühle, wie z.B. Angst, Hilflosigkeit, das Gefühl von
Behinderung oder Unbeteiligtheit sowie Abneigung
auslösen
Die Rate an schwierigen Patienten in einer Allgemeinarztpraxis wird auf ca. 20 Prozent geschätzt
Schwierige Patienten zeichnen sich durch vermehrtes
Vorliegen psychischer Erkrankungen, vermehrte
Inanspruchnahme des Gesundheitswesens und
grössere körperliche Beeinträchtigung aus
Unbeliebt machen sie sich bei Ärzten auch durch ein
besonders forderndes und abhängiges Verhalten
Der „schwierige Haarpatient“
„Schwierige Haarpatienten“ stellen in Wirklichkeit eher die
Ausnahme dar:
•
Die wohl häufigste Ursache sind frühere negative
(frustrierende) Erfahrungen mit Ärzten!
•
Bei einem Teil liegen spezifische psychische
Erkrankungen im Zusammenhang mit der Klage über
Haarausfall vor, die erkannt und im Behandlungsplan zu
berücksichtigen sind:
–
Anpassungsstörungen
–
Hypochondrische Störung
–
Körperdysmorphe Störung:
•
•
Ref. Trüeb RM. Patient expectation
management. In: Female Hair Loss.
Guide to Successful Management.
Springer 2013: pp.159ff.
–
Thersites-Komplex
Dorian Gray-Syndrom
Persönlichkeitsstörungen:
•
•
•
•
Ängstlich
Negativistisch
Hysterisch
Paranoid
Anpassungsstörungen (häufig)
• mit depressiver Verstimmung
(ICD-10 F43.20)
• mit ängstlicher Gestimmtheit
(ICD-10 F43.28)
• mit Verhaltensbeeinträchtigung
(ICD-10 F43.24)
Cash TF. J Am Acad Dermatol 1992;26:926-931
Cash et al. J Am Acad Dermatol 1993;29:569-575
Maffei C et al. Arch Dermatol 1994;130:868-872
Panconesi E et al. Dermatol Clin 1996;14:399-422
Bei Klage über Haarausfall sollte der psychische Leidensdruck der Betroffenen
die Indikation zur aktiven Behandlung stellen, unabhängig von der Ausprägung
von Haarausfall und Alopezie!
Körperdysmorphe Störung
Thersites Komplex:
Nach Thersites, dem häßlichsten Mann
im griechischen Heer von Troja, benannte
Vorstellung, wegen eines Körpermangels
von allen Menschen als häßlich
angesehen zu werden.
Dorian Gray-Syndrom:
Zeiterscheinung, die durch seelische
Unfähigkeit zu altern und zu reifen,
Ablehnung der eigenen Gestalt
(Dysmorphophobie) und exzessiven
Gebrauch von Lifestyle-Angeboten der
Medizin gekennzeichnet ist
„How sad it is! I shall grow old and horrible and dreadful. But this picture will
remain always young. (…) If it were only the other way!
If it were I who was to be always young, and the picture that was to grow old!
(…) I would give my soul for that!“
Oscar Wilde,The Picture of Dorian Gray
Dorian Gray Syndrom: Diagnostische Kriterien
•
2% der Bevölkerung leiden am Dorian Gray Syndrom!
•
Eine übermässige Beschäftigung mit der äusseren Erscheinung
(körperdysmorphe Störung) besteht und wird mit sozialem Rückzug
(narzisstische Regression) beantwortet
•
Neben der überwertigen Sorge um das äussere Erscheinungsbild besteht ein
starker Wunsch, die Jugendlichkeit zu bewahren, somit nicht zu altern und
gleichsam gegen den Strom der Zeit zu stemmen (Verleugnung der
Reifungsprozesse)
•
Verwendung von mindestens zwei der folgenden LifestyleKomponenten der Medizin in der Vergangenheit:
1. Antidepressiva zur Stimmungsmanipulation
2. Haarwuchsmittel
3. Antiadiposita
4. Potenzmittel
5. Kosmetische Dermatologie
6. Ästhetische Chirurgie, inkl. Haartransplantation
Persönlichkeitsstörungen
Ängstlich
Negativistisch
Fremdaggressionen mit
Bejahung begegnen,
eigene Aggressionen in
sozialverträgliche Gefühle
umwandeln, z.B. Mitgefühl
statt aggressiver Impulse!
