SCENA-Curriculum II - Scena

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SCENA Curriculum
Zweites Ausbildungsjahr
Modul II/1
Pathologischer Rollentausch
Modul II/2
Trauma
Modul II/3
Depression (und Kontrolle)
Modul II/4
Angst (und Wut)
Modul II/5
Zwang (und Hass)
Modul II/6
Hysterie (und Trauer)
Modul II/7
Narzisstische Störungsbilder
Modul II/8
Frühe Störungen (Spaltungen)
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S. 1/13
SCENA-Curriculum: Modul II/1
Pathologischer Rollentausch
In den letzten dreißig Jahren sieht sich die psychodynamische Psychotherapie und mithin auch das
Psychodrama durch neue Entwicklungen im Bereich der psychischen Erkrankungen herausgefordert. Im Mittelpunkt dieser Entwicklungen (und der Debatte darüber) stehen Persönlichkeitsstörungen, die sich bei weitem nicht so gut abgrenzen lassen wie klassische Diagnosen. Die Übergänge zur klinischen Unauffälligkeit sind fließend; oft werden Diagnosen falsch oder zu spät
gestellt. Beispielhaft wird in diesem Workshop über den Bereich der passiv-aggressiven Störungen
gearbeitet, thematisch wird dies in Wokshop II/7 und II/8 (narzisstische Störungen/ frühe Störungen/ Borderline) wieder aufgenommen.
Passiv-aggressive Störungen zeigen sich symptomatisch in Verweigern und Versagen, gelernter
Hilflosigkeit, genereller Schwäche, negativistischem Selbstbild und allgemeiner Abhängigkeit. Das
Leitmotiv ist die Rolle des Opfers, die stärkste aller Rollen, weil man für sie nicht kämpfen muss.
Lernziel dieses Workshops ist die sichere Unterscheidung und die psychodramatische Bearbeitung
dreier Störungsmuster:
•
Identifikation mit dem Aggressor (imitativ, aggressiv gegen sich und andere)
•
Passive-aggressiveness (negativistisch, verweigernd und versagend, verdächtig harmlos
und unschuldig)
•
Aggressive victimhood (Opferrolle als Lebenskonzept, gleichzeitig abhängig und fordernd
(dependent and demanding))
Die Grundstruktur der genannten Störungsmuster ist aus psychodynamisch-psychodramatischer
Sicht ein pathologischer Rollentausch, der unbewusst abläuft und seine destruktive Kraft daraus
gewinnt, dass die jeweiligen Unterdrücker als unüberprüfbar mächtig angesehen werden (Idealisierung und Dämonisierung).
Ziel der psychodramatischen Arbeit in diesem Fall ist Realitätsüberprüfung und das Erarbeiten
eines tendenziell gesünderen Rollentausches, der Symbioseauflösung und Ressourcenorientierung
intendiert.
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S. 2/13
SCENA-Curriculum: Modul II/2
Trauma
Inhalt dieses Moduls sind Realtraumatisierungen, deren Auswirkungen sowie die Bearbeitungsmöglichkeiten im Psychodrama.
Unter Realtraumatisierungen verstehen wir Erfahrungen, die an intensiven traumatischen Stress
gekoppelt sind. Hierzu zählt beispielsweise jede Form von Gewalterfahrung, (plötzlicher) Verlust
eines Menschen, Isolation, Missbrauch.
Die Symptome einer Traumatisierung sind Schock (Ohnmacht, Emotionslosigkeit), Alarm (Angst,
Schmerz, Panik, Unruhe), Kampf (Protest, Feindseligkeit, Destruktion, Überaktivität), Kampf gepaart mit Fluchttendenzen (Depression, Trauer, Enttäuschung, Masochismus), Flucht (Gleichgültigkeit, Einsamkeitsgefühle, Isolation) bis hin zu autistischem Verhalten und Erschöpfung (Schwäche,
Machtlosigkeit und Resignation.
Kampf und Flucht gelten als Anpassungsreaktionen an die nicht zu verarbeitende Situation. Sind
die Anpassungssymptome der Situation angemessen, folgen das Bedürfnis nach Schutz, Kontakt,
Versorgung, Sicherheit, Zuwendung, Bindung und Kompensation und langsame Verarbeitung.
In den meisten Fällen ist der Organismus der Traumatisierung schutzlos ausgeliefert, die Traumatisierung und die daran gebundenen Emotionen werden abgespalten. Gleichzeitig gehen wir davon
aus, dass die Person in einer der Anpassungssymptomatiken „stecken bleiben“ kann.
