Die Bedeutung einer regulierten Infiltration von Leukozyten für den

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Die Bedeutung einer regulierten
Infiltration von Leukozyten für den
Heilungsverlauf nach einem Herzinfarkt
Ein ischämiebedingter Zelltod von Herzmuskelgewebe wie im Falle eines
Herzinfarkts erfordert zahlreiche Umbaumaßnahmen zur Gewährleistung
essentieller Funktionsleistungen des Herzens. Dieser adaptive Mechanismus, das
sog. kardiale Remodelling, wird durch die Infiltration und Akkumulation von
Immunzellen initiiert und determiniert. Forscher des Max-Planck-Instituts für
Herz- und Lungenforschung identifizierten in Zusammenarbeit mit der
Schüchtermann-Klinik und der Kerkhoff-Klinik einen neuen Regulationsmechanismus zur Rekrutierung und Akkumulation von Makrophagen.
mie sowie die lokale Stoffwechselrate des ischämischen
Herzmuskels bestimmen dabei das Ausmaß des Zelltods und
somit die Größe des Myokardinfarktes. Mit zunehmender
Dauer der Ischämie entsteht ein irreversibler Herzmuskelschaden, der sich über alle Wandschichten des Myokards erstreckt und häufig mit einem Verlust der ventrikulären
Pumpfunktion einhergeht.
0
1h – 4d
Neutrophiler Granulozyt (Nph)
Monozyt (Mono)
Makrophage (Mph)
Chemokin für Nph
Chemokin für Mono/Mph
>4d – 14d
Nekrotische
Kardiomyozyte
Vitale Kardiomyozyte
Dedifferenzierte
Kardiomyozyte
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Abb. 1 : Schematische Darstellung der Infiltration und Akkumulation von Immunzellen während des kardialen Remodellings nach einem Herzinfarkt.
Der Myokardinfarkt ist die Folge einer schlagartig auftretenden und anhaltenden Unterbrechung der herzeigenen
Durchblutung (Ischämie), in der Regel bedingt durch einen
akuten, arteriosklerotisch-trombotisch induzierten Verschluss der Koronararterien. Beim Herzinfarkt kommt es zu
einem ischämiebedingten Untergang (Nekrose) von Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten). Die Morphologie des koronaren Versorgungsgebietes, die zeitliche Dauer der Ischä-
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Grundlage der klinisch manifesten Veränderungen des
geschädigten Organs sind zahlreiche, komplexe Interaktionen auf genetischer, molekularer und zellulärer Ebene. Der
myokardiale Umbau wird als ventrikuläres oder kardiales
Remodelling definiert und beschreibt einen evolutionär konservierten Adaptationsmechanismus, um den kardiomyozytären Verlust zu kompensieren und das Ausmaß einer funktionellen Einschränkung möglichst gering zu halten [1]. Der
Prozess des kardialen Remodellings ähnelt dabei einer klassischen Wundheilungsreaktion, die durch die Infiltration von
zirkulierenden Immunzellen initiiert wird [2].
Initiierung und Koordination
von Remodellingprozessen
Mechanistisch kommt es infolge einer vermehrten Expression und Sezernierung von pro-inflammatorischen Zytokinen, Chemokinen und Adhäsionsmolekülen zur Transmigration von Leukozyten aus dem Blut durch das Gefäßendothel (E Abb. 1). Immunzellen wandern anschließend
entlang eines chemotaktischen Gradienten in das ischämische Myokard, wobei die entsprechenden Chemokine lokal
freigesetzt werden [3]. Die Rekrutierung der Immunzellen
aus dem Blut in das Infarktareal entspricht einer zeitlich genau determinierten Kinetik und verläuft in verschiedenen
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So sind Ly6C-high Monozyten und daraus entstehende
Typ1-Makrophagen maßgeblich an Abbau und Entfernung
von nektrotischem Zellmaterial, neutrophiler Granulozyten
und der extrazellulären Matrix (EZM) beteiligt, wohingegen
Ly6C-low Monozyten/Typ2-Makrophagen den Wiederaufbau der EZM organisieren, indem sie die Proliferation von
Fibroblasten und Myofibroblasten sowie die Kollagenbildung und Angiogenese steuern. Es resultiert die Ausreifung
eines passageren Granulationsgewebes, das durch eine abklingende Inflammation sowie abnehmende Kapillar- und
Myofibroblastendichte gekennzeichnet ist. Eine Quervernetzung von Kollagenfasern sorgt für eine Stabilisierung der
Infarktnarbe. Dazwischen kompensieren funktionell überlebende Kardiomyozyten den Verlust der untergegangenen
Herzmuskelzellen.