Paranoid
Hysterisch
Fachliche
Kompetenz
Publikumsmedien
Patient
Kosmetische
Forschung
Frisör
Kommunikative
Kompetenz
Arzt
Weiter- und
Fortbildung
Medizinische
Forschung
EBM
Der Arzt: Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie
Fachlich-technische Ebene
Kommunikative Ebene
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie
Fachlich-technische Ebene:
Diagnose-orientierte Therapie:
• Die Diagnose steht vor jeder Therapie
• Offen bleiben für die Möglichkeit gleichzeitig mehrerer
Haarausfallsursachen
Pathophysiologisch orientierte Therapie:
• Kausaltherapie soweit wie möglich
• Möglichkeit der (synergistischen) Kombinationsbehandlung
in Erwägung ziehen
Evidenzbasierte Medizin (EBM):
• Doppel-blinde Placebo-kontrollierte Studien (Grösse des
Probandenkollektivs? Studiendauer? Messgrössen und
statistische Auswertung? Klinische Relevanz?)
• Individuelle klinische Expertise
Reproduzierbare Verlaufsdokumentation:
• Übersichtsphotographie, in Kombination
• Auflichtmikroskopie
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie
Kommunikative Ebene:
Subjektiver Leidensdruck und Erwartungshaltung:
• Anerkennung des Behandlungswunsches
• Erkennen vorhandener Ängste, depressiver
Verstimmungen oder sozialer Verhaltensbeeinträchtigungen im Zusammenhang mit dem
Haarproblem
• Klärung der Erwartungshaltung an die Behandlung
• Effektive Patienten-bezogene Beratung und
Verhaltensorientierung
Fachliche
Kompetenz
Publikumsmedien
Patient
Kosmetische
Forschung
Frisör
Kommunikative
Kompetenz
Arzt
Weiter- und
Fortbildung
Medizinische
Forschung
EBM
Evidenzbasierte Medizin (EBM)
Junge Entwicklungsrichtung der Medizin, die ausdrücklich die
Forderung erhebt, dass bei einer medizinischen Behandlung
patientenorientierte Entscheidungen nach Möglichkeit auf der
Grundlage empirisch nachgewiesener Wirksamkeit getroffen
werden.
Ursprünglich definiert als der bewusste, ausdrückliche und
wohlüberlegte Gebrauch der jeweils besten Informationen für
Entscheidungen in der Versorgung eines individuellen Patienten.
EBM beruht demnach auf dem jeweiligen aktuellen Stand der
klinischen Medizin auf der Grundlage klinischer Studien und
medizinischen Veröffentlichungen, die einen Sachverhalt
erhärten oder widerlegen - die sog. externe Evidenz.
In der klinischen Praxis bedeutet dies die Integration individueller klinischer Expertise
mit der besten, verfügbaren, externen Evidenz aus systematischer Forschung; sie
schließt auch die Patientenpräferenz mit ein!
