Archikontext im Überblick

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FRANK PETER JÄGER
TELEGRAMM /
— Tätigkeit als Journalist, Buchautor und PR-Dienstleister
für Architekten
— Architekturvermittlung als Kernkompetenz:
In Medien, in Lehre und Fortbildung und der Außendarstellung
von Architekturbüros und Unternehmen
— Lehre zu den Themen PR, Architekturvermittlung und
Kulturjournalismus an Architektenkammern und Hochschulen
— Herausgeber mehrerer Bücher zu Architektur und Stadt
— Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung
VITA
— geboren 1969 in Köln
— Studium Städtebau und Architektur in Berlin und Venedig
— Praktika in Architekturbüros, Bauämtern und mehreren Redaktionen
— abgeschlossenes Volontariat; journalistische Ausbildung bei der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung und der Märkischen Allgemeinen in Potsdam
— Arbeit als Fachjournalist und Architekturkritiker
— Fortbildungen im Bereich Marketing und Public Relations
— 2003: Gründung der Agentur Archikontext
QUALIFIKATION & PRAXIS
— Umfassende journalistische Praxis in Tageszeitungen und der Fachpresse
— Erfahrung in sämtlichen Arbeitsphasen von Buchproduktionen und anderen
Redaktionsleistungen (Corporate Publishing u.a.)
— Sicherheit in der Gesprächsführung, im Moderieren von Veranstaltungen
— Sprachkenntnisse: fließend Englisch und Italienisch in Wort und Schrift
— Betreuung der Öffentlichkeitsarbeit und der Marketingmaßnahmen von
Architekturbüros und architekturnahen Institutionen.
— Freier Online-Redakteur bei www.detail.de (2009 - 2010)
— Konzept + Text von Broschüren und Internet-Auftritten
— Lehrtätigkeit: Architektenfortbildung an Architektenkammern;
Seminar »Architektur und Sprache« an der FH Potsdam; Lehrtätigkeit am Studiengang
»Kulturjournalismus« der Berliner Universität der Künste u.a.
— Presse-Verantwortlicher des Kölner Büros JSWD Architekten von
Mitte 2008 bis Ende 2010
1
VERÖFFENTLICHUNGEN
— Dorotheenhöfe – Oswald Mathias Ungers baut in Berlin, Berlin 2003.
— Offensive Architektur – Präsentation, Public Relations und Marketing für Architekten,
Berlin 2004.
— Neues Quartier Vulkan.Köln – Leben und Arbeiten im Industriedenkmal, Berlin 2006.
— Der neue Architekt – erfolgreich am veränderten Markt, München 2008.
— Alt & Neu – Entwurfshandbuch Bauen im Bestand, Basel 2010.
— seit 1998 zahlreiche Buchbeiträge sowie Beiträge in deutschsprachigen Architekturzeitschriften,
in Magazinen und der Tagespresse, u.a. Der Tagesspiegel, Frankfurter Allgemeine, NZZ, Berliner
Zeitung, Märkische Allgemeine
KONTAKT
ARCHIKONTEXT c/o Dipl. Ing. Frank Peter Jäger
Chodowieckistr. 12, I
D –10405 Berlin
Tel. + 49–(0) 30–44 71 41 31 | Mobil + 49–(0)175–242 31 36
E-Mail: [email protected]
www.archikontext.de |
2
PROJEKTBEISPIELE
Buchproduktion
1. »Alt & Neu – Entwurfshandbuch Bauen im Bestand«
——192 S., zahlreichen Fotos und Pläne, Basel 2010 (deutsch und engl.).
——Leistungen Idee und Themenkonzept, Redaktion und Gesamtkoordinierung, Recherchen,
Auswahl und Briefing Co-Autoren.
——Grafik: Onlab, Berlin
——Auftraggeber: Birkhäuser Verlag, Basel
——Herausgeber: Frank Peter Jäger
Alt & NEu
Entwurfshandbuch
Bauen im Bestand
Frank PEtEr JägEr [ HrSg.]
gen und progressiven
en Umnutzungsideen.
pirierende Beispiele,
uens im Bestand zeiichend aufbereiteten
le Informationen für
is. Vertiefend behange wesentliche bauuktive themen – von
anung bis zur denknierung.
Frank Peter Jäger
Entwurfshandbuch
Bauen im Bestand
Frank PEtEr JägEr [ HrSg.]
»Alt & Neu dokumentiert 32 inspirierende Beispiele, die die ganze Bandbreite des Bauens im
Bestand zeigen. Mit detaillierten Projektinfos liefern sie wertvolle Informationen für die Planungs­
praxis. Vertiefend behandeln Fachbeiträge wesentliche bautechnisch-konstruktive Themen –
von der Tragwerksplanung bis zur denkmalgerechten Sanierung.« (Rückentext).
18
Alt & Neu
AddItIoN
Heizkraftwerk
wÜrzbUrg
2
Wie ein traum von Sant'elia: das
erneuerte Heizkraftwerk Würzburg
vom Hafenbecken aus gesehen
2
das Heizkraftwerk ist im Stadtbild von Würzburg präsent, ohne es zu
dominieren. Blick auf die Innenstadt,
hinten rechts die Würzburg
3
Ansicht von der Alten mainbrücke
1
Würzburg ( DE )
Industriebau — S. 132, 136, 148, 152, 161
1
Brückner & Brückner
Architekten
3
4
5
6
Alt & Neu
hEIzKrAFtWErK WÜrzBurG
21
uNvorhErGEsEhENE ANMut
7
8
4, 5 [ 4: S. 19 ] Schichten und lamellen :
Silberne und bronzefarbene Aluminiumlamellen formen die neue Hülle
des kraftwerks. den kontrapunkt zum
vertikalen Akzent der lamellen bilden
horizontale gesimsbänder.
6
ein ziel bei der Neugestaltung
des kraftwerkumfelds war es, den
Würzburgern Hafen und mainufer
wieder zugänglich zu machen.
Wo jetzt Sitzstufen sanft zum Wasser
hin abfallen, wurde bis 2003 die kohle
für das kraftwerk gelöscht.
7, 8 Farbgestaltung im Inneren des
kraftwerks
und damit beruhigend, zugleich
gute architekturfotografie ist eiaber vibrierend vor kraft. Bei
ne suggestive kunst. ihre wohlSonnenschein löst sich die Hülle
komponierten, im Moment des
an ihrer nordseite ganz in silbstärksten lichts aufgenommeriges Flimmern auf. abstraktion
nen Bilder entrücken gebäude
ist hier nicht nur konzept, sonoft so sehr der alltagswahrnehFASSAdeNgeStAltuNg
dern wird physische realität,
mung, dass diese bei der ersten
uNd StädteBAulICHe eINBINduNg
ein von jedermann wahrnehmwirklichen Begegnung nicht
deS HeIzkrAFtWerkS WürzBurg
bares Erlebnis voll unerwarteselten wie ein Schatten ihres
BrÜCknEr & BrÜCknEr arCHitEktEn,
ter visueller Bezüge. Wer etwa
abbilds wirken. Steht man vor
tirSCHEnrEutH / WÜrZBurg
von der alten Mainbrücke auf
dem Heizkraftwerk Würzburg,
das kraftwerk schaut, kann bestellt man erstaunt fest : Selbst
obachten, wie die abstraktion
an einem regnerischen Januarder Fassade mit dem geomettag steht das gebäude so kraftvoll da wie auf den aufnahmen von Constantin Meyer. Weniger rischen Muster der Weinreben im Hintergrund korrespondiert.
