Rem KOOLHAAS und MEDIEN VErfassEr: Manzl

Werbung
SEMINARARBEIT TITEL: Rem KOOLHAAS und MEDIEN
Verfasser: Manzl Andreas
BETREUER: Karl Heinz Machat
WS 2010/11
Institut für Gestaltung
.studio2
2010/11
.studio2
Institut für Gestaltung
Inhaltsverzeichnis
Allgemeines;
Vorwort3
Kurz zu Koolhaas
4
Entwurfsprojekt;
ZKM Karlsruhe
8
Seattle Library14
conclusion;26
Abbildungsverzeichnis28
Vorwort
Diese Arbeit ist als Abschlussprojekt zum Seminar Architektur und Medien am Institut für Gestaltung .studio2 zu sehen. Als Themenkreis beschäftige ich mich im speziellen mit Rem Koolhaas
und die Auswirkung von Medien auf seine Arbeit. Rem Koolhaas stellt diesbezüglich für mich
ein sehr gutes Beispiel dar, weil er seinen Werdegang als Jounalist für die holländische Tageszeitung Haagse Post beginnt und nach wie vor seine theoretischen Arbeiten in Buch und Textform
veröffentlicht. Er beschäftigte sich unter dem Einfluss von Constant (niederländischer Maler und
Bildhauer) mit Film und Kunst. Nach seinem größten Filmprojekt „Die weiße Sklavin“ beschloss
er Architektur zu studieren (AA in London). Seine spezielle Vorgeschichte prägt Koolhaas natürlich sehr stark in seiner Sichtweise über Architektur. Unter dem Einfluss von Medien avancierte
Koolhaas zu einem Stararchitekt und zu einem der wichtigsten Protagonisten der kontemporären Kulturszene. Ich handle das Themengebiet anhand von zwei Beispielen ab und versuche
damit einen Auszug aus dem Spekturm seiner Arbeiten zu zeigen.
3 29
Biografie
2010/11
.studio2
Institut für Gestaltung
Kurz zu Koolhaas;
Biografie:
Koolhaas verbrachte einen Teil seiner Kindheit
in Indonesien. Nach seiner Rückkehr in die Niederlande arbeitete er Ende der 1960er Jahre zunächst als Journalist bei dem Wochenmagazin
Haagse Post, das in dieser politisch und kulturell
sehr bewegten Zeit mit neuen Formen des Journalismus experimentierte. Er interviewte für die
Haagse Post unter anderem den Künstler Constant, der mit seinem utopischen Architekturprojekt New Babylon entscheidenden Einfluss auf
Koolhaas ausübte. Außerdem war er kurze Zeit
auch als Drehbuchautor tätig.
Zwischen 1968 und 1972 studierte Koolhaas Architektur an der Architectural Association School
of Architecture (AA) in London. Anschließend
arbeitete er in den USA bei dem deutschen Architekten Oswald Mathias Ungers an der Cornell
University in Ithaca, der dort eine Professur hatte.
Zusammen mit Madelon Vriesendorp, Elia Zenghelis und Zoe Zenghelis gründete er 1975 das
Architekturbüro Office for Metropolitan Architecture (OMA). Mit der Veröffentlichung mehrerer
architekturtheoretischer Schriften, der Durchführung von Lesungen und der Beteiligung in Kommissionen spielt das OMA seit seiner Gründung
eine wichtige Rolle in der weltweiten
Architekturdiskussion.
Im Dezember 2007 wurde er Mitglied im Rat der
Weisen zur Zukunft Europas.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rem_Koolhaas
1975 gründete Koolhaas das Forschungs- und
Publikationsbüro AMO in London. 1978 wanderte das Büro nach Rotterdam ab. Seit 1999
ist AMO als renomierter Gegenpart zum OMA
bekannt und agiert eigenständig als unabhängiges Büro. Die Einrichtung ermöglicht es Koolhaas ohne direkten Projektabhängigkeiten zu
Forschen und seine Ergebnisse in weiteren Projekten abzurufen und einzuarbeitn.
