SCHILLERJAHR 2005

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Das Magazin der CargoLine. Ausgabe 2/2005
AUFBRUCH:
DIE ZUKUNFT
FEST IM BLICK
INNOVATION IM
MITTELSTAND
SCHILLERJAHR 2005
EDITORIAL
Liebe
Leserinnen
und Leser,
am 9. Mai 1805 starb Friedrich von Schiller im
Alter von nur 46 Jahren in Weimar. Als junger
Mann erlebte er den Übergang vom absolutistischen zum bürgerlichen Zeitalter und
zur Französischen Revolution. Dieser Wechsel war geprägt vom Erwachen eines bürgerlichen Selbstbewusstseins und einer
damit verbundenen Aufbruchstimmung, die
v.a. in seinen jungen Werken wie Die Räuber
und Kabale und Liebe zum Ausdruck
kommt.
Eine solche Aufbruchstimmung braucht Mut
und Eigeninitiative. Eigenverantwortliches
Handeln ist gefragt. Dazu soll uns dieser
bedeutende Dichter und Denker im
Schillerjahr 2005 als literarischer Repräsentant einer solchen Geisteshaltung und
als „Schirmherr” dieser Ausgabe anregen.
Eine kleine Auswahl mittelständischer
Unternehmen, die trotz der politisch-wirtschaftlichen Rahmenbedingungen etwas
bewegen, möchten wir stellvertretend für
viele andere Tatkräftige hier vorstellen.
Unternehmen, die finanzielle Risiken eingehen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Unternehmen, die mit einem kleinen Entwicklerteam und guten Ideen lukrative Nischenmärkte erobern. Unternehmen wie die 43
Partner der Stückgutkooperation CargoLine,
die gemeinsam eine Vision und eine
Strategie entwickeln, um weiterhin erfolgreich zu sein und gemeinsam zu wachsen.
Und die zur Umsetzung dieser Vision auch
in die qualifizierte Ausbildung junger
Menschen investieren.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihnen Ihr
INHALT
BLICKPUNKT: AUFBRUCH
4
8
KEINE FRAGE DER GRÖSSE
DIE ZUKUNFT FEST IM BLICK
PROJEKTE IM FOKUS
5
7
STARKES ENGAGEMENT
C-TEILE-MANAGEMENT
NACH DEM KANBAN-PRINZIP
KEINE FRAGE
DER GRÖSSE – 4
INTERNATIONAL
10 G. ENGLMAYER
11 OTTO HANSEN
QUALITÄTSMANAGEMENT
12 QUALITÄTSVERSPRECHEN
MIT BRIEF UND SIEGEL
UNTERNEHMENSFÜHRUNG
14 ES MUSS NICHT IMMER
KAVIAR SEIN
C-TEILE-MANAGEMENT
NACH DEM KANBANPRINZIP – 7
NEWS
15 STABWECHSEL AN DER B10,
DER B61 UND DER A3
16 INVESTITION IN DIE ZUKUNFT
17 SPEDITION KUNZE GOES EUROPE
17 REISE DURCH DIE WELT
DER LOGISTIK
18 S.A.F.E.
TOOOOOR!
GRILLFEST IM REGIONALHUB NORD
DIE ZUKUNFT
FEST IM BLICK – 8
PRODUKTE & SERVICES
19 MASSGESCHNEIDERTE
PRODUKTE UND
DIENSTLEISTUNGEN
PARTNER
Hans-Helmut Feykes
20 MITTELSTÄNDISCH.
EUROPÄISCH. STARK.
ES MUSS NICHT IMMER
KAVIAR SEIN – 14
3
BLICKPUNKT: AUFBRUCH
PROJEKTE IM FOKUS
KEINE FRAGE DER GRÖSSE
STARKES ENGAGEMENT
WIE SICH EIN MITTELSTÄNDISCHES UNTERNEHMEN AUS NEUWIED
CargoLine-Partner Spedition Balter baut und betreibt für
die Winthrop Arzneimittel GmbH zwei Hochregalläger im
Wert von rund acht Millionen Euro
MIT EINFALLSREICHTUM IM MARKT BEHAUPTET
heißt das Produkt „SUMO”. Auch die unter
strengsten Sicherheitsauflagen entwickelte
vorfrankierte Briefhülle wie der Plusbrief
der Deutschen Post geht auf das Neuwieder Unternehmen zurück.
2004 war das „Jahr der Innovation". Ach, Sie
haben das nicht bemerkt? Kein Wunder, im
vergangenen Jahr machte eigentlich nur
eine deutsche Innovation von sich reden,
und das noch dazu überwiegend negativ:
das Mautsystem. Dabei bemängeln Politik
und Wirtschaft den Verlust der deutschen
Innovationsfähigkeit zu Unrecht. Vielleicht
müssten sie nur mal genauer hinschauen.
Zum Beispiel nach Neuwied bei Koblenz.
Dort bringt die mittelständische Curtis 1000
Europe AG jedes Jahr fünf bis zehn neue
Produkte zur Marktreife. Und das in einer
Branche, die weitgehend gesättigt zu sein
scheint: der Papierbranche.
Das F&E-Team des Versandtaschenherstellers umfasst gerade mal vier Mitarbeiter
aus den Bereichen Vertrieb, Marketing,
Produktion und Verwaltung sowie Dipl.-Ing.
Ingo Hafner. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Curtis 1000 Europe AG führt
die solide Marktsituation und Innovationskraft seiner Unternehmensgruppe auf die
Rohstoffaffinität der Produkte zurück. „Wie
in jeder Branche gibt es auch in der
Papierbranche einen Trend hin zu Luxusgütern einerseits und Massenware andererseits, die qualitative Mitte bleibt außen vor”,
4
erklärt Hafner. „Deshalb konzentrieren auch
wir uns auf diese beiden Bereiche, also
einerseits kostengünstige Commodities,
andererseits hochwertige Spezialverpackungen, die hohe Sachzwänge erfüllen.
Für letztere haben wir in Luxemburg ein
Spezialwerk für die Verarbeitung von Tyvek1.
Dort arbeiten wir sehr eng mit der Firma
DuPont zusammen, dem Erfinder des
Materials.”
Rohstoffaffinität als Erfolgsrezept
Die Konzentration auf diesen synthetischen
Rohstoff hat dem kleinen, schlagkräftigen
Unternehmen – weltweit hat Curtis 600
Mitarbeiter, die Hälfte davon in Deutschland; der Umsatz im Jahr 2004 betrug 83,7
Millionen Euro – den Ruf als Spezialist eingebracht. Von den bis zu zehn Produkten,
die die Unternehmensgruppe in diesem
Bereich jedes Jahr entwickelt und überwiegend in Deutschland produziert, geht etwa
die Hälfte auf Kundenwünsche zurück. So
bat die Deutsche Post das mittelrheinische
Unternehmen, eine spezielle Briefhülle für
CDs und DVDs zu entwickeln. Die sollte
besonders leicht sein, um die Silberscheiben erstmals als kostengünstige
Infopost verschicken zu können, und doch
gleichzeitig robust genug, um die empfindlichen Datenträger jederzeit zu schützen.
Auch die extrem glatte und reißfeste
Anziehhilfe aus Tyvek, die Patienten nach
einer OP hilft, die engen ThromboseStützstrümpfe überzustreifen, war als
Wunsch an Curtis herangetragen worden.
Eigene Entwicklungen im Bereich Tyvek
umfassen wasserabweisende (Motor-)Radkarten, quasi „unkaputtbare” Hüllen für
Schulhefte, undurchlässige, mit Tyvek-Vlies
gefüllte Taschen zum sicheren Versand von
medizinischem Untersuchungsmaterial sowie Scheckkartenhüllen. Letztere sind nicht
nur ca. siebenmal flacher als die üblichen
Plastikhüllen, sondern eignen sich darüber
hinaus als auffällige Werbeträger.
Die Affinität zu Recyclingpapier, einem zweiten Standbein der Curtis AG, brachte Hafner
dazu, als einziger Hersteller in Deutschland
eine Polstertasche ganz aus Papier anzubieten. Anstelle von Folie oder Abfallstoffen
besteht die Polsterung aus geschreddertem
Altpapier. Die Tasche ist daher sowohl in der
Herstellung als auch in der Entsorgung
100% umweltfreundlich. Die Idee und die
Maschine dazu hat Hafner aus einem
Urlaub in Japan mitgebracht; entsprechend
Buhmann Unternehmer
Wie jedes mittelständische Unternehmen
hat jedoch auch Curtis mit den in Deutschland nicht optimalen Standortbedingungen
zu kämpfen. Dabei geht es nicht nur um die
steuerliche Benachteiligung gegenüber
Großkonzernen oder die Tarifpolitik. Vielmehr steht für Hafner das negative Bild, das
Politik, Gewerkschaften und Medien derzeit
pauschal von Unternehmen zeichnen, in
ungerechtfertigtem Gegensatz zur Innovationskraft und Risikobereitschaft, die gerade
den Mittelstand auszeichnen. Von den wirtschaftlichen Tatsachen ganz zu schweigen:
Im Jahr 2003 stellte der Mittelstand 70% der
Arbeits- und 82% der Ausbildungsplätze in
Deutschland2. Für Hafner ist dies auch eine
Mentalitätsfrage: „Es liegt in der Natur des
Mittelstands, dass er sich nicht so gut verkaufen kann. In unserer Mediengesellschaft
ist das von großem Nachteil. Dabei ist unsere Produktivität deutlich besser als die amerikanische oder japanische.” Obwohl Hafner
diese Umstände als bedauerlich empfindet,
ist für ihn eine Abwanderung ins Ausland
keine Lösung. „Curtis ist ein deutsches Unternehmen, wir wollen hier etwas bewegen.
