BUSINESS IM REVIER Architektur & Wirtschaft Raum.Bau.Kultur Teil 1: Status quo der Architekturbranche R om hat seine Schreibmaschine und London soll nun einen „Toaster“ bekommen: So nennen die Londoner das geplante Wohnprojekt, das direkt neben dem barocken Royal Hospital entstehen soll. Auch der britische Dauer-Thronfolger Prinz Charles kritisierte das Projekt als einen kalten Haufen aus Stahl und Glas und zog damit nicht nur den Unmut der zeitgenössischen Architektur-Elite auf sich, sondern unterstrich erneut seine Vorliebe für „traditionelle“ Baustile. Bereits vor 25 Jahren hatte er den Anbau der Nationalgalerie als „Karbunkel im Gesicht eines alten Freundes“ – womit der Trafalgar Square gemeint war – kritisiert und auch verhindert. Ihm hätten es die Londoner Serie: Architektur im Revier Teil 1: Die Branche – Mai Teil 2: Prämierte Bauten – Juni/Juli Teil 3: Die größten Bauvorhaben – August 30 REVIER MANAGER 5/09 auch zu verdanken, dass neben der St. Pauls Kathedrale heute kein Gebilde von Mies van der Rohe steht. Eine überzeugende Alternative zu „Toaster“ hatte der walisische Prinz nicht zu bieten: Sein Hausarchitekt habe einen Entwurf geliefert, bei dem die Wohnblocks an eine Großkaserne aus der Gründerzeit erinnern, hieß es in den britischen Medien. Die einen sehen in der modernen, oft sterilen Architektur nur seelenlose Profilierungsobjekte der selbstdarstellerischen Architekten. Skurrile und provokante Bauten seien häufig nur Mittel zum Zweck, um sich einen Namen zu machen und ein eigenes „Label“ zu kreieren, sagte Hans Kollhoff, Präsident der Internationalen Bauakademie Berlin, in welt-online: „Einen Gehry erkennt man sofort, ganz gleich, ob in Tokio oder in Wanne-Eickel abgestellt“, so Kollhoff, der davor warnt, eine Stadt zum „Spielfeld waghalsiger Investoren und ihrer hedonistischen Architekten“ verkommen zu lassen und sich damit in der Debatte um den Lon- doner Toaster auf die Seite von Prinz Charles schlägt. Gegen sich hat er die Befürworter der modernen puristischen Architektur, die mit den Argumenten Funktionalität und Nachhaltigkeit eines „reduzierten“ Baustils vor allem in diesen Zeiten Gehör finden. Doch so modern ist die „moderne“ Architektur gar nicht. Ihr Vorbild ist das fast 100 Jahre alte Bauhaus. Es symbolisiert nur deswegen schon seit Ewigkeiten „die Moderne“, weil es der Industrialisierung der Architektur diente. Kastenform, glatte Fassaden, keine Ornamente, keine Rundbögen und anderer Schnick-Schnack – dieser nüchterne und funktionale Stil ist eben zeitlos. Heute bestimmen Ressourcenschonung und verantwortliches Bauen die Arbeit der Architektur-Branche mehr denn je. Dabei ist die Frage des subjektiven Geschmacks eine eher nebensächliche. Die Stadt entsteht und entwickelt sich immer in einem gesellschaftlichen und ökonomischen Zusammenhang. Es interessiert heute vielmehr, welchen Beitrag ein Gebäude für den bestehenden Haustechnik von A–Z Mit ausgewählten Produkten, kompetenter Beratung und engagiertem Service begeistern wir unsere Kunden: In unserer Ausstellung präsentieren wir Ihnen auf 2.500 m2 hochwertige Haustechnik von A–Z, fachkundige Mitarbeiter/innen beraten Sie zu Ihren individuellen Fragen und Wünschen. 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(n=180, in %) energie- und ressourcenschonendes Bauen hohe Energie- und Materialpreise Sanierung und Modernisierung/Bauen im Bestand Langlebigkeit der Produkte und zunehmendes Qualitätsbewusstsein Auswirkungen der Finanzkrise Optimierung der Arbeitsabläufe strengere Gesetzgebung/Auflagen/Gütezeichen/Normierungen E-Business und IT-Systeme Fachkräftemangel 47 38 34 30 28 26 13 9 12 5 0% 46 53 49 43 58 52 54 27 20% sehr hohe hohe 26 40% geringe 60% sehr geringe 2 8 1 3 9 1 14 3 14 1 22 4 20 1 29 13 13 14 13 13 13 13 13 13 80% 100% weiß nicht/keine Antwort Quelle: © BauInfoConsult, März 2009 städtischen oder landschaftlichen Kontext leistet, wie das Bauwerk vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedürfnisse zu sehen ist und ob die hohen ökologischen Standards mit einer anspruchsvollen Gestaltung einhergehen. &W WEHLING BÜHRERR & WEHLING P R O J E K T G M B H Und natürlich gibt es auch zur Architektur einen Waschzettel seitens der Behörden. Im Zusammenhang mit Restaurierungen alter Gebäude solle darauf geachtet werden, dass sich die identitätstiftende Wirkung von Städten in einer ablesbaren Geschichte der Stadt manifestiere, die durch eine das Bestehende respektierende und zeitgebundene Architektur fortgeschrieben werden solle, heißt es. Dieses Verständnis formuliert das Wiener Memorandum von 2005 der UNESCOKommission so: „Unter Berücksichtigung der grundlegenden Definition sollten Stadtplanung, zeitgenössische Architektur und Erhaltung der historischen Stadtlandschaft alle Formen pseudohistorischer Gestaltung vermeiden, da diese eine Verleugnung des Histo- rischen und des Zeitgenössischen darstellen. Es soll nicht eine historische Sicht die andere verdrängen, da Geschichte ablesbar bleiben muss, während die kulturelle Kontinuität mittels qualitätvoller baulicher Eingriffe das höchste Ziel ist.“ Heißt wohl nichts anderes, als dass alte restaurierungsbedürftige Gebäude nicht wie eine Filmkulisse neben den modernen Bauten wirken dürfen, und Neubauten sich harmonisch in das Stadtbild integrieren sollten. An vielen Stellen ist diese Forderung bereits gescheitert, und wir werden mit Gebilden konfrontiert, die die Frage aufwerfen, wer dies wohl so genehmigt und vor allem bezahlt hat. Für Architekten ist es ein Spagat zwischen dem Erhalt von Traditionellem und dem Erschaffen von Neuem und Die Arbeit von Architekten umfasst den sorgsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, mit Materialien sowie Boden und Landschaft. www.buehrer-wehling.de 32 REVIER MANAGER 5/09 Architektur & Wirtschaft Innovativem – zumal häufig auch noch der persönliche Geschmack des Bauherren berücksichtigt werden muss. Die Titel „Architekt/in“ bzw. „Innenarchitekt/in“, „Landschaftsarchitekt/in“ oder „Stadtplaner/in“ sind laut der Architektenkammer NRW (ANRW) gesetzlich geschützt und dürfen nur von Mitgliedern einer deutschen Architektenkammer geführt werden. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zählt derzeit rund 29.000 Mitglieder und ist bundesweit die größte der 16 LänderArchitektenkammern. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist der Nachweis eines erfolgreich abgeschlossenen Studiums der entsprechenden Fachrichtungen sowie der Nachweis über zwei Jahre berufspraktische Erfahrungen. „Der Architekt ist mit diesem umfangreichen Aufgabenspektrum in hohem Maße der Gesellschaft verpflichtet. Er ist nicht allein seinem Bauherrn verantwortlich, sondern hat auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Schließlich sind Gebäude immer öffentlich, sie sind ständig zu sehen und beeinflussen die städtebauliche Qualität einer Stadt und damit unser aller Wohlbefinden“, heißt es von der ANRW. BUSINESS IM REVIER Das wuchtige Monument Vittorio Emanuelle wird von den Römern auch "Schreibmaschíne" genannt. Der zur Kultur- und Kreativwirtschaft zählende Architekturmarkt hat nach Schätzungen im Jahr 2007 einen Umsatz in Höhe von rund 7,5 Milliarden Euro erzielt. 41.500 Unternehmen und 101.000 Erwerbstätige sind in diesem Bereich tätig. Mit 121.838 eingetragenen Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern haben die Architektenkammern der sechzehn Bundesländer zum 1.1.2009 zwar einen neuen Mitgliederrekord erreicht, allerdings nahm die Anzahl der Eintragungen gegenüber dem Vorjahr lediglich um ein Prozent zu. In Deutschland kommt ein Architekt bzw. Stadtplaner auf 675 Einwohner. Damit hat Das HDTV-Highlight des Jahres: die Loewe Tauschaktion. Sichern Sie sich jetzt bis zu 500 Euro1 im Tausch gegen Ihren alten Fernseher. Und genießen Sie zukünftig mit Ihrem neuen Loewe LCD-TV unvergleichlich brillante Bilder dank Full-HD-Auflösung und 100Hz Technologie. Informieren Sie sich auf unserer Website www.balster-essen.de, telefonisch unter 0201 / 868 80 0 oder kommen Sie direkt in unsere Galerie. 