PM_WA_Gegen die Wand

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Stuttgart, den 07.10.2011
Claudia Hamann
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WIEDERAUFNAHME
Junge Oper Stuttgart
Ludger Vollmer
GEGEN DIE WAND
Oper nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin
Wiederaufnahme am Donnerstag, 13.10.2011, 19 Uhr // Kammertheater
Weitere Vorstellungen: 15.10., 17.10., 18.10., 20.10., 22.10., 24.10., 26.10., 28.10., 29.10.
MUSIKALISCHE LEITUNG
REGIE
CHOREOGRAPHIE
BÜHNE
KOSTÜME
DRAMATURGIE
Hans Christoph Bünger
Neco Çelik
Kadir „Amigo“ Memiş
Rifail Ajdarpasic
Ariane Isabell Unfried
Barbara Tacchini
BESETZUNG
SIBEL
Tereza Andrasi (Chyňavová)
CAHIT
Levent Bakirci
YILMAZ / HÜSEYIN
Svetislav Stojanovic
SELMA
Catherine Cangiano
BIRSEN GÜNER
Trine Øien
YUNUS GÜNER
Thomas Fleischmann
NIKO
Carlos Zapien
TÄNZERINNEN UND TÄNZER
Sonia Santiago, Sebastian Petrascu, Onur Yildirim
CHOR
Jugendliche aus Stuttgart und Umgebung
PROJEKTORCHESTER DER JUNGEN OPER
OBERER SCHLOSSGARTEN 6 | 70173 STUTTGART | T +49 (0) 711 20 32 0 | WWW.OPER-STUTTGART.DE
Gegen die Wand wieder
wieder auf dem Spielplan der Jungen Oper
Produktion für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert
Gegen die Wand, die erste deutsch-türkische Oper der Musikgeschichte, feiert am Donnerstag, 13.
Oktober 2011 um 19 Uhr Wiederaufnahme im Kammertheater. Die Oper von Ludger Vollmer in der Inszenierung des türkischstämmigen Regisseurs Neco Çelik zählt zu den erfolgreichsten Produktionen
der Jungen Oper und ist für den renommierten Theaterpreis „Der Faust“ nominiert, der am 5. November 2011 in Frankfurt verliehen wird. Die musikalische Leitung liegt erstmals in den Händen von Hans
Christoph Bünger.
Während die Sopranistin Tereza Andrasi (ehemals Chyňavová) wie bereits bei der Premiere 2010 wieder
die Partie der weiblichen Hauptrolle Sibel übernimmt, ist der türkische Bariton Levent Bakirci in Stuttgart erstmals als Cahit zu erleben. Er verkörperte die Partie bereits bei der Uraufführung des Werks im
Jahr 2008 am Theater Bremen. Der Chor der Jungen Oper, bestehend aus etwa 30 Jugendlichen und
jungen Erwachsenen zwischen 15 und 23 Jahren, hat sich für die Wiederaufnahme des Stücks neu formiert.
Im Hinblick auf den 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbe-Abkommens Ende Oktober, der die
Integrationsdebatte um ausländische Mitbürger in der Bundesrepublik neu ins Bewusstsein rückt,
könnte die Geschichte um Sibel und Cahit in Gegen die Wand aktueller kaum sein. Im Zentrum des
Stücks steht die schmerzhafte Suche der beiden Deutschtürken nach Identität in der Auseinandersetzung mit prägenden familiären und kulturellen Strukturen. Die junge Sibel flüchtet sich in eine Scheinehe mit Cahit und erhofft sich ein Leben nach eigenen Vorstellungen. Voller Lebens- und Liebeshunger
stürzt sie sich in Affären und Drogen. Doch Cahit verliebt sich in Sibel.
