FM beginnt bei der Planung

Werbung
BAU CHECK Ö²
FM beginnt bei der Planung –
Kostenoptimierung und Umweltschutz für den gesamten
Lebenszyklus von Gebäuden mit ÖÖB und ÖÖS
Dr.-Ing. Petra Getto, 13.10.2005, VDI Arbeitskreis Bautechnik
Dr.-Ing. Petra Getto; 1
ES ERWARTEN SIE …
BAU CHECK Ö²
Was ist Facility Management?
Ansatzpunkte für Optimierungen
Hilfsmittel ÖÖB und ÖÖS
Bewertungsbeispiel Verwaltungsgebäude
Dr.-Ing. Petra Getto; 2
1
WAS IST FACILITY MANAGEMENT?
BAU CHECK Ö²
Facilities: Anlagen, Einrichtungen, techn. Hilfsmittel, Werkstätten, Toiletten
Ursprünge:
•
70er Jahre: Konzepte zur Anlagenbewirtschaftung in USA + Saudi Arabien
•
1978: Konferenz „Facilities Impact on Productivity“
•
1980: Gründung eines Berufsverbandes in den USA
•
1982: Internationale Ausrichtung des Verbandes
Umbenennung in IFMA (International Facility Management Association)
•
1986: Etablierung der IFMA in England
•
1989: Gründung der GEFMA (German Facility Management Association)
•
1996: Etablierung der IFMA in Deutschland
Dr.-Ing. Petra Getto; 3
WAS IST FACILITY MANAGEMENT? - BEISPIELE
BAU CHECK Ö²
Dr.-Ing. Petra Getto; 4
2
WAS IST FACILITY MANAGEMENT? - BEISPIELE
BAU CHECK Ö²
Dr.-Ing. Petra Getto; 5
WAS IST FACILITY MANAGEMENT?
BAU CHECK Ö²
Dr.-Ing. Petra Getto; 6
3
WAS IST FACILITY MANAGEMENT? - DEFINITIONEN
BAU CHECK Ö²
FM ist …
• eine Managementdisziplin, die durch ergebnisorientierte Handhabung von
Facilities und Services im Rahmen geplanter, gesteuerter und beherrschter
Facility Prozesse eine Befriedigung der Grundbedürfnisse von Menschen am
Arbeitsplatz sowie die Unterstützung der Unternehmens-Kernprozesse und
Erhöhung der Kapitalrentabilität bewirkt. (GEFMA 100-1)
• in der Praxis die Verknüpfung des phys. Arbeitsplatzes mit dem Menschen und
dem Arbeitsgebiet der Organisation. Es vereint die Prinzipien von Verwaltung
und Architektur sowie Verhaltens- und techn. Wissenschaften. (IFMA)
• der ganzheitliche, strategische Rahmen … rund um Gebäude; ihre Systeme
und Inhalte kontinuierlich bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die
wechselnden organisatorischen Bedürfnisse anzupassen. (EuroFM)
Dr.-Ing. Petra Getto; 7
WAS IST FACILITY MANAGEMENT?
BAU CHECK Ö²
Charakteristika
•
Gebäude / Infrastrukturen bereitzustellen, funktionsfähig zu halten und an die
Bedürfnisse anzupassen ? Kundenorientierung
•
"betriebskostenorientierte" Planung + Betrieb ? Kostentransparenz
(von Investitionsentscheidungen; Betriebskosten
verursachergerechte Abrechnung; Controlling, Benchmarking & Analyse)
•
Datenaufbereitung (Pläne, Beschreibungen, Kosten, Berechnungen)
•
Betrachtung aller Gewerke und des gesamten Lebenszyklus
? Erkennen von Zusammenhängen
•
flexible Anpassung an die Marktbedürfnisse
Dr.-Ing. Petra Getto; 8
4
WAS IST FACILITY MANAGEMENT?
Operatives FM
(Gebäudemanagement GM)
Strategisches FM
Projektentwicklung
Konzeption, Schnittstellen,
BAU CHECK Ö²
Technisch
Infrastrukturell
Kaufmännisch
Wirtschaftlichkeitsb., …
• Betreiben
• Hausmeisterdienste • Flächenmgt.
Realisierung
• Optimieren
• Reinigungsdienste
• Wartung
• Sicherheitsdienste
• Beschaffungsmgt.
• Instandhaltung
• Umzugsmgt.
• Vermarktung
• Büroservice
• Mieterbetreuung
• Kantine / Katering
• Kostenermittlung +
Controllung
Planen, Koordinieren,
Dokumentieren, …
Nutzung, Instands. • Wahrnehmen d.
Steuerung, Kontrolle,
Optimierung, …
Umnutzung,
Rückbau
Gewährleistungen
• Energiemgt.
• Wäschereidienste
• Kommunikations- + • Entsorgung
Informationsmgt.
•…
•…
• Vertragsmgt.
• Objektbuchhaltung
•…
Dr.-Ing. Petra Getto; 9
WAS IST FACILITY MANAGEMENT?
