Erfolgreich Sanieren – Energiesparpotentiale in Haus - total

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Erfolgreich Sanieren –
Energiesparpotentiale in
Haus und Wohnung
Bad Homburg v. d. Höhe
31
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Grußwort
Es gibt viele gute Gründe, ein altes Haus einem
Neubau vorzuziehen: Die gute Lage, die gewachsene Nachbarschaft, Schulen und Läden
in der Nähe, ein Garten mit alten Bäumen und
Sträuchern, der Charme, das Ambiente.
Ein älteres Haus hat seine Geschichte. Häuser
werden zwar nicht für die Ewigkeit, aber doch
für viele Generationen gebaut. Drei Viertel aller
Wohnhäuser in der Bundesrepublik entstanden
vor 1977, sind also schon mindestens ein Vierteljahrhundert alt.
Nur ganz selten stimmt es in allem mit heutigen
Gegebenheiten und Bedürfnissen überein. Vielleicht passt der Grundriss nicht mehr zu den
veränderten Ansprüchen, manche Räume sind
zu klein, in der Küche fehlt ein Essplatz oder das
Bad hat keine Dusche, das Gäste-WC fehlt.
Daneben gibt es oft erkennbare und versteckte
Schäden und Mängel. Sei es, dass die Keller- /
Außentreppe Feuchtigkeitsschäden und der Außenputz Risse zeigt, oder die Fenster undicht
sind und zu alt für eine Reparatur. Die Heizung
hat schon bessere Tage gesehen, das Dach wie
auch die Regenrinnen werden nicht mehr lange
halten. Je nach Alter und Pflegezustand können Schönheitsreparaturen oder weitergehende
Maßnahmen erforderlich sein, oft steht eine
umfangreiche Sanierung an.
Diese Broschüre richtet sich in erster Linie an
Hausbesitzer und -Nutzer, die ihr Gebäude
fachgerecht sanieren möchten und hiermit eine
„erste Hilfe“ erhalten. Denn meistens fehlen die
Fachkenntnis und der Überblick der technischen
Notwendigkeiten, aber auch über die vielfältigen Möglichkeiten, die es heutzutage bei der
Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen am und
im Haus gibt.
Nach den ersten Tipps aus dieser Broschüre
sollte der Weg zu den Fachleuten führen, den
Handwerkern, Ingenieuren und Architekten, die
Sie fachlich beraten und die erforderlichen und
gewünschten Maßnahmen mit Ihnen planen und
umsetzen können.
kreis seit einigen Jahren betreibt. Hier erhalten
Sie kompetenten Rat zu allen Fragen rund um
die Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung, zu den technischen Möglichkeiten, den
voraussichtlichen Kosten und zur möglichen
finanziellen Unterstützung durch die Stadt und
auch den Bund. Diese firmenunabhängige und
kostenlose Beratung wird zudem fachlich von der
Verbraucherzentrale Hessen unterstützt.
Ich freue mich, Ihnen mit dieser Broschüre einen
Leitfaden für Ihre ersten Überlegungen an die
Hand geben zu können. Sie sparen so nicht nur
Energie, Wasser und Kosten, sondern Sie leisten
auch einen wichtigen Beitrag zu den Aktivitäten
der Stadt Bad Homburg zum Klimaschutz.
Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang ganz
besonders den Partnern der „Energiesparaktion
Hochtaunus“, das sind u. a. das Land Hessen, die
Innun­gen und Betriebe des Handwerks, insbesondere die der Schornsteinfeger und der Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik, Ingenieurbüros und
die Städte Oberursel und Friedrichsdorf, mit deren
Engagement es möglich war, seit dem Jahr 2005
im Bereich der Stadt Bad Homburg und dem
Hochtaunuskreis mehr als 700 Gebäude durch
Energiepässe als erstem Schritt zur Sanierung
bewerten zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ursula Jungherr
Oberbürgermeisterin
Und nicht zuletzt sollte Ihr Weg auch zur Beratungsstelle POWER führen, die die Stadt Bad
Homburg in Kooperation mit dem Hochtaunus-
GmbH
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INHALTSVERZEICHNIS
Erfolgreich Sanieren – Einsparpotentiale in Haus und Wohnung
Bezeichnung
Seite
  Grußwort......................................................................................................................1
  1.Sanieren und Energiesparen als Geldanlage.........................................................4
1.1 Investition in die Zukunft.......................................................................................... 4
1.2 EU-Richtlinie............................................................................................................ 4
1.3 Energiesparaktion Hochtaunus................................................................................. 5
1.4 70 % weniger Energieverbrauch............................................................................... 5
1.5 Geld-zurück-Garantie............................................................................................... 5
  2.Ermittlung des Gebäude-Energiestandards...........................................................6
2.1 Energiekennzahl berechnen...................................................................................... 6
2.2 Gesetzliche Bestimmungen....................................................................................... 6
2.3 Nachrüstpflichten..................................................................................................... 6
  3.POWER - die Beratungsstelle in Bad Homburg v.d.Höhe...................................7
  4.Beratung........................................................................................................................8
4.1 Energiepass Hessen.................................................................................................. 8
4.2 „Vor-Ort-Beratung“ – Energiesparberatung................................................................ 8
4.3 Kosten und Förderung.............................................................................................. 8
  5.Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale....................................................9
5.1 Sanierung der Gebäudehülle................................................................................. 9
5.1.1Dämmung der Außenwand................................................................................... 9
Schimmel vermeiden
5.1.2Dämmung des Daches........................................................................................ 11
5.1.3Dämmung der Kellerdecke.................................................................................. 13
5.1.4Fenster und Rolladen........................................................................................... 16
5.2 Modernisierung der Haustechnik......................................................................... 17
5.2.1Energieträger und Heizanlagen............................................................................ 17
5.2.2Warmwasserbereitung......................................................................................... 22
  6.Sanierungsbeispiel....................................................................................................23
  7. Brandschutz...............................................................................................................25
  8.Förderprogramme auf Bundes-Ebene...................................................................26
  9.Förderprogramm der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe.........................................27
10.Weitere Infos und Adressen...................................................................................28
Branchenverzeichnis.............................................................................................. U 3
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1.
Sanieren und Energiesparen
schont Umwelt und Geldbeutel
Erfolgreich Sanieren - Sanieren und Energiesparen als Geldanlage
1.1 E nergiesparende Baumaßnahmen
sind eine Investition in die Zukunft
Die meisten Häuser in der Bundesrepublik wurden in einer Zeit gebaut, als Energieverbrauch
und Umwelt kein Thema waren. Sie verursachen
hohe Heizkosten, haben oft ein unbehagliches
Raumklima und belasten Umwelt und Geldbeutel.
Die meisten Hauseigentümer ahnen oft nicht,
wie leicht und rentabel sie mit den heutigen
Möglichkeiten das Wohnklima optimieren und
Heizkosten sparen könnten.
Private Haushalte verbrauchen knapp 30 Prozent der gesamten Endenergie. Davon entfallen
77 Prozent auf die Raumheizung und etwa 12
Prozent auf die Warmwasserbereitung.
Während bei Neubauten der durchschnittliche
Heizwärmebedarf heute deutlich unter 10 Liter
Heizöl (= 100 kWh) pro m² und Jahr liegt, verbraucht der durchschnittliche Altgebäudebestand
mehr als das Doppelte!
Voraussetzung für die sinnvolle und kostengünstige energetische Sanierung ist ein möglichst breites
Wissen über die verfügbaren Einspartechniken
und deren spezifische Wirksamkeit und Kosten.
Bei der Sanierung sollte noch genauer als beim
Neubau jedes Projekt individuell geprüft werden,
um ein energetisch und wirtschaftlich optimales
Ergebnis zu erreichen.
1.2 EU-Richtlinie zur Gebäude-EnergieEffizienz
Käufer oder Mieter erfahren heute oft wenig über
den Energiebedarf, wenn sie eine Immobilie erwerben oder beziehen. Ab voraussichtlich Ende
des Jahres 2006 sehen sie klarer, denn dann gilt
die neue EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz auch für kleinere Wohngebäude in
Deutschland. Bei jedem Nutzerwechsel oder
Verkauf einer Wohnung oder eines Gebäudes
muss dann ein Zertifikat über den Energiebedarf
vorliegen.
Energiepass Hessen
Schon jetzt gibt es den „Energiepass Hessen“,
der den Anforderungen der EU-Richtlinie entspricht. Der Pass stellt alle wichtigen Gebäudeteile hinsichtlich ihrer Energiekennwerte dar und
zeigt Defizite auf. Dieser Energiepass informiert
Verbraucher objektiv und zeigt Ihnen, wie die
Gebäude energietechnisch dastehen.
Außerdem kann künftig jeder Interessent den
Energiebedarf von Häusern bundesweit vergleichen; Mieter und Verbraucher können einfach
ablesen, ob sie mit eher „hohen“ oder „niedrigen“
Energiekosten rechnen müssen. Der Energiepass
ermöglicht den Vergleich verschiedener Objekte
und wird so maßgebliches Argument bei der
Wohnungs- oder Hauswahl. Schwachstellen
werden sichtbar, eine Modernisierung verbessert
die Vermarktungsmöglichkeit und macht sich
somit doppelt bezahlt.
Erfolgreich Sanieren - Sanieren und Energiesparen als Geldanlage
1.3 Energiesparaktion Hochtaunus
Seit dem Frühjahr 2005 bieten mehr als dreißig Energieberater 900 kostenlose Energiepässe
für Hauseigentümer in Bad Homburg und im
Hochtaunuskreis an. Die Städte Bad Homburg,
Oberursel, Friedrichsdorf, das Land Hessen, der
Hochtaunus­kreis, die beteiligten Betriebe der
Schornsteinfegerinnung, der Innung Sanitär, Heizung und Klima, sowie 15 weitere Partner tragen
den Aufwand der Aktion. Dadurch kann der „Energiepass Hessen“ kostenfrei abgegeben werden.
Der „Energiepass Hessen“ bietet Hauseigentümern eine gute Entscheidungsgrundlage, wenn
es um die Auswahl der richtigen Energiesparmaßnahmen geht. Er beantwortet die folgenden
Fragen:
• Wie hoch ist der Energieverbrauch meines
Hauses?
• Wieviel Energie kann ich insgesamt einsparen?
• Was sind die sinnvolle Maßnahmen in meinem
Fall, was bringt z. B. eine Außenwanddämmung, Dachdämmung, Kesselerneuerung oder
Solaranlage konkret?
