Bildungsplan für das berufliche Gymnasium der sechs

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Amtsblatt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
LEHRPLANHEFTE
REIHE I Nr. ^^
Bildungsplan für das
berufliche Gymnasium der
sechs- und dreijährigen
Aufbauform
Band 1
Allgemeine Fächer
Aufgabenfeld II
Heft 4
Ethik
Eingangsklasse
Jahrgangsstufe 1 und 2
^^. August 2003
Lehrplanheft ^/2003
NECKAR-VERLAG
Ausgabe C
Inhaltsverzeichnis
3
Inkraftsetzung
4
Vorbemerkungen
5
Lehrplanübersicht
Ethik
3
Amtsblatt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Stuttgart, {Datum}
Lehrplanheft {Nr}/200{}
Bildungsplan für das berufliche Gymnasium;
hier: Berufliches Gymnasium der sechs- und
dreijährigen Aufbauform
Vom {Datum}
{Aktenzeichen}
I.
II.
Für das berufliche Gymnasium gilt der als
Anlage beigefügte Lehrplan.
Der Bildungsplan tritt mit Wirkung vom {Datum}
in Kraft.
Gleichzeitig tritt der im LPH {Nr. }/19{} veröffentlichte Lehrplan {Fach} vom {Datum} für das berufliche Gymnasium außer Kraft.
Impressum
Kultus und Unterricht
Ausgabe C
Herausgeber
Lehrplanerstellung
Verlag und Vertrieb
Bezugsbedingungen
Amtsblatt des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Lehrplanhefte
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg;
Postfach 10 34 42, 70029 Stuttgart
Landesinstitut f. Erziehung u. Unterricht Stuttgart, Abt. III – Berufliche Schulen, Rotebühlstr. 131, 70197 Stuttgart, Fernruf (07 11) 66 42 – 3 11
Neckar-Verlag GmbH, Klosterring 1, 78050 Villingen-Schwenningen
Die fotomechanische oder anderweitig technisch mögliche Reproduktion des Satzes
bzw. der Satzanordnung für kommerzielle Zwecke nur mit Genehmigung des Verlages.
Die Lieferung der unregelmäßig erscheinenden Lehrplanhefte erfolgt automatisch
nach einem festgelegten Schlüssel. Der Bezug der Ausgabe C des Amtsblattes ist
verpflichtend, wenn die betreffende Schule im Verteiler vorgesehen ist (Verwaltungsvorschrift vom 8. Dezember 1993, K.u.U. 1994 S. 12).
Die Lehrplanhefte werden gesondert in Rechnung gestellt. Die einzelnen Reihen
können zusätzlich abonniert werden. Abbestellungen nur halbjährlich zum 30. Juni
und 31. Dezember eines jeden Jahres schriftlich acht Wochen vorher beim NeckarVerlag, Postfach 1820, 78008 Villingen-Schwenningen.
Das vorliegende LPH ^/200^ erscheint in der Reihe I Nr. ^^ und kann beim NeckarVerlag bezogen werden.
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
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4
Ethik
Vorbemerkungen
Ziel des Ethikunterrichts ist die Entfaltung der Kompetenz, über grundsätzliche moralische Probleme nachzudenken sowie auf der Grundlage ausgewiesener Begriffe, abgesicherter Informationen und argumentativ begründeter ethischer Grundsätze die Gestaltung einer eigenen sittlich qualifizierten Praxis anzustreben. Die moralische Autonomie der Schülerinnen und Schüler soll gestärkt, ihre ethische Argumentations- und Urteilsfähigkeit soll gefördert, handlungsorientierende
Kompetenzen sollen entwickelt werden. Ausgangspunkt ist dabei die Fähigkeit, Situationen als
ethisch relevant zu erfassen und moralische Probleme zu erkennen; in einem zweiten Schritt sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, Problemstellungen auf der Basis rationaler Argumentation, d. h. orientiert an logischen, empirischen und ethischen Standards, zu klären, die
Auseinandersetzung mit strittigen Positionen zu führen, eine hinreichend begründete eigene Haltung zu formulieren und letztlich daran auch das eigene Handeln auszurichten. Bei der inhaltlichen
Zielsetzung des Lehrplans wird daher auf Erkenntnisse der Philosophie ebenso wie auf Erkenntnisse anderer Wissenschaften zurückgegriffen.
Konzeptionell zentral ist folglich der Grundsatz der Problemorientierung: Unterrichtlicher Ausgangspunkt ist eine konkrete Problemstellung, die einen breiteren Horizont, ein Problemfeld erschließt. Fragestellungen sind daher das durchgehende Formulierungsprinzip der Lehrplaneinheiten und der Inhalte. Philosophische Positionen sollen eingebunden werden in die Problemstellungen, es schließt dies gelegentliche Exkurse nicht aus, aber ein Selbstzweckcharakter philosophischer Ansätze ist nicht vorgesehen. Damit wird dieser Lehrplan der spezifischen Ausrichtung des
Beruflichen Gymnasiums, seinem Lebens- und Praxisbezug, gerecht. Die Bandbreite der Themen
entspricht dem weit gefächerten inhaltlichen Angebot dieser Schulart. Die Lehrplaneinheiten erfassen Fragen der persönlichen Lebensgestaltung, der innergesellschaftlichen Auseinandersetzung
und globaler Probleme. Sie behandeln sowohl metaethische Fragestellungen, z. B. die Bedeutung
von Werten und Glück, als auch Probleme der angewandten Ethik, z. B. der Naturethik und politischen Ethik.
Es ergibt sich aus dieser Konzeption eine Fülle von Anknüpfungspunkten zu den Problemstellungen anderer Schulfächer. Diesen Umstand sollten die Fachkollegen für kooperative Formen der
Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung nutzen. Querverweise zwischen den Einheiten des Ethiklehrplanes selbst (vgl. LPE 1) bieten Chancen der Vernetzung des Stoffes. Ebenso finden sich in
der Hinweisspalte des Lehrplans Verweise auf methodische Möglichkeiten (M und HOT), selbstständiges Lernen und Erarbeiten von Themen durch die Schülerinnen und Schüler zu initiieren.
Im Ethikunterricht muss Raum bleiben für die Thematisierung von persönlichen Vorstellungen,
Interessen, Gefühlen und Erfahrungen. Dem trägt der Lehrplan dadurch Rechnung, dass die zur
Verfügung stehende Unterrichtszeit nicht vollständig durch verpflichtende Inhalte belegt ist. Insbesondere sollen die im Lehrplan enthaltenen Wahlmöglichkeiten (W) dazu genutzt werden, den Unterricht auf die Interessen der Schülerinnen und Schüler zu beziehen. Deshalb ist lediglich die Gesamtzahl der Unterrichtsstunden ausgewiesen. Auch die Reihenfolge der Lehrplaneinheiten ist ein
durchdachter Vorschlag, nicht aber verbindliche Vorgabe.
Auch in den Jahrgangsstufen 1 und 2 sind Pflicht- und Wahlthemen unterschieden: Von den jeweils drei Wahlthemen ist mindestens eines zu behandeln.
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Ethik
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Lehrplanübersicht
Gesamt- Seite
stunden
Schuljahr
Lehrplaneinheiten
Eingangsklasse
Handlungsorientierte Themenbearbeitung (HOT)
1
Wie entwickeln und wandeln sich Werte?
2
Welche Rechte haben alle Menschen?
3
Warum und wie weit wollen wir die Natur erhalten?
4
Ein geglücktes Leben – was ist das heute?
5
Warum sind Menschen gewalttätig?
Zeit für Leistungsfeststellung und zur möglichen Vertiefung
10
50
20
7
7
8
9
11
12
80
Jahrgangsstufe 1
Handlungsorientierte Themenbearbeitung (HOT)
6
Ist der Mensch frei?
7
Welche Freiheiten und Pflichten haben wir uns selbst
gegenüber? (Wahlthema*)
8
Wie wird Moral begründet?
9
Gibt es eine gerechte Verteilung von Gütern?
10 Wann beginnt der Schutzanspruch menschlichen
Lebens? (Wahlthema*)
11 Was ist ein legitimes Rechtssystem? (Wahlthema*)
12 Welche Bedeutung hat Religion in der heutigen Welt?
Zeit für Leistungsfeststellung und zur möglichen Vertiefung
10
15
15
17
18
20
21
50
20
22
23
80
Jahrgangsstufe 2
Handlungsorientierte Themenbearbeitung (HOT)
13 Wer bin ich für die anderen? Wer sind die anderen
für mich?
14 Welche Freiheit haben Wissenschaft und Technik?
15 Welche ethischen Probleme stellen sich im Umgang
mit Medien? (Wahlthema**)
16 Was fordert die globalisierte Welt von uns?
17 Dürfen Ärzte Patienten präferieren und selektieren?
(Wahlthema**)
18 Fördert das Schöne das Gute? (Wahlthema**)
19 Was ist der Mensch?
Zeit für Leistungsfeststellung und zur möglichen Vertiefung
8
26
26
28
29
30
31
40
16
32
34
64
* Ein Wahlthema aus Jahrgangsstufe 1 soll behandelt werden.
** Ein Wahlthema aus Jahrgangsstufe 2 soll behandelt werden.
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Ethik
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Ethik
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Eingangsklasse
Zeitrichtwert
Handlungsorientierte Themenbearbeitung (HOT)
10
Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Themen handlungsorientiert.
Z. B.
Projekt,
Fallstudie,
Planspiel,
Rollenspiel
1
Die Themenauswahl hat aus den nachfolgenden Lehrplaneinheiten unter Beachtung
Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.
Wie entwickeln und wandeln sich Werte?
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass und wodurch sich moralische Orientierungen beim
Einzelnen ausprägen, innerhalb einer Gesellschaft verändern und zwischen den Kulturen unterscheiden. Sie kennen Sichtweisen der individuellen Moralentwicklung, des gesellschaftlichen Wertewandels und der Gültigkeit von Moral. Sie können zwischen unterschiedlichen Verbindlichkeiten
von Sollensaussagen differenzieren und erfassen Notwendigkeit und Grenzen der Toleranz gegenüber relativen moralischen Ansprüchen.
