FRANK PETER JÄGER TELEGRAMM / — Tätigkeit als Journalist, Buchautor und PR-Dienstleister für Architekten — Architekturvermittlung als Kernkompetenz: In Medien, in Lehre und Fortbildung und der Außendarstellung von Architekturbüros und Unternehmen — Lehre zu den Themen PR, Architekturvermittlung und Kulturjournalismus an Architektenkammern und Hochschulen — Herausgeber mehrerer Bücher zu Architektur und Stadt — Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung VITA — geboren 1969 in Köln — Studium Städtebau und Architektur in Berlin und Venedig — Praktika in Architekturbüros, Bauämtern und mehreren Redaktionen — abgeschlossenes Volontariat; journalistische Ausbildung bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Märkischen Allgemeinen in Potsdam — Arbeit als Fachjournalist und Architekturkritiker — Fortbildungen im Bereich Marketing und Public Relations — 2003: Gründung der Agentur Archikontext QUALIFIKATION & PRAXIS — Umfassende journalistische Praxis in Tageszeitungen und der Fachpresse — Erfahrung in sämtlichen Arbeitsphasen von Buchproduktionen und anderen Redaktionsleistungen (Corporate Publishing u.a.) — Sicherheit in der Gesprächsführung, im Moderieren von Veranstaltungen — Sprachkenntnisse: fließend Englisch und Italienisch in Wort und Schrift — Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit und der Marketingmaßnahmen von Architekturbüros und architekturnahen Institutionen. — Freier Online-Redakteur bei www.detail.de (2009 - 2010) — Konzept + Text von Broschüren und Internet-Auftritten — Lehrtätigkeit: Architektenfortbildung an Architektenkammern; Seminar »Architektur und Sprache« an der FH Potsdam; Lehrtätigkeit am Studiengang »Kulturjournalismus« der Berliner Universität der Künste u.a. — Presse-Verantwortlicher des Kölner Büros JSWD Architekten von Mitte 2008 bis Ende 2010 1 VERÖFFENTLICHUNGEN — Dorotheenhöfe – Oswald Mathias Ungers baut in Berlin, Berlin 2003. — Offensive Architektur – Präsentation, Public Relations und Marketing für Architekten, Berlin 2004. — Neues Quartier Vulkan.Köln – Leben und Arbeiten im Industriedenkmal, Berlin 2006. — Der neue Architekt – erfolgreich am veränderten Markt, München 2008. — Alt & Neu – Entwurfshandbuch Bauen im Bestand, Basel 2010. — seit 1998 zahlreiche Buchbeiträge sowie Beiträge in deutschsprachigen Architekturzeitschriften, in Magazinen und der Tagespresse, u.a. Der Tagesspiegel, Frankfurter Allgemeine, NZZ, Berliner Zeitung, Märkische Allgemeine KONTAKT ARCHIKONTEXT c/o Dipl. Ing. Frank Peter Jäger Chodowieckistr. 12, I D –10405 Berlin Tel. + 49–(0) 30–44 71 41 31 | Mobil + 49–(0)175–242 31 36 E-Mail: [email protected] www.archikontext.de | 2 PROJEKTBEISPIELE Buchproduktion 1. »Alt & Neu – Entwurfshandbuch Bauen im Bestand« ——192 S., zahlreichen Fotos und Pläne, Basel 2010 (deutsch und engl.). ——Leistungen Idee und Themenkonzept, Redaktion und Gesamtkoordinierung, Recherchen, Auswahl und Briefing Co-Autoren. ——Grafik: Onlab, Berlin ——Auftraggeber: Birkhäuser Verlag, Basel ——Herausgeber: Frank Peter Jäger Alt & NEu Entwurfshandbuch Bauen im Bestand Frank PEtEr JägEr [ HrSg.] gen und progressiven en Umnutzungsideen. pirierende Beispiele, uens im Bestand zeiichend aufbereiteten le Informationen für is. Vertiefend behange wesentliche bauuktive themen – von anung bis zur denknierung. Frank Peter Jäger Entwurfshandbuch Bauen im Bestand Frank PEtEr JägEr [ HrSg.] »Alt & Neu dokumentiert 32 inspirierende Beispiele, die die ganze Bandbreite des Bauens im Bestand zeigen. Mit detaillierten Projektinfos liefern sie wertvolle Informationen für die Planungs­ praxis. Vertiefend behandeln Fachbeiträge wesentliche bautechnisch-konstruktive Themen – von der Tragwerksplanung bis zur denkmalgerechten Sanierung.« (Rückentext). 18 Alt & Neu AddItIoN Heizkraftwerk wÜrzbUrg 2 Wie ein traum von Sant'elia: das erneuerte Heizkraftwerk Würzburg vom Hafenbecken aus gesehen 2 das Heizkraftwerk ist im Stadtbild von Würzburg präsent, ohne es zu dominieren. Blick auf die Innenstadt, hinten rechts die Würzburg 3 Ansicht von der Alten mainbrücke 1 Würzburg ( DE ) Industriebau — S. 132, 136, 148, 152, 161 1 Brückner & Brückner Architekten 3 4 5 6 Alt & Neu hEIzKrAFtWErK WÜrzBurG 21 uNvorhErGEsEhENE ANMut 7 8 4, 5 [ 4: S. 19 ] Schichten und lamellen : Silberne und bronzefarbene Aluminiumlamellen formen die neue Hülle des kraftwerks. den kontrapunkt zum vertikalen Akzent der lamellen bilden horizontale gesimsbänder. 6 ein ziel bei der Neugestaltung des kraftwerkumfelds war es, den Würzburgern Hafen und mainufer wieder zugänglich zu machen. Wo jetzt Sitzstufen sanft zum Wasser hin abfallen, wurde bis 2003 die kohle für das kraftwerk gelöscht. 7, 8 Farbgestaltung im Inneren des kraftwerks und damit beruhigend, zugleich gute architekturfotografie ist eiaber vibrierend vor kraft. Bei ne suggestive kunst. ihre wohlSonnenschein löst sich die Hülle komponierten, im Moment des an ihrer nordseite ganz in silbstärksten lichts aufgenommeriges Flimmern auf. abstraktion nen Bilder entrücken gebäude ist hier nicht nur konzept, sonoft so sehr der alltagswahrnehFASSAdeNgeStAltuNg dern wird physische realität, mung, dass diese bei der ersten uNd StädteBAulICHe eINBINduNg ein von jedermann wahrnehmwirklichen Begegnung nicht deS HeIzkrAFtWerkS WürzBurg bares Erlebnis voll unerwarteselten wie ein Schatten ihres BrÜCknEr & BrÜCknEr arCHitEktEn, ter visueller Bezüge. Wer etwa abbilds wirken. Steht man vor tirSCHEnrEutH / WÜrZBurg von der alten Mainbrücke auf dem Heizkraftwerk Würzburg, das kraftwerk schaut, kann bestellt man erstaunt fest : Selbst obachten, wie die abstraktion an einem regnerischen Januarder Fassade mit dem geomettag steht das gebäude so kraftvoll da wie auf den aufnahmen von Constantin Meyer. Weniger rischen Muster der Weinreben im Hintergrund korrespondiert. architektur als eine technoide, schwungvoll um das gebäude ge- Der Eindruck einer elegant um die nüchterne technik gelegten kalegte karosserie, ist das silber- und kupferfarben schimmernde rosserie vervollkommnet sich durch die schwungvolle auskragung kraftwerk das neue Wahrzeichen am nördlichen Stadteingang der Hülle zum Hafenbecken hin. Diese gewölbte „ nase “ ist der Proportion des ganzen verpflichtet – und führt zum städtebaulivon Würzburg. anfang der 1950er-Jahre hatte die Stadt Würzburg das kraftwerk chen aspekt des Projekts : Bis 2003 befanden sich an der nordseidirekt am Mainufer errichtet. Schlichte, symmetrische industriear- te des kraftwerks große kohlebunker, von denen aus die per Schiff chitektur spiegelte sich im Wasser. Doch im lauf von vier Jahr- angelieferte kohle ins kraftwerk befördert wurde. Die endgültige zehnten baute man immer wieder an und um, bis das gebäude schließlich jede Form WINkelFASSAde Systemgrundriss, -schnitt ProJektdAteN Bauherr Heizkraftwerk Würzburg GmbH verloren hatte. an die 2002 geplante ErBaukosten 2,4 Mio. Euro netto weiterung – der Einbau einer neuen turbine umhüllte Fläche ca. 10.000 m² stand an – knüpfte die Stadt die Bedingung Winkelprofile 720 Stück gestalterischer aufwertung. Ein WettbeSchrauben ca. 60.000 Stück BrI 113.500 m³ werb für die Fassadengestaltung wurde Besonderheit Vorhandenes Heizausgelobt. Brückner & Brückner architekkraftwerk wird nach Einbau einer ten gewannen den ersten Preis, entdeckten neuen Turbine mit einer Hülle aus aber kurz darauf, dass die Mittel für ihren Aluminiumblechen verkleidet – die