Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH Studienauftrag im selektiven Verfahren Umbau des alten Pfarrhauses und Neubau eines Kirchgemeindesaals BERICHT DES BEURTEILUNGSGREMIUMS 16. September 2014 Impressum Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH Amthofstrasse 12, 8630 Rüti ZH Redaktion, Modellfotos Lisa Ehrensperger Frei & Ehrensperger Architekten, Anwandstrasse 32, 8004 Zürich Druck SauterCopy AG Zürich September 2014 Digitale Version im pdf-Format auf www.refrueti.ch INHALT Seite 1 EINLEITUNG 1.1Ausgangslage 1.2 Ziele des Studienauftrags 1.3Studienauftrag 2 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN 1 1 1 2 2 2.1 Veranstalterin 2.2Verfahren 2.3Beurteilungsgremium 2.4 Fachliche Begleitung und generelle Vorprüfung 2.5TeilnehmerInnen 2.6 Ablauf Studienauftrag 2.7Preissumme/Entschädigung 2.8 Orientierung über das Ergebnis 2.9Weiterbearbeitung 2.10Urheberrecht 2 2 3 3 3 3 4 4 4 5 3 GRUNDLAGEN DES STUDIENAUFTRAG 5 3.1Aufgabenstellung 3.2Rahmenbedingungen/Anforderungen 5 5 4BEURTEILUNG 7 4.1Zwischenbesprechung 4.2Vorprüfung 4.3 Schlusspräsentation und Beurteilung 4.4 Entscheid / Empfehlung des Beurteilungsgremiums 4.5 Dank und Würdigung 7 8 8 10 10 5 11 GENEHMIGUNG 5.1 Unterschriften des Beurteilungsgremiums 11 6 BESCHRIEB UND DOKUMENTATION PROJEKTE 13 6.1 Pojekt zur Weiterbearbeitung empfohlen: ARGE JMN, Zürich Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten weitere Projekte: 6.2 6.3 6.4 6.5 Menzi Bürgler Architekten ETH SIA, Zürich ARGE Bünzli & Courvoisier Architekten AG laterza graf baupartner gmbh, Zürich KADEN ARCHITEKTEN SIA, Zürich moos giuliani herrmann architekten ag, Uster 13 ff 21 ff 29 ff 35 ff 41 ff 1 EINLEITUNG 1.1 Ausgangslage Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH (Kirchgemeinde) ist eine selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts und untersteht dem öffentlichen Beschaffungswesen. Sie ist Teil der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Die Rechtsgrundlagen sind in der Gesetzessammlung des Kantons Zürich (Loseblattsammlung, www.zhlex.zh.ch) abrufbar (ab Ordnungsnummer 180.1). Die Kirchgemeinde umfasst alle der Evangelisch-reformierten Landeskiche angehörenden Einwohnerinnen und Einwohner der politischen Gemeinde Rüti ZH, zur Zeit rund 3‘800 Personen. Die Mitgliederzahl sinkt tendenziell und die Finanzkraft der Kirchgemeinde ist eher schwach. Die Kirchenpflege als Exekutivorgan der Kirchgemeinde hat am 27.02.2014 eine Immobilienstrategie verabschiedet. Diese enthält Thesen und formuliert den sich daraus ergebenden Handlungsbedarf. Alle Bauten im Eigentum der Kirchgemeinde sind im Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von überkommunaler Bedeutung sowie im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung enthalten. Mit Freude und Stolz betreut die Kirchgemeinde diese historische Bausubstanz. Sie soll, soweit sie für das Gemeindeleben benötigt wird, sorgfältig saniert und für die heutigen Bedürfnisse bereitgestellt werden. Das Projekt für den Umbau des alten Pfarrhauses und den Neubau eines Kirchgemeindesaals an der Amthofstrasse 12 ist prioritär und Gegenstand des vorliegenden Studienauftrags. 1.2 Mit dem Umbau der Liegenschaft „altes Pfarrhaus“ an der Amthofstrasse 12 und dem Neubau eines Kirchgemeindesaals im heutigen Garten können alle öffentlich genutzten Räume der Kirchgemeinde an einem Ort zusammengeführt werden. Es entsteht ein Kirchenzentrum in nächster Nähe der Kirche. Der Ortskern der Gemeinde Rüti mit dem Klosterhof-Bezirk soll damit städtebaulich deutlich aufgewertet werden. Für die Kirchgemeinde bedeutet das geplante Kirchenzentrum mit der Möglichkeit, die notwendigen Arbeitsplätze und die Räume für Veranstaltungen gleichenorts bereitzustellen, ein eigentlicher Quantensprung. Damit entsteht ein Zentrum für das Gemeindeleben, ein Begegnungsort, der generationenübergreifend genutzt werden soll. Ziele des Studienauftrags 1. Aufzeigen eines architektonisch und städtebaulich überzeugenden Projekts, das den Vorgaben des Denkmal- und Ortsbildschutzes gerecht wird. 2. Die Planung soll auf der Regelbauweise beruhen. 3. Das Raumprogramm (Kapitel 6) ist zu erfüllen. Chancen für die zusätzliche Bereitstellung von Raum sind zu nutzen. 4. Das Projekt soll wirtschaftlich, termingerecht und ökologisch sinnvoll ausge führt werden können. 5. Der zukünftige Betrieb soll wirtschaftlich erfolgen und für die Nutzerinnen und Nutzer zweckmässig sein. 6. Die Architektur soll das Gemeindeleben mit Begegnungszonen unterstützen und muss generationenübergreifend nutzbar sein. 7. Das Kirchenzentrum soll verschiedenen Anspruchsgruppen zur Verfügung stehen. Unterschiedliche Nutzungen (kirchlicher Unterricht für Kinder und Jugendliche, Chorproben, Trauergespräche usw.) sollen gleichzeitig möglich sein. Der dafür notwendigen Bauweise (Lärmdämmung) ist Rechnung zu tragen. Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 1 1.3 Studienauftrag Zum Erreichen der unter 1.2 formulierten Ziele wurde ein Studienauftrag im selektiven Verfahren durchgeführt. Die TeilnehmerInnen wurden vom Beurteilungsgremium im Rahmen einer Präqualifikation bestimmt und eingeladen. Das gesamte Verfahren unterstand dem GATT/WTO-Übereinkommen der interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen IVöB und der Zürcher Submissionsverordnung SVO. Die Ordnung SIA 143 galt subsidiär zu den Bestimmungen des öffentlichen Beschaffungswesens. Siehe dazu mehr unter Kapitel 2.2, Verfahren. 2 ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN 2.1 Veranstalterin Veranstalterin war die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Rüti, vertreten durch die Planungs- und Baukommission. 2.2 Verfahren Der Studienauftrag wurde als einstufiges Verfahren im Dialog, also nicht anonym, gestützt auf die Ordnung SIA 143 Ausgabe 2009 durchgeführt. Er wurde öffentlich ausgeschrieben, die Publikation erfolgte auf www.simap.ch, dem Newsletter SIA und auf der Webseite der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rüti, www.refrueti.ch. Die entsprechenden Unterlagen konnten auf beiden Webseiten heruntergeladen werden. Das Grundstück an der Amthofstrasse 12 ist sowohl aufgrund der bestehenden Bausubstanz wie auch aufgrund seiner Umgebung von historischer Bedeutung und dies wird durch die entsprechenden baurechtlichen Schutzinstrumente belegt. So ist das alte Pfarrhaus zusammen mit dem Waschhaus und der Umfassungsmauer im Inventar der überkommunalen Schutzobjekte der kantonalen Denkmalpflege aufgeführt, das ganze Ensemble inklusive Garten darüber hinaus im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder. Sämtliche Eingriffe, sowohl im Bereich des alten Pfarrhauses (Umbau), wie dem Aussenraum, dem eigentlichen Pfarrgarten (Neubau) werden in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Amtsstellen, insbesondere der Kantonalen Denkmalpflege, erfolgen müssen. Der Studienauftrag als Verfahren im Dialog, nicht anonym, wurde deshalb gewählt, weil die Komplexität der vorliegenden Aufgabe, namentlich die Bedürfnisse der Auftraggeberin resp. Veranstalterin, die Anforderungen an die Behindertengerechtigkeit sowie heutige Standards mit den Vorgaben der Denkmalpflege in Übereinstimmung zu bringen, aus fachlicher Sicht den direkten Dialog zwischen dem Beurteilungsgremium und den TeilnehmerInnen erfordert. Präqualifikation (PQ) Studienauftrag 2 Um die erforderliche Qualifikation der PlanerInnen sicherzustellen, wurde ausdrücklich der Erfahrungsnachweis im Umgang mit ähnlichen Bauaufgaben als Eignungskriterium für die Teilnahme am Studienauftrag festgelegt (siehe Programm Studienauftrag vom 16.05.14, Kapitel 4.5, Auswahl). Aufgrund der Ausschreibung konnten sich interessierte ArchitektInnen für die Bearbeitung der Aufgabe bewerben. Anhand von Bewerbungsunterlagen mit vorgegebenen Eignungskriterien traf das Beurteilungsgremium eine Auswahl von 5 ArchitektInnen, die zur Teilnahme am Studienauftrag eingeladen wurden. Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Im Rahmen des Studienauftrags wurde im diskursiven Verfahren der Projektvorschlag gesucht, der die unter 1.2 formulierten Ziele des Studienauftrags am Besten erfüllt. Dazu wurden neben der Begehung (Start Studienauftrag) eine Zwischenbesprechung sowie eine Schlusspräsentation der Arbeiten durchgeführt. 2.3 Beurteilungsgremium Entsprechend der Ordnung SIA 143 für die Durchführung von Studienaufträgen setzte sich das Beurteilungsgremium wie folgt zusammen: Sachpreisrichter resp. Vertreter der der Veranstalterin (2): Ersatz-Sachpreisrichter: - Andreas Weber, Präsident der Planungs- und Baukommission (Vorsitz), Rüti - Martin Jurt, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege Rüti, Rüti - Bruno Schulthess, Mitglied der Planungs- und Baukommission, Rüti FachpreisrichterInnen (3): - Reto Gadola, Bauberater Kant. Denkmalpflege und Architekt ETH SIA, Zürich - Dieter Jüngling, Architekt BSA SIA, Chur - Regula Harder, Architektin BSA ETH SIA, Zürich Ersatz-Fachpreisrichterin: - Lisa Ehrensperger, Architektin BSA ETH, Zürich (Verfahrensbegleitung) Beraterin/Expertin ohne Stimmrecht: - Claudia Rüegg Bissig, Pfarrerin Rüti 2.4 Fachliche Begleitung und generelle Vorprüfung Frei & Ehrensperger Architekten, Anwandstrasse 32, 8004 Zürich Bearbeitung: Lisa Ehrensperger (Ersatz Fachpreisrichterin) 2.5 TeilnehmerInnen Aus den eingegangenen Bewerbungen wählte das Beurteilungsgremium am 28.04.14 die folgenden Büros zur Teilnahme am Studienauftrag aus (Einladung durch die Evangelisch-reformierte Kirchenpflege vom 29. April 2014): - moos giuliani herrmann architekten ag, Uster - Menzi Bürgler Architekten ETH SIA, Zürich -ARGE Bünzli & Courvoisier Architekten AG laterza graf baupartner gmbh, Zürich 2.6 Begehung Fragenbeantwortung - KADEN ARCHITEKTEN SIA, Zürich - ARGE JMN, Zürich Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten Ablauf Studienauftrag Mit den TeilnehmerInnen fand eine gemeinsame Begehung vor Ort statt, in deren Anschluss die Unterlagen für den Studienauftrag abgegeben wurden. Die TeilnehmerInnen konnten Fragen zur Aufgabe und dem Programm zum Studienauftrag stellen. Die Fragen waren schriftlich an das verfahrensbegleitende Büro Frei & Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 3 Ehrensperger Architekten, Anwandstrasse 32, 8004 Zürich zu richten. Die Antworten wurden allen TeilnehmerInnen per Email zugestellt; sie gelten als Bestandteil des Programms zum Studienauftrag. Zwischenbesprechung Die Zwischenbesprechung diente der Klärung der Aufgabenstellung. Während einer Dauer von je ca. 45 Minuten präsentierten die TeilnehmerInnen je einzeln ihren konzeptionellen Ansatz für den Eingriff im alten Pfarrhaus sowie den Neubau im Pfarrgarten. Das Beurteilungsgremium hatte die Gelegenheit, Fragen zu stellen, aber auch allfällige Fragen der TeilnehmerInnen entgegenzunehmen. Fragen und Beantwortung wurden protokollartig festgehalten und abgegeben. Allfällige Erkenntnisse, die für alle Gültigkeit hatten, wurden allen TeilnehmerInnen zusammen mit dem Protokoll zugestellt. Die Veranstalterin behielt sich vor, den Aufgabenbeschrieb aufgrund der Zwischenbesprechung zu präzisieren. Siehe dazu mehr unter Kapitel 4.1, Zwischenbesprechung Schlusspräsentation An der Schlusspräsentation hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre weiter entwickelten Lösungen vorzustellen und zu begründen. Siehe dazu mehr unter Kapitel 4.3, Schlusspräsentation und Beurteilung Im Anschluss an die Schlusspräsentation nahm das Beurteilungsgremium eine Bewertung vor, welche in diesem Bericht begründet und festgehalten wird, und aufgrund derer es der Veranstalterin eine Empfehlung für die weitere Bearbeitung abgegeben hat. Als Grundlage für die weitere Bearbeitung gelten die im Projektbeschrieb formulierten kritischen Hinweise. Siehe dazu mehr unter Kapitel 4.3, Schlusspräsentation und Beurteilung Beurteilung 2.7 Preissumme / Entschädigung Präqualifikation Die Bewerbung und das Einreichen der für die Präqualifikation geforderten Unterlagen wurde nicht entschädigt. Studienauftrag Für den Studienauftrag betrug die Preissumme sFr. 60‘000.- exkl. MwSt., sie wurde voll ausgerichtet. Jedes zur Beurteilung zugelassene Projekt wurde mit einer festen Entschädigung von sFr. 12‘000.- exkl. MwSt. honoriert. Kosten für FachplanerInnen, SpezialistInnen, Modelle, Plankopien etc. wurden nicht separat vergütet. Die Entschädigung ist nicht Bestandteil eines späteren Honorars. 2.8 Bericht des Beurteilungsgremiums öffentliche Ausstellung Nach Abschluss des Studienauftrags wurden die TeilnehmerInnen schriftlich über das Resultat orientiert. Allen wurde der Bericht des Beurteilungsgremiums zugestellt. Das Resultat des Studienauftrags wurde der Tages- und Fachpresse bekannt gegeben. Alle Projekte wurden unter Namensnennung während zehn Tagen öffentlich ausgestellt. 2.9 Umsetzung 4 Orientierung über das Ergebnis Weiterbearbeitung Der Entscheid über die Auftragserteilung zur Weiterbearbeitung liegt bei der Veranstalterin. Diese beabsichtigt, vorbehältlich der Kreditgenehmigung, die ArchitektInnen des vom Beurteilungsgremium empfohlenen Projekts mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen. Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 2.10 Urheberrecht Die eingereichten Planunterlagen und Modelle gehen in das Eigentum der Veranstalterin über. Das Urheberrecht an den Beiträgen zum Studienauftrag bleibt bei den jeweiligen VerfasserInnen. Die Veranstalterin behält sich das Recht vor, die Beiträge unter Namensnennung zu publizieren (siehe dazu auch 2.8, Orientierung über das Ergebnis). 3 GRUNDLAGEN DES STUDIENAUFTRAG 3.1 Aufgabenstellung Die Kirchenpflege als Exekutivorgan der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Rüti beabsichtigt, zukünftig alle öffentlich genutzten Räume der Kirchgemeinde am Standort Amthofstrasse 12 in nächster Nähe zur Kirche zusammenzuführen und damit ein eigentliches Kirchenzentrum zu schaffen. Mitten im Ortskern von Rüti soll einerseits ein lebendiges Zentrum für das Gemeindeleben entstehen und an-dererseits der Klosterhofbezirk städtebaulich aufgewertet werden (siehe dazu auch 1.1, Ausgangslage). Die Umsetzung beinhaltet zwei Schwerpunkte: Den Umbau des alten Pfarrhauses inklusive des dazugehörigen Waschhauses sowie den Neubau eines Kirchgemeindesaals auf dem dazugehörigen Grundstück. Pfarr- und Waschhaus sind inklusive der Umfassungsmauer im Inventar der überkommunalen Schutzobjekte der Kantonalen Denkmalpflege aufgeführt, das ganze Ensemble inklusive Garten darüber hinaus im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder. Sämtliche Eingriffe in die denkmalpflegerisch wertvolle Bausubstanz sowie die schutzwürdige Umge-bung erfordern deshalb höchste Sensibilität und grösste Sorgfalt. Im Übrigen sind unter 1.2 des vorliegenden Berichts die Ziele des Studienauftrags stichwortartig umschrieben. 