Abb.01_
5 29
Biografie
2010/11
.studio2
Institut für Gestaltung
Kurz zu Koolhaas;
Fünf Grundsätze:
Im laufe seiner Arbeit als Architekt festigte sich
der Standpunkt von Koolhaas zur Architektur.
Diese Position kann ganz grob mit fünf seiner
wichtigsten Grundsätze umrissen werden.
Grundsatz_01
Angesichts der schieren Größe eines Gebäudes
kannes keine am Menschen orientierten Beziehungen zwischen dem Innen und dem Außen
geben,<keine Humanisierung der Architektur>.
Wir lassen damit die vertraute Formel der Moderne hinter uns, wonach die Form der Funkrion
folgt. Die Architektur richtet sich damit in einer
selbstgewollten Schizophrenie ein;
(Am Beispiel ZKM: Das Gebäude an sich läßt nicht
direkt auf den Inhalt schließen; die äußere Hülle
ist selbst schon ein Projekt, das mit seiner Umgebung in Beziehung tritt)
Grundsatz_02
Die einzelnen Bestandteile im Inneren der Einheit
sind autonom. Die Raumfolgen entsprechen damit nur selten dem, was von außen sichtbar ist.
Letztlich verbindet das Bauwerk nicht mehr die
unterschiedlichen Teile, sondern vereinigt in
einem Projekt mehrere fragmentierte Projekte.
Grundsatz_03
Die technischen Verbindungsmöglichkeiten
(Aufzüge und Rolltreppen) stellen Zusammenhänge zwischen Teilen her, die nicht mehr zu einer Reihe aufeinander angewiesener Elemente
zusammengesetzt werden müssen. Der Aufzug
macht das traditionelle entwerferische Talent in
der Architektur hinfällig, da er von der Verpflichtung befreit, baulich-räumliche Beziehungen
zwischen den Bereichen herzustellen. Sie lassen
sich in aller <Ruhe> übereinander lagern.
Grundsatz_04
Aus diesen bisher genannten Bedingungen
ergibt sich für große Gebäudekomplexe eine
gewissermaßen <amoralische> Situation - mit
Koolhaas Worten „jenseits von Gut und Böse“ -,
deren urbane Wirkung damit immer unabhängig von ihrer eigentlichen Qualität sein kann.
Grundsatz_05
Diesen vier Punkten hat Koolhaas bald einen
fünften hinzugefügt. 1194, als er das Grand Palais de Lille , das erste tatsächlich realisierte Gebäude, fertigstellte, zog er aus der >Theory of
Bigness> der Theorie des Großen, einen Schluß
den er brutal und radikal als seinen fünften
Punkt formuliert „Fuck context“.
Letztlich möchte Koolhaas mit diedem fünf
Punkten zur Architektur neue Möglichkeiten
erkunden, die außerhalb der ausgetretenen
Pfade der traditionellen oder auch <modernen> Vorgehensweisen der Architektur liegen. Sie spiegel aber gleichzeitig die Anliegen
wider, die ihm in seinem 1978 erschienenen
Buch Delirious New York wichtig waren. Darin schlug er eine Methode für die UNtersuchung von Architektur und Städtebau vor,
einen Plan für eine <Kultur der Verdichtung>,
in dem der Einsatz von hochverdichteten
Mischnutzungen als einer der wichtigsten
Wrte der Lebensbedingungen in der Großstadt von heute angesehen wird.
7 29
ZKM
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
Zentrum für Kunst und Medientechnologie
(ZKM) Karlsruhe:
1989 wurde ein internationaler Architekturwettbewerb zur Neuerrichtung eines Zentrum für Kunst und Medientechnologien
ausgelobt. Städtebauliches Ziel war es die
Nord-Südachse der Stadt zu beleben. Deshalb
entschied man sich den Bauplatz neben den
Bahnhof zu legen.
REM Koolhaas ging mit seinem Wettbewerbsbeitrag als Sieger hervor.