Neugestaltung wertet das Umfeld des Entwurf – 2,2 Millionen des gesamtbudgets Kraftwerks nachhaltig auf. von 38 Millionen Euro – laut Etattitel einFertigstellung 9 / 2006 geplant waren für „ architektur und unvorProjektleitung / mitarbeit Stephanie hergesehenes “. glücklicherweise blieben Gengler, Stephanie Sauer Standort Veitshöchheimer Straße / komplikationen beim Einbau der turbine Friedensbrücke, D–97070 Würzburg aus, sodass das Budget für die architekten erbauungsjahr 1950 10 m unangetastet blieb. Wie aber kleidet man für 2,2 Millionen Euro 1000 2010 ein ganzes kraftwerk neu ein ? Die architekumbau 2007 ten entschieden sich für Metallwinkelprofile, 2000 2010 die sie von der beauftragten Stahlbaufirma in den gewünschten Farben Silber und Baukosten m2-Preis 2,4 Mio. € 240 € / m2 kupfer beschichten und mit Schraublöchern 15.000 versehen ließen. Die senkrechten Winkelprofile bestehen aus je einem silber- und 10.000 einem kupferfarbenen Blech, die an der 5.000 Spitze miteinander verschraubt sind. alle Bleche sind identisch dimensioniert, unter0 schiedlich ist nur der Winkel, in dem sie verschraubt sind, sodass sich eine Welle aus teils flachen, teils spitz zulaufenden Winkelprofilen um das gebäude legt. als unterkon1m struktion dienen Stahlrechteckprofile, die an den tragachsen der bestehenden außenwände befestigt sind. Die aluminiumlamellen erzeugen ein Bild kraftvoller Vertikalität, das durch die drei silber- umstellung auf gasbefeuerung machte diese kohlebunker übernen Schornsteine noch unterstrichen wird. Den kontrapunkt zum flüssig. Brückner & Brückner, die ein paar Jahre zuvor schon den Vertikalraster bilden horizontale Stege, die sich über die gesam- benachbarten Hafenspeicher zum kulturspeicher umgebaut hatte länge des gebäudes erstrecken. Da sie den kubaturen hin- ten, erkannten die Chance, den Hafen und den bis dahin vom einter der Hülle entsprechen, variiert ihr abstand. Sie führen alt und gezäunten kraftwerk blockierten uferabschnitt wieder für die neu zusammen, vom kraftwerkskern aus dem Jahr 1950 bis zum Würzburger zugänglich zu machen. Mehr noch : Das nun funktijüngsten Bauabschnitt. So verwandelt die Hülle das heterogene onslose Hafenbecken vor der kulisse ausgedienter Hafenkräne bot gefüge des gebäudes in eine dynamische Collage aus gesimsen sich als Open-air-kulturort an. Daher verwandelten die architekten den Freiraum unter dem ausladenden kraftwerksgeschoss in und Schichten. Die gewählten Farben Silber und kupfer spielen mit der Visua- eine weitläufige terrasse, die in breiten Stufen bis zur Wasserlinie lisierung des themas Energie ; so erinnert der kupferton an der im Hafenbecken ausläuft. auf einer schwimmenden Bühne finden Süd- bzw. Westseite der lamellen an die Drahtumwicklung von hier im Sommer konzerte statt, Filme werden gezeigt, und nebenan transformatoren. gut gewählte Farben allein erklären aber nicht im hat sich zwischenzeitlich eine schwimmende galerie angesiedelt. ansatz die besondere ausdruckskraft des gebäudes. Das wirkt, weil Wo 2003 noch kohle gelöscht wurde, klingen heute Sommerabendie ganze Form einer großen Maschine gleicht : breit hingelagert, de mit kalten Drinks aus. FPJ 1 Frank Peter Jäger 2. »Der neue Architekt – erfolgreich am veränderten Markt« ——176 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Grafiken, München 2008. ——Leistungen: Idee und Themenkonzept, Recherchen, Auswahl und Briefing Co-Autoren, Redaktion und Gesamtkoordinierung ——Auftraggeber: Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG ——Herausgeber: Frank Peter Jäger Management Basics und Marketing-Instrumente für Architekten. »Der neue Architekt zeigt auf, wie es gelingt, Management-Prinzipien und wirtschaftliches Know-How schrittweise ins eigene Architekturbüro zu übertragen.« (Verlagsankündigung). neue aufgaben, neue allianzn neue aufgaben, neue allianzen Namen sind Marken - Branding mit Augenmaß VoM MArKEtING zUr AKqUISItIoN »entscheidungsfreude ist unverzichtbar« erfahrungsbericht Projektmanagement Namen sind Marken - Branding mit Augenmaß Frank Peter Jäger im gespräch: ulrike filter Die Kernbestandteile einer überzeugenden Außendarstellung sind ein einprägsamer Name und ein Erscheinungsbild, das zum Büro passt und seine Identität visuell vermittelt Der erste Baustein für die Außendarstellung eines Planungsbüros ist sein Namenszug in Gestalt eines Logos, das vom Briefbogen über das Firmenschild bis zur Website auf allen Elementen der Büroausstattung Anwendung findet. Unverwechselbar wird der Namenszug durch die Verwendung einer bestimmten Schriftart in einer bestimmten Größe und Farbe. In Verbindung mit bestimmten Farben und weiteren Gestaltungseigenschaften bildet das Logo (auch: Signet) das Kernstück des Corporate Design eines Büros, also den grafischen Ausdruck der Unternehmensidentität. Die architektin ulrike filter betreute als Projektmanagerin und bauherrenvertreterin in den Jahren 2006 und 2007 die errichtung des glashofes, eines Veranstaltungssaals für das Jüdische Museum berlin. Der 8,2 Mio. euro teure erweiterungsbau wurde nach Plänen von Daniel libeskind errichtet. ulrike filter hatte während der bauzeit ein Dutzend fachplaner zu koordinieren, stand in Kontakt zu zehn behörden und etwa 60 lieferanten und baufirmen. ein erfahrungsbericht. als architektin hatten Sie zu beginn des Projekts schon einige erfahrung, nicht aber als Projektmanagerin. Wie verlief der Start? Nicht ganz einfach. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Es gab ein eher kurzes Briefing. Worauf im Besonderen zu achten ist, das musste ich mir selbst erarbeiten. Zudem kam ich erst mit dem Baubeginn zum Projekt. Dieses sehr komplexe Projekt über Nacht gedanklich zu durchdringen, war ein echter Kaltstart. Was würden Sie heute anders machen? Ich hätte mir einen Mentor gewünscht. Und man sollte ein Management-Training besuchen. Wenn man als Projektmanager arbeiten will, reicht es nicht, etwas vom Bauen zu verstehen. Effizient strukturieren und kommunizieren zu können, hat das gleiche Gewicht. Sehr geholfen hat mir, dass der Auftraggeber Jüdisches Museum mir großes Vertrauen entgegenbrachte, auch wenn es Schwierigkeiten gab. War ihre architekturkompetenz ein gutes Rüstzeug? Grundsätzlich ja, – weil man als Architekt ein Projekt als Ganzes wahrnimmt. Mir fiel es allerdings nicht immer leicht, die nötige Distanz zu den planenden Architekten aufzubauen, – weil man deren Anliegen besonders gut verstehen kann. Ein Projektmanager darf aber nicht parteiisch sein. Deshalb habe ich mich immer wieder zu Neutralität ermahnt. Was mir dabei vielleicht geholfen hat: Mein erstes Ziel war die Projektqualität. Diesem Ziel, also der Sache verpflichtet, habe ich das eine oder andere Mal selbst 38 Die Position des Projektmanagers funktioniert nicht ohne autorität … Die erarbeitet man sich durch Nachdrücklichkeit und Kompetenz. Eine Frau hat auf der Bau-stelle und in den Bausitzungen nicht immer einen leichten Stand. Ich hatte oft das Gefühl, mir meine Autorität jeden Tag neu erarbeiten zu müssen. Auf der anderen Seite hat man als Frau ein gewisses Talent, verfahrene Gespräche aus der Sackgasse zu lotsen. Ich glaube, Frauen sind weniger konfrontativ, dafür stärker lösungsorientiert. Wenn mein Gegenüber unfreundlich ist, werde ich in der Regel immer freundlicher. Meist hilft das. gegenüber dem Bauherren Dinge durchgesetzt, denen er zunächst skeptisch begegnete. Diese