• Was kosten die einzelnen Maßnahmen?
• Wie wirtschaftlich sind die Energiesparmaßnahmen?
Hauseigentümer können auf einem zweiseitigen
Fragebogen alle wichtigen Daten des Gebäudes
und der Heizung selbst eintragen. Dies sind „zwei
Stunden, die sich lohnen“.
Auf dieser Basis wird der „Energiepass“ berechnet
und ist kostenfrei.
Der Fragebogen ist erhältlich bei Schornsteinfegern, Heizungshandwerkern und Ingenieuren,
sowie bei der Beratungsstelle POWER in Bad
Homburg, Rathausplatz 1. Unter der Telefonnummer 06172100-6143 kann er angefordert werden.
Auch aus dem Internet ist er herunterladbar: www.
bad-homburg.de. Der „Energiepass Hessen“ wird
von zertifizierten Beratern berechnet, ausgestellt
und dem Hauseigentümer direkt zugesandt.
Wichtige Sanierungstipps
Eigentümern zeigen die in den Energiepass integrierten „Modernisierungs-Tipps“, welche Gebäudeteile Sanierungsbedarf haben, mit welchen
Sanierungsmaßnahmen die Energiekennwerte
entscheidend verbessert werden können und
mit welchen Kosten zu rechnen ist. Haus- und
Wohnungseigentümer erhalten wertvolle Informationen für das Instandsetzen und Modernisieren
sowie weitere wichtige Informationen für die Vermarktung und über den Wert von Objekten.
1.4 Bis zu 70% weniger Energieverbrauch
So können durch die richtige Kombination von
Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im
optimalen Fall Heizkosten und Energieverbrauch
um 60 – 70 Prozent reduziert werden. Im Vordergrund jeder Maßnahme stehen dabei die
angenehme Behaglichkeit und ein Wohlfühlklima
für alle Bewohner.
1.5 „Geld-zurück-Garantie“
Die Frage nach der Amortisation schließt die
danach beginnende Gewinnzone ein und zeigt,
dass Energiesparmaßnahmen durch die Heizkostenentlastung eine eingebaute „Geld-zurückGarantie“ haben.
Gerade vor dem Hintergrund der extrem gestiegenen Energiekosten und auch im Hinblick auf das
voraussichtlich deutlich reduzierte Einkommen
im Alter wird die Bedeutung der heute sinnvollen
Modernisierungsmaßnah­men zur späteren Heizkostenentlastung konsequent aufgezeigt. Die
beste Geldanlage ist Ihr modernisiertes Haus.
Durch wohlüberlegte Investitionen können erhebliche Energiekosten gespart werden. Rechnen Sie
doch mal, ob Ihr Geld ins Haus investiert nicht
viel mehr Nutzen abwirft als auf der Bank. Nutzen
Sie konsequent jede Erneuerungs- und Renovierungsmaßnahme auch für eine energetische
Verbesserung. Warten Sie mit der Modernisierung
nicht bis zum Ende der gesetzlichen Fristen.
Dann sind die Handwerksbetriebe überfordert
und können nur noch in Eile und unter Zeitdruck
arbeiten. Nein - machen Sie es gleich!
2.
Ermittlung des Gebäudeenergie­standards
Erfolgreich Sanieren - Ermittlung des Gebäude-Energiestandards
Der erste Schritt zu einer energetisch und ökonomisch sinnvollen Gebäude­sanierung ist die Ermittlung des Gebäudeenergiestandards. Richtwert
hierfür ist die so genannte Energiekenn­zahl, die
sich aus dem Jahresenergieverbrauch errechnet.
Der jährliche Energieverbrauch pro Quadratmeter
ist eine ähnliche Vergleichsgröße wie der Benzinverbrauch eines Autos pro 100 km.
2.1 Energiekennzahl selbst berechnen
Die Energiekennzahl kann leicht selbst berechnet
werden: Der Jahresheizenergieverbrauch wird
durch die beheizte Wohnfläche dividiert. Ist in
dem Energieverbrauch die Warmwasserbereitung
mit enthalten, so werden pauschal 1.000 kWh
für jede im Haushalt lebende Person vor der
Division abgezogen.
Der Energieverbrauch - am besten sind gemittelte Werte über die letzten Jahre - kann den
Rechnungen des Energieversorgers oder der
Heizkostenabrechnung entnommen werden. Bei
eigenen Ablesungen am Gaszähler oder an der
Messanzeige des Öltanks kann der Verbrauch
umgerechnet werden: 1 Liter Öl =~ 1 Kubikmeter Erdgas =~ 10 kWh. Vergleichen Sie nun Ihre
persönliche Energiekennzahl mit den Werten in
der Tabelle (siehe unten rechts):
Altbauten:
Doppelter Heizenergieverbrauch im
Vergleich zu Neubauten
Der durchschnittliche Heizenergieverbrauch pro
Quadratmeter Wohnfläche und Jahr beträgt im
Energiekennzahl
kWh / m2a
Bewertung
Gebäudetyp
  Bis 20
Optimal
Passivhaus
  20 -   50
Sehr gut
gutes Niedrigenergiehaus
  50 -   80
Gut
Energieeinsparverordnung ´02
  80 - 120
Befriedigend
Wärmeschutzverordnung ´95
120 - 160
Verbesserungswürdig
Wärmeschutzverordnung ´84
160 - 200
Mangelhaft
Sanierungsbedarf
Über 200
Ungenügend
dringender Sanierungsbedarf
Gebäudebestand zwischen 220 bis 280 kWh/m²
und Jahr, in „konventionellen“ Neubauten etwa
100 kWh/m² und in Niedrigenergiehäusern zwischen 30 und 70 kWh/m² und Jahr.
2.2 Gesetzliche Bestimmungen
Im Rahmen der Energieeinspar-Verordnung
(EnEV) hat der Gesetzgeber klare Regelungen
für den Neubau und den Wohnbaubestand vorgegeben. Diese gelten regelmäßig bei Neueinbau,
Austausch oder Änderung von Bauteilen (wie
Dach, Fassade, Fenster etc.) – also dann, wenn
ohnehin Baumaßnahmen durchgeführt werden.
Nach der Modernisierung sind bestimmte Mindestanforderungen einzuhalten.
Als Alternative wurde eine 40-Prozent-Regel eingeführt: Wenn das Gebäude insgesamt den zulässigen Jahresprimärenergiebedarf eines vergleichbaren Neubaus um nicht mehr als 40 Prozent
überschreitet, gelten die Bauteilanforderungen
insgesamt als erfüllt. Dies ist in einer ganzheitlichen Bilanzrechnung nachzuweisen und kann
in einem Energiebedarfsausweis dokumentiert
werden. Bei umfassenden Modernisierungen
empfiehlt sich das ohnehin.
2.3 Die wichtigsten Nachrüstpflichten
Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden, müssen bis zum 31. Dezember 2006 außer Betrieb genommen werden.
Wurde der Brenner des Heizkessels nach dem
1. Januar 1996 erneuert oder wurde der Kessel
anderweitig so ertüchtigt, dass er die geltenden
Abgasverlustgrenzwerte einhält, verlängert sich
die Austauschfrist bis zum 31. Dezember 2008.
Nicht gedämmte Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, die in unbeheizten Räumen (z. B.
dem Keller) liegen, müssen bis zum 31. Dezember 2006 nachträglich gedämmt werden. Nicht
begehbare aber zugängliche Geschossdecken
müssen bis zum 31. ­Dezember 2006 nachträglich
gedämmt werden.
Für selbst genutzte 1- und 2-Familienhäuser gelten
besondere Fristen. Hier muss spätestens zwei
Jahre nach Eigentümerwechsel „nachgerüstet“
werden.
POWER – die Beratungsstelle
in Bad Homburg v. d. Höhe
3.
POWER – die Beratungsstelle in Bad Homburg v. d. Höhe
Erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um die
Energie- und Wassereinsparung sollte die Beratungsstelle POWER sein, die von der Stadt Bad
Homburg und dem Hochtaunuskreis gemeinsam
betrieben wird. Der Name POWER für die Beratungseinrichtung steht für unser Programm:
Partnerschaft Oekologisches Bauen (und Handeln), Wasser und Abwasser (sachgerechter
Umgang mit Wasser, von der Regentonne
bis zur Zisterne, von der Entsiegelung bis zur
Versickerung), Energie, Ressourcenschonung/
Schutz, durch Beratung und Information, gut
beratene und zufriedene Kunden sind unser Ziel.
So finden Sie uns: Rathaus Bad Homburg, Rathausplatz 1, 61343 Bad Homburg v. d. Höhe.
Herr Nörpel-Schempp, Ihr Berater, steht persönlich für alle Fragen rund um das Energie- und
Wassersparen zur Verfügung. Außerdem hält
POWER viele Broschüren und andere Informations­
materialien zu vielen Themenbereiche bereit
und bietet zusätzlich noch eine kleine Fachbib­
lio­thek. An den Mittwochnachmittagen in der
Zeit von 14.00 bis 17.00 Uhr gibt es zusätzlich
Unterstützung von einem Fachingenieur der
Verbraucherzentrale Hessen unterstützt; diese
Beratung wird ebenfalls kostenlos angeboten und
wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Arbeit gefördert.
Zu folgenden Öffnungszeiten sind wir für Sie da:
Montag, Mittwoch, Freitag:
Mittwoch-Nachmittag:
Uhr 08.30 – 13.00
Uhr 14.00 – 17.00 (bitte anmelden)
von 17.00 – 18.00 (nur nach Vereinbarung)
Zu erreichen sind wir auch unter folgenden Verbindungen:
Tel.: 06172/100-6143
Fax: 06172/100-6182
E-Mail: [email protected]
4.
Beratung und Förderung
Erfolgreich Sanieren - Beratung und Förderung
Wer sich entschließt, zur Tat zu schreiten, wird
in seinem Vorhaben, Energie zu sparen, nicht nur
von der Stadt Bad Homburg, sondern auch dem
Land Hessen und vom Bund unterstützt.