Von Retraumatisierung kann gesprochen werden, wenn das alte Trauma aktualisiert wird und die
Person/ die Klientin dieser wiederholt hilflos und ohne Schutzmechanismen gegenübersteht. In
diesem wie im ersten Fall geht es in der psychodramatischen Bearbeitung vorrangig um die
Öffnung, die Thematisierung der Erfahrung. Hier kann die Gruppe (soziometrisches Verfahren) eine
unterstützende Rolle spielen.
Um eine Retraumatisierung zu verhindern, sollte vom Ausspielen der traumatisierenden Situation
abgesehen werden. Neben einem vertrauensvollen Klima in der Gruppe und zum Leiter ist es für
den Protagonisten wichtig und stützend, die eigenen Abwehrmechanismen und die damit verbundenen verdrängten oder abgespaltenen Gefühle zu erkennen und zu akzeptieren. Auf der Bühne
können die alten unangemessene Anpassungsreaktionen sichtbar und neue Rollenkompetenzen
entwickelt werden.
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S. 3/13
SCENA-Curriculum: Modul II/3
Depression (und Kontrolle)
In Abgrenzung zu endogenen Formen der Depression, für die im Wesentlichen biochemische neurophysiologische Vorgänge eine Rolle spielen, wird im Folgenden Depression als affektive Störung
dargestellt. Abgestuft zur Schwere der Depression sind Symptome von Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit, Entschlussunfähigkeit, Gefühlsverlust, innerer Leere und Dysphorie zu orten. Die Betroffenen leiden an „Fühl-Losigkeit“. Die Einschränkung des Gefühlsausdrucks wirft die Frage auf:
„Was soll / kann nicht gefühlt werden?“
In der biografischen Diagnostik lassen sich frühe Mangelerlebnisse und Konflikte ausmachen, die
für die Entstehung von Depression herangeführt werden können. Mangelnde Empathie der wichtigen Bezugspersonen, die Betroffenen in ihren Bedürfnissen und Gefühlen zu erkennen und zu
spiegeln, führt zu einer Verarmung der Ausdrucksfähigkeit. Es entstehen Konflikte zwischen
Lebensbefriedigung (Triebverwirklichung) und Anpassung an Erwartungen der Bezugspersonen.
Hintergrund für die Entwicklung von Depression ist die Abwehr der Konflikte. Affektive Reaktionen
sind entweder nicht bekannt, weil die Bezugspersonen selbst starke Gefühle, wie Wut und Trauer,
nicht zulassen können oder/ und werden als bedrohlich angesehen, weil starke Gefühle sanktioniert werden (drohender Objektverlust). Es darf nicht gefühlt werden. Die Instanz des Über-Ich
kontrolliert das Aufkommen von Affekten.
Depressive Persönlichkeiten ängstigen sich in neuen, ihnen unbekannten Situationen. Sie haften
zwanghaft in der Grundbefindlichkeit, sich jegliche Lebensfreude zu versagen. Dem sozialen Umfeld verlangen sie dauerndes Verständnis für ihre Besonderheit ab. Sie sehen sich in der Rolle des
ewig Betrogenen. Hier zeigt sich die zweite Dimension der Kontrolle: Depressive Persönlichkeiten
kontrollieren auf diese Weise ihr soziales Umfeld, bis hin zu einer Tyrannei des Leidens, gerichtet
gegen alles, was sich dem Leben zuwendet. Die gesunden Reaktionen des Umfeldes werden von
den Betroffenen als Bestätigung des negativ gefärbten Selbstbildes verbucht.
Neben der biografischen Diagnostik wird auf der psychodramatischen Bühne ein zweiter Fokus auf
die Erweiterung der Ausdrucksfähigkeit der Protagonisten gelegt. Exemplarisch kann, wie in der
Bewältigung eines Trennungsprozesses, ein Konflikt in den Phasen ‚Verleugnung’, ‚affektive Reaktionen’ (im Wesentlichen Wut und Trauer) und ‚Loslösung’ (Integration) bearbeitet werden.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt hier im Einnehmen neuer Rollen, die bisher vermieden wurden.
Die Ausdrucksfähigkeit erweitert sich durch die Fähigkeit, Wut und Trauer als starke Gefühle wahrzunehmen und zu durchleben. Gegenwartsbezogen bleibt die Entwicklungsaufgabe zu überprüfen,
in welcher Konfliktsituation das Auftreten von starken Gefühlen noch als bedrohlich interpretiert
wird.