Wie entwickelt sich Moralbewusstsein beim
Einzelnen? (W)
Moralische Dilemmasituationen
Modelle der Entwicklung des Gerechtigkeitsdenkens in der Ontogenese: Kohlberg,
Oser/Althof
Kritische Diskussion: Moralität als Lernprozess? Moralisches Wissen und moralisches
Handeln
Sozialisationsinstanzen als Medium, Sanktionen als Mittel der moralischen Gewissensbildung.
Wie verändert sich die Bedeutung von Werten
und Tugenden im Laufe der Zeit?
Intrakultureller Wertewandel in der Phylogenese:
HOT: Straßenumfrage unter verschiedenen
Altersgruppen zu Werthaltungen, Tugenden,
Erziehungs-Maximen, Erstellen von Ergebnisdiagrammen; Vergleich mit statistischen Erhebungen zum Wertewandel, Shellstudien
Wertewandel oder historisch bedingte Werteaktualisierung?
Ursachen gesellschaftlichen Wertewandels
Tugenden im Zeitenwandel: die Bedeutung
von Primär- und Sekundärtugenden
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Ethik
Welche Werte gelten in welchen Kulturen?
Interkulturelle Wertunterschiede: Beispiele für
kulturspezifische Werte, Normen und Regeln
M: In multikulturellen Schulklassen: Beispiele
aus den verschiedenen Herkunftskulturen,
Kurzreferate, Filme, Literaturbeispiele
Zusammenhang von intrakulturellem und interkulturellem Wertewandel
Was unterscheidet moralische Werte und
Tugenden von Sitten und Gebräuchen?
Beispiele, Begriffsdefinitionen, Abgrenzungen
HOT: Überprüfen von Sprichwörtern, Wandsprüchen, Standesethiken, Selbstverpflichtungen, religiösen Grundtexten, Belletristik auf
ihre expliziten und impliziten moralischen Aussagen
M: Metaplan: Erstellen und Gliedern von Listen
mit Sollenssätzen
Wie verbindlich sind moralische Werte?
Relativistische und universalistische Positionen zum Geltungsanspruch von moralischen
Normen und Werten
Aktualisierung: Moral im Alltag, relativistische
und universalistische Positionen in der Politik
Menschenrecht und Völkerrecht, vgl. LPE 2
Verfassungsgebote, Toleranzgrenzen
2
Welche Rechte haben alle Menschen?
Die Schülerinnen und Schüler erkennen Menschenrechte als unveräußerliche Grundrechte des
Menschen. Sie haben einen Einblick in die Entstehung und Erweiterung der Menschenrechte. Sie
setzen sich mit unterschiedlichen Begründungsansätzen auseinander und sind in der Lage, die mit
der westlichen Prägung der Menschenrechtsbewegung verbundenen Probleme zu erörtern. Sie
erkennen den menschenrechtlich gegebenen Anspruch, die Grundbedürfnisse aller Menschen
weltweit zu befriedigen. Sie setzen sich mit der praktischen Arbeit von Menschenrechtsorganisationen auseinander und erkennen, dass das zentrale Problem der globalen Durchsetzung von Menschenrechten eine ständige Aufgabe ist, für die Politik wie auch für jeden Einzelnen.
Wo wird gegen welche Menschenrechte verstoßen und wo werden Menschenrechte ideologisch instrumentalisiert?
M: Fallbeispiele
HOT: Kontaktaufnahme mit einer Organisation,
die die Verletzung von Menschenrechten aufdeckt
Was sind Menschenrechte und welche Arten
von Menschenrechten gibt es?
Struktur: Normtriade, Reziprozität von Rechten
und Pflichten
(Galtung)
Freiheitsrechte, politische und soziale Rechte
Unterschiedliche Funktionen von Menschenrechten
Negative und positive Menschenrechte
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Ethik
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Wie entstanden und entwickelten sich die
Menschenrechte bis heute? (W)
Historie der Menschenrechte von der Magna
Charta bis zu aktuellen Menschenrechtserklärungen
Generationen von Menschenrechten (Schutzund Abwehrrechte gegen staatliche Übergriffe,
staatliche Leistungsverpflichtungen, Rechte
von Gruppen oder Völkern), Menschenrechte
und Menschenpflichten
Wie werden Menschenrechte begründet?
Wirkung und Notwendigkeit von Menschenrechten
Begriff der Menschlichkeit
Zentral für die Begründung: Gleichheitsgrundsatz und Konzept der Menschenwürde
Implikation: Menschenrechte als rechtlich zu
sichernder Anspruch
Wie hängen Bedürfnisse und Menschenrechte
zusammen?
Bedürfnisse-Rechte-Dialektik (Galtung)
Menschliche Bedürfnisse und ihre Absicherung: Spannung zwischen sozialen und liberalen Menschenrechten
Menschenrechte und weltweite distributive
Gerechtigkeit
HOT: Kontakt mit NGO
Was ist zur Durchsetzung der Menschenrechte
erlaubt?
Spannung zwischen dem theoretischen Anspruch und der praktischen Durchsetzung der
Menschenrechte
Mittel der Durchsetzung: öffentliche Information über die Verletzung von Menschenrechten
– Bildung – Entwicklungshilfe – Wirtschaftsabkommen – militärische Intervention
Vgl. LPE 5
3
Warum und wie weit wollen wir die Natur erhalten?
Die Schülerinnen und Schüler kennen unterschiedliche Weisen des Erlebens, des Gebrauchs und
Verbrauchs von Natur. Sie kennen unterschiedliche Ansätze der Naturethik. Sie begründen ihre
eigene Position in dem Problemfeld „Umgang mit Natur“.
Wie erleben wir Natur?
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Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
Einstieg: Fallbeispiel: Menschsein impliziert
Zerstörung von Natur;
Ökonomie vor Ökologie
– Was gehört alles zur Natur?
– Wie gehen wir mit Natur um? Welche Funktionen hat Natur für uns? In welcher Weise
nutzen wir die Natur?
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Ethik
Welche Interessen haben wir am Erhalt der
Natur?
Anthropozentrismus
– Überlebensinteressen: Risikovermeidung
und -begrenzung
– ästhetische Interessen: Natur genießen
Haben wir ökologische Verpflichtungen? (W)
Fernhorizont, vgl. LPE 2
– räumlich:
internationale ökologische Gerechtigkeit:
Ressourcenverbrauch (z. B. Wasser), Entschädigungsverpflichtungen, Anerkennung
der Lebensräume anderer Menschen und
ihrer Kulturen
– zeitlich:
Anerkennung der Interessen nachfolgender
Generationen
Ökologische Zukunftsprognosen
GG Art. 20a
M: Erkundung: ökologische Landwirtschaft
Hat Natur einen Wert an sich?
Grenzen und Probleme des Anthropozentrismus
Mitwelt statt Umwelt: Was ändert sich?
M: Kontakt zu Naturschutzorganisationen
Haben Tiere Rechte?
Pathozentrismus: Begründung, Konsequenzen, Reichweite
(Bentham, Schopenhauer, Singer)
Das Tierschutzgesetz
HOT: Tierhaltung in der Agrarindustrie,
Schlachthof, Zoo
Grenzen und Probleme des Pathozentrismus
Hat alles Lebendige einen Schutzanspruch?
Umfassender Artenschutz, Erhalt der Diversität
Verbandsklagerecht
Biozentrismus: Begründung, Konsequenzen,
Reichweite, Probleme
Hat auch die unbelebte Natur einen Schutzanspruch? (W)
Erhalt von (Kultur-)Landschaften
Historisch und kulturell differentes Naturverstehen: Paradigmenwechsel im Umbruch zur
Moderne (Jonas)
Physiozentrismus: Begründung, Konsequenzen, Probleme
Der naturalistische Fehlschluss und seine Problematik
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Ethik
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Ökonomie und Ökologie: ein vermittelbarer
Gegensatz?
4
Fallbeispiele aus der Tagespolitik
Nachsorgende End-of-Pipe-Technologien
Das Problem der externen Kosten
Ökologische Auflagen für Industrie und Landwirtschaft
Konzept der Nachhaltigkeit
– Vermeidungspolitik:
produktionsorientierter Umweltschutz (ÖkoEffizienz, Produkt-Öko-Bilanz, Öko-Audit,
„ökologischer Rucksack“)
– Dematerialisierung (Faktor 4 und Faktor 10)
HOT: Flächennutzungsplanung, Betriebsbesuch, Ökomobil; konkrete Probleme vor Ort,
Fächer übergreifende Untersuchungen
„Global denken – lokal handeln“: Wie leben
wir?
Ein geglücktes Leben – was ist das heute?
Die Schülerinnen und Schüler kennen Grundgedanken antiker und zeitgenössischer Tugendethik.
Sie setzen sich mit verschiedenen philosophischen und psychologischen Überlegungen zum individuellen Glücksstreben, seiner Abhängigkeit von inneren und äußeren Umständen und seinem
Verhältnis zur moralischen Rücksicht auf andere auseinander.
Was ist ein geglücktes Leben?
Abgrenzung unterschiedlicher Glücksbegriffe
Glückliche Augenblicke – geglücktes Leben
M: Gedankenexperimente/Dialoge zu: Illusionäres Glück – wirkliches Glück (Spaemann)
Von welchen Bedingungen ist ein geglücktes
Leben abhängig?
Bedürfnispyramide Maslow
Individuelle, soziale und politische Bedingungen, Zufälle
Strukturen gemeinschaftlichen Lebens (Aristoteles)
Grundfähigkeiten des Menschen (Nussbaum)
M: Was bedeutet das Fehlen der Grundfähigkeiten?
Vgl. LPE 2
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Ethik
Welche Wege führen zu einem geglückten
Leben?
Psychologische Glücksforschung
Dimensionen glücklichen Lebens: z. B. gelingende Arbeit, gelingende Interaktion mit anderen (Seel)
Glück als Aufgabe, Verhältnis Glück und Sinn
(Fromm, Camus)
Bewertung unterschiedlicher Lebensentwürfe
Abgrenzung Hedonismus/Eudämonismus
Rangordnung der Lebensformen (Aristoteles)
M: Bilder und Texte vom geglückten Leben,
Utopien schreiben
Glück und Moral – ein Gegensatz?