Ziel:
BAU CHECK Ö²
Den Nutzen einer Immobilie / Infrastruktur erhöhen
und den Aufwand reduzieren.
Ø
Qualitätssicherung auf allen Ebenen
Ø
Beschleunigung von Entscheidungsvorgängen
? Verkürzung der Planungs- und Realisierungszeiten
Ø
Erhaltung der Gebrauchs- und Funktionstauglichkeit
Ø
höhere Produktivität des Wertschöpfungs- und Werterhaltungsprozesses
Ø
Erwirtschaftung der Rendite
a Mehrwert für Investor und Nutzer,
die sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können
Dr.-Ing. Petra Getto; 10
5
ANSATZPUNKTE FÜR OPTIMIERUNGEN
BAU CHECK Ö²
Was mindert die Wertschöpfung einer Immobilie?
Welche Probleme treten häufig auf?
•
Baukostenminierung ohne Berücksichtigung der Betriebskosten / des Nutzers
•
Steigende Baukosten & Planungsänderungen noch nach Baubeginn
•
Planungen am Bedarf vorbei
•
Einseitige Optimierung nach nur einem Kriterium
•
Uneindeutige Kriterien im Planungs- und Entscheidungsprozess
•
Einbau umweltschädlicher, die Befindlichkeit störender oder
allergieauslösender Produkte (Sick-Building-Syndrom)
Dr.-Ing. Petra Getto; 11
ANSATZPUNKTE FÜR OPTIMIERUNGEN
BAU CHECK Ö²
Beeinflussbarkeit der Kosten
Beeinflussbarkeit der Immobilienkosten
Zeit
Planungs- & Erstellungsphase
Betriebs- & Nutzungsphase
Dr.-Ing. Petra Getto; 12
6
ANSATZPUNKTE FÜR OPTIMIERUNGEN
BAU CHECK Ö²
Lösung
•
Transparenz im Planungsprozess schaffen
•
Nutzeranforderungen, Projektbedingungen und Standort
berücksichtigen
•
Frühzeitig kontrollieren und evtl. gegensteuern
•
Ökonomie, Ökologie und Soziales in gleicher Weise betrachten
Dr.-Ing. Petra Getto; 13
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
BAU CHECK Ö²
Ausgangspunkt:
Idee und Planung einer Immobilie
Gebäudekonzept ruht auf den
3 Säulen der Nachhaltigkeit
Bewertung der Planung mit ÖÖB / ÖÖS
⇒ Eventuelle Nachbesserung der Planung
Ergebnis: optimierte Planung,
entsprechend den Nutzeranforderungen
Dr.-Ing. Petra Getto; 14
7
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
BAU CHECK Ö²
Bewertungskriterien ÖÖB
Projektbedingungen
Standort
extern
ökonomisch ökologisch
Baumanagement
Herrichten + Erschließen
Baukonstruktion
Technische Anlagen
Außenanlagen
Ausstattung + Kunstwerke
Gebäudekonzept
Energieinput
Baustoffe - Ressourcen
Schadstoffemissionen
Entsorgung
Wasser, Boden, Luft
Dr.-Ing. Petra Getto; 15
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
Planungskonzept
Finanzierung & Wirtschaftlichkeit
Baumanagement
Erneuerungskosten Bauwerk
Erneuerungskosten Technische Anlagen
Erneuerungskosten Außenanlagen
Nutzungskosten
ökologisch
Projektbedingungen & Standort
Gebäudebeurteilung
Randbedingungen
Bewohner
ökonomisch
Bewertungskriterien ÖÖS
BAU CHECK Ö²
Energieinput
Baustoffe - Ressourcen
Schadstoffemissionen
Entsorgung
Wasser, Boden, Luft
Dr.-Ing. Petra Getto; 16
8
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
Projektbedingungen
Standort
Gebäudekonzept
Baumarkt
Büromarkt
Kapitalbedarf
Wirtschaftlichkeit
Timing
Lage (Dienstleistungen)
Lage (Verkehrsnetze)
Standortadresse
Rechtl. Randbedingungen
Baugrund
Grundstücksgröße
Kosten
Altlasten
Soziale Qualität / Standard
GFZ; Geschosszahl
Geometrie
Verwaltungsorganisation
Büroraumkonzept
Ausstattung & Technik
Brandschutz
Gebäudeelementierung
Bauunterhaltung
Materialinput
Schadstoffe
Entsorgung
Boden / Wasser / Luft
Baumaterialien PEI
Amortisation TA
Amortisation Wärmeschutz
Beheizung & Warmwasser
sommerl. Wärmeschutz
elektr. Energie
Energieinput
MIPS abiotisch
MIPS biotisch
MIPS Wasser
MIPS Luft
Treibhauseffekt
Versäuerung
Gefahrstoffermittlung
Ersatz von Schadstoffen
Baustoffe
Schutzmaßnahmen
Heizung, Klima, Lüftung
Emissionen der Materialien
Vorh. Altsubstanz
Kontamination
Weiternutzung
Demontagetiefe
Abfallvermeidung
Recyclingfähigkeit
Abfalltrennung
Verwendungsmöglichkeiten
Versiegelung
Wertigkeit Bauland
Zuluft
Abluft
Wasserhaushalt
Wasserverbrauch
Wasserrückführung
Baumanagement
Herrichten & Erschließen
Rahmenbedingungen festl.