architektur als eine technoide, schwungvoll um das gebäude ge- Der Eindruck einer elegant um die nüchterne technik gelegten kalegte karosserie, ist das silber- und kupferfarben schimmernde rosserie vervollkommnet sich durch die schwungvolle auskragung
kraftwerk das neue Wahrzeichen am nördlichen Stadteingang der Hülle zum Hafenbecken hin. Diese gewölbte „ nase “ ist der
Proportion des ganzen verpflichtet – und führt zum städtebaulivon Würzburg.
anfang der 1950er-Jahre hatte die Stadt Würzburg das kraftwerk chen aspekt des Projekts : Bis 2003 befanden sich an der nordseidirekt am Mainufer errichtet. Schlichte, symmetrische industriear- te des kraftwerks große kohlebunker, von denen aus die per Schiff
chitektur spiegelte sich im Wasser. Doch im lauf von vier Jahr- angelieferte kohle ins kraftwerk befördert wurde. Die endgültige
zehnten baute man immer wieder an und
um, bis das gebäude schließlich jede Form WINkelFASSAde Systemgrundriss, -schnitt
ProJektdAteN
Bauherr Heizkraftwerk Würzburg GmbH verloren hatte. an die 2002 geplante ErBaukosten 2,4 Mio. Euro netto
weiterung – der Einbau einer neuen turbine
umhüllte Fläche ca. 10.000 m²
stand an – knüpfte die Stadt die Bedingung
Winkelprofile 720 Stück
gestalterischer aufwertung. Ein WettbeSchrauben ca. 60.000 Stück
BrI 113.500 m³
werb für die Fassadengestaltung wurde
Besonderheit Vorhandenes Heizausgelobt. Brückner & Brückner architekkraftwerk wird nach Einbau einer
ten gewannen den ersten Preis, entdeckten
neuen Turbine mit einer Hülle aus
aber kurz darauf, dass die Mittel für ihren
Aluminiumblechen verkleidet – die
Neugestaltung wertet das Umfeld des Entwurf – 2,2 Millionen des gesamtbudgets
Kraftwerks nachhaltig auf.
von 38 Millionen Euro – laut Etattitel einFertigstellung 9 / 2006
geplant waren für „ architektur und unvorProjektleitung / mitarbeit Stephanie
hergesehenes “. glücklicherweise blieben
Gengler, Stephanie Sauer
Standort Veitshöchheimer Straße /
komplikationen beim Einbau der turbine
Friedensbrücke, D–97070 Würzburg
aus, sodass das Budget für die architekten
erbauungsjahr 1950
10 m
unangetastet blieb.
Wie aber kleidet man für 2,2 Millionen Euro
1000
2010
ein ganzes kraftwerk neu ein ? Die architekumbau 2007
ten entschieden sich für Metallwinkelprofile,
2000
2010
die sie von der beauftragten Stahlbaufirma in den gewünschten Farben Silber und
Baukosten
m2-Preis
2,4 Mio. €
240 € / m2
kupfer beschichten und mit Schraublöchern
15.000
versehen ließen. Die senkrechten Winkelprofile bestehen aus je einem silber- und
10.000
einem kupferfarbenen Blech, die an der
5.000
Spitze miteinander verschraubt sind. alle
Bleche sind identisch dimensioniert, unter0
schiedlich ist nur der Winkel, in dem sie verschraubt sind, sodass sich eine Welle aus teils flachen, teils spitz
zulaufenden Winkelprofilen um das gebäude legt. als unterkon1m
struktion dienen Stahlrechteckprofile, die an den tragachsen der
bestehenden außenwände befestigt sind. Die aluminiumlamellen
erzeugen ein Bild kraftvoller Vertikalität, das durch die drei silber- umstellung auf gasbefeuerung machte diese kohlebunker übernen Schornsteine noch unterstrichen wird. Den kontrapunkt zum flüssig. Brückner & Brückner, die ein paar Jahre zuvor schon den
Vertikalraster bilden horizontale Stege, die sich über die gesam- benachbarten Hafenspeicher zum kulturspeicher umgebaut hatte länge des gebäudes erstrecken. Da sie den kubaturen hin- ten, erkannten die Chance, den Hafen und den bis dahin vom einter der Hülle entsprechen, variiert ihr abstand. Sie führen alt und gezäunten kraftwerk blockierten uferabschnitt wieder für die
neu zusammen, vom kraftwerkskern aus dem Jahr 1950 bis zum Würzburger zugänglich zu machen. Mehr noch : Das nun funktijüngsten Bauabschnitt. So verwandelt die Hülle das heterogene onslose Hafenbecken vor der kulisse ausgedienter Hafenkräne bot
gefüge des gebäudes in eine dynamische Collage aus gesimsen sich als Open-air-kulturort an. Daher verwandelten die architekten den Freiraum unter dem ausladenden kraftwerksgeschoss in
und Schichten.
Die gewählten Farben Silber und kupfer spielen mit der Visua- eine weitläufige terrasse, die in breiten Stufen bis zur Wasserlinie
lisierung des themas Energie ; so erinnert der kupferton an der im Hafenbecken ausläuft. auf einer schwimmenden Bühne finden
Süd- bzw. Westseite der lamellen an die Drahtumwicklung von hier im Sommer konzerte statt, Filme werden gezeigt, und nebenan
transformatoren. gut gewählte Farben allein erklären aber nicht im hat sich zwischenzeitlich eine schwimmende galerie angesiedelt.
ansatz die besondere ausdruckskraft des gebäudes. Das wirkt, weil Wo 2003 noch kohle gelöscht wurde, klingen heute Sommerabendie ganze Form einer großen Maschine gleicht : breit hingelagert, de mit kalten Drinks aus. FPJ
1
Frank Peter Jäger
2. »Der neue Architekt – erfolgreich am veränderten Markt«
——176 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Grafiken, München 2008.
——Leistungen: Idee und Themenkonzept, Recherchen, Auswahl und Briefing Co-Autoren,
Redaktion und Gesamtkoordinierung
——Auftraggeber: Institut für internationale Architektur-Dokumentation GmbH & Co. KG
——Herausgeber: Frank Peter Jäger
Management Basics und Marketing-Instrumente für Architekten. »Der neue Architekt zeigt
auf, wie es gelingt, Management-Prinzipien und wirtschaftliches Know-How schrittweise ins
eigene Architekturbüro zu übertragen.« (Verlagsankündigung).
neue aufgaben, neue allianzn
neue aufgaben, neue allianzen
Namen sind Marken - Branding mit Augenmaß
VoM MArKEtING zUr AKqUISItIoN
»entscheidungsfreude ist unverzichtbar«
erfahrungsbericht Projektmanagement
Namen sind Marken - Branding mit Augenmaß
Frank Peter Jäger
im gespräch: ulrike filter
Die Kernbestandteile einer überzeugenden Außendarstellung sind ein einprägsamer Name und ein Erscheinungsbild, das zum Büro passt und seine Identität visuell vermittelt
Der erste Baustein für die Außendarstellung eines Planungsbüros ist sein Namenszug in Gestalt eines
Logos, das vom Briefbogen über das Firmenschild bis zur Website auf allen Elementen der Büroausstattung Anwendung findet. Unverwechselbar wird der Namenszug durch die Verwendung einer bestimmten
Schriftart in einer bestimmten Größe und Farbe. In Verbindung mit bestimmten Farben und weiteren Gestaltungseigenschaften bildet das Logo (auch: Signet) das Kernstück des Corporate Design eines Büros,
also den grafischen Ausdruck der Unternehmensidentität.