Glück durch Tugend (Sokrates/Platon, Aristoteles, Kommunitarismus)
Nichtidentität (Kant)
Anerkennung und Ausgleich der Spannung
zwischen Glück und Moral (Seel, Nussbaum)
Wie kann es ein geglücktes Leben geben angesichts unvermeidbarer Lebenskrisen? (W)
Soziale Kompetenz
Lustprinzip – Realitätsprinzip
Tugendlehre, Klugheit (Aristoteles), Seelenruhe,
Mäßigung (Stoa)
Klugheitsprinzipien
Die Leitidee vom geglückten Leben – Weg
oder Irrweg?
HOT: Biografiearbeit/Interviews mit älteren
Menschen, Interview mit mir selbst
5
Warum sind Menschen gewalttätig?
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Formen der Gewalt in der historischen und politischen Wirklichkeit auseinander. Sie kennen Theorien zur Entstehung von Gewalt und Aggression
und überprüfen sie an der Realität. Das Gewaltmonopol des Staates wird ihnen in seiner Berechtigung und in seinen Grenzen bewusst. Sie anerkennen das Prinzip der Gewaltlosigkeit als
allgemeine Zielvorstellung für den Umgang von Menschen miteinander und erörtern Möglichkeiten
der Friedenserziehung und Friedenssicherung.
Was ist Gewalt?
M: Rollenspiel Täter-Opfer; Medienauswertung
Formen und Arten personaler und struktureller
Gewalt
Abgrenzung Gewalt – Macht
Sind Männer gewalttätiger als Frauen?
Warum werden Menschen gewalttätig?
Biologische, psychologische, soziologische
und philosophische Erklärungsmodelle
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Ethik
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Lässt sich staatliche Gewalt rechtfertigen?
Ist Gegengewalt gerechtfertigt?
Thomas Hobbes, Gewaltmonopol des Staates
Begründung und Grenzen des Gewaltmonopols
Widerstandsrecht – gewaltloser Widerstand
Was ist ziviler Ungehorsam? Lässt sich ziviler
Ungehorsam ethisch begründen?
M: Fallstudien (Gandhi, King)
Was sind die Ursachen politisch motivierter
Gewalt?
Gegensatz Erste Welt – Dritte Welt: Formen
der Abhängigkeit
Moderner Lebensstil kontra Tradition
Undemokratische Strukturen
Ursachen des politischen Fundamentalismus
Ursachen des Terrorismus
Lassen sich Kriege rechtfertigen?
Darf man Frieden erzwingen?
Ius ad bellum – ius in bello
Tradition des “Gerechten Krieges”
Humanitäre Intervention, vgl. LPE 2
Militärstrategien: Abschreckung und Verteidigung
Pazifismus
Welche Voraussetzungen hat Frieden?
Unterschiedliche Friedensbegriffe
Erziehung, bewusster Umgang mit den eigenen Aggressionen, Toleranz, Demokratie, Gerechtigkeit, gerechte Welt- und Wirtschaftsordnung, vgl. LPE 2
Hot: Konflikttraining
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Ethik
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Jahrgangsstufe 1
Zeitrichtwert
Handlungsorientierte Themenbearbeitung (HOT)
10
Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Themen handlungsorientiert.
Z. B.
Projekt,
Fallstudie,
Planspiel,
Rollenspiel
6
Die Themenauswahl hat aus den nachfolgenden Lehrplaneinheiten unter Beachtung
Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.
Ist der Mensch frei?
Die Schülerinnen und Schüler werden sich ihres eigenen Freiheits- und Unfreiheitserlebens bewusst, können verschiedene Arten von Freiheiten unterscheiden und erkennen, wie moralisches
Handeln und Freiheit zusammenhängen. Sie wissen, welche Argumente für und gegen die Annahme von Willensfreiheit sprechen. Sie sind in der Lage, Faktoren zu durchschauen, die ihr Leben beeinflussen; dadurch erweitern sie ihren Spielraum an personaler Freiheit.
Wann erlebe ich mich als frei, wann als unfrei?
M: Protokoll eines Tagesablaufs unterteilt nach
Freiheits- und Unfreiheitsempfinden.
Diskussion von Freiheitsvorstellungen
Wortfeldübungen zum Begriff „frei“
Beispiel: Strafrecht
Literaturbeispiele: Kafka, Der plötzliche Spaziergang
Büchner, Woyzeck; Dostojewski: Verbrechen
und Strafe
In welcher Hinsicht kann ich frei sein?
Definitionen und Abgrenzungen: Handlungsfreiheit, Willensfreiheit, innere und äußere,
positive und negative Freiheit
Nimmt die Freiheit zu oder ab? (W)
Wandel der Freiheiten im Zeitvergleich: Freiheitsbeschränkungen im Mittelalter und in der
Moderne
Freiheit durch Naturbeherrschung,
vgl. LPE 3
Grenzen der Freiheit? (GG Art. 2, 4, 5)
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Ethik
Was spricht für einen freien Willen?
Erlebte Willensfreiheit im Selbstverständnis als
Bedingung von Handeln überhaupt
Philosophische und anthropologische Begründungen der Willensfreiheit (Descartes, Kant,
Herder, Sartre)
Komponenten der Willensfreiheit: Das AndersKönnen, die Intelligibilität, die mentale Verursachung
Was spricht gegen einen freien Willen?
Philosophische, anthropologische, soziologische, psychologische, naturwissenschaftliche
Kritik der Willensfreiheit:
– Wille und Kausalität (Hume)
– Wille und Herrschaft (Nietzsche)
– Wille und Trieb (Freud)
– Wille und Institutionen (Gehlen)
– Bewusstsein und Gesellschaft (Marx)
– Wille und Konditionierung (Skinner)
– Wille und Genetik (Dawkins)
– Wille und Gehirnfunktionen (Roth)
– Wille und Erfahrung (Bieri)
Wie hängen Freiheit und Moral zusammen?
Freiheit als Voraussetzung von Moralität,
vgl. LPE 8
Moralität als Beweis der Freiheit? (Kant)
Moralität als Produkt von Sozialisation?
Freiheit als Einsicht in Notwendigkeit?
(Spinoza)
Beispiel: Straftheorien (Vergeltungstheorie –
Generalprävention), Schuldfähigkeit
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Ethik
17
Wahlthema
7
Welche Freiheiten und Pflichten haben wir uns selbst gegenüber?
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren in unterschiedlichen Hinsichten die Reichweite individueller Autonomie. Sie erkennen und anerkennen tragfähige Maßstäbe zur Beurteilung der jeweiligen
Freiheitsansprüche. Sie anerkennen die ethischen und gesellschaftlichen Verpflichtungen mit suizidalen und sterbenden Menschen.
Wie darf ich mit mir umgehen?
Problemstellungen: Alkohol und andere Drogen, Extrem- und Risikosport, Ritzen, Thrilling
(Angst-Lust-Situationen), Schönheitschirurgie,
Körperkult
Ich allein bin meine Welt? (Max Stirner)
Welche Gründe haben eine narzistische oder
riskante Lebensführung?
Unterschiedliche humanwissenschaftliche Erklärungsansätze
Gibt es verbindliche Maßstäbe einer Bewertung?
Gesetzliche Verbote und Begrenzungen, Begründung
– Wozu verpflichten uns unsere Beziehungen
zu anderen? Ethische Bewertungsansätze
– Haben wir auch Pflichten gegen uns selbst?
Immanuel Kant: Menschenwürde, kategorischer Imperativ (3. Fassung)
Verantwortete Autonomie
Darf ich mich selbst töten?
Suizid-Statistiken und -Fälle
Selbstmord und Freitod: historisch und kulturell
differente Bewertungen
Das (abstrakte) philosophische Problem der
Selbsttötung
(Immanuel Kant, Jean Améry)
Die Selbsttötung als Signal der absoluten Hilfund Ausweglosigkeit
Humanwissenschaftliche Erklärungsversuche
suizidalen Verhaltens
Möglichkeiten der Prophylaxe und Hilfe für alle
Betroffenen
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Ethik
Ist es richtig, Sterbehilfe zuzulassen?
8
Fallbeispiele, Zeitungsmeldungen
Begriffliche Unterscheidung: Sterbebegleitung
und Sterbehilfe
Passive, indirekte und aktive Sterbehilfe,
medizinisch begleiteter Freitod
Aktive Sterbehilfe und Hospizbewegung:
menschenwürdiges Sterben?
Patientenverfügung
Grenzen individueller Autonomie?
Wie wird Moral begründet?
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass der Geltungsanspruch von Moral von ihrer Begründung abhängt. Sie lernen, wie im Verlauf der Geschichte persönliches und allgemeines Glück,
Vernunft und Wille, Natur und Sprache des Menschen, seine Fähigkeit zu Empathie und moralischer Verantwortung für den anderen in unterschiedlichen ethischen Ansätzen zur Begründung
von Moralität herangezogen werden. Sie sehen, wie diese Begründungen sich wechselseitig ergänzen und kritisieren und gelangen über die kritische Einschätzung ihrer Folgen für das moralische Handeln zu einem eigenen Urteil über die Begründbarkeit von Moral.
Kann man Moral überhaupt begründen?
(Moralkritische Ansätze)
Kritik religiöser Moralbegründung
Nietzsche: „Der tolle Mensch“
Egoismus als Argument des moralischen
Skeptizismus: Hobbes, Stirner, Freud
Pragmatische und postmoderne Begründungskritik
Braucht man Tugenden um glücklich zu sein?
(Eudämonistische Ethik) (W)
Tugend als Garant geglückten Lebens in der
Gemeinschaft, Tugend als mittlerer Habitus
Aristoteles: Nikomachische Ethik
Aktualisierung: Erziehung zu moralischen Gefühlen
Fähigkeitenansatz (Nussbaum),
vgl. LPE 4
Ist es nützlich moralisch zu sein?
(Utilitarismus)
Identität von individuellem und allgemeinem
Glück als Basis der Begründung von Moral
Handlungs-, Regel- und Präferenzutilitarismus
(Hare), Kontraktualismus (Hobbes)
Beispiele hedonistischer Kalküle, Prinzipien
des Ultilitarismus, Grenzen des Ultilitarismus
Aktualisierung: Biothetik, Theorie des gerechten Krieges
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Ethik
19
Ist es vernünftig moralisch zu sein?