Das Ausmaß des kardialen Remodellings ist maßgeblich
durch die spatiale Begrenzung der inflammatorischen Antwort, d.h. durch die zeitliche und lokale Präsenz sowie durch
die Aktivität von immunmodulatorischen Prozessen determiniert. So belegen Ablationsstudien von Monozyten/Makrophagen einerseits deren pathophysiologische Relevanz für
die Wundheilung nach einem Herzinfarkt [5, 6]. Andererseits scheint eine permanent erhöhte Präsenz von Immunzellen die Ausreifung eines stabilen Granulationsgewebes zu
stören, woraus eine erhöhte Dilatation und/oder vermehrte
Fibrosierung des infarzierten Ventrikels resultiert [7]. Auf
Grundlage einer detaillierten pathophysiologischen Kenntnis über diese komplexen humoralen und zellulären Interaktionen, insbesondere durch ein besseres Verständnis von
Kontrollmechanismen im Verlauf der kardialen Inflammation, lassen sich innovative molekularbasierte Therapien entwickeln, die bei einem progredienten maladapativen kardialen Remodelling Anwendung finden können.
Oncostatin M reguliert die
Akkumulation von Makrophagen
In früheren Studien des Max-Planck-Instituts für Herzund Lungenforschung wurde Oncostatin M (OSM) als ein
wichtiger Modulator des akuten Myokardinfarktremodel-
Überlebensrate
100%
80%
WT
60%
Reg3b–/– + Reg3ß
40%
Reg3b–/–
20%
0
10
20
30
Zeit nach Myokardinfarkt (Tage)
Makrophagen
Zeilen pro mg Infarkt (x103)
Stadien oder Wellen. Bereits in den ersten Minuten nach
Ischämiebeginn infiltrieren neutrophile Granulozyten das gestresste Myokardareal [4]. Sie phagozytieren tote Myozyten
sowie Zelldebris und verdauen das ischämische Myokardareal, indem sie Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) und toxische Metabolite sezernieren. Daran schließt sich eine biphasische Monozyten-/Makrophagen-Kinetik, wonach in
den ersten Tagen sogenannte proinflammatorische Ly6Chigh Monozyten am Ort der Schädigung dominieren. Zu einer späteren Phase der Wundheilung, d. h. in etwa vier bis sieben Tage nach Eintritt des Infarkts wird dieser Subtyp durch
regenerative und reparative Ly6C-low-Monozyten ersetzt
[5]. In beiden Fällen gehen mittels Transdifferenzierung
Makrophagen mit distinkten Funktionen hervor, die eine zentrale Rolle in der Wundheilung einnehmen.
80
80
Neutrophile
Granulozyten
*
60
*
20
40
10
20
0
0
WT
Reg3b–/–
Abb. 2: Die Bedeutung von Reg3b für das Überleben und die Akkumulation
von Immunzellen nach Eintritt eines Myokardinfarkts. Die oben aufgeführte
Kaplan-Meier-Kurve zeigt die Überlebensraten von Wildtyp-Mäusen (WT,
n = 35), Reg3b-defizienten Mäusen (Reg3b–/–, n = 41) und Reg3b–/–-Mäusen,
denen zusätzlich rekombinantes Reg3b (n = 38) nach persistenter Ligatur der
LAD extern appliziert wurde. Darunter sind absolute Zellzahlen von Makrophagen und neutrophilen Granulozyten pro mg Infarktgewebe in WT und
Reg3b–/–-Mäusen (n = 6 für beide Gruppen) abgebildet. Die Quantifizierung
dieser Immunzellen basiert auf einer durchflusszytometrischen Analyse (FACS)
des Infarkts an Tag 4 nach persistenter Ligatur der LAD. * P < 0.05.