Hilfen und Zuschüsse gibt es schon bei der Beratung:
4.1 Energiepass Hessen
Durch die „Energiesparaktion Hochtaunus“ wird
seit Frühjahr 2005 die Berechnung eines Energiebedarfausweises, des Energiepasses Hessen als
erstes Beratungsinstrument mit 75,– € je Pass gefördert. Durch den Energiepass erhalten Sie eine
erste umfassende Betrachtung Ihres Gebäudes,
die erste wesentliche Aussagen über den Zustand des Gebäudes und auch erste Hinweise für
Maßnahmen gibt (s. u.). Wenn durch die Berechnungen des Energie­passes wesentliche Defizite
aufgedeckt werden und weitere Details zu klären
sind, sollte der nächste Schritt die Nutzung der
„Energiesparberatung vor Ort“ sein.
4.2 Energiesparberatung vor Ort
Kostenübersicht
Vor-Ort-Beratung
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt Hauseigentümer an dieser
Stelle mit einem Förderprogramm „Vor-Ort-Beratung“: Ein unabhängiger, staatlich anerkannter
Ingenieur nimmt das Gebäude vor Ort in Augenschein und ermittelt dessen Kenndaten und
Schwachstellen. Anschließend wird das Gebäude
in seinem Energieverbrauch umfassend berechnet
und, darauf aufbauend, ein individuelles Konzept
zur Verringerung des Energieverbrauchs erstellt.
Zu diesem Konzept gehört neben der Maßnah-
Objekttyp
Wohneinheiten
Bundes
zuschuss
Eigenanteil (€)
Gesamt (€)
inkl. Mwst.
A
EFH/ZFH
300,-
300,-
600,-
B
bis    6 WE
320,-
450,-
770,-
C
bis   15 WE
340,-
700,-
1.040,-
D
bis   30 WE
360,-
1.050,-
1.410,-
E
bis   60 WE
380,-
1.400,-
1.780,-
F
bis 120 WE
400,-
1.750,-
2.150,-
(unverbindliche Honorarempfehlungen)
menbeschreibung auch eine Kostenschätzung
mit seriöser Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Das
Ganze mündet in einen umfassenden Beratungsbericht, der Ihnen in einem abschließenden
Beratungsgespräch ausführlich erklärt wird.
4.3 Kosten und Förderung
Diese detaillierte und arbeitsaufwändige Beratung
gibt es natürlich nicht umsonst. Da aber auch der
Bund Interesse an einer sparsamen Energieverwendung hat, beteiligt sich der Staat - übrigens
schon seit vielen Jahren - mit einem Zuschuss an
den Beratungskosten. Ihr Kostenanteil als Beratungsempfänger richtet sich nach der Anzahl der
im Gebäude vorhandenen Wohneinheiten, die
Beantragung des Zuschusses erfolgt durch den
Energieberater (siehe Tabelle unten links).
Förderbedingung ist, dass die Baugenehmigung
für Ihr Wohngebäude vor dem 01.01.1984 (in den
neuen Bundesländern vor dem 01.01.1989) erteilt
wurde und das Wohngebäude überwiegend zu
Wohnzwecken genutzt wird. Bitte beachten Sie:
Die angegebenen Beratungskosten sind unverbindlich und verstehen sich als Honorarempfehlung. Sie
gelten für Standardwohngebäude ohne besondere
Anforderungen, zuzüglich eventuell anfallender
Fahrtkosten. Regionale Preisunterschiede sind
durchaus möglich. Änderungen in der Höhe der
Förderung und im Verfahren sind angekündigt.
Maßnahmenförderung
- Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet
gleich mehrere zinsgünstige Darlehen und Förderprogramme an, unter anderem das Programm
zur Kohlendioxid-Gebäudesanierung – ein
Kompaktpaket aus Heizungsmodernisierung,
Wärmedämmung und Fenstererneuerung – und
das Programm zur Kohlendioxid-Minderung,
das gezielte Einzelmaßnahmen fördert; nähere
Informationen unter dem Punkt 9.
- Die Stadt Bad Homburg unterstützt Sie bei Ihren
Energieeinsparmaßnahmen rund um Ihr Wohngebäude mit einem eigenen Förderprogramm;
nähere Informationen unter dem Punkt 10.
Weitere Informationen zu den vorgenannten
Förderungen und zu allen Fragen zu dem Thema
Energiesparen erhalten Sie in der Beratungsstelle
POWER im Rathaus.
Sanierungsmassnahmen
und Einsparpotentiale
5.
Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Sanierung der Gebäudehülle
5.1 Sanierung der Gebäudehülle
5.1.1 Dämmung der Außenwand
Dach, Fassade und Fenster sind meist die ersten
Ansatzpunkte, wenn es um die energetische
Sanierung geht. Dabei gibt es je nach Baujahr
einer Immobilie notorische Schwachpunkte, die
erhebliche Auswirkungen auf den Energieverbrauch und das Raumklima haben:
Gründerzeit (1890 – 1930er): An Fenstern und
Balkonen rostender Stahl (nicht immer sichtbar),
morsches Holz; Schallschutz und Wärmedämmung mangelhaft; Schimmelpilz oder Schädlingsbefall (Holzbock, Mauerschwamm); Hohlstellen
unter dem Putz (Fassade und innen).
50er-Jahre: Baumaterialien manchmal minderwertig; Wärme- und Schallschutz schlecht; Schäden
an Fassade und Dach.
60er-Jahre: Wärmeschutz unzureichend und
viele Wärmebrücken; Schäden an Balkonen und
vorgehängten Fassaden.
bauteile und Fugenmassen abgedichtet werden.
Nach 30 bis 50 Jahren sind Dacheindeckungen
und Dachanschlüsse, Außenwandputz und –bekleidung zu erneuern. Bei diesen Maßnahmen
sollten und müssen auch die energetischen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Denn
viele Energie-Sanierungsmaßnahmen sind für
sich allein betrachtet aufwendig, kostspielig und
unwirtschaftlich, aber äußerst lohnend, wenn
sowieso bauliche Sanierungen anstehen und
durchgeführt werden sollen.
Aus alt und zugig mach schön und
behaglich
Eine gute Wärmedämmung spart nicht nur Energie,
sondern sorgt in erster Linie für ein behagliches
Raumklima und körperliches Wohlbefinden,
indem im Winter die Kälte draußen bleibt und
im Sommer möglichst wenig Hitze durch Dach
oder Wand dringt. Nebenbei bewahrt sie aber
auch die Baukonstruktion vor extremen Temperaturschwankungen und Feuchteeinwirkungen mit
den damit verbundenen Folgeschäden.
Optimale Dämmung für Ihr Haus
70er-Jahre: Wärmedämmputzfassaden von
schlechter Qualität; elastische Fugen spröde.
Dabei funktionieren die heute ­ marktüblichen
Dämmungen nach dem Prinzip einer in hohem Maße wärmedämmenden Struktur, die
Platz lässt für Luft oder Gaseinschlüsse.
80/90er-Jahre: Haus bei Dachausbauten undicht;
Unterspannbahnen nicht UV-beständig (Folie
zerstört, Feuchtigkeit dringt in Dämmwolle),
Blasenbildung und Ablösung von Anstrichen.
Es gibt anorganische und organische Dämmstoffe,
wobei sich die organischen noch in künstliche wie
zum Beispiel Polyurethan-Hartschaum (PUR) und
natürliche Stoffe wie Holzwolle untergliedern.
Dämmstoffe haben ein geringes Gewicht, dadurch aber gleichzeitig auch eine relativ geringe
Wärmespeicherfähigkeit.
Gebäude als Ganzes betrachten
In regelmäßigen Abständen ­sanieren
Jedes Haus hat seine eigene Geschichte. Für jedes
Gebäude gilt, dass alle 5 bis 15 Jahre die Außenanstriche an den Fassaden erneuert werden sollten.
Alle 15 bis 30 Jahre erneuerungsbedürftig sind
Plattenverkleidungen, außerdem sollten Außen-
Doch bei allen bauphysikalischen Details darf
das Gebäude als Ganzes nicht aus den Augen
verloren werden. Neben den tragenden Wänden
und dem Dach treten noch weitere Bauteile in
Kontakt mit der Außenluft: Die erdberührten
Bauteile, die Geschossdecken im Bereich von
Auflagern und Einschnitten, wie zum Beispiel bei
einer Loggia. Und natürlich Fenster, Rolladenkästen oder Türen. Der beste Wärmeschutz ist dabei
eine konstruktive thermische Trennung, sprich:
Durchbrüche durch die Wand sollten vermieden
werden. Was bei einem vorgehängten Balkon
Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Sanierung der Gebäudehülle
oder beim außen angebrachten Rollladenkasten
kein Problem ist, lässt sich bei anderen Bauteilen
gar nicht oder nur mit großem Aufwand und
höchster handwerklicher Sorgfalt erreichen.
Selbst Innenbauteile benötigen eine Dämmung,
nämlich dann, wenn sie an Räume angrenzen,
zu denen ein starkes Temperaturgefälle besteht.
Neben Energieverlusten drohen bei einer Auskühlung von Bauteilen die gefürchteten Wärmebrücken und in deren Folge Feuchtigkeitsbildung,
Stockflecken und Schimmelbefall.
Keller richtig dämmen
Beheizte Keller müssen wärmegedämmt sein, das
verlangt die neue Energie-Einsparverordnung
(EnEV). Das spart nicht nur Heizenergie, die höheren Oberflächentemperaturen der Wände und
Kellersohle sorgen zusätzlich für Behaglichkeit
und verhindern Schwitzwasser. Auf die Dämmung
der Kelleraußenwände und -böden zu verzichten,
kann fatale Folgen haben, denn: Wie auf einem
kalten Glas kann sich auch auf kalten Bauteilen die
Luftfeuchtigkeit niederschlagen. Schimmelpilze
setzen sich fest, es entsteht der typisch modrige
Geruch schimmelsporenbelasteter Raumluft.
Als Wärmedämmung genügt bei Kalksandsteinund Betonwänden bereits eine ca. 8 - 10 cm
dicke Perimeterdämmung. Das gleiche gilt für die
Kellersohle. Kellerwände aus wärmedämmenden
Leichtbetonsteinen oder Wärmedämmziegeln
kommen zwar ohne weitere Dämmung aus,
sollten aber eine ca. 6 - 8 cm dicke Perimeterdämmung als Schutz der Kellerabdichtung erhalten.
Außenhülle richtig dämmen
Die Außenhülle des Hauses ist dem Wetter
schutzlos ausgesetzt. Klar, dass hier im Laufe
der Zeit die Farben verblassen und der Putz
spröde und schmutzig wird. Wer denkt, mit ein
paar Eimern Farbe und einigen Säcken Außenputz
sie das Problem gelöst, hat auf Jahrzehnte hinaus
die Chance einer dauerhaften energiesparenden
Lösung verspielt. Sanieren Sie gleich richtig – und
verpassen Sie Ihrer alten Fassade eine Wärmedämmung!