(Deontologische Ethik)
Freier Wille und Vernunft als Basis der Begründung von Moral (Kant)
Herleitungen des kategorischen Imperativs aus
dem Begriff des Guten und aus der Autonomie:
Hypothetischer und kategorischer Imperativ,
Freiheit und Moralität
Formen der Selbstverpflichtung, Kritik der Motivethik: das Wollen-Sollen-Problem
Entsteht Moral aus Empathie?
(Intuitionismus)
Selbstevidenz moralischer Gefühle als Begründung von Moral, z.B.:
Mitleid und Gleichheit (Rousseau)
Sympathie und Erfahrung (Hume/A. Smith)
Mitleid als Projektion (Schopenhauer)
Mitleid und sittliche Erkenntnis (Scheler)
Empathie und soziales Engagement (Rorty)
Aktualisierung: Hirnforschung
Ist es natürlich moralisch zu sein?
(Anthropologische Moralbegründung) (W)
Die Natur des Menschen als Basis der Begründung von Moral
Biologische und psychologische Anthropologie, z. B.: Gruppenselektionstheorie, Familienaltruismus, Gewissensbildung
Aktualisierung: Verhaltensforschung bei Primaten (de Waal)
Ergibt sich das Richtige im Konsens?
(Diskursethik)
Sprachliche Interaktion als Basis der Begründung von Moral
Diskursregeln (Habermas)
Universalisierungs- (U) und Diskursgrundsatz (D)
Selbstverpflichtung und wechselseitige Verpflichtung, praktische Vernunft und soziale
Vernunft
M: Rollenspiel: einen ethischen Diskurs führen,
Diskursregeln selbst entwickeln
Ist Moral ein spontaner Impuls?
(Postmoderne Ethik) (W)
Verantwortung für den Anderen als Basis der
Begründung von Moral
Ethik als „Erzählung“, Dissens statt Konsens
(Lyotard)
Kontingenz, Ambivalenz und Aporie der Moral
(Bauman)
Selbstlosigkeit als Bedingung von Identität:
„Ethik des Anderen“ (Lévinas)
Von den 3 Wahlthemen ist mindestens eines
zu behandeln.
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9
Ethik
Gibt es eine gerechte Verteilung von Gütern?
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Verteilungsgerechtigkeit ein wesentliches Element
der Gerechtigkeit darstellt. Sie lernen verschiedene Sichtweisen gerechter Verteilung kennen und
bewerten. Sie setzen sich mit nationalen und internationalen Problemen dieses Aspektes von Gerechtigkeit auseinander.
Warum legen wir soviel Wert auf Gerechtigkeit?
Erfahrungen von Ungerechtigkeit
Wann fühlen wir uns gerecht behandelt?
Was unterscheidet Gerechtigkeit und Gleichheit?
Verschiedene Maßstäbe der Verteilungsgerechtigkeit
Gerechtigkeit: Ideal oder Utopie?
Gerechtigkeit in der Arbeitswelt
Wer verteilt was an wen?
Instanzen: Natur, Zufall, Mensch, Institutionen
Verteilte Güter: Fähigkeit, Gesundheit, gesellschaftliche Position, Einkommen, Vermögen
Welche Gerechtigkeitstheorien gibt es?
Egalitarismus (Th. Nagel), liberaler Egalitarismus (J. Rawls), Liberalismus (F. Hayek)
National: Gibt es eine gerechte Wirtschaftsordnung?
Fakten zur Vermögens- und Einkommensverteilung
M: Recherche, Armutsprofile
Welche Kriterien für Einkommensverteilung
sind gerecht?
Lässt sich Privateigentum rechtfertigen?
Müssen ethische Maßstäbe wirtschaftliche
Entscheidungen beeinflussen?
Weitere Probleme von ethischer Relevanz,
Profitorientierung, Wachstumsorientierung,
Verschwenden von Ressourcen,
Arbeitslosigkeit, Krisenanfälligkeit
International: Eine gerechte Weltwirtschaftsordnung, was ist das ?
Armut und Reichtum in Fakten, ungleicher
Tausch
Komponenten globaler wirtschaftlicher Gerechtigkeit
Die Rolle der Weltbank
Schuldenproblematik und Entwicklungshilfe
Vgl. LPE 16
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Ethik
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Wahlthema
10
Wann beginnt der Schutzanspruch menschlichen Lebens?
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Frage nach dem Schutzanspruch beginnenden
menschlichen Lebens auseinander: Sie kennen die unterschiedlichen Problemstellungen, sie kennen unterschiedliche Maßstäbe zur Beurteilung, sie gewinnen einen eigenen, verantwortungsbewussten Standpunkt.
Welche Problemstellungen sind gegeben?
Stammzellenforschung, (therapeutisches) Klonen, PID, Schwangerschaftsabbruch, pränatale Diagnostik, Frühgeburten
Welche Maßstäbe zur Beurteilung gibt es?
Menschenwürde: Tötungsverbot, Instrumentalisierungsverbot; Überlebensbedürfnis, Überlebensinteresse, Lebensqualität
Prinzipieller Schutzanspruch vom Zeitpunkt
der Verschmelzung von Ei- und Samenzellen
an
Gestufter Schutzanspruch: Nidation, Bildung
neuronaler Zellen (Hirnleben in Analogie zum
Hirntod), Geburt, personales Leben
Deontologische, utilitaristische, pragmatische,
logische Argumente
Unterschiedliche Konsequenzen dieser Sichtweisen
Wie gelange ich zu einem tragfähigen Standpunkt?
Kriterien zur Beurteilung der oben genannten
Maßstäbe:
Widerspruchsfreiheit, gesellschaftliche Akzeptanz?
Persönliche Präferenzen (in Dilemmasituationen): Resultat biografischer Erfahrung
Differenz: Reflexion/Argumentation – Erleben
Bereitschaft, die Konsequenz selbst auch zu
tragen?
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Ethik
Wahlthema
11
Was ist ein legitimes Rechtssystem?
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Grundlage des Staates ein Rechtssystem ist,
das seine Legitimation aus einer Theorie der Gerechtigkeit zieht. Sie können Fragen der Macht
und des Rechts beurteilen und kennen die Sanktionsmöglichkeiten des Staates und ihre Problematik. Sie kennen ihre Aufgaben als Staatsbürger. Sie kennen Einflussgrößen für Recht und Gerechtigkeit in einem Staatswesen und erkennen die Notwendigkeit der Machtkontrolle.
Wie erfahren wir das Recht?
Fallbeispiele
– Sicherheit
– Maßstäbe der Gerechtigkeit
– Konfliktlösungshilfe
– Gerechtigkeit und Freiheit
Welche Funktion hat das Recht im Staat?
Ordnungsfunktion, Gerechtigkeitsfunktion,
Herrschaftsfunktion, Herrschaftskontrollfunktion
Was rechtfertigt die Macht des Staates?
Vertragstheorie, Kontraktualismus
Legalität, Legitimität
Rechtsstaatsprinzip
Moral der Herrschaft
Kontrolle der Macht
Wie unterscheiden sich Recht und Gerechtigkeit?
Moral, Vernunftrecht, positives Recht (Kant,
Bloch, Carl Schmitt, Kelsen)
Prinzipien des Rechtsstaates
Prinzipien der Strafgerechtigkeit
Gerechtigkeit und Moral
Recht und Korruption
Welche Aufgaben hat der Bürger?
Mitverantwortung statt Gehorsam
Grenzen des Rechts und der Macht des
Staates
Zivilcourage und Recht auf Widerstand
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Ethik
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Inwieweit darf der Staat Menschen strafen?
Schutz der Bürger
Gewaltmonopol
Maßstäbe und Probleme der Strafzumessung,
Gerechtigkeit einer Strafe
Straftheorien
Todesstrafe
Soziale Schicht und Straffälligkeit
Gerichtswesen
Strafvollzug: Ziele und Wirklichkeit
HOT: Besuch einer Gerichtsverhandlung
HOT: Besuch einer JVA,
Besuch: Jugendgerichtshelfer, Schöffe
Alternativen: Täter-Opfer-Ausgleich, Mediation
HOT: Mediation eines Schulkonfliktes
M: Rollenspiel Gericht
Wahlthema
12
Welche Bedeutung hat Religion in der heutigen Welt?
Die Schülerinnen und Schüler kennen traditionelle und neue Erscheinungsformen des Religiösen
in ihrer Bedeutung für den Einzelnen und die Gesellschaft. Sie erkennen den Unterschied zwischen religiösen und philosophischen Moralbegründungen. Sie setzen sich mit verschiedenen
Formen der Religionskritik auseinander.
Welche Formen des Religiösen gibt es?
Traditionelle und neue, institutionalisierte und
private Formen des Religiösen
Äußerungen religiösen Lebens (Kult und Ritus,
soziales Leben, Erzählung, Lehrgebäude, Kultur u.a.)
HOT:
– Umfrage: Glauben und religiöse Praxis heute
– Medienanalyse: diffuse Formen des Religiösen in Popkultur, Werbung, Filmen, Sport,
Körperkult u. ä.
Unterschiedliche Konzepte von Religion
(Schleiermacher, Durkheim, Luckmann u.a.)
Warum sind Menschen religiös?
Innensicht: religiöse Erfahrungen
Außensicht: humanwissenschaftliche Erklärungen
Funktionen der Religion für den Einzelnen:
Weltdeutung, Sinngebung, Bewältigung von
Leid u. a.
Welche Deutungen von Mensch und Welt
geben Religionen? (W)
Z. B. Weltanfang, Tod, Fortschritt und Ziel der
Geschichte
Gemeinsamkeiten von religiösen Erzählungen
mit Märchen und Mythen
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Ethik
Wie erklären Religionen Leid und Übel in der
Welt? (W)
Vergleich, z. B. monotheistische Religionen –
Buddhismus
M: Fallbeispiel zur Theodizee-Frage: z. B. das
Erdbeben von Lissabon
Welche gesellschaftlichen und politischen
Funktionen können Religionen haben?
Historische und aktuelle Beispiele: Religion als
Teil politischer, sozialer und kultureller Macht
Religiös begründete Gesellschaftskritik
Religiöser Fundamentalismus/Fanatismus
Was unterscheidet die Moral der Religionen
von säkularer Moral?