Die architektin ulrike filter betreute als Projektmanagerin und bauherrenvertreterin in den Jahren 2006
und 2007 die errichtung des glashofes, eines Veranstaltungssaals für das Jüdische Museum berlin. Der
8,2 Mio. euro teure erweiterungsbau wurde nach Plänen von Daniel libeskind errichtet. ulrike filter hatte
während der bauzeit ein Dutzend fachplaner zu koordinieren, stand in Kontakt zu zehn behörden und
etwa 60 lieferanten und baufirmen. ein erfahrungsbericht.
als architektin hatten Sie zu beginn des Projekts
schon einige erfahrung, nicht aber als Projektmanagerin. Wie verlief der Start?
Nicht ganz einfach. Ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Es gab ein eher kurzes Briefing. Worauf im
Besonderen zu achten ist, das musste ich mir selbst
erarbeiten. Zudem kam ich erst mit dem Baubeginn
zum Projekt. Dieses sehr komplexe Projekt über Nacht
gedanklich zu durchdringen, war ein echter Kaltstart.
Was würden Sie heute anders machen?
Ich hätte mir einen Mentor gewünscht. Und man sollte
ein Management-Training besuchen. Wenn man als
Projektmanager arbeiten will, reicht es nicht, etwas
vom Bauen zu verstehen. Effizient strukturieren und
kommunizieren zu können, hat das gleiche Gewicht.
Sehr geholfen hat mir, dass der Auftraggeber Jüdisches Museum mir großes Vertrauen entgegenbrachte, auch wenn es Schwierigkeiten gab.
War ihre architekturkompetenz ein gutes Rüstzeug?
Grundsätzlich ja, – weil man als Architekt ein Projekt
als Ganzes wahrnimmt. Mir fiel es allerdings nicht
immer leicht, die nötige Distanz zu den planenden
Architekten aufzubauen, – weil man deren Anliegen
besonders gut verstehen kann. Ein Projektmanager
darf aber nicht parteiisch sein. Deshalb habe ich
mich immer wieder zu Neutralität ermahnt. Was mir
dabei vielleicht geholfen hat: Mein erstes Ziel war
die Projektqualität. Diesem Ziel, also der Sache verpflichtet, habe ich das eine oder andere Mal selbst
38
Die Position des Projektmanagers funktioniert
nicht ohne autorität …
Die erarbeitet man sich durch Nachdrücklichkeit und
Kompetenz. Eine Frau hat auf der Bau-stelle und in
den Bausitzungen nicht immer einen leichten Stand.
Ich hatte oft das Gefühl, mir meine Autorität jeden
Tag neu erarbeiten zu müssen. Auf der anderen Seite hat man als Frau ein gewisses Talent, verfahrene
Gespräche aus der Sackgasse zu lotsen. Ich glaube,
Frauen sind weniger konfrontativ, dafür stärker lösungsorientiert. Wenn mein Gegenüber unfreundlich
ist, werde ich in der Regel immer freundlicher. Meist
hilft das.
gegenüber dem Bauherren Dinge durchgesetzt, denen er zunächst skeptisch begegnete. Diese Loyalität
gegenüber der Sache hat mir mit der Zeit viel Respekt
verschafft.
Wie kann man Projektmanagement charakterisieren, auch im gegensatz zum Part des planenden
architekten?
Am Anfang fühlte ich mich wie im Inneren eines Walfisches: Es war dunkel und etwas unheimlich, riesige
Organe arbeiteten, ich wusste nicht, wie alles in
diesem Riesengebilde miteinander zusammenhängt.
Heute – zwei Jahre später – weiß ich, was im Inneren
vernetzt sein muss, damit sich außen z.B. die Flossen
in Bewegung setzen. Diese Arbeit ist sehr dicht. Ich
habe in der Hochphase des Projekts einmal versucht,
in Urlaub zu fahren, was keine gute Idee war. Danach
habe ich fast drei Wochen gebraucht, um wieder Tritt
zu fassen, musste mich durch Papierberge kämpfen.
So ein Projekt ist ein unge-heuer komplexes Netzwerk
ist das Projektmanagement eine interessante Perspektive für architekten?
In jedem Fall. Ich möchte Architekten ermutigen, als
Projektmanager zu arbeiten. Man bekommt dadurch
einen ganz anderen Blick auf das Bauen. Ich kannte
Bauen von der Planungsseite und weiß heute: Das
ist nur die eine Hälfte der Medaille. Laufen Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren nicht reibungslos, hat eine Bauleitung die Baustelle nicht im Griff,
dann verhindert auch die beste Planung das unbefriedigende Ergebnis nicht. Der Blick auf die Gesamtheit
der Faktoren, die ein gelungenes Projekt ausmachen,
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Anlass für die Logoentwicklung ist nicht nur die Neugründung eines Büros. Häufig bildet ein schon vorhandenes Corporate Design den Ausgangspunkt; weil
ein neuer Partner hinzukommt oder ganz einfach, weil
es etwas angestaubt wirkt, soll es überarbeitet werden. Grafiker, die für Architekten tätig werden, stehen
vor der nicht ganz einfachen Aufgabe, eine kompositorische Gesamtlösung aus Bildern, Farben, Oberflächen und typografischen Elementen für die Leistung
Planung und Architektur zu finden. Die folgenden
Hinweise sollen Entscheidungshilfen für das eigene
Corporate Design bieten. Sie resultieren aus meiner
Lehrtätigkeit zum Thema Büropräsentation.
ist für Architekten eine ausgesprochen wichtige Erfahrung. Man lernt dann, wie man seinen Beitrag zum
Gelingen am besten in den Gesamtprozess einfädeln
kann.
ein besonderer Tipp zum Schluss?
Sehr gerne: Ein schlechter Start mit einem Partner, ist
ein gutes Zeichen dafür, dass man die Zusammenarbeit rechtzeitig einstellen sollte. Wenn beispielsweise
die Gespräche von Anfang an quälend sind und Ihr
Bauchgefühl Ihnen sagt: Mit diesen Leuten kann man
nicht gut arbeiten, dann haben Sie den Mut zu unpopulären Entscheidungen. Finden Sie einen Weg, die
Leistungen neu auszuschreiben und setzen Sie das
durch. Anfänglich ein einsamer Schritt, spart das am
Ende nicht nur Kosten und Zeit, sondern allen Beteiligten eine Menge Ärger und Nerven.