Und so lange uns trotz der Gegebenheiten
die Ideen nicht ausgehen, bleiben wir.”
1.Tyvek: Gebildet aus sehr feinen, dichten
Polyäthylenfasern bietet Tyvek die Eigenschaften
von Papier, Film und Gewebe in einem vereint.
Diese einzigartige Mischung macht Tyvek leicht
und dennoch sehr belastbar, dampfdurchlässig,
wasser- und chemikalienresistent und reißfest.
Quelle: http://www.tyvek.com/whatistyvek.htm
2. Quelle: Institut für Mittelstandsforschung Bonn
Waren sicher von A nach B zu bringen
auch mal Mut zum Risiko zu beweisen,
oder ein Lager inklusive kundenspe-
um für ein Kundenproblem eine beson-
zifischer Bestandsführung zu betrei-
dere
ben, ist für den CargoLine-Partner
beitsplätze zu erhalten. Zum Beispiel,
Spedition Balter mit Sitz in Mülheim-
indem
Kärlich eine Selbstverständlichkeit.
Arzneimittel GmbH zwei Hochregal-
Wahres Unternehmertum zeigt sich
läger mit insgesamt 12.200 Paletten-
für das fast 100 Jahre alte mittelstän-
plätzen im Wert von mehr als acht
dische Traditionsunternehmen darin,
Millionen Euro errichtet.
Lösung
Balter
zu
finden
für
die
oder
Ar-
Winthrop
>>
v.l.n.r. Horst Hohn (Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Weißenthurm), Georg Hollmann
(1. Beigeordneter der VG), Uli Klöckner (Bürgermeister), Eberhard Lehmler (Winthrop), Michael
Röttger (Architekt Deisen Bau), Andreas Schmidt (Geschäftsführer Deisen Bau), Dieter Balter
(Geschäftsführer Spedition Balter), Bärbel Balter (Bauherrin), Willi Thiel (Geschäftsführer Spedition
Balter)
5
PROJEKTE IM FOKUS
C-TEILE-MANAGEMENT
NACH DEM KANBAN-PRINZIP
>> Eigentlich ist es eine tolle Sache, wenn die
Geschäfte gut laufen. Was aber tun, wenn
man deshalb eine größere Lagerhalle bauen
müsste, dafür jedoch keine eigenen Kapazitäten vorhanden sind? Wenn man sich die
für den Betrieb der Lagerhalle erforderliche
Kompetenz und Manpower erst einkaufen
müsste? Und wenn Mieten oder Leasen
betriebswirtschaftlich gesehen besser wäre
als selbst zu bauen?
Genau vor diesem Problem stand die
Winthrop Arzneimittel GmbH (bis 1. Januar
2005 Lichtenstein Pharmazeutika GmbH & Co.
OHG) mit Sitz in Mülheim-Kärlich zweimal,
2002 und 2005. Das Unternehmen, eine
Tochter der sanofi-aventis Gruppe, beliefert
Apotheken, Kliniken und den Arzneigroßhandel mit Generika, also preiswerten
Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. In dem Maße, wie der Kostendruck im Gesundheitswesen zunimmt,
wächst das Geschäft mit diesen patentfreien Arzneimitteln. Im Jahr 2002 wurde
deshalb ein erstes neues Lager- und
Logistikzentrum nötig.
Zuverlässigkeit, Vertrauen und ein
bisschen Mut …
Das Unternehmen wandte sich an die
Spedition Balter. Für Winthrop ein logischer
Schritt, denn der ebenfalls in MülheimKärlich ansässige CargoLine-Partner führte
bereits seit dem Jahr 2000 einen Teil der
logistischen Aktivitäten des Arzneimittelherstellers aus. Dieter Balter und Willi Thiel,
die die Spedition Balter in der vierten
6
Generation führen, wussten dann auch
schnell Rat. „Innerhalb von nur einer Woche
hatten wir uns mit Winthrop darauf geeinigt,
dass wir als Bauherr ein Hochregallager für
sie errichten würden”, erinnert sich Dieter
Balter schmunzelnd. „Am 29. Oktober 2002
war Spatenstich, nur viereinhalb Monate
später konnten wir Eberhard Lehmler, dem
Niederlassungsleiter der Winthrop Arzneimittel GmbH, den Schlüssel für die neue
Halle übergeben.”
Doch schon zwei Jahre später reichte die
1.500 m2 große, voll klimatisierte Halle, die
Platz für 4.700 Paletten bietet und deren
Hochregale sich nahezu lautlos bewegen
lassen, aufgrund der weiterhin positiven
Geschäftsentwicklung nicht mehr aus, ein
weiteres Lager musste her. Wieder wandte
sich Winthrop an die Spedition Balter, und
wieder erklärte sich Balter dazu bereit, eine
Halle für das Pharmaunternehmen zu
bauen. Am 21. Juli 2005 erfolgte der erste
Spatenstich für das neue ArzneimittelDistributionszentrum. Der geplante Neubau
für die Lagerung und Verteilung von
Arzneimitteln wird eine Fläche von 4.600 m2
umfassen und Stellplatz für 7.500 Paletten
bieten. Das wird reichen, um jährlich 35
Millionen Arzneimitteleinheiten, OTCProdukte und verschreibungspflichtige
sanofi-aventis-Arzneimittel zu versenden.
Als Bauende ist der 1. Mai 2006 anvisiert.
Darüber hinaus haben die beiden Unternehmen eine Option auf weitere 4.500 m2
vereinbart.
… als Basis für eine langfristige
Zusammenarbeit
Winthrop engagiert sich dazu in den kommenden fünf Jahren mit sechs Millionen
Euro, 1,4 Millionen Euro davon fließen in
eine neue Fördertechnik. Diese Investitionen tragen auch zur Sicherung von rund
35 Arbeitsplätzen in der Region bei. „Im
Zuge der neuen strategischen Ausrichtung
der sanofi-aventis Gruppe, sich über
Winthrop im Generika-Markt stärker zu
engagieren, wird das neue Versandzentrum
die Leistungsfähigkeit des WinthropVertriebs weiter steigern”, erklärt Eberhard
Lehmler. „Ebenso wird der Direktvertrieb
mit Liefergarantie innerhalb 24 Stunden
weiter ausgebaut.”
Ob sie wegen den von ihnen getätigten
Investitionssummen – 2,5 Millionen Euro für
das alte Hochregallager, mehr als das doppelte für die neue Lagerhalle – manchmal
nachts nicht schlafen können? Dieter Balter
und Willi Thiel schauen sich an und zucken
mit den Achseln: „Sicher ist das gerade für
ein mittelständisches Unternehmen wie
uns viel Geld. Aber es macht uns auch ein
wenig stolz, dass ein Kunde durch ein solches Projekt klarmacht, langfristig mit uns
arbeiten zu wollen. Und wenn wir dadurch
auch noch Arbeitsplätze in der Region erhalten können, müssen wir eben auch in
marktwirtschaftlich schwierigen Zeiten mal
was riskieren bzw. investieren.”
v.l. Burkhard Frese (Verkauf
Schmidt-Gevelsberg),
Markus Gebehenne (Marketing
Lederer), Stephan Raster
(Verkauf Schmidt-Gevelsberg)
Hochwertige Produkte sowie das Management relativ niedrigpreisiger, aber
aufwändiger C-Teile nach dem KanbanPrinzip: Diese Kombination setzt das
Ennepetaler
Handelsunternehmen
Lederer ein, um seinen industriellen
Kunden einen greifbaren Mehrwert zu
verschaffen. Das Lederer-Konzept setzt
dabei
auf
den
CargoLine-Partner
Schmidt-Gevelsberg Spedition, der als
Outsourcing-Dienstleister sämtliche
Transporte und die Regalbefüllung bei
den Lederer-Kunden innerhalb des CTeile-Management-Systems organisiert.
Das 1970 gegründete Unternehmen
Lederer GmbH (Ennepetal, bei Wuppertal)
ist ein Handelsunternehmen für Verbindungselemente aus Edelstahl. Schrauben,
Muttern, DIN- und Normteile bilden den
Kern des umfangreichen Sortiments, das
auch Sonderteile aus Spezialfertigungen
umfasst. Beliefert werden namhafte
Industrieunternehmen wie Siemens, BASF
und Bauknecht. Das Unternehmen, das 60
Mitarbeiter beschäftigt, hat im Jahr 2004
rund 26 Millionen Euro umgesetzt, davon
20 Prozent im Exportbereich.
Da es sich bei den Lederer-Produkten fast
ausschließlich um so genannte C-Teile handelt, hat das Unternehmen für seine
Kunden schon vor Jahren den Service „CTeile-Management” eingeführt. „Mittlerweile sind fast überall die C-Teile in den
Fokus von Optimierungsbemühungen geraten”, weiß der Lederer-Marketingleiter
Markus Gebehenne. „C-Teile haben in der
Vergangenheit einen verhältnismäßig
hohen Beschaffungsaufwand verursacht,
was nicht immer in einem vernünftigen
Verhältnis zum Wert der beschafften Teile
stand. Hier bietet – insbesondere bei regel-
mäßigen und daher gut kalkulierbaren
Verbräuchen – das C-Teile-Management
Kosteneinsparpotenziale bis zu 50 Prozent
– vorausgesetzt, dass eine Sortimentsbereinigung, mindestens aber eine Potenzialanalyse bezüglich möglicher Synergien
durch Lieferanten wie Lederer vorgenommen wurde. Auch die Einführung einer prozessorientierten Logistik durch Outsourcing-Spezialisten sollte in diesem Zuge
stattfinden.”