Mean changes in hair
from baseline count
Evidenz für Finasterid und Minoxidil
FINASTERIDE
150
100
50
0
–50
–100
–150
–200
–250
107
138
146
216
Placebo
277
p<0.001*
Years of treatment
1
2
3
4
5
Kaufman et al. Long-term treatment with finasteride 1 mg decreases the likelihood of developing further visible
hair loss in men with androgenetic alopecia (male pattern hair loss). Eur J Dermatol 2008;18:400-6
MINOXIDIL
Male
Female
Price et al. Changes in hair weight and hair count in men with
androgenetic alopecia, after application of 5% and 2% topical
minoxidil, placebo, or no treatment. J Am Acad Dermatol
1999;41:717-21
Medizinische Evidenz in der Behandlung der Alopecia Areata
„17 trials ... with a total of 540 participants. Each trial included
6-85 participants and assessed a range of interventions that
included: topical and oral corticosteroids, topical ciclosporin,
photodynamic therapy, topical minoxidil. None showed
significant treatment benefit in terms of hair growth when
compared with placebo.“
„Few treatments have been well evaluated in randomised
trials. We found no RCTs on the use of DCP, DNCB,
intralesional corticosteroids or dithranol, although
commonly used. Although topical steroids and minoxidil are
widely prescribed and appear to be safe, there is no convincing
evidence that they are beneficial in the long-term. Most trials
have been reported poorly and are so small that any important
clinical benefits are inconclusive.“
„Considering the possibility of spontaneous remission especially for those in the early stages
of the disease, the options of not being treated therapeutically or, depending on
individual preference wearing a wig may be alternative ways of dealing with this
condition.“
Ref. Delamere et al. Interventions for alopecia areata.
Cochrane Database Syst Rev. 2008 16;(2):CD004413
Behandlung der Alopecia areata
F, 66-jährig, Alopecia (areata) diffusa, Methylprednisolonpulstherapie
(3 x 500 mg i.v. an 3 aufeinanderfolgenden Tagen im Abstand von 1 Monat)
F, 21-jährig, Alopecia areata multilocualris, 3 Monate Kombination von
Triamcinolonacetonid 10 mg/ml intraläsional und Minoxidil 5% Triamcinolonacetnoid 0.2%
Tinktur 2x tgl.
F, 12-jährig, Alopecia areata subtotalis, 12 Monate DCP Therapie (1.0%)
F, 43-jährig, Alopecia (areata) totalis, 18 Monate MTX 30 mg und Prednison 20 mg (mit späterer
Dosisreduktion)
ALOPECIA AREATA
Optional/Begleitend :
• Haarersatz
• Eisensubstitution bei Mangel
• Psychotherapie
• Aromatherapie
• Selbsthilfegruppe
• Hair Coaching
ALTER
< 10 Jahre
> 10 Jahre
% Flächenbefall
Keine Therapie oder
Placebotherapie:
• Hydrokortison 1%
• Mometason
• Anthralin
• Zinkglukonat
< 30%
> 30%
Krankheitsdauer
Kein Erfolg
Intraläsionale Kortikosteroide:
• Kinder: 5 mg/ml
• Erwachsene: 10 mg/ml
• Augenbrauen: 2.5 mg/ml
+ Minoxidil
+ Zinkglukonat
< 6 Monate
> 6 Monate
Optional: Clobetasolpropionat okklusiv
Steroidpulstherapie
• oraler Minipuls
• i.v. Pulstherapie
DCP oder SADBE
oder
Methotrexat
+ Prednison
Kein Erfolg
Inosiplex?
Kritik an der EBM
Je mehr Daten in großen Studien zusammengezogen werden,
umso schwieriger wird es, den Durchschnittspatienten der
Studie mit einem speziellen Patienten zu vergleichen. So sind
Studien mit einer großen Anzahl nicht ohne weiteres auf einen
speziellen Einzelfall anwendbar. Große Zahlen liefern ein
statistisch gesehen genaues Ergebnis, von dem man nicht
weiß, auf wen es zutrifft!
Erfahrung, individuelle Entscheidungen und Emotionen werden
nicht oder zu wenig anerkannt.
Es gibt keinen Beweis dafür, dass die Behandlung nach EBMMaßstäben für den einzelnen Patienten besser ist als die
individuelle Therapieentscheidung durch den behandelnden
Arzt.
Im Praxisalltag geht es weniger darum festzustellen, dass aufgrund der Studienlage
z.B. 63% der Frauen mit androgenetischer Alopezie von Minoxidil profitieren,
sondern darum, dass unsere Patientinnen zu 100% zu diesen 63% gehören und wie
dies zu bewerkstelligen ist!