Loyalität gegenüber der Sache hat mir mit der Zeit viel Respekt verschafft. Wie kann man Projektmanagement charakterisieren, auch im gegensatz zum Part des planenden architekten? Am Anfang fühlte ich mich wie im Inneren eines Walfisches: Es war dunkel und etwas unheimlich, riesige Organe arbeiteten, ich wusste nicht, wie alles in diesem Riesengebilde miteinander zusammenhängt. Heute – zwei Jahre später – weiß ich, was im Inneren vernetzt sein muss, damit sich außen z.B. die Flossen in Bewegung setzen. Diese Arbeit ist sehr dicht. Ich habe in der Hochphase des Projekts einmal versucht, in Urlaub zu fahren, was keine gute Idee war. Danach habe ich fast drei Wochen gebraucht, um wieder Tritt zu fassen, musste mich durch Papierberge kämpfen. So ein Projekt ist ein unge-heuer komplexes Netzwerk ist das Projektmanagement eine interessante Perspektive für architekten? In jedem Fall. Ich möchte Architekten ermutigen, als Projektmanager zu arbeiten. Man bekommt dadurch einen ganz anderen Blick auf das Bauen. Ich kannte Bauen von der Planungsseite und weiß heute: Das ist nur die eine Hälfte der Medaille. Laufen Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren nicht reibungslos, hat eine Bauleitung die Baustelle nicht im Griff, dann verhindert auch die beste Planung das unbefriedigende Ergebnis nicht. Der Blick auf die Gesamtheit der Faktoren, die ein gelungenes Projekt ausmachen, 40 Anlass für die Logoentwicklung ist nicht nur die Neugründung eines Büros. Häufig bildet ein schon vorhandenes Corporate Design den Ausgangspunkt; weil ein neuer Partner hinzukommt oder ganz einfach, weil es etwas angestaubt wirkt, soll es überarbeitet werden. Grafiker, die für Architekten tätig werden, stehen vor der nicht ganz einfachen Aufgabe, eine kompositorische Gesamtlösung aus Bildern, Farben, Oberflächen und typografischen Elementen für die Leistung Planung und Architektur zu finden. Die folgenden Hinweise sollen Entscheidungshilfen für das eigene Corporate Design bieten. Sie resultieren aus meiner Lehrtätigkeit zum Thema Büropräsentation. ist für Architekten eine ausgesprochen wichtige Erfahrung. Man lernt dann, wie man seinen Beitrag zum Gelingen am besten in den Gesamtprozess einfädeln kann. ein besonderer Tipp zum Schluss? Sehr gerne: Ein schlechter Start mit einem Partner, ist ein gutes Zeichen dafür, dass man die Zusammenarbeit rechtzeitig einstellen sollte. Wenn beispielsweise die Gespräche von Anfang an quälend sind und Ihr Bauchgefühl Ihnen sagt: Mit diesen Leuten kann man nicht gut arbeiten, dann haben Sie den Mut zu unpopulären Entscheidungen. Finden Sie einen Weg, die Leistungen neu auszuschreiben und setzen Sie das durch. Anfänglich ein einsamer Schritt, spart das am Ende nicht nur Kosten und Zeit, sondern allen Beteiligten eine Menge Ärger und Nerven. Das Bürosignet dient zum einen dazu, den Anbieter eines Produkts oder einer Dienstleistung auf Anhieb wieder erkennen und von den Wettbewerbern unterscheiden zu können. Es ist eine Marke. Zum anderen soll das Signet den guten Ruf eines Anbieters visuell unterstützen, insbesondere auch die jeweilige Spezifik seines Profils. Das Gesamtgefüge muss neu überdacht werden. Der überwiegende Teil der Architekten und Planer wählt als Erkennungszeichen eine »Wort-Bild-Marke«, die Namen der Partner bzw. des Inhabers gedruckt in einer bestimmten Farbe und Typografie bilden also die Marke. Weil Architektur wie auch die Planungsleistungen selbst höchst individuelle Dienstleistungen sind, macht das sehr viel Sinn: Der Name eines oder mehrerer Architekten steht für ein bestimmte Handschrift – nicht nur im Bauen sondern auch in der Art, Vielen Dank für das gespräch. Aufgezeichnet von Frank Peter Jäger Dipl.-Ing. Ulrike Filter, Architektin, Studium der Architektur an der TU Berlin sowie der Carleton University in Ottawa, Kanada. Bereits 2001 bis 2002 wirkte sie im Museumsteam für Ausbau und technische Infrastruktur des Berliner Libeskind-Baus mit. Für die Projektsteuerung des Glashofs kehrte sie Anfang 2006 an das Jüdische Museum Berlin zurück. wie diese Leistung erbracht wird. Die Wort-Bild-Marke ist einer ausschließlich bildlichen Lösung in jedem Fall vorzuziehen. Somit können Architekten und Planer für ihre Bezeichnung unter vier Möglichkeiten wählen: 1. Der Familienname des Inhabers bzw. die Namen mehrerer Inhaber. Im Fall eines Alleininhabers sollte man darüber nachdenken, den Vornamen hinzuzufügen. Seine Nennung unterstreicht Ihre persönliche Verantwortung für die Leistung. Die Namen sollten sich in der Abfolge gut sprechen lassen; eine alphabetische Reihenfolge trägt dazu bei. Natürlich kann man auch sprachliche Mittel wie die Alliteration anwenden: Petersen, Paulus & T // ." 3& *&, /*&6 Partner Architekten. Bei mehr als drei Partnern wird das Prinzip der Namensreihung allmählich überstrapaziert. 2. In diesem Fall macht es Sinn, sich auf ein oder zwei namentlich genannte Partner zu beschränken (Petersen & Partner Architekten); 3. Natürlich kann man auch die Anfangsbuchstaben der Nachnamen kombinieren. Das »Drei-Buchstaben-Büro« ist ja inzwischen ein Synonym für leistungsfähige Großbüros. Zwar weiß jeder Kollege, was sich hinter den Buchstaben gmp oder RKW verbringt; dafür hat es aber viele Jahre gebraucht. Ausgeschriebene Namen sind einfach einprägsamer. 4. Eine von den Inhabernamen unabhängige Bezeichnung kann auf den Bürostandort Bezug nehmen (Architekten am Stadtpark), bestimmte Kompetenzen oder den Dienstleistungsaspekt betonen, wie Urban Konzept, Planwerk oder Landschaft planen und bauen. Büronamen wie Coop Himmelb(l)au, Propeller Z, Alles wird gut, Querkraft oder Caramel muss es nicht nur in Wien geben. Daran erinnern nicht zuletzt die Baufrösche in Kassel und die sehr viel jüngeren Complizen in Halle/Berlin. Ein Name, der sich einprägt und auch nach einigen Jahren nichts an Originalität 70-,&3 4*&,."// (.#) "3$)*5&,5&/ */(&/*&63& 34 */(& -,& 5&/ 70$)*5&, 4 Die Typografie ist eine Kunst sparsamer Ausdrucksmittel. Geläufig ist es, die Namen der Büropartner mit einem »+« oder dem kaufmännischen Und (&) zu verbinden. Etwas bemüht originell und modisch erscheint dagegen typografisch Verspieltes wie verbindende Unterstriche, Punkte mitten im Wort, hochgestellte Zahlen, gekippte Buchstaben, Schrägstriche u.Ä. Eine Modeerscheinung des Sprach-Tuning ist auch die Binnenversalie, also Großbuchstaben in zusammengesetzten Worten. 4 Bei ihrem Büroschriftzug haben Architekten eine Vorliebe für die Kleinschreibung, – eine Reminiszenz an die Bauhaus-Zeit. Dem homogenen Schriftbild kleiner Buchstaben stehen aber auch Nachteile gegenüber: Die große Type ist häufig die reizvollere. 4 In Deutschland sind grafische Bildelemente bei Planer-Logos bislang kaum gebräuchlich. Sie können Ihren Schriftzug durchaus zum Blickfang machen. Jedoch muss das Motiv im Duktus zur Arbeit eines Ingenieur- bzw. Gestaltungsberufs passen. VOLKER SIEKMANN ARCHITEKTEN "3 Abb. II 1.1 Themenbroschüre des Büros agn Paul Niederberghaus & Partner zum Thema Industriebau – verständnis und Erfahrungen verloren hat, ist gar nicht so leicht gefunden. Aus den beschriebenen Möglichkeiten sowie den gestalterischen Trends, die bei Architekten und Planern zu beobachten sind, ergeben sich folgende Hinweise für den Anwender: Abb. II 1.1 Themenbroschüre des Büros agn Paul Niederberghaus & Partner zum Thema Industriebau – verständnis und Erfahrungen Abb. II 1.1 Themenbroschüre des Büros agn Paul Niederberghaus & Partner zum Thema Industriebau – verständnis und Erfahrungen 69 68 3. »Offensive : Architektur« Ratgeber Präsentation, PR und Marketing für Architekten (vergriffen) ——Mit Beiträgen von Wilfried Dechau, Jan R. Krause u.a. 192 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, Berlin 2005 ——Leistungen: Idee und Konzeption, Recherche, Auswahl und Briefing Co-Autoren, Schnittstelle Grafik, Redaktion und Gesamtkoordinierung ——Auftraggeber: JOVIS Verlag, Berlin ——Herausgeber: Frank Peter Jäger »Offensive Architektur ist als Praxis-Handbuch konzipiert und zeigt Architekten anhand zahlreicher Gestaltungsbeispiele, Checklisten und Interviews Wege zur wirkungsvollen Präsentation und Medienarbeit.