Solar Info Center - SolarBau : MONITOR

Werbung
22 SIC
13.12.2005
15:17 Uhr
Seite 1
Projektportrait
Besonderheiten
Portrait Nr. 22
Solar Info Center
Büro und
Verwaltung
Institute, Schulen
und Hochschulen
Verkaufsstätten
Das Solar Info Center in Freiburg bietet als
Investorenprojekt Raum für Unternehmen, die
Produkt- und Servicedienstleistungen im
Bereich der erneuerbaren Energien anbieten.
Das Raumkonzept beinhaltet Büros, einen
Tagungsbereich, verschiedene Technikumsbereiche, einen Verkaufsmarkt und einen
Gastronomiebereich.
Der U-förmige Gebäudekomplex schließt sich
um einen Hofbereich. An drei Seiten des Gebäudes grenzen Straßen an. In der baulichen
Nachbarschaft befindet sich das Flughafenareal, weitere Gebäude, die der Forschung
und Lehre dienen und die Freiburger Neue
Messe. Es besteht eine Anbindung an den
öffentlichen Nahverkehr.
Ausgangspunkt für die Überlegungen zur
Heizwärmeversorgung war eine Fernwärmeleitung der Uniklinik Freiburg, die über das
Grundstück verlief. So entstand das Konzept,
die gesamte Heizwärme für das SIC bilanziell
durch Optimierungsmaßnahmen bei der
Wärmerückgewinnung im Heizkraftwerk zu
decken.
Die Fläche wird zu 75 % für Bürozwecke genutzt, zu 12 % für Seminare und Ausstellungen, zu 9 % für die Technikumsbereiche und
zu 4 % für den Verkaufsmarkt und die gebäudeinterne Gastronomie.
Insgesamt stehen Räumlichkeiten für bis zu
400 Arbeitsplätze zur Verfügung.
Die Haustechnik des Gebäudes ist darauf ausgelegt, dass die einzelnen Zonen voneinander
unabhängig bedient werden können und bei
Nichtbelegung einer Zone, diese auch abgeschaltet werden kann.
Die Kosten für die Wärmerückgewinnung
werden vom SIC über den Wärmeabnahmepreis finanziert. Zur Wärmebereitstellung entstehen dem Verbraucher keine Mehrkosten im
Vergleich zu einer konventionellen Lösung.
Produktionsstätten
22
Heil- und Pflegeeinrichtungen
Hotels und
Gastronomie
Integraler
Entwurfsprozess
Simulation
Für die Heizwärmeversorgung des SIC ist
somit bilanziell kein zusätzlicher fossiler
Brennstoff notwendig. Es wird sogar mehr
Heizwärme (rund 17 %) zur Verfügung
gestellt, als das SIC rechnerisch benötigt.
Erhöhter
Wärmeschutz
Die Wärmeversorgung wurde vom Zentrum
für angewandte Forschung in Stuttgart
als 100 % emissionsfrei bewertet.
Tageslichtnutzung
Passive
Kühlung
Atrium
Solarthermie
Solarstrom
Wärmerückgewinnung
N
Erdwärme -,
Erdkältenutzung
Emmy-Noether-Straße
Kraft-/WärmeKopplung
Berliner Al
lee
Abb. 1: Grundriss 1.OG
Impressum
Wärme-/KälteVerbund
SolarBau : MONITOR
Dieses Dokument wurde im Rah
forschungsprojekts »SolarBau : M
Die Begleitforschung dokument
und kommuniziert die Ergebniss
Demonstrationsprojekte des För
Energieoptimiertes Bauen des B
Die Verantwortung für den Inha
liegt bei der Bergischen Univers
Kontaktadresse:
Gesamtverantwortung und Ko
Dokumentation und Analyse
Fraunhofer-Institut
für Solare Energiesysteme ISE
Herr Herkel
Heidenhofstr. 2
79110 Freiburg
Telefon (0761) 45 88-51 17
Telefax (0761) 45 88-90 00
e-mail: [email protected]
Universität Wuppertal
Herr Prof. Dr.-Ing. Voss
Fachbereich Architektur
Bauphysik und Technische Gebä
Pauluskirchstr. 7
42285 Wuppertal
Telefon (0202) 439-40 94
Telefax (0202) 439-42 96
e-mail: [email protected]
Kommunikation
sol°id°ar Architekten und Ingeni
Herr Dr. Löhnert
Forststr. 30
12163 Berlin
Lehre, Aus- und Weiterbildun
Universität Karlsruhe
Herr Prof. Wagner
Fakultät Architektur
Fachgebiet Bauphysik und
Technischer Ausbau (fbta)
Englerstr. 7
76128 Karlsruhe
Projektförderung
Bundesministerium für Wirtscha
und Arbeit BMWA
über
Projektträger PTJ
Herr Kratz
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Wärmepumpe
Abbildungsnachweis
H
Abb. 2: Schnitt
Abb. 3: Lageplan
weg
irten
Gebäudeautomation
Förderung durch das
Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit (BMWA)
Biomassenutzung
Regenwasserkonzept
2
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
Baustoffökologie
Titel: triolog
Abb. 1-2: Architekturbüro Epp
Abb. 3: triolog
Abb. 4, 6: FhG ISE
Abb. 7: Solares Bauen
Abb. 8-11: Hochschule Offenbu
1. Auflage, 2005
Besuchen Sie uns im Inter
http://www.solarbau.de
22 SIC
13.12.2005
15:17 Uhr
Seite 1
Projektportrait
Besonderheiten
Portrait Nr. 22
Solar Info Center
Büro und
Verwaltung
Institute, Schulen
und Hochschulen
Verkaufsstätten
Das Solar Info Center in Freiburg bietet als
Investorenprojekt Raum für Unternehmen, die
Produkt- und Servicedienstleistungen im
Bereich der erneuerbaren Energien anbieten.