3.2 Rahmenbedingungen/Anforderungen Grundstück/Perimeter Das Grundstück (Kat.Nr. 6412) liegt in der Kernzone I, Dorf, der Detailplan 1:500 mit den als Rotbauten gekennzeichneten Gebäuden ‚Altes Pfarrhaus’ und ‚Waschhaus’ sowie dem eingezeichneten geschützten Baumbestand ist seit 1986 eigentümerverbindlich festgesetzt und genehmigt. Der Perimeter für den Studienauftrag ist mit der Grundstücksgrenze identisch, er ist im Katasterplan 1:500 gekennzeichnet. Baurecht Es gelten die Bestimmungen der Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Rüti ZH vom Juni 2004, im Besonderen wird auf die Zonenvorschriften für Kernzonen, Kernzone I, verwiesen. Es liegt im Interesse der Kirchgemeinde, dass das künftige Projekte möglichst in der Regelbauweise realisiert werden kann. Im Hinblick auf die Vorgaben von Denkmalpflege und Ortsbildschutz, die verlangen, dass der Neubau des Kirchgemeindesaals die Präsenz des alten Pfarrhauses als Hauptbau weder räumlich noch volumetrisch beeinträchtigt, kann das faktische Flachdachverbot im Rahmen des Studienauftrags ausgesetzt werden. Für die weitere Bearbeitung bleibt die erforderliche Ausnahmebewilligung der Baubehörde für die Abweichung von der vorgeschriebenen Dachform gemäss Art. 19 BZO (Satteldachvorschrift) vorbehalten. Das Grundstück mit seinem historischen Gebäudeensemble inkl. Umfassungsmauer und Garten untersteht dem kommunalen Ortsbildschutz und ist darüber hinaus im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung des Kantons Zürich enthalten. Der neue Kirchgemeindesaal hat sich deshalb gut in die bestehende Situation zu integrieren. Ortsbildschutz Baumschutz Im Detailplan zur Kernzone Dorf sind vier schutzwürdige Bäume aufgeführt, die zu erStudienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 5 halten oder bei Abgang gleichwertig zu ersetzen sind (Art. 20 BZO), dagegen ist im Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder kein schützenswerter Baumbestand aufgeführt. Im Interesse des notwendigen Planungsspielraums für den Neubau des Kirchgemeindesaals hat die Kirchgemeinde im November 13, gestützt auf ein Baumgutachten, um die Bewilligung zum Fällen der Bäume ersucht. Das Gesuch wurde am 10.12.13 gutgeheissen, die Bewilligung unter der Bedingung, zu fällende Bäume durch neue, ökologisch wertvolle Bäume zu ersetzen erteilt. Pfarrgarten/Aussenraum Die Bereitschaft der Kantonalen Denkmalpflege, für die Erweiterung des Raumangebots der Kirchgemeinde Hand zu bieten und den durch Neubauten stark beeinträchtigten Pfarrgarten für die Planung freizugeben, steht unter der Prämisse, dass ein qualitätsvoller Neubau und eine ebenso qualitätsvolle Aussenraumgestaltung die aktuell wenig befriedigende Situation aufwerten könne. Dem Umstand, dass dieser historische Freiraum nie überbaut war, ist dabei Rechnung zu tragen. Auch soll die Wirkung des alten Pfarrhauses und des Waschhauses möglichst unge-schmälert erhalten bleiben. Der Einbezug des Aussenraums insbesondere für das neue Foyer und den Kirchgemeindesaal soll zur Attraktivität dieser Nutzungen beitragen und als konzeptioneller Ansatz aufgezeigt werden. Ein detaillierter Gestaltungsvorschlag ist jedoch nicht Gegenstand des Studienauftrags. Denkmalschutz Altes Pfarrhaus und Waschhaus befinden sich im Inventar der kunst- und kultur-historischen Schutzobjekte von überkommunaler Bedeutung. Die äussere Erscheinung sowie die primäre Tragstruktur und das Raumgefüge sind grundsätzlich zu erhalten. Ziel ist es, die neuen Anforderungen so in die bestehende Gebäudestruktur einzufügen, dass die historisch wertvolle Substanz möglichst wenig tangiert wird und deren Wirkung gewahrt bleibt. Im Vorfeld des Studienauftrags wurden die Vorgaben für den Umbau in Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege detailliert festgelegt. Die Vorgaben liegen in Planform vor und wurden den TeilnehmerInnen zusammen mit einer baugeschichtlichen Würdigung der kantonalen Denkmalpflege vom Juli 2013 sowie einem historischen Plandossier abgegeben (pdf-files.) Energie und Haustechnik Die gesetzlichen Vorgaben der kantonalen Energiekonferenz sind einzuhalten. Für den Neubau gelten die aktuellen Forderungen des nachhaltigen Bauens, das darauf abzielt, ökologisch verträgliche und ressourceneffiziente Lösungen wirtschaftlich und mit viel Aufenthaltsqualität umzusetzen. Wichtig sind im Wesentlichen ein haushälterischer Umgang mit dem Boden sowie ein geringer Ressourcenaufwand für die Erstellung (graue Energie) und den Betrieb. Behindertengerechtes Bauen Erschliessung 6 Im alten Pfarrhaus muss die bestehende Infrastrukturversorgung sorgfältig und substanzschonend erneuert werden. Es gilt, gescheite und taugliche Strategien zur Lösung möglicher denkmalpflegerischer Konflikte aufzuzeigen. Es wird von einem neu zu planenden Heizerzeuger z.B. Gas ausgegangen. Grundsätzlich muss die SIA-Norm 500:2009 „Behindertengerechtes Bauen“ erfüllt werden. Beim Umbau des alten Pfarrhauses können Widersprüche zwischen den Anforderungen des behindertengerechten Bauens und den Vorgaben der Denkmalpflege entstehen. Hier gilt es gescheite und taugliche Strategien zur Lösung dieser Widersprüche aufzuzeigen. Behindertengerecht zu erschliessen sind alle öffentlich zugänglichen sowie für den Betrieb erforderlichen Räume. Die Erschliessung des neuen Kirchgemeindezentrums hat primär wie heute über die Amthofstrasse zu erfolgen. Eine gute Verbindung zwischen dem alten Pfarrhaus, Waschhaus und dem neuen Kirchgemeindesaal wird vorausgesetzt; auf eine Überdachung kann aus Gründen des Ortsbildschutzes und der Denkmalpflege verzichtet werden. Die funktionelle Anlieferung des Kirchgemeindesaals ist aufzuzeigen. Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Baugrund Eine Baugrunduntersuchung liegt vor und wurde den TeilnehmerInnen abgegeben. Kurz zusammengefasst wird festgestellt, dass die Fundation des Neubaus aufgrund des felsigen Untergrundes unproblematisch ist. Der Trockenhaltung des Untergeschosses ist Beachtung zu schenken. Das Grundstück liegt in der archäologischen Schutzzone. Aufgrund der Erfahrungen beim Bau der benachbarten Unterflurgarage wird die Wahrscheinlichkeit, auf Fundstücke zu stossen, als relativ gering eingestuft. Im Fall einer grösseren Fundstelle könnte dies die Erstellung des Neubaus verzögern. Parkierung Die sechs Parkplätze auf dem Vorplatz nordwestlich des alten Pfarrhauses sollen bestehen bleiben, sie genügen für den Betrieb des Pfarrhauses. Für die Veranstaltungen im zukünftigen Kirchgemeindesaal sollen die öffentlichen Zahl-Parkplätze auf dem Klosterhofareal benutzt werden. Aus baurechtlicher Sicht wird im Hinblick auf die Erstellungspflicht ein begründetes Gesuch um Ersatzzahlung gestellt werden müssen. Auf dem Grundstück der Kirchgemeinde sind Abstellplätze für ca 20 Fahrräder vorzusehen. Wirtschaftlichkeit Die Kirchgemeinde Rüti ist auf eine möglichst grosse Wirtschaftlichkeit sowohl bei der Erstellung wie beim Betrieb/Unterhalt angewiesen. Die Kosten für den Umbau des alten Pfarrhauses sind im aktuellen Stand schwierig einzuschätzen, trotzdem soll die Budgetvorgabe (Erstellung) von total sFr. 4,2 Mio inkl. MwSt. (BKP 1-9) eingehalten werden. Sicherheit / Brandschutz Neubau und Umbau müssen den feuerpolizeilichen Anforderungen entsprechen. Insbesondere sind die Fluchtwege einzuhalten. Auch hier gilt es, Strategien zur Lösung allfälliger Widersprüche zwischen den Anforderungen des Brandschutzes und den Vorgaben der Denkmalpflege aufzuzeigen. 4 BEURTEILUNG 4.1 Zwischenbesprechung Die Zwischenbesprechung diente zur Klärung der Aufgabenstellung für die Teilnehmenden am Studienauftrag. Während einer Dauer von je ca 50 Minuten präsentierten sie je einzeln Ihren konzeptionellen Ansatz für den Eingriff im alten Pfarrhaus sowie den Neubau im Pfarrgarten. Das Beurteilungsgremium hatte die Gelegenheit, Fragen zu stellen, aber auch allfällige Fragen der TeilnehmerInnen entgegenzunehmen. Fragen und Beantwortung wurden protokollartig festgehalten. Erkenntnisse, die für alle Gültigkeit hatten, wurden allen TeilnehmerInnen zugestellt. Um die Vielfalt der Lösungen nicht zu beeinflussen, wurden die Präsentationszusammenfassung und projektspezifischen Hinweise nur den entsprechenden Büros weitergegeben. Das Beurteilungsgremium ist sich bewusst, dass die gestellte Aufgabe mit ihren diversen und teilweise widersprüchlichen Rahmenbedingungen ausserordentlich anspruchsvoll ist. Erfreulicherweise wurden ganz unterschiedliche Lösungsansätze präsentiert, die eine wertvolle Diskussionsgrundlage darstellten. Aus der Diskussion ergaben sich zwei wesentliche Erkenntnisse: Raumprogramm: Obschon das Raumprogramm bereits mehrfach optimiert worden war, zeigte sich, dass eine weitere Optimierung den Spielraum für qualitätsvolle Eingriffe wertvoll vergrössert. In der Folge wurde allen TeilnehmerInnen ein insbesondere hinsichtlich der Nebenräume präzisiertes Raumprogramm abgegeben. Im Wesentlichen wurde im Hinblick auf mögliche Nutzungssynergien auf einen Unterrichtsraum verzichtet, sowie die diversen WC-Anlagen optimiert. Zudem wurde festgestellt, dass Nebenräume des Saals bei entsprechend guter Platzierung zum Lift im Untergeschoss angeordnet werden können. Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 7 Festhalten an der Regelbauweise: Im Hinblick auf die Vorgaben von Denkmalpflege und Ortsbildschutz, die verlangen, dass der Neubau des Kirchgemeindesaals die Präsenz des alten Pfarrhauses als Hauptbau weder räumlich noch volumetrisch beeinträchtigt, kann das faktische Flachdachverbot im Rahmen des Studienauftrags ausgesetzt werden. Für die weitere Bearbeitung bleibt die erforderliche Ausnahmebewilligung der Baubehörde für die Abweichung von der vorgeschriebenen Dachform gemäss Art. 19 BZO (Sattel-dachvorschrift) vorbehalten. Dasselbe gilt für die Materialisierung des Neubaus. Darüber hinaus will die Kirchgemeinde an den übrigen Vorschriften der Regelbauweise festhalten (Grenzabstände etc.). Im Übrigen wurde noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass mit dem Umbau des alten Pfarrhauses und dem Neubau des Kirchgemeindesaals ein neues kleines Kirchenzentrum entsteht, dessen räumlicher Zusammenhang mit der Kirche für eine optimale gemeinsame Nutzung bedeutungsvoll ist. Ein detaillierter Vorschlag für die Gestaltung des Aussenraums war gemäss Programm Studienauftrag vom 16.05.14 nicht Bestandteil dieser Aufgabe, ein kohärentes Konzept für den Aussenraum als Ganzes sollte jedoch als konzeptueller Ansatz aufgezeigt werden. 4.2 Vorprüfung Die eingegangenen Arbeiten wurden bezüglich der Einhaltung der Rahmenbedingungen und Anforderungen des Programms für den Studienauftrag, der Fragenbeantwortung sowie der Zwischenbesprechung geprüft. Für die Zulassung zur Beurteilung: - Termingerechte Abgabe der Unterlagen - Vollständigkeit der abgegebenen Unterlagen Für die Zulassung zur Preiserteilung resp. Empfehlung zur Weiterbearbeitung: - Rechtliche Bestimmungen (Baurecht, Brandschutz etc) - Erfüllung Raumprogramm - Funktionalität/Betrieb altes Pfarrhaus und Kirchgemeindesaal -Wirtschaftlichkeit Für eine erste Einschätzung der Wirtschaftlichkeit wurden die Mengenangaben der Verfasser einander vergleichend gegenübergestellt. Die Ergebnisse der Vorprüfung wurden in einem Bericht zusammengestellt und dem Beurteilungsgremium im Anschluss an die Schlusspräsentation abgegeben und erläutert. 4.3 Schlusspräsentation Schlusspräsentation und Beurteilung Am 2. September 2014 trat das Beurteilungsgremium zum ersten Teil der Beurteilung zusammen. Zunächst gab Lisa Ehrensperger einen ersten Überblick über die Erkenntnisse aus der Vorprüfung. Danach wurden die einzelnen Projekte von den Verfassern persönlich präsentiert und erläutert, die Mitglieder des Beurteilungsgremiums hatten die Möglichkeit, Verständnisfragen zu stellen. Im Anschluss an die Präsentationen der Projekte wurde der Vorprüfungsbericht detailliert erläutert und besprochen. Die Vorprüfung beantragte dem Beurteilungsgremium, trotz kleinerer Verstösse alle Projekte zur Beurteilung und Preiserteilung resp. Empfehlung zur Weiterbearbeitung zu zu lassen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. 8 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Beurteilungskriterien Für die Beurteilung galten die folgenden Kriterien (Zuschlagskriterien, gemäss Programm Studienauftrag vom 16.05.14, Kapitel 5.8, Beurteilung): - - - - - Qualität der Strategien für den denkmalpflegerisch adäquaten Umgang mit dem alten Pfarrhaus, insbesondere zur Frage der behindertengerechten Er- schliessung aller Räume für den ständigen Aufenthalt, zur Sanierung der haustechnischen Installationen und zur Verbesserung der Wärmedämmung der Aussenhülle (Dach, Fassaden). Qualität des ortsbaulichen Konzepts für den Erweiterungsbau. Architektonische Qualität des Erweiterungsbaus in der äusseren Erschei- nung (Volumetrie, Gestaltung, Materialität) in Bezug auf die Wirkung der Schutzobjekte sowie innenräumliche Qualitäten. Funktionalität und betriebliche Qualitäten beider Bauten an sich wie auch im Zusammenspiel. Qualität der Erschliessung, Zugänge und Verbindungen, Flexibilität der Nutzungen, Einbezug des Aussenraums. Wirtschaftlichkeit (Erstellung, Betrieb und Unterhalt). Die Reihenfolge enthielt keine Wertung; das Beurteilungsgremium nahm aufgrund der aufgeführten Kriterien eine Gesamtwertung vor. Beurteilung 1. Tag In einem gemeinsamen Rundgang wurde jedes Projekt vom Beurteilungsgremium besprochen und gewürdigt. Ziel des Rundgangs war es, anhand der Beurteilungskriterien die spezifischen Qualitäten der Projekte herauszuschälen und in der Gegenüberstellung zu den anderen Projekten einzuordnen. Dabei wurde auch die Entwicklung seit der Zwischenbesprechung sowie die Erkenntnisse aus der Vorprüfung in die Beurteilung einbezogen. Nach ausführlicher Diskussion wurden dann diejenigen Projekte ausgeschieden, welche das Beurteilungsgremium aufgrund der genannten Beurteilungskriterien am wenigsten zu überzeugen vermochten. Es sind dies die Projekte der folgenden Teilnehmer: - - moos giuliani herrmann moos architekten ag, Uster KADEN ARCHITEKTEN SIA, Zürich Die verbleibenden Projekte wurden für eine weitergehende Betrachtung für den zweiten Beurteilungstag benannt. Alle fünf Projekte wurden den FachpreisrichterInnen zum Verfassen eines schriftlichen Projektbeschriebs zugeteilt. Beurteilung 2. Tag Am 10. September trat das Beurteilungsgremium zum ersten Teil der Beurteilung zusammen. Reto Gadola konnte nicht teilnehmen, gab seine vertiefte Beurteilung der Projekte im Hinblick auf den denkmalpflegerisch adäquaten Umgang sowohl mit dem alten Pfarrhaus selber aber auch mit der unmittelbaren Nachbarschaft dazu in schriftlicher Form ab. Lisa Ehrensperger übernahm als Ersatz-Fachpreisrichterin seine Funktion im Beurteilungsgremium. Für eine vertieftere Einschätzung der Wirtschaftlichkeit wurden die drei verbliebenen Projekte einer detaillierteren Vorprüfung unterzogen. Neben der Überprüfung der von den Architekten angegebene Kubaturen wurden der Fussabdruck, die Fassadenflächen über und unter Terrain berechnet, der Verglasungsanteil etc. Die Ergebnisse wurden in einem erweiterten Vorprüfungsbericht zusammengestellt und dem Beurteilungsgremium abgegeben, erläutert und diskutiert. Es zeigte sich, dass keines der Projekte die erhoffte Budgetvorgabe einhalten konnte. Im Quervergleich liegen aber die Abweichungen in einer so kleinen Bandbreite, dass sie auf die Projektwahl im aktuellen Planungsstand keine entscheidenden Einfluss haben. Potenzial für die Kostenoptimierung in der Umsetzung sieht das Beurteilungsgremium vor allem in der Eingriffstiefe beim Umbau des alten Pfarrhauses. Anhand der Projektbeschriebe und der Erkenntnisse aus der vertieften Vorprüfung fand Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 9 eine weitere intensive Auseinandersetzung mit allen fünf Projekten statt. Alle wurden noch einmal detailliert diskutiert und die Beschriebe entsprechend redigiert. Der Rundgang bestätigte die Einstufung der Projekte der engeren Wahl. In einem weiteren Rundgang wurde nun innerhalb der engeren Wahl der Favorit herausgeschält. Aufgrund der hohen Gesamtwertung kristallisierte sich das Projekt der folgenden Verfasser als klarer Favorit heraus: - 4.4 ARGE JMN Zürich, Joos & Mathys Architekten, Daniel Nyffeler Architekten Entscheid und Empfehlung des Beurteilungsgremiums Nach einem letzten Kontrollrundgang beschloss das Beurteilungsgremium einstimmig, der Evangelisch - reformierten Kirchgemeinde als Veranstalterin das Projekt der ARGE JMN Zürich, Joos & Mathys Architekten, Daniel Nyffeler Architekten zur Weiterbearbeitung zu empfehlen. Zu Berücksichtigen sind die im Projektbeschrieb formulierten kritischen Hinweise. 4.5 Dank und Würdigung Das Beurteilungsgremium ist sich bewusst, dass die gestellte Aufgabe mit ihren diversen, teilweise widersprüchlichen Rahmenbedingungen ausserordentlich anspruchsvoll war und ist. Erfreulicherweise wurden ganz unterschiedliche Lösungsansätze von hoher Qualität präsentiert, die eine wertvolle Diskussion und dadurch fundierte Auswahl ermöglichten. Dabei zeigte sich, dass mit einem sorgfältig kalibrierten Eingriff die heute unbefriedigende ortsbauliche Situation wesentlich verbessert werden kann. Mit dieser Verbesserung einher geht die aussenräumliche Stärkung der denkmalpflegerisch wertvollen Teile des Ensembles, dem alten Pfarrhaus und dem Waschhaus.Das Beurteilungsgremium bedankt sich bei allen TeilnehmerInnen und wünscht der Evangelischreformierten Kirchgemeinde zusammen mit dem zur Weiterbearbeitung empfohlenen Team eine erfolgreiche Umsetzung. 