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INHALT
NEUE ARCHITEKTUR
IN THÜRINGEN –
Ellrich
32 STÄDTEN UND
Neustadt
Werther
Leinefelde-Worbis
Grußwort der Bundesministerin
Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit – Seite 5
73 PROJEKTE IN
Grußwort der Thüringer Ministerin
Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft – Seite 6
GEMEINDEN
Nordhausen
Grußwort im Namen des Veranstalters
Dr. Hans-Gerd Schmidt, Präsident der Architektenkammer Thüringen – Seite 8
Heilbad Heiligenstadt
Volkerode
Mühlhausen
27. | 28. JUNI 2015
Weißensee
architektourpreis 2015
Preisträger und Anerkennungen – Seite 10
Kirchheilingen
Ilmtal-Weinstraße
Meuselwitz
Kromsdorf
Gotha
Erfurt
Weimar
Bürgel
Jena
Bucha
Vacha
Geisa
Seitenroda
Oberhof
Suhl
Gera
Projekte in Mittelthüringen – Seite 18
Projekte in Nordthüringen – Seite 52
Projekte in Südwestthüringen – Seite 70
Projekte in Ostthüringen – Seite 80
Rudolstadt
Ilmenau
Wolfsberg
Altenburg
Pößneck
Königsee-Rottenbach
Übersicht der Projekte nach Nutzung – Seite 102
Übersicht der Planungsbüros – Seite 107
Schalkau
Planen Sie Ihre Tour!
˖˖ v on zu Hause mit dem Routenplaner auf www.architekten-thueringen.de/tda/
˖˖ von unterwegs mit der kostenfreien App „Tag der Architektur“ oder über mobil.tag-der-architektur.de
GRUSSWORT DER BUNDESMINISTERIN
DR. BARBARA HENDRICKS
Am Tag der Architektur 2015 werden sich erneut die Türen und
Tore neuer und umgebauter Gebäude und Gärten öffnen. Damit
wird eine gute Tradition fortgesetzt. Interessierte Besucherinnen
und Besucher können in allen Bundesländern die aktuellsten
Architekturprojekte besichtigen und ihre Fragen an Bauherren,
Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten richten.
Sie sind als Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu eingeladen!
Als Bundesministerin für Bauen und Umwelt habe ich mir vorgenommen, die Bauqualität in Deutschland noch stärker mit dem
Umweltschutz zu verknüpfen. Dazu gehört, eine hohe Architekturqualität mit der Nutzung neuartiger Bau- und Energietechnologien und dem Einsatz innovativer Baustoffe zu verbinden. Das
Ziel eines im besten Sinne nachhaltigen Bauens ist ein Mehr an
Lebensqualität für alle. Gute Architektur trägt ganz entscheidend
dazu bei. Die Bei­spiele veranschaulichen dies nicht nur am
Tag der Architektur. Sie sind Teil einer schönen und lebendigen
Baukultur in Deutschland.
Dr. Barbara Hendricks
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktor­sicherheit
Foto: BMUB / Fotograf Harald Franzen
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GRUSSWORT DER THÜRINGER MINISTERIN
GRUSSWORT DER THÜRINGER MINISTERIN
BIRGIT KELLER
BIRGIT KELLER
Auch 2015 werden am letzten Juniwochenende
wieder tausende Besucherinnen und Besucher die
21. Auflage des Tags der Architektur nutzen, um
Einblicke in interessante und zukunftsweisende
Architekturprojekte zu erhalten. Das bundesweite
Motto dieses Tages „Architektur hat Bestand“ weist
darauf hin, dass Architektur die Zukunft unseres
Zusammenlebens gestaltet und mitprägt. Das gilt
überall dort, wo heute neue Bauwerke geplant und
gebaut werden, die in den kommenden Jahren
ihren Nutzern zur Verfügung stehen. Das gilt aber
auch für die vielen vorhandenen Gebäude, die aufgrund ihrer architektonischen Qualität und Ästhetik
zu erhalten und weiterzuentwickeln sind.
ausgebildeten Experten der beste Weg ist, um für
den Bauherrn und die Gesellschaft ein langfristig
zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Als eine
Art Leistungsschau trägt der Tag der Architektur
auch dazu bei, das Interesse junger Nachwuchskräfte an den Architekturberufen zu wecken. Dabei
wird beim Tag der Architektur gut vermittelt, dass es
bei Architekten nicht nur um die planerische und
konzeptionelle Arbeit im Büro geht, sondern immer
auch um das Zusammenwirken mit den Bauherren.
Gute Architektur entsteht nur bei gegenseitigem
Verständnis und die Bedeutung des Architekten­
berufs besteht nicht zuletzt darin, Visionen zu ent­
wickeln und diese den Bauherren zu vermitteln.
Architekten, Stadtplaner, Innen- und Landschaftsarchitekten laden in diesem Jahr ein, 73 Objekte
in 32 Städten und Gemeinden des Freistaates
zu erkunden. Sie wollen an ihnen demonstrieren, dass das Planen und Bauen mit den hierfür
Als Infrastrukturministerin freue ich mich, dass sich
auch zahlreiche öffentliche Kultur-, Bildungs- und
Sporteinrichtungen am diesjährigen Tag der Architektur beteiligen. Bauen in öffentlicher Verantwortung ist eine soziale Aufgabe mit großer Tragweite
und soll zugleich Zeichen setzen für die Bau­kultur
im Land. Die öffentliche Verwaltung will hier eine
Vor­bild­funktion übernehmen und schätzt die
Architekten und Planer dabei als kompetente und
verlässliche Partner. Die sachgerechte und qualitativ
hochwertige Entwicklung der Vorhaben in angemessenem finanziellen Rahmen ist eine Aufgabe,
die von ihnen mit viel Engagement und Kreativität
gemeistert wird.
Ich wünsche allen Interessierten spannende und
lehrreiche Einblicke und hoffe, dass immer mehr
Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeiten des
Tags der Architektur nutzen.
Birgit Keller
Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft
Foto: TMIL / Fotograf Jens Meyer
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GRUSSWORT IM NAMEN DES VERANSTALTERS
GRUSSWORT IM NAMEN DES VERANSTALTERS
DR. HANS-GERD SCHMIDT
DR. HANS-GERD SCHMIDT
Die Architektur, die wir heute planen und bauen, ist der Bestand
von morgen. Zeitgenössische Architektur muss deshalb immer
auch zukünftigen Anforderungen genügen – muss Ansprüchen
an Energie- und Ressourceneffizienz, Nutzungsflexibilität und
Barrierefreiheit, an Raumklima, Wirtschaftlichkeit und vielem
mehr gerecht werden. Wie das gelingen kann und welchen Anteil
die Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und
Stadtplaner daran haben, das können Sie am besten beim Tag
der Architektur – der größten Leistungsschau der Berufsstände –
erfahren.
Immer am letzten Juniwochenende öffnen Bauherren die Tü­ren,
um gemeinsam mit ihren Planern ihre Vorhaben vorzustellen.
Die Thüringer Architektinnen und Architekten beteiligen sich
2015 mit der Präsentation von 73 Projekten, die über das gesamte Bundesland verteilt sind und einen Querschnitt alltäglicher
Bauaufgaben abbilden.
Wie in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt auch diesmal auf
den Wohnungsbauten sowie den Kultur- und Bildungseinrichtungen, die zusammen weit mehr als die Hälfte aller Objekte
ausmachen. Von hohem Interesse sind für das Publikum
8
erfahrungsgemäß die Einfamilien- und Wohnhäuser,
die vielfältige Anregungen für die eigenen Planungen liefern. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang vor allem den Bauherren und Nutzern,
die bereit sind, ihre „eigenen vier Wände“ für die
Allgemeinheit zu öffnen und Einblicke ins „Private“
zu gewähren.
Auch wenn die überwiegende Zahl der gezeigten
Bauwerke Neubauten sind – und das wohlgemerkt
entgegen des Trends, denn schon heute entfallen
nahezu drei Viertel aller Leistungen im Wohnungsbau in Deutschland auf den Bestand –, können
sich die Besucher am Tag der Architektur 2015
auch einen Überblick über den kreativen Umgang
mit dem Bestehenden verschaffen.
Das mit dem „architektourpreis“ ausgezeichnete
Wohnhaus in Erfurt-Hochheim sei hier beispielhaft
genannt: Die gelungene Erweiterung eines ehe­
maligen Nebengebäudes der Kurklinik fußt auf
einem einst verwahrlosten Plateau und überzeugt
nun durch seine Materialsprache und ein ausgeklügeltes Raumgefüge. Im Ergebnis wurde ein
vermeintlicher „Un-Ort“ vorbildlich zu einem neuen
Lebensraum mit hoher Wohnqualität umgestaltet.
Zum Tag der Architektur können Sie viele Bauwerke
besichtigen. Nutzen Sie vorab diese Broschüre zur
Orientierung. Auf unserer Website steht Ihnen in
bewährter Form unser Routenplaner zur Verfügung,
die „App“ der Bundesarchitektenkammer hilft Ihnen
bei der Planung von unterwegs.
Ich lade Sie herzlich ein, mit den Architektinnen
und Architekten vor Ort in den Dialog zu treten
und sich von neuer und bestehender Architektur
inspirieren zu lassen.
Ihr Dr. Hans-Gerd Schmidt
Präsident der Architekten­kammer
Thüringen
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ANLIEGEN
Mit dem zum sechsten Mal vergebenen „architektourpreis“ würdigt die Architektenkammer Thü­
ringen beispielhafte Architektur im Rahmen der
Veranstaltungsreihe „Tag der Architektur“. Der Preis
wird seit 2005 alle zwei Jahre ausgelobt.
Unter den teilnehmenden Objekten aus den Jahren 2014 und 2015 kürte die Jury unter Vorsitz von
Peter Frießleben einen Preisträger und sprach zwei
Anerkennungen aus.
Der „architektourpreis“ zielt weniger auf die Größe
oder den gesellschaftlichen Rang der Projekte.
Gesucht sind vielmehr Beispiele, die durch ihre
funktionelle, formale oder technische Lösung überraschen, die originell sind oder verblüffend einfach,
die auf besondere Weise auffallen oder eher bescheiden sind; Bauten, die vielleicht kompromisslos
innovativ sind oder auf erfrischende Art Traditionsbewusstsein und Moderne miteinander verbinden.
Der „architektourpreis“ soll die Vielseitigkeit alltäg-
10
licher Architekturaufgaben hervorheben. Das heißt,
die Menge realisierter Vorhaben ins Blickfeld zu
rücken, die für das allgemeine Qualitätsniveau der
Architektur und damit der Baukultur in Thüringen
mindestens so wichtig sind wie die großen, spektakulären Projekte.
Mitglieder der Jury
˖˖ Jens Adloff, Architekt, Geschäftsführer
RUWO Rudolstädter Wohnungsverwaltungsund Baugesellschaft mbH
˖˖ Peter Frießleben, Architekt und Innenarchitekt,
Frießleben Architekten BDA, Halle (Saale)
˖˖ Dr. Hannes Hubrich, Architekt, Vorstandsmitglied
Architektenkammer Thüringen
˖˖ Birgit Schindler, Redakteurin Mitteldeutscher
Rundfunk
˖˖ Dirk Seelemann, Landschaftsarchitekt,
fagus – FachGesellschaft für Umweltplanung
und Stadtentwicklung mbH, Markkleeberg
11
PREISTRÄGER
ERWEITERUNG WOHNHAUS „AUF DER MAUER“
ERFURT OT HOCHHEIM | AM HOLZBERG
Planungsbüro – herrschmidt architektur, Erfurt | Entwufsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt
Bauherr – privat
Nach dem Brand des Kurhauses Hochheim im Jahr
2007 blieb auf dem verwahrlosten Plateau über
der Gera nur ein schmales, massives Nebengebäude. Dieses wurde nun durch einen Anbau in
Holzständerbauweise ergänzt. Dessen geschickt aneinander gefügte Kuben fallen durch den warmen
Ton ihrer Holzverschalung über der hohen, teilweise ergänzten Natursteinmauer angenehm auf.
Große Fensteröffnungen erlauben den Blick auf das
Flusstal. Erst bei näherer Betrachtung der Innen­
räume erschließt sich dem Betrachter die Logik des
Neubaus, der die vertikale und horizontale Erschließung des Altbaus übernimmt und weitere notwendige Räume zu einer fließenden Wohn­landschaft
zusammenfügt. Hier beeindruckt der Entwurf
durch ein phantasievolles und originelles Raumgefüge mit vielfältigen Blickbezügen. Ein gesundes
Wohnklima war den Bauherren und Entwurfsverfassern ebenso wichtig wie die Berücksichtigung
Erläuterungen der Architekten – Seite 34
12
ökologischer Aspekte in Konstruktion, Ausbau und
Heizsystem. Betrüblich ist, dass es offensichtlich für
die Solarthermieanlage auf dem Dach noch keine
ansprechende Lösung gibt. Die Jury überzeugte
neben den genannten Entwurfsqualitäten der
Umstand, dass hier ein über Jahre aufgelassener
Ort, dem seine Bedeutung abhandenkam, wieder
eine Nutzung erfährt. Als Schlüssel für die gelungene und innovative Lösung wird die tiefgründige
Auseinandersetzung mit dem Ort und seinen
Chancen angesehen. Die sehr geräumige Öffnung
der Stützmauer für Zugang und PKW-Stellplätze
beeinträchtigt zwar das Gesamtbild im Vergleich zur
feinen Abstufung der oberen Gebäudeteile, doch
wird besonders die Staffelung des Neubaus zum
Hang des Steigerwalds als wohltuende Entscheidung für die Individualität der Lösung anerkannt.
Dr. Hannes Hubrich, Jens Adloff
Fotos: Marco Wicher
13
ANERKENNUNG
GESTALTUNG GARTEN „BEN“
WEIMAR | GEORG-MUCHE-PLATZ 10
Planungsbüro – Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert
Bauherr – privat
Private Gärten sind eine sehr private Angelegenheit.
Der Nutzer zeigt offen, was für ein Verhältnis er zu
Natur und Gestaltung hat. Persönliche Vorlieben
für Material, Pflanzen, Formen und Pflegeaufwand
kommen zum Tragen. Viele Gärten bekommen
ihren Charme erst nach ein paar Jahren, wenn die
ersten Pflänzchen größer geworden sind und die
Bewohner den Wohlfühlfaktor verstärken wollen.
Der Garten „BEN“ hat diesen Schritt hinter sich:
Nach einigen Jahren mit reduziertem Grün wurde
eine Landschaftsarchitektin konsultiert, mit der
gemeinsam ein Konzept entwickelt und umgesetzt
wurde. Im Ergebnis steht eine beeindruckend klare
Gartengestaltung. Die formale Strenge wird mit
geschnittenen Hecken unterstützt, es entstehen
Räume, die auch Rückzug ermöglichen.
Fröhlich wippen dagegen Stauden im Wind, bringen Kombinationen von Blütenfarben verschiedene
Stimmungen zum Ausdruck. Unsichtbar bleiben
die Hilfsmittel für eine opti­male Bewässerung und
Rasenpflege. Einige Stunden zusätzlicher manueller
Aufwand lohnen sich unbedingt für viele Stunden
Erholung und den immer wieder erfreulichen Blick
aus den Wohn­räumen.
Trotz seiner Klarheit strahlt der Garten einen romantischen Charme aus, der den Betrachter sofort
einnimmt. Und das ist wohl auch das Spannungsfeld, das potentielle Bauherren und Gartennutzer
in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten am
besten erreichen können.
Dirk Seelemann
Terrasse und Gartenzugang
Gartenblick im August | Foto: Bauherr
Eingangssituation | Fotos: M. Trebert
Erläuterungen der Architekten – Seite 45
14
15
ANERKENNUNG
UMBAU PRAXIS FÜR ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN
ERFURT | TSCHAIKOWSKISTRASSE 24
Planungsbüros – ADOBE Architekten + Ingenieure GmbH, Erfurt | herrschmidt architektur, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Schodlok | Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt
Bauherr – Dr. Michael Schuh und Dr. Christian Geßner, Erfurt
Der Beitrag des Entwurfsverfassers und Architekten
Matthias Schodlok befasste sich mit einer klassischen Innenarchitekturaufgabe. Eine vormals als
Büroeinheit genutzte Fläche sollte zu einer Praxis
für Orthopädie und Sportmedizin umgestaltet
werden. Der für die Innenraumgestaltung verantwortlich zeichnende Architekt Thomas Schmidt
hatte das Ziel, eine auf den Arbeitsablauf der Praxis
abgestimmte leichte und lichte Raumfolge mit
hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen.
Es ist nicht nur gelungen, eine zur Nutzung passende und spielerisch ablesbare Gestaltung umzusetzen, sondern vielmehr wird eine beispielhafte
innenarchitektonische Qualität gezeigt, die durch
Reduktion auf wenige und wichtige Gestaltungs-
elemente – Oberflächen und Farben – ein klares,
selbsterklärendes Raumgefüge für den Besucher
und Patienten schafft. Die ursprüngliche Mittel­gang­
lösung des Bürogebäudes wurde durch einfache,
aber gekonnte Einbauten zum Besucher und
Wartebereich hin geöffnet und schafft Wohlfühl­
atmosphäre.
Die Jury war sich einig, diese Arbeit in Form einer
Anerkennung als gelungenes Beispiel für eine
klassische Innenarchitekturaufgabe mit hoher
Innenraumqualität, aber dennoch zurückhaltender
Einfachheit zu würdigen.
Erläuterungen der Architekten – Seite 20 in der Broschüre „Tag der Architektur 2014“
16
Peter Frießleben
Fotos: Marcel Krummrich
17
ÜBERSICHT PROJEKTE IN MITTELTHÜRINGEN
Erfurt – Umbau / ­Innenraumgestaltung Messe-Restaurant – Seite 21
Erfurt – Erweiterung Kindertagesstätte „Haus der Grashüpfer“ – Seite 22
Erfurt – Neubau Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“ – Seite 23
PROJEKTE MITTELTHÜRINGEN
Erfurt – Instandsetzung / ­Modernisierung Wohnhäuser – Seite 24
Erfurt – Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus – Seite 25
Erfurt – Neubau Mehrgenerationenwohnhaus „Haus am Bache“ – Seite 26
Weißensee
Ilmtal-Weinstraße
Kromsdorf
Gotha
Erfurt
Weimar
Erfurt – Neubau Wohn- und Begegnungshaus „MIA“ – Seite 27
Erfurt – Umbau Regelschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 28
Erfurt – Neubau Wohnhaus Zeppelinstraße – Seite 29
Erfurt – Neubau Wohnhaus „Stadtblick“ – Seite 30
Erfurt – Neubau Stadtvilla Barbarossahof – Seite 31
Erfurt – Neubau Wohnhaus „H6“ – Seite 32
Ilmenau
Wolfsberg
Erfurt – Neubau Einfamilienhaus Barbarossahof 7 – Seite 33
Erfurt – Erweiterung Wohnhaus „Auf der Mauer“ – Seite 34
Erfurt – Gestaltung Garten mit Sommerküche Universität Erfurt – Seite 35
Weimar – Sanierung / ­Erweiterung Staatliches Berufsbildungszentrum Weimar – Seite 36
Weimar – Neubau Digitallabor – Seite 37
Weimar – Freiflächengestaltung Herderplatz – Seite 38
Weimar – Denkmalpflegerische Instandsetzung Orangerie Belvedere – Seite 39
Weimar – Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar – Seite 40
Weimar – Umbau Mehrzweckgebäude – Seite 41
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Weimar – Neubau Kindergarten – Seite 42
UMBAU / ­I NNENRAUMGESTALTUNG MESSE-RESTAURANT
Weimar – Neubau Kinderkrippe – Seite 43
ERFURT | GOTHAER STRASSE 34
Weimar – Neubau Einfamilienhaus Familie Uebbing – Seite 44
Weimar – Gestaltung Garten „BEN“ – Seite 45
Planungsbüro – VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Architekten und Ingenieure
Partnerschaft, Erfurt
Ilmtal-Weinstraße – Erweiterung Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“ – Seite 46
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sven Enenkel
Kromsdorf – Neubau Funktionsgebäude Sportplatz (Erster Bauabschnitt) – Seite 47
Bauherr – Messe Erfurt GmbH
Gotha – Umbau Winterpalais in Stadtbibliothek „Heinrich Heine“ – Seite 48
Fertigstellung – 02 / ­2013
Weißensee – Instandsetzung / ­Umbau Stadtkirche St. Peter und Paul – Seite 49
Ilmenau – Sanierung Berg- und Jagdhotel Gabelbach – Seite 50
Wolfsberg – Erweiterung Wohnraum – Seite 51
Die Aufgabe bestand darin, das ehemalige Messe-Bistro zu
einem Restaurant mit neuer, angenehmer Atmosphäre zu
ver­wandeln und seine Gastro-Küche sowie die WC-Anlagen zu
erweitern. Eine schwarze Wandverkleidung als Einbau­möbel,
mit Kupfer ausgekleidete Nischen und ein edler dunkler Eiche­
boden treffen im neuen Messe-Restaurant auf eine weiße
Lamellen-Akustikdecke sowie einen weißen, hinterleuchteten
Tresen aus Hi-Macs und weiße Sitzmöbel.
