rudolphsplatzmarburg

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060393
RUDOLPHSPLATZ MARBURG
Städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Rudolphsplatzes in Marburg
Stadteingang
Weg
Ausgrabungsstelle
Nord-Süd Schnitt ( durch die Straße "Am Grün") M 1:200
Pilgrimstein
Lageplan 1:500
Weidenhäuser Brücke
Volksbankgebäude
Anbau Stadtbibliothek
183,50 Eingangsebene BIP
183,20 Platzhöhe
182,90 Bordsteinhöhe / Platzhöhe
181.70 m
180.60 m
OKBR 180.30 m
OKF 179.60 m
Uferhöhe 179.40 m
1
060393
RUDOLPHSPLATZ MARBURG
Städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Rudolphsplatzes in Marburg
Leitidee
Mit der Neugestaltung des Rudolphplatzes und der Sanierung der Weidenhäuser Brücke kann
eine signifikante Neugestaltung des Stadteingangs einhergehen. Die historische Situation ist
infolge der veränderten Verkehrssituation nicht durch eine „kritische Rekonstruktion“ wieder
herstellbar, jedoch kann durch eine neue Platzgestaltung in Kombination mit einem
repräsentativen Neubau für die Stadtbücherei eine außergewöhnliche stadträumliche Qualität
geschaffen werden. Die schönen kraftvollen Bestandsgebäude, die den Stadtraum begrenzen,
der Zugang zur Oberstadt und das Lahnufer sind eine hervorragende Grundlage für die Stärkung
und Akzentuierung der stadträumlichen Situation: Wir schlagen vor, einen Baukörper so neben
dem stadtseitigen Brückenkopf zu platzieren, dass zusammen mit dem Mühlengebäude ein
„Stadteingang“ entsteht, der nicht nur die Kante zwischen Stadt und Fluss thematisiert, sondern
vor allem einen spannungsreichen Auftakt zur Stadtmitte darstellt.
Das „Brückenhaus“ findet als Eingangsbauwerk der Bücherei und als „Veranstaltungshaus“ eine
ideale öffentliche Nutzung. Baulich ist es eine Einheit mit einem Sockelbau, der die Kante
zwischen dem Lahnufer und dem Platzniveau bildet und der eine bauliche Klammer zum
Gebäude der Volksbank herstellt. Das ohnehin schon imposante Gebäude wird in seiner
Struktur dadurch gestärkt, dass an seiner südlichen Brandwand ein viergeschossiger Flügel
angebaut wird, der das Volumen u-förmig ergänzt. Dieser Anbau nimmt auf fünf
Geschossebenen die Sachliteratur und die Verwaltung der Bücherei auf, während in dem Sockel
die publikumsträchtigen Bereiche Belletristik, Jugendliteratur, Zeitschriften und Medien
untergebracht sind. Die besondere räumliche Qualität der Stadtbücherei liegt ihrer offenen
Gestaltung und den Blickbeziehungen zur Lahn, zur Weidenhäuser Brücke und gleichermaßen
zurück zur Stadt über den verglasten „Oberlichtsaal“.
Die Neubauten — vor allem das Brückenhaus — spielen in einer zeitgemäßen Interpretation mit
dem Archetyp des Hauses, das glücklicherweise die Stadt Marburg an vielen Stellen noch prägt:
Steinerne schwere Sockel, auskragende Obergeschosse, schlanke vertikale Fassaden, hohe
Schiefer gedeckte Dächer... sollen in einer zeitgemäßen Konstruktion, Fügung und Sprache
interpretiert werden.
Freiflächenkonzept
Das Konzept zur Freiflächengestaltung ist gleichsam mit der Entscheidung entstanden, den
Stadteingang durch den Neubau eines öffentlichen Gebäudes — der Stadtbücherei — zu
realisieren. Es basiert auf der Idee, zur Stadt einen urbanen befestigten Platzraum zu schaffen
und zur Lahn eine bauliche Kante, die ausgewogen zwischen Zäsur und Transparenz vermittelt:
179.5
das natürlich existierendes
Gefälle führt auf Straßenniveau
der Kreuzung
Stp.