Das Bürosignet dient zum einen dazu, den Anbieter
eines Produkts oder einer Dienstleistung auf Anhieb
wieder erkennen und von den Wettbewerbern unterscheiden zu können. Es ist eine Marke. Zum anderen
soll das Signet den guten Ruf eines Anbieters visuell
unterstützen, insbesondere auch die jeweilige Spezifik
seines Profils.
Das Gesamtgefüge muss neu überdacht werden.
Der überwiegende Teil der Architekten und Planer
wählt als Erkennungszeichen eine »Wort-Bild-Marke«,
die Namen der Partner bzw. des Inhabers gedruckt
in einer bestimmten Farbe und Typografie bilden also
die Marke. Weil Architektur wie auch die Planungsleistungen selbst höchst individuelle Dienstleistungen
sind, macht das sehr viel Sinn: Der Name eines oder
mehrerer Architekten steht für ein bestimmte Handschrift – nicht nur im Bauen sondern auch in der Art,
Vielen Dank für das gespräch.
Aufgezeichnet von Frank Peter Jäger
Dipl.-Ing. Ulrike Filter, Architektin, Studium der Architektur an
der TU Berlin sowie der Carleton University in Ottawa, Kanada.
Bereits 2001 bis 2002 wirkte sie im Museumsteam für Ausbau und
technische Infrastruktur des Berliner Libeskind-Baus mit. Für die
Projektsteuerung des Glashofs kehrte sie Anfang 2006 an das
Jüdische Museum Berlin zurück.
wie diese Leistung erbracht wird. Die Wort-Bild-Marke
ist einer ausschließlich bildlichen Lösung in jedem Fall
vorzuziehen.
Somit können Architekten und Planer für ihre Bezeichnung unter vier Möglichkeiten wählen:
1. Der Familienname des Inhabers bzw. die Namen
mehrerer Inhaber. Im Fall eines Alleininhabers
sollte man darüber nachdenken, den Vornamen
hinzuzufügen. Seine Nennung unterstreicht Ihre
persönliche Verantwortung für die Leistung. Die
Namen sollten sich in der Abfolge gut sprechen
lassen; eine alphabetische Reihenfolge trägt dazu
bei. Natürlich kann man auch sprachliche Mittel
wie die Alliteration anwenden: Petersen, Paulus &
T
//
." 3&
*&, /*&6
Partner Architekten. Bei mehr als drei Partnern wird
das Prinzip der Namensreihung allmählich überstrapaziert.
2. In diesem Fall macht es Sinn, sich auf ein oder
zwei namentlich genannte Partner zu beschränken
(Petersen & Partner Architekten);
3. Natürlich kann man auch die Anfangsbuchstaben
der Nachnamen kombinieren. Das »Drei-Buchstaben-Büro« ist ja inzwischen ein Synonym für leistungsfähige Großbüros. Zwar weiß jeder Kollege,
was sich hinter den Buchstaben gmp oder RKW
verbringt; dafür hat es aber viele Jahre gebraucht.
Ausgeschriebene Namen sind einfach einprägsamer.
4. Eine von den Inhabernamen unabhängige Bezeichnung kann auf den Bürostandort Bezug nehmen (Architekten am Stadtpark), bestimmte Kompetenzen oder den Dienstleistungsaspekt betonen,
wie Urban Konzept, Planwerk oder Landschaft
planen und bauen.
Büronamen wie Coop Himmelb(l)au, Propeller Z,
Alles wird gut, Querkraft oder Caramel muss es nicht
nur in Wien geben. Daran erinnern nicht zuletzt die
Baufrösche in Kassel und die sehr viel jüngeren Complizen in Halle/Berlin. Ein Name, der sich einprägt
und auch nach einigen Jahren nichts an Originalität
70-,&3
4*&,."//
(.#)
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34 */(&
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4 Die Typografie ist eine Kunst sparsamer Ausdrucksmittel. Geläufig ist es, die Namen der Büropartner mit einem »+« oder dem kaufmännischen
Und (&) zu verbinden. Etwas bemüht originell und
modisch erscheint dagegen typografisch Verspieltes wie verbindende Unterstriche, Punkte mitten im Wort, hochgestellte Zahlen, gekippte Buchstaben, Schrägstriche u.Ä. Eine Modeerscheinung
des Sprach-Tuning ist auch die Binnenversalie,
also Großbuchstaben in zusammengesetzten Worten.
4 Bei ihrem Büroschriftzug haben Architekten eine
Vorliebe für die Kleinschreibung, – eine Reminiszenz an die Bauhaus-Zeit. Dem homogenen
Schriftbild kleiner Buchstaben stehen aber auch
Nachteile gegenüber: Die große Type ist häufig die
reizvollere.
4 In Deutschland sind grafische Bildelemente bei
Planer-Logos bislang kaum gebräuchlich. Sie können Ihren Schriftzug durchaus zum Blickfang machen. Jedoch muss das Motiv im Duktus zur Arbeit
eines Ingenieur- bzw. Gestaltungsberufs passen.
VOLKER SIEKMANN
ARCHITEKTEN
"3
Abb. II 1.1 Themenbroschüre des Büros agn Paul Niederberghaus
& Partner zum Thema Industriebau – verständnis und Erfahrungen
verloren hat, ist gar nicht so leicht gefunden. Aus den
beschriebenen Möglichkeiten sowie den gestalterischen Trends, die bei Architekten und Planern zu
beobachten sind, ergeben sich folgende Hinweise für
den Anwender:
Abb. II 1.1 Themenbroschüre des Büros agn Paul Niederberghaus
& Partner zum Thema Industriebau – verständnis und Erfahrungen
Abb. II 1.1 Themenbroschüre des Büros agn Paul Niederberghaus
& Partner zum Thema Industriebau – verständnis und Erfahrungen
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68
3. »Offensive : Architektur« Ratgeber Präsentation, PR und Marketing für Architekten (vergriffen)
——Mit Beiträgen von Wilfried Dechau, Jan R. Krause u.a.
192 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, Berlin 2005
——Leistungen: Idee und Konzeption, Recherche, Auswahl und Briefing Co-Autoren, Schnittstelle
Grafik, Redaktion und Gesamtkoordinierung
——Auftraggeber: JOVIS Verlag, Berlin
——Herausgeber: Frank Peter Jäger
»Offensive Architektur ist als Praxis-Handbuch konzipiert und zeigt Architekten anhand zahlreicher Gestaltungsbeispiele, Checklisten und Interviews Wege zur wirkungsvollen Präsentation und Medienarbeit.« (Rückentext).
4. »Neues Quartier Vulkan.Köln – Leben und Arbeiten im Industriedenkmal«
——96 Seiten, Berlin 2005
——Leistungen: Inhalts- und Gestaltungskonzept, Text, Redaktion und Gesamtkoordinierung
——Auftraggeber: Vulkan Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG
——Herausgeber: Frank Peter Jäger
Das reich bebilderte Buch dokumentiert die Revitalisierung der ehemaligen Leuchtenfabrik
VULKAN, eines Industriedenkmals im Kölner Stadtteil Ehrenfeld zu einem lebendigen Büround Wohnstandort.