Nach dem Drehbuch des gleichnamigen Films von Fatih Akin schrieb der deutsche Komponist Ludger
Vollmer, der sich in Istanbul in traditioneller türkischer Musik ausbilden ließ, eine Oper in deutscher
und türkischer Sprache. In seiner energiegeladenen, emotionalen Musik verwendet er sowohl klassische Orchesterinstrumente als auch traditionell türkische Instrumente wie Kaval, Kanun, Zurna und
Saz. Ebenfalls im Spannungsfeld zwischen Klassik und Moderne begegnen sich auf der Bühne verschiedene Tanzrichtungen: Choreograph Kadir „Amigo“ Memiş, der mit dem „Zeybreak“ einen Tanzstil
zwischen Tradition und HipHop entwickelt hat, lässt in Gegen die Wand einen B-Boy auf eine klassische
Balletttänzerin – die ehemalige Erste Solistin des Stuttgarter Balletts Sonia Santiago – treffen.
Hinweis:
Regisseur Neco Çelik am 4. Juni 2011 in der ARD zu Fragen der Integration:
http://www.mdr.de/fakt/tuerkei108.html
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Biografien
Hans Christoph Bünger ist in Krefeld geboren. Nach Klavier- und Orgelunterricht Studium der Kirchenmusik von 1997-2003 an der Musikhochschule Lübeck (Orgel bei Jürgen Essl und Arvid Gast, Dirigieren bei
Gerd-Müller Lorenz), Abschluss des A-Examens mit Auszeichnung im Fach Chor- und Orchesterdirigieren.
Von 2005-09 Dirigierstudium in der Klasse von Per Borin an der Musikhochschule Stuttgart. Debüt im März
2009 am Theater Ulm mit Le nozze di Figaro, gefolgt von Dirigaten am Theater Osnabrück (Solorepetitor von
Januar bis August 2009). Seit September 2009 Solorepetitor an der Staatsoper Stuttgart. In der Spielzeit
2009/10 dirigierte er bereits Vorstellungen der Produktion Gegen die Wand, die deutsche Erstaufführung von
The Rage of Life (2010/11), eine Koproduktion mit De Vlaamse Opera Antwerpen und Gent. Weitere Dirigate
bei den Stuttgarter Philharmonikern, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Kurpfälzischen Kammerorchester Mannheim sowie dem Hochschulorchester der Musikhochschule Stuttgart. Hans Christoph Bünger
dirigiert in Stuttgart 2011/12 Gegen die Wand.
Neco Çelik,
Çelik geboren in Berlin. Ausbildung zum Medienpädagogen im Kreuzberger Jugendzentrum „Naunyn
Ritze“. Anschließend Ausbildung zum Regisseur. Für seinen Spielfilm Urban Guerillas (2003) erhielt er 2004
den Publikumspreis beim Festival Türkei/Deutschland bei der Nürnberg und Würzburger Filmwoche. 2006
drehte Çelik die TV-Dokumentation Kreuzberger Nächte – Junge Türken in Berlin, die im ZDF ausgestrahlt
wurde. 2007 folgte die 3Sat TV-Dokumentation Ganz oben. Türkisch – Deutsch – Erfolgreich. Mit der Filmkomödie Kısık Ateşte 15 Dakika (2006) inszenierte er seinen ersten Spielfilm in Istanbul. Aufsehen erregte Çeliks Theaterinszenierung Schwarze Jungfrauen (2006), die unter die besten Stücke im Jahr 2007 gewählt
wurde. Es folgten 2007 Romeo und Julia (Beyond Belonging) sowie Ausgegrenzt bei den Münchner Kammerspielen. Zuletzt inszenierte er gemeinsam mit Jugendlichen in Oberhausen einen „Klima Talk“, bei dem es
um das soziale Klima in Oberhausen geht. In Stuttgart ist Çelik Regisseur der Wiederaufnahme Gegen die
Wand der Jungen Oper.
Kadir „Amigo“ Memiş,
Memiş geboren in Bilecik, Türkei. 1993 gründeten er und sein Freund Vartan Bassil die BBoy Crew „Flying Steps“. 1994 und 2000 gewannen die „Flying Steps“ den Weltmeistertitel im größten internationalen Breakdance-Battle, dem B.O.T.Y. (Battle of the Year) in Deutschland. Es folgten zahlreiche Titel
bei renommierten nationalen und internationalen Battles. In den Jahren 2005 und 2007 konnte die Gruppe
den Titel des Red Bull Beat Battle in London für sich gewinnen. „Amigo“ und Takao Baba sind die Gründer
von Dance-Unity, einer Kommunikations-Plattform, die Tänzern weltweit ein Forum des Austauschs bietet.