An der Schnittstelle zwischen der Stadt- deren
Straßen strahlenförmig zum Schloß führen- und
der Peripherie auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs, auf einem schmalen, langgezogenen
ehemaligen Bahngrundstück, hätte das Zentrum
allein schon wegen seiner Ausmaße (über 40Meter
Seitenlänge, über 50Meter hoch) wie ein imposnter
Würfel mit einer geheimnisvollen Ausstrahlung gewirkt, da die vier Außenflächen vieles von dem, was
im Inneren geschieht, offenlegen, aber gleichzeitig
auch den Blick darauf verwehren.
(Museen für ein neues Jahrtausend; Ideen Projekte
Bauten; Prestelverlag, München London NewYork,
und Art Center Basel 1999; ISBN 3-7913-2183-8,
Seite 84)
Abb.02 Modelldarstellung ZKM
9 29
ZKM
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
Hart neben der Achse plaziert setzt der Bau an der
Peripherie der Innenstadt ein Signal der Zusammengehörigkeit von Stadt und Region. Das neue
Ereignis ZKM wird nicht der Innenstadt
einverleibt, sondern großzügig nach Süden verlegt.
Es ist ein geistiger Stadteingang geworden,
für eine Stadtregion, die sich weiter ausspannt als
bisher, die sich im Würfel wiedererkennt
und dennoch in ihren Teilen eigenständig bleibt.
Seine Kraft schöpft der Bau aus seiner
Minimalform, die alle Anbiederung ausschlägt,
dennoch nicht fremd bleibt. Denn erstens ist er
Teil der Megamaschine Bahn, an der die großen
Schuppen und Türme stehen, wo die Lakonie
dem Hause gerne zugebilligt wird, zweitens ist die
stereometrische Einfachheit des Körpers
kein Zwangsgesetz, das sich pedantisch dem Inneren aufzwängt, im Gegenteil: die innere
Fülle aus bizzarem Spiel von Rationalität der Strukturen und ihrer Beglaubigung durch Störung,
Wechsel und Überraschung, drängt sich von Innen
gegen die dünne, durchscheinende Haut. Fassade
und gestapelter Inhalt stehen in einem Dialogverhältnis und übernehmen Aufgabenteilung: die
Fassade ist Screen,
sie ist Spiegel und Fenster in einem.
Die Fassade kann von jedem „gelesen“ werden.
Überhaupt kein Vorverständnis ist nötig,
man muß nicht „Eingeweihter“ sein, Architekturkenner gar, um den Würfel zu kapieren; keine
elitäre „Baukunst“ legt sich in den Weg. Aufdringliches Überzeugenwollen und Einschüchterungsgesten üblicher Kulturarchitekturen
fehlen hier völlig. Dennoch stellt sich, durch die
Fabrikbaulogik des Baus hindurch, so etwas wie
ein Anklang an barocke Allegorie ein.
So wie der Baum der barokken schloßnahen Allee
würfelig gestutzt ist und mit seiner
Fremdheit aber anzeigt, daß ich mich jetzt nicht
mehr verlaufen kann, so wuchert hinter der glatten
Fassade des Würfels das Labyrinth,
lauert hinter der Geometrie der Wald und ich lasse
mich gerne verfuhren. In diesem verwirrend klaren
Spiel verwischen sich die Abhängigkeiten und Hierarchien von Funktion und Form, das Gebäude tritt
ins Gespräch mit sich
selbst, wird selbstbezüglich und erhebt sich damit
in die höheren Sphären der Zwecklosigkeit,
kurz: es wird zum Mythos.
Günther Uhlig
Abb.03 Modellfoto ZKM
Abb.04 Erschließung
Abb.05 Modellfoto - Medienfassade
11 29
ZKM
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
Abb.06 3d-Modell ZKM
Abb.07 Grundriss ZKM
Abb.09 Schnitt ZKM
Abb.08 Grundriss ZKM
Abb.10 Schnitt ZKM
13 29
Seattle library
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
ENTWURF: Seattle Library
Das Gebäude ist das Resultat eines hyperrationalen Prozess. Durch diese Herangehensweise
entsteht ein neuer fast absurd anmutender Gebäudetypus. OMA hat die Bedarfsvorgaben von
seiten des Auftraggebers genau analysiert.