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S. 4/13
SCENA-Curriculum: Modul II/4
Angst (und Wut)
Angst zeigt sich zunächst in einer gesunden, sogenannten „reifen Sozialangst“ oder Furcht (z.B. bei
Flucht, wenn Gefahr droht). Pathologisch drückt sich Angst in unterschiedlichen Formen aus, wobei
es auch zu Mischbildern kommen kann. In den letzten zehn Jahren lässt sich eine Zunahme der
Angstneurosen beobachten.
Nach der operationalisierten psychodynamischen Diagnostik (OPD), die im Institut SCENA als theoretische Grundlage dient, hat die Entstehung der Angst ihren Ursprung in der Individualphase
(15. Monat bis zweites Lebensjahr). In dieser Phase unternimmt das Kind erste Schritte zur Autonomie. Wenn die Trennung von Seiten der Eltern nicht ermöglicht und keine Unterstützung bei symbiotischen Wünschen erfahren wird, kann es zu Ängsten unterschiedlichster Ausprägung kommen.
Man unterscheidet:
•
Trennungsangst (Patienten mit Abhängigkeitsstörungen)
•
Schuld-Angst (Schuld bezieht sich immer auf andere, bei zwanghaften Patienten)
•
Scham-Angst (vor den eigenen bewertenden Instanzen, nicht zu genügen: „Ich schaffe das
nie!“, bei Borderline und depressiven Patienten)
•
diffuse Angst (entdifferenzierte Patienten, die nicht wissen, wovor sie Angst haben, Patienten mit Panikattacken)
•
u.a.m.
Angst führt zu Passivität, Ungeduld, innerer Unruhe, Wut, Jähzorn, Kränkbarkeit. Hinter der Angst
steht meist ungelöste symbiotische Verstrickung.
Im Psychodrama schauen wir auf die aufgeschobenen, frühkindlichen Loslösungsprozesse, die im
Leben fortgesetzt werden. Symbiotische Beziehungen können mithilfe schon beschriebener psychodramatischer Techniken (s. Biografische Diagnostik I) aufgedeckt (Problemaktualisierung) und
eine Akzeptanz für Trennungsangst und Symbiosewünsche entwickelt werden. Dann auch ist eine
Unterstützung der Autonomieentwicklung (Erlebnisaktivierung) möglich.
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S. 5/13
SCENA CURRICULUM: Modul II/5
Zwang (und Hass)
Als Zwangsstörung (obsessive compulsive disorder) wird ein Krankheitsbild bezeichnet, bei dem
das Hauptsymptom in einem subjektiven Zwang besteht, bestimmte Gedanken zu haben und bestimmte Handlungen tun zu müssen. Diese Zwänge sind trotz voller Einsicht in ihre Unsinnigkeit
nicht zu unterdrücken.
Ätiologie
Nach der psychodynamischen Konzeption von Freud handelt es sich bei Zwängen um eine regressive Abwehr gegen unerlaubte sexuelle und aggressive Triebimpulse, die der „analen Phase“ der
psychosexuellen Entwicklung zugeschrieben werden, vor allem anal-lustvolle Wünsche (z.B. sich
zu beschmutzen) und anal-sadistische (antisoziale, aggressive Wünsche). Daneben bestehen deutliche genitale Impulse (Onanieproblematik, homo-/ heterosexuelle Wünsche).
Heute geht man aus psychoanalytischer Sicht davon aus, dass zwischen Zwangsstörungen und dem
sogenannten „Analcharakter“, wie Freud ihn beschrieb (Ordnungsliebe, Sparsamkeit, Eigensinn),
kein notwendiger Zusammenhang bestehen muss. Allerdings blieb die Sicht einer ich-syntonen
(ich-stimmigen) zwanghaften Charakterstruktur (kontrollierend, rigide, penibel) erhalten, aus der
in belastenden Situationen im Sinne einer Charakterdekompensation neurotisch-symptomatische
Zwangsstörungen als ich-dystone (ich-fremde) Erlebnis- und Verhaltensweisen hervorgehen können (vor allem die obsessiv erlebten Zwangsgedanken und –impulse spielen hier eine bedeutende
Rolle).
Während man früher vor allem die elterliche Strenge im Verlauf der Sauberkeitserziehung für das
Entstehen einer Zwangsstörung verantwortlich machte, sehen modernere Theorien darin nur
einen Aspekt einer für das Kind ungünstigen Familienatmosphäre. Es sind zu starre, harte, sachbezogene Einflüsse, die beim Kind Spontaneität, gesunden Eigenwillen, lebhafte Motorik und Aggressivität unterdrücken, was dann später zu Angst und Schuldgefühlen führt.