Seit der Einführung der Unternehmenssparte „C-Teile-Management” vertreibt
Lederer nicht mehr nur das eigene
Sortiment an die Kunden, sondern beschafft auch C-Teile von anderen
Lieferanten über die eigenen Kanäle.
„Natürlich liefern wir kein Büromaterial,
sondern nur C-Teile, die sich rund um unser
Kernsortiment bewegen”, verdeutlicht
Markus Gebehenne. „Wir analysieren den
C-Teile-Bedarf, beschaffen alle definierten
Produkte und sorgen dafür, dass immer
genügend C-Teile an den Produktionsstätten vorhanden sind, und das ohne
große Lagerbestände beim Kunden aufzubauen.”
>>
7
>> Verbrauchsorientiertes Bestellwesen nach Pull-Prinzip
Die Zuführung der C-Teile an die Produktionsstraßen und -stätten der LedererKunden hat der langjährige Logistikdienstleister des Unternehmens, die dem
Kooperationsverbund CargoLine angehörende Spedition Schmidt-Gevelsberg aus
dem benachbarten Schwelm, organisiert.
„Wir haben uns dabei an den Prinzipien
des so genannten Kanban (japanisch
„Kärtchen”) orientiert”, erklärt Burkhard
Frese, Verkaufs- und Marketingleiter der
mittelständischen Spedition.
Kern der Kanban-Versorgung der LedererKunden ist die verbrauchsorientierte Bestellung sowie die bedarfsgerechte und
gebündelte Lieferung der C-Teile an den
Ort des Verbrauchs durch Mitarbeiter des
Logistikdienstleisters. Der Ort des C-TeileVerbrauchs ist in der Regel ein bestimmtes Kanban-Regal auf dem Werksgelände
des jeweiligen Lederer-Kunden. Der Nachfüllbedarf und die Bestellung werden
unterschiedlich ermittelt und weitergeleitet. „Mittlerweile haben sich internetgestützte Plattformen in diesem Bereich
durchgesetzt”, verdeutlicht Stephan Raster,
Regionalverkaufsleiter bei SchmidtGevelsberg. „Es gibt aber auch die Möglichkeit der standardisierten bzw. zyklischen Belieferung (z.B. jeden Montag)
oder der Bedarfsanmeldung durch die
Scannung leerer Kanban-Behälter.”
Ein Netzwerk – eine Leistung
Für die Belieferung der Lederer-Kunden ist
übrigens von großer Bedeutung, dass
Schmidt-Gevelsberg seine nationalen
Stückguttransporte über die Kooperation
CargoLine (Dietzenbach) organisiert. „Wir
greifen im Hinblick auf die Regalbefüllung
bei Lederer-Kunden in ganz Deutschland
auf unsere CargoLine-Partner vor Ort zurück”, verdeutlicht Burkhard Frese. „So
können wir, ohne selbst vor Ort zu sein,
eine komplexe Mehrwertdienstleistung
und letztlich auch einen Wettbewerbsvorteil für unseren langjährigen Kunden
Lederer anbieten.”/ Thomas Pool
8
BLICKPUNKT: AUFBRUCH
DIE ZUKUNFT FEST IM BLICK
Klare Spielregeln
Bereits zu Beginn dieses Jahres haben wir
das Key Account Management gestärkt.
Neu eingeführte „Spielregeln” haben sein
Profil geschärft und ihm innerhalb der
Kooperation einen klar definierten Handlungsspielraum eingeräumt. Zusätzlich gewonnene Kunden und Umsätze stimmen
uns optimistisch für die Zukunft. Für diese
Kundengewinne war mit ausschlaggebend,
dass wir ein zentrales Rechnungsclearing
anbieten. D.h. anstelle von 43 Rechnungen
von 43 CargoLine-Partnern erhält der Kunde
bzw. jede seiner Niederlassungen eine einzige Sammelrechnung, die alle Dienstleistungen umfasst, die wir im Laufe eines
Monats erbracht haben.
DHL kauft Exel, Kühne & Nagel/DFDS verändern IDS zunehmend – kein Zweifel, der
Markt konsolidiert sich weiter, die Marktanteile der Konzerne wachsen. Um als
Verbund mittelständischer und eigenständiger Unternehmen auch zukünftig unabhängig und erfolgreich zu bleiben, sind klare Ziele ebenso wichtig wie eine
Strategie, die diese Ziele erreichbar macht. Auch den so sehr gewünschten Aufschwung, das haben die letzten Wahlen erst wieder gezeigt, müssen wir selbst herbeiführen. Deshalb haben wir Anfang 2005 nach vielen Gesprächen mit Kunden und
Partnern sowie nach einer gründlichen Marktanalyse eine Vision formuliert, die sich
auf unsere Stärken als Stückgutkooperation und die Bedürfnisse unserer Kunden
stützt (cargo time 1/05 berichtete). Dieser Vision lassen wir nun im Rahmen einer
pointierten Strategie Taten folgen.
Einen weiteren Schwerpunkt unserer
Strategie stellen die Pflege und der Ausbau
unserer europäischen Reichweite dar.
Schon heute haben zehn unserer internationalen Partner Hub-Anbindung, was unsere zahlreichen europäischen Direktverkehre
um weitere Relationen ergänzt (s. auch S. 10
und 11 dieser Ausgabe). Mit dieser Entwicklung geht der europaweite Ausbau unseres
Tracking & Tracing-Systems CEPRA II einher,
der die lückenlose Sendungsverfolgung per
Internet bald über Ländergrenzen hinweg
ermöglichen wird. Darüber hinaus haben
wir den transkontinentalen Markt fest im
Blick.
Einer für alle, alle für einen
Ein sehr wichtiges Thema für jede Kooperation ist die Netzwerkstabilität. Um diese zu
gewährleisten, haben wir ein Risikomanagement-System eingeführt. Dieses umfasst
regelmäßige Situationsanalysen unserer
Partnerunternehmen sowie ggf. die Unter-
stützung seitens der Systemzentrale, um
z.B. Prozesse zu optimieren. Auch eine frühzeitige Nachfolgeregelung trägt zur Netzwerkstabilität bei. Deshalb achten wir bei
CargoLine darauf, dass diese Frage rechtzeitig geklärt wird – erfreulicherweise ist dies
bei unseren Partnern gut gelöst (s. hierzu
den Bericht „Stabwechsel” auf S.15/16).
Netzwerkstabilität erreicht man auch durch
einen engen fachlichen und persönlichen
Austausch unter allen Mitarbeitern. Deshalb
bauen wir unsere Aktivitäten in diesem
Bereich weiter aus: Ein Schulungsplan für
das erste Halbjahr 2006 ist gerade in Arbeit;
darüber hinaus sondieren wir geeignete
Themen und weitere Trainer für den Rest
des kommenden Jahres. Vor allem aber planen wir für 2006 einen umfassenden
Partnertag.
Erhöhte Außenwirkung
Last but not least wollen wir unseren
Marktauftritt kraftvoller gestalten, ohne
dabei die regionale Stärke und Zugkraft
unserer
Partner
zu
schmälern. Die neue
Website der CargoLineSystemzentrale, seit Mai
dieses Jahres online, ist
das
erste
sichtbare
Zeichen dieses neuen
Auftritts. Darüber hinaus
haben wir ebenfalls im
Mai die Position einer
Referentin Marketing & PR
geschaffen und professionell besetzt. Zu ihren
Aufgaben gehört u.a., den
Kontakt zur Presse auszu-
bauen, das Marketing stärker zu koordinieren und auszuweiten, unser Corporate
Design zu pflegen und unsere Partner in
Kommunikationsfragen zu unterstützen.
Alle diese Maßnahmen erhöhen unsere
Schlagkraft gegenüber dem Wettbewerb.
Gleichzeitig stärken sie die Eigenschaften,
die uns als Mittelstandskooperation auszeichnen, wie eine schlanke Systemzentrale, mittelständische Kundennähe und das
persönliche Engagement von Unternehmern in familiengeführten Betrieben.
Durch die Kombination dieser beiden
Aspekte sehen wir uns für die Herausforderung, die die zunehmende Konsolidierung des Marktes mit sich bringt, auch
zukünftig gut gerüstet. Der Verlauf des
Jahres bisher – wir können von Januar bis
einschließlich September zweistellige
Wachstumsraten vorweisen – gibt uns
dabei Recht./ Hans-Helmut Feykes
9
INTERNATIONAL
INTERNATIONAL
G. ENGLMAYER –
OTTO HANSEN –
VERANTWORTUNG AUS TRADITION
UNSER ZIEL: NR. 1 FÜR UNSERE KUNDEN
Als österreichisches Familienunternehmen
verbinden wir bei G. Englmayer langjährige
Tradition mit Flexibilität und Know-how.
Unser Wort zählt, denn Zuverlässigkeit ist
seit der Unternehmensgründung im Jahr
1858 eine sichere Konstante.
