Auszug aus dem Protokoll des Stadtrates von Zürich

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GR Nr. 2007/50
Überweisung des Stadtrates an den Gemeinderat der Stadt Zürich
31.01.2007
Weisung 82
Objektkredit von Fr. 49 960 000.-- für die Erneuerung der Sportanlage Heerenschürli
Zweck der Vorlage
Die integrative Funktion des Sports ist auch im Quartier Schwamendingen ein wichtiger
Grund für dessen Popularität. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, soll die
Sportanlage Heerenschürli, eine der drei grössten Rasensportanlagen in Zürich, optimiert
und attraktiver gestaltet werden. Die heutige Anlage entspricht nicht mehr vollumfänglich den
aktuellen Bedürfnissen. Der Trend entwickelt sich in Richtung Rasensportarten, insbesondere Fussball, währenddem der Bedarf an Tennisplätzen und Leichtathletikanlagen sinkt.
Geplant ist, mit der umfassenden Instandsetzung und Neuanordnung der Grünflächen die
Benutzbarkeit der Sportanlage zu verbessern, einen Ersatzneubau für die bestehenden Garderobengebäude zu erstellen und die Infrastruktur für den Anlagenunterhalt an einem Ort
zusammenzufassen. Ausserdem wird die Anlage mit einem zusätzlichen Fussball- und einem regelkonformen Baseballfeld ergänzt. Der Bedeutung der Gesamtanlage für das Quartier wird durch eine verbesserte Anbindung sowie weitere Einrichtungen Rechnung getragen.
Mit dieser Vorlage wird dem Gemeinderat zuhanden der Stimmberechtigten der Stadt Zürich
ein Objektkredit von insgesamt 49,96 Mio. Franken beantragt. Davon entfallen 32,14 Mio.
Franken auf die Erneuerung der Spielfelder und 17,82 Mio. Franken auf den Ersatz der
Hochbauten.
Teilprojekt A, Instandsetzung und Neuordnung der Rasensportanlage
Ausgangslage, Bedürfnis
Die Anlage umfasst insgesamt neun Rasensportfelder, vier Allwetterplätze mit Sandbelag
bzw. Kunstrasen, vier Tennisplätze, eine Leichtathletikanlage mit 400-m-Rundbahn und diversen Wurf- und Sprunganlagen sowie ein provisorisch hergerichtetes Baseballfeld, das für
regelkonforme Wettkämpfe deutlich zu klein ist.
Das Angebot an Spielfeldern entspricht den heutigen Bedürfnissen nicht mehr vollumfänglich. Der Schweizer Fussball boomt; es ist ein starker Trend zugunsten des Breitenfussballs
zu verzeichnen. Den Vereinen und dem vereinsungebundenen Sport fehlt es jedoch an Plätzen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Tennisanlagen rückläufig. Um der veränderten
Nachfrage gerecht zu werden, soll das Angebot in der Sportanlage Heerenschürli entsprechend angepasst werden. Infrastruktur (Ver- und Entsorgungsleitungen) und Ausstattung
(Beleuchtung, Bewässerung) der Anlage sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert
werden.
Bauprojekt
Mit der Aufhebung der Tennisfelder – in der nahe gelegenen Tennisanlage Überlandstrasse
stehen genügend Tennisplätze zur Verfügung – und der Leichtathletikanlage sowie einer
Neuordnung der Fussballplätze lassen sich ein zusätzliches Fussballfeld sowie ein Baseballfeld schaffen. Das Baseballfeld wird das erste in der Schweiz mit wettkampftauglichen Abmessungen nach internationalen Regeln sein und erhält eine Zuschauerrampe. Eines der
Fussballfelder soll für 1.-Liga-Spiele tauglich sein und mit einer Zuschauerrampe versehen
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werden. In Anbetracht der Bedeutung der Anlage für das Quartier ist zudem ein zentraler
Platz und eine Quartier-Skateranlage vorgesehen.
