Sanieren mit dem Energieausweis Inhaltsverzeichnis 4 Vorwort 5 Mit dem Energieausweis zum optimalen Sanierungskonzept 6 Politische und gesetzliche Hintergründe zum Energieausweis 6 Der Energieausweis 9 Von der Idee zur Umsetzung 10 12 14 16 17 Vorbildliche Sanierungen im Wohnhausbereich Einfamilienhaus Fötschl-Tischler Wohnhaus Familie Frauenschuh Doppelhaushälfte Familie Andre Wohnhausanlage Sylvester-Oberberger-Straße 20 22 24 26 Vorbildliche Sanierungen von Schulen und Bürogebäuden Milupa Vermögensverwaltung Polytechnische Schule Thalgau Generalsanierung Wirtschaftsschulen Bramberg 28 30 32 34 EU-Projekt „EffCoBuild“ Wohnanlage Adolf-Bytzeck-Straße, Eggesin Wohnanlage Cesta maršala Tita 16, Jesenice Hauptsitz der Firma Menert, Šal‘a 36 Serviceseiten 38 Begriffserklärungen 39 Impressum „ „Die beste Energie ist jene, die wir nicht verbrauchen.“ Ich bin überzeugt, dass die Energiepolitik der Zukunft alle ihre Bemühungen diesem Motto unterordnen muss. Gerade im Bereich des Gebäudebestandes können wir den aktuellen Energieverbrauch drastisch senken, ohne dabei auf Komfort oder Wohnqualität zu verzichten. Im Gegenteil – die richtigen Sanierungsmaßnahmen können die Wohnqualität deutlich steigern. Die vorliegende Broschüre erzählt darüber zehn Erfolgsgeschichten und informiert zu den Rahmenbedingungen rund um den Energieausweis. Außerdem erfahren Sie, wie Sie am besten Schritt für Schritt mit dem Energieausweis zu einem idealen Sanierungskonzept kommen. Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen Ihr Landesrat Sepp Eisl “ 4 Mit dem Energieausweis zum optimalen Sanierungskonzept In neuen Häusern lässt es sich immer gut wohnen. Doch auch alte Mauern können viel Wohnqualität bieten. Vorausgesetzt, sie werden auf einen modernen, zeitgemäßen Standard gebracht. Eine Sanierung bringt meistens mehr Herausforderungen mit sich als ein Neubau, und Kompromisse sind unvermeidbar. Dabei sollten drei entscheidende Komponenten aufeinander abgestimmt werden: die gewünschte Komfort- und Qualitätsverbesserung des Hauses, die bestmögliche Energieeinsparung und die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Nachfolgend werden Ihnen unterschiedliche Sanierungsprojekte präsentiert, die zeigen, dass energieeffizientes Sanieren längst mehr ist als die Träumerei von Individualisten und Pionieren – es gibt Lösungen für jede Problemstellung und jede Brieftasche. Mit dem Energieausweis als Grundlage können auch Sie zum optimalen Sanierungskonzept finden. 5 Politische und gesetzliche Hintergründe zum Energieausweis Politische Ziele Es gibt zwei politische Vorgaben, an denen sich die energierelevanten Gesetze Salzburgs orientieren: Einerseits das Energieleitbild des Landes, dessen Ziel es ist, den Energieverbrauch bis 2011 um 28 % gegenüber dem Wert von 1994 zu reduzieren. Andererseits das Kyoto-Protokoll, das seit 2005 in Kraft ist, und das Österreich zu einer Reduktion der Treibhausgase um 13 % bis 2012 im Vergleich zu 1990 verpflichtet. Der Energieverbrauch und somit die CO2-Emissionen steigen jedoch ständig, sodass Österreich dem Kyoto-Ziel mittlerweile um 28,7 % hinterher hinkt. 1994 wurden vier Szenarien entwickelt, um den künftigen Diese erschreckende Zwischenbilanz bedeutet umso mehr, dass alle vorhandenen Endenergieverbrauch im Land Salzburg bis 2011 Sparpotentiale der verschiedenen Energieverbrauchssektoren vollständig genutzt abzuschätzen. Das Energieleitbild 1997 orientiert sich am Szenario III: Senkung des Energieverbrauchs um werden müssen. Nach dem Verkehr ist der Sektor Raumheizung, Klimaanlagen 28 % entsprechend dem Toronto-Ziel. Szenario II und Warmwasser mit 29,5 % der zweitgrößte Energieverbraucher in Österreich. beschreibt eine Stagnation des Energieverbrauchs Davon wiederum verschlingen die Haushalte 66 %. Wichtige Instrumente zur und Szenario I stellt das Ziel des Energieleitbilds 1985 Erreichung der Reduktionsziele sind die Steigerung der Energieeffizienz und die dar. Selbst zur Erreichung dieser Ziele sind verstärkt Steuerung der Energienachfrage. Anstrengungen notwendig, ansonsten wird ein Anstieg des Energieverbrauchs um 20 % prognostiziert. Wärmeschutzverordnung Für den Neubau- und Sanierungsbereich wurde im Jahr 2002 eine neue Wär- 27,6 31,1 13,2 25,8 2,3 Verkehr Raumheizung/Klimaanlagen/Warmwasser Beleuchtung Beleuchtung Dampf-und EDVund EDV Elektrochemische erzeugung Zwecke 3,1% Dampferzeugung 7,6% Industrieöfen Standmotoren 13,6% Standmotoren Verkehr 31,8% Summe Österreich: 2005 353.530 330.831 35.168 1.802 78.170 144.462 161.228 1.105.191 meschutzverordnung eingeführt, um den Energieverbrauch zu senken. Weiters 31,99 29,93 3,18 0,16 7,07 13,07 14,59 wurde das Fördersystem optimiert. Im Neubaubereich wie auch in der Sanierung wurden verstärkt Anreize geschaffen, sinnvolles Energiesparen und erneuerbare Energieträger zu fördern. September 2003 - August 2004 Verkehr Industrieöfen Elektrochemische Zwecke Industrieöfen Raumheizung, Klimaanlagen, ElektroRaumheizung/Klimaanlagen/Warmwasserbereitung 14,2% Warmwasser chemische Standmotoren 29,5% Zwecke Dampferzeugung 0,2% Beleuchtung und EDV Endenergieverbrauch in Österreich 2004: 1.079.718 TJ Die EU-Gebäuderichtlinie 343.630 31,83 153.809 14,25 Die EU-Gebäuderichtlinie, die am 1. Juli 2003 in Kraft getreten ist, verfolgt mehrere 4.000 0,16 318.491 146.543 29,50 13,57 81.854 7,58 33.683 1.079.718 3,12 Energieverbrauch nach Sektoren in Österreich 2004 Quelle: Statistik Austria Ziele: die Senkung des Energieverbrauchs von Gebäuden, eine Verbesserung der Gesamt-Energieeffizienz, Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Mit der Richtlinie wurde der Energieausweis verpflichtend eingeführt für Neubauten sowie für Sanierungsvorhaben, wenn die Maßnahmen mehr als 50 % der Bruttogeschoßfläche betreffen. Im Zusammenhang mit der Wohnbauförderung bildet der Energieausweis eine Möglichkeit, die Gebäudequalität in die Richtung der Zielsetzung zu lenken. Der Energieausweis Was ist der Energieausweis? Der Energieausweis ist in aller Munde. Wann braucht man ihn, wo bekommt man ihn und vor allem: Was bringt er? Der Energieausweis beschreibt die energietechnischen Merkmale eines Gebäudes und bewertet sie. Er ist sozusagen der energetische „Typenschein“ eines Gebäudes. So wie man beim Autokauf weiß, wie hoch der Treibstoffverbrauch pro 6 Sanieren mit dem Energieausweis 100 km ist, gibt der Energieausweis Auskunft darüber, wie viel Heizenergie in kWh pro m² und Jahr verbraucht wird. Der Energieausweis stellt jedem Bauherren oder Hauskäufer ein Vergleichskriterium zur Verfügung, mit dem er den energetischen Zustand des Gebäudes erkennt. Daraus lassen sich wiederum sehr leicht die Energiekosten ermitteln, mit denen der Hausbesitzer künftig rechnen kann. Der Ausweis wird in sieben Wärmeschutzklassen unterteilt (A bis G). Die Unterschiede zwischen den Kategorien sind sehr groß. Ein Haus der Kategorie „G“ weist beispielsweise mehr als den fünffachen Heizwärmebedarf wie ein Objekt der Kategorie „A“ auf. Wann wird ein Energieausweis benötigt? Die Baubehörde fordert den Energieausweis bei der Errichtung von Neubauten, bei Auf- und Zubauten, durch die die Geschoßfläche des Baus um mehr als 50 % vergrößert wird und bei der Änderung von Bauten, wenn die Maßnahmen mehr als 50 % der Geschoßfläche betreffen. Außerdem sehen die meisten Landesförderungen die Vorlage eines Energieausweises vor. Ab 2009 wird auch beim Verkauf oder Die Wärmeschutzklassen A bis G des Energieausweises bei der Vermietung von Gebäuden ein Energieausweis vorzulegen sein, der nicht älter als 10 Jahre sein darf. In größeren öffentlichen Gebäuden oder Gebäuden mit hoher Publikumsfrequenz ist der Energieausweis an einer gut sichtbaren Stelle anzubringen. Im Regelfall hat der Gebäudeeigentümer bzw. die Hausverwaltung für die Erstellung des Energieausweises zu sorgen. Bei mehrgeschoßigen Wohnbauten ist es prinzipiell sinnvoll, einen Energieausweis für das gesamte Gebäude erstellen zu lassen. Im Bedarfsfall können Energieausweise auch für einzelne Wohneinheiten erstellt werden. Wer stellt den Energieausweis aus? Der Energieausweis wird nur von befugten Unternehmen ausgestellt (Baumeister, Bauphysiker, Zivilingenieure, Technische Büros…). Idealerweise sollte die Berechnung des Energieausweises gemeinsam mit der Planung erfolgen. Daher wird empfohlen, die Berechnung wenn möglich vom Planer durchführen zu lassen. Auf der Webseite www.energieausweise.net ist eine aktuelle Liste der EnergieausweisBerechner verfügbar. Die Kosten für die Erstellung eines Energieausweises hängen von den vorhandenen Daten und von der Komplexität des Gebäudes ab. Was passiert mit dem Energieausweis? Die Baubehörde erhält den Energieausweis durch den Bauwerber. Ist der Ener- Der Energieausweis ist mit dem Typenschein eines Autos vergleichbar. gieausweis für eine Landesförderung notwendig, kann der Berechner über die Software „ZEUS“ (Zentrale Energieausweis Umgebung Salzburg) den Energieausweis elektronisch bei der Förderstelle einreichen. Der Zugriff erfolgt über www.energieausweise.net. Bei der Prüfstelle des Landes wird er auf korrekte Berechnung überprüft und mit einem Prüfstempel versehen. Bei nicht korrekter Berechnung wird der Energieausweis zurückgewiesen und der Berechner automatisch verständigt. Optional kann die Abteilung für Wohnbauförderung auf die elektronischen Energieausweise zugreifen. Die Statistikfunktion in ZEUS erlaubt das Auswerten aller in ZEUS erfassten Energieausweise. Für das Land Salzburg eine unverzichtbare Möglichkeit, die Trends im Hausbau zu verfolgen und Rückschlüsse über die Auswirkung der Förderinstrumente zu ziehen. Die Statistiken sind unter www.energieausweise.net abrufbar. 