« (Rückentext). 4. »Neues Quartier Vulkan.Köln – Leben und Arbeiten im Industriedenkmal« ——96 Seiten, Berlin 2005 ——Leistungen: Inhalts- und Gestaltungskonzept, Text, Redaktion und Gesamtkoordinierung ——Auftraggeber: Vulkan Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG ——Herausgeber: Frank Peter Jäger Das reich bebilderte Buch dokumentiert die Revitalisierung der ehemaligen Leuchtenfabrik VULKAN, eines Industriedenkmals im Kölner Stadtteil Ehrenfeld zu einem lebendigen Büround Wohnstandort. 5. »Dorotheenhöfe – Oswald Mathias Ungers baut in Berlin« ——80 Seiten, Berlin 2004 ——Leistungen Idee und Strukturkonzept, Redaktion, Recherche, Gesamtkoordinierung ——Auftraggeber: Hühne Immobilien GmbH ——Herausgeber: Frank Peter Jäger Aus Anlass der Fertigstellung des Bürohausensembles Dorotheenhöfe in Berlin-Mitte dokumentiert das Buch auch das übrige Berliner Werk von Oswald Mathias Ungers. 2 Frank Peter Jäger Architekturjournalismus 1. »Konstruktivistische Landmarke« Beitrag in der DBZ (Deutsche Bauzeitschrift) über den Jübergturm in Hemer, Heft 11/2010 2. »Die offene Mitte« Beitrag in der DBZ (Deutsche Bauzeitschrift) über das ThyssenKrupp Quartier in Essen, Heft 12/2010. 3. »Neu in ... Dohna (bei Dresden) – Renaissancehaus auf Gut Garming« Kurzkritik, in db deutsche bauzeitung, Heft 07/2008 4. »DGNB-Gütesiegel – Nachhaltig in jeder Beziehung« Beitrag in DETAIL Green, Heft 1/2009 5. »Keine Angst vor neuen Kunden – Wege der Auftragsbeschaffung« Fachartikel zum Thema Akquisition im Architekturbüro, erschienen in der Schweizer Zeitschrift MODULOR, Heft 4/2010 3. 4. 5. 3 Frank Peter Jäger 6.»Mut zur Lücke – Projektportrait Erweiterungsbau in Köln-Weiss, Häuser« Heft 6/ 2003 (Fotos: Robertino Nikolic) 7. »Das Prinzip Tennisschläger« Bericht über das ThyssenKrupp Quartier in Essen in der Frankfurter Allgemeinen (Technik & Motor) 8. »Die Japaner sind fasziniert« Architekturkritik auf der Kulturseite der Märkischen Allgemeinen, Potsdam riesengroße Visitenkarte« Technik9.»Die und Motor Technik und Motor Ausstellunsbericht im Feuilleton der Südwest Presse, Ulm DIENS TAG, 12. OK T OBER 2010 · NR. 237 SEITE T 6 · DIENS TAG, 12. OK T OBER 2010 · NR. 237 nd Produkte ne neue mechanische UhrenreiPremium. Es handelt sich dabei reizeigermodelle, die sich im Dee Taschenuhren anlehnen. Alle haben ein im Durchmesser 42 es Gehäuse aus Edelstahl, auf der eidseitig bombiertes und kratzfesmit klassischer Zwiebelkrone sofach verschraubten Glasboden. ht den Blick auf das mit gebläuversehene Handaufzugswerk mit ngreserve. Das in der Epsilon 1 Zifferblatt zeigt die Kleine Sekunie Ziffern sind im Reliefdruck aufdie „12“ leuchtet in Rot. Epsilon 2 ndige Version, Nummer 3 und 4 e Ziffern, Epsilon 5 und 6 (Bild) aditionellen Flieger-Design mit eißen Ziffern und Zeigern. Mit er braunem Lederband kosten und 645 (Flieger) Euro. (smm.) Signalfarbe Rot erhältlich ist, filmt in voller HighDefinition-Auflösung. Fotos schießt er ebenfalls. 4,7 Megapixel nennen die Datenblätter für den Standbild-Modus. Besonders praktisch: Die integrierte Software „Intelli Studio“ erlaubt die Bearbeitung und den Schnitt des Filmmaterials bereits im Kamkorder. (tu.) HIFI Lässt iPods besser klingen Für die Jünger moderner Speichermedien hat der unermüdliche Frankfurter Röhren-Spezialist Thomas Reußenzehn etwas Neues: den Tube Rehub. Er soll mobile Digitalspieler wie iPods oder Smartphones musikalisch auf Trab bringen, wenn sie ihren Inhalt über eine hochwertige HiFi-Anlage wiedergeben sollen. Haupthindernis dabei ist vor allem der niedrige Ausgangspegel dieser Geräte, der den Normwert von 0,775 Volt meist nicht erreicht. Folge davon ist ein eher schmalbrüstiger Klang des datenreduzierten Materials. Der Tube Rehub wandelt gängige Digitalsignale im S/PDIF-Standard bei einer Abtastrate bis 192 Kilohertz mit Hilfe von Röhrentechnik in ein analoges Format, das über CinchKabel an die HiFi-Anlage weitergereicht werden kann. So wird ein wärmerer und brillanter Klang von nahezu CD-Niveau erzielt. Mobile Player und Smartphones können über einen umschaltbaren Eingang entweder direkt oder über eine vorhandene Dockingstation angeschlossen werden. Das Gerät in der üblichen Breite von 43 Zentimeter mit Stahlgehäuse und Aluminiumfront verbraucht nur 4,5 Watt. Es kostet rund 400 Euro, die Zahl der Eingänge kann auf Kundenwunsch gegen Aufpreis vergrößert werden. (Li.) HAUS UND GARTEN Genießerisch Kaffee kochen Die Enjoy-Geräteserie ist künftig der Einstieg ins Kaffeemaschinensortiment von Melitta. Es gibt sie in Schwarz-Rot oder Schwarz-Weiß, jeweils mit dem „Aroma-Selector“, mit dem man den Stärkegrad des Kaffees ganz nach Geschmack individuell einstellen kann. Gebrüht wird mit etwas über 90 Grad. Enjoy kommt in zwei Versionen: Enjoy Glas mit gläserner Kanne für zehn Tassen und Enjoy Therm mit Thermokanne für acht Tassen, mit Einhandbedie- nung und Durchbrühdeckel. Therm schaltet sich nach 15 Minuten automatisch ab. Beide haben einen herausnehmbaren Filtereinsatz, transparenten Wasserbehälter nebst Wasserstandsanzeiger und einen Tropfstopp. Sie kosten 29,95 und 39,95 Euro und können mit einem im Design passenden kabellosen Wasserkocher mit 1,7 Liter Fassungsvermögen und 2400 Watt Leistung ergänzt werden. Für 29,95 Euro bietet er Dampfstoppautomatik, beidseitige Wasserstandsanzeige und einen herausnehmbaren Ausgießfilter. (smm.) VERKEHRSSICHERHEIT Gefährliche Traktoren Kollisionen mit Traktoren passieren zwar vergleichsweise selten, aber die Folgen für die Unfallbeteiligten sind gravierender als bei anderen Fahrzeuggattungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von 1010 Unfällen mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen – so die offizielle Bezeichnung von Traktoren –, die von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) gemeinsam mit zwei Versicherungsgesellschaften in einer Datenbank zusammengetragen wurden. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 2008 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) bei Unfällen mit Traktoren 53 Menschen ums Leben, 563 wurden schwer verletzt. Auffallend hoch ist der Anteil motorisierter Zweiradfahrer, die mit 39,8 Prozent der Schwerverletzten und Getöteten sogar noch mehr Verunglückte stellten als die Autofahrer mit 38,2 Prozent. Ein Crashtest bei der UDV zeigte, dass ein mit 70 km/h gegen einen Traktor prallender Motorradfahrer so gut wie keine Überlebenschancen hat. Sein diesbezügliches Risiko ist viermal so hoch wie für Autofahrer. Zu den Hauptunfallursachen zählt die unzureichende Beschleunigung von Traktoren, besonders im Anhängerbetrieb, wenn sie aus Feldwegen oder Hofeinfahrten auf bevorrechtigte Straßen einbiegen oder diese überqueren. Als Präventivmaßnahmen empfiehlt die UDV ein verbessertes Signalbild von Traktoren, beispielsweise durch Rundumleuchten, Reflexfolien oder Konturmarkierungen, sowie einen seitlichen Unterfahrschutz für landwirtschaftliche Anhänger. Nachholbedarf bestehe auch in der Ausbildung junger Fahrer, weil die Gruppe der 15- bis 24-jährigen Traktorlenker überproportional häufig an Kollisionen beteiligt sei. (hwm). ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUN Praxis und Produkte den Blick rbiegen sich gern mal das Handusibler Distanz auf den Monitor eichzeitig das Motiv im Visier bezt eine gekröpfte Haltung der filvoraus. Samsung will die Winkelkompensieren: Der jüngste Kamses, HMX-T10 genannt und etwa nd, reckt sein Objektiv in einem l von 25 Grad nach oben. Der arat, der unter anderem in der FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG ­ Signalfarbe Rot erhältlich ist, filmt in voller HighDefinition-Auflösung. Fotos schießt er ebenfalls. 4,7 Megapixel nennen die Datenblätter für den Standbild-Modus. Besonders praktisch: Die integrierte Software „Intelli Studio“ erlaubt die Bearbeitung und den Schnitt des Filmmaterials bereits im Kamkorder. (tu.) HIFI UHREN Dugena Epsilon heißt eine neue mechanische Uhrenreihe von Dugena Premium. Es handelt sich dabei um klassische Dreizeigermodelle, die sich im Design an frühere Taschenuhren anlehnen. Alle sechs Varianten haben ein im Durchmesser 42 Millimeter großes Gehäuse aus Edelstahl, auf der Oberseite ein beidseitig bombiertes und kratzfestes Saphirglas mit klassischer Zwiebelkrone sowie einen fünffach verschraubten Glasboden. Dieser ermöglicht den Blick auf das mit gebläuten Schrauben versehene Handaufzugswerk mit 48 Stunden Gangreserve. Das in der Epsilon 1 schwarze Lack-Zifferblatt zeigt die Kleine Sekunde bei der „6“, die Ziffern sind im Reliefdruck aufgebracht, und die „12“ leuchtet in Rot. Epsilon 2 ist die weißgrundige Version, Nummer 3 und 4 zeigen römische Ziffern, Epsilon 5 und 6 (Bild) kommen im traditionellen Flieger-Design mit leuchtenden weißen Ziffern und Zeigern. Mit schwarzem oder braunem Lederband kosten die Epsilon 595 und 645 (Flieger) Euro. (smm.) Lässt iPods besser klingen Für die Jünger moderner Speichermedien hat der unermüdliche Frankfurter Röhren-Spezialist Thomas Reußenzehn etwas Neues: den Tube Rehub. Er soll mobile Digitalspieler wie iPods oder Smartphones musikalisch auf Trab bringen, wenn sie ihren Inhalt über eine hochwertige HiFi-Anlage wiedergeben sollen. Haupthindernis dabei ist vor allem der niedrige Ausgangspegel dieser Geräte, der den Normwert von 0,775 Volt meist nicht erreicht. Folge davon ist ein eher schmalbrüstiger Klang des datenreduzierten Materials. Der Tube Rehub wandelt gängige Digitalsignale im S/PDIF-Standard bei einer Abtastrate bis 192 Kilohertz mit Hilfe von Röhrentechnik in ein analoges Format, das über CinchKabel an die HiFi-Anlage weitergereicht werden kann. So wird ein wärmerer und brillanter Klang nung und Durchbrühdeckel. Therm schaltet sich nach 15 Minuten automatisch ab. Beide haben einen herausnehmbaren Filtereinsatz, transparenten Wasserbehälter nebst Wasserstandsanzeiger und einen Tropfstopp. Sie kosten 29,95 und 39,95 Euro und können mit einem im Design passenden kabellosen Wasserkocher mit 1,7 Liter Fassungsvermögen und 2400 Watt Leistung ergänzt werden. Für 29,95 Euro bietet er Dampfstoppautomatik, beidseitige Wasserstandsanzeige und einen herausnehmbaren Ausgießfilter. (smm.) VERKEHRSSICHERHEIT Gefährliche Traktoren Kollisionen mit Traktoren passieren zwar vergleichsweise selten, aber die Folgen für die Unfallbeteiligten sind gravierender als bei anderen Fahrzeuggattungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von 1010 Unfällen mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen – so die offizielle Bezeichnung von Traktoren –, die von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) gemeinsam mit zwei Versicherungsgesellschaften in einer Datenbank zusammengetragen wurden. Laut Angaben des Statistischen VIDEO Bundesamtes kamen 2008 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) bei Unfällen mit Traktoren Aufwärts den Blick 53 Menschen ums Leben, 563 wurden schwer verletzt. Auffallend hoch ist der Anteil motoriHobbyfilmer verbiegen sich gern mal das Handvon nahezu CD-Niveau erzielt. Mobile Player sierter Zweiradfahrer, die mit 39,8 Prozent der gelenk: Aus plausibler Distanz auf den Monitor und Smartphones können über einen umschaltSchwerverletzten und Getöteten sogar noch schauen und gleichzeitig das Motiv im Visier bebaren Eingang entweder direkt oder über eine mehr Verunglückte stellten als die Autofahrer halten – das setzt eine gekröpfte Haltung der filvorhandene Dockingstation angeschlossen wermit 38,2 Prozent. Ein Crashtest bei der UDV menden Faust voraus. Samsung will die WinkelRiesenfenster: Ein Netz aus Der vertikalen und horizontalen Stahlseilen sorgt fürBreite Stabilität und Flexibilität Fotos Christian Richters den. Das Gerät in der üblichen von 43 zeigte, dass ein mit 70 km/h gegen einen Trakakrobatik jetzt kompensieren: jüngste KamZentimeter mit Stahlgehäuse und Aluminiumtor prallender Motorradfahrer so gut wie keikorder des Hauses, HMX-T10 genannt und etwa front verbraucht nur 4,5 Watt. Es kostet rund 400 ne Überlebenschancen hat. Sein diesbezügli350 Euro kostend, reckt sein Objektiv in einem Euro, die Zahl der Eingänge kann auf Kundenches Risiko ist viermal so hoch wie für AutofahNeigungswinkel von 25 Grad nach oben. Der wunsch gegen Aufpreis vergrößert werden. (Li.) rer. Zu den Hauptunfallursachen zählt die unschmucke Apparat, der unter anderem in der zureichende Beschleunigung von Traktoren, besonders im Anhängerbetrieb, wenn sie aus HAUS UND GARTEN enn Architek- ThyssenKrupp hat in Essen seine neue Konzernzentrale Feldwegen oder Hofeinfahrten bevorrechAlle genanntenaufFaktoren Genießerisch Kaffee kochen ten von einem tigte Straßen einbiegen oder dieseum überquewirken zusammen, die bezogen. Ihr Herzstück ist das Gebäude Q1 – mit großen Unterren. Als Präventivmaßnahmen empfiehlt Die Enjoy-Geräteserie ist künftig der Einstieg Gesamtkonstruktion mög-die nehmen den UDV ein verbessertes von wirTraktoins Kaffeemaschinensortiment vondie Melitta. Es lichst leichtSignalbild und filigran dessen überdimensionaler Glasfassade Architekten Auftrag für den Bau einer ren, beispielsweise durch Rundumleuchten, gibt sie in betreten. Schwarz-Rot Die oder Schwarz-Weiß, je- nicht ken zu lassen. Ein weiterer technisches Neuland Fassade steht neuen Konzernzentrale erReflexfolienentscheidender oder Konturmarkierungen, sowie weils mit dem „Aroma-Selector“, mit dem Einflussfakauf Stützen oder als „curtain wall“, sondern ist seitlichen halten, war lange Zeit das einen Unterfahrschutz für landwirtmanhängt den Stärkegrad des Kaffees ganz nach Getor war das Glas: Einerseits architektonische „Größer, schaftliche Anhänger. bestehe schmack individuell einstellen –kann. muss es Nachholbedarf Sonnenschutzwirvertikal und horizontal aufgespannt wieGebrüht das Racket Höher, Weiter“ die erste auch in der kung Ausbildung jungerandererseits Fahrer, weil die wird mit etwas über 90 Grad. Enjoy kommt in haben, eines Tennisschlägers. Von Frank Peter Jäger Devise: Himmelhohe TürGruppe dersoll 15- es bismöglichst 24-jährigen zwei Versionen: Enjoy Glas mit gläserner KanklarTraktorlenker und weme, gesäumt von