Uebersicht über die Immunantwort

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IMMUNBIOLOGIE – Interaktion verschiedener Zelltypen
Viren können nicht selbstständig wachsen und sich vermehren. Sie benötigen die Hilfe von Zellen, in die sie eindringen
und die sie so manipulieren, dass diese Viren produzieren. Nach einer Weile platzt die infizierte Zelle auf und entlässt die
neuen Viren in das extrazelluläre Medium von wo aus sie neue Zellen infizieren. Während einer akuten Infektion finden
wir daher Viren im Innern von Zellen und in den Körperflüssigkeiten.
Die spezifische Immunantwort gegen ein bestimmtes Virus besteht aus einer zellulären Immunantwort, die die
infizierten Zellen tötet und dadurch die Vermehrung der Viren unterbindet und einer humoralen Immunantwort, die freie
Viren in den Körperflüssigkeiten durch Antikörper inaktiviert. Beide Arten der Immunantwort werden von T Helferzellen
kontrolliert, die ihrerseits im Rahmen der unspezifischen Immunantwort durch Makrophagen aktiviert werden.
1, 2
Ein Makrophage phagocytiert Viren, zerlegt sie in Fragmente, und präsentiert die antigenen Determinanten mit
Hilfe von MHC-Klasse-II-Proteinen auf der Zelloberfläche.
3a, b T Lymphozyten tragen Rezeptoren auf ihrer Oberfläche, die, so wie Antikörper dies tun, Antigene binden
können. Im Gegensatz zu den frei beweglichen Antikörpern sind sie aber fest in der Zellmembran verankert. Es
gibt viele Millionen verschiedener T Zell-Klone, jeder mit einem spezifischen Rezeptor für ein bestimmtes Epitop.
4a, b Wenn eine T Helferzelle (auch CD4-Zelle genannt) ihr passendes Antigen findet, das auf einem MHC-Klasse-IIProtein präsentiert wird, dann wird sie dadurch aktiviert.
5, 9
Die aktivierten T Helferzellen proliferieren (sie teilen sich) und produzieren Cytokine (Signalmoleküle).
6
Die Cytokine induzieren die Proliferation der T Killerzellen, die denselben T Zell-Rezeptor tragen wie die
aktivierten T Helferzellen.
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Infizierte Körperzellen präsentieren Virusstücke auf ihrer Oberfläche. Dafür benutzen sie MHC-Klasse-I-Proteine.
Auf diese Weise signalisieren sie ihren Zustand, so dass T Killerzellen (cytotoxische T Zellen) eine Apoptose
(kontrollierter Zell-„Selbstmord“) induzieren.
8
B Lymphozyten tragen ähnliche Rezeptoren auf ihrer Oberfläche wie T Lymphozyten (es existieren ebenfalls
viele Millionen Varianten). Die Rezeptoren einer Zelle binden „ihr“ Antigen (im Beispiel das Virus), phagocytieren
das Antigen, zerschneiden es in Fragmente und präsentieren diese auf der Oberfläche mit MHC-II-Proteinen.
9, 10 Die Cytokine der aktivierten T Helferzellen induzieren die Proliferation der B Zellen. Die meisten differenzieren zu
B Plasmazellen – „Fabriken” für die Produktion von Antikörpern (ca. 2000/s und Zelle). Die Antikörper richten
sich spezifisch gegen dasselbe Antigen wie die genannten B und T Zellen.
6, 9
Eine spezifische Immunreaktion induziert auch die Produktion von T und B Gedächtniszellen. Diese bilden die
Basis für Immunität gegen das entsprechende Antigen.
6
Nachdem die Antigenkonzentration erfolgreich eingedämmt wurde schalten T Suppressorzellen die
Immunantwort gegen dieses Antigen ab.
Kantonsschule Kreuzlingen, Klaus Hensler
Bio09_ImmunolCellHumResp_HANDOUT_dt.doc–26.08.2010
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