Herrichten
Gebäudemanagement
Strom, Wasser, Gas
Festlegung Rahmenbedingungen Kommunikation
Projektleitung & -steuerung
Ausgleichsabgaben
Ausschreibung
Vetragsgestaltung
Abnahme
Abrechnung
Gewährleistung
Baukonstruktion
Technische Anlagen
Außenanlagen
Ausstattung & Kunstwerke
310 Baugrube
320 Gründung
330 Außenwände
340 Innenwände
350 Decken
360 Dächer
370 Bauk. Einbauten
380 sonstige
zusätzlicher Wärmeschutz
410 Abwasser, Wasser, Gas
420 Wärmeversorgungsanl.
430 Lufttechn. Anlagen
440 Starkstromanlagen
450 Informationstechnik
460 Fördertechnik
470 Nutzungsspez. Anlagen
480 Gebäudeautomation
510 Geländeflächen
520 befestigte Wege
530 Baukonstruktionen
540, 550 TA, Einbauten
Ausstattung
Kunstobjekte
Wettbewerbe / Honorare
Referenzwerte
beantMax.
wortet PD Min.
Nr.
1
0
0
5
4
4
10
6
7
00
10
10
Nein
<2
5
9
1
Nein
Nein
<5
0
<-40
k.o.
8
4
0
5
12
7
>100
10
0
0
0
0
0
nein
Bewertungsmatrix
Nutzwertanalyse
0
0
10
10
0
0
0,0
Dreistufige Ausgangsmatrix
E=EZxG
0
Summe
ja
G
Nein
2 Rechtliche Randbedingungen
3 Grundstück
Baugrund
Grundstücksgröße und -form
Kosten
Altlasten, Kriegsschäden, Bodendenkmäler
Standard nach Nutzeranforderung
EZ
1 Lage
Versorgung mit Dienstleistungen
Anbindung an Verkehrsnetze
Standortadresse
BAU CHECK Ö²
0
0
0
0
0
0
0
Start
Die Fragen sollen mit ja oder nein beantwortet und das entsprechende Feld mit einem x gekennzeichnet werden.
ä
Ist der Nutzer bekannt bzw. eine spezifische Gruppe, die mit dem Gebäude
angesprochen werden soll?
ä
Entspricht der geplante Standard dem vom Nutzer gewünschten bzw. ist ein höherer
Standard schlüssig zu begründen?
ä
Wie verhält sich der gewählte Standard zu dem der Nachbargebäude? Fügt er sich in
die Umgebung ein?
ä
Kann der Standard durch erleichterte Nachrüstungsmaßnahmen den
Nutzerwünschen angepasst werden?
ä
Welche besonderen Ansprüche hat der Nutzer, insbesondere in Bezug auf
erforderliche Sicherheitseinrichtungen? Ist sein Bedarf klar definiert?
x
ä
Wurden diese in der Planung berücksichtigt?
x
Werden Gefahrstoffe
freigesetzt und/oder kommen
Arbeitnehmer mit Gefahrstoffen
in Hautkontakt?
x
Nein
10
10 Punkte
9
Ja
Werden die Gefahrstoffe vollständig erfasst und
ohne Gefahr für Mensch und
Umwelt entsorgt?
Ja
8
8 Punkte
Erfüllungspunkte
x
x
Nein
x
Werden entsprechende
Lüftungsmaßnahmen getroffen?
Ja
7 Punkte
Nein
6 Punkte
-1 Punkt
Ja
nur Grundausrüstung?
Ja
Müssen persönliche
Schutzausrüstungen getragen
werden?
Nein
ä
x
Gibt es witterungsgeschützte Stellplätze für Fahrräder und Kinderwagen?
ä
Sind Spielanlässe oder Spielanlagen in unmittelbarer Nähe vorhanden?
x
ä
Ist das Gebäude gut lärmgeschützt? (zählt zweifach)
x
- 2 Punkte
Ja
kl. MFH
Reihenhaus
freist. EFH
4
3
K.O.-Kriterium
Atemschutz?
1
0,30 0,35 0,40 0,45 0,50 0,55 0,60 0,65 0,70 0,75 0,80 0,85 0,90 0,95 1,00
- 3 Punkte
A
gr. MFH
6
5
Nein
Ja
zusätzl.
Körperschutz?
A/V
Nein
7
Erfüllungspunktzahl EZ
Bewertungshilfen
7
2
Nein
Ende
6
Erläuterungen und Bewertungshilfen
A
Erläuterungen und Bewertungshilfen
A
Erläuterungen und Bewertungshilfen
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
1
Soziale Qualität
1
Soziale Qualität
1
Soziale Qualität
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
•
•
Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
•
Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
Erläuterungen
Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
Wie ist der Bewohnermix?
•
Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
•
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
Wie ist der Bewohnermix?
•
Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
•
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
Wie ist der Bewohnermix?