Ref. Trüeb RM. Patient expectation management. In: Female Hair Loss.
Guide to Successful Management. Springer 2013: pp.159ff.
Fachliche
Kompetenz
Publikumsmedien
Patient
Kosmetische
Forschung
Frisör
Kommunikative
Kompetenz
Arzt
Weiter- und
Fortbildung
Medizinische
Forschung
EBM
Kommunikation
Das Gespräch ist die häufigste ärztliche pflegerische Handlung:
• auf die Patientin hören
• die Patientin verstehen
• die Patientin aufklären:
–
–
–
–
•
•
•
•
über diagnostische Schritte
über die Diagnose
über die Therapie
über die Prognose
die Patientin überzeugen
der Patientin Hoffnung vermitteln
die Patientin zu Eigenverantwortung
anhalten und einbinden
sich gemeinsam mit der Patientin freuen
Kommunikation bestimmt massgeblich das Befinden der Patientin:
• Gelungene Kommunikation ist Hauptgrund für Zufriedenheit der Patientin und
Behandlungserfolg
•
Misslungene Kommunikation ist Hauptgrund für Unzufriedenheit der Patientin,
unabhängig vom Behandlungserfolg
Kommunikative Kompetenz
Kommunikative Kompetenz ist keine Begabung:
• Kommunikative Kompetenz ist erlernbar:
–
•
aber, Gesprächsführung wird in der Ausbildung nicht oder nur wenig vermittelt
Kommunikative Kompetenz setzt voraus:
–
–
ehrliches Interesse an der Problematik von Haarausfall (Inhaltsebene)
ehrliches Interesse an der Patientin (Beziehungsebene)
Vermeiden Sie:
• Hektik
• persönlich dominantes Verhalten
• stereotype Vorurteile
Glauben Sie an:
• sich selbst
• an was sie machen
• an ihre Patienten
• an die Kraft positiven Denkens, die Kraft der Bilder und die Kraft des Glaubens selbst
Die Kraft der Bilder...
F, 50-jährig, Alopecia androgenetica, 6 Monate Minoxidil 5% und L-Cystin/BKomplex Vitamine
9 months
M, 40-jährig, Alopecia androgenetica, 9 Monate Minoxidil 5% und Finasterid,
Monat 9 -12 LLLT mit Hairmax-Laserkamm
12 months
Fachliche
Kompetenz
Publikumsmedien
Patient
Kosmetische
Forschung
Frisör
Kommunikative
Kompetenz
Arzt
Weiter- und
Fortbildung
Medizinische
Forschung
EBM
Was gibt es Neues aus der Forschung?
Neues zum Haarzyklus
Mikroentzündung und Fibrose
Androgenetische Alopezie versus senile Involutionsalopezie
Saisonalität von Haarwachstum und Haarausfall
Haarzyklus
Haarzyklus wird asynchron
durchlaufen
catagen
(2
weeks)
Kontrolle des Haarzyklus
Mildred Trotter
(1899-1991)
innerhalb des Haarfollikels
anagen
Einfluss
von systemischen und
(2-6
years)
teloptosis
externen Faktoren:
• Hormone
• Zytokine
telogen
• Toxine
(3 months)
• Mangel (Eiweiss, Vitamine,
Kalorien)
Katagen
(2 Wochen)
Anagen
(2-6 Jahre)
empty hair follicle
Täglicher Haarausfall: 35-100
Telogen
(3 months)
Neu Haarzyklusphasen
Haarzyklus wird asynchron
durchlaufen
Bruno Bernard
L‘Oréal Recherche
catagen
(2
weeks)
Kontrolle des Haarzyklus
innerhalb des Haarfollikels
anagen
Einfluss
von systemischen und
(2-6
years)
Katagen
externen Faktoren
Einfluss des lokalen
Milieus im
telogen
Bereich
der
(3 months)
Haarfollikelstammzellen
Anagen
teloptosis
Exogen
Neogen
empty hair follicle
