INHALT NEUE ARCHITEKTUR IN THÜRINGEN – Ellrich 32 STÄDTEN UND Neustadt Werther Leinefelde-Worbis Grußwort der Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit – Seite 5 73 PROJEKTE IN Grußwort der Thüringer Ministerin Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft – Seite 6 GEMEINDEN Nordhausen Grußwort im Namen des Veranstalters Dr. Hans-Gerd Schmidt, Präsident der Architektenkammer Thüringen – Seite 8 Heilbad Heiligenstadt Volkerode Mühlhausen 27. | 28. JUNI 2015 Weißensee architektourpreis 2015 Preisträger und Anerkennungen – Seite 10 Kirchheilingen Ilmtal-Weinstraße Meuselwitz Kromsdorf Gotha Erfurt Weimar Bürgel Jena Bucha Vacha Geisa Seitenroda Oberhof Suhl Gera Projekte in Mittelthüringen – Seite 18 Projekte in Nordthüringen – Seite 52 Projekte in Südwestthüringen – Seite 70 Projekte in Ostthüringen – Seite 80 Rudolstadt Ilmenau Wolfsberg Altenburg Pößneck Königsee-Rottenbach Übersicht der Projekte nach Nutzung – Seite 102 Übersicht der Planungsbüros – Seite 107 Schalkau Planen Sie Ihre Tour! ˖˖ v on zu Hause mit dem Routenplaner auf www.architekten-thueringen.de/tda/ ˖˖ von unterwegs mit der kostenfreien App „Tag der Architektur“ oder über mobil.tag-der-architektur.de GRUSSWORT DER BUNDESMINISTERIN DR. BARBARA HENDRICKS Am Tag der Architektur 2015 werden sich erneut die Türen und Tore neuer und umgebauter Gebäude und Gärten öffnen. Damit wird eine gute Tradition fortgesetzt. Interessierte Besucherinnen und Besucher können in allen Bundesländern die aktuellsten Architekturprojekte besichtigen und ihre Fragen an Bauherren, Architekten, Innenarchitekten und Landschaftsarchitekten richten. Sie sind als Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu eingeladen! Als Bundesministerin für Bauen und Umwelt habe ich mir vorgenommen, die Bauqualität in Deutschland noch stärker mit dem Umweltschutz zu verknüpfen. Dazu gehört, eine hohe Architekturqualität mit der Nutzung neuartiger Bau- und Energietechnologien und dem Einsatz innovativer Baustoffe zu verbinden. Das Ziel eines im besten Sinne nachhaltigen Bauens ist ein Mehr an Lebensqualität für alle. Gute Architektur trägt ganz entscheidend dazu bei. Die Bei­spiele veranschaulichen dies nicht nur am Tag der Architektur. Sie sind Teil einer schönen und lebendigen Baukultur in Deutschland. Dr. Barbara Hendricks Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor­sicherheit Foto: BMUB / Fotograf Harald Franzen 5 GRUSSWORT DER THÜRINGER MINISTERIN GRUSSWORT DER THÜRINGER MINISTERIN BIRGIT KELLER BIRGIT KELLER Auch 2015 werden am letzten Juniwochenende wieder tausende Besucherinnen und Besucher die 21. Auflage des Tags der Architektur nutzen, um Einblicke in interessante und zukunftsweisende Architekturprojekte zu erhalten. Das bundesweite Motto dieses Tages „Architektur hat Bestand“ weist darauf hin, dass Architektur die Zukunft unseres Zusammenlebens gestaltet und mitprägt. Das gilt überall dort, wo heute neue Bauwerke geplant und gebaut werden, die in den kommenden Jahren ihren Nutzern zur Verfügung stehen. Das gilt aber auch für die vielen vorhandenen Gebäude, die aufgrund ihrer architektonischen Qualität und Ästhetik zu erhalten und weiterzuentwickeln sind. ausgebildeten Experten der beste Weg ist, um für den Bauherrn und die Gesellschaft ein langfristig zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Als eine Art Leistungsschau trägt der Tag der Architektur auch dazu bei, das Interesse junger Nachwuchskräfte an den Architekturberufen zu wecken. Dabei wird beim Tag der Architektur gut vermittelt, dass es bei Architekten nicht nur um die planerische und konzeptionelle Arbeit im Büro geht, sondern immer auch um das Zusammenwirken mit den Bauherren. Gute Architektur entsteht nur bei gegenseitigem Verständnis und die Bedeutung des Architekten­ berufs besteht nicht zuletzt darin, Visionen zu ent­ wickeln und diese den Bauherren zu vermitteln. Architekten, Stadtplaner, Innen- und Landschaftsarchitekten laden in diesem Jahr ein, 73 Objekte in 32 Städten und Gemeinden des Freistaates zu erkunden. Sie wollen an ihnen demonstrieren, dass das Planen und Bauen mit den hierfür Als Infrastrukturministerin freue ich mich, dass sich auch zahlreiche öffentliche Kultur-, Bildungs- und Sporteinrichtungen am diesjährigen Tag der Architektur beteiligen. Bauen in öffentlicher Verantwortung ist eine soziale Aufgabe mit großer Tragweite und soll zugleich Zeichen setzen für die Bau­kultur im Land. Die öffentliche Verwaltung will hier eine Vor­bild­funktion übernehmen und schätzt die Architekten und Planer dabei als kompetente und verlässliche Partner. Die sachgerechte und qualitativ hochwertige Entwicklung der Vorhaben in angemessenem finanziellen Rahmen ist eine Aufgabe, die von ihnen mit viel Engagement und Kreativität gemeistert wird. Ich wünsche allen Interessierten spannende und lehrreiche Einblicke und hoffe, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeiten des Tags der Architektur nutzen. Birgit Keller Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft Foto: TMIL / Fotograf Jens Meyer 6 7 GRUSSWORT IM NAMEN DES VERANSTALTERS GRUSSWORT IM NAMEN DES VERANSTALTERS DR. HANS-GERD SCHMIDT DR. HANS-GERD SCHMIDT Die Architektur, die wir heute planen und bauen, ist der Bestand von morgen. Zeitgenössische Architektur muss deshalb immer auch zukünftigen Anforderungen genügen – muss Ansprüchen an Energie- und Ressourceneffizienz, Nutzungsflexibilität und Barrierefreiheit, an Raumklima, Wirtschaftlichkeit und vielem mehr gerecht werden. Wie das gelingen kann und welchen Anteil die Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner daran haben, das können Sie am besten beim Tag der Architektur – der größten Leistungsschau der Berufsstände – erfahren. Immer am letzten Juniwochenende öffnen Bauherren die Tü­ren, um gemeinsam mit ihren Planern ihre Vorhaben vorzustellen. Die Thüringer Architektinnen und Architekten beteiligen sich 2015 mit der Präsentation von 73 Projekten, die über das gesamte Bundesland verteilt sind und einen Querschnitt alltäglicher Bauaufgaben abbilden. Wie in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt auch diesmal auf den Wohnungsbauten sowie den Kultur- und Bildungseinrichtungen, die zusammen weit mehr als die Hälfte aller Objekte ausmachen. Von hohem Interesse sind für das Publikum 8 erfahrungsgemäß die Einfamilien- und Wohnhäuser, die vielfältige Anregungen für die eigenen Planungen liefern. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang vor allem den Bauherren und Nutzern, die bereit sind, ihre „eigenen vier Wände“ für die Allgemeinheit zu öffnen und Einblicke ins „Private“ zu gewähren. Auch wenn die überwiegende Zahl der gezeigten Bauwerke Neubauten sind – und das wohlgemerkt entgegen des Trends, denn schon heute entfallen nahezu drei Viertel aller Leistungen im Wohnungsbau in Deutschland auf den Bestand –, können sich die Besucher am Tag der Architektur 2015 auch einen Überblick über den kreativen Umgang mit dem Bestehenden verschaffen. Das mit dem „architektourpreis“ ausgezeichnete Wohnhaus in Erfurt-Hochheim sei hier beispielhaft genannt: Die gelungene Erweiterung eines ehe­ maligen Nebengebäudes der Kurklinik fußt auf einem einst verwahrlosten Plateau und überzeugt nun durch seine Materialsprache und ein ausgeklügeltes Raumgefüge. Im Ergebnis wurde ein vermeintlicher „Un-Ort“ vorbildlich zu einem neuen Lebensraum mit hoher Wohnqualität umgestaltet. Zum Tag der Architektur können Sie viele Bauwerke besichtigen. Nutzen Sie vorab diese Broschüre zur Orientierung. Auf unserer Website steht Ihnen in bewährter Form unser Routenplaner zur Verfügung, die „App“ der Bundesarchitektenkammer hilft Ihnen bei der Planung von unterwegs. Ich lade Sie herzlich ein, mit den Architektinnen und Architekten vor Ort in den Dialog zu treten und sich von neuer und bestehender Architektur inspirieren zu lassen. Ihr Dr. Hans-Gerd Schmidt Präsident der Architekten­kammer Thüringen 9 ANLIEGEN Mit dem zum sechsten Mal vergebenen „architektourpreis“ würdigt die Architektenkammer Thü­ ringen beispielhafte Architektur im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tag der Architektur“. Der Preis wird seit 2005 alle zwei Jahre ausgelobt. Unter den teilnehmenden Objekten aus den Jahren 2014 und 2015 kürte die Jury unter Vorsitz von Peter Frießleben einen Preisträger und sprach zwei Anerkennungen aus. Der „architektourpreis“ zielt weniger auf die Größe oder den gesellschaftlichen Rang der Projekte. Gesucht sind vielmehr Beispiele, die durch ihre funktionelle, formale oder technische Lösung überraschen, die originell sind oder verblüffend einfach, die auf besondere Weise auffallen oder eher bescheiden sind; Bauten, die vielleicht kompromisslos innovativ sind oder auf erfrischende Art Traditionsbewusstsein und Moderne miteinander verbinden. Der „architektourpreis“ soll die Vielseitigkeit alltäg- 10 licher Architekturaufgaben hervorheben. Das heißt, die Menge realisierter Vorhaben ins Blickfeld zu rücken, die für das allgemeine Qualitätsniveau der Architektur und damit der Baukultur in Thüringen mindestens so wichtig sind wie die großen, spektakulären Projekte. Mitglieder der Jury ˖˖ Jens Adloff, Architekt, Geschäftsführer RUWO Rudolstädter Wohnungsverwaltungsund Baugesellschaft mbH ˖˖ Peter Frießleben, Architekt und Innenarchitekt, Frießleben Architekten BDA, Halle (Saale) ˖˖ Dr. Hannes Hubrich, Architekt, Vorstandsmitglied Architektenkammer Thüringen ˖˖ Birgit Schindler, Redakteurin Mitteldeutscher Rundfunk ˖˖ Dirk Seelemann, Landschaftsarchitekt, fagus – FachGesellschaft für Umweltplanung und Stadtentwicklung mbH, Markkleeberg 11 PREISTRÄGER ERWEITERUNG WOHNHAUS „AUF DER MAUER“ ERFURT OT HOCHHEIM | AM HOLZBERG Planungsbüro – herrschmidt architektur, Erfurt | Entwufsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt Bauherr – privat Nach dem Brand des Kurhauses Hochheim im Jahr 2007 blieb auf dem verwahrlosten Plateau über der Gera nur ein schmales, massives Nebengebäude. Dieses wurde nun durch einen Anbau in Holzständerbauweise ergänzt. Dessen geschickt aneinander gefügte Kuben fallen durch den warmen Ton ihrer Holzverschalung über der hohen, teilweise ergänzten Natursteinmauer angenehm auf. Große Fensteröffnungen erlauben den Blick auf das Flusstal. Erst bei näherer Betrachtung der Innen­ räume erschließt sich dem Betrachter die Logik des Neubaus, der die vertikale und horizontale Erschließung des Altbaus übernimmt und weitere notwendige Räume zu einer fließenden Wohn­landschaft zusammenfügt. Hier beeindruckt der Entwurf durch ein phantasievolles und originelles Raumgefüge mit vielfältigen Blickbezügen. Ein gesundes Wohnklima war den Bauherren und Entwurfsverfassern ebenso wichtig wie die Berücksichtigung Erläuterungen der Architekten – Seite 34 12 ökologischer Aspekte in Konstruktion, Ausbau und Heizsystem. Betrüblich ist, dass es offensichtlich für die Solarthermieanlage auf dem Dach noch keine ansprechende Lösung gibt. Die Jury überzeugte neben den genannten Entwurfsqualitäten der Umstand, dass hier ein über Jahre aufgelassener Ort, dem seine Bedeutung abhandenkam, wieder eine Nutzung erfährt. Als Schlüssel für die gelungene und innovative Lösung wird die tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Ort und seinen Chancen angesehen. Die sehr geräumige Öffnung der Stützmauer für Zugang und PKW-Stellplätze beeinträchtigt zwar das Gesamtbild im Vergleich zur feinen Abstufung der oberen Gebäudeteile, doch wird besonders die Staffelung des Neubaus zum Hang des Steigerwalds als wohltuende Entscheidung für die Individualität der Lösung anerkannt. Dr. Hannes Hubrich, Jens Adloff Fotos: Marco Wicher 13 ANERKENNUNG GESTALTUNG GARTEN „BEN“ WEIMAR | GEORG-MUCHE-PLATZ 10 Planungsbüro – Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert Bauherr – privat Private Gärten sind eine sehr private Angelegenheit. Der Nutzer zeigt offen, was für ein Verhältnis er zu Natur und Gestaltung hat. Persönliche Vorlieben für Material, Pflanzen, Formen und Pflegeaufwand kommen zum Tragen. Viele Gärten bekommen ihren Charme erst nach ein paar Jahren, wenn die ersten Pflänzchen größer geworden sind und die Bewohner den Wohlfühlfaktor verstärken wollen. Der Garten „BEN“ hat diesen Schritt hinter sich: Nach einigen Jahren mit reduziertem Grün wurde eine Landschaftsarchitektin konsultiert, mit der gemeinsam ein Konzept entwickelt und umgesetzt wurde. Im Ergebnis steht eine beeindruckend klare Gartengestaltung. Die formale Strenge wird mit geschnittenen Hecken unterstützt, es entstehen Räume, die auch Rückzug ermöglichen. Fröhlich wippen dagegen Stauden im Wind, bringen Kombinationen von Blütenfarben verschiedene Stimmungen zum Ausdruck. Unsichtbar bleiben die Hilfsmittel für eine opti­male Bewässerung und Rasenpflege. Einige Stunden zusätzlicher manueller Aufwand lohnen sich unbedingt für viele Stunden Erholung und den immer wieder erfreulichen Blick aus den Wohn­räumen. Trotz seiner Klarheit strahlt der Garten einen romantischen Charme aus, der den Betrachter sofort einnimmt. Und das ist wohl auch das Spannungsfeld, das potentielle Bauherren und Gartennutzer in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten am besten erreichen können. Dirk Seelemann Terrasse und Gartenzugang Gartenblick im August | Foto: Bauherr Eingangssituation | Fotos: M. Trebert Erläuterungen der Architekten – Seite 45 14 15 ANERKENNUNG UMBAU PRAXIS FÜR ORTHOPÄDIE UND SPORTMEDIZIN ERFURT | TSCHAIKOWSKISTRASSE 24 Planungsbüros – ADOBE Architekten + Ingenieure GmbH, Erfurt | herrschmidt architektur, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Schodlok | Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt Bauherr – Dr. Michael Schuh und Dr. Christian Geßner, Erfurt Der Beitrag des Entwurfsverfassers und Architekten Matthias Schodlok befasste sich mit einer klassischen Innenarchitekturaufgabe. Eine vormals als Büroeinheit genutzte Fläche sollte zu einer Praxis für Orthopädie und Sportmedizin umgestaltet werden. Der für die Innenraumgestaltung verantwortlich zeichnende Architekt Thomas Schmidt hatte das Ziel, eine auf den Arbeitsablauf der Praxis abgestimmte leichte und lichte Raumfolge mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Es ist nicht nur gelungen, eine zur Nutzung passende und spielerisch ablesbare Gestaltung umzusetzen, sondern vielmehr wird eine beispielhafte innenarchitektonische Qualität gezeigt, die durch Reduktion auf wenige und wichtige Gestaltungs- elemente – Oberflächen und Farben – ein klares, selbsterklärendes Raumgefüge für den Besucher und Patienten schafft. Die ursprüngliche Mittel­gang­ lösung des Bürogebäudes wurde durch einfache, aber gekonnte Einbauten zum Besucher und Wartebereich hin geöffnet und schafft Wohlfühl­ atmosphäre. Die Jury war sich einig, diese Arbeit in Form einer Anerkennung als gelungenes Beispiel für eine klassische Innenarchitekturaufgabe mit hoher Innenraumqualität, aber dennoch zurückhaltender Einfachheit zu würdigen. Erläuterungen der Architekten – Seite 20 in der Broschüre „Tag der Architektur 2014“ 16 Peter Frießleben Fotos: Marcel Krummrich 17 ÜBERSICHT PROJEKTE IN MITTELTHÜRINGEN Erfurt – Umbau / ­Innenraumgestaltung Messe-Restaurant – Seite 21 Erfurt – Erweiterung Kindertagesstätte „Haus der Grashüpfer“ – Seite 22 Erfurt – Neubau Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“ – Seite 23 PROJEKTE MITTELTHÜRINGEN Erfurt – Instandsetzung / ­Modernisierung Wohnhäuser – Seite 24 Erfurt – Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus – Seite 25 Erfurt – Neubau Mehrgenerationenwohnhaus „Haus am Bache“ – Seite 26 Weißensee Ilmtal-Weinstraße Kromsdorf Gotha Erfurt Weimar Erfurt – Neubau Wohn- und Begegnungshaus „MIA“ – Seite 27 Erfurt – Umbau Regelschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 28 Erfurt – Neubau Wohnhaus Zeppelinstraße – Seite 29 Erfurt – Neubau Wohnhaus „Stadtblick“ – Seite 30 Erfurt – Neubau Stadtvilla Barbarossahof – Seite 31 Erfurt – Neubau Wohnhaus „H6“ – Seite 32 Ilmenau Wolfsberg Erfurt – Neubau Einfamilienhaus Barbarossahof 7 – Seite 33 Erfurt – Erweiterung Wohnhaus „Auf der Mauer“ – Seite 34 Erfurt – Gestaltung Garten mit Sommerküche Universität Erfurt – Seite 35 Weimar – Sanierung / ­Erweiterung Staatliches Berufsbildungszentrum Weimar – Seite 36 Weimar – Neubau Digitallabor – Seite 37 Weimar – Freiflächengestaltung Herderplatz – Seite 38 Weimar – Denkmalpflegerische Instandsetzung Orangerie Belvedere – Seite 39 Weimar – Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar – Seite 40 Weimar – Umbau Mehrzweckgebäude – Seite 41 19 Weimar – Neubau Kindergarten – Seite 42 UMBAU / ­I NNENRAUMGESTALTUNG MESSE-RESTAURANT Weimar – Neubau Kinderkrippe – Seite 43 ERFURT | GOTHAER STRASSE 34 Weimar – Neubau Einfamilienhaus Familie Uebbing – Seite 44 Weimar – Gestaltung Garten „BEN“ – Seite 45 Planungsbüro – VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt Ilmtal-Weinstraße – Erweiterung Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“ – Seite 46 Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sven Enenkel Kromsdorf – Neubau Funktionsgebäude Sportplatz (Erster Bauabschnitt) – Seite 47 Bauherr – Messe Erfurt GmbH Gotha – Umbau Winterpalais in Stadtbibliothek „Heinrich Heine“ – Seite 48 Fertigstellung – 02 / ­2013 Weißensee – Instandsetzung / ­Umbau Stadtkirche St. Peter und Paul – Seite 49 Ilmenau – Sanierung Berg- und Jagdhotel Gabelbach – Seite 50 Wolfsberg – Erweiterung Wohnraum – Seite 51 Die Aufgabe bestand darin, das ehemalige Messe-Bistro zu einem Restaurant mit neuer, angenehmer Atmosphäre zu ver­wandeln und seine Gastro-Küche sowie die WC-Anlagen zu erweitern. Eine schwarze Wandverkleidung als Einbau­möbel, mit Kupfer ausgekleidete Nischen und ein edler dunkler Eiche­ boden treffen im neuen Messe-Restaurant auf eine weiße Lamellen-Akustikdecke sowie einen weißen, hinterleuchteten Tresen aus Hi-Macs und weiße Sitzmöbel. Foto: Vitaminoffice Architekten 20 21 ERWEITERUNG KINDERTAGESSTÄTTE „HAUS DER GRASHÜPFER“ NEUBAU KINDERTAGESSTÄTTE „MITTELHÄUSER SPATZEN“ ERFURT OT GISPERSLEBEN | AM KILIANIPARK 3 ERFURT OT MITTELHAUSEN | FRIEDRICH-NEUMEYER-STRASSE 1 Planungsbüros – architektur-design-Linse, Erfurt | Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Gundula Linse Planungsbüro – VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt Bauherr – Landeshauptstadt Erfurt, vertreten durch das Amt für Grundstücks- und Gebäudeverwaltung Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sven Enenkel Fertigstellung – 03 / ­2015 Bauherr – AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH, Erfurt Fertigstellung – 11 / ­2013 Südostansicht Der Kindergarten liegt verkehrsberuhigt direkt am Kilianipark in Erfurt-Gispersleben, umgeben von einem großen Grundstück mit altem Baumbestand. Ein Kindergarten ist ein Ort der Begegnung und Kommunikation. Der Bildungs­träger bietet mit einem offenen Konzept durch verschie­dene 22 Bildungsangebote und Projektthemen Raum für ideenreiches Spiel, Bewegung, Phantasie und Spiel an – ähnlich einem Baukastensystem. Entsprechend sollte sich der Entwurf danach richten. Ziel war es, den alten Baumbestand möglichst vollständig zu erhalten und die verbleibenden Freiräume zu nutzen. So gruppieren sich die Räume in lockerer Weise um einen Spiel- und Begegnungsflur. Die einzelnen Raumkuben sind auch von außen erlebbar und schaffen unterschiedliche Funk­ tionsbereiche. Kleine Terrassenflächen, die den Gruppen individuell zugeordnet sind, bieten separate Freibereiche als Übergang zum gemeinsamen Spiel im Außengelände. Die Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“ ist ein Ersatzneubau für eine bestehende Kita im Ortskern. Der Neubau bietet nun Platz für maximal 65 Kinder, davon zwölf Plätze für Kinder unter drei Jahren. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche wird die Kindertagesstätte mit zum zentralen Ort von Mittelhausen. Der Baukörper ist ein eingeschossiger Flachbau, der sich durch seine in der Höhe gestaffelten Bauteile in die Kleinteiligkeit des Ortes einpasst. Im höchsten Teil befinden sich die zentrale Piazza und der Bewegungsraum, in den mittelhohen Bereichen die Gruppenräume und im niedrigsten Bereich die Nebenräume. Die Piazza mit ihren großen Oberlichtern ist der Mittelpunkt der neuen Kita. Hier ist Raum zum Foto: Vitaminoffice Architekten gemeinsamen Essen, Spielen und für gruppenübergreifende Beschäftigung. Die Gruppenräume orientieren sich alle nach Süden zum Garten. Ein großes Schaufenster zur Straße, verschiedene Eck- und Erkerfenster bieten einen Bezug zum Ort und dienen den Kindern zur Orientierung. 23 INSTANDSETZUNG / ­MODERNISIERUNG WOHNHÄUSER NEUBAU KINDERTAGESSTÄTTE UND WOHNHAUS ERFURT | JAKOB-KAISER-RING 14–54 ERFURT | LAUENTOR 5 Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. Frank Pfefferlein Entwurfsverfasser – Dr.-Ing. Thomas Eberlein | Dipl.-Ing. Felix Harbig Bauherr – Wohnungsbau-Genossenschaft „Erfurt“ e. G. Bauherr – Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, Erfurt Fertigstellung – 03 / ­2015 Fertigstellung – 07 / ­2014 Die Liegenschaft Jakob-Kaiser-Ring 14 bis 54 liegt im Norden Erfurts im Stadtteil Roter Berg. Der Rote Berg ist ein „Plattenbaugebiet“, das in den Jahren 1978 bis 1981 durch das Wohnungsbaukombinat Erfurt erstellt wurde. Das Areal war zu seiner Errichtung aufgrund seiner städtebaulichen Anlage mit den vier autarken Ringen und der zentralen Grün- und der quer dazu verlaufenden Versorgungsachse eine Besonderheit in der Plattenbaugeschichte der DDR. Das Wohngebiet soll in einem der Wohnungsbau-Genossenschaft „Erfurt“ entsprechenden höheren Standard entwickelt werden. Das Ziel ist, gut vermietbare Wohnhäuser mit „gesunder“ Mieterstruktur jeder Altersgruppe zu gewährleisten bzw. zu bewahren. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf eine barrierefreie Erschließung des Erdgeschosses, auf eine sinnvolle energetische Sanierung der Gebäudehülle und die komplette Neugestaltung der Außenbereiche gelegt. Balkonsanierung und -erweiterung Häuser 18 bis 25 | Foto: Michael Miltzow 24 Im Brühl, einem ehemals industriell genutzten Gebiet, entwickelt die Landesentwicklungsgesellschaft einen neuen Stadtteil. Um auch soziale Aspekte zu berücksichtigen, wurde die Idee einer Betriebs-Kita geboren. Es entstand eine zweigeschossige Kindertagestätte für 120 Kinder. Darüber befinden sich zehn Eigentumswohnungen im Standard KfW-Effizienzhaus 40. Das Gebäude besitzt eine Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen. Der Krippenbereich im Erdgeschoss verfügt über einen direkten Zugang zu den Spielflächen, der darüberliegende Bereich über eine Dachterrasse. Eine große Spielfläche wurde aufgrund der beengten Situation seitlich des Gebäudes vorgesehen. Die äußere Gestalt des Hauses richtet sich nach den strikten Vorgaben des Bebauungsplans. Das Dachgeschoss wurde mit Fassadenpaneelen, das Erdgeschoss mit Keramikverblendung verkleidet. Im Gebäude wurden Fenster aus Holz mit außenliegendem Sonnenschutz als Raffstore verwendet. Kindergarten mit Wohnungen | Foto: Michael Miltzow 25 NEUBAU MEHRGENERATIONENWOHNHAUS „HAUS AM BACHE“ NEUBAU WOHN- UND BEGEGNUNGSHAUS „MIA“ ERFURT OT HOCHHEIM | AM BACHE 7 ERFURT | BRÜHLER STRASSE 39 Planungsbüro – Hauschild-Architekten BDA, Erfurt Planungsbüro – Hauschild-Architekten BDA, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sabine Hauschild Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sabine Hauschild Bauherr – Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Erfurt e. V. Bauherr – Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Erfurt e. V. Fertigstellung – 08 / ­2013 Fertigstellung – 08 / ­2013 Foto: Sabine Hauschild 26 Am Standort eines ehemaligen Dreiseitenhofes entstand ein Mehrgenerationenwohnhaus mit integrierter Tagesförderung für Menschen mit geistiger Behinderung. Das Gebäude am Ortsrand von Erfurt-Hochheim, nahe dem Luisenpark, verfügt über barrierefreie Zwei- bis Fünfraumwohnungen mit großzügigen Loggien. Die Grund­riss­figur des Dreiseitenhofes wurde wieder aufgenommen, auch um die notwendige innere Verbindung der Gebäudeteile gewährleisten zu können. Der Innenhof ist Erschließungs-, Aufenthalts- und Kommunikationsbereich für Bewohner und Teilnehmer der Tagesförderung zugleich. Mit seinen zwei Geschossen und den ortstypischen Satteldächern nimmt der Entwurf Rücksicht auf die umgebende dörfliche Bebauung. Der Neubau stellt die geschlossene Zeilenbebauung der östlichen Seite der Brühler Straße wieder her. Mit seinen vier Vollgeschossen und dem ausgebauten Dach fügt er sich in die umgebende Bebauung ein. Die gleichmäßige symmetrische Fenstergliederung nimmt sowohl Bezug auf den historischen Bestand als auch den Neubau des Sparkassen-Finanzzentrums. Durch die vertikale Fensteranordnung und den Erker wird das Gebäude spannungsvoll gegliedert. Im Erdgeschoss befindet sich das Begegnungscafé „MIA“. Es wird ergänzt durch Club- und Vortragsräume im ersten Obergeschoss, mit denen es durch eine Innentreppe verbunden ist. In den oberen drei Etagen befinden sich fünf barrierefreie Wohnungen für Wohngemeinschaften. Mit großzügigen Verglasungen und Balkonen öffnen sich die Wohnungen zum Innenhof. Die PKW- und Fahrradstellplätze sind in einem Teilbereich des Erdgeschosses untergebracht. Ansicht Brühler Straße | Foto: Lutz Hauschild 27 UMBAU REGELSCHULE IN BARRIEREFREIE WOHNANLAGE NEUBAU WOHNHAUS ZEPPELINSTRASSE ERFURT | HECKENROSENWEG 2 ERFURT | ZEPPELINSTRASSE 12 / ­13 Planungsbüro – Projektscheune – Lönnecker & Diplomingenieure, St. Kilian Planungsbüro – hks Hestermann Rommel Architekten + Gesamtplaner, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Jens Lönnecker | Dipl.-Ing. (FH) Georg Möller Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Ulf Hestermann Bauherr – Wohneigentümergemeinschaft Heckenrosenweg 2, Erfurt Bauherr – Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e. V., Erfurt Fertigstellung – 03 / ­2014 Fertigstellung – 02 / ­2015 Südwestansicht | Foto: Projektscheune Wohl an kaum einem Gebäude ist der demografische Wandel so gut ablesbar wie an einer leer stehenden Schule. Wo gestern noch Kinderlachen 28 durch die Gänge hallte und Schüler in den Bank­ reihen beim Lernen schwitzten, künden heute lediglich bemalte Wände und zurückgelassenes Mobiliar von der einstigen Funktion. So auch in der vormaligen Regelschule im Erfurter Heckenrosenweg, gelegen am Wiesenhügel und nur wenige Gehminuten vom Ortsteilzentrum entfernt. Die Stadt Erfurt lobte zum „Wohnen im Klassenzimmer“ ein Interessensbekundungsverfahren aus, das die Arbeiterwohlfahrt Thüringen und die gleichfalls in Erfurt ansässige Wohnungsbaugenossenschaft „Gut Heim“ für sich entscheiden konnten. Der Spatenstich erfolgte im März 2012. Bereits im Herbst des darauf folgenden Jahres fanden etwa 70 Bewohner ein neues Zuhause. Der Erfolg des Projektes offeriert Lust auf mehr und fand mit dem Thüringer Zukunftspreis 2014 eine würdige Anerkennung. Der Wohnungsneubau am südlichen Erfurter Stadtrand umfasst elf Wohneinheiten mit Garten bzw. Loggia. Dazu gehören 15 Tiefgaragenstellplätze. Ziel des Entwurfes war es, mit einer möglichst differenzierten, kleinteiligen Gebäudekubatur die Baulücke zwischen einer Villa und einem Einfamilienhaus zu schließen. Dies wird durch die Anordnung von drei Einzelbaukörpern erreicht, die mit zwei zurückgesetzten, transparenten Treppenhäusern inklusive Aufzug miteinander verbunden sind. Die gläserne Fuge mündet über den drei Wohnwürfeln in zwei Penthäusern aus einer leichten Stahl-Holz-Konstruktion. Die Wohnungen sind hochwertig ausgestattet mit Parkett, Fußbodenheizung und vollflächigen, bodentiefen Fenstern zur Südseite. Durch die Reduzierung tragender Bauteile innerhalb der Wohnungen entstanden hochflexible Grundrisse. Das Gebäude wurde im Standard KfWEffizienzhaus 70 errichtet. Solarthermie und GasBrennwertkessel sorgen für ausreichend Wärme. Nordseite mit Eingangsbereichen | Foto: Thomas Weiß, architecture-visual 29 NEUBAU WOHNHAUS „STADTBLICK“ NEUBAU STADTVILLA BARBAROSSAHOF ERFURT OT MARBACH | OTTO-LINNE-STRASSE 2 ERFURT | BARBAROSSAHOF 6 Planungsbüro – Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure, Erfurt Planungsbüro – Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl.-Ing. (FH) Thomas Weiß | Dipl.-Ing. Stefanie Madsack Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Thomas Weiß | Dipl.-Ing. (FH) Christian Kaiser | Dipl.-Ing. Stefanie Madsack Bauherr – privat Bauherr – Bauherrengemeinschaft Barbarossahof, Erfurt Fertigstellung – 10 / ­2013 Fertigstellung – 07 / ­2014 Südansicht | Foto: Haus-mit-Zukunft Ziel war es, eine freie Form als Antwort auf die größtenteils monotone Architektur der Marbacher Baugebiete zu finden. Die Funktionen im Inneren, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Eigentümer und den Möglichkeiten der örtlichen Lage, prägten dabei die Grundideen. Dabei war es vor allem der 30 fantastische Stadtblick, der immer wieder inszeniert wurde. Nachteilige Grundstückssituationen wurden zum Vorteil umgekehrt. Der Wohnbereich im Erdgeschoss wurde offen und großzügig gestaltet und lässt sich durch eine Faltanlage nach außen erweitern. Zentrales Element ist die in der Galerie freistehende Treppe. Das Wohnkonzept wurde perfekt auf die Nutzer abgestimmt, Bäder wurden individuell gestaltet, Einbaumöbel entworfen. Materialien wurden auf immer wiederkehrende Themen reduziert. Die Gebäudehülle ist optimal gedämmt. Wärmepumpe und Lüftungsanlage runden das Energiekonzept ab. Um den Strombedarf zum Teil selbst abzudecken, wurde eine Photovoltaik­ anlage in die Dachfläche integriert. Aufgabe war die Planung und Umsetzung eines Mehrfamilienhauses für eine private Bauherrengemeinschaft. Neben einer zeitgemäßen Architektur waren eine wirtschaftliche Bauweise und ein niedriger Energieverbrauch gewünscht. So wurde eine moderne Stadtvilla mit sechs Wohneinheiten zwischen 55 und 160 Quadratmeter Wohnfläche entwickelt. Für jede Einheit wurde ein eigenes Innenraumkonzept erarbeitet und je nach Nutzung ausgestattet. So entstanden individuelle Wohninseln ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen der einzelnen Bauherren. Acht Stellplätze befinden sich in der Tiefgarage. Über einen Aufzug werden alle Etagen barrierefrei erreicht. Als KfW-Effizienzhaus 55 konzipiert, wurde das Gebäude optimal gedämmt. Sowohl passive solare Gewinne durch die großen Südfenster als auch eine aktive solare Nutzung mittels Photovoltaikanlage senken den Foto: Haus-mit-Zukunft Energiebedarf weiter. Abgerundet wurde das Energiekonzept durch Nutzung der örtlichen Fernwärme und den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung. 31 NEUBAU WOHNHAUS „H6“ NEUBAU EINFAMILIENHAUS BARBAROSSAHOF 7 ERFURT | BARBAROSSAHOF 13 ERFURT | BARBAROSSAHOF 7 Planungsbüro – dma deckert mester architekten, Erfurt Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Joachim Deckert | Dipl.