Betadona®

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230102 Info-Wundspray
28.05.2003 11:13 Uhr
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Liebe Patientin! Lieber Patient!
Ihr Arzt oder Apotheker hat Ihnen Betadona® Wund-Spray empfohlen.
Damit hat er für Ihren persönlichen Fall eine gezielte Auswahl aus dem Arzneimittelschatz
getroffen. Halten Sie sich bitte genau an die Anordnungen Ihres Arztes oder Apothekers.
GEBRAUCHSINFORMATION
Betadona
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Wund-Spray
Wirkstoff: Polyvidon-Jod
Z.Nr.: 1-23743
Zusammensetzung
1 g enthält 25 mg Polyvidon-Jod-Komplex, Gesamtgehalt: 0,25 % verfügbares Jod,
Isopropylmyristat, n-Pentan, Propan-Butan/Isobutan 25:75 in verflüssigtem Treibgas
suspendiert.
Arzneiform
Suspension
Packungsgröße
30 g
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Wie wirkt Betadona Wund-Spray?
Polyvidon-Jod (PVP-Jod) wirkt umfassend keimtötend. Es ist wirksam gegen Bakterien,
Pilze, Sporen, Viren und Protozoen (Einzeller). Zuverlässige Wunddesinfektion verhindert
weitgehend Infektionen und begünstigt eine rasche, problemlose Heilung. Eine Resistenz
(Widerstandsfähigkeit von Infektionserregern) gegen PVP-Jod ist aufgrund der Wirkungsweise nicht zu befürchten.
Durch die Bindung an den PVP-Komplex verliert das Jod weitgehend die reizenden
Eigenschaften alkoholischer Jodzubereitungen und ist gut verträglich für Haut, Schleimhaut
und Wunden.
Beim Wirkungsvorgang entfärbt sich das Jod, die Tiefe der Braunfärbung zeigt daher seine
Wirksamkeit an. Bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich.
Zulassungsinhaber
MUNDIPHARMA Ges.m.b.H., Wien
Hersteller
Mundipharma Pharmaceuticals Ltd., Nikosia, Zypern
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Wann wird Betadona Wund-Spray angewendet?
- Vorbeugung und Behandlung von Infektionen bei Verbrennungs-, Schnitt- und
Schürfwunden.
- Vorbeugende Behandlung infektionsgefährdeter Wunden, wie z.B. nach Anlegen
einer Naht zur Wundversorgung oder nach chirurgischen Eingriffen.
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Wann dürfen Sie Betadona Wund-Spray nicht anwenden bzw. ist besondere Vorsicht geboten?
Wenden Sie Betadona® Wund-Spray nicht an bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber
einem der Bestandteile des Präparates, bei Schilddrüsenüberfunktion (Anzeichen: Pulsbeschleunigung, innere Unruhe), bei Schilddrüsenerkrankungen und bei der seltenen chronischen Hautentzündung Dermatitis herpetiformis Duhring.
Bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten, ist Betadona® WundSpray nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt anzuwenden.
Gegebenenfalls sollte die Schilddrüsenfunktion überwacht werden. Nach Schilddrüsenerkrankungen oder im Falle eines Kropfes sollte PVP-Jod über längere Zeit oder großflächig
nur nach strenger Nutzen/Risikoabwägung angewendet werden, da eine nachfolgende
Schilddrüsenüberfunktion nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.
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Darf Betadona Wund-Spray während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit
angewendet werden?
Eine Anwendung bei Schwangeren ab dem 3. Monat und während der Stillzeit darf nur nach
ausdrücklicher Anweisung des Arztes erfolgen; eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion bei der Mutter bzw. dem Säugling ist angezeigt. Eine Behandlung soll nur kurz
dauern.
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Was müssen Sie außerdem bedenken?
Vorsicht, Sprühnebel nicht einatmen und nicht in die Augen oder in die Nähe der Augen
sprühen. Die Treibgase sind brennbar. Der Sprühnebel kann sich entzünden. Deshalb
Vorsicht mit offenen Flammen. Elektrokauter (medizinisches Gerät) erst nach vollständigem
Verflüchtigen des Sprühnebels anwenden. Unter der Anwendung von PVP-Jod kann die
Jod-Aufnahme der Schilddrüse herabgesetzt sein; dies kann zu Störungen bei verschiedenen Untersuchungen (Schilddrüsenszintigraphie, PBI-Bestimmung, Radio-Jod-Diagnostik)
führen und eine geplante Behandlung der Schilddrüse mit Jod (Radio-Jod-Therapie) unmöglich machen. Bis zur Aufnahme eines neuen Szintigramms sollte ein Abstand von mindestens 1 - 4 Wochen nach Absetzen der Behandlung eingehalten werden.
