02 Kronen + Brücken

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12.05.2011
Lernfeld 12
Prothetik
02
Kronen + Brücken
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Zahnersatz kann in 3 Gruppen eingeteilt werden:
1. Festsitzender Zahnersatz
2. herausnehmbarer Zahnersatz
3. kombinierter festsitzendfestsitzend-herausnehmbarer
Zahnersatz
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ad 1) Festsitzender Zahnersatz ist mit Zement oder
der Adhäsivtechnik an den Zähnen befestigt.
Zement wird angespatelt und in den Zahnersatz
eingefüllt und auf den Zahnstumpf aufgepresst.
Das Prinzip der Adhäsivtechnik besteht darin, dass
ein flüssiger Kunststoff ( Haftvermittler) einen
Verbund zwischen der
Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin) einerseits und
dem entsprechenden Füllungsmaterial (z.B. einem
Komposite) andererseits eingeht.
Merke: Es gibt keine Substanz, die einen
chemischen Verbund mit Schmelz oder Dentin
eingeht !!
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Bei festsitzendem Zahnersatz unterscheidet man:
- Kronen, zur Überkronung einzelner Zähne
- Brücken, zum Überbrückung fehlender Zähne
Mit Kronen können Zähne wieder aufgebaut werden,
die durch Karies oder Verletzungen zerstört wurden.
Oder es können auch Fehlstellungen und
Fehlbildungen der Zähne ausgeglichen werden.
Kronen werden aus Metall, Keramik und
Kunststoffen und der Kombination hergestellt.
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Dazu werden verschiedene Präparationsformen der
Zähne angewendet:
Die Tangentialpräparation,
die Hohlkehlenpräparation,
die Stufenpräparation
nach dem die Zähne leicht konisch geschliffen
wurden.
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Man unterscheidet verschiedene Arten von
Einzelkronen:
- Vollgusskrone
Vollgusskrone: Krone, die in einem Stück aus
einer Metalllegierung gegossen wird.
- Verblendkrone
Verblendkrone: Krone aus einer
Metalllegierung, die ganz oder teilweise mit
Kunststoff oder Keramik verblendet ist.Um
gingival Platz zu schaffen, wird die
Hohlkehlenpräparation angewendet.
Sonderform: NEM-Kronen (Nicht-Edel-Metall) werden
Käppchen galvanisch hergestellt - vergoldet +
verblendet = GALVANOKRONE
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- Mantel
Mantel--, bzw. Jacketkrone
Jacketkrone:
Die Krone besteht komplett aus Keramik oder
Kunststoff.
Dazu muss das Material bis zum Kronenrand eine
Mindestdicke ausweisen – es wird eine
Stufenpräparation angewendet.
- Stiftkrone
Stiftkrone:
Krone, die mit einem Stift oder einem
Stiftstumpfaufbau im Wurzelkanal verankert ist.
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- Teilkrone
Teilkrone:
Sie bedecken nur einen Teil des Zahnes.
- Doppelkronen
Doppelkronen:
Sie werden bei kombiniertem herausnehmbarenfestsitzendem Zahnersatz angewendet, wobei auf
eine
festsitzende Innenkrone
eine Außenkrone
Außenkrone,
die mit dem herausnehmbaren Zahnersatz
verbunden ist, aufgesetzt wird.
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Unter Brücken
versteht man
festsitzenden Zahnersatz,
Zahnersatz
bei dem im Lückengebiss fehlende Zähne durch
Brücken- bzw. Zwischenglieder ersetzt werden.
Die Kronen über einem Zahnstumpf oder einem
Implantat (Brückenpfeiler) nennt man Brückenanker.
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Nach der Konstruktion unterscheidet man folgende
Brückenarten:
- Einspannige Brücke,
Brücke die eine einzelne Lücke
schließt (verblendet oder unverblendet)
- mehrgliedrige einspannige Brücke,
Brücke die eine
Lücke mit 2 oder 3 Brückengliedern schließt
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- mehrspannige Brücke,
Brücke
die zwei oder mehr Lücken schließen
- Freiendbrücke
Freiendbrücke,
die ein frei endendes Brückenglied haben
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- Schwebebrücke
Schwebebrücke,
deren Zwischenglied nicht dem Alveolarkamm aufliegt
- Tangentialbrücken
Tangentialbrücken,
deren Brückenglied tangential dem Alveolarkamm
(herzförmig verschoben) aufliegen oder sattelförmig
dem Alveolarkamm aufsitzen (nur bei
herausnehmbaren Brücken!!)
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- festsitzende oder herausnehmbare Brücken
(letztere mit Doppelkronen)
- Adhäsivbrücken (Marylandbrücke),
die flügelartig gestaltete Brückenanker haben
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- Geteilte Brücken,
Brücken
bei denen das Zwischenglied mit Hilfe
eines
Matrizen--PatrizenMatrizen
Patrizen-Geschiebes
mit den Ankern verbunden ist.
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ad 2) Herausnehmbarer
Zahnersatz
- Vollprothesen
- Teilprothesen
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Vollprothesen oder Totalprothesen dienen zur
Versorgung eines unbezahnten Kiefers.
Im Gegensatz zur Teilprothese können bei der
Vollprothese keine natürlichen Zähne für den
Prothesenhalt herangezogen werden.
Entscheidend für den Prothesenhalt ist ein exakt
geformter Funktionsrand in den Umschlagsfalten
vestibulär,
im Unterkiefer lingual im distalen Bereich und
im Oberkiefer am Übergang von dem harten
zum weichen Gaumen und am Tuberculum
maxillae.