In seiner Arbeit verbindet „Amigo“ die unterschiedlichen urbanen Tanzstile, wobei für ihn der individuelle
Austausch zwischen den Tänzern aus verschiedenen Kulturen eine zentrale Rolle einnimmt. In Zusammenarbeit mit Theaterhäusern wie dem Tanzhaus NRW, dem Mousonturm Frankfurt und dem HAU Berlin versucht „Amigo“ den HipHop als Form des zeitgenössischen Tanzes voranzutreiben. Für die Junge Oper
Stuttgart entwickelte er die Choreographie für Gegen die Wand.
Rifail Ajdarpasic,
Ajdarpasic gebürtiger Stuttgarter. Studium von Szenografie und Ausstellungsdesign am ZKM Karlsruhe. Künstlerischer Mitarbeiter bei verschiedenen experimentellen Opern-Uraufführungen an der Oper
Bonn und während der Kulturhauptstadt-Tage 1999 in Weimar. Im Anschluss mehrere Ballett- und Opernproduktionen an der Wiener Staatsoper, an der Staatsoper Hannover und im Rahmen des „Forum Barcelona
2004“. Auszeichnungen für Hamlet ("ArchAngel"-Kritikerpreis beim Edinburgh International Festival 2003)
und für King Lear (Bestes Bühnenbild), beide Produktionen in der Regie von Calixto Bieito. Zahlreiche weite3/6
re Arbeiten mit Bieito an der Staatsoper Hannover, außerdem Produktionen mit anderen Regisseuren an den
Opernhäusern in Leipzig, Nancy, Basel, beim BCN-Festival 2006, Freiburg, Bordeaux, Wiesbaden und am
Liceo in Barcelona. Rifail Ajdarpasic entwickelte zusammen mit Ariane Unfried Bühne und Kostüme für Gegen die Wand.
Ariane Isabell
Isabe ll Unfried,
Unfried geboren in Hamburg. Bühnen- und Kostümbildstudium in Madrid, Wien und am ZKM
in Karlsruhe. 1999 Assistentin während der Kulturhauptstadt-Tage Weimar und in der Reihe „Bonn-Chance“
an der Oper Bonn. Zusammenarbeiten u.a. mit Alvaro de la Peña, Rafael Amargo, Ana Salazar und Nikolaus
Adler. Tätigkeit an der Staatsoper Wien, am Theater Innsbruck, mit dem Homunculus-Theater in Wien und
dem Bruckner-Festival in Linz 2003. Auszeichnungen für Hamlet ("ArchAngel"-Kritikerpreis beim Edinburgh
International Festivals 2003) und für King Lear (Bestes Bühnenbild), beide Produktionen in der Regie von
Calixto Bieito. Zahlreiche weitere Zusammenarbeiten mit Bieito an der Staatsoper Hannover, außerdem
Produktionen, auch mit anderen Regisseuren an den Opernhäusern in Leipzig, Nancy, Basel, beim BCNFestival 2006, Freiburg, Bordeaux, Wiesbaden, beim Mozart-Festival in La Coruña, am Liceo Barcelona und
am Teatro Real in Madrid. Ariane Isabell Unfried entwickelte zusammen mit Rifail Ajdarpasic Bühne und
Kostüme für Gegen die Wand.