breiten überproportional häufigsein. an Kollisionen beteine für zehn Tassen und Enjoy Therm mit Thernig gefärbt Um das Ziel Vortreppen, die in Lobbys ligt sei. (hwm). mokanne für acht Tassen, mit Einhandbediemaximaler Transparenz zu Riesenfenster: Ein Netz aus vertikalen und horizontalen Stahlseilen sorgt für Stabilität und Flexibilität Das Prinzip Tennisschläger Das Prinzip Tennisschläger W W führen, in denen sich alles im Glanz von Chrom und Marmor spiegelt. Die ThyssenKrupp AG hat in Essen soeben ihre neue Konzernzentrale bezogen, das sogenannte ThyssenKrupp Quartier. Es weicht in manchem von geläufigen Erwartungen an Unternehmensarchitektur ab, denn seine Exklusivität liegt vor allem in architektonischen Details. Bauliches Herz stück dieses grünen, um ein wassergefülltes Bassin gruppierten Unternehmens-Campus ist das Gebäude Q1. ­ Zwei überdimensionale Winkel rah men die offene Mitte des ­ kubusförmigen Baus. Diese besteht an Süd- und Nordfassade über acht Ge­ schosse hinweg aus einem ­ großen Fenster, so dass man durch­ das Haus hindurchschauen kann. ­ Zwischen diesen Öff nungen erstreckt sich ein weites, annähernd 40 Me ­ ter hohes Atrium. Nur eini gen Stege und schwebende Balkone durchqueren den lichterfüllten Luftraum. Die beiden „Fenster“ sind 25,60 Meter breit und 28,10 Meter hoch. „Unsere a architektonische Idee war Lichthof: Schwebende Balkone durchziehen den Raum eine Öffnung von größtmöglicher Transparenz, a ­ sie sollte wirken wie eine einzige große Scheiben. Mit dem in anspruchsvollen Scheibe“, erklärt Jürgen Steffens vom Köl- Tragwerken versierten Stuttgarter Ingener Büro JSWD Architekten, die das Quar- nieurbüro Werner Sobek fand das a tier gemeinsam mit dem französischen deutsch-französische Architektenteam ei Büro Chaix & Morel et associés geplant nen Partner, der die Belastungsanfordehaben. Der für eine Glasfassade dieser rungen an die gefundene Konstruktion a Größe notwendige Randverbund, die präzise prüfen konnte, vor allem die Di „Fassung“, ist gut und gern einen halben mensionierung der Scheiben und die VerMeter breit. die gewünschte entmate- windung ihres Randverbunds. „Die elastia Um rialisierte und filigrane Wirkung zu errei- sche Glasmembran kann in ihrem Zen chen, bedurfte es für die Abtragung der trum vom Wind um mehr als einen halWindlasten des Eigengewichts einer ben Meter deformiert werden, ohne dass aund Sonderkonstruktion, die ähnlich der Be- die Konstruktion dadurch Schaden spannung eines Tennisrackets funktio- nimmt“, erklärt Heiko Trumpf, der das a niert: Die Seilkonstruktion ist extrem elas- Projekt im Büro Sobek mit seiner Kolle- 8. erreichen, entschieden sich die Planer für ein Designglas mit Weißglasscheiben als Isolierverglasung. Seine Außenseite bildet eine 12 Millimeter Einscheiben-Sicherheitsverglasung, hinter einem Zwischenraum von 16 Millimetern folgen 2 × 8 Millimeter Verbundsicherheitsglas; dieses ist mit einer 1,52 Millimeter starken PVB-Folie als Sonnenschutz versehen. Dass das Gebäude Q1 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V.) als VorzertifiGütesiegel in Gold erkat ein hielt, überrascht nicht, denn Komplexität konstruktive die wurde keineswegs mit einem hohen Ressourcenverbrauch erkauft. Energiever desDer Gebäudes Q1 brauch ­ 150 liegt unter kWh je Quadratmeter und Jahr und damit deutlich niedriger als der derzeitige Durchschnittsverbrauch moderner Bürohochhäuser, der zwischen 200 und 300 kWh rangiert. Grund für das gute Abschneiden ist eine ausgereifte Kombination energetischer Features wie Geothermie, Wärmerückgewinnung, Bauteilaktivierung. Die 400 000 beweglichen Edelstahllamellen, die in Essen prototypisch zur Anwendung kommen, werden automatisch dem Sonnenstand nachgeführt und schützen die Büroetagen vor Überhitzung. Für das Atrium dagegen verzichtete man, abgesehen von der Glasbeschichtung, auf Sonnenschutz ebenso wie auf eine künstliche Klimatisierung. Am oberen und unteren Ende der Glaswände befinden sich Lüftungsklappen, durch die erwärmte Luft abziehen und kühlere eintreten kann, wie in einen Kamin. Sowohl von Norden als auch von Süden geht der Blick ungehindert durch das Gebäude – was erstaunt, denn von vielen Neubauten kennt man das Problem, dass Sonnenschutzglas gerade tagsüber ganz und gar nicht transparent wirkt. „Ange- Fotos Christian Richt enn Architek- ThyssenKrupp hat in Essen seine neue Konzernzentrale Alle genannten Faktore ten von einem wirken zusammen, um d großen Unter- bezogen. Ihr Herzstück ist das Gebäude Q1 – mit Gesamtkonstruktion mö nehmen den lichst leicht und filigran wi dessen überdimensionaler Glasfassade die Architekten Auftrag für den Bau einer ken zu lassen. Ein weiter technisches Neuland betreten. Die Fassade steht nicht neuen Konzernzentrale erentscheidender Einflussfa auf Stützen oder hängt als „curtain wall“, sondern ist halten, war lange Zeit das tor war das Glas: Einersei architektonische „Größer, muss es Sonnenschutzw vertikal und horizontal aufgespannt – wie das Racket Höher, Weiter“ die erste kung haben, anderersei eines Tennisschlägers. Von Frank Peter Jäger Devise: Himmelhohe Türsoll es möglichst klar und w me, gesäumt von breiten nig gefärbt sein. Um das Zi Vortreppen, die in Lobbys maximaler Transparenz z führen, in denen sich alles erreichen, entschieden sic im Glanz von Chrom und die Planer für ein Designgl Marmor spiegelt. Die Thysmit Weißglasscheiben als Is senKrupp AG hat in Essen lierverglasung. Seine Auße soeben ihre neue Konzernseite bildet eine 12 Millim zentrale bezogen, das sogeter Einscheiben-Sicherheit nannte ThyssenKrupp verglasung, hinter eine Quartier. Es weicht in manZwischenraum von 16 Mil chem von geläufigen Ermetern folgen 2 × 8 Millim wartungen an Unternehter Verbundsicherheitsgla mensarchitektur ab, denn dieses ist mit einer 1,52 Mil seine Exklusivität liegt vor meter starken PVB-Folie a allem in architektonischen Sonnenschutz versehen. Details. Bauliches HerzDass das Gebäude Q1 vo stück dieses grünen, um der Deutschen Gesellscha ein wassergefülltes Bassin für Nachhaltiges Baue gruppierten Unterneh(DGNB e.V.) als Vorzerti mens-Campus ist das Gekat ein Gütesiegel in Gold e bäude Q1. Zwei überdihielt, überrascht nicht, den mensionale Winkel rahdie konstruktive Komplexit men die offene Mitte des wurde keineswegs mit eine kubusförmigen Baus. Diehohen Ressourcenverbrauc se besteht an Süd- und erkauft. Der Energieve Nordfassade über acht Gebrauch des Gebäudes Q schosse hinweg aus einem liegt unter 150 kWh je Qu großen Fenster, so dass dratmeter und Jahr und d man durch das Haus hinmit deutlich niedriger als d durchschauen kann. derzeitige Durchschnittsve Zwischen diesen Öffbrauch moderner Bürohoc nungen erstreckt sich ein häuser, der zwischen 200 un weites, annähernd 40 Me300 kWh rangiert. Grund f ter hohes Atrium. Nur einidas gute Abschneiden ist ein gen Stege und schwebende ausgereifte Kombinatio Balkone durchqueren den energetischer Features w lichterfüllten Luftraum. Geothermie, Wärmerückg Die beiden „Fenster“ sind winnung, Bauteilaktivierun 25,60 Meter breit und Die 400 000 bewegliche 28,10 Meter hoch. „Unsere Edelstahllamellen, die in E architektonische Idee war sen prototypisch zur Anwe Lichthof: Schwebende Balkone durchziehen den Raum eine Öffnung von größtdung kommen, werden aut möglicher Transparenz, matisch dem Sonnenstan sie sollte wirken wie eine einzige große Scheiben. Mit dem in anspruchsvollen nachgeführt