Das Raumkonzept beinhaltet Büros, einen
Tagungsbereich, verschiedene Technikumsbereiche, einen Verkaufsmarkt und einen
Gastronomiebereich.
Der U-förmige Gebäudekomplex schließt sich
um einen Hofbereich. An drei Seiten des Gebäudes grenzen Straßen an. In der baulichen
Nachbarschaft befindet sich das Flughafenareal, weitere Gebäude, die der Forschung
und Lehre dienen und die Freiburger Neue
Messe. Es besteht eine Anbindung an den
öffentlichen Nahverkehr.
Ausgangspunkt für die Überlegungen zur
Heizwärmeversorgung war eine Fernwärmeleitung der Uniklinik Freiburg, die über das
Grundstück verlief. So entstand das Konzept,
die gesamte Heizwärme für das SIC bilanziell
durch Optimierungsmaßnahmen bei der
Wärmerückgewinnung im Heizkraftwerk zu
decken.
Die Fläche wird zu 75 % für Bürozwecke genutzt, zu 12 % für Seminare und Ausstellungen, zu 9 % für die Technikumsbereiche und
zu 4 % für den Verkaufsmarkt und die gebäudeinterne Gastronomie.
Insgesamt stehen Räumlichkeiten für bis zu
400 Arbeitsplätze zur Verfügung.
Die Haustechnik des Gebäudes ist darauf ausgelegt, dass die einzelnen Zonen voneinander
unabhängig bedient werden können und bei
Nichtbelegung einer Zone, diese auch abgeschaltet werden kann.
Die Kosten für die Wärmerückgewinnung
werden vom SIC über den Wärmeabnahmepreis finanziert. Zur Wärmebereitstellung entstehen dem Verbraucher keine Mehrkosten im
Vergleich zu einer konventionellen Lösung.
Produktionsstätten
22
Heil- und Pflegeeinrichtungen
Hotels und
Gastronomie
Integraler
Entwurfsprozess
Simulation
Für die Heizwärmeversorgung des SIC ist
somit bilanziell kein zusätzlicher fossiler
Brennstoff notwendig. Es wird sogar mehr
Heizwärme (rund 17 %) zur Verfügung
gestellt, als das SIC rechnerisch benötigt.
Erhöhter
Wärmeschutz
Die Wärmeversorgung wurde vom Zentrum
für angewandte Forschung in Stuttgart
als 100 % emissionsfrei bewertet.