Das umfangreiche Leistungsprogramm lässt
uns Synergien sinnvoll nutzen, um die
Auftragsabwicklung sicher und zuverlässig
zu erledigen. Beste Verbindungen, mit
Europas Zentralraum als Schwerpunkt,
machen uns zum kompetenten Kooperationspartner.
Mit unseren Zweigstellen in Österreich
sowie im Zentralraum Europas verfügt die
Firmengruppe G. Englmayer über ein erfolgreiches Netzwerk, welches maßgeschneiderte und erfolgsorientierte Logistik- und
Transportlösungen garantiert.
Mit CargoLine, Austroline und Blue Anchor
Line bieten wir für alle Bereiche bezüglich
Sammelgut-, Teil- und Komplettladungsverkehren flexible und kompetente Lösungen.
Für eilige Terminsendungen setzen wir mit
unseren am Markt bestens etablierten
Leistungen sowohl im Tag- als auch im
Nachtexpress den Maßstab in unserer
Branche.
Umfassendes Know-how bei Zollund Außenhandelsfragen
Mit dem Namen G. Englmayer verbindet
man schon seit Jahrzehnten Kompetenz in
Zoll- und Außenhandelsangelegenheiten.
Unsere Zollexperten sind ständig auf dem
neuesten Wissensstand, was auch durch
das Mitwirken in diversen nationalen und
internationalen Foren dokumentiert wird.
Unser Ziel ist es, die Warenverzollung
schnell, kompetent und komfortabel abzuwickeln. Nicht ohne Grund zählen neben
10
KMUs auch etliche Großkonzerne zu unseren Kunden, die unsere Kompetenz in
Sachen Zoll und Logistik zu schätzen wissen.
cargo time: Warum haben Sie sich der
CargoLine angeschlossen?
Andreas Gaber, Geschäftsführer von G.
Englmayer: CargoLine ist aufgrund ihrer
Struktur – eine Kooperation von mittelständischen Transport- und Logistikunternehmen, die höchsten Wert auf Qualität
legen – für uns ein optimaler Netzwerkpartner. Wir haben durch diese Partnerschaft Zugang zu einem qualitativ hochwertigen und bestens strukturierten Netz, das
nicht nur Deutschland, sondern auch die
meisten Teile Europas optimal umspannt.
cargo time: Welchen Österreicher bewundern Sie?
Andreas Gaber: Alois Negrelli von Moldelbe,
der den Suezkanal plante. Negrelli war ein
brillanter Techniker, der seine Vision durch
Fachwissen und Ehrgeiz verwirklichte.
Wenn andere Menschen zu Bett gehen,
internationale Partner an den Hub
werden die Mitarbeiter des CargoLine-
angeschlossen: Brigl (Italien), Engl-
Zentralhubs aktiv: Zwischen 22 Uhr
mayer (Österreich), Gillemot (Belgien),
abends und 2 Uhr früh ist die Haupt-
Otto Hansen (Dänemark), Interfracht-
umschlagszeit im Hub, den die John
Tolimpex (Schweiz), Jöbstl (Österreich),
Spedition in Eichenzell für die Stückgut-
Labatra (Polen), Rotra (Niederlande),
kooperation betreibt. Ca. 3.800 Pack-
Rynart (Ungarn) und Setto (Tschechien
stücke bzw. 700 Tonnen oder 1.100
und Slowakei). Der Hub hat sich somit
Lademeter werden hier jede Nacht
zu einer Drehscheibe für Europa entwi-
innerhalb dieses engen Zeitfensters
ckelt. Aus diesem Grund werden sich
umgeschlagen. Neben den 43 deut-
die internationalen Partner nach und
schen CargoLine-Partnern, die den Hub
nach in der cargo time vorstellen – den
jede Nacht anfahren und Sendungen
Anfang machen G. Englmayer und Otto
abliefern bzw. abholen, sind auch zehn
Hansen.
cargo time: Was ist für Sie die wichtigste
österreichische Erfindung?
Andreas Gaber: Die Kaplan-Turbine. Eine
Revolution für die damalige Energieerzeugung, die noch heute aktuell ist.
cargo time: Was ist für Sie typisch deutsch?
Andreas Gaber: In Eigenschaften ausgedrückt – Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und
Fleiß. Aber auch die Lebenslust wie
Karneval und Oktoberfest.
cargo time: Welche Region Ihres Landes
können Sie zum Urlaub machen empfehlen?
Andreas Gaber: Für den Sommer das
Salzkammergut. Eine Bilderbuchlandschaft
mit Seen und Bergen, abwechslungsreich,
modern und trotzdem ursprünglich traditionell. Eine gute Mischung zum Entspannen.
G. Englmayer (www.englmayer.at)
Zentrale: Wels (Oberösterreich)
Betriebsgelände: ca. 70.000 m2
Umschlags- und Logistiklagerfläche:
ca. 50.000 m2
ADR Lager: 1.200 m2
Mitarbeiter: ca. 290
Niederlassungen in Österreich:
Leopoldsdorf bei Wien, Graz (Steiermark)
Umschlags- und Lagerlogistikfläche:
ca. 5.000 m2
Mitarbeiter: ca. 50
Ausländische Niederlassungen:
Tschechien, Ungarn, Rumänien, Slowenien
und Kroatien
Umschlags- und Lagerlogistikfläche:
ca. 6.000 m2
Mitarbeiter: ca. 45
Jens Hansen
Otto Hansen & Co. a/s
(www.ottohansen.dk)
Zentrale: Vejle (Südostjütland)
Büro- und Sozialfläche: 1.100 m2
Umschlaghalle: 1.850 m2, 16 Rampen
Logistiklager: 3.850 m2, 4 Rampen
Mitarbeiter: 65
Im Jahr 1863 gründete der Kapitän Otto
Hansen das gleichnamige Transport- und
Logistikunternehmen. Seit 1987 steht Jens
Hansen der Firma mit Sitz in Vejle vor, von
1994 an als Alleingesellschafter. Während
der ersten 100 Jahre betrieb Otto Hansen &
Co. a/s ausschließlich Küstenmotorschiffe
und Linienverkehre zur See. Die Containerisierung machte jedoch 1978 die letzte
Schiffslinie zwischen Bremen und Vejle
überflüssig.
Im selben Jahr begann Otto Hansen & Co.
mit dem Stückguttransport. Um das
Volumen zu steigern, schloss sich der
Transport- und Logistikdienstleister 1997
zunächst einer anderen Stückgutkooperation als dänischer Partner an, dann der
CargoLine.
Zu Wasser, zu Lande und in der Luft
zu Hause
Heute bewegt Otto Hansen & Co. über
110.000 internationale Sendungen jährlich
in alle Ecken Europas. Deutschland ist als
Dänemarks größter Handelspartner der
bedeutendste Einzelmarkt. Verkehre mit
Holland, Belgien, Österreich, der Schweiz
und Frankreich sind jedoch mittlerweile
auch von sehr großer Bedeutung, genauso
wie die tägliche Verbindung nach Norwegen
und Schweden.
Derzeit treibt das Unternehmen, seit 1999
Partner der Seefrachtkooperation United
Shipping Inc., das Überseegeschäft voran.
Seit 1. August 2005 ist Otto Hansen & Co.
darüber hinaus IATA Cargo Agent und liefert
Luftfrachtlösungen an die Kundschaft. Auch
im Logistikbereich entwickelt sich das
Unternehmen kräftig weiter, so dass der
baldige Ausbau der Logistik- und Büroflächen geplant ist.
Hoher Anspruch an sich selbst
Womit sich Otto Hansen & Co. von der
Konkurrenz unterscheidet? „Unser Ziel ist
es, der Spediteur Nummer eins für unsere
Kunden zu sein – durch enge Kundenbeziehungen, gut geschulte und hoch motivierte Mitarbeiter, langfristige Partnerrelationen sowie eine hohe Geschäftsmoral
gegenüber Kunden, Partnern und der
Umwelt”, erklärt Jens Hansen. „Daran arbeiten wir jeden Tag.”
cargo time: Warum haben Sie sich der
CargoLine angeschlossen?
Jens Hansen: Uns hat überzeugt, dass die
Partner schlagkräftig genug sind, sich international zu orientieren und in die Zukunft zu
investieren, technologisch wie verkehrsmäßig. Dann ist die internationale Anbindung
an den Hub sehr wichtig – wir brauchen
eine europäische Vernetzung, weil unser
Land und dadurch die Menge so klein ist,
dass Direktverkehre schwierig sind.
cargo time: Welchen Dänen bewundern Sie?
Jens Hansen: Herrn Mærsk McKinney-Møller –
die Mærsk-Gruppe ist heute die größte
Reederei der Welt mit über 60.000 Mitarbeitern weltweit. Sein Stil, seine Einstellung
und seine Visionen haben auf die Dänen und
Dänemark großen Einfluss gehabt.
cargo time: Was ist für Sie die wichtigste
dänische Erfindung?
Jens Hansen: Unser Design – seine Einfachheit, seine Funktionalität und die Materialien, die wir verwenden, beeinflussen
unser Leben und unser Gemüt sehr positiv.
cargo time: Was ist für Sie typisch deutsch?
Jens Hansen: Für mich sind die Flüsse, die
Weinfelder, die Burgen und die Biergärten
typisch deutsch.
cargo time: Welche Region Ihres Landes
können Sie zum Urlaub machen empfehlen?
Jens Hansen: Dänemark ist an den Küsten
am schönsten, v.a. Skagen, die Nordspitze
von Jütland. Dort hat man zugleich die
West- und Ostküste und die meisten
Sonnenstunden in ganz Dänemark.