und schützen die Büroetage Scheibe“, erklärt Jürgen Steffens vom Köl- Tragwerken versierten Stuttgarter Inge- vor Überhitzung. Für das Atrium dagege ner Büro JSWD Architekten, die das Quar- nieurbüro Werner Sobek fand das verzichtete man, abgesehen von der Gla tier gemeinsam mit dem französischen deutsch-französische Architektenteam ei- beschichtung, auf Sonnenschutz eben Büro Chaix & Morel et associés geplant nen Partner, der die Belastungsanforde- wie auf eine künstliche Klimatisierun haben. Der für eine Glasfassade dieser rungen an die gefundene Konstruktion Am oberen und unteren Ende der Gla Größe notwendige Randverbund, die präzise prüfen konnte, vor allem die Di- wände befinden sich Lüftungsklappe „Fassung“, ist gut und gern einen halben mensionierung der Scheiben und die Ver- durch die erwärmte Luft abziehen und kü Meter breit. Um die gewünschte entmate- windung ihres Randverbunds. „Die elasti- lere eintreten kann, wie in einen Kamin. rialisierte und filigrane Wirkung zu errei- sche Glasmembran kann in ihrem ZenSowohl von Norden als auch von S chen, bedurfte es für die Abtragung der trum vom Wind um mehr als einen hal- den geht der Blick ungehindert durch d Windlasten und des Eigengewichts einer ben Meter deformiert werden, ohne dass Gebäude – was erstaunt, denn von viele Sonderkonstruktion, die ähnlich der Be- die Konstruktion dadurch Schaden Neubauten kennt man das Problem, da spannung eines Tennisrackets funktio- nimmt“, erklärt Heiko Trumpf, der das Sonnenschutzglas gerade tagsüber gan niert: Die Seilkonstruktion ist extrem elas- Projekt im Büro Sobek mit seiner Kolle- und gar nicht transparent wirkt. „Ang 7. 9. 4 Frank Peter Jäger Architekturdokumentation, Corporate Publishing Dokumentation 595 Der Glashof – Veranstaltungssaal für das Jüdische Museum Berlin 1. »Der Glashof – Veranstaltungssaal für das Jüdische Museum Berlin«, Dokumentation 595 des Stahl-Informations-Zentrums ——Leistungen: Konzept, Redaktion und Produktionskoordinierung (Grafik: Kattrin Richter) ——Auftraggeber: Stahl-Informations-Zentrum, Düsseldorf Der Glashof – Veranstaltungssaal für das Jüdische Museum Berlin Stahlbau jenseits des Alltäglichen Gerüst in Gestalt von vier stählernen Stützenbündeln ins Zentrum seiner gestalterischen Überlegungen zu rücken. Zu den besonderen Herausforderungen des Erweiterungsbaus gehört auch das für den Stahlbau scheinbar Nebensächliche: die Anforderung, den neuen Trakt in den Museumshof einzufügen, ohne dabei das barocke Kollegienhaus in seiner Erscheinung zu überformen. Stahlbau jenseits des Alltäglichen Der Glashof des Jüdischen Museums Berlin war eine reizvolle Herausforderung für Stahlbauer, Architekten und Tragwerksplaner Die architektonische Wirkung des 2001 eröffneten Jüdischen Museums Berlin geht ganz maßgeblich von seinen Fassaden und den durch sie umschlossenen Räumen aus. Das Zusammenspiel von Wand, Öffnungen und Raumgefüge formiert – gemeinsam mit seinen symbolischen Bezügen – die architektonische Gestalt dieses vielschichtigen Bauwerks. Beim Glashof, dem in den Hof des früheren Kammergerichts eingefügten Veranstaltungssaal, verhält es sich beinah umgekehrt: Fast alle Wände gehören einem anderen Haus, der umschlossene Raum bietet als solcher kein Geheimnis. Anders aber als im Museum sind die Stützen dem Betrachter hier nirgendwo verborgen. Und sicher war das einer der Gründe, die Daniel Libeskind veranlassten, das konstruktive Stahl-Informations-Zentrum Das Dokument soll vierfarbig + der Sonderfarbe HKS 43 gedruckt werden.. Oben: Das Dachtragwerk (Teilansicht) 1 2 3 4 5 6 7 Glasdach, Gefälle 4 % Dachrinne hinter Stahlverkleidung Primäre Dachstruktur Randbalken zur Aufhängung der Glasfassade Anschlussverglasung zum Altbau Unterer Fassadenträger Vordere Fassadenfront mit Falt-Schiebe-Türen Ein maßgeschneidertes Brandschutzkonzept Der Entwurf wird der denkmalpflegerisch sensiblen Situation gerecht, da eine vermittelnde Differenzfassade als Zäsur zwischen barockem Altbau und Glashof beide Bauwerke als unabhängige Bestandteile eines Ensembles erkennen lässt. Nur an drei Punkten gewährleisten konstruktive Verbindungen mit dem Altbau die seitliche Aussteifung. Das begünstigt den Eindruck eines freistehenden Hofgebäudes. Das Erscheinungsbild der es umschließenden historischen Fassade wurde kaum beeinträchtigt. Durch die neue Nutzung des Hofes waren zwei frühere Fluchtwege nur 1 2 3 4 noch eingeschränkt nutzbar, zusätzlich mussten die Brandabschnitte neu hergestellt werden. Um trotz der räumlichen Einschränkungen zu einem schlüssigen Brandschutzkonzept zu gelangen, entschied man sich für Feuerschutzvorhänge an der Innenseite der Altbau-Fassaden. Die Integration des Glashofes in den Altbau zu verwirklichen erwies sich als planerisch anspruchsvoll – nicht zuletzt, weil sich die Bestandspläne vom historischen Altbau als lückenhaft entpuppten. Jede Wand barg Überraschungen. Eine absehbare Herausforderung bildete dagegen der Entwurf selbst. Dessen souveräne Verbindung von Neuem und Bestehendem, von eleganter Erfüllung seiner funktionalen Aufgaben und der formalen Korrespondenz mit dem 2001 eröffneten Hauptbau des Museums setzte auch konstruktiv hohe Maßstäbe. Da Libeskind die Erweiterung selbst plante, tragen der silbern glänzende und der gläserne Bau eine wiedererkennbare Handschrift. Dennoch hat der Glashof einen ganz eigenen Charakter. Symbolisiert der gezackte Museumsbau mit seinen zahlreichen Richtungs- 5 OK vordere Regenrinne Glasdach Neubau + 12,40 +12.40 OK vordere Regenrinne Glasdach Neubau UK Dachträger Neubau inkl. Verblechung + 11,79 +11.79 UK Dachträger Neubau inkl. Verblechung +0.13 OK FFB Gesamtansicht 6 7 12 13 2. »BAUTEN – ORTE – SCHNITTPUNKTE« JSWD Architekten, Büroportfolio ——Leistungen: Konzept, Redaktion und Produktionskoordinierung ——Grafik: Kattrin Richter Grafikdesign ——Auftraggeber: JSWD Architekten jswd Architekten HOTELAND ANDYOUTH YOUTHHOSTEL, HOSTEL,PARIS PARIS HOTEL 15 | | 15 14 15 14 15 BAUTEN BUildiNgs ORTE PlAcEs scHNiTTPUNKTE iNTERsEcTiONs DieMagasins MagasinsGénéraux, Généraux,zwei zweium um1850 1850erricherrich- Built Built around around1850 1850, ,Magasins MagasinsGénéraux Générauxwere were Die tete,inin ihren ihren Proportionen Proportionen identische identische GetreiGetrei- proportionally proportionally identical identical grain grain storehouses, storehouses, tete, despeicher, waren waren Teil Teil einer einer klassizistischen klassizistischen acting acting asasaapart partofofaaneo-Classicist neo-Classicistcomplex complex despeicher, Anlage,die diebis biszur zurRotunde, Rotunde,einem einemvon vonClauClau- which which continued continued up up toto the the rotunda rotunda built built inin Anlage, 1784errichteten errichtetenZollhaus, Zollhaus, 1884 1884by byClaude-Nicolas Claude-NicolasLedoux Ledouxon onthe theoppooppode-NicolasLedoux Ledoux1784 de-Nicolas ander dergegenüberliegenden gegenüberliegendenSeite Seitedes desBeckens Beckens site siteside sideofofthe thebasin basintotoserve serveasasaatoll tollhouse. house. an 1990 war war die die After 1990, ,the theensemble’s ensemble’ssymmesymmereicht. Nach Nach dem dem Brand Brand von von 1990 Afterthe thefire fireinin1990 reicht. Symmetriedes desEnsembles Ensembleszerstört. zerstört.2001 2001künkün- try try was was destroyed. destroyed.InIn 2001 2001, ,the the City CityofofParis Paris Symmetrie digte die die Stadt Stadt Paris Paris an, an,eses