1 Gültig bis 30. Juni 2009. Vorausgesetzt ist der Abschluss eines Kaufvertrages für ein Loewe TV-Gerät ab 80 cm Bilddiagonale (32 Zoll) verbunden mit dem Tausch Ihres alten TV-Geräts im Aktionszeitraum. Der Preisvorteil variiert je nach Loewe Produkt und wird beim Kauf verrechnet. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. REVIER MANAGER 5/09 33 BUSINESS IM REVIER Architektur & Wirtschaft In dem Malakowturm der Zeche Ewald (1888) in Herten soll ein Bürogebäude der Extraklasse entstehen. „Erste Kunst“ Die Architektur ( griech. Arché = Ursprung, Anfang, oder Grundlage und techné = Kunst oder Handwerk bzw. lat. tectum = Gebäude) bezeichnet INFO im weitesten Sinne die Auseinandersetzung des Menschen mit gebautem Raum. Zusammengefasst kann man Architektur also mit „Erste Kunst“ oder „Erstes Handwerk“ übersetzen. Der zweite Wortteil techné wurde aber noch anders gedeutet. Viele verstanden darunter die Worte Kunst, Technik oder Tektonik. So kann das Wort Architektur z.B. auch die strukturell organisierte Beziehung von materiellen wie ideellen Teilen und Modulen beschreiben. Allerdings wird es dabei zu einem gestaltprägenden Element. Quelle: www.architektur-wissen.de. Deutschland im europäischen Vergleich eine hohe Architektendichte. Allerdings sind die Architekten nicht gleichmäßig auf Deutschland verteilt. Die höchsten Architektendichten haben Hamburg mit 457 Einwohnern je Architekt, Baden-Württemberg und Berlin. Die niedrigsten Architektendichten finden sich in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die bedeutendste Fachrichtung stellen mit 86,5 Prozent die Architekten. Als Landschafts- architekten betätigen sich 5,7 Prozent der eingetragenen Kammermitglieder, 4,3 Prozent sind als Innenarchitekten und 3,5 Prozent als Stadtplaner tätig. Über die Hälfte der Architekten und Stadtplaner sind Freiberufler. Der Anteil der beamteten Kammermitglieder geht seit Jahren zurück und beträgt nun 3 Prozent. Einen tendenziellen Bedeutungszuwachs erfahren die angestellten Architekten und Stadtplaner. Ihr Anteil liegt bei 43,6 Prozent. Mit drei Prozent nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der gewerblich Tätigen. Gestiegen ist der Anteil der Architektinnen und Stadtplanerinnen. Generell ist die Frauenquote mit 27,1 Prozent im Vergleich zu anderen Freien Berufen niedrig, allerdings hat das relative Gewicht der Architektinnen und Stadtplanerinnen in den letzten Jahren zugenommen. So lag der Anteil der weiblichen Berufsangehörigen vor neun Jahren noch unter zwanzig Prozent. Die Anzahl der Architekten und Stadtplaner in Deutschland wird in den nächsten Jahren nur noch moderat zunehmen bzw. zur Mitte des kommenden Jahrzehnts voraussichtlich zurückgehen. Der Rückgang der Absolventenzahlen in den letzten fünf Jahren und der deutliche Rückgang der Anzahl der Studierenden in den letzten zehn Jahren ist hierfür ein Indiz. Auf dem Arbeitsmarkt ist bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts dennoch nicht mit einer Entspannung zu rechnen. Zwar ist die Anzahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten arbeitslosen Architekten und Stadtplaner in Stahlhallenbau mit Konzept. Der Nutzwert eines Industrie- und Gewerbebaus lässt sich an drei Paramtern fest machen: Funktion, Wirtschaftlichkeit, Architektur. Genau diesen Anspruch erfüllen die modernen Stahl- und Industriebauten von SINNER. Individuell konzipiert, wirtschaftlich gebaut, effizient betreut von Anfang an. SINNER Stahl- und Industriebauten GmbH · Aherhammer 1 · 57223 Kreuztal-Ferndorf MANAGER Te l e34 f o n :REVIER 0 27 3 2 5/09 - 5 9 13 - 0 · Te l e f a x : 0 27 3 2 - 5 9 13 - 3 3 · i n f o @ s i n n e r - s t a h l b a u . d e · w w w. s i n n e r - s t a h l b a u . d e Architektur & Wirtschaft den letzten drei Jahren deutlich zurückgegangen. Allerdings gibt es auf dem Arbeitsmarkt für