Grün Stadt Zürich und das Amt für Hochbauten haben für das Bauvorhaben einen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durchgeführt. Als Sieger gingen das Team TOPOTEK 1,
Landschaftsarchitekten, Berlin, und Dürig AG Architekten, Zürich, hervor. Das Projekt erfüllt
sowohl die Ansprüche an eine hohe gestalterische Qualität als auch an die Anforderungen
hinsichtlich Funktionalität, hoher Beanspruchung, tiefen Unterhaltskosten und langer Lebensdauer. Das landschaftsarchitektonisch und städtebaulich überzeugende Gesamtkonzept
soll die Bedürfnisse des Sports und diejenigen der Quartierbevölkerung abdecken. Durch die
Setzung von räumlichen Schwerpunkten und die Ausbildung von zwei sich kreuzenden Wegachsen wird die Gesamtanlage ausgewogen strukturiert. Die im Projekt einheitlich ausgerichteten Spielfelder im gesamten östlichen Bereich der Anlage tragen ebenfalls wesentlich zu
deren klarer Strukturierung bei. Zwischen dem Kreuzungspunkt der beiden Achsen und dem
neuen Garderobengebäude entsteht ein zentraler Platz mit Baumdach und einer markanten
Raumskulptur in Form einer überlangen Holzbank. Das öffentliche Restaurant im Garderobengebäude orientiert sich folgerichtig auf diesen Platz.
Für Fussball werden im Projektperimeter künftig zwei Rasenspielfelder sowie vier Kunstrasenplätze zur Verfügung stehen. Im Vergleich zu den vorhandenen vier Rasenplätzen und
einem Allwetterplatz wird damit eine deutlich intensivere Nutzung möglich. Die betriebliche
Mitte bildet das Garderobengebäude mit dem dazugehörenden Hauptspielfeld, welches für
Meisterschaftsspiele bis 1.-Liga ausgebaut wird. Die Zuschauerrampe weist rund 500 Sitzplätze auf, das Spielfeld wird mit einer Akustikanlage und einer elektronischen Anzeigetafel
ausgerüstet.
Das zweite Rasenspielfeld sowie ein Kunstrasenfeld weisen ebenfalls für 1.-Liga-Spiele zugelassene Abmessungen auf. Diese beiden Plätze erhalten jedoch keine Zuschauereinrichtungen. Die drei südlich gelegenen Kunstrasenfelder sind als Trainingsplätze auszugestalten. Das Hauptspielfeld sowie die vorwiegend Trainingszwecken dienenden Kunstrasenplätze werden mit einer normengerechten Beleuchtung ausgestattet. Sämtliche Rasenspielfelder
verfügen über Bewässerungsanlagen, die Kunstrasenplätze über Befeuchtungsanlagen mit
zeitgemässer Steuerung.
Das Baseballfeld im nordöstlichen Bereich wird in Form und Abmessungen als erste Anlage
der Schweiz gemäss internationalen Standards erstellt. Das Spielfeld soll gegenüber dem
umgebenden Terrain um 80 cm abgesenkt und von einer 2 m hohen Mauer eingefasst werden. Durch diese Konzeption integriert sich die Anlage optimal ins Gelände und die erforderliche Umzäunung kann so tief gehalten werden, dass das gesamte Spielfeld von aussen über die 1,20 m hohe Brüstung bequem überblickbar bleibt. Der Zugang zum Spielfeld für
Spieler, Zuschauer und Pflegefahrzeuge ist über in die Mauer integrierte Treppen bzw. eine
befahrbare Rampe gewährleistet. Die Zuschauerrampe, bestehend aus drei Reihen Sitzstufen, bietet Sitzplätze für mindestens 400 Personen. Zum Schutz der Zuschauer wird zwischen Rampe und Spielfeld ein 12 m hoher Ballfang erstellt. Die technische Ausstattung der
Baseballanlage (Spielerbänke, Übungstunnel, elektronische Anzeigetafel, Beleuchtung usw.)
entspricht durchwegs den internationalen Standards. Auch dieses Spielfeld wird mit einer
Bewässerungsanlage ausgerüstet.