Das Über-Ich des zwanghaften Menschen ist daher (als internalisierte, strafende Eltern-Imago) über
die Maßen streng, rigide und bestrafend. Die Unfähigkeit des Ich zur freien, eigenwilligen Handlung
macht es subjektiv höchst gefährlich, die abgewehrten Triebimpulse zuzulassen. So kommt es
dazu, dass sexuelle oder aggressive Wünsche z.B. durch einen Waschzwang oder andere rituelle
Handlungen kontrolliert werden müssen.
Als vorherrschenden, intrapsychischen Konflikt kann bei zwanghaften Menschen „Gehorsam
versus Sich-Auflehnen“ gesehen werden, hierbei handelt es sich nach Mentzos um eine Variation
des „Abhängigkeits-Autonomie-Konflikts“: Das Kind wird durch dominierende Tendenzen der
Eltern in seinen Autonomiebestrebungen gestört und reagiert auf deren Befehle und Verbote entweder mit Wut oder mit angstvollem Gehorsam.
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S. 6/13
Symptomatik
Zwangsphänomene lassen sich in Zwangsgedanken, -impulse und –handlungen unterteilen:
Zwangsgedanken sind z.B. durch unablässiges Grübeln, ständiges Wiederholen der gleichen Abläufe und Inhalte, Verlust des Blicks für das Wesentliche gekennzeichnet. Zwangsneurotisches
Denken wird durch einen alles dominierenden Zweifel beherrscht; den Gedanken wird eine magische Allmacht zugesprochen, ein falscher Gedanke kann töten, hat vielleicht schon getötet. Nichts
ist sicher, alles muss bezweifelt werden.
Bei Zwangsimpulsen handelt es sich um einschießende Vorstellungen meist aggressiven Charakters, dranghaft erlebte Gedanken und Gefühle, jemanden angreifen, verletzen, ermorden, anstarren etc. zu müssen. Eine Realisation dieser Impulse kommt jedoch so gut wie nie vor.
Zwangshandlungen äußern sich häufig in Form ritualisierter Praktiken (z.B. Waschen, Zählen,
Ordnen, Nachprüfen, Kontrollieren) und haben häufig den Charakter magischer Reinigung und
beschwörender Rituale. Sie dienen als Schutz vor Zwangsgedanken und –impulsen. Wenn der
zwanghafte Mensch sie unterlässt, tritt heftige Angst auf, aber auch die Ausführung der Zwangshandlung schafft nur vorübergehend Erleichterung.
Im Psychodrama kommt es darauf an, dem Betroffenen aufzuzeigen, dass er sich in einem ständigen pathologischen Rollentausch mit der externen Welt befindet, d.h. er sieht sich immer mit den
Augen „der Anderen“. Es geht um die Integration der abgewehrten Gedanken und Triebimpulse
sowie deren symbolische Bedeutung.
Die Technik der „Surplus Reality“ z.B. ermöglicht dem Protagonisten das Ausagieren des immer
wiederkehrenden Zwangsgedankens, um zu verstehen, welches Motiv eigentlich wirklich dahintersteht. Auf diese Weise kommt er in den Dialog mit seinen inneren Anteilen und Gefühlen (dem
strengen, rigiden Über-Ich, der aufgestauten Wut und dem nicht ausgedrückten Hass etc.). Dies
alles im geschützten Rahmen der Bühne und der „Als-ob-Realität“.
Hierbei geht es vor allem um die Korrektur der Realitätswahrnehmung und die Dissoziation von
Wunsch/ Gedanke und realer Handlung/ Konsequenz, weil für den zwanghaften Menschen der
Wunsch gleichbedeutend ist mit dessen realer Ausführung, über die er keine Kontrolle zu haben
glaubt. Der Zwanghafte soll sich wieder als handelndes Subjekt erleben können. So kann auch die
Allmacht der Gedanken entlarvt werden, wenn erst einmal verstanden wurde, wofür diese symbolhaft stehen. Gerade weil es für den Betroffenen so angsteinflößend ist, die Zwänge zu unterlassen, geht man im Psychodrama nicht den Weg, Zwänge abzustellen oder zu verhindern, sondern
analysiert mit dem Protagonisten auf der Bühne die Zwangsgedanken und -handlungen sowie
deren Inhalt, um zu einer Integration der als ich-dyston erlebten, obsessiven Gedanken zu kommen und damit den Leidensdruck zu mildern.