30 % weniger Heizkosten
Die Energieeinsparverordnung zwingt Sie zudem
zum nachträglichen Dämmen, wenn Sie den
­Außenputz erneuern. Dies ist auch der sinnvollste
10
Zeitpunkt, denn wenn das Gerüst sowieso steht
und die Handwerker vor Ort sind, machen die
Mehrkosten für die Maßnahmen zur Wärmedämmung meist nur noch einen kleinen Teil der
Gesamtkosten aus.
Aber auch, wenn die Fassadenoberfläche noch
ganz passabel aussieht, sollten Sie prüfen, ob
es sich nicht doch lohnt, an der ungedämmten
Außenhaut einen Wärmeschutz anzubringen. Mit
einem Wärmemantel für das Haus senken Sie
Ihre jährliche Heizkosten um sage und schreibe
bis zu 30 Prozent. Warm „einpacken“ können
Sie Ihr Haus auf verschiedene Weise. Beim Wärmedämmverbundsystem werden beispielsweise Dämmstoffplatten mit Hilfe eines speziellen
Klebemörtels direkt auf den Außenputz geklebt.
Darüber wird eine Armierungsschicht fixiert, die
Temperaturschwankungen ausgleicht und als
Grundlage für den Außenputz dient.
Hochwirksam: Die Vorhang­fassade
Eine andere nachträgliche Dämmmöglichkeit
ist die Vorhangfassade. Durch die konstruktive
Trennung der Funktionen Wärmeschutz und Witterungsschutz ist sie ein hochwirksames System.
Auf eine Vorbehandlung der renovierungsbedürftigen Wand kann meistens verzichtet werden.
Bei der vorgehängten Fassade wird von außen
nach innen unterschieden in: die Bekleidung
(Wetterschale), die Hinterlüftung (Luftschicht),
die Wärmedämmung und die an der Hauswand
verankerte Unterkonstruktion (Latten- oder Metallkonstruktion).
Die Dämmschicht wird so in die Unterkonstruktion eingebracht, dass zwischen Dämmung und
Außenhaut ein 2 bis 4 cm breiter Luftraum bleibt.
Dieser Spalt genügt, um Feuchtigkeit schnell
abtrocknen zu lassen oder abzuführen. Lüftungsschlitze an den Ober- und Unterseiten der
Vorhangfassade begünstigen diesen Effekt. Die
VHF hat zwei Vorteile: Sie ist schnell montiert
und hält lange, in der Regel mehr als 30 Jahre.
Einige Experten sprechen vom „System mit der
geringsten Schadenshäufigkeit“. Grundsätzlich
eignet sich die vorgehängte hinterlüftete Fassaden
für jeden Sanierungstyp. Die Unterkonstruktion
(Holz oder Aluminium) kann an jeder Wand
befestigt werden, auch an solchen, die als nur
schwach belastbar eingeschätzt werden.
Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Sanierung der Gebäudehülle
Allerdings ist die VHF teurer als ein WärmedämmVerbundsystem.
Bei der Wahl des Dämmverfahrens, des Dämmmaterials und der Dicke des Wärmeschutz-Mantels raten wir Ihnen, sich zur Erstberatung an die
Beratungsstelle POWER im Rathaus zu wenden,
die Ihnen wichtige Tipps für die weitere Ausführungsplanung durch die Handwerker und
Unternehmer geben kann.
Innendämmung
Bei denkmalgeschützten Fassaden darf häufig
keine Dämmung von außen angebracht werden.
Als einzige Möglichkeit bleibt damit nur die Dämmung von innen. Wichtig ist hier das sorgfältige
Anbringen einer Dampfsperre, um Feuchteschäden zu vermeiden. Aus diesem Grund sollte die
Innendämmung nur von Fachleuten ausgeführt
werden.
Gebäudedichtigkeit und Schimmel­
pilzbildung
Häufig wird nach Gebäudesanierungen an
Altbauten, insbesondere nach dem Austausch
undichter Fenster eine verstärkte Schimmelbildung – insbesondere im Bereich von Wärmebrücken – beobachtet, was die Skepsis gegen
Wärmedämmmaßnahmen natürlich erhöht. Diese
Schimmelbildung beruht darauf, dass vor der
Sanierung feuchte Luft durch undichte Stellen
abziehen konnte und nun dieser Weg versperrt
ist. Abhilfe schafft einerseits ein angepasstes
Lüftungsmanagement – je nach Raumnutzung
und Personenzahl mehrmals am Tag Stoßlüften,
d. h. wenige Minuten die Fenster weit öffnen,
nicht kippen! – und andererseits wäre sicher eine
entsprechende Außendämmung des Gebäudes
die sinnvollste Maßnahme.
5.1.2 Dämmung des Daches
Neben der Dämmung der Außenwand bietet
auch die nachträgliche Dachdämmung erhebliches Energieeinsparpotential. Zudem ist in der
Energieeinsparverordnung vorgegeben, dass beim
Dachauf- oder -umbau und bei einer neuen
Dacheindeckung ein U-Wert von 0,3 W/m²K
einzuhalten ist. Hierzu gibt es verschiedene
Möglichkeiten.
Dächer von „außen“ dämmen
Am besten wird die Dämmschicht als Außen­haut
rund um das Gebäude angebracht – etwa als
Wärmedämmfassade oder im Dachbereich als
Aufsparrendämmung. Hier bildet die Dämmschicht eine durchgehende Ebene direkt unter
der Dacheindeckung.
Dafür gibt es spezielle Systeme aus HartschaumPlatten und -Formelemen­ten sowie aus Mineralwolle. Neu auf dem Markt sind umweltfreundliche Holzweichfasermatten, die neben dem
winterlichen auch einen sehr guten sommerlichen
Wärmeschutz aufweisen.
Innendämmung fürs Dach
Die Innendämmung ist vor allem zur Komplettierung des Wärmeschutzes beim Dachausbau
sinnvoll. Die Dämmung zwischen den Sparren
ist dabei das am häufigsten ausgeführte Dachdämmverfahren. Da hier die Dämmstoffstärke
oft durch die Sparrentiefe begrenzt wird, sollte
eine Zwischensparrendämmung mit einer Dämmung unter den Sparren kombiniert werden. Die
Sparren bilden sonst Wärmebrücken, die den
Wärmeschutz verschlechtern.
Um die erforderlichen Dämmstoffstärken zu
erreichen, wird zunehmend die Vollsparrendämmung eingesetzt. Hierbei
wird die gesamte Sparrentiefe mit Dämmstoff verfüllt.
Als Dämmstoffe werden
hauptsächlich Mineralwolle, Zellulose und auch Hanf
eingesetzt.
Dämmt man Dachräume auf
der Innenseite, entsteht ein
Problem: Gelangt warme Luft
aus dem Wohnraum in den
Bereich hinter der Dämmung,
kühlt sie ab und es kommt
zur Tauwasserbildung. Die
allmähliche Durchfeuchtung
des Bau­körpers und der
Dämmschicht sind die Folge. Diesem Effekt begegnet
man durch den Einbau einer
Dampfbremse, die zwischen
Dämmung und raum­seitiger
Verkleidung angebracht werden muss.
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Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Sanierung der Gebäudehülle
Perfekte Dämmung nur bei professio­
neller Ausführung
Ein Grund für hohe Wärmeverluste durch das
Dach sowie Bauschäden in diesem Bereich ist
häufig eine zu dünne und schlecht ausgeführte
Dämmung. Bei Altbauten ist die Dämmung oftmals zusammengesackt und lückenhaft, sodass
zum Teil nur 50 Prozent der ursprünglichen
Dämmstoffdicke vorhanden ist. Eine schlechte
Dachdämmung führt dazu, dass der Dachraum
im Sommer überhitzt und im Winter unbehaglich
kalt ist. Außerdem kann es durch Kältebrücken
und durch Kondenswasserbildung in deren Folge
zu erheblichen Bauschäden kommen. Deshalb ist
es sehr ratsam, auch die Dachdämmung durch
einen Fachbetrieb ausführen zu lassen.
Nachrüstpflicht
Ist der Dachraum nicht ausgebaut und nicht
begehbar, besteht seit Einführung der EnergieEinspar-Verordnung (EnEV) eine Nachrüstverpflichtung. Liegt der U-Wert über 0,30 W/m²K,
muss die oberste Geschossdecke bis spätestens
zum 31. Dezember 2006 gedämmt werden.
Diese Verpflichtung besteht nicht bei Häusern mit
bis zu zwei Wohnungen, sofern eine der Wohnungen vom Eigentümer selbst bewohnt wird. In
diesem Fall muss nur im Falle eines Eigentümerwechsels nachträglich gedämmt werden.
Die Dämmstoffdicke richtet sich häufig nach
der vorhandenen Raumhöhe im Keller und der
verbleibenden Höhe von Fenster- und Türstürzen.
Wenn möglich, sollten 8 bis 10 cm Dämmstoff
eingeplant werden. Installationsleitungen (z. B.
Wasser, Heizung, Elektro) bedürfen einer besonderen Beachtung. Deckenleuchten müssen
eventuell neu befestigt und deren Anschlüsse
verlängert werden.
Unterkonstruktion bei Kappen- oder
Gewölbedecken
Es besteht auch die Möglichkeit, erst eine Unter­
konstruktion mit Verkleidung einzubauen und
nachträglich den Hohlraum mit Dämmstoff ausblasen zu lassen. Dieses Verfahren bietet sich
bei Kellerdecken mit ungerader oder unebener
Unterseite (Kappen- oder Gewölbedecken) an.
Perimeterdämmung
Wird eine Kellerdeckendämmung zusammen
mit einer Außenwanddämmung durchgeführt,
so sollte die Außenwanddämmung bis unter das
Kellerdeckenniveau heruntergezogen werden
(sog. Perimeterdämmung mit wasserabweisenden
Platten), um Wärmebrücken zu vermeiden. Insbesondere bei durchgehenden Kellerdecken aus
Beton besteht aufgrund des Wärmebrückeneffekts
ansonsten die Gefahr von Bauschäden und Schimmelbildung in angrenzenden Räumen.