Tereza Andrasi,
Andrasi Mezzosopran, geboren in Tschechien. Gesangsstudium am Prager Konservatorium. 2003
gewann sie den dritten Preis beim Internationalen Antonín Dvořák Wettbewerb in Karlovy Vary. Im Jahr 2006
besuchte sie einen Meisterkurs von Maestro Renato Bruson in Siena. Andrasi gastierte bereits am Nationaltheater Prag, an der Staatsoper Prag sowie am J.K. Tyl Theater in Plzeň (Pilsen). Am Opern- und BallettTheater in Ústí nad Labem sang sie Varvara (Katja Kabanova) sowie Niklas (Les Contes d’Hoffmann). Zu ihrem Repertoire gehören u.a. Sesto (La clemenza di Tito), Marcellina (Le nozze di Figaro) und Fjodor (Boris
Godunov). Seit Sommer 2010 festes Ensemblemitglied der Saarländischen Staatstheater. Dort sang sie
2010/11 in La Cenerentola die Titelpartie, Libye (Phaeton) und Orestes (La Belle Hélène). Im September 2011
ist sie als Kate Pinkerton (Madama Butterfly) zu hören. In Stuttgart sang sie bereits in der Uraufführung der
zeitoper VI – Paulinenbrücke, in der Spielzeit 2011/12 übernimmt sie in der Wiederaufnahme Gegen die Wand
der Jungen Oper die Partie der Sibel.
Levent Bakirci,
Bakirci Bariton, geboren in Ankara. Zunächst privater Gesangsunterricht, anschließend Studium in
Italien an der Accademia d’arte Lirica in Osimo und an der Academy of Vocal Arts in Philadelphia. Bakirci war
2006 Semifinalist beim Gesangswettbewerb „Operalia“ in Valencia und 2007 beim Internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh. Erste Bühnenerfahrungen konnte er an den Staatsopern in Ankara und Istanbul sammeln, so u. a. als Belcore im Liebestrank. 2008 gastierte er als Enrico in einer
konzertanten Aufführung von Lucia di Lammermoor an der Israeli Opera in Tel Aviv. Von 2009 bis 2011 gehörte Levent Bakirci zum Ensemble des Bremer Theaters, wo er unter anderem als Don Giovanni, Eugen
Onegin sowie als Figaro in Il barbiere di Siviglia zu hören war. In der Spielzeit 2008/09 sang er mit großem
Erfolg die Partie des Cahit in der Uraufführungsinszenierung von Gegen die Wand am Theater Bremen und
verkörpert diese Rolle nun auch in Stuttgart.
Svetislav Stojanovic,
Stojanovic Tenor, geboren in Niš, Serbien. 2004-2008 Studium an der Hochschule für Musik in
Würzburg bei Leandra Overmann. 2004 war er mit der Staatsoper Hannover und der Inszenierung von Nonos
Al gran sole carico d’amore beim Edinburgh International Festival eingeladen. 2005/06 wurde er festes En4/6
semblemitglied des Theaters der Stadt Heidelberg und gastierte im Mai 2006 als Don Ottavio (Don Giovanni)
am Lübecker Theater und 2006 als Narraboth (Salome) am Belgrad National Theater. Weitere Gastauftritte
führen ihn u.a. als Mazal (Die Ausflüge des Herrn Broucek) erneut ans Theater Lübeck und 2007/08 als Pinkerton ans Theater Trier. 2007 gastierte er mit Verdis Requiem beim Nimus Festival in Serbien. 2008/09 sang
er Edgardo (Lucia di Lammermoor) am Theater Trier und Duca (Rigoletto) am Theater Plauen/Zwickau.
2009/10 war er u.a. als Faust in Charles Gounods Margarethe und als Camille (Die Lustige Witwe) am Theater Trier zu erleben, wo er seit 2010/2011 festes Ensemblemitglied ist. In Stuttgart singt er in der Spielzeit
2011/12 die Partie des Yilmaz in der Wiederaufnahme der Jungen Oper Gegen die Wand.
