19. August 2015 8 Zertifizierungen für Tumorbehandlungen im Kantonsspital Aarau Deutsche Krebsgesellschaft und Int. Organisation für Standardisierung (ISO) vergeben gute Noten. Das Darmzentrum, das Brustzentrum und das gynäkologische Tumorzentrum des Kantonsspitals Aarau verfügen seit dem 7. Juli 2015 über eine Zertifizierung nach Vorgabe der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sowie nach internationalen ISO-Normen. Sie sind Teil des neuen Onkologiezentrums Mittelland, welches zur selben Zeit eine ISO-Zertifizierung erhielt. Das Pankreaszentrum ist bereits seit Januar ISO-zertifiziert und strebt in einem nächsten Schritt eine DKG-Zertifizierung an. Die Fachkompetenz und Qualität des Kantonsspitals Aarau im Bereich von Tumorbehandlungen wurde damit erstmals von unabhängiger Seite profund beurteilt und klar bestätigt. Unabhängige Auditoren der Deutschen Krebsgesellschaft haben die Strukturen und Abläufe des Kantonsspitals Aarau bei der Behandlung von Darmkrebs sowie gynäkologischen Tumoren (Gebärmutter, Eierstock, Eileiter, Scheide, äusseres Genitale) umfassend geprüft. Die drei Organzentren überzeugten in der Leistung und erhielten alle eine DKG-Zertifizierung. Damit wird die Versorgung und Behandlung von Krebspatienten nach qualitativ hochwertigen Standards in allen Behandlungsphasen verbrieft. Erst wenige Schweizer Spitäler verfügen über eine solche Zertifizierung durch die DKG. Eine Zertifizierung der Qualitätsmanagementsysteme nach ISO-Norm erhielt neben den drei erwähnten Organzentren auch das Pankreaszentrum sowie das Onkologiezentrum Mittelland im ersten Halbjahr. „Mit dem Onkologiezentrum Mittelland können wir uns in der Liga der grossen Universitäts- und Zentrumsspitäler gut positionieren“, erklärt CEO Robert Rhiner die Ausrichtung des Kantonsspitals Aarau. Durch Optimierung und Harmonisierung der Prozesse, Verbesserung der internen und externen Kommunikation, Vernetzung und Erhöhung der Kundenzufriedenheit soll die Kompetenz bei Tumorbehandlungen in Aarau sichund spürbar gemacht werden. „Durch die Zertifizierung wird die Stellung des KSA als Tumorzentrum herausgestrichen. Das Grossprojekt ist Initial zwar mit Mehraufwand verbunden – rechnet sich jedoch langfristig durch Prozessverbesserung im Sinne der Patientenzufriedenheit wie auch der Kostenträger“, führt Rhiner weiter aus. Die ganzheitliche Patientenversorgung wird durch ein Netzwerk unterschiedlicher Spezialisten medizinischer, pflegerischer und ergänzender Fachrichtung erreicht. Bei der Behandlung von Tumorerkrankungen vereint das KSA 42 Fachdisziplinen, die ihre Arbeitsweisen auf die Bedürfnisse einer optimalen Patientenversorgung ausrichten. „In Aarau können alle Krebsarten behandelt werden“, betont Rhiner denn auch. Zur Vernetzung und als Fundament für die unterschiedlichen Einheiten wurde 2013 das Onkologiezentrum Mitteland gegründet. Es vereint interne, externe als auch kantonübergreifende Kräfte z.B. durch Kooperation mit dem Universitätsspital Zürich oder den Kantonsspitälern Olten und Baden. Die Zertifizierung weiterer onkologischer Organzentrum sind geplant.