Foto: Vitaminoffice Architekten
20
21
ERWEITERUNG KINDERTAGESSTÄTTE „HAUS DER GRASHÜPFER“
NEUBAU KINDERTAGESSTÄTTE „MITTELHÄUSER SPATZEN“
ERFURT OT GISPERSLEBEN | AM KILIANIPARK 3
ERFURT OT MITTELHAUSEN | FRIEDRICH-NEUMEYER-STRASSE 1
Planungsbüros – architektur-design-Linse, Erfurt | Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Gundula Linse
Planungsbüro – VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Architekten und Ingenieure
Partnerschaft, Erfurt
Bauherr – Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sven Enenkel
Fertigstellung – 03 / ­2015
Bauherr – AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH, Erfurt
Fertigstellung – 11 / ­2013
Südostansicht
Der Kindergarten liegt verkehrsberuhigt direkt am Kilianipark
in Erfurt-Gispersleben, umgeben von einem großen Grundstück mit altem Baumbestand. Ein Kindergarten ist ein
Ort der Begegnung und Kommunikation. Der Bildungs­träger
bietet mit einem offenen Konzept durch verschie­dene
22
Bildungsangebote und Projektthemen
Raum für ideenreiches Spiel, Bewegung,
Phantasie und Spiel an – ähnlich einem
Baukastensystem. Entsprechend sollte
sich der Entwurf danach richten. Ziel war
es, den alten Baumbestand möglichst vollständig zu erhalten und die verbleibenden
Freiräume zu nutzen. So gruppieren sich
die Räume in lockerer Weise um einen
Spiel- und Begegnungsflur. Die einzelnen
Raumkuben sind auch von außen erlebbar und schaffen unterschiedliche Funk­
tionsbereiche. Kleine Terrassenflächen, die
den Gruppen individuell zugeordnet sind,
bieten separate Freibereiche als Übergang
zum gemeinsamen Spiel im Außengelände.
Die Kindertagesstätte „Mittelhäuser
Spatzen“ ist ein Ersatzneubau für eine
bestehende Kita im Ortskern. Der Neubau
bietet nun Platz für maximal 65 Kinder,
davon zwölf Plätze für Kinder unter drei
Jahren. In unmittelbarer Nachbarschaft zur
Kirche wird die Kindertagesstätte mit zum
zentralen Ort von Mittelhausen. Der Baukörper ist ein eingeschossiger Flachbau,
der sich durch seine in der Höhe gestaffelten Bauteile in die Kleinteiligkeit des
Ortes einpasst. Im höchsten Teil befinden
sich die zentrale Piazza und der Bewegungsraum, in den mittelhohen Bereichen
die Gruppenräume und im niedrigsten
Bereich die Nebenräume. Die Piazza mit
ihren großen Oberlichtern ist der Mittelpunkt der neuen Kita. Hier ist Raum zum
Foto: Vitaminoffice Architekten
gemeinsamen Essen, Spielen und für gruppenübergreifende
Beschäftigung. Die Gruppenräume orientieren sich alle nach
Süden zum Garten. Ein großes Schaufenster zur Straße,
verschiedene Eck- und Erkerfenster bieten einen Bezug zum
Ort und dienen den Kindern zur Orientierung.
23
INSTANDSETZUNG / ­MODERNISIERUNG WOHNHÄUSER
NEUBAU KINDERTAGESSTÄTTE UND WOHNHAUS
ERFURT | JAKOB-KAISER-RING 14–54
ERFURT | LAUENTOR 5
Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt
Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. Frank Pfefferlein
Entwurfsverfasser – Dr.-Ing. Thomas Eberlein | Dipl.-Ing. Felix Harbig
Bauherr – Wohnungsbau-Genossenschaft „Erfurt“ e. G.
Bauherr – Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, Erfurt
Fertigstellung – 03 / ­2015
Fertigstellung – 07 / ­2014
Die Liegenschaft Jakob-Kaiser-Ring 14 bis 54 liegt im
Norden Erfurts im Stadtteil Roter Berg. Der Rote Berg ist ein
„Plattenbaugebiet“, das in den Jahren 1978 bis 1981 durch
das Wohnungsbaukombinat Erfurt erstellt wurde. Das Areal
war zu seiner Errichtung aufgrund seiner städtebaulichen
Anlage mit den vier autarken Ringen und der zentralen
Grün- und der quer dazu verlaufenden Versorgungsachse
eine Besonderheit in der Plattenbaugeschichte der DDR.
Das Wohngebiet soll in einem der Wohnungsbau-Genossenschaft „Erfurt“ entsprechenden höheren Standard entwickelt
werden. Das Ziel ist, gut vermietbare Wohnhäuser mit „gesunder“ Mieterstruktur jeder Altersgruppe zu gewährleisten
bzw. zu bewahren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf
eine barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses, auf eine
sinnvolle energetische Sanierung der Gebäudehülle und die
komplette Neugestaltung der Außenbereiche gelegt.
Balkonsanierung und -erweiterung
Häuser 18 bis 25 | Foto: Michael Miltzow
24
Im Brühl, einem ehemals industriell genutzten Gebiet,
entwickelt die Landesentwicklungsgesellschaft einen neuen Stadtteil. Um auch soziale Aspekte zu berücksichtigen,
wurde die Idee einer Betriebs-Kita geboren. Es entstand
eine zweigeschossige Kindertagestätte für 120 Kinder.
Darüber befinden sich zehn Eigentumswohnungen im
Standard KfW-Effizienzhaus 40. Das Gebäude besitzt
eine Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen. Der Krippenbereich
im Erdgeschoss verfügt über einen direkten Zugang zu
den Spielflächen, der darüberliegende Bereich über eine
Dachterrasse. Eine große Spielfläche wurde aufgrund der
beengten Situation seitlich des Gebäudes vorgesehen.
Die äußere Gestalt des Hauses richtet sich nach den
strikten Vorgaben des Bebauungsplans. Das Dachgeschoss wurde mit Fassadenpaneelen, das Erdgeschoss
mit Keramikverblendung verkleidet. Im Gebäude wurden
Fenster aus Holz mit außenliegendem Sonnenschutz als
Raffstore verwendet.
Kindergarten mit Wohnungen | Foto: Michael Miltzow
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NEUBAU MEHRGENERATIONENWOHNHAUS „HAUS AM BACHE“
NEUBAU WOHN- UND BEGEGNUNGSHAUS „MIA“
ERFURT OT HOCHHEIM | AM BACHE 7
ERFURT | BRÜHLER STRASSE 39
Planungsbüro – Hauschild-Architekten BDA, Erfurt
Planungsbüro – Hauschild-Architekten BDA, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sabine Hauschild
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sabine Hauschild
Bauherr – Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Erfurt e. V.
Bauherr – Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Erfurt e. V.
Fertigstellung – 08 / ­2013
Fertigstellung – 08 / ­2013
Foto: Sabine Hauschild
26
Am Standort eines ehemaligen Dreiseitenhofes
entstand ein Mehrgenerationenwohnhaus mit
integrierter Tagesförderung für Menschen mit
geistiger Behinderung. Das Gebäude am Ortsrand von Erfurt-Hochheim, nahe dem Luisenpark,
verfügt über barrierefreie Zwei- bis Fünfraumwohnungen mit großzügigen Loggien. Die
Grund­riss­figur des Dreiseitenhofes wurde wieder
aufgenommen, auch um die notwendige innere
Verbindung der Gebäudeteile gewährleisten zu
können. Der Innenhof ist Erschließungs-, Aufenthalts- und Kommunikationsbereich für Bewohner
und Teilnehmer der Tagesförderung zugleich. Mit
seinen zwei Geschossen und den ortstypischen
Satteldächern nimmt der Entwurf Rücksicht auf
die umgebende dörfliche Bebauung.
Der Neubau stellt die geschlossene Zeilenbebauung der östlichen Seite der Brühler Straße wieder
her. Mit seinen vier Vollgeschossen und dem
ausgebauten Dach fügt er sich in die umgebende
Bebauung ein. Die gleichmäßige symmetrische
Fenstergliederung nimmt sowohl Bezug auf den
historischen Bestand als auch den Neubau des
Sparkassen-Finanzzentrums. Durch die vertikale
Fensteranordnung und den Erker wird das Gebäude spannungsvoll gegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich das Begegnungscafé „MIA“. Es wird ergänzt
durch Club- und Vortragsräume im ersten Obergeschoss, mit denen es durch eine Innentreppe
verbunden ist. In den oberen drei Etagen befinden
sich fünf barrierefreie Wohnungen für Wohngemeinschaften. Mit großzügigen Verglasungen und
Balkonen öffnen sich die Wohnungen zum Innenhof. Die PKW- und Fahrradstellplätze sind in einem
Teilbereich des Erdgeschosses untergebracht.
Ansicht Brühler Straße | Foto: Lutz Hauschild
27
UMBAU REGELSCHULE IN BARRIEREFREIE WOHNANLAGE
NEUBAU WOHNHAUS ZEPPELINSTRASSE
ERFURT | HECKENROSENWEG 2
ERFURT | ZEPPELINSTRASSE 12 / ­13
Planungsbüro – Projektscheune – Lönnecker & Diplomingenieure, St. Kilian
Planungsbüro – hks Hestermann Rommel Architekten + Gesamtplaner, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Jens Lönnecker | Dipl.-Ing. (FH) Georg Möller
Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Ulf Hestermann
Bauherr – Wohneigentümergemeinschaft Heckenrosenweg 2, Erfurt
Bauherr – Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e. V., Erfurt
Fertigstellung – 03 / ­2014
Fertigstellung – 02 / ­2015
Südwestansicht | Foto: Projektscheune
Wohl an kaum einem Gebäude ist der demografische Wandel so gut ablesbar wie an einer leer
stehenden Schule. Wo gestern noch Kinderlachen
28
durch die Gänge hallte und Schüler in den Bank­
reihen beim Lernen schwitzten, künden heute
lediglich bemalte Wände und zurückgelassenes
Mobiliar von der einstigen Funktion. So auch in der
vormaligen Regelschule im Erfurter Heckenrosenweg, gelegen am Wiesenhügel und nur wenige
Gehminuten vom Ortsteilzentrum entfernt. Die
Stadt Erfurt lobte zum „Wohnen im Klassenzimmer“
ein Interessensbekundungsverfahren aus, das die
Arbeiterwohlfahrt Thüringen und die gleichfalls in
Erfurt ansässige Wohnungsbaugenossenschaft „Gut
Heim“ für sich entscheiden konnten. Der Spatenstich erfolgte im März 2012. Bereits im Herbst des
darauf folgenden Jahres fanden etwa 70 Bewohner ein neues Zuhause. Der Erfolg des Projektes
offeriert Lust auf mehr und fand mit dem Thüringer
Zukunftspreis 2014 eine würdige Anerkennung.
Der Wohnungsneubau am südlichen Erfurter Stadtrand umfasst elf Wohneinheiten mit Garten bzw. Loggia. Dazu gehören 15 Tiefgaragenstellplätze. Ziel des
Entwurfes war es, mit einer möglichst differenzierten,
kleinteiligen Gebäudekubatur die Baulücke zwischen
einer Villa und einem Einfamilienhaus zu schließen.
Dies wird durch die Anordnung von drei Einzelbaukörpern erreicht, die mit zwei zurückgesetzten, transparenten Treppenhäusern inklusive Aufzug miteinander verbunden sind. Die gläserne Fuge mündet über
den drei Wohnwürfeln in zwei Penthäusern aus einer
leichten Stahl-Holz-Konstruktion. Die Wohnungen
sind hochwertig ausgestattet mit Parkett, Fußbodenheizung und vollflächigen, bodentiefen Fenstern zur
Südseite. Durch die Reduzierung tragender Bauteile
innerhalb der Wohnungen entstanden hochflexible
Grundrisse. Das Gebäude wurde im Standard KfWEffizienzhaus 70 errichtet. Solarthermie und GasBrennwertkessel sorgen für ausreichend Wärme.
Nordseite mit Eingangsbereichen | Foto: Thomas Weiß,
architecture-visual
29
NEUBAU WOHNHAUS „STADTBLICK“
NEUBAU STADTVILLA BARBAROSSAHOF
ERFURT OT MARBACH | OTTO-LINNE-STRASSE 2
ERFURT | BARBAROSSAHOF 6
Planungsbüro – Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure, Erfurt
Planungsbüro – Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl.-Ing. (FH) Thomas Weiß |
Dipl.-Ing. Stefanie Madsack
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Thomas Weiß | Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser |
Dipl.-Ing. Stefanie Madsack
Bauherr – privat
Bauherr – Bauherrengemeinschaft Barbarossahof, Erfurt
Fertigstellung – 10 / ­2013
Fertigstellung – 07 / ­2014
Südansicht | Foto: Haus-mit-Zukunft
Ziel war es, eine freie Form als Antwort auf die größtenteils
monotone Architektur der Marbacher Baugebiete zu finden.
Die Funktionen im Inneren, abgestimmt auf die Bedürfnisse
der Eigentümer und den Möglichkeiten der örtlichen Lage,
prägten dabei die Grundideen. Dabei war es vor allem der
30
fantastische Stadtblick, der immer wieder
inszeniert wurde. Nachteilige Grundstückssituationen wurden zum Vorteil umgekehrt. Der Wohnbereich im Erdgeschoss
wurde offen und großzügig gestaltet und
lässt sich durch eine Faltanlage nach
außen erweitern. Zentrales Element ist die
in der Galerie freistehende Treppe. Das
Wohnkonzept wurde perfekt auf die Nutzer abgestimmt, Bäder wurden individuell
gestaltet, Einbaumöbel entworfen. Materialien wurden auf immer wiederkehrende
Themen reduziert. Die Gebäudehülle ist
optimal gedämmt. Wärmepumpe und Lüftungsanlage runden das Energiekonzept
ab. Um den Strombedarf zum Teil selbst
abzudecken, wurde eine Photovoltaik­
anlage in die Dachfläche integriert.
Aufgabe war die Planung und Umsetzung eines
Mehrfamilienhauses für eine private Bauherrengemeinschaft. Neben einer zeitgemäßen Architektur
waren eine wirtschaftliche Bauweise und ein
niedriger Energieverbrauch gewünscht. So wurde
eine moderne Stadtvilla mit sechs Wohneinheiten
zwischen 55 und 160 Quadratmeter Wohnfläche
entwickelt. Für jede Einheit wurde ein eigenes
Innenraumkonzept erarbeitet und je nach Nutzung
ausgestattet. So entstanden individuelle Wohninseln ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen
der einzelnen Bauherren. Acht Stellplätze befinden
sich in der Tiefgarage. Über einen Aufzug werden
alle Etagen barrierefrei erreicht. Als KfW-Effizienzhaus 55 konzipiert, wurde das Gebäude optimal
gedämmt. Sowohl passive solare Gewinne durch
die großen Südfenster als auch eine aktive solare
Nutzung mittels Photovoltaikanlage senken den
Foto: Haus-mit-Zukunft
Energiebedarf weiter. Abgerundet wurde das Energiekonzept durch Nutzung der örtlichen Fernwärme
und den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.
31
NEUBAU WOHNHAUS „H6“
NEUBAU EINFAMILIENHAUS BARBAROSSAHOF 7
ERFURT | BARBAROSSAHOF 13
ERFURT | BARBAROSSAHOF 7
Planungsbüro – dma deckert mester architekten, Erfurt
Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Joachim Deckert | Dipl.-Ing. Rainer Mester
Planungsbüro – VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Architekten und Ingenieure
Partnerschaft, Erfurt
Bauherr – privat
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sven Enenkel
Fertigstellung – 09 / ­2014
Bauherr – privat
Fertigstellung – 09 / ­2014
Eingangsfassade von Nordwest | Foto: dma
32
Die Westflanke des einstigen Kasernengeländes wurde mit
einer Reihe von Einfamilienhäusern geschlossen. Der strenge Bebauungsplan sah freistehende Einfamilienhäuser mit
3,5 Meter breiten Zwischenräumen vor. Wir wählten eine der
beiden zulässigen Weißtöne für die Fassade und setzten das
Sockelgeschoss mit hellen Klinkern ab. Über einen Tiefhof mit
Freitreppe werden die Untergeschossräume belichtet. Das
Untergeschoss ist variabel nutzbar und so vorgerüstet, dass
aus der „Kinderetage“ entweder eine separate Wohneinheit
oder eine Wellnesszone entstehen kann. Die durchbindende
Wohn­ebene und der Elterntrakt sind im Obergeschoss untergebracht. Von der offenen Wohnküche öffnet sich der Blick
über die Stadt. Den begehrten Domblick eröffnet die geräumige Dachterrasse, die eine Hälfte des Daches einnimmt. Das
Haus erfüllt hohe Ansprüche an Energie­effizienz: Es verfügt
über eine Solar- und Photovoltaikanlage, eine Eisspeicher­
heizung und eine Regenwasserzisterne.
Das neue Einfamilienhaus im Barbarossahof
inmitten der Erfurter Innenstadt bietet Platz für
eine vierköpfige Familie und verbindet die Vorzüge
eines Eigenheims mit den Qualitäten der Stadt.
Helle, lichte Wohnräume mit einem starken Bezug
zum Außenraum waren der Wunsch der Bauherren.
Großzügige anthrazitfarbene Holz-Alu-Fensterelemente, die Ausblicke ins Grün bieten, setzen
Akzente in den von weißen Einbaumöbeln und
hellen Bodenbelägen geprägten Räumen.
Foto: Vitaminoffice Architekten
33
ERWEITERUNG WOHNHAUS „AUF DER MAUER“
GESTALTUNG GARTEN MIT SOMMERKÜCHE UNIVERSITÄT ERFURT
ERFURT OT HOCHHEIM | AM HOLZBERG
ERFURT | NORDHÄUSER STRASSE 63
Planungsbüro – herrschmidt architektur, Erfurt
Planungsbüro – PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker
Bauherr – privat
Bauherr – Universität Erfurt
Fertigstellung – 04 / ­2014
Fertigstellung – 03 / ­2015
Ein Altbau, auf der Terrasse des ehemaligen Kurhauses in
Erfurt-­Hochheim gelegen, wurde durch einen Erweiterungsbau zu einem Wohnhaus ertüchtigt. Da der Altbau nur eine
lichte Raumtiefe von 3,60 Meter besitzt, wurde über den Neubau die nicht vorhandene vertikale und horizontale Erschließung organisiert und die Wohnfläche erweitert. Die reizvolle
Topografie der bestehenden Natursteinterrasse zwischen Fluss
und Steigerwald ist das bestimmende Thema. Ein Luftraum
über der Außentreppe verbindet entlang der Hauptfassade
den Zugangshof mit den Ebenen des Gebäudes. Zwei auskragende Volumen, die Spielgalerie und das Zwischenpodest
der gegenläufigen Innentreppe, schieben sich in diese Er­
schließungs­fuge. Vielfältige Blickbezüge zwischen den einzelnen Ebenen werden möglich, Innen- und Außenräume fließen
ineinander. Der Wohnraum entwickelt sich im Inneren vertikal
entlang der Fuge und öffnet sich über große Fensterflächen
ins Geratal. Das Gebäude ist nachhaltig als Holzrahmenbau
mit Holzweichfaserdämmung und Lehminnenputz ausgeführt.