-Ing. Rainer Mester Planungsbüro – VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Architekten und Ingenieure Partnerschaft, Erfurt Bauherr – privat Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Sven Enenkel Fertigstellung – 09 / ­2014 Bauherr – privat Fertigstellung – 09 / ­2014 Eingangsfassade von Nordwest | Foto: dma 32 Die Westflanke des einstigen Kasernengeländes wurde mit einer Reihe von Einfamilienhäusern geschlossen. Der strenge Bebauungsplan sah freistehende Einfamilienhäuser mit 3,5 Meter breiten Zwischenräumen vor. Wir wählten eine der beiden zulässigen Weißtöne für die Fassade und setzten das Sockelgeschoss mit hellen Klinkern ab. Über einen Tiefhof mit Freitreppe werden die Untergeschossräume belichtet. Das Untergeschoss ist variabel nutzbar und so vorgerüstet, dass aus der „Kinderetage“ entweder eine separate Wohneinheit oder eine Wellnesszone entstehen kann. Die durchbindende Wohn­ebene und der Elterntrakt sind im Obergeschoss untergebracht. Von der offenen Wohnküche öffnet sich der Blick über die Stadt. Den begehrten Domblick eröffnet die geräumige Dachterrasse, die eine Hälfte des Daches einnimmt. Das Haus erfüllt hohe Ansprüche an Energie­effizienz: Es verfügt über eine Solar- und Photovoltaikanlage, eine Eisspeicher­ heizung und eine Regenwasserzisterne. Das neue Einfamilienhaus im Barbarossahof inmitten der Erfurter Innenstadt bietet Platz für eine vierköpfige Familie und verbindet die Vorzüge eines Eigenheims mit den Qualitäten der Stadt. Helle, lichte Wohnräume mit einem starken Bezug zum Außenraum waren der Wunsch der Bauherren. Großzügige anthrazitfarbene Holz-Alu-Fensterelemente, die Ausblicke ins Grün bieten, setzen Akzente in den von weißen Einbaumöbeln und hellen Bodenbelägen geprägten Räumen. Foto: Vitaminoffice Architekten 33 ERWEITERUNG WOHNHAUS „AUF DER MAUER“ GESTALTUNG GARTEN MIT SOMMERKÜCHE UNIVERSITÄT ERFURT ERFURT OT HOCHHEIM | AM HOLZBERG ERFURT | NORDHÄUSER STRASSE 63 Planungsbüro – herrschmidt architektur, Erfurt Planungsbüro – PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Thomas Schmidt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker Bauherr – privat Bauherr – Universität Erfurt Fertigstellung – 04 / ­2014 Fertigstellung – 03 / ­2015 Ein Altbau, auf der Terrasse des ehemaligen Kurhauses in Erfurt-­Hochheim gelegen, wurde durch einen Erweiterungsbau zu einem Wohnhaus ertüchtigt. Da der Altbau nur eine lichte Raumtiefe von 3,60 Meter besitzt, wurde über den Neubau die nicht vorhandene vertikale und horizontale Erschließung organisiert und die Wohnfläche erweitert. Die reizvolle Topografie der bestehenden Natursteinterrasse zwischen Fluss und Steigerwald ist das bestimmende Thema. Ein Luftraum über der Außentreppe verbindet entlang der Hauptfassade den Zugangshof mit den Ebenen des Gebäudes. Zwei auskragende Volumen, die Spielgalerie und das Zwischenpodest der gegenläufigen Innentreppe, schieben sich in diese Er­ schließungs­fuge. Vielfältige Blickbezüge zwischen den einzelnen Ebenen werden möglich, Innen- und Außenräume fließen ineinander. Der Wohnraum entwickelt sich im Inneren vertikal entlang der Fuge und öffnet sich über große Fensterflächen ins Geratal. Das Gebäude ist nachhaltig als Holzrahmenbau mit Holzweichfaserdämmung und Lehminnenputz ausgeführt. Die Außenfläche des einstigen Kindergartens im „Lehrgebäude 2“ sollte eine neue, zeitgemäße Nutzung erhalten. Die denkmalgeschützte Originalsubstanz aus den 1960er Jahren war zu beachten. Die barrierefreie Anlage kann mit Multifunktionsfläche, Boule-Platz, Sommerküche und Sitzbereichen für temporäre Veranstaltungen wie Sommerkino oder Partys genutzt werden. Eine Hainbuchenhecke und die vorhandene Kalksteinmauer umrahmen die Anlage. Zugangswege sowie Fläche an der Außenküche wurden gepflastert. Die vorhandenen polygonalen Natursteinplatten wurden am BoulePlatz, Betonplatten am Sitzbereich verlegt. Die Multifunktionsfläche erhält eine wassergebundene Wegedecke. Die Ausstattung besteht aus Betonbänken und einer vier Meter langen Außenküche aus Edelstahl. Ein Sonnensegel kann nachgerüstet werden. Der originale Baumbestand bleibt erhalten, Foto: PSL Landschaftsarchitekten Rasenflächen werden von Stauden und Gräsern ergänzt. Der erhaltene Süßkirschenbaum bereichert künftige Sommermenüs. Die Betongefäße erhalten eine Wechselpflanzung. Foto: Marco Wicher 34 35 SANIERUNG / ­E RWEITERUNG STAATLICHES BERUFSBILDUNGSZENTRUM WEIMAR NEUBAU DIGITALLABOR WEIMAR | LÜTZENDORFER STRASSE 10 WEIMAR | BAUHAUSSTRASSE 7 Planungsbüros – Hartmann + Helm Planungsges. mbH, Weimar | Junk & Reich Architekten BDA Planungs­ ges. mbH, Weimar | W&R Wittig & Rietig Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH, Weimar Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Michael Schanné Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Ulrich Helm Bauherr – Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt Bauherr – Stadt Weimar, vertreten durch das Amt für Gebäudewirtschaft Fertigstellung – 04 / ­2014 Planungsbüro – AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern Fertigstellung – 01 / ­2015 Hauptzugang zum Campus | Foto: Hartmann + Helm / ­Junk & Reich Auf einem ehemaligen Kasernengelände wurden die bisher getrennt untergebrachten Schulteile des Berufsbildungszentrums auf einem gemeinsamen 36 Campus zusammengeführt. Ein 1935 errichtetes Gebäude wurde grundlegend saniert und um einen separaten Neubau ergänzt. Der eingeschossige Neubau beherbergt die Verwaltung sowie Unterrichtsräume mit Werkstattcharakter für die Ausbildung in Anlagenmechanik, Umwelttechnik und Bauberufen. Im umgebauten Bestandsgebäude befinden sich allgemeine Unterrichtsräume, Fachkabinette sowie Umkleideräume. Für die Nutzung als Schulgebäude wurden zwei zusätz­ liche Treppenräume eingebaut. Komplett erneuert wurde das Dachgeschoss. Nach dem Rückbau der Bestandskonstruktion wurde eine neue Ebene mit großen, gut belichteten Atelierräumen und einem Mehrzweckraum geschaffen. Die gegliederte Fassade aus Aluminiumverbundtafeln schließt die gestalterische Klammer zum neuen Gebäude auf dem Campus. Der Entwurfsgedanke des Digitallabors für die Bau­ haus-Universität Weimar basiert auf dem Masterplan aus dem Jahre 1999, der die Campusbebauung städtebaulich regelt. Die Gebäudekubatur entsteht in Anlehnung an die ausgeführten Werkstatthäuser aus den Jahren 2000 bis 2001. Das Gebäude beinhaltet Laborräumlichkeiten für digitale Gestaltungsbereiche wie Modellierung und Simulation. Ergänzt werden die Mediabereiche durch seminaristische MeetingRäume. Mitarbeiter: Arnulf Bark, André Korn. Örtliche Bauleitung: Dipl.-Ing. Matthias Münz. Nordfassade | Foto: AV1 Architekten GmbH 37 FREIFLÄCHENGESTALTUNG HERDERPLATZ DENKMALPFLEGERISCHE INSTANDSETZUNG ORANGERIE BELVEDERE WEIMAR | HERDERPLATZ WEIMAR | SCHLOSS BELVEDERE Planungsbüro – Schegk Landschaftsarchitekten + Stadplaner, Haimhausen Entwurfsverfasser – Dipl.-Wirtsch.-Ing. Ludwig Schegk Planungsbüros – Arge Orangerie: Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA / ­Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl GbR, Weimar | DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar Bauherr – Stadt Weimar, vertreten durch das Bau-, Grünflächen- und Umweltamt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Christiane Hille | Dr.-Ing. Lutz Krause Fertigstellung – 03 / ­2014 Bauherr – Klassik Stiftung Weimar Fertigstellung – 12 / ­2014 Übersicht | Foto: Jürgen Creutzburg 38 Vergangenheit bewahren – Zukunft gestalten: Weimarer Klassik, Bauhaus, Goethes Garten – das sind Zauberworte für Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, die für Weimar gestaltend und bauend tätig werden dürfen. Dies gilt umso mehr, wenn es sich dabei um das Herz der Stadt, den Herderplatz, handelt. Einmal im historischen Stadt­boden graben zu dürfen, den schon Goethe in seiner Zeit als Baurat in Weimar hat pflastern lassen, da bleibt eine gewisse Ehrfurcht nicht aus. Das bedeutet – auch nach dem Gewinn des ersten Preises im Realisierungswettbewerb 2010 – eine besondere Herausforderung, handelt es sich doch um die historische Keimzelle der heimlichen Hauptstadt deutscher Bau- und Sprachkultur. Im Vordergrund steht weniger die entwerferische Gestik der Landschaftsarchitekten als vielmehr die Rückgewinnung eines Stadtraumes, der irgendwie schon immer da war. Seit 1998 sind Schloss, Orangerie und Schlosspark Belvedere Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Geprägt wird das bauliche Ensemble durch das mittig angeordnete Gärtnerwohnhaus, die beiden gekrümmten Orangerieflügel und das Orangerieparterre. Die Instandsetzung folgte dem Grund­satz des weitgehenden Rückgriffs auf Originalsubstanz, zum Beispiel mit der Erneuerung der Stampflehmböden, der Kasten- und Verbundfenster und der für Belvedere typischen Kanalheizung. Beim ehemaligen Gärtnerwohnhaus konnte die Rück­gewinnung historischer Gebäudestrukturen als Büro- und Ausstellungsräume mit der barrierefreien Erschließung verbunden werden. Die als Ruine am Parkrand gelegene Große Grotte wurde in das UNESCO-Sanierungsprogramm integriert. Neben der baulichen Sicherung und denkmalpflegerischen Konservierung fanden hier umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen statt. Dabei wurde das für eine Grotte charakteristische Element Wasser unter Verwendung geborgener Bauteile in freier Gestaltung wieder eingefügt. Blick in den Orangeriehof | Foto: Alexander Burzik 39 INNENRAUMGESTALTUNG DOROTHEENHOF WEIMAR UMBAU MEHRZWECKGEBÄUDE WEIMAR | DOROTHEENHOF 1 WEIMAR | FRIEDENSSTRASSE 42 Planungsbüros – GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena | Architekturbüro Caspari, Meiningen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Ulrich Junk Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Gisbert Bachrodt Bauherr – W-Casa GmbH & Co. KG, Ilmenau Bauherr – Hotel Dorotheenhof Weimar GmbH Fertigstellung – 02 / ­2015 Planungsbüro – Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH, Weimar Fertigstellung – 09 / ­2014 Mastersuite | Foto: GiSi.architecture Das Vier-Sterne-Superior-Hotel, einstiges Anwesen des Rittmeisters Carl von Kalckreuth, liegt idyllisch im eigenen Park. Es gehört in die Gruppe der 40 Romantikhotels und wurde entsprechend neu ausgestattet. Die Hauptaufgabe bestand darin, die Zielgruppe der „Romantiker“ zu definieren und das Hotel mit der gekrönten Küche des Hauses zu verschmelzen. Die Strukturen und Gliederungen des Gebäudes wurden angenommen und im Sinne der Gutsarchitektur überarbeitet. Alle Zimmer verfügen über einen zeitgemäßen Ausstattungsstandard. Die Möbel, die speziell für das Hotel entworfen wurden, orientieren sich an klassischen Formen und dienen als „ruhiges“ Mobiliar, um die Architektur mit ihren Stuckleisten und die üppigen Wandbeläge zur Geltung kommen zu lassen. Akzente wurden im Bereich der Sitzmöbel gesetzt: Hier sind aufwendig verarbeitete, schwere Stoffe mit Goldeinwebung zum Einsatz gekommen. Die Farbigkeit der Innenausstattung orientiert sich – in Kontrast zur grünen Parklandschaft – an erdigen Farbtönen. Das „Mehrzweckgebäude Friedensstraße 42“ ist ein zu Beginn der 1980er Jahre erstellter, fünfgeschossiger Stahlbeton-Fertigteilbau. Das Gebäude wurde in den 1990er Jahren durch Aufbringen eines Wärme­dämmverbundsystems energetisch ertüchtigt. Nun wurde die Erschließung des Grundstücks und des Gebäudes im Zusammenhang mit dem bereits errichteten „Parkdeck Friedensstraße 42“ überarbeitet: Nach Abbruch der vorgestellten Treppenanlage und behutsamer Geländemodellierung wurde der Haupteingang ins Untergeschoss verlegt. Von hier erreicht man über das neu geschaffene Foyer einen Aufzug sowie das Sicherheitstreppen­ haus. Die Eingriffe dienten der Anpassung an aktuelle Vorgaben des Brandschutzes sowie der Verbesserung des Komforts und der Barrierefreiheit. Das Gebäude wird unverändert als Mehrzweckgebäude genutzt. Neben der Verwaltung des Ansicht Friedensstraße | Foto: M. Bormann Was­serversorgungszweckverbandes befinden sich die Regional­ver­wal­tung 9 der BAD GmbH sowie andere Einrichtungen und Praxen des Gesundheitswesens im Gebäude. 41 NEUBAU KINDERGARTEN NEUBAU KINDERKRIPPE WEIMAR OT LEGEFELD | PARKALLEE 1A WEIMAR | LYONEL-FEININGER-STRASSE 11 Planungsbüro – VIERQUADRAT ARCHITEKTEN, Weimar Planungsbüro – VIERQUADRAT ARCHITEKTEN, Weimar Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Torsten Carl Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Torsten Carl Bauherr – Hufeland-Träger-Gesellschaft-Weimar mbH Bauherr – Hufeland-Träger-Gesellschaft-Weimar mbH Fertigstellung – 01 / ­2015 Fertigstellung – 12 / ­2013 Südwestansicht | Foto: Torsten Carl Der Bau erfolgte mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2013–2014“. Der Kindergarten wurde zwei42 geschossig mit ausgebautem Satteldach konzipiert und verfügt über eine Holzpelletheizung sowie eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Eine Photovoltaikanlage hilft, die Betriebskosten zu minimieren. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung werden um circa 40 Prozent unterschritten. Im Erdgeschoss ist Platz für zwei Gruppen zu je zehn Kindern bis drei Jahre. Im Obergeschoss sind insgesamt 30 Plätze für größere Kindergartenkinder vorhanden. Es stehen fünf Funktionsräume für Bauen, Bewegen, Kreativität, Rollenspiel und das Kinderrestaurant zur Verfügung. Eine vorgesetzte Balkonanlage ermöglicht den direkten Zugang aus den oberen Gruppenräumen in den Außenbereich und dient zugleich als zweiter Rettungsweg. Während die Innenräume des Gebäudes teilweise auch mit intensiven Farbflächen gestaltet sind, wurde die Fassade in großen Bereichen mit einer unbehandelten Lärchenholzverkleidung versehen. Die Krippe mit 40 Plätzen wurde mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2008–2013“ gefördert. Das Gebäude ist zweigeschossig mit ausgebautem Satteldach und in regionaler Bauweise errichtet. Durch seine Dachform vermittelt es die schützende Funktion eines Hauses. Es wurden Räume geschaffen, die die Sinne und Entdeckerfreude der Kinder anregen. Bewegung spielt eine große Rolle. Sogenannte „Spielpodestlandschaften“ bieten schon Krabbelkindern große Herausforderungen. Die farbliche Gestaltung der Räume entspricht nach einem abgestimmten Farb- und Beleuchtungskonzept der jeweiligen Funktion des Raumes. Eine Balkon­ anlage ist dem Obergeschoss auf der gesamten Gebäudelänge vorgesetzt. Der Übergang ins Freie ist so direkt auch aus den oberen Gruppenräumen möglich. Die Kinderkrippe präsentiert sich nach außen mit intensiver Farbigkeit. Die Vorgaben der Nordostseite mit Eingang | Foto: Torsten Carl Energieeinsparverordnung werden weit unterschritten. Das Gebäude zeichnet sich durch eine wartungsfreundliche und nachhaltige Konstruktion aus. 43 NEUBAU EINFAMILIENHAUS FAMILIE UEBBING GESTALTUNG GARTEN „BEN“ WEIMAR OT TAUBACH | AM PAPPELGRABEN 2 WEIMAR | GEORG-MUCHE-PLATZ 10 Planungsbüro – Fischer Architekten | BDA, Weimar Planungsbüro – Trebert Landschaftsarchitektur, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Detlef Fischer Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Martina Trebert Bauherr – Familie Uebbing, Weimar Bauherr – privat Fertigstellung – 12 / ­2014 Fertigstellung – 05 / ­2014 Südfassade | Foto: Stefan Martin Das auf einem Eckgrundstück im Taubacher Wohngebiet „An der Schatzgrube“ gelegene Gebäude bietet den Bewohnern auf drei Etagen viel Wohn- 44 raum. Im Erdgeschoss sind vor allem Wohn- und Essbereiche untergebracht, in den Obergeschossen private Funktionen wie Schlaf-, Arbeits- und Gäste­ zimmer. Stehende Fensterformate betonen, der exponierten und prägnanten Ecklage des Gebäudes angemessen, die Vertikalität des Gebäudes. Ein Eingangsbauwerk nimmt spielerisch widerspiegelnd die Umgebung auf, adressiert den Haupteingang und bietet zugleich Schutz vor Blicken von der Straße aus. Die mit einem Strukturputz und Fensterfaschen versehene und in Weißtönen gehaltene Fassade gibt dem Bau – im Zusammenspiel mit der hellgrauen Dachdeckung – eine reduzierte Farbigkeit und eine nuancierte Plastizität. Das Haus verfügt über einen nicht einsehbaren Innenhof mit kleinem Wasserbecken sowie eine Dachterrasse und wird dreiseitig von Grünflächen umschlossen. Mit der Fertigstellung des Wohnhauses im Jahr 2006 wurde der Garten in seinen Grundzügen, wie Hauseingang, Terrasse und einer reduzierten Bepflanzung, angelegt. Mit der Gartengestaltung wurde der Gartenraum definiert. Eine Sichtschutzwand verändert die Eingangssituation, trennt den öffentlichen vom privaten Raum und schafft mit den neu gepflanzten Hecken und Bäumen mehr Intimität im Garten. Stauden und Gräser, vor allem im neuen Hochbeet an der Hausterrasse und im Garten, sind heitere Gegenspieler zum modern schlichten Haus. Die automatisierte Bewässerung von Rasen und Pflanzflächen reduziert den notwendigen Pflegeaufwand und erhöht den Gartenkomfort. Gartenblick im August | Foto: Bauherr 45 ERWEITERUNG KINDERTAGESSTÄTTE „ZUM BIENENSCHWARM“ NEUBAU FUNKTIONSGEBÄUDE SPORTPLATZ (ERSTER BAUABSCHNITT) ILMTAL-WEINSTRASSE OT ULRICHSHALBEN | KUPFERSTRASSE 23 KROMSDORF | DORFSTRASSE 40 Planungsbüro – RJ Planungsbüro Rolf Jentzsch - Renée Möser GbR, Erfurt Planungsbüro – ROOS_ARCHITEKT, Kromsdorf Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Renée Möser Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Lars-Holger Roos Bauherr – Gemeinde Ilmtal-Weinstraße Bauherr – Gemeinde Kromsdorf Fertigstellung – 01 / ­2015 Fertigstellung – 12 / ­2014 Südansicht | Foto: RJ Planungsbüro Veranlassung und Zweck der Baumaßnahme war die Erweiterung der Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“ in Ulrichshalben auf eine Kapazität von 55 Kindern, wobei in einem Neubau 25 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren betreut werden sollten. Der Erweiterungsneubau 46 wurde als eingeschossiger Anbau an den zweigeschossigen Altbau konzipiert. Mit dem neuen Baukörper wurde ein neuer Haupteingang geschaffen, der zu einer großzügigen Eingangsfläche führt. Diese lichtdurchflutete Eingangshalle, die auch als Mehrzweckraum, als Sport- und Spielfläche genutzt werden kann, bildet den neuen zentralen Kern des Gebäudes. Durch den winkelförmigen neuen Baukörper mit auskragendem Pultdach entstehen geschützte Außenterrassen und Spielflächen für den Kleinkindbereich. Die Fassade erhielt eine lasierte Lärchensperrholzplatte als Verkleidung und farbige Holzfenster. Das Projekt wurde vom europäischen ELER-Fonds und dem Land Thüringen gefördert. Mit Unterstützung der Eltern konnte der Altbau zusätzlich saniert werden. Das bisherige Funktionsgebäude steht im Hochwasserbereich der Ilm und behindert bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz für Bereiche von Kromsdorf-Nord. 2007 wurde ein neues Konzept erarbeitet, das einen Standort außerhalb des Überflutungsbereiches vorsieht. Eine Umsetzung in Bauabschnitten verteilt die finanziellen Belastungen und die Eigenleistungen auf mehrere Jahre. Die Funktionen werden in vier Einzelbauten untergebracht: zwei Pavillons mit Umkleiden, jeweils für zwei Teams mit Duschen und WC, ein Funktionstrakt mit Schiedsrichterraum, Dusche / ­WC, Gäste-WC und Technik sowie ein Vereinshaus mit Imbissversorgung und Büro. Im ersten Bauabschnitt sind Umkleide- und Funktionstrakt fertiggestellt. Im zweiten verbessert ein zweiter, identischer Umkleidetrakt die Bedingungen. Im dritten Bauabschnitt soll das Vereinshaus entstehen. Nach Fertigstellung Foto: Lars-Holger Roos kann das alte Sportplatzgebäude rückgebaut werden. Ohne Fördermittel des Freistaates Thüringen brachte der Verein 43 000 Euro durch den symbolischen Verkauf des Spielfeldes auf. 47 UMBAU WINTERPALAIS IN STADTBIBLIOTHEK „HEINRICH HEINE“ INSTANDSETZUNG / ­U MBAU STADTKIRCHE ST. PETER UND PAUL GOTHA | FRIEDRICHSTRASSE 2– 4 WEISSENSEE | KIRCHPLATZ 1 Planungsbüros – A I G Gotha GmbH Architekten & Ingenieure | Heinisch Landschaftsarchitekten, Gotha Planungsbüro – Smits und Partner – Freie Architekten und Ingenieure, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Regina Greiner-Lüth Entwurfsverfasser – Bernhard Smits | Peter Tandler | Tino Baudler | Christina Weigelt Bauherr – Stadt Gotha Bauherr – Stadt Weißensee Fertigstellung – 03 / ­2014 Fertigstellung – 03 / ­2015 Hauptansicht von der Friedrichstraße | Foto: AIG Gotha GmbH Im Gebäudeensemble von Hofgärtnerhaus und ehemaligem Winterpalais fand die Stadtbibliothek Gotha im März 2014 ein neues Domizil. Die Bibliothek für Erwachsene und die Kinder- und Jugendbibliothek wurden damit an einem Standort vereint. Wichtigste Prämisse war die Erhaltung 48 bzw. Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbildes des Winterpalais für das Gothaer Stadtbild. Ein Nebengebäude und die ehemalige Tordurchfahrt wurden durch einen Neubau ersetzt. Dieser folgt in seinen Grundzügen der historischen Bebauung und ordnet sich in seiner Gestaltung dem historischen Hauptgebäude unter. Der vorgestellte Stahlbogen erinnert an das Tor an dieser Stelle und markiert gleichzeitig den Zugang zum Veranstaltungsbereich. Hofseitig wurde das Erdgeschoss durch einen Wintergarten ergänzt, um die notwendigen Funktionsflächen zu erweitern. Die Fassade und das Dach gehen in ihrem Verlauf und der Gliederung vom historischen auf den neuen Gebäudeteil über, um diese optisch und funktionell zu vereinen. Die Stadtkirche St. Peter und Paul in Weißensee ist ein bedeutender gotischer Kirchenbau. Seit den 1980er Jahren war die Kirche baupolizeilich gesperrt. Die Stadt Weißensee hat im Jahr 2005 mit der Kirchgemeinde einen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Seit 2012 ist eine Begegnungs- und Veranstaltungsstätte entstanden für Versammlungen, Ausstellungen, Konzerte, aber auch für Gottesdienste. Der Chorraum ist mit dem Kompositaltar der bedeutendste sakrale Raum der Kirche. Der Entwurf beinhaltet bewusst keine feste Trennung zwischen sakralem Chorraum und weltlicher Nutzung im Kirchenschiff. Je nach Veranstaltung ist der Aufbau eines mobilen, freistehenden Paravents zwischen Chorraum und Kirchenschiff möglich. Im Kirchenraum wurden Wände, Decken, Fußböden, Emporen und Beleuchtung restauriert und teilweise erneuert. Planungsziel war die Erhaltung des Gesamtensembles von Chorraum und Kirchenschiff als Zeitzeugnis in Verbindung mit dem beispielhaften öffentlichkulturellen Nutzungskonzept der Stadt Weißensee. Chorraum | Foto: H.-P. Szyszka 49 SANIERUNG BERG- UND JAGDHOTEL GABELBACH ERWEITERUNG WOHNRAUM ILMENAU | AM GABELBACH 1 WOLFSBERG OT GRÄFINAU-ANGSTEDT | SINGERSTRASSE 9 Planungsbüros – Architektur + Innenarchitektur Hornschuh + Besinger / ­Bürogemeinschaft, Ilmenau Planungsbüro – Architekturbüro Weingart, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Romy Hornschuh | Dipl.-Ing. (FH) Maria Besinger Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Weingart Bauherr – gewerblich Bauherr – Familie Schmidt, Wolfsberg Fertigstellung – 12 / ­2014 Fertigstellung – 12 / ­2014 Foto: Kai Hesbacher Kann ein Haus Geschichte schreiben? Es kann! Die Natur in der Umgebung bestimmt die Philoso­ phie des Hotels. Stil-, Farb- und Materialkonzept verbinden Innen und Außen, Tradition und Moder- 50 ne. Dabei wird die Geschichte des Hauses nicht vergessen. Ausgehend von einem Kurhaus, errichtet im Jahre 1911, war das Hotel zu DDR-Zeiten Ferienheim des Zentralkomitees der SED. Die größte Herausforderung war die kurze Planungsund Bauphase. Bei der Generalsanierung 2013 bis 2014 wurde das Haus zunächst entkernt, um die neu definierten und vereinfachten Funktionsabläufe umzusetzen. Alle Zimmer wurden neu gestaltet. Die 14 Suiten bekamen jeweils ein eigenes Thema, passend zum Gesamtkonzept. Im zweiten Bauabschnitt entstand ein neuer Spa-Bereich mit Sauna, Schwimmbad und Anwendungsbereich. Die alte Bowlingbahn wich einer Saunalandschaft. Ein Ruheraum mit Kamin wurde angebaut. Das Schwimmbad aus DDR-Zeiten bekam ein neues Gesicht. Größter Wert wurde darauf gelegt, Bestehendes zu erhalten und zu zeigen. Das Grundstück befindet sich im Ortszentrum, nicht weit von der Kirche entfernt. Das Wohngebäude besteht aus einem Haupthaus und einem erdgeschossigen Anbau. Im Erdgeschoss wohnen die Senioren und im Dachgeschoss die junge Familie. Das Dachgeschoss sollte erweitert werden. Dafür wurde das Dach des Anbaus abgebrochen und ein Erweiterungsbaukörper aufgesetzt. Der bestehende Anbau besitzt eine sehr unregelmäßige Grundrissform, auf die in der Planung reagiert wurde. Der neue Baukörper wurde in Form einer Box so auf dem Anbau platziert, dass dreiseitig ein Überstand und auf einer Seite eine Terrasse entstanden. Die Terrasse ist vom Wohnbereich zugänglich und besitzt eine Treppe, die in den rück­wärtigen Gartenbereich führt. Die neu geschaffenen Wohnräume werden direkt über die Diele im Obergeschoss von der bestehenden Wohnfläche Hofansicht | Foto: Rüdiger Weingart erreicht. Um alle konstruktiven und statischen Aufgaben lösen zu können, wurde die Box in Holzrahmenbauweise mit einer oberen und unteren Holzbalkendecke errichtet. 51 PROJEKTE NORDTHÜRINGEN Ellrich Neustadt Werther Leinefelde-Worbis Nordhausen Heilbad Heiligenstadt Volkerode Mühlhausen Kirchheilingen ÜBERSICHT PROJEKTE IN NORDTHÜRINGEN Nordhausen – Erweiterung Bibliothek Hochschule Nordhausen – Seite 55 Nordhausen – Umbau „Hochhaus am Grimmelhof“ – Seite 56 Nordhausen – Umbau Medizinische Fachschule Trakt 1 in Wohnungsbau – Seite 57 Nordhausen – Umbau / ­Sanierung „Haus Altendorf 41“ – Seite 58 Nordhausen – Neubau Landmaschinenbetrieb – Seite 59 Ellrich – Neubau Wohnhaus Schärf – Seite 60 Neustadt – Neubau Einfamilienhaus – Seite 61 Werther – Umbau / ­Sanierung Grundschule Werther – Seite 62 Heilbad Heiligenstadt – Ersatzneubau Multifunktionssporthalle – Seite 63 Kirchheilingen – Sanierung / ­Erweiterung Wohnhaus Ahrens – Seite 64 Volkerode – Erweiterung Wehrturm der Burganlage Volkerode – Seite 65 Leinefelde-Worbis – Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“ – Seite 66 Leinefelde-Worbis – Neubau barrierefreies Wohnen Goethestraße – Seite 67 Leinefelde-Worbis – Freiflächengestaltung Ortseinfahrt mit Kreisel – Seite 68 Mühlhausen – Freiflächengestaltung / ­Anbau Jugendkirche Mühlhausen – Seite 69 53 ERWEITERUNG BIBLIOTHEK HOCHSCHULE NORDHAUSEN NORDHAUSEN | WEINBERGHOF 4 Planungsbüro – Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH, Nordhausen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Nadine Stevens Bauherr – Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, Erfurt Fertigstellung – 03 / ­2015 Die steigende Studentenzahl und die Statik des Bestandes bildeten die Grundlage für die Erweiterung. Auflagen des Denkmalschutzes spiegeln sich im Entwurf wider. Der Baukörper besteht aus einem eingeschossigen, eingegrabenen Ku­ bus, der sich zur Ostseite hin schräg öffnet und somit Blickbeziehungen aus der Bibliothek in den Freiraum und umgekehrt zulässt. Die Bücher werden so tagsüber und besonders nachts auch von außen als bedeutender Mittelpunkt erlebt. Ein gläserner Verbinder erschließt den Neubau. Die extensive Dachbegrünung lässt den Kubus in der Erde versinken und fließend in die Böschung übergehen. Auch die Eingangs­ebene erhält eine neue Gestalt und wird so­mit funktionaler, geräumiger und transparenter. Ein weiterer Aspekt der Sanierung des Bestandes ist die Barrierefreiheit: Das Bestands­gebäude erhält neben dem neuen Ansicht Ostseite Aufzug auch eine neue, auf die Anforderungen der UN-Be­hindertenkonvention angepasste Beschilderung, kontrast­reiche Markierungen von Hindernissen sowie zusätzliche Handläufe. 55 UMBAU „HOCHHAUS AM GRIMMELHOF“ UMBAU MEDIZINISCHE FACHSCHULE TRAKT 1 IN WOHNUNGSBAU NORDHAUSEN | GRIMMELALLEE 4 NORDHAUSEN | DR. ROBERT-KOCH-STRASSE 41 A – C Planungsbüro – Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen Planungsbüro – arko bauplanung GmbH, Nordhausen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Tobias Winkler Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Michael Becke Bauherr – Grimmelhof GmbH, Nordhausen Bauherr – Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH Fertigstellung – 04 / ­2014 Fertigstellung – 02 / ­2015 Straßenansicht | Foto: Tobias Winkler 56 Realisiert wurden durch die Grimmelhof GmbH der Umbau und die Umnutzung eines leer stehenden Bürohochhauses aus den 1970er Jahren in der Innenstadt von Nordhausen. Das bestehende achtgeschossige Hochhaus wurde durch umfangreiche Baumaßnahmen komplett entkernt und um­ gestaltet zu einer Wohnanlage mit 33 barrierefreien Wohnungen unterschiedlicher Größe. Erhalten blieb lediglich die Aluminiumfassade aus den 1990er Jahren. Vervollständigt wurde das Konzept „Wohnen mit Service“ mit einem Gemeinschaftsbereich für die Hausbewohner im Erdgeschoss und mit der Integration einer Apotheke im Untergeschoss. Wesentlich für die barrierefreien Mietwohnungen war die Gestaltung der Grundrisse in Nordsüdausrichtung und die Er­schließung der Wohnungen über einen beheizten und verglasten Lau­ ben­gang. Der neu entstandene und natürlich belichtete Laubengang in den Wohnebenen dient somit nicht nur zur Er­schließung der Wohnungen, sondern auch als Aufenthalts­ort und der Kommunikation. Das Gebäude wurde in den 1970er Jahren als Typenschulbau errichtet. Der zweite und dritte Trakt wurden bereits 2010 saniert und beinhalten Seminarräume. Der Haupteingang befindet sich am Verbinder, dem zweiten Trakt. Der vordere, viergeschossige Riegel wurde jetzt zu 27 Wohnungen, Apartments und Wohngemeinschaften umgebaut. Die bestehende Tragkonstruktion aus Stahlbetonelementen blieb erhalten. Ergänzt wurden Stahlrahmen und Trockenbauwände in den Klassenräumen, um wohnungstypische Raum­aufteilungen zu erhalten und die Decken statisch zu ertüchtigen. Die drei Trep­penhäuser erhielten direkte Gebäudezugänge. Am Westtreppenhaus wurde ein Aufzug angebaut. Über diesen sind fast alle Wohneinheiten, der Verbinder sowie der Seminarbereich erreichbar. Die Außenwände Ostfassade mit farbigen Balkonen haben eine Wärmedämmverbundsystemfassade erhalten. Das Flachdach wurde als Bitumenwarmdach saniert. Alle Wohneinheiten sind mit farbig verglasten Balkonen versehen, die ostseitig die Ankommenden schon aus der Ferne begrüßen. 57 UMBAU / ­S ANIERUNG „HAUS ALTENDORF 41“ NEUBAU LANDMASCHINENBETRIEB NORDHAUSEN | ALTENDORF 41 NORDHAUSEN OT HESSERODE | KLEINWERTHERSTRASSE 51 Planungsbüro – Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh), Nordhausen Planungsbüro – Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh), Nordhausen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Wagner Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Wagner Bauherr – privat Bauherr – Gruber Agrartechnik GmbH, Elsnig Fertigstellung – 12 / ­2014 Fertigstellung – 12 / ­2014 Das „Haus Altendorf 41“ ist Bestandteil des Denkmalensembles „Altendorf“. Die straßenseitige, gründerzeitliche Fassade mit Jugendstilelementen konnte erhalten werden und wurde aufwendig saniert. Eingriffe aus den 1990er Jahren im Bereich der Ladenfront wurden entfernt. Die beiden Seiten­flügel des Gebäudes mussten aufgrund der vorhandenen Bauschäden zum Teil abgebrochen und wieder hergestellt werden. Im Inneren wurden die Holzbalkendecken teils erneuert und ergänzt. Zudem war eine sorgfältige Haus­schwamm­be­kämpfung erforderlich. Die Treppenhauswände mussten aus Gründen des Brandschutzes abgebrochen und neu aufgemauert werden. Gleichzeitig wurde die histo­rische Holztreppe erhalten. Im Erdgeschoss befindet sich nun wieder ein Geschäft. Im hinteren Bereich (Seitenflügel) wurde ein kleines Apartment von circa 30 Quadratmeter errichtet. Die drei Wohnungen in den Geschossen darüber wurden zu Vierraumwohnungen mit einem Balkon ausgebaut. Der Hof wurde neu gestaltet und dient der gemeinsamen Nutzung. Im Gewerbegebiet „Brühl“ in Hesserode, auf einer Fläche von circa 20 000 Quadratmeter, ist ein moderner Landmaschinenbetrieb entstanden. Die Vorgaben der Bauherren bestanden darin, ein Hauptgebäude und eine Kalthalle zu entwerfen, die sowohl funktionalen als auch architektonischen Ansprüchen gerecht werden. Im Hauptgebäude wurden die Nutzungen, wie Ausstellungsraum, Lager, Werkstattraum und ein Bürotrakt mit Sozialräumen, untergebracht. Um die lange Fassadenfläche des Hauptgebäudes von 61 Meter aufzulockern, wurden die einzelnen Nutzungsbereiche durch Vor- und Rücksprünge definiert. Die auskragenden Dachüberstände in Verbindung mit den Leimholzbindern spiegeln das ländliche Bauen wider. Die Kalt­halle im hinteren Bereich des Grundstückes Hauptgebäude | Foto: Matthias Wagner dient als Abstellhalle und überdachter Waschplatz. Die eingesetzten Materialien beschränken sich auf Beton, Trapez­blech, Leimholz und die Pfosten-Riegel-Fassade. Der Bürotrakt wurde konventionell mit Porotonziegeln und Wärmedämmverbundsystem hergestellt. Straßenfassade | Foto: Matthias Wagner 58 59 NEUBAU WOHNHAUS SCHÄRF NEUBAU EINFAMILIENHAUS ELLRICH | WALDSTRASSE 13 B NEUSTADT | OSTERÖDER STRASSE 17 Planungsbüro – ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH, Nordhausen Planungsbüro – Architekturbüro Tobias Winkler, Nordhausen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Detlef Schmidt | Dipl.