Welche ethischen Prinzipien vertreten Religionen?
Exemplarische Untersuchung und Vergleich
der moralischen Prinzipien verschiedener Religionen
Wie begründen Religionen Moral?
Vgl. LPE 8
Mit welchen humanwissenschaftlichen und
philosophischen Ansätzen wird Religion kritisiert?
Exemplarische Behandlung und Beurteilung
religionskritischer Ansätze
(Freud, Feuerbach, Marx, Nietzsche u. a.)
Hat Religion noch eine Zukunft?
Abschlussdiskussion: Säkularisierung und
Gegenbewegungen
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Ethik
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Ethik
Jahrgangsstufe 2
Zeitrichtwert
Handlungsorientierte Themenbearbeitung (HOT)
8
Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten Themen handlungsorientiert.
Z. B.
Projekt,
Fallstudie,
Planspiel,
Rollenspiel
13
Die Themenauswahl hat aus den nachfolgenden Lehrplaneinheiten unter Beachtung
Fächer verbindender Aspekte zu erfolgen.
Wer bin ich für die anderen? Wer sind die anderen für mich?
Die Schülerinnen und Schüler kennen anthropologische und soziokulturelle Bedingungen der Identitätsbildung. Sie kennen Theorieansätze über die intersubjektive Konstitution der Identität und
deren Bedeutung für die Entwicklung der Moralität. Sie erkennen die Bedeutung gelingender Identitätsprozesse für die Übernahme von Verantwortung. Sie bewerten das Recht des Individuums im
Verhältnis zur Gruppe.
Was ist personale Identität?
Gibt es eine Kontinuität in der Zeit, eine Kohärenz und Kontinuität im Denken und Fühlen,
obwohl der Mensch sich nie gleich bleibt?
Individualität, Autonomie
M: Biographien erkunden (eigene oder fremde), Reflexion des eigenen Lebenswegs
Wie entsteht Identität?
Intersubjektive Konstitution der Ich-Identität:
biologische, psychologische, soziologische
Erklärungsansätze
Vergleich Affen – Menschen
Psychologie und Säuglingsforschung (z. B.
Erikson)
Soziologie (z. B. Keupp)
Wichtige Faktoren für Ausbildung der Identität:
Materielle und soziale Ressourcen, Fähigkeit
zu Selbsterprobung u. a.
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Ethik
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Was macht Identitätsbildung heute schwierig?
Probleme durch politische, ökonomische und
ideologische Umbrüche
Enttraditionalisierung, Normenwandel, Pluralisierung der Lebensformen; Forderung nach
Flexibilität und Mobilität
Differenzierung nach lebensweltlichen Selbsterfahrungsfeldern
Verlust regionaler Bindungen, Migration
Bewertung: Vielfalt als Gefahr oder Chance?
(Beck) „Patchwork-“, „Bastelbiographie“
Misslingende/fragwürdige Identität: Feindbildkonstruktionen, rigid eingeschränkte Selbstkonstruktionen, Angebote der Kulturindustrie,
Gewalt, Ausschluss von Fremden,
Fundamentalismus
Welche Bedeutung hat die Entwicklung der
Identität für das Verhältnis des Menschen zu
sich und zu anderen?
Identitätskonstruktion als
– intersubjektiver und selbstreflexiver Prozess
– Voraussetzung für Übernahme der Perspektive des generalisierten Anderen
– Voraussetzung der Fähigkeit zur Infragestellung und Weiterentwicklung der Normen
(Benhabib, Honneth)
Konstitutive Bedeutung der Identität für moralisches Bewusstsein (Tugend)
Was schulde ich den anderen/was schulden
die anderen mir?
Intersubjektive Formen der Anerkennung:
Primärbeziehung (Liebe), Rechtsverhältnisse
(Rechtsgleichheit), Wertegemeinschaft (Solidarität, Wertschätzung)
Missachtungsformen (Honneth)
Moralische Konflikte zwischen Autonomiebestrebungen des Individuums und Normen der
Gruppe
Liberalismus-Kommunitarismus-Debatte
Was ist kollektive Identität?
Kollektive Identität, z. B. Geschlecht, Nation,
Religion, Kultur
Spannungsfeld individuelle – kollektive Identität
Gruppenidentität und Gruppenrechte
Grenzziehungen:
Wer sind wir? Wer sind die anderen?
Anerkennung des anderen in seiner Andersartigkeit
Toleranz und ihre Grenzen
Universalismus – Relativismus
Vgl. LPE 16
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14
Ethik
Welche Freiheit haben Wissenschaft und Technik?
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass nicht nur die technische Anwendung, sondern auch
die Forschung selbst ihre Grenzen in der Gefährdung des Menschen und der Menschlichkeit, aber
auch des gesamten Globus hat. Sie können die Bedeutung von Verantwortung einschätzen. Sie
kennen Konzepte, wie das ethische Dilemma von Freiheit und Verantwortung in Wissenschaft und
Technik gelöst werden könnte.
Weshalb muss Wissenschaft frei sein?
Freiheit der Forschung als Wert (GG Art. 5)
Beispiele für Einschränkungen (Galilei, Lyssenko, Mitschurin)
M: Literatur: Brecht, Kipphardt, Dürrenmatt,
Dudinzev: Die weißen Gewänder
Gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung der Wissenschaft
Machtausübung durch Wissen
Welche Folgen haben Wissenschaft und
Technik für das Selbstverständnis des Menschen?
Geschichte von Wissenschaft und Technik
– Konstitution des Subjektbegriffs in der Neuzeit
– Technik im Alltag
Auswirkungen von Technik auf Denken und
Handeln (Günther Anders: prometheische
Scham)
Welche Verantwortung trägt der Wissenschaftler?
Verantwortung als mehrstelliger Relationsbegriff
(Wer trägt wie, wofür, weswegen, vor wem
Verantwortung? Ropohl, Lenk)
Weshalb muss Wissenschaft begrenzt sein?
Bedrohliche Folgen von Forschung: Forschungsspiralen, Umweltzerstörung, Bedrohung des menschlichen Selbstbilds, Missbrauch von Forschung
Welche ethisch fundierten Lösungsansätze
gibt es für den Konflikt zwischen Freiheit und
Verantwortung in Wissenschaft und Technik?
Öffentliche Kontrolle der Forschung und ihrer
Finanzierung
Ethikkommissionen
Technikfolgenabschätzung
Verbote/Gebote/Codices
Das Prinzip der Nachhaltigkeit, vgl. LPE 11
HOT: Codices, Selbstverpflichtungen suchen
lassen
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Ethik
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Wahlthema
15
Welche ethischen Probleme stellen sich im Umgang mit Medien?
Medien bestimmen heute immer mehr unsere Realität. Die Schülerinnen und Schüler erkennen
den Einfluss der Medien auf ihr Denken und Handeln und lernen die Bedeutung der Medien national und global einzuschätzen. Sie lernen den aktiven Umgang mit Medien in allen Bereichen, in
denen sie mit ihnen konfrontiert sind.
Was wird in welcher Form öffentlich?
„Bad news is good news“
Einfluss, Wirkung und Reichweite unterschiedlicher Medien
Wie beeinflussen die Medien unser Erleben,
Denken und Verhalten?
Informationsgesellschaft
Medien produzieren Ereignisse
Mediatisierung von Kindheit und Jugend,
Zunahme medienvermittelter Erfahrung
Zunahme des Stellenwertes
Verschmelzen von Medienwirklichkeit und sozialer Wirklichkeit, wachsende Bedeutung des
visuellen Erlebens
Wechselwirkung zwischen Politik und Medien
Fälschung von Information und das Problem
der Überprüfung
Korrekter Umgang mit Informationen
Welche Folgen haben Digitalisierung und Globalisierung der Medien?
Weltweite Verfügbarkeit von Informationen
Tendenz zur globalen Wirkung
Tendenz zur Vereinheitlichung
Fallanalyse:
Wandel der Kriegsberichterstattung
Durchsetzung westlicher Lebensform
Realitätskonstruktionen werden global
Was kann Medienethik leisten?
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Moralkodex der Medien
Medienrecht
Schwierigkeiten der Identifizierung von Handlungs- und Verantwortungsträgern
Mitverantwortung des Publikums
Bewusster Umgang
HOT: Besuch von Zeitungs- und TV-Redaktionen; spielerischer Umgang mit digitalen
Bildern
M: Vergleich von Redaktionsstatuten
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16
Ethik
Was fordert die globalisierte Welt von uns?
Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ethische Lösungsmöglichkeiten alltäglich erlebbarer
moralischer Kontroversen in einer pluralistischen Welt und erarbeiten eine tragfähige, problemdifferenzierte eigene Position. Sie erörtern Möglichkeiten zur Bewältigung globaler Probleme und
erwägen Möglichkeiten eigenen Engagements.
Wie erleben wir den Pluralismus im Alltag?
Offenheit, Horizonterweitung
Moralische Kontroversen in einer pluralistischen, multikulturellen Gesellschaft und Welt,
fehlender Konsens: z. B. Gentechnik, Tierhaltung, Schwangerschaftsabbruch, Sterbehilfe,
gerechter (oder heiliger) Krieg, Stellung der
Frau, Bedeutung und Einschätzung religiöser
Forderungen
Umgang mit Fremden und mit anderen Wertvorstellungen, vgl. LPE 11
Erfahrungen einer multiplen, vervielfältigten
Identität, vgl. LPE 13
Welche ethischen Lösungsansätze für Kontroversen stellen sich uns diskursiv?
Konstitution eines substantiellen Universalismus
Reflexive Einsicht in die Konsequenz von
Standpunkten und als Konsequenz die Entwicklung von Verfahrensweisen, Konflikte und
Differenzen argumentativ austragen
– Anerkennung der Differenz des Anderen
(Michael Walzer)
– Zivile Verfahren der Konfliktmediation, Ersatz oder Ergänzung der Legitimation aus
Gründen: Teilhabe an geregelten Verfahren
als Ersatz für ein fehlendes inhaltliches Wertesubstrat, transkultureller Diskurs
– Universalismus als nur mehr regulative Idee
(Dieter Senghaas)
– Unterscheidung von „dünnen“ und „dichten“
Moralkomplexen (Michael Walzer), mehrstufige Weltethik (W. L. Bühl)
– Bewusste Ausprägung einer Vielzahl partikularer Loyalitäten (Michael Walzer)
– Unterscheidung „schwacher“ und „starker“
Verpflichtungen, von „Gütigkeit“ und „Schuldigkeit“ (Wolfgang Kersting)
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Ethik
31
Welche globalen Probleme stellen sich uns
politisch?