•
Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
•
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
1.1
Architektur und Städtebau
1.1
Architektur und Städtebau
1.1
Architektur und Städtebau
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Dr.-Ing. Petra Getto; 17
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
BAU CHECK Ö²
Planungsbegleitende Bewertung in 3 Stufen
Beeinflussbarkeit der Kosten
1. Vorplanung
2. Genehmigungsplanung
3. Ausführungsplanung
Bewertungszeitpunkte
1
2
3
Konkretisierungsgrad des Projektes
Lph.
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Dr.-Ing. Petra Getto; 18
9
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
Bewertungspass Wohngebäude
BAU CHECK Ö²
Stand: 27.08.2003
Allgemeine Angaben
Standort (Anschrift)
Musterstraße
53374 Musterstadt
Bauherr / Bauträger
Musterträger
Baurecht
zulässige GFZ
zulässige GRZ
1,2
vorh. GFZ
1,2
0,8
vorh. GRZ
0,78
Bewertungspass
Liegenschaft
Gesamtfläche
3.466 [m²]
Versiegelungsgrad
Altlasten
35 [%]
ja
RW-Anlage
x
x
ja
nein
nein
Gebäude
Anzahl der Geschosse
4
Bruttorauminhalt BRI
11.973 [m³]
A/V
0,25
Jahresprimärenergiebedarf
PEI
3.624 [m²]
BRI/BGF
3,3
Wohnfläche
2.851 [m²]
HNF/BGF
0,67
605,6 [kWh/m²]
gesamt
Materialinput
MIPS abiotisch
MIPS
BGF
63 [kWh/(m²Wfl.a)]
biotisch
40 [kg/m²a]
MIPS
Wasser
9 [kg/m²a]
MIPS
Luft
Bauwerkskosten gemäß DIN 276
Kgr. 300
843,5 [€ /m²BGF]
Kgr. 400
220 [kg/m²a]
CO²eq.
7,67 [g/m²a]
2,2 [kg/m²a]
SO²eq.
40,3 [g/m²a]
143 [€ /m²BGF]
Bewertung
max. erzielbare Punktzahl
10.000
min. erzielbare Punktzahl
erzielte Punktzahl
1.000
8,6
guter Bereich
10
8
8,7
8,3
7,5
8,2
7,4
7,4
6,9
7
6,3
6,4
6,8
10.000
9.000
8.000
6,2
6
5,1
7.000
5,3
5
kritischer Bereich
6.000
4
3
gewichteter Durchschnitt
Außenanlagen
Ausstattung und
Kunstwerke
Herrichten und
Erschließen
Baukonstruktion
Technische Anlagen
Entsorgung
Baumanagement
Wasser Boden Luft
Schadstoffemissionen
Baustoffe Ressourcen
Standort
Energieinput
Gebäudekonzept
Projektbedingungen
2
1
7,2
auf einer DIN A4-Seite, dem
Gebäudebewertungspass
Vergleich der erreichten und der maximalen
Ergebnispunkte
Durchschnittliche Erfüllungspunktzahlen bei Baubeginn
9
7.236
durchschn. Erfüllungspunktzahl
Übersichtliche
Ergebnisdarstellung
5.000
4.000
3.000
2.000
1.000
0
gewichtetes
Ergebnis
maximale
Ergebnispunkte
Dr.-Ing. Petra Getto; 19
HILFSMITTEL ÖÖB UND ÖÖS
BAU CHECK Ö²
Ergebnis:
umfassende mehrdimensionale Planungsbewertung
Ziele: • Sicherstellung einer hochwertigen, wirtschaftlichen Immobilie
• Erfüllung der Anforderungen ihrer Nutzer
• Minimierung des Ressourceneinsatzes
a
Die Planungsbewertung stellt damit ein wesentliches
Instrument zum strategischen Facility Management dar.
Dr.-Ing. Petra Getto; 20
10
BEWERTUNGSBEISPIEL
BAU CHECK Ö²
Öffentlicher Verwaltungsbau
•
BGF: 15.827 m²
•
5 Geschosse
•
Jahresprimärenergiebedarf: 30 kWh/m²a
•
Bausumme: > 10 Mio. €
•
Stahlbetonbau
•
Fassade: Naturstein, Glas
•
Erfüllungspunktzahl: 6,8
Dr.-Ing. Petra Getto; 21
BEWERTUNGSBEISPIEL
BAU CHECK Ö²
Durchschnittliche Erfüllungspunktzahlen bei der Baueingabe
9,0
8,8
8,6
7,7
8,0
7,1
6,8
7,0
7,4
gut
10,0
8,7
7,1
6,6
6,0
5,8
6,0
5,6
Bewertungsergebnis 2
5,0
5,2
4,0
kritisch
3,0
Außenanlagen
Ausstattung und
Kunstwerke
Technische Anlagen
Baukonstruktion
Herrichten und
Erschließen
Baumanagement
Wasser Boden Luft
Entsorgung
Baustoffe
Ressourcen
Energieinput
Gebäudekonzept
Standort
Projektbedingungen
1,0
Schadstoffemissionen
2,0
Dr.-Ing. Petra Getto; 22
11
BEWERTUNGSBEISPIEL
BAU CHECK Ö²
Vergleich der Ergebnisse mit den Maximalergebnissen
10.000
Ausstattung und Kunstwerke
Außenanlagen
9.000
Technische Anlagen
8.000
Baukonstruktion
Herrichten und Erschließen
7.000
Baumanagement
6.000
Wasser Boden Luft
5.000
Entsorgung
4.000
Schadstoffemissionen
Baustoffe Ressourcen
3.000
Energieinput
Gebäudekonzept
2.000
Standort
1.000
0
Projektbedingungen
gewichtetes Ergebnis
gewichtete Maximalergebnisse
Dr.-Ing. Petra Getto; 23
BEWERTUNGSBEISPIEL
BAU CHECK Ö²
Technische Anlagen
Kriterium
1 Abwasser, Wasser, Gas
EZ
Gewicht Ergebnis
8
12
96
2 Wärmeversorgung
7,5
14
105
3 Lufttechnik
7,5
17
127,5
1
7
10
7
10
49
5,6
95
529
4 Fernmelde- & Informationstechnik
5 Förderanlagen
….