-Ing. Stefanie Wolff Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Tobias Winkler Bauherr – privat Bauherr – Marc Prengel, Neustadt Fertigstellung – 10 / ­2012 Fertigstellung – 01 / ­2013 Gartenansicht | Foto: Ortsbild GmbH Inmitten eines wilden Durcheinanders aus Blockhütte, Reit­halle und Alpenschick steht das Einfamilienhaus und antwortet mit einer klaren, modernen Formensprache. Es streckt sich entlang der seitlichen Grundstücksgrenze in die Länge und zeigt der Straße nur eine schmale Front. Die Längs­ achse ist Rückgrat des modernen Raumgefüges, welches 60 eng und weit, niedrig und hoch, offen und geschlossen sowie Aktions- und Ruhe­ zonen kombiniert. Sie verbindet in Form einer Galerie die „zwei Türme“, ist Sichtachse vom Eingang bis zur Zorgeaue und wird zum vielseitig nutzbaren Raumhybrid: Garderobe, Bibliothek, Arbeitsinsel und Spielzone. Eltern- und Kinderturm sind dagegen Rückzugsräume, die über getrennte Treppen erreichbar sind. Der Elternturm steht in Dialog zu einem doppelgeschossigen Luftraum, der großzügig verglast ist und doch kaum Einblicke ermöglicht. Die Küche und der große Tisch sind als Fixpunkt des Familienlebens zentral und ganz offen angeordnet. Eine Glasfassade mit Schiebetür schafft den direkten Kontakt zum Garten. Auf einem Hanggrundstück in Neustadt / ­Harz entstand ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von circa 150 Quadratmeter für eine junge Familie. Realisiert wurde für die Bauherrschaft ein offenes und großzügiges Raumkonzept mit den Bereichen Wohnen und Essen im Erdgeschoss sowie den privaten Räumen wie Bad- und Schlafzimmer im Dachgeschoss. Ausgeführt wurde das Wohnhaus in zeitgemäßer und moderner Architektur. Das schlichte Satteldach nimmt Bezug auf die umliegende dörfliche Bebauung. Wesentlich für die Baugestal­ tung sind die großzügigen Verglasungen des Wohn­bereiches und die Gliederung der Fassaden aus weißen und grauen Putzflächen. Aufgrund der ab­schüssigen Lage war es möglich, rückseitig eine Garage im Hang einzufügen. Straßensicht | Foto: Tobias Winkler 61 UMBAU / ­S ANIERUNG GRUNDSCHULE WERTHER ERSATZNEUBAU MULTIFUNKTIONSSPORTHALLE WERTHER OT GROSSWECHSUNGEN | SCHULSTRASSE 2 HEILBAD HEILIGENSTADT | LEINEBERG 2 Planungsbüro – Rembe / ­Borgwaldt – Freie Architektin / ­Stadtplaner / ­Ingenieure, Nordhausen Planungsbüro – Casparius Architekten & Ingenieure, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Kathrin Rembe Entwurfsverfasser – Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius Bauherr – Landkreis Nordhausen, Nordhausen Bauherr – Stadt Heilbad Heiligenstadt Fertigstellung – 09 / ­2014 Fertigstellung – 11 / ­2014 Blick vom Schulhof | Foto: Rembe / ­Borgwaldt 62 Der historische Schulstandort in der Mitte des Dorfes wurde Ende der 1960er Jahre für die Klassenstufen eins bis zehn erweitert. Heute befindet sich hier eine moderne zweizügige Grundschule. Das Gebäude wurde baulich und funktionell entsprechend angepasst. Im ersten Bauabschnitt entstand ein Anbau auf der Nordseite mit WCs und Lehrerzimmern. Anstelle der früheren Lehrer­ zimmer befindet sich nun der Speiseraum als kommunikatives Zentrum der Schule. Der neue Verbinder ermöglicht die barrierefreie Erschließung und bietet zwei weitere Klassenräume. Im ersten Obergeschoss lädt der Kreativ­bereich des Hortes ein. Aufenthaltsräume im Kellergeschoss sind Vergangenheit, Lichtgräben konnten so verschwin­ den. Das „Grüne Klassenzimmer“ schließt direkt an das Schulhaus an. Die Menschen der Stadt Heilbad Heiligenstadt und des Landkreises sind begeisterte Nutzer der im Stadion „Gesundbrunnen“ neu gebauten Multifunktionssporthalle. Als Ersatzneubau am Standort des ehemaligen Schützenhauses passt sie sich durch den gegliederten Baukörper in das bestehende Umfeld maßstäblich ein und setzt auf neue Akzente in Form und Funktion. Die Multifunktionalität erlaubt es, zum Beispiel Volleyball, Badminton, Tischtennis oder Gymnastik, Tanzen und Kampfsport auf kleinstem Raum auszuüben. Der neue gemeinsame Hauptzugang zum Stadiongelände und der Sporthalle ist, wie alle Nebenzugänge, barrierefrei und zeugt vom hohen qualitativen Gesamtkonzept. Die Sportgeräte- und Technikräume, Umkleiden und Sanitäranlagen sind sowohl von der Sporthalle als auch vom Stadion aus er- Halle mit Kletterwand | Foto: Casparius Architekten & Ingenieure reichbar und optimal nutzbar. Eine sieben Meter hohe Kletterwand an der Fassade in lebhafter Farbigkeit ergänzt das Farbkonzept und die Multifunktionalität der Sporthalle. 63 SANIERUNG / ­E RWEITERUNG WOHNHAUS AHRENS ERWEITERUNG WEHRTURM DER BURGANLAGE VOLKERODE KIRCHHEILINGEN | ZUM SPORTPLATZ 176 A VOLKERODE | STEINWEG 2 Planungsbüro – mann architektur, Erfurt Entwurfsverfasser – Prof. Dipl.-Ing. Michael Mann Planungsbüros – Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro, Waltershausen | Planungsbüro für Steinkonservierung Stephan Scheidemann, Dipl.-Restaurator (FH), Friedrichroda Bauherr – Doreen und Michael Ahrens, Kirchheilingen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Michael Heß | Stephan Scheidemann Fertigstellung – 12 / ­2013 Bauherr – Förderverein Volkeröder Schloss e. V., Volkerode Fertigstellung – 12 / ­2014 Gartenseite | Foto: Michael Mann Ein 1911 errichtetes Wohnhaus mit großem Garten wechselte den Besitzer. Schnell wurde klar, das Haus ist für eine vierköpfige Familie zu klein und 64 sollte erweitert werden. Ein neuer Baukörper, als Bindeglied zum Garten, konnte die knappe Fläche im Erdgeschoss deutlich erweitern. Hier liegen Esszimmer und Küche. Das Wohnzimmer und die Schlafräume befinden sich im Altbau. Eine zurückgesetzte Verglasung in der Sockelzone des Neubaus versorgt den Raum im Untergeschoss mit Tageslicht. Die Tragkonstruktion des Neubaus besteht aus dünnen Stahlstützen, die Außenwände tragen nicht. Damit konnten die Fassaden mit besonders guten Wärmedämmeigenschaften einfacher hergestellt werden. Das kleine historische Wohnhaus wurde saniert und umgebaut. Neue Einbauten wie ein Einbauschrank und Schiebetüren im Erdgeschoss lassen den Grundriss großzügiger wirken. Dieser Eindruck wird durch die räumliche Verbindung zum Neubau und der Blickbeziehung in den Garten verstärkt. „Architektur hat Bestand“ – unter diesem Motto präsentiert sich der sanierte Wehrturm aus dem zwölften Jahrhundert mit der neuen Sichtbetonaufstockung als Aussichtsgeschoss. Die kleine romanische Burganlage in Volkerode befindet sich auf einem höher gelegenen Sandsteinfelsen in Dorfmitte. Zur Anlage gehören ein Wehrturm, ein Herrenhaus sowie ein Backhaus, umgeben von einer Ringmauer. Der Wehrturm war in schlechtem Zustand und wurde nun statisch gesichert, konserviert und restauriert. Zum funktionalen und konstruktiven Abschluss des Wehrturmes wurde ein neues Dachgeschoss als Aussichts- und Lüftungsgeschoss auf den Natursteinmauern errichtet. Die Aufstockung ist als archaisch wirkender, glatt geschalter Sichtbetonkubus mit geneigten Dach­flächen hergestellt. Große Öffnungen, welche mit Holz­klapp­schiebe­elementen verschlossen sind, dienen zur Be- und Entlüftung und bieten einen Ausblick in die umgebende Landschaft bis hin zum Höhenzug Gobert. Alle weiteren „neu­en Zutaten“ wie Treppen und Fenster bestehen aus unbehandeltem Stahl. Straßenansicht von Westen | Foto: Axel Bauer 65 NEUBAU „DRK SENIORENZENTRUM AM LEINEBAD“ NEUBAU BARRIEREFREIES WOHNEN GOETHESTRASSE LEINEFELDE-WORBIS OT LEINEFELDE | JAHNSTRASSE 18 LEINEFELDE-WORBIS OT LEINEFELDE | GOETHESTRASSE 33 / ­35 Planungsbüro – Architekturbüro Stadermann – Architekten BDA, Hausen Entwurfsverfasser – M. A. Matthias Stadermann | Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann Planungsbüro – Architekturbüro Stadermann – Architekten BDA, Hausen | Hartlep und Höch ingenieure, Leinefelde-Worbis Bauherr – Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Eichsfeld e. V., Leinefelde-Worbis Entwurfsverfasser – M. A. Matthias Stadermann | Dipl.-Ing. (FH) Ottmar Stadermann Fertigstellung – 07 / ­2013 Bauherr – Leinefelder Wohnungsbau-Genossenschaft e. G. Fertigstellung – 12 / ­2013 Südansicht | Foto: Fotografie-Grimm-Leinefelde Im DRK-Seniorenzentrum, an der „Grünen Achse“ der Stadt gelegen, haben 60 pflegebedürftige Menschen in behaglich gestalteten Räumen ein neues Zuhause gefunden. Die angenehm gegliederten Wohneinheiten, die zentralen Gemeinschaftszonen sowie ein lichtdurchfluteter, begrünter Innenhof erzeugen Gemeinschaftssinn und Geborgenheit. 66 Infolge der Hanglage des Grundstückes war es möglich, eine öffentliche Ebene im Erdgeschoss zu schaffen, die von außen als zurückgesetzte Stützwand optisch in Erscheinung tritt. Die darüberliegenden Riegel schieben sich über diesen Sockel hinweg und bilden durch ihre eigenständige, in sich abgeschlossene Gestalt und Farbgebung die eigentlichen zweigeschossigen Baukörper aus. Diese sind durch glatte Putzflächen als Bandstrukturen, durchsetzt mit transparenten Glas- und „warmen“ Holzflächen, sehr wohnlich gestaltet. Die betont lebendige farbliche Gestaltung trägt dazu bei, dass sich die Bewohner wohlfühlen, die Umgebung genügend Anregung gibt, aber auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten bietet. Mit der „Grünen Achse“ wurde in Leinefelde eine Verbindung vom Bahnhof zu den Neubaugebieten der Südstadt geschaffen. Dabei wurden bestehende Strukturen aufgenommen, mit Gestaltungselementen ergänzt und Bereiche hoher Aufenthaltsqualität entwickelt. In dieser exponierten Lage entstand ein neuer Wohnkomplex, der aufgrund seiner architektonischen Anreize wie Barrierefreiheit, optimalem Zuschnitt der Wohnungsgrößen, hervorragender Verkehrsanbindung und sehr guter Erreichbarkeit aller Einrichtungen des öffentlichen Lebens alle Vorzüge eines Wohnens für Menschen verschiedener Generationen bietet: Das Wohnen ist praktisch, komfortabel, garantiert Südansicht | Foto: Fotografie-Grimm-Leinefelde genügend Möglichkeiten zur Begegnung, aber auch ausreichend Distanz zur Wahrung der Privatsphäre eines jeden Bewohners. 24 Wohnungen sind in zwei separaten Häusern aufgeteilt, womit eine optisch angenehme Kleingliederung des Komplexes erreicht wird. 67 FREIFLÄCHENGESTALTUNG ORTSEINFAHRT MIT KREISEL FREIFLÄCHENGESTALTUNG / ­A NBAU JUGENDKIRCHE MÜHLHAUSEN LEINEFELDE-WORBIS OT WORBIS | SÜDLICHE ORTSEINFAHRT B247 MÜHLHAUSEN | ECKE LANGENSALZAER STRASSE / ­T HOMAS-MÜNTZER-STRASSE Planungsbüro – PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt Planungsbüro – Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick, Körner Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Andrea Ziegenrücker Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Bernward Paulick Bauherr – Stadt Leinefelde-Worbis, vertreten durch das Bauamt Bauherr – Kirchenkreis Mühlhausen Fertigstellung – 04 / ­2013 Fertigstellung – 06 / ­2013 Kreisel mit Wappen | Foto: PSL Landschaftsarchitekten Auf Initiative der Stadt Leinefelde-Worbis wurde die südliche Ortseinfahrt von Worbis attraktiv und identitätsstiftend gestaltet. Von der Bundesstraße 68 247 bis zum Kreisel wurde entlang der Ortseinfahrt eine Allee aus Winterlinden gepflanzt. In nordöstlicher Richtung wurde auf Bäume verzichtet, um den Blick auf das Ortszentrum mit dem Turm der Pfarrkirche freizuhalten. Grundlage für die Gestaltung des Kreisels war das neue Wappen der Stadt Leinefelde-Worbis. Die beiden silbernen Zinnenflanken, die die Burgen Scharfenstein und Bodenstein symbolisieren, wurden durch grau­grünen Spindelstrauch dargestellt. Die rote Farbe des Wappenschildes wurde, ebenso wie der dreifach gespaltene „Wellenpfahl“ (Symbol für die Flüsse), in der Wappenmitte durch roten bzw. silbernen Splitt dargestellt. Die neun Stelen aus Muschelkalk symbolisieren die vielen Quellen in Worbis – die „neun Springe“. Ein blaues LED-Lichtband in jeder Stele setzt Akzente bei Dunkelheit und vermittelt den Eindruck von fließendem Wasser. Im Inneren der Jugendkirche sind sämtliche Fluch­ ten neuer Einbauten auf den Altar ausgerichtet. Im Außenbereich setzt sich diese Struktur fort. Der Altar ist Mittelpunkt für die konzentrische oder tangentiale Anordnung aller Elemente: Sieben Leuchtstelen entsprechend den neuen Fensterschlitzen, die große Stele, ein weit erkennbarer „Leucht“-Turm, die Anordnung der Pflasterung und alle übrigen neuen Elemente weisen auf das – von außen nicht sichtbare – Zentrum hin. Inhaltlich wie geometrisch. Das neue Funktionsgebäude hat keine „Fassade“, ist nur Material. Zum Naturstein der Kirche schien uns allein Cortenstahl als angemessen zurückhaltendes und dennoch zeitge­ mäßes Material stimmig. Foto: Bernward Paulick 69 ÜBERSICHT PROJEKTE IN SÜDWESTTHÜRINGEN Vacha – Neubau Behindertenwerkstatt – Seite 72 Suhl – Erweiterung Bürogebäude – Seite 73 Suhl – Umbau Grundschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 74 Suhl – Freiflächengestaltung Kriegsgräberstätte – Seite 75 Oberhof – Neubau Einhausung Anschubstrecke – Seite 76 Oberhof – Neubau Überdachung Rennschlittenbahn – Seite 77 PROJEKTE SÜDWESTTHÜRINGEN Schalkau – Ausgleichsmaßnahmen ICE-Strecke Nürnberg–Erfurt–Berlin – Seite 78 Geisa – Freiflächengestaltung Ulsterauen und angrenzende Bereiche – Seite 79 Vacha Geisa Oberhof Suhl Schalkau 71 NEUBAU BEHINDERTENWERKSTATT ERWEITERUNG BÜROGEBÄUDE VACHA OT OBERZELLA | EINERSBERGSTRASSE 8 SUHL OT ALBRECHTS | AM MITTELRAIN 2 Planungsbüro – B19 ARCHITEKTEN BDA, Barchfeld Planungsbüro – Architekturbüro Ludwig Dipl.-Ing. Steffen Ludwig, Suhl Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Matthias Döhrer | Dipl.-Ing. Marc Rößling Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Steffen Ludwig | Dipl.-Ing. Susanne Ludwig Bauherr – Diakonische Behindertenhilfe Bad Salzungen-Schmalkalden e. V., Bad Salzungen Bauherr – Schlegelmilch GmbH, Suhl Fertigstellung – 12 / ­2014 Fertigstellung – 12 / ­2014 Foto: B19 Architekten BDA Mit dem Neubau der Werkstatt in Oberzella wird behinderten Menschen ein Arbeits- und Berufsbildungsangebot in einem rollstuhlgerechten Umfeld geboten. Es ist ein Haus entstanden, in dem jeder gerne arbeitet und Teil der Gemeinschaft ist. Bei der Konzeption des Gebäudes wurde 72 viel Wert auf Tageslicht, eine lesbare und abwechslungsreiche Raumkombination und eine gute Orientierung gelegt. Die Räume gruppieren sich entlang einer Mittelachse, mit wechselnden Gärten, Höfen, Ausblicken und Außenraumbezügen. Mit Hilfe der Gärten und Pausenhöfe entsteht eine architektonisch wie sozial qualitativ hochwertige Gebäudestruktur, durch die der Außenraum überall im Haus spürbar bleibt. Die geschützten und verschieden bepflanzten Gärten werten die Innenräume auf, ebenso die Ausblicke in den Naturraum der Werraaue. Durch die an der Mittelerschließung angeordneten Räume ist das Haus hochflexibel und der kompakte Baukörper in Herstellung und Betreibung nachhaltig. Die Schlegelmilch GmbH ist eine überregional tätige Firma im Stahl- und Metallbau. Die stetige Expansion der Produktion erforderte eine Vergrößerung des Verwaltungsund Konstruktionsbereichs. Eine horizontale Erweiterung der Flächenkapazität war aus Platzmangel nicht möglich. Die anspruchsvolle Planungsaufgabe bestand darin, das eingeschossige Bürogebäude um zwei Geschosse zu erweitern, ohne die laufenden Arbeitsprozesse durch den Bau zu unterbrechen. Dazu wurde über dem Bestandsgebäude, unabhängig von dessen Tragstruktur, ein zweigeschossiger Neubau errichtet. Die Grundkonstruktion bilden frei vor das Gebäude gesetzte Stahlbetonstützen, die einen 25 Meter langen Stahlbetonträger und die Stahlbetondecke tragen. Die Obergeschosse wurden in Stahlrahmenkonstruktion realisiert. Die Fassade besteht dem Firmenprofil entsprechend aus einer hochwertigen Aluminium-Glas-Konstruktion, die zweiseitig einen Neigungswinkel von fünf Grad aufweist. Das neue Treppenhaus verbindet die drei Ebenen des Gebäudes. Eingang | Foto: Schlegelmilch GmbH 73 UMBAU GRUNDSCHULE IN BARRIEREFREIE WOHNANLAGE FREIFLÄCHENGESTALTUNG KRIEGSGRÄBERSTÄTTE SUHL OT GOLDLAUTER-HEIDERSBACH | ZELLAER STRASSE 50 SUHL OT DIETZHAUSEN | AM RAIN Planungsbüro – Projektscheune – Lönnecker & Diplomingenieure, St. Kilian Planungsbüro – Büro für Freiraumplanung Möbius, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Jens Lönnecker Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Steffen Möbius Bauherr – AWO Alten-, Jugend- und Sozialhilfe (AJS) gGmbH, Erfurt Bauherr – Stadt Suhl, vertreten durch den Eigenbetrieb KDS, Abteilung Grünflächen / ­Friedhöfe Fertigstellung – 10 / ­2014 Fertigstellung – 09 / ­2014 Südwestansicht | Foto: Projektscheune Suhl stellt eine der am schnellsten alternden Kommunen in Thüringen dar. Infolge fehlender Kinder besteht das Erfordernis, vorhandene Schulnetz­konzeptionen kurzfristig fortzuschreiben. 74 Das führt zu Schulschließungen wie 2008 im ländlichen Stadtteil Goldlauter-Heidersbach. Die vormalige, sich exakt im Ortsteilzentrum befindende Grundschule versank in einen fünfjährigen Dornröschenschlaf. Die intakte Infrastruktur und das solide Plattenbauobjekt wurden bewertet und flossen in die Entwicklung eines Nachnutzungskonzeptes ein. Dabei erwies sich die Verwendung vorhandener Substanz als ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich sinnvoll. Nach Baubeginn im Frühjahr 2013 erfolgte die Übergabe im Sommer 2014. Im Ergebnis entstanden acht Wohnungen im Sinne der DIN 18040 Teil 2, zwei ambulant betreute Wohngruppen für je acht Bewohner mit zugehöriger Funktionsstruktur sowie vier Mietwohnungen im Nordflügel. Eine Begegnungsstätte rundet das Angebot ab. Das Vorhaben versteht sich als Beispielprojekt zur Nachnutzung kommunaler Liegenschaften. Die bisherige Darstellung der Gedenkanlage nahm keinen Bezug auf die hier bestatteten zehn ukrai­ nischen Kinder im Alter von null bis vier Jahren sowie vier erwachsenen Zwangsarbeiter, die 1943 aus ihrer Heimat zur Arbeit in den Gustloff-Werken nach Suhl verschleppt wurden. Aufgrund des baulichen Zustandes musste der nach Befehl der sowjetischen Militäradministration 1947 errichtete Obelisk abgerissen werden. Mit der Neugestaltung der Anlage soll vor allem auf den Tod der Kinder hingewiesen werden. Auf dem Grundriss der alten Anlage wurden quadratische Stelen aus hellen Kalkstein eingeordnet. Mit der Wahl des hellen Weichgesteins soll die Unschuld und Zerbrechlichkeit der hier bestatteten Menschen verdeutlicht werden. Durch die nach innen gerichtete Beschriftung muss der Besucher in die Mitte der Anlage treten. Hier wird er umringt von den vier Erwachse- Neugestaltung Kriegsgräberstätte | Foto: Claudia Petter, Suhl nen und zehn Kindern, deren Namen und Daten ihres kurzen Lebens zu Gedenken und Mahnung auffordern: „Nie wieder Krieg – haltet Frieden!