Das signifikanteste Element der Sportanlage bilden zweifellos die Ballfänger. Im Bereich der
Rasenspielfelder weisen diese eine einheitliche Höhe von 6 m auf und sind zweifach mit
starkem Diagonalgeflecht bespannt. Die Überlagerung der beiden Drahtgewebe ergibt je
nach Blickwinkel spannende Effekte, welche durch eine unterschiedlich grüne Beschichtung
der Innen- und Aussenseite des Ballfangs zusätzlich betont werden. Der Ballfänger des
Baseballfeldes wird nur einfach mit Diagonalgeflecht bespannt.
Die Einrichtungen für den Anlagenunterhalt werden zusammengefasst und als Werkhof zwischen den Sportplätzen und dem Parkplatz parallel zur Überlandstrasse platziert. Das von
hohen Hecken eingefasste Werkhofgelände dient dort als optischer und akustischer Riegel
zur stark befahrenen Überlandstrasse.
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Die weiträumige Anlage wird durch doppelt bespannte Ballfangzäune in unterschiedlichen
Grüntönen räumlich gegliedert.
Die Erschliessung der Gesamtanlage mit Werkleitungen wie auch die Infrastruktur der Sportplätze (Beleuchtung, Bewässerung, Drainage usw.) werden auf einen zeitgemässen Stand
gebracht.
Teilprojekt B: Ersatz der Garderobengebäude und des Werkhofes
Die Hochbauten umfassen das Garderobengebäude mit Cafeteria und Dienstwohnung an
der Helen-Keller-Strasse, einen Garderobenpavillon in der Nähe der Überlandstrasse, das
Material- und Gerätelager bei der Rundbahn sowie den Werkhof. Als Ergänzung zum Werkhof wurden über das Areal verteilt zusätzliche Fertiggaragen als Gerätelager sowie ein offenes Materialdepot am Standort des projektierten Werkhofes erstellt. Diese Situation ist aus
betrieblicher Sicht unbefriedigend.
Baulicher Zustand der Gebäude
Die Bausubstanz der Garderobengebäude ist in einem sehr schlechten Zustand. Auch genügen die Infrastruktur und das räumliche Angebot den heutigen Anforderungen bei weitem
nicht mehr. Insbesondere das Garderobenangebot ist dringend zu erweitern.
Beim 1974 erstellten Garderobengebäude sind seither keine räumlichen Anpassungen mehr
erfolgt. Die Flachdächer sind undicht und die Wärmedämmung der Gebäudehülle entspricht
nicht den heutigen Vorschriften. Sowohl der Innenausbau als auch die gebäudetechnischen
Installationen sind erneuerungsbedürftig. Die Ausstattung des Gastrobereichs ist ebenfalls
veraltet. Da die Erweiterung der Sportanlage ohnehin Anpassungen im Raumprogramm bedingt, ist vorgesehen, das Gebäude abzubrechen und neu zu erstellen, anstatt dieses kostspielig instandzusetzen und zu erweitern.
Der 1966 als Provisorium für etwa zehn bis 15 Jahre erbaute Garderobenpavillon umfasst
drei Umkleideräume, einen Duschraum und eine WC-Anlage. Obschon in den vergangenen
Jahren verschiedene Instandsetzungen ausgeführt worden sind, wie z. B. die Behebung von
Feuchtigkeitsschäden, Erstellen eines Notdaches, erfüllt das Gebäude absolut keine der
heute üblichen Anforderungen, weshalb es ebenfalls abgebrochen werden soll.
Unmittelbar neben dem Garderobengebäude steht der Werkhof. Diese Anlage besteht aus
einem Holzbau und sechs Garagenboxen für Lager und Werkstatt. Zudem befinden sich gegenüber an der Helen-Keller-Strasse drei weitere Garagenboxen. Die Bauten des Werkhofes
sind grundsätzlich in einem guten Zustand, doch erschwert die Zusammensetzung der unterschiedlichen Gebäude bzw. Garagen optimale Betriebsabläufe. Im Weiteren ist der Platz
für die Lagerung der Materialien und das Einstellen der Geräte und Maschinen zu knapp. Die
Bauten des Werkhofes sind demontierbar und lassen sich auf anderen Sportanlagen weiter
verwenden.