Tageslichtnutzung
Passive
Kühlung
Atrium
Solarthermie
Solarstrom
Wärmerückgewinnung
N
Erdwärme -,
Erdkältenutzung
Emmy-Noether-Straße
Kraft-/WärmeKopplung
Berliner Al
lee
Abb. 1: Grundriss 1.OG
Impressum
Wärme-/KälteVerbund
SolarBau : MONITOR
Dieses Dokument wurde im Rah
forschungsprojekts »SolarBau : M
Die Begleitforschung dokument
und kommuniziert die Ergebniss
Demonstrationsprojekte des För
Energieoptimiertes Bauen des B
Die Verantwortung für den Inha
liegt bei der Bergischen Univers
Kontaktadresse:
Gesamtverantwortung und Ko
Dokumentation und Analyse
Fraunhofer-Institut
für Solare Energiesysteme ISE
Herr Herkel
Heidenhofstr. 2
79110 Freiburg
Telefon (0761) 45 88-51 17
Telefax (0761) 45 88-90 00
e-mail: [email protected]
Universität Wuppertal
Herr Prof. Dr.-Ing. Voss
Fachbereich Architektur
Bauphysik und Technische Gebä
Pauluskirchstr. 7
42285 Wuppertal
Telefon (0202) 439-40 94
Telefax (0202) 439-42 96
e-mail: [email protected]
Kommunikation
sol°id°ar Architekten und Ingeni
Herr Dr. Löhnert
Forststr. 30
12163 Berlin
Lehre, Aus- und Weiterbildun
Universität Karlsruhe
Herr Prof. Wagner
Fakultät Architektur
Fachgebiet Bauphysik und
Technischer Ausbau (fbta)
Englerstr. 7
76128 Karlsruhe
Projektförderung
Bundesministerium für Wirtscha
und Arbeit BMWA
über
Projektträger PTJ
Herr Kratz
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
Wärmepumpe
Abbildungsnachweis
H
Abb. 2: Schnitt
Abb. 3: Lageplan
weg
irten
Gebäudeautomation
Förderung durch das
Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit (BMWA)
Biomassenutzung
Regenwasserkonzept
2
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
Baustoffökologie
Titel: triolog
Abb. 1-2: Architekturbüro Epp
Abb. 3: triolog
Abb. 4, 6: FhG ISE
Abb. 7: Solares Bauen
Abb. 8-11: Hochschule Offenbu
1. Auflage, 2005
Besuchen Sie uns im Inter
http://www.solarbau.de
22 SIC
13.12.2005
15:17 Uhr
Seite 2
Gebäudeinformation
Erste Erfahrungen
Energiekonzept
GebäudeTechnikkon
Abb. 4: Rohrsystem der
Betonkerntemperierung in
einem ca. 60 m2 großen
Teilbereich des Gebäudes.
(Ausschnitt Foto ca. 0,40 m2)
Das SIC ist in Stahlbetonskelettbauweise errichtet. Der U-förmige Baukörper hat fünf
Obergeschosse und wird über vier Treppenhäuser erschlossen.
Das Gebäude ist vollständig unterkellert. Im
Untergeschoss befinden sich Technik und
Lagerräume sowie die Tiefgarage.
Die Tiefgarage mit dem gesamten Kellergeschoß liegt außerhalb der thermischen
Hülle.
Nutzung
Alle Dächer des Gebäudes sind Umkehrdächer,
die mit einer außenseitigen Dämmung als
Warmdächer ausgebildet sind. Die Fassaden
sind entweder mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, oder als PfostenRiegelfassaden mit Holz-Alu-Fenstern konstruiert.
Das anfallende Regenwasser wird vollständig
auf dem Gelände versickert. Die Versickerung
erfolgt in Mulden auf den Freiflächen um das
Gebäude. Die Tiefgaragendecke ist als Innenhoffläche begrünt, das dort anfallende Regenwasser wird zur Versickerung in zwei mit Kies
gefüllte Gräben unter der Garage geleitet.
Wärmeschutznachweis
Nutzungszeiten
Anzahl der NutzerInnen
Fertigstellung
Mo-Fr 6:30 - 20:00 Uhr
400
2003
Baukörper
Geschosse
mittlere Raumhöhe (NRI/NGF)
A/V-Verhältnis
6
2,99 m
0,29 m -1
Bauteil
U-Wert
W/(m2K)
0,19
0,19
1,30
0,59
0,50
1,18
58 %
Außenwände
Dach
Fenster
Boden gegen Erdreich
Mittlerer U-Wert (HT)
Mittlerer U-Wert zulässig (HT, max)
Unterschreitung von HT, max
Flächen und Volumen, DIN 277
Jahresheizwärmebedarf (Qh) nach EnEV
Volumen
Qh/V vorhanden
Qh/An vorhanden
BruttoRaumInhalt
53.629 m3 */ 73.793 m3 **
10,3 kWh/m3a
32,1 kWh/m2a
Flächen
NettoGrundFläche
13.833 m2 */ 19.422 m2 **
HauptNutzFläche
8.788 m2
Fensterflächen
Nord
49%
39%
* ohne Tiefgarage
** mit Tiefgarage
West
Ost
33%
Das Gebäude wurde Ende 2003 fertiggestellt
und ist mit Stand Mitte 2005 zu 73 % vermietet. Im ersten Jahr der Inbetriebnahme
wurden verschiedene Bau- und Steuerungsmängel erkannt und beseitigt. Beim Sonnenschutz, der Beleuchtung und der Lüftung
wurden Optimierungen vorgenommen.