11
QUALITÄTSMANAGEMENT
QUALITÄTSVERSPRECHEN
MIT BRIEF UND SIEGEL
Im Jahr 2002 war CargoLine die erste Stückgutkooperation, die sich in einem Matrix-
WAS BEDEUTET HACCP?
VERBRAUCHERS DURCH RISIKOANALYSEN
System nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifizieren ließ. Üblich waren bis dahin, auch in
SEIT AUGUST 2005 SIND DIE 43 DEUTSCHEN
UND DIE EINRICHTUNG ENTSPRECHENDER
PARTNER DER CARGOLINE MIT IHREN 44
KONTROLLPUNKTE
DEPOTS
SOLL. ES WIRD EU-WEIT FÜR ALLE LEBENS-
anderen Kooperationen, lediglich Einzelzertifizierungen pro Partnerunternehmen.
Doch damit nicht genug: CargoLine ließ nicht nur den reinen Transport von A nach B
PARTNER
zertifizieren, sondern auch die Laufzeitgarantie der Produkte!
So überprüfen die Auditoren neben den üblichen Schnittstellen für Stückgut stets
DIE
OTTO
INTERNATIONALEN
HANSEN
INTERFRACHT-TOLIMPEX
(DÄNEMARK),
(SCHWEIZ)
SICHERN
MITTEL GELTEN. ENTWICKELT WURDE ES VON
UND
DER NASA BEI DER HERSTELLUNG VON
ROTRA (NIEDERLANDE) HACCP-ZERTIFIZIERT.
LEBENSMITTELN FÜR DIE BEMANNTE RAUM-
auch, dass alle CargoLiner die garantierte Laufzeit der Sendungen einhalten und
DAS BEDEUTET, DASS SIE LEBENSMITTEL, DIE
FAHRT. DIE WHO HAT DAS KONZEPT 1982
diese zum vereinbarten Zeitpunkt zustellen. Damit der einheitlich hohe Qualitäts-
Z.B. IN GLÄSERN, KONSERVEN, FLASCHEN
FÜR DIE ANWENDUNG IN DER NAHRUNGS-
standard auch zwischen den offiziellen Audits durch das Unternehmen Moody
ODER KANISTERN VERPACKT SIND, AUCH
MITTELINDUSTRIE PUBLIZIERT.
International Certification GmbH gewahrt wird, beschäftigt die Stückgutkooperation
einen eigenen Qualitätsmanager, Hans-Dieter Mnich.
Mnich, seit 2000 als Qualitätsmanager bei
CargoLine tätig, besucht regelmäßig die 44
Depots, um die Einhaltung der Qualitätsstandards vor Ort zu überprüfen. Denn
nichts ist so wichtig wie der Kontakt zur
Basis, findet der 54-Jährige. Unterstützt
wird er bei seiner Arbeit von CEPRA II, dem
Tracking & Tracing-System der CargoLine,
das jeden Transport akribisch dokumentiert. Anlässlich der erfolgreichen Re- bzw.
HACCP-Zertifizierung der CargoLine (s.
Kasten) sprach er mit der cargo time über
seine Tätigkeit.
cargo time: Sie sind pro Jahr ca. 60-80.000
km im Auto unterwegs – macht das Spaß?
Hans-Dieter Mnich: So viel auf Achse zu
sein ist natürlich sehr anstrengend. Der
Vorteil ist jedoch, dass man alle Depots
persönlich kennt und an der Basis ist. Das
ist sehr wichtig, da merken die Niederlassungsleiter, Hallenmeister und Schichtführer, dass sich einer kümmert und sich
Gedanken macht. Deswegen organisiere
12
SOWIE
PRÄVENTIV
NACH DEN NEUEN STRENGEN HACCPREGELN, DIE AM
1. JANUAR 2006 IN KRAFT
DIE ERFÜLLUNG DER HACCP-KRITERIEN
TRETEN, LAGERN UND TRANSPORTIEREN DÜR-
WURDE IM RAHMEN DER ALLGEMEINEN DIN
FEN. DURCH IHRE LANGJÄHRIGE TÄTIGKEIT
EN
FÜR
GEPRÜFT. DER AUDITOR
NAMHAFTE
KONZERNE
IN
DEN
ISO
9001:2000
RE-ZERTIFIZIERUNG
DER
MOODY
ich z.B. auch regelmäßig Treffen, bei denen
sich die Hallenmeister austauschen können.
BEREICHEN FOOD & BEVERAGE, TIERFUTTER
INTERNATIONAL CERTIFICATION GMBH, DER
UND MOLKEREIPRODUKTE BRINGEN DIE
DIE ZERTIFIZIERUNG ABNAHM, BESTÄTIGTE
CARGOLINER REICHLICH ERFAHRUNG DAFÜR
DER
cargo time: Was unterscheidet CargoLine
in Sachen Qualitätsmanagement von
anderen Kooperationen oder Konzernen?
Hans-Dieter Mnich: CargoLine ist nachweislich eines der besten Unternehmen
am Markt in Sachen Qualität! Erstens sind
wir durchzertifiziert bis zum Nahverkehrsunternehmer, der für uns vor Ort ausrollt.
Zweitens wird unser Sendungseingang
durch CEPRA II bis zum Tagesvolumen runter kontrolliert, es werden also Echtzahlen
gemessen. Drittens wird die Qualität jedes
Depots durch mehrere externe und interne
Audits pro Jahr überprüft. Und last but not
least gewährt die mittelständische Struktur
unserer überwiegend inhabergeführten
Partnerunternehmen die konsequente
Umsetzung.
MIT.
ABSCHLUSSBERICHT „EINE GROSSE KUNDEN-
cargo time: Was genau wird bei diesen
Audits abgefragt?
CARGOLINE
GMBH
IN
SEINEM
ORIENTIERUNG […], DIE DURCH DAS STRIKTE
HACCP
(HAZARD
ANALYSIS
CRITICAL
ÜBERWACHEN DER ZIELVORGABEN UND
CONTROL POINT) IST EIN KONZEPT, DAS DIE
EINEM DAMIT IN VERBINDUNG STEHENDEN
LEBENSMITTELHYGIENE ZUM SCHUTZ DES
BUSSGELDVERFAHREN UNTERSTÜTZT WIRD.”
Hans-Dieter Mnich: Es werden Stichproben
an allen Schnittstellen gemacht, d.h. im
Übergang vom Partner im Depot zum
Unternehmer, der ausrollt, und zum
Kunden. Da wir sogar bis auf Produktebene
hinunter zertifiziert sind, kontrollieren wir
auch die Einhaltung der verschiedenen
Produktmerkmale, z.B. ob eine Sendung,
die mit NightLinePlus 10 Uhr gebucht war,
auch wirklich um 10 Uhr ankam. Außerdem
wird überprüft, ob die Partner unser
Corporate Design auf LKW-Planen, Briefbögen usw. einhalten, also ob unser einheitlicher Marktauftritt gelebt wird. Das ist
für eine Kooperation nämlich genau so
wichtig wie für einen Konzern.
cargo time: Was passiert, wenn Kriterien
nicht erfüllt werden?
Hans-Dieter Mnich: Wenn ein Partner
gegen die geltenden Regeln verstößt, die
auch im Speditionsleiter- und im Corporate
Design-Handbuch festgelegt sind, erteilen
wir ein Bußgeld.
cargo time: Wie ist die Höhe des Bußgelds
einzuschätzen?
Hans-Dieter Mnich: Keine Frage, das Bußgeld tut den Spediteuren weh! Deshalb ist
es uns und natürlich auch den Partnern lieber, wenn wir dazu erst gar keinen Anlass
haben! Zur Vorsorge halten wir deshalb z.B.
mindestens zweimal pro Jahr intensive
Schulungen inklusive Gefahrguthandling ab.
cargo time: Welche Schulungen halten Sie
sonst noch ab?
Hans-Dieter Mnich: Es gibt mehrmals pro
Jahr Verladerschulungen sowie Schulungen
für Schichtführer und Lagermeister.
Fulda an. Die Re-Zertifizierung bestätigt
einfach offiziell, dass wir selbst über
Ländergrenzen hinweg bis auf Produktebene hinunter einheitliche Qualitätsstandards garantieren können. Bei der
nächsten Zertifizierung sollen auch die
übrigen internationalen Hub-Partner einbezogen werden.
cargo time: Wie lange möchten Sie noch
als Qualitätsmanager arbeiten?
Hans-Dieter Mnich: Bis ich pensioniert
werde! Wobei ich mir durchaus vorstellen
kann, auch als Rentner noch zu arbeiten,
z.B. als Interimsmanager in einem mittelständischen Unternehmen. Schließlich
gehört man heute mit 60, 65 Jahren noch
nicht zum alten Eisen, sondern kann jede
Menge Lebens- und Berufserfahrung in
eine Aufgabe einbringen.
cargo time: Die CargoLine wurde gerade
re-zertifiziert. Was bedeutet diese ReZertifizierung inkl. HACCP-Konzept genau?
Hans-Dieter Mnich: Es gibt einen EUBeschluss, der u.a. besagt, dass die Nachvollziehbarkeit bei allen Lebensmitteln
gegeben sein muss. Die Erfüllung dieses
sog. HACCP-Konzepts hat unser Auditor im
Rahmen unserer allgemeinen Re-Zertifizierung mit überprüft. Bei der Umsetzung
hilft uns das vorhin schon erwähnte
CEPRA II, das jeden Schritt in der
Transportkette aufzeichnet und für Verlader wie Spediteure transparent macht.