Bauprojekt
Das neu zu erstellende Garderobengebäude wird über vier Garderoben für Mannschaften
der oberen Fussballligen und 14 Garderoben für den Breitensport sowie über ein Restaurant
mit Aussenbereich verfügen. Ebenso sind sowohl Garderoben für Schiedsrichterinnen und
Schiedsrichter als auch Büros für den Anlagenchef und die Vereine vorgesehen. Im Weiteren
werden Lagerräume für den Sportbetrieb geschaffen.
Baubeschrieb
Das im Grundriss rechteckige, rund 100 m lange Garderobengebäude umfasst zwei Geschosse. Das Erdgeschoss wird in Massivbauweise mit Aussendämmung erstellt, während
das Dachgeschoss aus einer Holzkonstruktion besteht. Der kompakte Baukörper ist von einer Gebäudehülle aus Blech umgeben, welche im Querschnitt eine grosse asymmetrische
Welle darstellt. Diese weist am höchsten Punkt eine Höhe von acht Metern auf. Während die
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Gebäudehülle auf der Seite des Platzes die Fassade bildet, bleibt sie auf der Seite des Spielfeldes mit der allmählichen Neigung ein Dach, das im unteren Bereich eine nicht überdachte
Zuschauertribüne trägt. Die Stirnfassaden werden von der Hülle beidseits um drei Meter überragt, damit dort ein geschützter Aussenbereich entsteht.
Die Erschliessung der Räume im Gebäude basiert auf zwei in Querrichtung verlaufenden
Korridoren sowie auf einem Mittelkorridor, der sich in der Längsachse erstreckt. Die Querkorridore unterteilen das Gebäude in die drei Teile Nord, Mitte und Süd. Im nördlichen Teil sind
die Serviceräume, die Schiedsrichtergarderoben und die zum Werkhof gehörenden Räume
eingerichtet. Letztere sind von aussen her direkt zugänglich. Der mittlere Teil nimmt die Umkleideräume mit Duschen und Trockenzonen, Vereinsräume und Büros auf. Der Gebäudeteil
Süd dient als Gastrobereich und kann unabhängig von den Garderoben genutzt werden. Der
Restaurantsaal ist mit einem Rolltor von der Servicezone/Ausgabetheke abtrennbar und
lässt sich unabhängig von der Küche betreiben. Auch das angegliederte Säli ist vom Saal mit
einer Schiebe-/Faltwand separierbar.
Das Dachgeschoss ist mit zwei Treppen erschlossen. Es nimmt die Technikräume auf (Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär). Der untere Bereich des zum Spielfeld hin geneigten Dachs
wird als Stahlkonstruktion ausgeführt, um das Gewicht der Zuschauertribüne zu tragen. Diese besteht aus drei über die ganze Länge verlaufende Sitzbänke und Trittstufen, die lediglich
durch die beiden vom Spielfeld her führenden, in die Hülle eingeschnittenen Haupteingänge
unterbrochen werden.
Die dem Platz zugewandte Längsfassade weist nur wenige Fensterflächen auf; grosse verglaste Bereiche sind nur im Gastrobereich einschliesslich Küche und Kiosk sowie beim Büro
des Anlagenchefs vorgesehen. Auf der Südseite des Restaurants und entlang der Westfassade bis zum Büro des Anlagenchefs wird der mit Markisen geschützte Aussenbereich für
das Restaurant und den Kiosk gebildet.
Die Wände werden verputzt und gestrichen, jene der Dusch-, Trocken- und WC-Räume sowie die Küche erhalten Steinzeugplatten. Die Bodenbeläge richten sich nach der jeweiligen
Nutzung (Hartbeton, Steinzeugplatten, und Fliessbelag). Zur Vermeidung von Vandalismus
sollen die Decken des Umkleide- und Duschbereiches frei von gebäudetechnischen Installationen sein, während in den Korridoren und im Restaurant Leitungen und Beleuchtung mit
einer abgehängten Decke geschützt werden.
Sowohl die Gebäudehülle als auch die Heizungs- und Lüftungsanlagen erfüllen die Anforderungen des Minergiestandards. Die Wärmeerzeugung erfolgt mit der im Dachraum installierten Gasheizung und einer Wärmepumpe (Fäkalienanlage).
