3 Inhalt Die Spielzeit 2009 & 2010 Hamburg Bremen Gabriela Maria Schmeide Hannover Daniel Lommatzsch Oda Thormeyer Düsseldorf Christoph Bantzer Circe Maren Eggert Sandra Flubacher Lisa Hagmeister Daniel Hoevels Peter Jordan Felix Knopp Dietmar Loeffler Peter Maertens Katharina Matz Axel Olsson Rainer Piwek Stephan Schad Alexander Simon Wolf-Dietrich Sprenger Angelika Thomas Victoria Trauttmansdorff Marina Wandruszka Matthias Leja Berlin Bibiana Beglau Bruno Cathomas Christina Geiße Olivia Grigolli Julia Jentsch Mirco Kreibich Thomas Niehaus Karin Neuhäuser Josef Ostendorf Birte Schnöink Max Simonischek Rafael Stachowiak André Szymanski Sebastian Zimmler Weimar Köln Maja Schöne Patrycia Ziolkowska Thomas Thieme Bonn Franziska Hartmann Frankfurt Nadia Schönfeldt München Zürich Yvon Jansen Jörg Pohl Cathérine Seifert Marina Galic Bernd Grawert Jens Harzer Nathalie Hünermund Hans Kremer Barbara Nüsse Wolfgang Pregler Wien Sven-Eric Bechtolf Philipp Hochmair Sebastian Rudolph Budapest Tilo Werner Graz Julian Greis Vorwort 4 Das Ensemble 8 Premieren auf einen Blick 66 Die Premieren 70 Theater Extra A–Z106 Thalia Freunde116 Saalplan und Eintrittspreise118 Service A–Z 120 Thalia Abonnements124 Es spielen und inszenieren131 trale Thema unserer Gegenwart und Zukunft, das sich immer heftiger mit großen wirtschaftlichen und politischen Fragen verknüpft, Begleitmusik oder Kern eines Epochenwechsels ist, wissen wir nicht genau. Wir stecken mitten drin. In den kommenden Hamburger Jahren möchte ich dieses Thema zum immer wiederkehrenden Zentrum der Beschäftigung machen. 4 Vorwort Liebes Publikum, Ihnen gehört der erste Abend auf der Bühne: den Bürgern der Stadt. Nicht die Schauspieler eröffnen das künftige Thalia Theater, sondern die Zuschauer. Auf die Kardinalfrage, die wir zum Thema dieser Veranstaltung erheben – nämlich das Hamletsche „to be or not to be“ – gibt es keine eindeutige Antwort, aber wir laden Sie ein, sie in vielerlei Formen und Farben auf die Bühne zu bringen. Suchende bevölkern in vielen Facetten unseren Spielplan, Menschen, die unterwegs sind: Flaneure, Passagiere, Migranten und Emigranten, Flüchtlinge, Einwanderer und Auswanderer, Nomaden und Unbehauste, Wanderer aus Lust und aus Not, auf der Suche nach innerer oder äußerer Heimat und nach kultureller Identität. Wo gehen wir hin? Ob dieses große und zen- Obwohl es eigentlich auf der Hand liegt, verdanke ich es letztlich der Begegnung mit zwei konkreten Menschen, zwei Autoren, sowie einem dritten, der allerdings vor über zweihundert Jahren gestorben ist. Hamburg im Kopf und im Herzen, lernte ich vor zwei Jahren Ilija Trojanow kennen, der das „Weltensammeln“ zu seinem Thema gemacht hat: Als vielsprachiger Kosmopolit, bei dem die zunehmende Vermischung der Weltkulturen und Weltreligionen Zuversicht statt Angst auslöst. Der dies nicht nur literarisch verarbeitet, sondern auch praktisch lebt. Der Titel seines Erstlings „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ verströmt den optimistischen Grundton, den ich suche. Offen für die Welt zu sein, offen für andere Erfahrungen (auch im Theater). Offen dafür, über den Tellerrand unserer Wohn- und Theaterstuben hinauszublicken, in die Welt der Anderen, in die Welt der Differenz, ohne die eigene Identität zu leugnen, wie der Philosoph Boris Groys betont. Diese positive Grundhaltung meint nicht ohne Schmerz und Bitterkeit, ohne Debatte oder Tragödie auszukommen, aber vielleicht ohne Zynismus. Während Ilija Trojanow die Welt bereist, geht der vergleichende Kulturwissenschaftler Raoul Schrott zurück zu den Mythen der Weltkulturen, zum Humus unserer Existenz, und entdeckt dort mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die Fragen „Wo kommen wir her?“, „Was ist der Ursprung?“ werden uns immer wieder beschäftigen. Vor über zweihundert Jahren hat sich Gotthold Ephraim Lessing – heute bei nicht wenigen als Schulbuchklassiker und Erbauungsliterat, als Langweiler und alter Hut verpönt – mit ähnlichen Fragen beschäftigt. Er ist als Dichter der bedeutendste Sohn oder, bescheidender ausgedrückt, Adoptivsohn der Stadt Hamburg. Hier hat er ein neues Medium, das „Nationaltheater“, erfunden und ist als medialer Pionier ausgerechnet in der (heutigen) Medienstadt Hamburg gescheitert. Ein paar Jahre lang war er hier unglücklich und hat dennoch Wesentliches geleistet. Er war so etwas wie ein Kosmopolit im Postkutschenzeitalter, in seinem „Nathan“ einen vernunftbegabten Traum träumend, der sich als Skandal entpuppt. Der Skandal, nicht (nur) Bourgeois zu sein, sondern Citoyen. Lessing, der klare und luzide Denker, soll in vielerlei Hinsicht ein Schwerpunkt der Beschäftigung in den kommenden Jahren sein, mit hoffentlich frischem und unverstelltem Blick. Antipode in beinahe jeder Hinsicht ist Elfriede Jelinek, die mich seit Jahrzehnten begleitet – ein möglicherweise fruchtbarer Widerspruch zu dem unerschrocken in die Welt aufbrechen wollenden Lessing … Am Anfang und das Thalia eröffnend steht eine Familie, die das Glück in einer „neuen Welt“ gesucht hat: die Kennedys. Die Beschäftigung mit dieser irischen Auswanderergeschichte ist auch eine Referenz an die transatlantischen Beziehungen, die Westeuropa und Hamburg seit jeher prägen. Es inszeniert der Flame Luk Perceval. Er wird neuer leitender Regisseur des Thalia Theaters und steht für ein Programm, das auch durch weitere Regisseure und Autoren aus dem internationalen Raum geprägt wird. Lessing hat ein ethisches und ästhetisches Ordnungssystem für das menschliche Leben und seine Darstellbarkeit gesucht. Seit Jahrtausenden beschäftigen sich Philosophie, Religion und Künste mit dem Erstellen von Regeln, Rezepturen bzw. mit der Suche danach. Heute bezweifeln die meisten, obwohl die Sehnsucht danach immer noch ungestillt und groß ist, dass dies möglich sein könnte. Eine witzige Camouflage dieser zeitgenössischen Ratlosigkeit hat vor dreißig Jahren der französische Autor Georges Perec herausgebracht. In seinem programmatisch „Das Leben. Gebrauchsanweisung“ genannten Roman gibt er sich den Phänomenen der Welt wie ein von der Flut des Materials überwältigter Archivar hin und ordnet es nach einem streng geheimen mathematischen, und also inhaltsfreien, Ordnungsprinzip. Vielleicht ist das die Geste unseres Jahrhunderts, dem zentrale Kategorien für das eigene Sein weggerutscht sind. Vielleicht ist das Puzzeln am eigenen Bild die bescheidenste, raffinierteste, ehrlichste und heiterste Überlebensstrategie, die möglich ist. Eine Zeit lang will das Thalia selbst Archiv- und Sammelstelle sein und sich der lustvollen Kapitulation vor der Fülle des Lebens widmen. Auf der Bühne, aber auch auf der virtuellen Bühne. Das Internet ist für die modernen, neuen Nomaden so etwas wie eine neue, wenn auch virtuelle Heimat geworden, in der man surft, chattet, skyped und Logbücher führt, um virtuelle Communities zu gründen. Besuchen Sie uns auf der neu gestalteten Internetseite. Sie ist im Aufbau und soll langfristig eine dritte Bühne werden, auf der sich Dinge ereignen, die sie auf den Hauptbühnen – dem Thalia Theater und der Gaußstraße in Altona (mit der übrigens künftig dauerhaft bespielten Garage) – nicht finden. Vieles wird neu sein, aber es gibt keinen radikalen Schnitt. Wenn Sie das Spielzeitheft durchblättern, werden Sie einige Regisseure entdecken, die Sie vom Thalia Theater kennen, andere sind neu. Ähnlich ist es bei den Schauspielern, die dem Theater das Gesicht geben und die Identität des Theaters ausmachen. Es kommen neue Schauspieler, einige bleiben und – das freut mich ganz besonders – manche kommen zurück, so dass das in den vergangenen Jahrzehnten entstandene Gesicht des Thalia Theaters über alle Wechsel hinaus erkennbar bleibt: als Amalgam von Tradition und Neubildung. Wir sind, bei allem angebrachten Understatement, stolz auf die hochkarätigen Schauspieler, die unserer Einladung nach Hamburg gefolgt sind, und wir hoffen, dass Sie sie willkommen heißen. Zum Beginn haben wir sie alle fotografieren lassen, an ihren Wohn- bzw. Arbeitsorten, von einem Reportagefotograf – von jemandem also, der sich (wie wir) aus der Schnittstelle zwischen Kunst und Wirklichkeit heraus definiert. Joachim Lux, Wien Ende März 2009 21 Tage 57 Schauspieler 5361 Kilometer Von Budapest über Bremen nach Zürich und Berlin Ein Reisetagebuch unseres Fotografen Armin Smailovic 9 Katharina Matz 10 Mirco Kreibich 11 Hans Kremer 19.01.2009 das thalia. da ist es. kleinste gänge im hintergrund, vorne groß und den schönsten kronleuchter seit langem. den beatles-friseur mit den originalstühlen besucht. im keller sieht es so aus, als wäre die zeit, so wie die elbe zur zeit, schockgefroren … ein wesen lässt mich erstarren. so schön, so weich, so unnahbar! vodka auf eis! einer! fertig! 12 Axel Olsson 20.01.2009 heute wird obama vereidigt. was bringt so ein historischer tag? … man macht mir heißen grünen tee und springt in den pool. uuups … jim morrison, jesus? schwarzer opel manta verschönert jede tiefgarage. nach zwanzig jahren wieder in einer theatervorstellung. und das mit meinem hasspoeten goethe und sein verbrannter „urfaust“ … beladen von vorurteilen zeigt mir die bühne und ihre quicklebendigen, was ich hier nicht in worten fassen kann … es war wundervoll, auch wenn ich ausm oberrang zusehe, letzte reihe! wo haben die soviel schwarzen sand her ??? rieselt der nicht durch den holzboden in irgendetwas darunter? wenn ja, muss es da aussehen wie in der hölle! die buhrufe eines kritischen haben sogar die amazonen an den garderoben gehört. diese haben mich mit einem lächeln verabschiedet. mein lächeln hält an bis zum nachtasylheim!! 13 Victoria Trauttmansdorff 14 Lisa Hagmeister 15 Dietmar Loeffler 21.01.2009 ein perfekter tag für ne sonnenfinsternis. faust empfängt mich herzlich. mir schießt kafkas „die verwandlung“ in den kopf. ein spaziergang hin und ein spaziergang zurück. dazwischen faust mit regenschirm im gestrüpp. die sonne scheint mir wohltuend ins gesicht. parkplatzsuche in altona, dann lagerfeuer … zu heiß … ab ins hotel. vorhang! 16 Alexander Simon 22.01.2009 ein weißes barbiekleid bedeckt das elbufer. ein kleiner mönch in dunkelgrün schaut sich das an. die russen, flankiert von zwei riesigen gummireifen, kommen und die franzosen ziehen davon. als grande dame in schiffsform. chili con carne ohne chili. was neues! lecker! uneitel! müde empfängt mich ein mädchen. müde geht sie an meiner seite. müde sind ihre haare. müde ihr leben! selbst sternenlicht erhellt ihre lethargie nicht! … ins thalia. die bühne leer. ein gesicht voll stoppeln steht da und frisst salzstangen ohne ende. brrrrrr, langsam schwarzer. ab in die nacht. logo! schon wieder russen. ska ihre seele. meine wird nicht berührt. seemänner sind keine da! wozu, rum wird nicht ausgeschenkt … das bett nordnordwest. 17 Gabriela Maria Schmeide 18 Daniel Hoevels 19 Philipp Hochmair 23.01.2009 platt! braindead! nothing to lose! ahoi! 20 Franziska Hartmann 25.01.2009 endlich sonntag. naja, ein tag wie jeder andere. einfach ein arbeitstag … die straßen entlanghangeln, alles frei für mich. tarzan im mercedes. habe noch nie eine menschliche atombombe fotografiert. die kettenreaktion fiel aus und am ende war es doch nur ein rauchender kamion. doch dann lässt der dicke, fette, klebrige nebel nach berlin jedes licht wie eine sternenexplosion aussehen. ganze planeten und sonnensysteme werden bei „herzsprung“ kurz vor berlin geboren … 21 Marina Wandruszka 22 Christoph Bantzer 23 Sandra Flubacher 26.01.2009 suppe zum frühstück. suppe zum lunch. suppe zum abendessen und suppe zum schlafen gehen. berlin schmeckt sooo gleich, wenns grau ist. 24 Birte Schnöink 27.01.2009 chicks on speed, curt cobain, james dean und eine studentin … und die schaut aus wie der kleine bei southpark, der keine fünf minuten überlebt. das sind besetzungen für film, theater und TV, an die sich noch keiner rangetraut hat. auf ihr mutigen, ihr irren, ihr verwegenen!!! das geht!! glaubt mir, nur das, was sie sein sollen, spielen sollen, müsst ihr ihnen ganz genau erklären. rotwein im sixpack zum abschluss, ein spanier … ausm glas bitteschön! mit ner schönen liveübertragung aus der küche. in schwarz-weiß! seht seht. ergebnis: rot+schwarz+weiß=blau 25 Peter Maertens 26 Maren Eggert 27 Rainer Piwek 28 Felix Knopp 29 Stephan Schad 29.01.2009 berlin, ein neues kapitel. heute morgen: „captain mondrian“ empfängt „pirate blackbear“, oder so ähnlich. dann: eine zigarette, ein tee. aber dann: der immer wiederkehrende müll an gedanken an den wänden der hauptstadt, der welthirnmüllkulturhauptstadt. bah! bäh! äaahh. der geschriebene müll von menschen, denen freiburg, heidelberg, magdeburg, marburg, brilon und bielefeld-senne zu spießig ist und deren gedanken dort niemand versteht. by the way, hier in berlin auch nicht, aber hier gibts noch genug DIN A4 häuser an denen man es auslassen kann, seinen verfassten THCschatz …püh, mir egal, ich kann ja weg, muss weg, will auch weg. alle freaks aus der spießigen provinz in berlin macht berlin nicht freakiger … ab nach hamburg. in 1,5 stunden, sprich mit 200.000 metern pro stunde der wandschande entfliehen, die niemand außer touris und den saubermachfirmen gut finden können … ankommen und direkt voll fettnapf. this story contains an „explicit private shit“. not for public, not for you, trotzdem ein tütencapuccino und 18 filterzigaretten in 60 minuten. zucker schon umgezogen. bitter der rest. das ende. fin. no mens end. kein applaus. keine wiederholung. kein abspann. keine bühne. nach der bühne, die keine war: rotwein und noch mehr smoking skills. 30 Peter Jordan 30.01.2009 hannover … hier kleben autos unter brücken. eingehüllt in betongrauem plastik oder so. komische platzsparende aktion. naja … aaah … kunst! is ja verrückt! aber … warte mal! was bedeutet das?? ist es ein christo-zitat oder sogar ein plagiat? … hm … oder ein spiderman-zitat? spiderman hat kein auto! … brrrring: dritter stock. rosengarten! kaffee! zigaretten! fußbad! tschüss! 31 Bernd Grawert 32 Circe 31.01.2009 aus dem nichts zitiert jemand bukowski, so laut, so klar … von osten nach osten, die berliner hinterhofmauern erröten … zwanzig jahre nach der wende … „komm runter … komm runter, du schlampe!!