Die Außenfläche des einstigen Kindergartens im
„Lehrgebäude 2“ sollte eine neue, zeitgemäße Nutzung erhalten. Die denkmalgeschützte Originalsubstanz aus den 1960er Jahren war zu beachten. Die
barrierefreie Anlage kann mit Multifunktionsfläche,
Boule-Platz, Sommerküche und Sitzbereichen für
temporäre Veranstaltungen wie Sommerkino oder
Partys genutzt werden. Eine Hainbuchenhecke
und die vorhandene Kalksteinmauer umrahmen
die Anlage. Zugangswege sowie Fläche an der
Außenküche wurden gepflastert. Die vorhandenen
polygonalen Natursteinplatten wurden am BoulePlatz, Betonplatten am Sitzbereich verlegt. Die
Multifunktionsfläche erhält eine wassergebundene
Wegedecke. Die Ausstattung besteht aus Betonbänken und einer vier Meter langen Außenküche
aus Edelstahl. Ein Sonnensegel kann nachgerüstet
werden. Der originale Baumbestand bleibt erhalten,
Foto: PSL Landschaftsarchitekten
Rasenflächen werden von Stauden und Gräsern
ergänzt. Der erhaltene Süßkirschenbaum bereichert
künftige Sommermenüs. Die Betongefäße erhalten
eine Wechselpflanzung.
Foto: Marco Wicher
34
35
SANIERUNG / ­E RWEITERUNG STAATLICHES BERUFSBILDUNGSZENTRUM WEIMAR
NEUBAU DIGITALLABOR
WEIMAR | LÜTZENDORFER STRASSE 10
WEIMAR | BAUHAUSSTRASSE 7
Planungsbüros – Hartmann + Helm Planungsges. mbH, Weimar | Junk & Reich Architekten BDA Planungs­
ges. mbH, Weimar | W&R Wittig & Rietig Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH, Weimar
Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Michael Schanné
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Ulrich Helm
Bauherr – Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt
Bauherr – Stadt Weimar, vertreten durch das Amt für Gebäudewirtschaft
Fertigstellung – 04 / ­2014
Planungsbüro – AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern
Fertigstellung – 01 / ­2015
Hauptzugang zum Campus | Foto: Hartmann + Helm / ­Junk &
Reich
Auf einem ehemaligen Kasernengelände wurden
die bisher getrennt untergebrachten Schulteile des
Berufsbildungszentrums auf einem gemeinsamen
36
Campus zusammengeführt. Ein 1935 errichtetes
Gebäude wurde grundlegend saniert und um
einen separaten Neubau ergänzt. Der eingeschossige Neubau beherbergt die Verwaltung sowie
Unterrichtsräume mit Werkstattcharakter für die
Ausbildung in Anlagenmechanik, Umwelttechnik
und Bauberufen. Im umgebauten Bestandsgebäude befinden sich allgemeine Unterrichtsräume,
Fachkabinette sowie Umkleideräume. Für die
Nutzung als Schulgebäude wurden zwei zusätz­
liche Treppenräume eingebaut. Komplett erneuert
wurde das Dachgeschoss. Nach dem Rückbau
der Bestandskonstruktion wurde eine neue Ebene
mit großen, gut belichteten Atelierräumen und
einem Mehrzweckraum geschaffen. Die gegliederte
Fassade aus Aluminiumverbundtafeln schließt die
gestalterische Klammer zum neuen Gebäude auf
dem Campus.
Der Entwurfsgedanke des Digitallabors für die Bau­
haus-Universität Weimar basiert auf dem Masterplan
aus dem Jahre 1999, der die Campusbebauung
städtebaulich regelt. Die Gebäudekubatur entsteht in
Anlehnung an die ausgeführten Werkstatthäuser aus
den Jahren 2000 bis 2001. Das Gebäude beinhaltet
Laborräumlichkeiten für digitale Gestaltungsbereiche
wie Modellierung und Simulation. Ergänzt werden
die Mediabereiche durch seminaristische MeetingRäume. Mitarbeiter: Arnulf Bark, André Korn. Örtliche
Bauleitung: Dipl.-Ing. Matthias Münz.
Nordfassade | Foto: AV1 Architekten GmbH
37
FREIFLÄCHENGESTALTUNG HERDERPLATZ
DENKMALPFLEGERISCHE INSTANDSETZUNG ORANGERIE BELVEDERE
WEIMAR | HERDERPLATZ
WEIMAR | SCHLOSS BELVEDERE
Planungsbüro – Schegk Landschaftsarchitekten + Stadplaner, Haimhausen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Wirtsch.-Ing. Ludwig Schegk
Planungsbüros – Arge Orangerie: Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA / ­Architekturbüro Dr. Lutz Krause +
Alexander Pfohl GbR, Weimar | DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar
Bauherr – Stadt Weimar, vertreten durch das Bau-, Grünflächen- und Umweltamt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Christiane Hille | Dr.-Ing. Lutz Krause
Fertigstellung – 03 / ­2014
Bauherr – Klassik Stiftung Weimar
Fertigstellung – 12 / ­2014
Übersicht | Foto: Jürgen Creutzburg
38
Vergangenheit bewahren – Zukunft gestalten:
Weimarer Klassik, Bauhaus, Goethes Garten –
das sind Zauberworte für Landschaftsarchitekten
und Stadtplaner, die für Weimar gestaltend und
bauend tätig werden dürfen. Dies gilt umso mehr,
wenn es sich dabei um das Herz der Stadt, den
Herderplatz, handelt. Einmal im historischen
Stadt­boden graben zu dürfen, den schon Goethe
in seiner Zeit als Baurat in Weimar hat pflastern
lassen, da bleibt eine gewisse Ehrfurcht nicht aus.
Das bedeutet – auch nach dem Gewinn des ersten
Preises im Realisierungswettbewerb 2010 – eine
besondere Herausforderung, handelt es sich doch
um die historische Keimzelle der heimlichen
Hauptstadt deutscher Bau- und Sprachkultur. Im
Vordergrund steht weniger die entwerferische
Gestik der Landschaftsarchitekten als vielmehr die
Rückgewinnung eines Stadtraumes, der irgendwie
schon immer da war.
Seit 1998 sind Schloss, Orangerie und Schlosspark Belvedere
Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Geprägt wird das
bauliche Ensemble durch das mittig angeordnete Gärtnerwohnhaus, die beiden gekrümmten Orangerieflügel und das
Orangerieparterre. Die Instandsetzung folgte dem Grund­satz des weitgehenden Rückgriffs auf Originalsubstanz, zum
Beispiel mit der Erneuerung der Stampflehmböden, der
Kasten- und Verbundfenster und der für Belvedere typischen
Kanalheizung. Beim ehemaligen Gärtnerwohnhaus konnte die
Rück­gewinnung historischer Gebäudestrukturen als Büro- und
Ausstellungsräume mit der barrierefreien Erschließung verbunden werden. Die als Ruine am Parkrand gelegene Große
Grotte wurde in das UNESCO-Sanierungsprogramm integriert.
Neben der baulichen Sicherung und denkmalpflegerischen
Konservierung fanden hier umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen statt. Dabei wurde das für eine Grotte charakteristische Element Wasser unter Verwendung geborgener Bauteile
in freier Gestaltung wieder eingefügt.
Blick in den Orangeriehof | Foto: Alexander Burzik
39
INNENRAUMGESTALTUNG DOROTHEENHOF WEIMAR
UMBAU MEHRZWECKGEBÄUDE
WEIMAR | DOROTHEENHOF 1
WEIMAR | FRIEDENSSTRASSE 42
Planungsbüros – GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena | Architekturbüro Caspari,
Meiningen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Ulrich Junk
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Gisbert Bachrodt
Bauherr – W-Casa GmbH & Co. KG, Ilmenau
Bauherr – Hotel Dorotheenhof Weimar GmbH
Fertigstellung – 02 / ­2015
Planungsbüro – Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar
Fertigstellung – 09 / ­2014
Mastersuite | Foto: GiSi.architecture
Das Vier-Sterne-Superior-Hotel, einstiges Anwesen
des Rittmeisters Carl von Kalckreuth, liegt idyllisch
im eigenen Park. Es gehört in die Gruppe der
40
Romantikhotels und wurde entsprechend neu
ausgestattet. Die Hauptaufgabe bestand darin, die
Zielgruppe der „Romantiker“ zu definieren und das
Hotel mit der gekrönten Küche des Hauses zu verschmelzen. Die Strukturen und Gliederungen des
Gebäudes wurden angenommen und im Sinne der
Gutsarchitektur überarbeitet. Alle Zimmer verfügen
über einen zeitgemäßen Ausstattungsstandard. Die
Möbel, die speziell für das Hotel entworfen wurden,
orientieren sich an klassischen Formen und dienen
als „ruhiges“ Mobiliar, um die Architektur mit ihren
Stuckleisten und die üppigen Wandbeläge zur
Geltung kommen zu lassen. Akzente wurden im
Bereich der Sitzmöbel gesetzt: Hier sind aufwendig
verarbeitete, schwere Stoffe mit Goldeinwebung
zum Einsatz gekommen. Die Farbigkeit der Innenausstattung orientiert sich – in Kontrast zur grünen
Parklandschaft – an erdigen Farbtönen.
Das „Mehrzweckgebäude Friedensstraße 42“ ist ein
zu Beginn der 1980er Jahre erstellter, fünfgeschossiger Stahlbeton-Fertigteilbau. Das Gebäude wurde
in den 1990er Jahren durch Aufbringen eines
Wärme­dämmverbundsystems energetisch ertüchtigt. Nun wurde die Erschließung des Grundstücks
und des Gebäudes im Zusammenhang mit dem
bereits errichteten „Parkdeck Friedensstraße 42“
überarbeitet: Nach Abbruch der vorgestellten Treppenanlage und behutsamer Geländemodellierung
wurde der Haupteingang ins Untergeschoss verlegt.
Von hier erreicht man über das neu geschaffene
Foyer einen Aufzug sowie das Sicherheitstreppen­
haus. Die Eingriffe dienten der Anpassung an
aktuelle Vorgaben des Brandschutzes sowie der
Verbesserung des Komforts und der Barrierefreiheit.
Das Gebäude wird unverändert als Mehrzweckgebäude genutzt. Neben der Verwaltung des
Ansicht Friedensstraße | Foto: M. Bormann
Was­serversorgungszweckverbandes befinden sich
die Regional­ver­wal­tung 9 der BAD GmbH sowie
andere Einrichtungen und Praxen des Gesundheitswesens im Gebäude.
41
NEUBAU KINDERGARTEN
NEUBAU KINDERKRIPPE
WEIMAR OT LEGEFELD | PARKALLEE 1A
WEIMAR | LYONEL-FEININGER-STRASSE 11
Planungsbüro – VIERQUADRAT ARCHITEKTEN, Weimar
Planungsbüro – VIERQUADRAT ARCHITEKTEN, Weimar
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Torsten Carl
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Torsten Carl
Bauherr – Hufeland-Träger-Gesellschaft-Weimar mbH
Bauherr – Hufeland-Träger-Gesellschaft-Weimar mbH
Fertigstellung – 01 / ­2015
Fertigstellung – 12 / ­2013
Südwestansicht | Foto: Torsten Carl
Der Bau erfolgte mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2013–2014“. Der Kindergarten wurde zwei42
geschossig mit ausgebautem Satteldach konzipiert
und verfügt über eine Holzpelletheizung sowie
eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Eine Photovoltaikanlage hilft, die Betriebskosten zu
minimieren. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung werden um circa 40 Prozent unterschritten. Im Erdgeschoss ist Platz für zwei Gruppen zu
je zehn Kindern bis drei Jahre. Im Obergeschoss
sind insgesamt 30 Plätze für größere Kindergartenkinder vorhanden. Es stehen fünf Funktionsräume
für Bauen, Bewegen, Kreativität, Rollenspiel und
das Kinderrestaurant zur Verfügung. Eine vorgesetzte Balkonanlage ermöglicht den direkten Zugang
aus den oberen Gruppenräumen in den Außenbereich und dient zugleich als zweiter Rettungsweg.
Während die Innenräume des Gebäudes teilweise
auch mit intensiven Farbflächen gestaltet sind,
wurde die Fassade in großen Bereichen mit einer
unbehandelten Lärchenholzverkleidung versehen.
Die Krippe mit 40 Plätzen wurde mit Mitteln aus
dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008–2013“ gefördert.
Das Gebäude ist zweigeschossig mit ausgebautem
Satteldach und in regionaler Bauweise errichtet.
Durch seine Dachform vermittelt es die schützende
Funktion eines Hauses. Es wurden Räume geschaffen, die die Sinne und Entdeckerfreude der Kinder
anregen. Bewegung spielt eine große Rolle. Sogenannte „Spielpodestlandschaften“ bieten schon
Krabbelkindern große Herausforderungen. Die farbliche Gestaltung der Räume entspricht nach einem
abgestimmten Farb- und Beleuchtungskonzept
der jeweiligen Funktion des Raumes. Eine Balkon­
anlage ist dem Obergeschoss auf der gesamten
Gebäudelänge vorgesetzt. Der Übergang ins Freie
ist so direkt auch aus den oberen Gruppenräumen
möglich. Die Kinderkrippe präsentiert sich nach
außen mit intensiver Farbigkeit. Die Vorgaben der
Nordostseite mit Eingang | Foto: Torsten Carl
Energieeinsparverordnung werden weit unterschritten. Das Gebäude zeichnet sich durch eine wartungsfreundliche und nachhaltige Konstruktion aus.
43
NEUBAU EINFAMILIENHAUS FAMILIE UEBBING
GESTALTUNG GARTEN „BEN“
WEIMAR OT TAUBACH | AM PAPPELGRABEN 2
WEIMAR | GEORG-MUCHE-PLATZ 10
Planungsbüro – Fischer Architekten | BDA, Weimar
Planungsbüro – Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Detlef Fischer
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert
Bauherr – Familie Uebbing, Weimar
Bauherr – privat
Fertigstellung – 12 / ­2014
Fertigstellung – 05 / ­2014
Südfassade | Foto: Stefan Martin
Das auf einem Eckgrundstück im Taubacher Wohngebiet „An der Schatzgrube“ gelegene Gebäude
bietet den Bewohnern auf drei Etagen viel Wohn-
44
raum. Im Erdgeschoss sind vor allem Wohn- und
Essbereiche untergebracht, in den Obergeschossen
private Funktionen wie Schlaf-, Arbeits- und Gäste­
zimmer. Stehende Fensterformate betonen, der
exponierten und prägnanten Ecklage des Gebäudes angemessen, die Vertikalität des Gebäudes. Ein
Eingangsbauwerk nimmt spielerisch widerspiegelnd
die Umgebung auf, adressiert den Haupteingang
und bietet zugleich Schutz vor Blicken von der
Straße aus. Die mit einem Strukturputz und Fensterfaschen versehene und in Weißtönen gehaltene
Fassade gibt dem Bau – im Zusammenspiel mit
der hellgrauen Dachdeckung – eine reduzierte
Farbigkeit und eine nuancierte Plastizität. Das Haus
verfügt über einen nicht einsehbaren Innenhof mit
kleinem Wasserbecken sowie eine Dachterrasse
und wird dreiseitig von Grünflächen umschlossen.
Mit der Fertigstellung des Wohnhauses im Jahr
2006 wurde der Garten in seinen Grundzügen,
wie Hauseingang, Terrasse und einer reduzierten
Bepflanzung, angelegt. Mit der Gartengestaltung
wurde der Gartenraum definiert. Eine Sichtschutzwand verändert die Eingangssituation, trennt den
öffentlichen vom privaten Raum und schafft mit
den neu gepflanzten Hecken und Bäumen mehr
Intimität im Garten. Stauden und Gräser, vor allem
im neuen Hochbeet an der Hausterrasse und im
Garten, sind heitere Gegenspieler zum modern
schlichten Haus. Die automatisierte Bewässerung
von Rasen und Pflanzflächen reduziert den notwendigen Pflegeaufwand und erhöht den Gartenkomfort.
Gartenblick im August | Foto: Bauherr
45
ERWEITERUNG KINDERTAGESSTÄTTE „ZUM BIENENSCHWARM“
NEUBAU FUNKTIONSGEBÄUDE SPORTPLATZ (ERSTER BAUABSCHNITT)
ILMTAL-WEINSTRASSE OT ULRICHSHALBEN | KUPFERSTRASSE 23
KROMSDORF | DORFSTRASSE 40
Planungsbüro – RJ Planungsbüro Rolf Jentzsch - Renée Möser GbR, Erfurt
Planungsbüro – ROOS_ARCHITEKT, Kromsdorf
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Renée Möser
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Lars-Holger Roos
Bauherr – Gemeinde Ilmtal-Weinstraße
Bauherr – Gemeinde Kromsdorf
Fertigstellung – 01 / ­2015
Fertigstellung – 12 / ­2014
Südansicht | Foto: RJ Planungsbüro
Veranlassung und Zweck der Baumaßnahme war die
Erweiterung der Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“
in Ulrichshalben auf eine Kapazität von 55 Kindern, wobei in einem Neubau 25 Kinder im Alter von ein bis drei
Jahren betreut werden sollten. Der Erweiterungsneubau
46
wurde als eingeschossiger Anbau an den
zweigeschossigen Altbau konzipiert. Mit dem
neuen Baukörper wurde ein neuer Haupteingang geschaffen, der zu einer großzügigen
Eingangsfläche führt. Diese lichtdurchflutete
Eingangshalle, die auch als Mehrzweckraum,
als Sport- und Spielfläche genutzt werden
kann, bildet den neuen zentralen Kern des
Gebäudes. Durch den winkelförmigen neuen
Baukörper mit auskragendem Pultdach entstehen geschützte Außenterrassen und Spielflächen für den Kleinkindbereich. Die Fassade erhielt eine lasierte Lärchensperrholzplatte
als Verkleidung und farbige Holzfenster. Das
Projekt wurde vom europäischen ELER-Fonds
und dem Land Thüringen gefördert. Mit
Unterstützung der Eltern konnte der Altbau
zusätzlich saniert werden.
Das bisherige Funktionsgebäude steht im Hochwasserbereich der Ilm und behindert bauliche
Maßnahmen zum Hochwasserschutz für Bereiche
von Kromsdorf-Nord. 2007 wurde ein neues
Konzept erarbeitet, das einen Standort außerhalb
des Überflutungsbereiches vorsieht. Eine Umsetzung in Bauabschnitten verteilt die finanziellen
Belastungen und die Eigenleistungen auf mehrere
Jahre. Die Funktionen werden in vier Einzelbauten untergebracht: zwei Pavillons mit Umkleiden,
jeweils für zwei Teams mit Duschen und WC, ein
Funktionstrakt mit Schiedsrichterraum, Dusche / ­WC,
Gäste-WC und Technik sowie ein Vereinshaus mit
Imbissversorgung und Büro. Im ersten Bauabschnitt
sind Umkleide- und Funktionstrakt fertiggestellt. Im
zweiten verbessert ein zweiter, identischer Umkleidetrakt die Bedingungen. Im dritten Bauabschnitt
soll das Vereinshaus entstehen. Nach Fertigstellung
Foto: Lars-Holger Roos
kann das alte Sportplatzgebäude rückgebaut werden. Ohne Fördermittel des Freistaates Thüringen
brachte der Verein 43 000 Euro durch den symbolischen Verkauf des Spielfeldes auf.