Stp.
Stp.
Stp.
Stp.
Stp.
Stp.
179.5
181.9
182.2
182.1
Rampe
179.6
183.3
179.6
Unterführung durch Platzfläche ersetzen
183.9
182.9
Weidenhäu
se
1.600,957 m2
r Brücke
184.1
179.60
183.1
(L3381)
26.995,204 m2
Schließfäc
her
Eingang
183.30
179.60
Blick auf Lahn und Brücke
Luftraum
183.30
179.4
182.90
Barrierefreier Zugang zum BiP bzw.
der Gastronomie der Bibliothek
Uferweg
182.2
183.50
Bstp.
182.30
182.00
3.713,813 m2
Brüstung !180.30 m ü NN
HW100! !180.10 m ü NN
Stadtbalkon / Lahnterrasse
Bstp.
183.00
Garten
auf der
Bibliothek
Bstp.
Blick zurück auf die Oberstadt
Gastronomie
Bstp.
179.4
Luftra
u
Leses m
aal
182.00
182.00
Blick auf die Lahn
183.50
Stp.
181.60
180.80
Stp.
Foyer
Foyer
BiP
EG BIP und Cafe
183.50 m ü NN
Café
Zugangskontr.
181.2
179.5
183.12
Erweiterte
Bestandsküche
2. Zugang BIP
180.60
180.6
Ufer
weg
180.80
Sac
hlite
ratu
Lese Zugan
g
saal
UG
Summe neu 2800 Bestand 1200
r 3x
265
=80
0
Luft
r
Les aum
esa
al
179.60
Blick in den Lesesaal und auf die Lahn
180.4
180.4
Anlieferung
Stadtbibliothek
180.2
179.70
Gebäudelängsschnitt M 1:200
Freiflächenplan mit EG 1:200
Anbau Stadtbibliothek
Volksbankgebäude
4. OG SBiblio (Verwaltung) + 194.10 m ü NN
3. OG BiP + 194.10 m ü NN
3. OG SBiblio + 190.60 m ü NN
2. OG BiP + 190.60 m ü NN
Universitätsstraße
Wiedenhäuser Brücke ( Erlenring)
+ 187,90 m ü NN 1. OG Veranstaltungssaal
1. OG BiP + 187.10 m ü NN
2. OG SBiblio + 187,10 m ü NN
EG BiP + 183.50 m ü NN
1. OG SBiblio + 183,50 m ü NN
+ 183.50 m ü NN Eingang BIP
182,90 Eingangsebene Brückenhaus
180,60 OK Parkplatz
180,30 OK Brüstung
Stadt-Bibliothek
180,30 OK Brüstung
180,30 OKFF KG Altbau
182,90 Mittelachse Brücke
SBiblio
179,60 OKFF KG
179,40 OK Ufer
2
060393
RUDOLPHSPLATZ MARBURG
Städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Rudolphsplatzes in Marburg
Für die Transparenz und den räumlichen Bezug zur Lahn ist die Freitreppe neben dem
Brückengebäude genauso von Bedeutung wie die transparente Oberlicht-Glaskonstruktion des
Büchereisockels. Stadtauswärts bleibt der Blick in die gegenüberliegenden Lahnberge nahezu
unverbaut vorhanden. Für die räumliche Zäsur und die Definition des Platzraumes wiederum ist
die Treppenanlage von Bedeutung, die den Bibliothekssockel auf der Platzfläche markiert und
die den Höhenunterschied zur Eingangsebene des BiP in der Volksbank abbildet.
Die Platzgestaltung hat zunächst das Ziel, auf die unterschiedlichen Höhenlagen so zu
reagieren, dass trotz Schrägen und Stufen eine Großzügigkeit entsteht. Um die Verkehrstrasse
optisch „zurückzunehmen“, liegen die befestigen Platzflächen (von einer kleinen Bordsteinkante
abgesehen) grundsätzlich niveaugleich mit allen Straßen. Dies ist nur möglich, weil wir die
Straße „am Grün“ gradlinig, mit gleicher Steigung, über den Platz führen.