Beispielsweise war es beim manuellen Betrieb
der Lüftung im Seminarraum zu Fehlbedienungen gekommen, die zu einem erhöhten
Stromverbrauch führten. Information und ein
komfortableres Bedienelement schafften
Abhilfe. Im Rahmen des Monitorings sind
weitere Optimierungen geplant.
Kurz vor Fertigstellung des Gebäudes wurden
Blower-Door-Messungen für einzelne
Bereiche im 1. und im 2. OG durchgeführt.
Diese ergaben bei 50 Pa Unterdruck einen
Messwert von 1,1 1/h für das 1. OG und
0,81 1/h für das 2. OG bei einem geplanten
Wert von 1,0 1/h. Da die Messungen vor
Baufertigstellung vorgenommen wurden,
konnten Leckagen im 1. OG, die teilweise in
partiell unverputzten Bereichen des Bauwerks
lagen, behoben werden.
Raumtemperaturmessungen im Sommer
2004 zeigen, dass bei hohen Außentemperaturen die Raumtemperaturen unter der
Außentemperatur liegen. Das passive Kühlkonzept gewährleistet dann einen guten
thermischen Komfort, wenn die Nutzer auf
die Umgebungsbedingungen reagieren.
Wichtig ist hierbei die richtige Bedienung des
Sonnenschutzes und nur dann – ergänzend
zur Lüftungsanlage - über die Fenster zu lüften, wenn die Außentemperatur unter der
Raumtemperatur liegt.
Das Gebäude unterschreitet die Anforderungen der EnEV`02 um 30 %. Die Baukörper
sind kompakt ausgebildet, insgesamt ergibt
sich ein A/V-Verhältnis von 0,29 m-1.
Der Gebäudekomplex ist an das Heizkraftwerk
der Universitätsklinik angeschlossen. Die
Wärme aus der über Einsparcontracting finanzierten Wärmerückgewinnung sorgt rechnerisch für eine hundertprozentige Deckung des
Wärmebezugs des SIC. Damit muss in der
Bilanz für die Wärmeerzeugung kein zusätzlicher fossiler Brennstoff eingesetzt werden.
Eine thermische Solaranlage deckt mit 34 m2
Flachkollektoren 50 % der Trinkwarmwassererzeugung für den Bürobereich, die Gastronomie und die Fahrradfahrerduschen, den
verbleibenden Anteil liefert die Fernwärme.
Um die Verluste auf Seiten der Wärmeverteilung gering zu halten, wurde die zentrale
Warmwasserbereitung auf vier Stränge –
Unterheizzentralen mit separater Trinkwassererwärmung – reduziert.
Drei der Unterheizzentralen werden jeweils
mit kleinen Solaranlagen (6 m2 Kollektorfläche)
ausgestattet, die Kollektorfläche der vierten
Anlage ist wegen zusätzlich angeschlossener
Verbraucher wie Gastronomie und Fahrradfahrerduschen, größer angelegt (16 m2).
Fünf Erdsonden mit einer Bohrtiefe von 80 m,
kühlen im Sommer das Foyer und den Seminarraum. Ein Wärmetauscher überträgt die
Kälte an die Zuluft des Seminarraums, die
Fußbodenkühlung im Foyer wird direkt durchströmt. Im Winter wird die Zuluft für den
Seminarraum mittels der Erdsonden temperiert und somit eine Vereisung der Wärmerückgewinnung vermieden.
PVGenerator
Netzstrom
Strom
Erdwärmesonden
Fernwärme
Wärme
Tab. 1: Kennwerte der Energieversorgung
m2
Fernwärme
Kollektoranlage
Solarstromanlage
Erdsonde
Spez. Leistung in W/m2 NGF
34,0
65,3*
295,5**
Kälte
Solarkollektor
Strom
kW
Wärme
kW
450,0
Kälte
kW
Lüftung und Heiz
Winterfall
In den Büros wird
paktheizkörper ver
reich und das Foye
heizkörper beheizt
und Seminarräume
zur Wärmeverteilu
Die Zuluft für die B
dämmte Zuluftelem
halb des Fensters
rung vermeidet Zu
Die Abluft wird mi
regelten Abluftanl
den Büros gesaug
ohne Wärmerückg
tagsüber beträgt k
des Abluftvolumen
der Außentempera
turen verringert sic
Fensterlüftung ist j
Der Gastronomieb
und der Seminarra
und Abluftanlage
Abb. 5: Energieversorgung
7,6*
49,0**
4,1
20,0
34,0
*Glasfassade, **Dach
DG
4.OG
41%
3.OG
Süd
2.OG
Anteil der Fensterflächen an den Fassadenflächen.