Summe
Dr.-Ing. Petra Getto; 24
12
BAU CHECK Ö² - Optimierungspotenziale erkennen und nutzen!
•
Neutrale Planungsbewertung
•
Entscheidungshilfe durch Alternativenvergleich
•
Unterstützung bei der Auswertung von Wettbewerben
•
Sicherheit durch Transparenz
•
Kostenersparnis
•
Einklang von Ökonomie, Ökologie und Nutzerwünschen
über den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie
•
Energieberatung
BAU CHECK Ö²
Weitere Informationen unter: www.bau-check.com
Dr.-Ing. Petra Getto; 25
BEWERTUNGSSYSTEM ÖÖB - AUFBAU
Projektbedingungen
Standort
Gebäudekonzept
Baumarkt
Büromarkt
Kapitalbedarf
Wirtschaftlichkeit
Timing
Lage(Dienstleistungen)
Lage(Verkehrsnetze)
Standortadresse
Rechtl.Randbedingungen
Baugrund
Grundstücksgröße
Kosten
Altlasten
Energieinput
Materialinput
Schadstoffe
BaumaterialienPEI
AmortisationTA
AmortisationWärmeschutz
Beheizung&Warmwasser
sommerl.Wärmeschutz
elektr. Energie
MIPSabiotisch
MIPSbiotisch
MIPSWasser
MIPSLuft
Treibhauseffekt
Vorh.Altsubstanz
Versäuerung
Kontamination
Gefahrstofermitlung
Weiternutzung
ErsatzvonSchadstofen
Demontagetiefe
Baustofe
Abfalvermeidung
Schutzmaßnahmen
Recyclingfähigkeit
Heizung,Klima,Lüftung
Abfaltrennung
EmissionenderMaterialien Verwendungsmöglichkeiten
Versiegelung
WertigkeitBauland
Zuluft
Abluft
Wasserhaushalt
Wasserverbrauch
Wasserrückführung
Baumanagement
Herrichten&Erschließen
Baukonstruktion
TechnischeAnlagen
Außenanlagen
310Baugrube
320Gründung
330Außenwände
340Innenwände
350Decken
360Dächer
370Bauk.Einbauten
380sonstige
zusätzlicherWärmeschutz
410Abwasser,Wasser,Gas 510Geländeflächen
420Wärmeversorgungsanl. 520befestigteWege
430Luftechn.Anlagen
530Baukonstruktionen
440Starkstromanlagen
540,550TA,Einbauten
450Informationstechnik
460Fördertechnik
470Nutzungsspez.Anlagen
480Gebäudeautomation
Rahmenbedingungenfestl.
Herrichten
Gebäudemanagement
Strom,Wasser,Gas
FestlegungRahmenbedingungen Kommunikation
Projektleitung&-steuerung Ausgleichsabgaben
Ausschreibung
Vetragsgestaltung
Abnahme
Abrechnung
Gewährleistung
SozialeQualität/Standard
GFZ;Geschosszahl
Geometrie
Verwaltungsorganisation
Büroraumkonzept
Ausstatung&Technik
Brandschutz
Gebäudeelementierung
Bauunterhaltung
Entsorgung
Boden/Wasser/Luft
Ausstattung&Kunstwerke
Ausstatung
Kunstobjekte
Wettbewerbe/Honorare
beantReferenzwerte
Max. EZ G E=EZxG
wortet PDMin.
Nr.
1Lage
VersorgungmtiDe
inse
tlsitungen
AnbnidunganVerkehrsnezte
Standortadresse
Nen
i
2Rechtc
ilheRandbedn
igungen
0
Nen
i
3Grundstück
Baugrund
Nen
i
Grundstücksgrößeund-form
Nen
i
Kose
tn
Aa
tlsten,Kre
igsschäden,Bodendenkmäe
lr
0
1 5 10
0 4 6
0 4 7
00
10
10
<2 5
1
0
0
0
0
0
0
10
10
0
0
0
0
9
<5 8 12
0 4 7
<-40 0 >100
k.o. 5 10
Summe
Nr.