lings identifiziert [6]. Bei OSM handelt es sich um ein primär
von neutrophilen Granulozyten und proinflammatorischen
Typ1-Makrophagen sezerniertes Zytokin der Interleukin-6Klasse. OSM wirkt kardioprotektiv, indem es eine vermehrte
Dedifferenzierung von Kardiomyozyten induziert und dadurch die ischämischen Herzmuskelzellen vor dem Untergang schützt. Tierexperimentelle Infarktstudien mit Mäusen,
die eine genetische Deletion des korrespondierenden Rezeptors für OSM aufwiesen (Osmr–/–), zeigten zusätzlich, dass
OSM die akute inflammatorische Reaktion nach einem
Myokardinfarkt reguliert [7]. So war im Infarktbereich bei
normalem Gehalt an neutrophilen Granulozyten die Makrophagendichte sowie die Infiltration von monozytären
Vorläuferzellen in Osmr–/–-Mäusen deutlich erniedrigt,
d. h. die ischämiebedingte leukozytäre Infiltration aus dem
Blut in das infarzierte Myokardareal war in einer frühen
Phase des kardialen Remodellings negativ beeinträchtigt.
Diese abgeschwächte Immunantwort korrelierte mit einer
verschlechterten Wundheilung und einer verminderten
postischämischen Funktionsleistung.
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OSM
OSM
OSM
Reg3ß
Reg3ß
Reg3ß
Einlagerung von
Kollagenfasern
Akkumulierung von
Myofibroblasten
Ausbildung
neuer Gefäße
Wundheilung und Formierung einer stabilen
Infarktnarbe
Neutrophiler Granulozyt
Phagozytierende Mph
Monozyt
Nekrotische Kardiomyozyte
Makrophage (Mph)
Vitale Kardiomyozyte
Abb.3: Modell eines koordinierten kardialen Remodellings durch die OSM-induzierte Produktion von Reg3b. Infolge einer myokardialen Schädigung und des
Untergangs von Kardiomyozyten sezernieren infiltrierende Immunzellen das Zytokin OSM. OSM induziert über die Bindung an einen spezifischen OSM-Rezeptor die Dedifferenzierung sowie die Produktion von Reg3b in Kardiomyozyten.
Durch die Reg3b-vermittelte Migration von Makrophagen entsteht ein positiver
Rückkopplungsmechanismus, der eine zentrale Rolle im Abbau nekrotischer
Kardiomyozyten sowie neutrophiler Granulozyten darstellt. Bei einer Hemmung
dieser Achse sind nachfolgende Prozesse in der Wundheilung und somit die Ausbildung einer stabilen Infarktnarbe gestört, die letztlich in einer verschlechterten
Funktionsleistung und Überlebenschance münden können.
Neu identifiziertes Chemokin Reg3b
Da OSM allerdings keine chemokinetischen Eigenschaften besitzt, wurde ein weiterer parakrin-sezernierter Faktor
vermutet, der bei myokardialer Ischämie durch OSM freigesetzt wird. Zur Identifizierung eines solchen Faktors wurde
das Sekretom, definiert als die Gesamtheit aller sezernierten
Proteine, von OSM-stimulierten Kardiomyozyten massenspektrometrisch (MALDI-TOF) analysiert. Dabei wurden
insgesamt 23 sekretorische, durch OSM differentiell regulierte Proteine, detektiert. Diese Liste beinhaltete allerdings
kein bereits bekanntes Chemokin. Demgegenüber wurden
zwei Isoformen der Regenerating islet-Derived Proteinfami-
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lie (Reg) identifiziert. In parallel dazu durchgeführten Genexpressionsanalysen von OSM-stimulierten Kardiomyozyten waren ebenfalls mehrere Isoformen der Reg-Familie
stark reguliert.