Stichworte: Armut, Flucht, Umweltzerstörung,
Ressourcenverknappung, neue und alte Kriege, privatisierte Gewalt
Tendenzen: extreme Ungleichheiten der gesellschaftlichen Lebensbedingungen und Ungleichverteilung des weltweit erwirtschafteten
Reichtums, vgl. LPE 9
Gleichzeitigkeit von integrierenden und fragmentierenden Prozessen, von Diffusionen kultureller Muster (z. B. McDonaldisierung) und
fundamentalistische Gegentendenzen (z. B
ethnischer Separatismus),
Exklusion von Menschengruppen und ganzen
Regionen aus weltwirtschaftlichen Zusammenhängen (z. B. in Afrika), Marginalisierung
Welche ethischen Lösungssätze stellen sich
uns praktisch?
Einsatz für die weltweite Achtung und Geltung
der Menschenrechte
Einsatz für die Institutionalisierung verbindlicher Regelungen auf transnationaler Ebene,
von Ansätzen global gesamtwirtschaftlicher
Steuerung, z. B. des sozialen Ausgleichs, der
ökonomischen Kostenverrechnung von Umweltschäden, Umsetzung der Vereinbarungen,
Verabredungen und Perspektiven der Weltund Umweltgipfel seit Rio de Janeiro 1992
Wahlthema
17
Dürfen Ärzte Patienten präferieren oder selektieren?
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Berechtigung des Gleichheitsgrundsatzes in
zwei unterschiedlichen Situationen der medizinischen Versorgung auseinander. Sie erkennen die
Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in einer grundsätzlich gegebenen Mangelsituation
und entwickeln zur Problemlösung tragfähige Maßstäbe sozialer Gerechtigkeit.
Lässt sich der Gleichheitsgrundsatz im System
der Gesundheitsversorgung aufrecht erhalten?
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Kassen- und Privatpatienten
Risikogruppen und -zuschläge
Kostenspirale des Gesundheitswesens
Ländervergleich
Differente begriffliche Konzepte von Gesundheit und Krankheit, Implikationen
Maßstäbe sozialer Gerechtigkeit
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Ethik
Wer bekommt das Organ?
Organtransplantation: Missverhältnis zwischen
Angebot und Bedarf
Weitere Probleme:
– Hirntoddiskussion, dualistisches Menschenbild
– Das Transplantationsgesetz: Zustimmungslösung versus Widerspruchslösung
– Kriterien einer Verteilungsgerechtigkeit
Wahlthema
18
Fördert das Schöne das Gute?
Die Schülerinnen und Schüler kennen unterschiedliche Positionen in der Frage, ob Kunst und Moral aufeinander verweisen. Sie setzen sich mit dieser Frage auseinander und finden zu einem gut
begründeten eigenen Standpunkt.
Das Wahre, Gute und Schöne: drei unterschiedliche Werte?
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Kunst und Moral: Brainstorming
Untersuchung des Sprachgebrauchs
– „gut“ und „schön“
– schön und unwahr zugleich?
– gut und unwahrhaftig zugleich?
Aisthesis, Ästhetik, Kunst: begriffliche Unterscheidungen
Ernst Jünger: der Krieg als ästhetisches Erlebnis
Benetton-Werbung
Analytische distinkte und tendenziell je autonome Theorie- und Praxisformen und ihre
Leitwerte
– Theologie und Religion: das Heilige
– Ethik und Moral: das Gute
– Ästhetik und Kunst: das Schöne
– Wissenschaft und Wissenschaftstheorie:
das Wahre
Konkurrenz dieser Wertordnungen um – problemspezifisch wechselnde – Vorrangstellungen
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Ethik
33
Wie eng lassen sich Kunst und Moral zusammen denken? Hat Kunst (immer?) eine moralische Funktion?
Antike Idealvorstellungen der kalokagathia,
des kalos kagathos; Begriff der Katharsis in
der Tragödie; die Bedeutung der Kunst als
Dimension menschlichen Lebens für das Ziel
eines gelingenden, sinnvollen Lebens (Eudaimonia), einer Ethik der Lebensführung
Humanistisch idealistische Kunsttradition
Aufklärung: Fabeln, moralische Erbauungsliteratur (Gellert, Gottsched)
Metaphysik des Schönen: Kant – Schiller –
Hegel
Die Ästhetisierung des Hässlichen als ethisches Problem (Karl Rosenkranz, 1853)
Kunst als Triebverdrängung und -sublimation
(Freud)
Kunst als (auch moralische?) Irritation/Provokation von Realität/Normalität
Kunst als – auch moralisch fundierte – Gesellschaftskritik
Kunst als – auch moralische – Utopie
(Ernst Bloch)
Kunst und Kitsch: auch moralisch different?
Tolstoi: Rückbindung des literarisch dargestellten Geschehens an die moralische Absicht
(Über Shakespeare und über das Drama,
1904)
Moralische oder pädagogische Instrumentalisierung von Literatur
Ist die künstlerische Freiheit nicht grenzenlos?
L’art pour l’art
GG Art. 5,3 (Freiheit der Kunst)
Die Ästhetisierung des Hässlichen: Tendenzen
der Umwertung der Metaphysik des Schönen
seit dem 19. Jahrhundert
Obszönität und Schamlosigkeit als gezielte
Grenzüberschreitung (George Bataille)
Das Konzept des Erhabenen: Immanuel Kant
– Friedrich Schiller – Karl Philipp Moritz –
Ernst Jünger – Jean Francois Lyotard
Darstellungen von Gewalt, Ästhetisierung von
Gewalt
Die Erweiterung des Kunstbegriffs: Design,
Werbung, Instrumentalisierung der Kunst in
der Werbung
Sich selbst ästhetisieren: sich stylen
Organisation des Selbstverständnisses über
das Aussehen, nicht mehr über die berufliche
Stellung und Tätigkeit
Schönheitschirurgie; das Ich als Kunstprodukt
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Ethik
Gibt es wirklich gute Kunst, die gleichwohl moralisch verwerflich ist?
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„Literatur ist niemals nur Kunst (...). Denn sie
ist Gewissen – das aus der Welt hervorgehobene und vor sie hingestellte Gewissen.“
(Heinrich Mann)
„Ein Werk, das der Realität gegenüber keine
Souveränität zeigt und dem Publikum der Realität gegenüber keine Souveränität verleiht, ist
kein Kunstwerk.“ (Bertolt Brecht)
„Poesie ist Moral.“ (Kurt Marti)
R. M. Rilke: Archäischer Torso Apolls
Andererseits, z. B.:
– Heinrich v. Kleist: Die Hermannsschlacht (?)
– Georg Heym: Der Krieg (?)
– Stanley Kubrick: Clockwork Orange (?)
Literatur, zumal epische und dramatische Literatur, ist immer moralisch behaftet und moralisch diskutierbar.
Die Intentionalität von Kunst/Literatur realisiert
sich im Kopf des Rezipienten.
Was ist der Mensch?
Den Schülerinnen und Schülern wird die Bandbreite gegenwärtiger Vorstellungen vom Menschen
bewusst. Sie reflektieren ihre praktischen Konsequenzen. Sie kennen relevante Positionen aus der
Tradition und ihre Auswirkungen in unterschiedlichen Lebensbereichen (z. B. Alltag, Umgang miteinander, Erziehung, Staatsverständnis).
Welche Vorstellungen vom Menschen haben
wir heute?
Wie wirken sie sich aus?
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Meldungen/Berichte menschlicher Grausamkeit und Gewaltkriminalität
M: Brainwriting: Was ist der Mensch?
Das Menschenbild
– des Grundgesetzes, der Demokratie
– der Marktwirtschaft
– der Pädagogik
– der Humanwissenschaften, der Medizin
– der Religionen
– der Ethik
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Ethik
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Welche Vorstellungen vom Menschen hatten
Menschen früher?
Wie wirken sie sich aus?
Menschenbilder der Mythen (der Sündenfallmythos und seine Rezeptionsgeschichte: Pico
della Mirandola, Herder, Kant, Schiller, Kleist)
Sokrates, Platon und Aristoteles in ihrer Auseinandersetzung mit dem Hedonismus und der
Sophistik
Vom christlichen Mittelalter zur Neuzeit: Abhängigkeit von Gott, Sündhaftigkeit, Jenseitsorientierung – Autonomie und Fortschrittsdenken
Die Bandbreite philosophischer Konzepte:
Hume – Hobbes – Kant – Schopenhauer,
Nietzsche – Bloch
Die philosophische Anthropologie des 19. und
20. Jahrhunderts: Feuerbach, Scheler, Plessner, Gehlen
Wie wollen wir uns sehen?
M: Wir entwerfen uns als Menschen der Zukunft
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Ethik
Literaturhinweise
LPE 1:
Wolfgang Althof (Hrsg.): Laurence Kohlberg. Die Psychologie der Moralentwicklung.
Frankfurt/M 1995
Alvin Bandura: Sozial-kognitive Lerntheorie.
Stuttgart 1979
Martin und Sibylle Greiffenhagen: Ein schwieriges Vaterland. Zur politischen Kultur im vereinigten
Deutschland. München/Leipzig 1993
Ronald Inglehart: Modernisierung und Postmodernisierung.
Frankfurt/M1997
Jugend 2002. 14. Shell-Jugendstudie. Frankfurt/M 2002
LPE 2:
Stefan Gosepath, Georg Lohmann (Hrsg): Philosophie der Menschenrechte.
Frankfurt/M 1999
Hauke Brunkhorst, Wolfgang R. Köhler, Matthias Lutz-Bachmann (Hrsg): Recht auf Menschenrechte. Frankfurt/M 1999
Norberto Bobbio: Das Zeitalter der Menschenrechte.
Berlin 1999
Johan Galtung: Menschenrechte - anders gesehen.