10 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 5 GENEHMIGUNG 5.1 Unterschriften Beurteilungsgremium Die nachfolgend aufgeführten PreisrichterInnen bezeugen ihren Entscheid und ihre Empfehlung mit ihrer Unterschrift. Rüti, 2. und 10. September 2014 Sachpreisrichter resp. Vertreter der Veranstalterin Sachpreisrichter resp. Vertreter der Veranstalterin - Andreas Weber, Präsident der Planungs- und Baukommission (Vorsitz) - Martin Jurt, Präsident der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege Rüti Ersatz-Sachpreisrichter - Bruno Schulthess, Mitglied der Planungs- und Baukommission Fachpreisrichter - Reto Gadola, Bauberater Kant. Denkmalpflege und Architekt ETH SIA, Zürich (am 10. September 2014 vertreten durch Lisa Ehrensperger) Fachpreisrichter - Dieter Jüngling, Architekt BSA SIA, Chur Fachpreisrichterin - Regula Harder, Architektin BSA ETH SIA, Zürich Ersatz-Fachpreisrichterin - Lisa Ehrensperger, Architektin BSA ETH, Zürich (Wettbewerbsbegleitung) Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 11 12 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 6 BESCHRIEB UND DOKUMENTATION PROJEKTE 6.1 zur Weiterbearbeitung empfohlen: Projekt der ARGE JMN, Zürich Joos & Mathys Architekten, Daniel Nyffeler Architekten Der Neubau des Kirchgemeindesaals integriert sich mit dem asymmetrischen Schrägdach selbstverständlich in das bestehende Ensemble des Klosterbezirks. Er bezieht sich auf die historischen Gebäude gleichermassen wie auf die charakteristischen Dachlandschaften der benachbarten Industriegebäude. In seiner Lage an der südwestlichen Grundstücksgrenze schafft er mit dem alten Pfarrhaus, dem Waschhaus und den Umfassungsmauern einen intimen Pfarrhof und distanziert so den benachbarten Gebäudekomplex mit der Tiefgarageneinfahrt. Ein grosszügiger Platz empfängt den Besucher und verbindet die Eingänge zum alten Pfarrhaus und zum Kirchgemeindesaal. Eine Rasenfläche umfasst den Neubau und erhält dem alten Pfarrhaus und dem Waschhaus einen Gartenraum, welcher im positiven Sinn neu definiert wird. Gegenüber der heute unbefriedigenden Situation entsteht damit - insbesondere hinsichtlich der Wirkung der beiden denkmalpflegerischen Schutzobjekte - eine wesentliche Verbesserung. Der Kirchgemeindesaal beeindruckt in seiner Gebäudeform und in seinem spezifischen architektonischen Ausdruck für diesen Ort. Er duckt sich mit einer niedrigen Traufe zum Pfarrhof und nimmt Bezug zum Massstab der historischen räumlichen Situation. Die grossen Fenster verstärken diese horizontal niedrige Wirkung des Gebäudes und schaffen vielfältige Durchblicke im Pfarrhof. Mit dem markanten Schrägdach und mit der hohen Firstmauer bezieht sich das Gebäude aber gleichzeitig auf die Dimension der mächtigen Bauten der Umgebung und repräsentiert den Kirchgemeindesaal als öffentliche kirchliche Institution. Der Platz und der Zugangsweg mit der begleitenden Umfassungsmauer prägen mit den Verglasungen eine einladend offene Ausstrahlung. Der Fassadenausdruck mit der feinteiligen Gliederung der Traufen und Dachabschlüsse in der hellen Farbigkeit ist atmosphärisch stimmig im historischen Kontext des alten Pfarrhauses sowie der benachbarten Industriegebäude. Die mächtigen Stützpfeiler mit den ovalen Fenstern, der gegliederte Ausdruck des massiven Dachvolumens und die grossflächigen Verglasungen stärken den repräsentativen Charakter des Gebäudes. Der architektonischen Ausformulierung der Fenster in der Firstwand ist als Fassade zur Amthofstrasse in diesem Sinne auch Beachtung zu schenken. Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 13 Der Kirchgemeindesaal ist ein eindrücklicher Raum, welcher sich mit grossen Verglasungen horizontal zur Rasenfläche des Pfarrhofs erweitert. Das Schrägdach schafft demgegenüber eine mächtige vertikale Raumdimension und wirkt mit der inneren Verkleidung in Holz schützend umhüllend. Der Saal kann mit dem Foyer zu einem zusammenhängenden, grossen Raum verbunden werden. Die Grundrissorganisation mit einem separaten Treppenhaus, mit einer Elementschiebewand zwischen dem Saal und dem Foyer und mit der Lage der Küche ermöglicht vielseitige Nutzungsszenarien. Das Foyer und der Saal können unabhängig oder zusammenhängend benutzt werden. Die Cevi-Räume im Untergeschoss können direkt über das Treppenhaus und unabhängig vom Foyer erschlossen werden. Die Belichtung der Cevi-Räume über die massiven Stützen des Saals ist eine innovative architektonische Konzeption der Belichtung und Sichtbarmachung der unterirdischen Räume. Im Hinblick auf die ökonomischen Rahmenbedingungen ist die vorgeschlagene Konstruktion des Dachvolumens allenfalls zu überprüfen. Einer angemessenen Materialität der Dacheindeckung als fünfte Fassade ist ausserdem grosse Beachtung zu schenken. Der Umgang mit dem bestehenden Gebäude überzeugt durch eine sinnvolle Raumdisposition. Die prominenten Räume im Erdgeschoss zum Pfarrhof werden für Unterrichtsräume und für den Pausenraum genutzt. Im ersten Obergeschoss wird ein attraktiver Kundenbereich beim Sekretariat geschaffen und damit eine gute Belichtung des Erschliessungsbereiches gewährleistet. Die Eingriffsstrategie im Bestand wird im Sinne einer denkmalpflegerischen Spurensuche positiv beurteilt. Der Einbau des Aufzugs erfordert den Abbruch einer tragenden Wand. Dies ermöglicht jedoch, die Fassade unberührt zu belassen und den Liftzugang räumlich zurückhaltend über einen Vorbereich zu organisieren. Die Brandabschnittbildung des Treppenhauses mit brandfallgesteuerten Türelementen ist sachlich und formal positiv, da die räumliche Gesamtwirkung der Erschliessungsräume erhalten werden kann. Die vorgeschlagene systematische Überfassung und der Ersatz historisch wertvoller Elemente ist zu überprüfen. Die Notwendigkeit der Anpassung des Schopfs kann vor dem Hintergrund der Denkmalpflege und der Bauökonomie infrage gestellt werden. Das Waschhaus stellt als disponibler Raum eine willkommene Nutzungsreserve dar. Der Neubau für den Kirchgemeindesaal beeindruckt als architektonisch spezifisches Projekt für diesen Ort und diese Aufgabe. Die seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts unvorteilhafte ortsbauliche Situation erfährt eine wesentliche Verbesserung, die den räumlichen und architektonischen Zusammenhalt der historisch wertvollen Teile des gesamten ehemaligen Klosterbezirks stärkt. Zusammen mit dem sorgfältig erneuerten alten Pfarrhaus schafft der neue Kirchgemeindesaal ein qualitätvolles Ensemble als öffentliches Zentrum für die reformierte Kirchgemeinde. 14 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich N Situation Mst 1:500 N S p i t a l s t r a s s e Sanitäre Einrichtungen: Die sanitären Einrichtungen liegen wie der Lift im nordwestlichen Gebäudeteil. Die Räume sind über Vorräume zusammengefasst, damit die Korridorwand nur punktuell geöffnet werden muss. Die WC Räume sind aus massiven Wänden gebildet, die zwischen Korridorwand und Aussenwand gespannt sind (im vorliegenden Entwurf muss einzig im Erdgeschoss eine Öffnung neu erstellt werden; diese ist aber in einem Plan von 1837 dokumentiert, die anderen Öffnungen sind bestehend und müssen lediglich erweitert werden). Lifteinbau: Der Lift ist im nordwestlichen Teil des Gebäudes eingeschrieben. Er ist nicht direkt auf den Korridor geöffnet, sondern wird über einen Vorraum erreicht. Durch die zweiseitige Öffnung kann auch der nördliche Gebäudeteil behindertengerecht erschlossen werden. Der Liftkern ist zwischen zwei Fensterachsen gelegt und die Liftüberfahrt kommt mit dem liegenden Dachgebälk nicht in Konflikt, sondern liegt zwischen zwei Trägerachsen. Für den Niveauunterschied zwischen Einganghalle und südlichem Unterrichtsraum schlagen wir ein grosszügig ausgebildetes Podest vor mit der Möglichkeit einen mechanischen Hublift zu installieren. Im vorliegenden Konzept sind die wesentlichen Eingriffe des Umbaus dargestellt: 1. Lifteinbau (für die behindertengerechte Erschliessung) 2. Brandschutzmassnahmen: gesteuerte Brandschutztüren, 3. Sanitäre Einrichtungen 4. Wiederinstandstellung Fensteröffnungen, Umgestaltung Garage Im „alten Pfarrhaus“ kann das vorliegende Raumprogramm für die Kirchgemeinde sinnvoll einquartiert werden. Wie im Raumprogramm vorgeschlagen ist die Aufteilung auf die Geschosse umgesetzt: Im Erdgeschoss sind die Räume mit öffentlichem Charakter; die Verwaltung mit ihren entsprechenden Räumen im darüberliegenden 1. Stock. Das 2. Geschoss (das 1706 aufgestockt und in Riegelbauweise erstellt wurde) beherbergt die Sitzungsräume und die Pfarrämter. Abweichend vom Raumprogramm wird vorgeschlagen den Pausenraum anstelle der „Zwinglistube“ zu platzieren. Im Erdgeschoss entsteht neben der Eingangshalle ein zusätzlicher Raum. Auch das Waschhaus im Pfarrgarten kann neu bespielt werden. Die historisch gewachsene Gliederung des Bauwerks mit den zwei massiven Geschossen und dem darauf gestellten Riegelbau ist bemerkenswert. Für den Vorschlag des Umbaus hat diese Eigenheit zum jetzigen Zeitpunkt noch keine direkten Konsequenzen, es gilt aber für die weitere Verfeinerung der Eingriffe diesem Umstand Rechnung zu tragen. Zur Verbesserung der Wärmedämmung kann jetzt noch keine präzise Aussage gemacht werden. Die Zusammenarbeit mit einem Bauphysiker ist zwingend: mögliche Massnahme sind: Innendämmung (Vormauerungen nicht Leichtbau), Dämmung der Brüstungsbereiche der Fenster (ohne die Fensteröffnungen zu verunklären), Ausblasen der Hohlräume mit Dammstoff. Am tsh aus Ref orm ier ir te K che f h o e r s t Kl o K ir ch ge m ei nd es aa l Umgestaltung Garage: Der Garagenanbau ist aus unserer Sicht nicht befriedigend. An dieser Stelle könnte die Umfassungsmauer der ehemaligen Klosteranlage stehen, auch wenn heute die Originalsubstanz nicht mehr vorhanden ist. Anstelle eines Kleinbaus, der sich an die Umfassungsmauer lehnt, wurde ein Flachdach als Terrasse ausgeführt. Diese Situation verhindert ein plausibles Verständnis von Hauptgebäude, Umfassungsmauer und Kleinbau. Im vorliegenden Entwurf wird vorgeschlagen das Flachdach durch eine geneigte Blecheindeckung zu ersetzen und die hofseitige Wand mit einer Rankhilfe zu versehen. Wiederinstandstellung Fensteröffnungen Im Erdgeschoss sind verschiedene Fenster aus architektonischer Sicht unbefriediegend ausgebildet worden. Zum einen wurde ein Fenster auf der nordwestlichen Seite von innen verschlossen und mit einem Kasten ausgefüllt. Zum anderen sind Brüstungsbereiche auf die gesamte Leibungstiefe ausgefacht worden. Diese Massnahmen sind zwar in bauphysikalisch gutgemeinter Absicht geschehen – müssen aber aus unserer Sicht zurückgebaut werden. In der vorliegenden Architektur ist ein Fenster immer auch eine Mauernische, die bis zum Boden reicht. Brandschutztüren (tiefe Türfutter): Wir gehen davon aus, dass das Treppenhaus brandschutztechnisch mit einem Abschluss vom Korridor getrennt werden muss. Die neuen Treppenhaustüren müssen mit Türschliessern ausgestattet sein, damit sich im Brandfall der Rauch nicht im Haus ausbreitet. Im Gebrauch ist diese Lösung für das bestehende Pfarrhaus nicht befriedigend, da pro Geschoss mehrere Türen auf das Treppenhaus führen. Anstelle von sich immer wieder schliessenden Türen schlagen wir Türelemente mit tiefen Leibungen vor, so dass die Türflügel in geöffnetem Zustand den freien Durchgang ermöglichen. Mit brandfallgesteuertem Schliessmechanismus soll der Brandschutz garantiert werden. Mit dieser Konzeption kann die ursprüngliche Raumsequenz des Korridors erhalten bleiben. Entflechtung der Wegführung beim Sekretariat im 1.OG.: Der Empfang zum Sekretariat erhält durch die gewählte Disposition eine Trennung der Wegführung für die Besucher und das Personal. Die Angestellten bekommen einen separaten Eingang und einen internen Zugang zum Kopierraum. Derart ist die Wegführung entflechtet und der öffentliche Eingang zum Sekretariat vom Treppenhaus selbstverständlich. Raumbildung im 2.OG mittels Trennwand: Der freistehende Holzpfeiler im 2. Obergeschoss wird durch eine neue Trennwand seitlich ergänzt, sodass zwei grosse Sitzungszimmer entstehen und das Holzgebälk erhalten bleibt. W e r n e r - W e b e r - S t r a s s e Umbaukonzept t m A e s s a r t s f o h s u a h rr fa P f o h r r a f P N N Grundriss Erdgeschoss Mst 1:100 L M K Da Sch s alte Die utz die obj Pfa So untäus ekt rrh rgfä e aus Zie ersser ltig chie Ers von ist Su l bst ist e edl Die An che übe - wie anzes, pasich inu rko - SaVer s erfo mödie sunen ng mmdas - beh Niv niebes rde glicneu Wa una gen Für eau(Fa ind runser rt hst en ssa ler sch erte g ung ges Ein weAnford sin s des den Be hau Ro der d t: grif nig nge der che deu s im hau Wä ite taneru Be Erd, Da Ge rec Erh fe tunund Au alt im reic ges ch) gie nge hteste rmeund g. die Grü lb: chn sna inte Ge dämtau rt n so h cho sow Ers Um wir der n: Erh isc hm gra bäu ssb ie chl hen muglic d in fas de kei alt und die spä odedie ies erw en nurl., sun ne ng he den we sun Ins Au Str der bes ter ns prim üns An gsm Pfa tall ang (Au in km rde ate ford äre cht abs alp n die g alle atiosse gie en teh aue rrg Wir end eba sna Tra Die nhü . Au eru olu fleg rfolg r Ränen llen für und Be art ute hm gst kun e nge sna ten im en Ge Ne um eris n end e: unt den g n. Inv hm Ein che Um uba den reit /Au gewbäu Ga Heruktur e, en ent en rag izu Pfa sta u dur sch die er BeUm zel sse ahr des dre ar nur e ngsund fäll Re rrh nd, und ch aft gan mö t bletruk nra i Ka dem ibe der De , we en, sta aus das ein Ne der hal g glic rau das Nu r stä um teg kun ibt. tur es s e uba Ka groura nn tunmit Ge tzu Ein h. m), Ra ein orie ndi und die ebe ute nto stssetion wic g den gen ng bez sin um zuf nal gen der . und n htig des ser nso n sta en folg Be d gef ühr sta bei ug des äus Au gru üge his lch grü e kul nd trag des end en, Wa tori e rk De pro fen Ha nds , ser turh ndu des en Au sch sch Au bee nkm das ndl tha jek en en ätz daz isto Au hau e sse intr alp ung Stu und sse tsp ngs lt s lich u geh die Ers fga die risc dic ezi die als nra ses Fre nra äch fleg ssp nen che ben zu öre his fisc hte irau um tigt e, hen nau konum ielr mö inu ste erh n s ges tori . en für he ftra zep ins aum . glic m nie talt Pfa die ng llun alte auc sch Grü gs. tion bes (Fa gen hst übe ung rrg s n. h we Erw nde def ssa elle ond ung rtvo inie rba die arte eite dag den: r An ere esc ut akt n lle rt: ege , Da hm wa uelfrei rung sat für zug des n äle r, z das ch) l auf neu spr rt ist we ebe Ra . gez erh dab nig n, ech alte ei bef ste um eig e Foy en. t we er n Re ried ht ang ble chn ige unt ebo rde und ibe ung nde er ts n. den n. der Ein zu Situ der Prä Kir trag det Kirchg atio aill en. n mis chg iert em Au auf se, emein er ein ch we das Ge des sol rten s de ein Ha sta aal l die kön qua nd ltun sol Wir ne. litä zu gsv l zur kun De tsv bie ors Att g m olle ten chl rak des ag tivi r alte ist tät jed die n och ser nic ht J o n a Buffet 2 Unterrichtszimmer 50.6 m2 Schrank Podest (Hublift) A 1 Entrée 33.0 m2 (+13 m2) Abst. 1.5 m2 B Fensterbrüstung ausbilden Vorraum 4.7 m2 3 WC Da /Beh., WC He 11.4 m2 Garderobe ( Bank mit Hakenleiste ) Mofas Fahrräder, 2 15.3 m 32 Küche 2 20.1 m Treppenhaus -0.72 Eingang -0.72 Disponibel: Unterrichtsraum / Gruppenraum +22.3 m2 Gang +0.17 m Vorraum 11.4 m2 2 30 Saal 119 m 2 31 Foyer 45 m Bühne, Leinwand 14 Pausenraum "Zwinglistube" 15.5 m2 5 Hauswirtschaft 9.5 m2 (-3 m2) s hhau Wasc m2 +22 (dis poni bel) M L ARGE Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten Fahrräder, Mofas 4 Geräte - und Lagerraum 23.0 m2 K ARGE Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten C Studienauftrag für den Umbau des alten Pfarrhauses und den Neubau eines Kirchgemeindesaals Studienauftrag für den -Umbau des alten PfarrhausesRüti und ZH den Neubau eines Kirchgemeindesaals I Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH Evangelisch reformierte Kirchgemeinde C B A nt ura of sta Re sterh Klo 15 Vitrine N N 16 Vorraum Vorraum Personal Personal 14 Teeküche 14 Teeküche +4.3 m2 2 +4.3 m Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich N Vorraum Vorraum Kunden +5.5 m2 Kunden +5.5 m2 Grundriss Untergeschoss Kirchgemeindesaal Mst 1:100 N Grundriss 1. Obergeschoss Pfarrhaus Mst 1:100 7 Sekretariat 287 Sekretariat m2 (+8 m2 ) 28 m2 (+8 m2 ) 8 Kopierraum 8 Kopierraum 21.5 m2 2 21.5 m 11 Büro Sigristen 2 Sigristen 1511mBüro 15 m2 15 Putzraum 15 Putzraum 5.8 m2 2 5.8 m Gang +2.86 Gang +2.86 chnik 6 Heizung, Hauste 2 chnik 8.56 m Heizung, Hauste 2 8.5 m Oberlicht Oberlicht 38 Putzraum 38 2Putzm 3.0raum 2 3.0 m ager 2 33 Möbell 2 (+3.3 m ) ager 2 18.333mMöbell 2 m) 18.3 m (+3.3 2 44 Putzraum 2 (-3.6) 4.4 m Putzra um 44 2 4.4 m (-3.6) nraum Cevi II 40 Gruppe 2 (+4.2) nraum Cevi II 34.2 40mGruppe 2 34.2 m (+4.2) Cevi I 41.0 m 39 Gruppenraum 2 Cevi I 41.0 m 39 Gruppenraum 35 WC M 2 8.635mWC M 2 8.6 m 36 WC F 2 8.636mWC F 2 8.6 m 37 WC B 2 3.037mWC B 2 3.0 m 41 Gruppenraum2 m 20.4nraum Cevi Gruppe 41III 2 Cevi III 20.4 m lraum 34 Abstel 2 13.4 m lraum 34 Abstel 2 13.4 m Treppenhaus -3.82 