“ … der tag fängt ja gut an. hätte sie gerne gesehen, die edle, die fee! ende und aus! 33 Barbara Nüsse 34 Maja Schöne 35 Yvon Jansen 36 Christina Geiße 37 Rafael Stachowiak 01.02.2009 sonntag. guten morgen berlin!! heute ist putzerfischtag! die scheiben in charlottenburg freuen sich und ich auch … ansonsten schnee, schnee, schnee, schnee, schnee, schnee am landwehrkanal. so wie auch in allen verbleibenden clubs dieser stadt. das ist echt nicht normal. und das ist auch nicht gut so, herr wowereit!! also, das mit den clubs. 38 Cathérine Seifert 39 Jörg Pohl 40 Sebastian Rudolph 41 Daniel Lommatzsch 42 Bibiana Beglau 43 Thomas Niehaus 02.02.2009 zürichs mitte mittags, ohne nennenswertes wetter oder hektik … hier die küche, das schlafzimmer, das hitlerzimmer, das kinderzimmer und das bad. hey, hitler sucks! … but, das room ist cool! plötzlich hektik, weil kein taxi. ist es das bad karma des hitlerzimmers??? vorbei an übergroßen rosa hunden und schwarzen bentleys mit kleinen fenstern. dann eine zitrone DS in gold. sie liegt da, wie eine anemone inmitten von seegurken. „blinker kaputt, tankanzeige reparieren“. die franzosen wussten mal autos zu bauen, die ihre männer noch sexier machten, als sie eh schon sind. nun hat ein schweizer den triumph an seiner seite. mit handkuss verabschieden wir uns. i see you, when you see me, mon cher! 44 Josef Ostendorf 45 Karin Neuhäuser 46 Angelika Thomas 47 Matthias Leja 48 Sebastian Zimmler 03.02.2009 eine fahrt nach köln. von düsseldorf hauptbahnhof, dem bahnhof grenzenloser architektonischer ödnis und von außen einer schlachthalle ähnelnd. wie kann man das machen?? leipzig ist so schön. zürich ist so schön. der neue berliner ein monstrum, aber von kräftiger schönheit … in köln erwartet mich ein wundervolles licht. im winter ist es zu sehen. dafür liebe ich die kalten monate des jahres. eine schwarze schlange schlängelt sich richtung belgisches viertel. nur ein zahn am kopf. ein regenschirm … hier ist es, das zentrum oshos oder auch mal baghwan genannt. früher rot und disko, heute unauffällig. eine sekte sieht anders aus … dann treffe ich norman bates. „psycho“ im bad, „psycho 2“ in treppenhaus und plötzlich „psycho 3“ mit espresso. der ist aber jung geblieben?!! filme verfolgen mich, inkl. schauspieler in ihren besten rollen … minuten später mit nem roller durch rot und die kölner altstadt. ich lache. die sonne nicht mehr. düsseldorf hauptbahnhof. 49 Tilo Werner 50 Patrycia Ziolkowska 51 Wolfgang Pregler 52 Sven-Eric Bechtolf 53 Wolf-Dietrich Sprenger 04.02.2009 meerbusch. einflugschneise. sehr gut geschlafen … wie ein lamm, ein engel, ein getriebener. wieviele fotos noch? weiß nicht. wie geht’s weiter? auf und durch. wieviele hab ich schon? äh äh, irre viele. tag 18, das kann ich noch aufzählen. aber erst nach einem gehirnmarathon … weiter weiter weiter … heute noch düsseldorf und morgen hamburg und dann münchen. heimspiel! ribéry, demichelis, toni, klose … wieder düsseldorf hauptbahnhof. schließfächer. der einzige lichtblick: das LED lämpchen für „FREI“. taxi. weiter. irgendwo gewerkschaftsdemo nähe KÖ. kann jedoch die narren von den demonstranten nicht unterscheiden. alle gleich: bunt, fröhlich, „do bess de platt!“ endlich palmen! richtig viele! wat, in alte gummireifen reingepflanzt? eine ganze kreuzung!?? tschööö ddorf, verliebt hab ich mich nicht! 54 Olivia Grigolli 55 Julian Greis 56 Nadia Schönfeldt 57 Nathalie Hünermund 05.02.2009 hamburg … „anywhere i lay my head“ (tom waits) … thalia, am alstertor. hier hat alles begonnen. meine reise. aber noch viel mehr. viel mehr!! man spürt es. man riecht es. man kann sich dem nicht entziehen. ich auch nicht. plötzlich fällt mir alles wieder ein. jeder einzelne. jedes foto. nicht jedes gespräch, aber all die herzlichkeiten und das vertrauen und der spass und die intensität und … … AAAAAAAAAHHHHHH, WAKE UP!!! you´re not done, yet!!! werd nicht weich, du warmduscher. boing! bumm! box! arschtritt! … ok ok, bin wieder wach! ins taxi. ab durch den keller ins paradies. vorort: kleiner mensch, große neugier. kinder sind liebe, inspiration und genuss. zurück durch den keller im gänsemarsch … abends champagner und käse. bam oida!! 58 Marina Galic 59 Jens Harzer 60 Max Simonischek 61 Oda Thormeyer 06.02.2009 vormittags nach münchen. der rest ist privat. pech für euch, schön für mich! 62 Julia Jentsch 63 Thomas Thieme 64 Bruno Cathomas 07.02.2009 der erste tag ohne thalia. hirn minimal fit. körper gar nicht … wie können diese schauspieler am thalia auf der bühne 360 tage im jahr spielen? ok, nicht jeder jeden tag, aber trotzdem?!! wahnsinn! respekt! und ich hab sie die letzten drei wochen fast alle getroffen, gesprochen und fotografiert. ohne worte! … doch, warte … mir fällt beckenbauer und sein zitat zu seiner täglichen hubschraubertour mit dem mehrzweckhubschrauber NH90 der bundeswehr während der WM 2006 ein: „… das muss jeder bundesbürger mal gemacht haben …“ yep, franzl, recht haste! 65 André Szymanski 66 Premieren Thalia Theater 2009 & 2010 2beornot2be Stadt auf die Bühne! Idee und Konzept Luk Perceval 3. September Uraufführung Die Kennedytrilogie Regie Luk Perceval Premiere 4. September In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Ausbildungsbereich Regie und Schauspiel, Frankfurt am Main Deutsche Erstaufführung Nach der Probe Von Ingmar Bergman Regie Luk Perceval Premiere im September In Zusammenarbeit mit dem schauspielhannover Othello Von William Shakespeare Regie Luk Perceval Premiere 13. September Eine Übernahme von den Münchner Kammerspielen Peer Gynt Von Henrik Ibsen Regie Jan Bosse Premiere 16. September In Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater Berlin Uraufführung Die Kontrakte des Kaufmanns Eine Wirtschaftskomödie Von Elfriede Jelinek Regie Nicolas Stemann Premiere 2. Oktober In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln Richard II. Solo eines Königs Von William Shakespeare Regie Cornelia Rainer Musik Wolfgang Mitterer Premiere im November Eine Koproduktion mit den Schlossfestspielen Ludwigsburg Nathan der Weise Von Gotthold Ephraim Lessing Regie Nicolas Stemann Premiere 3. Oktober In Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln Ödipus, Tyrann Von Sophokles Nach Hölderlin von Heiner Müller Regie Dimiter Gotscheff Premiere im Dezember Uraufführung Abraumhalde Nathan Von Elfriede Jelinek und Gotthold Ephraim Lessing Regie Nicolas Stemann Premiere 4. Oktober Uraufführung Die Marx-Saga Nach dem Roman von Juan Goytisolo Regie Christiane Pohle Premiere im Oktober Die Präsidentinnen Von Werner Schwab Regie Jan Bosse Premiere im Dezember Übernahme vom Maxim Gorki Theater Berlin Woyzeck Nach Georg Büchner Von Tom Waits, Kathleen Brennan und Robert Wilson Regie Jette Steckel Premiere im Januar Uraufführung Andersen Trip zwischen Welten Regie Stefan Pucher Musik Carsten „Erobique“ Meyer Premiere im März Kinder der Sonne Von Maxim Gorki Regie Luk Perceval Premiere im März Große Freiheit Nr. 7 Nach dem Film von Helmut Käutner Regie Cornelia Rainer Premiere im April … und eine weitere Inszenierung von Dimiter Gotscheff Premiere im Mai 68 Premieren Thalia Gauß Uraufführung Judasevangelium oder Verrat ist deine Passion Von Kornél Mundruczó und Yvette Bíró Regie Kornél Mundruczó Premiere 5. September Uraufführung Die Welt ist groß und Rettung lauert überall Nach dem Roman von Ilija Trojanow Regie Jette Steckel Premiere 10. September In Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen Jackie O. Von Elfriede Jelinek Premiere im September Amerika Von Franz Kafka Regie Bastian Kraft Premiere im September Uraufführung In einem Land vor unserer Zeit Deutschland 1989. Eine Recherche Regie Marlon Metzen Premiere im Oktober In Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Hamburg Ernst ist das Leben (Bunbury) Von Oscar Wilde Deutsch von Elfriede Jelinek Musik von Rocko Schamoni u.a. Regie Anna Bergmann Premiere im November Invasion! Von Jonas Hassen Khemiri Regie Antú Romero Nunes Premiere im Dezember Uraufführung Das Leben. Gebrauchsanweisung Nach Romanen von Georges Perec Regie Christiane Pohle Premiere im Februar In Planung Zwei arme, polnisch sprechende Rumänen Von Dorota Masłowska In Planung Flüchtlinge Von Alfian Bin Sa‘at 69 Wiederaufnahmen Die Räuber Nach Friedrich Schiller Regie Nicolas Stemann Koproduktion mit den Salzburger Festspielen Thalia Vista Social Club Ein Abend von Erik Gedeon Harold und Maude Von Collin Higgins Regie Lilja Rupprecht My darkest Star A Trip along Depeche Mode Momo Ein Familien- und Kinderstück von Michael Ende Regie Henning Bock 70 2beornot2be Stadt auf die Bühne! Sie, das Publikum des Thalia Theaters, eröffnen die neue Spielzeit. Die Bühne wird freigegeben für die Einwohner der Stadt Hamburg. Sieben Stunden lang singen, tanzen, malen, spielen und stellen Sie mit dem wohl berühmtesten Monolog der westlichen Theatergeschichte, „To be or not to be“, Fragen nach dem Sinn von Leben und Theater. Der Vielfalt der Formen sind keine Grenzen gesetzt – alles ist erlaubt. Und das in der Sprache, die er oder sie am besten beherrscht. Idee und Konzept Luk Perceval Thalia 3. September Ser ou não ser… Eis a questão. / Que é mais nobre para a alma: / suportar os dardos e arremessos do fado sempre adverso, / ou armar-se contra um mar de desventuras / e dar-lhes fim tentando resistir-lhes? To be or not to be that is the question: Whether ’tis nobler in the mind to suffer The slings and arrows of outrageous fortune, Or to take arms against a sea of troubles, And by opposing, end them. In William Shakespeares „Hamlet“ fragt der zweifelnde Held mit den Worten „Sein oder Nichtsein“, was besser ist – zu leben oder zu sterben. Was für einen Sinn hat es, in einer Welt zu leben, in der so vieles falsch läuft? Sein oder nicht sein, das ist die Frage / – ob’s im Geiste edler ist zu erdulden, / die Geschosse und Pfeile des wütenden Geschicks, / oder die Waffen gegen ein Meer von Plagen zu erheben / und sie durch Widerstand zu enden. Sie sind aufgerufen, auf ihre Weise mit Shakespeares Text das Leben in Frage zu stellen. Drei Minuten haben Sie Zeit, dies vor Publikum auf der großen Bühne des Thalia Theaters zu tun. Bis der Gong ertönt … Wo sonst die Schauspieler stehen, stehen an diesem Abend Sie. Eine andere Rolle, eine andere Erfahrung, eine andere Perspektive. Var olmak mı, yok olmak mı, bütün sorun bu! / Düșüncemizin katlanması mı güzel, / Zalim kaderin yumruklarına, oklarına, / Yoksa diretip bela denizlerine kașı / Dur, yeter! demesi mi? Anmeldung und weitere Informationen unter www.thalia-theater.de 72 Die Kennedytrilogie Regie Luk Perceval Premiere Thalia 4. September Uraufführung Amerika hat einen neuen Präsidenten. Er heißt Barack Obama und ist ein Mann, den noch vor sehr kurzer Zeit niemand auf dem Zettel hatte. Obama kam aus dem Nichts und führte, bevor er den republikanischen Kandidaten klar besiegte, einen harten innerparteilichen Ausscheidungskampf. Durchgesetzt hat er sich gegen das Mitglied einer politisch einflussreichen Familie, die bereits einen ehemaligen Präsidenten in ihren Reihen führte. Das ist überraschend, denn das höchste politische Amt des Landes wurde in den vergangenen Jahrzehnten mit beunruhigender Regelmäßigkeit an Angehörige mächtiger amerikanischer Familienclans vergeben. In Gang gesetzt wurde dieser zweifelhafte Mechanismus durch eine Dynastie, deren Name bis zum heutigen Tag den globalen Blutdruck zu erhöhen vermag: die Kennedys. Keine präsidiale Lebens- und Wirkungsgeschichte hat sich so stark im kollektiven Gedächtnis der Öffentlichkeit versenkt, wie jene von John Fitzgerald und Jackie Kennedy, den Symbolfiguren eines vollständig neuen Erscheinungsbildes politischer Machtausübung. Dass es sich so verhält, ist alles andere als historischer Zufall. Die Kennedys waren die ersten Großmeister massenmedialer Inszenierung, niemals zuvor wurden Imagebildung und Machtanspruch mit solchem Geschick zu einer Einheit verschmolzen wie in den Jahren 1960-63. Doch was steckt hinter dieser perfekten Manipulationsmaschinerie? Gute Berater? Einzigartiges Talent? Der geeignete historische Moment? Dreimal ja. Allein: die genaue Ursachenforschung gelangt zu einem anderen Ergebnis. Nicht John F. Kennedy war die Triebfeder des glamourösen Gesamtauftritts, sondern dessen Vater Joe Patrick. Die Kennedys (irisch: „Schwarzköpfe“) waren Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert und obwohl fremd in diesem Land, gelang ihnen binnen kurzer Zeit der gesellschaftliche Aufstieg. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte John F. Kennedys Vater zu einem beispiellos mafiösen Gesamtangriff auf alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens an, kaufte und verkaufte Banken, vertrieb Alkohol zu Zeiten der Prohibition, war Teilhaber in der Kinoindustrie und wirkte im diplomatischen Dienst. Er benutzte und hinterging seine Geschäftspartner und Kollegen so lange, bis er sich selbst in die Lage versetzt hatte, einen seiner Söhne für das Präsidentenamt zu platzieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten Joe Patrick und seine Frau Rose ihre insgesamt neun Kinder bereits so unnachgiebig diszipliniert, dass für alle nichts anderes mehr in Frage kam, als die „First Family“ des Landes zu sein. Und zu bleiben. Die Geschichte der Kennedys umfasst also weit mehr als die tragisch-heroischen Präsidentschaftsjahre von John F. und Jackie. Es ist eine Erzählung, die Ende des neunzehnten Jahrhunderts ansetzt und bis zum heutigen Tage fortgeschrieben wird. Ein Mehrgenerationendrama antiken Ausmaßes, gleichermaßen geprägt von glänzenden Erfolgsstories und abgrundtiefen Katastrophen, von Glück und grenzenloser Macht, von Flugzeugabstürzen, Krankheiten, Attentaten und Affären. Luk Perceval richtet seinen Blick auf eine zum Mythos gewordene Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts mit einem Projekt, das seine Sprache einzig und allein aus der komplexen Sammlung von Zeitzeugenberichten bezieht. Wie Teilnehmer an einem Mikadospiel ziehen die Schauspieler ihre Erzählungen aus einem der unübersichtlichsten Würfe aller Zeiten: vorsichtig, strategisch, gemein, vorausschauend. Und wie jeder weiß, gibt es beim Mikado immer irgendwann diesen Moment, wo einer der Spieler alles zum Einsturz bringt. Und verliert. „Die Kennedytrilogie“ ist ein Projekt, entwickelt von Luk Perceval in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbereich Regie und Schauspiel der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 74 Judasevangelium oder Verrat ist deine Passion Regie Kornél Mundruczó Premiere Thalia Gauß 5. September Uraufführung „Du wirst sie alle übertreffen. Denn du wirst den Menschen opfern, der mich kleidet.