Raumprogramm
Es ist kein Behindertensport geplant, weshalb die Bauten nur in den Zuschauerbereichen
rollstuhlgängig sein müssen. Das Raumangebot umfasst:
Raumbezeichnung
Bemerkungen
Mannschaftsbereich für obere Ligen mit eigener Duschanlage
4 Mannschaftsgarderoben
4 Duschräume mit Trockenzonen
m2 pro Raum
28
13
Mannschaftsbereich (Breitenfussball) und Clubräume
14 Garderoben
7 Duschräume mit Trockenzonen
3 Schiedsrichtergarderoben
1 Sanitätsraum
für Sportlerinnen und Sportler
je 1 Raum für 2 Mannschaftsgarderoben, mit jeweils 10 Duschen
mit eigener Dusche, je 12 m2
20
20
12
16
Klubbereich
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Raumbezeichnung
1 Büro Anlagechef
1 Büro Vereinswart
4 Büros Vereine
Bemerkungen
mit Sitzungsbereich
Betriebszentrale, Garderobe
je 1 Arbeitsplatz, Waschmaschine
und Tumbler
m2 pro Raum
24
11
11-12
Toilettenanlagen
Gastrobereich mit Küchen-, Lager- und Aufenthaltsbereich
1 Selbstbedienungsrestaurant
1 Säli
1 Küche
2 Lagerräume
1 Lagerraum
1 Abstell-/Containerraum
1 Anlieferung
1 Büro Restaurant
2 Garderoben Personal
Duschen/WC-Anlagen
100 Sitzplätze
48 Sitzplätze
Kochen, Rüsten, Abwaschen und
Kiosk
ungekühlt
gekühlt, Kühlraum und Tiefkühlzelle
142
48
66
30
16
14
12
11
7
Korridor
bei der Anlieferung
eine davon behindertengerecht
Nebenräume
1 Abstellraum Vereine
1 Lager Betriebsgebäude
1 Putzraum Betrieb
Gebäudetechnik
50
38
11
im Dachgeschoss
Ausgelagerte Räume für den Werkhof, heizbar
2 Garderoben Personal
1 Pausenraum
1 Lager Rasenmarkierfarbe
mit Toiletten und Duschanlagen
mit Teeküche
einfacher Raum, frostsicher
13
11
12
Räume für den Aussenbereich, ohne Wärmedämmung, unter dem Schrägdach,
mit direkter Erschliessung von aussen
1 Aussengeräteraum Baseball
1 Aussengeräteraum
1 Möbellager Terrasse
39
137
84
Werkhof
Das Gebäude des Werkhofes, der parallel zur Überlandstrasse und zu den Parkplätzen erstellt wird, ist eine mit Blech verkleidete Stahlkonstruktion. Der einfache Baukörper ist 35
Meter lang, 17 Meter tief und etwa 4,5 Meter hoch. Er weist an den Fassaden keine Fenster
auf, der Tageslichteinfall erfolgt mit sieben Oberlichtern. Die Räume sind für das Einstellen
von Fahrzeugen und Gerätschaften sowie für das Lagern von Material bestimmt. Das Gebäude ist weder isoliert noch beheizt.
m2 pro Raum
Raumbezeichnung
Bemerkungen
1 Maschinen-/Gerätehalle
mit Laufkran
1 Lager
für Dünger und Samen
29
1 Werkstatt
temperiert, mit Kipptor
44
1 Treibstofftankstelle inkl.
Zapfstelle
mit zweigeteiltem Tank für Diesel und
Benzin
18
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Die Werkstatt dient ausschliesslich der Wartung der Fahrzeuge und Gerätschaften, da Reparaturen ausserhalb der Sportanlage von Grün Stadt Zürich an einem zentralen Standort ausgeführt werden. Die Lage des Werkhofes ermöglicht die Begrenzung des Fahrverkehrs auf
die Randbereiche der Sportanlage, damit das Zentrum der Fusswegerschliessung vorbehalten bleibt.