Hypoxie, HIF1
Pharmakologisch: Stemoxydine®
(Propyl-4-Hydroxylase Hemmer)
Kenogen
Telogen
Androgene
+
Androgen-Metabolismus
Genetik
Finasterid
catagen
(2 weeks)
Progressive Verkürzung der Anagenphase im Haarzyklus
+
Reduktion des Volumens der dermalen Haarpapille
Minoxidil
anagen
(2-6 years)
telogen
(3 months)
teloptosis
Haarfollikelminiaturisierung
empty hair follicle
Vermehrter Haarausfall:
Telogeneffluvium
Histopathologie
Vermindertes Haarwachstum:
Diversität der Haarschaftdurchmesser
Leere Haarfollikel
Stemoxydine®
Trichogramm
Trichoskopie
Androgene
+
Androgen-Metabolismus
catagen
(2 weeks)
Genetik
Progressive Verkürzung der Anagenphase im Haarzyklus
+
Reduktion des Volumens der dermalen Haarpapille
anagen
(2-6 years)
telogen
(3 months)
teloptosis
Haarfollikelminiaturisierung
empty hair follicle
Rolle von follikulärer Mikroentzündung und Fibrose ?
Histopathologie
Vermehrter Haarausfall:
Telogeneffluvium
Trichogramm
Vermindertes Haarwachstum:
Diversität der Haarschaftdurchmesser
Leere Haarfollikel
Trichoskoppie
Rolle von Entzündung und Fibrose
Follicular microinflammation and fibrosis:
Whiting D. Diagnostic and predictive value of horizontal
sections of scalp biopsy specimens in male pattern
androgenetic alopecia.
JAAD 1993;28:755-763
mikroskopisch
Kossard S. Postmenopausal frontal fibrosing alopecia.
Scarring alopecia in a pattern distribution.
Arch Dermatol. 1994;130:770-4
lokalisiert
Zinkernagel MS, Trüeb RM. Fibrosing alopecia in a pattern
distribution: patterned lichen planopilaris or androgenetic
alopecia with a lichenoid tissue reaction pattern?
Arch Dermatol 2000;136:205-11
generalisiert
Follikuläre Entzündung
und Fibrose
Androgene
+
Androgen-Metabolismus
Genetik
Finasterid
catagen
(2 weeks)
Progressive Verkürzung der Anagenphase im Haarzyklus
+
Reduktion des Volumens der dermalen Haarpapille
Minoxidil
anagen
(2-6 years)
telogen
(3 months)
teloptosis
Haarfollikelminiaturisierung
empty hair follicle
Antientzündliche
Therapie?
Rolle
von follikulärer Mikroentzündung und Fibrose ?
Histopathologie
Vermehrter Haarausfall:
Telogeneffluvium
Vermindertes Haarwachstum:
Diversität der Haarschaftdurchmesser
Leere Haarfollikel
Stemoxydine®
Trichogramm
Trichoskoppie
Antientzündliche Therapie
F, 69-jährig, fibrosierende Alopezie mit androgenetischer Verteilung (Zinkernagel & Trüeb, 2000) 6,
12, und 15 Monate Hydroxychloroquin und Minoxidil 5% Triamcinolon 0.2% Haartinktur
Aus: Trüeb RM. Female Hair Loss. Guide to Successful Management. Springer 2013
Alters-abhängige Alopezien
Progerien
Alter
Androgenetische Alopezie
Senile Involutionsalopezie
Beginn
Früh (Teens, Twens)
Spät (60 +)
Verteilung
Male/Female Pattern
Diffus
Pathophyisologie
Erhöhte Aktivität der 5-
Reduktase (DHT)
Seneszenz (verminderte 5-
Reduktase-Aktivität )
Genetik
Polygen
Unbekannt
Krankheitsassoziationen und
Risikofaktoren
Kardiovaskuläre
Erkrankungen
Benign Prostatahyperplasie
Prosatakarzinom
Alters-abhängige Störungen?