5.1.3 Dämmung Kellerdecke
Gedämmte Kellerdecken erhöhen die
Wohnqualität
Spätestens beim Spielen mit Kleinkindern auf
dem Wohnzimmerfußboden fällt in schlecht
gedämmten Gebäuden die Fußkälte auf. Weil
die Kellerdecke häufig gar nicht oder nur gering
gegenüber dem nicht beheizten Keller gedämmt
ist, einstehen relativ niedrige Temperaturen an
der Fußbodenoberfläche.
Thermografie: Vor der Sanierung
So dämmen Sie Ihren Keller richtig
Eine Kellerdeckendämmung kann hier Abhilfe
schaffen. Die einfachste Art der nachträglichen
Wärmedämmung von ebenen Massivdecken ist
das Ankleben oder Andübeln von Styroporplatten
an der Deckenunterseite.
nach der Sanierung
13
14
15
Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Sanierung der Gebäudehülle
5.1.4 Fenster und Rollläden
So reduzieren Sie Wärmeverluste
Besonders hohe Wärmeverluste treten an den
Fenstern auf. So strömt beispielsweise durch
einfach verglaste Fenster nahezu doppelt so viel
Wärme nach außen wie durch zweifach verglaste
Fenster. Aber auch die Fensterrahmen und die
Profile sind oft mangelhaft gedämmt oder auch
fehlerhaft eingebaut.
Im Verhältnis zu den Investitionskosten ist der
Einbau moderner Fenster die effizienteste Methode, Energie zu sparen. Heute gibt es komfortable
und intelligente Lösungen, die Wärmeverluste um
einiges zu reduzieren. Neben der Qualität des
Glases spielen auch die Konstruktion der Rahmen
und der Einbau der Fenster eine wichtige Rolle
bei der Einsparung von Heizenergie.
Dabei ist das Gesamtfenster zu betrachten und
nicht nur die Verglasung. Die Rahmenkonstruktion hat einen wesentlichen Einfluss auf die
Wärmedämmung. Um eine hohe Dämmung zu
erzielen, ist es wichtig, den Fensterrahmen mit
der Wärmedämmung der angrenzenden Wand
abzudecken. Ferner ist auf eine gute Abdichtung
der Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk zu
achten. Hier ist wesentlich, dass sie von außen
luft- und wasserdicht ist. Als Rahmenmaterialen
werden Kunststoff, Holz und Aluminium verwendet. Kunststoff und Holz zeichnet sich durch
gute Wärmedämmeigenschaften und eine geringe
Wärmedehnung aus, Aluminiumkonstruktionen
müssen dagegen eine gute Zusatzisolierung haben
(zweischichtig, mit thermischer Trennung der
Innen- u. Außenschale).
g- und U-Werte:
Die Energiespar-Kennzahlen
Zu beachten sind beim Kauf von Fenstern die
g- und U-Werte: Der g-Wert misst den Energiedurchlass von außen nach innen in Prozent. Je
höher der g-Wert liegt, desto mehr Sonneneinstrahlung wird über die Verglasung als Strahlungswärme nach innen abgegeben. Ein hoher
g-Wert bedeutet hohen Wärmegewinn. Für ein
ideal strahlungsdurchlässiges Fenster beträgt der
g-Wert 1,00 oder 100 %. Bei Normalglas liegen
die Werte bei 0,7 bis 0,9.
Mit der Messung des U-Wertes wird der Wärmeverlust von innen nach außen bestimmt, und
zwar pro m² und Stunde bei 1 °C Temperaturunterschied. Leitfähige Werkstoffe (Metalle) haben
einen ungünstigeren, d. h. höheren U-Wert als
isolierende. Mit anderen Worten:
-> Je niedriger der U-Wert, umso geringer der
Wärmeverlust.
-> Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung.
-> Je besser die Fenster, desto weniger Geld
verheizen sie.
Schwachstelle Roll­
ladenkästen
Eine weitere Schwachstelle in der Außenwand stellen die Rollladenkästen
dar. Hier können durch
den nachträglichen Einbau von Dämmstoffen
Energieverluste reduziert
und Zugluft ins Rauminnere vermieden werden.
Schema:
Rolllädenkästen richtig
nachgedämmt.
16
Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Modernisierung der Haustechnik
5.2 Modernisierung der Haustechnik
Neben der Sanierung der Gebäudehülle können
auch durch die Modernisierung der Haustechnik
erhebliche Einspareffekte erzielt werden.
Heizung sanieren und Geld sparen
Die Kosteneffizienz von Haustechnikmaßnahmen
hängt sehr stark von der individuellen Einbindung in das Gesamtkonzept ab. Die Sanierung
alter Heizanlagen führt fast immer zu deutlichen
Einsparungen von 10 bis 30 Prozent. Die Verbesserung von Regelungen kann Effekte von fünf bis
zehn Prozent (in Einzelfällen bis 20 Prozent) Einsparung bringen, ist aber allein nicht ausreichend
für effiziente Verbesserungen. Lüftungsanlagen
mit oder ohne Wärmerückgewinnung reduzieren den Energieverbrauch und gewährleisten
eine hervorragende Raumlufthygiene. Ebenso
entschärfen oder vermeiden sie das Problem der
Schimmelpilzbildung.
Heizkessel – Klare gesetzliche Rege­
lungen für die Nachrüstung
Mit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung
(EnEV) sind die Nachrüstpflichten für den Hauseigentümer genau geregelt. So schreibt die EnEV
vor, dass Heizkessel, die vor dem 1. Oktober
1978 eingebaut
wurden, bis zum
31. Dezember
2005 außer Betrieb genommen
werden müssen.
Wurde der Brenner des Heizkessels nach dem
1. Januar 1996
erneuert oder
wurde der Kessel anderweitig
so ertüchtigt,
dass er die geltenden Abgasverlustwerte einhält, verlängert sich die Austauschfrist bis zum 31. Dezember 2008. Werden
Ein- und Zweifamilienhäuser vom Eigentümer
selbst bewohnt, gelten die Anforderungen nur
bei Eigentümerwechsel. In diesem Fall muss spätestens zwei Jahre nach dem Eigentümerwechsel
nachgerüstet werden.
5.2.1 Energieträger und Heiz­anlagen
Im Zuge der Sanierung der Heizungs­anlage kann
auch ein Wechsel von Heizöl zu Erdgas oder zu
einem ande­ren Energieträger wie z. B. Sonnen­
energie, Holz oder Erdwärme aus ökologischer
und ökonomischer Sicht sinnvoll sein.
Heiz-Öl und Ölheizungsanlagen
Gerade in älteren Gebäuden finden sich oft
Ölheizungsanlagen. Diese zumeist älteren Anlagen sind meist überdimensioniert, arbeiten
mit zu hohen Heiztemperaturen und mit einem
schlechten Wirkungsgrad in Folge zu hoher Abstrahl- und Stillstandsverluste. Eine Sanierung
lohnt sich in vielen Fällen. Durch die verbesserte Verbrennungstechnik gelangen kaum noch
Schadstoffe in die Umgebung. Nach dem Einbau
eines neuen Heizkessels kann der Wirkungsgrad,
je nach Anlagekonzept, um über 20 Prozent
erhöht werden.
Eine Sanierung umfasst im Normalfall den Ersatz des alten Heizkessels, des Ölbrenners und
eventuell der Warmwasserwärmung. Auch der
Kamin ist im Normalfall infolge der Sanierung
der Anlage und den dadurch veränderten Betriebsbedingungen anzupassen, i. d. R. durch
Einbau eines Edelstahlrohres. Als Ersatz für die
alte Brenner- und Kesselanlage stehen moderne,
energiesparende Öl-Niedertemperaturkessel oder
die Geräte mit der neueren Öl-Brennwerttechnik
zur Verfügung.
Erdgas und Erdgasheizungen
Bad Homburg hat ein sehr gut ausgebautes Erdgasnetz, das in weiten Teilen von den Stadtwerken
betrieben und immer weiter ausgebaut wird.
Erdgas ist eine sichere, komfortable und kostengünstige Energie. Eine Kosten-Nutzen-Analyse
im Vergleich zu einer mit Öl betriebenen Anlage
hängt sehr stark von den jeweiligen Anbieterpreisen ab und ist daher für jeden Einzelfall gesondert
zu berechnen. Aus ökologischer Sicht ist als wesentlicher Pluspunkt die umweltfreundliche und
schadstoffarme Verbrennung hervorzuheben.
Elektrischer Strom und Stromhei­
zungen
Zwar sind die anfänglichen Investitionskosten bei
Nachtstromheizungen niedriger als bei anderen
Heizungssystemen. Die hohen Verbrauchskosten
17
Sanieren und Modernisieren des Wellnessbereiches
Ihr Schwimmbad ist mittlerweile aufgrund natürlicher Erosionsprozesse und
Materialermüdung sanierungsbedürftig ?
Einige Fliesen des Pools sind defekt und die entstandene Risse haben zu Undichtigkeiten
geführt. Die Fliesenflächen sind nicht mehr vollständig zu reinigen, Kalk und Schimmel
setzen sich hartnäckig fest und erzeugen ein unhygienisches, unansehnliches Ambiente.
Eine wirtschaftliche, kostengünstige und zuverlässige Lösung Ihres Problems ist die
Schwimmbadsanierung mit einer neuen Poolauskleidung. Gleichzeitig kann man durch
Installation einer Abdeckung, einer modernen Klimatechnik und insgesamt einer zeitgemäßen Isolation des Beckens sowie der gesamten Schwimmhalle viel Energie und
Geld sparen.
Erwiesenermaßen fördert Schwimmen die Fitness bis ins hohe Alter. Außer der Freude am
eigenen Pool holen Sie sich durch den Bau eines Gartenbades Gesundheit und Erholung
nach Hause. Bei der Sanierung eines bestehenden Freibades findet man meist eine solide
Bausubstanz vor, die mit wenig Umbauaufwand auf modernen Standard gebracht werden
kann.
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Übrigens: Ein privates Schwimmbad kann auch chlorfrei, hygienisch unbedenklich,
betrieben werden.
Die Nutzung freigewordener Kellerräume als Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und
Whirlpool steigert die Lebensqualität. In jedem beliebigen Raum kann auf einfache Weise
eine Sauna eingebaut werden.
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Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Modernisierung der Haustechnik
heben diesen Kostenvorteil jedoch schnell wieder
auf. Hinzu kommt, dass diese Anlagen auch aus
ökologischer Sicht nicht empfehlenswert sind
und deshalb ausgetauscht werden sollten. Denn
jede kW-Stunde verbraucht mit ca. 3 kWh Primärenergie fast dreimal soviel wie eine moderne
Öl- oder Erdgasheizung.