7 Projekt: 367 Anlage 1 ENERGIEAUSWEIS-Bestand Deckblatt Fam. Mustermann, Salzburg Gebäudeart Erbaut im Jahr Katastralgemeinde 2 - Kleinwohnhäuser Skalierung HWBBGF <= 30kWh/(m²a) HWB Beheiztes Brutto-Volumen VB : Gebäudehüllfläche AB : 468 282 180 194 401 467 1.077 kWh/(m²a) kWh/(m²a) kWh/(m²a) kWh/(m²a) kWh/(m²a) kWh/(m²a) kWh/(m²a) Brutto-Geschoßfläche BGFB : Charakteristische Länge lc : Transmissions - Leitwert L T 110,6 W/K Mittlerer Wärmedurchgangskoeffizient Um Heizlast Ptot HWBBGF <= 90kWh/(m²a) Lüftungswärmeverluste Q V 0,21 W/(m²K) 6.480 W Transmissionswärmeverluste QT Gebäude Energie- kennzahl LEKTrans - Wert ÖNORM B 8110-1 [-] Gebäudehülle Bewertung Biomassenutzung Abwärmenutzung Anschluss an Fernwärme Wärmepumpe Solaranlage Aktiv Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung Solar passiv Summe EnergiePunkte Sp 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte7 Spalte 8 Spalte 9 Spalte 10 - 2 3 2 - HWBBGF <= 120kWh/(m²a) Interne Wärmegewinne Heizwärmebedarf Q h HWB BGF <= 160kWh/(m²a) η x Qi LEK Trans - Wert LEK Trans zulässig - Wert <26 - 25 2 3 1 2 3 2 3 <25 - 24 3 3 1 - 3 3 2 4 <24 - 23 4 3 1 - 3 4 2 5 <23 - 22 5 3 1 1 3 4 2 6 <22 - 21 6 3 1 2 3 4 2 <21 - 20 7 3 1 2 3 5 2 8 <20 - 19 8 3 1 2 3 5 2 9 <19 - 18 9 3 1 2 3 5 2 10 <18 10 3 1 2 3 5 2 mittelschwere Bauweise ÖKO - Punkte OI3-Ic Klassifizierung OI3 - Ic Punkte Bewertung Wasserhaushalt Regenwassernutzung Wasserhaushalt Bodenversiegelung Wassereinsparung Sensorarmatur Spalte 2 Dachbegrünung Energiebuchhaltung Kontrollierte Lüftung mit Abluftanlage 3.281 kWh/a Sp. 1 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte7 Spalte 8 Spalte 9 6.123 kWh/a 1 OI3 <70 - 55 2 1 2 1 2 2 3 2 OI3 <55 - 45 4 1 2 1 2 2 3 3 OI3 <45 - 40 6 1 2 1 2 2 3 4 OI3 <40 - 35 5 29,0 kWh/m²a 8 1 2 1 2 2 3 OI3 <35 - 30 10 1 2 1 2 2 3 OI3 <30 - 25 12 1 2 1 2 2 3 7 OI3 <25 - 20 14 1 2 1 2 2 3 Lüftungswärmeverluste 12,3 8 OI3 <20 - 15 16 1 2 1 2 2 3 LEK Sol Solare Wärmegewinne 13,6 9 OI3 <15 - 10 18 1 2 1 2 2 3 LEK innen Interne Wärmegewinne 6,2 10 OI3 <10 - 0 20 1 2 1 2 2 3 Transmissionswärmeverluste LEK HWB Zuschlagspunkte = Summe Öko - Punkte / 3 10,8 LEK 18,3 HWB 29,0 kWh/m²a BGF Eigentümer Max u. Hermine Mustermann Musterstr. 9 5020 Salzburg E-Mail: [email protected] Anmerkung: _________________________________ Datum, Unterschrift Der Energieausweis dient zur Information über den energietechnischen Stand des Gebäudes. Für die Ausstellung dieses Energieausweises wurden Angaben des Errichters herangezogen. Der Berechnung liegen durchschnittliche Klimadaten, standardisierte interne Wärmegewinne sowie ein standardisiertes Nutzverhalten zugrunde. Die errechneten Werte können daher von den tatsächlichen Verbrauchswerten abweichen. Bei Mehrfamilienhäusern ergeben sich je nach Lage der Wohnung im Gebäude unterschiedliche Energiekennzahlen. Für die exakte Auslegung der Heizungsanlage muß eine Berechnung der Heizlast z.B. nach ÖNORM M 7500 erstellt werden. Seite 1 GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2007,0123 REPDBLS - Salzburg Projektnr. 367 Datum 15.11.2007 12:15 9 2. Zuschläge für sonstige ökologische Maßnahmen 7.479 kWh/a Tel.: 0662 / 64 13 48 Datum 15.11.2007 12:15 2 6 LEK Vent Gemäß § 17a Abs 2 Z 3 des Baupolizeigesetzes 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. Ausgestellt und bestätigt durch: 1 44 LEK Trans 44 3 18,3 LEK Trans zulässig 18,3 1 7 Gebäude - Verlust- und Gewinnkennziffern Hoher Heizwärmebedarf <28 - 26 Öko- Klasse 6.794 kWh/a η = 0,95 Flächenbezogener Heizwärmebedarf (standortbezogen) HWB BGF HWBBGF > 160kWh/(m²a) 1 10.089 kWh/a Passive solare Wärmegewinne η x Q S Energie - Zuschlag - Punkte Förder -Klasse 211 m² 1,42 m Gebäude - Energiebilanzwerte 29 kWh/(m²a) HWBBGF <= 70kWh/(m²a) GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2007,0123 REPEAS - Salzburg Projektnr. 367 753 m³ 530 m² Fam. Mustermann, Salzburg Objektart für Förderung: Häuser mit max. 2 Wohnungen und Bauernhäuser BGF HWBBGF <= 50kWh/(m²a) Zehentmayer Software Minnesheimstr. 8b 5023 Salzburg Strahlungsintensitäten I Süden: Osten/Westen: Norden: NW/NO: SW/SO: Horizontal: Globalstrahlung: m d °C °C Kd Gebäudedaten FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF Niedriger Heizwärmebedarf 1. Zuschläge für energieökologische Maßnahmen 424 Seehöhe: 226 Heiztage HT: Norm-Außentemperatur: -15 Mittlere Innentemperatur: 20 Heizgradtage HGT: 3.800 5020 Salzburg-Stadt WÄRMESCHUTZKLASSEN Förderungs - Zuschlagspunktetabelle-Bestand Projektbezeichnung: Fam. Mustermann, Salzburg Klimadaten 2006 Salzburg Grundstücksnummer 123 Einlagezahl Anzahl Wohnungen 1 Eigentümer/Errichter Max u. Hermine Mustermann (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Musterstr. 9 5020 Salzburg Standort Datenblatt-Bestand GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2007,0123 SBGDECK06 - Salzburg Projektnr. 367 (runden auf ganze Zahl) 211 m² lc 1,42 m Gesamtpunkte: Summe ÖkoPunkte Spalte 10 20 7 16 Aussteller Zehentmayer Software Minnesheimstr. 8b 5023 Salzburg Josef Zehentmayer 0662 / 64 13 48 [email protected] Datum 15.11.2007 12:15 Seite 3 Seite 2 Der LEK-Wert, die wichtigste Kennzahl für Baubehörde und Förderstelle, sowie der Heizwärmebedarf sind auf der Titelseite ersichtlich. Auf Seite 2 sind die berechneten Werte genauer dargestellt, z.B. die Heizlast (die Kennzahl für den Installateur) oder die solaren Gewinne. Seite 3 zeigt die Förderklassen und die Tabelle der Zuschlagspunkte für ökologische Maßnahmen. Die Berechnung der Bauteile folgt auf den anschließenden Seiten. Was bringt der Energieausweis nun jedem einzelnen? • Der Vorteil des Energieausweises liegt in erster Linie in der technischen Dokumentation des Objektes. Er macht Gebäude miteinander vergleichbar und gibt Auskunft über die wesentlichen Kenndaten der Gebäude wie Heizenergiebedarf, Gebäudeaufbau usw. • Bereits bei der Planung belegt der Energieausweis die energetische Qualität. Deshalb darf ein Energieausweis auch nur von befugten Personen ausgestellt werden. • In der Sanierung ist der Energieausweis des Bestands als Basis für Optimierungsmaßnahmen ideal. Die Berechnung von energietechnischen und wirtschaftlichen Verbesserungspotentialen erleichtert die Entscheidung, welche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Anhand der Berechnungen berät der Experte den Bauherren außerdem über die Auswirkungen der Sanierung auf Behaglichkeit und Wohnkomfort. Der Hauseigentümer erhält so eine vertiefte Kenntnis über das Gebäude in der Form einer kompakten Baubeschreibung. • Der Energieausweis ist eine Qualitätsbeschreibung, mit deren Hilfe eine einheitliche Grundlage für Ausschreibung und Angebotseinholung gelegt wird. In diesem Zusammenhang dient der Energieausweis zur Überprüfung der Bauausführung. • Ist die tatsächliche Heizkostenabrechnung signifikant höher als die Berechnung, können Rückschlüsse auf mangelhafte Haustechnik oder falsches Nutzerverhalten gezogen werden. Bei der Fehlersuche kann die Energieberatung des Landes unterstützen. • Beim Verkauf ergibt sich für den Verkäufer ein Vorteil aus der Wertsteigerung des Gebäudes, da sich geringe Heizkosten als Verkaufsargument zu Buche schlagen. Der Käufer hingegen weiß im Voraus, mit welchen Heizkosten er zu rechnen hat. 8 Sanieren mit dem Energieausweis Von der Idee zur Umsetzung – Sechs Schritte, damit Ihre Sanierungsträume wahr werden Sie profitieren dann von den Vorteilen des Energieausweises, wenn er rechtzeitig angefertigt wird. Folgende Punkte helfen Ihnen bei der Erstellung Ihres Sanierungskonzepts: 1. Sanierungswunsch Ihr Heim hat undichte Fenster oder einen kaputten Dachstuhl, die Fassade muss neu gestrichen werden, es tauchen Schimmelprobleme auf, es ist ein Zubau nötig oder Sie wollen die alte Heizung austauschen. Dies ist der richtige Zeitpunkt, um über Sanierungs- und Optimierungsmaßnahmen für das gesamte Haus nachzudenken. Erste Ideen und Wünsche setzen sich in Ihrem Kopf fest. 2. Energieausweis Bestand Um sich über die Ausgangslage (Qualität der Bausubstanz, Wärmebrücken, Energieverbrauch, etc.) klar zu werden, konsultieren Sie einen Planer und lassen einen Energieausweis vom bestehenden Gebäude rechnen. 3. Beratung und Erstplanung Mit Bestandsplänen, dem Energieausweis und den Ideen im Kopf lassen Sie sich nun von mehreren unabhängigen Experten beraten (Energieberater, Bauphysiker, Baumeister, Installateur, etc.). Der Profi kann Ihnen hilfreiche Anregungen geben und Vorschläge machen, wie Sie Ihre Ideen noch besser umsetzen und Ihr Haus energetisch optimieren können. Außerdem kennt er sich im Förderdschungel aus. 4. Energieausweis Sanierung, Fixierung des Sanierungskonzepts Ihr Planer erstellt nun gemeinsam mit Ihnen das Sanierungskonzept und den dazugehörigen Energieausweis. Als Entscheidungshilfe kann das Sanierungskonzept von einem zweiten Experten begutachtet werden. Die Energieberatung bietet beispielsweise den Service, den Planungsprozess zu begleiten. Sie befinden sich in einem Kreislauf, der dann zu Ende ist, wenn das optimierte Ergebnis Ihren Vorstellungen und finanziellen Möglichkeiten entspricht. 5. Anbotseinholung Steht das endgültige Sanierungskonzept fest, kann die Planung der Umsetzung beginnen. Der Energieausweis dient dabei als Grundlage für die Anbotseinholung. Sie holen am besten mehrere Angebote zum Vergleich ein. Seriöse Anbieter nehmen qualitätssichernde Maßnahmen (z.B. Thermographie oder Blower-Door-Test) gerne als fixen Vertragsbestandteil in ihr Paket auf. 6. Umsetzung/Kontrolle Neben dem Blower-Door-Test und der Thermographie ist auch der Energieausweis ein Instrument zur Qualitätskontrolle. Während der Bauzeit können Sie mit Hilfe des Energieausweises überprüfen, ob die Ausführung tatsächlich der Planung entspricht. 9 „Wir wollten mehr Lebensqualität zu er­träglichen Kosten!