Genexpressions- Profile
Verminderte Expression
Anagenphasen-assoziierter
Gene/erhöhte Expression
Katagen- und Telogenphaseassoziierter Gene
Erhöhte Expression von Markern
für oxidativen Stress und
mitochondriale Dysfunktion
Therapie
Finasterid
Minoxidil
Oestrogene
Minoxidil
Antioxidanzien?
hGH/IGF-1?
AGA
FPHL
Senile Involutionsalopezie
M, 71 J., 6 Monate Minoxidil 5% zweimal tgl.
F, 84 J., 6 Monate Minoxidil 2% zweimal tgl. und L-Cystin/B-Komplex Vitamine
Saisonalität von Haarausfall
Bericht über 3 Frauen in New York, die über
maximalen Haarausfall in November klagen.
Orentreich N. Scalp replacement in man.
In: Advances in Biology of Skin. Vol IX: Hair
Growth. (Montagna W, Bobson RL., eds.).
Oxford: Pergamon. 1969:99-108
Demonstrieren in 14 Männern über ein
Zeitfenster von 18 Monaten ein maximales
Telogeneffluvium im September.
Randall VA, Ebling FJG. Seasonal changes in human
hair growth. Br J Dermatol 1991;124:146-51
Demonstrieren in 10 Männern mit oder ohne
androgenetische Alopezie über einen Zeitraum
von 8-14 Jahren eine maximale Telogenrate am
Ende des Sommers.
Courtois M, Loussouarn G, Hourseau S, Grollier JF.
Periodicity in the growth and shedding of hair.
Br J Dermatol 1996;134:47-54
Lautrec † 23.04.2013
Saisonalität von Haarausfall bei Frauen
Fluktuationen der frontalen Telogenraten (n = 823) in
Bezug auf den Jahrestag
Aus: Kunz M, Seifert B, Trüeb RM. Dermatology 2009 Apr 29.
Saisonalität von Haarausfall bei Frauen
Januar 2007
August 2007
Sequentielle Aufnahmen von Januar 2007, August 2007 und Februar 2008
Aus: Kunz M, Seifert B, Trüeb RM. Dermatology 2009 Apr 29.
Februar 2007
Doppelblind Plazebo-kontrollierte Studie zur Therapie von Haarausfall bei
Frauen 60+ mit einem CYP-Komplex
79
85
78
Anagen hair rate (%)
Anagen rate (%)
Normal range
80
75
70
77
76
Verum
Placebo
75
R eihe1
Placebo
R eihe2
Active
74
73
72
71
65
Verum
Placebo
70
0
3
6
72.5
75.3
78.5
78.2
80.5
75.6
0
1
months
p = 0.003
p = 0.85
Aus: Lengg et al. Dietary supplement increases
anagen hair rate in women with telogen
effluvium: results of a double-blind placebocontrolled trial. Therapy 2007;4:59-65
Placebo (n=21)
Active (n=15)
74
73
23
77
76
3
6 months
77
79
Inaugural Dissertation, Barbara Hotzenköcherle Trüeb,
Universität von Zürich 2013
Effekt der Saisonalität des Haarwachstums: Einschluss
Placebo: 26% T
(n = 21)
Active: 27% T
(n = 15)
Inaugural Dissertation, Barbara Hotzenköcherle Trüeb, Universität von Zürich 2013
Effekt der Saisonalität des Haarwachstums: 3 Monate
Placebo: 23% T
(n = 21)
Active: 24% T
(n = 15)
Inaugural Dissertation, Barbara Hotzenköcherle Trüeb, Universität von Zürich 2013
Effekt der Saisonalität des Haarwachstums: 6 Monate
Placebo: 23% T
(n = 21)
Active: 21% T
(n = 15)
Inaugural Dissertation, Barbara Hotzenköcherle Trüeb, Universität von Zürich 2013
Besten Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit!
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