“ 75 NEUBAU EINHAUSUNG ANSCHUBSTRECKE NEUBAU ÜBERDACHUNG RENNSCHLITTENBAHN OBERHOF | ALTE OHRDRUFER STRASSE OBERHOF | TAMBACHER STRASSE Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt Planungsbüro – HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure, Erfurt Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. (FH) Michael Häfner Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Felix Harbig | Dipl.-Ing. (FH) Michael Häfner Bauherr – Stadt Oberhof Bauherr – Stadt Oberhof Fertigstellung – 07 / ­2013 Fertigstellung – 09 / ­2014 Startbereich Bob | Foto: Michael Miltzow Zur Rennschlittenbahn in Oberhof gehören eine offene und eine mit Wellblech überdachte Anschubstrecke, die für den Bob- und den Rodelsport genutzt werden können. Für den Betreiber 76 ist eine Einhausung der Anlage wichtig, um die Betriebskosten zu minimieren und Wettkämpfe und Training bei fast allen Witterungsverhältnissen zuzulassen. Die Anschubstrecken für Bob und Rodel blieben baulich und technisch unverändert und wurden in die gewünschte Einhausung integriert. Die Bahnen gaben die geometrische Vorgabe für die Größe der Anlage, die eine Länge von circa 130 Meter und eine Breite von circa sieben Meter besitzt. Die Konstruktion der Einhausung besteht aus einem Stahlrahmen als Pultdach, welcher weitestgehend auf den bestehenden Fundamenten aufgesetzt wurde. Die Verkleidung von Wand- und Dachflächen erfolgt mit gedämmten Sandwichplatten aus beschichtetem Stahlblech. Zur natürlichen Belichtung der Anlage sind Polycarbonatplatten vorgesehen. Die Rennschlittenbahn in Oberhof wurde in den Jahren 1970 / ­1971 erbaut. Sie hat eine Gesamtlänge von circa 1300 Meter und überwindet eine Höhendifferenz von circa 100 Meter. Die Bahntrasse beinhaltet 15 Kurven und den sogenannten Kreisel. Die Bahn wurde als dünnwandige Stahlbetonkonstruktion ausgeführt, die in den Geraden als flacher Trog, in den Kurven als stehende, bis zu 4,50 Meter hohe Schale ausgebildet ist. Die Sportanlage wird vorwiegend für Trainingszwecke von Spitzensportlern und dem Nachwuchs genutzt. Jährlich finden der Weltcup und verschiedene Meisterschaften statt. Für den Betreiber ist eine optimale Überdachung der Anlage wichtig, um die Betriebskosten zu minimieren und die Bahn auch bei extremen Witterungsverhältnissen nutzen zu können. Zum einen soll die Überdachung Training und Wettkämpfe bei fast allen Witterungsverhältnissen zulassen, zum anderen soll das Sporterlebnis der Wettkampfbesucher nicht durch unnötige Sichtbarrieren eingeschränkt werden. Eingang Kurve | Foto: Michael Miltzow 77 AUSGLEICHSMASSNAHMEN ICE-STRECKE NÜRNBERG–ERFURT–BERLIN FREIFLÄCHENGESTALTUNG ULSTERAUEN UND ANGRENZENDE BEREICHE LANDKREIS SONNEBERG, BEREICH SCHALKAU GEISA | STRASSE DES FRIEDENS 2 Planungsbüros – Daber & Kriege GmbH, Blankenfelde-Mahlow | PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl., Erfurt Planungsbüros – STORCH.LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Dresden | Büro für Landschaftsarchitektur Erik Hanf, Suhl Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Tanja Driemel Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Robert Storch Bauherr – DB Projektbau GmbH, Erfurt Bauherr – Stadt Geisa Fertigstellung – 05 / ­2015 Fertigstellung – 10 / ­2014 Einzelbaumpflanzung Deponie Müss | Foto: PSL Landschafts­ architekten Die ICE-Neubaustrecke Ebensfeld–Erfurt ist Bestandteil des „Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8“ zwischen Nürnberg, Erfurt und Berlin. 78 Begleitend zum Streckenausbau mit 22 Tunneln und 29 Talbrücken wurden naturschutzrechtliche und landschaftsgestalterische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ausgeführt. Die vorgestellten Maßnahmen liegen im Landkreis Sonneberg in den Gemeinden und Gemarkungen Welchendorf und Seltendorf sowie Roth, Schalkau, Grümpen, Theuern und Truckenthal. Die Orte liegen am steil abfallenden Südhang des Thüringer Waldes, im Norden begrenzt durch den eindrucksvollen, 867 Meter hohen Bleßberg. Bei den Maßnahmen handelt es sich um den Aufbau von Mischwald und Waldmänteln, die Anlage von Feldhecken / ­Kleingewässern, um Grünlandextensivierung, die Schaffung von Sukzessionsflächen, um Heumulchsaat, die Pflanzung von Laub- und Obstbäumen, die Anbringung von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse sowie die Pflege dieser Leistungen. Im Januar 2012 gewann unser Büro den Realisierungswettbewerb „Neugestaltung der stadtnahen Ulsterauen und angrenzender Bereiche in Geisa“. Die Aufgabe bestand darin, die Auenbereiche am Fuße der Altstadt von Geisa durch den Abbruch der ehemaligen Plastawerke wieder erlebbar zu machen. Unser Entwurf verwandelt die Aue in eine weitläufige und großzügige Wiesenlandschaft. Die Ulster und ihre angrenzenden Bereiche werden so zum zentralen und zusammenhängenden Freiraum der Stadt. Das bestehende Wegenetz erfährt durch die beiden neuen, flußbegleitenden Wege eine Aufwertung. Neue Wegebeziehungen zwischen Altstadt und Kulturhaus entstehen und lassen beide Ufer zusammenwachsen. Die Straßen entlang der Ulster wurden zugunsten einer autofreien Uferzone zurückgebaut. Damit steht die Auenlandschaft zukünftig ausschließlich Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung. Renaturierung der Ulsterauen | Foto: Robert Storch 79 ÜBERSICHT PROJEKTE IN OSTTHÜRINGEN Jena – Neubau Zentrum für Angewandte Forschung – Seite 83 Jena – Innensanierung Nordschule Jena – Seite 84 Jena – Umbau / ­Sanierung Schulstandort Karl-Marx-Allee 7 – Seite 85 Jena – Umbau Produktionshalle in Büro- und Werkstattgebäude – Seite 86 Jena – Umbau Industriehalle in Büro- und Produktionsgebäude – Seite 87 Jena – Neubau „TierGesundheitsZentrum Jena-West“ – Seite 88 PROJEKTE OSTTHÜRINGEN Jena – Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch – Seite 89 Meuselwitz Altenburg Bürgel Jena Bucha Seitenroda Rudolstadt Pößneck Königsee-Rottenbach Gera Jena – Neubau Einfamilienhaus Rosenow – Seite 90 Jena – Freiflächengestaltung Volkspark Oberaue – Seite 91 Pößneck – Sanierung Gymnasium „Am Weißen Turm“ – Seite 92 Rudolstadt – Neubau Zweifeldsporthalle Gymnasium Fridericianum – Seite 93 Bucha – Umbau / ­Freiflächengestaltung Kindertagesstätte – Seite 94 Bucha – Neubau Feuerwehrgerätehaus – Seite 95 Bürgel – Neubau Betriebsgebäude – Seite 96 Seitenroda – Sanierung / ­Erweiterung Logierhaus Leuchtenburg – Seite 97 Gera – Neubau Hauptgeschäftsstelle – Seite 98 Altenburg – Neubau Wohnanlage Sperlingsberg – Seite 99 Königsee-Rottenbach – Gestaltung Stadtstraße und Freiflächen – Seite 100 Meuselwitz – Freiflächengestaltung Eingang „Von-Seckendorff-Park“ – Seite 101 81 NEUBAU ZENTRUM FÜR ANGEWANDTE FORSCHUNG JENA | PHILOSOPHENWEG 7 Planungsbüro – worschech architects, Erfurt Entwurfsverfasser – Dr.-Ing. Claus Dieter Worschech Bauherr – Freistaat Thüringen, vertreten durch das Landesamt für Bau und Verkehr, Gera Fertigstellung – 12 / ­2013 Am Standort Philosophenweg im Campus der Naturwissenschaften ist ein Neubau für Applikations- und Exzellenzforschung der Universität Jena entstanden. Der stark gegliederte Baukörper reagiert auf die bewegte Topo­grafie und stellt mit dem offenen Atrium eine angemessene städtebauliche Beziehung zum Max-Wien-Platz und zum bestehenden Gebäude der Physikalisch-Astronomischen Fakultät her. Zum Philosophenweg öffnet sich der großzügig gestaltete Eingangsbereich des Hauses, welcher den sonst blockartigen Charakter des straßenständigen Baukörpers kontrapunktiert. Die Funktionsbeziehungen im Inneren des Neubaus sind maßgeblich durch die Laborarbeit und die interdisziplinäre Kommunikation geprägt. Die themen­ Haupteingang | Foto: worschech architects bezogene Kooperation mit technologisch führenden Unternehmen der Region wird dazu beitragen, heraus­ ragende Forschungsergebnisse zu erreichen. 83 INNENSANIERUNG NORDSCHULE JENA UMBAU / ­S ANIERUNG SCHULSTANDORT KARL-MARX-ALLEE 7 JENA | DORNBURGER STRASSE 31 JENA | KARL-MARX-ALLEE 7 Planungsbüros – ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH, Jena | Elke Eisenbeiß, Freie Landschaftsarchitektin (FH), Jena Planungsbüros – pbr Planungsbüro Rohling AG Architekten und Ingenieure, NL Jena | RoosGrün PLANUNG, Kromsdorf Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Holger Baum Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Michael Bracke | Dipl.-Ing. (FH) Stefan Rabe Bauherr – Kommunale Immobilien Jena Bauherr – Kommunale Immobilien Jena Fertigstellung – 02 / ­2015 Fertigstellung – 04 / ­2014 Sekretariat Erdgeschoss | Foto: Holger Baum Ziel der Maßnahme war die vollständige Innen­ sanierung des als Grundschule genutzten Gebäudes und die Neugestaltung der Außenanlagen. 84 Gleichzeitig erfolgte der Anbau eines verglasten Aufzugs zur Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs zu allen Etagen. Das im Jahre 1908 erbaute Objekt steht unter Denkmalschutz. Der vom Bauherrn beauftragte Restaurator konnte in fast allen Gebäudeteilen historische Farbfassungen freilegen und dokumentieren. Auf dieser Basis wurde für die Flure und Treppenhäuser ein durchgängiges Farbkonzept nach bauzeitlichem Vorbild erarbeitet und in handwerklich hoher Qualität umgesetzt. Auch die bemerkenswerten Beton- und Werkstein­kon­ struk­tionen im Haupttreppenhaus wurden sorgfältig restauriert. Innerhalb der Klassen- und Nebenräume konnte eine vom Denkmalschutz unabhängige Gestaltung verwirklicht werden. Dabei wurde ein Farbleitsystem für die Geschossebenen entwickelt, welches insbesondere den Kindern eine bessere Orientierung in ihrem Schulhaus ermöglichen soll. Der 1972 erbaute, aus drei in H-Form ange­ ordneten Gebäudeteilen bestehende Plattenbau in der Karl-Marx-Allee in Jena wurde komplett saniert und umgebaut, um den drei sehr unterschiedlichen Schulformen mit insgesamt bis zu tausend Schülern optimale Lernbedingungen zu bieten. Zur Orientierung wurden sowohl im Gebäude als auch an der Außenfassade die Identifikationsfarben der Schulen verwendet. Durch den Anbau von neuen, in Sichtbeton ausgeführten Erschließungsgängen erhielt das Schulzentrum eine vollständige innere Erschließung. Östlich des Schulgebäudes wurde für alle Schulen eine zweigeschossige Aula mit einem 200 Quadratmeter fassenden Veranstaltungs- und Mensasaal erbaut. Zudem wurde das gesamte Gebäude energetisch saniert. Die obere Dachfläche ist vollständig mit Photovoltaikelementen belegt und erzeugt, ersichtlich Ansicht Karl-Marx-Allee | Foto: Michael Miltzow für die Schüler über ein Display im Eingangsbereich, ökologischen Strom. Die Dachflächen im Sichtbereich des Nutzers sind als Gründächer mit extensiver Be­ grünung ausgeführt. 85 UMBAU PRODUKTIONSHALLE IN BÜRO- UND WERKSTATTGEBÄUDE UMBAU INDUSTRIEHALLE IN BÜRO- UND PRODUKTIONSGEBÄUDE JENA | ERNST-RUSKA-RING 11 JENA | ERNST-RUSKA-RING 23 Planungsbüro – wurm + wurm architekten ingenieure gmbh, Bühl / ­Baden Planungsbüro – wurm + wurm architekten ingenieure gmbh, Bühl / ­Baden Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Robert Wurm Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Robert Wurm Bauherr – Christoplan GmbH, Garching Bauherr – Christoplan GmbH, Garching Fertigstellung – 03 / ­2012 Fertigstellung – 09 / ­2014 Südostansicht | Foto: Ester Havlova Die Aufgabe bei diesem Projekt bestand darin, eine leer stehende, in Typenbauweise aus Betonfertigteilen errichtete Produktionshalle in ein flexibel 86 vermietbares Büro- und Werkstattgebäude umzubauen. In der vorhandenen Kubatur war eine Struktur zu schaffen, die eine Belegbarkeit mit bis zu acht eigenständigen Nutzungseinheiten ermöglicht. Um die geforderte Nutzfläche zu erhalten, wurde eine zusätzliche Geschossdecke in die hallenhohen Räume eingebaut. Die Mittelachse der insgesamt neun Achsfelder wurde als gemeinsames Foyer und Erschließungszone über beide Ebenen ausgebildet und mit zwei Außeneingängen ausgestattet. An diesem Bereich sind zwei begehbare Lichthöfe angeordnet. Die Wandverkleidungen aus großflächigen Betonsandwichelementen wurden vollständig entfernt, das bestehende Tragwerk der Hallenkonstruktion statisch ertüchtigt. Die klein­teilige Fenster­ aufteilung der neuen Fassade wird mit vorhang­ artigen, aus individuell gekanteten Blechtafeln bestehenden Fassadenbändern umfasst. Die Aufgabenstellung dieses Projektes sah vor, eine leer stehende Industriehalle in Typenbauweise aus Vorwendezeiten in ein modernes und flexibel nutzbares Büro- und Produktionsgebäude umzunutzen. Das neue Gebäude sollte bis zu fünf Firmen beherbergen können. Um die erforderliche Nutzfläche zu erreichen, wurden zwei Geschossdecken auf einem vom Bestand unabhängigen Tragwerk in die Halle eingestellt. Zusätzliche Stützen wurden hinter den bestehenden Stützen an der Fassade platziert und tragen zusammen mit dem gemauerten Sanitärkern und dem Fahrstuhlschacht die Last der Geschossdecken ab. Nach Rückbau der Bestandsfassade und Erstellung des inneren Tragwerkes wurde das Gebäude mit einer ersten Fassadenschicht aus raumhohen Fensterelementen geschlossen. Dieser Ebene wurde eine weitere Hülle aus Betonfertigteilen vorgestellt. Diese zieht Südwestansicht | Foto: Ester Havlova sich als perforierte Wand, wie ein vorgestellter Schirm, um das Gebäude. Das strenge Muster der Fensteröffnungen und die weit zurückliegenden Fenster erinnern an einen Scherenschnitt. 87 NEUBAU „TIERGESUNDHEITSZENTRUM JENA-WEST“ INNENRAUMGESTALTUNG FACHARZTPRAXIS DR. HUMBSCH JENA | ERFURTER STRASSE 50 JENA | GRIETGASSE 13 A Planungsbüro – ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH, Jena Planungsbüro – GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt, Jena Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Bernd Wienstroer Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Gisbert Bachrodt Bauherr – privat Bauherr – Dr. Alexander Humbsch, Jena Fertigstellung – 10 / ­2014 Fertigstellung – 08 / ­2014 Straßenseite | Foto: Holger Baum Für Hund, Katze, Taube, Chamäleon und andere tierische Patienten öffnete das „TierGesundheits­ Zentrum Jena-West“ in der Erfurter Straße Ende 88 2014 seine Türen. In enger Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft und Planern wurde das Vorhaben auf dem Grundstück einer ehemaligen Tankstelle bzw. Autowerkstatt realisiert. Dabei wurde auch die umweltgerechte Entsorgung aller Alt­lasten erfolgreich und innerhalb des Kostenrahmens gemeistert. In hellgrauem Putzgewand zeigt sich das tief in den Hang eingeschobene Erdgeschoss. Ebenerdig beherbergt es Empfang, Warte­ bereiche, Behandlungs- und Operationsräume sowie Labor, Röntgen, Tierstation und Tierphysiotherapie. Das dunkelgrau verputzte Obergeschoss nimmt in seiner Kubatur einen Schulungsraum, Mitarbeiterbereiche und die Haustechnik auf. Zusätzlich bietet es eine großzügige Dachterrasse. Vorgelagerte Stellplätze sowie die zwischen Gebäude und Grundstücksgrenze liegende Ver- und Entsorgungszone vervollständigen das Ensemble. Die Facharztpraxis für Orthopädie und Unfall­ chirurgie befindet sich im Zentrum von Jena, in einem neu errichteten Gebäude. Der Praxisgrundriss fußt auf dem Grundriss von ehemals geplanten zweieinhalb Wohnungen. Die Aufgabe bestand darin, eine Praxis so zu arrangieren, dass sie den heutigen und zukünftigen Ansprüchen an eine medizinische Einrichtung genügt. Ziel der Planung war, eine Zentrale mit möglichst kurzen Wegen für alle Nutzer zu schaffen. Die Zonen der Praxis sind für Patienten gut ablesbar. Gestalterisch orientiert sich die Innenraumgestaltung an der Moderne, wobei auf hochwertige und natürliche Stoffe bei der Materialwahl geachtet wurde. Die Farbigkeit basiert auf erdigen Tönen, welche eine angenehme und entspannende Atmosphäre schaffen. Die Grund­ farbe wird in verschiedenen Luminanzen eingesetzt und mit einem frischen Grün kontrastiert. Wartezone | Foto: GiSi.architecture 89 NEUBAU EINFAMILIENHAUS ROSENOW FREIFLÄCHENGESTALTUNG VOLKSPARK OBERAUE JENA | KERNBERGSTRASSE 65 A JENA | RASENMÜHLENINSEL / ­B URGAUER WEG Planungsbüro – Architekturbüro Hennig, Jena Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Knut Hennig Planungsbüros – DANE Landschaftsarchitektur BDLA, Weimar | Ulrich Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, Jena Bauherr – privat Entwurfsverfasser – Michael Dane | Dipl.