Holzpellet-Heizung
Seit wenigen Jahren haben sich einige neue
Techniken am Markt etabliert. Eine ökonomisch
und ökologisch sinnvolle Alternative zu den
o. g. stellen nachwachsende Energieträger dar,
insbesondere Holz, das in verschiedenen Verarbeitungsformen verwendet werden kann. Inzwischen bewährt haben sich sog. Holz-PelletHeizungsanlagen, die mit (Holz-) Pellets, kleinen
Presslingen, hergestellt aus gepresstem Sägemehl
ohne Zusatzstoffe, betrieben werden. Eine solche Anlage entspricht einer Holzheizung mit
dem Bedienungs- und Heizungskomfort eines
Niedertemperatur- oder Brennwert-Heizkessels.
Holzpellets
Den günstigen Betriebskoten, derzeit etwa 20
– 30 % unter den Kosten für Öl und Erdgas, stehen
derzeit noch die relativ hohen Investitionskosten
gegenüber. Unter Umständen sind Förderungen
über ein Bundesprogramm möglich.
Heizen mit der Kraft der Sonne
Immer häufiger werden auch solarthermische
Anlagen, die bisher hauptsächlich zur Warmwasserbereitung genutzt werden (s. u.), zur Unterstützung der Heizungsanlage genutzt. Neue
technische Entwicklungen eröffnen dieser
Kombination auch in
unseren Breiten immer
bessere Chancen.
Eine weitere Möglichkeit
zur Nutzung der Sonnenenergie sind Photovoltaikanlagen. Hier
wird Sonnenenergie
direkt in elektrische Energie umgewandelt. Der
so erzeugte Strom ist aber aufgrund technischer
Gegebenheiten kaum direkt im eigenen Haushalt
zu nutzen, den Strom sollten Sie statt dessen
vollständig ins Stromnetz einspeisen. Sie erhalten
hierfür von den Stromversorgern eine gesetzlich
vorgeschriebene Einspeisevergütung.
Wärmepumpen
Technisch ausgereift ist inzwischen auch die
Technik der sog. Wärmepumpen. Sie setzt die
Wärme des Bodens, des Wassers oder der Luft,
z. B. die Abwärme der Heizung, zur Wassererwärmung oder auch Heizung ein. Dazu wird
Umgebungswärme über einen Wärmetauscher,
z. B. ein langes Rohrsystem, von einem flüssigen
Medium (Wärmeträger) aufgenommen und über
eine Pumpe an die Stelle des Bedarfs gebracht
und dort abgegeben. Eine Voraussetzung für
die wirtschaftlich sinnvolle Nutzung ist eine
Wand- oder Fußbodenheizung mit integrierter
Warmwassererzeugung.
Der Energieverbrauch von Wärmepumpen ist
grundsätzlich zwar gering, ist aber nur dann gering genug und wirtschaftlich sinnvoll, wenn die
sog. Jahresarbeitszahl a > = 4 ist. Das bedeutet,
dass nur rund ein Drittel der für die Umwälzung
mit der Pumpe erforderlichen elektrischen Energie
aus dem öffentlichen Netz kommt, der Rest wird
selbst erzeugt.
Warmwasser-Wärmepumpen sind als Kompaktgeräte für die Innenaufstellung konzipiert. Ein
nachträglicher Einbau, beispielsweise im Altbau, ist problemlos möglich. Diese Technik ist
noch relativ kostspielig und ist bisher für „kleine“
Wohnhäuser nur selten wirtschaftlich einsetzbar,
kann aber in manchen Fällen doch eine sinnvolle
Alternative sein.
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Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Modernisierung der Haustechnik
Nutzung von Erdwärme
Für die Nutzung von Anlagen, die die Bodenwärme oder die Wärme des Grundwassers nutzen
ist in der Regel eine Genehmigung oder Anzeige
bei der Unteren Wasserbehörde des Hochtaunuskreises erforderlich. Viele weitere Informationen
zur Nutzung von Erdwärme sind einer Broschüre
des Landes Hessen zu entnehmen, die in der
Beratungsstelle POWER zu erhalten ist.
Blockheizkraftwerke (BHKW)
Darunter versteht man modifizierte Verbrennungs-(Auto)-Motoren, die anstatt einer konventionellen Heizungs­anlagen aufgestellt werden und
mit verschiedenen Brennstoffen, wie Dieseltreibstoff, Ökodiesel oder Gas angetrieben werden.
Der Motor treibt einen Generator, der einerseits
Strom, andererseits Wärme (als Abwärme aus
der Motor-Kühlung und den Abgasen) erzeugt.
Diese Wärme wird für die Heizung und/oder
für die Erwärmung von Wasser genutzt. Diese
Doppelnutzung aus einem Aggregat nennt man
Kraft-Wärme-Koppelung. Die Technik erreicht
ab einer bestimmten Motorengröße eine bisher
konkurrenzlose Effektivität bei der Ausnutzung
der Primärenergie. Die kleinsten BHKW’s haben eine elektrische Leistung von ca. 5 kW und
eine thermische Leistung
von ca. 10 – 12 KW. Ein
wirtschaftlicher Einsatz
ist aber bisher aufgrund
der hohen Anschaffungsund Zusatzkosten – z. B.
ist eine aufwändiger
Schallschutz erforderlich
– bisher nur als Grundlastaggregat in großen
Gebäudekomplexen mit
einem anhaltend hohen
Strom- und Wärmebedarf
sinnvoll.
Denn was sich zunächst
als die Lösung vieler Energieprobleme anhört,
relativiert sich für den Bereich des Wohnungsbaus
schnell. Im Winter ist die
Kombination Strom- und
Wärmeerzeugung noch
sinnvoll, es gibt Bedarf an
Heizenergie, den Über-
schussstrom kann man ins öffentliche Netz einspeisen. Die Wärme muss man aber auch im
Sommerhalbjahr nutzen können, was im Bereich
von Wohngebäuden nicht der Fall ist. Bei den
langen Standzeiten, die für eine Amortisation
einer solchen Anlage nötig ist, scheiden diese für
eine Nutzung in Wohngebäuden meist aus.
Steuerung, Umwälzpumpen, Verteil­
leitungen
Durch eine moderne Steuerung mit Außentemperaturfühler und Zeitschaltung lassen sich ebenso
wie durch die Anbringung von Thermostatventilen
(auch in Altbauen ist der Einbau obligatorisch) eine
Menge Heizenergie und Kosten sparen.
Auch alte Umwälzpumpen sind wahre Energiefresser, denn sie sind meistens erheblich überdimensioniert und verbrauchen entsprechend
viel teuren Strom. Moderne Pumpen sind viel
kleiner und sparsamer, ein Ersatz macht sich
meist schnell bezahlt!
Die Verteilleitungen in Altbauten sind meist ungedämmt unter Putz gelegt, was meist zu erheblichen Wärmeverlusten führt. Da aufgrund
dieser Konstruktion eine nachträgliche Dämmung
zu aufwändig wäre, kann
hier nur eine Außenwanddämmung (siehe
S. 10) Abhilfe schaffen;
nachträglich gedämmt
werden können aber
alle neuen Leitungen
und die Leitungen, die
in unbeheizten Räumen,
wie z. B. im Keller offen
liegen. Die Dämmung
sollte mindestens die
Dicke des Durchmessers
der Rohrleitung haben,
noch besser ist der doppelte Wert.
Auch Rohrisolierungen müssen fachmännisch
angebracht werden
Aber auch hier gilt: Die
sorgfältige, fachmänni­
sche Planung und Aus­
führung der Anlage ist
Voraussetzung, um die
Einsparpotentiale erfolgreich ausschöpfen zu
können.
21
Sanierungsmaßnahmen und Einsparpotentiale - Modernisierung der Haustechnik
5.2.2. Warmwasserbereitung
Die Warmwasserbereitung hat nach der Raumheizung mit ca. 12 Prozent den zweitgrößten
Anteil am Endenergieverbrauch der privaten
Haushalte.
Der Warmwasserverbrauch im Haushalt hängt
stark von den individuellen Gewohnheiten des
Einzelnen ab. So kann der tägliche Verbrauch
an 40 ºC warmem Wasser pro Person zwischen
10 und 150 Litern betragen. Damit greifen bei
der Warmwasserbereitung Umweltschutz und
Energiesparen direkt ineinander: Wer weniger
kostbares Trinkwasser zum Duschen, Waschen
oder Spülen verbraucht, benötigt auch weniger
Energie. Im Durchschnitt werden in Deutschland
rund 35 Liter pro Person und Tag verbraucht.
Zentrale Warmwasserbereitung
Warmwasser kann entweder zentral oder in
unmittelbarer Nähe der Zapfstelle, den Waschbecken oder Dusche bereitet werden.
Bei der zentralen Warmwasserbereitung wird das
Wasser zunächst in einem zentralen Speicher
auf 45 bis 60 ºC erwärmt und dann von dort
an die Zapfstellen verteilt. Wird warmes Wasser angefordert, steht meist noch ausgekühltes
Wasser in der Warmwasserleitung. Bei Bedarf
muss daher zunächst solange gezapft werden, bis
warmes Wasser vom Speicher an die Zapfstelle
nachgeflossen ist und dort zur Verfügung steht.
Nach dem Zapfen bleibt warmes Wasser in der
Leitung stehen und kühlt aus. Die so entstehenden
Wärmeverluste werden als Verteilungsverluste
bezeichnet.
Um diese Verteilungsverluste möglichst gering
zu halten, schreibt die EnEv auch für das Warmwassernetz grundsätzlich eine Isolierung der
Rohrleitungen vor. Diese Isolierungen können bei
Altbauten i. d. R. mit vertretbarem Aufwand nur
noch dort durchgeführt werden, wo die Leitungen
frei zugänglich sind. Dies ist meist im Keller der
Fall, sodass hier die Möglichkeit besteht, diese
nachträglich kostengünstig durch Eigenleistung
zu isolieren.
Mit einer umfassenden fachmänni­schen Isolierung
garantiert die zentrale Warmwasserbereitung
­neben einem hohen Maß an Komfort auch niedrige Verbrauchskosten.
Dezentrale Warmwasserbereitung
Für selten genutzte, entfernt liegende Zapfstellen
(z. B. Gäste-WC) kann es energetisch günstiger
sein, diese von der zentralen Versorgung abzukoppeln und mit einem elektrisch beheizten
Kleinspeicher (Speichervolumen 5 bis 10 Liter)
auszustatten.