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S. 7/13
SCENA CURRICULUM: Modul II/6
Hysterie (und Trauer)
Hysterie: griech. „hystera“ = Gebärmutter. Hippokrates deutete die Bewegung des Uterus als unbewussten Kindeswunsch. Vor allem durch Freud über den „Fall der Anna O“ bekannt worden.
Heute eher durch die Begriffe „dissoziative Störung“ oder „Konversionsstörung“ ersetzt. Danach
werden Ängste und libidinöse Konflikte verdrängt und in körperliche Symptome konvertiert, z.B.
Lähmungen.
Histrionische Persönlichkeit – Ätiologie
Die Entstehung kann in die letzte Phase der frühkindlichen Entwicklung eingestuft werden (viertes
bis sechstes Lebensjahr). In dieser sog. „genitalen Phase“ geht es um die Realisation der sexuellen
Unterschiede und das Imitieren der eigenen Geschlechtsrolle. Dies geschieht durch das Konkurrieren mit dem gleichgeschlechtlichen um die Gunst des gegengeschlechtlichen Elternteils.
Oft werden die Eltern in dieser Phase, in der das Kind verstärkte Aufmerksamkeit braucht, nachlässiger und uninteressierter, dies kann sogar in Distanziertheit abkippen (z.B.: Angst des Vaters den
eigenen sexuellen Gefühlen der Tochter gegenüber, nachdem er sie vorher als „unsexuelles“ Kind
noch uneingeschränkt lieben konnte).
Um die gewünschte Aufmerksamkeit zu erhalten, greift das Kind zu auffälligem, verführerischem
Verhalten oder entwickelt Krankheitssymptome, um die Umwelt auf sich aufmerksam zu machen.
Unterschwellig bleibt aber das Gefühl der Enttäuschung über die Eltern, vor allem gegenüber dem
gegengeschlechtlichen Elternteil. Das Kind bleibt gleichsam in der Konkurrenzsituation „stecken“
und wird in Dreierkonstellationen z.B. als Mädchen in Zukunft immer in Konkurrenz mit der Frau
um die Gunst des Mannes buhlen. Dahinter steckt aber auch der Wunsch nach Bestrafung des Vaters.
Verhaltensweisen im Erwachsenenleben
Menschen mit histrionischer Persönlichkeit zeichnen sich vor allem durch einen hohen Grad an
Nervosität aus und leben mit einem ständigen „Grundrauschen“ (Überflutung von Bildern, Eindrücken und Gefühlszuständen). Da sie die Konfrontation mit Alltag, Realität und Endlichkeit
scheuen, versuchen sie, sich eine „Schein-Realität“ aufzubauen, in der immer alles in Bewegung ist,
bunt, schillernd und besonders. (Vorbild aus der Literatur: Scarlett O´Hara: „Ich mag jetzt nicht
darüber nachdenken, verschieben wir´s auf morgen!“) Eigene Mängel werden bagatellisiert, geleugnet oder auf andere projiziert.
Ihre Hauptangst ist das Alleingelassenwerden und Nicht-Gesehenwerden. Ihre internalisierte Annahme ist: „Wenn ich echt bin, sieht mich keiner, ich bin zu uninteressant“. Daher wird alles übertrieben und aufgebauscht, denn „wen interessiert schon die Wahrheit?“.
Die Parallelen zur narzisstischen Persönlichkeit finden sich vor allem in der eingeschränkten Beziehungsfähigkeit; der Partner soll in erster Linie Spiegel der eigenen Liebenswürdigkeit sein und
alles Unangenehme fernhalten.
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S. 8/13
Solche Menschen sind sehr verführerisch und brauchen die Anerkennung des anderen Geschlechts. Oft geht es aber nur um die oberflächliche und situative narzisstische Bestätigung; Verbindlichkeiten werden gemieden („Don Juan-Syndrom“). Jede Art von Kritik wird als Angriff auf die
eigene Persönlichkeit (und damit als Herabsetzung des ohnehin schwachen Selbstwertgefühls)
gewertet, die Fähigkeit zur Selbstreflexion ist nur schwach ausgebildet. Die Vorgehensweise ist oft
indirekt und über Umwege, es besteht eine Affinität zu Intrigen.