Catherine Cangiano,
Cangiano Sopran, geboren in New York. Studium an der dortigen Juilliard School. Cangiano gewann verschiedene internationale Wettbewerbe, wie die „Licia Albanese Puccini Competition” und die “New
Jersey State Opera Competition”. Sie nahm an Leonard Bernsteins „Pacific Music Festival“ in Sapporo, Japan teil und besuchte Meisterklassen unter anderem bei Martin Isepp, John Ward, Michael Barrett, Lucine
Amara, Barbara Cook, Licia Albanese und Tobias Picker. Mit dem Juilliard-Opera-Theater trat sie unter anderem als Susanna (Figaros Hochzeit) und als Zweite Dame (Zauberflöte) auf. Zu ihrem Repertoire gehören
u.a. die Rollen der Pamina sowie der Papagena und der Konstanze (Die Entführung aus dem Serail). An der
Deutschen Oper Berlin gab sie die Nanetta (Falstaff) und das erste Zaubermädchen (Parsifal). Auftritte in
den USA, Europa, Japan und dem Nahen Osten. Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Marcello Viotti, Giuseppe Sinopoli, Christian Thielemann und Rafael Frühbeck de Burgos. In Stuttgart singt sie 2010/11 die Selma
in der Wiederaufnahme der Produktion Gegen die Wand der Jungen Oper.
Trine Øien,
Øien Mezzosopran, geboren in Norwegen. Studierte am Konservatorium und an der Opernhochschule
in Oslo. Anschließend ständiger Gast an der Norwegischen Nationaloper, sang dort u.a. die Titelpartie in
Rossinis La Cenerentola, Cherubino in Die Hochzeit des Figaro, Mercedes in Carmen, Siebel in Faust, Rosina
in Il barbiere di Siviglia, Ulrica in Un ballo in maschera sowie Bersi in Andrea Chenier von Umberto Giordano.
Zu den weiteren Fachpartien, die sie an verschiedenen Opernhäusern in Skandinavien verkörperte, zählen
Hänsel, La principessa in Puccinis Suor Angelica, die Titelpartie in Carmen sowie Amneris in Aida. 2008 gestaltete sie die Rosemarie in Die Herzogin von Chicago an der Norwegischen Nationaloper in Oslo. In Stuttgart
war Trine Øien bereits als Mutter in Hänsel und Gretel und in der Uraufführung der zeitoper VI – Paulinenbrücke sowie als Larina in Eugen Onegin, Mary in Der fliegende Holländer und als Mutter Birsen in Gegen die
Wand zu erleben. In dieser Spielzeit singt sie in Stuttgart erneut Mary in Der fliegende Holländer sowie Mutter Birsen in Gegen die Wand.
Thomas Fleischmann,
Fleischmann Bass, geboren in Stuttgart. Auf ein Germanistik- und Schulmusikstudium folgte ein
Gesangstudium an der Opernschule Stuttgart bei Frau Prof. Luisa Bosabalian. Meisterkurse u.a. für Liedgesang und private Ausbildung bei KS Josef Metternich und Prof. KS Hans Hotter. 1998-2004 Ensemblemitglied
des Staatstheaters Darmstadt. Gastengagements u.a. bei den Wiener Festwochen, am Aalto-Theater Essen,
seit 2007 wiederholt am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Nürnberg. Für die EuroClassic
Productions sang er in der Köln-Arena die Partie des Baalpriesters in Nabucco. 2008 folgten Auftritte in
Belgien und am Concertgebouw in Amsterdam mit Angelotti in Tosca. Am Teatro de la Maestranza in Sevilla
gastierte er in Busonis Doktor Faust. In Stuttgart singt Fleischmann an der Jungen Oper in der erfolgreichen
Produktion Gegen die Wand den Vater Yunus Güner und gestaltete hier 2010/11 auch Vater, Arzt und Penner
in der Deutschen Erstaufführung von Igor Bauersimas The Rage of Life – Lebenswut.
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Carlos Zapien, Tenor, geboren in Sonora, Mexiko. Studierte dort zunächst Klavier und Orgel. 2002 begann er
in Oregon sein Gesangstudium bei Erich Mentzel und wechselte 2007 an die Musikhochschule Stuttgart zu
Professor Francisco Araiza (Gesang) und Robert Hiller (Korrepetition). 2007 Europadebüt als Belfiore (La
finta giardiniera) mit der Thüringer Philharmonie. Es folgte Alfred (Die Fledermaus) in Jena und Pisa. Konzerte führten ihn nach Österreich, Mexiko, Taiwan und die USA. 2009 gastierte er als Iarba in Jommellis Didone abbandonata mit der Klassischen Philharmonie Stuttgart unter Frieder Bernius. Zapien war in der
Spielzeit 2009/10 Mitglied des Opernstudios der Oper Stuttgart und trat in zwei Opernstudio-Produktionen
sowie als Don Curzio (Le nozze di Figaro), Ruiz (Il trovatore), Niko (Gegen die Wand) und in der Premierenbesetzung von Pinocchios Abenteuer als Maurer und Arlecchino auf. 2011/12 singt er in Stuttgart wiederum die
Partien Niko, Maurer und Arlecchino sowie eines der beiden Kinder in der Uraufführungsinszenierung von
Fremd.