Das bedeutet, dass die Platzfläche als ebene Fläche aber mit leichtem Gefälle von Nord
nach Süd abfällt. Die Verschiebung der Straße „am Grün“, die Platzneigung sowie in die
Platzfläche geschnittene Stufen bewirken, dass die angrenzenden Häuser einen
selbstverständlichen niveaugleichen Platzanschluss erhalten. Eine Ausnahme bildet (abweichend
von unserer Aussage bei der Zwischenvorstellung) das Gebäude der Volksbank. Hier wird auf
der nördlichen Seite — mit Übergang zur Stadtterrasse auf der Bücherei — ein Eingangssockel
auf dem Niveau des Erdgeschosses + 183,50 m ausgebildet. Diese Anbindung ist für das Haus
unproblematisch, da sie unterhalb des Fassadensockels bleibt und da die Steigung der Straße
„am Grün“ von + 180,60 m auf + 181,60 m auf der Westseite der Fassade aufgenommen
werden kann.
Der Platz erhält in seiner Mitte zur Akzentuierung und zur Steigerung der Verweilqualität eine
Gruppe von Bäumen. Bei Dunkelheit werden die Platzkanten, die Fassaden, die Eingange von
Brückenhaus und Volksbank sowie die Treppenanlage durch Licht hervorgehoben. Als Belag soll
ein helles Natursteinpflaster zum Einsatz kommen, das als farbliche Ergänzung der
Neubaufassaden und der Kanten und Stufen gesehen wird. Taktile Markierungen an allen
Übergängen und Kanten sollen die Benutzung für Sehbehinderte erleichtern. Auf den
Hauptverkehrsflächen neben den Fahrbahnen wird das Pflaster mit glatter Oberfläche und mit
minimaler Fuge verlegt, um eine möglichst widerstandsfreie Rollfläche zu bieten.
das natürlich existierendes
Gefälle führt auf Straßenniveau
der Kreuzung
Rudolphsplatz
183.3
Unterführung durch Platzfläche ersetzen
182.9
Medien/a
Weidenhäu
se
uskunft 2
00
r Brücke
26.832,675 m2
Blick auf die Oberstadt
Potenziell
nutzbare
Fläc
für Techni
k und Lage hen
rräume du
existierend
rch die
en Bereich
e der
ehemaligen
Unterführ
ung
Gardrobe,
Nebenräum
e 80qm
thek und
Veranstaltu
ngsaal
27.014,945 m2
WC Biblio
1. OG
187.90 ü NN
Veranstalt
u
ngssaal
Eingangsb
ereich
179.60
Zugangsko
179.40
Zugangsko
ntr.
Informatio
Maue
den Ba r dient als Abs
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nitten u chluss zwische
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n Ausleihe
Medien/A
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Mauerbrü
0
Zeitsch
Blick auf Lahn und Brücke
Fernblick Lahntal
Stadtbücherei Lahnterrasse
stung bis
(100jährig t 180.30 m ü NN
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asser lieg ient als Hochwass
t bei 180
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.10 m ü N rschutz
N)
ntr.
182.90
183.30
Blick auf Lahn und Brücke
Blick auf die Weidenhäuser Brücke
3.694,655 m2
riften 1
70
179.4
179.4
Gastronomie
Luftra
u
Leses m
aal
Kinder/
Jugen
d 500
qm
WC-Anlagen
Bestand
Zugang Cafe
180.30
4 St. 17,5 / 29
179.60
TECHNIK
1. OG
187.54 ü NN
HW 100 + 180.10 m ü NN
BiP
1. OG
187.54 ü NN
Ufer
weg
2. Zugang BIP
179.50
Bell
etris
tik 4
00 q
m
Sac
hlite
ratu
r 3x
265
Luft
r
Les aum
esa
al
=80
0
Anlieferung
Stadtbibliothek
1. OG
187.10 ü NN
180.2
179.70
Ost-West Schnitt M 1:200
Hauptebene Bibliothek - UG M 1:200
Brückenhaus
Lahn
Volksbankgebäude
182,90 Eingangsebene Brückenhaus
180,10 (HW100) Hundertjähriges Hochwasser
Am Grün
1. OG M 1:200
Universitätsstraße
183.50 Eingangsebene BiP und Cafe
180,30 OK Brüstung
179,40 OK Uferweg
3
060393
RUDOLPHSPLATZ MARBURG
Städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Rudolphsplatzes in Marburg
Rudolphsplatz
Stp.