47
UMBAU WINTERPALAIS IN STADTBIBLIOTHEK „HEINRICH HEINE“
INSTANDSETZUNG / ­U MBAU STADTKIRCHE ST. PETER UND PAUL
GOTHA | FRIEDRICHSTRASSE 2– 4
WEISSENSEE | KIRCHPLATZ 1
Planungsbüros – A I G Gotha GmbH Architekten & Ingenieure | Heinisch Landschaftsarchitekten, Gotha
Planungsbüro – Smits und Partner – Freie Architekten und Ingenieure, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Regina Greiner-Lüth
Entwurfsverfasser – Bernhard Smits | Peter Tandler | Tino Baudler | Christina Weigelt
Bauherr – Stadt Gotha
Bauherr – Stadt Weißensee
Fertigstellung – 03 / ­2014
Fertigstellung – 03 / ­2015
Hauptansicht von der Friedrichstraße | Foto: AIG Gotha GmbH
Im Gebäudeensemble von Hofgärtnerhaus und ehemaligem Winterpalais fand die Stadtbibliothek Gotha im März
2014 ein neues Domizil. Die Bibliothek für Erwachsene und
die Kinder- und Jugendbibliothek wurden damit an einem
Standort vereint. Wichtigste Prämisse war die Erhaltung
48
bzw. Wiederherstellung des historischen
Erscheinungsbildes des Winterpalais für
das Gothaer Stadtbild. Ein Nebengebäude
und die ehemalige Tordurchfahrt wurden
durch einen Neubau ersetzt. Dieser folgt
in seinen Grundzügen der historischen
Bebauung und ordnet sich in seiner Gestaltung dem historischen Hauptgebäude
unter. Der vorgestellte Stahlbogen erinnert
an das Tor an dieser Stelle und markiert
gleichzeitig den Zugang zum Veranstaltungsbereich. Hofseitig wurde das Erdgeschoss durch einen Wintergarten ergänzt,
um die notwendigen Funktionsflächen
zu erweitern. Die Fassade und das Dach
gehen in ihrem Verlauf und der Gliederung vom historischen auf den neuen
Gebäudeteil über, um diese optisch und
funktionell zu vereinen.
Die Stadtkirche St. Peter und Paul in Weißensee ist ein bedeutender gotischer Kirchenbau. Seit den 1980er Jahren war
die Kirche baupolizeilich gesperrt. Die Stadt Weißensee hat
im Jahr 2005 mit der Kirchgemeinde einen Nutzungsvertrag
abgeschlossen. Seit 2012 ist eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte entstanden für Versammlungen, Ausstellungen,
Konzerte, aber auch für Gottesdienste. Der Chorraum ist
mit dem Kompositaltar der bedeutendste sakrale Raum der
Kirche. Der Entwurf beinhaltet bewusst keine feste Trennung
zwischen sakralem Chorraum und weltlicher Nutzung im
Kirchenschiff. Je nach Veranstaltung ist der Aufbau eines
mobilen, freistehenden Paravents zwischen Chorraum und
Kirchenschiff möglich. Im Kirchenraum wurden Wände,
Decken, Fußböden, Emporen und Beleuchtung restauriert
und teilweise erneuert. Planungsziel war die Erhaltung des
Gesamtensembles von Chorraum und Kirchenschiff als
Zeitzeugnis in Verbindung mit dem beispielhaften öffentlichkulturellen Nutzungskonzept der Stadt Weißensee.
Chorraum | Foto: H.-P. Szyszka
49
SANIERUNG BERG- UND JAGDHOTEL GABELBACH
ERWEITERUNG WOHNRAUM
ILMENAU | AM GABELBACH 1
WOLFSBERG OT GRÄFINAU-ANGSTEDT | SINGERSTRASSE 9
Planungsbüros – Architektur + Innenarchitektur Hornschuh + Besinger / ­Bürogemeinschaft, Ilmenau
Planungsbüro – Architekturbüro Weingart, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Romy Hornschuh | Dipl.-Ing. (FH) Maria Besinger
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Weingart
Bauherr – gewerblich
Bauherr – Familie Schmidt, Wolfsberg
Fertigstellung – 12 / ­2014
Fertigstellung – 12 / ­2014
Foto: Kai Hesbacher
Kann ein Haus Geschichte schreiben? Es kann!
Die Natur in der Umgebung bestimmt die Philoso­
phie des Hotels. Stil-, Farb- und Materialkonzept
verbinden Innen und Außen, Tradition und Moder-
50
ne. Dabei wird die Geschichte des Hauses nicht
vergessen. Ausgehend von einem Kurhaus, errichtet im Jahre 1911, war das Hotel zu DDR-Zeiten
Ferienheim des Zentralkomitees der SED. Die
größte Herausforderung war die kurze Planungsund Bauphase. Bei der Generalsanierung 2013 bis
2014 wurde das Haus zunächst entkernt, um die
neu definierten und vereinfachten Funktionsabläufe umzusetzen. Alle Zimmer wurden neu gestaltet.
Die 14 Suiten bekamen jeweils ein eigenes Thema, passend zum Gesamtkonzept. Im zweiten
Bauabschnitt entstand ein neuer Spa-Bereich mit
Sauna, Schwimmbad und Anwendungsbereich.
Die alte Bowlingbahn wich einer Saunalandschaft.
Ein Ruheraum mit Kamin wurde angebaut. Das
Schwimmbad aus DDR-Zeiten bekam ein neues
Gesicht. Größter Wert wurde darauf gelegt, Bestehendes zu erhalten und zu zeigen.
Das Grundstück befindet sich im Ortszentrum,
nicht weit von der Kirche entfernt. Das Wohngebäude besteht aus einem Haupthaus und einem
erdgeschossigen Anbau. Im Erdgeschoss wohnen
die Senioren und im Dachgeschoss die junge
Familie. Das Dachgeschoss sollte erweitert werden.
Dafür wurde das Dach des Anbaus abgebrochen
und ein Erweiterungsbaukörper aufgesetzt. Der
bestehende Anbau besitzt eine sehr unregelmäßige Grundrissform, auf die in der Planung reagiert
wurde. Der neue Baukörper wurde in Form einer
Box so auf dem Anbau platziert, dass dreiseitig
ein Überstand und auf einer Seite eine Terrasse
entstanden. Die Terrasse ist vom Wohnbereich
zugänglich und besitzt eine Treppe, die in den rück­wärtigen Gartenbereich führt. Die neu geschaffenen Wohnräume werden direkt über die Diele im
Obergeschoss von der bestehenden Wohnfläche
Hofansicht | Foto: Rüdiger Weingart
erreicht. Um alle konstruktiven und statischen
Aufgaben lösen zu können, wurde die Box in Holzrahmenbauweise mit einer oberen und unteren
Holzbalkendecke errichtet.
51
PROJEKTE NORDTHÜRINGEN
Ellrich
Neustadt
Werther
Leinefelde-Worbis
Nordhausen
Heilbad Heiligenstadt
Volkerode
Mühlhausen
Kirchheilingen
ÜBERSICHT PROJEKTE IN NORDTHÜRINGEN
Nordhausen – Erweiterung Bibliothek Hochschule Nordhausen – Seite 55
Nordhausen – Umbau „Hochhaus am Grimmelhof“ – Seite 56
Nordhausen – Umbau Medizinische Fachschule Trakt 1 in Wohnungsbau – Seite 57
Nordhausen – Umbau / ­Sanierung „Haus Altendorf 41“ – Seite 58
Nordhausen – Neubau Landmaschinenbetrieb – Seite 59
Ellrich – Neubau Wohnhaus Schärf – Seite 60
Neustadt – Neubau Einfamilienhaus – Seite 61
Werther – Umbau / ­Sanierung Grundschule Werther – Seite 62
Heilbad Heiligenstadt – Ersatzneubau Multifunktionssporthalle – Seite 63
Kirchheilingen – Sanierung / ­Erweiterung Wohnhaus Ahrens – Seite 64
Volkerode – Erweiterung Wehrturm der Burganlage Volkerode – Seite 65
Leinefelde-Worbis – Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“ – Seite 66
Leinefelde-Worbis – Neubau barrierefreies Wohnen Goethestraße – Seite 67
Leinefelde-Worbis – Freiflächengestaltung Ortseinfahrt mit Kreisel – Seite 68
Mühlhausen – Freiflächengestaltung / ­Anbau Jugendkirche Mühlhausen – Seite 69
53
ERWEITERUNG BIBLIOTHEK HOCHSCHULE NORDHAUSEN
NORDHAUSEN | WEINBERGHOF 4
Planungsbüro – Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH, Nordhausen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Nadine Stevens
Bauherr – Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt
Fertigstellung – 03 / ­2015
Die steigende Studentenzahl und die Statik des
Bestandes bildeten die Grundlage für die Erweiterung. Auflagen des Denkmalschutzes spiegeln
sich im Entwurf wider. Der Baukörper besteht
aus einem eingeschossigen, eingegrabenen Ku­
bus, der sich zur Ostseite hin schräg öffnet und
somit Blickbeziehungen aus der Bibliothek in
den Freiraum und umgekehrt zulässt. Die Bücher
werden so tagsüber und besonders nachts auch
von außen als bedeutender Mittelpunkt erlebt.
Ein gläserner Verbinder erschließt den Neubau.
Die extensive Dachbegrünung lässt den Kubus in
der Erde versinken und fließend in die Böschung
übergehen. Auch die Eingangs­ebene erhält eine
neue Gestalt und wird so­mit funktionaler, geräumiger und transparenter. Ein weiterer Aspekt der
Sanierung des Bestandes ist die Barrierefreiheit:
Das Bestands­gebäude erhält neben dem neuen
Ansicht Ostseite
Aufzug auch eine neue, auf die Anforderungen der
UN-Be­hindertenkonvention angepasste Beschilderung, kontrast­reiche Markierungen von Hindernissen
sowie zusätzliche Handläufe.
55
UMBAU „HOCHHAUS AM GRIMMELHOF“
UMBAU MEDIZINISCHE FACHSCHULE TRAKT 1 IN WOHNUNGSBAU
NORDHAUSEN | GRIMMELALLEE 4
NORDHAUSEN | DR. ROBERT-KOCH-STRASSE 41 A – C
Planungsbüro – Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen
Planungsbüro – arko bauplanung GmbH, Nordhausen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Tobias Winkler
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Michael Becke
Bauherr – Grimmelhof GmbH, Nordhausen
Bauherr – Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH
Fertigstellung – 04 / ­2014
Fertigstellung – 02 / ­2015
Straßenansicht | Foto: Tobias Winkler
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Realisiert wurden durch die Grimmelhof GmbH der Umbau
und die Umnutzung eines leer stehenden Bürohochhauses
aus den 1970er Jahren in der Innenstadt von Nordhausen.
Das bestehende achtgeschossige Hochhaus wurde durch
umfangreiche Baumaßnahmen komplett entkernt und um­
gestaltet zu einer Wohnanlage mit 33 barrierefreien Wohnungen unterschiedlicher Größe. Erhalten blieb lediglich die
Aluminiumfassade aus den 1990er Jahren. Vervollständigt
wurde das Konzept „Wohnen mit Service“ mit einem Gemeinschaftsbereich für die Hausbewohner im Erdgeschoss und mit
der Integration einer Apotheke im Untergeschoss. Wesentlich
für die barrierefreien Mietwohnungen war die Gestaltung
der Grundrisse in Nordsüdausrichtung und die Er­schließung
der Wohnungen über einen beheizten und verglasten Lau­
ben­gang. Der neu entstandene und natürlich belichtete
Laubengang in den Wohnebenen dient somit nicht nur zur
Er­schließung der Wohnungen, sondern auch als Aufenthalts­ort und der Kommunikation.
Das Gebäude wurde in den 1970er Jahren
als Typenschulbau errichtet. Der zweite und
dritte Trakt wurden bereits 2010 saniert und
beinhalten Seminarräume. Der Haupteingang
befindet sich am Verbinder, dem zweiten
Trakt. Der vordere, viergeschossige Riegel
wurde jetzt zu 27 Wohnungen, Apartments
und Wohngemeinschaften umgebaut. Die
bestehende Tragkonstruktion aus Stahlbetonelementen blieb erhalten. Ergänzt wurden
Stahlrahmen und Trockenbauwände in den
Klassenräumen, um wohnungstypische
Raum­aufteilungen zu erhalten und die
Decken statisch zu ertüchtigen. Die drei
Trep­penhäuser erhielten direkte Gebäudezugänge. Am Westtreppenhaus wurde ein
Aufzug angebaut. Über diesen sind fast alle
Wohneinheiten, der Verbinder sowie der
Seminarbereich erreichbar. Die Außenwände
Ostfassade mit farbigen Balkonen
haben eine Wärmedämmverbundsystemfassade erhalten. Das Flachdach wurde als Bitumenwarmdach saniert.
Alle Wohneinheiten sind mit farbig verglasten Balkonen
versehen, die ostseitig die Ankommenden schon aus der
Ferne begrüßen.
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UMBAU / ­S ANIERUNG „HAUS ALTENDORF 41“
NEUBAU LANDMASCHINENBETRIEB
NORDHAUSEN | ALTENDORF 41
NORDHAUSEN OT HESSERODE | KLEINWERTHERSTRASSE 51
Planungsbüro – Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh), Nordhausen
Planungsbüro – Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh), Nordhausen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Wagner
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Wagner
Bauherr – privat
Bauherr – Gruber Agrartechnik GmbH, Elsnig
Fertigstellung – 12 / ­2014
Fertigstellung – 12 / ­2014
Das „Haus Altendorf 41“ ist Bestandteil des Denkmalensembles „Altendorf“. Die straßenseitige, gründerzeitliche Fassade
mit Jugendstilelementen konnte erhalten werden und wurde
aufwendig saniert. Eingriffe aus den 1990er Jahren im Bereich
der Ladenfront wurden entfernt. Die beiden Seiten­flügel des
Gebäudes mussten aufgrund der vorhandenen Bauschäden
zum Teil abgebrochen und wieder hergestellt werden. Im
Inneren wurden die Holzbalkendecken teils erneuert und ergänzt. Zudem war eine sorgfältige Haus­schwamm­be­kämpfung
erforderlich. Die Treppenhauswände mussten aus Gründen
des Brandschutzes abgebrochen und neu aufgemauert werden. Gleichzeitig wurde die histo­rische Holztreppe erhalten.
Im Erdgeschoss befindet sich nun wieder ein Geschäft. Im
hinteren Bereich (Seitenflügel) wurde ein kleines Apartment
von circa 30 Quadratmeter errichtet. Die drei Wohnungen in
den Geschossen darüber wurden zu Vierraumwohnungen mit
einem Balkon ausgebaut. Der Hof wurde neu gestaltet und
dient der gemeinsamen Nutzung.
Im Gewerbegebiet „Brühl“ in Hesserode, auf
einer Fläche von circa 20 000 Quadratmeter,
ist ein moderner Landmaschinenbetrieb
entstanden. Die Vorgaben der Bauherren bestanden darin, ein Hauptgebäude und eine
Kalthalle zu entwerfen, die sowohl funktionalen als auch architektonischen Ansprüchen
gerecht werden. Im Hauptgebäude wurden
die Nutzungen, wie Ausstellungsraum, Lager,
Werkstattraum und ein Bürotrakt mit Sozialräumen, untergebracht. Um die lange Fassadenfläche des Hauptgebäudes von 61 Meter
aufzulockern, wurden die einzelnen Nutzungsbereiche durch Vor- und Rücksprünge
definiert. Die auskragenden Dachüberstände
in Verbindung mit den Leimholzbindern
spiegeln das ländliche Bauen wider. Die Kalt­halle im hinteren Bereich des Grundstückes
Hauptgebäude | Foto: Matthias Wagner
dient als Abstellhalle und überdachter Waschplatz. Die
eingesetzten Materialien beschränken sich auf Beton,
Trapez­blech, Leimholz und die Pfosten-Riegel-Fassade.
Der Bürotrakt wurde konventionell mit Porotonziegeln
und Wärmedämmverbundsystem hergestellt.
Straßenfassade | Foto: Matthias Wagner
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59
NEUBAU WOHNHAUS SCHÄRF
NEUBAU EINFAMILIENHAUS
ELLRICH | WALDSTRASSE 13 B
NEUSTADT | OSTERÖDER STRASSE 17
Planungsbüro – ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH, Nordhausen
Planungsbüro – Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Detlef Schmidt | Dipl.-Ing. Stefanie Wolff
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Tobias Winkler
Bauherr – privat
Bauherr – Marc Prengel, Neustadt
Fertigstellung – 10 / ­2012
Fertigstellung – 01 / ­2013
Gartenansicht | Foto: Ortsbild GmbH
Inmitten eines wilden Durcheinanders aus Blockhütte, Reit­halle und Alpenschick steht das Einfamilienhaus und antwortet mit einer klaren, modernen Formensprache. Es streckt
sich entlang der seitlichen Grundstücksgrenze in die Länge
und zeigt der Straße nur eine schmale Front. Die Längs­
achse ist Rückgrat des modernen Raumgefüges, welches
60
eng und weit, niedrig und hoch, offen und
geschlossen sowie Aktions- und Ruhe­
zonen kombiniert. Sie verbindet in Form
einer Galerie die „zwei Türme“, ist Sichtachse vom Eingang bis zur Zorgeaue und
wird zum vielseitig nutzbaren Raumhybrid:
Garderobe, Bibliothek, Arbeitsinsel und
Spielzone. Eltern- und Kinderturm sind dagegen Rückzugsräume, die über getrennte
Treppen erreichbar sind. Der Elternturm
steht in Dialog zu einem doppelgeschossigen Luftraum, der großzügig verglast
ist und doch kaum Einblicke ermöglicht.
Die Küche und der große Tisch sind als
Fixpunkt des Familienlebens zentral und
ganz offen angeordnet. Eine Glasfassade
mit Schiebetür schafft den direkten Kontakt zum Garten.
Auf einem Hanggrundstück in Neustadt / ­Harz
entstand ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche
von circa 150 Quadratmeter für eine junge Familie.
Realisiert wurde für die Bauherrschaft ein offenes
und großzügiges Raumkonzept mit den Bereichen
Wohnen und Essen im Erdgeschoss sowie den
privaten Räumen wie Bad- und Schlafzimmer im
Dachgeschoss. Ausgeführt wurde das Wohnhaus in
zeitgemäßer und moderner Architektur. Das schlichte Satteldach nimmt Bezug auf die umliegende
dörfliche Bebauung. Wesentlich für die Baugestal­
tung sind die großzügigen Verglasungen des Wohn­bereiches und die Gliederung der Fassaden aus
weißen und grauen Putzflächen. Aufgrund der ab­schüssigen Lage war es möglich, rückseitig eine
Garage im Hang einzufügen.
Straßensicht | Foto: Tobias Winkler
61
UMBAU / ­S ANIERUNG GRUNDSCHULE WERTHER
ERSATZNEUBAU MULTIFUNKTIONSSPORTHALLE
WERTHER OT GROSSWECHSUNGEN | SCHULSTRASSE 2
HEILBAD HEILIGENSTADT | LEINEBERG 2
Planungsbüro – Rembe / ­Borgwaldt – Freie Architektin / ­Stadtplaner / ­Ingenieure, Nordhausen
Planungsbüro – Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Kathrin Rembe
Entwurfsverfasser – Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius
Bauherr – Landkreis Nordhausen, Nordhausen
Bauherr – Stadt Heilbad Heiligenstadt
Fertigstellung – 09 / ­2014
Fertigstellung – 11 / ­2014
Blick vom Schulhof | Foto: Rembe / ­Borgwaldt
62
Der historische Schulstandort in der Mitte des
Dorfes wurde Ende der 1960er Jahre für die Klassenstufen eins bis zehn erweitert. Heute befindet
sich hier eine moderne zweizügige Grundschule.