0
0
0
0,0 0
aj
nein
Start
Die Fragen sollen mit ja oder nein beantwortet und das entsprechende Feld mit einem x gekennzeichnet werden.
Werden Gefahrstoffe
f r e i g e s e t z t u n d / o d e r k o m m e nN e i n
10 Punkte
Arbeitnehmer mit Gefahrstoffen
in Hautkontakt?
x
10
Ja
Entspricht der geplante Standard dem vom Nutzer gewünschten bzw. ist ein höherer
x
ä Standard schlüssig zu begründen?
Wie verhält sich der gewählte Standard zu dem der Nachbargebäude? Fügt er sich in
ä die Umgebung ein?
Welche besonderen Ansprüche hat der Nutzer, insbesondere in Bezug auf
Werden die Gefahrstoffe vollständig erfasst und J a
ohne Gefahr für Mensch und
Umwelt entsorgt?
8 Punkte
Nein
7
x
Werden entsprechende
Ja
Lüftungsmaßnahmen getroffen?
7 Punkte
Nein
x
x
6 Punkte
Ja
nur Grundaus- J a
rüstung?
Müssen persönliche
Schutzausrüstungen getragen
werden?
Nein
ä Gibt es witterungsgeschützte Stellplätze für Fahrräder und Kinderwagen?
x
ä Sind Spielanlässe oder Spielanlagen in unmittelbarer Nähe vorhanden?
x
ä Ist das Gebäude gut lärmgeschützt? (zählt zweifach)
x
gr.MFH
6
kl. MFH
Reihenhaus
freist. EFH
5
4
-1 Punkt
Nein
- 2 Punkte
Ja
Atemschutz?
Nein
- 3 Punkte
Ja
3
EZ
G
Empf.
Max.
0,4
> 1,2
3,0
8
E=EPxG
32
1.2 Geschosszahl
1
4
< 4,5
8
1.3 A / V [1/m]
0,2
< 0,4
0,9
8
1.4 HNF / BGF [%]
36
> 60
71
8
K.O.-Kriterium
2
1
0,30 0,35 0,40 0,45 0,50 0,55 0,60 0,65 0,70 0,75 0,80 0,85 0,90 0,95 1,00
zusätzl.
Körperschutz?
A/V
Nein
7
Referenzwerte
Min.
9
8
x
Kann der Standard durch erleichterte Nachrüstungsmaßnahmen den
ä erforderliche Sicherheitseinrichtungen? Ist sein Bedarf klar definiert?
ä Wurden diese in der Planung berücksichtigt?
Erfüllungspunkte
Ist der Nutzer bekannt bzw. eine spezifische Gruppe, die mit dem Gebäude
ä angesprochen werden soll?
ä Nutzerwünschen angepasst werden?
PD
1 Geometrie
0
1.1 GFZ
Standard nach Nutzeranforderung
BAU CHECK Ö²
Ende
Erfüllungspunktzahl EZ 6
PD ≅ Projektdaten; EP ≅ Erfüllungspunkte; G ≅ Gewichtungspunkte; E ≅ Ergebnis
A Erläuterungen und Bewertungshilfen
A Erläuterungen und Bewertungshilfen
A Erläuterungen und Bewertungshilfen
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
1
Soziale Qualität
1
Soziale Qualität
1
Soziale Qualität
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
• Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
• Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
• Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
• Wie ist der Bewohnermix?
• Wie ist der Bewohnermix?
• Wie ist der Bewohnermix?
• Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
• Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
• Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
1.1
Architektur und Städtebau
1.1
Architektur und Städtebau
1.1
Architektur und Städtebau
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Dr.-Ing. Petra Getto; 26
13
BEWERTUNGSSYSTEM ÖÖB - AUFBAU
Projektbedingungen
Standort
Gebäudekonzept
Baumarkt
Büromarkt
Kapitalbedarf
Wirtschaftlichkeit
Timing
Lage(Dienstleistungen)
Lage(Verkehrsnetze)
Standortadresse
Rechtl.Randbedingungen
Baugrund
Grundstücksgröße
Kosten
Altlasten
Energieinput
Materialinput
Schadstoffe
BaumaterialienPEI
AmortisationTA
AmortisationWärmeschutz
Beheizung&Warmwasser
sommerl.Wärmeschutz
elektr. Energie
MIPSabiotisch
MIPSbiotisch
MIPSWasser
MIPSLuft
Treibhauseffekt
Vorh.Altsubstanz
Versäuerung
Kontamination
Gefahrstofermitlung
Weiternutzung
ErsatzvonSchadstofen
Demontagetiefe
Baustofe
Abfalvermeidung
Schutzmaßnahmen
Recyclingfähigkeit
Heizung,Klima,Lüftung
Abfaltrennung
EmissionenderMaterialien Verwendungsmöglichkeiten
Versiegelung
WertigkeitBauland
Zuluft
Abluft
Wasserhaushalt
Wasserverbrauch
Wasserrückführung
Baumanagement
Herrichten&Erschließen
Baukonstruktion
TechnischeAnlagen
Außenanlagen
310Baugrube
320Gründung
330Außenwände
340Innenwände
350Decken
360Dächer
370Bauk.Einbauten
380sonstige
zusätzlicherWärmeschutz
410Abwasser,Wasser,Gas 510Geländeflächen
420Wärmeversorgungsanl. 520befestigteWege
430Luftechn.Anlagen
530Baukonstruktionen
440Starkstromanlagen
540,550TA,Einbauten
450Informationstechnik
460Fördertechnik
470Nutzungsspez.Anlagen
480Gebäudeautomation
Rahmenbedingungenfestl.