Die Untersuchungen wurden dann auf das Familienmitglied Reg3b, von der eine murine und humane Isoform bekannt ist [8], fokussiert. Im gesunden Herzen kommt Reg3b
nicht vor. Bei erkrankten Herzen hingegen, wie z. B. bei Patienten mit ischämischer Kardiomyopathie als auch nach einem tierexperimentellem Herzinfarkt, konnte eine vermehrte Expression von Reg3b in dedifferenzierten Kardiomyozyten innerhalb des Infarktbereiches festgestellt werden. In
der Osmr–/–-Mutante war nach Myokardinfarkt sowohl die
kardiomyozytäre Dedifferenzierung als auch die Expression von Reg3b inhibiert. Diese Ergebnisse ließen vermuten,
dass die Aktivierung der OSM/OSMR-Achse eine entscheidende Rolle in der Produktion von Reg3b in Kardiomyozyten einnimmt. Da die Expression von Reg3b im Infarkt mit
einer Akkumulation von Makrophagen assoziiert war, wurde ein direkter Effekt von Reg3b auf die Infiltration dieser
Immunzellen im ischämischen Herzen postuliert. Funktionelle in vitro und in vivo Analysen ergaben, dass Reg3b die
Migration von Makrophagen gezielt fördert, wonach dieses
Protein wohl einen entscheidenden Anteil an der verminderten Einwanderung von Makrophagen in Osmr–/–- Mäusen
hat.
Reg3b-vermittelte Einwanderung von Makrophagen ist
entscheidend für Wundheilung und Überleben
Die pathophysiologische Relevanz dieser chemokinetischen Eigenschaften von Reg3b wurde letztlich in einem
experimentellen Herzinfarktmodell geklärt. Mäuse mit einer genetischen Deletion des Reg3b-Gens (Reg3b–/–) wiesen neben einer verminderten Anzahl an Makrophagen im
Bereich des Infarkts eine erhöhte Sterblichkeit auf, infolge
einer kardialen Ruptur, die hauptsächlich innerhalb der ersten fünf Tage nach experimenteller Ligatur der linken anterioren deszendierenden Koronararterie (LAD) stattfand
(E Abb. 2). Die Rupturen waren durch eine inkomplette Infarktnarbenbildung bedingt, gekennzeichnet durch eine verringerte Anzahl an Myofibroblasten und folglich fehlende
Ausreifung der EZM, sowie einer reduzierten Ausbildung
neuer Gefäße. Die Ursache einer akuten Herzruptur lag dabei in einer inflammatorischen Dysbalance von Immunzellen (E Abb. 2). Durch das Fehlen von Reg3b als zentralem
Chemokin für Makrophagen konnten zugleich neutrophile
Granulozyten weitaus weniger mittels Phagozytose entfernt
werden, sodass von diesem Zelltyp konsekutiv MMPs freigesetzt wurden. Dies begünstigte eine Instabilität der Infarktnarbe und so die Inzidenz einer Ruptur. Umgekehrt ließ
sich die inflammatorische Dysbalance durch eine externe
intramyokardiale Applikation von rekombinantem Reg3b in
den ischämischen Herzmuskelbereich revertieren, was zugleich mit einem verbesserten klinischen Outcome assoziiert
war (E Abb. 2).
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Interaktionen zwischen
Kardiomyozyten und Immunzellen
Das kardiale Remodelling ist durch den Abbau und die
Umstrukturierung des nekrotischen Myokards charakterisiert und wird durch die Infiltration und Aktivität von Immunzellen eingeleitet. Eigene Studienergebnisse belegen,
dass die Initiierung und Regulation dieser inflammatorischen Reaktion im Myokard eng miteinander verknüpft sind.