Das Gebäude wurde baulich und funktionell
entsprechend angepasst. Im ersten Bauabschnitt
entstand ein Anbau auf der Nordseite mit WCs
und Lehrerzimmern. Anstelle der früheren Lehrer­
zimmer befindet sich nun der Speiseraum als
kommunikatives Zentrum der Schule. Der neue
Verbinder ermöglicht die barrierefreie Erschließung
und bietet zwei weitere Klassenräume. Im ersten
Obergeschoss lädt der Kreativ­bereich des Hortes
ein. Aufenthaltsräume im Kellergeschoss sind
Vergangenheit, Lichtgräben konnten so verschwin­
den. Das „Grüne Klassenzimmer“ schließt direkt
an das Schulhaus an.
Die Menschen der Stadt Heilbad Heiligenstadt
und des Landkreises sind begeisterte Nutzer
der im Stadion „Gesundbrunnen“ neu gebauten
Multifunktionssporthalle. Als Ersatzneubau am
Standort des ehemaligen Schützenhauses passt
sie sich durch den gegliederten Baukörper in
das bestehende Umfeld maßstäblich ein und
setzt auf neue Akzente in Form und Funktion.
Die Multifunktionalität erlaubt es, zum Beispiel
Volleyball, Badminton, Tischtennis oder Gymnastik, Tanzen und Kampfsport auf kleinstem
Raum auszuüben. Der neue gemeinsame
Hauptzugang zum Stadiongelände und der
Sporthalle ist, wie alle Nebenzugänge, barrierefrei und zeugt vom hohen qualitativen Gesamtkonzept. Die Sportgeräte- und Technikräume,
Umkleiden und Sanitäranlagen sind sowohl von
der Sporthalle als auch vom Stadion aus er-
Halle mit Kletterwand | Foto: Casparius Architekten & Ingenieure
reichbar und optimal nutzbar. Eine sieben Meter hohe
Kletterwand an der Fassade in lebhafter Farbigkeit
ergänzt das Farbkonzept und die Multifunktionalität der
Sporthalle.
63
SANIERUNG / ­E RWEITERUNG WOHNHAUS AHRENS
ERWEITERUNG WEHRTURM DER BURGANLAGE VOLKERODE
KIRCHHEILINGEN | ZUM SPORTPLATZ 176 A
VOLKERODE | STEINWEG 2
Planungsbüro – mann architektur, Erfurt
Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Michael Mann
Planungsbüros – Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen |
Planungsbüro für Steinkonservierung Stephan Scheidemann, Dipl.-Restaurator (FH), Friedrichroda
Bauherr – Doreen und Michael Ahrens, Kirchheilingen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Michael Heß | Stephan Scheidemann
Fertigstellung – 12 / ­2013
Bauherr – Förderverein Volkeröder Schloss e. V., Volkerode
Fertigstellung – 12 / ­2014
Gartenseite | Foto: Michael Mann
Ein 1911 errichtetes Wohnhaus mit großem Garten
wechselte den Besitzer. Schnell wurde klar, das
Haus ist für eine vierköpfige Familie zu klein und
64
sollte erweitert werden. Ein neuer Baukörper, als
Bindeglied zum Garten, konnte die knappe Fläche
im Erdgeschoss deutlich erweitern. Hier liegen
Esszimmer und Küche. Das Wohnzimmer und
die Schlafräume befinden sich im Altbau. Eine
zurückgesetzte Verglasung in der Sockelzone des
Neubaus versorgt den Raum im Untergeschoss
mit Tageslicht. Die Tragkonstruktion des Neubaus
besteht aus dünnen Stahlstützen, die Außenwände tragen nicht. Damit konnten die Fassaden mit
besonders guten Wärmedämmeigenschaften
einfacher hergestellt werden. Das kleine historische
Wohnhaus wurde saniert und umgebaut. Neue
Einbauten wie ein Einbauschrank und Schiebetüren
im Erdgeschoss lassen den Grundriss großzügiger
wirken. Dieser Eindruck wird durch die räumliche
Verbindung zum Neubau und der Blickbeziehung
in den Garten verstärkt.
„Architektur hat Bestand“ – unter diesem Motto präsentiert sich
der sanierte Wehrturm aus dem zwölften Jahrhundert mit der
neuen Sichtbetonaufstockung als Aussichtsgeschoss. Die kleine
romanische Burganlage in Volkerode befindet sich auf einem
höher gelegenen Sandsteinfelsen in Dorfmitte. Zur Anlage gehören ein Wehrturm, ein Herrenhaus sowie ein Backhaus, umgeben
von einer Ringmauer. Der Wehrturm war in schlechtem Zustand
und wurde nun statisch gesichert, konserviert und restauriert.
Zum funktionalen und konstruktiven Abschluss des Wehrturmes
wurde ein neues Dachgeschoss als Aussichts- und Lüftungsgeschoss auf den Natursteinmauern errichtet. Die Aufstockung
ist als archaisch wirkender, glatt geschalter Sichtbetonkubus mit
geneigten Dach­flächen hergestellt. Große Öffnungen, welche
mit Holz­klapp­schiebe­elementen verschlossen sind, dienen zur
Be- und Entlüftung und bieten einen Ausblick in die umgebende
Landschaft bis hin zum Höhenzug Gobert. Alle weiteren „neu­en Zutaten“ wie Treppen und Fenster bestehen aus unbehandeltem Stahl.
Straßenansicht von Westen | Foto: Axel Bauer
65
NEUBAU „DRK SENIORENZENTRUM AM LEINEBAD“
NEUBAU BARRIEREFREIES WOHNEN GOETHESTRASSE
LEINEFELDE-WORBIS OT LEINEFELDE | JAHNSTRASSE 18
LEINEFELDE-WORBIS OT LEINEFELDE | GOETHESTRASSE 33 / ­35
Planungsbüro – Architekturbüro Stadermann – Architekten BDA, Hausen
Entwurfsverfasser – M. A. Matthias Stadermann | Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann
Planungsbüro – Architekturbüro Stadermann – Architekten BDA, Hausen | Hartlep und Höch ingenieure,
Leinefelde-Worbis
Bauherr – Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Eichsfeld e. V., Leinefelde-Worbis
Entwurfsverfasser – M. A. Matthias Stadermann | Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann
Fertigstellung – 07 / ­2013
Bauherr – Leinefelder Wohnungsbau-Genossenschaft e. G.
Fertigstellung – 12 / ­2013
Südansicht | Foto: Fotografie-Grimm-Leinefelde
Im DRK-Seniorenzentrum, an der „Grünen Achse“ der Stadt
gelegen, haben 60 pflegebedürftige Menschen in behaglich gestalteten Räumen ein neues Zuhause gefunden.
Die angenehm gegliederten Wohneinheiten, die zentralen
Gemeinschaftszonen sowie ein lichtdurchfluteter, begrünter
Innenhof erzeugen Gemeinschaftssinn und Geborgenheit.
66
Infolge der Hanglage des Grundstückes
war es möglich, eine öffentliche Ebene im
Erdgeschoss zu schaffen, die von außen
als zurückgesetzte Stützwand optisch in
Erscheinung tritt. Die darüberliegenden
Riegel schieben sich über diesen Sockel
hinweg und bilden durch ihre eigenständige, in sich abgeschlossene Gestalt und
Farbgebung die eigentlichen zweigeschossigen Baukörper aus. Diese sind durch
glatte Putzflächen als Bandstrukturen,
durchsetzt mit transparenten Glas- und
„warmen“ Holzflächen, sehr wohnlich
gestaltet. Die betont lebendige farbliche
Gestaltung trägt dazu bei, dass sich die
Bewohner wohlfühlen, die Umgebung
genügend Anregung gibt, aber auch Ruhe
und Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Mit der „Grünen Achse“ wurde in Leinefelde eine Verbindung vom Bahnhof zu den
Neubaugebieten der Südstadt geschaffen.
Dabei wurden bestehende Strukturen
aufgenommen, mit Gestaltungselementen
ergänzt und Bereiche hoher Aufenthaltsqualität entwickelt. In dieser exponierten
Lage entstand ein neuer Wohnkomplex,
der aufgrund seiner architektonischen
Anreize wie Barrierefreiheit, optimalem
Zuschnitt der Wohnungsgrößen, hervorragender Verkehrsanbindung und sehr
guter Erreichbarkeit aller Einrichtungen
des öffentlichen Lebens alle Vorzüge
eines Wohnens für Menschen verschiedener Generationen bietet: Das Wohnen
ist praktisch, komfortabel, garantiert
Südansicht | Foto: Fotografie-Grimm-Leinefelde
genügend Möglichkeiten zur Begegnung, aber auch ausreichend Distanz zur Wahrung der Privatsphäre eines jeden
Bewohners. 24 Wohnungen sind in zwei separaten Häusern
aufgeteilt, womit eine optisch angenehme Kleingliederung
des Komplexes erreicht wird.
67
FREIFLÄCHENGESTALTUNG ORTSEINFAHRT MIT KREISEL
FREIFLÄCHENGESTALTUNG / ­A NBAU JUGENDKIRCHE MÜHLHAUSEN
LEINEFELDE-WORBIS OT WORBIS | SÜDLICHE ORTSEINFAHRT B247
MÜHLHAUSEN | ECKE LANGENSALZAER STRASSE / ­T HOMAS-MÜNTZER-STRASSE
Planungsbüro – PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt
Planungsbüro – Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick, Körner
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Bernward Paulick
Bauherr – Stadt Leinefelde-Worbis, vertreten durch das Bauamt
Bauherr – Kirchenkreis Mühlhausen
Fertigstellung – 04 / ­2013
Fertigstellung – 06 / ­2013
Kreisel mit Wappen | Foto: PSL Landschaftsarchitekten
Auf Initiative der Stadt Leinefelde-Worbis wurde
die südliche Ortseinfahrt von Worbis attraktiv und
identitätsstiftend gestaltet. Von der Bundesstraße
68
247 bis zum Kreisel wurde entlang der Ortseinfahrt
eine Allee aus Winterlinden gepflanzt. In nordöstlicher Richtung wurde auf Bäume verzichtet, um
den Blick auf das Ortszentrum mit dem Turm der
Pfarrkirche freizuhalten. Grundlage für die Gestaltung des Kreisels war das neue Wappen der Stadt
Leinefelde-Worbis. Die beiden silbernen Zinnenflanken, die die Burgen Scharfenstein und Bodenstein symbolisieren, wurden durch grau­grünen
Spindelstrauch dargestellt. Die rote Farbe des
Wappenschildes wurde, ebenso wie der dreifach
gespaltene „Wellenpfahl“ (Symbol für die Flüsse),
in der Wappenmitte durch roten bzw. silbernen
Splitt dargestellt. Die neun Stelen aus Muschelkalk
symbolisieren die vielen Quellen in Worbis – die
„neun Springe“. Ein blaues LED-Lichtband in jeder
Stele setzt Akzente bei Dunkelheit und vermittelt
den Eindruck von fließendem Wasser.
Im Inneren der Jugendkirche sind sämtliche Fluch­
ten neuer Einbauten auf den Altar ausgerichtet.
Im Außenbereich setzt sich diese Struktur fort.
Der Altar ist Mittelpunkt für die konzentrische oder
tangentiale Anordnung aller Elemente: Sieben
Leuchtstelen entsprechend den neuen Fensterschlitzen, die große Stele, ein weit erkennbarer
„Leucht“-Turm, die Anordnung der Pflasterung und
alle übrigen neuen Elemente weisen auf das –
von außen nicht sichtbare – Zentrum hin. Inhaltlich
wie geometrisch. Das neue Funktionsgebäude hat
keine „Fassade“, ist nur Material. Zum Naturstein
der Kirche schien uns allein Cortenstahl als angemessen zurückhaltendes und dennoch zeitge­
mäßes Material stimmig.
Foto: Bernward Paulick
69
ÜBERSICHT PROJEKTE IN SÜDWESTTHÜRINGEN
Vacha – Neubau Behindertenwerkstatt – Seite 72
Suhl – Erweiterung Bürogebäude – Seite 73
Suhl – Umbau Grundschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 74
Suhl – Freiflächengestaltung Kriegsgräberstätte – Seite 75
Oberhof – Neubau Einhausung Anschubstrecke – Seite 76
Oberhof – Neubau Überdachung Rennschlittenbahn – Seite 77
PROJEKTE SÜDWESTTHÜRINGEN
Schalkau – Ausgleichsmaßnahmen ICE-Strecke Nürnberg–Erfurt–Berlin – Seite 78
Geisa – Freiflächengestaltung Ulsterauen und angrenzende Bereiche – Seite 79
Vacha
Geisa
Oberhof
Suhl
Schalkau
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NEUBAU BEHINDERTENWERKSTATT
ERWEITERUNG BÜROGEBÄUDE
VACHA OT OBERZELLA | EINERSBERGSTRASSE 8
SUHL OT ALBRECHTS | AM MITTELRAIN 2
Planungsbüro – B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld
Planungsbüro – Architekturbüro Ludwig Dipl.-Ing. Steffen Ludwig, Suhl
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer | Dipl.-Ing. Marc Rößling
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Steffen Ludwig | Dipl.-Ing. Susanne Ludwig
Bauherr – Diakonische Behindertenhilfe Bad Salzungen-Schmalkalden e. V., Bad Salzungen
Bauherr – Schlegelmilch GmbH, Suhl
Fertigstellung – 12 / ­2014
Fertigstellung – 12 / ­2014
Foto: B19 Architekten BDA
Mit dem Neubau der Werkstatt in Oberzella wird behinderten Menschen ein Arbeits- und Berufsbildungsangebot in
einem rollstuhlgerechten Umfeld geboten. Es ist ein Haus
entstanden, in dem jeder gerne arbeitet und Teil der Gemeinschaft ist. Bei der Konzeption des Gebäudes wurde
72
viel Wert auf Tageslicht, eine lesbare und
abwechslungsreiche Raumkombination
und eine gute Orientierung gelegt. Die
Räume gruppieren sich entlang einer Mittelachse, mit wechselnden Gärten, Höfen,
Ausblicken und Außenraumbezügen. Mit
Hilfe der Gärten und Pausenhöfe entsteht
eine architektonisch wie sozial qualitativ
hochwertige Gebäudestruktur, durch die
der Außenraum überall im Haus spürbar
bleibt. Die geschützten und verschieden
bepflanzten Gärten werten die Innenräume auf, ebenso die Ausblicke in den
Naturraum der Werraaue. Durch die an
der Mittelerschließung angeordneten
Räume ist das Haus hochflexibel und der
kompakte Baukörper in Herstellung und
Betreibung nachhaltig.
Die Schlegelmilch GmbH ist eine überregional tätige
Firma im Stahl- und Metallbau. Die stetige Expansion der
Produktion erforderte eine Vergrößerung des Verwaltungsund Konstruktionsbereichs. Eine horizontale Erweiterung
der Flächenkapazität war aus Platzmangel nicht möglich.
Die anspruchsvolle Planungsaufgabe bestand darin, das
eingeschossige Bürogebäude um zwei Geschosse zu
erweitern, ohne die laufenden Arbeitsprozesse durch den
Bau zu unterbrechen. Dazu wurde über dem Bestandsgebäude, unabhängig von dessen Tragstruktur, ein zweigeschossiger Neubau errichtet. Die Grundkonstruktion
bilden frei vor das Gebäude gesetzte Stahlbetonstützen,
die einen 25 Meter langen Stahlbetonträger und die
Stahlbetondecke tragen. Die Obergeschosse wurden in
Stahlrahmenkonstruktion realisiert. Die Fassade besteht
dem Firmenprofil entsprechend aus einer hochwertigen
Aluminium-Glas-Konstruktion, die zweiseitig einen Neigungswinkel von fünf Grad aufweist. Das neue Treppenhaus verbindet die drei Ebenen des Gebäudes.
Eingang | Foto: Schlegelmilch GmbH
73
UMBAU GRUNDSCHULE IN BARRIEREFREIE WOHNANLAGE
FREIFLÄCHENGESTALTUNG KRIEGSGRÄBERSTÄTTE
SUHL OT GOLDLAUTER-HEIDERSBACH | ZELLAER STRASSE 50
SUHL OT DIETZHAUSEN | AM RAIN
Planungsbüro – Projektscheune – Lönnecker & Diplomingenieure, St. Kilian
Planungsbüro – Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Jens Lönnecker
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Steffen Möbius
Bauherr – AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH, Erfurt
Bauherr – Stadt Suhl, vertreten durch den Eigenbetrieb KDS, Abteilung Grünflächen / ­Friedhöfe
Fertigstellung – 10 / ­2014
Fertigstellung – 09 / ­2014
Südwestansicht | Foto: Projektscheune
Suhl stellt eine der am schnellsten alternden
Kommunen in Thüringen dar. Infolge fehlender
Kinder besteht das Erfordernis, vorhandene
Schulnetz­konzeptionen kurzfristig fortzuschreiben.
74
Das führt zu Schulschließungen wie 2008 im
ländlichen Stadtteil Goldlauter-Heidersbach. Die
vormalige, sich exakt im Ortsteilzentrum befindende Grundschule versank in einen fünfjährigen
Dornröschenschlaf. Die intakte Infrastruktur und
das solide Plattenbauobjekt wurden bewertet und
flossen in die Entwicklung eines Nachnutzungskonzeptes ein. Dabei erwies sich die Verwendung
vorhandener Substanz als ökologisch nachhaltig
und wirtschaftlich sinnvoll. Nach Baubeginn im
Frühjahr 2013 erfolgte die Übergabe im Sommer
2014. Im Ergebnis entstanden acht Wohnungen
im Sinne der DIN 18040 Teil 2, zwei ambulant
betreute Wohngruppen für je acht Bewohner mit
zugehöriger Funktionsstruktur sowie vier Mietwohnungen im Nordflügel. Eine Begegnungsstätte
rundet das Angebot ab. Das Vorhaben versteht sich
als Beispielprojekt zur Nachnutzung kommunaler
Liegenschaften.
Die bisherige Darstellung der Gedenkanlage nahm
keinen Bezug auf die hier bestatteten zehn ukrai­
nischen Kinder im Alter von null bis vier Jahren
sowie vier erwachsenen Zwangsarbeiter, die 1943
aus ihrer Heimat zur Arbeit in den Gustloff-Werken
nach Suhl verschleppt wurden. Aufgrund des
baulichen Zustandes musste der nach Befehl der
sowjetischen Militäradministration 1947 errichtete
Obelisk abgerissen werden. Mit der Neugestaltung
der Anlage soll vor allem auf den Tod der Kinder
hingewiesen werden. Auf dem Grundriss der alten
Anlage wurden quadratische Stelen aus hellen
Kalkstein eingeordnet. Mit der Wahl des hellen
Weichgesteins soll die Unschuld und Zerbrechlichkeit der hier bestatteten Menschen verdeutlicht
werden. Durch die nach innen gerichtete Beschriftung muss der Besucher in die Mitte der Anlage
treten. Hier wird er umringt von den vier Erwachse-
Neugestaltung Kriegsgräberstätte | Foto: Claudia Petter, Suhl
nen und zehn Kindern, deren Namen und Daten
ihres kurzen Lebens zu Gedenken und Mahnung
auffordern: „Nie wieder Krieg – haltet Frieden!“
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NEUBAU EINHAUSUNG ANSCHUBSTRECKE
NEUBAU ÜBERDACHUNG RENNSCHLITTENBAHN
OBERHOF | ALTE OHRDRUFER STRASSE
OBERHOF | TAMBACHER STRASSE
Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt
Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. (FH) Michael Häfner
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. (FH) Michael Häfner
Bauherr – Stadt Oberhof
Bauherr – Stadt Oberhof
Fertigstellung – 07 / ­2013
Fertigstellung – 09 / ­2014
Startbereich Bob | Foto: Michael Miltzow
Zur Rennschlittenbahn in Oberhof gehören eine
offene und eine mit Wellblech überdachte Anschubstrecke, die für den Bob- und den Rodelsport genutzt werden können. Für den Betreiber
76
ist eine Einhausung der Anlage wichtig, um die
Betriebskosten zu minimieren und Wettkämpfe
und Training bei fast allen Witterungsverhältnissen
zuzulassen. Die Anschubstrecken für Bob und Rodel blieben baulich und technisch unverändert und
wurden in die gewünschte Einhausung integriert.