Unser Partner Lebert ist darüber hinaus
seit Anfang des Jahres nach §9 Milchverordnung der EU als Kühl- und Umpackzentrum zugelassen.
cargo time: Warum wurden diesmal auch
drei internationale Partner nach den
Richtlinien der CargoLine zertifiziert?
Hans-Dieter Mnich: Diese drei Partner fahren unser Zentralhub in Eichenzell bei
Hans-Dieter Mnich, Qualitätsmanager
der CargoLine GmbH
13
UNTERNEHMENSFÜHRUNG
NEWS
ES MUSS NICHT IMMER KAVIAR SEIN
Stabwechsel an der B10, der B61 und der A3
Das Institut für Mittelstandsforschung sagt für 2005ff voraus, dass 21,1% aller mittelständischen Unternehmen, in denen der Inhaber aus Alters- oder gesundheitlichen
Gründen die Geschäftsführung abgibt, mangels Nachfolger verkauft werden müssen
(2000: 19,2%). Rund 5.000 Betriebe schließen sogar wegen missglückter Generationswechsel.
Mitarbeitermotivation im Alltag
„Das haben Sie wirklich professionell
abgewickelt, Herr Meier”, lobt der Chef
Entgegen dieser Tendenz gab es 2005 unter den CargoLine-Partnern gleich mehrere
Stabwechsel innerhalb der Familie bzw. des Unternehmens. So z.B. im Hause Wackler:
Zum 1. Januar 2005 hat Günter Schwarz, 68, das Ruder des Logistikunternehmens mit Sitz
in Göppingen an seine beiden Mit-Geschäftsführer Rolf Scheifele und Oliver Schwarz
übergeben. Privatier wird Schwarz, der 1993 eines der sieben Gründungsmitglieder der
CargoLine war, deswegen noch lange nicht: Er wird sich anderen Aufgaben in der
Schwarz-Unternehmensgruppe widmen und als Gesellschafter auch weiterhin „am Ball
bleiben”.
und erwartet ein zufriedenes Lächeln
auf dem Gesicht seines Mitarbeiters,
gefolgt vom motiviert-federnden Verschwinden desselben. Aber im GegenKatharina Scheid ist Kommunikationstrainerin
teil – Herr Meier verzieht fast keine
und spezialisiert auf Führungskräfte- und
Miene, quittiert mit einem knappen
Nachwuchscoaching. www.rubycom.de
„Danke” und marschiert zur Tür raus.
Solche oder ähnliche Situationen hat fast
jede Führungskraft schon einmal erlebt: Da
hält man sich einmal an Management-Tipps
und lobt seine Mitarbeiter, und dann so eine
Reaktion. Heißt das, dass Herr Meier innerlich bereits gekündigt hat? Nein, keine
Sorge. Er wurde nur „falsch” gelobt, oder
präziser ausgedrückt, der Chef hat nicht die
Sprache getroffen, die Herr Meier versteht.
Das kann auch der Fall sein, wenn trotz
Incentives und Gehaltserhöhung so mancher Angestellte allmorgendlich mürrisch
im Büro erscheint. Oft hilft, wenn der Chef
dann anders mit den Mitarbeitern spricht.
Der große Vorteil dieser Maßnahme ist,
dass sie nichts kostet. Außer vielleicht ein
wenig Flexibilität und Lernwilligkeit seitens
der Führungskraft.
Unterschiedliche Wahrnehmung
Obwohl wir alle in derselben Welt leben,
nehmen wir sie doch alle unterschiedlich
wahr. Wir merken uns beispielsweise unterschiedliche Details eines Gespräches und
ziehen deswegen auch andere Schlüsse.
Diese individuelle Wahrnehmung macht
einen Teil unserer Persönlichkeit aus, sie
hilft die Welt zu verstehen, sich zurecht zu
finden und sich an wichtige Dinge zu erinnern. Denn jeder erhält permanent so viele
Informationen, dass er zwangsläufig filtert,
um handlungsfähig zu bleiben.
14
immer genau jeden Schritt eines Prozesses
erklären oder reicht es, wenn man ihnen ein
Ergebnis vorgibt, das sie – wie auch immer
– erreichen sollen? Erzählen sie häufig
davon, was Dritte über eine Sache denken,
oder bilden sie sich ihre Meinung unabhängig vom Urteil anderer?
Die jeweilige Ausprägung eines Filters oder
Programms (in der Fachsprache Metaprogramm) bestimmt, wie wir uns verhalten, Entscheidungen fällen, Informationen
erfassen und bewerten bzw. was uns motiviert. Ebenso, wie sie die Wahrnehmung
beeinflussen, drücken sie sich auch in
unserer Sprache aus. Anhand der Worte, die
Menschen benutzen, kann man erkennen,
welchen Pol des jeweiligen Programms sie
präferieren und was sie motiviert: Sprechen
sie von Zielen, die sie erreichen möchten,
oder geht es eher darum, dass alles problemlos läuft? Formulieren sie, welche
Möglichkeiten ihnen ein neuer Job oder ein
Umzug eröffnet, oder geht es eher darum,
dass sie umziehen müssen, weil die alte
Wohnung zu klein ist? Muss man ihnen
Muster erkennen und handeln
Das, was Sie als Chef tun müssen (oder
können), ist also, Ihren Mitarbeitern zuzuhören, das Programm zu erkennen und in
demselben Sprachmuster zu antworten.
Einem Mitarbeiter, der selbst von Zielen
spricht, müssen Sie eines vorgeben. Jemanden, der eher darum bemüht ist, dass alles
glatt läuft, weisen Sie an, bestimmte Dinge
zu vermeiden. Einen optional orientierten
Menschen motivieren Sie, indem Sie ihm
aufzeigen, was alles durch diese oder jene
Handlungsweise möglich wird. Den von
Notwendigkeiten bestimmten Mitarbeitern
machen Sie klar, was getan werden muss.
Wenn ein Kollege ständig nach Feedback
fragt, bewerten Sie seine Arbeit, es wird ihm
helfen. Jemand, der Sie nie um Ihre Meinung
bittet, braucht in der Regel nicht so viel
Rückmeldung. Akzeptieren Sie, dass manche Menschen so „programmiert” sind,
einen Schritt nach dem anderen erklärt zu
bekommen, bevor sie selbständig arbeiten
können. Sie kosten zwar häufig viel Zeit
während der Einarbeitung, halten sich dafür
aber anschließend genau an Ihre Anweisungen.
Sport fürs Gehirn
Mit einigem Training werden Sie sich im
Laufe der Zeit fast automatisch der Sprache
Ihres Gegenübers anpassen können und so
für mehr Motivation sorgen. Auch wenn es
am Anfang schwer fällt, bleiben Sie dran,
denn auch Sie sind geprägt und betreten
Neuland.
Leider oder Gott sei Dank benutzt kein
Mensch ausschließlich die eine oder die
andere Ausprägung eines Metaprogramms.
Die meisten reagieren im Arbeitsumfeld beispielsweise anders als privat, oder wechseln
je nach Situation. Dennoch gibt es immer
eine Präferenz. Und keine Angst: Sie manipulieren niemanden, indem Sie diese Technik anwenden, sondern beweisen Flexibilität. Denn der Inhalt der Kommunikation
ändert sich nicht, nur die Art und Weise. Und
Herrn Meier hätten Sie mit dem kleinen
Nachsatz „… aber das wissen Sie ja selbst
am besten” ein breites Grinsen aufs Gesicht
gezaubert und seine Motivation für die
nächste Zeit gesichert. Denn Herr Meier
nutzt als „Quelle” für sein Urteil die internale Referenz und freut sich, wenn andere das
anerkennen./ Katharina Scheid
Nach dem völlig überraschenden Tod des Vaters im Jahr 1963 – die Geschäftsübergabe
war noch lange nicht angedacht – übernahm Günter Schwarz die Geschäftsführung der
Spedition Wackler. Als gelernter Speditionskaufmann, der in Hamburg und Übersee
gearbeitet hatte, nahm er die große Herausforderung an und führte das Unternehmen
von der Bahnspedition zu einer erfolgreichen Logistikgruppe, die 2004 mit rund 450
Mitarbeitern 70 Millionen Euro Umsatz machte.
Ein „Oscar” für
Günter Schwarz
Neben zahlreichen anderen Ehrenämtern war Günter Schwarz 16
Jahre lang mit großem Engagement als Präsident der IHKBezirkskammer Göppingen tätig.
Als Dankeschön für diese Tätigkeit,
die er parallel zur Wackler- v.l.n.r. Rolf Scheifele, Günter Schwarz, Dr. Dieter Hundt,
Geschäftsführung aufgab, über- Oliver Schwarz bei der Abschiedsfeier von G. Schwarz
reichte ihm die IHK den „Kammer-Oscar”, eine neu geschaffene Ehrenskulptur aus
Bronze. Den beiden Geschäftsführern Rolf Scheifele und Oliver Schwarz, mit denen
Günter Schwarz nach wie vor in engem Kontakt steht, wünscht er weiterhin eine glükkliche Hand, viel Erfolg und dass ihnen die derzeit größte Herausforderung, der europaweite Ausbau des CargoLine-Netzwerkes, gelingen möge. Der CargoLine bleibt Günter
Schwarz mit seiner umfangreichen Erfahrung übrigens erhalten: Im Mai 2005 wurde er
einstimmig für weitere drei Jahre zum Beiratsvorsitzenden gewählt.