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Der gute Prothesenhalt
wird dadurch erreicht,
dass ein dünner Speichelfilm zwischen
Prothesenbasis und Kieferschleimhaut
einen Saugeffekt ausübt.
(Ähnlich wie zwischen 2 Glasplatten, die mit Wasser
benetzt sind).
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Der Prothesenrand dient als
Ventilrand
zur Abdichtung des Unterdruckraumes
unter der Prothese.
Sobald irgendwo am Prothesenrand
Luft unter die Prothese kommen kann,
wird die Saugwirkung aufgehoben und
die Prothese hält nicht mehr.
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Bei der Funktionsabformung muss peinlichst genau
darauf geachtet werden, dass alle Bewegungen der
Muskulatur und Schleimhautbänder
vestibulär und oral
den Bereich der Ventilränder nicht abhebeln können.
Im Unterkiefer soll die Prothese
lingual und bukkal so gestaltet werden,
dass die Muskulatur der Zunge und der Wange sich
stabilisierend auf die Prothese auswirkt.
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Teilprothesen (partielle Prothesen)
-
sind herausnehmbarer Zahnersatz zur Versorgung
eines teilbezahnten Kiefers.
Sie haben künstliche Zahnreihen,
die auf einer Kunststoff-Prothesenbasis befestigt
sind.
Die zahntragenden Anteile der Prothesenbasis
werden als Prothesensättel bezeichnet.
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Die Prothesensättel werden durch
zusammenhängende Modellguss-Basisplatten
und einzelne Gerüstteile
(OK Transversalbügel; UK Sublingualbügel)
miteinander verbunden.
Sublingualbügel
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Die Verankerung der Teilprothese an den natürlichen
Zähnen erfolgt durch Klammern mit
sattelfernen Auflagen
oder in Kombination mit festsitzendem Zahnersatz
mit Doppelkronen,Geschieben, Stegen, Riegeln (und
selten Gelenken).
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Einteilung der Teilprothesen nach:
- technischer Ausführung
- Anordnung des Lückengebisses
- Abstützung auf den restlichen Zähnen
- Tragedauer
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Nach der technischen Ausführung
spricht man von Kunststoffprothesen,
Modellgussprothesen,
Teleskop- (Konuskronen-) Prothesen
und Geschiebeprothesen.
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Nach der Anordnung des Lückengebisses
unterscheidet man:
- Schaltprothesen, zum Ersatz von Lücken
innerhalb einer Zahnreihe.
- Freiendprothesen, zum Ersatz von verkürzten
Zahnreihen.
- Kombination von Schalt- und
Freiendprothesen.
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Auch nach der Abstützung der Teilprothese
unterscheidet man:
- parodontal getragene Prothesen, sind vollständig
auf den natürlichen Restzähnen mit
Klammerauflagen oder Doppelkronen bei
Schaltlücken abgestützt (sattelfern!!)
- parodontal
parodontal--gingival getragene Prothesen, die zum
Teil von natürlichen Zähnen und der unbeweglichen
Schleimhaut (Alveolarkamm) getragen werden.
- Schleimhaut getragene Prothesen
sind nicht auf vorhandenen natürlichen Zähnen
abgestützt. Dies sollte aber nur bei temporären
provisorischen Prothesen geschehen.
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- Nach der Tragedauer
unterscheidet man
Interimsprothesen,
Interimsprothesen
die nur bis zur Fertigstellung des definitiven
Zahnersatzesgetragen wird; und
Immediatprothesen (Sofortprothesen),
die vor der Zahnextraktion angefertigt werden und
sofort nach der Zahnentfernung eingegliedert
werden.
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Materialien für die Teilprothesen:
Sogenannte Modellgussprothesen
werden aus Metalllegierungen
Kobalt--Chrom
Kobalt
Chrom--Molybdän
gegossen.
Die zahntragenden Sättel werden aus
Prothesenkunststoffen,
Prothesenkunststoffen
heiß- oder kaltpolymerisiert,
hergestellt.
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Die Verankerung von Teilprothesen:
werden mit Hilfe
von Klammern oder
kombiniert mit festsitzendem Zahnersatz mit
Doppelkronen,
Geschieben,
Stegen,
Kugelankern oder Riegeln
an den verbliebenen Zähnen (oder Implantaten)
verankert.
(Nur bei provisorischen Teilprothesen werden aus
Draht gebogene Klammern im Kunststoff verankert)
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Bei den Klammern unterscheidet man die
Klammerauflage, Klammerschulter und
den Klammerarm.
(Der Klammerarm sollte unter dem Zahnäquator
liegen)
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Die Prothesenabstützung sollte durch sattelferne
Auflagen, die in den Zahn dünn
Auflagen
eingeschliffen werden, geschehen.
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Durch Doppelkronen (Teleskopkronen oder
Konuskronen),
durch Geschiebe oder
einen Steg wird eine Teilprothese optimal abgestützt
und gehalten.
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Bei einer Geschiebearbeit ist eine Matrize in die
sattelnahe Krone eingearbeitet, in
die die Patrize,
Patrize die an der Teilprothese sitzt,
einrastet.
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Stege verwendet meist nur bei einer Restbezahnung
von zwei Eckzähnen,
Eckzähnen die
damit primär verblockt sind und einen guten Halt und
Abstützung der
Modellgussprothese bietet.
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Selten werden noch
Kugelanker
verwendet,
die in Wurzelkappen
eingearbeitet sind und
die die Prothese nach
dem Druckknopfprinzip
einrastet.
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