Die Bahnen gaben die geometrische Vorgabe für
die Größe der Anlage, die eine Länge von circa 130
Meter und eine Breite von circa sieben Meter
besitzt. Die Konstruktion der Einhausung besteht
aus einem Stahlrahmen als Pultdach, welcher
weitestgehend auf den bestehenden Fundamenten
aufgesetzt wurde. Die Verkleidung von Wand- und
Dachflächen erfolgt mit gedämmten Sandwichplatten aus beschichtetem Stahlblech. Zur natürlichen
Belichtung der Anlage sind Polycarbonatplatten
vorgesehen.
Die Rennschlittenbahn in Oberhof wurde in den Jahren
1970 / ­1971 erbaut. Sie hat eine Gesamtlänge von circa
1300 Meter und überwindet eine Höhendifferenz von
circa 100 Meter. Die Bahntrasse beinhaltet 15 Kurven
und den sogenannten Kreisel. Die Bahn wurde als
dünnwandige Stahlbetonkonstruktion ausgeführt, die in
den Geraden als flacher Trog, in den Kurven als stehende, bis zu 4,50 Meter hohe Schale ausgebildet ist. Die
Sportanlage wird vorwiegend für Trainingszwecke von
Spitzensportlern und dem Nachwuchs genutzt. Jährlich
finden der Weltcup und verschiedene Meisterschaften
statt. Für den Betreiber ist eine optimale Überdachung
der Anlage wichtig, um die Betriebskosten zu minimieren und die Bahn auch bei extremen Witterungsverhältnissen nutzen zu können. Zum einen soll die
Überdachung Training und Wettkämpfe bei fast allen
Witterungsverhältnissen zulassen, zum anderen soll
das Sporterlebnis der Wettkampfbesucher nicht durch
unnötige Sichtbarrieren eingeschränkt werden.
Eingang Kurve | Foto: Michael Miltzow
77
AUSGLEICHSMASSNAHMEN ICE-STRECKE NÜRNBERG–ERFURT–BERLIN
FREIFLÄCHENGESTALTUNG ULSTERAUEN UND ANGRENZENDE BEREICHE
LANDKREIS SONNEBERG, BEREICH SCHALKAU
GEISA | STRASSE DES FRIEDENS 2
Planungsbüros – Daber & Kriege GmbH, Blankenfelde-Mahlow | PSL Landschaftsarchitekten
Ziegenrücker. Kerl., Erfurt
Planungsbüros – STORCH.LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Dresden | Büro für Landschaftsarchitektur
Erik Hanf, Suhl
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Tanja Driemel
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Robert Storch
Bauherr – DB Projektbau GmbH, Erfurt
Bauherr – Stadt Geisa
Fertigstellung – 05 / ­2015
Fertigstellung – 10 / ­2014
Einzelbaumpflanzung Deponie Müss | Foto: PSL Landschafts­
architekten
Die ICE-Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt ist Bestandteil des „Verkehrsprojektes Deutsche Einheit
Nr. 8“ zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin.
78
Begleitend zum Streckenausbau mit 22 Tunneln
und 29 Talbrücken wurden naturschutzrechtliche
und landschaftsgestalterische Ausgleichs- und
Ersatzmaßnahmen ausgeführt. Die vorgestellten
Maßnahmen liegen im Landkreis Sonneberg in den
Gemeinden und Gemarkungen Welchendorf und
Seltendorf sowie Roth, Schalkau, Grümpen, Theuern und Truckenthal. Die Orte liegen am steil abfallenden Südhang des Thüringer Waldes, im Norden
begrenzt durch den eindrucksvollen, 867 Meter
hohen Bleßberg. Bei den Maßnahmen handelt es
sich um den Aufbau von Mischwald und Waldmänteln, die Anlage von Feldhecken / ­Kleingewässern,
um Grünlandextensivierung, die Schaffung von
Sukzessionsflächen, um Heumulchsaat, die Pflanzung von Laub- und Obstbäumen, die Anbringung
von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse sowie
die Pflege dieser Leistungen.
Im Januar 2012 gewann unser Büro den Realisierungswettbewerb „Neugestaltung der stadtnahen
Ulsterauen und angrenzender Bereiche in Geisa“.
Die Aufgabe bestand darin, die Auenbereiche am
Fuße der Altstadt von Geisa durch den Abbruch
der ehemaligen Plastawerke wieder erlebbar zu
machen. Unser Entwurf verwandelt die Aue in eine
weitläufige und großzügige Wiesenlandschaft. Die
Ulster und ihre angrenzenden Bereiche werden so
zum zentralen und zusammenhängenden Freiraum
der Stadt. Das bestehende Wegenetz erfährt durch
die beiden neuen, flußbegleitenden Wege eine
Aufwertung. Neue Wegebeziehungen zwischen Altstadt und Kulturhaus entstehen und lassen beide
Ufer zusammenwachsen. Die Straßen entlang der
Ulster wurden zugunsten einer autofreien Uferzone
zurückgebaut. Damit steht die Auenlandschaft zukünftig ausschließlich Fußgängern und Radfahrern
zur Verfügung.
Renaturierung der Ulsterauen | Foto: Robert Storch
79
ÜBERSICHT PROJEKTE IN OSTTHÜRINGEN
Jena – Neubau Zentrum für Angewandte Forschung – Seite 83
Jena – Innensanierung Nordschule Jena – Seite 84
Jena – Umbau / ­Sanierung Schulstandort Karl-Marx-Allee 7 – Seite 85
Jena – Umbau Produktionshalle in Büro- und Werkstattgebäude – Seite 86
Jena – Umbau Industriehalle in Büro- und Produktionsgebäude – Seite 87
Jena – Neubau „TierGesundheitsZentrum Jena-West“ – Seite 88
PROJEKTE OSTTHÜRINGEN
Jena – Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch – Seite 89
Meuselwitz
Altenburg
Bürgel
Jena
Bucha
Seitenroda
Rudolstadt
Pößneck
Königsee-Rottenbach
Gera
Jena – Neubau Einfamilienhaus Rosenow – Seite 90
Jena – Freiflächengestaltung Volkspark Oberaue – Seite 91
Pößneck – Sanierung Gymnasium „Am Weißen Turm“ – Seite 92
Rudolstadt – Neubau Zweifeldsporthalle Gymnasium Fridericianum – Seite 93
Bucha – Umbau / ­Freiflächengestaltung Kindertagesstätte – Seite 94
Bucha – Neubau Feuerwehrgerätehaus – Seite 95
Bürgel – Neubau Betriebsgebäude – Seite 96
Seitenroda – Sanierung / ­Erweiterung Logierhaus Leuchtenburg – Seite 97
Gera – Neubau Hauptgeschäftsstelle – Seite 98
Altenburg – Neubau Wohnanlage Sperlingsberg – Seite 99
Königsee-Rottenbach – Gestaltung Stadtstraße und Freiflächen – Seite 100
Meuselwitz – Freiflächengestaltung Eingang „Von-Seckendorff-Park“ – Seite 101
81
NEUBAU ZENTRUM FÜR ANGEWANDTE FORSCHUNG
JENA | PHILOSOPHENWEG 7
Planungsbüro – worschech architects, Erfurt
Entwurfsverfasser – Dr.-Ing. Claus Dieter Worschech
Bauherr – Freistaat Thüringen, vertreten durch das Landesamt für Bau und Verkehr, Gera
Fertigstellung – 12 / ­2013
Am Standort Philosophenweg im Campus
der Naturwissenschaften ist ein Neubau für
Applikations- und Exzellenzforschung der
Universität Jena entstanden. Der stark gegliederte Baukörper reagiert auf die bewegte
Topo­grafie und stellt mit dem offenen Atrium
eine angemessene städtebauliche Beziehung
zum Max-Wien-Platz und zum bestehenden
Gebäude der Physikalisch-Astronomischen
Fakultät her. Zum Philosophenweg öffnet
sich der großzügig gestaltete Eingangsbereich
des Hauses, welcher den sonst blockartigen
Charakter des straßenständigen Baukörpers
kontrapunktiert. Die Funktionsbeziehungen
im Inneren des Neubaus sind maßgeblich
durch die Laborarbeit und die interdisziplinäre Kommunikation geprägt. Die themen­
Haupteingang | Foto: worschech architects
bezogene Kooperation mit technologisch führenden
Unternehmen der Region wird dazu beitragen, heraus­
ragende Forschungsergebnisse zu erreichen.
83
INNENSANIERUNG NORDSCHULE JENA
UMBAU / ­S ANIERUNG SCHULSTANDORT KARL-MARX-ALLEE 7
JENA | DORNBURGER STRASSE 31
JENA | KARL-MARX-ALLEE 7
Planungsbüros – ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH, Jena | Elke Eisenbeiß,
Freie Landschaftsarchitektin (FH), Jena
Planungsbüros – pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten und Ingenieure, NL Jena |
RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Holger Baum
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Michael Bracke | Dipl.-Ing. (FH) Stefan Rabe
Bauherr – Kommunale Immobilien Jena
Bauherr – Kommunale Immobilien Jena
Fertigstellung – 02 / ­2015
Fertigstellung – 04 / ­2014
Sekretariat Erdgeschoss | Foto: Holger Baum
Ziel der Maßnahme war die vollständige Innen­
sanierung des als Grundschule genutzten Gebäudes und die Neugestaltung der Außenanlagen.
84
Gleichzeitig erfolgte der Anbau eines verglasten
Aufzugs zur Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs zu allen Etagen. Das im Jahre 1908 erbaute
Objekt steht unter Denkmalschutz. Der vom Bauherrn beauftragte Restaurator konnte in fast allen
Gebäudeteilen historische Farbfassungen freilegen
und dokumentieren. Auf dieser Basis wurde für die
Flure und Treppenhäuser ein durchgängiges Farbkonzept nach bauzeitlichem Vorbild erarbeitet und
in handwerklich hoher Qualität umgesetzt. Auch
die bemerkenswerten Beton- und Werkstein­kon­
struk­tionen im Haupttreppenhaus wurden sorgfältig
restauriert. Innerhalb der Klassen- und Nebenräume konnte eine vom Denkmalschutz unabhängige
Gestaltung verwirklicht werden. Dabei wurde ein
Farbleitsystem für die Geschossebenen entwickelt,
welches insbesondere den Kindern eine bessere
Orientierung in ihrem Schulhaus ermöglichen soll.
Der 1972 erbaute, aus drei in H-Form ange­
ordneten Gebäudeteilen bestehende Plattenbau
in der Karl-Marx-Allee in Jena wurde komplett
saniert und umgebaut, um den drei sehr unterschiedlichen Schulformen mit insgesamt bis zu
tausend Schülern optimale Lernbedingungen
zu bieten. Zur Orientierung wurden sowohl im
Gebäude als auch an der Außenfassade die
Identifikationsfarben der Schulen verwendet.
Durch den Anbau von neuen, in Sichtbeton
ausgeführten Erschließungsgängen erhielt das
Schulzentrum eine vollständige innere Erschließung. Östlich des Schulgebäudes wurde für
alle Schulen eine zweigeschossige Aula mit
einem 200 Quadratmeter fassenden Veranstaltungs- und Mensasaal erbaut. Zudem wurde
das gesamte Gebäude energetisch saniert. Die
obere Dachfläche ist vollständig mit Photovoltaikelementen belegt und erzeugt, ersichtlich
Ansicht Karl-Marx-Allee | Foto: Michael Miltzow
für die Schüler über ein Display im Eingangsbereich,
ökologischen Strom. Die Dachflächen im Sichtbereich
des Nutzers sind als Gründächer mit extensiver Be­
grünung ausgeführt.
85
UMBAU PRODUKTIONSHALLE IN BÜRO- UND WERKSTATTGEBÄUDE
UMBAU INDUSTRIEHALLE IN BÜRO- UND PRODUKTIONSGEBÄUDE
JENA | ERNST-RUSKA-RING 11
JENA | ERNST-RUSKA-RING 23
Planungsbüro – wurm + wurm architekten ingenieure gmbh, Bühl / ­Baden
Planungsbüro – wurm + wurm architekten ingenieure gmbh, Bühl / ­Baden
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Robert Wurm
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Robert Wurm
Bauherr – Christoplan GmbH, Garching
Bauherr – Christoplan GmbH, Garching
Fertigstellung – 03 / ­2012
Fertigstellung – 09 / ­2014
Südostansicht | Foto: Ester Havlova
Die Aufgabe bei diesem Projekt bestand darin, eine
leer stehende, in Typenbauweise aus Betonfertigteilen errichtete Produktionshalle in ein flexibel
86
vermietbares Büro- und Werkstattgebäude umzubauen. In der vorhandenen Kubatur war eine Struktur zu schaffen, die eine Belegbarkeit mit bis zu
acht eigenständigen Nutzungseinheiten ermöglicht.
Um die geforderte Nutzfläche zu erhalten, wurde
eine zusätzliche Geschossdecke in die hallenhohen
Räume eingebaut. Die Mittelachse der insgesamt
neun Achsfelder wurde als gemeinsames Foyer
und Erschließungszone über beide Ebenen ausgebildet und mit zwei Außeneingängen ausgestattet.
An diesem Bereich sind zwei begehbare Lichthöfe
angeordnet. Die Wandverkleidungen aus großflächigen Betonsandwichelementen wurden vollständig
entfernt, das bestehende Tragwerk der Hallenkonstruktion statisch ertüchtigt. Die klein­teilige Fenster­
aufteilung der neuen Fassade wird mit vorhang­
artigen, aus individuell gekanteten Blechtafeln
bestehenden Fassadenbändern umfasst.
Die Aufgabenstellung dieses Projektes sah vor,
eine leer stehende Industriehalle in Typenbauweise
aus Vorwendezeiten in ein modernes und flexibel
nutzbares Büro- und Produktionsgebäude umzunutzen. Das neue Gebäude sollte bis zu fünf
Firmen beherbergen können. Um die erforderliche
Nutzfläche zu erreichen, wurden zwei Geschossdecken auf einem vom Bestand unabhängigen
Tragwerk in die Halle eingestellt. Zusätzliche Stützen
wurden hinter den bestehenden Stützen an der
Fassade platziert und tragen zusammen mit dem
gemauerten Sanitärkern und dem Fahrstuhlschacht
die Last der Geschossdecken ab. Nach Rückbau
der Bestandsfassade und Erstellung des inneren
Tragwerkes wurde das Gebäude mit einer ersten
Fassadenschicht aus raumhohen Fensterelementen
geschlossen. Dieser Ebene wurde eine weitere
Hülle aus Betonfertigteilen vorgestellt. Diese zieht
Südwestansicht | Foto: Ester Havlova
sich als perforierte Wand, wie ein vorgestellter
Schirm, um das Gebäude. Das strenge Muster der
Fensteröffnungen und die weit zurückliegenden
Fenster erinnern an einen Scherenschnitt.
87
NEUBAU „TIERGESUNDHEITSZENTRUM JENA-WEST“
INNENRAUMGESTALTUNG FACHARZTPRAXIS DR. HUMBSCH
JENA | ERFURTER STRASSE 50
JENA | GRIETGASSE 13 A
Planungsbüro – ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH, Jena
Planungsbüro – GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Bernd Wienstroer
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Gisbert Bachrodt
Bauherr – privat
Bauherr – Dr. Alexander Humbsch, Jena
Fertigstellung – 10 / ­2014
Fertigstellung – 08 / ­2014
Straßenseite | Foto: Holger Baum
Für Hund, Katze, Taube, Chamäleon und andere
tierische Patienten öffnete das „TierGesundheits­
Zentrum Jena-West“ in der Erfurter Straße Ende
88
2014 seine Türen. In enger Zusammenarbeit
zwischen Bauherrschaft und Planern wurde das
Vorhaben auf dem Grundstück einer ehemaligen
Tankstelle bzw. Autowerkstatt realisiert. Dabei wurde auch die umweltgerechte Entsorgung aller Alt­lasten erfolgreich und innerhalb des Kostenrahmens gemeistert. In hellgrauem Putzgewand zeigt
sich das tief in den Hang eingeschobene Erdgeschoss. Ebenerdig beherbergt es Empfang, Warte­
bereiche, Behandlungs- und Operationsräume
sowie Labor, Röntgen, Tierstation und Tierphysiotherapie. Das dunkelgrau verputzte Obergeschoss
nimmt in seiner Kubatur einen Schulungsraum,
Mitarbeiterbereiche und die Haustechnik auf.
Zusätzlich bietet es eine großzügige Dachterrasse.
Vorgelagerte Stellplätze sowie die zwischen Gebäude und Grundstücksgrenze liegende Ver- und
Entsorgungszone vervollständigen das Ensemble.
Die Facharztpraxis für Orthopädie und Unfall­
chirurgie befindet sich im Zentrum von Jena, in
einem neu errichteten Gebäude. Der Praxisgrundriss fußt auf dem Grundriss von ehemals geplanten
zweieinhalb Wohnungen. Die Aufgabe bestand
darin, eine Praxis so zu arrangieren, dass sie den
heutigen und zukünftigen Ansprüchen an eine
medizinische Einrichtung genügt. Ziel der Planung
war, eine Zentrale mit möglichst kurzen Wegen für
alle Nutzer zu schaffen. Die Zonen der Praxis sind
für Patienten gut ablesbar. Gestalterisch orientiert
sich die Innenraumgestaltung an der Moderne, wobei auf hochwertige und natürliche Stoffe bei der
Materialwahl geachtet wurde. Die Farbigkeit basiert
auf erdigen Tönen, welche eine angenehme und
entspannende Atmosphäre schaffen. Die Grund­
farbe wird in verschiedenen Luminanzen eingesetzt
und mit einem frischen Grün kontrastiert.
Wartezone | Foto: GiSi.architecture
89
NEUBAU EINFAMILIENHAUS ROSENOW
FREIFLÄCHENGESTALTUNG VOLKSPARK OBERAUE
JENA | KERNBERGSTRASSE 65 A
JENA | RASENMÜHLENINSEL / ­B URGAUER WEG
Planungsbüro – Architekturbüro Hennig, Jena
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Knut Hennig
Planungsbüros – DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar | Ulrich Boock Freier Garten- und
Landschaftsarchitekt, Jena
Bauherr – privat
Entwurfsverfasser – Michael Dane | Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Boock
Fertigstellung – 08 / ­2014
Bauherr – Stadt Jena
Fertigstellung – 08 / ­2014
Nordwestansicht | Foto: Knut Hennig
90
Hauptanliegen bei der Planung des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung war die optimale
Einordnung des Gebäudes in die Hangsituation
unter Beachtung der Belichtung der Hauptwohnbereiche, welche nach Südwesten orientiert sind.
Die Einliegerwohnung ist hangseitig erschlossen
und ermöglicht den ungehinderten Talblick nach
Westen. Beide Wohnungen haben Zutritt zur
großzügigen Dachterrasse. Das Gebäude ist im
Standard KfW-Effizienzhaus 70 nach Energie­
einsparverordnung 2009 geplant und ausgeführt.
Heizung und Warmwasserbereitung werden über
eine Sole-Wasser-Wärmepumpe betrieben.