Stp.
Stp.
Stp.
Stp.
181.9
182.2
182.1
Rampe
182.1
Rampe
179.6
183.3
Stp.
181.9
182.2
182.1
Stp.
Stp.
181.9
182.2
Stp.
Rampe
179.6
183.3
179.6
179.6
183.3
179.6
179.6
Unterführung durch Platzfläche ersetzen
183.9
183.9
Weidenhäu
se
Weidenhäu
se
Weidenhäu
se
r Brücke
r Brücke
r Brücke
179.60
183.1
183.9
179.60
179.60
183.1
2
183.1
2
27.014,945 m
2
27.014,945 m
26.995,204 m
Schließfä
Schließfä
cher
cher
Eingang
Eingang
213,241 m2
183.30
183.30
183.30
183.30
181.5
Blick auf Lahn und Brücke
182.90
183.30
179.60
Blick auf Lahn und Brücke
Luftraum
182.90
179.4
183.30
Blick auf Lahn und Brücke
Luftraum
183.30
179.4
179.4
182.90
180.10
Bstp.
Uferweg
Uferweg
Barrierefreier Zugang zum BiP bzw.
der Gastronomie der Bibliothek
Bstp.
183.00
183.00
3.713,813 m2
183.50
Bstp.
180.10
3.713,813 m2
Lahnterrasse
3.713,813 m2
Lahnterrasse
Bstp.
Brüstung !180.30 m ü NN
HW100! !180.10 m ü NN
Stadtbalkon / Lahnterrasse
Bstp.
Bstp.
183.00
Garten
auf der
Bibliothek
3,185 m2
Bstp.
Bstp.
Bstp.
179.4
182.00
182.00
182.75
Bstp.
182.75
Bstp.
Bstp.
Blick zurück auf die Oberstadt
Barrierefreier Zugang
Stp.
181.2
181.60
Stp.
zum BiP
180.10
181.60
181.60
Stp.
180.80
Stp.
Foyer
183.54
Blick auf die Lahn
183.50
Stp.
183.50
183.50
1,14 m Höhenunterschied für Eingang!!!!
Foyer
Luftra
u
Leses m
aal
182.00
Stp.
Foyer
179.4
182.00
182.00
Barrierefreier Zugang
zum BiP bzw.
der Gastronomie der
Bibliothek
181.2
Blick zurück auf die Oberstadt
179.4
Foyer
Foyer
Café
183.54
Café
Foyer
BiP
EG BIP und Cafe
183.50 m ü NN
180.10
179.5
183.12
Zugangskontr.