Wegen der oxidierenden Wirkung von Polyvidon-Jod können verschiedene Diagnostika
falsch-positive Ergebnisse liefern (u.a. Toluidin und Guajak-Harz zur Hämoglobin- oder
Glucosebestimmung im Stuhl oder Urin). Durch die oxidative Eigenschaft von PVP-Jod
können Metalle rostig werden, Kunststoffe sind im allgemeinen PVP-Jod beständig. Von
Fall zu Fall kann eine meist wieder verschwindende Verfärbung auftreten.
PVP-Jod ist aus Textilien und anderen Materialien mit warmem Wasser und Seife, in hartnäckigen Fällen mit Ammoniak (Salmiakgeist) oder Natriumthiosulfat-Lösung (Fixiersalz),
leicht entfernbar. Bei Fortbestand der Beschwerden oder wenn der erwartete Erfolg durch
die Anwendung nicht eintritt, ist ehestens ärztliche Beratung erforderlich.
Melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen sowie andere Erkrankungen Ihrem Arzt.
Melden Sie Ihrem Arzt, wenn Sie andere Medikamente verwenden. Der Eintritt einer
Schwangerschaft ist ebenfalls dem Arzt zu melden. Bewahren Sie dieses Arzneimittel
immer außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern auf.
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Welche Substanzen können mit Betadona Wund-Spray Wechselwirkungen verursachen?
Verwenden Sie nicht gleichzeitig PVP-Jod und Wasserstoffperoxid, enzymatische oder
Silber- sowie Taurolidinhältige Wundbehandlungsmittel bzw. Desinfektionsmittel, da es zur
gegenseitigen Wirkungsabschwächung kommt. Sie dürfen PVP-Jod nicht zusammen mit
quecksilberhaltigen Präparaten anwenden, da sich ätzendes Quecksilberjodid bilden kann.
Eine Reaktion mit Eiweiß und anderen ungesättigten organischen Verbindungen, wie Blut
und Eiter, ist möglich - eine häufigere Anwendung von Betadona® Wund-Spray kann erforderlich sein. Längerfristige, insbesondere großflächige Anwendung sollte bei Patienten
unter Lithiumtherapie vermieden werden.
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Wie und wie oft sollen Sie Betadona Wund-Spray anwenden?
Die Dosis richtet sich nach der Größe der zu behandelnden Stelle. Ein- bis mehrmals
täglich auf die zu behandelnde Stelle sprühen, bis diese sichtbar mit dem goldbraunen
PVP-Jod-Pulver bedeckt ist. Bei Entfärbung ist eine Nachdosierung erforderlich. Wenden
Sie Betadona® Wund-Spray nicht gemeinsam mit anderen Wundbehandlungsmitteln an
(siehe auch Abschnitt „Welche Substanzen können mit Betadona® Wund-Spray Wechselwirkungen verursachen“).
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Wie wird Betadona Wund-Spray verwendet?
Betadona® Wund-Spray ist zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Betadona® Wund-Spray
bildet einen trockenen Film auf dem behandelten Areal und ist leicht abwaschbar. Sprühdose vor Gebrauch kräftig schütteln, senkrecht anwenden und im Abstand von 15 cm auf
die zu behandelnde Stelle sprühen. Das Treibgas verflüchtigt sich sofort und der beim
Aufsprühen entstandene Kältereiz verschwindet sehr rasch. Falls erforderlich, kann darüber
ein Verband angelegt werden.
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Wie sollten Sie Betadona Wund-Spray aufbewahren?
Das auf dem Karton und der Spray-Dose angegebene Verfalldatum darf nicht überschritten
werden.
Leicht entzündlich. Von Zündquellen (wie z. B. Zigaretten) fernhalten. Nicht über
25 °C lagern. Nicht höheren Temperaturen als 50 °C aussetzen (z.B. nicht in der
Sonne, im heißen Auto oder in unmittelbarer Nähe eines Heizkörpers stehen lassen).
Diese Gebrauchsinformation wurde am 03. 05. 2002 erstellt.
Bei Unklarheiten fachliche Beratung einholen.
498-BDWS-02/05-GI
LE040-0305, Pantone 1235 C, 110 x 200 mm
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Welche unerwünschten Wirkungen kann Betadona Wund-Spray haben?
Betadona® Wund-Spray ist besonders gut verträglich; sehr selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut auf (z.B. kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp, die sich in
Form von Jucken, Rötung, Bläschen o.ä. äußern können). In Einzelfällen wurde über akute
allergische Allgemeinreaktionen mit Blutdruckabfall und/oder Luftnot (anaphylaktische
Reaktionen) berichtet. In Einzelfällen kann es bei Patienten, die dazu neigen, zu Schilddrüsenüberfunktion kommen. Das Auftreten von Elektrolyt- und Serumosmolaritäts-Störungen
und die damit verbundene Beeinträchtigung der Nierenfunktion bzw. Störung des SäureBasen-Haushalts kann bei der großflächigen Verbrennungsbehandlung mit PVP-Jod
begünstigt werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation
angeführt sind, melden Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Apotheker.
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