Termine Gesamtprojekt, Bauausführung
Zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes sollen die Baumassnahmen etappiert werden. In
einer ersten Phase werden das neue Garderobengebäude, das Baseballfeld sowie die zwei
Rasenspielfelder erstellt. Das heutige Garderobengebäude wird zur Vermeidung von Provisorien erst nach der Inbetriebnahme des neuen abgebrochen. Der Bau der vier Kunstrasenplätze sowie des Verbindungsboulevards erfolgt unmittelbar anschliessend in einer zweiten
Bauphase. Der Fussballbetrieb ist während der gesamten Bauzeit möglich. Einzig für Baseball steht während mindestens einer Saison kein Feld zur Verfügung.
Es ist geplant, die Arbeiten ab Mitte 2008 in Angriff zu nehmen, damit das Bauvorhaben im
November 2009 vollendet werden kann. Die Inbetriebnahme der erneuerten Sportanlage ist
Anfang 2010 vorgesehen.
Betrieb
Das heutige Betriebskonzept bleibt auch nach dem Neubau der Gebäude im Wesentlichen
unverändert. Die Betriebszeiten – montags bis freitags ab 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr – dienen
hauptsächlich dem Trainingsbetrieb. Im Tagesbetrieb wird die Anlage durch Sportschulen
und qualifizierte Nachwuchsmannschaften genutzt. In diesen Fällen wird die Mittagsbetreuung der Sportklassen durch das Restaurant abgedeckt. An Wochenenden bleibt der Sportbetrieb von 8.00 Uhr bis 19.30 Uhr unverändert.
Quartier-Anbindung und -Aufwertung
Die Anlage wird gemäss Richtplan von mehreren Fuss- und Radwegen, in Nord-SüdRichtung zudem von einem Reitweg durchquert. Mit der Neuordnung der Sportanlage werden diese Wegverbindungen aufgewertet. Insbesondere die Anbindung des Gebietes „Stettbacher Wiesen“ wird durch die durchgehende Wegführung und den geplanten neuen Übergang über den Sagentobelbach deutlich verbessert.
Der Fahrverkehr wird künftig konsequent auf die Randbereiche der Anlage begrenzt, innerhalb der Anlage wird nur Fuss- und Radverkehr möglich sein. Die Haupterschliessung der
Sportanlage soll neu ab der Überlandstrasse erfolgen. Die Zufahrt über die Helen-KellerStrasse bis vor das Gemeinschaftszentrum Hirzenbach soll künftig am Eingang zum Sportareal mit einer Schranke abgesperrt werden und nur noch für Berechtigte möglich sein. Der
Parkplatz mit Zufahrt ab Überlandstrasse wird um wenige Plätze erweitert, bleibt aber ansonsten in der heutigen Form bestehen. Am Südrand der Sportanlage wird das Parkplatzangebot lediglich um die Anzahl der in der Helen-Keller-Strasse wegfallenden Parkplätze ergänzt.
Die Ost-West-Achse erhält mit der Neuordnung der Anlage eine zentrale Bedeutung und
wird gegenüber der heutigen Situation markant aufgewertet. Die Strecke von der Tramendstation Hirzenbach (Linie 9) bis zum neuen Garderobengebäude wird zu einem eigentlichen
Verbindungsboulevard ausgebaut. Zwischen zentralem Platz und Gemeinschaftszentrum
Hirzenbach soll als Teil dieses Boulevards eine Quartier-Skateranlage entstehen, deren Einzelelemente sich zu einem eigentlichen Skaterparcours zusammenfügen.
Für sämtliche Weg- und Platzflächen ist ein dunkler Asphaltbelag vorgesehen, welcher einen
farblichen Kontrast zu den durchwegs grünen Rasenflächen, Ballfangzäunen und Ausstattungen bildet. Die wichtigen Wegverbindungen durch das Areal werden von Baumreihen
begleitet und mit ebenfalls grün beschichteten, 6 m hohen Kandelabern beleuchtet.
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Altlasten
Obschon das Areal nicht im Kataster der belasteten Standorte verzeichnet ist, wurden die
Rückbaumaterialien und der abzutragende Boden sorgfältig untersucht und gewisse Belastungen festgestellt.