In Summe 0,23 m2 Fensterfläche je m2 NGF.
1.OG
Kosten
Bauwerkskosten Brutto, Stand Kostenberechnung
Bezug
BruttoRaumInhalt
DIN 277
NettoGrundFläche
DIN 277
3
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
EG
Baukonstruktion
DIN 276: KG 300
142 €/m3
Technische Anlagen
DIN 276: KG 400
43 €/m3
Bauwerkskosten
KG 300+KG 400
185 €/m3
541 €/m2
164 €/m2
705 €/m2
UG
Abb. 6: Die Solarstromanlage auf dem Gebäudedach
Fernwärme-Übergabestation
Abb. 7: Dezentrale solare Wärmeeinspeisung
Abb. 9: Die Stehleuc
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
4
22 SIC
13.12.2005
15:17 Uhr
Seite 2
Gebäudeinformation
Erste Erfahrungen
Energiekonzept
GebäudeTechnikkon
Abb. 4: Rohrsystem der
Betonkerntemperierung in
einem ca. 60 m2 großen
Teilbereich des Gebäudes.
(Ausschnitt Foto ca. 0,40 m2)
Das SIC ist in Stahlbetonskelettbauweise errichtet. Der U-förmige Baukörper hat fünf
Obergeschosse und wird über vier Treppenhäuser erschlossen.
Das Gebäude ist vollständig unterkellert. Im
Untergeschoss befinden sich Technik und
Lagerräume sowie die Tiefgarage.
Die Tiefgarage mit dem gesamten Kellergeschoß liegt außerhalb der thermischen
Hülle.
Nutzung
Alle Dächer des Gebäudes sind Umkehrdächer,
die mit einer außenseitigen Dämmung als
Warmdächer ausgebildet sind. Die Fassaden
sind entweder mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen, oder als PfostenRiegelfassaden mit Holz-Alu-Fenstern konstruiert.
Das anfallende Regenwasser wird vollständig
auf dem Gelände versickert. Die Versickerung
erfolgt in Mulden auf den Freiflächen um das
Gebäude. Die Tiefgaragendecke ist als Innenhoffläche begrünt, das dort anfallende Regenwasser wird zur Versickerung in zwei mit Kies
gefüllte Gräben unter der Garage geleitet.
Wärmeschutznachweis
Nutzungszeiten
Anzahl der NutzerInnen
Fertigstellung
Mo-Fr 6:30 - 20:00 Uhr
400
2003
Baukörper
Geschosse
mittlere Raumhöhe (NRI/NGF)
A/V-Verhältnis
6
2,99 m
0,29 m -1
Bauteil
U-Wert
W/(m2K)
0,19
0,19
1,30
0,59
0,50
1,18
58 %
Außenwände
Dach
Fenster
Boden gegen Erdreich
Mittlerer U-Wert (HT)
Mittlerer U-Wert zulässig (HT, max)
Unterschreitung von HT, max
Flächen und Volumen, DIN 277
Jahresheizwärmebedarf (Qh) nach EnEV
Volumen
Qh/V vorhanden
Qh/An vorhanden
BruttoRaumInhalt
53.629 m3 */ 73.793 m3 **
10,3 kWh/m3a
32,1 kWh/m2a
Flächen
NettoGrundFläche
13.833 m2 */ 19.422 m2 **
HauptNutzFläche
8.788 m2
Fensterflächen
Nord
49%
39%
* ohne Tiefgarage
** mit Tiefgarage
West
Ost
33%
Das Gebäude wurde Ende 2003 fertiggestellt
und ist mit Stand Mitte 2005 zu 73 % vermietet. Im ersten Jahr der Inbetriebnahme
wurden verschiedene Bau- und Steuerungsmängel erkannt und beseitigt. Beim Sonnenschutz, der Beleuchtung und der Lüftung
wurden Optimierungen vorgenommen.
Beispielsweise war es beim manuellen Betrieb
der Lüftung im Seminarraum zu Fehlbedienungen gekommen, die zu einem erhöhten
Stromverbrauch führten. Information und ein
komfortableres Bedienelement schafften
Abhilfe. Im Rahmen des Monitorings sind
weitere Optimierungen geplant.
Kurz vor Fertigstellung des Gebäudes wurden
Blower-Door-Messungen für einzelne
Bereiche im 1. und im 2. OG durchgeführt.