Herrichten
Gebäudemanagement
Strom,Wasser,Gas
FestlegungRahmenbedingungen Kommunikation
Projektleitung&-steuerung Ausgleichsabgaben
Ausschreibung
Vetragsgestaltung
Abnahme
Abrechnung
Gewährleistung
BAU CHECK Ö²
SozialeQualität/Standard
GFZ;Geschosszahl
Geometrie
Verwaltungsorganisation
Büroraumkonzept
Ausstatung&Technik
Brandschutz
Gebäudeelementierung
Bauunterhaltung
Entsorgung
Boden/Wasser/Luft
Start
Ausstattung&Kunstwerke
Ausstatung
Kunstobjekte
Wettbewerbe/Honorare
10
9
Werden Gefahrstoffe
freigesetzt und/oder kommen
Arbeitnehmer mit Gefahrstoffen
in Hautkontakt?
Allgemeine Bauunterhaltung
8
beantReferenzwerte
Max. EZ G E=EZxG
wortet PDMin.
Nen
i
0
1 5 10
0 4 6
0 4 7
2Rechtc
ilheRandbedn
igungen
Nen
i
<2 5
3Grundstück
Baugrund
Nen
i
Grundstücksgrößeund-form
Nen
i
Kose
tn
Aa
tlsten,Kre
igsschäden,Bodendenkmäe
lr
00
10
10
9
<5 8 12
0 4 7
1
0
0
0
0
0
0
10
10
0
0
0
0
<-40 0 >100
k.o. 5 10
Summe
0,0 0
Nein
ja nein
10 Punkte
0
0
0
0
ä 7Gibt es einen gr.Instandhaltungsplan?
MFH
kl. MFH
Reihenhaus
x
Ja
Erfüllungspunkte
Nr.
1Lage
VersorgungmtiDe
inse
tlsitungen
AnbnidunganVerkehrsnezte
Standortadresse
freist. EFH
Werden die Gefahr-
6
Ja
stoffe vollständig
erfasst und
Werden Beschaffungsmaßnahmen
nach
einem
ohne Gefahr für Mensch und
ä 5optimierten System durchgeführt?
Umwelt entsorgt?
0
8 Punkte
x
ä 4Werden Bauteile mit kürzerer Lebensdauer
Standard nach Nutzeranforderung
aj
nein
10
Ja
x
Welche besonderen Ansprüche hat der Nutzer, insbesondere in Bezug auf
Werden die Gefahrstoffe vollständig erfasst und J a
ohne Gefahr für Mensch und
Umwelt entsorgt?
8 Punkte
7
Werden entsprechende
Ja
Lüftungsmaßnahmen getroffen?
7 Punkte
Nein
ä Wurden diese in der Planung berücksichtigt?
x
6 Punkte
Ja
nur Grundaus- J a
rüstung?
Müssen persönliche
Schutzausrüstungen getragen
werden?
Nein
ä Gibt es witterungsgeschützte Stellplätze für Fahrräder und Kinderwagen?
x
ä Sind Spielanlässe oder Spielanlagen in unmittelbarer Nähe vorhanden?
x
ä Ist das Gebäude gut lärmgeschützt? (zählt zweifach)
x
gr.MFH
6
kl. MFH
Reihenhaus
freist. EFH
5
4
-1 Punkt
Nein
- 2 Punkte
Ja
Atemschutz?
Nein
- 3 Punkte
Ja
3
-1 Punkt
Ja
nur Grundaus-
Ja
rüstung?
K.O.-Kriterium
Schutzausrüstungen getragen
werden?
ä 2Ist eine Schwachstellenanalyse vorgesehen?
Nein
x
x
9
8
x
Kann der Standard durch erleichterte Nachrüstungsmaßnahmen den
ä erforderliche Sicherheitseinrichtungen? Ist sein Bedarf klar definiert?
3
Werden Gefahrstoffe
f r e i g e s e t z t u n d / o d e r k o m m e nN e i n
10 Punkte
Arbeitnehmer mit Gefahrstoffen
in Hautkontakt?
x
Entspricht der geplante Standard dem vom Nutzer gewünschten bzw. ist ein höherer
Wie verhält sich der gewählte Standard zu dem der Nachbargebäude? Fügt er sich in
ä die Umgebung ein?