5. »Dorotheenhöfe – Oswald Mathias Ungers baut in Berlin«
——80 Seiten, Berlin 2004
——Leistungen
Idee und Strukturkonzept, Redaktion, Recherche, Gesamtkoordinierung
——Auftraggeber: Hühne Immobilien GmbH
——Herausgeber: Frank Peter Jäger
Aus Anlass der Fertigstellung des Bürohausensembles Dorotheenhöfe in Berlin-Mitte dokumentiert das Buch auch das übrige Berliner Werk von Oswald Mathias Ungers.
2
Frank Peter Jäger
Architekturjournalismus
1. »Konstruktivistische Landmarke«
Beitrag in der DBZ (Deutsche Bauzeitschrift) über den Jübergturm in Hemer, Heft 11/2010
2. »Die offene Mitte«
Beitrag in der DBZ (Deutsche Bauzeitschrift) über das ThyssenKrupp Quartier in Essen,
Heft 12/2010.
3. »Neu in ... Dohna (bei Dresden) – Renaissancehaus auf Gut Garming«
Kurzkritik, in db deutsche bauzeitung, Heft 07/2008
4. »DGNB-Gütesiegel – Nachhaltig in jeder Beziehung«
Beitrag in DETAIL Green, Heft 1/2009
5. »Keine Angst vor neuen Kunden – Wege der Auftragsbeschaffung«
Fachartikel zum Thema Akquisition im Architekturbüro,
erschienen in der Schweizer Zeitschrift MODULOR, Heft 4/2010
3.
4.
5.
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Frank Peter Jäger
6.»Mut zur Lücke – Projektportrait Erweiterungsbau in Köln-Weiss, Häuser«
Heft 6/ 2003 (Fotos: Robertino Nikolic)
7. »Das Prinzip Tennisschläger«
Bericht über das ThyssenKrupp Quartier in Essen
in der Frankfurter Allgemeinen (Technik & Motor)
8. »Die Japaner sind fasziniert«
Architekturkritik auf der Kulturseite der Märkischen Allgemeinen, Potsdam
riesengroße Visitenkarte«
Technik9.»Die
und Motor
Technik und Motor
Ausstellunsbericht im Feuilleton der Südwest Presse, Ulm
DIENS TAG, 12. OK T OBER 2010 · NR. 237
SEITE T 6 · DIENS TAG, 12. OK T OBER 2010 · NR. 237
nd Produkte
ne neue mechanische UhrenreiPremium. Es handelt sich dabei
reizeigermodelle, die sich im Dee Taschenuhren anlehnen. Alle
haben ein im Durchmesser 42
es Gehäuse aus Edelstahl, auf der
eidseitig bombiertes und kratzfesmit klassischer Zwiebelkrone sofach verschraubten Glasboden.
ht den Blick auf das mit gebläuversehene Handaufzugswerk mit
ngreserve. Das in der Epsilon 1
Zifferblatt zeigt die Kleine Sekunie Ziffern sind im Reliefdruck aufdie „12“ leuchtet in Rot. Epsilon 2
ndige Version, Nummer 3 und 4
e Ziffern, Epsilon 5 und 6 (Bild)
aditionellen Flieger-Design mit
eißen Ziffern und Zeigern. Mit
er braunem Lederband kosten
und 645 (Flieger) Euro. (smm.)
Signalfarbe Rot erhältlich ist, filmt in voller HighDefinition-Auflösung. Fotos schießt er ebenfalls.
4,7 Megapixel nennen die Datenblätter für den
Standbild-Modus. Besonders praktisch: Die integrierte Software „Intelli Studio“ erlaubt die Bearbeitung und den Schnitt des Filmmaterials bereits im Kamkorder. (tu.)
HIFI
Lässt iPods besser klingen
Für die Jünger moderner Speichermedien hat
der unermüdliche Frankfurter Röhren-Spezialist
Thomas Reußenzehn etwas Neues: den Tube Rehub. Er soll mobile Digitalspieler wie iPods oder
Smartphones musikalisch auf Trab bringen,
wenn sie ihren Inhalt über eine hochwertige
HiFi-Anlage wiedergeben sollen. Haupthindernis dabei ist vor allem der niedrige Ausgangspegel dieser Geräte, der den Normwert von 0,775
Volt meist nicht erreicht. Folge davon ist ein
eher schmalbrüstiger Klang des datenreduzierten Materials. Der Tube Rehub wandelt gängige
Digitalsignale im S/PDIF-Standard bei einer Abtastrate bis 192 Kilohertz mit Hilfe von Röhrentechnik in ein analoges Format, das über CinchKabel an die HiFi-Anlage weitergereicht werden
kann. So wird ein wärmerer und brillanter Klang
von nahezu CD-Niveau erzielt. Mobile Player
und Smartphones können über einen umschaltbaren Eingang entweder direkt oder über eine
vorhandene Dockingstation angeschlossen werden. Das Gerät in der üblichen Breite von 43
Zentimeter mit Stahlgehäuse und Aluminiumfront verbraucht nur 4,5 Watt. Es kostet rund 400
Euro, die Zahl der Eingänge kann auf Kundenwunsch gegen Aufpreis vergrößert werden. (Li.)
HAUS UND GARTEN
Genießerisch Kaffee kochen
Die Enjoy-Geräteserie ist künftig der Einstieg
ins Kaffeemaschinensortiment von Melitta. Es
gibt sie in Schwarz-Rot oder Schwarz-Weiß, jeweils mit dem „Aroma-Selector“, mit dem
man den Stärkegrad des Kaffees ganz nach Geschmack individuell einstellen kann. Gebrüht
wird mit etwas über 90 Grad. Enjoy kommt in
zwei Versionen: Enjoy Glas mit gläserner Kanne für zehn Tassen und Enjoy Therm mit Thermokanne für acht Tassen, mit Einhandbedie-
nung und Durchbrühdeckel. Therm schaltet
sich nach 15 Minuten automatisch ab. Beide
haben einen herausnehmbaren Filtereinsatz,
transparenten Wasserbehälter nebst Wasserstandsanzeiger und einen Tropfstopp. Sie
kosten 29,95 und
39,95 Euro und können mit einem im Design passenden kabellosen Wasserkocher
mit 1,7 Liter Fassungsvermögen und 2400
Watt Leistung ergänzt
werden. Für 29,95
Euro bietet er Dampfstoppautomatik, beidseitige Wasserstandsanzeige und einen herausnehmbaren Ausgießfilter. (smm.)