Frankfurt/M 1997
LPE 3:
Angelika Krebs (Hrsg): Naturethik.
Frankfurt/M 1997
Hans Jonas: Von Kopernikus zu Newton. In: H. J.: Philosophische Untersuchungen und
metaphysische Vermutungen (S. 193-127). Frankfurt/M 1994
Hans Jonas: Wertfreie Wissenschaft und Verantwortung. In: H. J.: Technik, Medizin und Ethik
(S. 76-89). Frankfurt/M 1985
Hans Jonas: Das Prinzip Leben.
Frankfurt/M 1997
Andreas Brenner: Ökologie-Ethik.
Leipzig 1996
Manuel Schneider (Hrsg): Den Tieren gerecht werden.
Witzenhausen 2001
Ernst U. v. Weizsäcker: Erdpolitik. Ökologische Realpolitik an der Schwelle zum Jahrhundert
der Umwelt. Darmstadt 1989
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
K.u.U., LPH {Nr/Jahr} Reihe { } Nr.{ } Band { } {Datum}
17.06.03/Gue
L - 01/3248 14
Ethik
37
LPE 4:
Otfried Höffe: Aristoteles' universalistische Tugendethik. In: Klaus Peter Rippe, Peter Schaber
(Hrsg): Tugendethik. Stuttgart 1998
Robert Nozick: Vom richtigen, guten und glücklichen Leben.
München 1993
Martha C. Nussbaum: Gerechtigkeit oder Das gute Leben.
Frankfurt/M 1998
ZDPE 1/2001: Martha C. Nussbaum.
Braunschweig 2001
Wilhelm Schmid: Philosophie der Lebenskunst.
Frankfurt/M 1998
Martin Seel: Versuch über die Form des Glücks.
Frankfurt/M 1999
Robert Spaemann: Moralische Grundbegriffe.
München 1983
LPE 5:
Friedrich Hacker: Aggression.
München 1993
Christian Vogel: Vom Töten zum Mord.
München 1989
Götz Eisenberg: Amok – Kinder der Kälte. Über die Wurzeln von Wut und Hass.
Hamburg 2000
Kursbuch: Gewalt. Kursbuch 147.
Berlin 2002
Gerhard Konzelmann: Dschihad und die Wurzeln eines Weltkonflikts.
München 2002
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
K.u.U., LPH {Nr/Jahr} Reihe { } Nr.{ } Band { } {Datum}
17.06.03/Gue
L - 01/3248 14
38
Ethik
LPE 6:
Peter Bieri: Das Handwerk der Freiheit. Über die Entdeckung des eigenen Willens.
München 2001
Richard Dawkins: Das egoistische Gen.
Berlin, Heidelberg, Oxford, 1994
René Descartes (1641): Meditationen über die erste Philosophie. (Vierte Meditation)
Sigmund Freud (1930): Das Unbehagen in der Kultur. (Studienausgabe, Band IX)
Arnold Gehlen: Anthropologische Forschung.
Reinbek 1961
Johann Gottfried Herder (1772): Abhandlung über den Ursprung der Sprache
David Hume (1758): Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. (Abschn. VII, VIII)
Immanuel Kant (1785): Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
Karl Marx (1785): Die deutsche Ideologie. (Kap. I, Feuerbach) MEW 3
Gerhard Roth: Fühlen, Denken, Handeln – Wie das Gehirn unser Verhalten steuert.
Frankfurt/M, 2001
Jean-Paul Sartre: Ist der Existenzialismus ein Humanismus? Drei Essays.
Reinbek 1966
Burrhus F. Skinner: Jenseits von Freiheit und Würde.
Reinbek 1966
Benedictus (Baruch) de Spinoza (1680): Ethik, nach der geometrischen Methode dargestellt.
(Teil IV, V)
Ulrich Steinvorth: Was ist Vernunft? Eine philosophische Einführung.
München 2002 (3. Teil: Vernunft und Natur)
Ulrich Steinvorth: Freiheitstheorien in der Geschichte der Neuzeit.
München 2000
LPE 7:
Jean Amery: Hand an sich legen – Diskurs über den Freitod.
Stuttgart 1976
Udo Benzenhöfer: Der gute Tod? Euthanasie und Sterbehilfe in Geschichte und Gegenwart.
München 1999
Hans A. Hartmann/ Konrad Heydenreich (Hrsg): Verdammt viel Vergnügen! Beiträge zum Freizeitverhalten Jugendlicher. Frankfurt/M 1995 (edition ethik kontrovers)
Rainer Hegselmann/ Reinhard Merkel (Hrsg): Zur Debatte über Euthanasie.
Frankfurt/M 1992
Kay Refield Jamison: Wenn es dunkel wird. Zum Verständnis des Selbstmords.
Berlin 2000
Walter Jens/ Hans Küng: Menschenwürdig sterben.
München 1995
Roger Willemsen (Hrsg): Der Selbstmord.
München 1989
EU 2/01: Selbstentwürfe, Verkörperungen
Schüler 2002: Körper
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
K.u.U., LPH {Nr/Jahr} Reihe { } Nr.{ } Band { } {Datum}
17.06.03/Gue
L - 01/3248 14
Ethik
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LPE 8:
Aristoteles: Nikomachische Ethik.
Hamburg (Meiner) 1985
M. Düwell, Ch. Hübenthal, Ch. Werner (Hrsg): Handbuch Ethik. Stuttgart 2002 (Metzler) /Teil II:
Ethische Theorien im Überblick, S. 25-231)
Jürgen Habermas: Erläuterungen zur Diskursethik.
Frankfurt 1992 (Suhrkamp)
Richard M. Hare: Moralisches Denken. Seine Ebenen, seine Methoden, sein Witz.
Frankfurt/M 1984 (Suhrkamp)
Thomas Hobbes: Leviathan – Hrsg. und eingeleitet von I. Fetscher.
Frankfurt/M 1984 (Suhrkamp)
Otfried Höffe: Einführung in die utilitaristische Ethik.
Tübingen 1992
Immanuel Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.
Hamburg 1990 (Meiner)
Wolfgang Kuhlmann: Zur Begründung der Diskursethik. In: ders: Sprachphilosophie – Hermeneutik, Ethik, Studien zur Transzendentalpragmatik. Würzburg 1992 (S. 164-175)
Emmanuel Levinas: Ethik und Unendliches.
Wien 1996 (Passagen-Verlag)
Francois Lyotard: Postmoderne Moralitäten.
Wien 1998 (Passagen-Verlag)
John Stuart Mill: Utilitarismus, Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von D. Birnbacher.
Stuttgart 1985 (Reclam)
Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft. In: Sämtliche Werke, Kritische Studienausgabe
Band 3. Hrsg: G. Colli, M. Montinari. München 1980 (dtv/Gruyter)
Konrad Ott: Moralbegründungen zur Einführung.
Hamburg 2001
Richard Rorty: Wahrheit und Fortschritt.
Frankfurt/M 2000 (Suhrkamp)
Arthur Schopenhauer: Metaphysik der Sitten. Hrsg: V. Spierling.
München, Zürich 1985 (Piper)
Peter Singer: Praktische Ethik.
Stuttgart 1984 (Reclam)
Ernst Tugendhat: Vorlesungen über Ethik.
Frankfiurt/M 1993
Frans de Waal: Der gute Affe.
München 1996
Wilhelm Weischedel: Skeptische Ethik.
Frankfurt/M 1993
Wolfgang Welsch (Hrsg): Wege aus der Moderne, Schlüsseltexte der Postmoderne – Diskussion.
Berlin 1994 (Akademie-Verlag)
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
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Ethik
LPE 9:
Beck, Dorothee, Meine, Hartmut: Wasserprediger und Weintrinker.
Wie Reichtum vertuscht und Armut verdrängt wird. Göttingen 1997.
Bolte, Karl Martin, Hradil, Stefan: Soziale Ungleichheit in der Bundesrepublik.
Opladen 1994
Hanesch, W. u.a.: Armut und Ungleichheit in Deutschland.
Reinbek 2000
Höffe, Otfried: Gerechtigkeit. Eine philosophische Einführung.
München 2001
Kersting, Wolfgang: Theorien der sozialen Gerechtigkeit.
Stuttgart 2000
Kersting, Wolfgang: Kritik der Gerechtigkeit.
Göttingen 2002
Koslowski, Peter: Prinzipien der ethischen Ökonomie.
Tübingen 1988
Krebs, Angelika (Hrsg.). Gleichheit und Gerechtigkeit. Texte der neuen Egalitarismuskritik.
Frankfurt 2000
MacIntyre, Alasdair: Der Verlust der Tugend.
Frankfurt/M. 1995, Kap. 17
Nagel, Thomas: Eine Abhandlung über Gleichheit und Parteilichkeit.
Paderborn, München 1994
Nozick, Robert: Anarchie -Staat –Utopia.
München 1976, Kap. 7, S. 143-168
Rawls, John: Eine Theorie der Gerechtigkeit.
Frankfurt/M. 1975, Bes.Kap.1,5 ,9
Rawls, John: Politischer Liberalismus.
Frankfurt/M. 1998. Bes. S. 67-118.
Schmücker, R., Steinvorth, U.: Gerechtigkeit und Politik.
Berlin 2002.
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Ethik
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LPE 10:
Julia Dietrich u.a. (Hrsg): Humane Genetik?
Seelze 2002 (Velber) (edition ethik kontrovers 10)
Christian Geyer (Hrsg): Biopolitik. Die Positionen.
Frankfurt/M 2001
Jürgen Habermas: Die Zukunft der menschlichen Natur.
Frankfurt/M 2001
Otfried Höffe u.a.: Gentechnik und Menschenwürde.
Köln 2002
Otfried Höffe u.a.: Medizin ohne Ethik?
Frankfurt/M 2002
Norbert Hoerster: Abtreibung im säkularen Staat.
Frankfurt/M 1991
Norbert Hoerster: Neugeborene und das Recht auf Leben.
Frankfurt/M 1995
Norbert Hoerster: Ethik des Embryonenschutzes.
Stuttgart 2002
Andreas Kuhlmann: Abtreibung und Selbstbestimmung. Die Intervention der Medizin.