“ Das Leben einer kleinen Theatertruppe wird durcheinander gebracht: Das Aufsichnehmen einer künstlerischen Wahrheit hat die Gemeinschaft einmal zusammengehalten. Der gemeinsame Glaube war für sie selbstverständlich. Doch ein scheinbar zufälliger Mord löst ein Trauma aus, das schließlich zur Explosion im Leben der Gruppe führt und die Suche nach einem eigenen Weg begründet. Mundruczó lässt am Modell des Judasevangeliums einen Theaterabend entstehen, der von der Sehnsucht des einzelnen nach Freiheit erzählt. Die erst kürzlich wiederentdeckte apokryphe Schrift beschreibt, dass Jesus selbst Judas um den Verrat gebeten habe. Der Verrat durch den treuesten Jünger wird hier zum einzig möglichen Weg der Erlösung, wobei die Liebe Judas’ zu seinem Meister den Glauben gleichermaßen provoziert wie ermöglicht. Mundruczós Interpretation des Stoffes gilt vor allem der Beziehung zwischen dem Verräter und seinem Meister. Folgende Fragen scheinen dabei unumgänglich: Wer ist der Verräter? Wer braucht einen Verräter? Wer nimmt die Rolle des Verräters auf sich? Und warum? Die Arbeiten des ungarischen Film- und Theaterregisseurs Kornél Mundruczó zeichnen sich vor allem durch ihr virtuoses Spiel mit wechselnden Realitätsebenen und Zuschauerperspektiven aus. Seine Suche gilt dabei dem möglichst unsentimentalen, authentischen Moment, in dem die Grenze zwischen Spiel und Wirklichkeit verwischt und das Spiel Realität wird. Für seinen Film „Delta“ gewann er in Cannes 2008 den Preis der internationalen Filmkritik, mit seinem „Frankenstein-Projekt“ ist er derzeit zu zahlreichen nationalen und internationalen Theaterfestivals eingeladen. Jetzt wird er zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum inszenieren und mit „Judasevangelium“ das Thalia in der Gaußstraße eröffnen. 76 Die Welt ist groß und Rettung lauert überall Nach dem Roman von Ilija Trojanow Regie Jette Steckel Premiere Thalia Gauß 10. September Uraufführung „Erkläre mir doch bitte, wo beim Würfeln der Zufall liegt. Hast du nicht alles in der eigenen Hand? Hängt es nicht von dir ab, mit welcher Kraft du wirfst, in welchem Winkel zum Brett du losläßt, welche Zahlen am Anfang oben stehen?“ Bai Dan Apathisch liegt Alex in seiner Wohnung, der Anrufbeantworter speichert Nachrichten. Nichts geht mehr. Die hoffnungsvolle Flucht der Familie aus einem diktatorischen Heimatland irgendwo am Rande Europas, hier, in der totalen Vereinzelung, in der Tristesse des Goldenen Westens, scheint sie zu enden. Da taucht Bai Dan auf, Bote aus der verlorenen Kindheit, neunundneunzigjähriger Magier des Würfelspiels, Lebenskünstler und Märchenerzähler. Mit einem Backgammon-Brett unterm Arm verführt er den frühvergreisten jungen Mann zu einer inneren und äußeren Reise in die Welt des Spiels und der Phantasie. Gemeinsam brechen sie auf, und Alex taucht ein in eine flirrende Realität, in der der Mensch sich immer wieder neu erfinden kann, denn „die Welt ist groß und Rettung lauert überall.“ Ilija Trojanow, 1965 in Sofia geboren, in Kenia und Deutschland aufgewachsen, ist als reisend Schreibender lebenslang unterwegs. Wie kaum ein anderer deutschsprachiger Autor hat er sich nicht nur mit seinem Erfolgsroman „Der Weltensammler“ in der Debatte um kulturelle Identitäten als Kosmopolit positioniert. In seinem 1996 erschienenen Debütroman „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ ist es der „Homo ludens“, der das Spielerische als anarchisches Prinzip begreift, um jenseits aller Systeme Begrenzungen zu überwinden und sich durch den Aufbruch ins Unbekannte selbst zu befreien. „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ ist eine Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen. 78 Othello 79 Jackie O. Von William Shakespeare Von Elfriede Jelinek Regie Luk Perceval Premiere Thalia 13. September Premiere Thalia Gauß Garage im September Desdemona verliert ihre Unschuld. Nicht jedoch durch ihre Taten, sondern durch Täuschung. Iago, die böseste Figur, die Shakespeare je geschaffen hat, täuscht den gutgläubigen Othello, getrieben von Eifersucht und Hass, indem er ihm den Gedanken einer angeblichen Schuld Desdemonas in den Kopf setzt. Nun ist Othellos Wahrnehmung der Welt um ihn herum getäuscht. Im Intriganten Iago sieht er seinen loyalen Freund, in seinem treuen Leutnant Cassio den Geliebten seiner Frau und in der ihn aufopfernd liebenden Desdemona eine ihn täuschende Hure. Je mehr Desdemona in Othellos Wahrnehmung die Unschuld verliert, um so mehr macht er sich selbst in seinem Wahn schuldig, indem er sie anklagt, beleidigt und schließlich unter seinem mächtigen Körper begräbt. Die Neuübersetzung und Bearbeitung durch Zaimoglu und Senkel findet eine eigene Sprache, um den Hass, den Rassismus und die Liebe, die sich in Shakespeares Text verbergen, spürbar zu machen. Auf dem Flügel begleitet vom Jazz-Pianisten Jens Thomas, wird die Geschichte vom Untergang einer Liebe auf schmerzhafte Weise erfahrbar. Die Inszenierung von Luk Perceval, die 2003 an den Münchner Kammerspielen Premiere hatte und seitdem auf vielen internationalen Festivals zu sehen war, gehört ab der Spielzeit 2009/2010 zum festen Repertoire des Thalia Theaters. Sie war eine der schönsten und reichsten Frauen des 20. Jahrhunderts, Idol, Superstar, Leit- und Neidbild für Millionen Frauen: Jacqueline Bouvier (1929 – 1994), jüngste First-Lady der Vereinigten Staaten von Amerika und Mutter der Nation. Ein Leben voller Glanz und Glamour und – wie Elfriede Jelinek in ihrem Monolog zeigt – immer zugleich in Konkurrenz zu einem anderen Superstar des 20. Jahrhunderts: zu Marilyn Monroe. Am Grab ihres ermordeten Mannes John F. Kennedy wurde sie schließlich vollends zur Ikone. Um so mehr empörte sich die Welt, als sie den griechischen Millionär Aristoteles Onassis heiratete: der Sündenfall einer Frau, die nicht als entsagende Witwe in die Geschichtsbücher eingehen wollte. Bei Elfriede Jelinek, der Büchner- und Nobelpreisträgerin, wird sie zu einer Figur ihres Zyklus‘ von „Prinzessinnendramen“ und zum Beispiel dafür, wie Frauen an der Schere zwischen Träumen und realer Lebenswirklichkeit zerbrechen können bzw. was sie das Überleben im Kontext von Männern, Macht und Schönheit kostet. Ein wesentlicher Punkt ist für die modebegeisterte Elfriede Jelinek die Kleidung, die stets eine Differenz zwischen dem Ich und der Erscheinung markiert: „Ich bin meine Kleidung, und meine Kleidung ist ich,“ sagt sie zwar, aber eben auch: Ich bin nur „der Schaum auf den Träumen anderer, Fremder“. Eine Frau, die ganz dem Hier und Jetzt hingegeben schien, steigt zugleich hinab in das Reich der Toten, die sie begraben musste und konfrontiert sich – allem Glamour zum Trotz – auch mit der eigenen Hinfälligkeit. „Othello“ in einer Bearbeitung von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel ist eine Übernahme von den Münchner Kammerspielen. 80 Nach der Probe Von Ingmar Bergman Regie Luk Perceval Premiere Thalia im September Deutsche Erstaufführung Ingmar Bergman kam zur Kunst, weil er vor dem Leben floh. Der Sohn eines lutherischen Pfarrers aus Uppsala entzog sich der strengen Erziehung seines Elternhauses, brach den Kontakt zum Vater ab und begann ein Studium der Literatur- und Kunstgeschichte. „Wer in einem Pfarrhaus aufgewachsen ist“, sagte er einmal, „beginnt früh, sich einen Blick hinter die Fassade von Leben und Tod zu verschaffen.“ Es war seine Kindheit samt seiner Nachtgespenster, an der er sich in seinem Werk abarbeitete. An zerrütteten Beziehungen und unmöglicher Liebe. Mit seinem psychologischen Realismus und akribischen Beschreibungen menschlicher Beziehungen, die geprägt sind von Schuld und Scham, schuf Ingmar Bergman Zeugnisse der menschlichen Seele. Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er war Filmregisseur, Theaterintendant und ein international gefragter Theaterregisseur. 2007 starb Bergman mit 89 Jahren auf der Ostseeinsel Fårö. Mit seinem Kammerspiel „Nach der Probe“, das er 1983 auch verfilmt hat, schafft er ein berührendes Werk über das Altern eines Künstlers, den Tod und die Liebe und wirft gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen des Theaters. Nach einer Theaterprobe bleibt der Regisseur Henrik Vogler, der die Mitte seines Lebens längst hinter sich gelassen hat, auf der Bühne zurück, um nachzudenken. Er wird von der jungen Schauspielerin Anna gestört, die ihn zu einem Streitgespräch provoziert, in dem sie den Hass auf ihre Mutter offenbart, die ebenfalls Schauspielerin und einst die Geliebte Voglers war. Plötzlich taucht ein Gespenst aus der Vergangenheit auf, die alkoholabhängige Schauspielerin Rakel, mit der Vogler früher eine Liebesbeziehung verband und die sich nun noch einmal um ihn bemüht. Diese Begegnung scheint ein Tagtraum zu sein und wirkt doch gleichzeitig völlig real. Die Gespräche mit den beiden Frauen drehen sich vordergründig um Liebe, Freundschaft und das Theater und sind doch zugleich eine Abrechnung mit dem Gegenüber. „Nach der Probe“ ist eine Zusammenarbeit mit dem schauspielhannover und dem Staatsschauspiel Dresden. 82 Amerika 83 Peer Gynt Nach dem Roman von Franz Kafka Von Henrik Ibsen Regie Bastian Kraft Premiere Thalia Gauß Garage im September „Als der sechzehnjährige Karl Roßmann, der von seinen armen Eltern nach Amerika geschickt worden war, weil ihn ein Dienstmädchen verführt und ein Kind von ihm bekommen hatte, in dem schon langsam gewordenen Schiff in den Hafen von New York einfuhr, erblickte er die schon längst beobachtete Statue der Freiheitsgöttin wie in einem plötzlich stärker gewordenen Sonnenlicht.“ Franz Kafka Kafkas Amerika ist kein konkretes Land, sondern ein vielfach überlagertes Bild aus Mythen, Projektionen, Fakten und Fantasien. Die Reise des Auswanderers Karl Roßmann findet im Kopf statt, von der Einfahrt in den Hafen New Yorks bis zur finalen Zugfahrt zum großen Naturtheater von Oklahoma ist es die Odyssee eines Anschlusssuchenden, der bis zuletzt nicht an der eigenen Isolation verzweifelt und vielleicht sogar am Ende im Theater Oklahomas jenes Zuhause findet, das er fortwährend suchte. Kafkas epochales Werk schildert zu Beginn des 20. Jahrhunderts hellsichtig die Figur des „Vertriebenen“ – vertrieben durch die Eltern, vertrieben aus Europa. Die Geschichte eines Heimatlosen, dem Amerika nicht, wie Hunderttausenden von freiwilligen Auswanderern zum Ort der Verheißung wird, sondern zum Land des sozialen Abstiegs – ein Antibild zu Familien wie den irischen Kennedys oder deutschen Kaufmannsfamilien, die sich dort eine neue Existenz aufbauten. Kafka ermöglicht durch die Schilderung der Welt der Moderne, ihrer gigantischen Verkehrsströme, ihrer hektischen Arbeitswelt unser erinnerndes Erstaunen darüber, dass all das, was wir als normal empfinden, erst seit kurzem so ist. Kafkas Roman als Phantasma und Erlebnis eines einzigen Schauspielers. Regie Jan Bosse Premiere Thalia 16. September Wie beginnen moderne Odysseen? Ungefähr so: Was ist die Welt? Wer bist du? König, Kaiser, Weltbeherrscher? Nichts ist klar. Alles, was du sagen kannst ist, dass du Peer Gynt heißt. Aber wenn du zu wissen glaubst, wer du bist, warum lügst du dann? Peer Gynt lügt. Immer. Immer wieder. Er durchschreitet Grenzen, Meere, Länder, Wüsten auf der Suche nach sich selbst. Er überschreitet Grenzen von Wahrheit und Lüge, von Traum und Wirklichkeit. Er kann und darf nicht verweilen. Aber je weiter er geht, desto dringlicher stellt sich die Frage, ob er überhaupt von der Stelle kommt. Er kann erträumen, erfinden, ausmalen, aber er besitzt weder Wahrhaftigkeit noch Treue. Er ist nie er selbst. Er spielt den Mann von Welt, aber ein freier, weltoffener Geist ist er nicht. Er reist durch die Weltgeschichte und landet zufällig in Ägypten. Vor der Sphinx stehend, hallt eben jene Frage zurück: Wer bist du? Ihm bleibt nur sein Name. Peer Gynt ist Epigone, Nachahmer, Plagiator. Er ist einer, der nie genug bekommen kann, der Spaß haben will um jeden Preis. Er sucht Ablenkung. Zerstreuung. Phantasie. Neue Moden, neue Speisen, neue Lieben, neue Landschaften. Er braucht sie wie die Luft zum Atmen. Für seinen Vorteil geht er über Leichen. Seine Beziehung zur Wirklichkeit ist zu Anfang eine völlig naive und später als reifer Mann eine selbstsüchtige, doch erlebt er sie immer als Widerstand und Enttäuschung. Er lebt im Hier und Jetzt. Immer, wenn er Verantwortung übernehmen soll, zieht er weiter und sucht das Neue und Unbekannte. Er wird älter, aber nicht klüger. Peer Gynt ist ein Glücksritter, der am Ende erkennen muss, dass es kein Spiel ist, sich zu erinnern, wer man ist und wer man sein soll. Es ist wohl ein Missverständnis, zu glauben, dass Selbsterkenntnis und Selbstverwirklichung immer etwas Erfreuliches sein müssen. „Peer Gynt“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater Berlin. 84 Die Kontrakte des Kaufmanns Eine Wirtschaftskomödie Von Elfriede Jelinek Regie Nicolas Stemann Premiere Thalia 2. Oktober Uraufführung 85 Nathan der Weise Von Gotthold Ephraim Lessing Regie Nicolas Stemann Premiere Thalia 3. Oktober „Nun wessen Treu und Glauben zieht man denn / am wenigsten in Zweifel? Doch der Seinen? ( …) Doch deren, die uns nie getäuscht, als wo / getäuscht zu werden uns heilsamer war?