VERKEHRSSICHERHEIT
Gefährliche Traktoren
Kollisionen mit Traktoren passieren zwar vergleichsweise selten, aber die Folgen für die
Unfallbeteiligten sind gravierender als bei anderen Fahrzeuggattungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von 1010 Unfällen
mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen – so
die offizielle Bezeichnung von Traktoren –, die
von der Unfallforschung der Versicherer (UDV)
gemeinsam mit zwei Versicherungsgesellschaften in einer Datenbank zusammengetragen wurden. Laut Angaben des Statistischen
Bundesamtes kamen 2008 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) bei Unfällen mit Traktoren
53 Menschen ums Leben, 563 wurden schwer
verletzt. Auffallend hoch ist der Anteil motorisierter Zweiradfahrer, die mit 39,8 Prozent der
Schwerverletzten und Getöteten sogar noch
mehr Verunglückte stellten als die Autofahrer
mit 38,2 Prozent. Ein Crashtest bei der UDV
zeigte, dass ein mit 70 km/h gegen einen Traktor prallender Motorradfahrer so gut wie keine Überlebenschancen hat. Sein diesbezügliches Risiko ist viermal so hoch wie für Autofahrer. Zu den Hauptunfallursachen zählt die unzureichende Beschleunigung von Traktoren,
besonders im Anhängerbetrieb, wenn sie aus
Feldwegen oder Hofeinfahrten auf bevorrechtigte Straßen einbiegen oder diese überqueren. Als Präventivmaßnahmen empfiehlt die
UDV ein verbessertes Signalbild von Traktoren, beispielsweise durch Rundumleuchten,
Reflexfolien oder Konturmarkierungen, sowie
einen seitlichen Unterfahrschutz für landwirtschaftliche Anhänger. Nachholbedarf bestehe
auch in der Ausbildung junger Fahrer, weil die
Gruppe der 15- bis 24-jährigen Traktorlenker
überproportional häufig an Kollisionen beteiligt sei. (hwm).
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Praxis und Produkte
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eichzeitig das Motiv im Visier bezt eine gekröpfte Haltung der filvoraus. Samsung will die Winkelkompensieren: Der jüngste Kamses, HMX-T10 genannt und etwa
nd, reckt sein Objektiv in einem
l von 25 Grad nach oben. Der
arat, der unter anderem in der
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
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„… Signalfarbe Rot erhältlich ist, filmt in voller HighDefinition-Auflösung. Fotos schießt er ebenfalls.
4,7 Megapixel nennen die Datenblätter für den
Standbild-Modus. Besonders praktisch: Die integrierte Software „Intelli Studio“ erlaubt die Bearbeitung und den Schnitt des Filmmaterials bereits im Kamkorder. (tu.)
HIFI
UHREN
Dugena
Epsilon heißt eine neue mechanische Uhrenreihe von Dugena Premium. Es handelt sich dabei
um klassische Dreizeigermodelle, die sich im Design an frühere Taschenuhren anlehnen. Alle
sechs Varianten haben ein im Durchmesser 42
Millimeter großes Gehäuse aus Edelstahl, auf der
Oberseite ein beidseitig bombiertes und kratzfestes Saphirglas mit klassischer Zwiebelkrone sowie einen fünffach verschraubten Glasboden.
Dieser ermöglicht den Blick auf das mit gebläuten Schrauben versehene Handaufzugswerk mit
48 Stunden Gangreserve. Das in der Epsilon 1
schwarze Lack-Zifferblatt zeigt die Kleine Sekunde bei der „6“, die Ziffern sind im Reliefdruck aufgebracht, und die „12“ leuchtet in Rot. Epsilon 2
ist die weißgrundige Version, Nummer 3 und 4
zeigen römische Ziffern, Epsilon 5 und 6 (Bild)
kommen im traditionellen Flieger-Design mit
leuchtenden weißen Ziffern und Zeigern. Mit
schwarzem oder braunem Lederband kosten
die Epsilon 595 und 645 (Flieger) Euro. (smm.)
Lässt iPods besser klingen
Für die Jünger moderner Speichermedien hat
der unermüdliche Frankfurter Röhren-Spezialist
Thomas Reußenzehn etwas Neues: den Tube Rehub. Er soll mobile Digitalspieler wie iPods oder
Smartphones musikalisch auf Trab bringen,
wenn sie ihren Inhalt über eine hochwertige
HiFi-Anlage wiedergeben sollen. Haupthindernis dabei ist vor allem der niedrige Ausgangspegel dieser Geräte, der den Normwert von 0,775
Volt meist nicht erreicht. Folge davon ist ein
eher schmalbrüstiger Klang des datenreduzierten Materials. Der Tube Rehub wandelt gängige
Digitalsignale im S/PDIF-Standard bei einer Abtastrate bis 192 Kilohertz mit Hilfe von Röhrentechnik in ein analoges Format, das über CinchKabel an die HiFi-Anlage weitergereicht werden
kann. So wird ein wärmerer und brillanter Klang
nung und Durchbrühdeckel. Therm schaltet
sich nach 15 Minuten automatisch ab. Beide
haben einen herausnehmbaren Filtereinsatz,
transparenten Wasserbehälter nebst Wasserstandsanzeiger und einen Tropfstopp. Sie
kosten 29,95 und
39,95 Euro und können mit einem im Design passenden kabellosen Wasserkocher
mit 1,7 Liter Fassungsvermögen und 2400
Watt Leistung ergänzt
werden. Für 29,95
Euro bietet er Dampfstoppautomatik, beidseitige Wasserstandsanzeige und einen herausnehmbaren Ausgießfilter. (smm.)
VERKEHRSSICHERHEIT
Gefährliche Traktoren
Kollisionen mit Traktoren passieren zwar vergleichsweise selten, aber die Folgen für die
Unfallbeteiligten sind gravierender als bei anderen Fahrzeuggattungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von 1010 Unfällen
mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen – so
die offizielle Bezeichnung von Traktoren –, die
von der Unfallforschung der Versicherer (UDV)
gemeinsam mit zwei Versicherungsgesellschaften in einer Datenbank zusammengetragen wurden. Laut Angaben des Statistischen
VIDEO
Bundesamtes kamen 2008 (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) bei Unfällen mit Traktoren
Aufwärts den Blick
53 Menschen ums Leben, 563 wurden schwer
verletzt. Auffallend hoch ist der Anteil motoriHobbyfilmer verbiegen sich gern mal das Handvon nahezu CD-Niveau erzielt. Mobile Player
sierter Zweiradfahrer, die mit 39,8 Prozent der
gelenk: Aus plausibler Distanz auf den Monitor
und Smartphones können über einen umschaltSchwerverletzten und Getöteten sogar noch
schauen und gleichzeitig das Motiv im Visier bebaren Eingang entweder direkt oder über eine
mehr Verunglückte stellten als die Autofahrer
halten – das setzt eine gekröpfte Haltung der filvorhandene Dockingstation angeschlossen wermit 38,2 Prozent. Ein Crashtest bei der UDV
menden Faust voraus. Samsung will die WinkelRiesenfenster:
Ein Netz aus Der
vertikalen
und horizontalen
Stahlseilen
sorgt fürBreite
Stabilität
und Flexibilität
Fotos
Christian
Richters
den. Das Gerät
in der üblichen
von 43
zeigte, dass ein mit 70 km/h
gegen
einen
Trakakrobatik jetzt kompensieren:
jüngste KamZentimeter mit Stahlgehäuse und Aluminiumtor prallender Motorradfahrer so gut wie keikorder des Hauses, HMX-T10 genannt und etwa
front verbraucht nur 4,5 Watt. Es kostet rund 400
ne Überlebenschancen hat. Sein diesbezügli350 Euro kostend, reckt sein Objektiv in einem
Euro, die Zahl der Eingänge kann auf Kundenches Risiko ist viermal so hoch wie für AutofahNeigungswinkel von 25 Grad nach oben. Der
wunsch gegen Aufpreis vergrößert werden. (Li.)