Solarthermische Anlagen
Mit solarthermischen Kollektoren wird Sonneneinstrahlung in Wärme umgewandelt. Auch in
unseren Breiten kann dies in so hohem Maß
erfolgen, dass die Brauchwarmwasserbereitung
ein sinnvoller Einsatzbereich geworden ist. Inzwischen werden von verschiedenen Herstellern
ausgereifte Komplettsysteme angeboten.
Die Kollektoren sollten optimalerweise Südwestausrichtung haben und mit einem Neigungswinkel
zwischen 20º und 60º gegen die Horizontale montiert werden. Bei optimaler Auslegung
- z. B. 5 Quadratmeter Kollektorfläche für einen durchschnittlichen Vierpersonen-Haushalt
- decken solche solarthermischen Systeme ca.
60 Prozent des jährlichen BrauchwarmwasserWärmebedarfs. Der Primärenergieverbrauch
zur Warmwasserbereitung lässt sich damit auf
etwa die Hälfte reduzieren. Die solarthermisch
unterstützte Warmwasserbereitung ist somit das
mit Abstand umweltfreundlichste System. Aber
auch wirtschaftlich sind diese Anlagen interessant, eine Anlage kann sich schon nach ca. 10
Jahren „rechnen“.
22
Sanierungsbeispiel
6.
Erfolgreich Sanieren - Sanierungsbeispiel
Im nachfolgenden Beispiel wird verdeutlicht, in
welchem Umfang sich Sanierungsmaßnahmen
auf den Energiebedarf auswirken.
Beispielhaus 1
Das Gebäude aus dem Jahre 1967 wurde im Jahre
2002 energetisch saniert. Um den Wärmeschutz
des Gebäudes zu verbessern sind folgende Maßnahmen umgesetzt worden:
Die Außenfassade wurde mittels eines Vollwärmeschutzes in einer Stärke von 16 cm gedämmt,
das Flachdach mit einer ca. 20 cm starken Dämmschicht versehen und die alten, teilweise noch
einfach-verglasten Fenster gegen Zweifach-Wärmeschutzverglasung ausgetauscht.
Dadurch konnten die Heizkosten um ca. 65 %
reduziert werden. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass bestehende Wärmebrücken am
Gebäude möglichst konsequent in die Dämm­
ebene einbezogen wurden.
Die Bodenplatte gegen Erdreich soll noch mit
einer Dämmschicht in einer Stärke von ca. 6 cm
isoliert werden.
Je besser die Wohngebäude isoliert werden, desto
stärker steigen die Lüftungswärmeverluste an.
Aus diesem Grund und aus Gründen des Wohnkomforts wurde eine Abluftanlage installiert. Die
Zuluft der Abluftanlage wird über verschließbare
Zuluftelemente, die in den Fensterrahmen integriert sind, geregelt.
Die Heizanlage, ein mit Erdgas betriebener Niedertemperaturkessel Baujahr 1994, versorgt weiter
das Gebäude mit Wärme und Warmwasser.
„Blower Door“-Test
Zur Sicherstellung der Qualität der Baumaßnahmen wurde ein „Blower Door“-Test zur Überprüfung der Luftdichtheit sowie eine thermografische Untersuchung vor und nach der Sanierung
durchgeführt.
Bei diesem Verfahren wird durch eine besondere
Vorrichtung die Luft aus dem Gebäude gesaugt
und damit die Undichtigkeiten gemessen. Mit
Hilfe einer „Blower Door“ Messung wurden die
Undichtigkeiten in der wärmeübertragenden
Hüllfläche des Gebäudes ermittelt. Bei einem
konstanten Unterdruck von 50 Pascal wurde
das Gebäude auf Undichtigkeiten untersucht.
Um diese Undichtigkeiten sichtbar zu machen,
wurden diese mittels einer Wärmebildkamera lokalisiert und dokumentiert. Da sich das Gebäude
im Nutzungszustand befindet, wurde die Blower
Door Messung gemäß Verfahren A der DIN EN
13829 ausgeführt.
Bewertung:
Durch die Messungen konnten einige Undichtigkeiten gefunden und beseitigt werden. Durch
die Sanierungsmaßnahmen konnte somit der
Zielwert von n50 = 1,5 h-1 erreicht und die
Lüftungswärmeverluste auf das Notwendigste
reduziert werden.
Thermografie
Die Thermografie ist ein
Messverfahren, bei dem
durch hochempfindliche
Spezialkameras, die im
Infrarotbereich arbeiten,
die Oberflächen des
Gebäudes ab­gebildet
werden. Auf Grund der
gefundenen Temperatur­
unterschiede sind sehr
genaue Angaben zum
Wärmefluss möglich.
Das Verfahren dient
der Visualisierung von
Schwachstellen und
Wär m e brücken d e r
vorhandenen Baukonstruktionen. Sie ist eine
qualitativ hochwertige
Methode um die Quali­
tät von Baumaßnahmen
zu überprüfen und zu dokumentieren. Die restlichen Wärmebrücken des
Wohngebäudes konnten
mittels Thermografie im
Bereich der Fenster, an
den Rolladenkästen und
an auskragenden Wand­
elementen lokalisiert
werden. Die Aufnahmen
haben gezeigt, dass bei
konsequenter Umsetzung
vorher
nachher
23
Erfolgreich Sanieren - Sanierungsbeispiel
eines Wärmeschutzkonzeptes die Wärmeverluste
auf ein Minimum reduziert werden können.
Beispielhaus 2
Ein freistehendes Dreifamilienhaus in sonniger
Lage, Baujahr 1957 mit Öl-Zentralheizung (Bäder: separate Elektroöfen), doppelt verglasten
Holzfenstern und Kunststoff-Isolierglasfenstern
wies einen Primärenergieverbrauch von 240
kWh/m² sowie einen Heizölverbrauch von 19
Liter/m² und einen Kohlendioxidausstoß von 110
kg/m² im Jahr aus.
Die Maßnahmen
Folgende Schritte wurden vorgenommen:
Im Rahmen der Innenraumrenovierung wurden entscheidende energetische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt: Neuverlegung aller
Elektroleitungen, energetische Renovierungen
der Anlagentechnik und des Daches, Installation einer Gas-Brennwert-Heizung, Einbau einer Zwischensparrendämmung am Dach und
Installation einer thermischen Solaranlage zur
Brauchwassererwärmung.
vorher
nachher
Folgende Schritte bei der energeti­schen Renovierung der Außenhülle führten zu weiterer
Energieein­sparung: Dämmung der sichtbaren
Außenwände und der in der Erde liegenden
Wandteile, Erneuerung von 60 Prozent der Fenster
in der neuen Dämmebene durch Kunststofffenster, Ersatz der innen liegenden Rollladen-Kästen
durch moderne Aufbaurollladen.
Der Primärenergieverbrauch für Heizung und
Warmwasser wurde durch die oben beschriebenen Maßnahmen um ca. zwei Drittel gesenkt!
Tragen Sie Ihre Verbrauchsmenge ein und errechnen sie Ihre Energiekennzahl
Heizölverbrauch pro Jahr:
l/a
Erdgasverbrauch pro Jahr:
x 10 kwh/l
m /a x 10 kwh/m3
3
© Weka info verlag gmbh
kwh/a -
0
24
kwh/a
Warmwasserenergieverbrauch
(Personen mal 1000 kwh/a)
kwh/a ÷
Heizenergieverbrauch
m2 =
Heizenergieverbrauch
50
kwh/a
kwh/a =
Gesamtenergieverbrauch
Der Heizenergiebedarf ist niedrig
Das Gebäude ist in gutem Zustand
=
kwh/m2a
beheizte Wohnfläche
Energiekennzahl
Der Heizenergiebedarf könnte niedriger sein
Das Gebäude könnte optimiert werden
100
150
Der Heizenergiebedarf ist eindeutig zu hoch
Es besteht großer Modernisierungsbedarf
200
250
300
Brandschutz
7.
Erfolgreich Sanieren - Brandschutz
Oft vernachlässigt oder zu wenig beachtet wird
bei einer Sanierung der Brandschutz, für dessen
Einhaltung der Eigentümer und der Besitzer verantwortlich ist.
Hier gibt es verschiedene Gesetze und Vorschriften, die schon bei der Planung aber auch bei
der Materialbeschaffung unbedingt zu beachten
sind. So sind z. B. seit 20.06.2005 in Hessen
bei Neubauten Rauchmelder zwingend vorgeschrieben, die bestehenden Wohnungen sind
bis 31.12.2014 entsprechend auszustatten. Auch
bei Dämmungsmaßnahmen sind die einschlägigen Vorschriften bezüglich des Brandschutzes
einzuhalten.
Genauere Informationen hierzu und auch zu
allen weiteren Aspekten des Brandschutzes
erhalten Sie beim Fachhandel, dem entsprechenden Handwerksbetrieben sowie bei
Herrn Wolf, Leiter der Vorbeugenden Gefahrenabwehr der Stadt Bad Homburg unter der Tel.-Nr. 0 61 72 - 89 60 26 oder e-mail:
[email protected].
25
8.
Fördermittel im Überblick
Erfolgreich Sanieren - Fördermittel im Überblick
Bei Ihrem Vorhaben, ein älteres Gebäude umfassend zu sanieren und damit den Energieverbrauch
deutlich zu senken, können Sie zahlreiche Förderprogramme auf Bundes- und Kommunalebene
in Anspruch nehmen.
Bundesebene
Zu den wichtigsten Förderprogrammen auf Bundesebene zählen die Programme der Kreditanstalt
für Wiederaufbau (KfW) und des Bundesamtes
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Eine Liste der vor Ort beratenden Ingenieure
erhalten Sie im Internet unter www.bafa.de/1/
de/aufgaben/energie.htm oder über die InfoHotline des BAFA Bundesamt für Wirtschaft
www.bafa.de. Qualifizierte „Vor-Ort-Berater“
finden Sie auch bei dem Deutsches Energieberaternetzwerk e.V. www.den-ev.de.
Alle aktuellen Fördermöglichkeiten können Sie
u. a. bei der Internetadresse www.foerderdata.
de und der Deutschen Energieagentur kostenlos
abrufen.