Sonia Santiago,
Santiago geboren in Madrid. Absolvierte ihre Ballettausbildung an der John Cranko-Schule und
machte dort 1985 ihren Abschluss. Nach Engagements am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und
beim Staatstheater Hannover kam sie 1990 zum Stuttgarter Ballett. Dort war sie von 1997-2001 erste Solistin. Zu ihrem Repertoire gehörten Solorollen aus verschiedenen klassischen und modernen Choreografien.
Choreografen, die für Santiago Rollen kreiert haben, sind u.a. Renato Zanella, Stephan Thoss sowie Roberto
de Oliveira. Die letzten großen Rollen ihres Repertoires waren die Königin Isabella in Edward II. von David
Bintley und die Königin der Nacht in der Zauberflöte von Maurice Béjart. Seit 2001 arbeitet sie freiberuflich
als Ballettmeisterin, Pädagogin und Tänzerin. Seit 2006 ist sie auch als choreographische Assistentin und
Trainerin bei dem Schülertanzprojekt "Move the Music" von Lior Lev und 2009 als Mitarbeiterin im Projekt
IMPULS MusikTheaterTanz an der Jungen Oper beteiligt. In der Spielzeit 2011/12 tanzt sie in der Wiederaufnahme Gegen die Wand der Jungen Oper.
Sebastian Petrascu,
Petrascu geboren in Rumänien. Studierte Architektur an der Hochschule für Technik in Stuttgart. Schon als Kind begeisterte er sich für Akrobatik und lernte in der Schule Breakdance kennen. Er trat
daraufhin erst der Medicine Crew (damals crazy united) bei und 2003 der Gruppe style crax, mit Teilnahme
an Meisterschaften und weltweiten Auftritten. Zu seinen Erfolgen zählen der erste Platz der BadenWürttembergischen Meisterschaft 2000. 2003 und 2005 gewann er den ersten Preis des Battle of the year
(Süddeutsche Meisterschaft und Deutsche Meisterschaft) sowie den ersten Platz der freestyle session 2003
und qualifizierte sich für die Europameisterschaft. Teilnahme in Show acts wie IFA 2003 (Phillips), Nivea
Dance 4 Fans Contest 2004, M&M Comenius Project 2005, Battle of the year Italia 2006. Vor der Kamera
stand er für den Film „Klang der Ewigkeit” und „Barrio 19 (MTV) – best freestyler“ Video Clip Lumi Dee-Kool
Savas. Seit 2007 trainiert Seba Jugendliche. 2011/12 ist er Tänzer in Gegen die Wand bei der Jungen Oper
Stuttgart.
Onur Yildirim wurde 1994 in Stuttgart als Sohn türkischer Eltern geboren. Er besucht die FilzeckFörderschule in Uhingen. Seine Freizeit verbringt er gern im Jugendhaus in Uhingen. Im Projekt Wendepunkt der Hauptschulen Uhingen unter der Leitung des Tänzers Adrian Turner entdeckte Onur seine Leidenschaft für zeitgenössischen Tanz und trat im Rahmen einer Schulveranstaltung als Tanz-Solist auf. Er
arbeitete weiter mit Adrian Turner und zeigte beim Festival „Vor allem Kultur“ 2009 zusammen mit seinem
Mentor ein zeitgenössisches Tanz-Duett. Für die Choreographie in der Produktion der Jungen Oper Gegen
die Wand trainierte Onur seit Januar 2010 mit der Tänzerin Andrea Böge und seit April 2010 auch mit dem
Choreographen Kadir „Amigo“ Memiş.
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