“ Gotthold Ephraim Lessing Ausgehend von österreichischen Wirtschaftsskandalen der vergangenen Jahre führt Elfriede Jelinek die Spekulationswut der Banker und Manager vor. Die Wirklichkeit ist Startrampe zum Assoziationenspiel der maßlosen Übertreibung und komödiantischen Verzerrung. Jelinek zeigt Getriebene. Rauschhaft ist die Gier der Kleinanleger nach unablässig wachsender Rendite. Unschuldig ist hier niemand. Gerade dass immer der andere der Verantwortliche gewesen sein soll, verrät die eigene Verstrickung. Aber die Blase ist geplatzt. Die Stunde hat geschlagen und die Geschichtsschreibung, d.h. bei Jelinek der Sprachnotstand, setzt ein. Denn sie haben nur ihre Sprache, um die eigene Haut zu retten. Und der Glaube an den einen Gott, die Freiheit – den freien Markt? – ist erschüttert. Ein Kampf um die Deutungshoheit über die Frage, wer Opfer ist, wer Täter, beginnt, die Verteilung und Verteidigung des ideologischen Tafelsilbers ist damit verbunden. Jeder ist auf sich selbst zurückgeworfen, aber „bei sich selbst ist niemand mehr zu Hause“. Das nackte Nichts ist an die Stelle getreten, die Verzweiflung, die Gewalt, der Tod. Es brennt. Schon einmal hatte es gebrannt. Nathans Frau und die gemeinsamen Söhne sterben in den Flammen. Nur Nathan überlebt. Er scheint verdammt, weiterzuleben, auch wenn das „nackte Nichts“ an die Stelle tritt, wo ehemals sich Sinn ereignete. Aber Lessing lässt Nathan sich das Leben zurückerobern – Lessing widmet diesem Kampf um Wiedererlangung der Würde, um Wiedererlangung des Glaubens an den Menschen sein Stück. Ziehtochter Recha ist hierzu Nathans Heilsweg. Denn das ist das Unfassbare: Nathan wird sich einer Christin annehmen, auch wenn Christen es waren, die seine Familie, den Sinn, am Leben zu sein, auslöschten. Nathan wird die junge Recha aufziehen, als wäre es die eigene Tochter. Durch sie wird die Wahrscheinlichkeit Nathan erst zur Wirklichkeit Nathan. In Recha überwindet er das, wie es scheint, Unüberwindliche: dass die Geschichte stets wiederkehrt, dass Gleiches sich stets mit Gleichem vergilt. Nathan setzt eine Metaphysik der aufgeklärten Selbstüberwindung gegen die nackte Physik der Selbstbehauptung und das in Zeiten, da Kreuzzüge Häuser wieder abbrennen. Da ein Sultan Tempelherren hinrichten lässt, und Tempelherren Waffenruhen brechen. Nathan gibt ein Versprechen: dass der Mensch in Würde frei sein kann, frei von jeder diesseitigen wie jenseitigen Bevormundung, befreit von jeder Abhängigkeit, frei aus sich selbst heraus. Dass der eine und der ganz andere sie selbst, und sie beide darin grundverschieden sein können und doch eines beide zusammenhält: ein Mensch zu sein. Es ist ein Versprechen. Und ist auch ein unmissverständlicher Anspruch: die Erziehung eines Menschengeschlechtes. „Die Kontrakte des Kaufmanns“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln. „Nathan der Weise“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Köln. „Sie werden nie gewinnen, Sie werden nichts gewinnen außer Ihrer Freiheit, nichts zu gewinnen, aber die werden Sie gewinnen!“ Elfriede Jelinek 86 Abraumhalde Nathan Von Elfriede Jelinek und Gotthold Ephraim Lessing Regie Nicolas Stemann Premiere Thalia 4. Oktober Kontrakte des Kaufmanns (1.Teil) Eine Wirtschaftskomödie von Elfriede Jelinek Uraufführung Nathan der Weise (2.Teil) Von Gotthold Ephraim Lessing Abraumhalde (3.Teil) Von Elfriede Jelinek Uraufführung „Das Haus, das brannte. Wir bauen uns ein neues. Aber wir können es nicht. Wir haben keinen Platz. Wir haben kein Bargeld. Wir haben auch keinen Baugrund. Wo den Baugrund suchen? Vielleicht ist ja im Garten noch Platz für einen Keller …“ Elfriede Jelinek (Abraumhalde) „Abraumhalde Nathan“ ist ein Wagnis besonderer Art: Elfriede Jelineks neues Stück „Die Kontrakte des Kaufmanns“ und Lessings Ideendrama „Nathan der Weise“ – jeweils eigendynamische Produktionen, die als selbstständige Abende zu sehen sind – werden miteinander kombiniert und zu einer langen Theater-Nacht verknüpft. Was erwächst daraus, wenn auf die Jelineksche WeltEntzauberung Lessings Moral-Fantasie eine Antwort zu finden versucht? Die Konflikte, zu deren Überwindung sich Lessing eine Lösung erträumt, haben ja nicht nur religiöse, sondern auch wirtschaftliche Ursachen … Ein Missing Link zu diesem Doppelprojekt hat Elfriede Jelinek mit ihrer „Nathan“-Überschreibung „Abraumhalde“ geliefert, die sie speziell für diesen Anlass geschrieben hat. Wo bei „Nathan“ am Ende jeder Stein wieder auf dem anderen steht, da fackelt „Abraumhalde“ das Haus wieder an: Hat Nathan sich tatsächlich zurück ins Leben gekämpft oder ist alles nur eine Allmachtsfantasie, die dem Kopf einer unterdrückten Existenz entspringt? Ist der Mensch überhaupt imstande, nach moralischen Prinzipien zu leben. Und: Wie teuer ist Moral? Vor allem: Was passiert, wenn wir sie uns nicht mehr leisten können? Können wir uns das wirklich leisten? Ein moralischer Kassensturz … 88 In einem Land vor unserer Zeit Deutschland 1989. Eine Recherche Regie Marlon Metzen Premiere Thalia Gauß im Oktober 89 Die Marx-Saga Nach dem Roman von Juan Goytisolo Regie Christiane Pohle Premiere Thalia im Oktober Uraufführung Uraufführung Feiern findet man eigentlich gut. Aber wenn man selbst zu spät geboren ist, um sich an irgendetwas zu erinnern, was eine Feier wert wäre, was macht man dann? Einfach planlos mitfeiern und alles mitnehmen, was zu einer guten Party dazu gehört? Vor 20 Jahren, als die Mauer fiel, waren die Diplomstudenten der Theaterakademie gerade drei oder vier Jahre alt. So what, let’s party – die anderen werden schon wissen warum! Aber das wäre doch irgendwie blöd, oder? Also was tun? Man setzt sich einfach selbst in Beziehung zu jener Zeit. Macht sich auf die Suche nach dem Unbekannten. Ganz persönlich. Und fragt bei denen nach, die dabei waren. Folgert vom Kleinen ins Große. Sichtet Literatur, Filme, Dokumentationen, YouTube. Konfrontiert sich so mit Geschichten über eine Epoche, die durch ihre Zweistaatlichkeit geprägt war. Und fragt sich dabei, was das mit einem zu tun hat: Was genau ist eigentlich Demokratie? Was Diktatur? Richtet Ost- und Westblicke auf die Zukunft. Auf die Welt heute. Stößt auf andere – für einen persönlich viel wichtigere – Ereignisse. Aus diesem authentischen Blick heraus wird ein projekthafter Theaterabend, der immer auf der Grenze zwischen Spiel und Nicht-Spiel balanciert. Die Grenzen verwischen, öffnen sich: im Spiel, wie auch in der Realität. Erinnerung und vermittelte Erinnerung ist ein Land fern wie Kuba und fremd wie China. Nein! Diese „Marx-Saga“ ist keine „Kommunismus-is-back“-Performance im Dialogmantel. Auch handelt es sich nicht um den mit einer Liebesgeschichte angereicherten Dramatisierungsversuch der ersten fünf Kapitel des „Kapitals“. Diese „Marx-Saga“ gibt es überhaupt nicht. Sie existiert einzig und allein im Gehirn eines Verlagslektors, der sich von der Publikation des ultimativ besten Karl-Marx-Romans aller Zeiten (Arbeitstitel: „Die Marx-Saga”!) einen umwerfenden Verkaufserfolg verspricht. Allein: Der beauftragte Schreiber fühlt sich überfordert. Kein Wunder, möchte man meinen, denn die Aufgabe scheint doch einigermaßen anspruchsvoll. Wie bloß soll es gelingen, allen ohnehin bekannten Tatsachen auch nur eine einzige Neuigkeit hinzuzufügen? In so einem hoffnungslosen Fall gibt es nur noch einen Ausweg: Das Gespräch mit dem Original suchen, bisher nie Vernommenes auf das Aufnahmegerät bannen und brandaktuell verarbeiten. Der zukünftige Bestsellerautor packt die Koffer, reist nach London und klingelt in der 28, Dean Street an der Tür des nach England emigrierten Philosophen. Bleibt nur noch eine minimale Ungereimtheit aus dem Weg zu räumen: Der Auftrag, die „Marx-Saga“ zu schreiben, erreicht den nach London Gereisten im Jahre 1993, also exakt einhundert Jahre nach Beendigung der offiziellen Trauerfeier zu Ehren des soeben im Kreise seiner Familie verstorbenen Karl Marx. Und nun? Diese Frage beantwortet der spanische Schriftsteller Juan Goytisolo, oder besser gesagt: Er erfindet sie. Goytisolo – der heute in Marrakesch „In einem Land vor unserer Zeit“ ist ein Projekt, entwickelt von Marlon Metzen in Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Hamburg. lebende, einst von der spanischen Regierung ins Exil vertriebene literarische Chronist der Franco-Verbrechen, Romanautor und politischer Essayist – verblüffte seine Leserschaft 1993 mit der Veröffentlichung eines eigenartigen Experimentes: Karl Marx sitzt mit seiner Frau und seinen Kindern vor dem Fernseher, verfolgt live die Ankunft eines albanischen Flüchtlingschiffes an einer westeuropäischen Urlaubsküste und erlebt so den Kollaps des realexistierenden Sozialismus. Völlig entkräftete Menschen fallen von den Gangways auf den weißen Sand. Für ihre letzte Hoffung haben sie alles zurückgelassen. Und diese letzte Hoffnung heißt: Amerika. Oder anders gesagt: Marktwirtschaft. Was geht in Karl Marx angesichts solcher Bilder vor? Wie kann er eine Gegenwart ertragen, die die Ablehnung seiner Theorien so praktisch vor Augen führt? Goytisolo hält in seinem Text überraschende Antworten parat. Und wählt eine Erzählweise, die zwei Jahrhunderte Zeitgeschichte zu einer einzigen (zugegeben!) instabilen Gegenwart verschmilzt. 91 Richard II. Solo eines Königs Von William Shakespeare Regie Cornelia Rainer Musik Wolfgang Mitterer Premiere Thalia im November In Shakespeares Königsdramenzyklus versinkt die Welt in Mord und Blutrunst. Am Anfang dieser Höllenfahrt aber steht „Richard II.“, eine künstlerische Persönlichkeit, die vor allem durch ihr Desinteresse für das Wirkliche schuldig wird. Durch fahrlässiges Nicht-Wahr-Haben-Wollen der Realität. Realitätsausblendung als selbstbezüglicher Wahn. Shakespeares „Richard II.“ beim Wort genommen – „So spiel’ ich viel Personen ganz allein“ – wird zum Solo eines Königs und also auch zum Solo eines Schauspielers. „Shakespeare konzipierte Richard II. als ein großes metaphysisches Gedicht. Richard II. ist ein schlechter Herrscher und ein interessanter metaphysischer Dichter. Seine zwei Rollen sind miteinander unverträglich: Sein Königtum nimmt in dem Maß ab, in dem seine Dichtung größer wird. Er ist ein törichter König, ungeeignet für die Würde, die er bekleidet, und er ist ebenso Opfer seiner eigenen Psyche wie der Machenschaften Bolingbrokes. Er gewinnt nicht eigentlich unsere Sympathie, wohl aber nötigt uns das ästhetische Erlebnis, wie seine kognitive Musik ihrem Ende zustrebt, Bewunderung ab. Wenn „Richard II.“ keine vollgültige Tragödie ist, so deswegen, weil das Stück Niedergang und Fall eines bemerkenswerten Dichters beschreibt, der zufällig als menschliches Wesen unzulänglich und als König vollends hoffnungslos unfähig ist. Man sollte Richard II. nicht als einen Schurken oder Helden betrachten, sondern als Opfer, ein Opfer seiner Schwachheit, aber auch seiner übermächtigen Fantasie.“ Harold Bloom „Richard II.“ ist eine Koproduktion mit den Schlossfestspielen Ludwigsburg. 92 Ernst ist das Leben (Bunbury) 93 Invasion! Von Oscar Wilde Deutsch von Elfriede Jelinek Musik von Rocko Schamoni u.a. Von Jonas Hassen Khemiri Regie Anna Bergmann Premiere Thalia Gauß im November „Alle wollt ihr nichts als gescheit sein! Es ist geradezu eine Epidemie! Egal, wo man hingeht, man trifft keinen gescheiten Menschen mehr, nur noch gescheiterte Leute, die irgendwann einmal obergescheit waren. Es wird noch ein totales öffentliches Ärgernis, wenn das so weitergeht. Manchmal wünschte ich mir wirklich, wir hätten noch ein paar richtige Deppen übrig.“ Oscar Wilde / Elfriede Jelinek In Elfriede Jelineks deutscher Fassung zeigen sich die Figuren Wildes noch einmal anders: Zugespitzter, hysterisch überdrehter, überspannter in ihren Dialogen, werden sie durch die Sprache irgendwohin getragen, ohne Sinn und Verstand. Es ist die erfindungsreiche Zuspitzung gesellschaftlicher Konflikte wie sie nur in Komödien möglich ist. Dieses ständige „Bunburysieren“, sich im Spielen abhanden kommen, lässt die Figuren nicht zur Ruhe kommen. In Doppelexistenzen leben sie Dinge aus, die sonst unterdrückt blieben. Namen, Identitäten, Liebe, Gefühle, Geschlechter scheinen verwechsel- und auswechselbar. Kalauernde Wortdrehereien, Pointen, die kein Ende nehmen, Schlagfertigkeiten aller Art decken die seelischen und sexuellen Notstände der Figuren auf. Und alles kreist um die Frage: Wer bin ich? Erkennbar bleibt nur eine echte Notwendigkeit, die alle betrifft: Ohne Geld hat es sich schnell ausgespielt. Regie Antú Romero Nunes Premiere Thalia Gauß Garage im Dezember Abulkasem. Am Anfang steht nur ein Name. Und wie beim Spiel „Stille Post“ wandert er um die Welt, von Ohr zu Ohr, von Mund zu Mund, durch verschiedene Milieus und Lebensgeschichten. Er wird zum Sinnbild des bedrohlichen Fremden. Er steht für Terror, Anderssein, aber auch für Liebe und Begehren. Er verändert seine Bedeutung sooft er ausgesprochen wird, und verwandelt denjenigen, der ihn ausspricht. Experten versuchen ihn zu fassen, zu deuten, seiner habhaft zu werden. Für die westliche Welt ist Abulkasem ein Terrorist, für die arabische ein Verräter. Außerdem ist er Liebhaber, Schriftsteller, Emigrant, Geheimagent. Jeder glaubt ihn zu kennen, aber keiner hat ihn je gesehen. Er ist überall und das zur gleichen Zeit. Um ihn bilden sich Legenden und Mythen bis ihn am Ende doch jemand erblickt. Ein Junge beobachtet durch ein Fenster wie ein ungefähr fünfzig Jahre alter Mann in einem weißen, aufgekrempelten Hemd sich die Fingerkuppen auf einer heißen Herdplatte verbrennt. Abulkasem. Oder war auch dies nur eine Sinnestäuschung, war es ein Traum? Khemiri setzt sich in seinen Romanen und Stücken auf spielerische und vielschichtige Weise mit dem Thema kulturelle und sprachliche Identität, dem Fremd- und Anderssein auseinander. So kam ihm die Idee zu seinem Roman „Das Kamel ohne Höcker“ auf einer Reise nach Israel und Palästina; darin erzählt er die Geschichte eines Jungen, der ebenso wie Khemiri Sohn einer schwedischen Mutter und eines maghrebinischen Vaters ist. Nach dem Tod der Mutter begibt der Junge sich auf seine eigene und ungewöhnliche Weise auf die Suche nach Zugehörigkeit und Sicherheit. Khemiri sagt von sich, es sei das Literatur- und Wirtschaftsstudium in Stockholm gewesen, das ihn „schwedisiert“ habe. Aber das Gefühl der Fremdheit und die Suche nach Identität habe er nicht vergessen. 