-Ing. (FH) Ulrich Boock Fertigstellung – 08 / ­2014 Bauherr – Stadt Jena Fertigstellung – 08 / ­2014 Nordwestansicht | Foto: Knut Hennig 90 Hauptanliegen bei der Planung des Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung war die optimale Einordnung des Gebäudes in die Hangsituation unter Beachtung der Belichtung der Hauptwohnbereiche, welche nach Südwesten orientiert sind. Die Einliegerwohnung ist hangseitig erschlossen und ermöglicht den ungehinderten Talblick nach Westen. Beide Wohnungen haben Zutritt zur großzügigen Dachterrasse. Das Gebäude ist im Standard KfW-Effizienzhaus 70 nach Energie­ einsparverordnung 2009 geplant und ausgeführt. Heizung und Warmwasserbereitung werden über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe betrieben. Der Volkspark Oberaue in Jena ist die größte zusammenhängende Grünanlage Jenas. 2002 wurde sie als Kulturdenkmal ausgewiesen. Die Besonderheit des Parks liegt im Zusammenspiel von behutsam gestalteter Landschaft, gartenkünstlerisch gestalteten Bereichen und geschickter Verbindung zur Umgebung. Die Erneuerung dieser Qualitäten war unter anderem Aufgabe der Sanierung. 2011 wurden DANE Landschaftsarchitektur und Ulrich Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt mit der Umgestaltung je eines Teils der Anlagen auf der Rasenmühleninsel beauftragt. Ausgehend von der Parkhistorie und der denkmalpflegerischen Zielstellung sollten die Freiräume im Park wieder erlebbar werden. Verschiedene Besucheransprüche waren zu berücksichtigen, besonders sensible Bereiche durch neue Angebote an anderer Stelle zu entlasten. So wurden die Kegelbahnanlage aus den Boule-Fläche | Foto: Büro Boock 1980er Jahren in einen Picknickplatz umgewandelt, die Freifläche am Glashaus neu gestaltet sowie eine großzügige Boule-Fläche und eine SlacklineAnlage errichtet. 91 SANIERUNG GYMNASIUM „AM WEISSEN TURM“ NEUBAU ZWEIFELDSPORTHALLE GYMNASIUM FRIDERICIANUM PÖSSNECK | AM SCHULPLATZ 1 RUDOLSTADT | WEINBERGSTRASSE 1A Planungsbüro – gildehaus . reich architekten, Weimar Planungsbüro – Wittenberg Architektur, Weimar Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Torsten Köppe Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Thomas Wittenberg | Dipl.-Ing. Anke Spittel Bauherr – Landkreis Saale-Orla-Kreis, Schleiz Bauherr – Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Saalfeld Fertigstellung – 09 / ­2014 Fertigstellung – 12 / ­2012 Nordostansicht | Foto: Michael Miltzow 92 Das Gebäude, in der Zeit von 1885 bis 1888 erbaut, ist als Kulturdenkmal im Sinne des Thüringer Denkmalschutzgesetzes eingestuft. Die Generalsanierung des Gymnasiums wahrt unter Berücksichtigung der Anforderungen an eine moderne Schule den historischen Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes und stärkt zugleich die funktionalen Abläufe des Schulbetriebes. Als Erweiterung wurden dem Gebäude vier Ergänzungsneubauten angefügt. Die Stahl-Glas-Fassaden ordnen sich in Struktur und Farbigkeit den historischen Klinkerflächen unter, bleiben jedoch als zeitgemäße Ergänzungen erkennbar. Das Foyer und die angrenzende Schülermensa bilden den zentralen Eingangsbereich der Schule. Mit der Neueinrichtung der Mensa an dieser exponierten Stelle gelingt es, die Attraktivität der Schüler- und Lehrerversorgung innerhalb der Schule zu erhöhen. Eine wichtige Besonderheit des Turmgymnasiums bildet die gut erhaltene historische Lüftungsanlage der Klassenräume aus dem Jahr 1886. Die historischen Schächte wurden durch neue Innenrohre wieder nutzbar gemacht. Die Sporthalle befindet sich auf dem südlichen Teilgrundstück des Gymnasiums Fridericianum in der Rudolstädter Innenstadt. Um den alten Baumbestand auf dem Grundstück weitestgehend zu erhalten, ist die Halle von der westlichen Baugrenze zurückgesetzt. Das Bauwerk gliedert sich in zwei Bauteile – den flachen Nebenbereich und die eigentliche Halle, welche im Lichten eine Mindesthöhe von sieben Meter hat. Am Haupteingang samt Vorraum schließen sich zwei Umkleiden mit jeweils einer Sanitärzelle, das Lehrerzimmer, die Geräte­ räume sowie, am Ende des Nebentraktes, der Judo-Raum an. Die Halle selbst hat eine Abmessung von 31 mal 27 Meter und kann mittels eines Trennvorhangs in zwei Einzelfelder getrennt werden. Eine großzügige, verglaste Nordfront, Oberlichter sowie ein weiteres Lichtband in der Südfassade sorgen für eine lichtdurchflutete Halle. Durch eine Außenansicht | Foto: Claus Bach zusätzlich zur normalen Schulausstattung errichtete Kletterwand kann der Schulsport sehr abwechslungsreich gestaltet werden. 93 UMBAU / ­F REIFLÄCHENGESTALTUNG KINDERTAGESSTÄTTE NEUBAU FEUERWEHRGERÄTEHAUS BUCHA | DORFSTRASSE 36 A BUCHA | DORFSTRASSE 100 Planungsbüro – Helk Architekten und Ingenieure GmbH, Mellingen Planungsbüro – Helk Architekten und Ingenieure GmbH, Mellingen Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Nils Havermann | Dipl.-Ing. Andreas Kroße Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Nils Havermann | Dipl.-Ing. Andreas Kroße Bauherr – Gemeinde Bucha, vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“, Kahla Bauherr – Gemeinde Bucha, vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft „Südliches Saaletal“, Kahla Fertigstellung – 11 / ­2014 Fertigstellung – 11 / ­2014 Rettungstreppe | Foto: Alexander Burzik Im Zuge einer Gefahrenverhütungsschau wurden bei der Kita in Bucha brandschutztechnische Mängel festgestellt. Diese und die fehlende barriere­freie Erschließung waren mit sehr begrenzten kommu- 94 nalen Mitteln zu beheben. Die realisierten Maßnahmen beschränken sich im Wesentlichen auf die Außen­hülle und die Freianlagen. Im Eingangsbe­ reich wurde eine neue Treppenanlage errichtet, die über die gestalterische Betonung des Eingangs­ bereichs hinaus gleich mehrere Anforderungen er­füllt: die Erschließung von Erd- und Obergeschoss (Rettungsweg) sowie die Überdachung von Eingang und Kellertreppe. Die Freianlagen wurden in „Wellenform“ um das Gebäude herum neu modelliert, so dass die „Wellenkämme“ die Eingänge des erhöhten Erdgeschosses berühren. Ein im Halbkreis geführter Gehweg mit leichtem Gefälle ermöglicht den barrierefreien Zugang und bietet den Kindern eine „Bobbycar-Bahn“. Die ehemals ebene Hof­fläche wurde durch die Geländemodellierung belebt und dient den Kindern als abwechslungsreiche Spiel- und Bewegungsfläche. Durch die Fertigstellung des Jagdbergtunnels vergrößerte sich der Aufgabenbereich der freiwilligen Feuerwehr in Bucha. Für die Einsätze am Westportal des Tunnels wurde vom Land ein spezielles Tunnellöschfahrzeug bereitgestellt. Das alte „Spritzenhaus“ musste durch einen zeitgemäßen und kostengünstigen Neubau ersetzt werden. Der Neubau beherbergt drei Stellplätze und ist entsprechend den Anforderungen der „Feuerwehr-DIN“ (DIN 14092) ausgestattet. Im Erdgeschoss befinden sich neben der Fahrzeughalle eine Werkstatt, ein Trockenraum, Lager- und Technikräume sowie die Umkleide- und Sanitärräume. Das Obergeschoss bietet Raum für einen großzügigen Schulungsraum mit Teeküche, Büroräume und einen Raum für die Jugendfeuerwehr. Alle im Einsatzfall notwendigen Funktionen befinden sich im Erdgeschoss, um die Westansicht | Foto: Alexander Burzik Unfall­gefahr für die Einsatzkräfte zu minimieren. Die Umkleideräume sind so gestaltet, dass auf die wechselnde Zusammensetzung der freiwilligen Feuerwehr flexibel reagiert werden kann. 95 NEUBAU BETRIEBSGEBÄUDE SANIERUNG / ­E RWEITERUNG LOGIERHAUS LEUCHTENBURG BÜRGEL | IN DEN SATTELN 11 SEITENRODA | DORFSTRASSE 100 Planungsbüros – Architektur- u. Sachverständigenbüro projektRAUM, Weimar | Architekturbüro Andrea Umlauf, Weimar Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Jörg Kießling Entwurfsverfasser – Dr.-Ing. Volker Drusche | Dipl.-Ing. Andrea Umlauf Bauherr – Stiftung Leuchtenburg, Seitenroda Bauherr – InnoKlim e. G., Bürgel Fertigstellung – 03 / ­2015 Planungsbüro – Bau-Consult Hermsdorf Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH, Hermsdorf Fertigstellung – 10 / ­2013 Südostansicht | Foto: V. Drusche Die Gestaltung und innere Organisation spiegelt den innovativen Charakter wider und ermöglicht eine flexible Anpassung an die Unternehmensentwicklung. Zum Erhalt 96 eines dauerhaft umweltschonenden und kostengünstigen Gebäudebetriebs kamen zukunftsfähige Dämmqualitäten zur Ausführung. Der Wärmebedarf ist derart gemindert, dass die Wärmeerzeugung vollständig auf der Basis regenerativer Energien erfolgen kann. Der Primärenergiebedarf liegt mehr als 60 Prozent unter der Anforderung gemäß Energieeinsparverordnung. Durch die geplante Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Süddach wird das Gebäude zum Plusenergiehaus! Am Betriebsgebäude der Firma InnoKlim konnte gezeigt werden, dass ein integraler Planungsansatz zu einem gestalterisch und wirtschaftlich überzeugenden Gesamtergebnis führt. Weitere Beteiligte: Dirk Lind, Gotha (HLS-Planung); Gabriel Urban, Weimar (Bauleitung); Martin Luck, Weimar. Mit der im März 2015 vollständig eröffneten Dauerausstellung „Porzellanwelten Leuchtenburg“ wird ein weiterer Meilenstein der konzeptionellen Umnutzung der Burg abgeschlossen. In den neu entstandenen Räumlichkeiten wurden durch internationale Künstler sieben Welten errichtet, welche das Porzellan im neuen Kontext darstellen. Die zur Verfügung stehenden Räume im bestehenden Logierhaus reichten für die Konzeption der Welten und zugehöriger Funktionsflächen nicht aus. So wurde das bestehende Gebäude an der Nordseite um einen neuen Anbau erweitert. Baufeld war eine sehr beengte Restfläche, welche von der umgebenden Burgmauer begrenzt wurde. Eine Bebauung war somit nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die äußeren Umrisse des Neubaus passen sich dem Verlauf der alten Burgmauer an. Nordansicht | Foto: Stephan Preißler Die dadurch entstandene Kantigkeit und Geschlossenheit der Fassade spiegeln den angetroffenen Burgcharakter wider. 97 NEUBAU HAUPTGESCHÄFTSSTELLE NEUBAU WOHNANLAGE SPERLINGSBERG GERA | LEIPZIGER STRASSE 39 ALTENBURG | SPERLINGSBERG 13 –16 Planungsbüro – Euen, Wolf und Winter GmbH – Architektur- und Ingenieurbüro, Gera Planungsbüro – Euen, Wolf und Winter GmbH – Architektur- und Ingenieurbüro, Gera Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Mario Bürger Entwurfsverfasser – Dipl.-Architektin Susann Euen Bauherr – Geraer Bank e. G. Bauherr – AWG Wohnungsgenossenschaft e. G., Altenburg Fertigstellung – 05 / ­2014 Fertigstellung – 12 / ­2014 Cafeteria | Foto: Christoph Beer Bei dem Neubau handelt es sich um einen fünf­ geschossigen Baukörper mit Archiv und Stell­plätzen im Kellergeschoss sowie einem Parkdeck im Erd­geschoss. Das Gebäude dient als Erweiterung 98 des Nachbarhauses und ist für eine Büronutzung vorgesehen. Der Zugang zu den jeweiligen Etagen erfolgt durch einen separaten Zugang aus dem Treppenhaus der Geraer Bank in der Leipziger Straße 41. Die neuen Stellplätze sind im Erdgeschoss von der Leipziger Straße aus zugänglich. Die Kellergeschossstellplätze werden über die Zufahrt der Geraer Bank erreicht. Der Neubaukörper orientiert sich am ursprünglichen Bestandsgebäude. Der Innenbereich des Gebäudes wird durch einen Lichthof mit Tageslicht versorgt. Durch die großflächige Verglasung in den Obergeschossen erhält die Fassade einen modernen Charakter. Im Erdgeschossbereich sind straßenseitig eine wärmegedämmte Vorhangfassade mit Schaukästen sowie die Zufahrt auf das Parkdeck samt Rolltor angebracht. Die Fenster- und Attikahöhen orientieren sich am Gebäude der Geraer Bank. Bei dem Geschosswohnungsbau handelt es sich um einen dreigliedrigen Baukörper mit einer funk­ tionalen Verbindung über Laubengänge in allen Geschossen. Das Kellergeschoss ist baulich und funktional miteinander verbunden. Die interne Erschließung aller Gebäudeteile erfolgt über außen liegende, nach Osten bzw. Norden ausgerichtete Laubengänge. Über neu geplante Aufzüge ist der barrierefreie Zugang zu allen Wohnungen sowie der Abstellbereiche im Kellergeschoss möglich. Mit dem Bauvorhaben wurden Eineinhalb-, Zwei- und Dreiraumwohnungen realisiert. Mehrere Wohnungen sind barrierefrei. Zusätzlich zu den 51 Woh­ nungen entstehen im Bauteil C eine Begegnungsstätte mit einem angegliederten Pflegebad und eine Gästewohnung. Alle Wohneinheiten wurden mit einer Loggia bzw. einem Balkon ausgestattet, der ebenfalls barrierefrei begangen werden kann. Ansicht bei Nacht | Foto: Christoph Beer 99 GESTALTUNG STADTSTRASSE UND FREIFLÄCHEN FREIFLÄCHENGESTALTUNG EINGANG „VON-SECKENDORFF-PARK“ KÖNIGSEE-ROTTENBACH OT KÖNIGSEE | BAHNHOFSTRASSE 8 MEUSELWITZ | AN DER MÜHLE Planungsbüro – Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel, Erfurt Planungsbüro – Metzner, Ignaczak & Partner – Architekten und Stadtplaner, Gera Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. (FH) Frank-Dirk Feistel Entwurfsverfasser – Dipl.-Ing. Stephan Oertel Bauherr – Stadt Königsee-Rottenbach Bauherr – Stadt Meuselwitz Fertigstellung – 05 / ­2014 Fertigstellung – 11 / ­2013 Bushaltestelle und Stadtübergang 100 Für die Verbesserung der Anbindungen zur Innenstadt waren eine Baulücke zur Bushaltestelle und der Übergangsbereich in die Innenstadt umzugestalten. Die gesamte Bahnhofstraße wurde grundhaft mit erneuert. Die Fassadenfluchten wurden durch eine Pergola, welche die Bushaltestelle überdacht, wieder aufgenommen. Die Freifläche in der Baulücke wurde in drei Bereiche höhengestaffelt gegliedert. Die obere Ebene wurde mit direktem Bezug zur Altstadt für eine spätere Kiosk­ bewirtschaftung ausgelegt. Die mittlere Ebene ist als bevorzugte Verweilfläche durch Höhensprünge gut abgeschirmt. Neben einem Solitärbaum und einem Trinkbrunnen wird die Fläche durch Sitzmauern gerahmt. Die überspannende Stahlpergola schafft den Rahmen für die wettergeschützen Flächen des Buswartebereiches und in der Hauptfunktion den Baulückenschluss in der Fassadenfront der Bahnhofstraße. Das nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig abgebrochene Wasserschloss bildete als bauliches Gegenüber der Orangerie einen Endpunkt der Hauptachse im „Von-Seckendorff-Park“. Mit der Maßnahme zur Umgestaltung des ehemaligen Schlossareals entstand eine vielgestaltige Freianlage, welche die regional bedeutsame Parkanlage mit der Altstadt verknüpft und damit die Funktion eines würdigen Parkeingangsbereiches übernimmt. Ein wichtiges Leitbild der Planung war dabei auch, die ehemalige kulturhistorische Bedeutung und baustrukturelle Prägung des Areals mit zeit­ge­ mäßen Gestaltungsmöglichkeiten hervorzuheben. So wurde der genaue Umriss des abgebrochenen Schlosses anhand alter Pläne rekonstruiert und durch niedrige Landschaftsmauern innerhalb der neu entstandenen Grünanlage exakt nachgezeichnet. Die einst ortsstrukturprägende Bedeutung der Schlossgebäude wird zudem durch Baumblöcke Bereich der ehemaligen Parkbrücke zum Festsaal des Schlosses | Foto: Stephan Oertel angedeutet. Der Bereich des ehemaligen Festsaales wurde unter anderem durch eine „Festtafel“ mit individuell gestalteten Stadtmöblierungselementen hervorgehoben. 