Flächen gleicher Nutzung wurden zusammengefasst. Zudem wurden Nutzungen welche
in ihrer zukünftigen Entwicklung schwer vorhersehbar sind separiert und in den obersten
Ebenen zusammengefasst. So entstanden drei
Hauptvolumen die übereinander versetzt angeordnet wurden.
Abb.11 Darstellung Programm Seattle Library
Interessant ist, dass nur ca.1/3 der Fläche für
Funktionen vorbehalten ist welche in direktem
Zusammenhang mit Büchern stehen. Der Entwurfsprozess von OMA war kollektiv (kein einzelner Autor sondern in Gruppen).
Der Umgang mit Flexibilität war für OMA sehr
wichtig. Es sollte kein Großraum geschaffen werden der multifunktional genutzt wird (Wie es bei
Bibliotheken oft der Fall ist). Durch diese Vereinheitlichung entstehen lt. OMA „generic rooms“.
Diese sind von einander durch die Flexibilität
und undefiniertheit nur schwer zu differenzie-
ren. Stattdessen wurden durch die Aufschlüsselung der Nutzungen Bereiche definiert die in
Ihrer Funktion bestimmt sind, in Ihrer Nutzung
aber Möglichkeiten offen lassen.
Laut OMA gibt es zwei maßgebliche Faktoren
für Bibliotheken:
BOOKS
and
RESPOSIBILITY FOR SOCIAL ROLES
Bücher sind lt. OMA eine Technologie die ihre
Vormachtstellung mit anderen Medien teilen
muss. Bibliotheken sie einer der wenigen Gbäu-
dearten welche es dem Staat erlauben öffentlichen Raum zu schaffen. Ca. 2/3 der Fläche sind
daher sozialen Funktionen vorbehalten.
Um den hyperrationalen Prozess zu kompletieren wurde über die rational geformten Volumen
eine Hülle gespannt. Die Rasterung der Hülle
und spezielle Beschichtungen der Glasplatten
schaffen konstante Lichtsituationen für den Innenraum.
Abb.12 Schnitt Programm Seattle Library
15 29
Seattle library
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
FACT SHEET
Architekt:
OMA / LMN – A Joint Venture
Ort:
Seattle, USA
Status:
Genehmigt: 1999
Fertiggestellt: 2004
Site:
Fourth Avenue, Seattle, WA 98104
=
Abb.13 Foto Seattle Library
Abb.14 Darstellung Programm Seattle Library
Programm:
Total 38,300m2, inklusive 33,700m2 Leseräume, Buchspirale, „mixing chamber“,
Treffpunkt-Plattform, living room, Angestelltenflächen, Kinderbereich,
Vortragsraum, und 4,600m2 Parkflächen
Auftraggeber:
The Seattle Public Library
Budget:
$111.9 million
=
Abb.15 Foto Modell Programm Seattle Library
17 29
Seattle library
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
Abb.16 Diagramm Books
Abb.17 Public Library
19 29
Seattle library
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
Info
Die Bibliothek ist das Fundament einer Demokratie;
Derzeit stehen Bibliotheken unter dem Einfluss von zwei wichtigen Faktoren. Zum einem wird der öffentliche Bereich immer kleiner und zum anderen werden viele Medien
digitalisiert und sind von überall abrufbar.
Als Reaktion auf diese Entwicklungen werden Bibliotheken heutzutage als Ort für die
Öffentlichkeit (Einwohner) geschaffen in dem
Informationen unterschiedlichster Medien
gemeinsam abgerufen werden können.
Die unterschiedlichen Programme sind intuitiv über alle fünf Volumen sowie deren Zwischenflächen aufgeteilt. Die Räume werden
durch die markente Aussenhülle stark geprägt und bieten dem Stadtraum ein interessaten Bauwerk welches durch seine Eleganz
und Logic fasziniert.