rer. Zu den Hauptunfallursachen zählt die unschmucke Apparat, der unter anderem in der
zureichende Beschleunigung von Traktoren,
besonders im Anhängerbetrieb, wenn sie aus
HAUS UND GARTEN
enn Architek- ThyssenKrupp hat in Essen seine neue Konzernzentrale
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oder Konturmarkierungen,
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Von
Frank
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und weme, gesäumt von breiten
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Das Prinzip Tennisschläger
Das Prinzip Tennisschläger
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im Glanz von Chrom und
Marmor spiegelt. Die ThyssenKrupp AG hat in Essen
soeben ihre neue Konzernzentrale bezogen, das sogenannte
ThyssenKrupp
Quartier. Es weicht in manchem von geläufigen Erwartungen an Unternehmensarchitektur ab, denn
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die Planer für ein Designglas
mit Weißglasscheiben als Isolierverglasung. Seine Außenseite bildet eine 12 Millimeter Einscheiben-Sicherheitsverglasung, hinter einem
Zwischenraum von 16 Millimetern folgen 2 × 8 Millimeter Verbundsicherheitsglas;
dieses ist mit einer 1,52 Millimeter starken PVB-Folie als
Sonnenschutz versehen.
Dass das Gebäude Q1 von
der Deutschen Gesellschaft
für Nachhaltiges Bauen
(DGNB e.V.) als VorzertifiGütesiegel in Gold erkat
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das gute Abschneiden ist eine
ausgereifte
Kombination
energetischer Features wie
Geothermie, Wärmerückgewinnung, Bauteilaktivierung.
Die 400 000 beweglichen
Edelstahllamellen, die in Essen prototypisch zur Anwendung kommen, werden automatisch dem Sonnenstand
nachgeführt und schützen die Büroetagen
vor Überhitzung. Für das Atrium dagegen
verzichtete man, abgesehen von der Glasbeschichtung, auf Sonnenschutz ebenso
wie auf eine künstliche Klimatisierung.
Am oberen und unteren Ende der Glaswände befinden sich Lüftungsklappen,
durch die erwärmte Luft abziehen und kühlere eintreten kann, wie in einen Kamin.
Sowohl von Norden als auch von Süden geht der Blick ungehindert durch das
Gebäude – was erstaunt, denn von vielen
Neubauten kennt man das Problem, dass
Sonnenschutzglas gerade tagsüber ganz
und gar nicht transparent wirkt. „Ange-
Fotos Christian Richt
enn Architek- ThyssenKrupp hat in Essen seine neue Konzernzentrale
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auf Stützen oder hängt als „curtain wall“, sondern ist
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Von
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soeben ihre neue Konzernseite bildet eine 12 Millim
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Sonderkonstruktion, die ähnlich der Be- die Konstruktion dadurch Schaden
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niert: Die Seilkonstruktion ist extrem elas- Projekt im Büro Sobek mit seiner Kolle- und gar nicht transparent wirkt. „Ang
7.
9.
4
Frank Peter Jäger
Architekturdokumentation, Corporate Publishing
Dokumentation 595
Der Glashof – Veranstaltungssaal
für das Jüdische Museum Berlin
1. »Der Glashof – Veranstaltungssaal für das Jüdische Museum Berlin«, Dokumentation 595 des Stahl-Informations-Zentrums
——Leistungen: Konzept, Redaktion und Produktionskoordinierung (Grafik: Kattrin Richter)
——Auftraggeber: Stahl-Informations-Zentrum, Düsseldorf
Der Glashof – Veranstaltungssaal für das Jüdische Museum Berlin
Stahlbau jenseits des Alltäglichen
Gerüst in Gestalt von vier stählernen Stützenbündeln ins Zentrum seiner gestalterischen Überlegungen zu rücken.
Zu den besonderen Herausforderungen des
Erweiterungsbaus gehört auch das für den Stahlbau scheinbar Nebensächliche: die Anforderung,
den neuen Trakt in den Museumshof einzufügen,
ohne dabei das barocke Kollegienhaus in seiner
Erscheinung zu überformen.
Stahlbau jenseits des Alltäglichen
Der Glashof des Jüdischen Museums Berlin war eine reizvolle Herausforderung
für Stahlbauer, Architekten und Tragwerksplaner
Die architektonische Wirkung des 2001 eröffneten Jüdischen Museums Berlin geht ganz maßgeblich von seinen Fassaden und den durch sie
umschlossenen Räumen aus. Das Zusammenspiel
von Wand, Öffnungen und Raumgefüge formiert –
gemeinsam mit seinen symbolischen Bezügen –
die architektonische Gestalt dieses vielschichtigen Bauwerks. Beim Glashof, dem in den Hof
des früheren Kammergerichts eingefügten Veranstaltungssaal, verhält es sich beinah umgekehrt:
Fast alle Wände gehören einem anderen Haus,
der umschlossene Raum bietet als solcher kein
Geheimnis. Anders aber als im Museum sind die
Stützen dem Betrachter hier nirgendwo verborgen. Und sicher war das einer der Gründe, die
Daniel Libeskind veranlassten, das konstruktive
Stahl-Informations-Zentrum
Das Dokument soll vierfarbig + der Sonderfarbe HKS 43 gedruckt werden..
Oben:
Das Dachtragwerk
(Teilansicht)
1
2
3
4
5
6
7
Glasdach, Gefälle 4 %
Dachrinne hinter Stahlverkleidung
Primäre Dachstruktur
Randbalken zur Aufhängung der Glasfassade
Anschlussverglasung zum Altbau
Unterer Fassadenträger
Vordere Fassadenfront mit Falt-Schiebe-Türen
Ein maßgeschneidertes Brandschutzkonzept
Der Entwurf wird der denkmalpflegerisch
sensiblen Situation gerecht, da eine vermittelnde
Differenzfassade als Zäsur zwischen barockem
Altbau und Glashof beide Bauwerke als unabhängige Bestandteile eines Ensembles erkennen lässt.
Nur an drei Punkten gewährleisten konstruktive
Verbindungen mit dem Altbau die seitliche Aussteifung. Das begünstigt den Eindruck eines freistehenden Hofgebäudes. Das Erscheinungsbild
der es umschließenden historischen Fassade wurde kaum beeinträchtigt. Durch die neue Nutzung
des Hofes waren zwei frühere Fluchtwege nur
1
2
3
4
noch eingeschränkt nutzbar, zusätzlich mussten
die Brandabschnitte neu hergestellt werden. Um
trotz der räumlichen Einschränkungen zu einem
schlüssigen Brandschutzkonzept zu gelangen,
entschied man sich für Feuerschutzvorhänge an
der Innenseite der Altbau-Fassaden.
Die Integration des Glashofes in den Altbau
zu verwirklichen erwies sich als planerisch anspruchsvoll – nicht zuletzt, weil sich die Bestandspläne vom historischen Altbau als lückenhaft entpuppten. Jede Wand barg Überraschungen.