“ Entschließt man sich für die Sanierung des eigenen Heims, geht es in erster Linie um eine Verbesserung der Wohnqualität oder um die Wertsteigerung des Objekts. Diese Ziele können auf unterschiedliche Weise erreicht werden – beispielsweise mit einem Zubau, mit einer neuen Fassade, der Neuordnung von Räumen, einem Fenstertausch oder der Reparatur des Daches. Wichtig ist in jedem Fall ein gut durchdachtes und optimiertes Sanierungskonzept. So werden Sie nach der Sanierung nicht nur die neue Lebensqualität genießen können, sondern auch vom niedrigeren Energieverbrauch profitieren. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, dass sich der Aufwand lohnt! 10 Vorbildliche Sanierungen im Wohnhausbereich Einfamilienhaus Fötschl-Tischler Wohnhaus Familie Frauenschuh Doppelhaushälfte Familie Andre Wohnhausanlage Sylvester-Oberberger-Straße Einfamilienhaus Fötschl-Tischler Vom Dachbodenausbau zur Komplettsanierung Vor der Sanierung Finanzierung / Kosten Bruttobeträge in Euro Im Herbst 2006 entschied sich die Familie Fötschl-Tischler zum Hauskauf in der Salzburger Josefiau – bereits mit der Gewissheit, einige Investitionen tätigen zu müssen, da der Gesamtzustand des Gebäudes Gesamtkosten der Sanierung: 67.000,— Darlehen der Wohnbauförderung: 30.000,— schlecht und ein Dachausbau unbedingt notwendig war. Die erste Überlegung war, vorerst nur das Dach zu sanieren und nach und nach andere Maßnahmen durchzuführen. Mit Hilfe eines unabhängigen Energieberaters optimierte man das Sanierungskonzept dann so lange, bis es auf die Bedürfnisse und die finanziellen Möglichkeiten der Familie Fötschl-Tischler zugeschnitten war. Die Vorteile einer ganzheitlichen Sanierung im Gegensatz zu der schrittweisen Umsetzung von einzelnen Arbeiten überzeugten die Familie Fötschl-Tischler schnell: Das höhere, günstige Wohnbauförderungsdarlehen für ganzheitliche Sanierung des Landes; die Tatsache, dass eine Komplettsanierung preiswerter ist als die Summe vieler Einzelmaßnahmen, weil gewisse Arbeiten nur einmal gemacht werden müssen (z.B. Gerüstaufbau); der gewaltige Energieeinspareffekt und schließlich die Freude am vollkommen erneuerten Heim. 12 Vorbildliche Sanierungen im Wohnhausbereich Details zur Umsetzung Zahlen und Fakten Innenausbau Dachboden und Umbau Garage Um mehr Platz zu schaffen, wurde der Dachboden ausgebaut und die Garage im Erdgeschoß zum Wohnzimmer umfunktioniert. Beim Dachausbau blieben die Pfetten erhalten. Das restliche, teil- weise morsche Holz des Dachstuhls wurde erneuert. Die Dämmung der Dachschräge erfolgte mittels 16 cm Aufsparrendämmung. Der Dämmstoff aus Polyurethan weist eine geringere Wärmeleitfähigkeit auf als Mineralwolle oder EPS. Die Dämmstärke von 16 cm erzielt somit den gleichen Effekt wie eine 26 cm dicke EPS-Platte. Darüber hinaus wurden Dachfenster montiert und das Dach neu gedeckt. Das Garagentor wurde durch eine Fensterfront ersetzt, der erdanliegende Fußboden wurde je nach Möglichkeit mit 5 bzw. 8 cm XPS ge- Baujahr: Bruttogeschoßfläche: LEK-Wert: Projekt: 32 Gebäudeart 2 - Kleinwohnhäuser Standort Memberger-Str. 2 2 5020 Salzburg-Stadt Eigentümer/Errichter Peter Tischler (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Memberger Str. 2 5020 Salzburg 1953 Salzburg 26,6 Anzahl Wohnungen 1 FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF Skalierung HWB BGF HWBBGF <= 30kWh/(m²a) HWBBGF <= 50kWh/(m²a) HWBBGF <= 70kWh/(m²a) im Garten. Der U-Wert konnte von 1,22 auf 0,21 W/m²K verbessert werden. Erbaut im Jahr LEK-Wert: Katastralgemeinde Grundstücksnummer 929/29 4 t pro Jahr CO -Einsparungen: Einlagezahl 983 Obergeschoß blieb unverändert. Als Garage dient nun ein Carport An der Außenwand brachte man 16 cm starke EPS-Dämmplatten an. 205 Heizwärmebedarf: 53 kWh/m²a konnte als Brennholz verwendet werden. Die Gasetagenheizung im Fassade Deckblatt m² EFH Tischler vor der Sanierung Niedriger Heizwärmebedarf 0,9 W/m²K. Anlage 1 ENERGIEAUSWEIS-Bestand Bruttogeschoßfläche: man zwei Kaminöfen. Das alte, unbehandelte Holz des Dachstuhls schutzverglasung ersetzt. Der Gesamt-U-Wert eines Fensters beträgt 103,7 Nach der Sanierung WÄRMESCHUTZKLASSEN Alle Fenster wurden durch neue Kunststofffenster mit 3-fach-Wärme- 157 m² Heizwärmebedarf: 202 kWh/m²a dämmt. Da im Erdgeschoß keine Heizung vorhanden war, installierte Fenstertausch 1953 Vor der Sanierung HWBBGF <= 90kWh/(m²a) Projekt: 356 WBF-Prüfstempel, Salzburg HWBBGF <= 120kWh/(m²a) 56537.07.2126.01 Anlage 1 ENERGIEAUSWEIS-Bestand EFH Tischler Peter u. Ulrike HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Deckblatt HWBBGF > 160kWh/(m²a) 202 kWh/(m²a) Hoher Heizwärmebedarf Gebäudeart 2 - Kleinwohnhäuser LEK Trans - Wert Erbaut im Jahr 1953 103,7 Salzburg Katastralgemeinde LEK Trans zulässig - Wert 44 Grundstücksnummer 929/29 Standort Memberger-Str. 2 Einlagezahl 983 5020 Salzburg-Stadt Energieausweis vor der Sanierung Anzahl Wohnungen 1 Gemäß § 17a Abs 2 Z 3 des Baupolizeigesetzes 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen Peter Tischler Eigentümer/Errichter der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Memberger Ausgestellt und bestätigt durch: Str. 2 5020 Salzburg FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF WÄRMESCHUTZKLASSEN Niedriger Heizwärmebedarf Skalierung HWB BGF HWBBGF <= 30kWh/(m²a) _________________________________ Datum, Unterschrift HWBBGF <= 50kWh/(m²a) HWBBGF <= 70kWh/(m²a) Resümee HWBBGF GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2006,0509 REPEAS - Salzburg Projektnr. 32 53 kWh/(m²a) <= 90kWh/(m²a) Seite 1 Datum 12.07.2007 11:53 HWBBGF <= 120kWh/(m²a) HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Die Sanierung wurde in nur vier Wochen durchgeführt. Voraussetzung dafür war eine sorgfältige Planung und Vorbereitung, zu der die Behördengänge gehörten, die Erstellung des Sanierungskonzepts mit diversen Fachleuten, die Einholung von mehreren Vergleichsangeboten usw. Viele Informationen wurden von Fam. Fötschl-Tischler bereits vor dem Hauskauf eingeholt - sie beeinflussten schlussendlich die Kaufentscheidung. Diese Vorbereitungszeit war für die Bauherren zwar sehr zeitaufwändig, wirkte sich aber positiv auf das Endergebnis aus. HWBBGF > 160kWh/(m²a) Hoher Heizwärmebedarf 26,6 LEK Trans - Wert LEK Trans zulässig - Wert 44 Energieausweis Sanierung 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen Gemäß § 17a Abs 2 nach Z 3 desder Baupolizeigesetzes der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. Ausgestellt und bestätigt durch: Amt der Salzburger Landesregierung Südtirolerplatz 11 5010 Salzburg Ausführende Firma: Tel.: 0662 8042 3788 E-Mail: [email protected] _________________________________ Holzbau Resch 83471 Berchtesgaden Dieses Dokument finden Sie GmbH, im Internet unter: Datum, Unterschrift http://www.energieausweise.net/extras/download.php?q=d745112cbb23415d819&f=pdf_pruef www.holzbau-resch.de GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2007,0123 REPEAS - Salzburg Projektnr. 356 Seite 1 Datum 16.07.2007 17:09 13 Wohnhaus Familie Frauenschuh Sanierung und Heizungsoptimierung Vor der Sanierung Finanzierung / Kosten Der Altbau wurde 1976 von der jungen Familie aus Kostengründen mit sparsamen Mitteln nach dem Stand der damaligen Bautechnik Investition in Optimierung und Zubauten errichtet. Energieberatung und energieeffizientes Bauen war damals gesamt ca. € 120.000,—. noch kein Thema. Die Energiekrise der 70er Jahre brachte allmählich ein Umdenken in Gang. 1994, als zum ersten Mal ein Zubau nötig Für die Dämmung der Fassade wurde war, versuchte man deshalb den Bestandsbau und die Heizungsanla- die Wohnbauförderung des Landes Salzburg ge zumindest teilweise zu optimieren. Zusätzlich errichtete man eine in Anspruch genommen. Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. 2006 wurde ein weiterer Zubau realisiert: Ein vom Erdgeschoß getrennter Zugang zum Obergeschoß mit separater Wohneinheit für die nun erwachsenen Kinder war erforderlich. Ergänzend dazu wurde der Bestand einer wärmetechnischen Sanierung unterzogen. Details zur energetischen Sanierung Dämmung Dachschräge Die bestehende Wärmedämmung zwischen den Sparren und die fehlerhafte Dampfbremse wurden erstmals 1994 durch eine 14 cm Dämmung aus Steinwolle ersetzt und im Zuge der Neudeckung des 14 Vorbildliche Sanierungen im Wohnhausbereich Daches mit einer 12 cm Aufdachdämmung aus EPS ergänzt. Konden- Zahlen und Fakten satbildung und Eisstau konnten so wirksam verhindert werden. Fenstertausch Beim Umbau im Jahr 2006 wurden alle Fenster im Bestand ausgetauscht. Die neuen Fenster mit Kunststoff-Aluminiumrahmen und einem Gesamt-U-Wert von 1,3 W/m²K tragen nicht nur erheblich zur Behaglichkeit sondern auch zum Lärmschutz bei. Dämmung Fassade Der Vollwärmeschutz am Altbau weist eine Dämmstärke von 12 cm auf. Als Dämmmaterial wurden höherwertige EPS-Platten mit einer geringeren Wärmeleitfähigkeit verwendet, sodass der Dämmwert mit einer 15 cm dicken herkömmlichen EPS-Platte vergleichbar ist. Der Zubau wurde in Holzriegelbauweise mit 24 cm Zellulosedämmung Baujahr: 1976 Vor der Sanierung Bruttogeschoßfläche: Projekt: 440 213 m² Anlage 1 Energiekennzahl: 135 kWh/m²aDeckblatt ENERGIEAUSWEIS-Bestand Wohnhaus Frauenschuh Gebäudeart Standort LEK-Wert: 54 Nach der Sanierung Erbaut im Jahr 2 - Kleinwohnhäuser Katastralgemeinde 1976 Koppl Bruttogeschoßfläche: 561 m² Grundstücksnummer 1080/9 Wolfgangseestraße 104 5321 Koppl 239 Energiekennzahl: 56 kWh/m²a Einlagezahl Anzahl Wohnungen Eigentümer/Errichter Frauenschuh Franz u. Franziska (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Wolfgangseestraße 104 5321 Koppl LEK-Wert: 2 28 FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF WÄRMESCHUTZKLASSEN Niedriger Heizwärmebedarf