Umgang im Psychodrama
Es geht in erster Linie um die Konfrontation des histrionischen Protagonisten mit seinem Mangel
an Authentizität und echter, einfühlsamer Kontaktfähigkeit. Das Erkennen der eigenen Leere nach
Herunterfahren des hysterischen „Grundrauschens“ lässt im weiteren Prozess die verdrängten
Gefühle der Wut und Trauer hochkommen (Enttäuschung über das Nicht-Gesehenwerden in der
Kindheit).
Es geht weiterhin darum zu lernen, das Leben und die eigene Person realistischer einzuschätzen,
sich klar und deutlich auszudrücken und das „Drama“ aus dem Leben zu entlassen: Geschichten
weniger übertrieben zu erzählen, die Fähigkeit zur Selbstkritik zu erproben, Grenzen und Spielregeln wahrzunehmen und einzuhalten. Die bisherige Diskrepanz zwischen Alltags-Ich und gezeigtem Wunsch-Ich soll sich verringern, indem der Protagonist gespiegelt bekommt, dass er auch ohne
„Drama“ gesehen und anerkannt wird.
Letztendlich geht es auch um das Übernehmen von Verantwortung und das Akzeptieren von Endlichkeiten (Tod, Krankheit, Altern). (Vgl. Parallelen zur narzisstischen Persönlichkeitsstörung.)
Entgegen der Annahme, dass Hysterie ein typisch weibliches Phänomen sei, tritt es heutzutage
tatsächlich immer häufiger auch bei Männern auf. Bestimmte Berufssparten sind besonders affin
für Personen mit histrionischen Persönlichkeiten, insbesondere Unterhaltungsindustrie, Werbung,
Medienbranche.
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S. 9/13
SCENA CURRICULUM: Modul II/7
Narzisstische Störungsbilder
Narzissmus ist kein Fremdwort für unsere heutige Konsum- und Leistungsgesellschaft. Es gilt,
schön und reich zu sein, bewundernswert und erfolgreich, perfekt in allen Lebenslagen.
Ein jugendliches Outfit, modische Klamotten und ein toller Job suggerieren die immergleiche Botschaft: „Seht her, mir geht es gut, ich bin, was ich zu sein scheine!“ Wohin man heutzutage auch
sieht, überall werden narzisstische Störungen gefördert und bedient.
Narzissmus – dieser Begriff ist aber auch zum Mode-Wort geworden, zur Ikone der psychotherapeutischen Debatte, der berühmte weiße Elefant, den jeder gesehen haben will und der sich doch
immer wieder der Klassifikation und der therapeutischen Annäherung entzieht. Was man sagen
kann, ist, dass es sowohl den 'gesunden Narzissmus' gibt, als auch 'narzisstische Persönlichkeitsstörungen'. Die Steigerung der narzisstischen Persönlichkeit ist die ‚Borderline-Persönlichkeit’
(Vgl. 'Frühe Störungen', Modul II/8).
Gute Selbstwahrnehmung und ein gesundes Selbstbewusstsein bezeichnet man als 'gesunden
Narzissmus'. Hier werden die eigenen Bedürfnisse, Ziele und Motive erkannt und in Handlungen
umgesetzt, aber auch die eigenen Grenzen gespürt und einigermaßen realistisch eingeschätzt –
oder je nach Erfahrung korrigiert.
Bei der narzisstischen Störung handelt es sich um eine Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls und
des Erlebens der eigenen Person mit den dazugehörigen Gedanken, Gefühlen, Motiven und Werten. Narzisstisch gestörte Menschen verwechseln den Schein mit dem Sein und Bewunderung mit
Liebe. Die Lebensbasis und das Selbstwertgefühl eines Narzissten orientieren sich an Werten aus
dem 'Außen'. Alles dreht sich um Fragen wie: „Bin ich attraktiv? Fit? Gut gelaunt? Beliebt? Hochintelligent? Wirke ich jugendlich? Bin ich ein fantastischer Liebhaber, eine wunderbare Geliebte?“
Solche Menschen sind in hohem Maße auf den Zuspruch und die Bewunderung anderer angewiesen.
Das Dilemma ist, dass sie damit in eine Abhängigkeit zum 'Außen' geraten und mit permanenter
Selbst-Entfremdung und innerer Leere bezahlen. Erfolg, Leistungsfähigkeit, grandiose Selbstbilder
als Lebensziel und Lebensinhalt machen die immer wiederkehrende Ent-Täuschung zwangsläufig;
bei Nicht-Erreichen des großartigen Ziels entstehen Gefühlen von Wertlosigkeit. Narzisstisch gestörte Menschen pendeln also zwischen Grandiosität und Minderwertigkeit: Einerseits sehen sie
sich als unübertroffen schön, klug, großartig, andererseits fühlen sie sich ungenügend, hässlich,
minderwertig – was sie erneut mit Grandiositätsvorstellungen wettzumachen versuchen. Das bedeutet, sie haben in ihrem Selbstempfinden eine insgesamt unangemessene Selbsteinschätzung.