Der Volkspark Oberaue in Jena ist die größte
zusammenhängende Grünanlage Jenas. 2002
wurde sie als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Besonderheit des Parks liegt im Zusammenspiel von
behutsam gestalteter Landschaft, gartenkünstlerisch
gestalteten Bereichen und geschickter Verbindung
zur Umgebung. Die Erneuerung dieser Qualitäten
war unter anderem Aufgabe der Sanierung. 2011
wurden DANE Landschaftsarchitektur und Ulrich
Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt mit
der Umgestaltung je eines Teils der Anlagen auf der
Rasenmühleninsel beauftragt. Ausgehend von der
Parkhistorie und der denkmalpflegerischen Zielstellung sollten die Freiräume im Park wieder erlebbar
werden. Verschiedene Besucheransprüche waren
zu berücksichtigen, besonders sensible Bereiche
durch neue Angebote an anderer Stelle zu entlasten. So wurden die Kegelbahnanlage aus den
Boule-Fläche | Foto: Büro Boock
1980er Jahren in einen Picknickplatz umgewandelt,
die Freifläche am Glashaus neu gestaltet sowie
eine großzügige Boule-Fläche und eine SlacklineAnlage errichtet.
91
SANIERUNG GYMNASIUM „AM WEISSEN TURM“
NEUBAU ZWEIFELDSPORTHALLE GYMNASIUM FRIDERICIANUM
PÖSSNECK | AM SCHULPLATZ 1
RUDOLSTADT | WEINBERGSTRASSE 1A
Planungsbüro – gildehaus . reich architekten, Weimar
Planungsbüro – Wittenberg Architektur, Weimar
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Torsten Köppe
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Thomas Wittenberg | Dipl.-Ing. Anke Spittel
Bauherr – Landkreis Saale-Orla-Kreis, Schleiz
Bauherr – Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Saalfeld
Fertigstellung – 09 / ­2014
Fertigstellung – 12 / ­2012
Nordostansicht | Foto: Michael Miltzow
92
Das Gebäude, in der Zeit von 1885 bis 1888 erbaut, ist als
Kulturdenkmal im Sinne des Thüringer Denkmalschutzgesetzes eingestuft. Die Generalsanierung des Gymnasiums wahrt
unter Berücksichtigung der Anforderungen an eine moderne
Schule den historischen Charakter des denkmalgeschützten
Gebäudes und stärkt zugleich die funktionalen Abläufe des
Schulbetriebes. Als Erweiterung wurden dem Gebäude vier
Ergänzungsneubauten angefügt. Die Stahl-Glas-Fassaden
ordnen sich in Struktur und Farbigkeit den historischen
Klinkerflächen unter, bleiben jedoch als zeitgemäße Ergänzungen erkennbar. Das Foyer und die angrenzende Schülermensa bilden den zentralen Eingangsbereich der Schule. Mit
der Neueinrichtung der Mensa an dieser exponierten Stelle
gelingt es, die Attraktivität der Schüler- und Lehrerversorgung
innerhalb der Schule zu erhöhen. Eine wichtige Besonderheit des Turmgymnasiums bildet die gut erhaltene historische Lüftungsanlage der Klassenräume aus dem Jahr 1886.
Die historischen Schächte wurden durch neue Innenrohre
wieder nutzbar gemacht.
Die Sporthalle befindet sich auf dem südlichen
Teilgrundstück des Gymnasiums Fridericianum in
der Rudolstädter Innenstadt. Um den alten Baumbestand auf dem Grundstück weitestgehend zu
erhalten, ist die Halle von der westlichen Baugrenze zurückgesetzt. Das Bauwerk gliedert sich in zwei
Bauteile – den flachen Nebenbereich und die eigentliche Halle, welche im Lichten eine Mindesthöhe von sieben Meter hat. Am Haupteingang samt
Vorraum schließen sich zwei Umkleiden mit jeweils
einer Sanitärzelle, das Lehrerzimmer, die Geräte­
räume sowie, am Ende des Nebentraktes, der
Judo-Raum an. Die Halle selbst hat eine Abmessung von 31 mal 27 Meter und kann mittels eines
Trennvorhangs in zwei Einzelfelder getrennt werden.
Eine großzügige, verglaste Nordfront, Oberlichter
sowie ein weiteres Lichtband in der Südfassade
sorgen für eine lichtdurchflutete Halle. Durch eine
Außenansicht | Foto: Claus Bach
zusätzlich zur normalen Schulausstattung errichtete
Kletterwand kann der Schulsport sehr abwechslungsreich gestaltet werden.
93
UMBAU / ­F REIFLÄCHENGESTALTUNG KINDERTAGESSTÄTTE
NEUBAU FEUERWEHRGERÄTEHAUS
BUCHA | DORFSTRASSE 36 A
BUCHA | DORFSTRASSE 100
Planungsbüro – Helk Architekten und Ingenieure GmbH, Mellingen
Planungsbüro – Helk Architekten und Ingenieure GmbH, Mellingen
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Nils Havermann | Dipl.-Ing. Andreas Kroße
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Nils Havermann | Dipl.-Ing. Andreas Kroße
Bauherr – Gemeinde Bucha, vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“, Kahla
Bauherr – Gemeinde Bucha, vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“, Kahla
Fertigstellung – 11 / ­2014
Fertigstellung – 11 / ­2014
Rettungstreppe | Foto: Alexander Burzik
Im Zuge einer Gefahrenverhütungsschau wurden
bei der Kita in Bucha brandschutztechnische Mängel festgestellt. Diese und die fehlende barriere­freie
Erschließung waren mit sehr begrenzten kommu-
94
nalen Mitteln zu beheben. Die realisierten Maßnahmen beschränken sich im Wesentlichen auf die
Außen­hülle und die Freianlagen. Im Eingangsbe­
reich wurde eine neue Treppenanlage errichtet, die
über die gestalterische Betonung des Eingangs­
bereichs hinaus gleich mehrere Anforderungen er­füllt: die Erschließung von Erd- und Obergeschoss
(Rettungsweg) sowie die Überdachung von Eingang und Kellertreppe. Die Freianlagen wurden in
„Wellenform“ um das Gebäude herum neu modelliert, so dass die „Wellenkämme“ die Eingänge des
erhöhten Erdgeschosses berühren. Ein im Halbkreis
geführter Gehweg mit leichtem Gefälle ermöglicht
den barrierefreien Zugang und bietet den Kindern
eine „Bobbycar-Bahn“. Die ehemals ebene Hof­fläche wurde durch die Geländemodellierung belebt und dient den Kindern als abwechslungsreiche
Spiel- und Bewegungsfläche.
Durch die Fertigstellung des Jagdbergtunnels
vergrößerte sich der Aufgabenbereich der
freiwilligen Feuerwehr in Bucha. Für die Einsätze
am Westportal des Tunnels wurde vom Land ein
spezielles Tunnellöschfahrzeug bereitgestellt. Das
alte „Spritzenhaus“ musste durch einen zeitgemäßen und kostengünstigen Neubau ersetzt
werden. Der Neubau beherbergt drei Stellplätze
und ist entsprechend den Anforderungen der
„Feuerwehr-DIN“ (DIN 14092) ausgestattet. Im
Erdgeschoss befinden sich neben der Fahrzeughalle eine Werkstatt, ein Trockenraum, Lager- und
Technikräume sowie die Umkleide- und Sanitärräume. Das Obergeschoss bietet Raum für
einen großzügigen Schulungsraum mit Teeküche,
Büroräume und einen Raum für die Jugendfeuerwehr. Alle im Einsatzfall notwendigen Funktionen befinden sich im Erdgeschoss, um die
Westansicht | Foto: Alexander Burzik
Unfall­gefahr für die Einsatzkräfte zu minimieren. Die
Umkleideräume sind so gestaltet, dass auf die wechselnde Zusammensetzung der freiwilligen Feuerwehr
flexibel reagiert werden kann.
95
NEUBAU BETRIEBSGEBÄUDE
SANIERUNG / ­E RWEITERUNG LOGIERHAUS LEUCHTENBURG
BÜRGEL | IN DEN SATTELN 11
SEITENRODA | DORFSTRASSE 100
Planungsbüros – Architektur- u. Sachverständigenbüro projektRAUM, Weimar |
Architekturbüro Andrea Umlauf, Weimar
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Jörg Kießling
Entwurfsverfasser – Dr.-Ing. Volker Drusche | Dipl.-Ing. Andrea Umlauf
Bauherr – Stiftung Leuchtenburg, Seitenroda
Bauherr – InnoKlim e. G., Bürgel
Fertigstellung – 03 / ­2015
Planungsbüro – Bau-Consult Hermsdorf Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH, Hermsdorf
Fertigstellung – 10 / ­2013
Südostansicht | Foto: V. Drusche
Die Gestaltung und innere Organisation spiegelt den
innovativen Charakter wider und ermöglicht eine flexible
Anpassung an die Unternehmensentwicklung. Zum Erhalt
96
eines dauerhaft umweltschonenden und
kostengünstigen Gebäudebetriebs kamen
zukunftsfähige Dämmqualitäten zur Ausführung. Der Wärmebedarf ist derart gemindert,
dass die Wärmeerzeugung vollständig auf
der Basis regenerativer Energien erfolgen
kann. Der Primärenergiebedarf liegt mehr
als 60 Prozent unter der Anforderung gemäß Energieeinsparverordnung. Durch die
geplante Montage einer Photovoltaikanlage
auf dem Süddach wird das Gebäude zum
Plusenergiehaus! Am Betriebsgebäude der
Firma InnoKlim konnte gezeigt werden, dass
ein integraler Planungsansatz zu einem gestalterisch und wirtschaftlich überzeugenden
Gesamtergebnis führt. Weitere Beteiligte: Dirk
Lind, Gotha (HLS-Planung); Gabriel Urban,
Weimar (Bauleitung); Martin Luck, Weimar.
Mit der im März 2015 vollständig eröffneten
Dauerausstellung „Porzellanwelten Leuchtenburg“
wird ein weiterer Meilenstein der konzeptionellen
Umnutzung der Burg abgeschlossen. In den neu
entstandenen Räumlichkeiten wurden durch internationale Künstler sieben Welten errichtet, welche
das Porzellan im neuen Kontext darstellen. Die
zur Verfügung stehenden Räume im bestehenden
Logierhaus reichten für die Konzeption der Welten
und zugehöriger Funktionsflächen nicht aus. So
wurde das bestehende Gebäude an der Nordseite
um einen neuen Anbau erweitert. Baufeld war eine
sehr beengte Restfläche, welche von der umgebenden Burgmauer begrenzt wurde. Eine Bebauung war somit nur unter erschwerten Bedingungen
möglich. Die äußeren Umrisse des Neubaus
passen sich dem Verlauf der alten Burgmauer an.
Nordansicht | Foto: Stephan Preißler
Die dadurch entstandene Kantigkeit und Geschlossenheit der Fassade spiegeln den angetroffenen
Burgcharakter wider.
97
NEUBAU HAUPTGESCHÄFTSSTELLE
NEUBAU WOHNANLAGE SPERLINGSBERG
GERA | LEIPZIGER STRASSE 39
ALTENBURG | SPERLINGSBERG 13 –16
Planungsbüro – Euen, Wolf und Winter GmbH – Architektur- und Ingenieurbüro, Gera
Planungsbüro – Euen, Wolf und Winter GmbH – Architektur- und Ingenieurbüro, Gera
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Mario Bürger
Entwurfsverfasser – Dipl.-Architektin Susann Euen
Bauherr – Geraer Bank e. G.
Bauherr – AWG Wohnungsgenossenschaft e. G., Altenburg
Fertigstellung – 05 / ­2014
Fertigstellung – 12 / ­2014
Cafeteria | Foto: Christoph Beer
Bei dem Neubau handelt es sich um einen fünf­
geschossigen Baukörper mit Archiv und Stell­plätzen
im Kellergeschoss sowie einem Parkdeck im Erd­geschoss. Das Gebäude dient als Erweiterung
98
des Nachbarhauses und ist für eine Büronutzung
vorgesehen. Der Zugang zu den jeweiligen Etagen
erfolgt durch einen separaten Zugang aus dem
Treppenhaus der Geraer Bank in der Leipziger
Straße 41. Die neuen Stellplätze sind im Erdgeschoss von der Leipziger Straße aus zugänglich. Die
Kellergeschossstellplätze werden über die Zufahrt
der Geraer Bank erreicht. Der Neubaukörper
orientiert sich am ursprünglichen Bestandsgebäude. Der Innenbereich des Gebäudes wird durch
einen Lichthof mit Tageslicht versorgt. Durch die
großflächige Verglasung in den Obergeschossen
erhält die Fassade einen modernen Charakter. Im
Erdgeschossbereich sind straßenseitig eine wärmegedämmte Vorhangfassade mit Schaukästen sowie
die Zufahrt auf das Parkdeck samt Rolltor angebracht. Die Fenster- und Attikahöhen orientieren
sich am Gebäude der Geraer Bank.
Bei dem Geschosswohnungsbau handelt es sich
um einen dreigliedrigen Baukörper mit einer funk­
tionalen Verbindung über Laubengänge in allen
Geschossen. Das Kellergeschoss ist baulich und
funktional miteinander verbunden. Die interne
Erschließung aller Gebäudeteile erfolgt über außen
liegende, nach Osten bzw. Norden ausgerichtete
Laubengänge. Über neu geplante Aufzüge ist der
barrierefreie Zugang zu allen Wohnungen sowie
der Abstellbereiche im Kellergeschoss möglich. Mit
dem Bauvorhaben wurden Eineinhalb-, Zwei- und
Dreiraumwohnungen realisiert. Mehrere Wohnungen sind barrierefrei. Zusätzlich zu den 51 Woh­
nungen entstehen im Bauteil C eine Begegnungsstätte mit einem angegliederten Pflegebad und
eine Gästewohnung. Alle Wohneinheiten wurden
mit einer Loggia bzw. einem Balkon ausgestattet,
der ebenfalls barrierefrei begangen werden kann.
Ansicht bei Nacht | Foto: Christoph Beer
99
GESTALTUNG STADTSTRASSE UND FREIFLÄCHEN
FREIFLÄCHENGESTALTUNG EINGANG „VON-SECKENDORFF-PARK“
KÖNIGSEE-ROTTENBACH OT KÖNIGSEE | BAHNHOFSTRASSE 8
MEUSELWITZ | AN DER MÜHLE
Planungsbüro – Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel, Erfurt
Planungsbüro – Metzner, Ignaczak & Partner – Architekten und Stadtplaner, Gera
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Frank-Dirk Feistel
Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Stephan Oertel
Bauherr – Stadt Königsee-Rottenbach
Bauherr – Stadt Meuselwitz
Fertigstellung – 05 / ­2014
Fertigstellung – 11 / ­2013
Bushaltestelle und Stadtübergang
100
Für die Verbesserung der Anbindungen zur Innenstadt waren eine Baulücke zur Bushaltestelle und
der Übergangsbereich in die Innenstadt umzugestalten. Die gesamte Bahnhofstraße wurde grundhaft mit erneuert. Die Fassadenfluchten wurden
durch eine Pergola, welche die Bushaltestelle
überdacht, wieder aufgenommen. Die Freifläche
in der Baulücke wurde in drei Bereiche höhengestaffelt gegliedert. Die obere Ebene wurde mit
direktem Bezug zur Altstadt für eine spätere Kiosk­
bewirtschaftung ausgelegt. Die mittlere Ebene ist
als bevorzugte Verweilfläche durch Höhensprünge
gut abgeschirmt. Neben einem Solitärbaum und
einem Trinkbrunnen wird die Fläche durch Sitzmauern gerahmt. Die überspannende Stahlpergola
schafft den Rahmen für die wettergeschützen Flächen des Buswartebereiches und in der Hauptfunktion den Baulückenschluss in der Fassadenfront
der Bahnhofstraße.
Das nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig
abgebrochene Wasserschloss bildete als bauliches
Gegenüber der Orangerie einen Endpunkt der
Hauptachse im „Von-Seckendorff-Park“. Mit der
Maßnahme zur Umgestaltung des ehemaligen
Schlossareals entstand eine vielgestaltige Freianlage, welche die regional bedeutsame Parkanlage
mit der Altstadt verknüpft und damit die Funktion
eines würdigen Parkeingangsbereiches übernimmt.
Ein wichtiges Leitbild der Planung war dabei auch,
die ehemalige kulturhistorische Bedeutung und
baustrukturelle Prägung des Areals mit zeit­ge­
mäßen Gestaltungsmöglichkeiten hervorzuheben.
So wurde der genaue Umriss des abgebrochenen
Schlosses anhand alter Pläne rekonstruiert und
durch niedrige Landschaftsmauern innerhalb der
neu entstandenen Grünanlage exakt nachgezeichnet. Die einst ortsstrukturprägende Bedeutung der
Schlossgebäude wird zudem durch Baumblöcke
Bereich der ehemaligen Parkbrücke zum Festsaal des Schlosses |
Foto: Stephan Oertel
angedeutet. Der Bereich des ehemaligen Festsaales
wurde unter anderem durch eine „Festtafel“ mit
individuell gestalteten Stadtmöblierungselementen
hervorgehoben.