Skalierung HWB BGF HWBBGF <= 30kWh/(m²a) ausgeführt. Die Behaglichkeit in den Räumen konnte spürbar erhöht HWBBGF <= 50kWh/(m²a) werden und bestehende Luftundichtheiten an den Dachanschlüssen HWBBGF <= 70kWh/(m²a) beseitigt werden. HWBBGF <= 90kWh/(m²a) 56 kWh/(m²a) HWBBGF <= 120kWh/(m²a) Heizungssystem HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Bereits 1994 wurde eine Solaranlage mit einer Kollektorfläche von HWBBGF > 160kWh/(m²a) 14 m² installiert. Die Anlage liefert pro Jahr knapp 5.000 kWh Energie. Die restliche Heizenergie wird mittels eines 14 kW-Ölkessels Hoher Heizwärmebedarf 27,8 LEK Trans - Wert LEK Trans zulässig - Wert 39 erzeugt. Nach den Sanierungsarbeiten wurde die Kesselleistung an den tatsächlichen Heizbedarf angepasst, dazu die Kesselsteuerung und Heizungspumpen optimiert. Das Wärmeverteilsystem wurde Gemäß § 17a Abs 2 Z 3 des Baupolizeigesetzes 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. Ausgestellt und bestätigt durch: von Einrohr- auf Zweirohrsystem umgerüstet sowie Radiatorventile Konzepterstellung: mit Mengenvoreinstellung eingebaut und das Verteilsystem hydrau- Franz Frauenschuh Frauenschuh und Partner KEG _________________________________ lisch einreguliert. In den Zubauten wurde eine Fußbodenheizung realisiert. Neben der Verbesserung der Gebäudehülle trägt die Optimierung des Heizsystems wesentlich zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei: Früher wurden 28.800 kWh pro Jahr inkl. Warmwasserberei- EBS Energieoptimierung 5321 Koppl Franz Frauenschuh cn=Franz Frauenschuh, o=EBS, c=AT Ich bin der Verfasser dieses Dokuments. Datum, Unterschrift Tel.: 06221 7920-0 EBS Energieoptimierung Wolfgangseestr.104 5321 Koppl Tel. 06221 7920 Mail [email protected] GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2006,1219 REPEAS - Salzburg Projektnr. 440 Datum 06.06.2007 Email: [email protected] Internet: www.energieoptimierung.at Bearbeiter Frauenschuh Seite 1 tung benötigt, nach der Sanierung ca. 31.300 kWh, obwohl sich die Bruttogeschoßfläche mehr als verdoppelt hat. Erfahrungen und Empfehlungen „Wer billig kauft, kauft oft teuer“ – dieses alte Sprichwort gilt auch beim Hausbau. Eine gute Planung und Beratung im Hinblick auf die persönlichen Bedürfnisse der Bewohner und eine solide, energieeffiziente Bauweise hilft, künftige Sanierungs- und Betriebskosten in Grenzen zu halten. Das Haus sollte „besser“ gebaut werden, als die aktuellen Vorschriften (z.B. Wärmeschutzverordnung) dies vorgeben. So wird man sich auch noch nach Jahren im behaglichen Haus wohlfühlen und steigende Energiekosten werden das Budget nur mäßig belasten. Thermographieaufnahme nach der Sanierung 15 Doppelhaushälfte Familie Andre Innovative Sanierung mit Vakuumdämmung Vor der Sanierung Finanzierung / Kosten Das Reihenhaus im Salzburger Stadtteil Aigen befindet sich seit 2001 im Besitz der Familie Andre. Die hohen Heizkosten und die Da dieses Vorhaben im Rahmen eines Haus-derZukunft-Forschungsprojekts abgewickelt wurde und viele Sponsoren eingebunden waren, war die Sanierung für die Familie Andre günstiger als eine konventionelle Variante. Im Normalfall ist die Fassadendämmung mit VIP doppelt so teuer wie die Verwendung von herkömmlichen fortschreitende Schimmelbildung verstärkten bald den Wunsch nach einer ganzheitlichen Sanierung. Da die Besitzer der zweiten Haushälfte nicht an einem Vollwärmeschutz interessiert waren, musste nach einer Lösung gesucht werden, die das optische Erscheinungsbild der beiden Häuser trotz Wärmedämmung nicht stört, die Familie Andre aber zufrieden stellt. Die Vakuumdämmung stellte das ideale Sanierungssystem dar. Mit Hilfe von 2 cm dicken Vakuumi- Dämmstoffen. solationspaneelen (VIP) können Häuser auf Niedrigenergiestandard Weiterführende Literatur: Haus der Familie Andre als ein Haus-der-Zukunft-Forschungspro- www.hausderzukunft.at gebracht werden. Die Blitzblau Architektur GmbH reichte 2005 das jekt ein, an dem erstmals die Praxistauglichkeit von verschiedenen Befestigungs- und Verarbeitungsmethoden von VIP im Zuge einer Sanierung getestet werden sollte. 16 Vorbildliche Sanierungen im Wohnhausbereich Details zur Umsetzung Zahlen und Fakten Projekt: 14 Fassade ENERGIEAUSWEIS Baujahr: Die vorhandene 5 cm dicke Dämmung wurde durch VIP und alu- kaschierte Hartschaumplatten aus Polyurethan (PUR) ersetzt. Da die Andre Marek Gebäudeart Bruttogeschoßfläche: Erbaut im Jahr 2 - Kleinwohnhäuser che Passstücke aus marktüblichen PUR-Platten hergestellt und in der Eigentümer/Errichter Fam. Andre (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Baumbichlstr. 56 5026 Salzburg Einlagezahl 5026 Salzburg-Stadt LEK-Wert nach der Sanierung: Kosten und vereinfachte das Handling auf der Baustelle. Der U-Wert Niedriger Heizwärmebedarf Skalierung HWBBGF <= 30kWh/(m²a) Beim nur 6 Jahre alten Dach war Wasser eingetreten und im Bereich HWBBGF <= 50kWh/(m²a) HWBBGF <= 70kWh/(m²a) der Attika waren massive Schäden ersichtlich. Neben der Behebung HWB BGF 55 kWh/(m²a) HWBBGF <= 90kWh/(m²a) dieser Mängel wurde das Flachdach mit VIP gedämmt und dabei HWBBGF <= 120kWh/(m²a) besonders auf wärmebrückenfreie Ausführung geachtet. Sämtliche HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Höhen des Gebäudes blieben unverändert. Der U-Wert des Daches Terrasse und Balkon 27 FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF WÄRMESCHUTZKLASSEN Flachdach beträgt 0,14 W/m²K. 1963 Grundstücksnummer Baumbichlstr.nach 56 Heizwärmebedarf der Sanierung: 55 kWh/m²a Standort der Außenwand beträgt nun 0,16 W/m²K. 1963 163 m² Heizwärmebedarf vor der Sanierung: 200 kWh/m²a Katastralgemeinde VIP beim Zerschneiden ihre Funktionalität verlieren, wurden sämtlizweiten Ebene mit VIP überdeckt. Diese Maßnahme reduzierte die Anlage 1 Deckblatt HWBBGF > 160kWh/(m²a) Hoher Heizwärmebedarf LEK 27 - Wert Aufgrund der Terrassentüre war es nicht möglich, mehr als 5 cm Dämmung aufzubringen. Ein klassischer Anwendungsfall für die Sanierung mit VIP. Der Balkon wurde ebenfalls umlaufend mit Vakuumdämmung versehen. Fenster Ausgestellt und bestätigt durch: Projektleitung: GBA, Essl-Ferle OEG Au 17 Blitzblau Architektur GmbH 5311 Loibichl Innerschwand am Mondsee Tel.: 06232/6722-19 Fax: 06232/6722-18 E-Mail: [email protected] 31.05.2005 Datum www.blitzblau.at Es wurden neue Kunststofffenster mit 3-fach Verglasung und einem Gesamt-U-Wert von 0,91 W/m²K eingebaut. Heizungssystem Zehentmayer Software, Tel. 0662/64 13 48 [email protected] ENERGIEAUSWEIS Seite 1 Version 2005,0122 REPEAS - Salzburg Das Haus ist an das Gasnetz der Stadt Salzburg angeschlossen. Zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung wurde eine Solaranlage mit einer Kollektorfläche von 10 m² am Flachdach aufgeständert. Der Speicher fand problemlos im Keller Platz. Resümee Die Wohnqualität hat sich aufgrund der höheren Oberflächentemperaturen in allen Räumen enorm verbessert. Die Solaranlage trägt zusätzlich zur Senkung der Heizkosten bei. Grundvoraussetzung für eine gelungene Modernisierung ist die sorgfältige Planung und die Erstellung eines Gesamtkonzepts unter Einbeziehung von unabhängigen Experten. Bei diesem innovativen Projekt war es sehr wichtig, alle Beteiligten frühzeitig zu informieren und fachlich zu beraten. Die Bewohner mussten beispielsweise darauf hingewiesen werden, ihr Lüftungsverhalten der Luftdichtheit des Gebäudes anzupassen. Das Projekt Andre zeigt, dass auch für schwierige Fälle Lösungen gefunden werden können. Die Vakuumisolationspaneele und das Passstück aus Polyurethan 17 Wohnhausanlage Sylvester-Oberberger-Straße Ganzheitliche Sanierung samt Heizungsmodernisierung Während der Sanierung Finanzierung / Kosten Nettobeträge in Euro Gesamtinvestitionskosten inkl. Nebenkosten 4.800.000,— Davon: Die Wohnhäuser wurden ursprünglich im Rahmen des Wohnbauprogramms der Stadt Salzburg im Jahre 1927 errichtet. Drei jeweils dreigeschoßige Blöcke sind in U-Form um einen großzügigen Innenhof gruppiert und bilden so ein geschlossenes Ensemble. Gemäß dem Baustandard der 1920er-Jahre entsprach die Wohnanlage nicht mehr den modernen Wohnbedürfnissen. Die insgesamt 54 sehr kleinen Wohnungen wurden dezentral jeweils mit einem Einzelofen beheizt. Baumeister: 1.200.000,— Zimmermeister: 280.000,— Dachdecker / Spengler: 233.000,— Bei der Revitalisierung legte man Wert darauf, den Charakter der Trockenbau: 185.000,— Wohnanlage weitgehend zu erhalten. So blieben das konstruktive Vollwärmeschutz: 128.000,— Mauerwerk und markante Gebäudebegrenzungen unverändert. Zur Kunststofffenster: 139.000,— Erhöhung der Wohnnutzfläche wurde bei jedem Baukörper ein Anbau Schlosserarbeiten: 175.000,— errichtet sowie das Dachgeschoß ausgebaut. Darüber hinaus wurden Heizung / Sanitär / Solar: 478.000,— alle Objekte im Hinblick auf einen zeitgemäßen und nutzungsopti- etc. Zur Finanzierung des Bauvorhabens wurde die Wohnbauförderung des Landes Salzburg in Anspruch genommen. 