Diese ergaben bei 50 Pa Unterdruck einen
Messwert von 1,1 1/h für das 1. OG und
0,81 1/h für das 2. OG bei einem geplanten
Wert von 1,0 1/h. Da die Messungen vor
Baufertigstellung vorgenommen wurden,
konnten Leckagen im 1. OG, die teilweise in
partiell unverputzten Bereichen des Bauwerks
lagen, behoben werden.
Raumtemperaturmessungen im Sommer
2004 zeigen, dass bei hohen Außentemperaturen die Raumtemperaturen unter der
Außentemperatur liegen. Das passive Kühlkonzept gewährleistet dann einen guten
thermischen Komfort, wenn die Nutzer auf
die Umgebungsbedingungen reagieren.
Wichtig ist hierbei die richtige Bedienung des
Sonnenschutzes und nur dann – ergänzend
zur Lüftungsanlage - über die Fenster zu lüften, wenn die Außentemperatur unter der
Raumtemperatur liegt.
Das Gebäude unterschreitet die Anforderungen der EnEV`02 um 30 %. Die Baukörper
sind kompakt ausgebildet, insgesamt ergibt
sich ein A/V-Verhältnis von 0,29 m-1.
Der Gebäudekomplex ist an das Heizkraftwerk
der Universitätsklinik angeschlossen. Die
Wärme aus der über Einsparcontracting finanzierten Wärmerückgewinnung sorgt rechnerisch für eine hundertprozentige Deckung des
Wärmebezugs des SIC. Damit muss in der
Bilanz für die Wärmeerzeugung kein zusätzlicher fossiler Brennstoff eingesetzt werden.
Eine thermische Solaranlage deckt mit 34 m2
Flachkollektoren 50 % der Trinkwarmwassererzeugung für den Bürobereich, die Gastronomie und die Fahrradfahrerduschen, den
verbleibenden Anteil liefert die Fernwärme.
Um die Verluste auf Seiten der Wärmeverteilung gering zu halten, wurde die zentrale
Warmwasserbereitung auf vier Stränge –
Unterheizzentralen mit separater Trinkwassererwärmung – reduziert.
Drei der Unterheizzentralen werden jeweils
mit kleinen Solaranlagen (6 m2 Kollektorfläche)
ausgestattet, die Kollektorfläche der vierten
Anlage ist wegen zusätzlich angeschlossener
Verbraucher wie Gastronomie und Fahrradfahrerduschen, größer angelegt (16 m2).
Fünf Erdsonden mit einer Bohrtiefe von 80 m,
kühlen im Sommer das Foyer und den Seminarraum. Ein Wärmetauscher überträgt die
Kälte an die Zuluft des Seminarraums, die
Fußbodenkühlung im Foyer wird direkt durchströmt. Im Winter wird die Zuluft für den
Seminarraum mittels der Erdsonden temperiert und somit eine Vereisung der Wärmerückgewinnung vermieden.
PVGenerator
Netzstrom
Strom
Erdwärmesonden
Fernwärme
Wärme
Tab. 1: Kennwerte der Energieversorgung
m2
Fernwärme
Kollektoranlage
Solarstromanlage
Erdsonde
Spez. Leistung in W/m2 NGF
34,0
65,3*
295,5**
Kälte
Solarkollektor
Strom
kW
Wärme
kW
450,0
Kälte
kW
Lüftung und Heiz
Winterfall
In den Büros wird
paktheizkörper ver
reich und das Foye
heizkörper beheizt
und Seminarräume
zur Wärmeverteilu
Die Zuluft für die B
dämmte Zuluftelem
halb des Fensters
rung vermeidet Zu
Die Abluft wird mi
regelten Abluftanl
den Büros gesaug
ohne Wärmerückg
tagsüber beträgt k
des Abluftvolumen
der Außentempera
turen verringert sic
Fensterlüftung ist j
Der Gastronomieb
und der Seminarra
und Abluftanlage
Abb. 5: Energieversorgung
7,6*
49,0**
4,1
20,0
34,0
*Glasfassade, **Dach
DG
4.OG
41%
3.OG
Süd
2.OG
Anteil der Fensterflächen an den Fassadenflächen.
In Summe 0,23 m2 Fensterfläche je m2 NGF.