181.2
179.5
Café
183.12
179.5
183.12
183.50
Erweiterte
Bestandsküche
Küche
Küche
2. Zugang BIP
180.60
180.80
Uferw
eg
180.6
Uferw
eg
180.6
180.60
180.6
Uferw
eg
180.60
179.60
Sac
hlite
179.60
ratu
Lese Zugan
g
saal
UG
Summe neu 2800 Bestand 1200
r 3x
265
=80
0
Luft
r
Les aum
esa
al
179.60
Blick in den Lesesaal und auf die Lahn
180.4
180.4
180.4
180.4
180.4
180.10
180.2
180.2
180.2
179.70
179.70
Ausbaustufe reine Platz- und Ufergestaltung M 1:500
Blick zurück auf die Oberstadt
Stadtbalkon / Lahnterrasse
Ausbaustufe Brückenhaus für Veranstaltungen M 1:500
Brückenhaus
mit Eingang Stadtbibliothek
und Veranstaltungssaal
"Garten" auf der Bibliothek
+ 183.50 m ü NN
Blick auf die Weidenhäuserbrücke
Eingangszone
OK Brüstung + 180.30 m ü NN
HW 100 + 180.10 m ü NN
Luftraum Lesesaal
mit Bücherbestand und
Arbeitsplätzen zur Lahn
+ 179.60 m ü NN
Uferweg Lahn
Leitdetail
Anlieferung
Stadtbibliothek
179.70
Gesamtmaßnahme Platz und Bücherei M 1:500
Architektur, räumliche Organisation, Umsetzung des Raumprogramms
Das Raumprogramm der Bücherei wird zunächst in Form von Zonierungen der einzelnen
Nutzungsbereiche umgesetzt. Volksbank und ihre bauliche Ergänzung, das Brückenhaus und der
Verbindungssockel bieten mit in Summe 5000 qm BGF und mit 3400 qm NF auskömmlich
Potential, um sowohl die Stadtbücherei als auch das BiP aufnehmen zu können. In der baulichen
Verbindung des Sockels und im Büchereianbau an die Volksbank sehen wir große
Nutzungssynergien. So könnten z. B. die Büro- und Verwaltungsnutzungen baulich im Altbau
zusammengefasst werden. Ferner kann der neue Eingangsbereich des BiP, der in Form einer
neuen, großzügigen Eingangssituation die „Abrisswunde“ in der Fassade der Volksbank zum Platz
schließt, auch eine zum Platz geöffnete Cafeteria aufnehmen, die auch über eine Treppe direkt an
die Bücherei angebunden ist. Neuer Eingang und Cafeteria beleben den Platz und finden in der
Stadtterrasse einen idealen Freibereich mit Blick auf die Lahn, von oben in die Bücherei und auf
Schloss und Oberstadt.
Die Architektur des Büchereineubaus wird geprägt durch Fassaden aus einem hellen,
Oberflächen rauen Kalkstein, der in einem schönen Kontrast steht zu den scharf in das massive
Volumen geschnittenen Öffnungen. Dieser spannungsreiche Kontrast wird auch in dem
Sockelbauwerk aufgebaut, wo auf einem massiven steinernen Sockel, der den Hochwasserschutz
darstellt, die transparente filigrane Glaskonstruktion des Lesesaals aufgesetzt ist.
Bauabschnitte / Fazit
Trotz unseres Konzepts, an diesem für Marburg so wichtigen Ort nicht nur mit einer reinen
Platzgestaltung, sondern auch mit einem Neubau ein Zeichen zu setzen, ist unsere Idee auch in
Bauabschnitten umsetzbar: So könnte zunächst
in einer ersten Ausbaustufe lediglich die
Platzgestaltung bis zu der Kante erfolgen, die als Treppenanlage ohnehin die Zäsur zur Bücherei /
Stadtterrasse darstellt. In dieser Ausbaustufe wäre die Rückwand zur Bücherei ein geschosshoher
Übergang zum Lahnufer (um eine temporäre Treppe/Rampe zum Ufer angereichert). Das flache Ufer
wäre bei dieser Variante auch auf der Fläche der späteren Bücherei zunächst vollständig begrünt;
die Mauer zum Platz würde den Hochwasserschutz bilden. In einer zweiten Ausbaustufe (oder bei
Bedarf auch zeitgleich mit der Platzgestaltung) könnte man das Brückenhaus errichten. Auch ohne
Bücherei wäre es ein kraftvoller Brückenkopf mit einer eigenständigen Nutzung des
Veranstaltungsraums im OG und den dazugehörigen Nebenräumen im UG. Der dritte Bauabschnitt
könnte dann die Bücherei sein, bestehend aus dem Sockelbauwerk und dem Volksbank-Anbau.
Unabhängig von allen Maßnahmen könnte das BiP vorab in der Volksbank untergebracht werden.
Als Ziel sollte aber weiterhin die grundsätzliche stadträumliche Veränderung angestrebt
werden, die nur der Bücherei-Neubau richtungsweisend ermöglichen würde. Hier liegt die einmalige
Chance, mit einem öffentlichen Gebäude von herausragender architektonischer Qualität, einer
neuen Platzgestaltung und der Brückensanierung richtungsweisenden Städtebau zu machen.
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