OMA`s Absicht ist es die Bibliothek so zu definieren das sie nicht mehr länger ein exclusiver
Ort ist der durch Bücher bestimmt wird, sondern einen „Informationsshop“
Abb.18
Abb.19 Foto Book Spiral
21 29
Seattle library
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
welcher möglichst viele Medieninformationen anbietet. Neue sowie alte, inhaltlich gleiche sowie unterschiedliche. In einem Zeitalter
in welchen Informationen von überall abgerufen werden können sind die Gleichzeitigkeit
von Informationen und (fast noch wichtiger)
die Verwaltung der Inhalten zwei wichtige
Faktoren welche Bibliotheken nach wie vor als
wichtige Institution rechtfertigen.
Der erste Schritt von OMA war es das Programm von Funktionen und Medien der Bibliothek zu strukturien und gegebenenfalls zu
kombinieren. In dieser Strukturierung wurden
fünf stetige Funktionen separiert: Parken, Angestellte, Besprechungseinrichtungen, die
Buch Spirale und die Hauptverwaltung der
Bibliothek. Diese elemente der Bibliothek
wurden wie vorhin schon angedeutet in fünf
übereinanderliegenden Volumen organisiert
welche in bestimmter Art und weise zu einander verschoben sind. Gleichzeitig gibt es
vier relativ unbestimmbare Bereiche welche
zwischen den Volumen angeordnet sind. Das
sind die Bereiche: Kinder, „living room“,“mixing
chamber“ und Leseraum. Alle Bereich wurden
Architektonisch so ausformuliert und ausgestattet das die Anforderungen bestmöglich
erfüllt werden können. Dabei waren die
Abb.20 Foto Eingang
Abb.21 Foto Kinder Area
23 29
Seattle library
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
Punkte: anpassbare Raumgrößen, Flexibilität,
Erschließung, und Struktur wesentliche Einflussfaktoren.
Die „Mixing Chamber stellt dabei für den Entwurf einen sehr interessanten Bereich dar. Sie
befindet sich in der dritten Ebene und ist der
Bereich in dem die meiste interaktion Zwischen Medien und Besuchern stattfindet.
Die Buchspirale ist das Herzstück der Bibliothek. Entlang einer, sich nach oben windenden Spirale, sind sämtliche Bücher aufgereiht.
Sie fasst derzeit ca. 780 000 Bücher und kann
auf bis zu einem max. Fassungsvermögen von
1 450 000 Bücher erweitert werden.
web-Seite der Bibliothek
http://www.spl.org/locations/central-library/cenbuilding-facts
Abb.22 Foto public living room
Abb.23 Foto reading room
25 29
conclusion
WS 2011/12
ARCHITEKTUR UND MEDIEN
.studio2 Institut für Gestaltung
conclusion
In den beiden gewählten Beispielen sind die
sind trotz der Zeitdifferenz ähnliche Ansätze
erkennbar. Z.B. wird die Programmatik auf
unterschiedliche Ebenen aufgeschlüsselt. Ein
wesentlicher Unterschied ist Kommunikation
der Baukörper nach außen hin. Die Fassaden
des ZKM wurden bewußt differenziert gestaltet. Je nach Ausrichtung wurden Sie auf den
context abgestimmt. Medien waren aufgrund
der Aufgabenstellung auch in der Fassade ein
gestaltendes Element. Waren im Entwurf des
ZKM die Inhalte von außen nur schwer ablesbar ist die bei der Seattle Library ein maßgebendes Entwurfselement. Die Transparenz
der Fassade war inhaltlich sehr wichtig und
spiegelt in konsequenter Art und Weise die
Hyperrationalität des Entwurfes wieder.
Die Erschließung beider Gebäude ist ebenfalls unterschiedlich ausformuliert. So werden
beim ZKM die Erschließungswege gebündelt
und an der zur Bahn zugewandten Seite angeordnet. Im Gegensatz dazu wird bei der
Seattle Library die Fläche der Ebene für die
Erschließung ausgenutzt. Die Ebenen sind
nicht so sehr von einander differenziert da
das Überthema der Bibliothek eine gewisse
Offenheit vorgibt. Die fünf Volumen in der Bibliothek schaffen hingegen ähnlich intime
Bereiche wie im ZKM.