Mehr als „Tradition & Söhne”
Für Matthias Kunze war schon zu Ende seiner Schulzeit klar, dass er in der Spedition
Kunze, Bielefeld, einmal in die Fußstapfen von Vater Dieter und Onkel Armin Kunze treten wollte. Die beiden hatten das 1927 von Walter Kunze gegründete Unternehmen 1970
übernommen und ausgebaut. „Ich habe mich durch eine fundierte Ausbildung in einer
anderen Spedition und ein Studium auf diese Tätigkeit vorbereitet. Mein Vater und
Onkel haben mich dann Schritt für Schritt an neue Aufgaben herangeführt”, erläutert
der 36-Jährige. Was genau es bedeutet, ein Unternehmen zu führen, weiß er seit 1996: In
diesem Jahr übernahm er kurz nach Abschluss seines Studiums an der Deutschen
Außenhandels-Akademie die Leitung der Niederlassung Dresden. Er erinnert sich: „Das
>>
15
>> war ein Sprung ins kalte Wasser!” Heute ist er für alle Standorte in Bielefeld, Karlsruhe, Dresden, Heidenau und
Ettlingen verantwortlich.
Als eine wichtige Aufgabe sieht der junge Unternehmer die Mitarbeiterführung an. Er setzt auf einen modernen
Managementstil, bei dem Führungskräfte und Mitarbeiter ein hohes Maß an Eigenverantwortung tragen. Darüber
hinaus ist es ihm wichtig, neue technologische Entwicklungen und moderne Medien für sein Unternehmen zu nutzen. „Wir sind eben mehr als Tradition & Söhne!”, schmunzelt er.
Teamwork nicht nur als Lippenbekenntnis
Im Hause Amm in Schwaig wird der Stabwechsel im Jahr 2006 vollzogen sein; Ralf Amm, 36, der nach Abschluss seines BWL-Studiums 1993 in das Unternehmen eintrat, unterstützt seinen Vater Fritz, 67, seit 1996 als gleichberechtigter
Geschäftsführer in Schwaig und zusätzlich in Eigenregie mit Beteiligungen an Streitcargo in Obertraubling sowie der
Amm Spedition in Oettersdorf (Thüringen). Teamfähigkeit untereinander als auch im Kreise der Mitarbeiter wird
nicht nur gepredigt, sondern auch gelebt. Das beweist der gemeinsam genutzte Schreibtisch im Großraumbüro der
Disposition: „Das Haus Amm zeichnet sich durch Seele aus. Die Menschen, die für uns seit vielen Jahren arbeiten, tun
das, weil sie das spüren”, freut sich Amm jr. Für Fritz Amm war immer klar, dass sein Sohn eines Tages die Firma übernehmen würde; schon früh hat Ralf ein großes Faible für die Spedition bewiesen. Außerdem „stellt er sich jeder
Aufgabe persönlich und ist ihr gewachsen”, sagt Fritz stolz über Ralf. Dieser bewundert dagegen den Tatendrang
des Vaters: „Er ist wissbegierig, lässt nichts einfach auf sich beruhen. Für ihn hat der Tag viel zu wenig
Stunden.” Während Amm sen. sich darauf freut, langsam seine Hobbys auszubauen, will Ralf die Bereiche
der systemgeführten Stückgutverkehre und die Logistik weiter ausbauen.
Investition in die Zukunft
Entgegen der allgemeinen Arbeitsmarkt-Tendenz
im Lehrstellenjahr 2005/2006 stellten die
CargoLine-Partner dieses Jahr noch mehr
Auszubildende ein als in den Jahren zuvor. So sind
es 2005 allein 218 Azubis und insgesamt (1.-3.
Lehrjahr) die stolze Zahl von 605 Auszubildenden.
Dies entspricht einem Anteil von durchschnittlich
11,8% der gesamten Belegschaft.
Um den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, hielten
CargoLine-Partner wie Heinrich Koch Internationale
Spedition, Osnabrück, einen Einführungstag ab. Dieser war
gekennzeichnet vom Kennenlernen der Aktivitäten des Unternehmens,
der Betriebsstätten und der internen Betriebsabläufe. In anschließenden
Rollenspielen konnten sich die Jugendlichen bezüglich ihrer Hoffnungen und Ängste
hinsichtlich ihres Ausbildungsbeginns austauschen.
„Auszubildende treffen Auszubildende”
Die „fortgeschrittenen” Auszubildenden der John Spedition, Eichenzell, und der
Spedition Schäflein, Schweinfurt, warfen hingegen einen Blick über den Tellerrand:
Unter dem Motto „Auszubildende treffen Auszubildende” vereinbarten die beiden
CargoLine-Ausbildungsbetriebe gegenseitige Betriebsbesichtigungen. Nach einem
informativen Besuch der Eichenzeller in Schweinfurt im Februar 2004 begrüßten die
Azubis der John Spedition am 28. Juni 2005 ihre Gäste der Spedition Schäflein.
Höhepunkt des Besuchs war die Hub-Besichtigung, die die Arbeitsweise und die
Bedeutung des Hubs in der Praxis deutlich machte./ DM GROUP, Birgit Bergemann,
Spedition Kunze goes Europe
Im Rahmen ihrer Europaaktivitäten veranstaltete der CargoLine-Partner Spedition
Kunze am 25. Juni einen „Tag der offenen Tür”. Vertreter aus Politik und Wirtschaft
waren die Gäste dieses kulinarischen Erlebnistages, der einem guten Zweck diente: Die
Spenden gingen zu Gunsten der Karlsruher Tafel, einer gemeinnützigen Organisation.
Ein weiteres Highlight der Europaaktivitäten war der Besuch des Kindergartens
Albgrün. Unter dem Motto „Kinder malen Europa” stellte die Spedition Kunze eine
Wechselbrücke zur „künstlerischen” Verfügung. Die zwölf kleinen Gäste hatten viel
Spaß dabei, ihre Vorstellung von Europa mit Fingerfarben festzuhalten. Die bunt bemalte Brücke ist seit dem 15. August in der Innenstadt von Karlsruhe zu bewundern./
Patrick Nauert
Reise durch die Welt der Logistik
Unter dem Motto „Eine Reise durch die Welt der Logistik” fand am 27. und 28. August die
Eröffnung der neuen Logistikimmobilien der Schmidt-Gevelsberg GmbH, Schwelm,
statt. Der CargoLine-Partner hatte in den letzten Monaten über fünf Millionen Euro in
den Umbau seiner bestehenden Speditionsanlage investiert. Er verfügt nun über ein reines Distributionsterminal von gut 8.000 m2 Umschlagfläche und 88 Verladerampen.
Den Mitarbeitern stehen durch den Umbau rund 2.200 m2 Bürofläche zur Verfügung, die
auch Log!n, die Unternehmensberatungstochter der GmbH, mitnutzt. Besonders stolz ist
das Schwelmer Unternehmen auf sein ultra modernes Kamerasystem: Mehr als 130
Kameras mit einer Aufnahmefrequenz von 1 Bild/sec. sorgen dafür, dass jeder logistische Vorgang dokumentiert und lückenlos transparent gemacht werden kann.
Eröffnungsfeier der Extraklasse
Über 500 Kunden und Partner aus ganz Europa genossen am 27. in der komplett umgestalteten Halle einen Multimedia-Event. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die
Scheckübergabe der Hans-Grünewald-Stiftung an Organisationen der Kranken-, Altenund Jugendhilfe. Der anwesende Landrat, die Bürgermeister der Städte Schwelm und
Gevelsberg sowie die Vorsitzenden der bedachten Einrichtungen betonten in ihren
Grußworten das große soziale Engagement der Stiftung, die als Gesellschafterin der
Schmidt-Gevelsberg GmbH deren Gewinne ausschüttet. Darüber hinaus würdigten die
Laudatoren die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens für die Region und dessen Einsatz in regionalen, kulturellen und sportlichen Projekten.
Unter dem Motto „Schmidt and Friends” fand
am nächsten Tag für ca. 600 Mitarbeiter,
Angehörige und Freunde des Unternehmens
ein Jazz-Brunch statt. Dieser gab allen
Mitarbeitern die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz Angehörigen und Freunden in zwangloser
Atmosphäre zu präsentieren./Burkhard Frese
v.l. Rolf Lorenz (Geschäftsführer SchmidtGevelsberg), Dr. Arnim Brux (Landrat EnnepeRuhr-Kreis)
Helmut Börst
16
17
NEWS
PRODUKTE UND SERVICES
MASSGESCHNEIDERTE PRODUKTE
UND DIENSTLEISTUNGEN
s.a.f.e.