Die Entsorgungsmengen wurden aufgrund der untersuchten Stichproben und aufgrund mittlerer Erfahrungswerte hochgerechnet. Es ist vorgesehen, die Arbeiten durch Fachpersonal
begleiten zu lassen, welches vor Ort eine sorgfältige Triage des Aushubmaterials vornimmt
und nach der Durchführung von chemischen Analysen die erforderlichen Entsorgungswege
festlegt. Damit werden die Entsorgungskosten so tief wie möglich gehalten.
Trotzdem besteht immer ein gewisses Risiko, dass für die Ausführung Abweichungen vom
Sanierungskonzept erforderlich werden oder bei den Aushub- oder Rückbauarbeiten noch an
weiteren Stellen belastetes Material auftaucht, welches gemäss gesetzlichen Vorschriften
behandelt oder deponiert werden muss.
Kosten
Gemäss detailliertem Kostenvoranschlag der Architekten belaufen sich die Ausgaben für die
Erneuerung der Spielfelder (Anteil Grün Stadt Zürich) auf 32,14 Mio. Franken, während der
Ersatz der Garderobengebäude und des Werkhofs (Anteil Immobilien-Bewirtschaftung) auf
17,82 Mio. Franken zu stehen kommt. Diese Beträge (einschliesslich MwSt) setzen sich wie
folgt zusammen:
Vorbereitungsarbeiten
Gebäude
Betriebseinrichtungen
Umgebungsarbeiten
Baunebenkosten
Ausstattung
Unvorhergesehenes
Zuschlag Bauherrschaft für
die Ungenauigkeit der
Berechnungsgrundlagen
Gesamtanlagekosten
Spielfelder/Fr.
1 888 000
24 653 000
2 429 000
250 000
1 460 000
Hochbauten/Fr.
1 120 000
11 475 000
1 275 000
580 000
885 000
865 000
810 000
Total/Fr.
3 008 000
11 475 000
1 275 000
25 233 000
3 314 000
1 115 000
2 270 000
30 680 000
17 010 000
47 690 000
1 460 000
810 000
2 270 000
32 140 000
17 820 000
49 960 000
Stichtag der Preise: 1. April 2006
Es wird ein Sport-Toto-Beitrag des Zürcher Kantonalverbandes für Sport geltend gemacht.
Die Höhe des Beitrages richtet sich nach den Verbesserungen, die durch die Projektausführung zugunsten der Sportaktivitäten erzielt werden.
Finanzierung/Folgekosten
Die anteiligen Baukosten sind im Budget 2007 von Grün Stadt Zürich und der ImmobilienBewirtschaftung eingestellt und im Integrierten Aufgaben- und Finanzplan 2007 bis 2010
berücksichtigt.
Aufgrund von Richtwerten berechnen sich die approximativen jährlichen Folgekosten wie
folgt:
-
Kapitalfolgekosten, 10 Prozent der maximalen
Investitionskosten von Fr. 49 960 000.--
Betriebskosten der Sportanlagen
Erhaltungsaufwand Gebäude
Immobilien-Bewirtschaftung 1
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rund
Fr.
5 000 000
rund
320 000
7/8
-
Bewirtschaftungskosten Sportamt
rund
560 000
-
Grünpflege Sportanlagen
(Grün Stadt Zürich)
rund
750 000
Total Folgekosten rund
1
6 630 000
In den ersten Jahren nach der Betriebsaufnahme wird der obige Aufwand für den baulichen Unterhalt noch
nicht erreicht werden.
Dem Gemeinderat wird beantragt:
Zuhanden der Gemeinde
Für die Erneuerung der Sportanlage Heerenschürli, Helen-Keller-Strasse 20, 8051 Zürich,
wird ein Objektkredit von Fr. 49 960 000.-- bewilligt.
Die Kreditsumme erhöht oder vermindert sich entsprechend der Änderung des Baukostenindexes zwischen der Aufstellung des Kostenvoranschlages (Preisstand 1. April 2006) und der
Bauausführung.
Die Berichterstattung im Gemeinderat ist den Vorstehenden des Hochbau-, des Tiefbau- und
Entsorgungsdepartements sowie des Schul- und Sportdepartements übertragen.
Im Namen des Stadtrates
der Stadtpräsident
Dr. Elmar Ledergerber
der Stadtschreiber
Dr. André Kuy
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