wiederherzustelwiederherzustel- announced announced plans plans toto restore restore the the complex complex asas digte len––eingebettet eingebettetinineine eineGesamtplanung Gesamtplanungzur zur part partofofaageneral generalurban urbandevelopment developmentproject project len Aufwertungdes desBassins. Bassins.Mit Mitder derFertigstellung Fertigstellung totogentrify gentrifythe thebasin. basin.With Withthe thecompletion completionofof Aufwertung desHotels Hotelsininder derKubatur Kubaturdes desfrüheren früherenSpeiSpei- the thehotel hotelwith withthe theold oldstorehouse’s storehouse’scubature, cubature, des cherswurde wurdedieses diesesZiel ZielWirklichkeit. Wirklichkeit.Im ImSomSom- this this goal goal has has been been reached. reached.InIn the the summer summer chers mersind sinddie dieUfer Uferdes desBeckens Beckensdicht dichtbevölkert bevölkert months, months,the thebasin’s basin’sbanks banksare arefull fullofofstrollers strollers mer mitSpaziergängern Spaziergängernund undPicknick-Gruppen. Picknick-Gruppen. mit andpicnic picnicgroups. groups. and 5 Frank Peter Jäger 3. »Das zweite Leben«, First Floor 12, Architekturmagazin von Bauwerk-Parkett Bericht über den Umbau des Kölner Hafenspeichers Halle 11 zum Wohn- und Bürohaus — Leistungen: Text, Recherche, Konzept — Auftraggeber: Gesellschaft für Knowhow-Transfer in Architektur und Bauwesen mbH 8 HALLE 11 IN KÖLN Das zweite Leben Die Umgestaltung des Kölner Rheinauhafens zu einem urbanen Arbeits- und Wohnstandort am Wasser ist weitgehend vollendet. Neben Neubauten wie den drei weithin sichtbaren Kranhäusern war die Umwidmung einer Reihe früherer Speichergebäude fester Bestandteil des städtebaulichen Konzepts. Zu den revitalisiereden Speichern gehört auch die Halle 11, ein 1898 als Teil des Kölner Zollhafens errichtetes Speichergebäude. Bis Anfang 2009 bauten JSWD Architekten im Auftrag der PLB Pareto Immobilien GmbH den denkmalgeschützten Speicher zum Wohn– und Bürohaus um. Die neue Halle 11 hat zwei Gesichter: An der Rheinseite wich die geschlossene Wand des Lagerhauses einer von breiten Loggien bestimmten, räumlich gestaffelten Fassade, gegliedert durch bronzefarben schimmernde Brüstungen. Allein die gemauerte Sockelzone verrät die von der neuen Hülle umfangene, historische Basis. Dagegen zeigen sich die 110 Jahre alten Fassaden aus schwarzem Lavabasalt und hellem Tuffstein an der stadtzugewandten Seite aufgefrischt und behutsam ergänzt. Der Entwurf für das ursprüngliche Speichergebäude stammt von dem Architekten Bernhard Below, Partner des um die Jahrhundertwende vielbeschäftigten Büros Schreiterer und Below. Leitmotiv für die gotisierende Erscheinung der Halle 11 war in Material (Tuffstein und Lavabasalt) wie Formensprache der Gürzenich, Kölns spätmittelalterlicher Festsaal. Die Deutsche Bauzeitung lobte im Jahr der Fertigstellung das Ergebnis: Die Hallen seien „nicht im Sinne eines weitgehenden Formenreichthums“ gestaltet, „sondern aus echten Baustoffen in einfacher, den Kunstformen aus Kölns alter Blütezeit angepasster Ausbildung“ (DBZ 23.1898, S. 269). Unter dem 3,70 Meter hohen, romanisch anmutenden Mauerwerksgewölbe im Erdgeschoss der Halle verbirgt sich ein Stahlskelett. Das mittelalterliche Gewand war also bautechnisch auf der Höhe der Zeit. Das Dach des Speichers und zwei Drittel der Rheinfassade wurden im 2. Weltkrieg durch Bombentreffer zerstört. Beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren ersetzte man die zerstörten Fassadenpartien durch eine schmucklose, von liegenden Fensterbändern gegliederte Putzfassade. Im Zuge dieser notdürftigen Instandsetzung büsste das Gebäude auch seinen Zinnenschmuck ein. Die Halle 11 steht in prominenter Nachbarschaft zu den für den Rheinauhafen prägenden Kranhäusern. Diese Ausgangssituation legte im Fall der Halle 11 das Konzept einer bewussten, deutlich Konzept & Text für Internet-Auftritte Online-Redaktion: zuständiger Redakteur für die Themen-Rubrik »Markt + Kommunikation« innerhalb des Architekturportals www.detail.de, 2008–2009. ——Auftraggeber: Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG —— Leistungen: Themenplanung, Redaktion, Verfassen von Texten und Auswahl von Co-Autoren Beispiele für Fachbeiträge in der Rubrik »Markt + Kommunkikation« Auftraggeber und Projektpartner aus der Baubranche (in Auswahl) ——DORMA GmbH, Ennepetal >> Marketing-Kooperation, Vorträge Dorma Architektentage ——Eternit AG Schweiz >> Mitwirkung an Symposiumsveranstaltung in Zürich ——Glas Trösch Beratungs-GmbH, verfassen von Pressetexten (in Kooperation mit Mai-PR, Berlin) ——Graphisoft Deutschland GmbH, Mitwirkung an Vortragspanel für Architekten —— NEMETSCHEK Allplan GmbH, München >> Beratung u. Planung Customer Advisory Council (Kundenbeirat) ——Saint-Gobain Isover G+H AG, Referententätigkeit IsoverAkademie 6 Frank Peter Jäger ——Stahl-Informations-Zentrum, Düsseldorf >> Betreuung von Heften der Publikationsreihe, Verfassen zahlreicher Pressetexten, Mitwirkung Web-Auftritt u.a. ——SIA Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein >> Mitwirkung an Seminaren zu den Themen Büropräsentation und PR für Architekten ——Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg >> Veranstaltungsmanagement, Pressearbeit Fortbildung & Lehre Fortbildung für Architekten Seminare und Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen Marketing und Büropräsentation sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit führe ich u.a. im Auftrag von folgenden Institutionen durch: ——Architektenkammer Berlin ——Brandenburgische Architektenkammer ——Architektenkammer Hamburg ——SIA Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein ——KAP Forum Köln ——Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein ——Architektenkammer Sachsen u.a. 1. »Wofür stehe ich?« Marketing, Präsentation & Branding für Architekten, Veranstaltung im KAP Forum Köln, 2009 2. »Unternehmensführung für Architekten und Ingenieure« Lehrgang des Departments Architektur der ETH Zürich, Okt. 2010 (Veranstalter: SIA, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein mit ETH Zürich) Lehrtätigkeit ——Fachhochschule Potsdam >> Lehrtätigkeit im FB Architektur (»Architektur und Sprache«) ——Technische Fachhochschule Berlin >> Lehrtätigkeit im FB Architektur ——Universität der Künste Berlin (UdK) >> Lehrtätigkeit am Master-Studiengang Kulturjournalismus, Seminar journalistische Grundformen Weitere Auftraggeber und Projektpartner ——Archithese, Architektur Aktuell, Baumeister, Bauwelt, DBZ, db, Detail >> Artikel und redaktionelle Mitarbeit ——Bauhaus-Akademie, Weimar >> Fortbildungsseminare, Vorträge ——BDA Köln, BDA Berlin, BDA Stuttgart >> Vorträge u. gemeinsame Veranstaltungen ——Birkhäuser Verlag, Basel: Buchproduktion »Alt + Neu – Entwurfshandbuch Bauen im Bestand« ——JSWD Architekten, Köln >> Verantwortlich für Pressearbeit und Außendarstellung von Mitte 2008 bis Nov. 2010 ——Institut Fortbildung Bau e.V., Stuttgart (AK BaWü) >> Fortbildungsseminare ——RKW Architektur + Städtebau, Düsseldorf >> Pressearbeit und Beratung —— Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin >> Redaktionsarbeit, Verfassen von Broschüren ——Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg >> Veranstaltungsmanagement, Pressearbeit Kontakt Archikontext c/o Dipl. Ing. Frank Peter Jäger Chodowieckistr. 12, I | D –10405 Berlin Tel. + 49–030–44 71 41 31 | 0175–242 31 36 E-Mail: [email protected] | Web: www.archikontext.de 7