101 ÜBERSICHT DER PROJEKTE NACH NUTZUNG Leinefelde-Worbis – Neubau barrierefreies Wohnen Goethestraße – Seite 67 Suhl – Umbau Grundschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 74 WOHNEN Jena – Neubau Einfamilienhaus Rosenow – Seite 90 Erfurt – Instandsetzung / ­Modernisierung Wohnhäuser – Seite 24 Altenburg – Neubau Wohnanlage Sperlingsberg – Seite 99 Erfurt – Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus – Seite 25 Erfurt – Neubau Mehrgenerationenwohnhaus „Haus am Bache“ – Seite 26 KULTUR, BILDUNG, FREIZEIT Erfurt – Neubau Wohn- und Begegnungshaus „MIA“ – Seite 27 Erfurt – Umbau / ­Innenraumgestaltung Messe-Restaurant – Seite 21 Erfurt – Umbau Regelschule in barrierefreie Wohnanlage – Seite 28 Erfurt – Erweiterung Kindertagesstätte „Haus der Grashüpfer“ – Seite 22 Erfurt – Neubau Wohnhaus Zeppelinstraße – Seite 29 Erfurt – Neubau Kindertagesstätte „Mittelhäuser Spatzen“ – Seite 23 Erfurt – Neubau Wohnhaus „Stadtblick“ – Seite 30 Erfurt – Neubau Kindertagesstätte und Wohnhaus – Seite 25 Erfurt – Neubau Stadtvilla Barbarossahof – Seite 31 Weimar – Sanierung / ­Erweiterung Staatliches Berufsbildungszentrum Weimar – Seite 36 Erfurt – Neubau Wohnhaus „H6“ – Seite 32 Weimar – Neubau Digitallabor – Seite 37 Erfurt – Neubau Einfamilienhaus Barbarossahof 7 – Seite 33 Weimar – Denkmalpflegerische Instandsetzung Orangerie Belvedere – Seite 39 Erfurt – Erweiterung Wohnhaus „Auf der Mauer“ – Seite 34 Weimar – Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar – Seite 40 Weimar – Neubau Einfamilienhaus Familie Uebbing – Seite 44 Weimar – Neubau Kindergarten – Seite 42 Wolfsberg – Erweiterung Wohnraum – Seite 51 Weimar – Neubau Kinderkrippe – Seite 43 Nordhausen – Umbau „Hochhaus am Grimmelhof“ – Seite 56 Ilmtal-Weinstraße – Erweiterung Kindertagesstätte „Zum Bienenschwarm“ – Seite 46 Nordhausen – Umbau Medizinische Fachschule Trakt 1 in Wohnungsbau – Seite 57 Kromsdorf – Neubau Funktionsgebäude Sportplatz (Erster Bauabschnitt) – Seite 47 Nordhausen – Umbau / ­Sanierung „Haus Altendorf 41“ – Seite 58 Gotha – Umbau Winterpalais in Stadtbibliothek „Heinrich Heine“ – Seite 48 Ellrich – Neubau Wohnhaus Schärf – Seite 60 Weißensee – Instandsetzung / ­Umbau Stadtkirche St. Peter und Paul – Seite 49 Neustadt – Neubau Einfamilienhaus – Seite 61 Ilmenau – Sanierung Berg- und Jagdhotel Gabelbach – Seite 50 Kirchheilingen – Sanierung / ­Erweiterung Wohnhaus Ahrens – Seite 64 Nordhausen – Erweiterung Bibliothek Hochschule Nordhausen – Seite 55 Leinefelde-Worbis – Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“ – Seite 66 Werther – Umbau / ­Sanierung Grundschule Werther – Seite 62 102 103 Heilbad Heiligenstadt – Ersatzneubau Multifunktionssporthalle – Seite 63 VERWALTUNG UND FORSCHUNG Volkerode – Erweiterung Wehrturm der Burganlage Volkerode – Seite 65 Jena – Neubau Zentrum für Angewandte Forschung – Seite 83 Mühlhausen – Freiflächengestaltung / ­Anbau Jugendkirche Mühlhausen – Seite 69 Oberhof – Neubau Einhausung Anschubstrecke – Seite 76 HANDEL, INDUSTRIE, GEWERBE Oberhof – Neubau Überdachung Rennschlittenbahn – Seite 77 Weimar – Umbau Mehrzweckgebäude – Seite 41 Jena – Innensanierung Nordschule Jena – Seite 84 Nordhausen – Neubau Landmaschinenbetrieb – Seite 59 Jena – Umbau / ­Sanierung Schulstandort Karl-Marx-Allee 7 – Seite 85 Vacha – Neubau Behindertenwerkstatt – Seite 72 Pößneck – Sanierung Gymnasium „Am Weißen Turm“ – Seite 92 Suhl – Erweiterung Bürogebäude – Seite 73 Rudolstadt – Neubau Zweifeldsporthalle Gymnasium Fridericianum – Seite 93 Jena – Umbau Produktionshalle in Büro- und Werkstattgebäude – Seite 86 Bucha – Umbau / ­Freiflächengestaltung Kindertagesstätte – Seite 94 Jena – Umbau Industriehalle in Büro- und Produktionsgebäude – Seite 87 Seitenroda – Sanierung / ­Erweiterung Logierhaus Leuchtenburg – Seite 97 Bucha – Neubau Feuerwehrgerätehaus – Seite 95 Bürgel – Neubau Betriebsgebäude – Seite 96 PFLEGE UND GESUNDHEIT Gera – Neubau Hauptgeschäftsstelle – Seite 98 Leinefelde-Worbis – Neubau „DRK Seniorenzentrum am Leinebad“ – Seite 66 Jena – Neubau „TierGesundheitsZentrum Jena-West“ – Seite 88 INNENRAUMGESTALTUNG Jena – Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch – Seite 89 Erfurt – Umbau / ­Innenraumgestaltung Messe-Restaurant – Seite 21 Weimar – Innenraumgestaltung Dorotheenhof Weimar – Seite 40 Jena – Innenraumgestaltung Facharztpraxis Dr. Humbsch – Seite 89 104 105 FREIFLÄCHENGESTALTUNG ÜBERSICHT DER PLANUNGSBÜROS Erfurt – Gestaltung Garten mit Sommerküche Universität Erfurt – Seite 35 Weimar – Freiflächengestaltung Herderplatz – Seite 38 Weimar – Gestaltung Garten „BEN“ – Seite 45 Leinefelde-Worbis – Freiflächengestaltung Ortseinfahrt mit Kreisel – Seite 68 Mühlhausen – Freiflächengestaltung / ­Anbau Jugendkirche Mühlhausen – Seite 69 AIG Gotha GmbH Architekten & Ingenieure Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl GbR Gartenstraße 46–50 | 99867 Gotha Vorwerksgasse 5 / 7 | 99423 Weimar Telefon (03621) 35 61 41 Fax (03621) 35 61 00 Telefon (03643) 24 92 0 Fax (03643) 24 92 20 E-Mail [email protected] Web www.aig-gotha.de E-Mail [email protected] Web www.architechnik.de Architektur + Innenarchitektur Hornschuh + Besinger Architekturbüro Hennig Bürogemeinschaft Marktstraße 23 | 07747 Jena Schwanitzstraße 2 a | 98693 Ilmenau Telefon (03641) 37 08 36 Fax (03641) 37 15 75 Schalkau – Ausgleichsmaßnahmen ICE-Strecke Nürnberg–Erfurt–Berlin – Seite 78 Telefon (03677) 20 89 42 E-Mail [email protected] Geisa – Freiflächengestaltung Ulsterauen und angrenzende Bereiche – Seite 79 E-Mail [email protected] Web www.architekt-hennig-jena.de Architektur- u. Sachverständigenbüro projektRAUM Architekturbüro Ludwig Dipl.-Ing. Steffen Ludwig Suhl – Freiflächengestaltung Kriegsgräberstätte – Seite 75 Jena – Freiflächengestaltung Volkspark Oberaue – Seite 91 Bucha – Umbau / ­Freiflächengestaltung Kindertagesstätte – Seite 94 Königsee-Rottenbach – Gestaltung Stadtstraße und Freiflächen – Seite 100 Meuselwitz – Freiflächengestaltung Eingang „Von-Seckendorff-Park“ – Seite 101 Amselweg 3 | 99423 Weimar Friedrich-König-Straße 6 | 98527 Suhl Telefon (03643) 77 22 74 Fax (03643) 77 22 75 Telefon (03681) 455 00 0 Fax (03681) 455 00 11 E-Mail [email protected] Web www.biag-sv.de E-Mail [email protected] Architektur- und Ingenieurbüro Nordhausen GmbH Web www.architekten-ludwig.de Köllingstraße 13 | 99734 Nordhausen Architekturbüro Stadermann – Architekten BDA Telefon (03631) 61 32 0 Fax (03631) 61 32 50 Winkelstraße 12 a | 37327 Hausen E-Mail [email protected] Web www.a-ing.de Telefon (03605) 561 90 Fax (03605) 51 31 87 architektur-design-Linse E-Mail [email protected] Web www.aos-online.de Am Schwemmbach 53 | 99099 Erfurt Architekturbüro Tobias Winkler Telefon (0361) 26 29 35 6 Fax (0361) 26 28 96 27 Ebertplatz 4 | 99734 Nordhausen E-Mail [email protected] Web www.architektur-linse.de Telefon (03631) 97 42 59 Fax (03631) 47 79 45 Architekturbüro Andrea Umlauf E-Mail [email protected] Erfurter Straße 15 | 99423 Weimar Architekturbüro Wagner, Matthias Wagner Dipl.-Ing. (fh) Telefon (03643) 773 68 93 Altendorf 41 | 99734 Nordhausen E-Mail [email protected] Telefon (03631) 651 94 40 Fax (3631) 651 94 45 Architekturbüro Caspari E-Mail [email protected] Steinweg 4 | 98617 Meiningen Web www.architekturbuero-wagner.net Telefon (03693) 412 87 Fax (03693) 474 48 E-Mail [email protected] 106 107 Architekturbüro Weingart Büro für Freiraumplanung Möbius Elke Eisenbeiß, Freie Landschaftsarchitektin (FH) Hartmann + Helm Planungsgesellschaft mbH Albrechtstraße 40 | 99092 Erfurt Am Stollberg 32 | 99085 Erfurt Sophienstraße 42 | 07743 Jena Schillerstraße 9 a | 99423 Weimar Telefon (0361) 211 35 43 Fax (0361) 211 35 40 Telefon (0361) 746 30 46 Fax (0361) 746 30 47 Telefon (03641) 927 97 71 Fax (03641) 927 05 18 Telefon (03643) 24 75 0 Fax (03643) 24 75 16 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] Web www.eeisenbeiss.de E-Mail [email protected] Web www.hhpg.de Web www.weingart-architekten.de Büro für Landschaftsarchitektur Erik Hanf ETB Bauprojekt Architektur- und Ingenieurbüro Jena GmbH Haus-mit-Zukunft | Architekten + Ingenieure Arge Orangerie Pfarrstraße 13 | 98529 Suhl Alexander-Puschkin-Platz 5 | 07745 Jena Barbarossahof 6 | 99092 Erfurt siehe: Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA bzw. Telefon (03681) 70 96 96 Fax (03681) 70 96 97 Telefon (03641) 61 67 55 Fax (03641) 61 77 53 Telefon (0361) 430 60 44 Fax (0361) 430 60 45 Architekturbüro Dr. Lutz Krause + Alexander Pfohl GbR E-Mail [email protected] Web www.hanf-la.de E-Mail [email protected] Web www.etb-bauprojekt.de E-Mail [email protected] Web www.haus-mit-zukunft.de arko bauplanung GmbH Büro für Landschaftsarchitektur Frank Feistel Euen, Wolf und Winter GmbH – Hauschild-Architekten BDA Riemannstraße 1a | 99734 Nordhausen Poststraße 3 | 99094 Erfurt Architektur- und Ingenieurbüro Espachstraße 7 a | 99094 Erfurt Telefon (03631) 60 86 0 Fax (03631) 60 86 42 Telefon (0361) 225 70 17 Fax (0361) 225 70 27 Untermhäuser Straße 14 | 07548 Gera Telefon (0361) 225 52 73 Fax (0361) 225 52 75 E-Mail [email protected] Web www.arko-bauplanung.de E-Mail [email protected] Web www.buero-feistel.de Telefon (0365) 824 10 0 Fax (0365) 824 10 13 E-Mail [email protected] AV1 Architekten GmbH Büro für Landschaftsarchitektur Regina Schmalz E-Mail [email protected] Web www.eww-gera.de Web www.hauschild-architekten.de Kanalstraße 75 | 67655 Kaiserslautern Cyriakstraße 15 | 99094 Erfurt Fischer Architekten | BDA Heinisch Landschaftsarchitekten Telefon (0631) 34 10 99 0 Fax (0631) 34 10 99 69 Telefon (0361) 562 16 27 Fax (0361) 226 15 21 Vorwerksgasse 1 | 99423 Weimar Schloßberg 4 | 99867 Gotha E-Mail [email protected] Web www.av1architekten.de E-Mail [email protected] Telefon (03643) 85 12 50 Fax (03643) 85 12 52 Telefon (03621) 733 81 81 Fax (03621) 733 81 82 E-Mail [email protected] Web www.la-heinisch.de B19 ARCHITEKTEN BDA Casparius Architekten & Ingenieure E-Mail [email protected] Nürnberger Straße 27 | 36456 Barchfeld Michaelisstraße 46 | 99084 Erfurt Web www.fischer-planungsgesellschaft-weimar.de Helk Architekten und Ingenieure GmbH Telefon (036961) 73 42 32 Fax (036961) 73 42 51 Telefon (0361) 21 92 68 80 Fax (0361) 21 92 68 89 gildehaus . reich architekten Kupferstraße 1 | 99441 Mellingen E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] Web www.casparius.de Scherfgasse 1 | 99423 Weimar Telefon (036453) 865 0 Fax (036453) 865 15 Web www.b19-architekten.com Daber & Kriege GmbH Telefon (03643) 77 86 0 Fax (03643) 77 86 29 E-Mail [email protected] Web www.helk.de Bau-Consult Hermsdorf Bahnhofstraße 2 | 15831 Blankenfelde-Mahlow OT Mahlow E-Mail [email protected] Web www.gildehausreich.de herrschmidt architektur Gesellschaft beratender Ingenieure GmbH Telefon (03379) 37 09 18 Fax (03379) 37 19 27 GiSi.ARCHiTECTURE | architekturbüro gisbert bachrodt Schlachthofstraße 82 | 99085 Erfurt Uthmannstraße 14 | 07629 Hermsdorf E-Mail [email protected] Web www.daber-kriege.de Westbahnhofstraße 9 | 07745 Jena Telefon (0361) 666 31 95 Fax (0361) 666 31 96 Telefon (036601) 574 0 Fax (036601) 574 21 DANE Landschaftsarchitektur BDLA Telefon (03641) 32 89 24 Fax (03641) 51 37 19 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected] Web www.bauconsult-hdf.de Schubertstraße 6 | 99423 Weimar E-Mail [email protected] Web www.gisi.biz Web www.herrschmidt-architektur.de Bauhütte Volkenroda, Architekt Bernward Paulick Telefon (03643) 49 26 10 Fax (03643) 49 26 26 Hartlep und Höch ingenieure hks Hestermann Rommel Architekten + Gesamtplaner Gutshof 1 | 99998 Körner OT Volkenroda E-Mail [email protected] Web www.dane-la.de Bahnhofstraße 38 | 37327 Leinefelde-Worbis OT Leinefelde Gorkistraße 14 | 99084 Erfurt Telefon (036025) 52 09 0 Fax (036025) 52 09 11 dma deckert mester architekten Telefon (03605) 54 78 02 10 Fax (03605) 54 78 02 99 Telefon (0361) 551 36 04 0 Fax (0361) 551 36 04 10 E-Mail [email protected] Blumenstraße 7 | 99092 Erfurt E-Mail [email protected] Web www.hartlepundhoech.de E-Mail [email protected] Web www.hks-architekten.de Web www.bauhuette-volkenroda.de Telefon (0361) 745 04 81 Fax (0361) 745 05 03 E-Mail [email protected] Web www.dmarchitekten.de 108 109 HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER architekten und ingenieure Planungsbüro für Steinkonservierung Schegk Landschaftsarchitekten + Stadplaner VITAMINOFFICE Bastam Enenkel Schieferdecker Arnstädter Straße 28 | 99096 Erfurt Stephan Scheidemann, Dipl.-Restaurator (FH) Am Pfanderling 4 | 85778 Haimhausen Architekten und Ingenieure Partnerschaft Telefon (0361) 65 44 42 10 Fax (0361) 65 44 42 29 Burgstraße 1 | 99894 Friedrichroda Telefon (08133) 932 46 0 Fax (08133) 932 46 22 Maximilian-Welsch-Straße 2 b | 99084 Erfurt E-Mail [email protected] Web www.hsp-plan.de Telefon (03623) 20 06 75 Fax (03623) 20 06 77 E-Mail [email protected] Web www.schegk.de Telefon (0361) 43 02 93 60 Fax (0361) 43 02 93 89 Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH E-Mail [email protected] Smits und Partner – Freie Architekten und Ingenieure E-Mail [email protected] Web www.vitaminoffice.com Nordstraße 21 | 99427 Weimar Projektscheune – Lönnecker & Diplomingenieure Wenigemarkt 5 | 99084 Erfurt W&R Wittig & Rietig Telefon (03643) 48 20 0 Fax (03643) 48 20 20 Breitenbacher Straße 2 | 98553 St. Kilian Telefon (0361) 562 85 17 Fax (0361) 642 24 76 Landschaftsarchitekten Stadtplaner Ingenieure GmbH E-Mail [email protected] Web www.junk-reich.com Telefon (036841) 508 0 Fax (036841) 508 29 E-Mail [email protected] Web www.smitsundpartner.de Mozartstraße 16 | 99423 Weimar Lehrmann & Partner GbR · Architektur- und Ingenieurbüro E-Mail [email protected] Web www.projektscheune.de STORCH.LANDSCHAFTSARCHITEKTUR Telefon (03643) 88 66 0 Fax (03643) 88 66 12 E-Mail [email protected] Web www.wittig-rietig.de Waltershäuser Landstr. 27 | 99880 Waltershausen OT Schmerbach PSL Landschaftsarchitekten Ziegenrücker. Kerl. Schönbrunnstraße 13 | 01097 Dresden Telefon (036259) 579 0 Fax (036259) 579 20 Ziegengasse 10 | 99084 Erfurt Telefon (0351) 86 27 55 0 Fax (0351) 86 27 55 11 Wittenberg Architektur E-Mail [email protected] Telefon (0361) 264 69 0 Fax (0361) 264 69 30 E-Mail [email protected] Web www.storch-la.de Hegelstraße 5 | 99423 Weimar Web www.lehrmann-partner.de E-Mail [email protected] Web www.psl-erfurt.de Tectum, Hille · Kobelt, Architekten BDA Telefon (03643) 478 96 0 Fax (03643) 478 96 66 mann architektur Rembe / Borgwaldt – Jakobstraße 2 a | 99423 Weimar E-Mail [email protected] Albrechtstraße 3 | 99089 Erfurt Freie Architektin / Stadtplaner / Ingenieure Telefon (03643) 90 34 93 Fax (03643) 90 34 92 worschech architects Telefon (0361) 211 10 78 Fax (0361) 211 19 76 Wolfstraße 11 | 99734 Nordhausen E-Mail [email protected] Web www.tectum.de Fischersand 2 | 99084 Erfurt E-Mail [email protected] Web www.mn-architektur.de Telefon (03631) 46 23 76 Fax (03631) 46 23 78 Trebert Landschaftsarchitektur Telefon (0361) 590 82 0 Fax (0361) 590 82 12 Metzner, Ignaczak & Partner – Architekten und Stadtplaner E-Mail [email protected] Web www.rb-architekt.de Andreasstraße 41 | 99084 Erfurt E-Mail [email protected] Heinrich-Knauf-Straße 3 | 07545 Gera RJ Planungsbüro Rolf Jentzsch-Renée Möser GbR Telefon (0361) 211 43 23 Fax (0361) 211 43 24 Web www.worschecharchitects.com Telefon (0365) 800 76 84 Fax (0365) 800 76 85 Semmelweisstraße 25 | 99096 Erfurt E-Mail [email protected] Web www.la-trebert.de wurm + wurm architekten ingenieure gmbh E-Mail [email protected] Web www.mip-gera.de Telefon (0361) 340 65 0 Fax (0361) 340 65 10 Ulrich Boock Freier Garten- und Landschaftsarchitekt Siemensstraße 8 | 77815 Bühl / Baden ORTSBiLD Architektur- und Ingenieurbüro GmbH E-Mail [email protected] Stadtrodaer Straße 60 | 07747 Jena Telefon (07223) 80 93 0 Fax (07223) 80 93 70 Altendorf 43 | 99734 Nordhausen Web www.rj-planungsbuero.de Telefon (03641) 44 05 95 Fax (03641) 44 06 07 E-Mail [email protected] Web www.wurm-wurm.de Telefon (03631) 89 61 42 Fax (03631) 89 61 62 ROOS_ARCHITEKT E-Mail [email protected] Web www.uboock.de E-Mail [email protected] Weimarische Straße 26 | 99441 Kromsdorf VIERQUADRAT ARCHITEKTEN Web www.ortsbild-architektur.de Telefon (03643) 20790 Fax (03643) 207 99 Graben 47 | 99423 Weimar pbr Planungsbüro Rohling AG E-Mail [email protected] Web www.roos-architekt.de Telefon (03643) 47 47 0 Fax (03643) 47 47 11 Architekten und Ingenieure, NL Jena RoosGrün PLANUNG E-Mail [email protected] Web www.vierquadrat.de Rathenaustraße 11 | 07745 Jena Karl-Marx-Straße 7 a | 99441 Kromsdorf OT Denstedt Telefon (03641) 61 13 Fax (03641) 61 15 00 Telefon (03643) 771 59 0 Fax (03643) 771 59 99 E-Mail [email protected] Web www.pbr.de E-Mail [email protected] Web www.roosgruen.de 110 111 IMPRESSUM UND HAFTUNGSAUSSCHLUSS Herausgeber — Architektenkammer Thüringen | Bahnhofstraße 39 | 99084 Erfurt Telefon: (0361) 210 500 | Fax: (0361) 210 50 50 E-Mail: [email protected] | Web: www.architekten-thueringen.de Texte und Bildunterschriften wenn nicht anders angegeben — Planungsbüros Redaktion — Björn Radermacher, Öffentlichkeitsarbeit Fotografie wenn nicht anders angegeben — Planungsbüros Konzept und Basis-Layout von 2005 — AG Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Thüringen | Papenfuss — Atelier für Gestaltung, Weimar Fortschreibung Layout, Satz — Kohlhaas & Kohlhaas – Gestaltung und Web-Entwicklung, Weimar Druck — Druckhaus Gera GmbH | Papier: BVS matt | Schrift: Formata ISBN — 978-3-9808806-8-8 © 2015 Architektenkammer Thüringen Für die Vollständigkeit der Angaben und die Wahrung der Urheber-, Foto- sowie Autorenrechte seitens der beteiligten Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Ingenieure übernimmt die Architektenkammer Thüringen keine Gewähr. 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