Erfüllungspunkte
Ist der Nutzer bekannt bzw. eine spezifische Gruppe, die mit dem Gebäude
ä angesprochen werden soll?
ä Standard schlüssig zu begründen?
x
bezüglich ihrer InstandhaltungMüssen
optimiert?
persönliche
Start
Die Fragen sollen mit ja oder nein beantwortet und das entsprechende Feld mit einem x gekennzeichnet werden.
ä Nutzerwünschen angepasst werden?
Nein
x
Nein
K.O.-Kriterium
2
1
Nein
0,30 0,35 0,40 0,45 0,50 0,55 0,60 0,65 0,70 0,75 0,80 0,85 0,90 0,95 1,00
zusätzl.
Körperschutz?
A/V
Nein
7
1
ein0,35
Soll-Ist-Vergleich
ä Ist0,30
0,40 0,45 0,50 0,55 für
0,60 das
0,65
Ende
Erfüllungspunktzahl EZ 6
- 3 Punkte
Ja
zusätzl.
Körperschutz?
0,70
0,75
Instandhaltungsbudget vorgesehen?
0,80
0,85
0,90
0,95
x
1,00
A/V
Nein
A Erläuterungen und Bewertungshilfen
A Erläuterungen und Bewertungshilfen
A Erläuterungen und Bewertungshilfen
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Mit dem Gebäudekonzept hat der Nutzer, im Gegensatz zu den externen Kriterien „Projektbedingungen“ und „Standort“, im Rahmen seiner Autonomie die Chance und auch die
Verpflichtung, den Charakter des Projektes entscheidend zu gestalten. Mit dem Konzept wird die
Richtung vorgegeben, die in den folgenden Kriterien weiter verfolgt wird. Hier sind wirtschaftliche und ökologische Aspekte eng miteinander verknüpft.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
Nachhaltiges Bauen umfasst die Forderung, ökologisch, ökonomisch und sozial zu bauen. Nur so
entsteht ein Gebäude, das auch langfristig die Umweltbelastung gering hält, zu wirtschaftlich
tragfähigen Bedingungen finanzierbar ist und von den Bewohnern akzeptiert wird. Das
ökologische Bauen umfasst den sparsamen Umgang mit begrenzten fossilen Energieträgern, die
Reduzierung des Materialverbrauchs, die Regenwassernutzung, -versickerung, die Erhaltung
vorhandenen Grüns sowie recyclinggerechte Konstruktionen und die Vermeidung gesundheitsgefährdender oder umweltschädlicher Stoffe [MBW NRW, 1999, S. 19, 38]. Den ökologischen
Komponenten sind die Kapitel 4 bis 8 gewidmet und den wirtschaftlichen die Kapitel 9 bis 14.
Soziale Faktoren finden ihre stärkste Berücksichtigung im Gebäudekonzept. Neben den sozialen
Qualitäten eines Gebäudes sind die Geometrie und die Bauunterhaltung wesentliche Merkmale
des Gebäudekonzeptes. Daher werden sie mit dem hohen Punktanteil von 121 von 140 Punkten
für das Gebäudekonzept versehen.
1
Soziale Qualität
1
Soziale Qualität
1
Soziale Qualität
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
Die Akzeptanz eines Gebäudes durch die Bewohner hängt von dessen sozialer Qualität ab. Da
diese erheblich für den Erhaltungszustand des Bauwerks verantwortlich sind, ist die Berücksichtigung des sozialen Faktors schon in der Planung für den Erhalt der Bausubstanz und des
Immobilienwertes von wesentlicher Bedeutung. Die soziale Qualität eines Wohngebäudes hängt
von folgenden Faktoren ab:
• Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
• Wie ist der Bewohnermix?
• Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
• Wie ist der Bewohnermix?
Ende
• Passt das Gebäude von der Größe, äußeren Gestaltung und Mieterschaft in das Wohnumfeld?
• Wie ist der Bewohnermix?
• Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
• Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
• Entspricht der Standard dem Bewohnermix?
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
Diese Fragen sollen in den folgenden Abschnitten erläutert werden. Bewertet werden sie am
Ende der Vorplanung.
1.1
Architektur und Städtebau
1.1
Architektur und Städtebau
1.1
Architektur und Städtebau
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Der Themenbereich „Architektur und Städtebau“ umfasst die städtebauliche Einfügung und die
Architektur des Gebäudes. Ob sich das Gebäude in sein Umfeld einfügt, hängt im Wesentlichen
von der Gebäudetypenmischung ab. Hier ist insbesondere die Maßstäblichkeit der Baukörper von
hoher Bedeutung. Besondere Chancen, das Stadtbild zu verbessern, liegen in der Baulückenschließung und der Nachverdichtung durch Nutzung brachliegender Flächen. Verstärktes
Interesse findet inzwischen wieder die Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Dadurch sollen
die Wege zur Arbeit und zurück verkürzt werden. Gleichzeitig wird so das Bild der nächtlichen
„toten“ Städte vermieden. Ebenso ist die Anbindung eines Wohngebäudes an Grünanlagen oder
Dr.-Ing. Petra Getto; 27
14
Herunterladen