94 Ödipus, Tyrann Von Sophokles Nach Hölderlin von Heiner Müller Regie Dimiter Gotscheff Premiere Thalia im Dezember Ödipus ist der Fremde. Er ist der Ausgestoßene, der als Kind in der Wildnis ausgesetzt werden sollte, aus Mitleid gerettet, über seine Herkunft getäuscht wurde und der nicht nur äußerlich durch die Verletzung am Fuß stigmatisiert ist, sondern auch durch den Spruch des Orakels, der ihn zum Mörder macht. Er entschließt sich, seinem Schicksal zu entfliehen. Doch jeder Schritt, von dem er glaubt, dass er ihn entfernt, bringt ihn nur näher an die Vorsehung heran und schleudert ihn gleichermaßen aus der Welt der Menschen. Woher soll er auch wissen, dass der unbekannte Mann, den er am Wegesrand erschlägt, sein leiblicher Vater ist. Woher soll er ahnen, dass die ältere Frau, die sich in ihn verliebt und die er heiratet, seine Mutter ist. Das, was jedem Menschen versprochen ist – eine Zukunft – ist ihm versagt. Er hat keine Zukunft, er hat ein Schicksal, denn der Lauf seines Lebens wurde lange vor seiner Geburt beschlossen. Ödipus ist der fanatische Wahrheitssucher. Indem er eine rücksichtslose Aufdeckung der mörderischen Tat verfolgt, wird er von seinem eigenen Werk vernichtet. Er will handelnd er selbst sein und muss erfahren, dass das unmöglich ist. Er ist Detektiv und Gesuchter, Richter und Täter in einer Person. Als er erkennt, dass er der Mörder des König Laios von Theben ist und damit seines Vaters, muss er nicht nur die entblößenden Blicke der anderen ertragen, sondern auch die intime Selbsterkennnis der eigenen Schuld. Als Souverän der Polis muss er erleben, dass das Gesetz, das er verkörpert, ebenso wenig real gewesen ist, wie das Bild, das er von sich selbst hatte. Er ist Opfer einer metaphysischen Macht des Schicksals, und er scheut nicht davor zurück, von der Welt angeschaut zu werden. Er stellt sich der Öffentlichkeit, setzt sich den Blicken der Bürger von Theben aus, bevor er sich selbst in die Verbannung schickt. Als Mensch erfährt er, dass er an sich selbst gefesselt ist und sich selbst nicht zu entkommen vermag. Die Auflösung des Falles macht ihn sich selbst fremd und deckt gleichzeitig die Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit auf. Der, der als Sehender blind war, blendet sich am Ende selbst. Dimiter Gotscheff setzt seinen in Berlin und Griechenland begonnenen Antikenzyklus, eine Reise in die Mythen unserer Kultur, in Hamburg fort. Die Präsidentinnen Von Werner Schwab Regie Jan Bosse Premiere Thalia im Dezember Das Leben der drei „Präsidentinnen“ ist nicht so gelaufen, wie sie es sich vorgestellt haben – gänzlich unpräsidential heißen sie Erna, Grete und Mariedl. Die eine hat gerade einen gebrauchten Fernseher gekauft und spart, wo sie nur kann. Der zweiten bleibt nach gescheiterter Ehe nur noch ihr Hund Lydi. Und die fleißige Mariedl befreit die Klos von allfälligen Verstopfungen. Sie sitzen in der Küche während der Papst gerade den urbi-et-orbi-Segen erteilt und steigern sich in Größenwahn und Rausch. Sie sind ins Monströse vergrößerte Kleinbürger, die sich in immer wilderen Allmachtsphantasien verlieren. „Die Präsidentinnen“ ist das meistgespielte Stück des früh verstorbenen Werner Schwab. In Jan Bosses Inszenierung wird Schwabs Erstlingsstück vom Schocker zum grotesk-komischen Oratorium, in dem die drei Wiener Putzfrauen auf einem riesigen Altar des Trashs zu überlebenslustigen Deuterinnen einer tristen Welt werden. Seit der Premiere 2005 in Zürich sind die „Präsidentinnen“ im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs. Nach Zwischenstationen in Frankfurt und Wien übernimmt Hamburg sie jetzt vom Maxim Gorki Theater in Berlin. 96 Woyzeck Nach Georg Büchner Von Tom Waits, Kathleen Brennan und Robert Wilson Regie Jette Steckel Premiere Thalia im Januar „Woyzeck handelt von Wahnsinn und von Obsessionen, von Kindern und von Mord – alles Dinge, die uns berühren. Das Stück ist wild und geil und spannend und fantasieanregend. Es bringt einen dazu, Angst um die Figuren zu bekommen und über das eigene Leben nachzudenken. Ich schätze mal, mehr kann man von einem Stück nicht verlangen.“ Tom Waits „Blood Money“ heißt das nach der Aufführung entstandene Musikalbum von Tom Waits. Und tatsächlich: In Zeiten der Krise trifft man moderne Woyzecks an jeder Ecke. Wütend, deklassiert, gedemütigt. Bei seinem frühen Tod mit dreiundzwanzig Jahren hinterließ Georg Büchner 1837 seinen „Woyzeck“ als Fragment, eine auf Tatsachen beruhende Geschichte über den Soldaten Franz Woyzeck, der am Zustand der Welt und sich selbst zugrunde geht. In einer pervertierten Welt auf nachdrückliche Art human, ist der Mord an seiner geliebten Marie auch zwangsläufige Katastrophe eines verpfuschten Lebens. Zugleich Sozialdrama und Fiebertraum eines klaustrophobischen Hirns, ist „Woyzeck“ eines der meistgespielten deutschsprachigen Theaterstücke und als unfertiges Stückwerk offen für Aneignungen, Seit den Siebziger Jahren befasst sich der Musiker Tom Waits mit den Abgründen der menschlichen Seele, diagnostiziert in kleinen Songs große Katastrophen als Abbilder einer kranken Welt. Nach „The Black Rider“ und „Alice“ als dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Wilson entstanden, wurde die Musiktheateradaption von „Woyzeck“ im November 2000 in Kopenhagen uraufgeführt. 97 Das Leben. Gebrauchsanweisung Nach Romanen von Georges Perec Regie Christiane Pohle Premiere Thalia Gauß im Februar Uraufführung Wir können nicht an ders. Immer wieder schließen wir die Augen, stellen alle Uhren auf Null, vernachlässigen unseren gesamten Er fahrungsschatz und entwerfen einen Plan für unser Leben. Und stets aufs Neue sind wir davon überzeugt, endlich die Schlüssel zum Rätsel unserer Existenz ge funden zu haben und genießen die wohligen Schauer des Erkennens. Allein: Die Freude währt meist kurz. Die neue Lebensidee verpasst bereits auf den ersten Metern die vorgesehene Ausfahrt und gerät auf Nebenwege. Eine Zeit lang noch glauben wir an Rückkehr auf die Straßen anhaltender Zufriedenheit. Dann stehen wir wieder am Anfang. Und alles geht von vorne los. Wie bloß kann es gelingen, diesem ewigen Kreislauf Einhalt zu gebieten? Der französische Autor Georges Perec hat eine Idee: In seinem 1978 entstandenen Roman „Das Leben. Gebrauchsanweisung“ verkleinert er die weltweiten Hoffnungen bezüglich gelingender Lebensentwürfe auf jene von 99 Bewohnern eines Pariser Mietshauses. Einer dieser Bewohner, ein perspektivloser Millionär namens Bartlebooth, beschließt eines Tages, sein „ganzes Leben auf ein einziges Projekt hin auszurichten, dessen willkürliche Notwendigkeit allein sein Selbstzweck wäre.“ Wichtigster Grundsatz des Vorhabens: Das Projekt muss ohne erkennbaren Nutzen sein, da „die Zweckfreiheit die einzige Garantie für seine Strenge ist.“ Folgendes hat der Millionär ersonnen: Bartlebooth wird sich zehn Jahre lang mit der Kunst des Aquarellierens vertraut machen. Die nächsten zehn Jahre reist er um die Welt und malt in fünfhundert Hafenstädten ebensoviele so genannte „Seestücke“. Jedes der vollendeten „Seestücke“ schickt Bartlebooth nach Paris, wo ein Spezialist die Aquarelle in Puzzles mit jeweils siebenhundertfünfzig Teilen umarbeitet. Nach seiner Rückkehr wird Bartlebooth weitere zehn Jahre damit verbringen, die Puzzles wieder zusammenzufügen und die rekonstruierten Aquarelle an den Ort zurückzubringen, an dem sie entstanden sind. Dort legt Bartlebooth die Bilder in eine Reinigungslösung und führt das Aquarellpapier in seinen ursprünglichen Zustand zurück. So wird „von diesem Wirken, das seinen Urheber fünfzig Jahre lang in Bewegung gehalten hätte, keine Spur zurückbleiben.“ Aber niemals kann Bartlebooth sein Vorhaben allein in die Tat umsetzen. Er benötigt dringend Hilfe. Zu diesem Zweck schleicht er sich nach und nach in die Lebensgeschichten seiner unmittelbaren Nachbarschaft ein. Wie eine Schachfigur bewegt er sich durch Stockwerke und Wohnungen, verknüpft das eigene Projekt mit den Sehnsüchten und Träumen aller weiteren Hausbewohner, und es dauert nicht lange, und Bartlebooth hat sich und 99 weitere Mieter in eine nie da gewesene Schachpartie verwickelt. Und während die Damen, Könige und Bauern ihre Positionen verschieben, wird sie auf einmal sichtbar: Die erste und einzige Gebrauchsanweisung für das Leben. 99 Andersen Trip zwischen Welten Regie Stefan Pucher Musik Carsten „Erobique“ Meyer Premiere Thalia im März Uraufführung „Der Schatten war der Herr und der Herr der Schatten.“ Hans Christian Andersen Den Menschen ist Andersen zu Lebzeiten nie nah gekommen. Kaum 14-jährig macht er sich erstmalig auf, ihnen zu entkommen. Es zieht ihn aus seiner Heimatstadt Odense nach Kopenhagen: Er will berühmt werden. Fortan wird Andersen immer unterwegs sein, er wird ganz Europa bereisen und hier die innere Notwendigkeit verstärkt finden, ein Künstler sein zu wollen. Bald kennt er jeden und alles. Doch im Alltag wird er sich nie auskennen. Durch seine Märchen eröffnet Andersen den Menschen die ganze Welt, aber er selbst wird in ihr nie ganz enthalten sein. Deshalb schreibt er. Um im Verborgenen all das zu sein, was er nicht ist. Ein Anderer. Er selbst. „Andersen. Trip zwischen Welten“, eine Projekt von Stefan Pucher, erzählt das Leben eines Künstlers in der Gewissheit, dass ihn zu erfassen, nicht die Chronik hinreicht, sondern vielleicht nur die Kunst, das Theater. Mit aller Kraft hat Andersen selbst ein Leben geführt, als wäre es ein Märchen. Bis zum Ende. Bis zu seiner letzten Reise, die „Andersen“ erzählen will, da er, der eben nie ganz im Leben angekommen ist, sich sterbenskrank in ihm verfängt: ganz Körper, ganz endlich, hier und jetzt. Schmerzmittel werden vielleicht geholfen haben, ihn abermals über die Welt hinauszuheben, er taucht weg, seine Schatten sind um ihn, wie sie ihn stets begleitet haben: das Mädchen, das am Wegesrand erfroren sitzt, ein Streichholz in der Hand; die junge Frau, der jeder Schritt wie Messerstiche in den Beinen schmerzt; der eigene Schatten, der sich von seinem Körper löst, das Leben zu schauen, das er nie sah; die Nachtigall, die singt, als wäre der Augenblick der Erlösung gekommen. Doch was ist Schattenspiel, was Wirklichkeit, was das Andere, was er selbst? Die Phantasie ist ihm letzte Zuflucht. So wie sie das wirkliche Leben stets behinderte, hat sie es zugleich mit ihm versöhnt. Und seine Poesie ermöglicht. Andersen schrieb, um zu sein und mit der Welt in Kontakt zu kommen. Stefan Pucher und sein Musiker und Komponist Carsten „Erobique“ Meyer werden ihn auf ihre ganz eigene Art lesen, um ihm nah zu sein: Auf den Spuren des Künstlers und Nomaden Hans Christian Andersen. 101 Kinder der Sonne Von Maxim Gorki Regie Luk Perceval Premiere Thalia im März Kein Geld. Schulden. Leben auf Pump, aber das im großen Stil. Eine Mittelschicht droht abzustürzen, doch die Menschen verschließen die Augen vor dem Unvermeidlichen. Es sind privilegierte Menschen, Künstler, Wissenschaftler, Intellektuelle, die im Hause des Chemikers Pawel Protassow an dem Bild einer heiteren, strahlenden Zukunft basteln, während draußen die Cholera wütet. Protassow hat für seine wissenschaftliche Forschung sein Vermögen und seinen Besitz aufgebraucht. Er sieht in der Wissenschaft der Chemie ungeahnte Möglichkeiten zu einem besseren und schöneren Leben und hofft, einen Homunculus, einen neuen, glücklichen Menschen im Reagenzglas, erschaffen zu können. In seinem Haus leben aufgeklärte Menschen, mehr oder weniger vernünftig, die sich durch ihre Ignoranz der profanen Außenwelt gegenüber isoliert haben. Diese Gesellschaft hat beinahe etwas Inzestuöses und Sektiererisches. Eine Gated Community, die vermeintlich Schutz bietet gegen den Aberglauben, die Gewalt, die Not und Krankheit, die draußen herrschen: Doch eben diese triviale, unperfekte, allzu menschliche Wirklichkeit zersetzt unaufhaltsam nicht nur die realen Mauern, die diese Parallelgesellschaft um sich herum errichtet hat, sondern auch die imaginären und bringt sie schließlich, wie die Geschichte bald darauf gezeigt hat, zum Einstürzen. 102 Zwei arme, polnisch sprechende Rumänen 103 Große Freiheit Nr. 7 Von Dorota Masłowska Nach dem Film von Helmut Käutner Premiere Gauß Garage In Planung Regie Cornelia Rainer Premiere Thalia im April Zugedröhnt, zerlumpt und völlig unberechenbar torkeln „zwei arme, polnisch sprechende Rumänen“ durch die polnische Provinz. An einer Tankstelle kapern sie einen Wagen; der Fahrer bangt um sein Leben. Die Frau, angeblich schwanger, befingert hingerissen den Wunderbaum am Rückspiegel, der Mann droht vom Rücksitz halbherzig mit seinem Taschenmesser. Frei flottierend zwischen buntem Delirium und schmerzhaften Realitätseinbrüchen irren die abgerissenen Gestalten durch die Nacht auf der Suche nach dem Weg nach Warschau, wo der Mann pünktlich um acht Uhr früh in einer beliebten TV-Serie einen Priester geben soll. Und müssen „feststellen, dass all jene rechtschaffenen Bürger, denen sie sich aufdrängen, noch durchgeknallter und kaputter als sie selbst sind … ein Sozialdrama auf Speed samt kaltem Entzug.“ (Süddeutsche Zeitung) Die junge Autorin Dorota Masłowska spannt in ihrem Roadmovie einen dramatischen Bogen, in dem der Versuch, der Realität zu entfliehen, ebenso lustvoll wie tragisch und unausweichlich ist. Dorota Masłowska gilt als größtes Nachwuchstalent der polnischen Literatur. Ihren Debütroman „Schneeweiß und Russenrot“ schrieb sie mit neunzehn und als Dreiundzwanzigjährige erhielt sie für ihren Roman „Die Reiherkönigin“ den bedeutendsten polnischen Literaturpreis. „Der gebannte, scheinbar kalt registrierende Blick auf die Menschen macht die Kunst der sechsundzwanzigjährigen Dorota Masłowska aus: Die Autorin zuckt nicht mit der Wimper, wenn sie auf die Obsessionen der neokapitalistischen osteuropäischen Gesellschaften starrt, (in denen wir natürlich auch unsere erkennen), auf Porno und Konsumwahn, Drogengier und Sinnsuche bei „Escada, Yoga und Pilates“, wie es im Stück heißt.“ (Der Spiegel) Helmut Käutners Film aus dem Jahr 1944 nimmt die Klischee gewordene Sehnsucht des Menschen nach Beheimatung und seinen inneren Zwang zur dauerhaften Odyssee ernst. Gedreht in einer Zeit, als den Menschen jegliche Existenz ins Nichts zerrann, geht es um die Annäherung an diese szenische Ballade und an ein Lied, das mehr ist als ein Lied: „La Paloma.