18 Es gab keine Balkone und die Gebäudehülle war ungedämmt. mierten Standard erneuert. Vorbildliche Sanierungen im Wohnhausbereich Details zur energetischen Sanierung Zahlen und Fakten Dachausbau Durch den Ausbau des Dachraumes konnte bei unverändertem Gebäudevolumen zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Die neue Dachkonstruktion weist einen U-Wert von 0,185 W/m²K auf, was mit einer Dämmung der Dachschräge von insgesamt 24 cm Mineralwolle bewerkstelligt wurde. Fenstertausch Die alten Kastenfenster aus Holz wurden durch neue Kunststofffenster mit Wärmeschutzverglasung getauscht. Der Gesamt-U-Wert beträgt 1,3 W/m²K. Wärmeversorgung Die Wohnungen erhielten durch die Installation von Heizkörpern und Wohnblock bestehend aus Haus A, B und C, Baujahr: 1927 Haus A - 14 Mietwohnungen Bruttogeschoßfläche: 1.422 m² Heizwärmebedarf nach Sanierung: 39 kWh/m²a LEK-Wert nach der Sanierung: 20 Haus B - 16 Mietwohnungen Projekt: 326 Bruttogeschoßfläche: 1.414 m² Heizwärmebedarf nach Sanierung: 43 kWh/m²a Plainstraße Haus A Stgh nach kalt LEK-Wert der Sanierung: 21 ENERGIEAUSWEIS Gebäudeart 1 - große Wohnbauten Erbaut im Jahr 1940 Haus C - 16 Mietwohnungen Katastralgemeinde Bruttogeschoßfläche: 1.543 m² Grundstücksnummer Standort 5020 Salzburg-Stadt Einlagezahl39 kWh/m²a Heizwärmebedarf nach Sanierung: Anzahl Wohnungen 0 LEK-Wert nach der Sanierung: 21 GSWB Eigentümer/Errichter (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) durch den Bau einer gemeinsamen Heizzentrale mit Fernwärmean- Ignaz-Harrer-Strasse 84 5020 Salzburg schluss eine komfortable und kostengünstige Heizung. Zusätzlich wird WÄRMESCHUTZKLASSEN die über die hauseigene 150 m² große Solaranlage gewonnene Ener- Niedriger Heizwärmebedarf FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF Skalierung HWB BGF HWBBGF <= 30kWh/(m²a) gie in das Mikronetz der Wohnanlage eingespeist. Mit dem kunden- HWBBGF <= 50kWh/(m²a) orientierten System der „Wohnungsstationen“ kann jeder Bewohner 39 kWh/(m²a) HWBBGF <= 70kWh/(m²a) individuell über Wärmeenergie verfügen. Für Waschmaschinen und HWBBGF <= 90kWh/(m²a) Geschirrspüler wurden Warmwasseranschlüsse vorbereitet. HWBBGF <= 120kWh/(m²a) HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Lüftungsanlage Feuchtegesteuerte Lüftungsanlagen sorgen dafür, dass die Wohnungen unempfindlich gegen unzureichendes Lüften sind. Der Bauteil- HWBBGF > 160kWh/(m²a) Hoher Heizwärmebedarf LEK 20 - Wert Durchfeuchtung und Schimmelbildung wird damit vorgebeugt. Wärmedämmung Die erdberührten Kellerwände erhielten eine Perimeterdämmung mit 10 cm XPS. Die restlichen Außenwände wurden mit 16 cm EPS gedämmt, Geschoßdecken zu unbeheiztem Dachraum mit 20 cm EPS und die Dämmung der Kellerdecken erfolgte mit 6 cm XPS. Die UWerte aller Bauteile konnten erheblich verbessert werden. Energieausweis Haus A Ausgestellt und bestätigt durch: Eigentümer: 11.10.2005 gswb, Salzburg, www.gswb.at Datum Energieausweis-Berechner: BAUPHYSIK Team Zwittlinger & Spindler Engineering OEG · 5020 Salzburg · Schmiedkreuzstraße 3 · Fon +43 (0)662 / 432651-0 Bauphysik Team Zwittlinger & Spindler GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Balkon Engineering OEG, Salzburg Zur Erhöhung der Wohnqualität wurden zum Innenhof hin Balkone www.bauphysik-team.at Version 2005,0812 REPEAS - Salzburg Projektnr. 326 Seite 1 Datum 11.10.2005 montiert. Zur Vermeidung von Wärmebrücken stellte man den Fassaden einfach Stahlkonstruktionen mit eingehängten Betonfertigteilen vor. Resümee Es ist gelungen, die alte Substanz und den Charakter der Wohnanlage zu erhalten, gleichzeitig zusätzliche Nutzflächen zu schaffen und die Objekte auf einen zeitgemäßen Wohnstandard mit geringen Energiekosten zu bringen. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage in Bahnhofsnähe versucht man primär Mieter zu gewinnen, die kein Auto besitzen. So wurde auf den Bau einer kostenerhöhenden Tiefgarage verzichtet. In Einzelfällen ist es möglich, im Wohnhaus gegenüber Vorgestellte Balkone im Hof der Wohnanlage einen Garagenplatz zu mieten. 19 „Die Sanierung eines Gebäudes, das für viele Menschen zugänglich ist, hat eine große Vorbildwirkung.“ Institutionen, Gemeinden und Betriebe können mit einer gelungenen Sanierung ihrer Objekte viel bewirken. Durch eine Verschönerung und Modernisierung der Gebäude fühlen sich Mitarbeiter und Kunden wohler, die geringeren Betriebskosten entlasten das Haushaltsbudget, was vor allem für finanzschwächere Gemeinden wichtig ist, und zusätzlich zieht eine Sanierung die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Dieser Effekt kann von großem positivem Nutzen sein! Indem eine Gemeinde neue Sanierungsstandards setzt, kann sie zum Vorbild für die Bürger werden. Besonders bei Gebäuden mit hoher Publikumsfrequenz ist der Multiplikatoreffekt nicht zu unterschätzen. Darüber hinaus stellt eine optimale Sanierung mit Steigerung der Energieeffizienz für Betriebe mit entsprechender Firmenphilosophie einen bedeutenden Imagegewinn dar. 20 Vorbildliche Sanierungen von Schulen und Bürogebäuden Milupa Vermögensverwaltung, Puch bei Hallein Polytechnische Schule Thalgau Generalsanierung Wirtschaftsschulen Bramberg Milupa Vermögensverwaltung Überschrift Ein frisches Aussehen fürs Bürogebäude Vor der Sanierung Finanzierung / Kosten Nettobeträge in Euro Sanierungsphase 1: Text Babynahrungsprodukten entsprechend sollte die Modernisierung Den dem Verwaltungsgebäude der Milupa GmbH in Puch bei Hallein in erster UB2 Linie eine frischere Optik verleihen. Ursprünglich war nur die Erneuerung des Eingangsbereiches geplant, doch während der Pla- Gesamtkosten 200.000,— Sanierungsphase 2: Gesamtkosten Davon: ub3 nungsarbeiten stellte man fest, dass die unzureichende FluchtwegsiText verbessert werden musste. Zusätzlich litten die Mitarbeiter untuation 320.000,— ter Zugluft in den Büroräumen. Der Heiz­energiebedarf war aufgrund fehlender Wärmedämmung exorbitant. Schlussendlich erfolgte die Gesamtsanierung in zwei Bauphasen, welche die Eingangsgestaltung, Baumeisterarbeiten innen: 46.000,— die Fluchtwegsanierung, die Reorganisation der Räume, die Erneue- Sanierung Außenfassade: 40.000,— rung der Sanitärbereiche und die energetische Sanierung beinhalte- Sonnenschutz außen: 6.500,— ten. Die gesamten Maßnahmen konnten bei laufendem Bürobetrieb Spenglerarbeiten außen: 2.500,— umgesetzt werden. Gläsertausch Außenfenster: 13.000,— Umbau Heizung und Lüftung (Küche, Kantine): Die erste Bauetappe wurde im Jahr 2003 nach nur 2-monatiger Bau38.500,— etc. Es wurde keine Förderung in An­­­spruch genommen. 22 zeit abgeschlossen. Der mittlerweile altmodische und unfreundliche Eingang des Gebäudes wurde zu einem einladenden Empfangs- und Wartebereich mit viel natürlichem Licht umgestaltet. Vorbildliche Sanierungen von Schulen Bürogebäuden Vorbildliche Sanierungen imund Wohnhausbereich Die zweite Sanierungsphase wurde im Frühling 2005 durchgeführt. Zur Einhaltung der Fluchtwegbestimmungen wurde die Kantine vom Zahlen und Fakten Projekt: 96 Anlage 1 ENERGIEAUSWEIS-Bestand Deckblatt Dachgeschoß ins halb versenkte Kellergeschoß verlegt. Der Flucht- Milupa Gebäuderenovierung Bürogebäude, Baujahr: weg erfolgt nun über die neue Terrasse, die der Kantine schwellenlos Gebäudeart vorgelagert ist. Im übrigen Gebäude wurden die Sanitäranlagen und Grundstücksnummer 146/4 Standort Halleiner Landesstrasse Heizwärmebedarf nach der264Sanierung: 27 kWh/m²a Konferenzräume erweitert und neu gestaltet. Die Fenstersanierung und Wärmedämmung erfolgte ebenfalls in dieser Bauetappe. 5412 Puch bei Hallein Einlagezahl Anzahl Wohnungen Eigentümer/Errichter Milupa Ges.m.b.H (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Halleiner Landesstrasse 264 5412 Puch bei Hallein LEK-Wert nach der Sanierung: Niedriger Heizwärmebedarf Details zur energetischen Sanierung Skalierung HWBBGF <= 30kWh/(m²a) 20,5 HWB BGF 27 kWh/(m²a) HWBBGF <= 50kWh/(m²a) HWBBGF <= 70kWh/(m²a) Fenstersanierung HWBBGF <= 90kWh/(m²a) Anstatt die kompletten Fenster zu tauschen, beschloss man, die be- HWBBGF <= 120kWh/(m²a) stehenden Fensterrahmen aus Lärchenholz beizubehalten und nur HWB BGF <= 160kWh/(m²a) die Glasflächen durch eine hochwertige ZweischeibenisolierverglaWeiters wurde die Fensterlaibung rund ums Fenster ausgeschnitten 604 1 FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF WÄRMESCHUTZKLASSEN sung zu ersetzen sowie die undichten Jalousiekästen zu erneuern. 1974 Erbaut im Jahr 1974 Bruttogeschoßfläche: 1.391 m² Katastralgemeinde Thurnberg 3 - Geschäftsbauten HWBBGF > 160kWh/(m²a) Hoher Heizwärmebedarf LEK Trans - Wert 20,5 LEK Trans zulässig - Wert 50 und entsprechend gedämmt. Durch diese Maßnahmen wurde das Zugluftproblem behoben. Gemäß § 17a Abs 2 Z 3 des Baupolizeigesetzes 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. Ausgestellt und bestätigt durch: Fassadendämmung Eigentümer: Auf Drängen des Architekten wurde auch die Fassade einer vollkom- Milupa Vermögensverwaltung Ges.m.b.H., menen energetischen Sanierung unterzogen. Man einigte sich auf Puch bei Hallein _________________________________ Datum, Unterschrift 18 cm dicke EPS-Platten als Dämmmaterial. Der U-Wert der gesamten Außenwand beträgt nun 0,21 W/m²K. Planung, Projektleitung: TB - DI (FH) Benjamin ZAUNER, Scherenbrandtnerhofstrasse 6 5020 Sbg GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Geistlweg-Architektur, Oberalm Version 2007,0419 REPEAS - Salzburg Projektnr. 96 Dämmung Kellerfußboden www.geistlwegarch.com Da die Kantine in den Keller verlegt und die Sanitärräume im Keller www.easyArchitecture.eu Datum 19.07.2007 16:30 Bearbeiter Zauner Seite 1 erneuert wurden, wurde der Fußboden in diesen Bereichen mit 11 cm dicken XPS-Platten gedämmt. Dämmung oberste Geschoßdecke Aufgrund des Kantinen-Umzugs dient der Dachraum nun als Abstell- Energieausweis-Berechner: DI (FH) Benjamin Zauner, Salzburg www.holzweg.at raum. Somit blieb die Dachkonstruktion unverändert, stattdessen wurde die Decke zwischen 2. Obergeschoß und Dachraum gedämmt. Resümee Die positiven Resultate der Sanierung, nämlich der freundliche Empfangsbereich, das angenehme Arbeiten in den Büros aufgrund des verbesserten Raumklimas sowie die neue, saubere und appetitliche Kantine, ließen die Mitarbeiter schnell vergessen, dass die Umbauarbeiten (insbesondere die Stemmarbeiten) teilweise eine große Belastung darstellten. Der neu gestaltete Empfangs- und Wartebereich 23 Polytechnische Schule Thalgau Vor der Sanierung Der Schulkomplex beherbergt die Polytechnische Schule, die Haupt- Finanzierung / Kosten Bruttobeträge in Euro Gesamtbaukosten Schimmelbildung, ein undichtes Flachdach, aufgerissene Vertäfelun- ohne Einrichtung: 1.432.600,— gen sowie die allgemeinen Verschleißerscheinungen machten eine Sa- Förderung aus dem Gemeindeausgleichsfond: 524.200,— Verbleibende Kosten für 10 Gemeinden: 908.400,— schule und eine Turnhalle. Am Gebäudeteil der Polytechnischen Schule hatte die Zeit nach knapp 30 Jahren ihre Spuren hinterlassen: nierung oder einen Neubau unumgänglich. Zusätzlich verursachte der schlechte Baustandard der 70er-Jahre mit vielen Wärmebrücken einen hohen Energieverbrauch. Die an der Schule beteiligten Gemeinden entschieden sich grundsätzlich für eine Sanierung in Passivhausqualität. Aufgrund diverser Schwierigkeiten (z.B. Gebäude nicht unterkellert) wurde jedoch festgestellt, dass sich eine Sanierung nach strengen Auf die Gemeinde Thalgau entfallen 19,7 %. Passivhauskriterien nicht komplett umsetzen lässt. Die Gesamtsanierung der Polytechnischen Schule beinhaltete neben Fenstertausch und Dämmung der Gebäudehülle auch einen Zubau zur Vergrößerung der Aula, die Erneuerung der Sanitärbereiche sowie die komplette Neugestaltung der Inneneinrichtung. 