Treppenhaus -3.82 12 / 13 Gastarbeitsplatz / 12 / 13 Gastarbeitsplatz / Büro Finanzen 15.1 m2 (-82 m2 ) 2 Büro Finanzen 15.1 m (-8 m ) 9 Büro Jugendarbeit 2 (+5Jugendarbeit m2 ) 25 9mBüro 25 m2 (+5 m2 ) 16 WC Pers. 16 WC Pers. Da / He 3.6 m2 2 Da / He 3.6 m 10 Büro Diakonie 1510 m2Büro Diakonie 15 m2 Vorraum Vorraum 4.3 m2 2 4.3 m Studienauftrag für den Umbau des alten Pfarrhauses und den Neubau eines Kirchgemeindesaals Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH cht Oberli Oberlicht Oberlicht Oberlicht 1.08 2.22 7.76 Querschnitt L-L Mst 1:100 -3.82 -3.82 -0.72 -0.72 1.08 2.22 7.76 Grundriss 2. Obergeschoss Pfarrhaus Mst 1:100 22 Sitzungszimmer II 2 Sitzungszimmer II (+11 m2 ) 41.1 m22 41.1 m2 (+11 m2 ) 21 Sitzungszimmer I 212 Sitzungszimmer I 2 (+16 ) m2 ) 36.1 m36.1 m2m(+16 Gang +5.98 Gang +5.98 17 Büro Pfarramt I 2 Büro Pfarramt I 22.3 m17 22.3 m2 25 Archiv 25 Archiv 7.8 m2 7.8 m2 24 WC Da 24 WC Da 1.9 m2 1.9 m2 36 WC F 40 Gruppenraum Cevi II 40 Gruppenraum Cevi II 19 Büro Pfarramt III Büro III m2 Pfarramt ) 22.9 m219(+3 22.9 m2 (+3 m2 ) 20 Seelsorgezimmer 20 Seelsorgezimmer 2 (+3 m 15.7 m215.7 m2 )(+3 m2 ) N ARGE Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten 36 WC F 18 Büro Pfarramt II (-3Büro m2 )Pfarramt II 15.4 m218 15.4 m2 (-3 m2 ) 23 Putz23 Putzraum 1.6 m2 raum 1.6 m2 24 WC He Vorraum Vorraum 1.9 m2 24 WC2He 6.3 m2 1.9 m 6.3 m2 N Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 17 Querschnitt M-M Mst 1:100 40 Gruppenraum 40 Gruppenraum Cevi II Cevi II Oberlicht Oberlicht Leinwand 38 Putzraum Leinwand 38 Putzraum 37 WC Beh. 37 WC Beh. 2.22 -3.82 -3.82 -0.72 -0.72 2.22 7.76 Konstruktion / Materialisierung Der vorgeschlagene Saalbau besteht aus einem massiven Sockelbau und einem mit Holz ausgekleideten Betondach. Das Tragwerk des Daches ist die äussere Betonschale, die auf den massiven Pfeilern aufliegt. Die Öffnungen sind eine Variation auf die runden „Ochsenaugen“ der umgebenden Bauten der ehemaligen Seidenweberei. Die Öffnungen sind zum Teil als Lichtkanonen ausgebildet für die Belichtung der Räume im Untergeschoss. Die südlichen Fensteröffnungen sind als Kastenelemente mit tranzluzider Aussenverglasung ausgebildet. Neubau Kirchgemeindesaal Der vorliegende Entwurf versteht den neuen Kirchgemeindesaal als Teil der Gartenanlage, als pavillonartigen Kleinbau im südöstlichen Winkel des Grundstücks. Das Gebäude ist in einen flachen Bauteil und den eigentlichen Saalbau gegliedert. Es wird ein Eingangshof aufgespannt zwischen den sich gegenüberstehenden Gebäuden Pfarrhaus und neuem Kirchgemeindesaal. Mit gartenarchitektonischen Elementen reicht der Neubau bis an die Strasse und führt einen flach geneigten Zugangsweg zum Kirchgemeindesaal. Die gewählten Bauelemente sind: flache Rampe, die breiten Treppenstufen und die begleitende Wand. Der Auftakt vom Klosterhof bildet eine Plattform, die abwechselnd als Brunnen oder Blumenrabatte gestaltet werden kann. 7.76 Der Saal ist leicht ins Gelände eingeschrieben: die begrenzenden Flügelmauern sind auf Sitzhöhe. Derart sitzt man im Innern auf Höhe des Gartens. Ein steiles Dach von der Gartenseite bildet den asymmetrischen Hauptraum. Aus der südlichen Umfassungsmauer heraus entwickelt, erhebt sich ebenfalls ein Schrägdach zur ausgeprägten Firstmauer. Dreiseitig orientierte Öffnungen lassen einen besonderen Bezug zum umliegenden Garten entstehen. Die Nutzungsverteilung vom Kirchgemeindesaal ist derart optimiert, dass ein möglichst kleiner „Fussabdruck“ im Garten steht. Nur das Foyer und der Saal, sowie die Küche sind im Erdgeschoss vorgesehen. Die Lagerräume sind mit einem Lift im Keller erschlossen. Durch drei raumbildende Stützen wird Licht in das Untergeschoss geleitet. Dadurch werden die drei Räume für die CEVI natürlich belichtet und belüftet. Die heutige Situation des Gartens lässt das Potential eines gestalteten „Klostergartens“ nur mehr erahnen. Dabei ist der Wohnbau aus den 1970er Jahren zu berücksichtigen, der massgeblich zur unbefriedigenden Hofsituation des Gartens beiträgt. Das vorliegende Projekt ist gartenarchitektonisch noch nicht entwickelt, dafür wurden die räumlichen Rahmenbedingungen für eine heutige Vorstellung von „Klostergarten“ geschaffen: 1. ein grosser, zusammenhängender Freiraum 2. ein spannungsvolles Gegenüber zu den bestehenden Baukörpern (Pfarrhaus und Waschhaus) unter Berücksichtigung des unbefriedigenden Nebeneinander zum Wohngebäude aus den 1970er Jahren 3. eine architektonische Gestaltung mit lokalem Bezug 4. Der Neubau und der Pfarrhof sind Teil der Klosteranlage Neubau Kirchgemeindesaal Studienauftrag für den Umbau des alten Pfarrhauses und den Neubau eines Kirchgemeindesaals Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH 7.76 Querschnitt B-B Mst 1:100 -3.82 -3.82 -0.72 -0.72 7.76 Ansicht C-C Mst 1:100 39 Gruppenraum 39 Gruppenraum Cevi I Cevi I 40 Gruppenraum 40 Gruppenraum Cevi II Cevi II 41 Gruppenraum 41 Gruppenraum Cevi III Cevi III 0.00 N N ARGE Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten 0.00 11 Büro Sigristen 11 Büro Sigristen 17 Büro Pfarramt 17 Büro Pfarramt 2.86 5.98 -1.29 -1.29 2.86 5.98 5 8.785 8.78 18 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 19 Ausbau optional Vorraum Kunden 22 Sitzungszimmer II Querschnitt A-A Mst 1:100 Ausbau optional Ansicht K-K Mst 1:100 Vorraum Kunden 22 Sitzungszimmer II 0.00 0.00 8 Heizung, Haustechnik 8 Heizung, Haustechnik Studienauftrag für den Umbau des alten Pfarrhauses und den Neubau eines Kirchgemeindesaals Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH 32 Küche 34 Abstellraum 32 Küche 34 Abstellraum Computerbild Kirchgemeindesaal N N ARGE Joos & Mathys Architekten Daniel Nyffeler Architekten 20 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich weitere Projekte: 6.2 Menzi Bürgler Archietkten ETH SIA, Zürich Die ortsbauliche Situation mit den denkmalpflegerischen Schutzobjekten und der einseitig anschliessenden ehemaligen Klostermauer, die einen hofartigen Raum entstehen lässt, wird im vorgelagerten Gartenbereich des Pfarrhauses mit dem neuen Kirchgemeindesaal ergänzt. Das minimal gehaltene Neubauvolumen wird so gesetzt, dass zwischen Kirchgemeindesaal und bestehendem Pfarrhaus ein neuer Platz entsteht, der als Begegnungsraum gedacht ist. Als Reminiszenz an den jetzt durch den Neubau besetzten Gartenraum wird um den Neubau ein streifenartiger Grünraum erhalten, der mit einer ungeordneten üppigen Bepflanzung den Verlust an Gartenfläche aufwiegen soll. Mit der gewählten Setzung des Neubaus wird die Prämisse einer grösstmöglichen Erhaltung der bestehenden Aussenraumgliederung verfolgt. Zum Teil wirken jedoch die neu geschaffenen Begrenzungen des Grünbereichs im Bereich des neuen Platzes sowie bei den bestehenden Zugängen zu den Altbauten zu pragmatisch und vermögen als neue Gliederungselemente nicht vollends zu überzeugen. Die Zugänge in das Pfarrhaus und den Kirchgemeindesaal erfolgen richtigerweise direkt aus dem neu geschaffenen Begegnungsplatz, der funktional wie auch als Zeichen des im Ortskern zusammengefassten neuen Kirchenzentrums begrüsst wird. Gemäss der ortsbaulichen Intention erhält der Neubau des Kirchgemeindesaals den Charakter eines Pavillons, der sich in Bezug auf seine historischen Nachbarsbauten klar unterordnen soll. Dieses Bestreben wird auch mit der Formgebung unterstützt, indem der Längskörper leicht geknickt wird und sich so perspektivisch verkleinert. Das flache Dach wird als begrünte Dachfläche vorgeschlagen und soll den umgebenden Grünraum im Dachbereich fortführen. Die Fassaden werden zwischen dem Betonsockel und dem leicht geschwungenem Dachgesimse mit gestrichenem Holz verkleidet und durch grosse eingesetzte Metallfenster aus Bronze rhythmisiert. Das mit den verwendeten gestalterischen Mitteln angestrebte Gleichgewicht zwischen der Unterordnung in die historische Umgebung und der Aufwertung einzelner Elemente, die der Bedeutung des Gebäudes gerecht werden sollen, verhindert eine klare architektonische Aussage, die für einen selbstbewussten Ausdruck des Gebäudes, gerade in diesem historischen Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 21 Kontext, wünschbar wäre. Das begrünte Flachdach verstärkt leider diesen Eindruck noch und verleiht dem Gebäude vollends den Ausdruck eines gestalterisch leicht überhöhten Gartenpavillons. Die innere Organisation kann mit gut proportionierten Raumfolgen und funktionalen Abläufen überzeugen. Die Belichtung der Cevi – Räume im Untergeschoss vermag mit dem vorgeschlagenen Tageslichtsystem zwar zu genügen, kann jedoch mit dem fehlenden Aussenraumbezug nicht ganz die sich einstellende Raumstimmung von Kellerräumen verhindern. Zudem werden die vielen ausladenden Lichtschächte den schmalen Gartenbereich um das Gebäude stark stören. Im Umgang mit der denkmalpflegerisch wertvollen Bausubstanz des Pfarrhauses wird generell eine sorgfältige, denkmalpflegerisch ergebnisoffene Herangehensweise vorgeschlagen und im Prinzipschnitt überzeugend dargelegt. Die geforderten Nutzungseinheiten werden folgerichtig in der Raumstruktur des Gebäudes angeordnet. Es entstehen auch vielversprechende, funktional räumliche Lösungen, die auch die Eingriffstiefe in die Substanz zu konzentrieren vermögen. Zu überlegen wäre die Einführung eines Brandabschlusses beim Treppenhaus gegen die jeweilig anstossenden Gänge. So könnten historische Türen im Gangbereich vor einer brandtechnisch erforderlichen Überarbeitung geschützt werden. Der Einbau eines Personenlifts zur Sicherstellung der Behindertengängigkeit des öffentlichen Gebäudes wird im Bereich einer Tragwand vorgeschlagen, was ein Verlust an historischer Substanz bedeutet. Demgegenüber steht jedoch die Möglichkeit, die Gangwand wie auch die Fensterstruktur der Fassade ohne Störungen zu erhalten. Der Eingriff wird zudem mit einem entsprechenden Produkt möglichst substanzschonend vorgeschlagen. Der vorliegende Projektvorschlag stellt in allen Bereichen der Aufgabenstellung eine tragfähige, gut durchdachte und sorgfältige Lösung dar. Die Stärken liegen vor allem im überzeugend dargelegten Umgang mit der denkmalpflegerisch wertvollen historischen Substanz des Pfarrhauses. Aus Sicht von Ortsbild- und Denkmalschutz wird die zurückhaltende Ausformulierung des Volumens des Kirchgemeindesaals grundsätzlich begrüsst. Allerdings lässt das Projekt den selbstbewussten und zeitgemässen architektonischen Ausdruck vermissen, der nötig wäre, um in der heute stark beeinträchtigten ortsbaulichen Situation die angestrebte Verbesserung zu erzielen. 22 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 23 rche . Ki Ref of Klos terh Technik Foyer 40.0 Res Klos taur terh ant of Lift 0 1:500 2 1 1:5000 esaal Gemeind 120.0 0 20 1:2000 5 2 0.5 10 5 1 50 5 Küche 19.0 10 3 0. 5 0.75 1 0 20 0 1:1000 Begegnungsraum (Kopfsteinpflaster, Sitzgelegenheiten, 0 5 Pumpbrunnen) 1:750 0 1:300 0 0 0 1:200 1:100 0 0.2 1:50 0.25 0 1:33 20 10 4 2 1 00 20 10 2 1 Brunnen 3 0.1 0.2 0.3 0 0 5 10 (Kopfsteinpflaster, Sitzgelegenheiten) 1:20 Naturwiese 1:10 5 2 1 Begegnungsraum 2.5 1 0.5 5 50 20 5 0. 5 PP 3 1 30 3 10 2 00 20 2 0.75 20 4 1 00 50 10 5 1 50 10 5 3 2 30 50 20 75 40 Wilde Naturwiese mit einheimischen Sträuchern, Büschen und Hecken 500 200 1 00 75 50 30 20 10 5 se Stras eberr-W rne We 3 2 100 50 20 10 1 0.5 5 50 30 10 3 10 20 5 2 1 15 5 0.5 10 5 2 0 20 0 0 0 0 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 0 0 10 5 2 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 100 20 10 2 1 50 5 20 0.5 5 0.75 20 10 2 3 1.5 1 30 3 10 200 30 20 2 20 Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH I Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau Kirchgemeindesaal I 22. August 2014 I Menzi Bürgler Architekten Erdgeschoss Neubau 1:100 tz ue np la Pfa us tsha Situation 1:500 Am Amthofstrasse 1:5 0 0 1:2 Velos 0 1:1 100 50 15 10 5 1 50 10 5 40 300 30 3 2 30 0 0 0 0 0 3 1 0.5 5 10 5 2 0.5 1 50 10 5 5 30 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 3 0 0 10 5 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 5 0.5 5 1 10 50 200 1:5000 1:2000 1:1000 1:750 1:500 1:300 1:200 1:100 1:50 1:33 1:20 Untergeschoss Neubau 1:100 100 20 20 1:5 1:2 1:1 1:10 Visualisierung Neubau 10 2 1 20 10 2 Gruppe 20.5 Technik ger en Möbella 15.0 WC Dam 11.0 Lift 0 0 0 0 0 1:300 1:500 1:750 1:1000 1:2000 0 1:200 2 1 3 10 5 5 2 10 5 1 1 0 20 5 2 1 0.5 10 3 5 0. 5 0.75 0.25 0.1 0.2 0.3 5 2.5 2 4 20 10 2 1 20 10 50 20 5 0. 5 5 3 1 30 3 4 10 20 2 0.75 20 m Putzrau 8.0 WC Herren 11.5 aum Abstellr 12.0 ung Erschliess 36.0 1 0.5 0 0.2 0 1:50 nraum 0 Gruppe Cevi I 39.5 1:33 0 1:10 0 0 1:5 1:20 0 0 1:2 1:1 1:100 i III nraum Cev IV-WC 3.0 30 1 00 50 3 20 50 nraum Gruppe Cevi II 29.5 2 10 5 1 50 10 5 75 40 3 200 1 00 75 50 30 20 10 5 2 100 50 20 10 0 0 0 0 3 1 0.5 5 10 5 2 1 10 20 5 2 0.5 5 30 15 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 0 0 10 5 2 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 20 10 2 1 50 5 20 0.5 5 0.75 20 10 2 3 1.5 1 30 3 10 30 20 2 20 100 50 15 10 5 1 50 10 5 40 30 3 2 30 0 0 0 0 3 1 0.5 5 10 5 2 0.5 1 10 5 5 30 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 3 0 0 10 5 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 20 10 2 1 20 10 2 20 50 5 0.5 5 1 10 1:2000 1:1000 1:750 1:500 1:300 1:200 1:100 1:50 1:33 1:20 1:10 1:5 1:2 1:1 24 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH I Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau Kirchgemeindesaal I 22. August 2014 I Menzi Bürgler Architekten Querschnitt Neubau 1:200 Visualisierung Kirchgemeindesaal Längsschnitt Neubau 1:200 Im Innenausbau wird grosser Wert auf die Verwendung von lokalen, natürlichen und rezyklierbaren Materialien gelegt, welche zusätzlich schadstofffreie Innenräume garantieren. Dieser Einsatz von einfachen Baustoffen ermöglicht in Kombination mit dem klar ausformulierten Tragwerk und der vorgeschlagenen Holzkonstruktion eine bewährte und ökologische Bauweise. Für die Haustechnik sind unterhaltsarme Systeme vorgesehen. Die erforderliche Wärme wird von der neuen Heizanlage im alten Pfarrhaus bezogen, welche über einen Kanal mit dem Neubau verbunden ist. Beide Geschosse werden mit Niedertemperatur-Bodenheizungen ausgestattet und sind einzeln regulierbar. Eine über der Küche positionierte Lüftungsanlage versorgt den Kirchgemeindesaal mit der hygienisch notwendigen Luftmenge. Die Verteilung der Luft erfolgt über im Bereich der Akustikdecke geführte Leitungen. Die Organisation des Neubaus ist funktional und übersichtlich, die innere Logik teilt sich dem Benutzer unmittelbar mit. Im Erdgeschoss befinden sich der grosszügige Kirchgemeindesaal sowie das Foyer und die Küche. Ein leicht auskragendes und über Eck angeordnetes «Blumenfenster» schafft den optischen Bezug zwischen dem Begegnungsraum im Aussenbereich und dem Foyer. Aus dem Saal führen – mit Ausnahme einer Fluchttür – keine Öffnungen direkt in den Aussenbereich. Vielmehr soll die umlaufende Naturwiese direkt an die Fassade anschliessen und so im Inneren ein Gefühl des Aufenthalts inmitten eines wild belassenen Grünraums bekräftigen. Eine geschwungene Treppe und ein Aufzug schaffen die Verbindung aus dem Foyer in das Untergeschoss, welches die Sanitäranlage und die Lagerflächen sowie die Räumlichkeiten für den Jugendverband Cevi aufnimmt. Ausschlaggebend für die mittige Positionierung des Aufzuges innerhalb des Gebäudes sind kurze Wege von den Stauflächen im Untergeschoss zu den Nutzflächen im Erdgeschoss. Für eine angemessene Beleuchtung der Cevi-Räume sorgen verspiegelte Lichtschächte mit einem Tageslichttransportsystem. So gelangen das Vielfache an Tageslicht und sogar Sonnenstrahlen in das Untergeschoss. Der Neubau besteht aus einer Holzkonstruktion auf einem betonierten Untergeschoss mit gestocktem Sockel. Die ressourceneffizienten Holzbauelemente können im Werk exakt dimensioniert und vorproduziert werden, was einen optimierten Bauprozess und eine Aufrichte des oberirdischen Gebäudeteils innerhalb weniger Tage erlaubt. Die umlaufende äussere Fassadenhaut aus regionalem Holz wird mit einer matten Roggenmehllasur behandelt. Diese Beplankung verleiht dem Gebäude die leichte und dezente Beschaffenheit eines Nebenbaus sowie einen haptischen und warmen Charakter, welcher im Zusammenspiel mit den glänzend bronzierten Metallfenstern noch gesteigert wird. Aufgrund der natürlich alternden Materialien wird die Gebäudehülle ihren Ausdruck im Laufe der Zeit verändern und Patina ansetzen. Der Dachabschluss ist elfenbeinfarben gestrichen und