Im Juni 2005 verlieh die SAFE Schutzund Aktionsgesellschaft der Spedition
Köster & Hapke, Sehnde, das s.a.f.e.-certificate der Kategorie A. Die Auszeichnung spiegelt die umfangreichen
organisatorischen, technischen, baulichen und personellen Maßnahmen
wider, die der CargoLine-Partner durchgeführt hat, um alle Anforderungen an
einen sicheren Logistikstandort noch
besser und nach allgemein vergleichbaren Kriterien zu erfüllen. Die
Einhaltung der Anforderungen wird
durch jährliche Überwachungsaudits
geprüft./ Gunnar Hänselmann, Friso Tiedge
Zahlen - Daten - Fakten
NightLine – Nationale System-
Umsatz 2004
verkehre –. Stückgut-Service in
Mitarbeiter
Systemqualität mit 24 bzw. 48
5.160
Anzahl der Partner
43
Stunden Regellaufzeit.
davon Gesellschafter
15
NightLine NextDay – Garantie-
davon Vertragspartner
28
Anzahl der Standorte
44
verkehre –. Garantierte Zustellung
Nationale Systemverkehre
Anzahl der täglichen Direktverkehre > 600
am nächsten Tag.
v.l. Gunnar Hänselmann (Beauftragter für
Qualitäts- und Umweltmanagement), Friso
Tiedge (verantwortlicher Projektbeauftragter)
891 Mio. E
NightLinePlus – Pünktlich. Zuver-
3.386
Anzahl der Fahrzeugeinheiten
2.748
Sendungen im Netzwerk
lässig. Sicher. – Stückgut-Service
mit Zustelloptionen 8, 10, 12 und
Anzahl der Wechselbrücken
5,55 Mio.
Te r m i n ve r k e h re
18-22 Uhr.
OrderLine – Beschaffungsverkehre
und -logistik –. Zeit- und zielgenaue
TOOOOOR...TOOOOOR...TOOOOOR!
Gleich zwei spektakuläre Fußballereignisse standen 2005 an: Am 11. Juni
veranstaltete unser Partner Bursped in
Hamburg ein Fußballturnier mit
CargoLinern und Kunden. Zehn durchtrainierte Mannschaften traten bei
diesem Großereignis gegeneinander
an. Nach einem packenden Neunmeterschießen ging schließlich die
Spedition Otto Hansen – unser neuer
CargoLine-Partner in Dänemark – als
Sieger aus dem Turnier hervor. Aus gutem Brauch und guter Sitte findet das
Rückspiel 2006 in Dänemark statt – bei Otto Hansen./ Ulf Meyer
Am 2. Juli lud die Spedition Kunze in Karlsruhe zum Fußballturnier ein. 14 Mannschaften spielten in Karlsruhe um den Sieg, angefeuert von ihren Betreuern und
Fans. Nach einem spannenden Finale durfte
letztlich die Spedition
Petersen aufs Siegertreppchen. Der Ausrichter des nächsten Turniers am 24.Juni 2006 in
Kiel steht somit fest./
Patrick Nauert
18
Anlieferung von europaweit bestellten
Beschaffungslogistik
IMPRESSUM
Zulieferteilen und Rohstoffen.
cargo time ist das Kundenmagazin der
Grillfest im
Regionalhub Nord
Im Regionalhub Nord des CargoLinePartners Köster & Hapke in Sehnde werden jede Nacht auf einer Fläche von ca.
2.000 m2 gut 200 t umgeschlagen. Das
entspricht einem Umfang von ca. 600
Paletten und 300 Lademetern. Zudem
wird CargoLine-konform jede Sendung
bei der Be- und Entladung im Hub
gescannt, um eine lückenlose Packstückverfolgung zu garantieren. Als Dankeschön für die Leistungen, die von den
Mitarbeitern von Köster & Hapke
erbracht werden, haben die Hub-Verantwortlichen am 17. Juni 2005 ein zünftiges Grillfest organisiert./ Philipp Strenge,
Friso Tiedge
CargoLine GmbH
ServiceLine – Frei Verwendungsstelle
Waldstraße 37/18
und mehr –. Bewährte CargoLineProdukte mit Value-added Services
63128 Dietzenbach
Mehrwertdienste
Telefon: 06074 / 8508-0
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der Verpackung und Aufstellen.
E-Mail:
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Internet: www.cargoline.de
EuroLine – Europäische Systemverkehre –. Europaweite Distribution
V.i.S.d.P.: Hans-Helmut Feykes,
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Geschäftsführer CargoLine GmbH
durch Hub-, Gate- und Direktverkehre.
Hohe Abfahrtfrequenzen garantiert.
Verantwortliche Redakteurin:
Sandra Durschang
E-Mail: [email protected]
Warehousing & Logistics – Kontraktlogistik –. Lagern, kommissionieren und
verteilen mit Value-added Services.
Konzeption und Produktion:
DM GROUP, Gesellschaft für
Werbung, Verkaufsförderung
und Direkt Marketing mbH, Obertshausen
CEPRA II First class business®. Die
IT-Plattform CEPRA II agiert proaktiv –
reagiert flexibel.
Titelabbildung: Deutsches Literaturarchiv
Marbach
19
Mittelständisch. Europäisch. Stark.
Einer unserer Partner ist garantiert in Ihrer Nähe.
0...
L. Wackler Wwe. Nachf. GmbH
01097 Dresden-Neustadt
Tel. 0351 / 84086-0
5...
KM Logistik Köln GmbH
51149 Köln
Tel. 02203 / 98871-0
Südkraft Logistik GmbH
85757 Karlsfeld
Tel. 08131 / 9969-0
Finsterwalder Transport und Logistik GmbH
06112 Halle
Tel. 0345 / 1228-0
Thiel EuroLogistics Services
54294 Trier
Tel. 0651 / 81003-0
Honold International GmbH & Co. KG
86444 Affing-Mühlhausen
Tel. 08207 / 9606-60
Balter & Zimmermann Spedition GmbH
07554 Korbußen
Tel. 036602 / 591-0
Gustav Helmrath GmbH & Co. KG
55543 Bad Kreuznach
Tel. 0671 / 8808-0
Spedition Amm GmbH
07907 Oettersdorf
Tel. 03663 / 4849-0
Spedition Balter GmbH & Co. KG
56218 Mülheim-Kärlich
Tel. 02630 / 9861-0
Franz Lebert + Co. Intern. Spedition
GmbH + Co. KG
87437 Kempten
Tel. 0831 / 702-0
1...
SPETRA Spedition & Logistik GmbH Berlin
14979 Großbeeren
Tel. 033701 / 31-0
Hans Sander GmbH & Co. KG,
Niederlassung Rostock
18146 Rostock
Tel. 0381 / 66772-0
2...
KG Bursped Speditions GmbH & Co.
22113 Hamburg
Tel. 040 / 73123-0
Jeschke Spedition GmbH
22113 Hamburg
Tel. 040 / 73354-0
Gaston Petersen Spedition GmbH
24145 Kiel
Tel. 0431 / 696097-0 + 69267
BHS Spedition & Logistik GmbH
28197 Bremen
Tel. 0421 / 5952-0
3...
Carl Köster & Louis Hapke
Internationale Spedition
31319 Sehnde
Tel. 05132 / 822-0
Spedition Kunze GmbH
33602 Bielefeld
Tel. 0521 / 58305-0
Pracht Spedition & Logistik GmbH
34253 Lohfelden
Tel. 0561 / 9516-0
John Spedition GmbH
36124 Eichenzell
Tel. 06659 / 972-0
4...
Nellen & Quack Logistik GmbH & Co. KG
41066 Mönchengladbach
Tel. 02161 / 669-0
BTG Feldberg & Sohn GmbH & Co.
46395 Bocholt
Tel. 02871 / 9970-0
Heinrich Koch Internationale Spedition
GmbH & Co. KG
49076 Osnabrück
Tel. 0541 / 12168-0
Leopold Schäfer GmbH, Spedition
57290 Neunkirchen
Tel. 02735 / 789-0
Schmidt-Gevelsberg GmbH
Internationale Spedition
58332 Schwelm
Tel. 02336 / 499-0
6...
CargoLine Saarbrücken
c/o CargoLine GmbH
63128 Dietzenbach
Tel. 06074 / 8508-0
Gebr. Mönkemöller & Rieck
Speditionsgesellschaft mbH & Co. KG
63128 Dietzenbach
Tel. 06074 / 833-3
Kissel Spedition GmbH
63811 Stockstadt
Tel. 06027 / 4038-0
Mannheimer Transport-Gesellschaft
Bayer GmbH
68169 Mannheim
Tel. 0621 / 3221-0
Lebert + Co. GmbH
Internationale Spedition
88255 Baienfurt
Tel. 0751 / 4001-0
Franz Lebert + Co. Intern. Spedition
GmbH + Co. KG
89155 Erbach
Tel. 07305 / 174-0
9...
Amm GmbH & Co. KG Spedition
90571 Schwaig
Tel. 0911 / 99535-0
Streit cargosystems GmbH
93083 Obertraubling
Tel. 09401 / 9629-0
Georg Graßl GmbH Spedition
94447 Plattling
Tel. 09931 / 9157-0
Alfons Schäflein GmbH Internationale
Spedition
97424 Schweinfurt
Tel. 09721 / 6590-0
7...
L. Wackler Wwe. Nachf. GmbH
73037 Göppingen
Tel. 07161 / 806-0
Roll Spedition GmbH
74564 Crailsheim
Tel. 07951 / 306-0
Spedition Kunze GmbH
76131 Karlsruhe
Tel. 0721 / 3721-0
KLUMPP + MÜLLER Kehler Kraftverkehr
GmbH & Co. KG
77694 Kehl
Tel. 07851 / 8700-0
Hermann Maier Spedition KG
78224 Singen
Tel. 07731 / 828-0
A.S. Speditions-GmbH
79585 Steinen/Baden
Tel. 07627 / 702-0
8...
Hinterberger GmbH & Co. KG
Spedition u. Logistik
84503 Altötting
Tel. 08671 / 5064-0
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