101
ÜBERSICHT DER PROJEKTE NACH NUTZUNG
Leinefelde-Worbis – Neubau barrierefreies Wohnen Goethestraße – Seite 67
Suhl – Umbau Grundschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 74
WOHNEN
Jena – Neubau Einfamilienhaus Rosenow – Seite 90
Erfurt – Instandsetzung / ­Modernisierung Wohnhäuser – Seite 24
Altenburg – Neubau Wohnanlage Sperlingsberg – Seite 99
Erfurt – Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus – Seite 25
Erfurt – Neubau Mehrgenerationenwohnhaus „Haus am Bache“ – Seite 26
KULTUR, BILDUNG, FREIZEIT
Erfurt – Neubau Wohn- und Begegnungshaus „MIA“ – Seite 27
Erfurt – Umbau / ­Innenraumgestaltung Messe-Restaurant – Seite 21
Erfurt – Umbau Regelschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 28
Erfurt – Erweiterung Kindertagesstätte „Haus der Grashüpfer“ – Seite 22
Erfurt – Neubau Wohnhaus Zeppelinstraße – Seite 29
Erfurt – Neubau Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“ – Seite 23
Erfurt – Neubau Wohnhaus „Stadtblick“ – Seite 30
Erfurt – Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus – Seite 25
Erfurt – Neubau Stadtvilla Barbarossahof – Seite 31
Weimar – Sanierung / ­Erweiterung Staatliches Berufsbildungszentrum Weimar – Seite 36
Erfurt – Neubau Wohnhaus „H6“ – Seite 32
Weimar – Neubau Digitallabor – Seite 37
Erfurt – Neubau Einfamilienhaus Barbarossahof 7 – Seite 33
Weimar – Denkmalpflegerische Instandsetzung Orangerie Belvedere – Seite 39
Erfurt – Erweiterung Wohnhaus „Auf der Mauer“ – Seite 34
Weimar – Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar – Seite 40
Weimar – Neubau Einfamilienhaus Familie Uebbing – Seite 44
Weimar – Neubau Kindergarten – Seite 42
Wolfsberg – Erweiterung Wohnraum – Seite 51
Weimar – Neubau Kinderkrippe – Seite 43
Nordhausen – Umbau „Hochhaus am Grimmelhof“ – Seite 56
Ilmtal-Weinstraße – Erweiterung Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“ – Seite 46
Nordhausen – Umbau Medizinische Fachschule Trakt 1 in Wohnungsbau – Seite 57
Kromsdorf – Neubau Funktionsgebäude Sportplatz (Erster Bauabschnitt) – Seite 47
Nordhausen – Umbau / ­Sanierung „Haus Altendorf 41“ – Seite 58
Gotha – Umbau Winterpalais in Stadtbibliothek „Heinrich Heine“ – Seite 48
Ellrich – Neubau Wohnhaus Schärf – Seite 60
Weißensee – Instandsetzung / ­Umbau Stadtkirche St. Peter und Paul – Seite 49
Neustadt – Neubau Einfamilienhaus – Seite 61
Ilmenau – Sanierung Berg- und Jagdhotel Gabelbach – Seite 50
Kirchheilingen – Sanierung / ­Erweiterung Wohnhaus Ahrens – Seite 64
Nordhausen – Erweiterung Bibliothek Hochschule Nordhausen – Seite 55
Leinefelde-Worbis – Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“ – Seite 66
Werther – Umbau / ­Sanierung Grundschule Werther – Seite 62
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Heilbad Heiligenstadt – Ersatzneubau Multifunktionssporthalle – Seite 63
VERWALTUNG UND FORSCHUNG
Volkerode – Erweiterung Wehrturm der Burganlage Volkerode – Seite 65
Jena – Neubau Zentrum für Angewandte Forschung – Seite 83
Mühlhausen – Freiflächengestaltung / ­Anbau Jugendkirche Mühlhausen – Seite 69
Oberhof – Neubau Einhausung Anschubstrecke – Seite 76
HANDEL, INDUSTRIE, GEWERBE
Oberhof – Neubau Überdachung Rennschlittenbahn – Seite 77
Weimar – Umbau Mehrzweckgebäude – Seite 41
Jena – Innensanierung Nordschule Jena – Seite 84
Nordhausen – Neubau Landmaschinenbetrieb – Seite 59
Jena – Umbau / ­Sanierung Schulstandort Karl-Marx-Allee 7 – Seite 85
Vacha – Neubau Behindertenwerkstatt – Seite 72
Pößneck – Sanierung Gymnasium „Am Weißen Turm“ – Seite 92
Suhl – Erweiterung Bürogebäude – Seite 73
Rudolstadt – Neubau Zweifeldsporthalle Gymnasium Fridericianum – Seite 93
Jena – Umbau Produktionshalle in Büro- und Werkstattgebäude – Seite 86
Bucha – Umbau / ­Freiflächengestaltung Kindertagesstätte – Seite 94
Jena – Umbau Industriehalle in Büro- und Produktionsgebäude – Seite 87
Seitenroda – Sanierung / ­Erweiterung Logierhaus Leuchtenburg – Seite 97
Bucha – Neubau Feuerwehrgerätehaus – Seite 95
Bürgel – Neubau Betriebsgebäude – Seite 96
PFLEGE UND GESUNDHEIT
Gera – Neubau Hauptgeschäftsstelle – Seite 98
Leinefelde-Worbis – Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“ – Seite 66
Jena – Neubau „TierGesundheitsZentrum Jena-West“ – Seite 88
INNENRAUMGESTALTUNG
Jena – Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch – Seite 89
Erfurt – Umbau / ­Innenraumgestaltung Messe-Restaurant – Seite 21
Weimar – Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar – Seite 40
Jena – Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch – Seite 89
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FREIFLÄCHENGESTALTUNG
ÜBERSICHT DER PLANUNGSBÜROS
Erfurt – Gestaltung Garten mit Sommerküche Universität Erfurt – Seite 35
Weimar – Freiflächengestaltung Herderplatz – Seite 38
Weimar – Gestaltung Garten „BEN“ – Seite 45
Leinefelde-Worbis – Freiflächengestaltung Ortseinfahrt mit Kreisel – Seite 68
Mühlhausen – Freiflächengestaltung / ­Anbau Jugendkirche Mühlhausen – Seite 69
AIG Gotha GmbH Architekten & Ingenieure
Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl GbR
Gartenstraße 46–50 | 99867 Gotha
Vorwerksgasse 5 / 7 | 99423 Weimar
Telefon (03621) 35 61 41 Fax (03621) 35 61 00
Telefon (03643) 24 92 0 Fax (03643) 24 92 20
E-Mail [email protected] Web www.aig-gotha.de
E-Mail [email protected] Web www.architechnik.de
Architektur + Innenarchitektur Hornschuh + Besinger Architekturbüro Hennig
Bürogemeinschaft
Marktstraße 23 | 07747 Jena
Schwanitzstraße 2 a | 98693 Ilmenau
Telefon (03641) 37 08 36 Fax (03641) 37 15 75
Schalkau – Ausgleichsmaßnahmen ICE-Strecke Nürnberg–Erfurt–Berlin – Seite 78
Telefon (03677) 20 89 42
E-Mail [email protected]
Geisa – Freiflächengestaltung Ulsterauen und angrenzende Bereiche – Seite 79
E-Mail [email protected]
Web www.architekt-hennig-jena.de
Architektur- u. Sachverständigenbüro projektRAUM
Architekturbüro Ludwig Dipl.-Ing. Steffen Ludwig
Suhl – Freiflächengestaltung Kriegsgräberstätte – Seite 75
Jena – Freiflächengestaltung Volkspark Oberaue – Seite 91
Bucha – Umbau / ­Freiflächengestaltung Kindertagesstätte – Seite 94
Königsee-Rottenbach – Gestaltung Stadtstraße und Freiflächen – Seite 100
Meuselwitz – Freiflächengestaltung Eingang „Von-Seckendorff-Park“ – Seite 101
Amselweg 3 | 99423 Weimar
Friedrich-König-Straße 6 | 98527 Suhl
Telefon (03643) 77 22 74 Fax (03643) 77 22 75
Telefon (03681) 455 00 0 Fax (03681) 455 00 11
E-Mail [email protected] Web www.biag-sv.de
E-Mail [email protected]
Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH
Web www.architekten-ludwig.de
Köllingstraße 13 | 99734 Nordhausen
Architekturbüro Stadermann – Architekten BDA
Telefon (03631) 61 32 0 Fax (03631) 61 32 50
Winkelstraße 12 a | 37327 Hausen
E-Mail [email protected] Web www.a-ing.de
Telefon (03605) 561 90 Fax (03605) 51 31 87
architektur-design-Linse
E-Mail [email protected] Web www.aos-online.de
Am Schwemmbach 53 | 99099 Erfurt
Architekturbüro Tobias Winkler
Telefon (0361) 26 29 35 6 Fax (0361) 26 28 96 27
Ebertplatz 4 | 99734 Nordhausen
E-Mail [email protected] Web www.architektur-linse.de
Telefon (03631) 97 42 59 Fax (03631) 47 79 45
Architekturbüro Andrea Umlauf
E-Mail [email protected]
Erfurter Straße 15 | 99423 Weimar
Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh)
Telefon (03643) 773 68 93
Altendorf 41 | 99734 Nordhausen
E-Mail [email protected]
Telefon (03631) 651 94 40 Fax (3631) 651 94 45
Architekturbüro Caspari
E-Mail [email protected]
Steinweg 4 | 98617 Meiningen
Web www.architekturbuero-wagner.net
Telefon (03693) 412 87 Fax (03693) 474 48
E-Mail [email protected]
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Architekturbüro Weingart
Büro für Freiraumplanung Möbius
Elke Eisenbeiß, Freie Landschaftsarchitektin (FH)
Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH
Albrechtstraße 40 | 99092 Erfurt
Am Stollberg 32 | 99085 Erfurt
Sophienstraße 42 | 07743 Jena
Schillerstraße 9 a | 99423 Weimar
Telefon (0361) 211 35 43 Fax (0361) 211 35 40
Telefon (0361) 746 30 46 Fax (0361) 746 30 47
Telefon (03641) 927 97 71 Fax (03641) 927 05 18
Telefon (03643) 24 75 0 Fax (03643) 24 75 16
E-Mail [email protected]
E-Mail [email protected]
E-Mail [email protected] Web www.eeisenbeiss.de
E-Mail [email protected] Web www.hhpg.de
Web www.weingart-architekten.de
Büro für Landschaftsarchitektur Erik Hanf
ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH
Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure
Arge Orangerie
Pfarrstraße 13 | 98529 Suhl
Alexander-Puschkin-Platz 5 | 07745 Jena
Barbarossahof 6 | 99092 Erfurt
siehe: Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA bzw.
Telefon (03681) 70 96 96 Fax (03681) 70 96 97
Telefon (03641) 61 67 55 Fax (03641) 61 77 53
Telefon (0361) 430 60 44 Fax (0361) 430 60 45
Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl GbR
E-Mail [email protected] Web www.hanf-la.de
E-Mail [email protected] Web www.etb-bauprojekt.de
E-Mail [email protected] Web www.haus-mit-zukunft.de
arko bauplanung GmbH
Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel
Euen, Wolf und Winter GmbH –
Hauschild-Architekten BDA
Riemannstraße 1a | 99734 Nordhausen
Poststraße 3 | 99094 Erfurt
Architektur- und Ingenieurbüro
Espachstraße 7 a | 99094 Erfurt
Telefon (03631) 60 86 0 Fax (03631) 60 86 42
Telefon (0361) 225 70 17 Fax (0361) 225 70 27
Untermhäuser Straße 14 | 07548 Gera
Telefon (0361) 225 52 73 Fax (0361) 225 52 75
E-Mail [email protected] Web www.arko-bauplanung.de
E-Mail [email protected] Web www.buero-feistel.de
Telefon (0365) 824 10 0 Fax (0365) 824 10 13
E-Mail [email protected]
AV1 Architekten GmbH
Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz
E-Mail [email protected] Web www.eww-gera.de
Web www.hauschild-architekten.de
Kanalstraße 75 | 67655 Kaiserslautern
Cyriakstraße 15 | 99094 Erfurt
Fischer Architekten | BDA
Heinisch Landschaftsarchitekten
Telefon (0631) 34 10 99 0 Fax (0631) 34 10 99 69
Telefon (0361) 562 16 27 Fax (0361) 226 15 21
Vorwerksgasse 1 | 99423 Weimar
Schloßberg 4 | 99867 Gotha
E-Mail [email protected] Web www.av1architekten.de
E-Mail [email protected]
Telefon (03643) 85 12 50 Fax (03643) 85 12 52
Telefon (03621) 733 81 81 Fax (03621) 733 81 82
E-Mail [email protected] Web www.la-heinisch.de
B19 ARCHITEKTEN BDA
Casparius Architekten & Ingenieure
E-Mail [email protected]
Nürnberger Straße 27 | 36456 Barchfeld
Michaelisstraße 46 | 99084 Erfurt
Web www.fischer-planungsgesellschaft-weimar.de
Helk Architekten und Ingenieure GmbH
Telefon (036961) 73 42 32 Fax (036961) 73 42 51
Telefon (0361) 21 92 68 80 Fax (0361) 21 92 68 89
gildehaus . reich architekten
Kupferstraße 1 | 99441 Mellingen
E-Mail [email protected]
E-Mail [email protected] Web www.casparius.de
Scherfgasse 1 | 99423 Weimar
Telefon (036453) 865 0 Fax (036453) 865 15
Web www.b19-architekten.com
Daber & Kriege GmbH
Telefon (03643) 77 86 0 Fax (03643) 77 86 29
E-Mail [email protected] Web www.helk.de
Bau-Consult Hermsdorf
Bahnhofstraße 2 | 15831 Blankenfelde-Mahlow OT Mahlow
E-Mail [email protected] Web www.gildehausreich.de
herrschmidt architektur
Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH
Telefon (03379) 37 09 18 Fax (03379) 37 19 27
GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt
Schlachthofstraße 82 | 99085 Erfurt
Uthmannstraße 14 | 07629 Hermsdorf
E-Mail [email protected] Web www.daber-kriege.de
Westbahnhofstraße 9 | 07745 Jena
Telefon (0361) 666 31 95 Fax (0361) 666 31 96
Telefon (036601) 574 0 Fax (036601) 574 21
DANE Landschaftsarchitektur BDLA
Telefon (03641) 32 89 24 Fax (03641) 51 37 19
E-Mail [email protected]
E-Mail [email protected] Web www.bauconsult-hdf.de
Schubertstraße 6 | 99423 Weimar
E-Mail [email protected] Web www.gisi.biz
Web www.herrschmidt-architektur.de
Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick
Telefon (03643) 49 26 10 Fax (03643) 49 26 26
Hartlep und Höch ingenieure
hks Hestermann Rommel Architekten + Gesamtplaner
Gutshof 1 | 99998 Körner OT Volkenroda
E-Mail [email protected] Web www.dane-la.de
Bahnhofstraße 38 | 37327 Leinefelde-Worbis OT Leinefelde
Gorkistraße 14 | 99084 Erfurt
Telefon (036025) 52 09 0 Fax (036025) 52 09 11
dma deckert mester architekten
Telefon (03605) 54 78 02 10 Fax (03605) 54 78 02 99
Telefon (0361) 551 36 04 0 Fax (0361) 551 36 04 10
E-Mail [email protected]
Blumenstraße 7 | 99092 Erfurt
E-Mail [email protected] Web www.hartlepundhoech.de
E-Mail [email protected] Web www.hks-architekten.de
Web www.bauhuette-volkenroda.de
Telefon (0361) 745 04 81 Fax (0361) 745 05 03
E-Mail [email protected] Web www.dmarchitekten.de
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HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure
Planungsbüro für Steinkonservierung
Schegk Landschaftsarchitekten + Stadplaner
VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker
Arnstädter Straße 28 | 99096 Erfurt
Stephan Scheidemann, Dipl.-Restaurator (FH)
Am Pfanderling 4 | 85778 Haimhausen
Architekten und Ingenieure Partnerschaft
Telefon (0361) 65 44 42 10 Fax (0361) 65 44 42 29
Burgstraße 1 | 99894 Friedrichroda
Telefon (08133) 932 46 0 Fax (08133) 932 46 22
Maximilian-Welsch-Straße 2 b | 99084 Erfurt
E-Mail [email protected] Web www.hsp-plan.de
Telefon (03623) 20 06 75 Fax (03623) 20 06 77
E-Mail [email protected] Web www.schegk.de
Telefon (0361) 43 02 93 60 Fax (0361) 43 02 93 89
Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH
E-Mail [email protected]
Smits und Partner – Freie Architekten und Ingenieure
E-Mail [email protected] Web www.vitaminoffice.com
Nordstraße 21 | 99427 Weimar
Projektscheune – Lönnecker & Diplomingenieure
Wenigemarkt 5 | 99084 Erfurt
W&R Wittig & Rietig
Telefon (03643) 48 20 0 Fax (03643) 48 20 20
Breitenbacher Straße 2 | 98553 St. Kilian
Telefon (0361) 562 85 17 Fax (0361) 642 24 76
Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH
E-Mail [email protected] Web www.junk-reich.com
Telefon (036841) 508 0 Fax (036841) 508 29
E-Mail [email protected] Web www.smitsundpartner.de
Mozartstraße 16 | 99423 Weimar
Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro
E-Mail [email protected] Web www.projektscheune.de
STORCH.LANDSCHAFTSARCHITEKTUR
Telefon (03643) 88 66 0 Fax (03643) 88 66 12
E-Mail [email protected] Web www.wittig-rietig.de
Waltershäuser Landstr. 27 | 99880 Waltershausen OT Schmerbach
PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl.
Schönbrunnstraße 13 | 01097 Dresden
Telefon (036259) 579 0 Fax (036259) 579 20
Ziegengasse 10 | 99084 Erfurt
Telefon (0351) 86 27 55 0 Fax (0351) 86 27 55 11
Wittenberg Architektur
E-Mail [email protected]
Telefon (0361) 264 69 0 Fax (0361) 264 69 30
E-Mail [email protected] Web www.storch-la.de
Hegelstraße 5 | 99423 Weimar
Web www.lehrmann-partner.de
E-Mail [email protected] Web www.psl-erfurt.de
Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA
Telefon (03643) 478 96 0 Fax (03643) 478 96 66
mann architektur
Rembe / Borgwaldt –
Jakobstraße 2 a | 99423 Weimar
E-Mail [email protected]
Albrechtstraße 3 | 99089 Erfurt
Freie Architektin / Stadtplaner / Ingenieure
Telefon (03643) 90 34 93 Fax (03643) 90 34 92
worschech architects
Telefon (0361) 211 10 78 Fax (0361) 211 19 76
Wolfstraße 11 | 99734 Nordhausen
E-Mail [email protected] Web www.tectum.de
Fischersand 2 | 99084 Erfurt
E-Mail [email protected] Web www.mn-architektur.de
Telefon (03631) 46 23 76 Fax (03631) 46 23 78
Trebert Landschaftsarchitektur
Telefon (0361) 590 82 0 Fax (0361) 590 82 12
Metzner, Ignaczak & Partner – Architekten und Stadtplaner
E-Mail [email protected] Web www.rb-architekt.de
Andreasstraße 41 | 99084 Erfurt
E-Mail [email protected]
Heinrich-Knauf-Straße 3 | 07545 Gera
RJ Planungsbüro Rolf Jentzsch-Renée Möser GbR
Telefon (0361) 211 43 23 Fax (0361) 211 43 24
Web www.worschecharchitects.com
Telefon (0365) 800 76 84 Fax (0365) 800 76 85
Semmelweisstraße 25 | 99096 Erfurt
E-Mail [email protected] Web www.la-trebert.de
wurm + wurm architekten ingenieure gmbh
E-Mail [email protected] Web www.mip-gera.de
Telefon (0361) 340 65 0 Fax (0361) 340 65 10
Ulrich Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt
Siemensstraße 8 | 77815 Bühl / Baden
ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH
E-Mail [email protected]
Stadtrodaer Straße 60 | 07747 Jena
Telefon (07223) 80 93 0 Fax (07223) 80 93 70
Altendorf 43 | 99734 Nordhausen
Web www.rj-planungsbuero.de
Telefon (03641) 44 05 95 Fax (03641) 44 06 07
E-Mail [email protected] Web www.wurm-wurm.de
Telefon (03631) 89 61 42 Fax (03631) 89 61 62
ROOS_ARCHITEKT
E-Mail [email protected] Web www.uboock.de
E-Mail [email protected]
Weimarische Straße 26 | 99441 Kromsdorf
VIERQUADRAT ARCHITEKTEN
Web www.ortsbild-architektur.de
Telefon (03643) 20790 Fax (03643) 207 99
Graben 47 | 99423 Weimar
pbr Planungsbüro Rohling AG
E-Mail [email protected] Web www.roos-architekt.de
Telefon (03643) 47 47 0 Fax (03643) 47 47 11
Architekten und Ingenieure, NL Jena
RoosGrün PLANUNG
E-Mail [email protected] Web www.vierquadrat.de
Rathenaustraße 11 | 07745 Jena
Karl-Marx-Straße 7 a | 99441 Kromsdorf OT Denstedt
Telefon (03641) 61 13 Fax (03641) 61 15 00
Telefon (03643) 771 59 0 Fax (03643) 771 59 99
E-Mail [email protected] Web www.pbr.de
E-Mail [email protected] Web www.roosgruen.de
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IMPRESSUM UND HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Herausgeber — Architektenkammer Thüringen | Bahnhofstraße 39 | 99084 Erfurt
Telefon: (0361) 210 500 | Fax: (0361) 210 50 50
E-Mail: [email protected] | Web: www.architekten-thueringen.de
Texte und Bildunterschriften wenn nicht anders angegeben — Planungsbüros
Redaktion — Björn Radermacher, Öffentlichkeitsarbeit
Fotografie wenn nicht anders angegeben — Planungsbüros
Konzept und Basis-Layout von 2005 — AG Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Thüringen |
Papenfuss — Atelier für Gestaltung, Weimar
Fortschreibung Layout, Satz — Kohlhaas & Kohlhaas – Gestaltung und Web-Entwicklung, Weimar
Druck — Druckhaus Gera GmbH | Papier: BVS matt | Schrift: Formata
ISBN — 978-3-9808806-8-8
© 2015 Architektenkammer Thüringen
Für die Vollständigkeit der Angaben und die Wahrung der Urheber-, Foto- sowie Autorenrechte seitens der beteiligten Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Ingenieure übernimmt die Architektenkammer Thüringen keine
Gewähr. Die Nutzungsrechte sind der Architektenkammer Thüringen durch die beteiligten Planungsbüros kostenfrei übertragen
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Tag der Architektur 2015
unter dem bundesweiten Motto
ARCHITEKTUR HAT BESTAND
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