Programme der KfW:
Programm
Geförderte Maßnahmen
Förderungsumfang
Wohnraum moder­
nisieren
Maßnahmen zur Minderung der
­Kohlendioxid-­Belastung und
Energie-Ein­sparung bei Wohn­
gebäuden (Heizkesselerneuerung,
solar­thermische Anlagen, Pelletheizanlagen, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen etc.)
Bis zu 100% des Investitionsbetrags, langfristige, zinsgünstige
Darlehen mit festen Zinssätzen
für die ersten 10 Jahre, aktueller
Zinssatz unter
ww.kfw.de
KfW-CO2-GebäudeSanierungsprogramm
(event. 10% Teilschuldenerlass)
Förderung von verschiedenen
Maßnahmenkombi­nationen zur
CO2-Minderung und Energie­Einsparung.
Der Einspareffekt muss mindestens 40 Kilogramm CO2 pro m2
Gebäudenutzfläche betragen.
Bis zu 100% des Investitionsbetrags; langfristige, zinsgünstige
Darlehen mit festen Zinssätzen in
den ersten 10 Jahren
Weitere detaillierte Informationen erhalten Sie
direkt bei der Info-Hotline der KfW-­Förderbank:
01801/ 33 55 77 oder im Internet unter
www.kfw-foerderbank.de
Programm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):
Vor-Ort-Beratung
(Antrag beim BAFA)
26
Energieberatung für Wohn­
gebäude, die zu mehr als
der Hälfte zu Wohnzwecken
genutzt werden und vor dem
01.01.84 (alte Bundesländer)
bzw. dem 01.01.89 (neue Bundesländer) errichtet wurden.
Die Höhe des Zuschus­ses ist abhängig von der Zahl der Wohneinheiten.
(Der Antrag muss über den beratenden Ingenieur vor Beratungs­
beginn eingereicht werden.)
Förderprogramm der Stadt
Bad Homburg v. d. Höhe
9.
Erfolgreich Sanieren - Förderprogramm der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
Die Stadt Bad Homburg bietet mit den
„Förderrichtlinien zur Bezuschussung von Energiesparmaßnahmen in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern mit nicht mehr als sechs Wohneinheiten“
eine umfangreiche Förderung rund um das Althaus an. Gefördert werden:
- Dämmung der Außenwände – mit 15,50 €/
m2 – max. bis zu 2.600,-- € Einfamilienhaus,
5.200,-- € Mehrfamilienhaus
- Dämmungs des Daches – mit 13,--€/m2 – max.
1.550,-- € bzw. 3.100,-- €
- Dämmung des Kellers oder der untersten
Geschossdecke – 5,50€/m2 – max. 770,-- €
bzw. 1.050,-- €
- Dämmung im Bereich der obersten Geschossdecke 8,--€/m2 – max. 770,-- bzw. 1.050,-- €
- Fenster und Türen – 26,-- €/m 2 – max.
1.550,-- € bzw. 3.100,-- €
Insgesamt darf die Förderung je Objekt max.
5.200,-- € bzw. 10.400,-- € nicht überschreiten.
Der Austausch von Heizungen wird ebenfalls
gefördert, allerdings nur, wenn Einzelöfen gegen
eine Zentralheizung ausgewechselt werden: Die
Förderung beträgt max. 770,-- €
Auch Solarthermische Anlagen werden gefördert,
mit pauschal 1.200,-- €.
Zu beachten ist u. a., dass verschiedene Bedingungen an die Förderung geknüpft sind, z. B.
müssen bestimmte Mindestdämmwerte eingehalten werden. Außerdem ist eine Förderung nur
möglich, wenn das Vorhaben noch nicht vor Antragstellung begonnen wurde; die Förderung kann
mit anderen Zuschüssen kumuliert werden.
Weitere Informationen sind den entsprechen­
den Richtlinien zu entnehmen, die Sie bei
der Beratungsstelle POWER unter der Tel.-Nr.
0 61 72 - 100 61 43 oder 0 61 72 - 100 61 42, FaxNr. 0 61 72 - 100 61 82 erhalten oder im Internet
unter www.bad-homburg.de abrufen können.
Impressum
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit
der Trägerschaft.
Änderungswünsche, Anregungen und
Ergänzungen für die nächste Auflage
dieser Broschüre nimmt die Verwaltung
entgegen. Titel, Umschlaggestaltung
sowie Art und Anordnung des Inhalts
sind zugunsten des jeweiligen Inhabers
dieser Rechte urheberrechtlich ge­
schützt. Nachdruck und Übersetzungen
sind ­ auch auszugsweise­ nicht ge­
stattet. Nachdruck oder Reproduktion,
gleich welcher Art, ob Fotokopie, Mikro­
film, Datenerfassung, Datenträger oder
Online nur mit schriftlicher Genehmi­
gung des Verlages.
61348298 / 1. Auflage / 2006
Stadt Bad Homburg v.d.Höhe
Fachbereich Stadtplanung
Leiter: Jürgen Hölz
­ Umwelt­ und Landschaftsplanung ­
Rathausplatz 1,
61348 Bad Homburg v.d.Höhe
Fotos: Stadt Bad Homburg v.d.Höhe,
Energieagentur Rhein­Main, Frankfurt,
und WEKA­Verlag
WEKA info verlag gmbh
Lechstraße 2
D-86415 Mering
Telefon +49 (0) 82 33/3 84-0
Telefax +49 (0) 82 33/3 84-1 03
[email protected] • www.weka-info.de
27
10.
Weitere Informationen
und Adressen
Erfolgreich Sanieren - Weitere Informationen und Adressen
Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Förderprogamme auf Bundes-, Landes- und KommunalEbene. Einen umfassenden Überblick können Sie
sich kostenlos mit Hilfe z. B. der Internetadresse
www.foerderdata.de oder der Förderdatenbank
der Deutschen Energie Agentur, www.deutscheenergie-agentur.de verschaffen.
Die Postadresse der Deutschen Energie Agentur
lautet:
Chausseestr. 128 a, 10115 Berlin,
Info-Telefon 08000-736734 (täglich rund um
die Uhr).
Weitere Informationsangebote im
Internet:
www.thema-energie.de
Energie-Spartipps für Haus und Wohnung, Finanzierungsinfos sowie Fakten zur Sonnenenergie
und anderen erneuerbaren Energien.
www.initiative-energieeffizienz.de
Tipps und praktische Informationen rund um die
effiziente Stromnutzung im Haushalt.
www.solarwaerme-plus.info
Fakten und Ratschläge zur Warmwasserbereitung durch Solarwärme für Hausbesitzer und
Handwerker.
www.energiesparaktion.de
Hier gibt es viele Informationen u. a. auch kurze
Videos zu vielen Themenbereichen.
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- E ffiziente Wärmeversorgung – Ratgeber für
Eigentümer von Wohngebäuden
-1
5 Hessischen Energiespar-Informationen zu
Themen wie: Wärmedämmverbundsystem,
Wärmedämmung am -Steildach zwischen+Auf­
sparrendämmung, Flachdach warm-kalt, Wärmeschutz-Isolierung, Umglasung und Neufenster, Heizungsmodernisierung- worauf zu achten
ist, Brennwertkessel - den ganzen Energieinhalt
des Brennstoffs nutzen, Heizungsumwälzpumpen, Rohrdämmung, Speicherdämmung, Hydraulischer Abgleich, der Kamin, Solaranlage,
das I-Tüpfelchen bei der Energieeinsparung
(Thermisch+Strom), Wärmedämmung bei denkmalgeschützten Gebäuden
- Energie Sparen, Heizkosten senken, CO2Ausstoß mindern
- Erdwärmenutzung in Hessen
und andere mehr.
- Das Energiesparschwein - Umweltbundesamt
- Energiesparen im Haushalt - Umweltbundesamt
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empfehlen wir die Broschüren des Landes Hessen
bzw. der Energiesparaktion Hessen, die Sie auch
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Am Salzpfad 19 · 61381 Friedrichsdorf
Tel. 0 60 07-71 44 · Fax 0 60 07-93 06 44 · Mobil 0171-78 28 192
E-Mail [email protected]
Branchenverzeichnis
Erfolgreich Sanieren - Branchenverzeichnis
Liebe Leser! Hier finden sie eine wertvolle Einkaufshilfe, einen Querschnitt leistungsfähiger Betrie­
be aus Handel, Gewerbe und Industrie, alphabetisch ­geordnet. Alle diese Betriebe haben die kostenlose Verteilung Ihrer Broschüre ermöglicht.
Bezeichnung
Seite
Abdichtungen
12
Abfallentsorgung
U2
Architekturbüros
2, U4
Außenanlagen
14
Baubegleiter
U3
Bauberatung
4
Baubiologische Baustoffe 15
Baubiologische Elektro­
arbeiten
14
Baugutachter
4
Bauherrin
15
Bautenschutz
12
Bauüberwachung
14
Dachdeckereien
4, 12
Dachsysteme
U2, 12
Eiß-Instabus
2
Elektroinstallationen
2
Energieberatung 15, U3, U4
Entwurf, Planung
14
Fenster, Türen
2
Finanzierungen
U2, 28
Bezeichnung
Seite
Fliesenarbeiten
14
Gebäudereinigung
2
Gerüstarbeiten
15
Glasreinigung
2
Hausverwaltung
2
Heizung, Sanitär
14, 20
Immobilien
2
Industriereinigung
20
Innenausbau
2
Kanaluntersuchungen
20
Malerfachbetriebe
2
Metallbau
20
Natursteine, Grabmale,
Fliesen
14, 20
Parkettarbeiten
15
Pflasterarbeiten
20
Photovoltaik
14
Polsterei
2
Putzarbeiten
2, 15
Raumausstattung
2
Recycling
U2
Bezeichnung
Seite
Regenwassernutzung
20
Saunen
18
Schreinereien
2, 15, 20
Schwimmbadanlagen
18
Solartechnik
U2, 20
Spenglereien
12
Steuerberatung
28
Tapezierarbeiten
28
Versicherungsmakler
3
Vollwärmeschutz
2, 28
Vorsorge
U2
Wärmedämmung
12, 15
Wärmepumpen
20
Zimmereien
12
Zisternenbau
14
U = Umschlagsseite
die baubegleiter
architektur
sanierung
bauberatung
energieberatung
KERSTIN VON DER HEYDT
DIPL.-ING. ARCHITEKTIN
DANZIGER STRASSE 60
61169 FRIEDBERG
TEL. 06031-686894
MOBIL 0173-2148732
www.die-baubegleiter.com
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