24 Vorbildliche Sanierungen von Schulen und Bürogebäuden Maßnahmen im Detail Zahlen und Fakten Fassade Baujahr: 1978/79 Die Außenwände wurden mit 22 cm dicken EPS-Platten gedämmt. Bruttogeschoßfläche: 906 m² Der U-Wert verbesserte sich von 1,36 W/m²K auf 0,16 W/m²K. Bei Projekt: 828 der Auswahl der Dämmstärke herrschte Einigkeit unter den beteilig- Vor der Sanierung ENERGIEAUSWEIS-Bestand Heizwärmebedarf: 161 kWh/m²a ten Gemeinden. Unter dem Motto „wenn schon, denn schon“ sollte Poly Thalgau Sanierung- Ausführung die Sanierung qualitativ hochwertig sein. Gebäudeart 3 - Schulen 5303 Thalgau Standort 56,5 Katastralgemeinde Thalgau Einlagezahl 0 Grundstücksnummer Heizwärmebedarf: 65 kWh/m²a Erdanliegende Fußböden LEK-Wert: Erbaut im Jahr Nach der Sanierung LEK-Wert: Anzahl Wohnungen 020,2 Eigentümer/Errichter Gemeinde Thalgau (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) Da die Schule nicht unterkellert ist, wurden die Fußböden in den Klassen nicht gedämmt. Die bestehenden Parkettböden zu erneu- WÄRMESCHUTZKLASSEN ern wäre zu aufwändig und zu teuer gewesen. Die restlichen Böden Niedriger Heizwärmebedarf FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF Skalierung HWB BGF HWBBGF <= 30kWh/(m²a) wurden allerdings mit 8 cm Polyurethan-Hartschaumplatte gedämmt. HWBBGF <= 50kWh/(m²a) Die Wärmeleitfähigkeit dieses Dämmstoffes ist geringer als bei her- HWBBGF <= 70kWh/(m²a) kömmlichen EPS-Platten, deshalb ist diese Dämmstärke ausreichend. 65 kWh/(m²a) HWBBGF <= 90kWh/(m²a) Zusätzlich wurde eine 2 cm dicke Trittschalldämmung verlegt. HWBBGF <= 120kWh/(m²a) HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Flachdach Nach der Behebung der Schäden wurde das Flachdach mit einer 18 cm EPS-Grunddämmung sowie mit einer Gefälledämmung, einer Abdichtungsbahn und mit einer Dämmschicht aus 5 cm XPS versehen. Den Abschluss bildet eine Schicht aus Rundkies. HWBBGF > 160kWh/(m²a) Hoher Heizwärmebedarf LEK Trans - Wert 20,2 LEK Trans zulässig - Wert 47 Gemäß § 17a Abs 2 Z 3 des Baupolizeigesetzes 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. Ausgestellt und bestätigt durch: Bauherr: Gemeinde Thalgau, 5303 Thalgau Fenstertausch Die alten Fenster mit Metallrahmen und einem U-Wert von 3,74 W/m²K wurden durch moderne Kunststofffenster mit 2fach-Verglasung ausgetauscht. Der U-Wert der neuen Fenster beträgt 1,1 W/m²K. Energieausweis-Berechner: _________________________________ Unterschrift Bauphysik Team Zwittlinger Datum, & Spindler Engineering OEG, Salzburg BAUPHYSIK Team Zwittlinger & Spindler Engineering OEG · 5020 Salzburg · Schmiedkreuzstraße 3 · Fon +43 (0)662 / 432651-0 GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Bearbeiter Ing. Zwittlinger Version 2007,0419 REPEAS - Salzburg Projektnr. 828 Datum 03.10.2007 Seite 1 www.bauphysik-team.at Heizung Bereits 2006 wurde der gesamte Gebäudekomplex von Ölheizung auf Biomasse-Fernwärme umgestellt. 2008 wird eine neuerliche Optimierung der Heizungsanlage vorgenommen. Resümee Die Sanierung dauerte von Juni bis Oktober 2007 und konnte zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen werden. Die Berechnung von unterschiedlichen Energieausweisen half, die optimale Sanierungsvariante für die Gemeinde zu finden. Der Gebäudekomplex Polytechnikum, Turnsaal und Hauptschule vor der Sanierung. 25 Generalsanierung Wirtschaftsschulen Bramberg Weniger Energieverbrauch trotz Zubaus Vor der Sanierung Finanzierung / Kosten In Summe wurden für die Generalsanierung samt Zubau knapp 3,3 Mio. Euro benötigt. Die Finanzierung setzte sich aus drei Komponenten zusammen: Zuschuss des Landes Salzburg von 1,2 Mio. Euro, Zuschuss des Bundes von 1 Mio. Euro und einem Darlehen der Heimat Österreich über die Restsumme. Die Wirtschaftsschulen Bramberg bieten drei verschiedene Schultypen im Bereich Wirtschaft und Tourismus an. Ausschlaggebend für die Erweiterung und Sanierung war der akute Platzmangel. Das alte Gebäude konnte den räumlichen Anforderungen, die heutzutage an eine berufsbildende Schule gestellt werden (Kreativraum, Küche, Restaurant, EDV-Räume, etc.), nicht mehr gerecht werden. Man plante einen Zubau, die Komplettsanierung des Bestandes und im Zuge dessen die vollkommene Umstrukturierung aller Räume. Durch das große Engagement aller Beteiligten konnte die Heimat Österreich als Baurechtnehmer die Zu- und Umbauarbeiten in etwas mehr als einem Jahr über die Bühne bringen. Im Oktober 2006 wurde die im neuen Glanz erstrahlende Schule eingeweiht. Aufgrund des verbesserten Lehr- und Raumangebots besuchen erstmals ca. 190 Schüler (statt vor einigen Jahren 100) die Wirtschaftsschulen Bramberg. 26 Vorbildliche Sanierungen von Schulen und Bürogebäuden Energietechnische Details Zahlen und Fakten Wärmedämmung Es wurde großer Wert darauf gelegt, durch eine gut gedämmte Ge- bäudehülle geringe Energiekosten während des Betriebs zu erzielen. Sowohl im Neubau als auch im Bestand wurden die Außenwände mit 14 cm EPS gedämmt. Die U-Werte liegen nun bei 0,21 bzw. 0,23 W/m²K. Das Dach wurde mit 30 cm Mineralwolle gedämmt, die erdanliegenden Fußböden mit einer Dämmschicht von 11 cm im Altbau bzw. 13 cm im Neubau versehen. Die bestehende Kellerdecke erhielt eine 10 cm starke Dämmung. Fenstertausch Alle Fenster im Neubau und Altbau weisen eine Dreifachverglasung und einen Gesamt-U-Wert von 1,06 W/m²K auf. Durch die hohe Baujahr: 1906 od. älter Vor der Sanierung Bruttogeschoßfläche: Projekt: 142 Nach der Sanierung FACHSCHULE BRAMBERG (mit Innenhof) 06-10-10 Gebäudeart Standort 3.458 m² 3 - Schulen Bruttogeschoßfläche: Erbaut im Jahr Katastralgemeinde Errechneter Heizwärmebedarf: 48 kWh/m²a 5733 Bramberg am Wildkogel Grundstücksnummer Einlagezahl LEK-Wert: Energieverbrauch im Schuljahr 2006/07: 144 MWh Eigentümer/Errichter (zum Zeitpunkt d. Ausstellung) FLÄCHENBEZOGENER HEIZWÄRMEBEDARF WÄRMESCHUTZKLASSEN Niedriger Heizwärmebedarf Skalierung HWBBGF <= 70kWh/(m²a) Fenstern sitzen ohne unter Zugluft zu leiden. HWBBGF <= 90kWh/(m²a) BGF 48 kWh/(m²a) HWBBGF <= 120kWh/(m²a) Lüftungsanlage HWB BGF <= 160kWh/(m²a) Die zentrale Lüftungsanlage, ein besonderes Anliegen des in „Umwelt HWBBGF > 160kWh/(m²a) und Wirtschaft“ ausgebildeten Schulleiters Mag. Bernsteiner, welche Hoher Heizwärmebedarf alle Klassen und Funktionsräume sowie die Verwaltungsräume und LEK Trans - Wert rung der Konzentrations- und Lernfähigkeit der Schüler. HWB HWBBGF <= 30kWh/(m²a) HWBBGF <= 50kWh/(m²a) Reduktion der CO2-Belastung in den Räumen und somit die Steige- 19,5 0 0 Anzahl Wohnungen Klassenzimmern besser ausnutzen. Die Schüler können näher an den lich. Die wichtigsten positiven Effekte sind jedoch die nachweisliche Anlage 1 Deckblatt Qualität der Fenster und Außenwände lässt sich die Fläche in den Lehrerzimmer mit Frischluft versorgt, senkt den Energiebedarf zusätz- 2.017 m² Energieverbrauch im Schuljahr 2004/05: 152 MWh ENERGIEAUSWEIS-Neubau 19,5 LEK Trans zulässig - Wert 40 Gemäß § 17a Abs 2 Z 3 des Baupolizeigesetzes 1997 wird die Einhaltung der Bestimmungen der Verordnung über den Mindestwärmeschutz von Bauten, LGBl Nr 82/2002, bestätigt. Ausgestellt und bestätigt durch: Bauherr: Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungsund Siedlungsgesellschaft m.b.H, Salzburg _________________________________ Erfahrungen und Empfehlungen Bei einem so umfangreichen Sanierungsvorhaben ist es wichtig, sich bereits vor den ersten Planungen von unabhängigen Fachleuten beraten zu lassen. Durch die Erstellung und den Vergleich von mehreren Energiekonzepten kann berechnet werden, wie sich unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen auf die Energiekosten auswirken. Im Falle [email protected] Datum, Unterschrift TB-Bauphysik - DI Reiner Rothbacher - 5702 Zell am See, Am Schilf 15, Tel.: 06542/57568, Fax: 06542/56056, Mail: GEQ von Zehentmayer Software: www.energieberechnung.at Version 2006,0808 REPEAS - Salzburg Datum 12.12.2006 11:10 Kontakt: Wirtschaftschulen Bramberg Dir. Mag. Manfred Bernsteiner 06566/7221-0 [email protected] der Wirtschaftsschulen Bramberg wurde die Standard-Sanierungsvariante durch Optimierungsmaßnahmen um 30 % verbessert. Das Ergebnis ist, dass nun weniger Heizenergie benötigt wird als vorher, obwohl sich die Nutzfläche fast verdoppelt hat. Bei der Planung dürfen „Kleinigkeiten“ wie Luftqualität, richtige Raumeinteilung, höheres Wohlbefinden durch mehr Tageslicht, Behaglichkeit und Komfort auf keinen Fall zugunsten von niedrigeren Sanierungskosten vernachlässigt werden. Umbau eines Klassenzimmers zu Sekretariat und Direktion 27 Seite 1 „Wir nehmen Energieeffizienz ernst!