Narzisstisch gestörte Menschen haben eine hohe Eigendrehung. Sie sind mit ihrer exzessiven
Selbstdarstellung auf der ewigen Suche nach dem Spiegel, den sie sich selbst nicht geben können,
streben nach Bewunderung statt Liebe (standen zum Beispiel als Kind im Zentrum der Bewunderung) und zeigen eine flache Affektivität. Für andere haben sie Kälte und Verachtung, spüren Rache
und Empörung statt Trauer und empfinden Alleinsein als Verlassenheit und innere Leere.
Sie neigen zum „Don-Juan-Verhalten“ (sexuelle Eroberungslust), können große Ängste beim Durchführen eigener „betrügerischer“ Handlungen entwickeln und haben strenge und perfektionistische
Ansprüche gegenüber dem eigenen Selbst.
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S. 10/13
Die Ursache für die narzisstische Störung liegt in einer dauerhaft fehlenden Spiegelung durch die
Eltern: Schon beim Säugling, später beim Kind wurden fundamentale Gefühle und Bedürfnisse
nicht wahrgenommen oder komplett uminterpretiert, z.B. indem Eltern grundsätzlich mit Bagatellisierung, Verachtung und Zurückweisung reagiert haben. Die Eltern wollten das Kind nach dem
eigenen Bild schaffen, es wurde nicht um seiner selbst willen geliebt, sondern für bestimmte Eigenschaften, Verhaltensweisen, Leistungen, Aussehen etc. bewundert (bzw. abgelehnt).
Das Kind reagierte damit, die so tabuisierten Gefühle abzuspalten, um den Erwartungen zu entsprechen, fühlte sich dabei in seinem Wesen ungesehen und allein gelassen und hat eine nie gestillte – nie zu stillende – Sehnsucht nach Anerkennung entwickelt. Solche Kinder konnten den
Grundkonflikt um Autonomie und Abhängigkeit nicht lösen. Was bleibt, ist eine zur Schau getragene Pseudo-Unabhängigkeit, Maskenhaftigkeit, Angst vor Nähe oder Minderwertigkeitsgefühlen,
fehlende positive Beziehungsqualitäten, Unterdrückung von Neugierde, Kritik und Fragen. Die
Kompensationsmuster sind Überanpassung und/ oder Grandiosität.
Psychodrama und Narzissmus passen schon deswegen bestens zueinander, weil der narzisstische
Selbstdarstellungsdrang immer auf der Suche nach einer Bühne ist. Der große Auftritt auf der
Psychodrama-Bühne bietet Narzissten sozusagen eine „Traum-Gelegenheit“, ihre Grandiosität vor
Publikum zu inszenieren! Im Laufe eines Spiels wird dieses Motiv jedoch mit anderen, entscheidend wichtigen Erlebnissen konfrontiert:
Die narzisstische Grandiosität stößt an ihre Grenzen, der Protagonist/ die Protagonistin erfährt, wie
er/ sie vor den eigenen grandiosen Wünschen kapitulieren muss. Tabus werden geöffnet, einseitige
Erwartungen und Moralisieren seitens des Leiters und der Gruppe findet nicht statt. Stattdessen
können die bisher abgespaltenen Gefühle von Trauer, Wut und Scham erlebt und integriert
werden. Durch den Rollentausch und das Doppeln geht es immer wieder um genau das, was der
narzisstisch gestörten Persönlichkeit fehlt: Spiegeln, Empathie und Abgrenzung.
Die Bühne des Psychodramas wird zum besonderen Raum, in dem beides, die Grandiosität und die
Minderwertigkeit, an der Realität überprüft werden können. Heilung erfolgt dadurch, dass der
Kontakt zu den eigenen Gefühlen (schmerzhaften wie glücklichen) wieder hergestellt wird, und mit
der Zeit die Lebendigkeit und Authentizität des Selbst besser wahrgenommen und gelebt werden
können.