1.OG
Kosten
Bauwerkskosten Brutto, Stand Kostenberechnung
Bezug
BruttoRaumInhalt
DIN 277
NettoGrundFläche
DIN 277
3
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
EG
Baukonstruktion
DIN 276: KG 300
142 €/m3
Technische Anlagen
DIN 276: KG 400
43 €/m3
Bauwerkskosten
KG 300+KG 400
185 €/m3
541 €/m2
164 €/m2
705 €/m2
UG
Abb. 6: Die Solarstromanlage auf dem Gebäudedach
Fernwärme-Übergabestation
Abb. 7: Dezentrale solare Wärmeeinspeisung
Abb. 9: Die Stehleuc
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
4
22 SIC
13.12.2005
15:17 Uhr
Seite 2
Gebäude- und
Technikkonzept
Abb. 8: Zuluftelement
über dem Fenster
hrtiefe von 80 m,
r und den Semir überträgt die
narraums, die
wird direkt durchZuluft für den
sonden tempeng der Wärme-
Strom
Kälte
Wärme
Lüftung und Heizung
Winterfall
In den Büros wird die Heizwärme über Kompaktheizkörper verteilt. Der Gastronomiebereich und das Foyer werden über Konvektorheizkörper beheizt, in den Verkaufsmärkten
und Seminarräumen dient eine Zuluftheizung
zur Wärmeverteilung.
Die Zuluft für die Büros strömt über schallgedämmte Zuluftelemente in der Fassade oberhalb des Fensters in den Raum. Diese Platzierung vermeidet Zugerscheinungen im Winter.
Die Abluft wird mittels einer volumenstromgeregelten Abluftanlage mit Nachströmung aus
den Büros gesaugt und verlässt das Gebäude
ohne Wärmerückgewinnung. Der Luftwechsel
tagsüber beträgt knapp 1 h-1. Die Steuerung
des Abluftvolumenstroms richtet sich nach
der Außentemperatur, bei niedrigen Temperaturen verringert sich die Frischluftzufuhr. Eine
Fensterlüftung ist jederzeit möglich.
Sommerfall
Die tagsüber in den freiliegenden Decken und
massiven Estrichböden der Büros gespeicherte
Wärme wird nachts über eine automatische
Nachtlüftung mit einem Luftwechsel von 2 h-1
abgeführt.
Eine Kühlung der Zuluft ist im großen Seminarraum möglich. Dazu kühlen Erdsonden ein
glykolhaltiges Trägermedium, das die Kälte
über einen Wärmetauscher an die Zuluft
abgibt. Diese tritt über Quelluftauslässe im
aufgeständerten Boden aus. Alternativ kann
ein Teilbereich des Foyers über eine Fußbodenkühlung mit direkter Einspeisung über
die Erdsonden gekühlt werden.
Tageslicht und Beleuchtung
Der Verglasungsanteil der Fassade beträgt
45 %. Als Sonnenschutz dienen außen liegende Jalousien. Entsprechend der Raumtemperatur und der Globalstrahlung (jeweils ein
Sensor pro Fassadenrichtung) steuert die GLT
den Sonnenschutz getrennt nach Etagen und
Gebäudeachsen an. Ein Nutzereingriff ist
möglich. Einen innen liegenden Blendschutz
gibt es nicht. Die Büros sind mit – nicht
dimmbaren – Stehleuchten in jeder zweiten
Achse ausgestattet. Auf der Arbeitsfläche ist
eine Beleuchtungsstärke von 500 Lux, in der
Umgebung eine von 300 Lux gewährleistet.
Einige Sondernutzungen (Kühlräume der
Gastronomie und Serverräume einzelner
Firmen) werden aktiv gekühlt.
Abluft Kern
Zuluftelement
Abluftkanal
Zone
Der Gastronomiebereich, der Verkaufsmarkt
und der Seminarraum werden über eine Zuund Abluftanlage belüftet.
Luftwechsel tagsüber
ca. 1,0 h-1
Flur
Kompaktheizkörper
Büro
mechanische Lüftung
freie Lüftung
Abb. 10: Lüftung der Büros
2,75 m
2,50 m
Automatik mit
Nutzereingriff
300 Lux
10 W/m2
Trennwand
optional
500 Lux
10 W/m2
Flur
Büro
rme-Übergabestation
direkte/indirekte
Regelung/Steuerung
2,70 m
Abb. 9: Die Stehleuchte im Büro
nfo Center Freiburg
Stand 5/2005
4
4,00 bis 5,00 m
Abb. 11: Beleuchtung der Büros
22 Solar Info Center Freiburg
Stand 5/2005
5
22 SIC
13.12.2005
15:17 Uhr
Seite 1
Impressum
Projektteam
SolarBau : MONITOR
Team
Monitoring
Bauherr
PLB Provinzial-Leben-Baubetreuung GmbH
Ansprechpartner: Herr Hantel
Provinzialplatz 1
40591 Düsseldorf
Hochschule Offenburg
Ansprechpartner: Herr Feldmann,
Herr da Costa Fernandes, Herr Prof. Bollin
Badstr. 24
77652 Offenburg
Tel.: 07 81/ 205-342
Fax: 07 81/ 205-242
Email: [email protected]
Internet: www.fh-offenburg.de
ulen
ulen
2
egen
zess
z
Dieses Dokument wurde im Rahmen des Begleitforschungsprojekts »SolarBau : MONITOR« erstellt.