mit einem bronzenen Abschlussband versehen. Klosterbauten. Zudem klingt in der Einbettung in den Grünraum und in der Anordnung der grossformatigen Sprossenfenster die Atmosphäre ehemaliger Orangerie-Bauten in alten Klosteranlagen mit. Die feinen Knicke in den Fassaden brechen die Grösse des Gebäudes perspektivisch und ermöglichen ein passgenaues Einfügen parallel zu den Grenzlinien der Parzelle. Der Eingang zum Haus wird als überdachter Einschnitt ausformuliert. Eine Anlehnung an die Bauten der Umgebung mit ihren profilierten Dachüberständen findet sich im leicht vorspringenden und abgerundeten Dachabschluss. Ansicht Nordwest Neubau 1:200 Der geplante Neubau im Pfarrgarten orientiert sich typologisch an freistehenden Pavillonbauten. Diese Bezugnahme unterstreicht die klare Unterordnung des Gebäudes gegenüber dem Pfarrhaus und den Neubau Kirchgemeindesaal Über einen Dialog zwischen Alt und Neu sollen die räumlichen Qualitäten des Bestandes gesteigert und zugleich die teilweise verloren gegangene Wirksamkeit der bestehenden Substanz wieder aktiviert werden. Das bedeutet, dass neben dem möglichst weitgehenden Erhalt der materiellen Denkmalsubstanz auch dem baulichen Zusammenhang, in welchen die alten Strukturen zu stehen kommen, grosse Aufmerksamkeit geschenkt wird. Die äussere Erscheinung des Pfarrhauses bleibt komplett erhalten, die Fassaden und die Dachhaut werden ausgebessert und gereinigt. Die bestehenden Holzfenster sollen durch eine Fachfirma aufgearbeitet und wo möglich mit einem Glasersatz (Isolierverglasung) im bestehenden Rahmen versehen werden. Das Waschhaus kann bei Bedarf sanft saniert und weiterhin als Werk- und Lagerraum genutzt werden. Die bestehende Haustechnikzentrale und -verteilung wird vollständig erneuert und durch bewährte Systeme ersetzt. Zur Schonung der Substanz soll dies unter Zuhilfenahme der bestehenden Leitungsführung sowie mit einer neuen Steigzone im nordwestlichen Hausteil erfolgen, der im Bereich des neuen Aufzuges und der neuen Sanitäranlagen tiefere denkmalpflegerische Anforderungen aufweist. Die erforderliche Wärme wird durch eine neue Erdsonden-Wärmepumpe zur Verfügung gestellt, welche in den bestehenden Technikräumlichkeiten im Untergeschoss positioniert wird und durch eine Gasheizung unterstützt wird. Sämtliche Heizkörper werden an ihren heutigen Standorten ersetzt. Die Beleuchtung wird für den gesamten Bestand neu konzipiert. Das Raumprogramm wird über die drei Hauptgeschosse innerhalb des bestehenden Rasters neu organisiert, was einen zeitgemässen Betrieb ermöglicht. Die bestehende Struktur des Gebäudes wird dabei nur soweit ergänzt, wie es die grundlegenden Nutzerbedürfnisse verlangen. Das Dachgeschoss bleibt erhalten und wird nicht mit einer neuen Nutzung versehen. In denkmalpflegerisch und ökonomisch vertretbaren Bereichen ist eine neue Wärmedämmung vorgesehen. Das betrifft vor allem den Einbau einer diffusionsoffenen Dämmung auf der bestehenden Dachbodendecke sowie die Montage von Innendämmungen in Räumen ohne denkmalpflegerische Anforderungen. In diesen werden auch die Oberflächen der Böden, Wände und Decken erneuert. In den Räumen mit denkmalpflegerischen Ansprüchen und originalen Schichten ist eine Restauration oder sanfte Sanierung der Oberflächen – zum Beispiel der Tonplatten oder der Wandtäfer – geplant. der bestehenden Strukturen dar, welcher für die Gewährleistung einer behindertengerechten Erschliessung des teilweise öffentlichen Gebäudes notwendig ist. Nach einer Abwägung verschiedener Standorte wird der Aufzug innerhalb der nordwestlichen Raumschicht im Bereich einer tragenden Wand positioniert. Der damit einhergehende Verlust an Bausubstanz wird zugunsten einer über alle Geschosse unversehrten historischen Korridorwand und einer räumlich gut funktionierenden Erschliessung in Kauf genommen. Geplant ist ein hydraulischer Sonderaufzug in einem Stahlschacht, welcher nur eine geringe Unterfahrt und keine Überfahrt benötigt. Dies hat den Vorteil, dass die bestehende Bodenplatte und der Dachstuhlboden vom Einbau nicht tangiert werden. Ansicht Nordost Pfarrhaus und Neubau 1:200 Ziel des Umbaus und der Sanierung des alten Pfarrhauses ist ein möglichst weitreichender Substanz- und Strukturerhalt im Einklang mit den denkmalpflegerischen Vorgaben. Sämtliche Eingriffe erfolgen dementsprechend zurückhaltend und additiv, damit die charmante alte Bausubstanz primär lesbar bleibt oder wieder lesbar wird. Letzteres geschieht über den Abbruch sämtlicher verunklärender Einbauten. Das Pièce de Résistance stellt der Einbau eines neuen Personenaufzuges innerhalb Umbau und Sanierung altes Pfarrhaus Im Kontrast zum klar definierten Platz zwischen den Gebäuden wird der Neubau auf seinen Seiten und in seinem Rücken von einem lockeren Grüngürtel umfasst, der aus einer wilden Naturwiese mit einheimischen Sträuchern, Büschen, Hecken und Bäumen besteht. Dadurch wird der Kirchgemeindesaal in den Garten und im übertragenen Sinne in die Jahreszeiten eingebettet – ein Gedanke, welcher in der extensiven Begrünung des Daches auch in der Vertikalen seine Fortsetzung findet. Die zwei Bäume, welche dem Neubau weichen müssen, werden durch ökologisch wertvolle Bäume im Bereich des Begegnungsraumes ersetzt. Die sechs Parkplätze auf dem Vorplatz nordwestlich des alten Pfarrhauses bleiben bestehen und werden neu mit Veloabstellplätzen ergänzt. Zwischen Pfarrhaus, Waschhaus und Kirchgemeindesaal entsteht neu ein gefasster Raum, welcher als «Begegnungsraum» definiert wird. In logischer Konsequenz orientieren sich die Haupteingänge direkt auf diesen Platz, der von zwei schattenspendenden Bäumen, einem Spiel- und Trinkbrunnen sowie Sitzgelegenheiten in Form von frei verstellbaren Stühlen besetzt wird. Die Materialisierung des Platzes mit Kopfsteinpflaster nimmt die Gestaltung der näheren Klosterumgebung auf und führt die Qualitäten des schutzwürdigen Ortsbildes weiter. So tritt der Begegnungsraum über den Bearbeitungsperimeter hinaus in einen Dialog mit den bestehenden Aussenräumen der Kirche und der ehemaligen Klosterbauten und erweitert diese um ein zusätzliches öffentliches Zentrum für das Gemeindeleben. Das denkmalgeschützte Pfarrhaus sowie das ebenfalls unter Schutz stehende Waschhaus bleiben in ihrer äusseren Erscheinung erhalten. Die Setzung des Neubaus knüpft an die räumlichen Qualitäten der Anlage an. Das kompakte Gebäude positioniert sich entlang der südwestlichen und südöstlichen Parzellengrenzen und beeinträchtigt aufgrund seines maximalen Abstandes zum Bestand die Wirkung und Präsenz des alten Pfarrhauses als Hauptbau weder räumlich noch volumetrisch. Mit Ausnahme des Flachdaches und der Materialisierung, welche ein Ausnahmebewilligung der Baubehörde erfordern, erfüllt der Neubau die Vorschriften der Regelbauweise. Dies gilt insbesondere für die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzabstände. Die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH plant eine Zusammenführung der öffentlich genutzten Räumlichkeiten in der Nähe der Kirche. Durch den Umbau des alten Pfarrhauses sowie den Neubau eines Kirchgemeindesaals im Pfarrgarten soll ein Kirchenzentrum im Ortskern der Gemeinde entstehen. Unser Projekt für die Sanierung und den Ausbau der Anlage versteht sich als Aufwertung des bestehenden Ensembles. Mittels feinen Eingriffen in den Bestand und die Umgebungsgestaltung sowie der behutsamen Platzierung des neuen Saals wird die vorhandene Situation geklärt und gestärkt. Ortsbauliche Situation und Aussenraumgestaltung 0 0 0 0 0 0.2 1:5 1:10 1:20 1:33 1:50 10 5 2 1 3 0 0 0 0 0 0 20 1:300 1:500 1:750 1:1000 1:2000 1:5000 5 2 10 5 1 50 1 0 20 5 2 0 1:200 1 0 1:100 0.5 10 3 5 0. 5 0.75 0.25 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0 1:2 0.5 0 1:1 1 00 20 10 2 1 20 10 4 2 50 20 5 0. 5 5 3 1 30 3 10 200 20 2 0.75 20 4 1 00 50 10 5 1 50 10 5 3 2 30 50 20 75 40 3 500 200 1 00 75 50 30 20 10 5 2 100 50 20 10 1 0.5 5 10 5 2 1 50 10 20 5 2 0 20 0 0 0 0 3 0.5 5 30 15 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 0 0 10 5 2 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 100 20 10 2 1 50 5 20 0.5 5 0.75 20 10 2 3 1.5 1 30 3 10 200 30 20 2 20 100 50 15 10 5 1 50 10 5 40 300 30 3 2 30 0 0 0 0 0 3 1 0.5 5 10 5 2 0.5 1 50 10 5 5 30 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 3 0 0 10 5 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 100 20 10 2 1 20 10 2 20 50 5 0.5 5 1 10 200 1:5000 1:2000 1:1000 1:750 1:500 1:300 1:200 1:100 1:50 1:33 1:20 1:10 1:5 1:2 1:1 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 25 -0.15 Büro Pfarramt III 24.5 0 0 0 0 1:5 1:10 1:20 3 0.5 2 1 20 10 4 2 0. 5 5 3 1 30 3 2 0.75 20 4 Büro Jugendarbeit 25.5 +0.12 -0.33 30 Aufzugtreppe 5 3 2 Sitzungszimmer I 23.0 1 50 10 5 Seelsorgezimmer 16.5 75 40 +0.17 WC D/IV 3.0 WC H 3.5 Gastarbeitsplatz / kl. Sitzungszimmer 10.5 Archiv 15.5 Boden neu auf +0.17 3 10 5 2 100 50 20 10 Terrasse 27.0 0 10 5 2 1 3 0.5 0.5 1 0.5 0.75 0.25 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 Geräte- und Lagerraum 23.0 0.5 5 2 1 0.75 20 10 2 +0.15 3 1.5 1 30 3 2 20 1 50 10 5 40 30 3 2 30 1 0 20 0 1:1000 1:2000 10 5 0 1:750 5 0 5 1:500 2 0 1:300 2 0 1:200 10 5 20 10 50 20 10 20 1 00 50 50 20 200 1 00 75 50 30 0 0 0 0 30 10 20 10 15 5 5 5 10 5 2 0 1 2 20 10 50 20 10 30 20 100 50 15 10 5 1 1 0.5 0 0 0 5 10 5 2 0.5 1 10 5 5 30 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 3 0 3 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 0 1 0. 5 0.75 0.25 0 0.2 0 10 5 2 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 Büro Diakonie 13.0 Pausenraum 13.5 Heizung / Technik 22.5 -0.86 +0.17 Hauswirtschaft 12.5 0 1 3 und 5 Neubau Kirchgemeindesaal 10 20 0 1 2Bürgler 3 5 Architekten10 Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH I Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus I 22. August 2014 I Menzi 1:100 1:50 1:33 0 0 Aufzug El. Aufzug Elektro 1:2 Sitzungszimmer II 38.0 +5.98 Putz. WC D / WC IV Besucher 1:1 WC D Pers Aufzug 0 Putzraum 6.0 WC H Pers ± 0.00 Büro Sigristen Büro Finanzen 25.0 +2.86 Entrée, Garderobe 33.5 behindertengerechte Anpassung Schwelle Boden neu auf ± 0.00 5 2. Obergeschoss Pfarrhaus Neu 1:100 Büro Pfarramt II 21.0 Büro Pfarramt I 26.5 1. Obergeschoss Pfarrhaus Neu 1:100 Sekretariat 30.0 Ofen Kopierraum 27.5 Erdgeschoss Pfarrhaus Neu 1:100 Unterrichtszimmer 50.5 Abstellraum 20 10 2 1 20 10 2 20 50 5 0.5 5 1 10 1 0 0 1:200 1:300 1:100 1:200 0 0 0 20 1:750 1:1000 1:2000 1:5000 1:500 1:750 1:1000 1:2000 5 2 10 5 1 50 1 0 20 5 0 1:500 1:300 2 1 0 0 1:100 3 0.5 10 3 5 0. 5 0.75 0.25 0 0.2 1:50 10 5 2 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 Dachgeschoss Pfarrhaus Abbruch 1:200 1:50 1:33 1:20 1:33 0 1:20 1:10 0 0 0 0 1:10 1:5 1:2 1:5 1:2 1:1 1:1 0 0.5 2. Obergeschoss Pfarrhaus Abbruch 1:200 1. Obergeschoss Pfarrhaus Abbruch 1:200 Erdgeschoss Pfarrhaus Abbruch 1:200 1 00 20 10 2 1 20 10 4 2 50 20 5 0. 5 5 3 1 30 3 10 2 00 20 2 0.75 20 4 1 00 50 10 5 1 50 10 5 3 2 30 50 20 75 40 3 500 200 1 00 75 50 30 20 10 5 2 100 50 20 10 1 0.5 5 10 5 2 1 50 10 20 5 2 0 20 0 0 0 0 3 0.5 5 30 15 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 0 0 10 5 2 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 100 20 10 2 1 50 5 20 0.5 5 0.75 20 10 2 3 1.5 1 30 3 10 200 30 20 2 20 100 50 15 10 5 1 50 10 5 40 300 30 3 2 30 0 0 0 0 0 3 1 0.5 5 10 5 2 0.5 1 50 10 5 5 30 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 3 0 0 10 5 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 100 20 10 2 1 20 10 2 20 50 5 0.5 5 1 10 200 1:5000 1:2000 1:1000 1:750 1:500 1:300 1:200 1:100 1:50 1:33 1:20 1:10 1:5 1:2 1:1 26 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 27 B: Tonziegel best W: Innenputz neu D: Holzbalken best Putz neu B: Betonüberzug neu W: Innenputz neu D: Innenputz neu B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Holztäfer best B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Holzbalken best B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Gipsdecke neu B: Parkett neu W: Holztäfer best Innenputz neu D: Gipsstukatur best B: Parkett best / W: Innenputz neu / D: Gipsdecke neu B: Parkett neu W: Holztäfer best Innenputz neu D: Gipsdecke neu B: Parkett neu W: Holztäfer best D: Gipsdecke neu B: Betonüberzug best W: Innenputz best D: Innenputz best Eingriffstiefe: gross Neue Oberflächen und Einbauten Prinzipschnitt Umbau und Sanierung Pfarrhaus 1:50 0 0 0 0 0 1:200 1:300 1:500 1:750 1:1000 0 5 2 1 0 0.2 5 2 0.5 10 5 1 10 3 5 0. 5 0.75 0.25 1:50 1:100 10 5 0.1 0.2 0.3 0 0 1:20 5 2.5 1:33 0 1:10 1:5 0 20 10 2 1 20 10 2 - Wärmedämmung wo möglich: Dämmung auf Dachboden, Innendämmung nur Räume ohne denkmalpflegerischen Anspruch, Aufarbeiten Fenster mit neuer Isolierverglasung - Nachträgliche Dämmung unter der Bodenplatte sehr aufwendig und aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll. Dämmung über Bodenplatte aus denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich. 1 Pfarrhaus im Speziellen - Kompletter Erhalt äussere Erscheinung und möglichst weitgehender Erhalt historische Substanz - Zurückhaltende und additive Eingriffe, Bausubstanz bleibt primär lesbar oder wird wieder lesbar - Vor / während Umbau sind diverse Sondierungen und Untersuchungen notwendig 0.5 Eingriffstiefe: mittel Teilerhalt bestehende Oberflächen und Einbauten: Sanfte Sanierung und denkmalpflegerische Restaurierung Teilweise Integration neue Oberflächen und Einbauten 1:2 0 Eingriffstiefe: klein Erhalt bestehende Oberflächen und Einbauten: Sanfte Sanierung und denkmalpflegerische Restaurierung 1:1 20 5 0. 5 5 3 1 30 3 10 20 2 0.75 20 4 Haustechnik 10 0 Verbindungskanal Heizung zu Neubau Kirchgemeindesaal 0.5 1 Neue Heizkörper an bestehender Position und Ersatz bestehende Leitungsführung Beleuchtung im ganzen Haus neu, wenn möglich an bestehenden Positionen Ausbesserung und Reinigung best. Weisskalkputz, teilweise Ersatz mit diffusionsoffenem Kalkputz Denkmalpflegerische Restauration oder sanfte Sanierung Oberflächen in Räumen mit denkmalpflegerischen Anforderungen (z. Bsp. Tonplattenboden oder Wandtäfer). Neue Elektro- und EDV-Leitungen in Fugen (möglichst wenig sichtbar) Keine Innendämmung in Räumen mit denkmalpfleg. Anforderungen an bestehende Wandkonstruktion (z. Bsp. Wandtäfer). Evtl. Ausflockung Hohlraum hinter Täferverkleidung mit Zellulosefasern Aufarbeitung bestehende Holzfenster inkl. Ergänzungen durch Fachfirma. Teilweise Glasersatz mit Isolierverglasung. Beschichtung mit diffusionsfähigem Farbsystem Reinigung und teilweise Aufarbeitung bestehende Holzkonstruktion aussen (Dach / Fachwerk / Fensterläden) Sanfte Sanierung Kehlbalkendachstuhl auf Grundlage statischer Nachweis (Ersatz defekte oder fehlende Teilbereiche, Auffrischung bestehende Konstruktion) Auffrischung und Ausbesserung Dachhaut (allenfalls Ersatz defekte Bieberschwanzziegel mit gleichwertigen neuen Ziegeln) 50 10 5 1 50 3 2 50 20 75 3 1 00 75 50 30 20 10 5 2 100 1 0.5 0 0 0 5 2 5 0.5 10 5 2 1 5 15 10 3 0.5 0.75 0.25 0 1 2 0 0 10 0.1 0.2 0.3 5 0 0.2 0 0 0 - Elektro- und EDV-Verteilung unter Putz (Räume ohne denkmalpfleg. Ansprüche) oder möglichst versteckt in Fugen (Räume mit denkmalpfleg. Ansprüchen) - Geschossweise neue Elektro- und EDV-Unterverteiler - Neue und räumlich komprimierte Sanitärinstallationen im NW-Bereich des Gebäudes 30 40 50 0 2.5 5 - Sanitärzentrale evtl. in Kombination mit Hauswirtschaftsraum - Substanzschonender Komplettersatz Haustechnik unter Berücksichtigung und Zuhilfe1 0 nahme der bestehenden Leitungsführung 20 0 1 2 3 - Neues Heizsystem für Alt- und Neubau in bestehendem Heizraum: Wärmepumpe mit Erdsonden unterstützt durch Gasheizung - Wärmeverteilung über neue Heizköper an bestehender Position 5 Neues Heizsystem für Alt- und Neubau in best. Heizraum: Wärmepumpe mit Erdsonden (Vorlauf ca. 45°C) unterstützt durch Gasheizung (ab Knickpunkt ca. 2°C) - Für den Einbau des neuen Personenaufzuges sind Eingriffe in die geschützte Substanz notwendig. 