“ Am Projekt EffCoBuild (Energy Efficiency Communities – establishing pilot communities for the building sector) sind vier Gemeinden aus vier EU-Staaten beteiligt: Thalgau in Österreich, Eggesin in Deutschland, Jesenice in Slowenien und Šal‘a in der Slowakei. Im Rahmen dieses aus Mitteln des EU-Programms „Intelligente Energie – Europa“ geförderten und von der ÖGUT (Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik) koordinierten Projektes wurde das Energiesparpotential von bestehenden Gebäuden in den vier Gemeinden untersucht. Aufbauend auf diese Ergebnisse wird versucht, durch gezielte kommunale Programme und Maßnahmen das Einsparpotential auszuschöpfen. Durch den Wissensaustausch zwischen alten und neuen EU-Ländern können dabei innovative Lösungen entwickelt werden. Thalgau wird bei der Durchführung vom SIR (Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen) sowie von der ÖGUT unterstützt. Ein Baustein im Projekt EffCoBuild ist die Erstellung der vorliegenden Broschüre, die dazu dienen soll, Bauherren bei ihren Sanierungsprojekten zu motivieren und so den Energieverbrauch auf dem Gebäudesektor zu reduzieren. Um dem Leser die Sanierungs-Standards in den Partnerländern näherzubringen, stellen die Projektpartner der Gemeinden Eggesin, Jesenice und Šal‘a auf den folgenden Seiten ihre Best-Practise-Projekte vor. 28 EU-Projekt EffCoBuild – Sanierungs-Beispiele aus den Partnerländern Wohnanlage Adolf-Bytzeck-Straße, Eggesin Wohnanlage Cesta maršala Tita 16, Jesenice Hauptsitz der Firma Menert, Šal‘a Wohnanlage Adolf-Bytzeck-Straße Eggesin, Deutschland Sanierung und Teilrückbau eines Plattenbaus Vor der Sanierung Finanzierung / Kosten Beträge in Euro Aufgrund eines starken Einwohnerrückgangs in den Jahren nach der Wiedervereinigung Deutschlands war die Stadt Eggesin in der ehemaligen DDR mit erheblichen städteplanerischen Problemen konfrontiert. Gesamtinvestitionskosten: 2.700.000,— traktivität des städtischen Wohnungsbestands zu erhalten, wurde durch Davon: Abbruchkosten: 280.000,— Gerüst: 42.000,— Rohbau: 445.000 ,— Fenster, Türen, Fassade inkl. Wärmedämmung: 750.000,— Trockenbau/Dämmung: 120.000,— Fernwärme-Übergabestation: Um die erodierende Einwohnerzahl aufzuhalten und die zukünftige At- 25.000,— die Nutzung eines zinsgünstigen Finanzierungskonzepts ein massives städtebauliches Sanierungsprogramm eingeleitet. Im Jahre 1999 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten einschließlich der Verstärkung des Wärmeschutzes und ein Teilrückbau des Wohnkomplexes durchgeführt. Maßnahmen im Einzelnen Maler/Bodenbelag: 194.000,— Dach: 225.000,— Heizung/Sanitär: 397.000,— Zusätzlich zur bestehenden Wärmedämmung des Plattensandwichs Elektro: 244.000,— (5 cm Polystyrol), wurde die Wärmedämmung des Gebäudes mit ei- Das Projekt wurde aus Fördermitteln des Wohnungsbauprogramms des Landes Mecklenburg Vorpommern finanziert. 30 Außenwände nem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ergänzt. Durch das Aufbringen von Polystyrol-Platten der Wärmeleitgruppe 040 mit einer EU-Projekt EffCoBuild – Sanierungs-Beispiele aus den Partnerländern Stärke von 8 cm konnte eine deutliche Reduzierung der Wärmever- Zahlen und Fakten luste durch die Fassade erreicht werden. Fenster Vor der Sanierung waren Verbundfenster aus Holz eingebaut. Diese wurden durch moderne Kunststofffenster mit Isolierverglasung mit einem Gesamt-U-Wert von 1,7 W/m²K ersetzt. Baujahr: 1975 Sanierungsjahr: 1999 Vor der Sanierung Bruttogeschoßfläche: 5.403 m² Oberste Geschoßdecke Wohneinheiten: 79 Die oberste Geschoßdecke der Gebäudeaufgänge 7 bis 9 und 13 bis Heizwärmebedarf:126 kWh/m²a 15 wurden im Rahmen der Sanierung mit einer 16 cm starken mineralischen Dämmung versehen. Die Geschoßdecke der Aufgänge 10 bis 12 (mit Penthouse) verfügt nach der Sanierung über eine 18 cm starke mineralische Dämmung. Kellerdecke Die Kellerdecke des Gebäudes wurde mit einer 6 cm starken mineralischen Dämmung ausgestattet. Zusätzlich wurde eine 4 cm dicke Trittschalldämmung verlegt. Heizungssystem Vor der Sanierung wurden die Wohnungen mittels Elektro-Nachtspeicheröfen beheizt. Auch die Trinkwarmwasseraufbereitung wurde durch Elektrospeicher sichergestellt. Im Rahmen der Sanierung Nach der Sanierung Bruttogeschoßfläche: 4.309 m² Wohneinheiten: 63 Heizwärmebedarf: 73 kWh/m²a CO2-Einsparungen pro Jahr: ca. 438 t Bauherr: Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft Eggesin, D-17367 Eggesin erfolgte der Anschluss an das Fernwärmenetz der Stadt, welches seit 1998 durch ein klimafreundliches Hackschnitzelheizwerk versorgt wird. Entlüftung Einige Wohnungen mit innenliegenden Bädern wurden mit Fenstern ausgestattet. Die Wohnungen mit weiterhin bestehenden innenliegenden Bädern wurden so umgestaltet, dass über den Lichtschalter eine automatische Entlüftung erfolgt. Resümee Durch die städtebauliche Modernisierung entstand eine gesunde Mischung aus saniertem und teilsaniertem Wohnraum. Anhand der erreichten Differenzierung des Wohnraumangebots ist es der Stadt jetzt möglich unterschiedliche Mietergruppen anzusprechen. Darüber hinaus wurde der Qualitätsstandard der Gebäude erhöht und ein effektiver Beitrag zur Energieeinsparung und zur städtebaulichen Aufwertung geleistet. Die umgesetzten Maßnahmen am Gebäudebestand sind aus diesem Grund beispielhaft, wie mit den resultierenden Infrastrukturproblemen durch einen Einwohnerrückgang umgegangen werden kann. Schaffung von hochwertigem Wohnraum für alle Mietergruppen 31 Mehrfamilienhaus Cesta maršala Tita 16 Jesenice, Slowenien 30 % Energieeinsparung trotz Zubaus Thermographieaufnahme nach der Sanierung Finanzierung / Kosten Beträge in Euro Gesamtinvestitionskosten: Davon: Das Wohnhaus im Zentrum von Jesenice ist zu einer Zeit gebaut worden, als es im ehemaligen Jugoslawien noch keine Anforderungen und Verordnungen bezüglich der thermischen Qualität und Energie62.600,— effizienz von Gebäuden gab. Nach über dreißig Jahren war eine Sanierung aufgrund des hohen Energieverbrauchs und des allgemein schlechten Wohn-Standards des Gebäudes (z.B. undichte Fenster und Dämmung: 33.550,— somit Zugerscheinungen) notwendig. Auf Initiative der Hausverwal- Fenstertausch: 29.050,— tung und der Mieter entschied sich der Gebäudeeigentümer, neben den ohnehin notwendigen Erhaltungsmaßnahmen auch eine energe- 59 % der Kosten konnten durch den Erlös aus dem tische Sanierung umzusetzen, die die Sanierung der Fassade, einen Verkauf des obersten Geschoßes gedeckt werden, Fenstertausch und eine Heizungsoptimierung beinhaltete. Darüber 41 % brachten die Mieter selbst auf. hinaus wurde das Gebäude mit einem Geschoß aufgestockt. Die Wär- Die Amortisationsdauer wurde mit 19 Jahren medämmung des Gebäudes wurde mit dem Erlös aus dem Verkauf berechnet. des neuen Stockwerks finanziert. Im übrigen Gebäude befinden sich Mietwohnungen sowie Geschäftslokale im Erdgeschoß. Die Geschäfte im Erdgeschoß waren von der Sanierung nicht betroffen. 32 EU-Projekt EffCoBuild – Sanierungs-Beispiele aus den Partnerländern Details zur energetischen Sanierung Zahlen und Fakten Fenstertausch Baujahr: 1965 Da die Geschäftslokale im Erdgeschoß in anderen Besitzverhältnissen Sanierung: 2001 Vor der Sanierung stehen als die Wohnungen, wurden hier die Fenster nicht ausgetauscht. Im übrigen Gebäude wurden die alten Fenster mit Holzrahmen und Zweifachverglasung (U-Wert ca. 2,7 W/m²K) durch neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung (U-Wert 1,3 W/m²K) ersetzt. Bruttogeschoßfläche: 1.064 m² Heizwärmebedarf: 176 MWh/a (165 kWh/m²a) Fassade Die erneuerungsbedürftige Fassade wurde mit EPS-Platten in eine Nach der Sanierung Stärke von 8 cm gedämmt. Bruttogeschoßfläche: 1.412 m², Wohneinheiten: 23 Dach Durch die Aufstockung des Gebäudes konnte ein neues Flachdach errichtet werden, das eine Dämmung in der Stärke von 10 cm erhielt. Heizsystem Heizwärmebedarf: 212 MWh/a (86 kWh/m²a) CO2-Einsparung pro Jahr: 29 Tonnen Das Wohnhaus ist an das Fernwärmenetz von Jesenice angeschlossen. Die Regelungseinrichtungen wurden dem verminderten Wärmebedarf angepasst. Zusätzlich wurde jede Wohnung mit einem Wärmemengenzähler ausgestattet. Auf den theoretischen Heizwärmebedarf des Gebäudes haben die Wärmemengenzähler zwar keinen Einfluss, jedoch wirken sie sich positiv auf das Nutzerverhalten aus. Resümee Durch die Sanierung konnte der spezifische Heizwärmebedarf in den Wohnungen halbiert werden. Die Mieter profitieren so einerseits von den geringeren Heizkosten und andererseits von dem erhöhten Wohnkomfort, der sich durch die Verbesserung der thermischen Qualität der Gebäudehülle ergeben hat. Mieter und Hausverwaltung setzten sich für die Sanierung des Wohnhauses ein. 33 Hauptsitz der Firma Menert Šal‘a, Slowakei Umfassende Sanierung mit 50 % Energieeinsparung Während der Sanierung Finanzierung / Kosten Nettobeträge in Euro Die Firma Menert ist im Bereich Containerbau, Haustechnik, Elektrotechnik sowie Planung und Ausführung von Biogas- und Hackschnitzelanlagen tätig. Neben drei Außenstellen bzw. Produktionsstätten Gesamtkosten 213.326,— Davon: befindet sich in der Stadt Šal‘a ebenfalls der Hauptsitz der Firma Menert. Die Sanierung des Hauptgebäudes hatte unter anderem zwei große Ziele: eine Verbesserung des Arbeitsumfelds und der Arbeits- Fassadendämmung: 137.283,— plätze und die Schaffung von repräsentativen Räumlichkeiten, die Fenstertausch: 28.143,— dem guten Firmenimage gerecht werden. Dass es sinnvoll ist, das Heizsystem: 35.960,— Gebäude im Zuge der Umbauarbeiten ebenfalls einer energetischen Dämmung Dach: 11.940,— Sanierung zu unterziehen, lag auf der Hand. So umfasste die Sanierung neben den allgemeinen Umbau- und Erneuerungsarbeiten die Das Projekt wurde aus Eigenmitteln der Optimierung des Heizsystems, die Dacherneuerung, die Fassaden- Firma Menert bzw. aus einem Bank-Darlehen dämmung und den Fenstertausch sowie die komplette Sanierung der finanziert. 