Die Begleitforschung dokumentiert, analysiert
und kommuniziert die Ergebnisse der NeubauDemonstrationsprojekte des Förderkonzepts
Energieoptimiertes Bauen des BMWA.
Die Verantwortung für den Inhalt dieses Faltblattes
liegt bei der Bergischen Universität Wuppertal.
Kontaktadresse:
Gesamtverantwortung und Koordination
Dokumentation und Analyse
Fraunhofer-Institut
für Solare Energiesysteme ISE
Herr Herkel
Heidenhofstr. 2
79110 Freiburg
Telefon (0761) 45 88-51 17
Telefax (0761) 45 88-90 00
e-mail: [email protected]
Universität Wuppertal
Herr Prof. Dr.-Ing. Voss
Fachbereich Architektur
Bauphysik und Technische Gebäudeausrüstung
Pauluskirchstr. 7
42285 Wuppertal
Telefon (0202) 439-40 94
Telefax (0202) 439-42 96
e-mail: [email protected]
Kommunikation
sol°id°ar Architekten und Ingenieure
Herr Dr. Löhnert
Forststr. 30
12163 Berlin
Lehre, Aus- und Weiterbildung
Universität Karlsruhe
Herr Prof. Wagner
Fakultät Architektur
Fachgebiet Bauphysik und
Technischer Ausbau (fbta)
Englerstr. 7
76128 Karlsruhe
Projektförderung
ung
e-
e-
Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit BMWA
über
Projektträger PTJ
Herr Kratz
Forschungszentrum Jülich GmbH
52425 Jülich
e
Abbildungsnachweis
Titel: triolog
Abb. 1-2: Architekturbüro Epp
Abb. 3: triolog
Abb. 4, 6: FhG ISE
Abb. 7: Solares Bauen
Abb. 8-11: Hochschule Offenburg
-
1. Auflage, 2005
Besuchen Sie uns im Internet
http://www.solarbau.de
Architektur
Architekturbüro Epp
Ansprechpartner: Herr Epp
Gewerbestr. 33
79227 Schallstadt
Förderung
Konzept, Koordination, Bauleitung
planungsgruppe Buschmann
Ansprechpartner: Herr Buschmann
Solar Info Center
79072 Freiburg
Monitoring: 274.840,- €
Laufzeit: 1.3.2004 bis 28.2.2007
Projektadresse
Generalplanung
CGP center general plan
Ansprechpartner: Herr Buschmann, Herr Epp
Solar Info Center
79072 Freiburg
Solar Info Center Freiburg
Emmy-Noether-Str. 2
79110 Freiburg
www.solar-info-center.de
Projektentwicklung
Solar Info Center GmbH
Solar Info Center
79072 Freiburg
Tragwerkplanung
Ingenieurpartnerschaft Göppert & Vater
Ansprechpartner: Herr Göppert, Herr Vater
Gerbergasse 1
79219 Staufen im Breisgau
Albrecht & Schneider Ingenieurbüro für
Tragwerksplanung
Ansprechpartner: Herr Albrecht
Ottenstr. 2
79199 Kirchzarten
Technische Gebäudeausrüstung,
Energiekonzept, Thermische Bauphysik,
Simulation
solares bauen GmbH
Ansprechpartner: Herr Ufheil
Emmy-Noether-Str. 2
79110 Freiburg
PGT Planungsgruppe Technik
Ansprechpartner: Herr Schäffer
Werderring 15
79098 Freiburg
Elektroplanung
Planungsgruppe Burgert
Ansprechpartner: Herr Burgert
Gewerbestr. 33
79227 Schallstadt
Schallschutz / Akustik
Ingenieurbüro für Schall- und Wärmeschutz
Ansprechpartner: Herr Rink
Postfach 31
79275 Reute
Bauherr
Projektentwicklung
Projektsteuerung
Architekt
Bauleitung
Tragwerksplanung
TGA, Energiekonzept,
Thermische Bauphysik,
Simulation
Elektroplanung
Schallschutz
Akustik
Herunterladen