“ Kein Schlager, sondern ein Symbol gewordenes Kunstlied, das in vielen Weltsprachen in allerlei Varianten existiert. Der Film erinnert an andere zeitlose Theaterstoffe wie „Liliom“ oder „Kasimir und Karoline“ und motivisch von Ferne sogar an Wagners „Fliegenden Holländer“. Die „Große Freiheit Nr. 7“ ist die symbolträchtige Vision vom vollkommenen Glück in der Liebe, der einzigen Möglichkeit so etwas wie Heimat zu erleben, und vom Zerrinnen dieser Hoffnung. „Meine Seemannsbraut ist die See“ heißt es in einem der Songs unmissverständlich todesnah. Weder ist die See die verheißene Freiheit, noch ist die Bürgerlichkeit der Hafen, in den man einlaufen könnte. Zwischen Traum und Realismus gibt es bei Käutner kein Drittes, das beides ins Lot bringt. Große Geschichten sind in der Kunst stets in kleine Geschichten aufgelöst; hier zwischen dem ehemaligen Seemann und jetzigen Alleinunterhalter Hannes, seiner Geliebten Anita und seiner sich in Liebe wandelnde Faszination zu der jungen unschuldigen Gisa, die er „La Paloma“ nennt. Durch sie erinnert er sich, der im Leben viel erlebt hat, an seine eigene verschüttete Reinheit. Aber Gisa verlässt ihn zugunsten eines jungen Werftarbeiters. Und der alternde Hannes, der sich noch einmal verloben wollte, muss Abschied nehmen. Er ist das „sterbende Tier“, das der Zukunft in Wahrheit nichts mehr zu bieten hat. So stolpert er in den vorletzten und zweitbesten Jahren in die letzte Wegkreuzung und bleibt das, was er von Anfang an war: ein Unerlöster. 105 Flüchtlinge Von Alfian Bin Sa‘at Premiere Thalia Gauß In Planung Familienstrukturen in Singapur. Kommunikationsstörungen und unausgesprochenes Verlangen, Beziehungen zwischen Liebe und Hass – Geschichten, uns auf den ersten Blick scheinbar nah und doch faszinierend fremd. Von Monologen in Dialoge springend, entfaltet sich die Geschichte von Ong Guan Huat und seiner Frau Ong Gek Mui, den beiden heranwachsenden Kindern, dem Sohn Ong Kok Ming und der Tochter Ong Yun Fei, und dem Großvater Ong Chin Thye. Den Szenen legt Bin Sa‘at als eine Art emotionalen Fahrplan für die Charaktere die fünf menschlichen Elementarbeziehungen des Konfuzianismus zugrunde: Vater-Sohn. Herrscher-Untertan. Ehemann-Ehefrau. Älterer Bruder-Jüngerer Bruder. Freund-Freund. Alfian Bin Sa‘at wurde 1977 in Singapur geboren. Der malaysische Moslem aus Minang, von javanesischer und Hakka-Herkunft, schreibt in Malay und in Englisch und eröffnet uns den Blick in ein vertrautfremdartiges Asien. Er wird als Enfant terrible der Literaturszene seines Landes bezeichnet. Sein provokatives Werk umfasst Lyrik, Prosa und Theaterstücke. Bereits im Alter von 21 Jahren veröffentlichte er seine erste Lyriksammlung „One Fierce Hour“. Zu seinen bemerkenswertesten Stücken gehört: „sex.violence.blood.gore“, mit dem er in Konflikt mit den staatlichen Zensurbehörden geriet. Er setzt sich in seinen Stücken auch mit der Lebensrealität von Homosexuellen in Singapur auseinander und beschreibt persönliche und eigenwillige Wahrnehmungsweisen in einem Überwachungsstaat. 106 Thalia Extra A–Z Programme, Orte und Sonderveranstaltungen Im Folgenden sind sämtliche zusätzlichen Pläne, Projekte und Veranstaltungsformate des Thalia Theaters alphabetisch aufgelistet. Einige lang bewährte Programmschienen setzen wir fort, andere erfinden wir neu. Neu ist vor allem, dass das Thalia Theater künftig zwanglos und je nach Anlass thematisch in einem kurzen Zeitraum sein Programm mit Inszenierungen, Lesungen, Filmen, Diskussionen, Vorträgen, Projekten, Eigenprogrammen oder Gastspielen bündelt. Das können Projekttage, -wochenenden oder -wochen sein, die sich ab und an auch zu einem Spielzeitschwerpunkt ausdehnen werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, die sich für den einen oder anderen Schwerpunkt interessieren. Kontaktaufnahme und weitere Informationen zu allen Veranstaltungen auf der Website des Thalia Theaters www.thalia-theater.de 2beornot2be – Stadt auf die Bühne! Idee und Konzept: Luk Perceval 3. September 2009 Die Bühne des Thalia wird freigegeben für die Einwohner der Stadt. Mit dieser Veranstaltung und nicht mit einer Inszenierung wird die Spielzeit eröffnet. Das Theater eröffnet nicht nur, es öffnet sich auch und ist öffentlicher Ort für Hamburg und seine Bürger. Eine Offensive, die das Theater für das Leben öffnet und das Leben für das Theater. Anmeldung und weitere Informationen unter www.thalia-theater.de Boy-Gobert-Preis – 6. Dezember 2009 Der Boy-Gobert-Preis ist ein Nachwuchspreis. Mit ihm fördert die KörberStiftung seit 1981 junge Schauspielerinnen und Schauspieler für besondere Leistungen an den Sprechbühnen Hamburgs. Die Preisverleihung findet im Thalia Theater statt. Zu den Preisträgern gehörten in der Vergangenheit u.a. Stefan Kurt, Ulrich Tukur, Michael Maertens, Annette Paulmann, Martin Wuttke, Maren Eggert, Wiebke Puls, Fritzi Haberlandt, Lisa Hagmeister. Der 107 Boy-Gobert-Preis geht zurück auf den 1925 in Hamburg geborenen und 1986 in Wien gestorbenen Theater- und Filmschauspieler Boy Gobert. Er war von 1969 bis 1980 Intendant des Thalia Theaters und bereitete neben seiner Liebe zum Boulevard dem modernen Regietheater den Weg. Sein Motto: „Ein Optimum an Kunst und Kasse“. Früh-Stücke Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe, in der sich das Publikum mit Theaterleuten zum Brunch trifft, wird fortgesetzt. Viermal im Jahr haben interessierte Theaterbesucher die Gelegenheit, sich in persönlichem Rahmen und exklusiv über die bevorstehenden Premieren zu informieren. Der Intendant und die Regisseure, Schauspieler und Dramaturgen führen in die jeweiligen Stücke und Projekte ein, lesen Auszüge und erzählen von ihrer Arbeit. Das Frühstücksbuffet im neu gestalteten Foyer in der Gaußstraße ist jeweils ab 10 Uhr geöffnet. Gastspielaustausch Das Thalia Theater setzt den Gastspielaustausch mit anderen deutschsprachigen Bühnen fort. Der Austausch ist eine Gelegenheit, Aufführungen anderer renommierter Bühnen auch in Hamburg zu zeigen und sich ein Bild von den Entwicklungen der Theaterwelt zu machen. Gaußstraße Die Gaußstraße ist Dependance des Thalia Theaters und Stadtteiltheater von Hamburg Altona gleichermaßen – offen für alle aus dem Großraum Hamburg, aber mit starker Anbindung an den kreativen Melting Pot Altona aus Arbeitern, Künstlern, bürgerlichem Mittelstand und einer zunehmend interkulturellen Gesellschaft. Besonders dem multinationalen Zusammenhang wird das Programm des Thalias in der Gaußstraße verstärkt Rechnung tragen und gleichzeitig Kreativort für ungewöhnliche und junge künstlerische Initiativen sein. Die Gaußstraße ist eine sich stetig weiterentwickelnde Baustelle. In den letzten zehn Jahren hat sie sich vom Fabrikgelände in ein Kreativzentrum mit dem Charme eines New Yorker Hinterhofs verwandelt. Hier proben die zwei wichtigsten Bühnen Hamburgs. Und hier hat sich das Thalia eine Spielstätte erobert. Wir gestalten weiter: Das Foyer wird offener, großzügiger, wohnlicher und lädt noch entschiedener zur Kommunikation ein. Die zweite Spielstätte neben der Thalia Gauß wird fortan die Thalia Gauß Garage sein, ein Ort mit Patina. Und es wird weiter gebaut, und die Gaußstraße wird sich mit dem bevorstehenden Neubau der Hamburger Theaterakademie zu einem Campus der Darstellenden Künste entwickeln. 108 109 Hamburger Theater Festival Im Oktober 2009 startet das Hamburger Theater Festival, eine privatwirtschaftlich finanzierte Initiative unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg. Das Festival wird jedes Jahr über einen mehrwöchigen Zeitraum hinweg im Hamburger Stadtgebiet stattfinden. Im Thalia Theater sind folgende Gastspiele geplant: „Sturm“ von William Shakespeare (Burgtheater Wien) in der Regie von Barbara Frey sowie „Die Leiden des jungen Werther“ nach Goethe (Maxim Gorki Theater Berlin) inszeniert von Jan Bosse. Weitere Informationen unter www.hamburgertheaterfestival.de lender erstellen, sich mit anderen Nutzern Nachrichten schreiben, werden immer über Sonderaktionen und besondere Veranstaltungen informiert und können daran teilnehmen. Außerdem finden Sie hier den aktuellen Spielplan, Videotrailer und Bilder aus Inszenierungen und Informationen zu den Künstlern des Hauses. Sie können einfach und schnell Karten kaufen und gleich zu Hause ausdrucken. www.thalia-theater.de Der Hamilton-Pfad Geschichten sammeln in Hamburg. Online „Der Hamiltonpfad“ ist ein Projekt, das die Oral History der Hamburger Bevölkerung in den Kunstraum Theater zurückführt: die Stadt schreibt an ihrer eigenen Biographie mit und das Thalia Theater veröffentlicht sie auf seiner neuen, interkommunikativen Website, die – neben dem Thalia und dem Thalia in der Gaußstraße – langsam zu einer dritten Bühne wachsen soll, einer Bühne, die nicht nur von denen gestaltet wird, die sie betreiben, sondern auch von der Bevölkerung der Stadt. Thema ist eine Sammlung von „Gebrauchsanweisungen“ für das Leben im virtuellen Zeitalter. Wie lebt man in einer Stadt, wenn zunehmend das Leben im Netz dominiert? Entfremdet man sich der Stadt? Wie geht der Einzelne mit dem Thema Fremdheit und Heimat um? Lebt er vornehmlich in der Alltagsrealität der Stadt oder hat er dieses Leben längst zugunsten des virtuellen Raums, zugunsten von zahllosen erfundenen Lebensmodellen abgelöst? Ist er Flaneur oder Nomade, Migrant oder Bewohner? Und wo? Im Netz? Nach einer bestimmten mathematischen Formel können viele Interessenten an der von dem Regisseur Andreas Kebelmann initiierten Aktion teilnehmen, an einem potenziell endlosen Spiel mit den virtuellen und realen Lebenswirklichkeiten der Stadt: Ein Puzzle, das nie endet. Anmeldung und weitere Informationen unter www.thalia-theater.de Internet Die neue Website des Thalia Theaters wird das Kommunikationsmedium Internet zeitgemäß nutzen: Sie rechnet mit Ihnen, dem Publikum. Ob eine Inszenierung Ihnen gefallen hat oder nicht, Sie können dies auf der Website des Thalia Theaters äußern und begründen. Werden Sie Teil der Thalia Community. Sie müssen sich nur einmal anmelden, selbstverständlich kostenfrei, und können dann an Diskussionen teilnehmen, Ihren persönlichen Ka- Kennedy-Tag John F. Kennedy wurde am 22. November 1963 ermordet. Am Vorabend seiner Ermordung spielen wir „Die Kennedytrilogie“. Darüber hinaus gibt es an diesem Wochenende zahlreiche Veranstaltungen (Filme, Lesungen, Vorträge). Vor allem aber lädt das Thalia Theater die Regie-, Dramaturgie- und Schauspielstudenten von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ein. Sie haben ein halbes Jahr lang recherchiert und gearbeitet, um Luk Perceval bei der Entwicklung seiner „Kennedytrilogie“ zu unterstützen. Körber Studio Junge Regie Seit 2003 trifft sich der Regienachwuchs der Hochschulen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich regelmäßig eine Woche lang zu einem Festival. Erklärtes Ziel des Treffens ist es, die Vielfalt von Begabungen und Visionen der zukünftigen Regie-Generation öffentlich zu präsentieren und den Studenten ein Forum für den Austausch von Erfahrungen zu bieten, seit kurzem auch mit Jungregisseuren aus dem internationalen Raum. Das Festival ist immer wieder ein Sprungbrett für die nachfolgende Künstlergeneration. Die Zuschauer werden zu Trend- und Talentscouts für das „Theater von morgen“. Das „Körber Studio Junge Regie“ ist heute im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt und zu einem Aushängeschild für Hamburg geworden: Für Hamburg als Kulturstandort, für Hamburg als Stadt, die in die Pflege des künstlerischen Nachwuches investiert. Ermöglicht wird das Festival von der Universität Hamburg, dem Thalia Theater, dem Deutschen Bühnenverein und der Körber-Stiftung. Hamburger Theaternacht – 12. September Die alljährlich zum Spielzeitauftakt stattfindende „Hamburger Theaternacht“ hat sich in den letzten Jahren zu einem kulturellen Höhepunkt der Hansestadt entwickelt, zu einem großen Happening, bei dem Stadt und Kultur auf sympathische Weise ineinander fließen und die Besucher mit nur einem einzigen Ticket alle Hamburger Theater besuchen können und mit Shuttlebussen, Alsterschiffen, U- und S-Bahnen die Stadt durchqueren. Die diesjährige Theaternacht hat für das Thalia Theater besondere Bedeu- 110 111 tung: Das Thalia ist mitten im Neuanfang und die Theaternacht am 12. September ist eine Möglichkeit, dem Hamburger Publikum auf den Bühnen und in den Foyers des Thalia Theaters die neuen Künstler vorzustellen, die in den kommenden Jahren das Theater prägen werden. Projekt Lessing Gotthold Ephraim Lessing ist die herausragende Geistesgröße der Stadt Hamburg. Hier hat er sein „Nationaltheater“ gegründet, hier hat er seine berühmte „Hamburgische Dramaturgie“ geschrieben. Das „Projekt Lessing“ versteht sich als Plattform für bereits bestehende Hamburger Initiativen und als innovatives Projekt gleichermaßen, denn es geht darum, Lessing umzusetzen, frech, lebendig und streitbar, nicht aber als erlittenen Schulstoff. Der Bezug auf Lessing, den Kosmopoliten im Postkutschenzeitalter, ist zwingend, sein „Projekt“ unerledigt. Insgesamt sind vier ProgrammModule vorgesehen: Das Leben. Gebrauchsanweisung Ein Spielzeitprojekt Leben puzzeln, Gedanken puzzeln, Bilder puzzeln. Puzzelteile sammeln und archivieren, sich ein Bild machen und es wieder verwerfen und wieder von vorn anfangen – mit Humor und ohne Depression. Das kann durchaus gehen: aus dem Geist des Spiels. Wie im Theater. Ausgehend von dem formvollendet nutzlosen und herzerfrischend spleenigen Lebensprojekt des Millionärs Bartlebooth in Georges Perecs „Das Leben. Gebrauchsanweisung“ fragt das Spielzeitprojekt – begleitend zu Christiane Pohles Inszenierung – in verschiedensten Veranstaltungen nach Welt-, Reise- und Erfahrungslust des Menschen, nach seinen Bemühungen, sich z.B. mit Kunst oder Theorie ein Bild von der Welt und vom Leben zu machen und lädt das Publikum ein, sich mit eigenen „Leben. Gebrauchsanweisungen“ zu beteiligen, zum Archivar des eigenen Selbst zu werden. Philosophische Diskurse sind hier ebenso möglich wie gemeinsames Puzzeln sogenannter Seestücke oder die Einrichtung eines Museums des Alltags aus den „Gebrauchsanweisungen“ der Hamburger. Eine zweckfreie, aber sicher nicht sinnlose Veranstaltungsreihe, – wohl wissend, dass das Leben in Wirklichkeit nicht via Ratgeberliteratur funktioniert, sondern eine kaum durchschaubare Verstrickung von Zufall, heimlichen Gesetzmäßigkeiten und Chaos beinhaltet … ein Puzzle (engl. für Rätsel) eben. Mauern – 7. bis 9. November Zwanzigjähriges Jubiläum. Die Mauer zwischen Ost und West ist weg. Die Freude darüber auch. Längst sind wir im Alltag des „Danach“. Längst aber gibt es auch überall auf der Welt andere Mauern, an denen wir direkt oder indirekt mitbauen. Mauern, Stacheldrähte und hoch bewachte Sicherheitszonen schützen die Nordhalbkugel vor der Südhalbkugel und verwandeln den Norden in eine riesige Gated Community. Mauern überall. Aber sie nutzen wenig und werden ständig unterspült. Von „Guerillas“, „Freiheitskämpfern“, „Terroristen“ oder „Piraten“ – so genannt je nach Interessenlage und in fröhlicher Verwirrung. Verschärft durch die globale Weltfinanzkrise sieht die Frankfurter Allgemeine Zeitung „weltbürgerkriegsähnliche Zustände“ auf uns zukommen… 1. Upside Down Hamburgische Reden zu einer kosmopolitischen Kultur Kurator: Ilija Trojanow Nichts geht mehr ohne den Blick auf das Fremde. Nichts geht mehr ohne den Blick des Fremden auf uns. Wenn das 21. Jahrhundert eine große zentrale geistige Aufgabe hat, dann ist es die der Arbeit an einer kosmopolitischen Kultur. Die Redereihe will unsere Verhältnisse von der anderen, der gegenteiligen und ungewohnten Perspektive ansehen und bestehende Denkmuster über Interkulturalität durchbrechen, aber auch andere globale Themen wie Wirtschaft, Ökologie, Ernährung, Energie zum Thema machen. 