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S. 11/13
SCENA CURRICULUM: Modul II/8
Frühe Störungen (Spaltungen)
Die meisten tiefenpsychologischen Entwicklungstheorien gehen davon aus, dass als Fundament
einer gelungenen Persönlichkeitsentwicklung eine tragend-symbiotische Form der Beziehung
zwischen dem Kind und seiner/n direkten Bezugsperson/en ausgestaltet sein muss. In den ersten
Lebensmonaten wird dem Säugling in einer stützenden und empathischen Umgebung „Urvertrauen“ vermittelt.
Als Reaktion auf eine ablehnende oder traumatisierende Umwelt in dieser Zeit kann sich die
„schizoide“ Grundüberzeugung entwickeln, nicht gewollt zu sein. Ein tiefliegender Zweifel am
Recht auf Existenz und das damit verbundene Grauen vor einer feindlichen Welt führen zu der
Entscheidung, lieber gar nichts zu fühlen. Gefühle und eigene Bedürfnisse werden in diesem Prozess eingeschlossen oder abgespalten. In ihrem schizoiden Charakteranteil vermeiden Menschen,
mit ihrem wirklichen inneren Selbst in Kontakt zu kommen und sie scheuen enge Beziehungen,
Nähe und Intimität.
Störungen oder Traumata in dieser frühen Zeit wirken sich aber auch auf die Entwicklung jener
Strukturen aus, die einen Menschen in die Lage versetzen, schmerzliche Realitäten zu akzeptieren
(in der Fachsprache: „Ich-Strukturen“). Dazu gehört insbesondere auch die Tatsache des Getrenntseins, wenn das Kind in seiner weiteren Entwicklung erste Schritte aus der Symbiose versucht.
Findet es anstelle eines ausreichenden Urvertrauens in seinem Innern vorwiegend ein Muster von
schlechten Erfahrungen vor, kann die neuerworbene und noch äußerst zerbrechliche Autonomie
nur durch archaische Spaltungsmechanismen behauptet werden.
Das Kind erlebt sich selbst und die Welt draußen als entweder total „gut“ oder total „böse“. Eine
Synthese guter und böser Anteile gelingt in der weiteren Entwicklung weder im Erleben von sich
selbst noch von anderen, sie müssen stattdessen streng voneinander getrennt gehalten werden.
Diese Spaltung als zentraler Abwehrmechanismus einer „Borderline-Persönlichkeitsstörung“ wird
mit zusätzlichen Mechanismen wie Verleugnung, Idealisierung und Abwertung, Projektion oder
Omnipotenz aufrechterhalten. Bei der Borderline-Persönlichkeit fällt deshalb in der Hauptsache
auf, dass alle Beziehungen gestört sind. Hinzu kommt eine tiefgreifende Instabilität im Selbstbild
und im Umgang mit Gefühlen, was sich auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche wie die sexuelle Orientierung, Berufswünsche oder persönliche Wertvorstellungen beziehen kann.
Mit ihren Borderline-Anteilen können Menschen auch sehr anziehend und „schillernd“ auf andere
wirken, weil sie so spontan, sprunghaft und extrem (wütend, verrückt, beschimpfend, überzeugt...)
sein können. Gleichzeitig spalten sie damit jede Gruppe und zerstören jede Beziehung.
Psychodrama ist besonderes deshalb so geeignet bei der Therapie von frühen Störungen, weil es in
seinen Techniken so klar strukturiert und leicht erfassbar ist. Schon das „Setting“ stellt die stützend-tragende und überschaubare Grundsituation her, die bei der Behandlung von Menschen mit
tiefgreifender Instabilität, Unsicherheit und Misstrauen gefordert ist. Protagonisten erfahren sich
mit ihren vermeintlich grauenvollen Anteilen auf der Bühne sicher vom Leiter (und der Gruppe)
angenommen und begleitet und können sich in der Ich-Rolle mit ihnen auseinandersetzen, ohne
sich zu verlieren oder zurückziehen zu müssen.
© 2004 ⎪ SCENA® Institut für Interpersonales Psychodynamisches Psychodrama
Schlüterstr. 12 ⎪ 20146 Hamburg ⎪ Tel: 040 41 35 26 45 ⎪ Fax: 040 44 82 99 ⎪ [email protected] ⎪ www.scena.de
S. 12/13
Aus dieser Position und mit der Rückbindung an die jetzige Realität gelingt es ihnen, bisher streng
abgelehnte Anteile zu relativieren und zu (re-) integrieren, die damit verbundenen Gefühle vorsichtig zu erleben und mit ihrem wirklichen Selbst in Kontakt zu kommen.
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S. 13/13
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