Frankfurt 1996
Andreas Kuhlmann: Politik des Lebens, Politik des Sterbens. Biomedizin in der liberalen Demokratie. Berlin 2001
Michael Quante: Personales Leben und menschlicher Tod. Personale Identität als Prinzip der biomedizinischen Ethik. Frankfurt/M 2002
LPE 11:
Ernst Bloch: Naturrecht und menschliche Würde.
Frankfurt/Main 1985
Detlef Horster: Rechtsphilosophie zur Einführung
Hamburg 2002
Hans Kelsen: Was ist Gerechtigkeit?
Stuttgart 2000
Gustav Radbruch: Rechtsphilosophie – Eine Studienausgabe.
Stuttgart 1999
Carl Schmitt: Legitimität.
Berlin 1998
Reinhold Zippelius: Das Wesen des Rechts – Eine Einführung in die Rechtsphilosophie.
Stuttgart 1997
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Ethik
LPE 12:
Peter L. Berger : Zur Dialektik von Religion und Gesellschaft.
Frankfurt/M 1988
Emile Durkheim: Die elementaren Formen des religiösen Lebens.
Frankfurt/M 2001
Mircea Eliade: Das Heilige und das Profane. Vom Wesen des Religiösen.
Frankfurt/M 1998
Ludwig Feuerbach: Das Wesen des Christentums (1841) .
Stuttgart 1990
Sigmund Freud: Die Zukunft einer Illusion.
Frankfurt/M 1993
Erich Fromm: Märchen, Mythen, Träume. Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen
Sprache. Reinbek 1981
Adel Th. Khoury: Das Ethos der Weltreligionen.
Freiburg 1993
Hans Küng: Das Projekt Weltethos.
München 1990.
Kursbuch 149 (September 2002): Gott ist tot und lebt.
Berlin 2002
Thomas Luckmann: Die unsichtbare Religion.
Frankfurt/M 1991
Karl Marx: Die Frühschriften/hrsg. von Siegfried Landshut.
Stuttgart 1971
Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft. In: Sämtliche Werke, Kritische Studienausgabe,
Band 3, München 1980
Rolf Schieder: Wieviel Religion verträgt Deutschland?
Frankfurt/M 2001
Friedrich Schleiermacher: Über die Religion.
München 1991
Charles Taylor: Die Formen des Religiösen in der Gegenwart.
Frankfurt/M 2002
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Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
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LPE 13:
Ulrich Beck u.a.: Eigenes Leben.
München 1997
Ulrich Beck/ Elisabeth Beck-Gernsheim (Hrsg): Riskante Freiheiten.
Frankfurt/M 1994
Seyla Benhabib: Selbst im Kontext.
Frankfurt/M 1999
Seyla Benhabib: Kulturelle Vielfalt und demokratische Gleichheit.
Frankfurt/M 1999
Erik H. Erikson: Der vollständige Lebenszyklus.
Frankfurt/M 1988
Axel Honneth: Kampf um Anerkennung.
Frankfurt/M 1998
Heiner Keupp u.a.: Identitätskonstruktionen.
Reinbek 1999
Ernst Tugendhat: Vorlesungen über Ethik.
Frankfurt/M 1993 (Dritte Vorlesung)
EU kontrovers 6 (1998): Multikulturalität
EU 4/02: Identitätskonstruktionen
Ich und die anderen. Selbstfindung in Gemeinschaft. Klett Arbeitsblätter Ethik/Philosophie
LPE 14:
Günter Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, Bd. 1 und 2.
München 1992
Ulrich Beck: Risikogesellschaft.
Frankfurt/M 1996
Dieter Birnbacher: Ökophilosophie.
Stuttgart 1997
Christoph Habig: Ethik der Technik – Ein Leitfaden.
Berlin 1999
Hans Jonas: Dem bösen Ende näher – Gespräche über das Verhältnis des Menschen zur Natur.
Frankfurt/M 1993
Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung.
Frankfurt/M 1984
Hans Lenk und Günter Ropohl: Technik und Ethik.
Stuttgart 1987
Günther Meyer-Abich: Aufstand für die Natur.
München 1990
Barbara Skorupinski, Konrad Ott: Technologiefolgenabschätzung und Ethik.
Zürich 2000
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
K.u.U., LPH {Nr/Jahr} Reihe { } Nr.{ } Band { } {Datum}
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Ethik
LPE 15:
Frank Hartmann: Medienphilosophie. (utb)
Hausmanninger, Bohrmann (Hrsg): Mediale Gewalt. Interdisziplinäre und ethische Perspektiven.
Stuttgart 2002 (utb)
Rudolf Maresch, Niels Werber (Hrsg): Medien. Macht. (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Hermann Meyn: Massenmedien in Deutschland (Lernmaterialien).
Neuauflage 2001
Florian Rötzer: Medien der Gewalt
Christoph Türcke: Erregte Gesellschaft. Philosophie der Sensation.
München 2002
Deutscher Presserat: Publizistische Grundsätze, Fassung vom 14.02.1996.
Bonn 1996
EU 2/02: Medium Bild
Beruf ohne Moral. In: Die Zeit, 26.12.1997: Journalismus
LPE 16:
Ulrich Beck: Was ist Globalisierung?
Frankfurt/M 1998
Walter L. Bühl: Verantwortung für soziale Systeme. Grundzüge einer globalen Gesellschaftsethik.
Stuttgart 1998
John Gray: Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen. Frankfurt/M 2001
Klaus Hirsch/ Annette Scheunpflug: Globalisierung als Herausforderung für die Pädagogik.
Frankfurt/M 1999
Otfried Höffe: Demokratie im Zeitalter der Globalisierung.
München 1999
Wolfgang Kersting: Theorien der sozialen Gerechtigkeit.
Wien 2000
Wolfgang Kersting: Kritik der Gleichheit. Über die Grenzen der Gerechtigkeit und Moral.
Weilerswist 2002
Matthias Lutz-Bachmann/ James Bohmann: Weltstaat oder Staatenwelt?
Frankfurt/M 2002
Hans-Peter Mahnke/ Alfred K. Treml (Hrsg): Total global. Weltbürgerliche Erziehung oder Überforderung der Ethik? Frankfurt/M 2000 (edition ethik kontrovers 8)
Jerry Mander/ Edward Goldsmith (Hrsg): Schwarzbuch Globalisierung.
München 2002
Dieter Senghaas: Zivilisierung wider Willen.
Frankfurt/M 1998
Michael Walzer: Lokale Kritik – globale Standards. Zwei Formen moralischer Auseinandersetzung.
Hamburg 1996
Michael Walzer: Über Toleranz. Von der Zivilisierung der Differenz.
Hamburg 1998
Michael Walzer: Sphären der Gerechtigkeit. Ein Plädoyer für Pluralität und Gleichheit.
Frankfurt/M 1998
Jean-Pierre Wils/ Hans-Peter Mahnke (Hrsg): Multikulturalität. Traum – Alptraum – Wirklichkeit.
Frankfurt/M 1998 (edition ethik kontrovers 6)
Jean Ziegler: Wie kommt der Hunger in die Welt? Ein Gespräch mit meinem Sohn.
München 2002
Berufliches Gymnasium der sechs- u. dreijährigen Aufbauform
Landesinstitut für Erziehung und Unterricht – Abteilung III
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Ethik
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LPE 17:
Johann S. Ach/ Michael Quante (Hrsg): Hirntod und Organverplanzung. Ethische, medizinische,
psychologische und rechtliche Aspekte der Transplantationsmedizin. Stuttgart 1999
Richard Fuchs: Tod bei Bedarf. Das Mordsgeschäft mit Organtransplantationen.
Frankfurt/M 1996
Renate Greinert/ Gisela Wuttke (Hrsg): Organspende. Kritische Ansichten zur Transplantationsmedizin. Göttingen 1993
Otfried Höffe: Medizin ohne Ethik?
Frankfurt/M 2002
Johannes Hoff/ Jürgen in der Schmitten (Hrsg): Wann ist der Mensch tot? Organverpflanzung und
Hirntodkriterium. Reinbek 1994
Winfried Kahlke/ Stella Reiter-Theil (Hrsg): Ethik in der Medizin.
Stuttgart 1995
Stephan Kolb (Hrsg): Fürsorge oder Vorsorge?
Frankfurt/M 1996
Wolfgang Kersting: Gerechtigkeit und Medizin. In: Wolfgang Kersting: Recht, Gerechtigkeit und
demokratische Tugend. Frankfurt/M 1997 (S. 170-212)
Walter Krämer: Die Krankheit des Gesundheitswesens.
Frankfurt/M 1989
Hans-Martin Sass (Hrsg): Medizin und Ethik.
Stuttgart 1989
Thomas Schlich: Transplantation. Geschichte, Medizin, Ethik der Organverpflanzung.
München 1998
Urban Wiesing (Hrsg): Ethik in der Medizin. Ein Reader.
Stuttgart 2000
EU 4/01: Ethik im medizinischen Alltag
LPE 18:
Hans A. Hartmann/Konrad Heydenreich (Hrsg): Moral des schönen Seins. Beiträge zur ethischen
Reflexion über Kunst und Ästhetik. Frankfurt/M 1993 (edition ethik kontrovers 1)
Politik und Poesie. Das Gedicht 10/10. 2002
Praxis Deutsch 95. 1989: Literatur und Moral
Christian Schenk: Muss Literatur moralisch sein?
Hamburg 2001
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Ethik
LPE 19:
Gerhard Arlt: Philosophische Anthropologie.
Stuttgart 2001
Friedhelm Decher u.a. (Hrsg): Philosophische Anthropologie im 19. Jahrhundert.
Würzburg 1997
Ruth Dölle-Oelmüller/ Willi Oelmüller: Grundkurs: Philosophische Anthropologie.
Stuttgart 1996
Martin Endreß/ Neil Roughley (Hrsg): Anthropologie und Moral.
Würzburg 2000
Gunter Gebauer (Hrsg): Anthropologie.
Leipzig 1998
Gerd Hefner: Philosophische Anthropologie.
Stuttgart 2000
Willi Oelmüller u.a.: Philosophische Arbeitsbücher VII. Diskurs: Mensch.
Stuttgart 1993
Werner Schüßler (Hrsg): Philosophische Anthropologie.
Freiburg 2000
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