Architekten und Stadtplaner eine beträchtliche Anzahl nicht registrierter Arbeitsloser bzw. so genannte prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Umsatzerwartungen Was erwarten Sie, wie sich Ihr Umsatz im Jahr 2009 im Vergleich zum Jahr 2008 entwickeln wird? (in %, n=180) 1%1% 4% Neben den städtebaulichen Vorgaben sind derzeit die Energie- und Materialpreise für die Praxis der meisten Architekten bestimmend, dies geht aus einer Umfrage von BauInfoConsult hervor. Der Marktforscher befragte im Rahmen der Jahresanalyse 2009/2010 180 Architekten per Telefon, was ihrer Meinung nach relevante Themen für 2009 sein werden. Als hoch oder sehr hoch schätzten 85 Prozent der Architekten die Bedeutung des energetisch nachhaltigen Bauens ein. Mit 83 Prozent sehen sie das Thema Modernisierung und Sanierung als ebenfalls sehr wichtig und prägend für 2009 an. Überraschend wichtig wird auch das Thema Langlebigkeit der Produkte und zunehmendes Qualitätsbewusstsein bei den Kunden bewertet. So räumen 75 Prozent der befragten Architekten diesen Themenfeldern eine hohe Relevanz ein. Die Erwartungen der Branche an das Jahr 2009 sind zwar nicht gerade hochgesteckt, dennoch, mit Katastrophenstimmung hätten Deutschlands Architekten zum Jahresauftakt nichts am Hut, so die Marktforscher: Auch im rezessionsüberschatteten Jahr 2009 erwartet die Mehrheit der Planer keine Verschlechterung der Geschäfte gegenüber dem Vorjahr. Ein knappes Viertel rechnet mit wachsenden Umsatzzahlen und mehr Aufträgen. Fast zwei Drittel der Architekten gehen davon aus, dass ihr Umsatz im Vergleich zum Vorjahr gleich bleiben oder sich um bis zu zehn Prozent steigern wird. Dabei rechnen 20 Prozent aller Befragten mit einer Umsatzsteigerung. Ein Drittel der Architekten erwartet dagegen, dass der Umsatz schrumpfen wird. Auch in der Architektenbranche versucht BUSINESS IM REVIER zwischen 5 und 10 % Umsatzsteigerung 3% bis zu 5 % Umsatzsteigerung 17 % 32 % weder Umsatzsteigerung noch Umsatzrückgang bis zu 5 % Umsatzrückgang zwischen 5 und 10 % Umsatzrückgang mehr als 10 % Umsatzrückgang weiß nicht/keine Antwort 42 % Quelle: © BauInfoConsult, Februar 2009 man die Krise als Chance zu nutzen. Stichwort: Konjunkturpakete. Vor allem kleinere Architektur-Büros, die Projekte mit Investitionsvolumen um etwa einer Million realisieren, könnten jetzt von den Konjunkturpaketen profitieren. So will die Stadt Oberhausen zum Beispiel die Umgestaltung des Bert Brecht Hauses mit angrenzendem Platz vollziehen. In Marl sollen die Bahnhöfe Marl-Mitte und Marl-Sinsen mit Millionen-Aufwand modernisiert werden. Und in nahezu allen Städten und Gemeinden werden energetische Maßnahmen an Schulen, Kindertageseinrichtungen und Sportstätten durchgeführt. Insgesamt erhält die Metropole Ruhr über 640 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket. Größere Architekturbüros können nur bestehen, wenn sie auch international gut aufgestellt sind. Das selbst die Stars unter den Archi- tekten vor einer Krise nicht gefeit sind, zeigt die Schließung des Berliner Büros von Sir Normen Foster. Dazu meint der Wiener Architekturprofessor Christian Kühn: „Übrig bleiben werden jene Architekten, die mehr zu liefern imstande sind, als nur eine schöne Hülle.“ (to) Tag der Architektur 2009 Unter dem Motto „Zeichen setzen!“ laden am 27. und 28. Juni 2009 Architekten mit ihren Bauherren zur Besichtigung neuer und 27./28. Juni 2009 erneuerter Bauten; Parks, Gärten und Plätze. Der Tag der Architektur bietet dabei allein in über 30 Städten und Gemeinden im Ruhrgebiet ein Programm, das es in dieser Größenordnung und Vielfalt noch nicht gegeben hat. In ganz NRW können 539 Bauwerke besichtigt werden. Weitere Informationen unter www.aknw.de/tda2009. Mehr Raum mit mobilen Lösungen von ELA Container mit Büro-, Wohn-, Mannschafts- oder Sanitärcontainern. Raum für Ihre Ideen Tel: (05932) 5 06-0 ELA Container GmbH Zeppelinstr. 19-21 · 49733 Haren (Ems) Ihre No. 1 in Europa REVIER MANAGER 5/09 35