0 drei 1 Geschossen 2 3 4 Aufgrund der gewählten Lage und der Art des Aufzuges sind diese Eingriffe in den auf jeweils eine Wand sowie auf zwei notwendigen Deckendurchbrüche minimiert. - Vorteile Lage / Art Personenaufzug: - Bestehende Fensteröffnungen können weiter genutzt werden - Erhalt der Korridorwand und der bestehenden Türöffnungen in allen Geschossen - Keine Eingriffe in die bestehende Bodenplatte und in die Decke unter Dachboden Schmutzwasser: Ersatz sichtbare Leitungen / Prüfung Kanalisation im Erdreich und eventuell Ersatz oder Sanierung Personenaufzug / Wärmedämmung Neuer Bodenaufbau auf +/- 0.00 inkl. Anpassung Türschwelle (Behindertengerechtigkeit Aufzug) Generell - Der Erhalt der Originalsubstanz geht vor ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit (Ausnahmen nur in begründeten Einzelfällen, z. Bsp. Einbau behindertengerechter Personenaufzug) - Neue Eingriffe und Massnahmen sind reversibel und additiv auszuführen - Ergänzungen sind kenntlich zu machen und Zufügungen sollen als heutige Elemente ablesbar sein - Frühere Renovationen / Umbauten sind ebenfalls Denkmalzeugen und entsprechend zu behandeln - Spuren des Alters sollen weiterhin ablesbar sein (Patina, leichte Beschädigungen etc.) Einbau neuer Personenaufzug: z. Bsp. Högg E50 Sonderaufzug mit Stahlschacht - Hydraulisch mit Plattform 1100 x 1400 mm - Unterfahrt min. 12 cm / oberste Etage min. 2.35m - Nutzlast 300kg, Einbau im Trockenbau Neue Innendämmung in Räumen ohne denkmalpfleg. Anforderungen (diffusionsoffene Konstruktion auf bestehendes Massivmauerwerk) Aufbau von aussen nach innen: - bestendes Massivmauerwerk - Lehmausgleichputz 30mm - Lehmansetzmörtel 20mm - Faserdämmplatte 40mm - Lehmputz, zweilagig 30mm Neue Oberflächen in Räumen ohne denkmalpfleg. Anforderungen. Neue Elektro- und EDV-Leitungen unter Putz Zusammenfassen neue Sanitärräume im NW-Bereich des Gebäudes inkl. Einbau neue Steigzone und neue Leitungsführung Neue Innendämmung in Räumen ohne denkmalpfleg. Anforderungen (diffusionsoffene Konstruktion auf bestehender Fachwerkkonstruktion) Aufbau von aussen nach innen: - bestende Fachwerkkonstruktion - Lehmausgleichputz 30mm - Lehmansetzmörtel 20mm - Faserdämmplatte 40mm - Lehmputz, zweilagig 30mm Neue Dämmung Dachbodendecke (diffusionsoffener Einbau auf der bestehenden Dachbodendecke) Aufbau von oben nach unten: - Wiederverwenden bestehende Beplankung wo möglich / teilweise neue OSB-Platten - 2x Faserdämmplatte 40mm - Lehmestrich 40mm - bestehende Balkenlage Denkmalpflege Innenbereiche ohne denkmalpflegerische Anforderungen Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH I Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau Kirchgemeindesaal I 22. August 2014 I Menzi Bürgler Architekten Dachgeschoss Pfarrhaus Eingriffstiefe 1:200 B: Dachbodendecke best / neu D: Kehlbalkendachstuhl best 2. Obergeschoss Pfarrhaus Eingriffstiefe 1:200 B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Holzbalken best B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Holzbalken best B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Putz neu B: Tonziegel best W: Holzbalken/ Innenputz best D: Holzbalken best Putz neu B: Parkett best W: Holztäfer best D: Gipsdecke neu B: Parkett best / W: Innenputz neu / D: Gipsdecke neu B: Parkett neu W: Innenputz neu D: Putz neu 1. Obergeschoss Pfarrhaus Eingriffstiefe 1:200 B: Parkett neu W: Holztäfer best D: Holztäfer best B: Tonziegel best W: Holzbalken best Innenputz neu D: Holzbalken best B/W/D: neu B: Tonziegel best / W: Holzbalken/Innenputz best D: Holzbalken best B: Tonziegel best W: Innenputz neu D: Holzbalken best Erdgeschoss Pfarrhaus Eingriffstiefe 1:200 B: Parkett neu W: Holztäfer best D: Akustikdecke neu B/W/D: neu 20 10 2 1 5 20 0.5 5 0.75 20 10 2 Aussen- und Innenbereiche mit denkmalpflegerischen Anforderungen 3 1.5 1 30 3 10 30 20 2 20 50 15 10 5 1 50 10 5 40 30 3 2 30 0 0 0 3 1 0.5 5 2 5 0.5 1 10 5 10 3 5 0.5 0.75 0.25 0 1 2 3 0 0 10 5 1 0.1 0.2 0.3 5 2.5 1 0.5 0 0.2 0 0 0 0 0 0 20 10 2 1 20 10 2 5 20 0.5 5 1 10 1:1000 1:750 1:500 1:300 1:200 1:100 1:50 1:33 1:20 1:10 1:5 1:2 1:1 28 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 6.3 ARGE Bünzli & Courvoisier Architekten AG, Zürich laterza graf baupartner gmbh, Zürich Der unvorteilhafte Neubau des Mehrfamilienhauses in den 1960er Jahren und die gesichtslose Umgebungsgestaltung stellt heute eine massive Beeinträchtigung der ortsbaulichen Situation dar. Die Projektverfasser korrigieren diese unbefriedigende Ausgangslage mit der Setzung eines eigenständigen Gebäudekörpers, dem Kirchgemeindesaal. Mit seinem Satteldach ergänzt er die Abfolge von Kirche, Amthaus und altem Pfarrhaus mit schöner Selbstverständlichkeit und verankert sich so im übergeordneten baulichen Kontext. Die Wirkung des alten Pfarrhauses und die murale Begrenzung des ehemaligen Pfarrgartens bleiben dabei unangetastet. Zwischen altem Pfarrhaus und neuem Kirchgemeindesaal wird ein hofartiger Raum aufgespannt, der räumlich und funktional zur neuen Mitte der Anlage wird. Hier befinden sich folgerichtig die Eingänge in die beiden Gebäude. Der neue Kirchgemeindesaal ist ein auf die primären Merkmale eines Hauses abstrahiertes Volumen: rechteckiger Grundriss, Satteldach ohne Überstände, Putzfassaden mit wenigen, übergrossen Fensteröffnungen. Der reduzierten äusseren Erscheinung entspricht eine einfache, funktionale Einteilung des Erdgeschosses mit einer öffentlichen Raumfolge Eingang – Foyer – Saal. Auf der Gebäuderückseite angeordnet gewährleisten die Serviceräume Küche Abstellraum/Anlieferung eine gute Nutzbarkeit. Die kompakte Grundrissdisposition korrespondiert mit einer nüchternen Gestaltung der eher introvertierten Innenräume, was in beträchtlichem Widerspruch zum Wunsch der Kirchgemeinde nach einladenden, offenen Räumen steht. Dies gilt auch für die bewusst gewählte Analogie der Kappelle für das äussere Erscheinungsbild. Gesucht ist kein weiterer sakraler Raum, sondern eine möglichst offene Begegnungsstätte. Die Disposition der Cevi-Räume im Dachstock ist eine an sich schöne Idee, die vorgesehen Raum- resp. Kniestockhöhen schränken allerdings die volle Nutzbarkeit empfindlich ein. Als Konstruktionsart wird eine Holzelementbauweise vorgeschlagen, die aber mit ihren aussen wie auch innen verputzten Wandoberflächen nicht als solche in Erscheinung tritt. Diese Bauweise kann aus ökologischen Überlegungen nachvollzogen werden und Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 29 entspricht durchaus auch dem angestrebten architektonischen Ausdruck. Die zur Wärmeerzeugung vorgeschlagene Luft-Wasser-Wärmepumpe ist an und für sich lobenswert; die vorgesehene Platzierung im Waschhaus müsste jedoch im Hinblick auf die denkmalpflegerischen Erhaltungsziele sorgfältig überprüft werden. Die Eingriffe im alten Pfarrhaus zielen auf eine typologische Stärkung des Raumgefüges ab, was insbesondere durch den Rückbau ungeschickter Eingriffe jüngeren Datums geschieht. Die geforderten Nutzungen sind nachvollziehbar organisiert und ziehen nur geringfügige Anpassungen an der historisch wertvollen Bausubstanz mit sich. Den massivsten Eingriff stellt der Einbau eines Lifts neben der Treppe dar, um die behindertengerechte Erschliessung aller Geschosse sicherzustellen. Die dabei beabsichtigte Schonung der tragenden Mauern hat jedoch zur Folge, dass auf jedem Stock ein Fenster „blind“ wird. Eine allgemeine denkmalpflegerische Eingriffsstrategie wird bedauerlicherweise nur in groben Zügen skizziert. Das Projekt leistet einen wertvollen Beitrag zum Umgang mit einer historisch gewachsenen, heute jedoch in ortsbaulicher Hinsicht stark beeinträchtigten Situation. Die radikale Haltung wird mit der minimalistischen architektonischen Gestaltung des neuen Kirchgemeindesaals bestätigt, dessen architektonischer Ausdruck allerdings nur beschränkt der von der Kirchgemeinde gewünschten Ausstrahlung entspricht. Der denkmalpflegerisch-bauliche Umgang mit dem alten Pfarrhaus ist im Grundsatz vielversprechend, lässt sich aber aufgrund der lediglich summarischen Aussagen nicht auf seine Stichhaltigkeit hin überprüfen. 30 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 31 ARGE BÜNZLI & COURVOISIER / LATERZA GRAF ANSICHT SÜD 1:200 STÄDTEBAU / UMGEBUNGSGESTALTUNG Das neue Gebäude versteht sich als letztes Glied in der Kette historischer Bauten welche den Klosterbezirk begrenzen. Um dieser städtebaulichen Interpretation Rechnung zu tragen, werden die bestehenden Gestaltungsprinzipien hinsichtlich der Dachform und dem Wechsel der Giebelrichtung AUSGANGSLAGE Durch den Umbau des alten Pfarrhauses und den Neubau des Kirchgemeindesaals im ehemaligen Klostergarten sollen alle öffentlich genutzten Räume der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde an einem Ort zusammengeführt werden. Das im Zentrum von Rüti gelegene Grundstück ist Teil des ehemaligen Klosterbezirks und wird im Nordosten gefasst durch die historische Umfassungsmauer sowie die Silhouetten der alten Fabrikbauten aus dem späten 19. Jahrhundert. Den räumlichen Abschluss im Nordwesten bildet das Pfarrhaus, welches zusammen mit dem Zeughaus, dem Amtshaus und der Kirche den ursprünglichen Charakter des Kirchenplatzes prägte. Dieser wird heute sehr stark beeinträchtigt durch die Nutzung als Parkplatz, den durchgehenden Asphaltbelag und das Wohngebäude aus den Sechzigerjahren im Osten. Dessen Tiefgaragenzufahrt an der Schnittstelle zwischen Platz und ehemaligem Klostergarten verhindert zudem eine direkte fussläufige Verbindung und lässt den Klosterbezirk nurmehr optisch als Einheit erscheinen. Neben den räumlichen und städtebaulichen Aspekten, welche für die Setzung des Gebäudevolumens relevant sind, haben die architektonischen Merkmale der historischen Bauten, die damit verbundenen denkmalpflegerischen Forderungen und die Art der Nutzung eine grosse Bedeutung für die Gestaltung und den Ausdruck des neuen Gebäudes. Prägend für den Klosterbezirk sind die stattlichen Häuser mit ihren mehrheitlich verputzten, stark geschlossenen Fassaden, dem Fachwerk im Dachbereich und den steil geneigten, Ziegel gedeckten Satteldächern. Die gestalterischen Vorgaben lassen hinsichtlich Materialisierung und Dachform einen gewissen Spielraum zu, orientieren sich aber dennoch sehr stark am historisch bedeutenden Bestand. Hinsichtlich der Nutzung bildet der im Neubau geforderte Kirchgemeindesaal zusammen mit dem Foyer das Herzstück des neuen öffentlich genutzten Kirchenzentrums. ORGANISATION Der Eingang zum Neubau befindet sich gegenüber dem Pfarrhaus an der dem Klosterbezirk zugewandten Ecke. Im Innern dient das Foyer als Verteilraum, welcher über eine grosse Doppeltüre direkt mit dem Kirchgemeindsaal verbunden ist. Dieser besetzt gegen Süden die gesamte Gebäudetiefe und tritt über die beiden grossen Fenster auch aussen sehr markant in Erscheinung. Die vierte Öffnung in der Fassade dient der Belichtung und der Anlieferung des Küchenbereiches, welcher rückwärtig um den zentralen Treppenhauskern angeordnet ist. Im Obergeschoss unter dem markanten Dach befinden sich im Westen und Süden die drei Cevi-Räume sowie im Norden die Lüftungszentrale. Die übrigen Haustechnikräume sowie die Toilettenanlagen und das Möbellager sind im kompakten Untergeschoss angeordnet. übernommen. Im Gegensatz zum bestehenden Pfarrhaus befindet sich der Eingang zum Kirchgemeindesaal jedoch nicht an der Traufseite sondern wie bei der Kirche an der Giebelseite. Der Neubau bildet somit auch aufgrund seiner Ausrichtung und Nutzung das kleine Gegenstück zu dieser und trägt so seiner Bedeutung als öffentliches Gebäude Rechnung. Zusammen mit der bestehenden Umfassungsmauer und dem alten Pfarrhaus bildet der Neubau einen latent gefassten Hofraum, der sich zum Klosterbezirk hin öffnet. Durch die zurückversetzte Lage im Zentrum des alten Klostergartens gelingt es, die historisch bedeutende Sichtachse zwischen Kirche und altem Pfarrhaus nicht zu beeinträchtigen. Die Umgebungsgestaltung versucht mit wenigen gezielten Eingriffen der Forderung nach einem für Veranstaltungen gut nutzbaren Aussenraum Rechnung zu tragen. Der Hofraum ist gepflästert und wird durch die beiden Lindengruppen zusätzlich gefasst. Diese spenden zudem Schatten und sorgen zusammen mit dem die Mitte der Anlage akzentuierenden Brunnen für eine angenehme Atmosphäre. Um den ursprünglichen Zusammenhalt zwischen Hofraum und Kirchenplatz wieder zu stärken, wird im Bereich der Parkplätze vor dem Amtshaus eine Lindenreihe vorgeschlagen. Dadurch wird die wichtige Sichtachse betont und der gepflästerte Weg von der Kirche zum Kirchgemeindesaal zusätzlich aufgewertet. ANSICHT OST 1:200 SITUATION 1:500 STUDIENAUFTRAG UMBAU ALTES PFARRHAUS UND NEUBAU KIRCHGEMEINDESAAL RÜTI KONSTRUKTION / MATERIALISIERUNG Um der Forderung nach einer nachhaltigen und kostengünstigen Bauweise Rechnung tragen zu können, wird für den Neubau eine Holzbauweise vorgeschlagen. Die Erdbebensicherheit und die Aussteifung wird über das massive Untergeschoss und den Treppenhauskern sicher gestellt. Die Fundation erfolgt über eine durchgehende Bodenplatte in Kombination mit lokalen Betonfundamenten. Die hochgedämmte Holzkonstruktion tritt aufgrund der gestalterischen Vorgaben und in Anlehnung an die historischen Bestandesbauten im Äussern nicht in Erscheinung. Als Träger für den mineralischen Aussenputz dient eine Holzfaserdämmplatte, welche die zweischichtige Konstruktion aussen verkleidet. Entsprechend sind die Wände und Decken auch im Innern mit Gips beplankt, so dass der Neubau innen wie aussen massiv in Erscheinung tritt. Die Differenzierung der Räume erfolgt einerseits über die sehr unterschiedlichen Raumproportionen und Fensterflächen und anderseits über die differenzierten Bodenbeläge. Im Erschliessungsbereich und den Nebenräumen sind geschliffene Hartbetonböden vorgesehen, in den Aufenthaltsräumen Holzböden. Durch diese Materilaisierung wird bewusst die Nähe zum alten Pfarrhaus gesucht. Im Gegensatz dazu unterscheidet sich die Gebäudehülle mit Ausnahme des Putzes stark von den Altbauten. Das steile Dach und die Dachfenster sind mit Kupfer verkleidet; durch die Bewitterung nähert sich dieses farblich den ziegelgedeckten Dächern der Altbauten an, tritt aufgrund der Detaillierung jedoch viel abstrakter in Erscheinung. Die architektonisch markantesten und andersartigen Bauteile bilden die vier grossformatigen Im Altbau befinden sich primär die Arbeitsräume der Kirchgemeinde. Das Pfarramt und die Sitzungszimmer sind im zweiten Obergeschoss untergebracht. Im ersten Obergeschoss sind die Büros, das Sekretriat mit angrenzendem Archiv und der Pausenraum mit Bezug zur bestehenden Terrasse angeordnet. Der öffentlich genutzte Unterrichtsraum sowie die erforderlichen Nebenräume befinden sich im Erdgeschoss und werden über die grosszügige Eingangshalle direkt erschlossen. Sie bildet das Gegenstück zum Foyer des Kirchgemeindesaals und erweitert den durch die beiden Gebäude aufgespannten Hofraum ins Innere. E SS RA DO RF ST AMTHOFSTRASSE RH OF TE OS KL SE AS -STR ER EB R-W NE R WE EIN HAUS EIN HAUS 32 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich ARGE BÜNZLI & COURVOISIER / LATERZA GRAF ANSICHT NORD 1:200 EINGRIFFE IM ALTBAU Im Umgang mit der bestehenden Bausubstanz wird grundsätzlich eine sehr zurückhaltende Position eingenommen, wobei Lösungen mit einer möglichst geringen Eingriffstiefe angestrebt werden, welche auch den denkmalpflegerischen Vorgaben Rechnung tragen können. Basierend auf dieser Grundhaltung wird im vorliegenden Projekt bewusst auf die Nutzung des Dachstocks verzichtet und die bestehende Garage bzw. Terrasse mit Aussentreppe erhalten. Auch sind keine Veränderungen am Erscheinungsbild der bestehenden Fassaden vorgesehen. Der Einbau der Liftanlage für die hindernisfreie Vertikalerschliessung stellt den grössten Eingriff in die bestehende Struktur dar, beeinträchtigt diese durch eine optimale und selbstverständliche Positionierung direkt neben der bestehenden Treppe jedoch nur unwesentlich. Daneben wird mit wenigen gezielten Eingriffen pro Geschoss eine spezifische Erschliessungsfigur herausgearbeitet. Bestehende Türöffnungen werden nach Möglichkeit erhalten und durch die Minimierung der Schwellenhöhen der barrierefreie Zugang zu den öffentlichen Nutzungen sichergestellt. Der Einbau von zusätzlichen Trennwänden erfolgt Tür-Fenster-Elemente. Sie sind so angeordnet, dass alle Räume ausreichend belichtet und die funktional erforderlichen Ein- und Ausgänge (Haupteingang/Anlieferung/ Fluchtweg) abgedeckt sind. Im Wesentlichen besteht die Holz-Metall-Konstruktion dieser Bauteile aus einem hinterlüfteten Kastenfenster mit integriertem, textilen Sonnenschutz und einer in der hinteren Ebene liegenden geschlossenen Tür. Um die Lage in den Gebäudeecken zusätzlich zu akzentuiert und das umlaufende Prinzip der Fassade zu stärken überschieben die Fensterelemente die dahinterliegende Wand und treten auch mit ihrer Schmalseite aussen in Erscheinung. Dadurch und über die Verwendung einer dem Holzwerk