2. Weltmythen – Mythen der Welt Gelesen vom Ensemble des Thalia Theaters In Zusammenarbeit mit Raoul Schrott Bei vielen Menschen gibt es ein wachsendes Interesse an den Ursprüngen unserer Kultur. Überdies spüren viele, was Lessing in seiner Ringparabel hoffte: dass nämlich die verschiedenen Kulturen der Welt, die heute mehr und mehr zusammenrücken (müssen), auf ihrem Urgrund mehr verbindet als trennt. Regelmäßig wird das gesamte Ensemble im Thalia Theater von morgens bis nachts Urmythen der Menschheit lesen. Vom Gilgamesch-Epos über das Alte Testament bis zur Ilias, der Edda oder von dem Nibelungenlied bis zu den großen Erzählungen Asiens, Indiens und Afrikas. 3. „Hamburgische Dramaturgie“ im Internet Lessing hat in paradoxer Personalunion beides zugleich getan: ein Nationaltheater gegründet und ein Gegenforum geschaffen: die Kritik. Die „Hamburgische Dramaturgie“ ist ein klares Statement für Diskurs und Streitkultur 112 113 und eine der Geburtsstunden des Journalismus. Im Sinne Lessings schafft das Thalia Theater als einziges und erstes Theater überhaupt seine eigene kritische Öffentlichkeit. Junge Hamburger Journalisten, Autoren oder Universitätsdozenten schreiben Kritiken und das Thalia veröffentlicht sie – egal ob Lob oder Verriss. Thalia Treffpunkt Theater auf den Punkt gebracht. Hauptsache: Jung. Im Kopf. Im Herzen. Im Körper. Und gierig auf Neues. Alter: Nebensache. Wir bringen euch ins Spiel! In den fast vierzig Projekten und Kursen machen wir Theater. Mit euch. Mit Ihnen. Hier können junge Leute und alle, die Lust auf mehr haben, Theater erleben: In Improvisationen, mit Texten, in der Ausstattung, in der Technik … Bei uns gibt es jeden Monat neue Theatergruppen und Workshops. Das neue Thalia Treffpunkt-Programm erscheint im September 2009. Unseren Newsletter könnt ihr jetzt schon bestellen. Infos gibt es auch bei unseren Kooperationspartnern, der Hamburger Volkshochschule und im Stadtteil- und Kulturzentrum „Motte“ in Altona. In den „Eisenhans“-Projekten machen Jungen und Mädchen und junge Leute mit Handicaps Theater und Musik. Mehr zu unseren integrativen Angeboten, die in Kooperation mit „Leben mit Behinderung Hamburg“ stattfinden, könnt Ihr auf unserer Homepage erfahren. Mehr zum Thalia Treffpunkt: Tel. 040.32 81 42 20, www.thalia-theater.de 4. Hamburger Lessing-Tage/Lessing-Preis Künftig sollen einmal jährlich im Zeitraum zwischen Lessings Geburtstag am 22. Januar und seinem Todestag am 15. Februar die Hamburger LessingTage stattfinden: Neben Eigenbeiträgen des Thalia Theaters sind hier Gastspiele von Lessing-Inszenierungen oder zu lessingnahen Themen geplant. Vor allem aber sollen die „Hamburger Lessing-Tage“ auch Forum und Plattform für bereits bestehende Hamburger Initiativen sein, für Schulen und Hochschulen, mit denen das Thalia Theater Kooperationen suchen wird. Die Verleihung des Lessing-Preises, des renommierten Hamburger Staatspreises im Bereich Kultur, wird ins Thalia Theater verlegt. Thalia Band Regelmäßig spielt die Thalia Band, je nach Anlass und Möglichkeit, in der Zentrale (ehemals Nachtasyl), der Garage, dem Foyer im Thalia in der Gaußstraße oder auch im Großen Haus am Alstertor. Zwischen Jamsession und Konzert ist alles möglich … Thalia und Schule Wir öffnen Schülerinnen und Schülern Türen ins Theater. Hier erhalten Jugendliche aus allen Schulformen Zugang zum Medium und zur Kunstform Theater. Wir bieten konkrete Begegnungen zwischen Schülerinnen und Schülern und den Thalia-Theatermachern. Lehrerinnen und Lehrern stellen wir Materialien zur Verfügung, geben Hintergrundinformationen und bereiten Unterrichtshilfen vor und laden zu speziellen Lehrertagen ein. Wichtig sind uns die Kontakte zu den TuSchPartnerschulen. Über zwei Jahre erhalten die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge intensiv Einblicke in Inszenierungen und in Produktionsprozesse, entwickeln unter Anleitung in den Schulen eigene Szenenfolgen, Ausstellungen und andere Präsentationen. Unsere Stücke der Reihe Thalia U21 zeigen Lebenswelten junger Menschen und ihre Sichtweisen auf die sich verändernde Welt. Unsere mobilen Klassenzimmerstücke, mit denen wir in die Schulen kommen, vertiefen die direkten Kontakte zu den Schülerinnen und Schülern. Thalia und Schule: Herbert Enge, Corinna Honold, Petra Urbanski Tel 040.32 81 41 39, Fax 040.32 81 42 04, [email protected] Theaterakademie Das Thalia Theater setzt die Kooperation mit der Hamburger Theaterakademie fort und wird sich weiterhin in der Nachwuchsförderung engagieren. Diesen Herbst beschäftigt sich die jährliche Diplominszenierung, in der die Studierenden des Abschlussjahres der Abteilung Schauspiel mitwirken, unter dem Titel „In einem Land vor unserer Zeit. Deutschland 1989. Eine Recherche“ mit dem Fall der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren. Im Frühjahr 2010 präsentieren Studierende des vierten Regiejahrgangs eine Woche lang ihre Arbeiten der Öffentlichkeit, und im Sommer findet das „Finale 2010“ statt, eine Art Best-Of der Akademieproduktionen. Darüber hinaus bietet das Thalia Theater den Studierenden im Laufe der Spielzeit die Möglichkeit zur Mitarbeit: Die Teilnehmer des neuen Studiengangs „Dramaturgie“ haben die Möglichkeit zu hospitieren, und die Studierenden der Abteilung Regie werden immer wieder in kleinere Projekte eingebunden. Theaterpädagogik: Unart – Ein Jugend-Performance-Wettbewerb Ende 2009 /Anfang 2010 findet „Unart“ statt – Eine Initiative der BHF-BankStiftung Frankfurt. Ein Jugend-Perfomance-Wettbewerb für alle zwischen 12 und 18 Jahren. Gesucht werden Cross-Over-Projekte verschiedener Künste zu Themen der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen. Eine Jury wählt Performances für die Bühne aus – vor großem Publikum. Das Thalia Theater beteiligt sich gemeinsam mit anderen Theatern an die- 182. Konzertsaison 115 sem kreativitätsfördernden Wettbewerb. Die besten Cross-Over-Projekte der jeweiligen Region („Best of Unart“) gehen auf Tour und werden in Berlin, Dresden, Frankfurt und Hamburg gezeigt. Nähere Informationen unter www.unart.net Theater und Universität im Gespräch Das Thalia Theater setzt die erfolgreiche Kooperation mit der Universität Hamburg (Koordination: Prof. Dr. Ortrud Gutjahr) fort und veranstaltet zweimal im Jahr Symposien zu Themen des Spielplans. Beteiligt sind jeweils der Regisseur, der Dramaturg, die Studierenden der Universität, die Schauspieler des Thalia Theaters und ausgewählte Dozenten der Hamburger und anderer Universitäten in Deutschland. Werkschau Regie Jedes Jahr sollen Inszenierungen von dem Thalia Theater in besonderer Weise verbundenen Regisseuren konzentriert in einer Werkschau gezeigt werden. Wahl 2009 Wahlpartys machen längst keinen Sinn mehr, seit die Demographen alles können. Wir wissen binnen Minuten, wer gewonnen hat. Und auch die Argumente sind längst getauscht. Was bleibt ist das Rauschen der Talkshows. Also kann man auch ruhig ins Theater gehen – eine garantiert wahlfreie Zone, die einzige vielleicht am 27.9.2009. Zentrale In der Zentrale (ehemals Nachtasyl) läuft alles zusammen: Hier treffen sich Menschen der Stadt, Künstler, Musiker, Schauspieler. Wer Publikum ist, wer Spieler, entscheidet sich jeden Abend neu. Nur eins ist sicher: Wenn keiner etwas zu sagen hat, ist es kein Gespräch, wenn keiner auflegt oder tanzt, keine Party, wenn keiner etwas vorbereitet hat, keine Performance, wenn keiner etwas trinkt, keine Bar. So wird fortgesetzt, was das Thalia Theater im Zentrum ausmacht: die Öffnung für das Publikum der Stadt und die Offenheit für die Fragen des Theaters an die Welt und umgekehrt. www.thalia-theater.de 116 Thalia Freunde bulthaup Der weiterführende Kontakt zwischen dem Theater und engagierten Hamburger Bürgern und Unternehmen ist uns ein Herzensanliegen. Theaterarbeit lebt von offener Kommunikation – ein lebendiger Dialog, der Brücken zwischen den Theatermachern, dem Publikum und der Stadt baut, ist für künstlerische Arbeit wichtig und wertvoll. Und gerade in Hamburgs weltoffener, von Traditionen getragener Stadtkultur kann Theater ein zentraler Knotenpunkt für Auseinandersetzung sein: mit Kunst, sich wandelnder Gesellschaft und den Gefühlen, die unser Leben bestimmen. Die Unterstützung durch die Thalia Freunde wird auch in Zukunft eine wichtige Voraussetzung dafür sein, dass Theaterarbeit auf hohem Niveau entwickelt werden kann. Das exklusive Programm für die Thalia Freunde umfasst unter anderem folgende Angebote: Nah dran! Backstage-Führungen und Probenbesuche, Werkeinführungen und Produktionsgespräche. Freundschaftsdienste! Bevorzugte Reservierung von Premierenkarten. Feste feiern! Theaterfest für die Thalia Freunde und Einladung zu allen Premierenfeiern. Besondere Veranstaltungen! z.B. Themenabende. Zusammen reisen! Mit dem Ensemble auf Gastspielreisen. Für junge Leute unter dreißig haben wir ein maßgeschneidertes Angebot ausgearbeitet, z.B. Theaterworkshops, Informationsveranstaltungen über Theaterberufe, Einladungen zu besonderen Events und Parties, Premierenkarten für die Gaußstraße und Probenbesuche. Privatpersonen fördern das Thalia Theater mit Beiträgen ab 150 Euro pro Jahr und Paar. Die Jungen Freunde fördern das Thalia Theater jährlich mit 1 Euro pro Lebensjahr. Weitere Infos zu den Thalia Freunden per Telefon 040.32 81 42 80 und im Internet unter www.thaliafreunde.de Wir freuen uns über Ihre E-Mails: [email protected] Die Küche ist der wahre Raum des Lebens. Wir planen und verwirklichen die ganz persönliche Einrichtung und Ausstattung Ihrer Küche, die weit über den Arbeitsbereich hinausgeht. Das ist typisch für bulthaup – und für uns, Ihren bulthaup Partner. bulthaup im stilwerk cucina hamburg Kücheneinrichtung GmbH. Große Elbstraße 68 22767 Hamburg. Tel. 040 30621150. www.bulthaup-stilwerk.de 118 Saalplan & Eintrittspreise Thalia Preis- und Platzgruppen A B C D E I, So Nachmittag 24,– 18,– 12,– 9,– 5,50 II, So bis Do Abend & Sa Nachmittag 32,– 24,– 17,50 11,50 6,50 III, Fr bis Sa Abend & Sonderpreis 44,– 34,– 28,50 17,– 8,50 IV, Premieren & Sonderpreis 62,– 52,– 41,50 25,– 12,50 ermäßigt, Studenten, Schüler u.a. 8 /11,– 8/11,– 8/11,– 8/11,– 5,50/8,– Platzgruppen A Parkett Reihe 1–11, Logenrang B Parkett Reihe 12–16, Mittelrang Reihe 1–2 C arkett Reihe 17–18, Mittelrang Reihe 3–5, Oberrang Reihe 1–2, P einzelne Plätze im Parkett D Parkett Reihe 19–21, Oberrang Reihe 3–9, einzelne Plätze im Mittelrang E einzelne Plätze im Mittel- und Oberrang Thalia in der Gaußstraße Freie Platzwahl Vorstellungen 18 Euro, ermäßigt 8 Euro Premieren 24 Euro, ermäßigt 10,50 Euro 120 Service A–Z 121 Abendkasse Die Abendkassen öffnen eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Reservierungen werden 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn freigegeben. Geschenkgutscheine Geschenkgutscheine für Eintrittskarten und Abonnements sind erhältlich im Kundenzentrum und an der Tageskasse. Adressen Thalia Theater: Alstertor, 20095 Hamburg. Thalia in der Gaußstraße: Gaußstraße 190, 22765 Hamburg Altona. Postfach 106107, 20042 Hamburg. www.thalia-theater.de Kartenvorverkauf Der Kartenvorverkauf der Tageskasse beginnt in der Regel am 6. Kalendertag jeden Monats und umfasst den kommenden Monat sowie die darauffolgenden zehn Tage. Eine Zahlung per EC-/Kreditkarte ist möglich. Kartenbestellungen werden telefonisch, schriftlich per Post, per Fax unter 040.32 81 42 12 oder per E-Mail [email protected] entgegengenommen. Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln Die Thalia-Eintrittskarte und der Thalia-Fest-Abo-Ausweis gelten am Veranstaltungstag drei Stunden vor und nach der Vorstellung als Fahrkarte im Gesamtbereich des HVV für alle Verkehrsmittel, auch für die AKN, den Metronom und die Regionalbahn. Haltestellen: Thalia Theater am Alstertor: U/S-Bahnhof Jungfernstieg, U/S-Bahnhof Rathaus und U-Bahnhof Mönckebergstraße. Thalia in der Gaußstraße: ab S-Bahnhof Altona mit dem Bus 2 im 10-MinutenTakt bis zur Haltestelle Gaußstraße, ab dort 200m Fußweg. Ermäßigungen Für Schüler, Studierende, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gibt es für jede Vorstellung bereits im Vorverkauf ein Kontingent ermäßigter Karten. Ausgenommen sind Sonderveranstaltungen. Bitte legen Sie einen Berechtigungsausweis vor. Eine Ermäßigung von 50% des Kartenpreises im Vorverkauf erhalten Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50%, sowie die Begleitperson, wenn der Schwerbehindertenausweis einen entsprechenden Eintrag enthält. Dies gilt auch für die Begleitperson eines Rollstuhlfahrers. Rollstuhlfahrer zahlen 10,50 Euro für die ausgewiesenen Rollstuhlplätze im vorderen Parkett. Ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen. Gruppen ab 10 Personen zahlen den Preis der nächstniedrigeren Platzgruppe. Schulgruppen ab 10 Personen einschließlich eines betreuenden Lehrers erhalten eine spezielle Ermäßigung. Gruppenanfragen und Reservierungen Montag bis Donnerstag von 10 bis 18 Uhr unter 040.32 81 44 22, Ansprechpartnerin ist Frau Raith. Kartenverkauf via Internet Online- und Print@Home-Tickets gibt es zu einem günstigeren Preis bis 120 Minuten vor Vorstellungsbeginn unter www.thalia-theater.de. Die Zahlung erfolgt nur per Kreditkarte. Thalia.Card-Besitzer erhalten auf den günstigeren Online-Preis 50% Ermäßigung. Informationen unter www.thalia-theater.de Monatsspielplan, Newsletter und Community Auf Wunsch schicken wir Ihnen den Monatsspielplan kostenlos per Post oder per E-Mail zu. Zusätzliche Informationen und Tipps rund ums Thalia Theater erhalten Sie mit unserem Newsletter per E-Mail. Anmeldung unter [email protected] oder www.thalia-theater.de. Ebenso freuen wir uns über Ihre Meinung auf unserer Website. Dort können Sie über Inszenierungen diskutieren, Fragen stellen und Teil der Community werden. Öffnungszeiten, Tageskasse und Telefonservice Montag bis Samstag 10 bis 19 Uhr und Sonn- und Feiertage 16 bis 18 Uhr Telefon 040.32 81 44 44, Fax 040.32 81 42 12, Gruppenbestellungen unter 040.32 81 44 22. Öffnungszeiten Kundenzentrum / Abonnementsbüro Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Telefon 040.32 81 44 33 In unserem Kundenzentrum und an der Tageskasse am Alstertor erhalten Sie Programmhefte, Plakate und alle weiteren Publikationen des Theaters. Service am Abend Wenn Sie Kopfhörer für die Schwerhörigenanlage, ein extra Sitzkissen oder nach der Vorstellung ein Taxi benötigen, ist Ihnen unser Abendpersonal gerne behilflich. Es finden regelmäßig Einführungen und Publikumsgespräche zu unseren Inszenierungen statt. Informationen hierzu finden Sie in unserem Monatsspielplan oder unter www.thalia-theater.de An unserem Bücherstand im Foyer des Thalia Theaters finden Sie eine Auswahl an Literatur zu unseren aktuellen Inszenierungen, zum Thalia Theater sowie ein breites Sortiment an allgemeiner Theaterliteratur. Der Bücherstand ist eine halbe Stunde vor jeder Veranstaltung und in den Pausen geöffnet. Sonderplätze für Rollstuhlfahrer in der 4. Reihe im Thalia Theater und Rollstuhlplätze im Thalia in der Gaußstraße stehen auf Anfrage unter Telefon 040.32 81 44 44 zur Verfügung. Die Medienpartner für die Spielzeit 2009.2010: Kulturpartner des Thalia Theaters: Förderer der Spielzeit 2009.2010: 124 Thalia Abonnements Vorstellungen B-Premieren-Abo Abonnementsbüro Alstertor Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr Telefon 040.32 81 44 33, [email protected]. Als Abonnent genießen Sie viele zusätzliche Vorteile. Wir beraten Sie gerne. A B C D 9 252,– 180,– 130,50 90,– Fest-Abo, Fr bis Sa Abend 8 176,– 136,– 108,– 72,– Fest-Abo, So bis Do Abend 8 152,– 112,– 88,– 56,– Verschiedene-Tage-Abo (VTG) 8 152,– 112,– 88,– 56,– Nachmittags-Abo Sa & So 8 112,– 92,– 68,– 40,– Sonntag-17 Uhr-Abo 8 112,– 92,– 68,– 40,– Wahl- und (Geschenk)-Abo 6 144,– 105,– 78,– 48,– Super-Wahl-Abo 6 183,– 132,– 93,– 54,– Oper und Thalia-Abo 8 - 221,60 - - Jugend-Fest-Abo 8 100,– 64,– 48,– 44,– Jugend-Wahl-Abo 6 33,– 33,– 33,– 33,– Preise Die Thalia.Card Sie sehen alle Stücke unbegrenzt zum halben Preis. Ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen. Die Thalia.Card gilt für Sie und eine Begleitperson ein Jahr lang und kostet 70 Euro. Infos im Abobüro unter 040.32 81 44 33 oder an der Tageskasse unter 040.32 81 44 44. Kartenvorverkauf und Reservierung Der Kartenvorverkauf beginnt in der Regel am 6. Kalendertag jeden Monats und umfasst den kommenden Monat sowie die darauffolgenden zehn Tage. Zahlung ist auch per EC- oder Kreditkarte möglich. Das Fest-Abonnement – Sie sehen acht Inszenierungen auf dem von Ihnen ausgewählten Platz. – Begleitpersonen erhalten 10% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis. – Sie entscheiden sich für einen bestimmten Wochentag oder für ein „Verschiedene-Tage-Abo“ (VTG), zum Beispiel wenn Sie nicht in den Hamburger Schulferien (Herbst/Frühjahr) ins Theater gehen wollen. –Für Inszenierungen im Thalia in der Gaußstraße sowie für Sonntagnachmittags-Vorstellungen (Preiskategorie I) zahlen Sie nur den halben Preis. – Sie erfahren vor Beginn der Spielzeit alles über den Spielplan und Ihre persönlichen Thalia-Termine. – Lange im Voraus können Sie Ihren Thalia-Abend planen. Falls Sie verhindert sind, können Sie innerhalb der Spielzeit bis zu drei Mal kostenlos die Karten bis zwei Tage vor dem Termin freigeben. Sie erhalten einen Tauschschein, den Sie für eine andere Vorstellung einlösen können. Ausgenommen sind A-Premieren und Gastspiele. – Das Fest-Abo gibt es auch als „Nachmittags-Abo“: Sie sehen acht Vorstellungen an Samstag- oder Sonntagnachmittagen und genießen alle Vorteile des Fest-Abos. Das B-Premieren-Abonnement – Sie sehen die zweite Vorstellung von neun Neuinszenierungen in der jeweiligen Spielzeit auf Ihrem festen Platz. – Sie sehen die neuen Stücke, bevor die ersten Kritiken in der Zeitung erscheinen und können sich Ihre Meinung bilden. – Das Regieteam kommt zum Applaus wie bei der A-Premiere auf die Bühne. – Sollten Sie verhindert sein, können Sie die Karten 2 Tage vor Termin tauschen oder Freunden eine Freude machen. – B-Premieren finden in der Regel sonntags um 19 Uhr statt, eine Einführung wird nach Möglichkeit angeboten. Das Jugend-Fest-Abonnement – Sie sehen acht Inszenierungen in allen Preiskategorien auf dem von Ihnen ausgewählten Platz. – Schüler, Studierende, Auszubildende sowie Wehr- und Zivildienstleistende 126 127 bekommen das Fest-Abonnement zu einem deutlich niedrigeren Preis. – Eltern können sich und ihren Kindern die besten Plätze in den vorderen Platzgruppen sichern. –S ie zahlen bei einem Theaterbesuch für ihre Kinder deutlich weniger. – Jugend-Fest-Abonnenten genießen alle Vorteile des Fest-Abonnements. Die Familien.Card –F amilien kommen günstiger ins Thalia Theater, ins Thalia in der Gaußstraße, in die Staatsoper und ins Schauspielhaus: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zahlen nur 6 Euro im Thalia, 10 Euro in der Staatsoper. Bis zu zwei begleitende Erwachsene erhalten an allen drei Bühnen eine Ermäßigung von 10%. Die Familien.Card gilt für eine Spielzeit und kostet 15 Euro. Das Wahl-Abonnement – Sie sind unabhängig und suchen sich Ihre Stücke und Termine selbst aus. – Sie entscheiden, wie Sie die Gutscheine einlösen: sechs Thalia-Abende allein, drei Mal zu zweit oder ein Vorstellungsbesuch mit fünf Freunden. – Sie erwerben sechs Gutscheine für die Preisgruppe II. Für Preiskategorie III muss die Differenz des Eintrittspreises zugezahlt werden. – Das Wahlabonnement gilt für alle Vorstellungen in einer Spielzeit im Großen Haus, außer für Premieren und einige Sonderveranstaltungen. Super-Wahl-Abonnement – Sie erwerben sechs Gutscheine für die Preisgruppe III. Es gelten die gleichen Bedingungen wie beim normalen Wahlabonnement. – Das Super-Wahlabonnement gilt für alle Vorstellungen in einer Spielzeit im Großen Haus, außer für Premieren und einige Sonderveranstaltungen. Das Jugend-Wahl-Abonnement – Sie sehen sechs Vorstellungen im Großen Haus; ausgenommen sind Premieren und einige Sonderveranstaltungen. Die Platzgruppen C und D sind garantiert, die übrigen Platzgruppen nach Verfügbarkeit. Das Firmen-Abonnement – Wir bieten Firmen-Abonnements an. Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen direkt an das Abonnementsbüro. Oper & Thalia – Das 3-Sparten-Abonnement – Sie erhalten je vier Gutscheine für das Thalia Theater und die Staatsoper Hamburg (Oper und Ballett). – Sie können frei aus dem reichhaltigen Repertoire der beiden Staatstheater je vier Vorstellungen wählen. – Im Thalia gelten die Gutscheine für Platzgruppe B, in der Oper für Platzgruppe 5. Ihre Vorteile als Abonnent – Sie gehen regelmäßig ins Thalia Theater und lernen das aktuelle Repertoire und das Ensemble kennen. – Sie sparen gegenüber dem Normalpreis bis zu über 50%. – Für Inszenierungen im Thalia in der Gaußstraße sowie für Sonntagnachmittags-Vorstellungen (Preiskategorie I) zahlen Sie nur den halben Preis. – Sie werden mehrmals pro Spielzeit zu exklusiven Sonderveranstaltungen eingeladen. – Sie erhalten regelmäßig den Spielplan und weitere Thalia-Publikationen per Post und auch per E-Mail zu Ihnen nach Hause. – Abonnements sind übertragbar, ausgenommen sind die Jugend-Abonnements und die Thalia.Card. – Die Thalia-Eintrittskarte und der Thalia-Fest-Abo-Ausweis gelten am Vorstellungstag als Fahrkarte im Gesamtbereich des HVV für alle Verkehrsmittel ab drei Stunden vor Vorstellungsbeginn (inkl. Schnellbus). Was Sie wissen sollten Das Fest- und das Wahl-Abonnement verlängern sich jeweils automatisch um eine Spielzeit, wenn sie nicht bis zum 30. April gekündigt werden. Zuvor erhalten Sie jedoch die neue Spielzeitübersicht des Thalia Theaters, so dass Sie wissen, welche Stücke Sie als Abonnent sehen können. Entscheiden Sie sich für eine Verlängerung, brauchen Sie nichts zu tun. Rechtzeitig im August schicken wir Ihnen alle Unterlagen zu. So werden Sie Abonnent Der Einstieg in ein Abo ist jederzeit möglich. Senden Sie Ihren Abonnementswunsch auf der ausgefüllten Bestellkarte an das Kundenzentrum des Thalia Theaters. Oder kommen Sie persönlich vorbei: Frau Soyka und Frau Böker beraten Sie gern. Herausgeber: Thalia Theater GmbH, Alstertor, 20095 Hamburg Intendant: Joachim Lux Kaufmännischer Geschäftsführer: Ludwig von Otting Redaktion: B eate Heine (Geschäftsführende Dramaturgin), Ursula Steinbach (Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) Mitarbeit: Claudia Bestenbostel (Assistentin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Benjamin von Blomberg (Dramaturg), Tarun Kade (Dramaturgieassistent), Sandra Küpper (Dramaturgin), Susanne Meister (Dramaturgin), Christine Ratka (Dramaturgische Mitarbeiterin), Ulrike Rennings (Künstlerisches Betriebsbüro), Jochen Strauch (Referent für Marketing und Kommunikation), Malte Ubenauf (Dramaturg) Gestaltung und Konzept: Bureau Mirko Borsche Fotos: Armin Smailovic Foto von Thomas Thieme: Thorsten Eichhorst Druck: Langebartels & Jürgens, Druckereigesellschaft mbH Fest-Abo So bis Do Di Mi A B C D 92 € 68 € 40 € A B C D D 56 € D 40 € 68 € 92 € C D 48 € Platzgruppe A B C D Preis Anzahl 33 € 33 € 33 € 33 € Platzgruppe A B C D 70 € 70 € 70 € 70 € Preis Anzahl 50% Erm. für 2 Pers., 1 Jahr Für 6 Vorstellungen Preis Anzahl 54 € 93 € 132 € 183 € 221,60 € Preis Anzahl Preis 44 € 48 € 64 € 100 € Anzahl *Mit Berechtigungsnachweis D C B A Platzgruppe B Platzgruppe Jugend-Fest-Abo* Für 8 Vorstellungen Für 8 Vorstellungen Oper & Thalia-Abo So Auszug aus unseren Abonnementbedingungen: Fest-, Nachmittags-, B-Premieren-, Jugend-Fest-, Oper & Thalia-, Wahl- und Super-Wahl-Abonnements verlängern sich automatisch, wenn Sie nicht bis zum 30.April der laufenden Spielzeit gekündigt werden. Geschenk- und Jugend-Wahl-Abonnements verlängern sich nicht. Mit der Bestellung erkennen Sie unsere Abonnementbedingungen an, die vollständig in unserem Kundenzentrum einsehbar sind. B 78 € A 105 € Platzgruppe Preis Anzahl Für 6 Vorstellungen Super-Wahl-Abo Sa 144 € Thalia.Card Platzgruppe Preis Anzahl 112 € Platzgruppe Für 6 Vorstellungen Jugend-Wahl-Abo* Do Wahl-/ Geschenk Abo Mo Für 8 Vorstellungen Sonntags-17 Uhr-Abo C 88 € Anzahl Sa 72 € B 112 € C B 112 € Fr D 108 € 136 € A Preis Platzgruppe Preis Anzahl 152 € A Platzgruppe So 56 € C B Preis Anzahl 176 € gewünschter Wochentag: D 90 € D 88 € 112 € A Platzgruppe Nachmittags-Abo Für 8 Vorstellungen VGT-Abo Für 8 Vorstellungen gewünschter Wochentag: C Preis Anzahl 152 € Fest-Abo Fr bis Sa Für 8 Abendvorstellungen gewünschter Wochentag: B 180 € 130,50 € C A A B Platzgruppe Preis Anzahl 252 € Platzgruppe Für 8 Vorstellungen Für 9 Vorstellungen B-Premieren-Abo Ich möchte / wir möchten Thalia-Abonnent/en werden: Ich möchte / wir möchten ein Thalia-Abo verschenken: Impressum Abo-Infos 040.32 81 44 33 Kartentelefon 040.32 81 44 44 www.thalia-theater.de [email protected] Oder nutzen Sie einfach diesen Bestell-Coupon! Name, Vorname Straße Plz, Ort Telefon E-Mail Bitte buchen Sie den Betrag von meinem Konto ab. Bank Blz Konto Datum, Unterschrift Es spielen Antwort Thalia Theater Kundenzentrum Postfach 106107 20042 Hamburg Bantzer, Christoph Bechtolf, Sven-Eric Beglau, Bibiana Cathomas, Bruno Circe Flubacher, Sandra Galic, Marina Geiße, Christina Grawert, Bernd Greis, Julian Hagmeister, Lisa Hartmann, Franziska Harzer, Jens Hochmair, Philipp Knopp, Felix Kreibich, Mirco Kremer, Hans Leja, Matthias Lommatzsch, Daniel Maertens, Peter Matz, Katharina Neuhäuser, Karin Niehaus, Thomas Nüsse, Barbara Olsson, Axel Ostendorf, Josef Pohl, Jörg Rudolph, Sebastian Schmeide, Gabriela Maria Schnöink, Birte Schöne, Maja Schönfeldt, Nadia Seifert, Cathérine Simon, Alexander Simonischek, Max Sprenger, Wolf-Dietrich Stachowiak, Rafael Szymanski, André Thomas, Angelika Thormeyer, Oda Trauttmansdorff, Victoria Wandruszka, Marina Werner, Tilo Zimmler, Sebastian Ziolkowska, Patrycia Hünermund, Nathalia Jansen, Yvon Jentsch, Julia Jordan, Peter Lagerpusch, Ole Loeffler, Dietmar Monori, Lili Piwek, Rainer Pregler, Wolfgang Reichhardt, Verena Schad, Stephan von Schweder-Schreiner, Nicolai Thieme, Thomas Thomas, Jens Als Gäste in Übernahmen: Dürrenberger, Therese Harster, Ralf Kukulies, Ronald Müller, Anne Schrader, Maria Eggert, Maren Grigolli, Olivia Hoevels, Daniel Sowie als Gäste in Koproduktionen mit Köln und Berlin Es inszenieren Luk Perceval (Leitender Regisseur) Anna Bergmann Henning Bock Jan Bosse Erik Gedeon Dimiter Gotscheff Andreas Kebelmann Bastian Kraft Marlon Metzen Kornél Mundruczó Antú Romero Nunes Christiane Pohle Stefan Pucher Cornelia Rainer Lilja Rupprecht Jette Steckel Nicolas Stemann