Eine absehbare Herausforderung bildete
dagegen der Entwurf selbst. Dessen souveräne
Verbindung von Neuem und Bestehendem, von
eleganter Erfüllung seiner funktionalen Aufgaben
und der formalen Korrespondenz mit dem 2001
eröffneten Hauptbau des Museums setzte auch
konstruktiv hohe Maßstäbe. Da Libeskind die Erweiterung selbst plante, tragen der silbern glänzende und der gläserne Bau eine wiedererkennbare Handschrift. Dennoch hat der Glashof einen
ganz eigenen Charakter. Symbolisiert der gezackte
Museumsbau mit seinen zahlreichen Richtungs-
5
OK vordere Regenrinne
Glasdach Neubau + 12,40
+12.40 OK vordere Regenrinne Glasdach Neubau
UK Dachträger Neubau
inkl. Verblechung + 11,79
+11.79 UK Dachträger Neubau inkl. Verblechung
+0.13 OK FFB
Gesamtansicht
6
7
12
13
2. »BAUTEN – ORTE – SCHNITTPUNKTE« JSWD Architekten, Büroportfolio
——Leistungen: Konzept, Redaktion und Produktionskoordinierung
——Grafik: Kattrin Richter Grafikdesign
——Auftraggeber: JSWD Architekten
jswd Architekten
HOTELAND
ANDYOUTH
YOUTHHOSTEL,
HOSTEL,PARIS
PARIS
HOTEL
15 | | 15
14
15
14
15
BAUTEN BUildiNgs
ORTE PlAcEs
scHNiTTPUNKTE iNTERsEcTiONs
DieMagasins
MagasinsGénéraux,
Généraux,zwei
zweium
um1850
1850erricherrich- Built
Built around
around1850
1850, ,Magasins
MagasinsGénéraux
Générauxwere
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Die
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ihren Proportionen
Proportionen identische
identische GetreiGetrei- proportionally
proportionally identical
identical grain
grain storehouses,
storehouses,
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despeicher, waren
waren Teil
Teil einer
einer klassizistischen
klassizistischen acting
acting asasaapart
partofofaaneo-Classicist
neo-Classicistcomplex
complex
despeicher,
Anlage,die
diebis
biszur
zurRotunde,
Rotunde,einem
einemvon
vonClauClau- which
which continued
continued up
up toto the
the rotunda
rotunda built
built inin
Anlage,
1784errichteten
errichtetenZollhaus,
Zollhaus, 1884
1884by
byClaude-Nicolas
Claude-NicolasLedoux
Ledouxon
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theoppooppode-NicolasLedoux
Ledoux1784
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dergegenüberliegenden
gegenüberliegendenSeite
Seitedes
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Ensembleszerstört.
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the City
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eingebettetinineine
eineGesamtplanung
Gesamtplanungzur
zur part
partofofaageneral
generalurban
urbandevelopment
developmentproject
project
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Aufwertungdes
desBassins.
Bassins.Mit
Mitder
derFertigstellung
Fertigstellung totogentrify
gentrifythe
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Withthe
thecompletion
completionofof
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desHotels
Hotelsininder
derKubatur
Kubaturdes
desfrüheren
früherenSpeiSpei- the
thehotel
hotelwith
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theold
oldstorehouse’s
storehouse’scubature,
cubature,
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ZielWirklichkeit.
Wirklichkeit.Im
ImSomSom- this
this goal
goal has
has been
been reached.
reached.InIn the
the summer
summer
chers
mersind
sinddie
dieUfer
Uferdes
desBeckens
Beckensdicht
dichtbevölkert
bevölkert months,
months,the
thebasin’s
basin’sbanks
banksare
arefull
fullofofstrollers
strollers
mer
mitSpaziergängern
Spaziergängernund
undPicknick-Gruppen.
Picknick-Gruppen.
mit
andpicnic
picnicgroups.
groups.
and
5
Frank Peter Jäger
3. »Das zweite Leben«, First Floor 12, Architekturmagazin von Bauwerk-Parkett
Bericht über den Umbau des Kölner Hafenspeichers Halle 11 zum Wohn- und Bürohaus
— Leistungen: Text, Recherche, Konzept
— Auftraggeber: Gesellschaft für Knowhow-Transfer in Architektur und Bauwesen mbH
8
HALLE 11 IN KÖLN
Das zweite Leben
Die Umgestaltung des Kölner Rheinauhafens zu
einem urbanen Arbeits- und Wohnstandort am
Wasser ist weitgehend vollendet. Neben Neubauten
wie den drei weithin sichtbaren Kranhäusern war die
Umwidmung einer Reihe früherer Speichergebäude
fester Bestandteil des städtebaulichen Konzepts.
Zu den revitalisiereden Speichern gehört auch
die Halle 11, ein 1898 als Teil des Kölner Zollhafens
errichtetes Speichergebäude. Bis Anfang 2009 bauten JSWD Architekten im Auftrag der PLB Pareto
Immobilien GmbH den denkmalgeschützten Speicher zum Wohn– und Bürohaus um. Die neue Halle
11 hat zwei Gesichter: An der Rheinseite wich die
geschlossene Wand des Lagerhauses einer von
breiten Loggien bestimmten, räumlich gestaffelten
Fassade, gegliedert durch bronzefarben schimmernde Brüstungen. Allein die gemauerte
Sockelzone verrät die von der neuen Hülle umfangene, historische Basis. Dagegen zeigen sich die
110 Jahre alten Fassaden aus schwarzem
Lavabasalt und hellem Tuffstein an der stadtzugewandten Seite aufgefrischt und behutsam ergänzt.
Der Entwurf für das ursprüngliche Speichergebäude stammt von dem Architekten Bernhard
Below, Partner des um die Jahrhundertwende
vielbeschäftigten Büros Schreiterer und Below.
Leitmotiv für die gotisierende Erscheinung der
Halle 11 war in Material (Tuffstein und Lavabasalt)
wie Formensprache der Gürzenich, Kölns spätmittelalterlicher Festsaal. Die Deutsche Bauzeitung
lobte im Jahr der Fertigstellung das Ergebnis: Die
Hallen seien „nicht im Sinne eines weitgehenden
Formenreichthums“ gestaltet, „sondern aus echten Baustoffen in einfacher, den Kunstformen aus
Kölns alter Blütezeit angepasster Ausbildung“
(DBZ 23.1898, S. 269). Unter dem 3,70 Meter
hohen, romanisch anmutenden Mauerwerksgewölbe im Erdgeschoss der Halle verbirgt sich ein
Stahlskelett. Das mittelalterliche Gewand war also
bautechnisch auf der Höhe der Zeit. Das Dach
des Speichers und zwei Drittel der Rheinfassade
wurden im 2. Weltkrieg durch Bombentreffer zerstört. Beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren
ersetzte man die zerstörten Fassadenpartien
durch eine schmucklose, von liegenden Fensterbändern gegliederte Putzfassade. Im Zuge dieser
notdürftigen Instandsetzung büsste das Gebäude
auch seinen Zinnenschmuck ein.
Die Halle 11 steht in prominenter Nachbarschaft zu den
für den Rheinauhafen prägenden Kranhäusern.
Diese Ausgangssituation legte im Fall der
Halle 11 das Konzept einer bewussten, deutlich
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