nachempfundenen Farbe, wird auch hier eine zeichenhafte Anlehnung an die charakteristischen Gestaltungsmerkmale der Altbauten gesucht. Insgesamt versucht der Neubau durch die Reduktion der Elemente, seine Abstaktion und die zeichenhafte Form, mit den traditionellen Elementen zu spielen, diese zu entfremden und so seiner Bedeutung als öffentliches, dem Gemeinwohl dienendes Gebäude gerecht zu werden. ENERGIEKONZEPT / NACHHALTIGKEIT Für Alt- und Neubau gelten in Bezug auf das Energiekonzept unterschiedliche Rahmenbedingungen. Während im Altbau die thermische Behaglichkeit und die Reduktion des Energieverbrauchs durch eine partielle Verbesserung der Gebäudehülle in Einklang mit denkmalpflegerischen Vorgaben im Vordergrund stehen, liegt der Fokus beim Neubau auf der Suche nach einem intelligenten Energiekonzept innerhalb des gegebenen Kostenrahmens. Unter Berücksichtigung dieser Ausgangslage wird deshalb eine autonome Wärmeerzeugung pro Gebäude vorgeschlagen. Im Altbau werden die benötigte Heizleistung und die hohen Systemtemperaturen der Radiatorenheizung am sinnvollsten durch eine Gastherme bereitgestellt, welche im unter Berücksichtigung der bestehenden Struktur und der gegebenen Fensterpositionen. Fragestellungen im Zusammenhang mit der wärmetechnischen Verbesserung der Gebäudehülle werden im Spannungsfeld von unterschiedlichsten Kriterien wie z.B. Behaglichkeit, Energieeinsparung, bauphysikalischen Gegebenheiten und dem Gebot der Verhältnismässigkeit beurteilt. Neben sehr wirkungsvollen Massnahmen wie die vollflächige Dämmung des Dachbodens und dem hochwertigen Fensterersatz werden situative Massnahmen zur lokalen Verbesserung des Wärmeschutzes vorgeschlagen, wie z.B. das partielle Aufbringen eines Dämmputzes auf der Innenseite der Aussenwand oder die Dämmung der Böden in denjenigen Räumen, in denen ohnehin ein neuer Bodenaufbau erforderlich ist. Die Umsetzung der gesetzlichen Brandschutzvorschriften kann im Rahmen des Studienauftrags nur auf konzeptioneller Ebene erfolgen. Aufgrund der kleinen Geschossfläche wird davon ausgegangen, dass der Altbau weiterhin mit dem bestehenden, offenen Treppenhaus entfluchtet werden kann, wobei die Korridore aus Sicht des Brandschutzes Teil des Treppenhauses sind. Die brandabschnittsbildenden Wände und Türen zwischen Räumen und Treppenhaus müssen entsprechend den Richtlinien ertüchtigt werden, dasselbe gilt für die Geschossdecken. Entsprechende Detaillösungen wie auch allfällige Befreiungen wegen Bestandsschutz können nur mit dem zuständigen Feuerpolizisten erarbeitet bzw. verhandelt werden. ANSICHT WEST 1:200 STUDIENAUFTRAG UMBAU ALTES PFARRHAUS UND NEUBAU KIRCHGEMEINDESAAL RÜTI Erdgeschoss in der nördlichen Raumschicht platziert und an einen bestehenden Kaminzug angeschlossen wird. Die neue Wärmeverteilung erfolgt zunächst vertikal über eine Steigzone im Bereich des Liftschachts bis ins Dachgeschoss, dann horizontal auf dessen Boden an die Innenkante der Aussenwände und von dort wieder vertikal nach unten zu den einzelnen Radiatoren. Bestehende Leitungen werden nach Möglichkeit weitergenutzt. Der relativ geringe Brauchwarmwasserbedarf wird durch einen Wärmepumpenboiler gedeckt. Für die Elektroinstallationen wird das gleiche Prinzip wie bei der Wärmeverteilung angewendet. Die Sanitärinstallationen werden möglichst konzentriert in der nördlichen Raumschicht innerhalb der neu zu erstellenden Leichtbauwände geführt. Für den Neubau wird auf Grund des geringen Wärmebedarfs der Einsatz einer LuftWasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer selbstregulierenden Bodenheizung vorgeschlagen. Dieses System erhält wegen den geringeren Investitionskosten und den geologischen Gegebenheiten mit felsigem Untergrund trotz der etwas geringeren Effizienz den Vorzug vor einer Erdsonden-Wärmepumpe. Die Wärmeerzeugung wird im Dachstuhl des Waschhäuschens eingebaut, die Heizwärme wird über eine kurze Fernleitung ins Gebäude transportiert. Die Bereitstellung des Warmwassers erfolgt wie im Altbau über einen Wärmepumpenboiler. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung versorgt die Innenräume des Neubaus mit der jeweils benötigten Frischluftmenge, wodurch insbesondere in der Heizperiode die Lüftungswärmeverluste minimiert werden. Ausserhalb der Heizperiode können die Räume auch über die Fenster natürlich belüftet werden. Die Lüftungsanlage wird im Dachgeschoss angeordnet und befindet sich damit in kurzer Distanz zu den Hauptabnehmern (Kirchgemeindesaal, Küche und Cevi-Räume) und zu den Aussenluftund Fortluftöffnungen in der Dachfläche. Die Elektro- und Sanitärinstallationen werden mehrheitlich in den Hohlräumen der mehrschaligen Wand- und Deckenbauteile geführt. Für den Neubau sind mit der vorgeschlagenen Energieerzeugung, der mechanischen Lüftung mit Wärmerückgewinnung und der hochwärmegedämmten Gebäudehülle die Grundlagen für ein in Erstellung und Betrieb energieeffizientes und ressourcenschonendes Gebäude gegeben. UNTERRICHT 51 ±0.00 2 ENTREE 33 2 ±0.00 1 +0.17 2 ±0.00 SAAL 113 FOYER 45 GARD / WC 20 KORR 10 SAN/HEIZUNG 13 2 -0.50 BÜRO GAST 16 KÜCHE 18 HAUSWIRT/ EL 9.5 ABSTELL 11 GERÄTE/ LAGER 23 1 G N GU OR NTS E IZ/ HE 20 EIN HAUS EIN HAUS Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 33 ARGE BÜNZLI & COURVOISIER / LATERZA GRAF SCHNITT 2-2 1:200 KONSTRUKTION 1:50 BÜRO SIGR 14 +2.86 WC 4 ±0.00 2 ENTREE 33 +0.17 ±0.00 -3.60 STUDIENAUFTRAG UMBAU ALTES PFARRHAUS UND NEUBAU KIRCHGEMEINDESAAL RÜTI PAUSE 15 BÜRO GAST 16 HAUSWIRT/ EL 9.5 -3.60 -0.50 GARD / WC 20 KORR 10 BÜRO JUGEND 25 PUTZ 7 SAN/HEIZUNG 13 BÜRO DIAK 11 WC 5 SITZUNG 1 23 BÜRO FINANZ 16 -0.50 ERDGESCHOSS PFARRHAUS 1:200 UNTERRICHT 51 ±0.00 1. OBERGESCHOSS PFARRHAUS 1:200 SEKRETARIAT 28 ARCHIV 9 / KOPIEREN 18 SEELSORGE 14 +4.10 SCHNITT 1-1 1:200 SITZUNG 2 38 WC 4 2. OBERGESCHOSS PFARRHAUS 1:200 PFARRAMT 1 24 +5.98 PUTZ 2 +4.10 Aussenputz 10 mm Holzfaserdämmplatte 60 mm Dämmung Mineralwolle 140 mm Dämmung Mineralwolle 200 mm Dampfbremse OSB Platte 15 mm Lattung / Installationsschicht 60 mm Gipskarton 2 x 12.5 mm Spachtelung / Anstrich Aufbau Aussenwand Parkett 20 mm Unterlagsboden Anhydrit 70 mm Trittschall Mineralwolle 20 mm Holz-Beton Verbunddecke vorfabrizierte Elemente 450 mm Abgehängte Decke Gipskarton gesamt 100 mm Aufbau Decke Blecheindeckung mit Doppelstehfalz Strukturierte Trennlage 8 mmx Schalung aus Holzwerkstoffplatten 22 mm Dämmung Mineralwolle 250 mm Dampfsperre feuchteadaptiv Schalung aus Holzwerkstoffplatten 22 mm Abgehängte Decke Gipskarton gesamt 100 mm Aufbau Dach PFARRAMT 2 21 PFARRAMT 3 22 1 +4.10 CEVI III 43 2 -0.50 KÜCHE 18 -3.60 UNTERGESCHOSS 1:200 EL 4 MÖBEL 18 ERDGESCHOSS 1:200 SAAL 113 FOYER 45 2 DACHGESCHOSS 1:200 CEVI II 29 PUTZ 8 CEVI I 20 LÜFTUNG 20 SAN 11 ABSTELL 11 LAGER 5 1 EIN HAUS EIN HAUS 34 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 6.4 KADEN ARCHITEKTEN SIA, Zürich Die Strategie des vorliegenden Projekts bezüglich der Setzung des neuen Kirchgemeindesaals gründet auf einer Form des Pfarrgartens, die in einer nicht datierten historischen Plandarstellung aufscheint. Der dort in einer klassischen barocken Kreuzform gezeigte Garten mit einem Vorfeld zum Pfarrhaus wird zur gestalterischen Ikone des neuen Kirchgemeindesaals. Der neue Baukörper wird so in die Umgebung gesetzt, dass die ehemalige Kreuzform als Gliederung des Gebäudes übernommen werden kann. Die restlichen Flächen des Grundstücks werden mit einer Pflästerung versehen, auf der nur punktuell zwei Bäume und ein Pflanzbeet angelegt sind. Der eigentliche Garten befindet sich in der historisch begründeten Kreuzform auf dem Dach des neuen Kirchgemeindesaals. Mit dem Wiederaufbau der alten Umfassungsmauer sowie der Absenkung des Geländes gegen Südosten sollen die einzelnen Aussenraumbereiche gestärkt werden. Die Ausbildung dieser eigenständigen Gartenbereiche kann jedoch im Projekt nicht nachvollzogen werden, da die baurechtlich schwierige Absenkung nur einen gefassten, wegartigen Umraum um das neue Gebäude schafft, dessen räumliche Ausdehnung keine weiteren Nutzungen zulässt. Der Neubau wirkt in dieser neu geschaffenen, befestigten und uniformen Fläche mit den erwähnten abgetieften Restflächen und den daher zusätzlich notwendigen, angefügten Treppenanlagen eher als sperriger Fremdkörper. Der Neubau wird aus zwei Quadern gebildet, die mit unterschiedlicher Höhe die programmatisch differenten Nutzungsteile aufnehmen und gegen Aussen darstellen sollen. Die beiden Gebäudeteile sind entsprechend dem ikonografischen, historischen Gartenbild gesetzt und ermöglichen so, die Gartenfigur auf dem Flachdach abzubilden. Der durchgehende Sockel, auf dem das, in einer Holzriegelkonstruktion gedachte, Gebäude steht, ermöglicht es, zusammen mit der erwähnten Geländeabtiefung, die Räume im Untergeschoss natürlich zu belichten. Teil des Sockels ist ebenso die neu eingeführte Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 35 erhöhte Eingangszone, die über eine Rampe und Treppenanlage erschlossen wird. Das herangezogene Bild des historischen Gartens ist in der bloßen Wahrnehmbarkeit als Dachgarten für die volumetrische wie gestalterische Formulierung des Gebäudes nicht tragfähig. Der begehbare Garten wirkt als Geste für einen Kirchgemeindesaal merkwürdig und ist nicht nachvollziehbar. Auch die vorgeschlagene Gestalt des Gebäudes, als traditioneller Riegelbau, lässt sich mit dem Bild und der Nutzungsabsicht des Dachgartens nicht zu einem architektonischen neuen Ausdruck vereinen. Sie bleiben Einzelteile, deren Verhältnis untereinander eigenartig und fremd erscheinen. Die innenräumliche Konzeption des Neubaus ist so denkbar. Doch auch hier hinterlässt die aufwendige Erschliessung des Dachgartens, in Form einer aufwendigeren Raumorganisation, ihre Spuren. Das gewünschte Aufzeigen einer denkmalpflegerischen Strategie für das alte Pfarrhaus ist leider nur in Ansätzen erkennbar. Die vorgeschlagene Nutzungsverteilung in den vorhandenen Raumstrukturen ist so machbar, führt aber zum Teil zu unnötigen Raumunterteilungen, sowie Eingriffen in die Tragstruktur. Der wegen der geforderten Behindertentauglichkeit nötige Lift wird so gesetzt, dass trotz massivem Eingriff in die historische Substanz keine Tragwände betroffen sind. Der Lift bildet zusammen mit dem Treppenhaus eine logische Erschliessungssituation, die im Erdgeschoss direkt an der Eingangshalle liegt. Als Nachteil dieser Lage werden jedoch die zum Teil schwierig nutzbaren Resträume auf den einzelnen Stockwerken gewertet. Die Maßnahme, in den einzelnen Geschossen Brandabschlüsse beim Treppenhaus vorzusehen, wird positiv gewertet, kann doch so bei vielen historischen Türen auf eine Brandschutzmassnahme verzichtet werden. Der Vorschlag, die bestehende Garage mit der zugehörigen Treppe zur Dachterrasse abzubrechen und durch einen Geräteschopf zu ersetzen, wird nicht verstanden, da weder nutzungsmässig noch denkmalpflegerisch mit diesem Vorhaben ein Gewinn erreicht wird. Der Projektvorschlag zeigt eine mögliche aussenräumliche Konzeption, die ihren Ursprung in der Interpretation einer historischen Situation hat. Leider gelingt es dem Verfasser nicht, diese Idee in eine überzeugende architektonische Form und Haltung zu übersetzen. Der Umgang mit der historischen Substanz des Pfarrhauses zeigt mögliche Ansätze, die aber nicht konsequent genug in eine neue Nutzungsstrategie eingeflossen sind. 36 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 37 ITA LS TR AS SE Kloster Rüti - Übersichtsplan (Quelle: unbestimmt) SE ANSICHT ZUGNAG PLATZ (KLOSTERHOF) Blatt 1 - Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti KADEN ARCHITEKTEN Die neue Umgebungsgestaltung greift den Bezug zum Platz und zum alten Garten auf. Hinter der Rampe wird der Platz mit einer Pflästerung selbstbewusst weitergeführt und der Zugang zum Garten durch die Fortführuing der Umfassungsmauer präzisiert. In der Idee des Platzes lässt sich das Gelände beidseits der Rampe erschliessen. Der alte Brunnen wird wieder an seinen ursprünglichen Platz beim Eingang zum Garten verschoben. Der Zugang von der Gasse beim Fabrikgelände bleibt erhalten. Der Gelände ist öffentlich zugänglich. Die Weiterführung der alten Umfassungsmauer stärkt die unterschiedlichen Charakter der Zonen. Das Gelände innerhalb der Umfassungsmauer wird mit 6% Neigung abgesenkt und der Neubau umlaufbar. Die Änderungen an der Terraingestaltung sind marginal und beziehen sich vorwiegend auf die Seite zu Parzelle 1157, welche im Sinne des Ortbildes als nicht sehr gewichtig erscheint. Auf den Dächern des Anbaus wird ein neuer Garten angelegt. Der Zugang zum Garten erfolgt kontrolliert von innen aus dem Neubau. Der Garten lädt zum Verweilen ein und kann auch didaktische/ pädagogischenn Charaker haben (bspw. Mitbewirtschaftung durch Cevi). Der ehemalige Nutzgarten des Klosters ist heute nur noch räumlich erkennbar. Auf dem historischen Übersichtsplan (Abb. rechts) lässt sich esine ursprüngliche Form ableiten. Die Beete sind orthognal und rasterförmig mit einem dazwischenliegenden Weg-System angelegt, was auf eine eine vielfältige Bepflanzung schliessen lässt. Heute ist das Feld weitgehend mit Gras und einzelnen Bäumen überwachsen. Kloster Rüti - Übersichtsplan (Quelle: unbestimmt) Die Erscheinung des Neubaus fügt sich durch seine Konstruktionsweise und Farbigkeit in das bestehende Ensemble ein. Die Farbgebung des Fachwerks in einem warmen, hellen Grauton hebt sich zurückhaltend vom beigen Anstrich des Fachwerks des Pfarrhaus und Waschhaus ab und suggeriert eine gewisse Eigenheit. Die ausgefachten Felder sind in weissem, grobem Kalkputz vorgesehen. Der Sockel in Ortbeton hat eine grobe Oberfläche (gespitzt) und verweist in seiner Struktur auf zahlreiche Mauern in der näheren Umgebung, welche mit grobem Putz überzogen sind (Kellenwurf). Der Neubau soll als einfacher Bau wahrgenommen werden. Der Dachgarten ist die Folie selbst. Im Erdgeschoss ist Holz als Baustoff vorherrschend. Im Saal soll ein Riemenparkett verlegt werden und Akustikelemente aus Holz zum Einsatz kommen Im Pfarrhaus sollen die historsichen Bauteil wenn immer möglich erhalten und in Ihrer Erscheinung gestärkt werden. Es gilt eine Strategie zu finden, welche die Einbauten aus verschiedenen Epochen differenziert und harmonisch zusammen führen kann (Material- und Farbkonzept). Es sollen Materialien verbaut werden, welche eine gewisse Wertigkeit ausstrahlen und sich gut einpassen. ATMOSPHÄRE Der Neubau bildet sich aus zwei Quadern unterschiedlicher Höhe, welche auf einem Sockel fussen. Der niedrigere Quader beinhaltet die Eingangshalle, das Foyer und die Küche, der höhere den Saal (programmatische Transparenz). Die Gesamthöhe des Neubaus bleibt unterhalb des Horizonts des gemauerten Sockels des Pfarrhauses. Der Neubau bezieht die Wärme von der Hauptzenrale im Altbau. Die Wärmeverteilung erfolgt über den Fussboden. Im Saal unterstützt die Lüftung mittels Vortemperierung. Alle Räume im Neubau werden von einer Lüftungsanlage mit Zu- und Abluft bedient. Im alten Pfarrhaus wird auf Grund der hohen Eingriffstiefe von einer Komfort-/Hygienelüftung abgeraten. Die benötigten Installationen und Luftfassungen wären dem Erscheinungsbild des alten Pfarrhaus in hohem Mass abträglich. Die Räume können über die Fenster belüftet werden. Ausser dem IV-WC trifft dies auch für alle Sanitärräume zu. Die Wärmerzeugung für das alte Pfarrhaus und den Neubau kann über eine Gasheizung erfolgen. Die Heizzentrale bleibt an ihrem bisherigen Standort. Die Wärmeabgabe im Altbau bleibt wie bisher über neue Radiatoren gewährleistet. TECHNIK Das Fachwerk aus Holz ist ein substantieller Beitrag zur Nachhaltigkeit auf der konstruktiven Ebene. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und weitgehend CO2-neutral. Die Hohlräume werden ausgedämmt und innenseitig mit einer weiteren Dämmschicht bekleidet. Der begrünte Dachraum sorgt für einen trägeren Wärmeverlauf im Sommer und stellt sich der zunehmenden Oberflächen-Versiegelung entgegen. Dämm-Massnahmen an den Innenseiten der Fassaden machen aufgrund der vorhandenen Wandbekleidungen und Boden-/ Deckenanschlüsse an historisch bedeutungsvolle Bauteil keinen Sinn. Gegen das Erdreich kann eine Dämmung unter Berücksichtiung der denkmalpflegerischen Vorgaben (sorgfältiger Aus- und Wiedereinbau der Tonpflästerung) eingebaut werden. Der Dachstuhl wird mit einer Horizontaldämmung ausgelegt. Ein Fensterersatz ist zu prüfen. Von neuen Fenstern mit 3-fach IV ist abzuraten, da Veränderungen im Feuchteverlauf in den Leibungen zu Problemen führen können. TRAS NACHHALTIGKEIT ER-S Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti Die alte Garage mit darüber liegenden Terrasse soll in seiner heutigen Form abgerissen werden und durch einen einfach Holz-Schopf mit Pultdach ersetzt werden. Die Öffnung des Garagentors in der alten Umfassungsmauer wird aufgehoben. Die volumetrische und mythische Erscheinung der Mauer wird gestärkt, das Pfarrhaus stetht zum Garten hin befreiter. WEB 10m MORPHOLGIE NER- 5 SITUATION WER 1 Das alte Pfarrhaus hat seine ursprünglich prominente Lage am Kirchplatz eingebüsst. Die Rampe zur Tiefgarage der benachbarten Liegenschaft und die etwas fremdartige Bepflanzung im ehemaligen Garten haben den Bezug zum Platz geschwächt. SITUATIONSPLAN 1:500 (AUSSCHNITT MODELL) SP KLOSTERHOF AMTHOFSTRASSE 0 38 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 11 Büro Sigristen 11m² 14 Kleiner Pausenraum 11m² 16 WC 15 Putzr. 7 Sekretariat 25m² 6m² +2.86 Blatt 2 - Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti KADEN ARCHITEKTEN +0.12 -0.86 +0.17 16 WC 5 Hauswirtschaft 16m² 8 Kopierraum 24m² IV-WC Halle 14m² 9 Büro Jugendarbeit 18m² 30 Saal 120m² 31 Foyer 41m² 6 Technik 19m² 3 IV-WC 4 Lagerraum 10m² 33 Möbellager 15m² 21 Küche 17m² 34 Abstellraum 11m² 4 Geräte-und Lagerraum 15m² A 42 Gruppenraum Cevi 20m² 11 5 7 19 Büro Pfarramt II 23m² 18 Büro Pfarramt II 17m² 12 Gastarbeitplatz 12m² A 22 Sitzungszimmer II 38m² +5.98 24 WC 21 Sitzungszimmer I 24m² 20 Seelsorgezimmer 17m² UNTERGESCHOSS NEUBAU 1:200 Cevi II 40 Gruppenraum 35m² 41 Gruppenraum Cevi III 20m² 36 WC F 11m² 35 WC M 12m² Technik 63m² 2. OBERGESCHOSS PFARRHAUS UND DACHAUFSICHT DACHGARTEN 1:200 +5.92 25 Archiv 10m² 23 Putzr. 2m² 17 Büro Pfarramt I 15m² A 1. OBERGESCHOSS PFARRHAUS 1:200 13 Büro Finanzen 12m² Ofen 10 Büro Diakonie 11m² A 1 Entrée, Garderobe 32m² +/- 0.00 3 WC A ERDGESCHOSS PFARRHAUS UND NEUBAU 1:200 Klosterhof 2 Unterrichtszimmer 50m² Amthofstrasse 39 Gruppenraum 42m² 38/44 Putzraum 16m² A A Cevi I A TYPOLOGIE UND STURKTUR 0 1 5 Das EG und das UG des Neubaus werden durch die Ausbildung des Sockels in Ortbeton als eigene Brandabschnitte unterteilt. Auch das Treppenhaus wird als eigener Brandabschnitt ausgebildet. Das Tragwerk in Holz im EG kann ohne Verkleidungen realisiert werden. Die Entfluchtung aus dem Saal erfolgt über zwei direkt ins Freie führende Notausgänge und dem zusätzlichen Fluchtweg durch das Foyer (drei Ausgänge mit 90cm LIchtmass). Die Entfluchtung vom Dachgarten erfolgt über die Innentreppe und das Foyer. Die Dachhaut ist nicht brennbar. Der Sicherheitsabstand des Neubaus zum Pfarrhaus ist gewährleistet. Der Sicherheitsbastand zum Waschhaus wird im Bereich der Küche unterschritten und bedarf zusätzlicher Massnahmen an der Fassade. BRANDSCHUTZ Im alten Pfarrhaus muss situativ entschieden werden, wie die geschossübergreifende Ausbildung der Brandabschnitte und der Nachweis R60 für das Tragwerk realisiert werden kann. Das Fluchttreppenhaus ist als eigener Brandabschnitt auszubilden. Die Treppe muss aus nicht brennbaren Materialien bestehend und deshalb wohl ersetzt werden. Die Büros ausserhalb des Brandabschnitts können im Sinne einer Kombizone betrachtet werden. Eine Rampe führt zum höher gelegenen Niveau des Erdgeschoss des Neubaus. Der Lift befindet sich in der Eingangshalle und erschliesst das UG. Auf eine Erschliessung des Dachgartens ist aus denkmalpflegerischen Überlegungen verzichtet worden. Eine Erschliessung mittels Treppenlift ist denkbar. Die Geländeabsenkung ist konform mit den benötigten Neigungswinkel für Rollstuhlfahrer. Die äussere Platzgestaltung mit Pflastersteinen ist zumutbar. Der Lift bedient die alle Obergeschosse und ist schwellenlos über die Eingangshalle zu erreichen. Das IV-WC wird ebenfalls von der Halle her erschlossen. ERSCHLIESSUNG UND HINDERNISFREI BAUEN Die Innenräume im Neubau sind um einen Kern (Massivbau) zellular angeordnet. Die Raumerschliessung ist sequententiell der Nutzung entsprechend. Im Untergeschoss sind die Räume um die zentrale Halle angeordnet. Die Fassaden sind als tragendes Fachwerk ausgebildet. Kleine Spannweiten werden mit konventionnellen Balken überwunden. Im Saal kommen Fachwerkträger zum Einsatz. Alle Fassadenöffnungen sind als strukurelle Öffnungen zu begreifen. Im Pfarrhaus sind die Räume zellenartig um einen innen liegenden Korridor angelegt. Dieses Prinzip wird aufrecht erhalten. Unterteilungen der Haupträume in kleinere Zellen sollen nur in Haupträumen statt finden, welche vom Ausbau dafür geeignet sind. Durch den Rückbau der Garage gelangt wieder mehr Tageslicht in den Korridor (EG). 10m Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 39 SÜDOSTFASSADE 1:200 Blatt 3 - Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti KADEN ARCHITEKTEN NORDOSTFASSADE NEUBAU 1:200 SÜDWESTFASSADE 1:200 NORDWESTFASSADE NEUBAU +470.96 +475.23 bestehendes Gelände +470.96 +475.23 +476.43 +468.83 +476.43 +468.83 +476.43 SCHNITT NEUBAU A-A 1:200 +468.95 +476.43 SCHNITT NEUBAU B-B 1:200 +468.88 +476.43 SÜDOSTFASSADE PFARRHAUS 1:200 NORDWESTFASSADE PFARRHAUS 1:200 +475.23 +470.96 +468.88 +475.23 +470.96 +470.50 0 1 5 10m 40 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 6.5 moos giuliani herrmann architekten ag, Uster Der situative Ansatz für den Kirchgemeindesaal als Bebauung entlang der Umfassungsmauer konnte in der Zwischenpräsentation ansatzweise überzeugen, da der Garten so als Freiraum erhalten bleiben konnte. Die Projektweiterwicklung zeigt aber, dass diese Konzeption unter Einhaltung des Grenzabstandes problematisch ist. Der Kirchgemeindesaal ist als Anbau an das alte Pfarrhaus und an die heutige Garage konzipiert, welcher sich mit einem Abstand zur Mauer als selbständiger Gebäudetrakt zum Garten freispielt. Dessen symmetrische Konzeption mit einer mittigen Dacherhöhung betont die Wirkung eines auf sich selbst bezogenen, expressiven Gebäudes, was in dieser Lage des historisch gewachsenen Ensembles fraglich ist. Der Neubau bedrängt ausserdem in seiner Nähe das Waschhaus und beeinträchtigt durch das Anbauen die Fassadenansicht des alten Pfarrhauses zum Garten. Dem Ortsbildschutz wird nicht genügend Rechnung getragen, da so die Ensemblewirkung des Bestandes beeinträchtigt wird. Die Neuinterpretation des barocken Gartens mit dem Gebäude als bebautem viertem Quadranten transformiert ein landschaftsarchitektonisches Ordnungsprinzip zu einer partiellen Raumordnung. Die Qualität der Gesamtwirkung der historischen Referenz ist darin nicht mehr erkennbar und das aussenräumliche Potential des grossen Gartens wird durch diese landschaftsarchitektonische Interpretation eher beeinträchtigt. Der architektonische Ausdruck des Neubaus mit der ausgeprägten Giebelfassade und den expressiven Fassadenstützen an den beiden Längsfassaden ist im Kontext der historischen Gebäude wenig integrierend. Das Potential des Raumes zwischen dem Neubau und der Umfassungsmauer wird mit einer grabenartigen Erschliessung des Untergeschosses geschmälert. Das Konzept des räumlichen und funktionalen Zusammenhangs von altem Pfarrhaus und Erweiterungsbau ist als räumliches Szenario einer lebendigen, zusammenhängenden Kirchgemeinde und auch als ökonomischer Ansatz grundsätzlich interessant. Es resultieren daraus jedoch grosse Zwänge für beide Gebäudeteile, welche diese KonStudienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 41 zeption in Frage stellen. Der Erweiterungsbau vermag nicht die geforderten Raumflächen und die erwünschten Raumqualitäten bereitzustellen. Das Foyer ist dunkel und orientiert sich zu wenig grosszügig zum Aussenraum. Der Kirchgemeindesaal ist flächenmässig zu klein und wird durch die Rampe im Raum funktional und optisch beeinträchtigt. Die Lage der Küche ist optimal betreffend der Anlieferung, aber in ihrer Distanz zum Saal problematisch. Die Einpassung in die Topographie wird im Neubau mit einer gestuften Fassadenkonzeption vorgeschlagen, deren innenräumliche Qualität in Frage gestellt wird. Die Anbindung des alten Pfarrhauses erfordert auch im historischen Bestand tiefgreifende bauliche Massnahmen, wie die Tieferlegung des Korridors im Erdgeschoss und dessen Unterbauung im Untergeschoss mit einem Korridor zum Aufzug. Die räumliche Konzeption des Saals mit den prägenden Bindern ist vorstellbar. Allerdings stellt sich die Frage, ob die mittige Erhöhung und Belichtung des Saals nicht dessen primären Raumbeziehungen zum Pfarrgarten und zur Umfassungsmauer verunklären. Die Cevi-Räume mit den grossflächigen Verglasungen sind attraktive Räume im Untergeschoss, was jedoch mit einer aufwändigen baulichen Lösung realisiert werden muss. Die denkmalpflegerische Strategie im Bestand ist nur schematisch dargestellt und in Ansätzen erkennbar. Die grundrisstypologischen Überlegungen und die Verteilung der Nutzungen sind überzeugend. Die Brandschutzanforderungen können mit der Abtrennung des Fluchttreppenhauses selbstverständlich eingehalten werden. Der Einbau des Aufzugs ist ein massiver Eingriff, welcher den Abbruch einer tragenden Wand erfordert, aber dafür die historische Fassade unberührt belässt. Gesamthaft wird der Projektansatz des Anbauens an das alte Pfarrhaus für den Neubau, für das alte Pfarrhaus und für die Wirkung des ganzen Ensembles als nicht tragfähig beurteilt. 42 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 43 Modellfoto Saal und Pfarrhaus Schwarzplan 1:2000 moos. giuliani. herrmann. architekten. Durch seine Positionierung entlang der Umfassungsmauer reiht sich der Saalbau in die mittelalterliche Bebauungsstruktur, bestehend aus Kloster und umfassende Verteidigungsanlagen, ein. Somit bleibt der seit jeher bestehende Pfarrgarten grösstenteils unbebaut und kann als „offener Garten“ gestaltet werden. Der Hofraum wird von Fassade zu Fassade gedacht und verhindert dadurch unkontrollierte Aussenräume. Durch den Zusammenbau mit dem Pfarrhaus wird der ideologische Ansatz „ein offenes Haus für alle“ unterstrichen, Wege verkürzt und Synergien bei den Infrastrukturen geschaffen. In Anlehnung an die barocken Gärten wird der Pfarrgarten in vier Teile gegliedert. Drei bepflanzte Felder umfassen den Gartensitzplatz mit Brunnen. Der vierte Teil ist der Saalneubau mit seiner Verkleidung aus diagonalen Latten wie man sie von Garten- Eingliederung ins gebaute Umfeld pavillons her kennt. Vor den beiden Eingängen wird um die bestehende Kastanie ein grosszügiger Platz ausgebildet. Die Sichtbeziehung zur Kirche wird dadurch gestärkt. Konzeptschema Saal als viertes Feld im Garten Konzeptschema Grenzabstand und Mehrlängenzuschlag Konzeptschema Raumwirkung 22.08.2014 "Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti" Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Saalansicht Süd 1:100 Situationsplan 1:500 0 moos. giuliani. herrmann. architekten. 10 ss e 20 tra fs 50 m rhof Kloste 1:500 Saalansicht Ost 1:100 Untergeschoss 1:100 0 1 5 -3.43 10 m A 22.08.2014 1:100 C 17.2 Tec hnik 17.0 La g evi 30.5 -3.4 3 Gru m nrau ppe vi II /Ce 40.9 m nrau ppe I vi II /Ce Gru m nrau ppe er C Gru HW 20.8 6.3 vi I /Ce A C "Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti" H ho WC ts 2.3 Am D tras se er-S B WC Wer ne r-Web 44 2.7 B Erdgeschoss 1:100 plätze Rampe für barrierefreie Erschliessung -/ 20 Velo Vorplatz Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 0 1 tze fap lä Mo 50.6 Unterrichtszi. -0.15 5 +0.00 10 m Best. Kastanie +0.00 1:100 +0.00 12.0 WC H +0.00 4.2 WC B +0.00 33.3 Entrée/Foyer 3.0 Putz/Abstellr. +0.00 ze) tücksgren r (Grunds Perimete platz) er (Vor rimet tungse Gestal rten rrga Pfa A nen run Bes C .5 120 ger ella Möb l Saa 15.5 Gastarbeitspl. +0.15 Erhalt Türblatt und Türzarge zusätzlicher Tritt um Niveau Zwinglistube zu erhalten 17.2 Garderobe fern t. Kie B mit 1.8 Putzr. 10.0 WC D +0.00 0 +0.0 28.8 Aus fern t. Kie Bes d wan ions jekt Pro 3 -0.6 he Küc sse wei 13.0 platz sitz sen er Foy +0.00 13.5 Lager Küche Anlieferung B 6 Park moos. giuliani. herrmann. architekten. 3 -0.6 6 -0.1 25.0 te- Gerä und A um erra Lag Schnitt A-A 1:100 1. Obergeschoss 1:100 28.0 Sekretariat 27.0 Kopier- und Pausenraum 0 1 7.4 Warten +2.86 5 24.7 Büro Diakonie 2.5 WC D Pers. 5.7 WC Bes. 22.08.2014 -0.63 -3.43 Technik 1:100 Saal 10 m 25.4 Büro Jugendarbeit Wiederherstellung alter Grundrissstruktur 9.1 Archiv +0.00 Gruppenraum/Cevi II +4.59 .0 L (13 nik) tech ngs üftu "Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti" 13.0 Büro Sigristen B 45 46 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich 0 1 Studienauftrag altes Pfarrhaus Rüti ZH; Bericht des Beurteilungsgremiums © Evangelisch - reformierte Kirchgemeinde Rüti ZH /Frei & Ehrensperger Architekten GmbH, Zürich Schnitt B-B 1:100 Lager Küche HW Küche 5 21.0 Büro Pfarramt II 27.3 Büro Pfarramt III Mit wenigen Eingriffen wird das Pfarrhaus für die neue Nutzung bereitgestellt. Der Lift ist zentral positioniert ohne denkmalpflegerisch wertvolle Bereiche oder Fenster zu tangieren. Die Toiletten auf den Obergeschossen sind neben dem Lift angeordnet, damit die neue Leitungsführung im selben Eingriff untergebracht werden kann. Im Erdgeschoss wird der Boden des Korridors abgesenkt um so einen schwellenlosen Zugang zu Toiletten, Garderoben und Saal zu schaffen. Als aufwertende Massnahme wird die Treppe in den Obergeschossen und die Pfarrhaus 2. Obergeschoss 1:100 moos. giuliani. herrmann. architekten. 10 m +5.98 1:100 37.9 Sitzungszimmer I Stuckatur wird wieder zusammen geführt 8.6 Büro Finanzen Cevi III +0.00 Cevi II Lüftungstechnik Es wird ein einfacher, vielseitig nutzbarer Saalraum angeboten, der sich durch die Tragstruktur charakterisiert. Die beidseitigen Fensterreihen lenken den Blick zur Mauer und in den Garten. Die beiden grossen Schiebefenster schaffen einen Bezug Saal Balkontüre im ersten Stock zurückgebaut und so der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. Aus Brandschutzgründen wird ein Glasabschluss EI30 zum Treppenhaus hin eingeführt. Ein Grossteil der Türen insbesondere alle originalen können so erhalten bleiben. 23.7 Sitzungszimmer II +5.98 3.0 WC H Pers. 3.2 Putzraum 47 Saal Cevi I Schnitt C-C 1:100 -3.43 -3.43 -0.63 weisse Projektionswand +4.59 Lager Cevi I Der Technikraum befindet sich neu unter dem Saal. Die Grobverteilung wird an der Decke des Untergeschosses zur vertikalen Steigzone neben dem Lift geführt. Aus der Erfahrung vom Umbau anderer Schutzobjekte können durch den Fensterersatz und dem Dämmen der Böden zum Erdreich (Im konkreten Fall wo am Boden ohnehin Massnahmen vorgesehen sind, wie in WC, Garderobe, Gang) und des Estrichbodens gute energetische Werte erzielt werden. So bleibt die Dachkonstruktion sichtbar und kann gut unterhalten werden. Energie und Haustechnik Saal Cevi I des Pfarrhauses wie auch der Eingangsbereich des Saalanbaus genutzt werden. Die Anordnung von Anlieferung, Lager, Küche und Saal ermöglich vielseitige und effiziente Abläufe. Unter dem Saal liegen die Räume für die Cevi. Sie sind sowohl vom Pfarrhaus, wie auch über einen Lichthof erschlossen. Zweiteres ermöglich auch „vor Dreck stehenden Pfadis“ in ihre Räumlichkeiten zu kommen und verhindert die Beeinträchtigung anderer Nutzungen. Möblierungsvarianten Saal 1:200 Versammlung/Theater -0.63 +4.59 zum Waschhaus und dem Aussensitzplatz. Mittels innenseitigen geschwungenen Holzrollläden kann der Raum verdunkelt werden, wobei er im geschlossenen Zustand eine andere Form und Stimmung erhält. Vor die Schiebefenster können Holzwände geschoben werden. Dabei geben sie eine weisse Projektionswand frei. Das Stuhllager ist mit einem Vorhang abge-trennt und kann dem Saal zugeschlagen werden. Die Atmosphäre des Innenraumes wird durch das, an allen Oberflächen verwendete Kieferholz geprägt. Aussen ist das Gebäude Ochsenblutrot gestrichen, was der Stirnbrettfarbe des Waschhauses entspricht. Als Foyer kann sowohl das Entrée 23.1 Büro Pfarramt I 16.6 Seelsorgezimmer Konzert 22.08.2014 Sämtliche Geschosse werden über den neuen Personenlift erreicht. Der Niveauunterschied zum Unterrichtszimmer im EG und zum Saal wird mittels einer Rampe überwunden. Einzig zur Zwinglistube bleibt eine Schwelle. Behindertengerechtigkeit Im Pfarrhaus wird die Radiatorenheizung beibehalten. Im Saal wird eine Grundtemperatur mittels Konvektoren an den Fenstern erreicht. Die Feinregulierung erfolgt via Saallüftung, deren Zentrale sich über dem Stuhllager befindet. Kirchencafé/Seniorennachmittage "Studienauftrag Umbau altes Pfarrhaus und Neubau eines Kirchgemeindesaals Rüti"