Zerstörung der Demokratie – Merkmale der NS-Diktatur

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Zerstörung der Demokratie –
Merkmale der NS-Diktatur
Merkmale
der Demokratie
Parteien
Parteienvielfalt,
Vertreter werden gewählt,
Wahlrecht
Parlament
beschließt und verabschiedet Gesetze,
wird vom Volk gewählt
Regierung
ist dem Parlament verantwortlich
Gewalten
Gewaltenteilung
Grundrechte
garantierte Grundrechte (etwa: persönliche Freiheit, freie Meinungsäußerung)
Rechtsprechung
unabhängige Rechtsprechung
Kultur
unabhängige, freischaffende Künstler in
Literatur, Musik, Kunst und Film
Politische Führung
Mitglieder verschiedener Parteien gehören der politischen Führungsschicht
im Staat an
Merkmale
der NS-Diktatur
1. Lies die nachfolgenden Texte und ergänze dann in der Tabelle auf Seite 9 die Merkmale der
NS-Diktatur. Notiere in Klammern, aus welchen Textquellen (Q1–Q7) deine Informationen stammen.
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S. 141.
Q4 Aus dem Gesetz gegen die Neubildung von Parteien vom
14. Juli 1933:
§ 1 In Deutschland besteht als einzige politische Partei die
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.
§ 2 Wer es unternimmt, den organisatorischen Zusammenhalt einer anderen politischen Partei aufrechtzuerhalten
oder eine neue politische Partei zu bilden, wird, sofern
nicht die Tat nach anderen Vorschriften mit einer höheren
Strafe bedroht ist, mit Zuchthaus bis zu drei Jahren oder
mit Gefängnis von sechs Monaten bis zu drei Jahren bestraft.
Nach: www.nationalsozialismus.de (01. 02. 2006)
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Volk,
Q2 Aus der Regierungserklärung Hitlers vor der Abstimmung
zum „Ermächtigungsgesetz“, 23. März 1933:
Es würde dem Sinn der nationalen Erhebung widersprechen, (…) wollte die Regierung sich für ihre Maßnahmen
von Fall zu Fall die Genehmigung des Reichstages erhandeln oder erbitten. Die Regierung wird dabei nicht von der
Absicht getrieben, den Reichstag als solchen aufzuheben,
im Gegenteil, sie behält sich auch in Zukunft vor, ihn von
Zeit zu Zeit über ihre Maßnahmen zu unterrichten oder aus
bestimmten Gründen, wenn zweckmäßig, auch seine Zustimmung einzuholen. (…)
Nach: Dokumente der Deutschen Politik und Geschichte von 1848
bis zur Gegenwart, IV. Band, Berlin/München o. J., S. 29 ff.
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Chronik des 20
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Q7 Leitsätze des „Reich
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Dr. Frank vom 14. Januar
1936:
1. Der Richter ist nicht
als Hoheitsträger des Sta
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den Staatsbürger gesetz
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lebendigen Gemeinscha
ft des deutschen Volkes
. Es ist nicht
seine Aufgabe, einer üb
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Rechtsordnung zur An
wendung zu verhelfen
oder allgemeine Wertvorstellungen
durchzusetzen, vielmehr
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die konkrete völkische
Gemeinschaftsordnun
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Schädlinge auszumerz
en, gemeinschaftswidr
iges Verhalten zu ahnden und Str
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liedern zu
schlichten.
2. Grundlage der Ausle
gung aller Rechtsquelle
n ist die nationalsozialistische We
ltanschauung, wie sie
insbesondere
in dem Parteiprogram
m und den Äußerungen
unseres Führers ihren Ausdruck find
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3. Gegenüber Führerent
scheidungen, die in die
Form eines
Gesetzes oder einer Ver
ordnung gekleidet sin
d, steht dem
Richter kein Prüfungsr
echt zu. Auch an sonstig
e Entscheidungen des Führers ist
der Richter gebunden
, sofern in ihnen der Wille, Recht zu
setzen, unzweideutig
zum Ausdruck
kommt.
Nach: Geschichte in Qu
ellen, Band V, München
1970, S. 317.
Der Nationalsozialismus
2. Diskutiert in der Klasse die Unterschiede zwischen einem demokratischen Staat und der NS-Diktatur.
Der Nationalsozialismus
9
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