Das äußere Erscheinungsbild der Seattle library ist viel komplexer als das des ZKM`s. Durch
die Einfassung der Hauptvolumen mit der
einheitlichen Hülle entsteht ein fast absurd
wirkender Körper. Das ZKM wurde hingegen
bewusst in einem einfachen Quader gefasst.
Der Quader fügte sich relativ neutral in die Barocke Stadtstruktur ein. Hauptaugenmerk lag
im Entwurf bei der Ausformulierung der Inneren Struktur.
Die Fragmentierung von Programmen schafft
differenzierbare Bereiche die auf die spezifischen Anforderungen abgestimmt werden
können (Downtown Athletic Club).
27 29
2010/11
.studio2
Institut für Gestaltung
Abbildungsverzeichnis
Abb.01 Rem Koolhaas; http://www.vebidoo.de/rem+koolhaas; Stand
24.03.2012 11:22;
Abb.02 Modelldarstellung ZKM; Eingenproduktion 2010
Abb.03 Modellfoto ZKM; http://www.breemer.com/
Abb.04 Erschließung; archplus_ausgabe_112_seite_21
Abb.05 Modellfoto - Medienfassade;
Abb.06 3d-Modell ZKM;
Abb.07 Grundriss ZKM; archplus_ausgabe_112_seite_21
Abb.08 Grundriss ZKM; archplus_ausgabe_112_seite_21
Abb.09 Schnitt ZKM; archplus_ausgabe_112_seite_21
Abb.10 Schnitt ZKM; archplus_ausgabe_112_seite_21
Abb.11 Darstellung Programm Seattle Library; http://arqa.com/index.
php/en/architecture/seattle-central-library.html; Stand 24.03.2012 14:22 MEZ
Abb.12 Schnitt Programm Seattle Library; http://www.pushpullbar.com/
forums/showthread.php?14080-3rd-Year-Museum-of-Senses-Hasini-Vithana/page2; Stand 24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.13 Foto Seattle Library; http://www.archdaily.com/11651/seattlecentral-library-oma-lmn/; Stand 24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.14 Darstellung Programm Seattle Library; http://arqa.com/index.
php/en/architecture/seattle-central-library.html; Stand 24.03.2012 14:22 MEZ
Abb.15 Foto Modell Programm Seattle Library; http://architectureinmedia.wordpress.com/; Stand 24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.16 Diagramm Books; http://archis.org/action/2010/01/16/reasoningwith-waves-and-the-diagrams/; Stand 24.03.2012 14:36 MEZ;
Abb.17 Diagramm Public Library; http://archis.org/action/2010/01/16/
reasoning-with-waves-and-the-diagrams/; Stand 24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.18 Foto Mixed Chamber; http://www.architecture-buildings.com/seattle-central-library-in-washington-united-states-by-oma-lmn/view-seattlelibrary-mixing-chamber-interior-photo-2/; Stand 24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.19 Foto Book Spiral; http://www.bluffton.edu/~sullivanm/washington/seattle/library/0114.jpg; Stand 24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.20 Foto Eingang;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/
thumb/1/1c/Seattle_public_library_main_branch_5th_Avenue_exit.
jpg/800px-Seattle_public_library_main_branch_5th_Avenue_exit.jpg; Stand
24.03.2012 14:30 MEZ;
Abb.21 Foto Kinder Area; http://www.theqfamilyadventures.com/wp-content/uploads/2011/08/Seattle-With-Kids-Library-19547.jpg; Stand 24.03.2012
14:31 MEZ;
Abb.22 Foto public living room; http://www.architizer.com/blog/wpcontent/uploads/2010/11/9Seattle-Central-Library-3.jpeg; Stand 24.03.2012
14:31 MEZ;
Abb.23 Foto reading room; http://upload.wikimedia.org/wikipedia/
commons/3/3e/Seattle_Public_Library_Main_Branch_Reading_Room.JPG;
Stand 24.03.2012 14:31 MEZ;
29 29
Herunterladen