Ernährung Betriebliche Gesundheitsvorsorge beim MilKdo

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Fitness
Ernährung
und die Wichtigkeit von Eiweiß...
Kohlehydrate und Fette sind die Hauptnährstoffe des Menschen. Bei ihrem
Abbau entsteht im Körper Energie (gemessen in Kalorien bzw. Joule). Proteine
(Eiweiße) sind komplexe Naturstoffe, die
im Gegensatz zu Fett und Kohlenhydrate
keine wichtige Energiequelle für den
Menschen darstellen, sondern in erster
Linie als Bausteine für den Aufbau
körpereigener Proteine bedeutend sind.
Proteine sind in pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln enthalten und für
den Menschen unersetzbare Nahrungsbestandteile.
Kohlehydrate und Fette können im
Körper gespeichert werden, Eiweiße
hingegen nicht. Wird zu wenig Eiweiß
zugeführt muss der Körper auf das Muskeleiweiß zugreifen. Muskelabbau ist
die Folge. Die eigentliche Aufgabe der
Eiweiße liegt im Aufbau von körpereigenen Strukturen, zB: den Muskelzellen,
Knochen, Hornhaut etc.
Essentielle Aminosäuren:
Unser Körpereiweiß ist aus verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt,
acht davon kann der menschliche Organismus nicht selbst aufbauen. Wir sind
daher angewiesen, diese Aminosäuren
mit der Nahrung täglich aufzunehmen,
da sie in verschiedenen Funktionen für
Stoffwechselvorgänge lebensnotwendig
(=essentiell) sind.
Die biologische Wertigkeit ist ein Maß
für die Eiweißqualität. Die höchste biologische Wertigkeit erreicht man durch
die Kombination von pflanzlichem und
tierischem Eiweiß.
Pflanzliches Protein ist dem tierischen
qualitativ unterlegen, da es weniger
essentielle Aminosäuren enthält und
eine geringe biologische Wertigkeit
aufweist.
Lebensmittel, die diese essentiellen
Aminosäuren enthalten:
z..B: Cashewkerne, Erdnüsse, Linsen,
Erbsen, Rindfleisch, Huhn, Käse. Haferflocken, Thunfisch, Hefe, Eier, Karotten,
Tomaten, Bananen, Spinat, Bohnen,
Orangen, Mandarinen, Sellerie, Soja,
Schweinefleisch, Lachs, Kürbiskerne
und Kuhmilch
Nur, wie viel Eiweiß braucht der
Mensch?
Da wir jeden Tag Eiweiß verlieren (ca.
0,5g pro kg Körpergewicht) sollte wir nach
den Empfehlungen der WHO täglich 0,8
Gramm pro kg Körpergewicht zuführen.
„Gutes“ und
„schlechtes“
Eiweiß:
Unsere Eiweißquellen sind hauptsächlich rotes Fleisch
(Rind, Schwein) Wurst, Sahnesaucen.
Diese liefern nicht nur Eiweiße sondern
auch Cholesterin, „Moppel Fette“ und
Purine (Gicht).
Bessere gesunde Quellen sind: Eier,
Fisch, weißes Fleisch (Geflügel, Kalb)
Wild, Hülsenfrüchte, Soja, Nüsse, Getreide, Milchprodukte.
Wie erhöhen wir die Wertigkeit des
Eiweißes:
Wir kombinieren z.B: Fisch mit Reis oder
Gemüse, Garnelen mit Pasta, Käse und
Brot, Käse mit Obst, Milchreis, Kartoffel
mit Ei, Linsen mit Brot, Griesschmarren,
Brot mit Topfenaufstrich, Kartoffelpüree
usw.
Eine ausreichende Eiweißversorgung
mit Eiweißen hoher biologischer Wertigkeit ist daher Vorraussetzung für
die Erhaltung oder Verbesserung der
körperlichen Leistungsfähigkeit.
Vzlt Franz Perwein, SportRef UOG ST
Betriebliche Gesundheitsvorsorge beim MilKdo ST
D
Fotos: Perwein
as ursprünglich vom Heeressportzentrum eingeführte Fitness-Seminar, gedacht für körperlich förderungswürdige Soldaten, gibt es nicht mehr.
Kontrolliertes Ausdauertraining
In den letzten vier Jahren führte das
MilKdo ST eine Kaderfortbildung
(KFB) Sport, ähnlich dem Fit- Seminar
vom HSZ, insbesondere für jene Soldaten, die Probleme bei der positiven Absolvierung der verpflichteten jährlichen
Sportüberprüfung (LPrAKond) hatten
und präventiv für Interessierte durch.
Ziel dieser KFB ist es das Bewusstsein
über die Wichtigkeit von gesunder Ernährung in Erinnerung zu rufen und
die Teilnehmer zu mehr Bewegung zu
animieren. Die Teilnehmer wirken in
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weitere Folge als Multiplikatoren und
motivieren andere. Vom 13. bis 17. Mai
fand am TÜPlS dieses Seminar erstmals
auch für Zivilbedienstete (Männer und
Frauen) statt. Grundsätzlich ist Sport
für Zivilbedienstete beim Militär nicht
vorgesehen. Das MilKdo ST geht mit
der Einbindung der Zivilbediensteten in
das Seminar neue Wege und sieht es als
innerbetriebliche Gesundheitsvorsorge. Zivile Firmen machen es uns ja vor
und fördern Bewegung Ihrer Mitarbeiter
bzw. dürfen diese auch in der Dienstzeit
Sport betreiben, weil erwiesen ist, dass
gesunde, zufriedene Mitarbeiter in einem
guten sozialen Betriebsumfeld weniger
krank und leistungsfähiger sind.
Unter der Leitung von Vzlt Franz Perwein und drei weiteren Trainern (OStWm Christian Ernst, ABCAbwKp,
StWm Dietmar Remler, AAB7 und Vzlt
Josef Pendl, AAB7) erfuhren 30 Bedienstete aufgeteilt auf zwei Turnusse (Mo
bis Mi und Mi bis Fr) in Theorie und
Praxis alles über gesunde Ernährung,
Nordic Walking, Dehnen, Krafttraining
mit und ohne Geräte, Abnehmen und
Gewicht halten und Mentaltraining.
Zu Beginn wurde eine Anamnese durchgeführt, d.h. eine Status quo Feststellung
www.uog-st.at
über Größe, Gewicht, Bauchumfang,
Blutdruck, Ruhepuls, Belastungspuls
usw. Bei Bedarf wurde auch ein persönlicher Trainingsplan erstellt. Weiters
wurde auch ein neues Trainingsgerät das
„Smovey“ vorgestellt, damit die Bewegung wieder Freude macht und abwechslungsreich wird. Nach zweieinhalb Tagen gingen die Teilnehmer motiviert
und mit persönlichen sportlichen Zielen
nach Hause und werden versuchen, das
Gehörte und Erlernte umzusetzen.
„Smovies” im Einsatz
Das MilKdo ST bedankt sich bei den
Trainern der Verbände sowie dem Kader
des TÜPl´s insbesondere bei Obst Hofer
für die Aufnahme und Unterstützung.
Das positive Umfeld hat wesentlich zum
Gelingen des Seminars beigetragen.
Vzlt Franz Perwein
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