In diesem Kontext wird OSM durch die Inflammation lokal
vermehrt sezerniert und wirkt als wichtiger Modulator des
kardialen Remodellings (E Abb. 3). OSM koordiniert als inflammatorisches Zytokin den Ablauf der Entzündungsreaktion im geschädigten Herzen, indem es aus Kardiomyozyten
vermehrt Reg3β freisetzt, das wiederum starke chemokinetische Eigenschaften aufweist. Ist diese Auto-FeedbackSchleife blockiert, resultiert hieraus eine inflammatorische
Dysbalance. Dies führt wie im Falle eines Myokardinfarkts
zu einer gestörten Makrophagenkinetik mit anhaltendem
Gewebeverdau und insuffizienter Ausbildung einer stabilen
Infarktnarbe. Die inflammatorische Reaktion verläuft im
ischämischen Herzmuskel also nicht autonom, sondern wird
durch angrenzende, dedifferenzierte Myokardschichten beeinflusst. Vielmehr noch, die Produktion von Reg3b in vornehmlich dedifferenzierten Kardiomyozyten verdeutlicht,
dass Kardiomyozyten eine aktive und zentrale Rolle in der
spatialen und temporalen Regulation der inflammatorischen
Antwort einnehmen [9]. Im weiteren Verlauf reduzieren
dann regenerierende und sich redifferenzierende Kardiomyozyten die Inflammation und steuern somit maßgeblich die
myokardiale Gewebshomöostase.
Neue Therapieansätze bei Herzerkrankungen
Die Identifizierung von OSM und Reg3b, aber auch Kardiomyozyten als zentrale Einflussgrößen der inflammatorischen Antwort und des Heilungsverlaufs ermöglichen neue
innovative Therapieansätze, um intrinsische Reparaturvorgänge zu verstärken und das Risiko einer möglichen konsekutiven Herzinsuffizienz zu minimieren [10]. Im Kontext
kardiovaskulärer Erkrankungen, wie etwa der Atherosklerose, werden bereits distinkte Chemokine und spezifische Chemokinrezeptorsysteme über den Einsatz antagonistischer
Substanzen inhibiert, um die Progression jener Erkrankungen zu minimieren [11]. Umgekehrt sind aber auch Strategien einer zeitlich begrenzten Verstärkung bestimmter Chemokin-Chemokinrezeptor-Signalkaskaden möglich, wie z. B.
durch den Einsatz latenter Fusionsproteine [12]. Zusätzlich
gilt es, in zukünftigen Studien pharmakologisch-relevante
Targetmoleküle zu finden, die insbesondere die Redifferenzierung von Kardiomyozyten fördern. Hierdurch könnten
besonders Patienten mit einer chronisch ischämischen Herzerkrankung und eingeschränkter ventrikulärer Funktion profitieren, die einer invasiven Revaskularisationstherapie nur
bedingt zugänglich sind. So könnte die Inhibition der kardiomyozytären Dedifferenzierung bei einer persistierenden
ischämischen Kardiomyopathie nicht nur die lokale Kon-
traktilität steigern, sondern durch Abschwächung der Inflammation das chronische Remodelling zusätzlich abschwächen und dadurch das Ausmaß der ventrikulären Dilatation reduzieren, was sowohl die Prognose als auch die
Lebensqualität und die Symptomatik verbessert.
Es bestanden keine Interessenkonflikte.
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AUTOREN
Dr. med. Jochen Pöling1,2
Dr. rer. nat. Holger Lörchner1
1
2
Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung, Bad Nauheim
Schüchtermann-Klinik, Bad Rothenfelde
DR. MED. JOCHEN PÖLING
Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung
Abteilung I – Entwicklung und Umbau des Herzens
Ludwigstraße 43
61231 Bad Nauheim
Tel.: +49 (0)6032/705-1106
Fax: +49 (0)6032/705-1104
Email: [email protected]
DR. MED. JOCHEN PÖLING
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