34 Keller- und Lagerräume. EU-Projekt EffCoBuild – Sanierungs-Beispiele aus den Partnerländern Details zur Sanierung Zahlen und Fakten Fenstertausch In Summe wurden 108 Fenster getauscht. Die alten Holzfenster wurden durch neue Fenster mit Kunststoffrahmen und einem Gesamt-U-Wert von 1,1 W/m²K ersetzt. Heizsystem Baujahr: 1981 Sanierung: 2004-2005 Nutzfläche: 1697 m² Energieverbrauch vor der Sanierung: 190 MWh/a Energieverbrauch nach der Sanierung: 98 MWh/a Das Gebäude wurde mittels einer Übergabestation an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen. Darüber hinaus wurde eine Fußbodenheizung auf einer Fläche von 200 m² installiert und 46 Radiatoren erneuert. CO2-Einsparung pro Jahr: 18,3 Tonnen Eigentümer: Fassade Menert ltd., Hlboká 3, 927 01 Šal'a, Um die Wärmeverluste zu reduzieren, wurde das gesamte Gebäude Slovenská republika mit einer Wärmedämmung aus Mineralwolle in einer Stärke von 5 cm www.menert.sk versehen. Die sanierte Fassade trägt am meisten zum neuen Erscheinungsbild der Firma Menert bei. Dämmung des Daches Im Rahmen der Umbauarbeiten wurde auch das Flachdach erneuert. Das neue Dach erhielt eine Dämmung bestehend aus 12 cm Mineralwolle sowie eine Blechverkleidung. Fußböden Im gesamten Gebäude wurden die Bodenbeläge auf einer Fläche von 1.697 m² erneuert. Hauptsächlich wurden Laminat-Parkettböden und Fliesen verarbeitet. Resümee Der Eigentümer, die Firma Menert, ist nach der Sanierung sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Alle Ziele, die Sanierung der Gebäudehülle, die Modernisierung der Räumlichkeiten und die Schaffung einer angenehmen Arbeitsatmosphäre, wurden erreicht. Die umgesetzten Maßnahmen resultieren in der Steigerung des Komforts und in der Senkung der Heizkosten. Tatsächlich wurde eine Energieeinsparung von 50 % erzielt. Die Verlegung der Rohre für die Fußbodneheizung 35 Serviceseiten Auf den folgenden Seiten finden Sie hilfreiche Adressen und Ansprechpersonen, die Ihnen bei Fragen zum Sanieren und zum Energieausweis gerne Auskunft geben. Energieberatung und Energieausweis • Unabhängige, produktneutrale und kostenlose Energieberatung für Haushaltskunden, Gemeinden und Institutionen, Informationen zum Energieausweis Energieberatung Salzburg Geschäftsführung: DI Georg Thor Südtirolerplatz 11 5020 Salzburg Tel.: 0662/8042-3151 Email: [email protected] Web: www.salzburg.gv.at/energieberatung und www.salzburg.gv.at/energieausweis Die Anmeldung ist online unter www.salzburg.gv.at/energieberatung oder telefonisch möglich. • Regionale Energieberatungsstellen In einigen Salzburger Gemeinden sind regionale Energieberatungsstellen eingerichtet. Nutzen Sie dieses Angebot! Die aktuellen Termine in den Gemeinden finden Sie unter www.salzburg.gv.at/energieberatung • Energieausweisberechner Eine aktuelle Liste der Salzburger Energieausweisberechner finden Sie hier: www.energieausweise.net • Beratungen für Wohnbauträger und gewerbliche Hausverwaltungen Eine kostenlose Erstberatung erfolgt durch die Energieberatung Salzburg. Spezielle Serviceleistungen für Bauträger und Hausverwaltungen bietet das klima:aktiv-Programm wohnmodern, das Programm zur Modernisierung von Wohngebäuden: www.wohnmodern.at Ihr Ansprechpartner in Salzburg: Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen Schillerstraße 25 5020 Salzburg Tel.: 0662/623455-0 Email: [email protected] Web: www.salzburg.gv.at/wohnmodern • Unabhängige Energieberatung für Betriebe Umwelt.Service.Salzburg Faberstraße 18 5020 Salzburg Tel.: 0662/8888-438 Email: [email protected] Web: www.umweltservicesalzburg.at 36 Serviceseiten Förderungen • Allgemeine Beratung zu Energieförderungen Energieberatung Salzburg Geschäftsführung: DI Georg Thor Südtirolerplatz 11 5020 Salzburg Tel.: 0662/8042-3151 Email: [email protected] Web: www.salzburg.gv.at/energieberatung • Detaillierte Beratung zur Wohnbauförderung Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen Schillerstraße 25 5020 Salzburg Tel.: 0662/623455-0 Email: [email protected] Web: www.sir.at und www.salzburg.gv.at/sbg_wohnbaufoerderung • Zuschüsse der Gemeinden Ob Ihre Gemeinde Sanierungen, Energieeffizienzmaßnahmen oder erneuerbare Energieträger fördert erfahren Sie am besten in Ihrem Gemeindeamt. Eine Auflistung der aktuellen Gemeindeförderungen finden Sie im Internet unter www.salzburg.gv.at/energiefoerderungen • Förderberatung für Betriebe Umwelt.Service.Salzburg Faberstraße 18 5020 Salzburg Tel.: 0662/8888-438 Email: [email protected] Web: www.umweltservicesalzburg.at • Förderberatung für Gemeinden Amt der Salzburger Landesregierung Abteilung 11 – Gemeindeangelegenheiten Leitung: Dr. Karin Draxl Alpenstraße 96 5020 Salzburg Tel.: 0662/8042-3776 Email: [email protected] Web: www.salzburg.gv.at/gem_foerderungen 37 Begriffserklärungen Hier finden Sie die Erklärung von Begriffen, die in der Broschüre öfter verwendet werden. Diese Auflistung dient nur zum leichteren Verständnis der Broschüre und erhebt keinen Anspruch auf vollständige Richtigkeit. • Bruttogeschoßfläche Die Bruttogeschoßfläche ist die Summe der Grundfläche aller beheizten Räume in den einzelnen Geschoßen. Im Gegensatz zur Nettogeschoßfläche wird die Bruttogeschoßfläche aus den Außenabmessungen ermittelt, d.h. die umgebenden Wände werden mitgerechnet. • Energieinhalt Der Energieinhalt eines Brennstoffes ist jene Energiemenge, die bei der vollständigen Verbrennung frei wird. • Expandiertes Polystyrol EPS EPS wird als Dämmstoffplatte (weiße Farbe) für verschiedenste Anwendungsfälle sehr häufig und in der ganzen Welt eingesetzt. EPS kommt als Dämmung unter Estriche, als Fassadendämmplatte oder auch als Deckendämmplatte zur Anwendung. Als Granulat wird EPS auch zementgebunden in Schüttungen unter Estrichen verwendet, hat aber dann deutlich schlechtere Dämmeigenschaften. • Extrudiertes Polystyrol XPS XPS wird als Dämmstoffplatte (je nach Fabrikat grüne oder rosa Farbe) im Nassbereich eingesetzt (z.B. Wärmedämmung im Erdreich, bei Balkonen, Flachdächern, Sockelbereichen, Schwimmbadbereichen, etc.). • Heizlast Die Heizlast ist ein Maß für die erforderliche Heizleistung und damit Grundlage für die Auslegung des Heizsystems. Die Heizlast ist nicht nur von der thermischen Qualität der Gebäudehülle abhängig, sondern auch von der Lage des Gebäudes und von den gewünschten Innentemperaturen der einzelnen Räume. Die Angabe erfolgt in Watt (W). • Heizwärmebedarf Der in der Heizsaison benötigte, rechnerisch ermittelte Wärmebedarf eines Hauses wird als Heizwärmebedarf bezeichnet. Die Energie für die Warmwasserbereitung ist darin nicht enthalten. Die Angabe erfolgt in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a). Wird der Heizwärmebedarf durch die Bruttogeschoßfläche dividiert, erfolgt die Angabe in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a). • Kohlendioxid CO2 Kohlendioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und verhindert mit anderen Treibhausgasen, dass zu viel Wärme in den Weltraum zurückstrahlt, und sorgt somit für die zum Leben notwendigen Temperaturen auf der Erde. CO2 entsteht außerdem bei allen Verbrennungsprozessen. Durch menschliche Aktivitäten hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Eine globale Klimaerwärmung ist die Folge. Für jeden Brennstoff gibt es CO2-Emissionsfaktoren, mit deren Hilfe die Menge an CO2 berechnet werden kann, die bei der Verbrennung entsteht. • LEK-Wert Der LEK-Wert kennzeichnet die thermische Qualität der Gebäudehülle unter Bedachtnahme auf die Geometrie des Gebäudes. Je niedriger der LEK-Wert, umso höher ist die thermische Qualität des Gebäudes. • U-Wert Der U-Wert (früher k-Wert) ist ein Maß für den Wärmedurchgang durch 1 m² Bauteilfläche bei einer Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenraum von 1 °C. Er wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m²K) angegeben. Je kleiner der U-Wert ist, desto weniger Wärme wird durch den Bauteil geleitet. Vereinfachte Umrechnungstabelle für fossile Energieträger Brennstoff 38 Energieinhalt CO2-Emissionsfaktor Heizöl leicht 10 kWh/l 0,28 kg/kWh Gas 10 kWh/m3 0,20 kg/kWh Kohle 7 kWh/kg 0,36 kg/kWh Diese Broschüre wurde vom Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) erstellt. Die alleinige Verantwortung für den Inhalt dieser Publikation liegt bei den Autoren. Sie gibt nicht unbedingt die Meinung der Europäischen Gemeinschaften wieder. Die Europäische Kommission übernimmt keine Verantwortung für jegliche Verwendung der darin enthaltenen Informationen. Impressum Eigentümer, Herausgeber Land Salzburg, FR 4/04 - Energiewirtschaft und -beratung und Medieninhaber: Energieberatung, Südtirolerplatz 11, 5010 Salzburg Für den Inhalt verantwortlich: DI Georg Thor, Energieberatung Salzburg Konzept und Redaktion: DI (FH) Monika Bischof, Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen Gestaltung: Gabi Kriks, Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen Ingrid Imser, Graphik-Design, 5204 Straßwalchen Fotos und Grafiken: SIR, Mag. Ulli und Ing. Leo Riebenbauer, Energieberatung Salzburg, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), kzenon-fotolia.com, Franz Frauenschuh, DI Anton Ferle, Marek Andre, gswb, Mag. arch. Edgar Spraiter, Gemeinde Thalgau, Thomas Schmid, Michael Huber, Gradbeni inštitut ZRMK, Berliner Energieagentur GmbH, Stadt Šal‘a Druck: Laber Druck, Oberndorf März 2010 Unterstützt durch: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text nur die männliche Form verwendet. Es sind jedoch immer beide Geschlechter gemeint. Energieberatung Salzburg Südtirolerplatz 11 Postfach 527 5010 Salzburg Tel. 0662 8042-3151 [email protected] www.salzburg.gv.at/energieberatung